Abmeldung und Rücktritt von Prüfungen

Prüfungsleistungen

Abmeldung

Die Abmeldung von einer Prüfung setzt in den Stand vor der Anmeldung zurück, als wäre man nie angemeldet gewesen. (Das "Prüfungsrechtsverhältnis", das man durch die Anmeldung der Prüfung eingegangen ist, wird aufgelöst.) Insbesondere entsteht dadurch keine Verpflichtung, die Prüfung zu einem festen späteren Zeitpunkt abzulegen, und es geht kein Prüfungsversuch verloren. Allerdings hat man bei Klausuren zu Vorlesungen nicht die Möglichkeit, die Nachklausur als ersten Prüfungsversuch abzulegen (analog bei mündlichen Prüfungen zu einzelnen Vorlesungen im B.Sc.-Studiengang), sondern kann die Prüfung erst wieder ablegen, wenn die Veranstaltung erneut angeboten wird.

Eine Abmeldung ist grundsätzlich nur vor dem Ersttermin der Prüfung möglich; wurde bereits ein Versuch der Prüfung abgelegt oder ist ein Prüfungstermin verstrichen, zu dem ein Rücktritt von der Prüfung genehmigt wurde, ist eine Abmeldung nicht mehr möglich.

Abmeldefristen

  • Grundsätzlich gilt, dass man sich während des Anmeldezeitraums von online-Anmeldungen über eines der Campus-Management-Systeme auch wieder abmelden kann.
  • Darüberhinaus gibt es für studienbegleitende Prüfungen zu einer einzelnen Vorlesung die Möglichkeit, sich bis (zum letzten Prüfungsamtsarbeitstag spätestens) eine Woche vor der Prüfung abzumelden. Die genauen Regelungen findet man hier (pdf).
    Ausgenommen hiervon sind insbesondere die mündlichen Prüfungen zu Lineare Algebra und zu Analysis und die mündlichen Prüfungen im Master-Studiengang, ebenso alle Arten von Seminaren.
  • Die Anmeldungen zu den mündlichen Prüfungen im Master-Studiengang sind definitiv, eine Abmeldung ist nicht möglich.

Rücktritt

Im Gegensatz zur Abmeldung erhält ein Rücktritt von eine Prüfung die Anmeldung aufrecht (das "Prüfungsrechtsverhältnis" bleibt bestehen). Im juristischen Prüfungsordnungs-Jargon ist ein Rücktritt von einer Prüfung stets möglich (nämlich durch Nicht-Antreten der Prüfung); der Prüfungsversuch zählt aber als Fehlversuch, es sei denn, der Rücktritt wird vom Fachprüfungsausschuss genemigt. Dazu muss ein begründeter Antrag auf Rücktritt von der Prüfung an den Fachprüfungsausschuss gestellt werden, mit geeignetem Nachweis der Gründe.

  • Ausreichende Gründe sind z.B. Krankheit, Abwesenheit wegen Auslandsstudiums, Gleichzeitigkeit mit einer anderen Prüfung.
  • Nicht hinreichende Gründe sind z.B. mangelnde Vorbereitung, andere Prüfungen im zeitlichen Umfeld der Prüfung, private Reisen oder Familienfeiern, unspezifische private Probleme.
Nach einem Rücktritt muss man die Prüfung zum nächstmöglichen Zeitpunkt absolvieren (in der Regel im Folgesemester).

Antragsfristen

  • Der Antrag auf Rücktritt von der Prüfung sollte unmittelbar nach Bekanntwerden der Rücktrittsgründe gestellt werden. Im Krankheitsfall muss der Antrag samt Attest spätestens am dritten Tag nach der Prüfung im Prüfungsamt eingehen; der Arztbesuch muss spätestens am Tag der Prüfung erfolgen.

Formulare

Rücktritt aus Krankheitsgründen im Studiengang

Studienleistungen

Die Anmeldung einer Studienleistung hat keine rechtliche Verbindlichkeit, sondern dient lediglich der Möglichkeit, bestandene Studienleistungen im Campus-Management-System verbuchen zu können. Die Abmeldung kann daher jederzeit formlos im Prüfungsamt erfolgen (auch per e-mail). Da man nicht bestandene Studienleistungen beliebig oft wiederholen kann, verliert man aber keinen Versuch, wenn man sich nicht abmeldet.

Bei Studienleistungen, die aus Klausuren zu Veranstaltungen bestehen (z.B. Lineare Algebra I, Analysis I in den Bachelor-Studiengängen), wird im Falle des Nicht-Bestehens in der Regel vom Prüfungsamt eine automatische Anmeldung zur Nachklausur durchgeführt. Eine separate Anmeldung zur Nachklausur ohne vorherige Anmeldung zur Hauptklausur ist dagegen nicht vorgesehen. Wer in einem solchen Fall an der Nachklausur teilnehmen möchte, an der Erstklausur aber verhindert ist, sollte sich keinesfalls von der Studienleistung abmelden, sondern dem Prüfungsamt den Rücktritt von der Klausur bekanntgeben. Der Rücktritt muss nicht genehmigt werden und eine Begründung ist daher nicht notwendig, da, wie dargelegt, die Anzahl der Versuche unbegrenzt ist. Eine Mitteilung per e-mail an das Prüfungsamt reicht. (Eine frühzeitige Bekanntgabe des Rücktritts ist insofern wünschenswert, als dann eine entsprechend geringere Anzahl an Klausuren kopiert werden muss.)

Wurde eine Studienleistung als nicht-bestanden verbucht, bleibt dieser Eintrag in der Leistungsübersucht bestehen, bis entweder die Studienleistung bestanden wird oder das Studium beendet ist. Dann werden nicht-bestandene Studienleistungen auf formlosen Antrag aus der Leistugnsübersicht gelöscht.


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Verantwortlich für die Seiten des Prüfungsamts: Markus Junker