
\section{Hintergr"unde f"ur die lokalen Langlands-\\Vermutungen}
Gegeben ein lokaler K"orper $F$ interessieren wir uns noch etwas
vage f"ur die \glqq Kohomologie von Variet"aten "uber $F$\grqq\  und f"ur
die nat"urlichen Strukturen, die wir auf solchen Kohomologien
vorfinden.
Wir diskutieren getrennt den archimedischen und den
nichtarchimedischen Fall.

\subsection{Der nichtarchimedische Fall}
\begin{Bemerkung}
Ist ganz allgemein $F$ irgendein K"orper, $X$ eine Variet"at "uber
$F$ und $l$ eine von der Charakteristik von $ F$ verschiedene Primzahl, so wird
f"ur jeden algebraischen Abschlu"s $\bar{F}$ von $F$ die \'etale
Kohomologie
$$H^{\ast} ((X \times_{F}\bar{F})_{\op{\acute{e}t}}; \Bbb{Q}_{l})$$
mit Koeffizienten in $\Bbb{Q}_{l}$ 
eine $l$-adische Darstellung von $\Gamma=\op{Gal}(\bar{F}/F),$ d.h.\
eine endlichdimensionale Darstellung von $\Gamma,$ die stetig ist als Abbildung
$\Gamma \times V \ra V$ f"ur die
Krull-Topologie auf $\Gamma$ und die
Norm-Topologie auf dem endlichdimensionalen
$\Bbb{Q}_{l}$-Vektorraum $V.$
Ist $E_{\lambda}$ eine endliche Erweiterung von
$\Bbb{Q}_{l},$ so wird allgemeiner
$$H^{\ast}((X \times_{F} \bar{F})_{\op{\acute{e}t}};
E_{\lambda})$$
eine endlichdimensionale stetige Darstellung von
$\Gamma$ "uber $E_{\lambda}.$  
\end{Bemerkung}

\begin{Bemerkung}
Ist $F$ ein nichtarchimedischer lokaler K"orper und
$\Bbb{F}$ sein (endlicher) Restklassenk"orper, so 
liefert Klassenk"orpertheorie eine
Surjektion
$$\op{Gal} (\bar{F}/F) \twoheadrightarrow \op{Gal}
(\bar{\Bbb{F}}/\Bbb{F})$$
Auf der rechten Seite gibt es insbesondere den Frobenius $\op{Fr} : a
\mapsto a^{|\Bbb{F}|}.$ Das Urbild der vom Frobenius erzeugten
Untergruppe hei"st die \defind{Weil-Gruppe} $W_{F}$ von $F,$ wir
haben also ein kartesisches Diagramm
$$\begin{array}{ccclc}
W_{F}&\twoheadrightarrow & \Bbb{Z}&\ni &n\\
\cap & & \cap &  &\downarrow \\
\op{Gal} (\bar{F}/F) & \twoheadrightarrow &
\op{Gal}(\bar{\Bbb{F}}/\Bbb{F}) & \ni& \op{Fr}^{n}
\end{array}$$
Wir versehen $W_{F}$ mit der Kofinaltopologie, die von der
Krull-Topologie auf $\op{Gal}(\bar{F}/F)$ und der diskreten
Topologie auf $\Bbb{Z}$ durch die Morphismen unseres Diagramms
induziert wird. F"ur die obere Horizontale vereinbaren wir die
Notation $w \mapsto \| w\|.$ Der Kern der unteren
und damit auch der oberen Horizontalen hei"st
die \defind{Tr"agheitsgruppe} und wird bezeichnet mit $I_{F}.$
Nat"urlich schr"ankt sich unsere Darstellung von $\op{Gal}
(\bar{F}/F)$ ein zu einer stetigen Darstellung von $W_{F}$ "uber
$E_{\lambda},$ und da die Weil-Gruppe in der Galois-Gruppe dicht
liegt, geht bei dieser Einschr"ankung \glqq keine Information
verloren\grqq. Jetzt bemerken wir  
\end{Bemerkung}

\begin{Satz}\cite{Del},\cite{Tate}
Sei $F$ ein nichtarchimedischer lokaler K"orper, $\Bbb{F}$ sein
Restklassenk"orper, $l$ eine von $\op{char} \Bbb{F}$ verschiedene
Primzahl, $E_{\lambda}$ eine endliche Erweiterung von $\Bbb{Q}_{l}$
und $V$ ein endlichdimensionaler Vektorraum "uber $E_{\lambda}.$
\begin{enumerate}
\item
W"ahlen wir ein Urbild $\Phi \in W_{F}$ des inversen Frobenius
$\op{Fr}^{-1}\in \op{Gal}(\bar{\Bbb{F}}/\Bbb{F})$ und einen nichttrivialen
additiven Charakter $t_{l}: I_{F} \ra \Bbb{Q}_{l}$ (das ist stets
m"oglich), so erhalten wir eine Bijektion
$$\begin{array}{ccc}
\left\{\begin{array}{c}
\text{Operationen $\rho_{\lambda}$}\\
\text{von $W_{F}$ auf $V,$}\\
\text{die stetig sind}\\
\text{f"ur die $\lambda$-adische}\\ 
\text{Topologie auf $V$}
\end{array}\right\} &
\overset{\sim}{\leftrightarrow} & \left\{ \begin{array}{c}
\text{Paare $(\rho,N)$ bestehend aus}\\
\text{einer Operation $\rho$ von $W_{F}$}\\
\text{auf $V,$ stetig f"ur die}\\
\text{diskrete Topologie auf $V,$}\\
\text{und $N\in \op{Aut} V$ nilpotent mit}\\
\rho (w) N \rho (w)^{-1} = \|w\| N \\
\forall w \in
W_{F}\end{array} \right\} \\[20mm]
\rho_{\lambda} & \leftarrow & (\rho, N)


\end{array}$$
durch die Vorschrift $\rho_{\lambda} (\Phi^{n} \sigma) = \rho
(\Phi^{n}\sigma) \op{exp} (t_{l}(\sigma) N) \quad \forall \sigma
\in I_{F}, n \in \Bbb{Z}.$

\item
Die induzierte Bijektion zwischen Isomorphieklassen auf beiden
Seiten h"angt nicht ab von den Wahlen von $\Phi$ und $t_{l}.$

\end{enumerate}
\end{Satz}

\newpage

Um zur endg"ultigen Formulierung der
lokalen Langlands-Vermutungen zu kommen, ben"otigen wir noch
\begin{Vermutung}
Die Frobenius-Elemente $\Phi \in \op{Gal}(\bar{F}/F)$ operieren
halbeinfach auf $H^{\ast} ((X \times_{F} \bar{F})_{\op{\acute{e}t}} ;
E_{\lambda})$
\end{Vermutung}
Wenn wir diese Vermutung glauben, so erhalten wir also f"ur einen
endlichdimensionalen $E_{\lambda}$-Vektorraum $V$ Einbettungen
$$\begin{array}{c}
\left\{ \begin{array}{c} \text{Nat"urliche Strukturen auf $V$ von der Art,}\\
\text{wie man sie
findet auf Kohomologier"aumen}\\
\text{der Gestalt }H^{\ast} ((X\times_{F}\bar{F})_{\op{\acute{e}t}} ; E_{\lambda})
 \end{array}\right\} \\[2mm]
\cap \\[2mm]
\left\{ \begin{array}{c}
\text{Operationen von $\op{Gal} (\bar{F}/F)$ auf $V,$}\\
\text{stetig f"ur die Krull-Topologie auf der Galois-Gruppe}\\
\text{und die $\lambda$-adische Topologie auf $V,$}\\
\text{unter denen Frobenius-Elemente halbeinfach operieren}
\end{array}\right\}
 \\[2mm]
\cap \\[2mm]

\left\{ \begin{array}{c}
\text{Operationen von $W_F$ auf $V,$}\\
\text{stetig f"ur die Krull-Topologie auf der Galois-Gruppe}\\
\text{und die $\lambda$-adische Topologie auf $V,$}\\
\text{unter denen Frobenius-Elemente halbeinfach operieren}
\end{array}\right\}
 \\[2mm]
\| \\[2mm]
\left\{ \begin{array}{c}
\text{Paare $(\rho, N)$ mit $\rho$ einer Operation von $W_{F}$ auf $V,$}\\
\text{die stetig ist f"ur unsere Topologie auf $W_{F}$}\\
\text{und die diskrete Topologie auf $V,$}\\
\text{nebst einem nilpotenten Endomorphismus $N$ von $V$}\\
\text{derart, da"s gilt $\rho (w) N \rho (w)^{-1} = \|w\|
N$ f"ur alle $w$}\\
\text{und so, da"s Frobenius-Elemente halbeinfach operieren}
\end{array}\right\}
\end{array}$$
Auf dem Raum aller Paare $(\rho,N)$ wie eben beschrieben operiert
die Gruppe $\op{GL} (V)$ durch Konjugation.
Die Bahnen sollen nun laut lokaler Langlands-Vermutung in
Bijektion sein zu irreduziblen zul"assigen Darstellungen von
$\op{GL} (n,F)$ in $E_{\lambda}$-Vektorr"aumen, mit $n =
\op{dim}_{E_{\lambda}} V.$
Weiter sollte die Geometrie der Bahnen die Struktur der
Darstellungstheorie widerspiegeln.
Diese Vermutungen werden allerdings meist formuliert in der Form,
da"s man $E_{\lambda}$ ersetzt auf beiden Seiten durch seinen
algebraischen Abschlu"s oder, gleichbedeutend (da die Topologie
auf $E_{\lambda}$ ja keine Rolle mehr spielt) durch $\Bbb{C},$
aufgefa"st als abstrakten K"orper.
\subsection{Verr"uckte Idee zu Langlands Mai 2024, ausprobieren}
Gegeben eine abgeschlossene Immersion $X\As \mathbb A^n_\DZ$ liefert
das Bewegen mit $\op{Gl}(n;\DZ)$ jede Menge andere abgeschlossene
Immersionen. Jetzt kann man zum Beispiel versuchen, im Raum aller
$n$-Formen die Unterdarstellung aller der $n$-Formen zu betrachten,
deren Integrale "uber alle diese Untervariet"aten verschwinden. K"onnte man
in dieser Richtung automorphe Darstellungen zu Variet"aten finden?

\subsection{Wohin?}
\begin{Definition}
 Eine Ringalgebra $A$ "uber einem K"orper $K$ hei"st {\bf separabel},\index{separabel!Ringalgebra} wenn gilt
$\dim_K A < \infty$ und wenn f"ur jede K"orpererweiterung $L/K$ der Ring $L \otimes_K A$
halbeinfach ist.
\end{Definition}
\begin{Bemerkung}
 Man kann zeigen, da"s die Bedingung $\dim_K A < \infty$ bereits aus den anderen Bedingungen folgt
und damit "uberfl"ussig ist.
\end{Bemerkung}


\section{Schrotthalde}
\subsection{Soll weggeschmissen werden}
\begin{Ubunge}
Eine Teilmenge von $\Bbb{C} \amalg \{\infty\}$ hei"st 
ein \defind{verallgemeinerter Kreis}
genau dann, wenn sie entweder einen Kreis in der\label{MoeE}  
komplexen Zahlen\-ebene darstellt oder aber
aus allen Punkten einer affinen reellen Gerade besteht, die also nicht 
notwendig durch den Ursprung geht, erg"anzt um den
Punkt $\infty$.
Man zeige, da"s unter der zuvor erkl"arten Identifikation
$\Bbb{C} \amalg \{\infty\}\sira \DP^1\DC$ die verallgemeinerten
Kreise gerade die Bilder in $\DP^1\DC$ der Mengen $E\backslash 0$  f"ur
diejenigen reellen zweidimensionalen Unterr"aume $E\subset \DC^2$  sind, 
die "uber $\DC$ ganz $\DC^2$ erzeugen.
Man zeige weiter, da"s so die Menge aller verallgemeinerten 
Kreise aus $\DC\amalg \{\infty\}$
identifiziert werden kann mit der Menge der reellen Formen auf
dem $\DC^2$, und
da"s die Operation von $\op{GL}(2;\Bbb{C})$ 
auf $\Bbb{C} \amalg \{\infty \}$ aus
\ref{FEWR}
verallgemeinerte Kreise
 in verallgemeinerte Kreise "uberf"uhrt.
Man zeige schlie"slich, da"s 
die induzierte Operation von $\op{GL}(2;\Bbb{R})$ 
auf $\Bbb{C} \amalg \{\infty \}$ genau zwei Bahnen hat, n"amlich 
den verallgemeinerten Kreis
$\Bbb{R} \amalg \{\infty \}$ und sein Komplement, und da"s 
die induzierte Operation 
der zusammenh"angenden Untergruppe  $\op{GL}(2;\Bbb{R})^+$ aller Matrizen
mit positiver Determinante
genau drei Bahnen hat, n"amlich 
den verallgemeinerten Kreis $\Bbb{R} \amalg \{\infty \}$,
den man sich  als den "Aquator der Riemannschen Zahlenkugel denken mag,
und, um im Bild zu bleiben, die n"ordliche und die s"udliche Hemisph"are alias 
 die offene obere und
die offene untere 
Halbebene im Komplement der reellen Zahlengerade in der komplexen Zahlenebene.
Hinweis: F"ur den letzten Teil mag die Anschauung der 
$\op{GL}(2;\Bbb{C})$-Operation als M"obiustransformationen nach
\ref{MoGe} helfen. 
\end{Ubunge}

\begin{Satz}[\textbf{Maximale Elemente endlicher Mengen}]
    Jede nichtleere endliche teilgeordnete Menge  besitzt mindestens
    ein maximales Element.\label{NEENk} \emph{(Ersetzt durch \eref{NEEN}{LA1}!)}
  \end{Satz}
  \begin{Bemerkungl}
    Der Beweis braucht einige Vorbereitungen und wird erst im Anschlu"s an den
    Beweis von Lemma \ref{IIIk}
gef"uhrt. 
  \end{Bemerkungl}
 
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Nach $b$
        gehende Elemente}] 
 Gegeben eine Menge $X$ und eine Abbildung 
$f : X \rightarrow X$ und ein Element
$b \in X$ bezeichne
\begin{equation*}
 X({\ra} b)= X({\ra} b)_f \subset X
\end{equation*}
die kleinste Teilmenge von $X$, die $b$ enth"alt und 
mit jedem Element auch alle seine
Urbilder unter $f$.
Eine derartige kleinste Teilmenge existiert 
als der Schnitt aller Teilmengen
mit besagter Eigenschaft. Ihr Komplement 
$X\backslash X({\ra} b)$ ist offensichtlich stabil unter
$f$. Weiter gilt $ X({\ra} b)=\{b\}\cup\{x\in X({\ra} b)\mid f(x)\in X({\ra} b)\}$, denn die rechte Seite w"are sonst eine noch kleinere Teilmenge
von $X$ mit der definierenden Eigenschaft von $ X({\ra} b)$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Von $b$ erreichbare Elemente}] 
 Gegeben eine Menge $X$ und eine Abbildung 
$f : X \rightarrow X$ und ein Element
$b \in X$ bezeichne  $$X(b{\ra})=X(b{\ra})_f \subset X$$ die 
kleinste Teilmenge, die $b$ enth"alt und mit
jedem Element auch sein Bild unter $f$. Wie 
zuvor existiert eine kleinste derartige Teilmenge,
und man erkennt  $X(b{\ra}) = \{b\} \cup X(f(b){\ra})$, denn die rechte Seite w"are sonst eine noch kleinere Teilmenge
von $X$ mit der definierenden Eigenschaft von $ X(b{\ra} )$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Seien eine Menge $X$ und eine Abbildung 
$f : X \rightarrow X$ gegeben und seien $a,b\in X$. 
Aus $a \not\in X({\ra} b)$ folgt\label{VVVjk}  
$X({\ra} b) \cap X(a{\ra}) = \emptyset$, da ja $X \backslash X({\ra} b)$ 
stabil
ist unter $f$.
Genauer zeigen wir
\begin{equation*}
 X({\ra} b) = \{ a \in X \mid b \in X(a{\ra})\}
\end{equation*}
Die rechte Seite ist nach dem vorhergehenden 
n"amlich enthalten in $X({\ra} b)$ und enth"alt wegen $X(a{\ra}) 
= \{a\} \cup X(f(a){\ra})$ mit einem Element auch alle seine Urbilder.
Schlie"slich enth"alt sie auch noch $b$, und damit m"ussen beide Mengen
gleich sein.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Die hohle Gasse}] 
Seien eine Menge $X$ und eine Abbildung\label{VVVjjk}  
$f : X \rightarrow X$ gegeben und seien $a,b\in X$.
F"ur $a \in X({\ra} b) \backslash b$ gilt 
wie oben bereits diskutiert $f (a) \in X({\ra} b)$.
F"ur jedes $b\in X$ ist insbesondere $X({\ra} b) \cup X({f(b)}{\ra})$ 
stabil 
unter $f$. F"ur jedes $a \in X({\ra} b)$ folgt so
$$X(a{\ra}) \subset X({\ra} b)
\cup X({f(b)}{\ra})$$
\end{Bemerkungl}
  \begin{Lemma}
    Ist  $(X, \leq)$ eine teilgeordnete Menge und $f : X \rightarrow
    X$ eine streng monoton wachsende Abbildung, so induziert $f$ f"ur jedes 
Element $a \in X$ eine
    Injektion $f: X(a{\ra}) \hookrightarrow X(a{\ra})$.\label{IIIk}
  \end{Lemma}
  \begin{Bemerkungl}
Offensichtlich kann unsere Injektion 
$f: X(a{\ra}) \hookrightarrow X(a{\ra})$
 hier  nicht surjektiv sein, da $a$ nicht zum Bild
    geh"ort. Insbesondere ist in der Situation 
des Lemmas $X$ stets 
leer oder unendlich.
  \end{Bemerkungl}
  
  \begin{proof}
    In der Tat gilt f"ur jedes $b \in X(a{\ra})$ nach \ref{VVVjk}
    und \ref{VVVjjk} von eben $a
    \in X({\ra}b)$ und $X(a{\ra}) \subset X({\ra}b) \cup X({f(b)}{\ra})$.
    Wegen der Monotonie von $f$ folgt aber $X({\ra}b) \subset \{x \in X \mid x
    \leq b\}$ und $X({{f(b)}\ra}) \subset \{ x \in X \mid f(b)\leq x\}$ und
    wegen der strengen Monotonie damit $$X({\ra}b) \cap X({{f(b)}\ra}) =
    \emptyset$$ Wegen $f (X({\ra}b) \backslash b) \subset X({\ra}b)$ und
    $f(x) > f(b) \; \forall x\geq f(b)$ folgt, da"s gilt $\{b\} = \{x \in
    X(a{\ra}) \mid f(x) = f(b)\}$.  Damit haben wir gezeigt, da"s unser $f$ in
    der Tat eine Injektion $f: X(a{\ra}) \hookrightarrow X(a{\ra}) $
    induzieren mu"s. 
  \end{proof}

 \begin{proof}[Beweis von Satz \ref{NEENk}]
    Der Satz besagt, da"s jede nichtleere endliche teilgeordnete Menge $X$ mindestens
    ein maximales Element besitzt.
In der Tat k"onnten wir sonst eine streng
    monoton wachsende Abbildung $f : X \rightarrow X$ konstruieren, und f"ur $a
    \in X$ w"are dann $X(a{\ra})$ unendlich nach \ref{IIIk}. Damit w"are aber
    auch $X$ selbst bereits unendlich.
  \end{proof}
\begin{Bemerkungl}
Ich will zum Abschlu"s noch erkl"aren, wie in Satz \ref{AffG} 
die Galoisgruppe mit unserem Monoid 
von Decktransformationen identifiziert werden kann.
  F"ur jede Menge $Z$ und jeden Ring $k$ erkl"aren wir den 
Ring $\op{Ens}^{\op{f}}(Z,k)$\index{Ens@$\op{Ens}^{\op{f}}$ fast "uberall definierte Funktionen}   der {\bf fast "uberall definierten Funktionen 
  auf $Z$ mit Werten in $k$} als den Quotient des Rings $\op{Ens}(Z,k)$
nach dem Ideal aller Funktionen, die nur an endlich vielen Stellen
einen von Null verschiedenen  Wert annehmen.
F"ur jede Abbildung $f:Y\ra Z$ mit endlichen Fasern
liefert das Vorschalten von $f$ einen
Ringhomomorphismus  $(\circ f):\op{Ens}^{\op{f}}(Z,k)\ra \op{Ens}^{\op{f}}(Y,k)$ 
in die Gegenrichtung, 
das {\bf Zur"uckholen}\index{Zur"uckholen!von fast "uberall definierten 
Funktionen}
fast "uberall definierter
Funktionen. % Gegeben ein topologischer Raum $Z$ erkl"aren wir  feiner auch 
% den Teilring $$\op{Topf}(Z)\subset\op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC) $$ 
% der fast "uberall definierten stetigen komplexwertigen Funktionen.
% Ich meine damit fast "uberall definierte Funktionen,
% die durch eine auf dem Komplement einer endlichen Menge stetige Funktion
% repr"asentiert werden k"onnen.
% F"ur jede stetige Abbildung $f:Y\ra Z$ mit endlichen Fasern
% liefert das Vorschalten von $f$ auch einen
% Ringhomomorphismus $(\circ f):\op{Topf}(Z)\ra \op{Topf}(Y)$ 
% in die Gegenrichtung, das {\bf Zur"uckholen} fast "uberall definierter
% stetiger  Funktionen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Decktransformationen als K"orperautomorphismen}]
Sei nun
 ein normiertes Polynom $P \in \mathbb C (t) [X]$ gegeben und
sei  $Z=\mathcal Z(P)\subset \DC^2$ wie oben erkl"art.
Die Restriktion von Polynomen in zwei Variablen 
zu Funktionen auf $Z$ liefert offensichtlich einen Ringhomomorphismus
$\DC[t,X]\ra \op{Ens}(Z,\DC)$ in den Ring der 
komplexwertigen Funktionen auf $Z$.  Die Verkn"upfung dieses
Ringhomomorphismus mit dem offensichtlichen Ringhomomorphismus  $\op{Ens}(Z,\DC)\ra \op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC)$ besitzt 
nun genau eine Fortsetzung zu einem Ringhomomorphismus
$\DC(t)[X]
\ra \op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC)$, der hinwiederum "uber einen
Ringhomomorphismus\label{DaKK} 
$$\DC(t)[X]/\langle P\rangle
\hra \op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC)$$
faktorisiert. Letzterer Ringhomomorphismus ist 
notwendig injektiv, da er von einem K"orper startet und in
einem vom Nullring verschiedenen Ring landet. 
Unser Satz \ref{AffG} "uber die anschauliche Bedeutung der
Galoisgruppe l"a"st sich nun dahingehend pr"azisieren, da"s die
offensichtliche
Operation \glqq durch Vorschalten\grqq\  des Monoids $D$ der Decktransformationen
von $\op{pr}_1:Z\ra\DC$  auf 
dem Ring $\op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC)$ das Bild der obigen Einbettung 
$\DC(t)[X]/\langle P\rangle
\hra \op{Ens}^{\op{f}}(Z,\DC)$ stabilisiert, und da"s die so 
induzierte Operation unseres Monoids auf $L=\DC(t)[X]/\langle P\rangle$ 
einen Isomorphismus $D\sira \op{Gal}(L/\DC(t))$ 
unseres Monoids mit der fraglichen Galoisgruppe liefert.
Auch diese Pr"azisierung soll hier nicht
bewiesen und im weiteren Verlauf nicht verwendet werden.
\end{Bemerkungl}

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXAL"
%%% End: 
