


\section{Verschwindungss"atze mit Anwendungen}

\subsection{Garbenazyklische Morphismen}
\begin{Proposition}
  Gegeben ein topologischer Raum $Y$ und   ein Komplex von abelschen Garben $\mathcal F\in\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$  ist f"ur  die Projektion
  $\pi:Y\times [0,1]\sra Y$   die
  Einheit der Adjunktion 
  ein Isomorphismus\label{Aei} 
  $$\mathcal F\sira \pi_*\pi^*\mathcal F$$
\end{Proposition}
\nichtfinal{Wie soll ich es mit Universen halten? Wenn nichts extra dasteht,
  ist alles wie $\op{Ab}, \op{Ens}$ etc in einem festen Universum $\mathfrak U$ mit $\mathbb N\in \mathfrak U$ zu verstehen? Ich mu"s noch "uberlegen, warum meist nur Forderungen an Morphismen gestellt werden, und eigentlich nie 
Kardinalit"atsforderungen.} 

\begin{proof}
 F"ur jede  Garbe
 $\mathcal F\in \op{Ens}_{/Y}$ liefert die Einheit der Adjunktion einen
 Isomorphismus
 $\mathcal F\sira \pi_{(\ast)}\pi^{(\ast)}\mathcal F$, denn
 nach \eref{AdI}{TG} gilt das f"ur jede finale Abbildung $\pi$
 mit zusammenh"angenden Fasern. Ich erinnere hier daran, da"s in unseren
 Konventionen der leere topologische Raum nicht zusammenh"angend ist.
 Wir folgern, da"s auch f"ur
  alle Komplexe $\mathcal F\in\op{Hot}(\op{Ab}_{/Y})$ die Einheit der  Adjunktion einen Isomorphismus
  $\mathcal F\sira \pi_{(\ast)}\pi^{(\ast)}\mathcal F$ liefert.
  Nun hat  nach eigentlichem Basiswechsel \eref{OEBA}{TG} und unseren Erkenntnissen \eref{KGI}{TG} zur Garbenkohomologie von Teilmengen der Zahlengeraden
  der Vorschub $\pi_{(\ast)}: \op{Ab}_{/Y\times [0,1]}\ra \op{Ab}_{/Y}$ eine
  homologische Dimension kleinergleich
  Eins und insbesondere endliche homologische Dimension.
 Unsere Erkenntnisse \eref{UbDe}{TD} zum Derivieren homologisch endlicher Funktoren zeigen dann,  da"s jeder Komplex $\mathcal A$ von $\pi_{(\ast)}$-rechtsazyklischen 
  abelschen Garben bereits $\pi_{(\ast)}$-quis\-rechts\-ent\-fal\-tet ist,
  da"s also f"ur solch einen Komplex $\mathcal A$
  der nat"urliche Morphismus in der derivierten Kategorie
 ein Isomorphismus
 $Q\pi_{(\ast)}\mathcal A\sira \pi_{\ast}\mathcal A$ ist.
    Nach \eref{kohod}{TG} und \eref{KGI}{TG} wissen wir weiter, da"s
  das Zur"uckholen $\pi^{(\ast)}:\op{Ab}_{/Y}\ra \op{Ab}_{/Y\times [0,1]}$
  jede Garbe zu einer $\pi_{(\ast)}$-rechts\-azyk\-li\-schen Garbe macht und wieder
  nach
  \eref{UbDe}{TD}  damit jeden Komplex von abelschen Garben zu einem $\pi_{(\ast)}$-quis\-rechts\-ent\-fal\-te\-ten Komplex.
  Das schlie"slich zeigt die Behauptung.
\end{proof}

\begin{proof}[Zweiter Beweis]
 Es reicht zu zeigen, da"s die Einheit der Adjunktion f"ur alle $y\in Y$
  einen Isomorphismus $\op{em}_y^*\mathcal F\sira \op{em}_y^*\pi_*\pi^*\mathcal F$ induziert. Mit eigentlichem Basiswechsel
\ref{DEU} und der Vertr"aglichkeit \eref{trPP}{TG} von Adjunktion und Basiswechsel 
  reicht es also,
  die Proposition in dem Fall zu zeigen, 
  da"s $Y$ der einpunktige Raum ist. Nach \eref{KGI}{TG} verschwindet auf
  reellen Intervallen die Garbenkohomologie jeder abelschen Garbe im Grad $>1$
  und die Garbenkohomologie jeder konstanten abelschen Garbe im Grad $\geq 1$.
  Die Behauptung folgt so mit unseren Erkenntnissen \eref{UbDe}{TD}
  zum Derivieren
  homologisch endlicher Funktoren. 
\end{proof}
  
\begin{Definition}\label{azy}
Eine stetige Abbildung topologischer R"aume 
$f:X\ra Y$ hei"se
{\bf garbenazyklisch},\index{garbenazyklisch!stetige Abbildung} 
wenn f"ur  jeden
Komplex 
$\cal{F} \in \op{Der} (\op{Ab}_{/Y})$
die Einheit der Adjunktion
 ein  Isomorphismus 
$$\cal{F} \sira 
f_{\ast}f^{\ast}\cal{F}$$
ist. Sie hei"se  
{\bf basisfest  
garbenazyklisch}\index{basisfest!garbenazyklisch}\index{garbenazyklisch!basisfest} oder kurz {\bf bagazyklisch},\index{bagazyklisch} 
wenn sie unter jedem Basiswechsel eine 
garbenazyklische Abbildung liefert, wenn also in Formeln
f"ur jede stetige Abbildung 
$S\ra Y$ die induzierte Abbildung 
$X\times _Y S\ra S$ garbenazyklisch ist.
Ein topologischer Raum $X$ hei"se 
{\bf garbenazyklisch}\index{garbenazyklisch!topologischer Raum}
beziehungsweise {\bf basisfest  
garbenazyklisch} oder kurz {\bf bagazyklisch},
wenn die konstante Abbildung $X\ra\op{top}$ die entsprechende 
Eigenschaft hat.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
Jede garbenazyklische Abbildung ist
offensichtlich schwach garben\-azyk\-lisch im Sinne unserer Definition
\eref{sGaz}{TG}, der R"uckzug induziert also Isomorphismen auf der Kohomologie
mit Koeffizienten in einer beliebigen abelschen Gruppe. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Satz}
  Jeder zusammenziehbare Raum ist bagazyklisch.\label{zgsaf}
  Allgemeiner ist jeder zu einem bagazyklischen Raum homotopie"aquivalente
  Raum  bagazyklisch. 
\end{Satz}


\begin{proof} Wir gehen in mehreren Schritten vor.
  \\[2mm]\noindent 1. 
  Jeder Funktor
  $F:\op{Top}\ra \mathcal C$ von der Kategorie der topologischen R"aume
  in eine weitere Kategorie, der
  f"ur einen beliebigen Raum $X$ die Projektion $\op{pr}:X\times[0,1]\ra X$
  zu einem Isomorphismus  $$F(\op{pr}):F(X\times[0,1])\sira F(X)$$ macht,
  faktorisiert "uber die Homotopiekategorie. In der Tat, gegeben $t\in [0,1]$
  bezeichne
  $i_t:X\ra X\times [0,1]$ die Abbildung $x\mapsto (x,t)$.
  Sicher gilt $\op{pr}\circ i_t=\op{id}_X$ f"ur alle $t$, also
  $F(\op{pr})\circ F(i_t)=\op{id}_{FX}$ und nach unserer Annahme ist
  $F(i_t)=F(\op{pr})^{-1}$ unabh"angig von $t\in [0,1]$.
  Gegeben $f,g:X\ra Y$ und $H:X\times [0,1]\ra Y$ mit $f=H\circ i_0$ und
  $g=H\circ i_1$ haben wir also $F(f)=F(g)$. 
    \\[2mm]\noindent 2. 
    Gegeben ein topologischer Raum $S$ und
    $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/S})$ betrachten wir  den Funktor
    $$F=F_ {S,\mathcal G}:
    \op{Top}\ra \op{Der}(\op{Ab}_{/S})^{\op{opp}}$$ gegeben auf Objekten durch
    $F(X)\pdef a_{*}a^*\mathcal G$ f"ur $a:X\times S\ra S$ die Projektion  
    und auf Morphismen f"ur $f:X\ra Y$ stetig und mit der Notation
    $b:Y\times S\ra S$
    f"ur die Projektion und $f\pdef (f\times\op{id}_S):X \times S\ra Y\times S$ als die Komposition
    $$F(f)^\circ: b_{*}b^* \mathcal G \ra b_{*}f_{*}f^*b^* \mathcal G
    \sira a_{*}a^* \mathcal G$$
    der durch die Einheit der Adjunktion und
    Identifikationen gegebenen Morphismen. 
    Nach \ref{Aei} induziert $F$  einen 
    Isomorphismus $F(\op{pr}): F(X\times [0,1])\sira F(X)$
    und faktorisiert  folglich nach Schritt 1 
    "uber die Homotopiekategorie.
    \\[2mm]\noindent 3.
    Ein Raum $X$ ist per definitionem bagazyklisch genau dann, wenn
    $F_{S,\mathcal G}(\op{fin}_X)$ ein Isomorphismus ist
    f"ur alle $S,\mathcal G$ wie oben, mit der Notation
    $\op{fin}_X:X\ra\op{pt}$ f"ur
    die konstante Abbildung auf den Einpunktraum.
    Da alle $F_{S,\mathcal G}$ nach Schritt 2 "uber die Homotopiekategorie
    faktorisieren, mu"s jeder zu einem bagazyklischen Raum homotopie"aquivalente
    Raum auch selbst wieder bagazyklisch sein.
    Da der Einpunktraum offensichtlich
    bagazyklisch ist, mu"s damit auch  jeder  zusammenziehbare Raum
    bagazyklisch sein. 
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Permanenzeigenschaften garben- und bagazyklischer Abbildungen}]
Jede Verkn"upfung garbenazyklischer Abbildungen ist garbenazyklisch.\label{AZFcn} 
Ist $g\circ f$ garben\-azyklisch und $f$ 
garben\-azyklisch, so ist auch $g$ garben\-azyklisch. % nach \ref{BNA}.
Ist 
$f:X\ra Y$ stetig und besitzt $Y$ eine "Uberdeckung 
durch offene Teilmengen $U\co Y$ derart, da"s $f:f^{-1}(U)\ra U$ 
jeweils garben\-azyklisch ist, so ist schon $f:X\ra Y$ selbst garben\-azyklisch. Insbesondere
ist jedes Faserb"undel mit garbenazyklischer Faser garbenazyklisch.
Diesselben Permanenzeigenschaften folgen f"ur bagazyklische Abbildungen.
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition}
Sei $f : X \ra Y$ stetig. Wir sagen, ein Komplex von abelschen Garben 
$\cal{F}\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ {\bf kommt her
  von} $Y$, wenn es 
$\cal{G} \in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ gibt mit $\cal{F} \cong
  f^{\ast} \cal{G}$.
\end{Definition}
\begin{Lemma}\label{kh}
Seien $f: X \ra Y$ garbenazyklisch und $\cal{F} \in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$.
So sind gleichbedeutend:
\begin{enumerate}
\item
Das  Objekt $\cal{F}$ kommt her von $Y$;
\item
Die Koeinheit der Adjunktion liefert einen Isomorphismus
$f^{\ast} f_{\ast} \cal{F} \sira \cal{F}$;
\item
Es gibt eine offene "Uberdeckung $\cal{U}\subset \cal{P}(Y)$ von $Y$ derart,
da"s f"ur alle $U\in \cal{U}$ die Einschr"ankung 
$\cal{F}|_{f^{-1}(U)}$ von $U$ herkommt.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Die Definition garbenazyklischer Abbildungen und formale Eigenschaften
adjungierter Funktoren nach \eref{FADJj}{TF} liefern 1 $\Leftrightarrow $ 2.
Formulieren wir 3 um vermittels dieser Erkenntnis, so erhalten wir
auch
2 $\Leftrightarrow $ 3.
\end{proof}
%\subsubsection*{"Ubungen} 

%\subsubsection*{"Ubungen} 

\subsection{K"unnethformeln der Garbenkohomologie}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Allgemeine Resultate f"ur Trennfaserungen}] 
   Gegeben seien eine \hyperref[TrnF]{Trennfaserung}
  $\mathscr G\ra\curlywedge\mathscr T$ zu
   einer banalen Trennkategorie und in der Basis ein
   kartesisches Diagramm  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
X\times_Z Y \ar[d]_-{\op{pr}_X}\ar[r]^-{\op{pr}_Y}\ar[rd]^c &Y \ar[d]^-b\\
 X  \ar[r]^-{a} & Z
}
   \end{displaymath}
   und Objekte
   $\mathcal F\in \mathscr G_{/X}$ und  $\mathcal G\in \mathscr G_{/Y}$ liefert
   \ref{fuiBPn} ganz allgemein einen Morphismus $$
   a_* \mathcal F\otimes b_*\mathcal G\ra c_* (\mathcal F\boxtimes_Z \mathcal G)$$
   Gegeben   eine   Trenn\-aus\-tausch\-si\-tua\-tion
  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ mit voller
  Trennverflechtung derart, da"s  $a,b,c$ Schreimorphismen sind,
  liefert \ref{VexPn}
  sogar einen Isomorphismus $$
   a_! \mathcal F\otimes b_!\mathcal G\sira c_! (\mathcal F\boxtimes_Z \mathcal G)$$
Hat unsere  Trenn\-aus\-tausch\-si\-tua\-tion
  sogar Adjungierte, so 
  finden wir auch Isomorphismen $$a_!\mathcal F{\Rrightarrow}  b_*\mathcal G
  \sira  c_*(\op{pr}_X^*\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_Y^!\mathcal G)$$
  als das Inverse der Komposition
  $$\begin{array}{llll}
    c_*(\op{pr}_X^*\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_Y^!\mathcal G)&\sira & b_*\op{pr}_{Y*}(\op{pr}_X^*\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_Y^!\mathcal G)&\text{mit einer Identifikation,}\\
    &\sira & b_*(\op{pr}_{Y!}\op{pr}_X^*\mathcal F{\Rrightarrow} \mathcal G)&\text{mit Verdierdualit"at \ref{rVDe},}\\
    &\sira & b_*(b^*a_!\mathcal F{\Rrightarrow} \mathcal G)&\text{mit Basiswechsel,}\\
 &\sira & a_!\mathcal F{\Rrightarrow}  b_*\mathcal G&\text{mit \ref{ngtR}.}  \end{array}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden interessieren wir uns f"ur st"arkere Aussagen
  im speziellen Fall der Garben von $k$-Moduln f"ur einen
  festen Kring $k$ auf topologischen R"aumen.  
\end{Bemerkungl}






\begin{Definition}
  Eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ hei"se
 {\bf garbengut},\index{garbengut!Abbildung}
  wenn jede Umgebung von $x\in X$ so zu einer offenen Umgebung $U\co X$
  verkleinert werden kann,  da"s es $V\co Y$ gibt mit
  und $f(U)\subset V$ und  $f:U\ra V$
  bagazyklisch. 
\end{Definition}
\begin{Beispiel} Jede offene Einbettung ist garbengut. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}
  Ein topologischer Raum hei"se {\bf garbengut!Raum}, wenn die
  konstante Abbildung von unserem Raum auf den Einpunktraum garbengut ist.
  Ein topologischer Raum ist per definitionem
  garbengut genau dann, wenn er offenlokal bagazyklisch ist.
  Jeder offenlokal zusammenziehbare Raum ist garbengut, da nach \ref{zgsaf}
  jeder
  zusammenziehbare Raum bagazyklisch ist.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel} 
Die geometrische Realisierung  $\Delta (\cal{K})$ eines\label{LZSz} 
Simplizialkomplexes $(E,\cal{K})$ ist stets offenlokal zusammenziehbar: 
Jede Umgebung eines jeden Punktes kann in anderen Worten
einer offenen zusammenziehbaren Umgebung desselben Punktes verkleinert werden.
Insbesondere ist jede komplexe algebraische Variet"at mit 
ihrer analytischen Topologie offenlokal zusammenziehbar, denn nach 
\cite{HiPo} ist jede algebraische Teilmenge eines $\DC^n$ hom"oomorph
zur geometrischen Realisierung eines Simplizialkomplexes.
\end{Beispiel}




\begin{Bemerkungl} Es ist leicht zu sehen, da"s die Verkn"upfung garbenguter
  Abbildungen stets wieder garbengut ist.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Garbeng"ute ist lokal in der Basis}]
  Es ist leicht zu sehen, da"s
  eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ genau dann garbengut ist,
  wenn $Y$ ein "Uberdeckung durch offene Teilmengen $B\co Y$ besitzt derart,
  da"s $f:f^{-1}(B)\ra B$ jeweils garbengut ist.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{R"uckzug  garbenguter Abbildungen}]
  In einem kartesischen  Diagramm 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
X\times_YZ\ar[d]_-{g}\ar[r]^-{q} & X \ar[d]^-f\\
Z  \ar[r]^-{p} & Y
}
\end{displaymath}
mit $p$ garbengut ist auch $q$ garbengut. Sei
in der Tat  $(x,z)\in X\times_YZ$ gegeben.
Jede Umgebung von $(x,z)$ kann verkleinert werden zu einer Umgebung
der Gestalt $A\times_YC$ mit $A\co X$ und $C\co Z$ derart, da"s es
$B\co Y$ gibt mit  $p(C)\subset B$ und\label{rzGG} 
$p:C\ra B$ bagazyklisch. Wir d"urfen zus"atzlich $f(A)\subset B$
annehmen und dann entsteht $A \times_YC\ra A$ durch Basiswechsel aus
$f:C\ra B$ und ist folglich auch bagazyklisch. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel} Die Lokalit"at in der Basis zusammen mit der Stabilit"at
  unter R"uckzug zeigen, da"s jedes Faserb"undel mit garbenguter Faser
  garbengut ist.
\end{Beispiel}



\begin{Satz}[\textbf{Garbenguter Basiswechsel}]
  Sind in einem kartesischen  Diagramm von topologischen R"aumen
$f q=p g$ 
die Horizontalen\label{DGFBW} $p,q$ 
garbengut, so ist der Basiswechsel auf den
 derivierten Kategorien von abelschen 
Garben eine  Isotransformation
$$p^{\ast} f_{\ast} \siRa g_{\ast} q^{\ast} $$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  In \eref{DGF}{TG} hatten wir eine Variante \index{(dort "uberarbeiten!)} 
  diskutiert, die ohne derivierte Kategorien auskommt und stattdessen eine
  Aussage "uber die Folge der h"oheren derivierten Funktoren macht. 
\end{Bemerkungl}


\begin{proof}
Gegeben $\mathcal F\in\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ reicht es nach unserem  Verschwindungskriterium \ref{VersKK}
zu zeigen, da"s jeder Punkt aus dem Definitionsbereich von $p$ ein Fundamentalsystem von offenen Umgebungen hat derart, da"s 
f"ur $j$ die Einbettung  der fraglichen Umgebungen
unser Morphismus einen Isomorphismus 
$$\op{fin}_*j^*p^{\ast} f_{\ast} \mathcal F\sira \op{fin}_*j^*g_{\ast} q^{\ast} \mathcal F$$
induziert, f"ur $\op{fin}$ die konstante Abbildung auf den Einpunktraum.
Da wir $p$ garbengut angenommen haben, finden wir  ein
Fundamentalsystem von offenen Umgebungen $U\co Z$ und zugeh"orige
$V\co Y$ mit $p(U)\subset V$ und $p:U\ra V$ bagazyklisch.
So  k"onnen wir uns darauf zur"uckziehen, im  Fall eines 
kartesischen Diagramms 
mit bagazyklischen Horizontalen $p,q$  zu zeigen,
da"s der Basiswechsel Isomorphismen $$p_*p^{\ast} f_{\ast} \mathcal F\sira p_*g_{\ast} q^{\ast} \mathcal F$$ induziert. Das ist aber klar, da ja gilt
$p_*g_{\ast}=f_*q_*$ und da 
nach Annahme  die Einheiten der
Adjunktion Isomorphismen $\op{id}\siRa p_*p^*$ und
$\op{id}\siRa q_*q^*$ sind.
\end{proof}

\begin{Proposition}[\textbf{Garbenguter R"uckzug von internem Hom}]
  Gegeben eine  garbengute Abbildung
  $f:X\ra Y$ ist f"ur alle $\mathcal E,\mathcal G\in\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ der
  nat"urliche Morphismus aus \ref{fuiH} ein Isomorphismus\label{OLHo}
  $$f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G) $$
\end{Proposition}
\nichtfinal{Hier ist wichtig, da"s der Koeffizientenring sich nicht "andert.
  Andernfalls braucht man mindestens gewisse Endlichkeitsbedingungen an die
  beteiligte Kringerweiterung, vielleicht da"s $A$ ein endlich erzeugter
  projektiver $B$-Modul ist.}
\begin{proof}
 Ich erinnere daran, da"s nach \ref{vRiH} offener R"uckzug mit internem Hom vertauscht.  Mit dem Verschwindungskriterium 
  \ref{VersKK} k"onnen wir uns auf den Nachweis beschr"anken, da"s
  f"ur $f:X\ra Y$ bagazyklisch der obige Morphismus einen Isomorphismus
   $f_*f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira f_*(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G) $
  induziert. Da jedoch die Einheit der Adjunktion in diesem Fall eine
  Isotransformation $\op{id}\siRa f_* f^*$ ist, reicht es zu zeigen, da"s das
  Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
f_*f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)  \ar[r] & f_*(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G)\\
(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G) \ar[r]^-\sim \ar[u]^\wr& (\mathcal E{\Rrightarrow}f_*f^*\mathcal G)\ar[u]^\wr
}
  \end{displaymath}
  kommutiert mit der rechten Vertikale aus \ref{ngtR}. Um das zu sehen, d"urfen wir die Adjunktion anwenden und
  statt beiden  $f_*$ in der oberen Horizontale
  vor beide Ausdr"ucke der unteren Horizontale ein $f^*$
  davorschreiben. Dann steht in der linken Vertikale die Identit"at und
  die Kommutativit"at folgt aus der Definition der beteiligten Morphismen.
\end{proof}

\begin{Korollar}[\textbf{Vorschub und externes Produkt}]
     Seien $S$ garbengut und\label{SrpV} 
  $f:X\ra Y$ stetig und $k$ ein Kring.
     Seien zus"atzlich  $\mathcal E\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(S,k)})$ starr und
     $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y,k)})$ beliebig.  So ist 
     der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
     $$\mathcal E\boxtimes f_*\mathcal F\sira
     (\op{id}\times f)_*(\mathcal E\boxtimes \mathcal F)$$
\end{Korollar}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vorschub und relatives externes Produkt}]
  Ist allgemeiner $S\ra Z$ garbengut und  $Y\ra Z$ stetig, so ist
  genauso
  der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
  $$\mathcal E\boxtimes_Z f_*\mathcal F\sira
     (\op{id}\times f)_*(\mathcal E\boxtimes_Z \mathcal F)$$
\end{Bemerkungl}
 
\begin{proof}  Wir notieren $\op{pr}_{A,B}:A\times B\ra B$ und
  $\op{pr}_{B,A}:A\times B\ra A$ die Projektionen und faktorisieren
  den in \ref{fuiBP} gegebenen Morphismus als die Komposition von Isomorphismen 
  $$\begin{array}{llll}
    \mathcal E\boxtimes f_*\mathcal F&=& \op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes \op{pr}_{S,Y}^* f_*\mathcal F&\text{per definitionem,}\\
    &\sira& \op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes (\op{id}\times f)_*\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F&\text{Basiswechsel \ref{DGFBW},}\\
    &\sira& (\op{id}\times f)_*\big( (\op{id}\times f)^*\op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F\big)&\text{mit Starrheit \ref{fui},}\\
    &\sira& (\op{id}\times f)_*( \op{pr}_{X,S}^*\mathcal E\otimes\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F)&\text{mit Identifikation,}\\
    &=& (\op{id}\times f)_*( \mathcal E\boxtimes \mathcal F)&\text{per definitionem.}\\
  \end{array}$$
  Genauer verwenden wir garbenguten Basiswechsel \ref{DGFBW} 
  und die starre Projektionsformel \ref{fui}. 
Da"s die im Beweis gegebene Komposition 
  in der Tat mit dem in \ref{fuiBP} angegebenen Morphismus zusammenf"allt, 
 mag einmal ein  Student pr"ufen. 
\end{proof}


\begin{Korollar}[\textbf{Zweifacher Vorschub und externes Produkt}]
  Gegeben seien stetige Abbildungen
  $f_1:X_1\ra Y_1$ und $f_2:X_2\ra Y_2$ mit 
  $X_1,Y_2$ garbengut und $k$ ein Kring. 
  So ist f"ur   $\mathcal F_i\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y_i,k)})$ mit
  $\mathcal F_1$ starr
  und $f_{2*}\mathcal F_2$ starr
     der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus\label{zfexV} 
     $$f_{1*}\mathcal F_1\boxtimes f_{2*}\mathcal F_2\sira
     (f_1\times f_2)_*(\mathcal F_1\boxtimes \mathcal F_2)$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Man wende das vorhergehende Korollar \ref{SrpV} zweimal an.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Zweifacher Vorschub und relatives  externes Produkt}]
   Gegeben  stetige Abbildungen
  $f_1:X_1\ra Y_1$ und $f_2:X_2\ra Y_2$ "uber einem festen Raum $Z$ mit 
   $X_1\ra Z$ und $Y_2\ra Z$ garbengut und $k$ ein Kring  ist f"ur
   $\mathcal F_i\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y_i,k)})$ mit
   $\mathcal F_1$ starr
   und $f_{2*}\mathcal F_2$ starr mit demselben Argument
   wie beim Beweis von \ref{zfexV} der Morphismus aus \ref{fuiBP}
   ein Isomorphismus\label{zfexVv} 
     $$f_{1*}\mathcal F_1\boxtimes_Z f_{2*}\mathcal F_2\sira
     (f_1\times f_2)_*(\mathcal F_1\boxtimes_Z \mathcal F_2)$$
\end{Bemerkungl}




\begin{Korollar}[\textbf{Kohomologie eines Produkts}]
  Seien $X,Y$ topologische R"aume und $k$ ein Kring.
  Bezeichne  $a:X\ra\op{pt}$ und   
  $b:Y\ra\op{pt}$ und $c:X\times Y\ra \op{pt}$
  die konstanten Abbildungen.
  Wir nehmen an, $X$ 
  sei garbengut und $b_*\underline{Y}$
  sei starr.\label{KohP}  
     So 
   ist der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
   $$a_*\underline{X}\otimes b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times Y})$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir wenden das vorhergehende Korollar \ref{zfex} an mit $X_1=X$ und $X_2=Y$
  und $Y_1=Y_2$ der Einpunktraum.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative K"unnethformel}]
  Seien   $a:X\ra Z$ garbengut und 
  $b:Y\ra Z$ stetig und  $c:X\times_Z Y\ra Z$ 
  die offensichtliche Abbildung und $k$ ein Kring.
  Ist zus"atzlich $b_*\underline{Y}$
   starr,  so 
   ist der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
   $$a_*\underline{X}\otimes_Z b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times_Z Y})$$
\end{Bemerkungl}

%\nichtfinal{Nochmal durchsehen, da ist manches doppelt!} 

% Wenn wir gar keine Starrheitsannahmen machen, erhalten wir nur noch mit \ref{ngtR} und gefasertem Basiswechsel  Isomorphismen
% $$c_*(\op{pr}_{X}^*\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_{Y}^*\mathcal G)
% \sira
% a_*(\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_{X*}\op{pr}_{Y}^*\mathcal G)
% \sira 
% a_*(\mathcal F{\Rrightarrow} a^*b_*\mathcal G)
% $$

\begin{Bemerkungl}
  F"ur beliebige topologische R"aume $X,Y$ und jeden Kring $k$
  liefert der R"uckzug
  auf der Kohomologie
  einen Ringhomomorphismus
  $${\op{H}}^*(X;k)\bar{\otimes} {\op{H}}^*(Y;k)\ra {\op{H}}^*(X\times Y;k)$$
mit $(u,v)\mapsto u\times v \pdef\op{pr}_X^*(u)\cup  \op{pr}_Y^*(v)$.
Hier meint $\bar{\otimes}$ 
 das f"ur Monoidobjekte der Schmelzkatgorie
 der supergraduierten $k$-Moduln zu
 verstehende Tensorprodukt \eref{stMMx}{TSK},
 also das "ubliche Tensorprodukt von graduierten $k$-Moduln
 Gruppen mit einer Vorzeichenregel f"ur
 der Multiplikation von zwei Tensoren. Dieser Ringhomomorphismus hei"st
 das {\bf Kreuzprodukt der Garbenkohomologie}.\index{Kreuzprodukt!der Garbenkohomologie}
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}[\textbf{K"unnethformel der Garbenkohomologie}]
  Seien $X,Y$ topologische R"aume und $k$ ein Kring.
  Ist $X$ garbengut und
  sind alle ${\op{H}}^q( Y)$ projektive $k$-Moduln,
  so konstruieren wir im folgenden Beweis einen Isomorphismus
  $$\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
    Sind zus"atzlich alle ${\op{H}}^q( Y;k)$ endlich erzeugt, so induziert das
    Kreuzprodukt der Kohomologie Isomorphismen\label{KuFEF}
$$\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;k)\otimes_k {\op{H}}^q( Y;k)\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
\end{Satz}




\begin{proof}
Garbenguter Basiswechsel \ref{DGFBW}   im kartesischen Diagramm 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
X\times Y \ar[d]_-{\op{pr}_X}\ar[r]^-{\op{pr}_Y} &Y \ar[d]^-b\\
 X  \ar[r]^-{a} & \op{top}
}
\end{displaymath}
liefert einen Isomorphismus $a^*b_*\underline{Y}\sira \op{pr}_{X*}\op{pr}_{Y}^*\underline{Y}$ und so einen Isomorphismus
$a_*a^*b_*\underline{Y}\sira \op{fin}_{*}\underline{X\times Y}$. 
  Sind alle ${\op{H}}^q(Y;k)$ projektive $k$-Moduln,
  so gibt es nach \eref{KpH}{TD}
  genau einen Morphismus
  $s:\mathcal H b_*\underline{Y}\ra b_*\underline{Y}$  in der derivierten Kategorie derart, da"s
  $\mathcal H s:\mathcal H\mathcal H b_*\underline{Y}\ra \mathcal H b_*\underline{Y}$ der offensichtliche Isomorphismus ist, und dieser Morphismus
  ist
  offensichtlich selber ein Isomorphismus
  $$s:\mathcal H b_*\underline{Y}\sira b_*\underline{Y}$$
  Nach \eref{PderKi}{TD} ist $a^*b_*\underline{Y}$ das Produkt der
  $[-q]a^*{\op{H}}^q(Y;k)$. Als Rechtsadjungierter macht $a_*$ Produkte zu
  Produkten. Da Produkte in derivierten Modulkategorien nach \eref{PrDeM}{TD}  gliedweise berechnet werden k"onnen und mit dem Bilden der Homologie vertauschen,
  folgen die Isomorphismen des Satzes. Eine Kohomologieklasse
  $\beta\in {\op{H}}^r(Y;k)$ entspricht einem
  Morphismus $\beta: \underline{Y}\ra [r]\underline{Y}$. Indem
  wir seinen Effekt unter unseren Konstruktionen verfolgen, erhalten wir
  auch ohne irgendwelche Annahmen an $X$ die rechte H"alfte
  eines kommutativen Diagramms
  $$\begin{array}{ccccc} {\op{H}}^p(X;k)\otimes_k{\op{H}}^q(Y;k)&\ra&{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))&\ra& {\op{H}}^{p+q}(X\times Y;k)\\[1mm]
   \da \op{id}\otimes(\cup\beta)&& \da  \cup\beta&&\da \cup\op{pr}_Y^*\beta\\[1mm]
{\op{H}}^p(X;k)\otimes_k{\op{H}}^{q+r}(Y;k)&\ra&{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^{q+r}(Y;k))&\ra& {\op{H}}^{p+q+r}(X\times Y;k)   
  \end{array}$$
Das linke Quadrat entsteht aus dem  Morphismus  
$$a_*\underline{X}\otimes  \mathcal F\ra a_*(\underline{X}\otimes a^* \mathcal F)\sira a_*  a^*\mathcal F$$  nach \ref{fuiHS}, 
indem wir zu $\mathcal F$ zu $[0]{\op{H}}^q(Y;k)$ spezialisieren
und $\mathcal H^p$
anwenden und den  Morphismus \ref{gHsf} vom Tensorprodukt der Homologien zur Homologie des
Tensorprodukts vorschalten. Indem wir die Bilder von
$\alpha\otimes 1$ verfolgen, erkennen wir, da"s die Kompositionen in den
Horizontalen das Kreuzprodukt der Kohomologie
sein m"ussen. Ist ${\op{H}}^q(Y;k)$ endlich erzeugt projektiv, so ist es
starr und flach und die eben konstruierten Morphismen erweisen sich als
Isomorphismen nach der starren Projektionsformel \ref{fui} 
und der $\otimes$-Entfaltetheit flacher Objekte und der
zweite Teil des Satzes folgt.
\end{proof}




\begin{Bemerkungl}
  Wir k"onnen die zweite Aussage auch direkt aus 
 dem in  \ref{KohP} konstruierten Isomorphismus
   $a_*\underline{X}\otimes b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times Y})$
    ableiten. Unter den gegebenen Annahmen haben wir  n"amlich,
   wie im vorhergehenden Beweis ausgef"uhrt, einen expliziten Isomorphismus 
   $$\textstyle\bigoplus_q [-q]{\op{H}}^q(Y;k)\sira  b_*\underline{Y}$$ 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Varianten zur K"unnethformel}] 
  Fordern wir keine speziellen Eigenschaften von $X$, fordern aber weiter
  die Projektivit"at aller ${\op{H}}^q(Y;k)$, so liefern die Konstruktionen
  unseres Beweises 
  Morphismen $\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\ra {\op{H}}^n(X\times Y;k)$, die aber im allgemeinen keine Isomorphismen mehr
   zu sein brauchen.
  Fordern wir andererseits $X$ garbengut und fordern keine speziellen Eigenschaften von $Y$, fordern aber, da"s unser Koeffizientenkring $k$ erblich sein soll, so liefern die Konstruktionen
  unseres Beweises zusammen mit \eref{DKHa}{TD}   
  weiter die Existenz von Isomorphismen\label{VarKK}
  $$\textstyle\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
Wir k"onnen aber ohne zus"atzliche Wahlen keinen derartigen Isomorphismus
auszeichnen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Aus \ref{KuFd}  mag man zum Vergleich  die  K"unnethformel
  f"ur die kompakte Kohomologie erinnern.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Nullte Garbenkohomologie eines Produkts}] 
  Im Fall $n=0$ liefert die Konstruktion der konstanten Garbe $k$
  Isomorphismen ${\op{H}}^0(X;k)\sira \op{Top}(X,k)$ f"ur jede diskrete
  Gruppe $k$ und $\op{Top}(X,k)$ die Menge der
  stetigen Abbildungen von $X$ nach $k$.
  In diesem Fall liefert unser Satz unter gewissen Zusatzannahmen, die sich in
  diesem Fall auch noch als "uberfl"ussig erweisen, die vom Exponentialgesetz
  nach Lemma \ref{topEV} induzierten Abbildungen
  $$\op{Top}(X,\op{Top}(Y,k))\ra \op{Top}(X\times Y,k)$$
  Wir zeigen in \ref{topEV}, da"s unsere Abbildungen
  f"ur lokal zusammenh"angendes $X$ sogar 
  bijektiv sind. In dem Fall schlie"slich,
  da"s $X$ nur endliche viele Zusammenhangskomponenten hat,
  liefert $\boxtimes$ offensichtlich einen Isomorphismus
  $$\op{Top}(X,k)\otimes_k\op{Top}(Y,k)\sira \op{Top}(X\times Y,k)$$
\end{Beispiel}
\begin{Lemma}[\textbf{Variante zum topologischen Exponentialgesetz}]
  Gegeben topologische R"aume $X,Y,D$ mit $D$ diskret induziert das
  Exponentialgesetz f"ur Mengen eine Abbildung
  $\op{Top}(X,\op{Top}(Y,D))\ra \op{Top}(X\times Y,D)$. 
  Ist $X$ lokal zusammenh"angend, so ist unsere Abbildung eine
  Bijektion\label{topEV} 
  $$\op{Top}(X,\op{Top}(Y,D))\sira \op{Top}(X\times Y,D)$$ 
\end{Lemma}
\begin{proof} Sei $F:X\ra \op{Top}(Y,D)$ stetig und $f:X\times Y\ra D$
  das Bild von $F$. Nach Annahme besitzt jedes 
  $x\in X$ eine Umgebung $U$, auf der $F$ konstant ist. Nach Annahme besitzt
  jedes $y\in Y$ eine Umgebung $V$, auf der $F(x)$ konstant ist. Dann ist
  auch $(x',y')\mapsto (F(x'))(y')=f(x',y')$ konstant auf $U\times V$ und
  damit $f$ stetig f"ur die Produkttopologie.
  Ist umgekehrt $f:X\times Y\ra D$ stetig, so gibt es f"ur alle
  $(x,y)\in X\times Y$ Umgebungen $U_{(x,y)}\subset X$
  von $x$ und  $V_{(x,y)}\subset Y$ von $y$ derart,
  da"s $f$ konstant ist auf $U_{(x,y)}\times V_{(x,y)}$.
  Gibt es eine zusammenh"angende Umgebung $U_x$ von $x$, so mu"s $f$ sogar
  konstant sein auf $U_{x}\times V_{(x,y)}$ alias
  $f(x',y)=f(x,y)\;\forall x'\in U_x$ und $y\in Y$. Das hinwiederum zeigt,
  da"s auch $F:x\mapsto (y\mapsto f(x,y))$ lokal konstant sein mu"s.  
\end{proof}










\begin{Satz*}[\textbf{Leray-Hirsch}]
  Gegeben $X\ra Y$ ein Faserb"undel\index{Leray-Hirsch}\label{LeHi} "uber
  einem garbenguten Raum und $k$ ein Kring  und $c_1,\ldots, c_n\in  {\op{H}}^{*}(X;k)$ homogene Klassen, deren R"uckz"uge
f"ur alle $y\in Y$ eine Basis der Kohomologie $ {\op{H}}^{*}(X_y;k)$ der Faser bilden, bilden  $c_1,\ldots, c_n$ auch eine Basis von
${\op{H}}^{*}(X;k)$ als ${\op{H}}^{*}(Y;k)$-Modul.
\end{Satz*}

\begin{proof}[Beweis]
Bezeichne $p:X\ra Y$ die Projektion.
Eine Klasse $c\in {\op{H}}^{q}(X;k)$ k"onnen wir nach \eref{GTH}{TD} 
auffassen als einen  Morphismus 
$c : p^{\ast} \underline{Y} \ra \underline{X}[q]$
in der derivierten
Kategorie der  Garben von $k$-Moduln
auf $X$. Die Zeilenmatrix $(c_1, \ldots , c_n)$
liefert so einen Homomorphismus
$$\textstyle \bigoplus^{n}_{i=1} \underline{Y} [-q(i)] \ra p_{\ast}
\underline{X}$$
Unser Satz folgt, wenn wir nachweisen, da"s er ein Quasiisomorphismus ist.
Dazu d"urfen wir aber unser Faserb"undel als trivial annehmen  
und dann folgt
die Behauptung aus garbengutem Basiswechsel \ref{DGFBW}.
\end{proof}

\begin{Satz*}[\textbf{Leray-Hirsch, Variante}]
  Gegeben $X\ra Y$ ein Faserb"undel\index{Leray-Hirsch!Variante} "uber einem
  garbenguten Raum und $k$ ein Kring
  und $s\in\DN$ und homogene Kohomologieklassen $c_i\in  {\op{H}}^{q(i)}(X;k)$ f"ur $i=1,\ldots,n$, deren R"uckz"uge\label{LeHiV} 
f"ur alle $y\in Y$ eine Basis der abgeschnittenen
Kohomologie $ {\op{H}}^{\leq s}(X_y;k)$ der Faser bilden,
induziert die durch Multiplikation mit 
$c_1,\ldots, c_n$ gegebene Abbildung  in allen Graden $\leq s$ einen Isomorphismus
$$\textstyle\bigoplus_{i=1}^n{\op{H}}^{*}(Y;k)[-q(i)] \ra {\op{H}}^{*}(X;k)$$ 
\end{Satz*}

\begin{proof}[Beweis]
Bezeichne $p:X\ra Y$ die Projektion.
Eine Klasse $c\in {\op{H}}^{q}(X;k)$ k"onnen wir nach \eref{GTH}{TD} 
auffassen als einen  Morphismus 
$c : p^{\ast} \underline{Y} \ra  \underline{X}[q]$
in der derivierten
Kategorie der abelschen Garben auf $X$. Die Zeilenmatrix $(c_1, \ldots , c_n)$
liefert so einen Homomorphismus
$$\textstyle \bigoplus^{n}_{i=1} \underline{Y} [-q(i)] \ra \tau^{\leq s}p_{\ast} \underline{X}$$
Unser Satz folgt, wenn wir nachweisen, da"s er ein Quasiisomorphismus ist.
Dazu d"urfen wir aber unser Faserb"undel als trivial annehmen  
und dann folgt
die Behauptung aus garbengutem Basiswechsel \ref{DGFBW}.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Wir nennen einen Morphismus $f:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von gekringten R"aumen {\bf flach}, wenn f"ur alle $x\in X$ der Halm
  $\mathcal A_x$ ein flacher $\mathcal B_{f(x)}$-Modul ist.
  Wir nennen ihn {\bf starr},\index{starr!Morphismus gekringter R"aume}
  wenn $\mathcal A$ starr ist in der Schmelzkategorie
  $\op{Der}_{(X,f^*\mathcal B)}$. 
\end{Bemerkungl}


\nichtfinal{Ab hier auf garbengut umschreiben!}

\begin{Satz}[\defind{Derivierter gefaserter 
Basiswechsel in gekringten R"aumen}]
  Sind in einem kartesischen  Diagramm von gekringten R"aumen
$f q=p g$ 
die Horizontalen\label{DGFBWgk} $p,q$ starr und 
garbengut und sind die Vertikalen flach,
so ist der Basiswechsel auf den
 derivierten Kategorien von Modulgarben eine  Isotransformation
$$p^{\ast} f_{\ast} \siRa g_{\ast} q^{\ast} $$
\end{Satz}

\begin{proof}
 Wir bemerken zun"achst, da"s jeder Morphismus $(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von gekringten R"aumen
  faktorisiert als $(X,\mathcal A)\ra (X,f^*\mathcal B)\ra (Y,\mathcal B)$.
  Jedes kartesische Quadrat von gekringten R"aumen
  l"a"st sich  mithin erhalten als Verklebung
  der vier kartesischen Quadrate
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
   (W,g^*\mathcal C\otimes_{v^*\mathcal B}q^*\mathcal A)\ar[r]\ar[d] &  (W,q^*\mathcal A)\ar[d]\ar[r]^q  &   (X,\mathcal A) \ar[d]
   \\
   (W,g^*\mathcal C)\ar[d]^g\ar[r]   & (W,v^*\mathcal B)\ar[d]^g\ar[r]^q &   (X,f^*\mathcal B) \ar[d]_f\\
 (Z,\mathcal C)\ar[r]  & (Z,p^*\mathcal B)\ar[r]^p  &  (Y,\mathcal B) }
  \end{displaymath}
  Hier schreiben wir  $v=pg=fq$ und
die Sternchen meinen  R"uckz"uge von Kringgarben. 
  Es reicht also, f"ur jedes dieser vier
  kartesischen Quadrate zu pr"ufen, da"s der Basiswechsel
  f"ur Modulgarben
  ein Isomorphismus ist.  Im Quadrat oben links geht es nur
  um Beziehungen zwischen Restriktion und Erweiterung von Skalaren, 
 da folgt die Behauptung aus der Voraussetzung der Flachheit der $\mathcal A_x$ "uber  $\mathcal B_{f(x)}$, die dazu f"uhrt, da"s jeder quisflache
  Komplex von $\mathcal A$-Modulgarben zu einem  quisflachen
  Komplex von $\mathcal B$-Modulgarben restringiert.
  Im Quadrat oben rechts werden nur Kringoperationen zur"uckgezogen und
  die Behauptung ist  klar.  Im Quadrat unten rechts steht unser gew"ohnlicher
 garbenguter Basiswechsel f"ur abelsche Garben, die zus"atzliche Struktur als
  Modulgarben ist irrelevant  nach \ref{VeVS}.
  Im Quadrat unten links schlie"slich k"onnen wir die
  starre Projektionsformel \ref{fui} anwenden.
 \end{proof}

\newpage
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung} Wir diskutieren
    \ref{VarKK} noch etwas weiter. 
  Gegeben  topologische R"aume $X,Y$ mit $X$ garbengut
  und ein erblicher
  Kring $k$ betrachten wir zum 
zum Komplex $B\pdef b_*\underline{Y}$ von $k$-Moduln das Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
   &[-q]\mathcal H^{q}B\ar[dl]^-{[1]}_0&&[-(q+1)]\mathcal H^{q+1}B\ar[dl]^-{[1]}_0&\\
   \ldots \tau^{\leq q-1}B\ar[rr]&&\tau^{\leq q}B\ar[rr]\ar[ul]
    &&\tau^{\leq q+1}B\ar[ul]\ldots
}
\end{displaymath}
betrachten. Die Morphismen vom Grad Eins der ausgezeichneten Dreicke verschwinden wie
angedeutet nach \eref{DKHa}{TD}, da wir $k$ erblich angenommen haben.
Alle Morphismen der unteren Horizontalen sind also spaltende Einbettungen
in der additiven Kategorie $\op{Der}(\op{Mod}_k)$.
Wenden wir auf dieses Diagramm $\mathcal H^n a_*a^*$ an, so erhalten wir eine
gradweise unkanonisch spaltende Filtrierung von
$\mathcal H^n a_*a^* b_*\underline{Y}={\op{H}}^n(X\times Y;k)$
und einen kanonischen Isomorphismus 
$$\op{gr}{\op{H}}^n(X\times Y:k)\ra \bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p( X;{\op{H}}^q(Y;k))$$
Es ist eine gute "Ubung zu zeigen, da"s unsere Filtrierung
den Kohomologiering  des Produkts
zu einem filtrierten Ring macht und da"s unser
kanonischer Isomorphismus ein Ringhomomorphismus wird, wenn wir
die Multiplikation rechts erkl"aren, indem wir das
Produkt $${\op{H}}^p( X;K)\times {\op{H}}^q( X;L)\ra {\op{H}}^{p+q}( X;K\otimes L)$$
aus \ref{cpKO} mit $K={\op{H}}^k(Y)$ und $L={\op{H}}^l(Y)$  anwenden
und den Effekt des Cup-Produkts ${\op{H}}^k(Y)\otimes {\op{H}}^l(Y)\ra {\op{H}}^{k+l}(Y)$
nachschalten.
\end{Ubung}

\subsection{Gysinsequenz f"ur Sph"arenb"undel}
\nichtfinal{Hier sinnvoll?} 
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $n\geq 1$ und $U\co \DR^{n+1}$ der offene Einheitsball liefern die Lokalisierungssequenz
  der kompakten Kohomologie \eref{LokSS}{TG} und die Beschreibung
  \eref{kkRn}{TG} der kompakten Kohomologie
  von $\DR^{n+1}$ und $U$  als lokale Kohomologie in Bezug auf einen
  beliebigen Punkt eine
  Folge von Isomorphismen 
  $${\op{H}}^n_!(S^n)\sira{\op{H}}^{n+1}_!(U)\sira{\op{H}}^{n+1}_!(\DR^{n+1})$$
  Das Urbild unseres ausgezeichneten Erzeugers aus \eref{ausGe}{TG} ganz
  rechts nehmen wir als unseren ausgezeichneten Erzeuger von
  ${\op{H}}^n_!(S^n)$. Die nat"urlichen Isomorphismen ${\op{H}}^n_{\{x\}}(S^n)\sira {\op{H}}^n_!(S^n)$ liefern dann eine 
  Orientierung auf $S^n$, die wir unsere {\bf ausgezeichnete Orientierung}
  nennen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Unter einem {\bf Sph"arenb"undel}\index{Sph"arenb"undel} auf
  einem topologischen Raum $X$ versteht man ein \hyperref[FaBue]{Faserb\"undel} $\pi:E\ra X$ 
  mit einer Sph"are $S^n$ als Faser. Unter einer {\bf Orientierung} eines
  \index{Orientierung!von Sph"arenb"undel} Sph"arenb"undels einer Faserdimension $\geq 1$ versteht man die
  Vorgabe einer \hyperref[orGG]{Orientierung} im Sinne von
  \eref{orGG}{TG} auf jeder Faser derart, da"s
  es einen \hyperref[FaBue]{B\"undelatlas} gibt, unter dessen \hyperref[FaBue]{B\"undelkarten} $U\times S^n\ra E$
  diese Orientierung stets unserer ausgezeichneten  Orientierung auf $S^n$ entspricht.
  Ein Sph"arenb"undel, das mindestens eine Orientierung besitzt, hei"st
  {\bf orientierbar}.\index{orientierbar!Sph"arenb"undel}
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Gysin-Sequenz}]
Gegeben $\pi:E\ra X$   ein orientierbares Sph"arenb"undel
einer Faserdimension $n\geq 1$ gibt es eine
Klasse $c\in{\op{H}}^{n+1}(X)$
  und eine lange exakte Sequenz  der Gestalt\label{GySo} 
$$\ldots\ra{\op{H}}^q(X)\ra {\op{H}}^q(E)\ra {\op{H}}^{q-n}(X) \ra {\op{H}}^{q+1}(X)\ra\ldots$$
  mit dem Zur"uckholen als erstem  Morphismus und dem \hyperref[GTH]{cup-Produkt}  $c\;\cup $ als
  drittem Morphismus.
\end{Satz}








\begin{Bemerkungw} \nichtfinal{Pa"st hier nicht!} 
  Wenn der folgende Beweis noch etwas unbeholfen wirkt,
  so ist das durchaus in meinem Sinne. Er soll n"amlich unter anderem
  die Sprache
  der \glqq derivierten Funktoren
  ${\op{R}}\pi_\ast:\op{Der}(\op{Ab}_{/E})\ra\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$\grqq\ motivieren, die wir  im kommenden Abschnitt
  \ref{DerfF} 
  einf"uhren und in der  er einfacher zu formulieren sein wird,
  vergleiche \ref{GySon}. 
  Im folgenden Beweis werden wir sogar zu jeder Orientierung unseres
  Sph"arenb"undels eine Klasse $c$ wie im Satz konstruieren und sie die
  \glqq Eulerklasse\grqq\ unseres orientierten Sph"arenb"undels nennen.
 \end{Bemerkungw}
\begin{proof}
 Sei $\DZ_E\hra \mathcal I^\lhd$ eine injektive Aufl"osung. Wir haben also
  nat"urliche Isomorphismen
  ${\op{R}}^q\pi_*\DZ_E \sira \mathcal H^q\pi_*\mathcal I^\lhd$.
  Da unsere Sph"aren zusammenh"angend sind, liefert die Einheit Adjunktion 
  $(\pi^*,\pi_*)$ den ersten Isomorphismus einer Sequenz von nat"urlichen
  Isomorphismen 
  $$\DZ_X\sira \pi_*\pi^*\DZ_X\sira
  \pi_*\DZ_E$$ 
  Derivierter eigentlicher Basiswechsel
  \eref{OEBA}{TG} im kartesischen Diagramm bestehend aus
  $U\times S^n$ mit den Projektionen auf die Faktoren und
   den einpunktigen Raum zeigt weiter,
  da"s 
  ${\op{R}}^n\pi_*\DZ_E$ lokal isomorph ist zu $\DZ_X$ und
  da"s gilt ${\op{R}}^q\pi_*\DZ_E=0$ f"ur $q\neq 0,n$.
  Der Kokern des Monomorphismus
  $[0]\DZ_X \hra \pi_*\mathcal I^\lhd$ von Garbenkomplexen
  hat also eine einzige von Null verschiedene Kohomologie
  und ist  nach \ref{vtre} folglich  isomorph in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ zum
  Objekt $[-n]({\op{R}}^n\pi_*\DZ_E)$.
   Unsere Erkenntnisse \ref{Absch} zu Abschneidefunktoren  liefern so ein
  ausgezeichnetes Dreieck
  $$\DZ_X\;\ra \;\pi_*\mathcal I^\lhd \;\ra\; [-n]({\op{R}}^n\pi_*\DZ_E) \;\ra\; [1]\DZ_X$$
  in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$.
  Es liefert nach \ref{Hhn} eine lange exakte Sequenz f"ur die
  Morphismen von $\DZ_X$ und seinen Verschiebungen in die Objekte
  unseres ausgezeichneten Dreiecks. Um diese Morphismen nach $\pi_*\mathcal I^\lhd$ zu berechnen,
  bemerken wir, da"s dieser Komplex aus injektiven Garben besteht.
  Nach \ref{DEIA} oder noch expliziter nach dem Ende seines Beweises
  und der Adjunktion $(\pi^*,\pi_*)$ liefern die offensichtlichen
  Abbildungen also Bijektionen
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{\op{Der}_{\op{Ab}_{/X}}([q]\DZ_X,\pi_*\mathcal I^\lhd)&\op{Der}_{\op{Ab}_{/E}}([q]\DZ_E,\DZ_E)\ar[r]^-{\sim}&{\op{H}}^q(E)\\
  \op{Hot}_{\op{Ab}_{/X}}([q]\DZ_X,\pi_*\mathcal I^\lhd)\ar[u]^{\wr}\ar[r]^{\sim} &
\op{Hot}_{\op{Ab}_{/E}}([q]\pi^*\DZ_X,\mathcal I^\lhd)\ar[u]^{\wr}&}
 \end{displaymath}
So erhalten wir eine lange exakte Sequenz
 $$\ldots\ra{\op{H}}^q(X)\ra {\op{H}}^q(E)\ra {\op{H}}^{q-n}(X;{\op{R}}^n\pi_*\DZ_E) \ra {\op{H}}^{q+1}(X)\ra\ldots$$
mit dem Zur"uckholen auf der Kohmologie  als erster Abbildung.
Ist unser B"undel orientierbar und w"ahlen wir eine Orientierung, so liefert diese Wahl einen Isomorphismus  ${\op{R}}^n\pi_*\DZ_E\sira \DZ_X$ mit der konstanten Garbe
auf $X$ und wir erhalten unsere Gysin-Sequenz. Die Konstruktion zeigt, da"s die
dritte Abbildung darin das cup-Produkt $c\;\!\cup$ mit derjenigen Klasse
in $c\in {\op{H}}^{n+1}(X)$ ist, die durch den entsprechenden Morphismus
$[-n]\DZ_X\ra [1]\DZ_X$ in der derivierten Kategorie $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
aus dem ersten ausgezeichneten Dreieck bestimmt wird. Sie hei"st die
{\bf Eulerklasse}\index{Eulerklasse} unseres orientierten Sph"arenb"undels.
\end{proof}


\begin{Beispiel}[\textbf{Nocheinmal die Gysin-Sequenz}]
Gegeben $\pi:E\ra X$   ein orientiertes Sph"arenb"undel
einer Faserdimension $n\geq 1$ zeigen wir wie zu Beginn des
Beweises in \ref{GySo}, da"s
das ausgezeichnete Dreieck "uber der Einheit der derivierten Adjunktion
$(\pi^*,\pi_*)$ 
die Gestalt\label{GySon} 
$$\DZ_X\ra \pi_*\pi^*\DZ_X\ra \DZ_X[-n]\stackrel{[1]}{\ra}$$
hat. Dr"ucken wir es deriviert herunter unter der konstanten Abbildung
$c_X:X\ra\op{top}$ und verwenden unsere Isotransformation $ c_{X*}\pi_*\siRa c_{E*}$ aus \ref{IDVo}, so liefert es ein  ausgezeichnetes Dreieck
$$c_{X*}\DZ_X\ra c_{E*}\DZ_E\ra c_{X*}\DZ_X[-n]\stackrel{[1]}{\ra}$$ in
$\op{Der}(\op{Ab})$. Wenn wir
dazu die lange exakte Kohomologiesequenz bilden, steht unsere
Gysinsequenz auch schon da.
\end{Beispiel}


\begin{Satz}
  Der R"uckzug unter der Einbettung der komplexen Diagonalmatrizen
 in die unit"are Gruppe  ${\op{T}}(n)\hra {\op{U}}(n)$ induziert einen Isomorphismus\label{RchK} 
   $${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{{{\op{T}}}(n)}(\op{top})^{\mathcal S_n}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Den fraglichen Ringhomomorphismus hatten wir bereits in
  \ref{AQU} hergeleitet und diskutiert. Um zu zeigen, da"s er ein
  Isomorphismus ist, betrachten wir das kommutative Diagramm
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{{\op{T}}(n)\ar[rr]\ar[d]&&{\op{U}}(n)\ar[d]\\
    {\op{T}}(n;\DC)\ar[r]&{\op{B}}(n;\DC)\ar[r]&{\op{GL}}(n;\DC)}
 \end{displaymath}
mit ${\op{T}}(n;\DC)$
der Gruppe aller komplexen invertierbaren Diagonalmatrizen und 
${\op{B}}(n;\DC)$ der Gruppe aller komplexen invertierbaren  oberen Dreiecksmatrizen und erhalten so ein kommutatives Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{{\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})&&{\op{H}}^*_{{\op{U}}(n)}(\op{top})\ar[ll]\\
    {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[u]^\wr&{\op{H}}^*_{{\op{B}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[l]_-\sim&{\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[u]^\wr\ar[l]}
 \end{displaymath}
  mit den Isomorphismen nach \eref{EaeK}{TG} f"ur alle Einbettungen, bei denen
  der Quotient zusammenziehbar ist, was f"ur ${\op{U}}(n)\subset {\op{GL}}(n;\DC)$ etwa aus der Polarzerlegung folgt. Nun setzen  wir  $B\pdef{\op{B}}(n;\DC)$ und
$G\pdef{\op{GL}}(n;\DC)$. Nach dem im Anschlu"s bewiesenen
  Lemma \ref{LeCV} reicht es zu zeigen, da"s
  ${\op{H}}^*_{B}(\op{top})$ ein freier Modul
  vom Rang $n!$ "uber ${\op{H}}^*_{G}(\op{top})$ ist. 
  F"ur die Milnor-Konstruktion $E\pdef {\op{E}}G$ ist nun
  $$\pi: E/B\sra E/G$$ ein Faserb"undel
mit  der Fahnenmannigfaltigkeit $G/B$ als Faser.
Aus \eref{BruZ}{LA2} erinnern  wir die Bruhat-Zerlegung
  $$G/B = \coprod_{w \in \cal{S}_n} B w B/B$$
in die $B$-Bahnen. Aus \eref{BrOA}{TM} folgt, da"s jede $B$-Bahn offen ist in ihrem Abschlu"s.
 Da die Bahnen selbst nach \eref{RutT}{TM} hom"oomorph sind zu
  $\DC^{l(w)}$ und da die Fahnenmannigfaltigkeit nach \eref{FahM}{TM} 
  kompakt ist, folgt mit der Lokalisierungssequenz der kompakten Kohomologie
  \eref{LokSS}{TG} unmittelbar
  $${\op{H}}^{2q}(G/B)\cong \bigoplus_{l(w)=q}\DZ$$
  und ${\op{H}}^{2q+1}(G/B)=0$ f"ur alle $q$.
  Insbesondere ist ${\op{H}}^{*}(G/B)$ in den geraden Graden konzentriert und seine totale Kohomologie ist frei "uber $\DZ$ vom Rang $n!$.
  Derivierter eigentlicher Basiswechsel \eref{OEBA}{TG} zeigt ${\op{R}}^{2q+1}\pi_* \DZ_{E/B}=0$ f"ur alle $q$ und da"s
  ${\op{R}}^{2q}\pi_* \DZ_{E/B}$ lokal isomorph ist zu
  $\bigoplus_{l(w)=q}\DZ_{E/G}$. Da $G$ zusammenh"angend ist,
  hat $E/G$ nach dem Spezialfall \eref{FFas}{TF} der langen exakten Homotopiesequenz 
  triviale Fundamentalgruppe. Da $E/G$ nach \eref{MiKok}{TG}
  auch lokal zusammenziehbar ist, ist  $E/G$  nach \eref{wetr}{TF}
  "uberlagerungstrivial und jede lokal konstante Garbe darauf
  ist konstant. Das zeigt, da"s ${\op{R}}^{2q}\pi_* \DZ_{E/B}$ sogar global isomorph ist zu
  $\bigoplus_{l(w)=q}\DZ_{E/G}$. Da wir nach \ref{KkuG} bereits wissen,
  da"s die ungerade Kohomologie von $E/G$ verschwindet, liefert
  \ref{ExtK} einen unkanonischen Isomorphismus
  $$\pi_*\DZ_{E/B}\sira \bigoplus_{w\in\mathcal S_n}[-2l(w)]\DZ_{E/G}$$
  in der derivierten Kategorie $\op{Der}(\op{Ab}_{E/G})$.
  So folgt unmittelbar, da"s ${\op{H}}^*(E/B)$ "uber
  ${\op{H}}^*(E/G)$ ein freier Modul vom Rang $n!$ ist.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Ich h"atte gerne, da"s mir mal ein Student in einer Bachelorarbeit
  durchsortiert, bis auf welche Torsion das bei anderen Gruppen
  genauso geht. Es geht dabei in etwa darum, die Arbeit
  \glqq Invariants des groupes de Weyl et torsion\grqq\ von
  Michel Demazure in die hier verwendete Sprache zu "ubersetzen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
  Seien $C$ ein kommutativer Integrit"atsbereich
  und $W$ eine endliche Gruppe von Automorphismen von $C$ und
  $A\subset C^W$ ein Teilring des Invariantenrings derart, da"s
  $C$
als $A$-Modul von $\leq|W|$ Elementen erzeugt wird. 
  So gilt $A=C^W$ und $C$ ist frei "uber $C^W$ vom Rang $|W|$.\label{LeCV} 
\end{Lemma}
\begin{proof}
Da wir jeden Bruch so erweitern k"onnen, da"s sein
  Nenner
  $W$-invariant ist,
  ist jedes Erzeugendensystem des $C^W$-Moduls $C$ auch ein
  Erzeugendensystem des $\op{Quot}(C^W)$-Vektorraums  $\op{Quot}(C)$ und
  wir haben 
  $\op{Quot}(C^W)\sira (\op{Quot}C)^W$, vergleiche  \eref{PIU}{AL}.
  Nach unserem Satz \eref{ZH}{AL}
  "uber Galoiserweiterungen durch Gruppenoperationen 
  ist andererseits $\op{Quot}(C)$ ein $(\op{Quot}C)^W$-Vek\-tor\-raum
  der Dimension $|W|$. 
  H"atten wir nun $A\neq C^W$, so w"are unser Erzeugendensystem von $C$
  "uber $A$ 
  ein linear abh"angiges Erzeugendensystem von $C$ als $C^W$-Modul
  und damit ein linear abh"angiges Erzeugendensystem von $\op{Quot}(C)$ als $(\op{Quot}C)^W$-Vektorraum. Das steht jedoch im Widerspruch zu unserer Erkenntnis,
  da"s dieser Vektorraum die Dimension $|W|$ haben mu"s. So folgt
  $A=C^W$. In derselben Weise folgt, da"s unser Erzeugendensystem
  frei gewesen sein mu"s und genau $|W|$ Elemente hatte.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologieringe der komplex projektiven R"aume}]
  Die Kohomologiegruppen der komplex projektiven R"aume kennen wir
  bereits aus \eref{KGrP}{TG}.\label{KRPa} Hier berechnen wir
  nun ihren Kohomologiering.
  Wir betrachten dazu die Sph"are $E=S^{2a+1}\subset \DC^{a+1}$ und
  das $S^1$-B"undel $\pi:S^{2a+1}\ra \DP^a\DC$. Es ist offensichtlich orientierbar
  und  beide m"oglichen Wahlen einer Orientierung liefern uns eine
  Klasse $c\in {\op{H}}^{2}(\DP^a\DC)$ derart, da"s
  die Multiplikation mit dieser Klasse Isomorphismen
  $${\op{H}}^{0}(\DP^a\DC) \sira {\op{H}}^{2}(\DP^a\DC)\sira \ldots \sira {\op{H}}^{2a}(\DP^a\DC)$$ induziert und ebenso
Isomorphismen
$$0={\op{H}}^{-1}(\DP^a\DC) \sira {\op{H}}^{1}(\DP^a\DC)\sira \ldots \sira {\op{H}}^{2a-1}(\DP^a\DC)$$
Insgesamt  erhalten wir so einen Isomorphismus
$\DZ[c]/\langle c^{a+1}\rangle\sira {\op{H}}^{*}(\DP^a\DC)$ mit $c$ homogen
vom Grad Zwei. Die beiden m"oglichen Wahlen der Orientierung f"uhren dabei zu zwei 
Erzeugern, von denen der eine das Negative des anderen ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: Kreisgruppe}] Sei $E$ ein zusammenziehbarer
  oder auch nur schwach garbenazyklischer Raum mit einer topologisch freien
  Operation der Kreisgruppe $S^1$.
  So ist die Projektion $E\ra E/S^1$ ein orientierbares Sph"arenb"undel
  und  jede Wahl einer Orientierung der Kreislinie $S^1$
liefert eine damit vertr"agliche Orientierung unseres Sph"arenb"undels.
F"ur die zugeh"orige Eulerklasse\label{KKKl} 
$c\in {\op{H}}^{2}(E/S^1)$ liefert die
  Multiplikation mit $c$ Isomorphismen 
   $$\DZ\sira{\op{H}}^{0}(E/S^1) \sira {\op{H}}^{2}(E/S^1)\sira {\op{H}}^{4}(E/S^1)\sira\ldots $$  und ebenso
Isomorphismen
$$0={\op{H}}^{-1}(E/S^1) \sira {\op{H}}^{1}(E/S^1)\sira {\op{H}}^{3}(E/S^1)\sira \ldots $$
Insgesamt erhalten wir so einen Isomorphismus
$\DZ['c]\sira {\op{H}}^{\ast}_{S^1}(\op{top})$ von graduierten Ringen
mit $c$ homogen vom Grad Zwei.
\end{Beispiel}
  
\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: Spingruppe}] Sei $E$ ein zusammenziehbarer
  oder auch nur schwach garbenazyklischer Raum mit einer topologisch freien
  Operation der Spingruppe $\op{SU}(2)$.
  Wir wissen aus \eref{QDR}{LA2}, da"s diese Gruppe hom"oomorph
  ist zur Sph"are $S^3$. Dieselbe Argumentation wie f"ur
  die Kreisgruppe liefert dann einen Isomorphismus
$\DZ['d]\sira {\op{H}}^{\ast}_{\op{SU}(2)}(\op{top})$ von graduierten Ringen
  mit $d$ homogen vom Grad Vier und eindeutig bestimmt als eine
  Eulerklasse durch die Wahl einer %topologischen
  Orientierung der
  Spingruppe.
\end{Beispiel}

\begin{Satz}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: 
unit"are Gruppen}]
  Die Kohomologie ${\op{H}}^{*}_{{\op{U}}(n)}(\op{top})$ des
klassifizierenden Raums der unit"aren Gruppe ${\op{U}}(n)$ ist
  ein Polynomring in  Erzeugern\label{KkuG}  
  $a_1,a_2,\ldots,a_n$ mit $\op{grad}(a_i)=2i$.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Wir stehen hier vor der Schwierigkeit,
  da"s wir die graduierte Kommutativit"at des
  garbentheoretischen Kohomologierings
  erst in \eref{KoGK}{TSF} zeigen.
  F"ur den Kohomologiering des mit Hilfe der  Milnor-Konstruktion
  konstruierten  klassifizierenden Raums\label{gko} 
   ${\op{B}}G$ einer offenlokal zusammenziehbaren Gruppe $G$ 
  k"onnen wir diese graduierte Kommutativit"at aber bereits
  aus unseren Vergleichss"atzen mit der singul"aren Kohomologie \ref{AICP} 
  unter Verwendung von \eref{MiKok}{TG} ableiten.
\end{Bemerkungl}
  



%\begin{Bemerkungl}
%  Beim Beweis  sehen wir zus"atzlich, wie f"ur
%  ${{\op{U}}}(n)\subset \op{GL}(n;\DC)$ die Wahl einer Orientierung auf $\DC$
%  dazu genutzt werden kann, die Erzeuger eindeutig festzulegen.
%  Allerdings greifen wir dabei streng genommen der Entwicklung der Theorie vor und verwenden bereits das externe Produkt der lokalen Kohomologie
%  \ref{expl}, um aus topologischen Orientierungen zweier Mannifaltigkeiten eine topologische Orientierung ihres Produkts zu machen. 
%\end{Bemerkungl}
\begin{proof}  Der Fall $n=0$ ist unproblematisch und
  wir nehmen  $n\geq 1$ an und  behandeln den Fall
  $n=1$ der Kreisgruppe gleich nocheinmal mit.
  Wir bemerken zun"achst, da"s ${\op{U}}(n-1)$ topologisch frei auf
  ${\op{U}}(n)$ operiert, wenn wir es etwa durch $A\mapsto \op{diag}(1,A)$
  einbetten. Das ist leicht explizit zu sehen und
  gilt auch sehr viel allgemeiner f"ur abgeschlossene Untergruppen von Liegruppen, wie etwa in \eref{QuKo}{ML} ausgef"uhrt wird.
  Bezeichne nun $E\pdef {\op{E}}{\op{U}}(n)$ die Milnorkonstruktion.
  Dann ist $E/{\op{U}}(n-1)\sra E/{\op{U}}(n)$ eine Faserung mit Faser
  ${\op{U}}(n)/{\op{U}}(n-1)\cong S^{2n-1}\subset \DC^n$.
  Man sieht leicht, da"s sie
  orientierbar ist. % mit der im Sinne von \ref{orES} von der
  %Orientierung von $\DC^n$ induzierten Orientierung auf den Fasern.
  Da die Basis dieser Faserung mit einer Induktion "uber $n$ keine 
  ungerade Kohomologie hat, folgern wir aus der Gysinsequenz, da"s die Multiplikation mit
  der zugeh"origen
  Eulerklasse $a_n\in {\op{H}}^{2n}(E/{\op{U}}(n))$  und das
  Zur"uckholen f"ur alle $q$ 
  kurze exakte Sequenzen 
 $${\op{H}}^{q}(E/{\op{U}}(n))\hra{\op{H}}^{q+2n}(E/{\op{U}}(n))\sra {\op{H}}^{q+2n}(E/{\op{U}}(n-1))$$ liefern.
 Das zeigt die Behauptung.
\end{proof}
%\label{GySe}


\begin{Bemerkungw} Auch die 
  K"unnethformeln sind in der Garbenkohomologie
  nicht so einfach zu haben und wir zeigen die
  hier ben"otigten Formeln rein garbenkohomologisch erst in \eref{KuFEF}{TSF}. 
  Mit unseren Vergleichss"atzen zur singul"aren Kohomologie 
  liefern aber  auch nach der K"unnethformel
  \eref{KFK}{TS} der singul"aren Kohomologie
    die R"uckz"uge \eref{zAEQ}{TG} unter den Projektionen
    zusammen mit dem cup-Produkt\label{KueFF}
    f"ur je zwei Liegruppen $G,H$ derart, da"s
    alle Kohomologiegruppen ${\op{H}}^q({\op{B}}G)$ der ersten
    freie endlich erzeugte
  abelsche Gruppen sind,
  einen Isomorphismus
  $${\op{H}}^*_G(\op{top})\bar{\otimes} {\op{H}}^*_H(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})$$
  Gegeben ein Torus ${\op{T}}(n)\pdef (S^1)^n$ folgt aus dem
  Fall $n=1$ nach \ref{KKKl} und unserer Vorbemerkung \ref{gko},
  da"s f"ur jede Wahl eines Erzeugers $z\in {\op{H}}^2_{S^1}(\op{top})$
  dessen R"uckz"uge unter den Projektionen unseres Produkts auf seine
  Faktoren Klassen $z_1,\ldots,z_n\in {\op{H}}^2_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ liefern 
  mit $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$$
  Aus \eref{OiA}{TG} folgt, da"s das Zur"uckholen\label{AQU}  ${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\ra
  {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ unter der Einbettung ${\op{T}}(n)
  \hra{{\op{U}}}(n)$ als Diagonalmatrizen in den Invarianten unter der
  symmetrischen Gruppe landet.
  In \ref{RchK} zeigen wir, da"s diese Abbildung einen Isomorphismus
  $${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira \DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}$$
  mit dem Ring der symmetrischen Polynome liefert. %In \ref{??} zeigen wir
  %zus"atzlich, da"s darunter bei geeignet spezifizierten Orientierungen der
  %jeweiligen Sph"arenb"undel 
  %unser  $a_i$ auf das $i$-te elementarsymmetrische Polynom in den $z_i$
  %abgebildet wird.
\end{Bemerkungw}





\subsection{Charakteristische Klassen und Produkte}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivariante Kohomologie als Trennfunktor}]
  Bezeichne $\op{Topog}$\index{Topog@$\op{Topog}$ R"aume mit Gruppenoperation} 
  die Kategorie der
  topologischen R"aume mit
  Operation einer topologischen Gruppe. Aus dem
  nicht-"aquivarianten Fall \ref{gGKSF} 
  folgt unmittelbar, da"s auch die "aquivariante Kohomologie
   $(G{\ssearrow}X)\mapsto {\op{H}}^*_G(X)$ aus \eref{zAEQ}{TG} einen Trennfunktor
   $${\op{H}}^*:\curlywedge{\op{Topog}}\ra \op{sgAb}^{\op{opp}}$$
   liefert, dessen Effekt auf Trennungen durch das
   \glqq Produkt der R"uckz"uge\grqq\ gegeben wird.
\end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Charakteristischer Homomorphismus}]
Gegeben $G$ eine topologische Gruppe und $X$ ein
topologischer Raum und $E$
 ein $G$-Torsor auf $X$ erinnere ich daran, wie
wir in \eref{mcK}{TG} den charakteristischen Homomorphismus
$${\op{C}}_E:{\op{H}}^*_G(\op{top})\ra  {\op{H}}^*(X)$$ erkl"art hatten als die 
Komposition\label{MuCK} 
${\op{H}}^*_G(\op{top})\ra {\op{H}}^*_G(E)\sira {\op{H}}^*(X)$
des "aquivarianten Zur"uckholens l"angs der konstanten Abbildung
mit dem Inversen des Quotientenisomorphismus
${\op{H}}^*(X)\sira {\op{H}}^*_G(E)$.
    \end{Bemerkungl}



  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Charakteristische Klassen und Produkt}]
   Gegeben  $X$ ein topologischer
   Raum und topologische Gruppen $G,H$ und
   auf $X$ sowohl ein $G$-Torsor $E$ als auch ein $H$-Torsor $F$ ist
   $E\times_X F$ ein $(G\times H)$-Torsor in offensichtlicher Weise und
   wir erhalten in $\op{Topog}$ ein kommutatives Diagramm\label{ckp} 
   $$\begin{array}{ccccc}
  G{\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & G{\ssearrow}E&\ra& 1{\ssearrow}X\\[2mm]
  \ua &&\ua&&\|\\[2mm]
   (G\times H){\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & (G\times H){\ssearrow}(E\times_XF)&\ra& 1{\ssearrow}X  \\[2mm]
  \da &&\da&&\|\\[2mm]
   H{\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & H{\ssearrow}F&\ra& 1{\ssearrow}X
\end{array}
$$
   Wenden wir darauf "aquivariante Kohomologie an, so folgt
   die Kommutativit"at des Diagramms
   $$\begin{array}{ccc}
     {\op{H}}^*_G(\op{top})\bar\otimes {\op{H}}^*_H(\op{top})&\ra&{\op{H}}^*(X)\bar\otimes {\op{H}}^*(X)\\
     \da&&\da\\
     {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})&\ra&{\op{H}}^*(X)
   \end{array}$$
   mit den durch R"uckzug und Produkt gegebenen Vertikalen und
   den durch unsere  charakteristischen Homomorphismen gegebenen
   Horizontalen. In Formeln ausgedr"uckt gilt also
   ${\op{C}}_E(a){\op{C}}_F(b)={\op{C}}_{E\times F}(a\times b)$
   mit der Notation $a\times b\pdef \op{pr}_1^*(a)\op{pr}_2^*(b)$ f"ur den
   Effekt der linken Vertikale.
  \end{Bemerkungl}


  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologieringe klassifizierender R"aume und Produkte}]
    Jede Liegruppe $G$ ist  offenlokal zusammenziehbar und dasselbe folgt
    mit \eref{MiKok}{TG} f"ur die Milnorkonstruktion ${\op{E}}G$ und
    den klassifizierenden Raum ${\op{B}}G$.
Gegeben Liegruppen $G,H$ derart, da"s
    alle Kohomologiegruppen ${\op{H}}^q({\op{B}}G)$ der ersten
    freie endlich erzeugte
  abelsche Gruppen sind,
  liefert   das Kreuzprodukt der Kohomologie
 nach der
  K"unnethformel \ref{KuFEF}  einen Isomorphismus\label{KKPr} 
  $${\op{H}}^*_G(\op{top})\bar{\otimes} {\op{H}}^*_H(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})$$
  \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Chern'sche Klassen}]  Gegeben ein Torus ${\op{T}}(n)\pdef (S^1)^n$ liefern nach \ref{KKPr} f"ur jede Wahl eines Erzeugers $z\in {\op{H}}^2_{S^1}(\op{top})$
  dessen R"uckz"uge unter den Projektionen unseres Torus auf seine
  Faktoren Klassen $z_1,\ldots,z_n\in {\op{H}}^2_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ 
  mit $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$$
Nach \ref{RchK} liefert weiter der R"uckzug
  unter der Einbettung ${\op{T}}(n)
  \hra{{\op{U}}}(n)$ der Diagonalmatrizen in die unit"aren Matrizen  einen Isomorphismus
  ${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{{{\op{T}}}(n)}(\op{top})^{\mathcal S_n}$.
Insgesamt erhalten wir so einen Isomorphismus 
$$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n} \sira {\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})
$$
Ebenso erhalten wir auch f"ur die entsprechenden komplexen Gruppen Isomorphismen $\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DC)}(\op{top})$ und  $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}\sira{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})$$
Nach \eref{SyP}{AL} haben wir nun  $\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}=\DZ['s_1,s_2,\ldots,s_n]$ f"ur $s_q$ das $q$-te elementarsymmetrische Polynom in den $z_i$. Dies Polynom 
$s_q$ ist homogen vom Grad $q$ in den $z_i$ und bereits
sein Bild $c_q\in {\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})$ unter dem
obigen Isomorphismus hei"st manchmal die\label{ChKl}  
{\bf $q$-te Chern'sche Klasse}.
Gegeben ein ${\op{GL}}(n;\DC)$-Hauptfaserb"undel $E$
auf einem Raum $X$ erkl"art man dann seine
{\bf $q$-te Chern'sche Klasse}\index{Chern'sche Klasse} durch die Vorschrift
$$c_q(E)\pdef {\op{C}}_E(c_q)\in {\op{H}}^{2q}(X)$$ f"ur 
${\op{C}}_E:{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})\ra {\op{H}}^{*}(X)$ den
\hyperref[MuCK]{charakteristischen Homomorphismus}. 
Die Chern'schen Klassen eines komplexen Vektorb"undels $V$ 
werden schlie"slich erkl"art als $c_q(V)\pdef c_q(E)$ mit
$E=E_V$ dem  zugeh"origen
$\op{GL}(n;\DC)$-Torsor alias dem Rahmenb"undel von $V$
mit den Fasern $\op{Hom}_\DC(\DC^n,V_x)$ und der
hoffentlich offensichlichen Topologie. %aus \eref{VTZZ}{FeldZus}.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein $n$-dimensionales komplexes Vektorb"undel $V$ auf einem
  Raum $X$ vereinbaren wir $c_0(V)\pdef 1$ und erkl"aren die
  {\bf totale Chern'sche Klasse}\index{Chern'sche Klasse!totale}\index{c@$c_*(V)$ totale Chern'sche Klasse} 
   $c_*(V)\in{\op{H}}^*(X)$ von $V$  durch die Vorschrift $$c_*(V)\pdef c_0(V)+c_1(V)+c_2(V)+\ldots+c_n(V)\in{\op{H}}^*(X)$$
\end{Bemerkungl}

  
\begin{Lemma}
  F"ur die totale Chern'schen Klasse der direkten Summe von zwei  komplexen Vektorb"undeln
   gilt 
    im Kohomologiering der Basis die
    \emph{\bf Whitney'sche Summenformel}\index{Whitney!Summenformel} 
$$c_*(V\oplus W)=c_*(V)c_*(W)$$
\end{Lemma}

\begin{proof}
 Die elementarsymmetrischen Polynome
 $s_q\in\DZ[z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}$ k"onnen charakterisiert werden
 durch 
  die Identit"at
  $$(1+z_1)(1+z_2)\ldots(1+z_n)=1+s_1+s_2+\ldots +s_n$$
  zusammen mit der Eigenschaft, da"s $s_q$ homogen ist vom Grad $q$.
  Erkl"aren  wir unseren Ausdruck als das \glqq totale symmetrische Polynom\grqq\ $s_*(z_1,\ldots,z_n)$, so gilt f"ur $l+m= n$ mithin
  $s_*(z_1,\ldots,z_n)=s_*(z_1,\ldots,z_l)s_*(z_{l+1},\ldots,z_n)$. 
Sei nun $X$ die Basis unserer B"undel. Bezeichnet
 $D$ das Rahmenb"undel von $V\oplus W$, so  haben wir per definitionem $s_*(z_1,\ldots,z_n)\mapsto c_*(V\oplus W)$
unter der Komposition $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}\stackrel{\sim}{\longrightarrow}{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})
\stackrel{{\op{C}}_D}{\longrightarrow}{\op{H}}^*(X)$$
 Jetzt betrachten wir f"ur $l+m=n$  das kommutative Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
    {{\op{T}}}(l;\DC)\ar[r] & {{\op{GL}}}(l;\DC)\\
{{\op{T}}}(l;\DC)\times {{\op{T}}}(m;\DC)\ar[d]\ar[u]\ar[r] & {{\op{GL}}}(l;\DC)\times {{\op{GL}}}(m;\DC) \ar[u]\ar[d]^\phi\\
{{\op{T}}}(n;\DC) \ar[r] & {{\op{GL}}}(n;\DC)
}
\end{displaymath}
mit den jeweiligen Projektionen als Pfeile nach oben und dem
\glqq Zusammenblocken\grqq\ $\phi:(A,B)\mapsto\op{diag}(A,B)$
als Pfeile nach unten.
Zus"atzlich betrachten  nocheinmal dasselbe Diagramm
mit $m$ statt $l$ in der oberen Horizontale.
Gehen wir zu den Kohomologieringen der jeweiligen klassifizierenden
R"aume "uber, so ergibt sich ein  weiteres kommutatives Diagramm, das  mit
unseren ausgezeichneten Isomorphismen isomorph wird zum Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
   \DZ[z_1,\ldots,z_l]\ar[d] & \DZ[z_1,\ldots,z_l]^{\mathcal S_l}\ar[d]\ar[l]\\
 \DZ[z_1,\ldots,z_l]\otimes \DZ[w_{1},\ldots, w_m] & \DZ[z_1,\ldots,z_l]^{\mathcal S_l}\otimes \DZ[w_{1},\ldots, w_m]^{\mathcal S_m}\ar[l]\\
\DZ[z_1,\ldots z_n] \ar[u] &\DZ[z_1,\ldots z_n]^{\mathcal S_n}\ar[l]\ar[u]
}
\end{displaymath}
 mit der Umbenennung von $z_{l+1},\ldots, z_n$ zu
 $w_1,\ldots, w_m$ bei beiden Pfeilen nach oben.
 Im analogen Fall mit $m$ statt $l$ gilt Analoges.
Sind nun $E,F$ die Rahmenb"undel von $V$ und $W$, so haben wir
offensichtlich $D\cong \phi_*(E\times F)$ und damit 
\begin{displaymath}\begin{array}{llll}
  c_*(V\oplus W)&=&{\op{C}}_{D}(s_*(z_1,\ldots,z_n))&\text{per definitionem}\\[1mm]
        &=&{\op{C}}_{\phi_*(E\times F)}(s_*(z_1,\ldots,z_l)s_*(z_{l+1},\ldots,z_n))&\text{nach  vorigem}\\[1mm]
  &=&{\op{C}}_{E\times F}(s_*(z_1,\ldots,z_l)\times s_*(w_{1},\ldots,w_m))&\text{nach \eref{ckg}{TG}}\\[1mm]
 &=&{\op{C}}_{E}(s_*(z_1,\ldots,z_l)){\op{C}}_{ F} (s_*(w_{1},\ldots,w_m))&\text{nach \ref{ckp}}\\[1mm]
 &=&c_*(V)c_*(W)&\text{per definitionem.}
\end{array}
\qedhere\end{displaymath}
\end{proof}

\begin{Bemerkungw}[\textbf{Stiefel-Whitney-Klassen}]
  Nun  arbeiten wir mit Koeffizienten in $\mathbb F_2=\DZ/2\DZ$
  und mit reellen Gruppen.
  Dann liefert explizite Rechnung einen Isomorphimus
  $\mathbb F_2['x_1,\ldots,x_n]\sira
  {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$
  mit Variablen vom Grad Eins und
  R"uckzug liefert wieder
  $\mathbb F_2['x_1,\ldots,x_n]^{\mathcal S_n}\sira {\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$, da dieselbe Ar\-gu\-men\-ta\-tion wie zuvor
  zeigt, da"s sich  zwischendrin homologisch  nichts wegk"urzen kann, sonst
  br"auchte  ${\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ als Modul "uber ${\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ zu viele Erzeuger. Dann
  wiederholt man alle Argumente.
  Das Bild des $q$-ten elementarysmmetrischen Polynoms $s_q$ in ${\op{H}}^q_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ hei"st in diesem Fall die
  {\bf $q$-te Stiefel-Whitney-Klasse}.\label{SWKl} 
  Ebenso kann man im Fall
  ${\op{GL}}(n;\mathbb H)$ vorgehen, in dem wir die sogenannten
  {\bf Pontrjagin-Klassen}\index{Pontrjagin-Klasse} mit $\DZ$-Koeffizienten
  in allen durch Vier teilbaren Graden 
  erhalten.
\end{Bemerkungw}

 \newpage





























NNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN


 
\section{Anwendungen und Vergleichss"atze}



\subsection{Anwendung auf Mannigfaltigkeiten}
\begin{Bemerkungl} Ich erinnere daran, da"s wir eine $n$-Mannigfaltigkeit
  erkl"art hatten als einen Hausdorffraum, der lokal hom"oomorph ist zu
  $\DR^n$. Zus"atzliche Voraussetzungen wie abz"ahlbar basiert oder parakompakt
  fordern wir explizit, wenn sie gebraucht werden.  Wir erkl"aren eine
  {\bf Filtrierfaltigkeit}\index{Filtrierfaltigkeit} oder genauer
  {\bf $n$-Filtrierfaltigkeit} nach \eref{kkkV}{TG}
  als einen lokal kompakten Hausdorffraum $X$,\label{dFiV} der eine Filtrierung
 $$X=X^{{\leq n}}\supset X^{{\leq n-1}}\supset\ldots\supset X^{{\leq 0}}
 \supset \emptyset =X^{{\leq -1}}=X^{{\leq -2}}=\ldots$$ durch abgeschlossene
 Teilmengen besitzt derart, da"s $X^{{\leq q}}\backslash X^{{\leq q-1}}$
 jeweils eine $q$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}[\textbf{Filtrierfaltigkeiten sind lesb}]
  Gegeben eine $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ besitzt jede
  abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ eine Aufl"osung
  $\mathcal F\hra \mathcal G_0\ra\ldots \ra\mathcal G_{n-1}\sra \mathcal K_{n}$
  der L"ange $n$ durch kompaktweiche Garben $G_0,\ldots,\mathcal G_{n-1}, \mathcal K_{n}$,\label{kwAm}   
  ja jede von
  einer Filtrierfaltigkeit ausgehende stetige Abbildung in einen Hausdorffraum
  ist lesb. 
\end{Lemma}
\begin{proof} Bezeichne $\mathcal K_i\subset \mathcal G_i$ die Kerne in einer
  beliebigen Aufl"osung durch kompaktweiche Garben und insbesondere
  $\mathcal K_0=\mathcal F$. Die Randoperatoren
  der entsprechenden
  langen exakten
  Sequenzen liefern f"ur alle $U\co M$ Isomorphismen $${\op{H}}_!^1(U;\mathcal K_{n}) \sira {\op{H}}_!^2(U;\mathcal K_{n-1})\sira \ldots\sira {\op{H}}_!^{n+1}(U;\mathcal F)$$
  Nach  \eref{kkkV}{TG}
  ist die Gruppe  ganz rechts Null. Wir folgern
  ${\op{H}}_!^1(U;\mathcal K_{n})=0$ f"ur alle $U\co M$ und nach "Ubung \eref{kwil}{TG}
  ist damit $\mathcal K_{n}$ kompaktweich. 
\end{proof}

\begin{Lemma}
Auf einem abz"ahlbar basierten lokal kompakten Hausdorffraum sind alle 
kompaktweichen abelschen Garben weich.\label{kww} 
\end{Lemma}
\begin{proof} 
Sei $X$ unser Raum. Wir finden eine "Uberdeckung von $X$ durch eine 
aufsteigende Folge $K_0\subset K_1\subset\ldots$ von Kompakta derart,
da"s sogar gilt 
$K_i\subset K_{i+1}^\circ$ f"ur alle $i$. Seien nun $\mathcal F$ unsere
kompaktweiche Garbe und $Z\As X$ abgeschlossen und 
$s\in \Gamma(Z;\mathcal F)$ ein Schnitt "uber $Z$.
Sicher k"onnen wir $s|(K_0\cap Z)$ zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_0\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$ ausdehnen.
Dann k"onnen wir 
den Nullschnitt auf $K_0$ mit dem Schnitt 
$(s-g_0)$ auf $K_1\cap Z$ verkleben zu einem Schnitt
$s_1$ auf $K_0\cup (K_1\cap Z)$ und k"onnen diesen ausdehnen 
zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_1\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$.
Dann gilt $s=g_0+g_1$ auf $K_1\cap Z$ und $g_1=0$ auf $K_0$.
Dann k"onnen wir 
den Nullschnitt auf $K_1$ mit dem Schnitt 
$s-g_0-g_1$ auf $K_2\cap Z$ verkleben
zu einem Schnitt
$s_2$ auf $K_1\cup (K_2\cap Z)$ und k"onnen diesen ausdehnen 
zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_2\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$.
Dann gilt $s=g_0+g_1+g_2$ auf $K_2\cap Z$ und $g_2=0$ auf $K_1$.
So machen wir immer weiter. Da alle $g_{i+1}$ jeweils auf $K_i$ verschwinden
und kompakten Tr"ager haben, ist die Summe
$\tilde s\pdef \sum_{i=0}^\infty g_i$ ein sinnvoll definierter globaler Schnitt 
$\tilde s\in \Gamma(X;\mathcal F)$. Nach Konstruktion setzt er unseren 
Schnitt $s$ fort.
\end{proof}

\begin{Proposition}[\textbf{Kohomologie oberhalb der Dimension}] 
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ und
  eine abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ gilt\label{phqnk}
  $$q>n\;\;\RA \;\;{\op{H}}^q(M;\mathcal F)=0$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Nach \ref{kwAm} besitzt $\mathcal F$ eine kompaktweiche Aufl"osung der
  L"ange $n$. Nach \ref{kww} besteht sie 
  aus weichen Garben. Nach
  \eref{waz}{TG} sind weiche Garben $\Gamma$-azyklisch
  auf parakompakten R"aumen.
  Nach \eref{KrPar}{TG} schlie"slich ist $M$ parakompakt. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Kohomologie oberhalb der Dimension plus Eins}]
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit und eine abgeschlossene Teilmenge   $C\As M$
  folgt aus dem Verschwinden der Kohomologie oberhalb der Dimension \ref{phqnk} mit der langen exakten Sequenz der lokalen Kohomologie \eref{LEslk}{TG}
  sofort\label{hKab} 
  $$q>n+1\;\RA \;{\op{H}}^q_C(M;\mathcal F)=0$$  
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma} Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit
  $M$ besitzt jede
  abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ eine Aufl"osung
  $\mathcal F\hra \mathcal G_0\ra\ldots \ra\mathcal G_{n}\sra \mathcal K_{n+1}$
  der L"ange $n+1$ durch welke Garben
  $\mathcal G_0,\ldots,\mathcal G_{n},\mathcal K_{n+1}$.\label{wAm}  
\end{Lemma}
\begin{proof} Bezeichne $\mathcal K_i\subset \mathcal G_i$ die Kerne in einer
  beliebigen Aufl"osung durch welke Garben. Die Randoperatoren
  der entsprechenden
  langen exakten
  Sequenzen liefern f"ur alle $C\As M$ Isomorphismen $${\op{H}}_C^1(M;\mathcal K_{n+1}) \sira {\op{H}}_C^2(M;\mathcal K_{n})\sira \ldots\sira {\op{H}}_C^{n+2}(M;\mathcal F)$$
  Nach \ref{hKab} ist die Gruppe  ganz rechts Null. Wir folgern
  ${\op{H}}_C^1(M;\mathcal K_{n+1})=0$ f"ur alle $C\As M$ und nach der langen exakten Sequenz der lokalen Kohomologie \eref{LEslk}{TG}  ist damit $\mathcal K_{n+1}$ welk. 
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben eine  $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ und $i:C\hra M$ die Einbettung
  einer lokal abgeschlossenen Teilmenge hat $i^{(!)}$ endliche
  homologische Rechtsdimension $\leq n+1$.\label{hRdz}  
\end{Proposition}
\begin{proof} Es reicht zu zeigen, da"s f"ur jede abz"ahlbar basierte offene Teilmenge
  $U\co M$ mit $C\cap U\As U$ der Funktor $i^{(!)}$ f"ur $i: (C\cap U)\hra  U$
  endliche
  homologische Rechtsdimension $\leq n+1$ hat. Nach \eref{rzwU}{TG}
  k"onnen seine Rechtsderivierten jedoch mit welken Aufl"osungen berechnet werden. So folgt die Proposition aus Lemma \ref{wAm}.
\end{proof}



  \begin{Lemma}
    F"ur die konstante Abbildung
  $c:E\ra \op{top}$ eines endlichdimensionalen reellen affinen Raums
  auf einen Punkt und alle $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$  einen Isomorphismus\label{esL} 
  $$c_*c^*G\sira c_*c^!c_!c^*G$$  
  \end{Lemma}
  \begin{Bemerkungw} In \ref{qret} zeigen wir st"arker, da"s  die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$ sogar einen Isomorphismus 
  $c^*G\sira c^!c_!c^*G$ induziert.
  \end{Bemerkungw}
  \begin{proof}
    Wir wissen aus \eref{kkRn}{TG},
    da"s $c_!\DZ_E$ in $\op{Der}(\op{Ab})$ eine Einheit
    im Sinne von \eref{EIIp}{TSK} ist. Wir wissen aus \ref{kwAm}, da"s $E$ lesb ist, so da"s uns f"ur $c$ die Projektionsformel auf der vollen derivierten Kategorie zur Verf"ugung steht.  
    Die Isomorphismen $c_!c^*G\sira c_!(\DZ_E\otimes c^*G)
    \sira (c_!\DZ_E)\otimes G$ zum Tensorprodukt mit dem Einsobjekt gefolgt
    vom Isomorphismus  der Projektionsformel \ref{ProjFF} in der
    voll verflochtenen Trennaustauschsituation der derivierten
    Modulgarben \ref{tzGG} zeigen damit,
    da"s $c_!c^*$ eine "Aquivalenz von Kategorien ist.
  Dasselbe gilt f"ur den adjungierten Funktor $c_*c^!$. Also ist
  die Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $G\sira c_*c^!c_!c^*G$. Dieser Isomorphismus  faktorisiert 
  als $G\ra c_*c^*G\ra c_*c^!c_!c^*G$ mit den von den Einheiten der
  Adjunktionen $(c^*,c_*)$ und $(c_!,c^!)$ herr"uhrenden Morphismen.
  Der erste dieser Morphismen ist ein Isomorphismus nach \ref{zgsaf}.
  Also ist auch der zweite  dieser Morphismen ein Isomorphismus.
  \end{proof}





  
  \begin{Lemma}
    F"ur $i: \op{top}\hra E$ die Einbettung eines  Punktes
    in einen endlichdimensionalen reellen affinen Raum und
    $c:E\ra \op{top}$ die konstante Abbildung und
    $ G\in \op{Der}(\op{Ab})$ beliebig induziert die Koeinheit der Adjunktion
    einen Isomorphismus\label{kDdh} 
    $$c_!i_!i^!c^*G\sira c_!c^*G$$
  \end{Lemma}
  \begin{proof} Ist $G$ ein in einem einzigen homologischen
    Grad konzentrierter Komplex, so hatten wir
  das bereits in \ref{kioM} in anderen Notationen und unter der Annahme $\op{dim}E\geq 1$ bewiesen. Im Fall $\op{dim}E=0$ ist die Behauptung eh trivial. Damit ist die Proposition bewiesen f"ur den Fall, da"s $G$ in einem
  Grad konzentriert ist. Mit d\'evissage folgt sie sofort
  f"ur $G\in \op{Der}^{\op{b}}(\op{Ab})$.
  Nun bilden beide Seiten $\op{Der}^{\geq r}(\op{Ab})$
  in sich selber ab
  und  $\op{Der}^{\leq r}(\op{Ab})$ in $\op{Der}^{\leq r+n+1}(\op{Ab})$
   beziehungsweise st"arker  $\op{Der}^{\leq r+n}(\op{Ab})$  wegen \ref{hRdz} 
   beziehungsweise \eref{phq}{TG} und unseren Erkenntnissen \eref{UbDe}{TD}
   zum Derivieren homologisch rechtsendlicher Funktoren. 
   Die zu festem $q$ von unserem Morphismus auf $\mathcal H^q$ induzierte
   Abbildung "andert sich also nicht, wenn wir erst zu $\tau^{\leq q}G$ und dann zu $\tau^{\geq q-n-1}\tau^{\leq q}G$ "ubergehen. Mithin ist sie 
   f"ur alle $q$ und alle $G$ ein Isomorphismus.
  \end{proof}



\begin{Lemma}
  Gegeben  $j:D\hra E$ die Einbettung einer offenen konvexen nichtleeren
  Teilmenge in einen endlichdimensionalen reellen affinen Raum
  und $c:E\ra\op{top}$ die konstante Abbildung  und  $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus\label{qrjt} 
  $$c_!j_!j^!c^*G\sira c_!c^*G$$  
\end{Lemma}
\begin{proof} Sei $i:\op{top}\ra D$ die Einbettung eines Punktes.
  Wir betrachten  die Komposition $c_!j_!i_!i^!j^!c^*G\ra c_!j_!j^!c^*G\ra c_!c^*G$ mit den durch Koeinheiten der Adjunktionen gegebenen Morphismen.
  Wegen $j^!=j^*$ und \ref{kDdh} ist hier der erste Morphismus
  ein Isomorphismus. Mit einer zweiten Anwendung von \ref{kDdh} ist
  auch die Verkn"upfung ein Isomorphismus. Das Lemma folgt.
\end{proof}
  \begin{Proposition}
   F"ur die konstante Abbildung
  $c:E\ra \op{top}$ eines endlichdimensionalen reellen affinen Raums
  auf einen Punkt und alle $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$  einen Isomorphismus\label{qret} 
  $$c^*G\sira c^!c_!c^*G$$  
  \end{Proposition}
  \begin{Bemerkungw} Eine relative Version dieser Aussage zeigen wir in \ref{rzGG}.
  \end{Bemerkungw}
\begin{Bemerkungl}\label{KIGl}
  F"ur $G=\DZ$ und $\op{dim}E=n$ liefert uns das  insbesondere
  einen Isomorphismus  
  $\underline{E}\sira c^! {\op{H}}_!^n(E)[-n]$ und damit $\underline{E}\otimes {\op{H}}_!^n(E)^*[n]\sira \omega_E $.
\end{Bemerkungl}

 \begin{proof}
 Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKK} 
  reicht es zu zeigen, da"s 
  f"ur jede Einbettung  $j:D\hra E$ einer nichtleeren konvexen offenen Teilmenge
  unser Morphismus einen Isomorphismus
  $c_*j_*j^! c^* G\sira c_*j_*j^!c^!c_! c^* G$ liefert.
  Nach \eref{KompADs}{TG} f"allt nun aber der von der
  Einheit der Adjunktion induzierte Morphismus $j^! \RA j^!c^!c_!$ zusammen
  mit der aus  Einheiten und Koeinheiten von Adjunktionen
  gebildeten Komposition $$j^!\RA (cj)^! (cj)_! j^!\siRa j^!c^! c_!j_! j^!\RA j^!c^! c_!$$
Wir wissen aus  \ref{qrjt}, da"s  hier 
  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
  $c_!j_!j^! c^* G\sira c_! c^* G$ liefert.
  Das bedeutet, da"s der dritte dieser Pfeile einen Isomorphismus
  liefert, wenn wir ihn auf $c^*G$ anwenden.
  Die ganze Komposition liefert also einen Isomorphismus
  auf $c^*G$ bei Nachschalten von $c_*j_*$ genau dann, wenn ihr
  erster Pfeil das tut. Das aber ist gerade die Aussage von Lemma \ref{esL}
  angewandt auf $cj$.  
 \end{proof}
% \begin{proof}
% Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKK} 
%  reicht es zu zeigen, da"s unsere Einheit der Adjunktion
%  f"ur jede konvexe offene Teilmenge $D\co E$ mit der Einbettung 
%  $j:D\hra E$ Isomorphismen $c_*j_*j^! c^* G\sira c_*j_*j^!c^!c_! c^* G$ liefert.
%  Sie m"ogen in \ref{isOOK} pr"ufen, da"s  in dieser Situation
%  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
%  $c_!j_!j^! c^* G\sira c_! c^* G$ liefert. F"ur $G$ eine abelsche
%  Gruppe wissen wir das bereits aus \eref{lkkk}{TG}.
%  Nach \eref{KompADs}{TG} f"allt nun aber der von der
%  Einheit der Adjunktion induzierte Morphismus $j^! \RA j^!c^!c_!$ zusammen
%  mit der aus  Einheit und Koeinheit von Adjunktionen
%  gebildeten Komposition $$j^!\RA (cj)^! (cj)_! j^!\siRa j^!c^! c_!j_! j^!\RA j^!c^! c_!$$ Wir wissen nach dem Vorhergehenden bereits, da"s der letzte dieser Pfeile einen Isomorphismus
%  liefert, wenn wir ihn auf $c^*G$ anwenden.
%  Der erste Pfeil liefert also unter $c_*j_*$
%  einen Isomorphismus auf  $c^*G$ genau dann,
%  wenn die Komposition einen Isomorphismus auf  $c^*G$ liefert.
%Da $D$ hom"oomorph ist zu $E$, reicht es also zu zeigen, da"s 
%f"ur $c$ selber die Adjunktion  einen Isomorphismus
%  $$c_*c^* G\sira c_*c^!c_!c^*G$$
%  induziert.
%  Die Projektionsformel liefert
%  Isomorphismen $c_!c^*G\sira c_!(\DZ_E\otimes c^*G)\sira (c_!\DZ_E)\otimes G$.
%%  Sie zeigen, da"s $c_!c^*$ eine "Aquivalenz von Kategorien ist.
%  Dasselbe gilt f"ur den adjungierten Funktor $c_*c^!$ und zeigt, da"s
%  die Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
%  $G\sira c_*c^!c_!c^*G$ ist. Andererseits zeigt \ref{zgsaf}, da"s
%  die Einheit der Adjunktion $(c^*,c_*)$  einen Isomorphismus 
%  $G\sira c_*c^*G$ liefert. Zusammen folgt wie gew"unscht, da"s die
 % Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$ einen Isomorphismus
 % $c_*c^*G\sira c_*c^!c_!c^*G$ induziert.  
%\end{proof}



\begin{Beispiel}[\textbf{Dualisierende Garbe einer Mannigfaltigkeit}] 
  Gegeben eine $n$-Mannigfaltigkeit $M$
  konstruieren wir einen Isomorphismus,\label{dGmg} den {\bf Dua\-li\-sie\-rungs\-iso\-mor\-phis\-mus}\index{Dualisierungsisomorphismus}\index{p@${\op{p}}_M$ Dualisierungsisomorphismus}
  $${\op{p}}_M:\omega_M\sira \op{or}_M[n]$$
  ihrer dualisierenden Garbe %\nichtfinal{(Notationskonflikt zum Fundamentalzykel, den sollte ich $[M]$ notieren)}
  mit der 
  Orientierungsgarbe aus \eref{orGG}{TG}, verschoben in das Negative der Dimension.
  Dazu gehen wir von der Erkenntnis aus, da"s $\omega_M[-n]$
  nach  \ref{KIGl} eine gew"ohnliche Garbe ist, und
betrachten weiter f"ur $U\co M$ hom"oomorph
  zu $\DR^n$ den  Isomorphismus
  $(\omega_M[-n])(U)\sira {\op{H}}_!^n(U;\DZ)^\ast$ aus \ref{KIGl}.
  So erhalten wir einen Isomorphismus der
  Restriktionen beider Garben
  auf die durch die fraglichen Mengen $U$ gegebene Basis der Topologie. Unsere verallgemeinerte Garbifizierung aus \eref{MGTk}{TG} 
  zeigt dann, da"s er von genau einem Isomorphismus der urspr"unglichen
  Garben herkommen mu"s.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Dualisierende Garbe einer Randfaltigkeit}] 
  Gegeben eine $n$-Randfaltigkeit $M$ und $i:\partial M\hra M$
  die abgeschlossene Einbettung ihres Randes und $j:M^\circ\hra M$
  die offene Einbettung seines Komplements betrachten wir
  das ausgezeichnete Dreieck
  $i_!i^!\omega_M\ra \omega_M\ra j_*j^*\omega_M\ra[1]$.
  Wir k"onnen es umschreiben zu einem ausgezeichneten Dreieck
  $i_\ast \omega_{\partial M}\ra \omega_M\ra j_*\omega_{M^\circ}\ra[1]$
  und folgern die Beschreibung
  $\omega_M=\op{Keg}(j_*{\op{or}}_{M^\circ}\ra i_\ast \DZ_{\partial M})[n-1]$
  der dualisierenden Garbe unserer Randfaltigkeit $M$ als
  verschobener Kegel eines
  Morphismus von Garben $j_*{\op{or}}_{M^\circ}\ra i_\ast \DZ_{\partial M}$.
  Nun wird der Leser etwa durch Einschr"ankung auf den Fall eines
  Halbraums unschwer zeigen k"onnen, da"s der fragliche Morphismus unter
  $i^\ast$ ein Isomorphismus wird. So folgt $i^*\omega_M=0$ und 
  das  ausgezeichnete Dreieck
  $j_!j^!\omega_M\ra \omega_M\ra i_*i^*\omega_M\ra[1]$ liefert damit einen
  Isomorphismus 
  $$j_!{\op{or}}_{M^\circ}[n]\sira \omega_M$$
  Dasselbe gilt auch f"ur Eckfaltigkeiten, die   sich ja topologisch
  nicht von Randfaltigkeiten unterscheiden.
\end{Beispiel}

\subsubsection*{"Ubungen}

\begin{Ubung}
  Gegeben eine lokal konstante abelsche Garbe $\mathcal F$
   mit endlich erzeugten Halmen auf einer Mannigfaltigkeit $X$
  ist der kanonische Morphismus ein Isomorphismus\label{BidF}
  $$\mathcal F\sira \mathbb D_X\mathbb D_X\mathcal F$$
\end{Ubung}




\subsection{Mannigfaltiger Eigr"uckzug}

\begin{Bemerkungl}
Gegeben ein topologischer Raum  $Y$ und ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$ der Dimension  $d\pdef\op{dim}E$ und die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$ erhalten wir mit Basiswechsel und \eref{kkRn}{TG}  Isomorphismen\label{thl} 
$$c_!\DZ_{E\times Y}%\sira c_!c^*\DZ_{Y}
\sira c_!\op{pr}_E^*\DZ_{E}\sira
\op{pr}_Y^* \op{fin}_!\DZ_{E}\sira \op{pr}_Y^*  ({\op{H}}_!^d(E))[-d]\cong \DZ_{Y}[-d]$$
Der letzte dieser Isomorphismen ist unkanonisch. Es geht uns aber
an dieser Stelle
nur um die Erkenntnis,
da"s alle unsere Objekte Einheiten von $\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$  sind. 
 \end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
  Gegeben ein topologischer Raum  $Y$  und
  ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$
  ist f"ur die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$  und beliebiges $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
   die Einheit der Adjunktion stets ein\label{rzGG} 
  Isomorphismus $$c^*\mathcal G\sira c^!c_!c^*\mathcal G$$
\end{Lemma}


\begin{Bemerkungl}
 Wir wissen aus der Projektionsformel, da"s
 $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und
 mit \ref{thl} weiter zum Funktor $\DZ_{ Y}[-d]\otimes$.
 Das Lemma liefert uns damit die Existenz eines
 Isomorphismus   $c^!\DZ_Y\cong \DZ_{E\times Y}[d]$
  f"ur $d=\op{dim}E$\label{erzk}  und  sogar  einen expliziten
  Isomorphismus $c^!\DZ_Y\sira \DZ_{E\times Y}[d]\otimes {\op{H}}_!^d(E)^*$.
\end{Bemerkungl} 
\begin{proof}
  Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV}
  reicht es zu zeigen, da"s unsere Einheit der Adjunktion
  f"ur jede nichtleere konvexe offene Teilmenge
  $D\co E$  und die zugeh"orige Einbettung
  $j:D\times Y\hra E\times Y$ 
  Isomorphismen $c_*j_*j^*c^*\mathcal G\sira
  c_*j_*j^*c^!c_!c^*\mathcal G$ liefert.
  Hierf"ur k"onnen wir die im Fall eines
  einpunktigen Raums $Y$ in \ref{qret} gegebene
  Argumentation kopieren,
  sobald wir zeigen k"onnen, da"s
auch  in dieser Situation
  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
  $$c_!j_!j^! c^* \mathcal G\sira c_! c^* \mathcal G$$ liefert.
  Das aber d"urfen wir halmweise an jedem Punkt $y\in Y$
  pr"ufen und mit Basiswechsel folgt es so aus der bereits beim Beweis von \ref{qret} gezeigten Aussage im Fall eines einpunktigen Raums $Y$.
  Jetzt kann die Argumentation wie in \ref{qret}
  weiterlaufen. Da $D$ hom"oomorph ist zu $E$, 
   reicht es zu zeigen, da"s unsere 
  Abbildung f"ur alle $Y$
  einen Isomorphismus $c_*c^*\mathcal G\sira c_*c^!c_!c^*\mathcal G$
  induziert.
  Wir wissen aber aus der Projektionsformel, da"s
  $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und damit
  nach \ref{thl}
  eine "Aquivalenz von Kategorien. Also ist auch der adjungierte Funktor
  $c_*c^!$ eine "Aquivalenz von Kategorien und die
  Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $\mathcal G\sira c_*c^!c_!c^*\mathcal G$. Da"s andererseits auch die
  Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $\mathcal G\sira c_*c^*\mathcal G$ ist, wissen wir bereits aus
  \ref{zgsaf}. Das Lemma folgt.
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben ein topologischer Raum  $Y$  und
  ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$
  ist f"ur die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$  und beliebiges $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
   die Koeinheit der Adjunktion stets ein\label{rzlG} 
  Isomorphismus $$ c_!c^!\mathcal G\sira \mathcal G$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Aus dem vorherigen Lemma wissen wir, da"s die Einheit der
  Adjunktion einen Isomorphismus $c^*\mathcal G\sira c^!c_!c^*\mathcal G$ liefert. Aus der Dreiecksidentit"at wissen wir, da"s
  die Komposition  $c_!c^*\mathcal G\sira c_!c^!c_!c^*\mathcal G\ra  c_!c^*\mathcal G$ mit dem von der Koeinheit der Adjunktion induzierten zweiten
  Morphismus die Identit"at ist. Also induziert die Koeinheit  der Adjunktion
  stets einen Isomorphismus  $c_!c^!c_!c^*\mathcal G\sira  c_!c^*\mathcal G$. 
  Wie beim vorigen Beweis bemerkt wissen aber aus der Projektionsformel, da"s
  $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und damit
  nach \ref{thl}
  eine "Aquivalenz von Kategorien.
\end{proof}
\begin{Definition}
  Eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ hei"st
  {\bf mannigfaltig von der relativen Dimension $d$}\index{mannigfaltig!stetige Abbildung} oder kurz {\bf $d$-mannigfaltig},
  wenn sie separiert ist und
  es f"ur jeden Punkt $x\in X$ ein kommutatives Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
V\times\DR^d\;\ar[d] \ar@{^{(}->}[r] &X\ar[d]^f\\
V\; \ar@{^{(}->}[r] & Y
}
\end{displaymath}
gibt mit offenen Einbettungen in den Horizontalen und $x$ im Bild
der oberen Horizontale. Sie hei"st {\bf mannigfaltig}, wenn es $d\in\DN$ gibt
derart, da"s unsere Abbildung $d$-mannigfaltig ist.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
  Eine $0$-mannigfaltige Abbildung ist dasselbe wie eine
  separierte \'etale Abbildung.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Offensichtlich ist jede mannigfaltige Abbildung les 
  und  f"ur eine  $d$-man\-nig\-fal\-ti\-ge Abbildung ist
  jede ihrer Fasern eine $d$-Mannig\-faltigkeit.
  Nach dem Verschwinden hoher kompakter Kohomologie
  bei Mannigfaltigkeiten \eref{phq}{TG} und 
  les-Basiswechsel ist also jede mannigfaltige Abbildung
  lesb. Nach \ref{erzk} ist f"ur  $f:X\ra Y$ eine $d$-mannigfaltige
  Abbildung der Komplex
  $f^!\DZ_Y[-d]$ eine abelsche Garbe auf $X$, die lokal frei ist vom
  Rang Eins. Wir nennen sie die {\bf relative Orientierungsgarbe}\index{Orientierungsgarbe!relative}\label{roG}
  und notieren sie
  $$\op{or}_f=\op{or}_{X/Y}\pdef f^!\DZ_Y[-d]$$
  Ist die relative Orientierungsgarbe isomorph zur konstanten Garbe $\DZ_X$,
  so nennen wir unsere mannigfaltige Abbildung {\bf orientierbar}\index{orientierbar!mannigfaltige Abbildung} und
  die Wahl eines Isomorphismus $\op{or}_f\sira \DZ_X$ alias
  $f^!\DZ_Y\sira \DZ_X[d]$ 
  eine {\bf Orientierung von $f$}.\index{Orientierung!von mannigfaltiger Abbildung} F"ur jede $0$-man\-nig\-fal\-ti\-ge
  alias separierte \'etale Abbildung
  haben wir in \ref{etsep}  bereits eine
  ausgezeichnete Orientierung angegeben. Ist $Y$ ein Einpunktraum, so
  entspricht sie derjenigen Orientierung auf einer $0$-Mannigfaltigkeit alias
  diskreten Menge, die jedem Punkt die Orientierung $+1$ zuweist. 
\end{Bemerkungl}











\begin{Satz}[\textbf{Schreir"uckzug unter mannigfaltigen Abbildungen}]
  Im Fall einer
  mannigfaltigen Abbildung $f:X\ra Y$ induziert unser  Morphismus aus 
  \ref{fter} f"ur alle $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
  Isomorphismen\label{glRZ}
  $$f^!\DZ_Y\otimes f^*\mathcal G\sira f^! \mathcal G$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} Wir haben in \ref{fMru} diskutiert, warum dieser
   Morphismus im Fall einer trennverflochtenen
  Trennaustauschsituation f"ur starres $\mathcal G$ stets ein Isomorphismus
  ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Gegenbeispiel zur R"uckzug-Schreir"uckzug-Formel}]
 F"ur die Einbettung  $f:\op{pt}\ra Y$  des Ursprungs
  in die reelle Zahlengerade $Y\pdef \DR$ und $\mathcal G=\prod_{n}\DZ_{(-1/n,1/n)\subset\DR}$ das Produkt der Ausdehnungen durch Null auf immer
  kleineren offenen Intervallen um den Ursprung, so ist $f^!\mathcal G$
  ein abz"ahlbares
  Produkt von Kopien von $\DZ[-1]$, da $f^!$ mit Produkten vertr"aglich ist,
  aber  $f^!\underline{Y}\otimes f^*\mathcal G$ ist eine abz"ahlbare Summe
  von Kopien von $\DZ[-1]$. In diesem Fall haben wir also
  $f^!\underline{Y}\otimes f^*\mathcal G\not\cong f^!\mathcal G$. 
\end{Beispiel}
 \begin{proof} Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit
  d"urfen wir annehmen, da"s unsere mannigfaltige Abbildung $f$ die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$ ist f"ur einen endlichdimensionalen reellen affinen
  Raum $E$.  In diesem Fall ist schon mal die Koeinheit der
  Adjunktion ein Isomorphismus $c_!c^!\DZ_Y\sira \DZ_Y$ nach \ref{rzlG}. 
  Wir k"onnen also von
  einem Isomorphismus $$c_!(c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G)\sira c_!c^!\DZ_Y\otimes \mathcal G\sira \DZ_Y\otimes \mathcal G\sira\mathcal G$$
  ausgehen und m"ussen zeigen, da"s er unter 
  der Adjunktion  einem Isomorphismus
  $c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G\sira c^!\mathcal G$ entspricht.
  Nach \ref{erzk} ist $c^!\DZ_Y\cong \DZ_{E\times y}[d]$ und nach \ref{rzGG}
  gibt es folglich $\mathcal E$ mit
  $c^!\mathcal E\cong (c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G)$, denn die rechte Seite
  liegt damit im wesentlichen Bild von $c^*$. 
  Jeder Isomorphismus $c_!(c^!\mathcal E)\sira \mathcal G$ entspricht aber
  in der Tat unter der Adjunktion einem Isomorphismus  $c^!\mathcal E\sira c^!\mathcal G$, denn wir k"onnen die von der Ajunktion induzierte
  Abbildung verstehen als die Komposition
  $$(c^!\mathcal E)\ra c^!c_!(c^!\mathcal E)\sira c^! \mathcal G$$
  mit dem von der Einheit der Adjunktion induzierten  
  Morphismus links und dieser linke Morphismus ist ein Isomorphismus, da die
  Komposition $c^!\mathcal E\ra c^!c_!c^!\mathcal E\ra c^!\mathcal E$
  die Identit"at ist nach den Dreiecksidentit"aten und
  die Koeinheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $c_!c^!\mathcal E\sira \mathcal E$ nach \ref{rzlG}. 
 \end{proof}

\newpage
 
 \nichtfinal{\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und externes Produkt}]
     Gegeben seien lesb-R"aume $X,Y$. Wir nehmen an, da"s $X,Y$ und $X\times Y$
     starre dualisierende Garben haben und da"s
     jeder Punkt eine offene Umgebung bagazyklisch?
     homologisch auch bagazyklisch?
       starren dualisierenden Garben
     und der Eigenschaft, da"s 
   ist der Morphismus aus \ref{SruB} f"ur alle $\mathcal F\in \op{Der}_{/Y}$ und
   $\mathcal G\in \op{Der}_{/Z}$ ein Isomorphismus
   $$ f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G\sira
   (f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$ Soll jedenfalls f"ur Variet"aten erf"ullt sein!
   \end{Proposition}
 }
 \begin{proof}
   Gegeben $(x,y)\in X\times Y$ finden wir nach Annahme
   eine bagazyklische und basazyklische offene Umgebung $U\co X$ von
   $x$ und $V\co Y$ von $y$. Da ein Morphismus der derivierten Kategorie
   abelscher Garben,
   der auf den Halmen Isomorphismen
   induziert, bereits ein Isomorphismus sein mu"s, d"urfen wir ohne
   Beschr"ankung der Allgemeinheit annehmen,
   da"s $X$ und $Y$ selber bereits bagazyklisch
   und basazyklisch sind.
\end{proof}

 
 \begin{Korollar}[\textbf{Schreir"uckzug und externes Produkt}]
   Gegeben mannigfaltige Abbildungen $f:X\ra Y$ und $g:W\ra Z$
   ist der Morphismus aus \ref{SruB} f"ur alle $\mathcal F\in \op{Der}_{/Y}$ und
   $\mathcal G\in \op{Der}_{/Z}$ ein Isomorphismus
   $$ f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G\sira
   (f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$
 \end{Korollar}
 \begin{proof}
   Es reicht zu zeigen, da"s unser Morphismus unter Einschr"ankung auf
   die Teilmengen einer offenen "Uberdeckung von $X\times Y$
   Isomorphismen induziert. So ziehen wir uns auf den Fall zur"uck,
   da"s $f:\DR^m\times Y\ra Y$ und $g:\DR^n\times Z\ra Z$ jeweils
   die Projektionen sind. Nach \ref{roG} ist $f^!\DZ_Y$
   bis auf eine Gradverschiebung isomorph zur konstanten Garbe und
   nach \ref{glRZ} folgt $f^!\cong f^*[m]$ und ebenso  $g^!\cong g^*[n]$
   und  $(f\times g)^!\cong (f\times g)^*[m+n]$.
   Da $f\times g$ garbenazyklisch ist nach  \ref{zgsaf}, gibt es also schon mal
   ein Objekt  $\mathcal H$ mit  $(f\times g)^!\mathcal H \cong f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G$.
   Das hinwiederum bedeutet, da nach \ref{rzlG} die Koeinheit der
   Adjunktion in diesem Fall eine Isotransformation
   $(f\times g)_!(f\times g)^!\siRa \op{id}$ ist,
   da"s wir nur zeigen m"ussen, da"s unser Morphismus unter $(f\times g)_!$
   ein Isomorphismus
   $$(f\times g)_!( f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G)\sira
   (f\times g)_!(f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$
   wird. Der Schreivorschub kommutiert jedoch nach \ref{VexP} mit dem
   Boxprodukt und die Behauptung folgt. 
 \end{proof}
 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Einheiten in Trennaustauschsituationen}]
   Sei
  eine voll trennverflochtene Trennaustauschsituation  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset
  \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ mit
  einem finalen Objekt der Basis $\op{pt}\in \mathscr T$ gegeben. 
  F"ur  eine Einheit $u\in\mathscr G_{/{\op{pt}}}$ 
  und $X\in\mathscr T$ und $\mathcal F\in \mathscr G_{/X}$ vereinbaren wir
   die  abk"urzende Notation 
   $$\mathcal F[u]\pdef (\op{fin}_X^*u)\otimes \mathcal F$$
   und erhalten Isomorphismen $f_!(\mathcal F [u])\sira (f_!\mathcal F) [u]$
   und  $f^*(\mathcal G [u])\sira (f^*\mathcal G) [u]$ und
   $(\mathcal F\otimes\mathcal G)[u]\sira \mathcal F\otimes(\mathcal G[u])$
   mit einer Vielzahl von Vertr"aglichkeiten, die wir nicht ausschreiben.
   Existieren die Adjungierten, so m"ussen sie genauso mit $[u]$
   vertauschen, da wir $u$ als
   Einheit angenommen haben. Wir erhalten so Isomorphismen
   $f^!(\mathcal G [u])\sira (f^!\mathcal G) [u]$ und
   $f_*(\mathcal F [u])\sira (f_*\mathcal F) [u]$ und 
$$(\mathcal F[-u]{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira(\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)[u]\sira (\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G[u])$$
   mit der Notation $[-u]$ f"ur die inverse Einheit und   einer
   noch viel gr"o"seren Zahl von Vertr"aglichkeiten. Wir schreiben sie 
   genausowenig aus, da sie bei Bedarf leicht aus der Axiomatik
  einer Trennverflechtung  abgeleitet werden k"onnen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Abstrakte Orientierungen}] Sei 
   $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine Trennaustauschsituation
  mit voller Trennverflechtung und Adjungierten und finalem Objekt $\op{pt}$
  der Basis. Wir nennen einen
  Morphismus der Basis $f:X\ra Y$ {\bf orientierbar},
  wenn er ein Schreimorphismus ist und es eine
  Einheit $u\in \mathscr G_{/{\op{pt}}}$ gibt mit 
  $f^!\underline{Y}\cong \underline{X}[u]$.
  Eine Wahl eines derartigen
  Isomorphismus $\omega:f^!\underline{Y}\sira \underline{X}[u]$
  nennen wir eine {\bf $[u]$-Orientierung von $f$} und notieren so ein
  Datum $$(f;u)=(f;u,\omega):X\ra Y$$
  Gegeben ein weiterer orientierter Schreimorphismus
  $(g;v):Y\ra Z$ 
  erhalten wir eine $[u+v]$-Orientierung von $g f$ in offensichtlicher
  Weise, die {\bf Verkn"upfungsorientierung}.\index{Verkn"upfungsorientierung}  Ist umgekehrt $gf$ eine
  Komposition von zwei Schreimorphismen und sind eine $[v]$-Orientierung
  auf $g$ sowie eine $[w]$-Orientierung auf $gf$ gegeben, so erhalten wir
   aus der Komposition\label{abOR} 
  $f^!\underline{Y}[v]\sila f^!g^!\underline{Z}\sira  (gf)^!\underline{Z}
   \sira \underline{X}[w]$ eine $[w-v]$-Orientierung auf $f$.
   Wir nennen sie die {\bf relative Orientierung von $f$}.\index{Orientierung eines Schreimorphismus!relative}
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Orientierung f"ur
      Abbildungen von Mannigfaltigkeiten}]
Zum Beispiel erh"alt jede stetige Abbildung $f:X\ra Y$
von orientierten Mannigfaltigkeiten der Dimensionen
$\op{dim}X=m$ und $\op{dim}Y=n$ eine
  $[m-n]$-Orientierung,  indem wir die vorhergehenden "Uberlegungen
  in der voll verflochtenen Trennaustauschsituation \ref{tzGG} 
  auf $Z=\op{top}$ und die Einheiten $\DZ[d]\in\op{Der}(\op{Ab}_{/{\op{top}}})$
  f"ur $d\in\DZ$ anwenden. In der Tat gilt f"ur 
  $a:X\ra \op{pt}$ und $b:Y\ra \op{pt}$ ja $fb=a$ und f"ur $a$ und $b$
  liefert die jeweilige Orientierung
  \ref{dGmg} Isomorphismen $a^!\underline{\op{pt}}\sira
  \underline{X}[m]$ und   $b^!\underline{\op{pt}}\sira\underline{Y}[n]$. 
\end{Beispiel}


\subsection{Sucht noch seinen Platz}

\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und Basiswechsel}]
  Seien $S$ offenlokal bag\-azyk\-lisch und
  $f:X\ra Y$  lesb.
  Bezeichne $\op{pr}_X:S\times X\ra X$ beziehungsweise
  $\op{pr}_Y:S\times Y\ra Y$
   die Projektionen.
  So ist die Transformation aus \ref{FleB} alias \ref{Erii}
  eine Isotransformation\label{rzT} 
  $$\op{pr}_X^* f^!\siRa  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*$$
\end{Proposition}

\begin{proof} Gegeben $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ reicht es 
  nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV} zu zeigen,
  da"s f"ur jede Einbettung  $j:U\hra S$ einer
  bagazyklischen offenen Teilmenge unsere Transformation
  einen Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_*(j\times\op{id})^* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_* (j \times \op{id})^*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert.
 Das l"auft darauf hinaus zu zeigen, wenn wir kurzerhand
  $S$ statt $U$ schreiben um die bisherige Notation verwenden zu k"onnen, 
  da"s f"ur $S$ bagazyklisch unsere Transformation einen
  Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert. Dieser Morphismus pa"st jedoch in ein kommutatives Diagramm
    \begin{displaymath}
\xymatrix{
(\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G \ar[r] & (\op{pr}_{X})_*  (\op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G \\ f^!\mathcal G 
 \ar[r]^-\sim\ar[u]_\wr &f^!  (\op{pr}_{Y})_*\op{pr}_Y^*\mathcal G\ar[u]_\wr
}
    \end{displaymath}
    mit Koeinheiten der Adjunktion ausgehend von links unten,
    die wegen $S$ bagazyklisch Isomorphismen sind, und einem
    adjungierten  Basiswechsel in der rechten Vertikale, der vom selben
    Basiswechsel herkommt wie die obere Horizontale. 
\end{proof}
\newpage
\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und garbenguter Basiswechsel NEU}]
  Sei $pg=fq$ ein kartesisches Diagramm topologischer R"aume
  mit $f,g$ lesb und $p,q$ garbengut. 
  So ist die Transformation aus \ref{FleB} alias \ref{Erii}
  eine Isotransformation\label{rzT} 
  $$q^* f^!\siRa  g^! p^*$$
\end{Proposition}

\begin{proof} Wir arbeiten mit dem kartesischen Quadrat 
   \begin{displaymath}
\xymatrix{
  X\times_YZ \ar[d]^g\ar[r]^q & X \ar[d]^f\\
  Z\ar[r]^p &Y
}
    \end{displaymath}
 Gegeben $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ reicht es 
  nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV} zu zeigen,
  da"s jeder Punkt $w\in  X\times_YZ$ ein Fundamentalsystem von offenen
  Umgebungen $U$ hat derart, da"s f"ur $j$ die Einbettung der
  fraglichen Umgebung unser Morphismus einen Isomorphismus
   $$\op{fin}_* j^*q^* f^!\mathcal G\siRa \op{fin}_* j^* g^! p^*\mathcal G$$
  induziert.
  
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel} Die Lokalit"at in der Basis zusammen mit der Stabilit"at
  unter R"uckzug zeigen, da"s jedes Faserb"undel mit garbenguter Faser
  garbengut ist.
\end{Beispiel}




\begin{proof}
Gegeben $\mathcal F\in\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ reicht es nach unserem  Verschwindungskriterium \ref{VersKK}
zu zeigen, da"s jeder Punkt aus dem Definitionsbereich von $p$ ein Fundamentalsystem von offenen Umgebungen hat derart, da"s 
f"ur $j$ die Einbettung  der fraglichen Umgebungen
unser Morphismus einen Isomorphismus 
$$\op{fin}_*j^*p^{\ast} f_{\ast} \mathcal F\sira \op{fin}_*j^*g_{\ast} q^{\ast} \mathcal F$$
induziert, f"ur $\op{fin}$ die konstante Abbildung auf den Einpunktraum.
Da wir $p$ garbengut angenommen haben, finden wir  ein
Fundamentalsystem von offenen Umgebungen $U\co Z$ und zugeh"orige
$V\co Y$ mit $p(U)\subset V$ und $p:U\ra V$ bagazyklisch.
So  k"onnen wir uns darauf zur"uckziehen, im  Fall eines 
kartesischen Diagramms 
mit bagazyklischen Horizontalen $p,q$  zu zeigen,
da"s der Basiswechsel Isomorphismen $$p_*p^{\ast} f_{\ast} \mathcal F\sira p_*g_{\ast} q^{\ast} \mathcal F$$ induziert. Das ist aber klar, da ja gilt
$p_*g_{\ast}=f_*q_*$ und da 
nach Annahme  die Einheiten der
Adjunktion Isomorphismen $\op{id}\siRa p_*p^*$ und
$\op{id}\siRa q_*q^*$ sind.
\end{proof}

\begin{Proposition}[\textbf{Garbenguter R"uckzug von internem Hom}]
  Gegeben eine  garbengute Abbildung
  $f:X\ra Y$ ist f"ur alle $\mathcal E,\mathcal G\in\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ der
  nat"urliche Morphismus aus \ref{fuiH} ein Isomorphismus\label{OLHo}
  $$f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G) $$
\end{Proposition}
\nichtfinal{Hier ist wichtig, da"s der Koeffizientenring sich nicht "andert.
  Andernfalls braucht man mindestens gewisse Endlichkeitsbedingungen an die
  beteiligte Kringerweiterung, vielleicht da"s $A$ ein endlich erzeugter
  projektiver $B$-Modul ist.}
\begin{proof}
 Ich erinnere daran, da"s nach \ref{vRiH} offener R"uckzug mit internem Hom vertauscht.  Mit dem Verschwindungskriterium 
  \ref{VersKK} k"onnen wir uns auf den Nachweis beschr"anken, da"s
  f"ur $f:X\ra Y$ bagazyklisch der obige Morphismus einen Isomorphismus
   $f_*f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira f_*(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G) $
  induziert. Da jedoch die Einheit der Adjunktion in diesem Fall eine
  Isotransformation $\op{id}\siRa f_* f^*$ ist, reicht es zu zeigen, da"s das
  Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
f_*f^*(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G)  \ar[r] & f_*(f^*\mathcal E{\Rrightarrow}f^*\mathcal G)\\
(\mathcal E{\Rrightarrow}\mathcal G) \ar[r]^-\sim \ar[u]^\wr& (\mathcal E{\Rrightarrow}f_*f^*\mathcal G)\ar[u]^\wr
}
  \end{displaymath}
  kommutiert mit der rechten Vertikale aus \ref{ngtR}. Um das zu sehen, d"urfen wir die Adjunktion anwenden und
  statt beiden  $f_*$ in der oberen Horizontale
  vor beide Ausdr"ucke der unteren Horizontale ein $f^*$
  davorschreiben. Dann steht in der linken Vertikale die Identit"at und
  die Kommutativit"at folgt aus der Definition der beteiligten Morphismen.
\end{proof}

\begin{Korollar}[\textbf{Vorschub und externes Produkt}]
     Seien $S$ garbengut und\label{SrpV} 
  $f:X\ra Y$ stetig und $k$ ein Kring.
     Seien zus"atzlich  $\mathcal E\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(S,k)})$ starr und
     $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y,k)})$ beliebig.  So ist 
     der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
     $$\mathcal E\boxtimes f_*\mathcal F\sira
     (\op{id}\times f)_*(\mathcal E\boxtimes \mathcal F)$$
\end{Korollar}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vorschub und relatives externes Produkt}]
  Ist allgemeiner $S\ra Z$ garbengut und  $Y\ra Z$ stetig, so ist
  genauso
  der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
  $$\mathcal E\boxtimes_Z f_*\mathcal F\sira
     (\op{id}\times f)_*(\mathcal E\boxtimes_Z \mathcal F)$$
\end{Bemerkungl}
 
\begin{proof}  Wir notieren $\op{pr}_{A,B}:A\times B\ra B$ und
  $\op{pr}_{B,A}:A\times B\ra A$ die Projektionen und faktorisieren
  den in \ref{fuiBP} gegebenen Morphismus als die Komposition von Isomorphismen 
  $$\begin{array}{llll}
    \mathcal E\boxtimes f_*\mathcal F&=& \op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes \op{pr}_{S,Y}^* f_*\mathcal F&\text{per definitionem,}\\
    &\sira& \op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes (\op{id}\times f)_*\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F&\text{Basiswechsel \ref{DGFBW},}\\
    &\sira& (\op{id}\times f)_*\big( (\op{id}\times f)^*\op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E\otimes\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F\big)&\text{mit Starrheit \ref{fui},}\\
    &\sira& (\op{id}\times f)_*( \op{pr}_{X,S}^*\mathcal E\otimes\op{pr}_{S,X}^*\mathcal F)&\text{mit Identifikation,}\\
    &=& (\op{id}\times f)_*( \mathcal E\boxtimes \mathcal F)&\text{per definitionem.}\\
  \end{array}$$
  Genauer verwenden wir garbenguten Basiswechsel \ref{DGFBW} 
  und die starre Projektionsformel \ref{fui}. 
Da"s die im Beweis gegebene Komposition 
  in der Tat mit dem in \ref{fuiBP} angegebenen Morphismus zusammenf"allt, 
 mag einmal ein  Student pr"ufen. 
\end{proof}


\begin{Korollar}[\textbf{Zweifacher Vorschub und externes Produkt}]
  Gegeben seien stetige Abbildungen
  $f_1:X_1\ra Y_1$ und $f_2:X_2\ra Y_2$ mit 
  $X_1,Y_2$ garbengut und $k$ ein Kring. 
  So ist f"ur   $\mathcal F_i\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y_i,k)})$ mit
  $\mathcal F_1$ starr
  und $f_{2*}\mathcal F_2$ starr
     der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus\label{zfexV} 
     $$f_{1*}\mathcal F_1\boxtimes f_{2*}\mathcal F_2\sira
     (f_1\times f_2)_*(\mathcal F_1\boxtimes \mathcal F_2)$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Man wende das vorhergehende Korollar \ref{SrpV} zweimal an.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Zweifacher Vorschub und relatives  externes Produkt}]
   Gegeben  stetige Abbildungen
  $f_1:X_1\ra Y_1$ und $f_2:X_2\ra Y_2$ "uber einem festen Raum $Z$ mit 
   $X_1\ra Z$ und $Y_2\ra Z$ garbengut und $k$ ein Kring  ist f"ur
   $\mathcal F_i\in \op{Der}(\op{Ab}_{/(Y_i,k)})$ mit
   $\mathcal F_1$ starr
   und $f_{2*}\mathcal F_2$ starr mit demselben Argument
   wie beim Beweis von \ref{zfexV} der Morphismus aus \ref{fuiBP}
   ein Isomorphismus\label{zfexVv} 
     $$f_{1*}\mathcal F_1\boxtimes_Z f_{2*}\mathcal F_2\sira
     (f_1\times f_2)_*(\mathcal F_1\boxtimes_Z \mathcal F_2)$$
\end{Bemerkungl}




\begin{Korollar}[\textbf{Kohomologie eines Produkts}]
  Seien $X,Y$ topologische R"aume und $k$ ein Kring.
  Bezeichne  $a:X\ra\op{pt}$ und   
  $b:Y\ra\op{pt}$ und $c:X\times Y\ra \op{pt}$
  die konstanten Abbildungen.
  Wir nehmen an, $X$ 
  sei garbengut und $b_*\underline{Y}$
  sei starr.\label{KohP}  
     So 
   ist der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
   $$a_*\underline{X}\otimes b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times Y})$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir wenden das vorhergehende Korollar \ref{zfex} an mit $X_1=X$ und $X_2=Y$
  und $Y_1=Y_2$ der Einpunktraum.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative K"unnethformel}]
  Seien   $a:X\ra Z$ garbengut und 
  $b:Y\ra Z$ stetig und  $c:X\times_Z Y\ra Z$ 
  die offensichtliche Abbildung und $k$ ein Kring.
  Ist zus"atzlich $b_*\underline{Y}$
   starr,  so 
   ist der Morphismus aus \ref{fuiBP}  ein Isomorphismus
   $$a_*\underline{X}\otimes_Z b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times_Z Y})$$
\end{Bemerkungl}

%\nichtfinal{Nochmal durchsehen, da ist manches doppelt!} 

% Wenn wir gar keine Starrheitsannahmen machen, erhalten wir nur noch mit \ref{ngtR} und gefasertem Basiswechsel  Isomorphismen
% $$c_*(\op{pr}_{X}^*\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_{Y}^*\mathcal G)
% \sira
% a_*(\mathcal F{\Rrightarrow} \op{pr}_{X*}\op{pr}_{Y}^*\mathcal G)
% \sira 
% a_*(\mathcal F{\Rrightarrow} a^*b_*\mathcal G)
% $$

\begin{Bemerkungl}
  F"ur beliebige topologische R"aume $X,Y$ und jeden Kring $k$
  liefert der R"uckzug
  auf der Kohomologie
  einen Ringhomomorphismus
  $${\op{H}}^*(X;k)\bar{\otimes} {\op{H}}^*(Y;k)\ra {\op{H}}^*(X\times Y;k)$$
mit $(u,v)\mapsto u\times v \pdef\op{pr}_X^*(u)\cup  \op{pr}_Y^*(v)$.
Hier meint $\bar{\otimes}$ 
 das f"ur Monoidobjekte der Schmelzkatgorie
 der supergraduierten $k$-Moduln zu
 verstehende Tensorprodukt \eref{stMMx}{TSK},
 also das "ubliche Tensorprodukt von graduierten $k$-Moduln
 Gruppen mit einer Vorzeichenregel f"ur
 der Multiplikation von zwei Tensoren. Dieser Ringhomomorphismus hei"st
 das {\bf Kreuzprodukt der Garbenkohomologie}.\index{Kreuzprodukt!der Garbenkohomologie}
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}[\textbf{K"unnethformel der Garbenkohomologie}]
  Seien $X,Y$ topologische R"aume und $k$ ein Kring.
  Ist $X$ garbengut und
  sind alle ${\op{H}}^q( Y)$ projektive $k$-Moduln,
  so konstruieren wir im folgenden Beweis einen Isomorphismus
  $$\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
    Sind zus"atzlich alle ${\op{H}}^q( Y;k)$ endlich erzeugt, so induziert das
    Kreuzprodukt der Kohomologie Isomorphismen\label{KuFEF}
$$\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;k)\otimes_k {\op{H}}^q( Y;k)\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
\end{Satz}




\begin{proof}
Garbenguter Basiswechsel \ref{DGFBW}   im kartesischen Diagramm 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
X\times Y \ar[d]_-{\op{pr}_X}\ar[r]^-{\op{pr}_Y} &Y \ar[d]^-b\\
 X  \ar[r]^-{a} & \op{top}
}
\end{displaymath}
liefert einen Isomorphismus $a^*b_*\underline{Y}\sira \op{pr}_{X*}\op{pr}_{Y}^*\underline{Y}$ und so einen Isomorphismus
$a_*a^*b_*\underline{Y}\sira \op{fin}_{*}\underline{X\times Y}$. 
  Sind alle ${\op{H}}^q(Y;k)$ projektive $k$-Moduln,
  so gibt es nach \eref{KpH}{TD}
  genau einen Morphismus
  $s:\mathcal H b_*\underline{Y}\ra b_*\underline{Y}$  in der derivierten Kategorie derart, da"s
  $\mathcal H s:\mathcal H\mathcal H b_*\underline{Y}\ra \mathcal H b_*\underline{Y}$ der offensichtliche Isomorphismus ist, und dieser Morphismus
  ist
  offensichtlich selber ein Isomorphismus
  $$s:\mathcal H b_*\underline{Y}\sira b_*\underline{Y}$$
  Nach \eref{PderKi}{TD} ist $a^*b_*\underline{Y}$ das Produkt der
  $[-q]a^*{\op{H}}^q(Y;k)$. Als Rechtsadjungierter macht $a_*$ Produkte zu
  Produkten. Da Produkte in derivierten Modulkategorien nach \eref{PrDeM}{TD}  gliedweise berechnet werden k"onnen und mit dem Bilden der Homologie vertauschen,
  folgen die Isomorphismen des Satzes. Eine Kohomologieklasse
  $\beta\in {\op{H}}^r(Y;k)$ entspricht einem
  Morphismus $\beta: \underline{Y}\ra [r]\underline{Y}$. Indem
  wir seinen Effekt unter unseren Konstruktionen verfolgen, erhalten wir
  auch ohne irgendwelche Annahmen an $X$ die rechte H"alfte
  eines kommutativen Diagramms
  $$\begin{array}{ccccc} {\op{H}}^p(X;k)\otimes_k{\op{H}}^q(Y;k)&\ra&{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))&\ra& {\op{H}}^{p+q}(X\times Y;k)\\[1mm]
   \da \op{id}\otimes(\cup\beta)&& \da  \cup\beta&&\da \cup\op{pr}_Y^*\beta\\[1mm]
{\op{H}}^p(X;k)\otimes_k{\op{H}}^{q+r}(Y;k)&\ra&{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^{q+r}(Y;k))&\ra& {\op{H}}^{p+q+r}(X\times Y;k)   
  \end{array}$$
Das linke Quadrat entsteht aus dem  Morphismus  
$$a_*\underline{X}\otimes  \mathcal F\ra a_*(\underline{X}\otimes a^* \mathcal F)\sira a_*  a^*\mathcal F$$  nach \ref{fuiHS}, 
indem wir zu $\mathcal F$ zu $[0]{\op{H}}^q(Y;k)$ spezialisieren
und $\mathcal H^p$
anwenden und den  Morphismus \ref{gHsf} vom Tensorprodukt der Homologien zur Homologie des
Tensorprodukts vorschalten. Indem wir die Bilder von
$\alpha\otimes 1$ verfolgen, erkennen wir, da"s die Kompositionen in den
Horizontalen das Kreuzprodukt der Kohomologie
sein m"ussen. Ist ${\op{H}}^q(Y;k)$ endlich erzeugt projektiv, so ist es
starr und flach und die eben konstruierten Morphismen erweisen sich als
Isomorphismen nach der starren Projektionsformel \ref{fui} 
und der $\otimes$-Entfaltetheit flacher Objekte und der
zweite Teil des Satzes folgt.
\end{proof}




\begin{Bemerkungl}
  Wir k"onnen die zweite Aussage auch direkt aus 
 dem in  \ref{KohP} konstruierten Isomorphismus
   $a_*\underline{X}\otimes b_*\underline{Y}
   \sira
   c_*(\underline{X\times Y})$
    ableiten. Unter den gegebenen Annahmen haben wir  n"amlich,
   wie im vorhergehenden Beweis ausgef"uhrt, einen expliziten Isomorphismus 
   $$\textstyle\bigoplus_q [-q]{\op{H}}^q(Y;k)\sira  b_*\underline{Y}$$ 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Varianten zur K"unnethformel}] 
  Fordern wir keine speziellen Eigenschaften von $X$, fordern aber weiter
  die Projektivit"at aller ${\op{H}}^q(Y;k)$, so liefern die Konstruktionen
  unseres Beweises 
  Morphismen $\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\ra {\op{H}}^n(X\times Y;k)$, die aber im allgemeinen keine Isomorphismen mehr
   zu sein brauchen.
  Fordern wir andererseits $X$ garbengut und fordern keine speziellen Eigenschaften von $Y$, fordern aber, da"s unser Koeffizientenkring $k$ erblich sein soll, so liefern die Konstruktionen
  unseres Beweises zusammen mit \eref{DKHa}{TD}   
  weiter die Existenz von Isomorphismen\label{VarKK}
  $$\textstyle\bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p(X;{\op{H}}^q(Y;k))\sira {\op{H}}^n(X\times Y;k)$$
Wir k"onnen aber ohne zus"atzliche Wahlen keinen derartigen Isomorphismus
auszeichnen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Aus \ref{KuFd}  mag man zum Vergleich  die  K"unnethformel
  f"ur die kompakte Kohomologie erinnern.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Nullte Garbenkohomologie eines Produkts}] 
  Im Fall $n=0$ liefert die Konstruktion der konstanten Garbe $k$
  Isomorphismen ${\op{H}}^0(X;k)\sira \op{Top}(X,k)$ f"ur jede diskrete
  Gruppe $k$ und $\op{Top}(X,k)$ die Menge der
  stetigen Abbildungen von $X$ nach $k$.
  In diesem Fall liefert unser Satz unter gewissen Zusatzannahmen, die sich in
  diesem Fall auch noch als "uberfl"ussig erweisen, die vom Exponentialgesetz
  nach Lemma \ref{topEV} induzierten Abbildungen
  $$\op{Top}(X,\op{Top}(Y,k))\ra \op{Top}(X\times Y,k)$$
  Wir zeigen in \ref{topEV}, da"s unsere Abbildungen
  f"ur lokal zusammenh"angendes $X$ sogar 
  bijektiv sind. In dem Fall schlie"slich,
  da"s $X$ nur endliche viele Zusammenhangskomponenten hat,
  liefert $\boxtimes$ offensichtlich einen Isomorphismus
  $$\op{Top}(X,k)\otimes_k\op{Top}(Y,k)\sira \op{Top}(X\times Y,k)$$
\end{Beispiel}
\begin{Lemma}[\textbf{Variante zum topologischen Exponentialgesetz}]
  Gegeben topologische R"aume $X,Y,D$ mit $D$ diskret induziert das
  Exponentialgesetz f"ur Mengen eine Abbildung
  $\op{Top}(X,\op{Top}(Y,D))\ra \op{Top}(X\times Y,D)$. 
  Ist $X$ lokal zusammenh"angend, so ist unsere Abbildung eine
  Bijektion\label{topEV} 
  $$\op{Top}(X,\op{Top}(Y,D))\sira \op{Top}(X\times Y,D)$$ 
\end{Lemma}
\begin{proof} Sei $F:X\ra \op{Top}(Y,D)$ stetig und $f:X\times Y\ra D$
  das Bild von $F$. Nach Annahme besitzt jedes 
  $x\in X$ eine Umgebung $U$, auf der $F$ konstant ist. Nach Annahme besitzt
  jedes $y\in Y$ eine Umgebung $V$, auf der $F(x)$ konstant ist. Dann ist
  auch $(x',y')\mapsto (F(x'))(y')=f(x',y')$ konstant auf $U\times V$ und
  damit $f$ stetig f"ur die Produkttopologie.
  Ist umgekehrt $f:X\times Y\ra D$ stetig, so gibt es f"ur alle
  $(x,y)\in X\times Y$ Umgebungen $U_{(x,y)}\subset X$
  von $x$ und  $V_{(x,y)}\subset Y$ von $y$ derart,
  da"s $f$ konstant ist auf $U_{(x,y)}\times V_{(x,y)}$.
  Gibt es eine zusammenh"angende Umgebung $U_x$ von $x$, so mu"s $f$ sogar
  konstant sein auf $U_{x}\times V_{(x,y)}$ alias
  $f(x',y)=f(x,y)\;\forall x'\in U_x$ und $y\in Y$. Das hinwiederum zeigt,
  da"s auch $F:x\mapsto (y\mapsto f(x,y))$ lokal konstant sein mu"s.  
\end{proof}










\begin{Satz*}[\textbf{Leray-Hirsch}]
  Gegeben $X\ra Y$ ein Faserb"undel\index{Leray-Hirsch}\label{LeHi} "uber
  einem garbenguten Raum und $k$ ein Kring  und $c_1,\ldots, c_n\in  {\op{H}}^{*}(X;k)$ homogene Klassen, deren R"uckz"uge
f"ur alle $y\in Y$ eine Basis der Kohomologie $ {\op{H}}^{*}(X_y;k)$ der Faser bilden, bilden  $c_1,\ldots, c_n$ auch eine Basis von
${\op{H}}^{*}(X;k)$ als ${\op{H}}^{*}(Y;k)$-Modul.
\end{Satz*}

\begin{proof}[Beweis]
Bezeichne $p:X\ra Y$ die Projektion.
Eine Klasse $c\in {\op{H}}^{q}(X;k)$ k"onnen wir nach \eref{GTH}{TD} 
auffassen als einen  Morphismus 
$c : p^{\ast} \underline{Y} \ra \underline{X}[q]$
in der derivierten
Kategorie der  Garben von $k$-Moduln
auf $X$. Die Zeilenmatrix $(c_1, \ldots , c_n)$
liefert so einen Homomorphismus
$$\textstyle \bigoplus^{n}_{i=1} \underline{Y} [-q(i)] \ra p_{\ast}
\underline{X}$$
Unser Satz folgt, wenn wir nachweisen, da"s er ein Quasiisomorphismus ist.
Dazu d"urfen wir aber unser Faserb"undel als trivial annehmen  
und dann folgt
die Behauptung aus garbengutem Basiswechsel \ref{DGFBW}.
\end{proof}

\begin{Satz*}[\textbf{Leray-Hirsch, Variante}]
  Gegeben $X\ra Y$ ein Faserb"undel\index{Leray-Hirsch!Variante} "uber einem
  garbenguten Raum und $k$ ein Kring
  und $s\in\DN$ und homogene Kohomologieklassen $c_i\in  {\op{H}}^{q(i)}(X;k)$ f"ur $i=1,\ldots,n$, deren R"uckz"uge\label{LeHiV} 
f"ur alle $y\in Y$ eine Basis der abgeschnittenen
Kohomologie $ {\op{H}}^{\leq s}(X_y;k)$ der Faser bilden,
induziert die durch Multiplikation mit 
$c_1,\ldots, c_n$ gegebene Abbildung  in allen Graden $\leq s$ einen Isomorphismus
$$\textstyle\bigoplus_{i=1}^n{\op{H}}^{*}(Y;k)[-q(i)] \ra {\op{H}}^{*}(X;k)$$ 
\end{Satz*}

\begin{proof}[Beweis]
Bezeichne $p:X\ra Y$ die Projektion.
Eine Klasse $c\in {\op{H}}^{q}(X;k)$ k"onnen wir nach \eref{GTH}{TD} 
auffassen als einen  Morphismus 
$c : p^{\ast} \underline{Y} \ra  \underline{X}[q]$
in der derivierten
Kategorie der abelschen Garben auf $X$. Die Zeilenmatrix $(c_1, \ldots , c_n)$
liefert so einen Homomorphismus
$$\textstyle \bigoplus^{n}_{i=1} \underline{Y} [-q(i)] \ra \tau^{\leq s}p_{\ast} \underline{X}$$
Unser Satz folgt, wenn wir nachweisen, da"s er ein Quasiisomorphismus ist.
Dazu d"urfen wir aber unser Faserb"undel als trivial annehmen  
und dann folgt
die Behauptung aus garbengutem Basiswechsel \ref{DGFBW}.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Wir nennen einen Morphismus $f:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von gekringten R"aumen {\bf flach}, wenn f"ur alle $x\in X$ der Halm
  $\mathcal A_x$ ein flacher $\mathcal B_{f(x)}$-Modul ist.
  Wir nennen ihn {\bf starr},\index{starr!Morphismus gekringter R"aume}
  wenn $\mathcal A$ starr ist in der Schmelzkategorie
  $\op{Der}_{(X,f^*\mathcal B)}$. 
\end{Bemerkungl}


\nichtfinal{Ab hier auf garbengut umschreiben!}

\begin{Satz}[\defind{Derivierter gefaserter 
Basiswechsel in gekringten R"aumen}]
  Sind in einem kartesischen  Diagramm von gekringten R"aumen
$f q=p g$ 
die Horizontalen\label{DGFBWgk} $p,q$ starr und 
garbengut und sind die Vertikalen flach,
so ist der Basiswechsel auf den
 derivierten Kategorien von Modulgarben eine  Isotransformation
$$p^{\ast} f_{\ast} \siRa g_{\ast} q^{\ast} $$
\end{Satz}

\begin{proof}
 Wir bemerken zun"achst, da"s jeder Morphismus $(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von gekringten R"aumen
  faktorisiert als $(X,\mathcal A)\ra (X,f^*\mathcal B)\ra (Y,\mathcal B)$.
  Jedes kartesische Quadrat von gekringten R"aumen
  l"a"st sich  mithin erhalten als Verklebung
  der vier kartesischen Quadrate
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
   (W,g^*\mathcal C\otimes_{v^*\mathcal B}q^*\mathcal A)\ar[r]\ar[d] &  (W,q^*\mathcal A)\ar[d]\ar[r]^q  &   (X,\mathcal A) \ar[d]
   \\
   (W,g^*\mathcal C)\ar[d]^g\ar[r]   & (W,v^*\mathcal B)\ar[d]^g\ar[r]^q &   (X,f^*\mathcal B) \ar[d]_f\\
 (Z,\mathcal C)\ar[r]  & (Z,p^*\mathcal B)\ar[r]^p  &  (Y,\mathcal B) }
  \end{displaymath}
  Hier schreiben wir  $v=pg=fq$ und
die Sternchen meinen  R"uckz"uge von Kringgarben. 
  Es reicht also, f"ur jedes dieser vier
  kartesischen Quadrate zu pr"ufen, da"s der Basiswechsel
  f"ur Modulgarben
  ein Isomorphismus ist.  Im Quadrat oben links geht es nur
  um Beziehungen zwischen Restriktion und Erweiterung von Skalaren, 
 da folgt die Behauptung aus der Voraussetzung der Flachheit der $\mathcal A_x$ "uber  $\mathcal B_{f(x)}$, die dazu f"uhrt, da"s jeder quisflache
  Komplex von $\mathcal A$-Modulgarben zu einem  quisflachen
  Komplex von $\mathcal B$-Modulgarben restringiert.
  Im Quadrat oben rechts werden nur Kringoperationen zur"uckgezogen und
  die Behauptung ist  klar.  Im Quadrat unten rechts steht unser gew"ohnlicher
 garbenguter Basiswechsel f"ur abelsche Garben, die zus"atzliche Struktur als
  Modulgarben ist irrelevant  nach \ref{VeVS}.
  Im Quadrat unten links schlie"slich k"onnen wir die
  starre Projektionsformel \ref{fui} anwenden.
 \end{proof}

\newpage
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung} Wir diskutieren
    \ref{VarKK} noch etwas weiter. 
  Gegeben  topologische R"aume $X,Y$ mit $X$ garbengut
  und ein erblicher
  Kring $k$ betrachten wir zum 
zum Komplex $B\pdef b_*\underline{Y}$ von $k$-Moduln das Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
   &[-q]\mathcal H^{q}B\ar[dl]^-{[1]}_0&&[-(q+1)]\mathcal H^{q+1}B\ar[dl]^-{[1]}_0&\\
   \ldots \tau^{\leq q-1}B\ar[rr]&&\tau^{\leq q}B\ar[rr]\ar[ul]
    &&\tau^{\leq q+1}B\ar[ul]\ldots
}
\end{displaymath}
betrachten. Die Morphismen vom Grad Eins der ausgezeichneten Dreicke verschwinden wie
angedeutet nach \eref{DKHa}{TD}, da wir $k$ erblich angenommen haben.
Alle Morphismen der unteren Horizontalen sind also spaltende Einbettungen
in der additiven Kategorie $\op{Der}(\op{Mod}_k)$.
Wenden wir auf dieses Diagramm $\mathcal H^n a_*a^*$ an, so erhalten wir eine
gradweise unkanonisch spaltende Filtrierung von
$\mathcal H^n a_*a^* b_*\underline{Y}={\op{H}}^n(X\times Y;k)$
und einen kanonischen Isomorphismus 
$$\op{gr}{\op{H}}^n(X\times Y:k)\ra \bigoplus_{p+q=n}{\op{H}}^p( X;{\op{H}}^q(Y;k))$$
Es ist eine gute "Ubung zu zeigen, da"s unsere Filtrierung
den Kohomologiering  des Produkts
zu einem filtrierten Ring macht und da"s unser
kanonischer Isomorphismus ein Ringhomomorphismus wird, wenn wir
die Multiplikation rechts erkl"aren, indem wir das
Produkt $${\op{H}}^p( X;K)\times {\op{H}}^q( X;L)\ra {\op{H}}^{p+q}( X;K\otimes L)$$
aus \ref{cpKO} mit $K={\op{H}}^k(Y)$ und $L={\op{H}}^l(Y)$  anwenden
und den Effekt des Cup-Produkts ${\op{H}}^k(Y)\otimes {\op{H}}^l(Y)\ra {\op{H}}^{k+l}(Y)$
nachschalten.
\end{Ubung}

\subsection{Gysinsequenz f"ur Sph"arenb"undel}
\nichtfinal{Hier sinnvoll?} 
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $n\geq 1$ und $U\co \DR^{n+1}$ der offene Einheitsball liefern die Lokalisierungssequenz
  der kompakten Kohomologie \eref{LokSS}{TG} und die Beschreibung
  \eref{kkRn}{TG} der kompakten Kohomologie
  von $\DR^{n+1}$ und $U$  als lokale Kohomologie in Bezug auf einen
  beliebigen Punkt eine
  Folge von Isomorphismen 
  $${\op{H}}^n_!(S^n)\sira{\op{H}}^{n+1}_!(U)\sira{\op{H}}^{n+1}_!(\DR^{n+1})$$
  Das Urbild unseres ausgezeichneten Erzeugers aus \eref{ausGe}{TG} ganz
  rechts nehmen wir als unseren ausgezeichneten Erzeuger von
  ${\op{H}}^n_!(S^n)$. Die nat"urlichen Isomorphismen ${\op{H}}^n_{\{x\}}(S^n)\sira {\op{H}}^n_!(S^n)$ liefern dann eine 
  Orientierung auf $S^n$, die wir unsere {\bf ausgezeichnete Orientierung}
  nennen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Unter einem {\bf Sph"arenb"undel}\index{Sph"arenb"undel} auf
  einem topologischen Raum $X$ versteht man ein \hyperref[FaBue]{Faserb\"undel} $\pi:E\ra X$ 
  mit einer Sph"are $S^n$ als Faser. Unter einer {\bf Orientierung} eines
  \index{Orientierung!von Sph"arenb"undel} Sph"arenb"undels einer Faserdimension $\geq 1$ versteht man die
  Vorgabe einer \hyperref[orGG]{Orientierung} im Sinne von
  \eref{orGG}{TG} auf jeder Faser derart, da"s
  es einen \hyperref[FaBue]{B\"undelatlas} gibt, unter dessen \hyperref[FaBue]{B\"undelkarten} $U\times S^n\ra E$
  diese Orientierung stets unserer ausgezeichneten  Orientierung auf $S^n$ entspricht.
  Ein Sph"arenb"undel, das mindestens eine Orientierung besitzt, hei"st
  {\bf orientierbar}.\index{orientierbar!Sph"arenb"undel}
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Gysin-Sequenz}]
Gegeben $\pi:E\ra X$   ein orientierbares Sph"arenb"undel
einer Faserdimension $n\geq 1$ gibt es eine
Klasse $c\in{\op{H}}^{n+1}(X)$
  und eine lange exakte Sequenz  der Gestalt\label{GySo} 
$$\ldots\ra{\op{H}}^q(X)\ra {\op{H}}^q(E)\ra {\op{H}}^{q-n}(X) \ra {\op{H}}^{q+1}(X)\ra\ldots$$
  mit dem Zur"uckholen als erstem  Morphismus und dem \hyperref[GTH]{cup-Produkt}  $c\;\cup $ als
  drittem Morphismus.
\end{Satz}








\begin{Bemerkungw} \nichtfinal{Pa"st hier nicht!} 
  Wenn der folgende Beweis noch etwas unbeholfen wirkt,
  so ist das durchaus in meinem Sinne. Er soll n"amlich unter anderem
  die Sprache
  der \glqq derivierten Funktoren
  ${\op{R}}\pi_\ast:\op{Der}(\op{Ab}_{/E})\ra\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$\grqq\ motivieren, die wir  im kommenden Abschnitt
  \ref{DerfF} 
  einf"uhren und in der  er einfacher zu formulieren sein wird,
  vergleiche \ref{GySon}. 
  Im folgenden Beweis werden wir sogar zu jeder Orientierung unseres
  Sph"arenb"undels eine Klasse $c$ wie im Satz konstruieren und sie die
  \glqq Eulerklasse\grqq\ unseres orientierten Sph"arenb"undels nennen.
 \end{Bemerkungw}
\begin{proof}
 Sei $\DZ_E\hra \mathcal I^\lhd$ eine injektive Aufl"osung. Wir haben also
  nat"urliche Isomorphismen
  ${\op{R}}^q\pi_*\DZ_E \sira \mathcal H^q\pi_*\mathcal I^\lhd$.
  Da unsere Sph"aren zusammenh"angend sind, liefert die Einheit Adjunktion 
  $(\pi^*,\pi_*)$ den ersten Isomorphismus einer Sequenz von nat"urlichen
  Isomorphismen 
  $$\DZ_X\sira \pi_*\pi^*\DZ_X\sira
  \pi_*\DZ_E$$ 
  Derivierter eigentlicher Basiswechsel
  \eref{OEBA}{TG} im kartesischen Diagramm bestehend aus
  $U\times S^n$ mit den Projektionen auf die Faktoren und
   den einpunktigen Raum zeigt weiter,
  da"s 
  ${\op{R}}^n\pi_*\DZ_E$ lokal isomorph ist zu $\DZ_X$ und
  da"s gilt ${\op{R}}^q\pi_*\DZ_E=0$ f"ur $q\neq 0,n$.
  Der Kokern des Monomorphismus
  $[0]\DZ_X \hra \pi_*\mathcal I^\lhd$ von Garbenkomplexen
  hat also eine einzige von Null verschiedene Kohomologie
  und ist  nach \ref{vtre} folglich  isomorph in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ zum
  Objekt $[-n]({\op{R}}^n\pi_*\DZ_E)$.
   Unsere Erkenntnisse \ref{Absch} zu Abschneidefunktoren  liefern so ein
  ausgezeichnetes Dreieck
  $$\DZ_X\;\ra \;\pi_*\mathcal I^\lhd \;\ra\; [-n]({\op{R}}^n\pi_*\DZ_E) \;\ra\; [1]\DZ_X$$
  in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$.
  Es liefert nach \ref{Hhn} eine lange exakte Sequenz f"ur die
  Morphismen von $\DZ_X$ und seinen Verschiebungen in die Objekte
  unseres ausgezeichneten Dreiecks. Um diese Morphismen nach $\pi_*\mathcal I^\lhd$ zu berechnen,
  bemerken wir, da"s dieser Komplex aus injektiven Garben besteht.
  Nach \ref{DEIA} oder noch expliziter nach dem Ende seines Beweises
  und der Adjunktion $(\pi^*,\pi_*)$ liefern die offensichtlichen
  Abbildungen also Bijektionen
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{\op{Der}_{\op{Ab}_{/X}}([q]\DZ_X,\pi_*\mathcal I^\lhd)&\op{Der}_{\op{Ab}_{/E}}([q]\DZ_E,\DZ_E)\ar[r]^-{\sim}&{\op{H}}^q(E)\\
  \op{Hot}_{\op{Ab}_{/X}}([q]\DZ_X,\pi_*\mathcal I^\lhd)\ar[u]^{\wr}\ar[r]^{\sim} &
\op{Hot}_{\op{Ab}_{/E}}([q]\pi^*\DZ_X,\mathcal I^\lhd)\ar[u]^{\wr}&}
 \end{displaymath}
So erhalten wir eine lange exakte Sequenz
 $$\ldots\ra{\op{H}}^q(X)\ra {\op{H}}^q(E)\ra {\op{H}}^{q-n}(X;{\op{R}}^n\pi_*\DZ_E) \ra {\op{H}}^{q+1}(X)\ra\ldots$$
mit dem Zur"uckholen auf der Kohmologie  als erster Abbildung.
Ist unser B"undel orientierbar und w"ahlen wir eine Orientierung, so liefert diese Wahl einen Isomorphismus  ${\op{R}}^n\pi_*\DZ_E\sira \DZ_X$ mit der konstanten Garbe
auf $X$ und wir erhalten unsere Gysin-Sequenz. Die Konstruktion zeigt, da"s die
dritte Abbildung darin das cup-Produkt $c\;\!\cup$ mit derjenigen Klasse
in $c\in {\op{H}}^{n+1}(X)$ ist, die durch den entsprechenden Morphismus
$[-n]\DZ_X\ra [1]\DZ_X$ in der derivierten Kategorie $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
aus dem ersten ausgezeichneten Dreieck bestimmt wird. Sie hei"st die
{\bf Eulerklasse}\index{Eulerklasse} unseres orientierten Sph"arenb"undels.
\end{proof}


\begin{Beispiel}[\textbf{Nocheinmal die Gysin-Sequenz}]
Gegeben $\pi:E\ra X$   ein orientiertes Sph"arenb"undel
einer Faserdimension $n\geq 1$ zeigen wir wie zu Beginn des
Beweises in \ref{GySo}, da"s
das ausgezeichnete Dreieck "uber der Einheit der derivierten Adjunktion
$(\pi^*,\pi_*)$ 
die Gestalt\label{GySon} 
$$\DZ_X\ra \pi_*\pi^*\DZ_X\ra \DZ_X[-n]\stackrel{[1]}{\ra}$$
hat. Dr"ucken wir es deriviert herunter unter der konstanten Abbildung
$c_X:X\ra\op{top}$ und verwenden unsere Isotransformation $ c_{X*}\pi_*\siRa c_{E*}$ aus \ref{IDVo}, so liefert es ein  ausgezeichnetes Dreieck
$$c_{X*}\DZ_X\ra c_{E*}\DZ_E\ra c_{X*}\DZ_X[-n]\stackrel{[1]}{\ra}$$ in
$\op{Der}(\op{Ab})$. Wenn wir
dazu die lange exakte Kohomologiesequenz bilden, steht unsere
Gysinsequenz auch schon da.
\end{Beispiel}


\begin{Satz}
  Der R"uckzug unter der Einbettung der komplexen Diagonalmatrizen
 in die unit"are Gruppe  ${\op{T}}(n)\hra {\op{U}}(n)$ induziert einen Isomorphismus\label{RchK} 
   $${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{{{\op{T}}}(n)}(\op{top})^{\mathcal S_n}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Den fraglichen Ringhomomorphismus hatten wir bereits in
  \ref{AQU} hergeleitet und diskutiert. Um zu zeigen, da"s er ein
  Isomorphismus ist, betrachten wir das kommutative Diagramm
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{{\op{T}}(n)\ar[rr]\ar[d]&&{\op{U}}(n)\ar[d]\\
    {\op{T}}(n;\DC)\ar[r]&{\op{B}}(n;\DC)\ar[r]&{\op{GL}}(n;\DC)}
 \end{displaymath}
mit ${\op{T}}(n;\DC)$
der Gruppe aller komplexen invertierbaren Diagonalmatrizen und 
${\op{B}}(n;\DC)$ der Gruppe aller komplexen invertierbaren  oberen Dreiecksmatrizen und erhalten so ein kommutatives Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{{\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})&&{\op{H}}^*_{{\op{U}}(n)}(\op{top})\ar[ll]\\
    {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[u]^\wr&{\op{H}}^*_{{\op{B}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[l]_-\sim&{\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DC)}(\op{top})\ar[u]^\wr\ar[l]}
 \end{displaymath}
  mit den Isomorphismen nach \eref{EaeK}{TG} f"ur alle Einbettungen, bei denen
  der Quotient zusammenziehbar ist, was f"ur ${\op{U}}(n)\subset {\op{GL}}(n;\DC)$ etwa aus der Polarzerlegung folgt. Nun setzen  wir  $B\pdef{\op{B}}(n;\DC)$ und
$G\pdef{\op{GL}}(n;\DC)$. Nach dem im Anschlu"s bewiesenen
  Lemma \ref{LeCV} reicht es zu zeigen, da"s
  ${\op{H}}^*_{B}(\op{top})$ ein freier Modul
  vom Rang $n!$ "uber ${\op{H}}^*_{G}(\op{top})$ ist. 
  F"ur die Milnor-Konstruktion $E\pdef {\op{E}}G$ ist nun
  $$\pi: E/B\sra E/G$$ ein Faserb"undel
mit  der Fahnenmannigfaltigkeit $G/B$ als Faser.
Aus \eref{BruZ}{LA2} erinnern  wir die Bruhat-Zerlegung
  $$G/B = \coprod_{w \in \cal{S}_n} B w B/B$$
in die $B$-Bahnen. Aus \eref{BrOA}{TM} folgt, da"s jede $B$-Bahn offen ist in ihrem Abschlu"s.
 Da die Bahnen selbst nach \eref{RutT}{TM} hom"oomorph sind zu
  $\DC^{l(w)}$ und da die Fahnenmannigfaltigkeit nach \eref{FahM}{TM} 
  kompakt ist, folgt mit der Lokalisierungssequenz der kompakten Kohomologie
  \eref{LokSS}{TG} unmittelbar
  $${\op{H}}^{2q}(G/B)\cong \bigoplus_{l(w)=q}\DZ$$
  und ${\op{H}}^{2q+1}(G/B)=0$ f"ur alle $q$.
  Insbesondere ist ${\op{H}}^{*}(G/B)$ in den geraden Graden konzentriert und seine totale Kohomologie ist frei "uber $\DZ$ vom Rang $n!$.
  Derivierter eigentlicher Basiswechsel \eref{OEBA}{TG} zeigt ${\op{R}}^{2q+1}\pi_* \DZ_{E/B}=0$ f"ur alle $q$ und da"s
  ${\op{R}}^{2q}\pi_* \DZ_{E/B}$ lokal isomorph ist zu
  $\bigoplus_{l(w)=q}\DZ_{E/G}$. Da $G$ zusammenh"angend ist,
  hat $E/G$ nach dem Spezialfall \eref{FFas}{TF} der langen exakten Homotopiesequenz 
  triviale Fundamentalgruppe. Da $E/G$ nach \eref{MiKok}{TG}
  auch lokal zusammenziehbar ist, ist  $E/G$  nach \eref{wetr}{TF}
  "uberlagerungstrivial und jede lokal konstante Garbe darauf
  ist konstant. Das zeigt, da"s ${\op{R}}^{2q}\pi_* \DZ_{E/B}$ sogar global isomorph ist zu
  $\bigoplus_{l(w)=q}\DZ_{E/G}$. Da wir nach \ref{KkuG} bereits wissen,
  da"s die ungerade Kohomologie von $E/G$ verschwindet, liefert
  \ref{ExtK} einen unkanonischen Isomorphismus
  $$\pi_*\DZ_{E/B}\sira \bigoplus_{w\in\mathcal S_n}[-2l(w)]\DZ_{E/G}$$
  in der derivierten Kategorie $\op{Der}(\op{Ab}_{E/G})$.
  So folgt unmittelbar, da"s ${\op{H}}^*(E/B)$ "uber
  ${\op{H}}^*(E/G)$ ein freier Modul vom Rang $n!$ ist.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Ich h"atte gerne, da"s mir mal ein Student in einer Bachelorarbeit
  durchsortiert, bis auf welche Torsion das bei anderen Gruppen
  genauso geht. Es geht dabei in etwa darum, die Arbeit
  \glqq Invariants des groupes de Weyl et torsion\grqq\ von
  Michel Demazure in die hier verwendete Sprache zu "ubersetzen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
  Seien $C$ ein kommutativer Integrit"atsbereich
  und $W$ eine endliche Gruppe von Automorphismen von $C$ und
  $A\subset C^W$ ein Teilring des Invariantenrings derart, da"s
  $C$
als $A$-Modul von $\leq|W|$ Elementen erzeugt wird. 
  So gilt $A=C^W$ und $C$ ist frei "uber $C^W$ vom Rang $|W|$.\label{LeCV} 
\end{Lemma}
\begin{proof}
Da wir jeden Bruch so erweitern k"onnen, da"s sein
  Nenner
  $W$-invariant ist,
  ist jedes Erzeugendensystem des $C^W$-Moduls $C$ auch ein
  Erzeugendensystem des $\op{Quot}(C^W)$-Vektorraums  $\op{Quot}(C)$ und
  wir haben 
  $\op{Quot}(C^W)\sira (\op{Quot}C)^W$, vergleiche  \eref{PIU}{AL}.
  Nach unserem Satz \eref{ZH}{AL}
  "uber Galoiserweiterungen durch Gruppenoperationen 
  ist andererseits $\op{Quot}(C)$ ein $(\op{Quot}C)^W$-Vek\-tor\-raum
  der Dimension $|W|$. 
  H"atten wir nun $A\neq C^W$, so w"are unser Erzeugendensystem von $C$
  "uber $A$ 
  ein linear abh"angiges Erzeugendensystem von $C$ als $C^W$-Modul
  und damit ein linear abh"angiges Erzeugendensystem von $\op{Quot}(C)$ als $(\op{Quot}C)^W$-Vektorraum. Das steht jedoch im Widerspruch zu unserer Erkenntnis,
  da"s dieser Vektorraum die Dimension $|W|$ haben mu"s. So folgt
  $A=C^W$. In derselben Weise folgt, da"s unser Erzeugendensystem
  frei gewesen sein mu"s und genau $|W|$ Elemente hatte.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologieringe der komplex projektiven R"aume}]
  Die Kohomologiegruppen der komplex projektiven R"aume kennen wir
  bereits aus \eref{KGrP}{TG}.\label{KRPa} Hier berechnen wir
  nun ihren Kohomologiering.
  Wir betrachten dazu die Sph"are $E=S^{2a+1}\subset \DC^{a+1}$ und
  das $S^1$-B"undel $\pi:S^{2a+1}\ra \DP^a\DC$. Es ist offensichtlich orientierbar
  und  beide m"oglichen Wahlen einer Orientierung liefern uns eine
  Klasse $c\in {\op{H}}^{2}(\DP^a\DC)$ derart, da"s
  die Multiplikation mit dieser Klasse Isomorphismen
  $${\op{H}}^{0}(\DP^a\DC) \sira {\op{H}}^{2}(\DP^a\DC)\sira \ldots \sira {\op{H}}^{2a}(\DP^a\DC)$$ induziert und ebenso
Isomorphismen
$$0={\op{H}}^{-1}(\DP^a\DC) \sira {\op{H}}^{1}(\DP^a\DC)\sira \ldots \sira {\op{H}}^{2a-1}(\DP^a\DC)$$
Insgesamt  erhalten wir so einen Isomorphismus
$\DZ[c]/\langle c^{a+1}\rangle\sira {\op{H}}^{*}(\DP^a\DC)$ mit $c$ homogen
vom Grad Zwei. Die beiden m"oglichen Wahlen der Orientierung f"uhren dabei zu zwei 
Erzeugern, von denen der eine das Negative des anderen ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: Kreisgruppe}] Sei $E$ ein zusammenziehbarer
  oder auch nur schwach garbenazyklischer Raum mit einer topologisch freien
  Operation der Kreisgruppe $S^1$.
  So ist die Projektion $E\ra E/S^1$ ein orientierbares Sph"arenb"undel
  und  jede Wahl einer Orientierung der Kreislinie $S^1$
liefert eine damit vertr"agliche Orientierung unseres Sph"arenb"undels.
F"ur die zugeh"orige Eulerklasse\label{KKKl} 
$c\in {\op{H}}^{2}(E/S^1)$ liefert die
  Multiplikation mit $c$ Isomorphismen 
   $$\DZ\sira{\op{H}}^{0}(E/S^1) \sira {\op{H}}^{2}(E/S^1)\sira {\op{H}}^{4}(E/S^1)\sira\ldots $$  und ebenso
Isomorphismen
$$0={\op{H}}^{-1}(E/S^1) \sira {\op{H}}^{1}(E/S^1)\sira {\op{H}}^{3}(E/S^1)\sira \ldots $$
Insgesamt erhalten wir so einen Isomorphismus
$\DZ['c]\sira {\op{H}}^{\ast}_{S^1}(\op{top})$ von graduierten Ringen
mit $c$ homogen vom Grad Zwei.
\end{Beispiel}
  
\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: Spingruppe}] Sei $E$ ein zusammenziehbarer
  oder auch nur schwach garbenazyklischer Raum mit einer topologisch freien
  Operation der Spingruppe $\op{SU}(2)$.
  Wir wissen aus \eref{QDR}{LA2}, da"s diese Gruppe hom"oomorph
  ist zur Sph"are $S^3$. Dieselbe Argumentation wie f"ur
  die Kreisgruppe liefert dann einen Isomorphismus
$\DZ['d]\sira {\op{H}}^{\ast}_{\op{SU}(2)}(\op{top})$ von graduierten Ringen
  mit $d$ homogen vom Grad Vier und eindeutig bestimmt als eine
  Eulerklasse durch die Wahl einer %topologischen
  Orientierung der
  Spingruppe.
\end{Beispiel}

\begin{Satz}[\textbf{Kohomologie  klassifizierender R"aume: 
unit"are Gruppen}]
  Die Kohomologie ${\op{H}}^{*}_{{\op{U}}(n)}(\op{top})$ des
klassifizierenden Raums der unit"aren Gruppe ${\op{U}}(n)$ ist
  ein Polynomring in  Erzeugern\label{KkuG}  
  $a_1,a_2,\ldots,a_n$ mit $\op{grad}(a_i)=2i$.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Wir stehen hier vor der Schwierigkeit,
  da"s wir die graduierte Kommutativit"at des
  garbentheoretischen Kohomologierings
  erst in \eref{KoGK}{TSF} zeigen.
  F"ur den Kohomologiering des mit Hilfe der  Milnor-Konstruktion
  konstruierten  klassifizierenden Raums\label{gko} 
   ${\op{B}}G$ einer offenlokal zusammenziehbaren Gruppe $G$ 
  k"onnen wir diese graduierte Kommutativit"at aber bereits
  aus unseren Vergleichss"atzen mit der singul"aren Kohomologie \ref{AICP} 
  unter Verwendung von \eref{MiKok}{TG} ableiten.
\end{Bemerkungl}
  



%\begin{Bemerkungl}
%  Beim Beweis  sehen wir zus"atzlich, wie f"ur
%  ${{\op{U}}}(n)\subset \op{GL}(n;\DC)$ die Wahl einer Orientierung auf $\DC$
%  dazu genutzt werden kann, die Erzeuger eindeutig festzulegen.
%  Allerdings greifen wir dabei streng genommen der Entwicklung der Theorie vor und verwenden bereits das externe Produkt der lokalen Kohomologie
%  \ref{expl}, um aus topologischen Orientierungen zweier Mannifaltigkeiten eine topologische Orientierung ihres Produkts zu machen. 
%\end{Bemerkungl}
\begin{proof}  Der Fall $n=0$ ist unproblematisch und
  wir nehmen  $n\geq 1$ an und  behandeln den Fall
  $n=1$ der Kreisgruppe gleich nocheinmal mit.
  Wir bemerken zun"achst, da"s ${\op{U}}(n-1)$ topologisch frei auf
  ${\op{U}}(n)$ operiert, wenn wir es etwa durch $A\mapsto \op{diag}(1,A)$
  einbetten. Das ist leicht explizit zu sehen und
  gilt auch sehr viel allgemeiner f"ur abgeschlossene Untergruppen von Liegruppen, wie etwa in \eref{QuKo}{ML} ausgef"uhrt wird.
  Bezeichne nun $E\pdef {\op{E}}{\op{U}}(n)$ die Milnorkonstruktion.
  Dann ist $E/{\op{U}}(n-1)\sra E/{\op{U}}(n)$ eine Faserung mit Faser
  ${\op{U}}(n)/{\op{U}}(n-1)\cong S^{2n-1}\subset \DC^n$.
  Man sieht leicht, da"s sie
  orientierbar ist. % mit der im Sinne von \ref{orES} von der
  %Orientierung von $\DC^n$ induzierten Orientierung auf den Fasern.
  Da die Basis dieser Faserung mit einer Induktion "uber $n$ keine 
  ungerade Kohomologie hat, folgern wir aus der Gysinsequenz, da"s die Multiplikation mit
  der zugeh"origen
  Eulerklasse $a_n\in {\op{H}}^{2n}(E/{\op{U}}(n))$  und das
  Zur"uckholen f"ur alle $q$ 
  kurze exakte Sequenzen 
 $${\op{H}}^{q}(E/{\op{U}}(n))\hra{\op{H}}^{q+2n}(E/{\op{U}}(n))\sra {\op{H}}^{q+2n}(E/{\op{U}}(n-1))$$ liefern.
 Das zeigt die Behauptung.
\end{proof}
%\label{GySe}


\begin{Bemerkungw} Auch die 
  K"unnethformeln sind in der Garbenkohomologie
  nicht so einfach zu haben und wir zeigen die
  hier ben"otigten Formeln rein garbenkohomologisch erst in \eref{KuFEF}{TSF}. 
  Mit unseren Vergleichss"atzen zur singul"aren Kohomologie 
  liefern aber  auch nach der K"unnethformel
  \eref{KFK}{TS} der singul"aren Kohomologie
    die R"uckz"uge \eref{zAEQ}{TG} unter den Projektionen
    zusammen mit dem cup-Produkt\label{KueFF}
    f"ur je zwei Liegruppen $G,H$ derart, da"s
    alle Kohomologiegruppen ${\op{H}}^q({\op{B}}G)$ der ersten
    freie endlich erzeugte
  abelsche Gruppen sind,
  einen Isomorphismus
  $${\op{H}}^*_G(\op{top})\bar{\otimes} {\op{H}}^*_H(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})$$
  Gegeben ein Torus ${\op{T}}(n)\pdef (S^1)^n$ folgt aus dem
  Fall $n=1$ nach \ref{KKKl} und unserer Vorbemerkung \ref{gko},
  da"s f"ur jede Wahl eines Erzeugers $z\in {\op{H}}^2_{S^1}(\op{top})$
  dessen R"uckz"uge unter den Projektionen unseres Produkts auf seine
  Faktoren Klassen $z_1,\ldots,z_n\in {\op{H}}^2_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ liefern 
  mit $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$$
  Aus \eref{OiA}{TG} folgt, da"s das Zur"uckholen\label{AQU}  ${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\ra
  {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ unter der Einbettung ${\op{T}}(n)
  \hra{{\op{U}}}(n)$ als Diagonalmatrizen in den Invarianten unter der
  symmetrischen Gruppe landet.
  In \ref{RchK} zeigen wir, da"s diese Abbildung einen Isomorphismus
  $${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira \DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}$$
  mit dem Ring der symmetrischen Polynome liefert. %In \ref{??} zeigen wir
  %zus"atzlich, da"s darunter bei geeignet spezifizierten Orientierungen der
  %jeweiligen Sph"arenb"undel 
  %unser  $a_i$ auf das $i$-te elementarsymmetrische Polynom in den $z_i$
  %abgebildet wird.
\end{Bemerkungw}





\subsection{Charakteristische Klassen und Produkte}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivariante Kohomologie als Trennfunktor}]
  Bezeichne $\op{Topog}$\index{Topog@$\op{Topog}$ R"aume mit Gruppenoperation} 
  die Kategorie der
  topologischen R"aume mit
  Operation einer topologischen Gruppe. Aus dem
  nicht-"aquivarianten Fall \ref{gGKSF} 
  folgt unmittelbar, da"s auch die "aquivariante Kohomologie
   $(G{\ssearrow}X)\mapsto {\op{H}}^*_G(X)$ aus \eref{zAEQ}{TG} einen Trennfunktor
   $${\op{H}}^*:\curlywedge{\op{Topog}}\ra \op{sgAb}^{\op{opp}}$$
   liefert, dessen Effekt auf Trennungen durch das
   \glqq Produkt der R"uckz"uge\grqq\ gegeben wird.
\end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Charakteristischer Homomorphismus}]
Gegeben $G$ eine topologische Gruppe und $X$ ein
topologischer Raum und $E$
 ein $G$-Torsor auf $X$ erinnere ich daran, wie
wir in \eref{mcK}{TG} den charakteristischen Homomorphismus
$${\op{C}}_E:{\op{H}}^*_G(\op{top})\ra  {\op{H}}^*(X)$$ erkl"art hatten als die 
Komposition\label{MuCK} 
${\op{H}}^*_G(\op{top})\ra {\op{H}}^*_G(E)\sira {\op{H}}^*(X)$
des "aquivarianten Zur"uckholens l"angs der konstanten Abbildung
mit dem Inversen des Quotientenisomorphismus
${\op{H}}^*(X)\sira {\op{H}}^*_G(E)$.
    \end{Bemerkungl}



  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Charakteristische Klassen und Produkt}]
   Gegeben  $X$ ein topologischer
   Raum und topologische Gruppen $G,H$ und
   auf $X$ sowohl ein $G$-Torsor $E$ als auch ein $H$-Torsor $F$ ist
   $E\times_X F$ ein $(G\times H)$-Torsor in offensichtlicher Weise und
   wir erhalten in $\op{Topog}$ ein kommutatives Diagramm\label{ckp} 
   $$\begin{array}{ccccc}
  G{\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & G{\ssearrow}E&\ra& 1{\ssearrow}X\\[2mm]
  \ua &&\ua&&\|\\[2mm]
   (G\times H){\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & (G\times H){\ssearrow}(E\times_XF)&\ra& 1{\ssearrow}X  \\[2mm]
  \da &&\da&&\|\\[2mm]
   H{\ssearrow}{\op{top}}&\leftarrow & H{\ssearrow}F&\ra& 1{\ssearrow}X
\end{array}
$$
   Wenden wir darauf "aquivariante Kohomologie an, so folgt
   die Kommutativit"at des Diagramms
   $$\begin{array}{ccc}
     {\op{H}}^*_G(\op{top})\bar\otimes {\op{H}}^*_H(\op{top})&\ra&{\op{H}}^*(X)\bar\otimes {\op{H}}^*(X)\\
     \da&&\da\\
     {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})&\ra&{\op{H}}^*(X)
   \end{array}$$
   mit den durch R"uckzug und Produkt gegebenen Vertikalen und
   den durch unsere  charakteristischen Homomorphismen gegebenen
   Horizontalen. In Formeln ausgedr"uckt gilt also
   ${\op{C}}_E(a){\op{C}}_F(b)={\op{C}}_{E\times F}(a\times b)$
   mit der Notation $a\times b\pdef \op{pr}_1^*(a)\op{pr}_2^*(b)$ f"ur den
   Effekt der linken Vertikale.
  \end{Bemerkungl}


  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologieringe klassifizierender R"aume und Produkte}]
    Jede Liegruppe $G$ ist  offenlokal zusammenziehbar und dasselbe folgt
    mit \eref{MiKok}{TG} f"ur die Milnorkonstruktion ${\op{E}}G$ und
    den klassifizierenden Raum ${\op{B}}G$.
Gegeben Liegruppen $G,H$ derart, da"s
    alle Kohomologiegruppen ${\op{H}}^q({\op{B}}G)$ der ersten
    freie endlich erzeugte
  abelsche Gruppen sind,
  liefert   das Kreuzprodukt der Kohomologie
 nach der
  K"unnethformel \ref{KuFEF}  einen Isomorphismus\label{KKPr} 
  $${\op{H}}^*_G(\op{top})\bar{\otimes} {\op{H}}^*_H(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{G\times H}(\op{top})$$
  \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Chern'sche Klassen}]  Gegeben ein Torus ${\op{T}}(n)\pdef (S^1)^n$ liefern nach \ref{KKPr} f"ur jede Wahl eines Erzeugers $z\in {\op{H}}^2_{S^1}(\op{top})$
  dessen R"uckz"uge unter den Projektionen unseres Torus auf seine
  Faktoren Klassen $z_1,\ldots,z_n\in {\op{H}}^2_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$ 
  mit $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n)}(\op{top})$$
Nach \ref{RchK} liefert weiter der R"uckzug
  unter der Einbettung ${\op{T}}(n)
  \hra{{\op{U}}}(n)$ der Diagonalmatrizen in die unit"aren Matrizen  einen Isomorphismus
  ${\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})\sira {\op{H}}^*_{{{\op{T}}}(n)}(\op{top})^{\mathcal S_n}$.
Insgesamt erhalten wir so einen Isomorphismus 
$$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n} \sira {\op{H}}^*_{{{\op{U}}}(n)}(\op{top})
$$
Ebenso erhalten wir auch f"ur die entsprechenden komplexen Gruppen Isomorphismen $\DZ['z_1,\ldots,z_n]\sira {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DC)}(\op{top})$ und  $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}\sira{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})$$
Nach \eref{SyP}{AL} haben wir nun  $\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}=\DZ['s_1,s_2,\ldots,s_n]$ f"ur $s_q$ das $q$-te elementarsymmetrische Polynom in den $z_i$. Dies Polynom 
$s_q$ ist homogen vom Grad $q$ in den $z_i$ und bereits
sein Bild $c_q\in {\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})$ unter dem
obigen Isomorphismus hei"st manchmal die\label{ChKl}  
{\bf $q$-te Chern'sche Klasse}.
Gegeben ein ${\op{GL}}(n;\DC)$-Hauptfaserb"undel $E$
auf einem Raum $X$ erkl"art man dann seine
{\bf $q$-te Chern'sche Klasse}\index{Chern'sche Klasse} durch die Vorschrift
$$c_q(E)\pdef {\op{C}}_E(c_q)\in {\op{H}}^{2q}(X)$$ f"ur 
${\op{C}}_E:{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})\ra {\op{H}}^{*}(X)$ den
\hyperref[MuCK]{charakteristischen Homomorphismus}. 
Die Chern'schen Klassen eines komplexen Vektorb"undels $V$ 
werden schlie"slich erkl"art als $c_q(V)\pdef c_q(E)$ mit
$E=E_V$ dem  zugeh"origen
$\op{GL}(n;\DC)$-Torsor alias dem Rahmenb"undel von $V$
mit den Fasern $\op{Hom}_\DC(\DC^n,V_x)$ und der
hoffentlich offensichlichen Topologie. %aus \eref{VTZZ}{FeldZus}.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein $n$-dimensionales komplexes Vektorb"undel $V$ auf einem
  Raum $X$ vereinbaren wir $c_0(V)\pdef 1$ und erkl"aren die
  {\bf totale Chern'sche Klasse}\index{Chern'sche Klasse!totale}\index{c@$c_*(V)$ totale Chern'sche Klasse} 
   $c_*(V)\in{\op{H}}^*(X)$ von $V$  durch die Vorschrift $$c_*(V)\pdef c_0(V)+c_1(V)+c_2(V)+\ldots+c_n(V)\in{\op{H}}^*(X)$$
\end{Bemerkungl}

  
\begin{Lemma}
  F"ur die totale Chern'schen Klasse der direkten Summe von zwei  komplexen Vektorb"undeln
   gilt 
    im Kohomologiering der Basis die
    \emph{\bf Whitney'sche Summenformel}\index{Whitney!Summenformel} 
$$c_*(V\oplus W)=c_*(V)c_*(W)$$
\end{Lemma}

\begin{proof}
 Die elementarsymmetrischen Polynome
 $s_q\in\DZ[z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}$ k"onnen charakterisiert werden
 durch 
  die Identit"at
  $$(1+z_1)(1+z_2)\ldots(1+z_n)=1+s_1+s_2+\ldots +s_n$$
  zusammen mit der Eigenschaft, da"s $s_q$ homogen ist vom Grad $q$.
  Erkl"aren  wir unseren Ausdruck als das \glqq totale symmetrische Polynom\grqq\ $s_*(z_1,\ldots,z_n)$, so gilt f"ur $l+m= n$ mithin
  $s_*(z_1,\ldots,z_n)=s_*(z_1,\ldots,z_l)s_*(z_{l+1},\ldots,z_n)$. 
Sei nun $X$ die Basis unserer B"undel. Bezeichnet
 $D$ das Rahmenb"undel von $V\oplus W$, so  haben wir per definitionem $s_*(z_1,\ldots,z_n)\mapsto c_*(V\oplus W)$
unter der Komposition $$\DZ['z_1,\ldots,z_n]^{\mathcal S_n}\stackrel{\sim}{\longrightarrow}{\op{H}}^*_{{{\op{GL}}}(n;\DC)}(\op{top})
\stackrel{{\op{C}}_D}{\longrightarrow}{\op{H}}^*(X)$$
 Jetzt betrachten wir f"ur $l+m=n$  das kommutative Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
    {{\op{T}}}(l;\DC)\ar[r] & {{\op{GL}}}(l;\DC)\\
{{\op{T}}}(l;\DC)\times {{\op{T}}}(m;\DC)\ar[d]\ar[u]\ar[r] & {{\op{GL}}}(l;\DC)\times {{\op{GL}}}(m;\DC) \ar[u]\ar[d]^\phi\\
{{\op{T}}}(n;\DC) \ar[r] & {{\op{GL}}}(n;\DC)
}
\end{displaymath}
mit den jeweiligen Projektionen als Pfeile nach oben und dem
\glqq Zusammenblocken\grqq\ $\phi:(A,B)\mapsto\op{diag}(A,B)$
als Pfeile nach unten.
Zus"atzlich betrachten  nocheinmal dasselbe Diagramm
mit $m$ statt $l$ in der oberen Horizontale.
Gehen wir zu den Kohomologieringen der jeweiligen klassifizierenden
R"aume "uber, so ergibt sich ein  weiteres kommutatives Diagramm, das  mit
unseren ausgezeichneten Isomorphismen isomorph wird zum Diagramm
\begin{displaymath}
  \xymatrix{
   \DZ[z_1,\ldots,z_l]\ar[d] & \DZ[z_1,\ldots,z_l]^{\mathcal S_l}\ar[d]\ar[l]\\
 \DZ[z_1,\ldots,z_l]\otimes \DZ[w_{1},\ldots, w_m] & \DZ[z_1,\ldots,z_l]^{\mathcal S_l}\otimes \DZ[w_{1},\ldots, w_m]^{\mathcal S_m}\ar[l]\\
\DZ[z_1,\ldots z_n] \ar[u] &\DZ[z_1,\ldots z_n]^{\mathcal S_n}\ar[l]\ar[u]
}
\end{displaymath}
 mit der Umbenennung von $z_{l+1},\ldots, z_n$ zu
 $w_1,\ldots, w_m$ bei beiden Pfeilen nach oben.
 Im analogen Fall mit $m$ statt $l$ gilt Analoges.
Sind nun $E,F$ die Rahmenb"undel von $V$ und $W$, so haben wir
offensichtlich $D\cong \phi_*(E\times F)$ und damit 
\begin{displaymath}\begin{array}{llll}
  c_*(V\oplus W)&=&{\op{C}}_{D}(s_*(z_1,\ldots,z_n))&\text{per definitionem}\\[1mm]
        &=&{\op{C}}_{\phi_*(E\times F)}(s_*(z_1,\ldots,z_l)s_*(z_{l+1},\ldots,z_n))&\text{nach  vorigem}\\[1mm]
  &=&{\op{C}}_{E\times F}(s_*(z_1,\ldots,z_l)\times s_*(w_{1},\ldots,w_m))&\text{nach \eref{ckg}{TG}}\\[1mm]
 &=&{\op{C}}_{E}(s_*(z_1,\ldots,z_l)){\op{C}}_{ F} (s_*(w_{1},\ldots,w_m))&\text{nach \ref{ckp}}\\[1mm]
 &=&c_*(V)c_*(W)&\text{per definitionem.}
\end{array}
\qedhere\end{displaymath}
\end{proof}

\begin{Bemerkungw}[\textbf{Stiefel-Whitney-Klassen}]
  Nun  arbeiten wir mit Koeffizienten in $\mathbb F_2=\DZ/2\DZ$
  und mit reellen Gruppen.
  Dann liefert explizite Rechnung einen Isomorphimus
  $\mathbb F_2['x_1,\ldots,x_n]\sira
  {\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$
  mit Variablen vom Grad Eins und
  R"uckzug liefert wieder
  $\mathbb F_2['x_1,\ldots,x_n]^{\mathcal S_n}\sira {\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$, da dieselbe Ar\-gu\-men\-ta\-tion wie zuvor
  zeigt, da"s sich  zwischendrin homologisch  nichts wegk"urzen kann, sonst
  br"auchte  ${\op{H}}^*_{{\op{T}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ als Modul "uber ${\op{H}}^*_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ zu viele Erzeuger. Dann
  wiederholt man alle Argumente.
  Das Bild des $q$-ten elementarysmmetrischen Polynoms $s_q$ in ${\op{H}}^q_{{\op{GL}}(n;\DR)}(\op{top};\mathbb F_2)$ hei"st in diesem Fall die
  {\bf $q$-te Stiefel-Whitney-Klasse}.\label{SWKl} 
  Ebenso kann man im Fall
  ${\op{GL}}(n;\mathbb H)$ vorgehen, in dem wir die sogenannten
  {\bf Pontrjagin-Klassen}\index{Pontrjagin-Klasse} mit $\DZ$-Koeffizienten
  in allen durch Vier teilbaren Graden 
  erhalten.
\end{Bemerkungw}

 \newpage















MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM


 
\section{Anwendungen und Vergleichss"atze}



\subsection{Anwendung auf Mannigfaltigkeiten}
\begin{Bemerkungl} Ich erinnere daran, da"s wir eine $n$-Mannigfaltigkeit
  erkl"art hatten als einen Hausdorffraum, der lokal hom"oomorph ist zu
  $\DR^n$. Zus"atzliche Voraussetzungen wie abz"ahlbar basiert oder parakompakt
  fordern wir explizit, wenn sie gebraucht werden.  Wir erkl"aren eine
  {\bf Filtrierfaltigkeit}\index{Filtrierfaltigkeit} oder genauer
  {\bf $n$-Filtrierfaltigkeit} nach \eref{kkkV}{TG}
  als einen lokal kompakten Hausdorffraum $X$,\label{dFiV} der eine Filtrierung
 $$X=X^{{\leq n}}\supset X^{{\leq n-1}}\supset\ldots\supset X^{{\leq 0}}
 \supset \emptyset =X^{{\leq -1}}=X^{{\leq -2}}=\ldots$$ durch abgeschlossene
 Teilmengen besitzt derart, da"s $X^{{\leq q}}\backslash X^{{\leq q-1}}$
 jeweils eine $q$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}[\textbf{Filtrierfaltigkeiten sind lesb}]
  Gegeben eine $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ besitzt jede
  abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ eine Aufl"osung
  $\mathcal F\hra \mathcal G_0\ra\ldots \ra\mathcal G_{n-1}\sra \mathcal K_{n}$
  der L"ange $n$ durch kompaktweiche Garben $G_0,\ldots,\mathcal G_{n-1}, \mathcal K_{n}$,\label{kwAm}   
  ja jede von
  einer Filtrierfaltigkeit ausgehende stetige Abbildung in einen Hausdorffraum
  ist lesb. 
\end{Lemma}
\begin{proof} Bezeichne $\mathcal K_i\subset \mathcal G_i$ die Kerne in einer
  beliebigen Aufl"osung durch kompaktweiche Garben und insbesondere
  $\mathcal K_0=\mathcal F$. Die Randoperatoren
  der entsprechenden
  langen exakten
  Sequenzen liefern f"ur alle $U\co M$ Isomorphismen $${\op{H}}_!^1(U;\mathcal K_{n}) \sira {\op{H}}_!^2(U;\mathcal K_{n-1})\sira \ldots\sira {\op{H}}_!^{n+1}(U;\mathcal F)$$
  Nach  \eref{kkkV}{TG}
  ist die Gruppe  ganz rechts Null. Wir folgern
  ${\op{H}}_!^1(U;\mathcal K_{n})=0$ f"ur alle $U\co M$ und nach "Ubung \eref{kwil}{TG}
  ist damit $\mathcal K_{n}$ kompaktweich. 
\end{proof}

\begin{Lemma}
Auf einem abz"ahlbar basierten lokal kompakten Hausdorffraum sind alle 
kompaktweichen abelschen Garben weich.\label{kww} 
\end{Lemma}
\begin{proof} 
Sei $X$ unser Raum. Wir finden eine "Uberdeckung von $X$ durch eine 
aufsteigende Folge $K_0\subset K_1\subset\ldots$ von Kompakta derart,
da"s sogar gilt 
$K_i\subset K_{i+1}^\circ$ f"ur alle $i$. Seien nun $\mathcal F$ unsere
kompaktweiche Garbe und $Z\As X$ abgeschlossen und 
$s\in \Gamma(Z;\mathcal F)$ ein Schnitt "uber $Z$.
Sicher k"onnen wir $s|(K_0\cap Z)$ zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_0\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$ ausdehnen.
Dann k"onnen wir 
den Nullschnitt auf $K_0$ mit dem Schnitt 
$(s-g_0)$ auf $K_1\cap Z$ verkleben zu einem Schnitt
$s_1$ auf $K_0\cup (K_1\cap Z)$ und k"onnen diesen ausdehnen 
zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_1\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$.
Dann gilt $s=g_0+g_1$ auf $K_1\cap Z$ und $g_1=0$ auf $K_0$.
Dann k"onnen wir 
den Nullschnitt auf $K_1$ mit dem Schnitt 
$s-g_0-g_1$ auf $K_2\cap Z$ verkleben
zu einem Schnitt
$s_2$ auf $K_1\cup (K_2\cap Z)$ und k"onnen diesen ausdehnen 
zu einem globalen Schnitt
mit kompaktem Tr"ager $g_2\in\Gamma_!(X;\mathcal F)$.
Dann gilt $s=g_0+g_1+g_2$ auf $K_2\cap Z$ und $g_2=0$ auf $K_1$.
So machen wir immer weiter. Da alle $g_{i+1}$ jeweils auf $K_i$ verschwinden
und kompakten Tr"ager haben, ist die Summe
$\tilde s\pdef \sum_{i=0}^\infty g_i$ ein sinnvoll definierter globaler Schnitt 
$\tilde s\in \Gamma(X;\mathcal F)$. Nach Konstruktion setzt er unseren 
Schnitt $s$ fort.
\end{proof}

\begin{Proposition}[\textbf{Kohomologie oberhalb der Dimension}] 
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ und
  eine abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ gilt\label{phqnk}
  $$q>n\;\;\RA \;\;{\op{H}}^q(M;\mathcal F)=0$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Nach \ref{kwAm} besitzt $\mathcal F$ eine kompaktweiche Aufl"osung der
  L"ange $n$. Nach \ref{kww} besteht sie 
  aus weichen Garben. Nach
  \eref{waz}{TG} sind weiche Garben $\Gamma$-azyklisch
  auf parakompakten R"aumen.
  Nach \eref{KrPar}{TG} schlie"slich ist $M$ parakompakt. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Kohomologie oberhalb der Dimension plus Eins}]
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit und eine abgeschlossene Teilmenge   $C\As M$
  folgt aus dem Verschwinden der Kohomologie oberhalb der Dimension \ref{phqnk} mit der langen exakten Sequenz der lokalen Kohomologie \eref{LEslk}{TG}
  sofort\label{hKab} 
  $$q>n+1\;\RA \;{\op{H}}^q_C(M;\mathcal F)=0$$  
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma} Gegeben eine abz"ahlbar basierte $n$-Filtrierfaltigkeit
  $M$ besitzt jede
  abelsche Garbe $\mathcal F$ auf $M$ eine Aufl"osung
  $\mathcal F\hra \mathcal G_0\ra\ldots \ra\mathcal G_{n}\sra \mathcal K_{n+1}$
  der L"ange $n+1$ durch welke Garben
  $\mathcal G_0,\ldots,\mathcal G_{n},\mathcal K_{n+1}$.\label{wAm}  
\end{Lemma}
\begin{proof} Bezeichne $\mathcal K_i\subset \mathcal G_i$ die Kerne in einer
  beliebigen Aufl"osung durch welke Garben. Die Randoperatoren
  der entsprechenden
  langen exakten
  Sequenzen liefern f"ur alle $C\As M$ Isomorphismen $${\op{H}}_C^1(M;\mathcal K_{n+1}) \sira {\op{H}}_C^2(M;\mathcal K_{n})\sira \ldots\sira {\op{H}}_C^{n+2}(M;\mathcal F)$$
  Nach \ref{hKab} ist die Gruppe  ganz rechts Null. Wir folgern
  ${\op{H}}_C^1(M;\mathcal K_{n+1})=0$ f"ur alle $C\As M$ und nach der langen exakten Sequenz der lokalen Kohomologie \eref{LEslk}{TG}  ist damit $\mathcal K_{n+1}$ welk. 
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben eine  $n$-Filtrierfaltigkeit $M$ und $i:C\hra M$ die Einbettung
  einer lokal abgeschlossenen Teilmenge hat $i^{(!)}$ endliche
  homologische Rechtsdimension $\leq n+1$.\label{hRdz}  
\end{Proposition}
\begin{proof} Es reicht zu zeigen, da"s f"ur jede abz"ahlbar basierte offene Teilmenge
  $U\co M$ mit $C\cap U\As U$ der Funktor $i^{(!)}$ f"ur $i: (C\cap U)\hra  U$
  endliche
  homologische Rechtsdimension $\leq n+1$ hat. Nach \eref{rzwU}{TG}
  k"onnen seine Rechtsderivierten jedoch mit welken Aufl"osungen berechnet werden. So folgt die Proposition aus Lemma \ref{wAm}.
\end{proof}



  \begin{Lemma}
    F"ur die konstante Abbildung
  $c:E\ra \op{top}$ eines endlichdimensionalen reellen affinen Raums
  auf einen Punkt und alle $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$  einen Isomorphismus\label{esL} 
  $$c_*c^*G\sira c_*c^!c_!c^*G$$  
  \end{Lemma}
  \begin{Bemerkungw} In \ref{qret} zeigen wir st"arker, da"s  die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$ sogar einen Isomorphismus 
  $c^*G\sira c^!c_!c^*G$ induziert.
  \end{Bemerkungw}
  \begin{proof}
    Wir wissen aus \eref{kkRn}{TG},
    da"s $c_!\DZ_E$ in $\op{Der}(\op{Ab})$ eine Einheit
    im Sinne von \eref{EIIp}{TSK} ist. Wir wissen aus \ref{kwAm}, da"s $E$ lesb ist, so da"s uns f"ur $c$ die Projektionsformel auf der vollen derivierten Kategorie zur Verf"ugung steht.  
    Die Isomorphismen $c_!c^*G\sira c_!(\DZ_E\otimes c^*G)
    \sira (c_!\DZ_E)\otimes G$ zum Tensorprodukt mit dem Einsobjekt gefolgt
    vom Isomorphismus  der Projektionsformel \ref{ProjFF} in der
    voll verflochtenen Trennaustauschsituation der derivierten
    Modulgarben \ref{tzGG} zeigen damit,
    da"s $c_!c^*$ eine "Aquivalenz von Kategorien ist.
  Dasselbe gilt f"ur den adjungierten Funktor $c_*c^!$. Also ist
  die Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $G\sira c_*c^!c_!c^*G$. Dieser Isomorphismus  faktorisiert 
  als $G\ra c_*c^*G\ra c_*c^!c_!c^*G$ mit den von den Einheiten der
  Adjunktionen $(c^*,c_*)$ und $(c_!,c^!)$ herr"uhrenden Morphismen.
  Der erste dieser Morphismen ist ein Isomorphismus nach \ref{zgsaf}.
  Also ist auch der zweite  dieser Morphismen ein Isomorphismus.
  \end{proof}





  
  \begin{Lemma}
    F"ur $i: \op{top}\hra E$ die Einbettung eines  Punktes
    in einen endlichdimensionalen reellen affinen Raum und
    $c:E\ra \op{top}$ die konstante Abbildung und
    $ G\in \op{Der}(\op{Ab})$ beliebig induziert die Koeinheit der Adjunktion
    einen Isomorphismus\label{kDdh} 
    $$c_!i_!i^!c^*G\sira c_!c^*G$$
  \end{Lemma}
  \begin{proof} Ist $G$ ein in einem einzigen homologischen
    Grad konzentrierter Komplex, so hatten wir
  das bereits in \ref{kioM} in anderen Notationen und unter der Annahme $\op{dim}E\geq 1$ bewiesen. Im Fall $\op{dim}E=0$ ist die Behauptung eh trivial. Damit ist die Proposition bewiesen f"ur den Fall, da"s $G$ in einem
  Grad konzentriert ist. Mit d\'evissage folgt sie sofort
  f"ur $G\in \op{Der}^{\op{b}}(\op{Ab})$.
  Nun bilden beide Seiten $\op{Der}^{\geq r}(\op{Ab})$
  in sich selber ab
  und  $\op{Der}^{\leq r}(\op{Ab})$ in $\op{Der}^{\leq r+n+1}(\op{Ab})$
   beziehungsweise st"arker  $\op{Der}^{\leq r+n}(\op{Ab})$  wegen \ref{hRdz} 
   beziehungsweise \eref{phq}{TG} und unseren Erkenntnissen \eref{UbDe}{TD}
   zum Derivieren homologisch rechtsendlicher Funktoren. 
   Die zu festem $q$ von unserem Morphismus auf $\mathcal H^q$ induzierte
   Abbildung "andert sich also nicht, wenn wir erst zu $\tau^{\leq q}G$ und dann zu $\tau^{\geq q-n-1}\tau^{\leq q}G$ "ubergehen. Mithin ist sie 
   f"ur alle $q$ und alle $G$ ein Isomorphismus.
  \end{proof}



\begin{Lemma}
  Gegeben  $j:D\hra E$ die Einbettung einer offenen konvexen nichtleeren
  Teilmenge in einen endlichdimensionalen reellen affinen Raum
  und $c:E\ra\op{top}$ die konstante Abbildung  und  $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus\label{qrjt} 
  $$c_!j_!j^!c^*G\sira c_!c^*G$$  
\end{Lemma}
\begin{proof} Sei $i:\op{top}\ra D$ die Einbettung eines Punktes.
  Wir betrachten  die Komposition $c_!j_!i_!i^!j^!c^*G\ra c_!j_!j^!c^*G\ra c_!c^*G$ mit den durch Koeinheiten der Adjunktionen gegebenen Morphismen.
  Wegen $j^!=j^*$ und \ref{kDdh} ist hier der erste Morphismus
  ein Isomorphismus. Mit einer zweiten Anwendung von \ref{kDdh} ist
  auch die Verkn"upfung ein Isomorphismus. Das Lemma folgt.
\end{proof}
  \begin{Proposition}
   F"ur die konstante Abbildung
  $c:E\ra \op{top}$ eines endlichdimensionalen reellen affinen Raums
  auf einen Punkt und alle $G\in \op{Der}(\op{Ab})$ induziert die Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$  einen Isomorphismus\label{qret} 
  $$c^*G\sira c^!c_!c^*G$$  
  \end{Proposition}
  \begin{Bemerkungw} Eine relative Version dieser Aussage zeigen wir in \ref{rzGG}.
  \end{Bemerkungw}
\begin{Bemerkungl}\label{KIGl}
  F"ur $G=\DZ$ und $\op{dim}E=n$ liefert uns das  insbesondere
  einen Isomorphismus  
  $\underline{E}\sira c^! {\op{H}}_!^n(E)[-n]$ und damit $\underline{E}\otimes {\op{H}}_!^n(E)^*[n]\sira \omega_E $.
\end{Bemerkungl}

 \begin{proof}
 Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKK} 
  reicht es zu zeigen, da"s 
  f"ur jede Einbettung  $j:D\hra E$ einer nichtleeren konvexen offenen Teilmenge
  unser Morphismus einen Isomorphismus
  $c_*j_*j^! c^* G\sira c_*j_*j^!c^!c_! c^* G$ liefert.
  Nach \eref{KompADs}{TG} f"allt nun aber der von der
  Einheit der Adjunktion induzierte Morphismus $j^! \RA j^!c^!c_!$ zusammen
  mit der aus  Einheiten und Koeinheiten von Adjunktionen
  gebildeten Komposition $$j^!\RA (cj)^! (cj)_! j^!\siRa j^!c^! c_!j_! j^!\RA j^!c^! c_!$$
Wir wissen aus  \ref{qrjt}, da"s  hier 
  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
  $c_!j_!j^! c^* G\sira c_! c^* G$ liefert.
  Das bedeutet, da"s der dritte dieser Pfeile einen Isomorphismus
  liefert, wenn wir ihn auf $c^*G$ anwenden.
  Die ganze Komposition liefert also einen Isomorphismus
  auf $c^*G$ bei Nachschalten von $c_*j_*$ genau dann, wenn ihr
  erster Pfeil das tut. Das aber ist gerade die Aussage von Lemma \ref{esL}
  angewandt auf $cj$.  
 \end{proof}
% \begin{proof}
% Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKK} 
%  reicht es zu zeigen, da"s unsere Einheit der Adjunktion
%  f"ur jede konvexe offene Teilmenge $D\co E$ mit der Einbettung 
%  $j:D\hra E$ Isomorphismen $c_*j_*j^! c^* G\sira c_*j_*j^!c^!c_! c^* G$ liefert.
%  Sie m"ogen in \ref{isOOK} pr"ufen, da"s  in dieser Situation
%  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
%  $c_!j_!j^! c^* G\sira c_! c^* G$ liefert. F"ur $G$ eine abelsche
%  Gruppe wissen wir das bereits aus \eref{lkkk}{TG}.
%  Nach \eref{KompADs}{TG} f"allt nun aber der von der
%  Einheit der Adjunktion induzierte Morphismus $j^! \RA j^!c^!c_!$ zusammen
%  mit der aus  Einheit und Koeinheit von Adjunktionen
%  gebildeten Komposition $$j^!\RA (cj)^! (cj)_! j^!\siRa j^!c^! c_!j_! j^!\RA j^!c^! c_!$$ Wir wissen nach dem Vorhergehenden bereits, da"s der letzte dieser Pfeile einen Isomorphismus
%  liefert, wenn wir ihn auf $c^*G$ anwenden.
%  Der erste Pfeil liefert also unter $c_*j_*$
%  einen Isomorphismus auf  $c^*G$ genau dann,
%  wenn die Komposition einen Isomorphismus auf  $c^*G$ liefert.
%Da $D$ hom"oomorph ist zu $E$, reicht es also zu zeigen, da"s 
%f"ur $c$ selber die Adjunktion  einen Isomorphismus
%  $$c_*c^* G\sira c_*c^!c_!c^*G$$
%  induziert.
%  Die Projektionsformel liefert
%  Isomorphismen $c_!c^*G\sira c_!(\DZ_E\otimes c^*G)\sira (c_!\DZ_E)\otimes G$.
%%  Sie zeigen, da"s $c_!c^*$ eine "Aquivalenz von Kategorien ist.
%  Dasselbe gilt f"ur den adjungierten Funktor $c_*c^!$ und zeigt, da"s
%  die Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
%  $G\sira c_*c^!c_!c^*G$ ist. Andererseits zeigt \ref{zgsaf}, da"s
%  die Einheit der Adjunktion $(c^*,c_*)$  einen Isomorphismus 
%  $G\sira c_*c^*G$ liefert. Zusammen folgt wie gew"unscht, da"s die
 % Einheit der Adjunktion $(c_!,c^!)$ einen Isomorphismus
 % $c_*c^*G\sira c_*c^!c_!c^*G$ induziert.  
%\end{proof}



\begin{Beispiel}[\textbf{Dualisierende Garbe einer Mannigfaltigkeit}] 
  Gegeben eine $n$-Mannigfaltigkeit $M$
  konstruieren wir einen Isomorphismus,\label{dGmg} den {\bf Dua\-li\-sie\-rungs\-iso\-mor\-phis\-mus}\index{Dualisierungsisomorphismus}\index{p@${\op{p}}_M$ Dualisierungsisomorphismus}
  $${\op{p}}_M:\omega_M\sira \op{or}_M[n]$$
  ihrer dualisierenden Garbe %\nichtfinal{(Notationskonflikt zum Fundamentalzykel, den sollte ich $[M]$ notieren)}
  mit der 
  Orientierungsgarbe aus \eref{orGG}{TG}, verschoben in das Negative der Dimension.
  Dazu gehen wir von der Erkenntnis aus, da"s $\omega_M[-n]$
  nach  \ref{KIGl} eine gew"ohnliche Garbe ist, und
betrachten weiter f"ur $U\co M$ hom"oomorph
  zu $\DR^n$ den  Isomorphismus
  $(\omega_M[-n])(U)\sira {\op{H}}_!^n(U;\DZ)^\ast$ aus \ref{KIGl}.
  So erhalten wir einen Isomorphismus der
  Restriktionen beider Garben
  auf die durch die fraglichen Mengen $U$ gegebene Basis der Topologie. Unsere verallgemeinerte Garbifizierung aus \eref{MGTk}{TG} 
  zeigt dann, da"s er von genau einem Isomorphismus der urspr"unglichen
  Garben herkommen mu"s.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Dualisierende Garbe einer Randfaltigkeit}] 
  Gegeben eine $n$-Randfaltigkeit $M$ und $i:\partial M\hra M$
  die abgeschlossene Einbettung ihres Randes und $j:M^\circ\hra M$
  die offene Einbettung seines Komplements betrachten wir
  das ausgezeichnete Dreieck
  $i_!i^!\omega_M\ra \omega_M\ra j_*j^*\omega_M\ra[1]$.
  Wir k"onnen es umschreiben zu einem ausgezeichneten Dreieck
  $i_\ast \omega_{\partial M}\ra \omega_M\ra j_*\omega_{M^\circ}\ra[1]$
  und folgern die Beschreibung
  $\omega_M=\op{Keg}(j_*{\op{or}}_{M^\circ}\ra i_\ast \DZ_{\partial M})[n-1]$
  der dualisierenden Garbe unserer Randfaltigkeit $M$ als
  verschobener Kegel eines
  Morphismus von Garben $j_*{\op{or}}_{M^\circ}\ra i_\ast \DZ_{\partial M}$.
  Nun wird der Leser etwa durch Einschr"ankung auf den Fall eines
  Halbraums unschwer zeigen k"onnen, da"s der fragliche Morphismus unter
  $i^\ast$ ein Isomorphismus wird. So folgt $i^*\omega_M=0$ und 
  das  ausgezeichnete Dreieck
  $j_!j^!\omega_M\ra \omega_M\ra i_*i^*\omega_M\ra[1]$ liefert damit einen
  Isomorphismus 
  $$j_!{\op{or}}_{M^\circ}[n]\sira \omega_M$$
  Dasselbe gilt auch f"ur Eckfaltigkeiten, die   sich ja topologisch
  nicht von Randfaltigkeiten unterscheiden.
\end{Beispiel}

\subsubsection*{"Ubungen}

\begin{Ubung}
  Gegeben eine lokal konstante abelsche Garbe $\mathcal F$
   mit endlich erzeugten Halmen auf einer Mannigfaltigkeit $X$
  ist der kanonische Morphismus ein Isomorphismus\label{BidF}
  $$\mathcal F\sira \mathbb D_X\mathbb D_X\mathcal F$$
\end{Ubung}




\subsection{Mannigfaltiger Eigr"uckzug}

\begin{Bemerkungl}
Gegeben ein topologischer Raum  $Y$ und ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$ der Dimension  $d\pdef\op{dim}E$ und die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$ erhalten wir mit Basiswechsel und \eref{kkRn}{TG}  Isomorphismen\label{thl} 
$$c_!\DZ_{E\times Y}%\sira c_!c^*\DZ_{Y}
\sira c_!\op{pr}_E^*\DZ_{E}\sira
\op{pr}_Y^* \op{fin}_!\DZ_{E}\sira \op{pr}_Y^*  ({\op{H}}_!^d(E))[-d]\cong \DZ_{Y}[-d]$$
Der letzte dieser Isomorphismen ist unkanonisch. Es geht uns aber
an dieser Stelle
nur um die Erkenntnis,
da"s alle unsere Objekte Einheiten von $\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$  sind. 
 \end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
  Gegeben ein topologischer Raum  $Y$  und
  ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$
  ist f"ur die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$  und beliebiges $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
   die Einheit der Adjunktion stets ein\label{rzGG} 
  Isomorphismus $$c^*\mathcal G\sira c^!c_!c^*\mathcal G$$
\end{Lemma}


\begin{Bemerkungl}
 Wir wissen aus der Projektionsformel, da"s
 $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und
 mit \ref{thl} weiter zum Funktor $\DZ_{ Y}[-d]\otimes$.
 Das Lemma liefert uns damit die Existenz eines
 Isomorphismus   $c^!\DZ_Y\cong \DZ_{E\times Y}[d]$
  f"ur $d=\op{dim}E$\label{erzk}  und  sogar  einen expliziten
  Isomorphismus $c^!\DZ_Y\sira \DZ_{E\times Y}[d]\otimes {\op{H}}_!^d(E)^*$.
\end{Bemerkungl} 
\begin{proof}
  Nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV}
  reicht es zu zeigen, da"s unsere Einheit der Adjunktion
  f"ur jede nichtleere konvexe offene Teilmenge
  $D\co E$  und die zugeh"orige Einbettung
  $j:D\times Y\hra E\times Y$ 
  Isomorphismen $c_*j_*j^*c^*\mathcal G\sira
  c_*j_*j^*c^!c_!c^*\mathcal G$ liefert.
  Hierf"ur k"onnen wir die im Fall eines
  einpunktigen Raums $Y$ in \ref{qret} gegebene
  Argumentation kopieren,
  sobald wir zeigen k"onnen, da"s
auch  in dieser Situation
  die Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
  $$c_!j_!j^! c^* \mathcal G\sira c_! c^* \mathcal G$$ liefert.
  Das aber d"urfen wir halmweise an jedem Punkt $y\in Y$
  pr"ufen und mit Basiswechsel folgt es so aus der bereits beim Beweis von \ref{qret} gezeigten Aussage im Fall eines einpunktigen Raums $Y$.
  Jetzt kann die Argumentation wie in \ref{qret}
  weiterlaufen. Da $D$ hom"oomorph ist zu $E$, 
   reicht es zu zeigen, da"s unsere 
  Abbildung f"ur alle $Y$
  einen Isomorphismus $c_*c^*\mathcal G\sira c_*c^!c_!c^*\mathcal G$
  induziert.
  Wir wissen aber aus der Projektionsformel, da"s
  $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und damit
  nach \ref{thl}
  eine "Aquivalenz von Kategorien. Also ist auch der adjungierte Funktor
  $c_*c^!$ eine "Aquivalenz von Kategorien und die
  Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $\mathcal G\sira c_*c^!c_!c^*\mathcal G$. Da"s andererseits auch die
  Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $\mathcal G\sira c_*c^*\mathcal G$ ist, wissen wir bereits aus
  \ref{zgsaf}. Das Lemma folgt.
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben ein topologischer Raum  $Y$  und
  ein endlichdimensionaler reeller affiner Raum $E$
  ist f"ur die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$  und beliebiges $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
   die Koeinheit der Adjunktion stets ein\label{rzlG} 
  Isomorphismus $$ c_!c^!\mathcal G\sira \mathcal G$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Aus dem vorherigen Lemma wissen wir, da"s die Einheit der
  Adjunktion einen Isomorphismus $c^*\mathcal G\sira c^!c_!c^*\mathcal G$ liefert. Aus der Dreiecksidentit"at wissen wir, da"s
  die Komposition  $c_!c^*\mathcal G\sira c_!c^!c_!c^*\mathcal G\ra  c_!c^*\mathcal G$ mit dem von der Koeinheit der Adjunktion induzierten zweiten
  Morphismus die Identit"at ist. Also induziert die Koeinheit  der Adjunktion
  stets einen Isomorphismus  $c_!c^!c_!c^*\mathcal G\sira  c_!c^*\mathcal G$. 
  Wie beim vorigen Beweis bemerkt wissen aber aus der Projektionsformel, da"s
  $c_!c^*$ isomorph ist zum Funktor $(c_!\DZ_{E\times Y})\otimes $ und damit
  nach \ref{thl}
  eine "Aquivalenz von Kategorien.
\end{proof}
\begin{Definition}
  Eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ hei"st
  {\bf mannigfaltig von der relativen Dimension $d$}\index{mannigfaltig!stetige Abbildung} oder kurz {\bf $d$-mannigfaltig},
  wenn sie separiert ist und
  es f"ur jeden Punkt $x\in X$ ein kommutatives Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
V\times\DR^d\;\ar[d] \ar@{^{(}->}[r] &X\ar[d]^f\\
V\; \ar@{^{(}->}[r] & Y
}
\end{displaymath}
gibt mit offenen Einbettungen in den Horizontalen und $x$ im Bild
der oberen Horizontale. Sie hei"st {\bf mannigfaltig}, wenn es $d\in\DN$ gibt
derart, da"s unsere Abbildung $d$-mannigfaltig ist.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
  Eine $0$-mannigfaltige Abbildung ist dasselbe wie eine
  separierte \'etale Abbildung.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Offensichtlich ist jede mannigfaltige Abbildung les 
  und  f"ur eine  $d$-man\-nig\-fal\-ti\-ge Abbildung ist
  jede ihrer Fasern eine $d$-Mannig\-faltigkeit.
  Nach dem Verschwinden hoher kompakter Kohomologie
  bei Mannigfaltigkeiten \eref{phq}{TG} und 
  les-Basiswechsel ist also jede mannigfaltige Abbildung
  lesb. Nach \ref{erzk} ist f"ur  $f:X\ra Y$ eine $d$-mannigfaltige
  Abbildung der Komplex
  $f^!\DZ_Y[-d]$ eine abelsche Garbe auf $X$, die lokal frei ist vom
  Rang Eins. Wir nennen sie die {\bf relative Orientierungsgarbe}\index{Orientierungsgarbe!relative}\label{roG}
  und notieren sie
  $$\op{or}_f=\op{or}_{X/Y}\pdef f^!\DZ_Y[-d]$$
  Ist die relative Orientierungsgarbe isomorph zur konstanten Garbe $\DZ_X$,
  so nennen wir unsere mannigfaltige Abbildung {\bf orientierbar}\index{orientierbar!mannigfaltige Abbildung} und
  die Wahl eines Isomorphismus $\op{or}_f\sira \DZ_X$ alias
  $f^!\DZ_Y\sira \DZ_X[d]$ 
  eine {\bf Orientierung von $f$}.\index{Orientierung!von mannigfaltiger Abbildung} F"ur jede $0$-man\-nig\-fal\-ti\-ge
  alias separierte \'etale Abbildung
  haben wir in \ref{etsep}  bereits eine
  ausgezeichnete Orientierung angegeben. Ist $Y$ ein Einpunktraum, so
  entspricht sie derjenigen Orientierung auf einer $0$-Mannigfaltigkeit alias
  diskreten Menge, die jedem Punkt die Orientierung $+1$ zuweist. 
\end{Bemerkungl}











\begin{Satz}[\textbf{Schreir"uckzug unter mannigfaltigen Abbildungen}]
  Im Fall einer
  mannigfaltigen Abbildung $f:X\ra Y$ induziert unser  Morphismus aus 
  \ref{fter} f"ur alle $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
  Isomorphismen\label{glRZ}
  $$f^!\DZ_Y\otimes f^*\mathcal G\sira f^! \mathcal G$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} Wir haben in \ref{fMru} diskutiert, warum dieser
   Morphismus im Fall einer trennverflochtenen
  Trennaustauschsituation f"ur starres $\mathcal G$ stets ein Isomorphismus
  ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Gegenbeispiel zur R"uckzug-Schreir"uckzug-Formel}]
 F"ur die Einbettung  $f:\op{pt}\ra Y$  des Ursprungs
  in die reelle Zahlengerade $Y\pdef \DR$ und $\mathcal G=\prod_{n}\DZ_{(-1/n,1/n)\subset\DR}$ das Produkt der Ausdehnungen durch Null auf immer
  kleineren offenen Intervallen um den Ursprung, so ist $f^!\mathcal G$
  ein abz"ahlbares
  Produkt von Kopien von $\DZ[-1]$, da $f^!$ mit Produkten vertr"aglich ist,
  aber  $f^!\underline{Y}\otimes f^*\mathcal G$ ist eine abz"ahlbare Summe
  von Kopien von $\DZ[-1]$. In diesem Fall haben wir also
  $f^!\underline{Y}\otimes f^*\mathcal G\not\cong f^!\mathcal G$. 
\end{Beispiel}
 \begin{proof} Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit
  d"urfen wir annehmen, da"s unsere mannigfaltige Abbildung $f$ die Projektion
  $c:E\times Y\ra Y$ ist f"ur einen endlichdimensionalen reellen affinen
  Raum $E$.  In diesem Fall ist schon mal die Koeinheit der
  Adjunktion ein Isomorphismus $c_!c^!\DZ_Y\sira \DZ_Y$ nach \ref{rzlG}. 
  Wir k"onnen also von
  einem Isomorphismus $$c_!(c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G)\sira c_!c^!\DZ_Y\otimes \mathcal G\sira \DZ_Y\otimes \mathcal G\sira\mathcal G$$
  ausgehen und m"ussen zeigen, da"s er unter 
  der Adjunktion  einem Isomorphismus
  $c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G\sira c^!\mathcal G$ entspricht.
  Nach \ref{erzk} ist $c^!\DZ_Y\cong \DZ_{E\times y}[d]$ und nach \ref{rzGG}
  gibt es folglich $\mathcal E$ mit
  $c^!\mathcal E\cong (c^!\DZ_Y\otimes c^*\mathcal G)$, denn die rechte Seite
  liegt damit im wesentlichen Bild von $c^*$. 
  Jeder Isomorphismus $c_!(c^!\mathcal E)\sira \mathcal G$ entspricht aber
  in der Tat unter der Adjunktion einem Isomorphismus  $c^!\mathcal E\sira c^!\mathcal G$, denn wir k"onnen die von der Ajunktion induzierte
  Abbildung verstehen als die Komposition
  $$(c^!\mathcal E)\ra c^!c_!(c^!\mathcal E)\sira c^! \mathcal G$$
  mit dem von der Einheit der Adjunktion induzierten  
  Morphismus links und dieser linke Morphismus ist ein Isomorphismus, da die
  Komposition $c^!\mathcal E\ra c^!c_!c^!\mathcal E\ra c^!\mathcal E$
  die Identit"at ist nach den Dreiecksidentit"aten und
  die Koeinheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $c_!c^!\mathcal E\sira \mathcal E$ nach \ref{rzlG}. 
 \end{proof}

\newpage
 
 \nichtfinal{\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und externes Produkt}]
     Gegeben seien lesb-R"aume $X,Y$. Wir nehmen an, da"s $X,Y$ und $X\times Y$
     starre dualisierende Garben haben und da"s
     jeder Punkt eine offene Umgebung bagazyklisch?
     homologisch auch bagazyklisch?
       starren dualisierenden Garben
     und der Eigenschaft, da"s 
   ist der Morphismus aus \ref{SruB} f"ur alle $\mathcal F\in \op{Der}_{/Y}$ und
   $\mathcal G\in \op{Der}_{/Z}$ ein Isomorphismus
   $$ f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G\sira
   (f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$ Soll jedenfalls f"ur Variet"aten erf"ullt sein!
   \end{Proposition}
 }
 \begin{proof}
   Gegeben $(x,y)\in X\times Y$ finden wir nach Annahme
   eine bagazyklische und basazyklische offene Umgebung $U\co X$ von
   $x$ und $V\co Y$ von $y$. Da ein Morphismus der derivierten Kategorie
   abelscher Garben,
   der auf den Halmen Isomorphismen
   induziert, bereits ein Isomorphismus sein mu"s, d"urfen wir ohne
   Beschr"ankung der Allgemeinheit annehmen,
   da"s $X$ und $Y$ selber bereits bagazyklisch
   und basazyklisch sind.
\end{proof}

 
 \begin{Korollar}[\textbf{Schreir"uckzug und externes Produkt}]
   Gegeben mannigfaltige Abbildungen $f:X\ra Y$ und $g:W\ra Z$
   ist der Morphismus aus \ref{SruB} f"ur alle $\mathcal F\in \op{Der}_{/Y}$ und
   $\mathcal G\in \op{Der}_{/Z}$ ein Isomorphismus
   $$ f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G\sira
   (f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$
 \end{Korollar}
 \begin{proof}
   Es reicht zu zeigen, da"s unser Morphismus unter Einschr"ankung auf
   die Teilmengen einer offenen "Uberdeckung von $X\times Y$
   Isomorphismen induziert. So ziehen wir uns auf den Fall zur"uck,
   da"s $f:\DR^m\times Y\ra Y$ und $g:\DR^n\times Z\ra Z$ jeweils
   die Projektionen sind. Nach \ref{roG} ist $f^!\DZ_Y$
   bis auf eine Gradverschiebung isomorph zur konstanten Garbe und
   nach \ref{glRZ} folgt $f^!\cong f^*[m]$ und ebenso  $g^!\cong g^*[n]$
   und  $(f\times g)^!\cong (f\times g)^*[m+n]$.
   Da $f\times g$ garbenazyklisch ist nach  \ref{zgsaf}, gibt es also schon mal
   ein Objekt  $\mathcal H$ mit  $(f\times g)^!\mathcal H \cong f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G$.
   Das hinwiederum bedeutet, da nach \ref{rzlG} die Koeinheit der
   Adjunktion in diesem Fall eine Isotransformation
   $(f\times g)_!(f\times g)^!\siRa \op{id}$ ist,
   da"s wir nur zeigen m"ussen, da"s unser Morphismus unter $(f\times g)_!$
   ein Isomorphismus
   $$(f\times g)_!( f^!\mathcal F \boxtimes g^! \mathcal G)\sira
   (f\times g)_!(f \times g)^{! } (\mathcal F \boxtimes \mathcal G) 
   $$
   wird. Der Schreivorschub kommutiert jedoch nach \ref{VexP} mit dem
   Boxprodukt und die Behauptung folgt. 
 \end{proof}
 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Einheiten in Trennaustauschsituationen}]
   Sei
  eine voll trennverflochtene Trennaustauschsituation  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset
  \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ mit
  einem finalen Objekt der Basis $\op{pt}\in \mathscr T$ gegeben. 
  F"ur  eine Einheit $u\in\mathscr G_{/{\op{pt}}}$ 
  und $X\in\mathscr T$ und $\mathcal F\in \mathscr G_{/X}$ vereinbaren wir
   die  abk"urzende Notation 
   $$\mathcal F[u]\pdef (\op{fin}_X^*u)\otimes \mathcal F$$
   und erhalten Isomorphismen $f_!(\mathcal F [u])\sira (f_!\mathcal F) [u]$
   und  $f^*(\mathcal G [u])\sira (f^*\mathcal G) [u]$ und
   $(\mathcal F\otimes\mathcal G)[u]\sira \mathcal F\otimes(\mathcal G[u])$
   mit einer Vielzahl von Vertr"aglichkeiten, die wir nicht ausschreiben.
   Existieren die Adjungierten, so m"ussen sie genauso mit $[u]$
   vertauschen, da wir $u$ als
   Einheit angenommen haben. Wir erhalten so Isomorphismen
   $f^!(\mathcal G [u])\sira (f^!\mathcal G) [u]$ und
   $f_*(\mathcal F [u])\sira (f_*\mathcal F) [u]$ und 
$$(\mathcal F[-u]{\Rrightarrow}\mathcal G)\sira(\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)[u]\sira (\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G[u])$$
   mit der Notation $[-u]$ f"ur die inverse Einheit und   einer
   noch viel gr"o"seren Zahl von Vertr"aglichkeiten. Wir schreiben sie 
   genausowenig aus, da sie bei Bedarf leicht aus der Axiomatik
  einer Trennverflechtung  abgeleitet werden k"onnen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Abstrakte Orientierungen}] Sei 
   $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine Trennaustauschsituation
  mit voller Trennverflechtung und Adjungierten und finalem Objekt $\op{pt}$
  der Basis. Wir nennen einen
  Morphismus der Basis $f:X\ra Y$ {\bf orientierbar},
  wenn er ein Schreimorphismus ist und es eine
  Einheit $u\in \mathscr G_{/{\op{pt}}}$ gibt mit 
  $f^!\underline{Y}\cong \underline{X}[u]$.
  Eine Wahl eines derartigen
  Isomorphismus $\omega:f^!\underline{Y}\sira \underline{X}[u]$
  nennen wir eine {\bf $[u]$-Orientierung von $f$} und notieren so ein
  Datum $$(f;u)=(f;u,\omega):X\ra Y$$
  Gegeben ein weiterer orientierter Schreimorphismus
  $(g;v):Y\ra Z$ 
  erhalten wir eine $[u+v]$-Orientierung von $g f$ in offensichtlicher
  Weise, die {\bf Verkn"upfungsorientierung}.\index{Verkn"upfungsorientierung}  Ist umgekehrt $gf$ eine
  Komposition von zwei Schreimorphismen und sind eine $[v]$-Orientierung
  auf $g$ sowie eine $[w]$-Orientierung auf $gf$ gegeben, so erhalten wir
   aus der Komposition\label{abOR} 
  $f^!\underline{Y}[v]\sila f^!g^!\underline{Z}\sira  (gf)^!\underline{Z}
   \sira \underline{X}[w]$ eine $[w-v]$-Orientierung auf $f$.
   Wir nennen sie die {\bf relative Orientierung von $f$}.\index{Orientierung eines Schreimorphismus!relative}
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Orientierung f"ur
      Abbildungen von Mannigfaltigkeiten}]
Zum Beispiel erh"alt jede stetige Abbildung $f:X\ra Y$
von orientierten Mannigfaltigkeiten der Dimensionen
$\op{dim}X=m$ und $\op{dim}Y=n$ eine
  $[m-n]$-Orientierung,  indem wir die vorhergehenden "Uberlegungen
  in der voll verflochtenen Trennaustauschsituation \ref{tzGG} 
  auf $Z=\op{top}$ und die Einheiten $\DZ[d]\in\op{Der}(\op{Ab}_{/{\op{top}}})$
  f"ur $d\in\DZ$ anwenden. In der Tat gilt f"ur 
  $a:X\ra \op{pt}$ und $b:Y\ra \op{pt}$ ja $fb=a$ und f"ur $a$ und $b$
  liefert die jeweilige Orientierung
  \ref{dGmg} Isomorphismen $a^!\underline{\op{pt}}\sira
  \underline{X}[m]$ und   $b^!\underline{\op{pt}}\sira\underline{Y}[n]$. 
\end{Beispiel}


\subsection{Sucht noch seinen Platz}

\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und Basiswechsel}]
  Seien $S$ offenlokal bag\-azyk\-lisch und
  $f:X\ra Y$  lesb.
  Bezeichne $\op{pr}_X:S\times X\ra X$ beziehungsweise
  $\op{pr}_Y:S\times Y\ra Y$
   die Projektionen.
  So ist die Transformation aus \ref{FleB} alias \ref{Erii}
  eine Isotransformation\label{rzT} 
  $$\op{pr}_X^* f^!\siRa  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*$$
\end{Proposition}

\begin{proof} Gegeben $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ reicht es 
  nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV} zu zeigen,
  da"s f"ur jede Einbettung  $j:U\hra S$ einer
  bagazyklischen offenen Teilmenge unsere Transformation
  einen Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_*(j\times\op{id})^* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_* (j \times \op{id})^*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert.
 Das l"auft darauf hinaus zu zeigen, wenn wir kurzerhand
  $S$ statt $U$ schreiben um die bisherige Notation verwenden zu k"onnen, 
  da"s f"ur $S$ bagazyklisch unsere Transformation einen
  Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert. Dieser Morphismus pa"st jedoch in ein kommutatives Diagramm
    \begin{displaymath}
\xymatrix{
(\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G \ar[r] & (\op{pr}_{X})_*  (\op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G \\ f^!\mathcal G 
 \ar[r]^-\sim\ar[u]_\wr &f^!  (\op{pr}_{Y})_*\op{pr}_Y^*\mathcal G\ar[u]_\wr
}
    \end{displaymath}
    mit Koeinheiten der Adjunktion ausgehend von links unten,
    die wegen $S$ bagazyklisch Isomorphismen sind, und einem
    adjungierten  Basiswechsel in der rechten Vertikale, der vom selben
    Basiswechsel herkommt wie die obere Horizontale. 
\end{proof}
\newpage
\begin{Proposition}[\textbf{Schreir"uckzug und garbenguter Basiswechsel NEU}]
  Sei $pg=fq$ ein kartesisches Diagramm topologischer R"aume
  mit $f,g$ lesb und $p,q$ garbengut. 
  So ist die Transformation aus \ref{FleB} alias \ref{Erii}
  eine Isotransformation\label{rzT} 
  $$q^* f^!\siRa  g^! p^*$$
\end{Proposition}

\begin{proof} Wir arbeiten mit dem kartesischen Quadrat 
   \begin{displaymath}
\xymatrix{
  W \ar[d]^g\ar[r]^q & X \ar[d]^f\\
  Z\ar[r]^p &Y
}
    \end{displaymath}
 Gegeben $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ reicht es 
  nach dem Verschwindungskriterium \ref{VersKV} zu zeigen,
  da"s jeder Punkt $w\in W$ ein Fundamentalsystem von offenen
  Umgebungen $U$ hat derart, da"s f"ur $j$ die Einbettung der
  fraglichen Umgebung unser Morphismus einen Isomorphismus
   $$\op{fin}_* j^*q^* f^!\mathcal G\siRa \op{fin}_* j^* g^! p^*\mathcal G$$
  induziert. Jede Umgebung von $w$ l"a"st sich nun wie beim Beweis von
  \ref{rzGG} verkleinern zu einer
  offenen Umgebung der Gestalt $C\times_YA$ mit $A\co X$ und $C\co Z$ 

Jede Umgebung von $w$ l"a"st sich nun verkleinern zu einer
  offenen Umgebung der Gestalt $C\times_YA$ mit $A\co X$ und $C\co Z$ 

  f"ur jede Einbettung  $j:U\hra S$ einer
  bagazyklischen offenen Teilmenge unsere Transformation
  einen Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_*(j\times\op{id})^* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_* (j \times \op{id})^*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert.
 Das l"auft darauf hinaus zu zeigen, wenn wir kurzerhand
  $S$ statt $U$ schreiben um die bisherige Notation verwenden zu k"onnen, 
  da"s f"ur $S$ bagazyklisch unsere Transformation einen
  Isomorphismus
  $$ (\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G\sira
  (\op{pr}_{X})_*  ( \op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G$$
  induziert. Dieser Morphismus pa"st jedoch in ein kommutatives Diagramm
    \begin{displaymath}
\xymatrix{
(\op{pr}_{X})_* \op{pr}_X^* f^!\mathcal G \ar[r] & (\op{pr}_{X})_*  (\op{id}\times f)^! \op{pr}_Y^*\mathcal G \\ f^!\mathcal G 
 \ar[r]^-\sim\ar[u]_\wr &f^!  (\op{pr}_{Y})_*\op{pr}_Y^*\mathcal G\ar[u]_\wr
}
    \end{displaymath}
    mit Koeinheiten der Adjunktion ausgehend von links unten,
    die wegen $S$ bagazyklisch Isomorphismen sind, und einem
    adjungierten  Basiswechsel in der rechten Vertikale, der vom selben
    Basiswechsel herkommt wie die obere Horizontale. 
\end{proof}
\begin{Korollar}[\textbf{Schreir"uckzug und externes Produkt}]
     Seien $S$ offenlokal bag\-azyk\-lisch und\label{Srp} 
  $f:X\ra Y$  lesb.
     Sind zus"atzlich  $\mathcal E\in \op{Der}(\op{Ab}_{/S})$ und
     $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ beide starr, so ist 
     der Morphismus aus \ref{SruB}  ein Isomorphismus
     $$\mathcal E\boxtimes f^!\mathcal G\sira
     (\op{id}\times f)^!(\mathcal E\boxtimes \mathcal G)$$
\end{Korollar}

\begin{proof} Wir notieren $\op{pr}_{A,B}:A\times B\ra B$ und
  $\op{pr}_{B,A}:A\times B\ra A$ die Projektionen.
    Die Starrheit von $\mathcal G$ und "Ubung \ref{fMru} mit Satz \ref{rzT}
  in der Mitte liefern
  Isomorphismen
  $$ (\op{id}{\times} f)^!\underline{S{\times} Y} \otimes  (\op{id}{\times} f)^*\op{pr}_{S,Y}^*\mathcal G\sira  (\op{id}\times f)^!\op{pr}_{S,Y}^*\mathcal G 
  \sila \op{pr}_{S,X}^* f^! \mathcal G $$
  Da tensorieren wir nun
  $\op{pr}_{X,S}^*\mathcal E$ davor. Vorne schreiben wir es um mit
 der Identifikation  $\op{pr}_{X,S}^*\mathcal E\sira  (\op{id}{\times} f)^*\op{pr}_{Y,S}^*\mathcal E$  und 
  erhalten Isomorphismen
  $$ (\op{id}{\times} f)^!\underline{S{\times} Y} \otimes  (\op{id}{\times} f)^*(\mathcal E\boxtimes\mathcal G)\sira \op{pr}_{X,S}^*\mathcal E\otimes (\op{id}\times f)^!\op{pr}_{S,Y}^*\mathcal G 
  \sila \mathcal E\boxtimes f^! \mathcal G $$
  Schlie"slich ist nach Annahme $\mathcal E$ starr, also auch
  $\mathcal E\boxtimes\mathcal G$, und indem wir die linke Seite
  mit "Ubung \ref{fMru} zur"uckverwandeln ergibt sich die Behauptung
  bis auf die Aussage,  da"s der im Beweis konstruierte Isomorphismus
  in der Tat mit dem in \ref{SruB} angegebenen Morphismus zusammenf"allt.
  Diese Pr"ufung m"ochte ich einem Studenten "uberlassen. 
\end{proof}


\begin{Korollar}[\textbf{Zweifacher Schreir"uckzug und externes Produkt}]
  Seien $f_1:X_1\ra Y_1$ und $f_2:X_2\ra Y_2$ lesb und
  $X_1,Y_2$ offenlokal bagazyklisch und $f_2^!\underline{Y_2}$ starr.
    So ist f"ur   $\mathcal G_i\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y_i})$ starr 
     der Morphismus aus \ref{SruB}  ein Isomorphismus\label{zfex} 
     $$f_1^!\mathcal G_1\boxtimes f_2^!\mathcal G_2\sira
     (f_1\times f_2)^!(\mathcal G_1\boxtimes \mathcal G_2)$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Man wende das vorhergehende Korollar \ref{Srp} zweimal an. Die Starrheit
  von $f_2^!\underline{Y_2}$ wird ben"otigt, um die Starrheit von
  $f_2^!\mathcal G_2$ zu zeigen, mit der dann die zweite Anwendung gelingt.
\end{proof}





\begin{Korollar}[\textbf{Dualisierende Garbe eines Produkts}]
     Seien $X,Y$ lesb-R"aume. Wir nehmen an, da"s $Y$ 
     eine starre dualisierende Garbe hat und offenlokal bagazyklisch ist.
     So 
   ist der Morphismus aus \ref{SruB}  ein Isomorphismus
   $$ \omega_X \boxtimes \omega_Y\sira
   \omega_{X\times Y}$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir wenden das vorhergehende Korollar \ref{zfex} an mit $X_1=X$ und $X_2=Y$
  und $Y_1=Y_2$ der Einpunktraum.
\end{proof}


\begin{Lemma}[\textbf{Verschwindung durch Dualit"at auf Mannigfaltigkeiten}]
  Gegeben eine Mannigfaltigkeit $X$ gilt f"ur jeden Komplex abelscher Garben
  $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ die Implikation\label{vkMF} 
  $$(\mathcal F{\Rrightarrow}\underline{X})=0\;\RA\; \mathcal F=0$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt mit Koeffizienten "uber jedem Kring,
  in dem es f"ur den Einpunktraum gilt, insbesondere Koeffizienten in
  Hauptidealringen und K"orpern, vergleiche \ref{dABGb}.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Seien $x\in X$ ein Punkt und 
   $i_x:\op{pt}\hra X$ seine Einbettung und $d$ die Dimension von $X$.
  Wir finden
  $$\begin{array}{llll}
  (\mathcal F{\Rrightarrow}\underline{X})=0&\RA& 
    i_{x}^!(\mathcal F{\Rrightarrow}\underline{X})=0&\\
    &\RA&(i_{x}^*\mathcal F{\Rrightarrow}i_{x}^!\underline{X})=0&\text{mit
      \ref{rVDe},}\\
    &\RA&(i_{x}^*\mathcal F{\Rrightarrow}\underline{\op{pt}})=0&\text{wegen
     $i_{x}^!\underline{X}\cong \underline{\op{pt}}[-d]$,}\\
    &\RA&i_{x}^*\mathcal F=0&\text{mit
      \ref{dABG}.}
  \end{array}$$
  Da das nun f"ur alle $x\in X$ gilt, mu"s jeder Repr"asentant von
  $\mathcal F$ ein halmweise
  exakter Komplex  sein, also ein exakter Komplex, was zu zeigen war.  
\end{proof}
\begin{Lemma}[\textbf{Verschwindung durch Dualit"at auf Filtrierfaltigkeiten}]
  Gegeben eine \hyperref[dFiV]{Filtrierfaltigkeit}
  $X$ gilt f"ur jeden Komplex abelscher Garben
  $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ die Implikation\label{VdDf} 
  $$\mathbb D_X\mathcal F=0\;\RA\; \mathcal F=0$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt mit Koeffizienten "uber jedem Kring,
  falls es f"ur den Einpunktraum gilt, insbesondere Koeffizienten in
  Hauptidealringen und K"orpern, vergleiche \ref{dABGb}.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
   Wir argumentieren durch Induktion "uber die Dimension und nehmen an,
  es sei $n\geq 0$ gegeben und das Lemma sei bereits bewiesen f"ur
  $(n-1)$-Filtrierfaltigkeiten. Im Fall $n=0$ ist das die leere Menge und
  in dem Fall ist es klar. Im allgemeinen finden  wir eine
  Zerlegung $X=U\sqcup Z$
  mit $U\co X$ einer $n$-Mannigfaltigkeit  und $Z\As X$ einer
  $(n-1)$-Filtrierfaltigkeit.  Bezeichne $j:U\hra X$ und $i:Z\hra X$
  die Einbettungen. Da $\omega_U$ bis auf Gradverschiebung lokal
  isomorph ist zu $\underline{U}$ und da nach \ref{gVRT} das interne Hom mit
  offenem R"uckzug vertauscht, folgt aus dem Verschwindungskriterium f"ur
  Mannigfaltigkeiten \ref{vkMF} bereits $j^*\mathcal F=0$ alias
  $j^!\mathcal F=0$ und das Gysin-Dreieck liefert einen Isomorphismus 
  $\mathcal F\sira i_*i^*\mathcal F$. Nun gilt $i_*=i_!$ und mit relativer
  Verdierdualit"at \ref{rVDe} 
  $$0=(\mathcal F{\Rrightarrow}\omega_X)= (i_!i^*\mathcal F{\Rrightarrow}\omega_X)= i_*(i^*\mathcal F{\Rrightarrow}i^!\omega_X)=i_*(i^*\mathcal F{\Rrightarrow}\omega_Z)$$
  Anwenden von $i^*$ impliziert $(i^*\mathcal F{\Rrightarrow}\omega_Z)=0$
  und die Induktionsannahme zeigt $i^*\mathcal F=0$ und zusammen $\mathcal F=0$
  wie gew"unscht. 
\end{proof}
\begin{Proposition}[\textbf{Verschwindungskriterium auf Filtrierfaltigkeiten}]
  Seien $X$ eine \hyperref[dFiV]{Filtrierfaltigkeit} und 
  $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ ein Komplex abelscher Garben auf $X$.
  Besitzt jeder Punkt $x\in X$ ein konfinales System offener Umgebungen
  $U\co X$ mit $c_!j^*\mathcal F=0$ f"ur $j:U\hra X$ die Einbettung und
  $c:U\ra \op{pt}$ die konstante Abbildung, so folgt\label{VeFi}  
   $$\mathcal F=0$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt mit Koeffizienten "uber jedem Kring,
  falls es f"ur den Einpunktraum gilt, insbesondere also mit Koeffizienten in
  Hauptidealringen und K"orpern, vergleiche \ref{dABGb}.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof} Wegen $\mathbb D c_!\cong c_*\mathbb D$
  und $\mathbb D j^*\cong j^!\mathbb D\cong j^*\mathbb D$ folgt
  aus dem Verschwindungskriterium \ref{VersKK} bereits $\mathbb D\mathcal F=0$
  sogar f"ur jeden lesb-Raum.
  Da $X$ eine Filtrierfaltigkeit ist, folgt aus der
  Verschwindung durch Dualit"at \ref{VdDf} weiter 
  $\mathcal F=0$.
\end{proof}
\begin{Lemma}[\textbf{Verschwindung auf Produkt mit Filtrierfaltigkeit}]
  Seien $X$ eine \hyperref[dFiV]{Filtrierfaltigkeit}, $Y$ ein
  topologischer Raum und 
  $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X\times Y})$. 
  Besitzt jeder Punkt $x\in X$ ein konfinales System offener Umgebungen
  $U\co X$ mit $\op{pr}_!(j\times\op{id})^*\mathcal F=0$ f"ur $j:U\hra X$ die Einbettung und\label{VPF} 
  $\op{pr}:U\times Y\ra Y$ die Projektion, so folgt 
   $$\mathcal F=0$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt mit Koeffizienten "uber jedem Kring,
  falls es f"ur den Einpunktraum gilt, insbesondere also mit Koeffizienten in
  Hauptidealringen und K"or\-pern, vergleiche \ref{dABGb}.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof} Gegeben $y\in Y$ und $i_y:\op{pt}\ra Y$ die zugeh"orige
  Einbettung haben wir ein kartesisches Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}
    X&\ra &X\times Y\\
    \da&&\da\\
    \op{pt}&\ra& Y
  \end{array}$$
  mit $i_y$ in der unteren Horizontale, dessen obere Horizontale
  wir $h_y$ notieren. Mit Basiswechsel und dem in  \ref{VeFi} behandelten
  Fall des Einpunktraums $Y$ 
  zeigen unsere Annahmen $h_y^*\mathcal F=0$. Da das f"ur alle $y\in Y$ gilt,
  folgt $\mathcal F=0$. 
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben eine offenlokal basazyklische Filtrierfaltigkeit $X$ und 
  ein beliebiger Raum $Y$ und $\op{pr}_Y:X\times Y\ra Y$ die Projektion
  ist f"ur alle $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ der 
  Morphismus aus \ref{fter} ein Isomorphismus
  $$\op{avf}:\op{pr}_Y^!\underline{Y}\otimes \op{pr}_Y^*\mathcal G\sira \op{pr}_Y^!\mathcal G$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt mit Koeffizienten "uber jedem Kring,
  falls es f"ur den Einpunktraum gilt, insbesondere also mit Koeffizienten in
  Hauptidealringen und K"or\-pern, vergleiche \ref{dABGb}.
  \nichtfinal{Sollte f"ur starres $\mathcal G$ eh immer gelten?} 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Nach \ref{VPF} und unseren Annahmen reicht es zu zeigen, da"s f"ur $X$
  bas\-azyk\-lisch der fragliche Morphismus einen Isomorphismus
  $$\op{pr}_{Y!}(\op{pr}_Y^!\underline{Y}\otimes
  \op{pr}_Y^*\mathcal G)\sira \op{pr}_{Y!}\op{pr}_Y^!\mathcal G$$
  induziert. Nach Annahme liefert aber die Koeinheit der Adjunktion einen
  Isomorphismus $\op{pr}_{Y!}\op{pr}_Y^!\mathcal G\sira \mathcal G$ und
  die linke Seite k"onnen wir mit der Projektionsformel
  umschreiben zu $(\op{pr}_{Y!}\op{pr}_Y^!\underline{Y})\otimes \mathcal G$
  und weiter zu $\underline{Y}\otimes \mathcal G$ und schlie"slich zu
  $\mathcal G$. Der Leser mag pr"ufen, da"s unter diesen Isomorphismen
  der urspr"ungliche Morphismus der Identit"at auf $\mathcal G$ entspricht.  
\end{proof}

\subsection{Schreiazyklische Morphismen}  
\begin{Definition}\label{azyS}
Eine lesb-Abbildung topologischer R"aume 
$f:X\ra Y$ hei"se
{\bf schreiazyklisch},\index{schreiazyklisch!stetige Abbildung} 
wenn f"ur  jeden
Komplex 
$\cal{F} \in \op{Der} (\op{Ab}_{/Y})$
die Koeinheit der Adjunktion
 ein  Isomorphismus 
$$f_!f^!\cal{F} \sira 
\cal{F}$$
ist. Sie hei"se  
{\bf basisfest  
schreiazyklisch}\index{basisfest!schreiazyklisch}\index{schreiazyklisch!basisfest} oder kurz {\bf basazyklisch},\index{basazyklisch} 
wenn sie unter jedem Basiswechsel eine 
schreiazyklische Abbildung liefert, wenn also in Formeln
f"ur jede stetige Abbildung 
$Z\ra Y$ die induzierte Abbildung 
$X\times _Y Z\ra Z$ schreiazyklisch ist.
Ein topologischer Raum $X$ hei"se 
{\bf schreiazyklisch}\index{schreiazyklisch!topologischer Raum}
beziehungsweise {\bf basisfest  
schreiazyklisch} oder kurz {\bf basazyklisch},
wenn die konstante Abbildung $X\ra\op{top}$ die entsprechende 
Eigenschaft hat.
\end{Definition}

\begin{Beispiel}
  Der $\DR^n$ ist basazyklisch f"ur alle $n\in\DN$ nach \ref{rzlG}.\label{rnBa} 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Wir nennen zwei lesb-Abbildungen $f,g:X\ra Y$ {\bf lesb-homotop},
  wenn es eine lesb-Abbildung $H:X\times \DR\ra Y$ gibt mit
  $f=H\circ i_0$ und $g=H\circ i_1$.
  Aus lesb-homotopen Abbildungen werden durch Vorschalten ebenso wie
  durch Nachschalten einer lesb-Abbildung  
  stets wieder lesb-homotope Abbildungen.
  Wir k"onnen so die Kategorie $\op{Hot}^{\op{lesb}}$ bilden mit
  topologischen R"aumen als Objekten und lesb-Abbildungen bis auf Homotopie
  als Morphismen. Ein Raum hei"se  {\bf lesb-zusammenziehbar}, wenn er
  in dieser Kategorie isomorph ist zum Einpunktraum. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Wir erinnern aus \ref{kwAm}, da"s jede stetige Abbildung
   einer Filtrierfaltigkeit in einen Hausdorffraum lesb ist. Eine
  Filtrierfaltigkeit ist insbesondere lesb-zu\-sam\-men\-zieh\-bar genau dann,
  wenn sie zusammenziehbar ist. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}
  Jeder  lesb-zusammenziehbare Raum  basazyklisch.\label{zgsaS}
\end{Satz}
\begin{proof}
  Gegeben ein topologischer Raum $S$ und 
  $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/S})$ 
  liefert der Formalismus aus dem Beweis \ref{zgsaf}
  einen Funktor auf der Kategorie
  $\op{Top}^{\op{lesb}}_S$ mit lesb-Morphismen $a:A\ra S$ als Objekten
  und lesb-Morphismen "uber $S$ als Morphismen, 
   den wir
   $${\op{H}}^S(\;\;;\mathcal G):
   \op{Top}_S^{\op{lesb}}\ra \op{Der}(\op{Ab}_{/S})$$
   notieren.
   Explizit setzen wir ${\op{H}}^S(A;\mathcal G)\pdef a_!a^! \mathcal G$
   und f"ur $b:B\ra S$ ein weiteres Objekt und $f:A\ra B$ ein Morphismus
   nehmen wir als Vorschub die Komposition 
   $$f_\sharp:\op{a}_{!}a^!\mathcal G\sira \op{b}_{!}f_!f^!b^!\mathcal G
   \ra\op{b}_{!}b^!\mathcal G$$ von durch  Identifikationen
   und Koeinheit der Adjunktion gegebenen Morphismen.
   Unsere Erkenntnisse \ref{rnBa} zeigen, da"s
  f"ur einen Raum $A\in \op{Top}_S^\op{lesb}$ "uber $S$ die Projektion
  $\pi:A\times\DR\sra A$ eine lesb-Abbildung ist
  und der \glqq relative Vorschub\grqq\ stets ein
  Isomorphismus
  $$\pi_\sharp:
  {\op{H}}^S(A\times \DR;\mathcal G)\sira {\op{H}}^S(A;\mathcal G)$$
   F"ur $i_t:A\hra A\times \DR$ die durch das
  Dahinterschreiben von $t\in \DR$ gegebene Abbildung folgt
  daraus wegen $\pi_\sharp\circ i_{t\sharp} =\op{id}$, da"s sie gar nicht von $t$
  abh"angt. Das k"onnen wir insbesondere f"ur jeden lesb-Raum $X$
  auf $A\pdef X\times S$ anwenden.
  Sind also lesb-Abbildungen $f,g:X\ra Y$ von lesb-R"aumen
   lesb-homotop,
  so finden wir 
  $$(f\times {\op{id}})_\sharp=(g\times {\op{id}})_\sharp:
  {\op{H}}^S(X\times S;\mathcal G)\ra {\op{H}}^S(Y\times S;\mathcal G)$$
  Jede lesb-Homotopie"aquivalenz $f:Y\ra Z$ induziert folglich
  einen Isomorphismus 
$(f\times {\op{id}})_\sharp:
  {\op{H}}^S(Y\times S;\mathcal G)\sira {\op{H}}^S(Z\times S;\mathcal G)$.
  Ist insbesondere $Z$ ein lesb-zusammenziehbarer Raum,
  so ist der relative Vorschub
  zur Projektion $c:Z\times S\ra S$ ein Isomorphismus
$c_\sharp:
  {\op{H}}^S(Z\times S;\mathcal G)\sira {\op{H}}^S( S;\mathcal G)$
  alias die Koeinheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $c_!c^!\mathcal G\sira \mathcal G$. 
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Permanenzeigenschaften schrei- und basazyklischer Abbildungen}]
Jede Verkn"upfung schreiazyklischer Abbildungen ist schreiazyklisch.\label{ZFcn} Ist $g\circ f$ schrei\-azyklisch und $f$ 
schrei\-azyklisch,
so ist auch $g$ schrei\-azyklisch. % nach \ref{BNA}.
Ist 
$f:X\ra Y$ stetig und besitzt $Y$ eine "Uberdeckung 
durch offene Teilmengen $U\co Y$ derart, da"s $f:f^{-1}(U)\ra U$ 
jeweils schrei\-azyklisch ist, so ist schon $f:X\ra Y$ selbst schrei\-azyklisch. Insbesondere
ist jedes Faserb"undel mit schreiazyklischer Faser schreiazyklisch.
Diesselben Permanenzeigenschaften folgen f"ur basazyklische Abbildungen.
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition}
  Sei $f : X \ra Y$ eine lesb-Abbildung.
  Wir sagen, ein Komplex von abelschen Garben 
$\cal{F}\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ {\bf kommt schreiend her
  von} $Y$, wenn es 
$\cal{G} \in \op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ gibt mit $\cal{F} \cong
  f^{!} \cal{G}$.
\end{Definition}
\begin{Lemma}\label{kh}
Seien $f: X \ra Y$ schreiazyklisch und $\cal{F} \in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$.
So sind gleichbedeutend:
\begin{enumerate}
\item
Das  Objekt $\cal{F}$ kommt schreiend her von $Y$;
\item
Die Einheit der Adjunktion liefert einen Isomorphismus
$\mathcal F\sira f^{!} f_{!} \cal{F}$;
\item
Es gibt eine offene "Uberdeckung $\cal{U}\subset \cal{P}(Y)$ von $Y$ derart,
da"s f"ur alle $U\in \cal{U}$ die Einschr"ankung 
$\cal{F}|_{f^{-1}(U)}$ schreiend von $U$ herkommt.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Die Definition garbenazyklischer Abbildungen und formale Eigenschaften
adjungierter Funktoren nach \eref{FADJj}{TF} liefern 1 $\Leftrightarrow $ 2.
Formulieren wir 3 um vermittels dieser Erkenntnis, so erhalten wir
auch
2 $\Leftrightarrow $ 3.
\end{proof}
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Die Verkn"upfung von zwei mannigfaltigen Abbildungen 
  ist wieder eine mannigfaltige Abbildung.
  Ist in einem kartesischen Diagramm  von topologischen R"aumen eine Ausgangskante $d$-mannigfaltig, so auch
  die gegen"uberliegende Kante aus dem Faserprodukt.
\end{Ubung}
\begin{Ubung} (Ich habe diese "Ubung noch nicht gemacht.)
  Ist $fp=qg$ ein erlaubtes Basisquadrat einer voll trennverflochtetenen
  Trennaustauschsituation mit finalem Objekt in der Basis
  und ist $f$ orientierbar, so ist auch $g$ orientierbar
  und  die  Transformation aus \ref{FleB} ist eine
  Isotransformation\label{OrZue} 
  $$p^*f^!\siRa g^!q^*$$
  Insbesondere induziert jede $[u]$-Orientierung von $f$ eine
  $[u]$-Orientierung von $g$. Wir nennen sie die
  {\bf zur"uckgezogene Orientierung}.\index{Orientierung!zur"uckgezogene}
\end{Ubung}
\subsection{Homologien und ihre Funktorialit"aten}
\begin{Bemerkungl}
Seien $X$ lesb und 
$c\pdef \op{fin}_X:X\ra\op{top}$ die konstante Abbildung.
Unsere Vergleichs\-isomorphismen
zur\label{kIkX} singul"aren Homologie und Kohomologie, die
wir im Anschlu"s in \ref{VgSs} besprechen, 
 motivieren uns zu den Definitionen
$$\begin{array}{lllllll}
  {\op{H}}_q(X)_{\op{garb}}&\pdef& \mathcal H^{-q}c_!c^!\DZ_{\op{top}}&&{\op{H}}^q(X)_{\op{garb}}&\pdef& \mathcal H^{q}c_*c^*\DZ_{\op{top}}\\[3mm]
   {\op{H}}^!_q(X)_{\op{garb}}&\pdef& \mathcal H^{-q}c_*c^!\DZ_{\op{top}}&&
   {\op{H}}^q_!(X)_{\op{garb}}&\pdef& \mathcal H^{q}c_!c^*\DZ_{\op{top}}\end{array}$$
Wir nennen diese Gruppen die {\bf garbentheoretische Homologie},\index{H@${\op{H}}_q(X)_{\op{garb}}$ garbentheoretische Homologie}
{\bf  Kohomologie}, {\bf lokalendliche Homologie}\index{H@${\op{H}}_q^{~!}(X)_{\op{garb}}$ garbentheoretische lokalendliche Homologie} und {\bf kompakte Kohomologie}. Analoge Definitionen ${\op{H}}_q(X;G)_{\op{garb}}\pdef
\mathcal H^{-q}c_!c^! G_{\op{top}}$ und dergleichen  
vereinbaren wir f"ur den Fall  einer abelschen Gruppe $G$.
Wenn wir den Zusatz $\op{garb}$ weglassen, gilt es aus dem
Kontext zu erschlie"sen, was genau gemeint ist.
Gegeben weiter eine offene Teilmenge $U\co X$ bezeichne $i: A\hra X$ die Einbettung ihres Komplements
und  $a=\op{fin}_A:A\ra\op{top}$ die konstante Abbildung.
In dieser Situation motivieren die Ver\-gleichs\-iso\-mor\-phis\-men
zur singul"aren Homologie und Kohomologie, die
wir im Anschlu"s in \ref{VgSs} besprechen, 
 uns zu den Definitionen
 $$\begin{array}{ccc} {\op{H}}_q(X,U)_{\op{garb}}\pdef\mathcal H^{-q}a_!i^*c^!\DZ_{\op{top}} &&  {\op{H}}^q(X,U)_{\op{garb}}={\op{H}}_A^q(X)\pdef\mathcal H^{q}a_*i^!c^*\DZ_{\op{top}}
 \end{array}
 $$
 Wir nennen sie die {\bf relative garbentheoretische Homologie} und die
  {\bf relative garbentheoretische Kohomologie} alias {\bf lokale Kohomologie}. 
  \nichtfinal{Auch beachten: Habe
im Singul"aren Funktoren der !-Theorien von * in ! umnotiert.}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Die wesentlichen Funktorialit"aten dieser sechs Theorien fa"st die
  folgende Tabelle zusammen, mit der etwas ungw"ohnlichen Notation
  ${\op{H}}^A_q\pdef {\op{H}}_q(X,U)$ f"ur die relative Homologie.
 \renewcommand{\arraystretch}{1.5}  \begin{center}
  \begin{tabular}{l|c|l|c|l}
    &Vorschub&&R"uckzug&\\
    \hline
    ${\op{H}}_q^A$&beliebig &${\op{H}}_qf$&gar nicht&\\
    \hline
    ${\op{H}}_q$&beliebig&${\op{H}}_qf$&orientiert eigentlich &$[f;d]_q$\\
    \hline
    ${\op{H}}_q^!$&eigentlich&${\op{H}}^!_qf$&orientiert &$[f;d]^!_q$\\
  \hline
  ${\op{H}}^q_!$& orientiert&$[f;d]^q_!$&eigentlich&${\op{H}}_!^qf$\\
     \hline
    ${\op{H}}^q$&orientiert eigentlich &$[f;d]^q$&beliebig&${\op{H}}^qf$\\
  \hline ${\op{H}}^q_A$&gar nicht& &beliebig&${\op{H}}^qf$\\
  \hline
  \end{tabular}
  \end{center}
 \renewcommand{\arraystretch}{1}
 Die Gruppenhomomorphismen $[f;d]_!^q$ und $[f;d]^q$ hei"sen die
 {\bf Integration "uber die Fasern},\index{Integration "uber die Fasern}
 weil sie im Fall glatter
 mannigfaltiger Abbildungen von parakompakten
 Mannigfaltigkeiten f"ur die Garbenkohomologie
 mit reellen Koeffizienten
 in der de-Rham-Kohomologie durch die partielle
 Integration von Differentialformen "uber Fasern beschrieben werden k"onnen.
  Die Gruppenhomomorphismen $[f;d]_q$ und $[f;d]^!_q$ mag man 
 {\bf relative Fundamentalzykel}\index{Fundamentalzykel!relativer}
 nennen, weil sie im Fall der konstanten Abbildung $f:M\ra \op{top}$ einer
 orientierten Mannigfaltigkeit auf einen Punkt den kanonischen Erzeuger
 $\delta\in {\op{H}}_0(\op{top})={\op{H}}^!_0(\op{top})$
 auf den Fundamentalzykel von $M$
 abbilden, in Formeln $[f;d]_0(\delta)=[M]$ beziehungsweise $[f;d]^!_0(\delta)=[M]^!$ f"ur $d=\op{dim} M$. 
 Mehr dazu wird im Anschlu"s diskutiert.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion weiterer Verallgemeinerungen}]
  Die beiden Kohomologien aus \ref{kIkX}
  sind sogar f"ur beliebige topologische R"aume sinnvoll definiert,
aber die kompakte Kohomologie hat nur im Fall lokal kompakter Hausdorffr"aume
gute Eigenschaften. 
 Unsere  Isomorphismen aus \ref{rVDe}
  induzieren f"ur jeden lesb-Raum $X$ und $c:X\ra \op{top}$ die
  konstante Abbildung einen Isomorphismus
  $\mathbb D c_!c^*\DZ_{\op{top}}\sira c_*c^!\DZ_{\op{top}}$
  und dann mit dem abstrakten universellen Koeffiziententheorem
  \eref{AuKo}{TD} f"ur jede abelsche Gruppe $G$
  kurze exakte und unnat"urlich spaltende Sequenzen\label{DWAR} 
  $$\op{Ext}({\op{H}}_!^{q+1}X,G)\hra {\op{H}}^!_{q}(X;G)\sra \op{Hom}({\op{H}}_!^{q}X,G)$$
 Die lokalendliche Homologie
kann man sogar f"ur beliebige topologische  R"aume sinnvoll definieren als
$${\op{H}}^!_q(X)_{\op{garb}}\pdef  \mathcal H^{-q}\mathbb D c_!c^*\DZ_{\op{top}}$$
Auch sie hat jedoch nur im Fall lokal kompakter Hausdorffr"aume
gute Eigenschaften. F"ur die garbentheoretische Homologie kenne ich keine sinnvolle Verallgemeinerung "uber den Fall von lesb-R"aumen hinaus.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vergleichsisomorphismen zur singul"aren Theorie}] 
  Um die obigen Definitionen zu motivieren und mit Anschauung zu
  f"ullen,
  diskutiere ich  Ver\-gleichs\-iso\-mor\-phis\-men zur singul"aren Theorie.\label{VgSs} 
  \begin{description}
  \item[Kohomologie:]
    Einen Vergleichsisomorphismus  ${\op{H}}^q(X)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}^q(X)_{\op{sing}}$ haben wir bereits in \eref{SKG}{TG} f"ur jeden
    lokal singul"arazyklischen Raum konstruiert;
    \item[Kompakte Kohomologie:] Einen Isomorphismus  ${\op{H}}^q_!(X)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}^q_!(X)_{\op{sing}}$ haben wir bereits in \eref{SKHx}{TG} f"ur jeden
      lokal singul"arazyklischen lokal kompakten Hausdorffraum konstruiert;
 \item[Relative Kohomologie:]     
   Gegeben seien ein lokal singul"arazyklischer Raum $X$
   mit  $i: A \hookrightarrow X$ der Einbettung einer
abgeschlossenen Teilmenge und $a$ der konstanten Abbildungen von $A$ auf den einpunktigen Raum.  Aus  \eref{lklsk}{TG} kennen wir 
den zweiten  Isomorphismus der Sequenz
$$\mathcal H^q a_*i^!c^*\DZ_{\op{top}}\sira {\op{H}}^q_A(X)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}^q(X,X\backslash A)_{\op{sing}}$$
Den ersten dieser Isomorphismen kennen wir aus \ref{IuEG} f"ur eine beliebige abgeschlossene Teilmenge eines beliebigen topologischen Raums.
  \end{description}
Wir vereinbaren, da"s ein topologischer Raum $X$ 
{\bf polyeder"ahnlich}\index{polyeder"ahnlich} hei"st, 
wenn er lokal kompakt ist und es es darin eine konfinale Folge 
von Kompakta $K_0\subset K_{1}\subset\ldots\subset X$ gibt derart, da"s 
die relative singul"are Homologie ${\op{H}}_q(X,X\backslash K_n)_{\op{sing}}$ f"ur alle $q$ und $n$ 
endlich erzeugt ist.\label{pola} 
  \begin{description}  \item[Homologie:]
    Einen Isomorphismus  ${\op{H}}_q(X)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}_q(X)_{\op{sing}}$ konstruieren wir in \ref{VdHh} f"ur jeden  lokal singul"arazyklischen lokal polyeder"ahnlichen
     lesb-Raum;
   \item[Lokalendliche Homologie:]
 Einen Isomorphismus  ${\op{H}}^!_q(X)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}^!_q(X)_{\op{sing}}$ konstruieren wir ebenfalls in \ref{VdHh} f"ur jeden  lokal singul"arazyklischen lokal polyeder"ahnlichen und 
 abz"ahlbar basierten lesb-Raum mit der zus"atzlichen Eigenschaft, da"s der Funktor der
 globalen Schnitte 
 $\Gamma:\op{Ab}_{/X}\ra \op{Ab}$ endliche homologische Dimension hat.
 \item[Relative Homologie:]
Gegeben $X$ ein lokal singul"arazyklischer lokal po\-ly\-e\-der\-"ahn\-li\-cher
lesb-Raum und $i:A\hra X$ die Einbettung
einer abgeschlossenen Teilmenge und $c:X\ra\op{top}$ sowie $a:A\ra\op{top}$
die jeweils  einzige Abbildung konstruieren wir in \ref{VdHhr}
einen Isomorphismus   
$$\mathcal H^{-q}a_!i^*c^!\DZ_{\op{top}}=
\mathbb H_!^{-q}(A;\omega_X)\sira 
        {\op{H}}_q(X,X\backslash A;\DZ)_{\op{sing}}$$
  \end{description}
  \nichtfinal{Hier fehlt noch die Diskussion der langen exakten Sequenzen und
    der Funktorialit"aten der relativen Theorie einerseits im abstrakten und
    andererseits ihre Vertr"aglichkeit im Vergleich der Theorien.}
  F"ur die reduzierten Theorien liefern
  unsere  Isomorphismen der nichtreduzierten Theorien
  unmittelbar
 Isomorphismen $$\begin{array}{lll}
   \tilde{\mathrm{H}}_q(X)_{\op{sing}}&\sira& \mathcal H^{-q}(\op{Keg}(c_!c^!\DZ_{\op{top}}\ra\DZ_{\op{top}})[-1])\\[1mm] \tilde{\mathrm{H}}^q(X)_{\op{sing}}&\sira& \mathcal H^{q}(\op{Keg}(\DZ_{\op{top}}\ra c_*c^*\DZ_{\op{top}}))
 \end{array}$$
 Die
Abbildungskegel darin sind "uber der Koeinheit beziehungsweise Einheit der
jeweiligen Adjunktion zu verstehen.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkunge}
   Mit \ref{phqnk} ist klar, da"s jede abz"ahlbar basierte Mannigfaltigkeit
   alle f"ur unsere Vergleichss"atze geforderten Eigenschaften hat.
   Es ist auch klar, da"s die Realisierung $X=\Delta(\mathcal K)$
  eines abz"ahlbaren lokal endlichen
  endlichdimensionalen Simplizialkomplexes $\mathcal K$ alle
  f"ur unsere Vergleichss"atze geforderten Eigenschaften hat.
  Man sollte noch einen Beweis daf"ur ausschreiben, da"s
   die Menge der komplexen Punkte einer separierten
  komplexen Variet"at mit ihrer analytischen Topologie  alle
  f"ur unsere Vergleichss"atze geforderten Eigenschaften hat.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein lesb-Raum $X$ liefert die Koeinheit der Adjunktion einen
   Homomorphismus, die {\bf Augmentation}\index{Augmentation} $$\varepsilon:{\op{H}}_0(X)\ra \DZ$$ beziehungsweise
  $\varepsilon:{\op{H}}_0(X;G)\ra G$. In der singul"aren Theorie
  ist der entsprechende Homomorphismus die von der  Augmentation
  \eref{AUG}{TS} induzierte Abbildung, daher die Terminologie.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Universelle Koeffiziententheoreme der Garbenkohomologie}]
  Universelle Koeffiziententheoreme sind in der Garbenhomologie
  im Gegensatz zur singul"aren Homologie kompliziert und ben"otigen
  starke Annahmen.\label{UKGK}
 F"ur jede Mannigfaltigkeit $X$ liefert Satz \ref{glRZ}
angewandt auf  die konstante Abbildung $c:X\ra\op{top}$ f"ur jede abelsche Gruppe $G$
  einen Isomorphismus
  $ c^!\DZ_{\op{top}}\otimes c^*G_{\op{top}}\sira c^!G_{\op{top}}$. Die
  Projektionsformel macht daraus einen Isomorphismus
  $ c_!c^!\DZ_{\op{top}}\otimes G_{\op{top}}\sira c_!c^!G_{\op{top}}$.
  Mit \eref{HTPKl}{TD} erhalten wir so f"ur jede Mannigfaltigkeit nat"urliche und unnat"urlich spaltende
  kurze exakte Sequenzen
  $$\op{H}_{q} (X) \otimes  G\hra \op{H}_{q} (X;G)\sra  \op{H}_{q-1} (X) \ast  G$$
  in der Garbenhomologie. Weiter ist f"ur Mannigfaltigkeiten $c^!\DZ_{\op{top}}$
  starr und nach \ref{dGmg}
  sogar eine Einheit der Schmelzkategorie $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
  und wir erhalten mit relativer Verdierdualit"at \ref{rVDe}  und der
  vorhergehenden Beschreibung von $c^!G_{\op{top}}$ 
   in vereinfachter Notation  Isomorphismen 
  $$(c_!c^!\DZ{\Rrightarrow} G)\sira
  c_*(c^!\DZ{\Rrightarrow} c^!G)\sira
  c_*\big((c^!\DZ)^\ast\otimes (c^!\DZ)\otimes c^*G\big)\sira c_* c^*G$$
  Mit dem abstrakten universellen Koeffiziententheorem  \eref{AuKo}{TD}
  erhalten wir so wie in \eref{UKh}{TS} f"ur jede abelsche Gruppe $G$
  und jede Mannigfaltigkeit $X$ auch f"ur die Garbenhomologie und -kohomologie
  nat"urliche und unnat"urlich spaltende kurze exakte Sequenzen 
   $$\op{Ext} ({\op{H}}_{q-1}X,G) \hookrightarrow {\op{H}}^{q}(X;G) \twoheadrightarrow \op{Hom}
({\op{H}}_{q}X,G)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden besprechen wir einige Funktorialit"aten,
  die aus der Verdierdualit"at abgeleitet werden k"onnen,
  ohne da"s sie darin explizit vorkommt.
 Das Prinzip ist immer dasselbe.
  Gegeben  eine $d$-mannigfaltige 
  Abbildung $f:X\ra Y$ erinnern wir aus
  \ref{roG} die lokal zur konstanten Garbe $\DZ_X$
  isomorphe relative Orientierungsgarbe $\op{or}_f\pdef f^!\DZ_Y[-d]$.
F"ur sie liefert Satz \ref{glRZ}\label{dimdiff} 
 Isomorphismen $$f^!\mathcal F \sira  \op{or}_f[d] \otimes f^\ast\mathcal F $$
Im Spezialfall einer $0$-mannigfaltigen alias
\'etalen separierten Abbildung liefert \ref{ERaE}
sogar eine 
Isotransformation $f^! \siRa f^\ast$ alias einen
Isomorphismus $\op{or}_f\sira \DZ_X$. Im allgemeinen
hei"st eine mannigfaltige Abbildung
$f$ {\bf orientierbar},\index{orientierbar!mannigfaltige Abbildung} wenn es einen derartigen
Isomorphismus gibt. Die Wahl eines  derartigen
Isomorphismus hei"st dann
eine {\bf Orientierung}\index{Orientierung!von mannigfaltiger Abbildung} unserer Abbildung $f$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten der Kohomologie}] 
  Gegeben ein topologischer Raum $X$ und die konstante Abbildung
  $a:X\ra\op{pt}$ haben wir
\begin{equation*}
{\op{H}}^q X = \mathcal H^q a_{\ast} a^\ast  \underline{\op{pt}}
\end{equation*}
Das {\bf Zur"uckholen} ${\op{H}}^q f : {\op{H}}^q Y \rightarrow {\op{H}}^q X$
auf der Garbenkohomologie unter einer stetigen Abbildung $f : X \rightarrow Y$
 k"onnen wir beschreiben,
indem wir mit der Notation $b:Y\ra \op{pt}$ f"ur die konstante Abbildung
von der Komposition
$$b_{\ast} b^{\ast}  \RA  b_{\ast} f_\ast f^\ast b^\ast
 \siRa  a_{\ast} a^\ast  $$
mit den durch die  Einheit der Adjunktion
$\op{id} \RA f_\ast f^\ast$ und entsprechende Identifikationen
gegebenen Morphismen ausgehen, das auf $\underline{\op{pt}}$ anwenden
  und davon $\mathcal H^q$ nehmen. 
In der de-Rham-Theorie kann es nach \eref{FuDr}{TG}
durch das
Zur"uckholen glatter Differentialformen beschrieben werden.
Gegeben  eine eigentliche  $[d]$-orientierte
Abbildung $(f;d):X\ra Y$ mit nicht explizit notierter Orientierung
$f^!\underline{Y}\sira \underline{X}[d]$ beachten wir andererseits,
da"s
\ref{fter} einen Morphismus
$f^!\underline{Y}\otimes f^*b^*\underline{\op{pt}}\ra
f^!b^*\underline{\op{pt}}$ liefert und zusammen mit der
Orientierung einen Morphismus
$$ f^*b^*\underline{\op{pt}}[d]\ra  f^!b^*\underline{\op{pt}}$$
Er ist nach \ref{fMru} sogar ein Isomorphismus, aber das ist vorerst
 nicht von Belang. 
 Nun betrachen wir f"ur $f$ eigentlich $[d]$-orientiert die Komposition 
$$
 a_{*} a^{\ast} \underline{\op{pt}} \sira  b_{*} f_* f^* b^\ast\underline{\op{pt}}
 \ra  b_{*} f_!  f^!b^*\underline{\op{pt}}[-d] \ra b_{*} b^\ast \underline{\op{pt}}[-d]$$
 aus Identifikationen gefolgt von einem von der Eigentlichkeit $f_!\siRa f_*$
 und der Orientierung herr"uhrenden Morphismus gefolgt von der
 Koeinheit der Adjunktion $f_!f^!\RA \op{id}$. Das Anwenden von $\mathcal H^q$
 auf diesen Morphismus liefert dann den  {\bf eigentlichen orientierten Vorschub}
 $[f;d]^q:{\op{H}}^q X\rightarrow {\op{H}}^{q-d} Y$.
 Ist $f$ separiert und \'etale, so haben wir in \ref{ERaE} eine
 Isotransformation $f^!\siRa f^*$ angegeben und damit eine $[0]$-Orientierung
 von $f$. Ist $f$ zus"atzlich eigentlich, so hat es endliche Fasern
 und der zugeh"orige
 Vorschub $[f;0]^q:{\op{H}}^q X\rightarrow {\op{H}}^{q} Y$ ist die {\bf Summation "uber die Fasern}. 
 Ist $f$ eigentlich und $d$-mannigfaltig, so hei"st der zugeh"orige Vorschub die
   {\bf Integration "uber die Fasern}, da er
in der de-Rham-Theorie durch  Integration "uber die Fasern
%im Sinne von \ref{intFF}
berechnet werden kann.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ausblick in gr"o"sere Abstraktion}]
  Wir erkennen,
  da"s fast die gesamte Konstruktion auch f"ur
  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine beliebige voll
  verflochtene Trennaustauschsituation
 mit Adjungierten und mit finalem Objekt $\op{pt}$ in
 der Basis funktioniert. Mit
 $${\op{H}}^*_*X\pdef a_*a^*\underline{\op{pt}} \in \mathscr G_{/\op{pt}}$$
  liefert genauer in derselben Weise jeder Morphismus $f:X\ra Y$ einen R"uckzug 
 ${\op{H}}^*_*f:{\op{H}}^*_*Y\ra {\op{H}}^*_*X$ und jeder eigentliche
 $[u]$-orientierte Morphismus einen Vorschub
 $[f;u]:{\op{H}}^*_*X\ra {\op{H}}^*_*Y[-u]$. Darauf kann man dann
 je nach Lust und Laune noch weitere Funktoren von
 $\mathscr G_{/\op{pt}}$ wohin auch immer anwenden, wie etwa im
 zuvor besprochenen Fall $\mathcal H^q:\op{Der}(\op{Ab}_{/{\op{pt}}})\ra \op{Ab}$.
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten der kompakten Kohomologie}] 
Sei $X$ ein lokal kompakter Hausdorffraum. Die kompakte Kohomologie von $X$ ist
\begin{equation*}
{\op{H}}_!^q (X)= \mathcal H^q a_! a^\ast \underline{\op{pt}}
\end{equation*}
Gegeben $f: X \rightarrow Y$ eine abgeschlossene Einbettung oder allgemeiner eine eigentliche
Abbildung von lokal kompakten Hausdorffr"aumen erhalten wir
Morphismen
$$ b_{!} b^{\ast} \underline{\op{pt}} \ra  b_{ !} f_* f^\ast b^\ast\underline{\op{pt}}\sira  b_{ !} f_! f^\ast b^\ast\underline{\op{pt}}
\sira  a_{!} a^\ast\underline{\op{pt}} $$
 aus
 der Einheit der Adjunktion $\op{id}\Rightarrow f_\ast f^\ast$, der Isotransformation  $f_! \sira f_\ast$ und offensichtlichen Identifikationen.
 Durch Anwenden von $\mathcal H^q$ entsteht daraus 
das {\bf abgeschlossene}  oder allgemeiner das
{\bf eigentliche Zur"uckholen}
$$
{\op{H}}^q_!f:
{\op{H}}^q_! (Y) \ra {\op{H}}^q_! (X)
$$
In der de-Rham-Theorie kann es nach \eref{FuKKd}{TG} 
durch das
Zur"uckholen glatter kompakt getragener Differentialformen beschrieben werden.
Gegeben eine  $d$-orientierte
Abbildung $(f;d):X\ra Y$ von lokal kompakten Hausdorffr"aumen
betrachten wir die Morphismen
$$
a_{!} a^{\ast} \underline{\op{pt}} \sira  b_{!} f_! f^\ast b^\ast\underline{\op{pt}}
\ra  b_{!} f_! f^! b^\ast\underline{\op{pt}}[-d]\ra b_{!} b^\ast \underline{\op{pt}}[-d]$$
gegeben durch Identifikationen, die $[d]$-Orientierung von $f$ und
die Koeinheit der Adjunktion $f_! f^!\RA\op{id}$. 
Durch Anwenden von $\mathcal H^q$ erhalten wir einen  Gruppenhomomorphismus 
\begin{equation*}
[f;d]^q_!:{\op{H}}^q_! (X ) \rightarrow {\op{H}}_!^{q-d} (Y)
\end{equation*}
F"ur $f$ eine offene Einbettung hei"st er die {\bf Ausdehnung durch Null}. 
F"ur $f$ \'etale separiert hei"st er die {\bf Summation "uber die Fasern}.
F"ur $f$ eine orientierte $d$-mannigfaltige Abbildung 
 hei"st er die {\bf Integration "uber die Fasern}, da er
in der de-Rham-Theorie durch  Integration "uber die Fasern
%im Sinne von \ref{intFF}
berechnet werden kann. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ausblick in gr"o"sere Abstraktion}]
  Wir erkennen,
  da"s fast die gesamte Konstruktion auch f"ur
  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine beliebige voll
  verflochtene Trennaustauschsituation  mit Adjungierten und 
 mit finalem Objekt $\op{pt}$ in
 der Basis funktioniert. Wir nehmen dazu $X,Y$ als Schreiobjekte an und setzen
 $${\op{H}}^*_!X\pdef a_!a^*\underline{\op{pt}} \in \mathscr G_{/\op{pt}}$$
 Jeder  Eigmorphismus $f:X\ra Y$ liefert  einen R"uckzug 
 ${\op{H}}^*_!f:{\op{H}}^*_!Y\ra {\op{H}}^*_!X$ und jeder 
 $[u]$-orientierte Morphismus einen Vorschub
 $[f;u]_!:{\op{H}}^*_!X\ra {\op{H}}^*_!Y[-u]$.
 \end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten der lokalendlichen Homologie}] 
Sei $X$ ein lesb-Raum. Die lokalendliche Homologie von $X$ erhalten wir als
\begin{equation*}
{\op{H}}_q^! (X) = \mathcal H^{-q} a_{*} a^! \underline{\op{pt}}
\end{equation*}
Gegeben eine abgeschlossene Einbettung oder allgemeiner eine eigentliche
lesb-Abbildung $f : X \rightarrow Y$ in einen weiteren derartigen Raum betrachten wir
die Komposition  
$$a_{\ast} a^{!} \underline{\op{pt}} \sira
b_{\ast} f_\ast f^! b^!\underline{\op{pt}}\sira
b_{\ast} f_! f^! b^!\underline{\op{pt}}\ra 
 b_{\ast} b^! \underline{\op{pt}}$$
von Morphismen gegeben durch Identifikationen, 
der Isotransformation $f_! \siRa f_\ast $ f"ur
eigentliches $f$ und 
 Koeinheit der Adjunktion
 $f_!f^!\RA\op{id}$. Durch Anwenden von $\mathcal H^{-q}$  
erhalten wir den {\bf eigentlichen Vorschub}\index{Vorschub!eigentlicher}
f"ur die lokalendliche Homologie
 $$
{\op{H}}^!_qf:{\op{H}}^!_q (X) \ra {\op{H}}^!_q(Y)
$$
Ist  $f$ eine $[d]$-orientierte Abbildung,
so liefert die $[d]$-Orientierung von $f$  nach \ref{fter} 
einen  Morphismus $ f^*b^!\underline{\op{pt}}[d]\ra  f^!b^!\underline{\op{pt}}$.
Wir betrachten nun die Verkn"upfung
$$b_{\ast} b^{!} \underline{\op{pt}} \ra b_{\ast} f_\ast f^* b^!
\underline{\op{pt}}\sira  b_{\ast} f_\ast f^! b^!
\underline{\op{pt}}[-d]\ra  a_{\ast} a^! \underline{\op{pt}}[-d]$$
von Morphismen gegeben durch  die Einheit der Adjunktion $  \op{id}\RA f_\ast f^*$,
 die $[d]$-Ori\-en\-tie\-rung von $f$ und Identifikationen. 
Wenden wir darauf $\mathcal H^{-q}$ an, 
so ergibt sich  f"ur die lokalendliche Homologie
das {\bf mannigfaltige Zur"uckholen}
$$[f;d]_q^!:{\op{H}}^!_q (Y) \ra{\op{H}}^!_{q+d}(X)$$
Spezialf"alle sind insbesondere das offene Zur"uckholen und allgemeiner das
\'etale Zur"uckholen $[f;0]_q^!:{\op{H}}^!_q (Y) \ra{\op{H}}^!_{q}(X)$
f"ur $f$ \'etale separiert. 
Ist allgemeiner $f$ eine $d$-mannigfaltige orientierte Abbildung
und
$A\As Y$ eine orientierte Mannigfaltigkeit, so bildet
das  mannigfaltige Zur"uckholen
 das Bild $[A]^!\in {\op{H}}^!_q (Y)$ des  Fundamentalzykels von $A$
auf das Bild $[f^{-1}(A)]^!\in {\op{H}}^!_{q+d} (X)$ des  Fundamentalzykels
von $f^{-1}(A)$ ab, das wir
dazu mit der  durch die Orientierungen von $f$ und $A$ bestimmten Verkn"upfungsorientierung \ref{abOR} zu versehen haben, vergleiche \ref{kUi}. In Formeln haben wir also \begin{equation*}
[f;d]^!:[A]^! \mapsto [f^{-1}(A)]^! 
\end{equation*}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ausblick in gr"o"sere Abstraktion}]
  Wir erkennen,
  da"s fast die gesamte Konstruktion auch f"ur
  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine beliebige voll
  verflochtene Trennaustauschsituation  mit Adjungierten und 
 mit finalem Objekt $\op{pt}$ in
 der Basis funktioniert. Wir nehmen dazu $X,Y$ als Schreiobjekte an und setzen
 $${\op{H}}^!_*X\pdef a_*a^!\underline{\op{pt}} \in \mathscr G_{/\op{pt}}$$
 Jeder  Eigmorphismus $f:X\ra Y$ liefert einen Vorschub  
 ${\op{H}}^!_*f:{\op{H}}^!_*X\ra {\op{H}}^!_*Y$ und jeder 
 $[u]$-orientierte Morphismus einen R"uckzug
 $[f;u]^!:{\op{H}}^!_*Y\ra {\op{H}}^!_*X[-u]$.
 \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten der  Homologie}] 
Sei $X$ ein lesb-Raum. Die  Homologie von $X$ erhalten wir als
\begin{equation*}
{\op{H}}_q (X) = \mathcal H^{-q} a_{!} a^! \underline{\op{pt}}
\end{equation*}
Gegeben eine 
lesb-Abbildung $f : X \rightarrow Y$ in einen weiteren derartigen Raum betrachten wir
die Komposition  
$$a_{!} a^{!} \underline{\op{pt}} \sira
b_{!} f_! f^! b^!\underline{\op{pt}}\ra 
 b_{!} b^! \underline{\op{pt}}$$
von Morphismen gegeben durch Identifikationen und 
die Koeinheit der Adjunktion
 $f_!f^!\RA\op{id}$. Durch Anwenden von $\mathcal H^{-q}$  
erhalten wir den {\bf Vorschub}\index{Vorschub!der Garbenhomologie}
f"ur die  Homologie
 $$
{\op{H}}_qf:{\op{H}}_q (X) \ra {\op{H}}_q(Y)
$$
Ist  $f$ eine $[d]$-orientierte Abbildung,
so liefert die $[d]$-Orientierung von $f$  nach \ref{fter} 
einen  Morphismus $ f^*b^!\underline{\op{pt}}[d]\sira  f^!b^!\underline{\op{pt}}$. 
Wir betrachten nun f"ur $f$  $[d]$-orientiert eigentlich die Verkn"upfung
$$b_{!} b^{!} \underline{\op{pt}} \ra b_{!} f_\ast f^* b^!
\underline{\op{pt}}\sira  b_{!} f_! f^! b^!
\underline{\op{pt}}[-d]\ra  a_{!} a^! \underline{\op{pt}}[-d]$$
von Morphismen gegeben durch  die Einheit der Adjunktion $  \op{id}\RA f_\ast f^*$,
die $[d]$-Ori\-en\-tie\-rung von $f$ zusammen mit $f_!\siRa f_*$
und Identifikationen. 
Wenden wir darauf $\mathcal H^{-q}$ an, 
so ergibt sich  f"ur die Homologie
das {\bf orientierte eigentliche Zur"uckholen}
$$[f;d]_q:{\op{H}}_q (Y) \ra{\op{H}}_{q+d}(X)$$
Spezialf"alle sind insbesondere das  Zur"uckholen
auf eine "Uberlagerung mit endlichen Fasern
$[f;0]_q:{\op{H}}_q (Y) \ra{\op{H}}_{q}(X)$. 
Ist allgemeiner $f$ eine $d$-mannigfaltige orientierte Abbildung
und
$A\As Y$ eine kompakte orientierte Mannigfaltigkeit, so bildet
das  mannigfaltige eigentliche Zur"uckholen
 das Bild $[A]\in {\op{H}}_q (Y)$ des  Fundamentalzykels von $A$
auf das Bild $[f^{-1}(A)]\in {\op{H}}_{q+d} (X)$ des  Fundamentalzykels
von $f^{-1}(A)$ ab, das wir
dazu mit der  durch die Orientierungen von $f$ und $A$ bestimmten Verkn"upfungsorientierung \ref{abOR} zu versehen haben, vergleiche \ref{kUi}. In Formeln haben wir also \begin{equation*}
[f;d]:[A] \mapsto [f^{-1}(A)] 
\end{equation*}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ausblick in gr"o"sere Abstraktion}]
  Wir erkennen,
  da"s fast die gesamte Konstruktion auch f"ur
  $(\mathscr G\ra \curlywedge\mathscr T\supset \mathscr T^\shriek \leftarrow
  \mathscr G^\shriek,  \mathscr T^{\op{e}})$ eine beliebige voll
  verflochtene Trennaustauschsituation  mit Adjungierten und 
 mit finalem Objekt $\op{pt}$ in
 der Basis funktioniert. Wir nehmen dazu $X,Y$ als Schreiobjekte an und setzen
 $${\op{H}}^!_!X\pdef a_!a^!\underline{\op{pt}} \in \mathscr G_{/\op{pt}}$$
 Jeder  Schreimorphismus $f:X\ra Y$ liefert einen Vorschub  
 ${\op{H}}^!_!f:{\op{H}}^!_!X\ra {\op{H}}^!_!Y$ und jeder 
 $[u]$-orientierte Eigmorphismus einen R"uckzug
 $[f,u]:{\op{H}}^!_!Y\ra {\op{H}}^!_!X[-u]$.
 \end{Bemerkungl}



\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
(Ich habe sie noch nicht gemacht.)  Gegeben ein kartesisches Quadrat\label{kUi} 
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
W \ar[d]_g\ar[r]^p &X \ar[d]^f\\
Z \ar[r]^q &Y
}
\end{displaymath}
alias  $fp=qg$ von lesb-R"aumen mit $d$-mannigfaltigem orientiertem $f$ und
  der zur"uckgezogenen Orientierung \ref{OrZue} auf $g$
  und $p,q$ eigentliche lesb-Abbildungen  kommutiert
  das Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}_{n+d}^!W \ar[r] &{\op{H}}_{n+d}^!X \\
{\op{H}}_n^!Z \ar[u]\ar[r] &{\op{H}}_n^!Y\ar[u]
}
  \end{displaymath}
  mit dem mannigfaltigen Zur"uckholen in den Vertikalen und
  dem eigentlichen Vorschieben in den Horizontalen. Ebenso kommutiert
  das Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}^{n}_!W \ar[d] &{\op{H}}^{n}_!X\ar[l] \ar[d]\\
{\op{H}}^{n-d}_!Z  &{\op{H}}^{n-d}_!Y\ar[l]
}
  \end{displaymath}
  mit dem eigentlichen Zur"uckholen in den Horizontalen
  und der Integration "uber die Fasern in den Vertikalen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  (Ich habe sie noch nicht gemacht.)  Gegeben ein kartesisches
  Quadrat\label{kUii}
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
W \ar[d]_g\ar[r]^p &X \ar[d]^f\\
Z \ar[r]^q &Y
}
\end{displaymath}
alias  $fp=qg$ von lesb-R"aumen mit eigentlichem $d$-mannigfaltigen  orientierten $f$ und
  der zur"uckgezogenen Orientierung \ref{OrZue} auf $g$
  und $p,q$  kommutiert
  das Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}_{n+d}W \ar[r] &{\op{H}}_{n+d}X \\
{\op{H}}_nZ \ar[u]\ar[r] &{\op{H}}_nY\ar[u]
}
  \end{displaymath}
  mit dem eigentlichen mannigfaltigen Zur"uckholen in den Vertikalen und
  dem  Vorschieben in den Horizontalen. Ebenso kommutiert
  das Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}^{n}W \ar[d] &{\op{H}}^{n}X\ar[l] \ar[d]\\
{\op{H}}^{n-d}Z  &{\op{H}}^{n-d}Y\ar[l]
}
  \end{displaymath}
  mit dem  Zur"uckholen in den Horizontalen
  und der Integration "uber die Fasern in den Vertikalen.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Gegeben $X=U\cup Z$ ein lokal kompakter Hausdorffraum mit einer
  Zerlegung in eine offene und eine abgeschlossene Teilmenge
  konstruiere man die lange exakte Sequenz der lokalendlichen Homologie
  $$\ldots\ra {\op{H}}^!_q(Z)\ra {\op{H}}^!_q(X)\ra {\op{H}}^!_q(U)\ra {\op{H}}^!_{q-1}(Z)
  \ra\ldots$$
\end{Ubung}

\subsection{Schnittpaarung und Poincar\'edualit"at}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Dualisierte Poincar\'e-Isomorphismen}]
  Gegeben eine orientierbare Man\-nig\-fal\-tig\-keit $X$ der Dimension $m$
  erinnern wir aus \nichtfinal{\ref{dGmg}},
  da"s wir eine Orientierung von $X$ auffassen
  k"onnen als einen Isomorphismus $a^!\underline{\op{pt}}\sira \underline{X}[m]$
  f"ur $a:X\ra\op{pt}$ die konstante Abbildung. Wenden wir darauf
  $\mathcal H^{-q}a_*$ an, so erhalten wir einen Isomorphismus\label{PiOOn} 
   $$\op{P}^!=\op{P}_X^!=\op{P}_{\vec X}^!:{\op{H}}_{q}^!X\sira {\op{H}}^{m-q}X$$
     Wir nennen ihn den {\bf dualisierten Poin\-ca\-r\'e-\-Iso\-mor\-phis\-mus}, da\index{P@$\op{P}_X^{~!}$ dualisierter Poin\-ca\-r\'e-\-Iso\-mor\-phis\-mus}
  da er im Fall von K"orperkoeffizienten durch "Ubergang zur transponierten
  Abbildung auf den Dualr"aumen und Vertauschen von $q$ mit $m-q$ aus dem
  gew"ohnlichen Poincar\'e-Iso\-mor\-phis\-mus entsteht. Nebenbei sei bemerkt,
  da"s man den gew"ohnlichen {\bf Poincar\'e-Iso\-mor\-phis\-mus} 
  $\op{P}_X:{\op{H}}_{q}X\sira {\op{H}}^{m-q}_!X$ in
  derselben Weise erhalten kann, wenn man
  oben $\mathcal H^{-q}a_!$
  statt $\mathcal H^{-q}a_*$ anwendet.
  Ein Student mag mir ausschreiben, warum er unter den
  Vergleichsisomorphismen \ref{VdHh} und \ref{siKO}
  unserem Poin\-ca\-r\'e-Iso\-mor\-phis\-mus
  der singul"aren Homologietheorie \eref{PsI}{TS} entspricht.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Wir m"ussen  die
  lokalendliche Homologie ${\op{H}}_{q}^!X$ oben
  links im garbentheoretischen Sinne verstehen.
  Die meiner Anschauung besser zug"angliche lo\-kal\-end\-li\-che
  singul"are Homologie
  stimmt nicht f"ur allgemeine Mannigfaltigkeiten, aber nach
 \ref{VdHh} und \ref{phqnk}
  doch zumindest f"ur abz"ahlbar basierte Mannigfaltigkeiten
  mit der lokalendlichen  garbentheoretischen Homologie "uberein.
 \end{Bemerkungl}


\begin{Definition} Gegeben eine orientierte $m$-Mannigfaltigkeit $X$
 erkl"aren wir 
  das {\bf Schnittprodukt}\index{Schnittprodukt} oder genauer
  {\bf cup-Schnittprodukt}\index{Schnittprodukt!cup-Schnittprodukt}
  als die vom  cup-Pro\-dukt der Kohomologie
  $\cup:{\op{H}}^{p}X\times{\op{H}}^{q}X \ra {\op{H}}^{p+q}X$ unter den dualisierten Poincar\'e-Isomorphismen induzierte 
  bilineare Abbildung
  $${\op{H}}_{m-p}^!X\times{\op{H}}_{m-q}^!X \ra {\op{H}}_{m-p-q}^!X$$
  Wir notieren unser Schnittprodukt $(\alpha,\beta)\mapsto \alpha\cdot\beta$.
\end{Definition}


\begin{Satz}[\textbf{Geometrische Bedeutung des Schnittprodukts}]
  Seien $X$ eine orientierte $m$-Mannigfaltigkeit und $A,B\As X$
  orientierte abgeschlossene Untermannigfaltigkeiten, die sich transversal
  schneiden. Versehen wir $A\cap B$ mit der Schnittorientierung, so gilt
  f"ur ihre Fundamentalzykel 
  $$[A]^!\cdot [B]^!=[A\cap B]^!$$
\end{Satz}
\begin{proof} Die Pr"azisierung und der Beweis dieses Satzes werden
  den gr"o"sten Teil dieses Abschnitts einnehmen. Eine Untermannigfaltigkeit
  ist in unserer rein topologischen Situation eine abgeschlossene Teilmenge,
  die mit der induzierten Topologie ihrerseits eine Mannigfaltigkeit ist.
  Den Fundamentalzykel erkl"aren wir in \ref{iPD} und erhalten insbesondere
  $[\emptyset]^!=0$.
  In \ref{VSES} k"onnen wir bereits
  zeigen, da"s zumindest gilt
  $A\cap B=\emptyset \RA [A]^!\cdot [B]^!=0$.
\end{proof}




\begin{Lemma}[\textbf{Funktorialit"at der dualisierten Poincar\'e-Isomorphismen}] 
  Gegeben eine eigentliche Abbildung $f:X\ra Y$ von
  orientierten Mannigfaltigkeiten der Dimensionen $m,n$ erhalten wir
  ein kommutatives Diagramm\label{FGH} 
\begin{displaymath}
\xymatrix{
 {\op{H}}_{q}^!X \ar[d]_{{\op{H}}_{q}^!f}\ar[r]^-{\op{P}^!_X}_-\sim & {\op{H}}^{m-q}X \ar[d]^{[f;n-m]}\\
 {\op{H}}_{q}^!Y \ar[r]^-{\op{P}^!_Y}_-\sim & {\op{H}}^{n-q}Y
}
\end{displaymath}
mit dem eigentlichen orientierten Vorschub auf der Kohomologie in der
rechten Vertikale, zu verstehen in Bezug auf
die relative Orientierung von $f$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
Wir
gehen  von der Definition
der relativen Orientierung von $f$ in \ref{abOR} aus,
die gegeben wird als die rechte Vertikale im 
kommutativen Diagramm \begin{displaymath}
\xymatrix{
a^! \ar[d]\ar[r] & a^*[m] \ar[d]\\
f^!b^! \ar[r] & f^!b^*[n]
}
\end{displaymath}
mit den durch die Orientierungen von $a$ und $b$ gegebenen Horizontalen. Der "Ubersichtlichkeit halber haben wir darauf verzichtet, alles auf
$\underline{\op{pt}}$ anzuwenden.
Wenden wir darauf  die Komposition $a_*\ra b_*f_*\ra b_*f_!$ an, entsteht
ein kommutatives Diagramm aus zwei aufeinandergestellten W"urfeln. 
Betrachten wir das kommutative  Quadrat, das durch Anwenden
der Koeinheit der Adjunktion $f_!f^!\ra \op{id}$
auf die Orientierung $b^! \ra b^*[n]$ entsteht, wenden darauf $b_*$ an
und kleben das noch passend an den zweiten W"urfel an, 
so steht es auch schon da. 
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}
  F"ur den Fall, da"s unsere eigentliche Abbildung aus \ref{FGH} die 
  Einbettung $i:A\ra X$ einer orientierten abgeschlossenen
  Untermannigfaltigkeit $A\As X$
  der Kodimension $p$
  in eine orientierte $m$-Mannigfaltigkeit $X$ ist,
  vereinbaren wir f"ur die Bilder von $1\in {\op{H}}^0X$
  unter den verschiedenen Pfeilen unseres Diagramms und ihren Inversen die
  Notationen\label{iPD} 
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
[A]^!\in  {\op{H}}_{m-p}^!A \ar[d]_{{\op{H}}^!_{m-p}i}\ar[r]^-{\op{P}^!_A}_-\sim &  {\op{H}}^{0}A\ni 1 \ar[d]^{[i;p]^0}\\
[A]^!\in  {\op{H}}_{m-p}^!X \ar[r]^-{\op{P}^!_X}_-\sim & {\op{H}}^{p}X\ni \tau_A
}
  \end{displaymath}
  Wir nennen $[A]^!$ den {\bf Fundamentalzykel}\index{Fundamentalzykel}
 von $A$  und $\tau_A$ den
 {\bf Fundamentalkozykel} von $A$ in $X$.\index{Fundamentalkozykel}
 Insbesondere ist f"ur jede orientierte Mannigfaltigkeit $X$
 also der Fundamentalzykel $[X]^!$ ein neutrales Element
 f"ur das Schnittprodukt auf der lo\-kal\-end\-li\-chen Homologie ${\op{H}}^!(X)$. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Anschauung f"ur Fundamentalzykel und Fundamentalkozykel}]
Ist $A$ abz"ahlbar basiert oder st"arker
  kompakt, so entspricht er unter unseren
  Vergleichsisomorphismen mit der singul"aren Homologie
  dem Fundamentalzykel aus \eref{FuBM}{TS} beziehungsweise
  \eref{FUZY}{TS}.  Man mag sich den Fundamentalkozykel von $A$ in $X$
  salopp gesprochen denken als ein Etwas, das jedem
  Zykel in $X$  komplement"arer Dimension seine
  Schnittmultiplizit"at mit $A$ zuordnet.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Gegeben $A\As X$ ein topologischer Raum mit einer
  abgeschlossenen Teilmenge mit Einbettungsabbildung $i:A\hra X$
  und $\mathcal F\in \op{Ab}_{/X}$ und $a:X\ra\op{pt}$ 
  erinnern wir aus \ref{IuEG} den Isomorphismus
  $$\mathcal H^p (ai)_*i^!\cal F\sira {\op{H}}^p_A(X;\mathcal F)$$
  Im Rahmen der sechs Funktoren nehmen wir die linke Seite
  direkt als Definition
  der rechten Seite. In jedem Fall liefern unsere Konstruktionen
   Isomorphismen
  $$\op{Der}_{/X}(i_!\DZ_A[-p],\cal F)\sira\op{Der}_{/A}(\DZ_A,i^!\cal F[p])\sira  {\op{H}}^p_A(X;\mathcal F)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Fundamentalkozykel als Element der lokalen Kohomologie}] Seien weiter $A\As X$ eine abgeschlossene
  orientierte Untermannigfaltigkeit einer orientierten Mannigfaltigkeit
  der Kodimension $p$ und $i:A\hra X$
  die Einbettung. Der orientierte eigentliche Vorschub unter $i$
  ist,  wie in \ref{FGH} erkl"art, der Effekt einer Verkn"upfung\label{loKO}  $$i_*\underline{A}\sira i_!\underline{A}\sira i_!i^!\underline{X}[p]\ra \underline{X}[p]$$
von Homomorphismen in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ auf der Hyperkohomologie.  
Nach \ref{IuEG} haben wir
$\mathbb H^q(X; i_!i^!\underline{X}[p])={\op{H}}_A^{p+q}(X)$.
Unser orientierter eigentlicher Vorschub unter $i$ faktorisiert mithin
"uber die lokale Kohomologie als
$${\op{H}}^qA\sira {\op{H}}_A^{p+q}(X)\ra {\op{H}}^{p+q}(X)$$
Wir nennen das Bild unter dieser Faktorisierung von $1\in {\op{H}}^0A$  den
{\bf lokalen Fundamentalkozykel}\index{Fundamentalkozykel!lokaler} und notieren
ihn wie den urspr"unglichen Fundamentalkozykel 
$$\tau_A\in {\op{H}}_A^{p}(X)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Fall einer einpunktigen Untermannigfaltigkeit}] 
  Gegeben eine orientierte $m$-Mannigfaltigkeit $X$ und $x\in X$
  ein Punkt und $A\pdef\{x\}$ die einpunktige Untermannigfaltigkeit mit der
  positiven Orientierung ist der lokale Fundamentalkozykel $\tau_A\in {\op{H}}_{A}^m(X)={\op{H}}^m(X, X\backslash x)$
  dasjenige Element, das unter der Kroneckerpaarung mit der
  lokalen Orientierung in $ {\op{H}}_m(X, X\backslash x)$ zu $1$ paart.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cup-Produkt der lokalen Kohomologie}]
  Gegeben ein topologischer Raum $X$  und Einbettungen abgeschlossener Teilmengen $i:A\hra X$ sowie $j:B\hra X$ und die Einbettung ihres Schnitts
  $k:A\cap B\hra X$
  haben wir einen offensichtlichen Isomorphismus\label{clK} 
  $$k_!\underline{A\cap B}\sira
  i_!\underline{A}\otimes j_!\underline{B}$$
  Wir diskutieren im Anschlu"s in \ref{aNt}, wie er aus den sechs Funktoren
  gebildet werden kann. 
  Er induziert  eine bilineare Abbildung 
  $${\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(X)\ra {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)$$
  durch die Vorschrift $(\alpha,\beta)\mapsto \alpha\otimes \beta$
  in der Interpretation der lokalen Kohomologieklassen
  als Morphismen $\alpha: i_!\underline{A}\ra \underline{X}[p]$ und
  $\beta: j_!\underline{B}\ra \underline{X}[q]$
der derivierten Kategorie $\op{Der}_{/X}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ausdehnung durch Null und Tensorieren}]
  Gegeben ein topologischer Raum $X$  und Einbettungen lokal abgeschlossener Teilmengen $i:A\hra X$ sowie $j:B\hra X$
 und Objekte $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/A})$ sowie 
 $\mathcal G\in \op{Der}(\op{Ab}_{/B})$  liefert ganz allgemein Flechtbasiswechsel im kartesischen Diagramm\label{aNt} \begin{displaymath}
 \xymatrix{
A\cap B  \ar[r] \ar[d]_k & A\curlywedge B \ar[d]^{i\curlywedge j}\\
X\ar[r]& X\curlywedge X}
  \end{displaymath}
 der Trennkategorie  mit den Notationen  $k:A\cap B\hra X$ und  $h:A\cap B\hra A$ und  $l:A\cap B\hra B$ f"ur die jeweiligen Einbettungen
einen  Isomorphismus $$k_!(h^*\mathcal F\otimes l^*\mathcal G)\sira
 i_!\mathcal F\otimes j_!\mathcal G$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verschwinden von cup-Produkten}] 
  Gegeben seien ein topologischer Raum $X$ und abgeschlossene
  Teilmengen $A\As X$ sowie $B\As X$. In "Ubung \ref{Fuca} werden Sie die Funktorialit"at der lokalen Kohomologie diskutieren 
 und werden insbesondere sehen, da"s unser cup-Produkt der lokalen Kohomologie 
 das gew"ohnliche cup-Produkt verallgemeinert. Wir erhalten also
 mit den bekannten Vertikalen ein kommutatives Diagramm  
 $$\begin{array}{ccc}
   {\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(X)&\ra& {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)\\
   \da&&\da\\
   {\op{H}}^p(X)\times {\op{H}}^q(X)&\ra& {\op{H}}^{p+q}(X)
 \end{array}
 $$
Das Analogon dieser Abbildung in der singul"aren Kohomologie
kennen wir bereits aus \eref{RKS}{TSK}, allerdings
hei"st unsere lokale Kohomologie dort
die relative Kohomologie ${\op{H}}^p(X, X\backslash A)$. 
In jedem Fall gilt  ${\op{H}}_{\emptyset}^{n}(X)=0$ f"ur alle $n$.
Das bedeutet insbesondere f"ur Elemente $\alpha,\beta$ des Kohomologierings, die
von Elementen der lokalen Kohomologie in Bezug auf abgeschlossene Teilmengen
$A,B$ mit leerem Schnitt $A\cap B=\emptyset$ herkommen, auch im vollen
Kohomologiering von $X$ das Verschwinden des cup-Produkts 
$$\alpha\cup \beta =0$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Verschwindende Schnittprodukte
      und erzwungene Schnitte}] 
  Gegeben eine orientierte Mannigfaltigkeit\label{VSES} 
  $X$ und orientierte abgeschlossene Untermannigfaltigkeiten $A,B\As X$
  gilt $$A\cap B=\emptyset\;\RA\;[A]^!\cdot [B]^!=0$$ In der Tat ist das
  Verschwinden des Schnittprodukts  per definitionem gleichbedeutend zum
  Verschwinden des cup-Produkts $\tau_A\cup\tau_B=0$ und das folgt im Fall $A\cap B=\emptyset$ 
  aus \ref{clK}, da unsere Fundamentalkozykel nach \ref{loKO} bereits von der
  jeweiligen lokalen Kohomologie herkommen. Umgekehrt gilt dann nat"urlich auch
  $$[A]^!\cdot [B]^!\neq 0\;\RA\;A\cap B\neq \emptyset$$
  In Worten wird also durch das Nichtverschwinden des Schnittprodukts bereits die Existenz von Schnittpunkten erzwungen. 
  Bei dieser Argumentation
  f"allt einem die Notation schon fast auf die F"u"se.
  Es bezeichnet darin $A\cap B$
  einen Schnitt von Mengen, $\tau_A\cup\tau_B$ jedoch ein cup-Produkt von
  Kohomologieklassen. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Beschreibung der lokalen Kohomologie mit Lokalgarben}]
  Gegeben  $A\As X$ eine
 abgeschlossenene Teilmenge in  einem topologischen Raum
 mit ihrer Einbettungsabbildung $i:A\hra X$ erinnern wir aus \ref{IuEG}
 die Isomorphismen ${\op{H}}^q_A(X)\sira \mathbb H^q(X;i_*i^!\underline{X})$.
 Wir nennen
 $$\mathcal L_A=\mathcal L_{A\subset X}\pdef i_*i^!\underline{X}$$
  die {\bf Lokalgarbe von $A$ in $X$}\index{Lokalgarbe}
  und erhalten Isomorphismen\label{lokHo}  ${\op{H}}^q_A(X)\sira \mathbb H^q(X;\mathcal L_A)$.
 Der Isomorphismus der relativen Verdierdualit"at  \ref{rVDe} 
  liefert  f"ur $A\As X$ und $i:A\hra X$ die Einbettung eine Beschreibung der Lokalgarbe als Homgarbe  $$\mathcal L_A=i_*i^!\underline{X}\sira (i_!\underline{A}{\Rrightarrow} \underline{X})$$  Gegeben 
  $u:U\hra X$ die Einbettung einer 
      offenen
     Teilmenge liefert die relative Verdierdualit"at
     \ref{rVDe} zusammen mit dem durch  \ref{OffR} gegebenen
     Isomorphismus $u^!\siRa u^*$  
     Isomorphismen $u^*\mathcal L_{A\subset X}\sira \mathcal L_{(A\cap U)\subset U}$.
     Wir nennen sie die {\bf Lokalit"at der Lokalgarbe}. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Beschreibung des cup-Produkts mit Lokalgarben}]
  Seien $X$ ein topologischer Raum, $A,B\As X$ abgeschlossene Teilmengen,  $i,j$ deren Einbettungsabbildungen und $k:A\cap B\hra X$ die Einbettung ihres
  Schnitts. 
Unter diesen Annahmen  liefert unser Isomorphismus $ k_!\underline{A\cap B}\sira i_!\underline{A}\otimes j_!\underline{B}$  aus \ref{clK} unter $(\;{\Rrightarrow}\underline{X})$ einen
    Morphismus\label{CPL} 
   $$\mathcal L_A\otimes \mathcal L_B\ra \mathcal L_{A\cap B}$$
   vom derivierten Tensorprodukt der Lokalgarben in die
   Lokalgarbe des Schnitts. Wir nennen sie die
   {\bf Lokalgarbenpaarung}.\index{Lokalgarbenpaarung}
 Das zugeh"orige cup-Produkt mit Koeffizienten
 pa"st dann, und hier mu"s ordentlich mit den sechs Funktoren gearbeitet
 werden, in ein kommutatives Diagramm 
 $$\begin{array}{ccc}
  {\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(X)&\ra& {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)\\[1mm]
   \da\wr&&\wr\da\\[1mm] 
  \mathbb H^p(X;\mathcal L_A)\times\mathbb H^q(X;\mathcal L_B)&\ra&
\mathbb H^{p+q}(X;\mathcal L_{A\cap B}) \end{array}
   $$
   mit den Isomorphismen aus \ref{lokHo} in den Vertikalen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokalit"at der Lokalgarbenpaarung}] 
     Seien $X$ ein topologischer Raum und $A,B\As X$ abgeschlossene Teilmengen. 
   F"ur $U\co X$ mit Einbettungsabbildung $u:U\hra X$
    erhalten wir  ein
     kommutatives Diagramm\label{LokP} 
     $$\begin{array}{ccc}
       u^*\mathcal L_A\otimes u^*\mathcal L_B&\ra& u^*\mathcal L_{A\cap B}\\
       \da\wr&&\wr\da\\
       \mathcal L_{A\cap U}\otimes \mathcal L_{B\cap U}&\ra
       & \mathcal L_{A\cap B\cap U}
     \end{array}$$
     mit den Vertikalen aus \ref{lokHo} und der zur"uckgezogenen Lokalgarbenpaarung beziehungsweise der Lokalgarbenpaarung der eingeschr"ankten Situation in den
     Horizontalen. 
\end{Bemerkungl}



 









\begin{Beispiel}[\textbf{Lokalgarbe einer Untermannigaltigkeit}]
 Gegeben $A\As X$ eine orientierte Mannigfaltigkeit mit einer orientierten
 abgeschlossenen
 Untermannigfaltigkeit der Kodimension $p$ und Einbettung $i$
 ist die relative Orientierung der Einbettung 
 ein Isomorphismus $i^!\underline{X}\sira \underline{A}[-p]$.
 Er kann in unserer neuen Terminologie interpretiert werden  als 
 Beschreibung der Lokalgarbe durch einen Isomorphismus\label{liko}  
 $$i_*\underline{A}[-p]\sira \mathcal L_{A\subset X}$$
 Lassen wir unsere Orientierbarkeitsannahmen fallen, so ist nach der
 Lokalit"at der Lokalgarbe \ref{lokHo} zumindest $\mathcal L_{A\subset X}[p]$
 eine echte Garbe und  lokal isomorph zum Vorschub der konstanten Garbe
 $i_*\underline{A}$. Nehmen wir nur $X$ orientiert an,
 so liefert umgekehrt jede
 Trivialisierung der Lokalgarbe $i_*\underline{A}\sira \mathcal L_{A\subset X}[p]$
 eine Orientierung von $A$.
 \end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schnittprodukt und lokale Schnittmultiplizit"aten}] 
  Seien  $X$ eine orientierbare $n$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit
  und $A,B\As X$  abgeschlossene Teilmengen,
  die ihrerseits orientierbare Mannigfaltigkeiten der
  Kodimensionen $p,q$ sind. Zus"atzlich nehmen wir  an,
  da"s auch ihr Schnitt $A\cap B$ eine  Mannigfaltigkeit
  der Kodimension $p+q$ in $X$ sein m"oge. W"ahlen wir jeweils Orientierungen
  auf $X,A$ und $B$, 
  so wird unter diesen Wahlen  unsere Lokalgarbenpaarung 
  $\mathcal L_A\otimes \mathcal L_B\ra \mathcal L_{A\cap B}$
  aus \ref{CPL} f"ur $i,j,k$ die jeweiligen Einbettungen mit den Isomorphismen aus \ref{liko} 
  zu einem  Morphismus
  $$i_*\underline{A}[-p]\otimes j_*\underline{B}[-q] \ra \mathcal L_{A\cap B}$$
  Nach Wegk"urzen der Graduierungsverschiebungen und Vorschalten des
  Inversen des offensichtlichen Isomorphismus $i_*\underline{A}\otimes j_*\underline{B}\sira k_*\underline{A\cap B}$ erhalten wir 
  einen Morphismus
  $k_*\underline{A\cap B} \ra \mathcal L_{A\cap B}[p+q]$ und unter der Adjunktion
  $(k^*, k_*)$ wegen $k^* k_*\siRa \op{id}$ einen
  globalen Schnitt von $k^*\mathcal L_{A\cap B}[p+q]$.
  Jede 
  Zusammenhangskomponente von $A\cap B$, auf der dieser Schnitt
  nicht verschwindet, mu"s eine triviale Lokalgarbe haben und somit
  orientierbar sein nach \ref{liko}. Nehmen wir nun der Einfachkeit halber
  $A\cap B$ orientiert an, so wird unser Schnitt unter Nachschalten des
  durch die Orientierung gegebenen Isomorphismus
  $k^*\mathcal L_{A\cap B}[p+q]\sira \underline{A\cap B}$
  zu einer 
  lokal konstanten Funktion $$S=S_{X;A,B}:A\cap B\ra\DZ$$
 Den Wert unserer Funktion an einer
  Stelle $x\in A\cap B$ nennen  wir die
  {\bf lokale Schnittmultiplizit"at}\index{Schnittmultiplizit"at!lokale}
  und finden damit f"ur das cup-Pro\-dukt der
  Fundamentalkozykel in ${\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)$ alias das Schnittprodukt   der Fundamentalzykel unter der zus"atzlichen Annahme, da"s der
  Schnitt $A\cap B$ nur endlich viele Zusammenhangskomponenten hat, 
  die Darstellung\label{SvUm} 
  $$\tau_A\cup \tau_B=\sum_{Z\in\op{Zus}(A\cap B)} S_{X;A,B}(Z)\tau_Z\quad\text{alias}\quad [A]^!\cdot [B]^!=\sum_{Z\in\op{Zus}(A\cap B)}  S_{X;A,B}(Z)[Z]^!$$
  als Summe "uber die Zusammenhangskomponenten
  $Z$ von $A\cap B$. Hat der Schnitt unendlich
  viele Zusammenhangskomponenten, so gilt das immer noch, wenn wir
  die unendliche Summe im Sinne der Tr"agerzerlegung \eref{tzLOK}{TG} der
  lokalen Kohomologie als ein Tupel interpretieren. 
  Ist weiter $U\co X$ eine offene Teilmenge, so haben wir nach der Lokalit"at
  der Lokalgarbenpaarung \ref{LokP} zus"atzlich
  $$S_{U;A\cap U,B\cap U}=S_{X;A,B}|_{A\cap B\cap U}$$
  Unsere lokale Schnittmultiplizit"at an einer Stelle $x\in A\cap B$
  "andert sich also nicht, wenn wir $X$ durch eine offene Umgebung $U\co X$
  von $x$
  ersetzen.
  Lassen wir die Annahme fallen, da"s $A\cap B$ orientierbar sein soll,
  so liefern unsere Argumente feiner f"ur jeden Punkt $x\in A\cap B$
  mit einer offenen Umgebung $U\co X$, f"ur die $A\cap B\cap U$ orientierbar
  ist und  die Schnittmultiplizit"at bei $x$ nicht Null in Bezug auf eine
   lokale Orientierung,  da"s f"ur so einen Punkt $x$ 
   seine Zusammenhangskomponente $Z\subset A\cap B$ orientierbar sein mu"s.
   Au"serdem liefern unsere Argumente, da"s wir nichtorientierbare
   Zusammenhangskomponenten des Schnitts in unserer Formel ignorieren d"urfen.
   \nichtfinal{Argumentiere auch, da"s Schnitte ignoriert werden d"urfen, die
     zu kleine Dimension haben.}
\end{Bemerkungl}


 
\begin{Bemerkungw} Jetzt diskutieren wir erst einmal Schnitte von
  Kurven in der
  Ebene und eine Variante unseres Schnittprodukts,
  bei der eine der zu schneidenden Untermannigfaltigkeiten
  als kompakt
  angenommen wird. Im anschlie"senden Abschnitt  diskutieren wir in  \ref{??}
  die Vertr"aglichkeit unserer
  Schnittprodukte mit Produkten  von Mannigfaltigkeiten und
  folgern im Fall von
  \glqq transversalem Schnitt\grqq, da"s
  unsere Schnittmultiplizit"aten $\pm 1$ sind mit einem durch die
  Orientierungen beschriebenen Vorzeichen.
\end{Bemerkungw}
\begin{Lemma}
  Gegeben eine abgeschlossene zusammenh"angende nichtkompakte
  Einsmannigfaltigkeit $Z\As \DR^2$ besteht ihr Komplement aus
  zwei Komponenten, deren h"ohere
  Garbenkohomologie jeweils verschwindet.\label{VGb} 
\end{Lemma}
\begin{proof}[Erster Beweis] Alexanderdualit"at \eref{ADu}{TG}. 
\end{proof}
\begin{proof}[Zweiter Beweis] Wir schreiben $X\pdef \DR^2$ und  $U\pdef X\backslash Z$
  und notieren $i,j$ die Einbettungen von $Z,U$.  Nach \eref{KlEDab}{TM} gilt  $Z\cong \DR$. 
  Das ausgezeichnete Dreieck $i_!i^!\DZ_X\ra\DZ_X\ra j_*j^*\DZ_X\ra[1]$
  aus \ref{KuEG} liefert wegen $i^!\DZ_X\cong \op{or}_{Z\subset X}[-1]\cong \DZ_Z[-1]$ nach \ref{liko}  eine kurze exakte Sequenz
  $${\op{H}}^0(X)\hra {\op{H}}^0(U)\sra {\op{H}}^0(Z)$$
  und wir sehen, da"s
  $U$ genau zwei Zusammenhangskomponenten hat.
  Die anderen ${\op{H}}^q(U)$ sind in einer exakten Sequenz zwischen Nullen
  eingequetscht und m"ussen folglich verschwinden.
 \end{proof}


  \begin{Proposition}[\textbf{Lokale Schnittmultiplizit"at von Kurven in der Ebene}]
    Seien $A,B\As \DR^2$  abgeschlossene nichtkompakte
   zusammenh"angende Einsmannigfaltigkeiten in der Ebene $X\pdef \DR^2$,
    die   sich
    in genau einem Punkt $p\in X$ schneiden. Trifft jede Komponente von
    $X\backslash A$ jede Komponente von
    $X\backslash B$, 
  so liefert das cup-Produkt der lokalen Kohomologie einen Isomorphismus
     $${\op{H}}_A^1(X)\otimes {\op{H}}_B^1(X)\sira {\op{H}}_{\{p\}}^{2}(X)$$
Andernfalls ist diese Abbildung Null.\label{szke}  Insbesondere ist unter den gegebenen Voraussetzungen die lokale Schnittmultiplizit"at unserer beiden ebenen Kurven bei beliebiger Wahl der
    Orientierungen stets $\pm 1$ im ersten Fall und Null im zweiten Fall.
  \end{Proposition}
  \begin{proof}
    Bezeichne
    % $a:A\hra X$ die Einbettung und 
     $U\pdef X\backslash A$ das Komplement von $A$. Nach \ref{VGb} hat $U$ genau zwei Komponenten $U_1,U_2$ und deren h"ohere Garbenkohomologie verschwindet. Unsere allgemeine Erkenntnis \eref{exSEQ}{TG}  liefert 
  eine kurze exakte Sequenz
  $$\DZ_{U\subset X}\hra \DZ_X \sra \DZ_{A\subset X}$$
  von abelschen Garben auf $X$ und zeigt, wenn
  wir dazu die lange exakte Sequenz der Morphismen
  in die $\DZ_X[q]$ bilden, schon einmal ${\op{H}}_A^q(X)\cong \DZ$
  f"ur $q=1$
  und Null sonst.
  In anderen Worten liefert %f"ur $u:U\hra X$ die Einbettung
  unsere kurze exakte Sequenz
  einen Quasiisomorphismus
  $(\DZ_{U\subset X}\ra \DZ_X[0])\qri \DZ_{A\subset X}[0]$, der
  nach der Beschreibung von $\op{Ext}^q(\DZ_{U\subset X},\mathcal F)$ aus
  \eref{extUJ}{TG} und
  dem Vergleich von Morphismen in $\op{Hot}$ und
  $\op{Der}$ aus \eref{vbho}{TD} eine Bijektion
  $$\op{Hot}_{\op{Ab}_{/X}}\!\big((\DZ_{U\subset X}\ra \DZ_X[0]),\DZ_X[1]\big)\sira
  \op{Der}_{\op{Ab}_{/X}}(\DZ_{A\subset X},\DZ_X[1])$$
  induziert. Das Symbol $[0]$ verwenden wir hier, um bei einem
  Komplex den Term im Grad Null anzuzeigen.
 Wir erhalten offensichtlich einen Erzeuger von
  $$\op{Hot}_{\op{Ab}_{/X}}\!\big((\DZ_{U\subset X}\ra \DZ_X[0]),\DZ_X[1]\big)=
  \mathcal H^0%\op{Hom}_{\op{Ab}_{/X}}
  \big((\DZ_{U\subset X}\ra \DZ_X[0]){\Rrightarrow}_{\op{Hot}}\DZ_X[1]\big)$$
  durch einen Morphismus $\DZ_{U\subset X}\ra \DZ_X$, der 
  unter der offensichtlichen Zerlegung $\DZ_{U_1\subset X}\oplus \DZ_{U_2\subset X}\sira \DZ_{U\subset X}$
  zu einem Erzeuger des Raums der Morphismen $\DZ_{U_1\subset X}\ra\DZ_X$
  beziehungsweise zum Nullmorphismus $\DZ_{U_2\subset X}\ra\DZ_X$ einschr"ankt.
  Ebenso hat auch $V\pdef X\backslash B$ genau zwei Komponenten $V_1,V_2$.
  Nach \eref{jkAK}{TG} hat weiter das Komplement von $A\cup B$
  genau vier Komponenten.
   Sind alle Schnitte $U_i\cap V_j$ nicht leer, so m"ussen diese Schnitte genau unsere vier Komponenten  sein. W"ahlt man nun  analog einen Repr"asentanten
  in der Homotopiekategorie f"ur einen Erzeuger
  der lokalen Kohomologie ${\op{H}}_B^1(X)$ und bildet das Tensorprodukt
  in der Homotopiekategorie, so kann man wieder in der  Homotopiekategorie
  unschwer pr"ufen, da"s wir einen Repr"asentanten eines Erzeugers von
  ${\op{H}}_{\{p\}}^2(X)$ erhalten. 
Andernfalls haben wir nach eventueller
  Umnummerierung ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit
  $U_1\cap V_1=\emptyset$ und dann ist das cup-Produkt der entsprechenden
  Erzeuger in der Homotopiekategorie in der Tat der Nullmorphismus.
  \end{proof}

  \begin{Beispiel}[\textbf{Schnitte in einem Torus}] 
    Seien $A,B\As T\pdef S^1\times S^1$ die zwei
    Kreislinien $S^1\times\{1\}$ und $\{1\}\times S^1$
    im Torus $T$. Sie schneiden sich in genau einem Punkt,
    n"amlich dem Punkt $p\pdef (1,1)$,
    und ihre Schnittmultiplizit"at ist dort nach der lokalen Beschreibung \ref{szke} offensichtlich $\pm 1$ mit einem von den gew"ahlten Orientierungen abh"angigem
    Vorzeichen. Wir finden so
    $$[A]^!\cdot [B]^!=\pm[p]^!\neq 0$$
    Das  bedeutet unter anderem, da"s f"ur beliebige
    abgeschlossene  Untermannigfaltigkeiten  $X,Y\As T$ mit
    $[X]^!=[A]^!$ und $[Y]^!=[B]^!$ ebenso gilt
    $[X]^!\cdot [Y]^!\neq 0$ und damit insbesondere $X\cap Y\neq \emptyset$.
    Wir k"onnen also salopp gesprochen durch
    Verbiegen und Verschieben unserer beiden
    Kreislinien $A$ und $B$ niemals erreichen,
    da"s sie zueinander disjunkt werden. 
  \end{Beispiel}
 \begin{Beispiel}[\textbf{Schnitte in der Ebene}] 
   Seien $A,B\As X\pdef \DR^2$ die beiden Koordinatenachsen.
   Sie schneiden sich in genau einem Punkt,
    n"amlich dem Ursprung $p\pdef (0,0)$, 
    und ihre Schnittmultiplizit"at ist dort nach der
    lokalen Beschreibung \ref{szke} offensichtlich $\pm 1$ mit einem von den
    gew"ahlten Orientierungen abh"angigen
    Vorzeichen. Wir finden so wieder 
    $$[A]^!\cdot [B]^!=\pm[p]^!$$
    Das ist jedoch  weniger interessant, da  in der lokalendlichen
    Homologie alle
     beteiligten Klassen Null sind. Wir k"onnen auch durch
    Verbiegen und Verschieben von $A$ und $B$  leicht erreichen,
    da"s diese beiden Untermannigfaltigkeiten zueinander disjunkt werden,
    aber das f"uhrt aufgrund des Verschwindens all unserer Klassen nicht zum Widerspruch.
  \end{Beispiel}
 \begin{Beispiel}[\textbf{Schnitte in der punktierten Ebene}] 
   Seien $A,B\As X\pdef \DR^2\backslash 0$
   der Diagonalstrahl $\{(t,t)\mid t>0\}$ und die halbe Parabel
   $\{(x,y)\mid y=x^2, x>0\}$. 
   Sie schneiden sich in genau einem Punkt,
    n"amlich dem Punkt $p\pdef (1,1)$, 
    und ihre Schnittmultiplizit"at dort ist nach der lokalen Beschreibung \ref{szke} offensichtlich $\pm 1$ mit einem von den gew"ahlten Orientierungen abh"angigem
    Vorzeichen. Wir finden so wieder 
    $$[A]^!\cdot [B]^!=\pm[p]^!$$ Das ist jedoch  weniger interessant, da
    in diesem Fall die  Klasse $[p]^!$ eines jeden Punktes Null ist in der lokalendlichen Homologie.  Wir k"onnen   durch
    Verbiegen und Verschieben von $A$ und $B$ auch leicht erreichen,
    da"s unsere beiden Untermannigfaltigkeiten zueinander disjunkt werden,
    aber das f"uhrt nicht zum Widerspruch.
  \end{Beispiel}
   \begin{Beispiel}[\textbf{Schnitte in der punktierten Ebene, halbkompakte Variante}] 
   Seien $A,B\As X\pdef \DR^2\backslash 0$
    der Einheitskreis und die positive $x$-Achse. 
    In diesem Fall gilt bereits  $[A]^!=0$ und die Identit"at  
    $$[A]^!\cdot [B]^!=\pm[p]^!$$
    liefert erst recht keine interessanten Aussagen.
   Es ist jedoch nicht klar, ob wir durch
    Verbiegen und Verschieben von $A$ und $B$  erreichen k"onnen,
    da"s unsere beiden Untermannigfaltigkeiten zueinander disjunkt werden.
    In der Tat ist das unm"oglich und folgt aus der Variante  $[A]\cdot [B]^!=\pm[p]\neq 0$ unserer Formel, die  im Fall von kompaktem $A$ 
    in der gew"ohnlichen Homologie gilt und deren Diskussion wir uns
    jetzt zuwenden. 
   \end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl} Gegeben eine orientierte $m$-Mannigfaltigkeit $X$
  definieren nun wir wie bereits in \eref{SnPoo}{TS} angek"undigt
  das
  {\bf cap-Schnittprodukt}\index{Schnittprodukt!cap-Schnittprodukt}
  als die von der Modulstruktur  ${\op{H}}_!^{p}X\times{\op{H}}^{q}X \ra {\op{H}}_!^{p+q}X$  nach \ref{KpKM} unter den  Poincar\'e-Isomorphismen und dualisierten Poincar\'e-Isomorphismen nach \ref{PiOOn}  induzierte 
  bilineare Abbildung
  $${\op{H}}_{m-p}X\times{\op{H}}_{m-q}^!X \ra {\op{H}}_{m-p-q}X$$
  Wir notieren sie  $(\alpha,\beta)\mapsto \alpha\cdot\beta$ und machen also
  in der Notation keinen Unterschied zum cup-Schnittprodukt.
 Gegeben ein topologischer Raum $X$ und abgeschlossene
  Teilmengen $A\As X$ sowie $B\As X$ mit $A$ kompakt  erhalten
  mit den bekannten Vertikalen in diesem Fall "ahnlich wie zuvor
  ein kommutatives Diagramm  
 $$\begin{array}{ccc}
   {\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(X)&\ra& {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)\\
   \da&&\da\\
   {\op{H}}_!^p(X)\times {\op{H}}^q(X)&\ra& {\op{H}}_!^{p+q}(X)
 \end{array}
 $$
  mit der durch die Struktur der kompakten Kohomologie als Modul
 "uber dem Kohomologiering nach \ref{KpKM} gegebenen unteren Horizontale. 
  %\nichtfinal{Das mag ein Student einmal
  %den sechs Funktoren entnehmen.}
  Bezeichne f"ur $A$ kompakt nun $\tau_{!A}\in  {\op{H}}^p_!(X)$ das Bild
  des Fundamentalkozykels $\tau_A\in {\op{H}}^p_A(X)$. 
  Wir finden dann f"ur $A$ kompakt unter denselben Annahmen wie in \ref{SvUm}
  und mit denselben lokalen Schnittmultiplizit"aten die Identit"at  
  $$\tau_{!A}\cup \tau_B=\sum_{Z\in\op{Zus}(A\cap B)} S_{X;A,B}(Z)\tau_{!Z}\quad\text{alias}\quad [A]\cdot [B]^!=\sum_{Z\in\op{Zus}(A\cap B)} S_{X;A,B}(Z)[Z]$$
  in der kompakten Kohomologie beziehungsweise der Homologie von $X$. 
\end{Bemerkungl}
  \begin{Beispiel}[\textbf{Schnitte in der punktierten Ebene, halbkompakte Variante}] 
   Seien $A,B\As X\pdef \DR^2\backslash 0$
    der Einheitskreis und die positive $x$-Achse. 
    Da $A$ kompakt ist, k"onnen wir das cap-Schnittprodukt betrachten und erhalten die Identit"at  
    $$[A]\cdot [B]^!=\pm[p]\neq 0$$
    in der gew"ohnlichen Homologie ${\op{H}}_0(\DR^2\backslash 0)$.  
    Es folgt sowohl $[A]\neq 0$ in  ${\op{H}}_1(\DR^2\backslash 0)$ als
    auch $[B]^!\neq 0$ in  ${\op{H}}_1^!(\DR^2\backslash 0)$ und
    insbesondere folgt, da"s wir salopp gesprochen  durch
    Verbiegen und Verschieben von $A$ und $B$ nicht  erreichen k"onnen,
    da"s unsere beiden Untermannigfaltigkeiten zueinander disjunkt werden. 
  \end{Beispiel}





\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine orientierte $n$-Mannigfaltigkeit $X$
  liefert unser \hyperref[SnPr]{cap-Schnitt\-pro\-dukt} 
  gefolgt von der Augmentation $\varepsilon:{\op{H}}_{0}(X)\ra\DZ$ 
  eine bilineare Abbildung,\index{)8a@$\odot$ Schnittpaarung} die {\bf Schnittpaarung}\index{Schnittpaarung}\label{SchnPaa} 
  $$\begin{array}{ccc}{\op{H}}_{q}(X)\times  {\op{H}}^!_{n-q}(X)&\ra& \DZ\\
    (\;\alpha\;,\;\beta\;)&\mapsto&\alpha\odot\beta
  \end{array}
  $$
  gegeben in Formeln durch $\alpha\odot\beta\pdef \varepsilon(\alpha\cdot\beta)$. 
 \end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Eigenschaften der Schnittpaarung}]  
  Gegeben eine orientierte $n$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit $X$ induziert
  die Schnittpaarung ${\op{H}}_{q}(X)\times  {\op{H}}^!_{n-q}(X)\ra \DZ$ stets
  eine Surjektion ${\op{H}}^!_{n-q}(X)\sra \op{Hom}({\op{H}}_{q}(X),\DZ)$ und
  im Fall von freiem ${\op{H}}_{q-1}(X)$ ist diese Surjektion\label{EdS} 
  sogar ein Isomorphismus
  $${\op{H}}^!_{n-q}(X)\sira \op{Hom}({\op{H}}_{q}(X),\DZ)$$
\end{Satz}

\begin{proof}
 Schalten wir unserer cap-Schnittpaarung 
im zweiten Eintrag  den Inversen des dualisierten Poin\-car\'e-Isomorphismus
  ${\op{P}}^!:{\op{H}}_{n-q}^!(X)\sira {\op{H}}^{q}(X)$
vor, so erhalten wir \nichtfinal{(warum?)} die Kroneckerpaarung ${\op{H}}_{q}(X)\times{\op{H}}^{q}(X) \ra \DZ$.
Nach
  dem universellen Koeffiziententheorem \ref{UKGK}
  haben wir jedoch eine kurze exakte Sequenz 
  \begin{displaymath}\op{Ext}({\op{H}}_{q-1}(X), \DZ)\hra {\op{H}}^{q}(X)\sra \op{Hom}({\op{H}}_{q}(X), \DZ)\qedhere
  \end{displaymath}
\end{proof}





\begin{Bemerkungl}
Analoges gilt mit Koeffizienten in einem beliebigen noetherschen Kring endlicher homologischer Dimension. Im Fall eines
Krings der Charakteristik Zwei brauchen wir noch nicht einmal
irgendwelche Orientierbarkeiten vorauszusetzen.
Mit Koeffizienten in einem K"orper $k$ etwa 
ist die totale Homologie immer frei und dann 
induziert  unsere Schnittpaarung einen Isomorphismus
$${\op{H}}_{n-q}^!(X;k)\sira \op{Hom}_k({\op{H}}_{q}(X;k), k)$$
und im Fall eines K"orpers der Charakteristik Zwei 
brauchen wir noch nicht einmal $X$ orientiert vorauszusetzen.
\end{Bemerkungl}




\begin{Beispiel}[\textbf{Ebene ohne abgeschlossene diskrete Teilmenge}] 
  Im Fall der Zweimannigfaltigkeit $X\pdef \DC\backslash \DZ$
  ist die erste Homologie
  ${\op{H}}_{1}(X)$ eine freie abelsche Gruppe mit kleinen Zykeln
  um die ganzen Zahlen als Repr"asentanten einer Basis, denn schreiben wir
  unseren Raum als aufsteigende Vereinigung immer gr"o"serer offener Teilmengen,
  so ist die Homologie der Kolimes.
  Weiter ist ${\op{H}}_{0}(X)\cong\DZ$ frei und nach \ref{EdS} liefert damit die Schnittpaarung einen Isomorphismus
${\op{H}}_{1}^!(X)\sira \op{Hom}({\op{H}}_{1}(X),\DZ)$. 
  Folglich 
  ist ${\op{H}}_{1}^!(X)$ isomorph zu einem Produkt von abz"ahlbar vielen
  Kopien von $\DZ$ und man erh"alt Repr"asentanten f"ur die
  Elemente der ersten
  lokalendlichen Homologie zum Beispiel,
  indem man die Fundamentalzykel von vertikalen Halbgeraden
  betrachtet, die von Punkten $n\in\DZ$ nach oben ins Unendliche laufen,
  und von ihnen geeignet definierte \glqq unendliche Linearkombinationen\grqq\
 nimmt.
\end{Beispiel}





 \subsubsection*{"Ubungen}


\begin{Ubung}[\textbf{Funktorialit"at des cup-Produkts der lokalen Kohomologie}]
 F"ur eine beliebige
 stetige Abbildung $f:X\ra Y$ und 
 $C,D\As  Y$ mit der Eigenschaft $f^{-1}(C)\subset A$ und
 $f^{-1}(D)\subset B$ erhalten wir f"ur das cup-Produkt der lokalen Kohomologie \ref{clK} ein
 kommutatives Diagramm\label{Fuca} 
 $$\begin{array}{ccc}
   {\op{H}}_C^p(Y)\times {\op{H}}_D^q(Y)&\ra& {\op{H}}_{C\cap D}^{p+q}(Y)\\
   \da&&\da\\
   {\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(X)&\ra& {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)
 \end{array}
 $$
\end{Ubung}

 


\begin{Ubung}[\textbf{Fundamentalkozykel einer Untervariet"at}]
  \nichtfinal{Als Fundamentalzykel formulieren, das ist anschaulicher!}
  Seien $X$ eine $n$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit
  und $A\As X$ eine abgeschlossene Teilmenge, die  eine Filtrierung der Gestalt 
  $$A=A^{{\leq a}}\supset A^{{\leq a-1}}\supset\ldots\supset A^{{\leq 0}}\supset \emptyset =A^{{\leq -1}}$$ durch abgeschlossene Teilmengen $(A^{\leq n})_{n\in\DZ}$ besitzt derart, da"s das Komplement $A^{{\leq q}}\backslash A^{{\leq q-1}}$
  jeweils eine $q$-Man\-nig\-fal\-tig\-keit ist.\label{kkkVn} 
Man zeige $\mathcal H^p\mathcal L_{A^{\leq q}}=0$ f"ur $p+q<n$  und zeige
unter der zus"atzlichen Annahme,
da"s sogar 
$A^\circ\pdef A\backslash  A^{{\leq a-2}}$ eine $a$-Mannigfaltigkeit ist,  da"s der nat"urliche Morphismus 
  einen Isomorphismus 
  $$\mathcal H^{n-a}\mathcal L_{A}
  \sira \mathcal H^{n-a}\mathcal L_{A^\circ}$$
  liefert. Sind schlie"slich Orientierungen auf $X$ und
  $A^\circ$ gew"ahlt, so erh"alt man weiter wie in \ref{Fukoz}
  ausgezeichnete Isomorphismen
  $\mathcal L_{A^\circ}\sira j_*\DZ_{A^\circ}[a-n]$ f"ur $j:A^\circ \hra X$ die
  Einbettung und damit einen ausgezeichneten globalen Schnitt
  $1\in \Gamma\mathcal H^{n-a}\mathcal L_{A^\circ}$ und dann auch
  in $\Gamma\mathcal H^{n-a}\mathcal L_{A}$. Weil wir bereits wissen,
  da"s gilt $\mathcal H^{q}\mathcal L_{A}=0$ f"ur $q<n-a$, ist die
  offensichtliche Abbildung ein Isomorphismus 
$\Gamma\mathcal H^{n-a}\mathcal L_{A}\sira  \mathbb H^{n-a}(X;\mathcal L_{A})$
  und wir erhalten ein ausgezeichnetes Element der lokalen Kohomologie,
  das wir wieder den {\bf Fundamentalkozykel von $A$ in $X$} nennen
  und\index{Fundamentalkozykel!von Untervariet"at}\label{Fukozy}
   $$\tau_A=\tau_{A\subset X}\in {\op{H}}^{n-a}_A(X)$$
  notieren. Er h"angt von den gew"ahlten Orientierungen ab.
  Man zeigt unschwer, da"s er im Fall einer Mannigfaltigkeit $A$
  mit dem Fundamentalkozykel aus \ref{Fukoz} "ubereinstimmt und da"s
  f"ur $U\co X$ offen und $u:U\hra X$ die Einbettung
  in ${\op{H}}^{n-a}_{A\cap U}(U)$ gilt $u^\ast \tau_A=\tau_{A\cap U}$.
  Ein typisches Beispiel f"ur eine  Situation der hier beschriebenen Art
  ist der Fall einer glatten komplexen algebraischen Variet"at $V$ mit einer
  abgeschlossenen Untervariet"at $W\As V$ und den 
  zugeh"origen topologischen R"aumen  $ W(\DC)\As V(\DC)$ mit der analytischen Topologie als $A\As X$, vergleiche \eref{kkkV}{TG}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Berechnung lokaler Schnittmultiplizit"aten}] 
  Seien 
  $A,B$ abgeschlossene Teilmengen von $ X\pdef \DR^n$ und $a,b\in \DN$ und 
  $\tau_A\in {\op{H}}^{n-a}_{A}(X)$ sowie 
  $\tau_B\in {\op{H}}^{n-b}_{B}(X)$ lokale Kohomologieklassen.
  Wir nehmen an, der Schnitt $A\cap B=\{x\}$ sei ein
  einziger Punkt, und wollen $\tau_A\cup \tau_B\in {\op{H}}^{n}_{x}(X)$
  bestimmen. Gegeben eine kompakte Kugel $K\subset X$ mit 
  $x\in K$ ist der R"uckzug ein Isomorphismus ${\op{H}}^{n}_{x}(X)\sira {\op{H}}^{n}_{K}(X)$. Wir k"onnen damit $\tau_A$  ersetzen durch sein Bild in
  ${\op{H}}^{n-a}_{A\cup K}(X)$ und 
  $\tau_B$ durch sein Bild in ${\op{H}}^{n-b}_{B\cup K}(X)$.
  Die Homotopieinvarianz der lokalen Kohomologie \eref{HIRHg}{TG}
  zeigt nun, da"s jede Abbildung $\varphi:(X,K)\ra (X,K)$, die
  als Abbildung von Raumpaaren homotop ist zur Identit"at im Sinne
  von \eref{HIRH}{TS} und die au"serhalb von $K$ die Identit"at ist,
  die Klasse $\tau_B\in {\op{H}}^{n-b}_{B\cup K}(X)$ festh"alt.
  Diese Klasse ist damit auch das Bild von  $\varphi^*(\tau_B)\in
  {\op{H}}^{n-b}_{\varphi^{-1}(B)}(X)$. Bei geschickter Wahl von $\varphi$
  kann nun $$\tau_A\cup \varphi^*(\tau_B)\in {\op{H}}^{n}_{K}(X)$$ leichter zu berechnen sein. Wenn
  wir etwa ein $\varphi$  finden k"onnen, f"ur das gilt $A\cap \varphi^{-1}(B)=\emptyset$, 
  so folgern wir sofort $\tau_A\cup \tau_B=\tau_A\cup \varphi^*(\tau_B)=0$.
  Im Fall der Fundamentalkozykel von Untervariet"aten und "ahnlich
  gelagerten F"allen 
  wie in
  \ref{Fukozy} dahingegen gilt es salopp gesprochen, mit $\varphi$ \glqq unser $B$ ein
  bi"schen zu verschieben, so da"s aus dem einem Schnittpunkt $x$ mehrere
  Schnittpunkte mit transversalem Schnitt werden, und diese Schnittpunkte
  m"ussen wir dann nach \ref{cpS} nur noch mit
  geeigneten Vorzeichen z"ahlen\grqq. Im Fall von Untervariet"aten
  einer glatten komplexen Variet"at  wei"s man sogar zus"atzlich, da"s dann
  alle diese Vorzeichen $+1$ sein m"ussen. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Zur"uckholen der lokalen Kohomologie mit sechs Funktoren}]
    Gegeben  $A\As X$ eine abgeschlossene Teilmenge eines
    topologischen Raums
    und $\mathcal F\in \op{Ab}_{/X}$ 
    und $i:A\hra X$ die Einbettung und $c=c_A:A\ra \op{top}$ die konstante Abbildung kennen wir aus \ref{IuEG} einen 
    ausgezeichneten Isomorphismus $$\mathcal H^q c_{A*}i^!\cal F\sira {\op{H}}^q_A(X;\mathcal F)$$
    Gegeben $B\As Y$ eine weitere abgeschlossene Teilmenge eines
    topologischen Raums und $j:B\hra Y$ die Einbettung $f:X\ra Y$ eine stetige Abbildung mit $f^{-1}(B)\subset A$ und $\phi: \mathcal F\ra \mathcal G$ ein Morphismus
    in $\op{Der}_{{\sslash}f}(\mathcal F,\mathcal G)$ alias ein Morphismus
    $\mathcal G\ra f_*\mathcal F$ in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
    konstruieren wir einen
    Morphismus\index{)6@$\phi^\circledast$!Zur"uckholen von Schnitten}\label{ZLKsf}
    $$\phi^\circledast :c_{B*}j^!\mathcal G \ra c_{A*}i^!\mathcal F$$
    in $\op{Der}(\op{Ab})$  oder ganz pedantisch
    $\op{Der}(\op{Ab}_{/{\op{top}}})$  unter Betrachtung des Diagramms
    \begin{displaymath}
 \xymatrix{
f^{-1}(B) \ar@{^{(}->}[r]^-u \ar[d]^{f_B}& A\ar@{^{(}->}[r]^i&X\ar[d]^{f}\\
B \ar@{^{(}->}[rr]^j &&Y
}
    \end{displaymath}
    als die Komposition
    $$c_{B*}j^!\mathcal G\ra c_{B*}j^!f_*\mathcal F
    \sira c_{B*}f_{B*}u^!i^!\mathcal F\sira c_{A*}u_*u^!i^!\mathcal F\sira
    c_{A*}u_!u^!i^!\mathcal F\sira c_{A*}i^!\mathcal F$$
    eines von $\phi$ induzierten Morphismus mit Basiswechsel,
    der Isotransformation $u_!\siRa u_*$ und der Koeinheit der Adjunktion.
    Man zeige, da"s dieser Morphismus $\phi^\circledast$
    im Fall von gew"ohnlichen abelschen Garben
    $\mathcal F,\mathcal G$ unser Zur"uckholen  auf der lokalen Kohomologie
    aus \eref{ZHKoXn}{TG} induziert, in Formeln also die Kommutativit"at
    des Diagramms
      \begin{displaymath}
 \xymatrix{\mathcal H^q c_{B*}j^!\cal G
 \ar[r]^-\sim \ar[d]^{\phi^\circledast}& {\op{H}}^q_B(Y;\mathcal G)\ar[d]\\
\mathcal H^q c_{A*}i^!\cal F
 \ar[r]^-\sim & {\op{H}}^q_A(X;\mathcal F)
}
      \end{displaymath}
      Man zeige weiter f"ur verkn"upfbare Komorphismen $ \phi^\circledast\circ \psi^\circledast=(\psi\circ\phi)^\circledast$ und der
      Vollst"andigkeit halber auch $\op{id}^\circledast=\op{id}$. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Vorschub der relativen Homologie mit sechs Funktoren}]
  Sind in den Notationen der vorhergehenden "Ubung \ref{ZLKsf} alle beteiligten topologischen
  R"aume \hyperref[lesb]{lesb}, so konstruiert man in derselben
  Weise f"ur jeden Morphismus $\varphi: f_!\mathcal F\ra \mathcal G$ in $\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$ einen Morphismus\label{Vrh} 
$$\varphi_\circledast :c_{A!}i^*\mathcal F \ra c_{B!}j^*\mathcal G$$
    in $\op{Der}(\op{Ab})$  oder ganz pedantisch
    $\op{Der}(\op{Ab}_{/{\op{top}}})$ und zeigt 
$ \psi_\circledast\circ \varphi_\circledast=(\psi\circ\varphi)_\circledast$ und der
    Vollst"andigkeit halber auch $\op{id}_\circledast=\op{id}$.
    Man beachte, da"s ein
    Morphismus $\varphi: f_!\mathcal F\ra \mathcal G$ nicht einem eigentlichen Opkomorphismus
    entspricht. 
\end{Ubung}
\begin{Beispiel}
    Ist $f:X\ra Y$ eine stetige Abbildung von Mannigfaltigkeiten derselben
    Dimension $n$ mit diskreten Fasern, so ist $f_{(!)}$  nach
    eigentlichem Basiswechsel ein exakter Funktor und induziert einen
    Morphismus $f_!\omega_X\ra \omega_Y$ oder auch einfacher einen
    Morphismus
    $\varphi:f_!\op{or}_X\ra \op{or}_Y$. Gegeben $A\As X$ und $B\As Y$
    mit $f^{-1}(B)\subset A$ entspricht die zugeh"orige Abbildung
    $\varphi_\circledast:\Gamma_!(A;\op{or}_X)\ra \Gamma_!(B;\op{or}_Y)$
    unter unserem Isomorphismus \eref{HHM}{TS} dem Vorschub
    $${\op{H}}_n(X,X\backslash A)\ra {\op{H}}_n(Y,Y\backslash B)$$ Das
    ist seinerseits ein Spe\-zial\-fall der
    Nat"urlichkeit des Ver\-gleichs\-iso\-mor\-phis\-mus der relativen Homologie
    \ref{NatVR}.
  \end{Beispiel}





\begin{Proposition}[\textbf{Freiheit der Homologie bei Mannigfaltigkeiten}]
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte orientierbare $m$-Mannigfaltigkeit $X$
  is ${\op{H}}_{m-1}X$ eine freie abelsche Gruppe.\label{FrH}
  \nichtfinal{Vielleicht verlegen zu Koeffizienten, braucht Vergleichss"atze.} 
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Es reicht, das f"ur $X$ zusammenh"angend zu zeigen.
  F"ur $X$ kompakt wissen wir es bereits aus \eref{fhm}{TS}.
  Es reicht also, es f"ur $X$ zusammenh"angend nichtkompakt zu zeigen.
  In dem Fall haben wir ${\op{H}}_0^!(X;G)=0$ f"ur jede abelsche Gruppe $G$
  nach \eref{VnlH}{TS} und damit  ${\op{H}}^m(X;G)=0$ nach den dualisierten
  Poincar\'e-Isomorphismen \ref{PiOOn} mit Koeffizienten $G$ und damit
  $\op{Ext}({\op{H}}_{m-1}X,G)=0$  f"ur jede abelsche Gruppe $G$ nach dem universellen Koeffiziententheorem der Kohomologie \eref{UKh}{TS}. Die Proposition folgt. 
\end{proof}

\subsection{Schnitte in Produkten}

 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Schnittmultiplizit"aten bei transversalem Schnitt}] 
    Seien $X$ eine orientierte $n$-Mannigfaltigkeit
    und $A,B\As X$  abgeschlossene
    orientierte Untermannigfaltigkeiten der Kodimensionen $p,q$ derart,
     die sich
     {\bf transversal schneiden} \index{transversaler Schnitt}
     in dem Sinne,\label{trvS} 
 da"s jeder Punkt $x\in A\cap B$
    eine offene Umgebung $U\co X$ besitzt mitsamt einem Hom"oomorphismus
    $U\sira E$ zu
    einem endlichdimensionalen reellen Vektorraum,
    unter dem $A\cap U$ und $B\cap U$ bijektiv auf Untervektorr"aume der
    Kodimensionen $p$ beziehungsweise $q$ abgebildet werden, die zusammen
    $E$ erzeugen. Wir nennen solch einen Hom"oomorphismus
    eine {\bf Schnittpl"attung}.\index{Schnittpl"attung}
    Unter diesen Annahmen
    ist auch $A\cap B$ eine Mannigfaltigkeit und nach 
    der Lokalit"at der Lokalgarbe \ref{lokHo} und ihrer Beschreibung im
    orientierten Fall \ref{loki} 
    ist $\mathcal L_{A\cap B}[p+q]$ eine echte Garbe
    und zumindest lokal isomorph zum Vorschub der 
    konstanten Garbe auf dem Schnitt $k_*\underline{A\cap B}$. 
    Unsere Lokalgarbenpaarung induziert nun
    
    und wir
    k"onnen 
    darauf die
    {\bf Schnitt\-ori\-en\-tie\-rung}\index{Schnittorientierung}
    erkl"aren durch die Vorschrift, da"s sie unter jeder
    Schnittpl"attung der Schnittorientierung entspricht, wie wir
    sie in \ref{Snno} im Fall von Untervektorr"aumen eingef"uhrt haben.
    Mit dieser Schnittorientierung auf $A\cap B$ gilt dann
    mit derselben Argumentation\label{cpS}
    in der lokalendlichen Homologie von $X$ die Identit"at 
    $$[A]^!\cdot [B]^!=[A\cap B]^!=\sum_{Z\in \op{Zus}(A\cap B)} [Z]^!$$
    In Worten  ist also im Fall eines transversalen Schnitts das
  Schnittprodukt der Fundamentalzykel
  der Fundamentalzykel
  des Schnitts. Ebenso erhalten wir im Fall von kompaktem $A$ zus"atzlich
  in der gew"ohnlichen Homologie die
  feinere Identit"at
  $$[A]\cdot [B]^!=[A\cap B]=\sum_{Z\in \op{Zus}(A\cap B)} [Z]$$
\end{Bemerkungl}
  
 Gegeben abgeschlossene orientierte sich transversal schneidende Untermannigfaltigkeiten $A,B\As X$ der Dimensionen $q$, $n-q$
  mit $A$ kompakt liefert \ref{SnPr}  insbesondere
  die Formel $$[A]\odot [B]^!=\varepsilon( [A\cap B])$$
  Hier ist $A\cap B$ eine endliche Menge alias kompakte Nullmannigfaltigkeit und die Schnittorientierung
  darauf ist eine Abbildung $\eta:A\cap B\ra \{1,-1\}$ und die Augmentation
  des zugeh"origen Fundamentalzykels ergibt sich zu 
  $$\varepsilon( [A\cap B])=\sum_{x\in A\cap B}\eta(x)$$
  
\subsection{Schnittpaarung und Poincar\'edualit"at, ERWEITERT}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Starke dualisierte Poincar\'e-Isomorphismen}]
Seien  $i:A\hra X$ die Einbettung einer abgeschlossenen Teilmenge einer $m$-dimensionalen
  Mannigfaltigkeit   und $G$ eine abelsche Gruppe
  und $a:A\ra \op{top}$ sowie $c:X\ra \op{top}$ die konstanten Abbildungen.
  Unter diesen Annahmen
  haben wir in der Garbenkohomologie Isomorphismen
  $$\begin{array}{llll}
    {\op{H}}_q^!(A;G)&=&\mathcal H^{-q}a_*a^!G_{\op{top}}&\text{nach Definition \ref{kIkX}}\\[1mm]
    &\sira&
    \mathcal H^{-q}a_*i^!c^!G_{\op{top}}&\text{mit $c\circ i=a$,}\\[1mm]
    &\sira& \mathcal H^{-q}a_*i^!\op{or}_X(G)[m]&\text{mit \ref{dGmg},}\\[1mm]
    &\sira& {\op{H}}_A^{m-q}(X;\op{or}_X(G))&\text{mit \ref{IuEG}.}
  \end{array}
  $$
  Ist zus"atzlich $X$ orientierbar und 
  ein Isomorphismus $G_X\sira \op{or}_X(G)$ alias eine Orientierung  ausgezeichnet,
  so k"onnen wir das nach \ref{VgSs} verl"angern zu einem Isomorphismus,
  der\label{SPD}
  {\bf starken dualisierten Poincar\'e-Dualit"at}\index{Poincar\'e-Dualit"at!starke dualisierte}
  $$ {\op{H}}_q^!(A;G)_{\op{garb}}\sira  {\op{H}}^{m-q}_A(X;G)_{\op{garb}}\sira  {\op{H}}^{m-q}(X,X\backslash A;G)_{\op{sing}}$$
  Ist $A$ auch noch kompakt, so haben wir zus"atzlich  ${\op{H}}_q(A;G)_{\op{garb}}\sira {\op{H}}_q^!(A;G)_{\op{garb}}$.
  Im Fall $A=X$ erhalten wir die dualisierten
  Poincar\'e-Isomorphismen aus \ref{PiOO}. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Starke  Poincar\'e-Isomorphismen}]
Seien  $i:A\hra X$ die Einbettung einer abgeschlossenen Teilmenge einer $m$-dimensionalen
  Mannigfaltigkeit   und $G$ eine abelsche Gruppe
  und $a:A\ra \op{top}$ sowie $c:X\ra \op{top}$ die konstanten Abbildungen.
  Unter diesen Annahmen
  haben wir in der Garbenkohomologie nat"urliche Isomorphismen
  $$\begin{array}{llll}
    {\op{H}}^q_!(A;\op{or}_X(G))&=&\mathcal H^{q}a_!i^*\op{or}_X(G)&\text{nach den Definitionen,}\\[1mm]
    &\sira&
    \mathcal H^{q}a_!i^*c^!G_{\op{top}}[-n]&\text{mit \ref{dGmg},}\\[1mm]
    &\sira& {\op{H}}_{n-q}(X,X\backslash A;G)_{\op{sing}}&\text{mit  \ref{pola}.
    }
  \end{array}
  $$
 Im Fall $A=X$ erhalten wir unsere
 Poincar\'e-Isomorphismen aus \ref{PiOO}.\label{SP}
 \nichtfinal{Ich sollte vielleicht besser
   die Poincare-Isomorphismen immer von der
   Homologie,wo alles noch anschaulich ist, in die Kohomologie gehen lassen.}
Im Fall $X=\DR^n$ erhalten wir die Alexander-Dualit"at aus \eref{ADu}{TG}.
%\label{allgJ} 
  Gegeben eine $n$-Mannigfaltigkeit $X$ mit einer abgeschlossenen
  Teilmenge $A\As X$ konstruieren wir in \eref{VdHhr}{TSF} diesmal nur der Einfachkeit der Notation halber ohne Koeffizienten sogar
  ein kommutatives Diagramm von langen exakten Sequenzen
  $$\begin{array}{cccccccc}
 \ldots\ra&{ {\op{H}}^{q}_{!} (X\backslash A;\op{or}_X)}& {\ra}
&{ {\op{H}}^{q}_{!} (X;\op{or}_X)} &{\ra} &
{ {\op{H}}^{q}_{!} (A;\op{or}_X)}&\ra\ldots \\
&{\downarrow\wr} & &{\downarrow\wr} & &
{\downarrow\wr} &  \\
 \ldots\ra& {{\op{H}}_{n-q}(X\backslash A)}& {\ra
}&{ {\op{H}}_{n-q}X} &
 {\ra }&
{{\op{H}}_{n-q}(X,X\backslash A)}&
\ra\ldots
  \end{array}$$
  mit den gew"ohnlichen Poincar\'e-Isomorphismen
  in den beiden linken Vertikalen und dem starken Poincar\'e-Isomorphismus
  in der rechten Vertikalen.
  Im Fall $q=0$ spezialisiert er zu unserem Satz
  \eref{HHM}{TS} "uber hohe Homologie von Mannigfaltigkeiten.
  Ebenso unmittelbar erhalten wir
  Proposition \eref{FP}{TS} "uber das Verschwinden der reduzierten Homologie
  des Komplements $S^n\backslash A$ eines Hyperkubus $A$ in einer Sph"are.
  Der R"uckzug liefert ja
  offensichtlich Surjektionen $ {\op{H}}^{q}_{!} S^n \sra {\op{H}}^{q}_{!} A$
  f"ur alle $q,n$ und diese sind Isomorphismen im Fall $q\neq n$ und
  haben im Fall $q=n$ als Kern eine freie abelsche Gruppe vom Rang Eins.
Es folgt  $ {\op{H}}_{q}(S^n\backslash A)=0$ f"ur $q\neq 0$ und 
$ {\op{H}}_{0}(S^n\backslash A)\cong \DZ$
und folglich $ \tilde{\op{H}}_{q}(S^n\backslash A)=0$ f"ur  alle $q$.
\end{Bemerkungl}










\subsection{Wohin damit?} 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Trennkategorien von Raumpaaren}]
  Um  unseren  Trennfunktor der  relativen singul"aren Kohomologie
  relativ zu einer offenen Teilmenge
  $${\op{H}}^*_{\op{sing}}:\op{Top}^{\co}\ra \op{sgAb}^{\op{opp}}$$
  aus \eref{RKS}{TSK} in der Garbenkohomologie wiederzufinden,
    f"uhren wir  eine Variante $\op{Top}^{\lAs}$ unserer
    Trennkategorie $\op{Top}^{\co}$ aus \eref{SdRA}{TSK} ein. Objekte sind Paare $(X,A)$ mit
    $A\As X$. Trennungen 
 $(X,A)\ra (Y_1,B_1)\curlywedge\ldots\curlywedge (Y_r,B_r) $ sind 
   Tupel von  stetigen Abbildungen $f_i:X\ra Y_i$ 
   mit  $A\supset f_1^{-1}(B_1)\cap\ldots\cap f_r^{-1}(B_r)$.
  Das Bilden des Komplements
   $(X,U)\mapsto (X,X\backslash U)$ ist dann ein Isomorphismus
  von Trennkategorien $$\op{Top}^{\co}\sira \op{Top}^{\lAs}$$
  Wir drehen in der Notation das Inklusionszeichen um,
  weil $\op{Top}^{\lAs}$ im Gegensatz zu $\op{Top}^{\co}$ keine
  volle Untertrennkategorie der in \eref{SdRA}{TSK} erkl"arten
  Trennkategorie $\op{Top}^{\subset}$ der Raumpaare ist, sondern vielmehr
  eine
  volle Untertrennkategorie ihrer in offensichtlicher Weise erkl"arten Variante $\op{Top}^{\supset}$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Kohomologie als Hyperkohomologie der Lokalgarbe}]
   Unsere Beschreibung \eref{LKE}{TG} der lokalen Kohomologie
  als Erweiterungsgruppe zusammen mit der Beschreibung \ref{ExqHq}
  einer Erweiterungsgruppe als
  die  Hyperkohomologie des entsprechenden Homkomplexes liefern
  f"ur $A\As X$ abgeschlossen und $i:A\hra X$ die
    Einbettung  Isomorphismen\label{LKH} 
    $${\op{H}}_A^q(X;\DZ)\sira \op{Ext}^q_{\op{Ab}_{/X}}(\DZ_{A\subset X},\DZ_X)\sira\mathbb H^q(X;\DZ_{A\subset X}^\vee)$$  
    Wir vereinbaren  die Notation $\mathcal L_{A\subset X}\pdef \DZ_{A\subset X}^\vee$, nennen diesen Komplex die {\bf Lokalgarbe von $A$ in $X$}\index{Lokalgarbe}
    und
      erhalten Isomorphismen
       $${\op{H}}_A^q(X;\DZ)\sira\mathbb H^q(X;\mathcal L_{A\subset X})$$
  \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
 Wir erinnern die Garbenoptrennfaserung
 $\op{Ab}_{\sslash{\op{Top}}}\ra \curlywedge{\op{Top}}$ aus \ref{SaGg} und
 betrachten die dazu oppinverse Trennfaserung nach \ref{fdoTF} und notieren sie $$\op{Ab}_{/{\op{Top}}}\pdef (\op{Ab}_{\sslash{\op{Top}}})^{\op{otf}}\ra \curlywedge{\op{Top}}$$
 Trennungen $\mathcal F\ra \mathcal G_1\curlywedge\ldots \curlywedge\mathcal G_r$ in $\op{Ab}_{/{\op{Top}}}$ "uber einer Trennung $(f_1,\ldots,f_r):X\ra Y_1\curlywedge\ldots \curlywedge Y_r$
in $\curlywedge{\op{Top}}$  sind per definitionem
  Homomorphismen
  $ \mathcal F\ra f_1^*\mathcal G_1\otimes  \ldots\otimes f_r^*\mathcal G_r$
  in $\op{Ab}_{/X}$.
  Wir betrachten nun den Trennfunktor
 $ {\op{Top}^{\lAs}}\ra \op{Ab}_{/{\op{Top}}}$
 mit $(X,A)\mapsto \DZ_X$. 
  Die Bilder der Trennungen in der Basis unter diesem Trennfunktor  steigen ab zu Trennungen zwischen den
  Quotienten $$\DZ_{A\subset X}\pdef i_*\DZ_A= i_*i^*\DZ_X$$ der Garben $\DZ_X$ mit $i:A\hra X$ der Einbettung und wir erhalten so einen
  weiteren Trennfunktor  $ {\op{Top}^{\lAs}}\ra \op{Ab}_{/{\op{Top}}}$ mit $(X,A)\mapsto \DZ_{A\subset X}$. Die zugeh"origen Morphismen\label{KIZ} 
  $$\DZ_{A\subset X}\ra f_1^*\DZ_{B_1\subset Y_1}\otimes \ldots\otimes f_r^*\DZ_{B_r\subset Y_r}$$
  sind dieselben in $\op{Ab}_{/X}$ und $\op{Der}_{/X}$, da alle beteiligten
  Garben freie Halme haben, und wir erhalten so  einen Trennfunktor
  $ {\op{Top}^{\lAs}}\ra  (\op{Der}_{\sslash{\op{Top}}})^{\op{otf}}$.
  Wir erinnern  nun  unsere Lokalgarben 
  $$\mathcal L_{A\subset X}\pdef (\DZ_{A\subset X})^\vee=(\DZ_{A\subset X}{\Rrightarrow} \DZ_X)\in 
  \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$$
  aus \ref{LKH}.
  Dualisieren wir unseren Morphismus von eben und
  schalten davor die nat"urlichen Morphismen \eref{duo1}{TSK} vom Tensorprodukt der Dualen zum Dualen des Tensorprodukts und die  nat"urlichen Morphismen
  \ref{fuiD} vom R"uckzug des Dualen zum Dualen des R"uckzugs, so erhalten wir
  in $\op{Der}(\op{Ab}_{/X})$ einen Morphismus 
 $$ f_1^*\mathcal L_{B_1\subset Y_1}\otimes \ldots\otimes f_r^*\mathcal L_{B_r\subset Y_r}\ra \mathcal L_{A\subset X} $$
alias eine Trennung $\mathcal L_{A\subset X}\ra \mathcal L_{B_1\subset Y_1}\curlywedge \ldots\curlywedge\mathcal L_{B_r\subset Y_r}$ in 
  $\op{Der}_{\sslash{\op{Top}}}$.
Wir erhalten so einigerma"sen offensichtlich  einen Trennfunktor $ {\op{Top}^{\lAs}}\ra\op{Der}_{\sslash{\op{Top}}}$.  Formal und in der
angemessenen Allgemeinheit steht das in 
\ref{HTUI}. 
Durch Nachschalten von $\mathbb H$ und unsere Isomorphismen
${\op{H}}_A^q(X)\sira\mathbb H^q(X;\mathcal L_{A\subset X})$  nach \ref{LKH} 
erhalten wir daraus einen Trennfunktor\label{tlk}  
 $$\op{Top}^{\lAs}\ra \op{sgAb}^{\op{opp}}$$ mit $(X,A)\mapsto {\op{H}}^*_A(X)$.
 Wir nennen ihn den {\bf Trennfunktor der lokalen Kohomologie}.
 Sein Analogon  in der singul"aren Theorie  kennen bereits aus \eref{RKS}{TSK}.
 Er  beinhaltet das {\bf cup-Produkt der lokalen Kohomologie}\index{cup-Produkt!der lokalen Kohomologie} $$\cup: {\op{H}}^*_A(X)\otimes {\op{H}}^*_B(X)
 \ra {\op{H}}^*_{A\cap B}(X)$$ und die bereits aus \eref{ZHKoXn}{TG}
 bekannten R"uckz"uge ${\op{H}}^*f:{\op{H}}^*_B(Y)\ra {\op{H}}^*_A(X)$ f"ur $f:X\ra Y$ stetig mit $A\supset f^{-1}(B)$
   sowie das  {\bf externe Produkt der lokalen Kohomologie} \index{)x@$\times$ externes Produkt!der lokalen Kohomologie}\index{externes Produkt!der lokalen Kohomologie}  $$\times: {\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(Y)\ra {\op{H}}_{A\times B}^{p+q}(X\times Y)$$ Er beinhaltet au"serdem 
verschiedene Vertr"aglichkeiten zwischen diesen Konstruktionen. Quasi per definitionem ist
   ${\op{H}}^*_{X}(X)={\op{H}}^*(X)$ die "ubliche Garbenkohomologie und   wir haben ${\op{H}}^*_{\emptyset}(X)=0$.
Das zeigt zum Beispiel, da"s das cup-Produkt von
zwei  Klassen in ${\op{H}}^*(X)$ verschwinden mu"s, wenn unsere
 Klassen von lokalen
 Kohomologiegruppen ${\op{H}}_A^p(X)$ und $ {\op{H}}_B^q(X)$
 herkommen mit $A\cap B=\emptyset$.
\end{Bemerkungl}

\nichtfinal{\begin{Bemerkungw}
  Damit das zu irgendwas nutze ist, m"ussen wir Lokalgarben bestimmen
  k"onnen.
\end{Bemerkungw}}






\nichtfinal{SOLL WEG!
}

\begin{Bemerkungl}
  Nach \eref{lkkk}{TG} haben wir f"ur jeden topologischen Raum $X$ nat"urliche Isomorphismen $\op{colf}_K{\op{H}}^q_{K}(X;\mathcal F)\sira 
  {\op{H}}^q_{!}(X;\mathcal F)$ mit dem Kolimes "uber alle abgeschlossenen
  Kompakta $K\As X$. Insbesondere macht unser cup-Produkt der
  lokalen Kohomologie die kompakte Kohomologie von $X$ zu einem Modul
  "uber dem Kohomologiering. Wir notieren auch diese Operation $\cup$ und
  bezeichnen die zugeh"orige Abbildung\label{cupk}  
  ${\op{H}}^p(X)\times {\op{H}}^q_{!}(X)\ra {\op{H}}^{p+q}_{!}(X)$
  als {\bf cup-Produkt}.\index{cup-Produkt!Operation auf kompakter Kohomologie}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Im Formalismus der zwei Funktoren liefert
  f"ur jeden topologischen Raum $X$ und alle
  $\mathcal F\in \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
  der ausgezeichnete Isomorphismus $\mathcal F\otimes\DZ_X\sira\mathcal F$
  Morphismen $\op{Der}_{/X}(\DZ_X,\DZ_X[q])\ra \op{Der}_{/X}(\mathcal F,\mathcal F[q])$ und so eine Operation von ${\op{H}}^\ast X$ auf $\mathbb H^\ast (X;\mathcal F)$ und $\mathbb H^\ast_! (X;\mathcal F)$. \nichtfinal{Eigenschaften
    aus den drei Funktoren. Cap-Produkt.} 
\end{Bemerkungl}





 



\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
Unser Schmelzfunktor der topologischen Orientierungsmenge 
$$\op{or}^{\op{top}}:(\curlyvee{\op{Modf}}_\DR)^\times\ra \op{Par}$$
aus \eref{TOS}{TSK} vom banalen Schmelzgruppoid der endlichdimensionalen
reellen Vektorr"aume in die Schmelzkategorie  der erweiterten Parit"aten,
der jedem endlichdimensionalen
reellen Vektorraum $V$ die Parit"at
seiner Dimension erweitert um die Menge der beiden
Erzeuger der totalen relativen
singul"aren Homologie ${\op{H}}(V,V\backslash 0)$ zuordnet, 
ist isomorph durch "Ubergang zur jeweiligen Koordinatenfunktion
gefolgt von den 
Isomorphismen ${\op{H}}^*(V,V\backslash 0)\sira {\op{H}}_{\{0\}}^*(V)\sira {\op{H}}_!^*(V)$
aus \eref{lklsk}{TG} und \eref{lkkk}{TG} zum vielleicht noch nat"urlicheren
Schmelzfunktor, der $V$ die Parit"at seiner Dimension erweitert um die Menge der beiden
Erzeuger von ${\op{H}}_!^*(V)$ zuordnet.
Von nun an betrachten wir diesen Schmelzfunktor als unsere \glqq Hauptinkarnation\grqq\
der {\bf topologischen Orientierungmenge}\index{Orientierungmenge!topologische}
und nennen die  Menge der beiden
Erzeuger von ${\op{H}}_!^*(V)$ im folgenden oft k"urzer die
{\bf Orientierungsmenge} $\op{or}^{\op{top}}(V)$\index{ortop@$\op{or}^{\op{top}}(V)$ Orientierungsmenge von $V$} eines endlichdimensionalen reellen Vektorraums $V$.
Wir erkl"aren ein ausgezeichnetes Element
$$\tau\in \op{or}^{\op{top}}(\DR)$$
alias einen ausgezeichneten Erzeuger $\tau\in {\op{H}}^1_!(\DR)$\label{ausE}  
als dasjenige Element, das unter der Komposition
von nat"urlichen Isomorphismen von Garbenkohomologien 
${\op{H}}^0(\DR\backslash 0)/{\op{H}}^0(\DR)\sira {\op{H}}^1_{\{0\}}(\DR)\sira {\op{H}}^1_!(\DR)$
herkommt vom Schnitt mit Wert Eins auf $\DR_{>0}$ und Wert Null
auf $\DR_{<0}$ der konstanten Garbe $\DZ$ auf $\DR\backslash 0$.
Das ist auch genau unser $\tau^1$ aus \eref{ausGe}{TG}.
Wenn ich richtig gerechnet habe, ist das auch das 
Bild unseres ausgezeichneten Erzeugers
$\tau\in {\op{H}}_1(\DR,\DR\backslash 0)$ aus \eref{TOS}{TS} unter den
obigen nat"urlichen Isomorphismen und dem
Anwenden des Vergleichsisomorphismus von der singul"aren
Kohomologie zur Garbenkohomologie. 
\end{Ubung}
 

    \begin{Ubung}
    Gegeben  topologische R"aume $X,Y$ zusammen mit der Einbettung  $i:A\hra X$ einer  abgeschlossenen Teilmenge
     liefert jeder Morphismus
    $\alpha:i_!\DZ_A\ra \DZ_X[p]$ 
    durch R"uckzug l"angs der Projektion einen Morphismus
    $\alpha_Y:i_!\DZ_{A\times Y}\ra \DZ_{X\times Y}[p]$. 
    Ist $j:B\hra Y$ auch eine  abgeschlossene Teilmenge, so liefern
    die Konstruktionen aus \ref{clK} angewandt auf
    $\alpha_Y$ und $\beta_X$ eine Abbildung\label{expl}
 $${\op{H}}_A^p(X)\times {\op{H}}_B^q(Y)\ra {\op{H}}_{A\times B}^{p+q}(X\times Y)$$
 Wir nennen sie das
 {\bf externe Produkt der lokalen Kohomologie}
 und notieren unsere Abbildung\index{)x@$\times$ externes Produkt!der lokalen Kohomologie} $\times$.\index{externes Produkt!der lokalen Kohomologie} Im Fall $A=X$ und $B=Y$
 spezialisiert sie zum  Kreuzprodukt der Garbenkohomologie \ref{GKSF}
 und im Fall $X=Y$ erhalten wir durch Nachschalten des R"uckzugs auf
 die Diagonale unser Cup-Produkt der lokalen Kohomologie \ref{clK}.
  \end{Ubung}

  \begin{Ubung}
    Gegeben topologische R"aume mit abgeschlossenen
    Teilmengen $A,B\As X$ und $C,D\As Y$
    zeige man die Kommutativit"at bis auf das Vorzeichen $(-1)^{qr}$ des Diagramms\label{hsrt} 
    $$
    \begin{array}{ccc}{\op{H}}_{A}^p(X)\times {\op{H}}_{B}^q(X)\times
{\op{H}}_{C}^r(Y)\times {\op{H}}_{D}^s(Y)
&\ra& {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(X)\times {\op{H}}_{C\cap D}^{r+s}(Y)\\
\da&&\da\\
{\op{H}}_{A\times C}^{p+r}(X\times Y)\times{\op{H}}_{B\times D}^{q+s}(X\times Y)
&\ra& {\op{H}}_{(A\cap B)\times(C\cap D)}^{p+q+r+s}(X\times Y)
    \end{array}
    $$
    aus externen und internen Produkten der lokalen Kohomologie.
  \end{Ubung}


  \begin{Ubung} 
    Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum
    $E$ und Teilr"aume $A,B\subset E$ der Kodimensionen $p,q$
    mit $A+B=E$\label{cuplo}
    liefert das cup-Produkt der lokalen Kohomologie
    einen Isomorphismus
    $$ {\op{H}}_A^p(E)\otimes {\op{H}}_B^q(E)\sira {\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(E)$$
    Hinweis: Man ziehe sich mit Hilfe von "Ubung \ref{hsrt} 
    auf den Fall $\op{dim}E=1$ zur"uck.
  \end{Ubung}
  \begin{Ubung}
    Gegeben endlichdimensionale reelle Vektorr"aume
    $A\subset E$ mit jeweils einer topologischen Orientierung
    erkl"aren wir wie in  \eref{QOR}{TS} oder \eref{orQ}{LA1} die Quotientenorientierung
    auf dem Quotienten
    $E/A$. F"ur $p=\op{codim}(A\subset E)$
    liefert der zugeh"orige Erzeuger von\label{QOUZ} ${\op{H}}^p_{!}(E/A)$ durch "Ubergang unter
    ${\op{H}}^p_{!}(E/A)\sila {\op{H}}^p_{\{0\}}(E/A)$
     und R"uckzug dann einen ausgezeichneten
     Erzeuger von ${\op{H}}^p_{A}(E)$. Wir nennen ihn den
     {\bf durch die Ori\-en\-tie\-run\-gen von $A$ und $E$ bestimmten Erzeuger}. F"ur $A=\DR^{n-p}\times 0^{p}\subset E=\DR^n$
     mit den Standardorientierungen $\tau^{\times (n-p)}$ beziehungsweise 
     $\tau^{\times n}$ entspricht  die Quotientenorientierung
   unter dem hoffentlich offensichtlichen Isomorphismus $E/A\sira \DR^{p}$  der  durch
   $\tau^{\times p}$ gegebenen Standardorientierung auf $\DR^{p}$
   und unser ausgezeichneter
   Erzeuger von ${\op{H}}^p_{A}(E)$ ergibt sich zu
   $1^{\times(n- p)}\times \tau^{\times p}$ f"ur $1\in{\op{H}}^0_{\DR}(\DR)={\op{H}}^0(\DR)$ der Standarderzeuger.
  \end{Ubung}
 \begin{Ubung}
   Gegeben ein endlichdimensionaler orientierter reeller Vektorraum $E$
   und darin ein angeordnetes Paar $(A,B)$ aus 
   zwei orientierten Teilr"aumen $A,B\subset E$ mit $A+B=E$ erkl"aren wir
   auf ihrem Schnitt $A\cap B$ die {\bf Schnittorientierung}\index{Schnittorientierung}
 dadurch, da"s wir die Quotientenorientierung aus $E/A$ aus \eref{orQ}{LA1}
 vermittels des Isomorphismus  $B/(A\cap B)\sira E/A$ auf den Definitionsbereich dieses Isomorphismus "ubertragen und dann in Bezug auf die
  kurze exakte Sequenz 
    $$A\cap B\hra B\sra B/(A\cap B)$$ die im Sinne von 
  \eref{orQ}{LA1} mit den beiden auf dem zweiten und dritten Raum bereits
  gegebenen
    Orientierungen vertr"agliche Orientierung auf  $A\cap B$ w"ahlen.\label{Snno} 
  Ist etwa 
    $E=\DR^n$ und sind $A= \DR^{n-p}\times 0^p$ sowie
  $B=  0^q\times\DR^{n-q}$ jeweils mit den Stan\-dard\-ori\-en\-tie\-run\-gen versehen,
  so ist die Schnittorientierung die Standardorientierung auf 
  $0^{q}\times\DR^{n-p-q}\times 0^{p}$.
 \end{Ubung}



  
  \begin{Ubung}[\textbf{Schnittorientierung und Geometrie}] 
    Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum
    $E$ und Teilr"aume $A,B\subset E$ der Kodimensionen $p,q$
    mit $A+B=E$ und liefern Orientierungen
    auf $A,B$ und $E$ nach \ref{QOUZ}
    ausgezeichnete Erzeuger von ${\op{H}}_A^p(E)$
    und ${\op{H}}_B^q(E)$ und somit als deren cup-Produkt einen  ausgezeichneten Erzeuger von ${\op{H}}_{A\cap B}^{p+q}(E)$, der seinerseits
    zu einer ausgezeichneten Orientierung von
    $A\cap B$ geh"ort.
   Wir behaupten, da"s das genau die Schnittorientierung aus \ref{Snno} ist.
    Diese Behauptung m"ussen wir nur in gen"ugend Beispielen pr"ufen.
    Ist
    $E=\DR^n$ und sind $A= \DR^{n-p}\times 0^p$ sowie
    $B=  0^q\times\DR^{n-q}$ jeweils mit den Standardorientierungen versehen,
    so werden unsere Erzeuger nach \ref{QOUZ} gegeben durch 
    $1^{\times (n-p)}\times \tau^{\times p}$ sowie
    $(-1)^{q(n-q)}\tau^{\times q}\times 1^{\times (n-q)}$ und wir erhalten nach \ref{hsrt} als
    Produkt 
    $$(-1)^{q(n-q)}(-1)^{pq}\;\tau^{\times q}\times 1^{\times (n-p-q)}\times \tau^{\times p}$$
 Zur Standardorientierung von
 $A\cap B=0^{q}\times\DR^{n-p-q}\times 0^{p}$ geh"ort
 andererseits nach \ref{QOUZ} der Erzeuger
 $(-1)^{q(n-p-q)}\tau^{\times q}\times 1^{\times (n-p-q)}\times \tau^{\times p}$
 der lokalen Kohomologie, und der stimmt mit dem eben berechneten
 Produkt "uberein. Das aber war gerade zu zeigen.\label{cAnE}
  \end{Ubung}








\subsection{Vergleich mit der singul"aren Theorie}\label{vsH}

\nichtfinal{Wo Vergleich mit de Rham? Mit verallgemeinerten
  Funktionen als Koeffizienten?} 
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Kohomologie als Hyperkohomologie}]
  Gegeben ein topologischer Raum $X$ besteht sein
  \hyperref[SKHK]{Kogrenzkomplex} 
  $\mathcal G_X^*$ aus welken Garben und ist offensichtlich beschr"ankt gegen die Pfeile. Die offensichtlichen 
 Quasiisomorphismen
${\op{S}}^\ast X
\;\qri\; \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{S}}}X)
\;\qli\; \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{G}}}X)
$ liefern mithin Isomorphismen\label{sghj} 
$$\op{H}^q(X)_{\op{sing}}\sira \mathbb H^q(X;\mathcal G_X^*)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Kohomologie als Garbenkohomologie}]
  Gegeben ein lokal singul"arazyklischer topologischer Raum $X$
  induziert die Augmentation einen Quasiisomorphismus  
  $\DZ_X\qri \mathcal G_X^*$. Die Isomorphismen aus
  \ref{sghj}
  liefern  f"ur  lokal singul"arazyklisches $X$   mithin Isomorphismen\label{SKG} 
  $$\op{H}^q(X)_{\op{sing}}\sira \op{H}^q(X;\DZ_X)$$
  zwischen der singul"aren Kohomologie und der  Garbenkohomologie. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative singul"are Kohomologie als Hyperkohomologie}]
  Gegeben  ein topologischer Raum mit einer
  offenen Teilmene  $U\co X$ betrachten wir das kommutative Diagramm
  $$\begin{array}{ccccc}
    {\op{S}}^\ast X
&\qri& \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{S}}}X)
    &\qli& \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{G}}}X)\\
    \da&&\da&&\da\\
    {\op{S}}^\ast U
&\qri& \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{S}}}U)
    &\qli& \mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{G}}}U) 
  \end{array}
  $$
  mit vertikalen Surjektionen und horizontalen Quasiisomorphismen.
  F"ur $C\pdef X\backslash U$ erhalten wir auf den Kernen der Vertikalen eine
  Sequenz von Quasiisomorphismen\label{rekq} 
  $$ {\op{S}}^\ast (X,X\backslash C)
\;\qri \;\mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{S}}}(X,X\backslash C))
\;\qli\; \Gamma_C\mathcal G^*_X$$
Durch "Ubergang zur Kohomologie erhalten wir, da welke Garben nach \eref{wazz}{TG} 
entfaltet sind f"ur $\Gamma_C$,  Isomorphismen 
$$\op{H}^q(X,X\backslash C)_{\op{sing}}\sira \hyperref[hkmt]{\mathbb H^q_C}(X;\mathcal G_X^*)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative singul"are Kohomologie als Garbenkohomologie}]
  Gegeben ein lokal singul"arazyklischer topologischer Raum $X$
  induziert die Aug\-men\-ta\-tion einen Quasiisomorphismus  
  $\DZ_X\qri \mathcal G_X^*$. Die Isomorphismen aus
 \ref{rekq}  liefern  f"ur  $C\As X$ mithin Isomorphismen
  $$\op{H}^q(X,X\backslash C)_{\op{sing}}\sira \op{H}^q_C(X;\DZ_X)$$
  zwischen der relativen
  singul"aren Kohomologie und der  Garbenkohomologie mit Tr"ager in $C$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are kompakte
      Kohomologie als Hyperkohomologie}]
  Gegeben ein Hausdorffraum $X$ ist jedes Kompaktum $K\subset X$ abgeschlossen
  und durch "Ubergang zum filtrierenden Kolimes "uber alle Kompakta
  in \ref{rekq} erhalten wir Quasiisomorphismen 
 $$ {\op{S}}^\ast_! X
\;\qri \;\op{colf}_K\mathbb D_{\op{Ket}}({{\op{S}}}(X,X\backslash K))
\;\qli\; \Gamma_!\mathcal G^*_X$$
Die Exaktheit filtrierender Kolimites zeigt mit \eref{wazz}{TG} auch, da"s welke Garben auf Hausdorffr"aumen $\Gamma_!$-entfaltet sind. Unsere Quasiisomorphismen induzieren also f"ur jeden Hausdorffraum $X$ einen  Isomorphismus
$$\op{H}^q_!(X)_{\op{sing}}\sira \mathbb H^q_!(X;\mathcal G_X^*)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are kompakte Kohomologie als Garbenkohomologie}]
  Gegeben ein lokal singul"arazyklischer 
  topologischer Raum $X$
  induziert die Augmentation einen Quasiisomorphismus  
  $\DZ_X\qri \mathcal G_X^*$. Ist unser Raum zus"atzlich  Hausdorff,
   so liefern die Isomorphismen aus \ref{rekq} 
    mithin einen Isomorphismus\label{siKO}
  $$\op{H}^q_!(X)_{\op{sing}}\sira \op{H}^q_!(X;\DZ_X)$$
  zwischen der singul"aren kompakten Kohomologie und der
  kompakten Garbenkohomologie. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Um Vergleichsisomorphismen zwischen der singul"aren
  Homologie und ihren garbenkohomologischen Analoga zu konstruieren, holen
  wir weiter aus und konstruieren
   eine  Realisierung der dualisierenden Garbe als \glqq Grenzkomplex\grqq.
Gegeben ein Raumpaar $(X,A)$ erkl"aren wir zun"achst den Komplex der {\bf relativen Grenzketten}\index{Grenzketten!relative} 
${\op{G}}(X,A)$  in Verallgemeinerung von
\eref{GrKe}{TG} als den Kolimes in Bezug auf die Unterteilungsoperatoren
$${\op{G}}(X,A)\pdef\colf\big({\op{S}}(X,A)\stackrel{{\op{U}}}{\ra}{\op{S}}(X,A)
\stackrel{{\op{U}}}{\ra}\ldots\big)$$
%Wie in \ref{flaG} sind auch alle ${\op{G}}(X,A)$ flach.
Die Exaktheit filtrierender Kolimites liefert eine kurze exakte Sequenz
von Kettenkomplexen
$${\op{G}}(A)\hra{\op{G}}(X)\sra{\op{G}}(X,A)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\defind{Ausschneidung f"ur Grenzketten}]
Seien $(X,A)$ ein Raumpaar und $L\subset A$ eine 
Teilmenge, deren Abschlu"s\label{Aschg} 
im Inneren von $A$ liegt, in Formeln $\bar L\subset A^\circ$. 
So liefert die Einbettung $(X{\backslash} L, A{\backslash} L) 
\hookrightarrow (X,A)$ Isomorphismen
auf den Komplexen von relativen Grenzketten 
$${{\op{G}}}(X{\backslash} L,A{\backslash} L) \sira {{\op{G}}} (X,A)$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
Ein Vorteil der Grenzketten besteht  darin, da"s die
Ausschneidungsisomorphismen hier bereits auf Kettenniveau 
existieren und nicht erst 
in der Homologie. Die Arbeit mit Grenzketten ben"otigt jedoch mehr
Kenntnisse in homologischer Algebra, da ich nicht wei"s,
ob sie einen Komplex von freien 
abelschen Gruppen bilden. Ich erwarte eher das Gegenteil.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
Wie beim Beweis der Ausschneidung \eref{Asch}{TS}
 betrachten wir die "Uberdeckung $X = A \cup (X{\backslash} L)$,  geben ihr den
Namen $\cal{V}$ und bilden ein kommutatives Diagramm von
Kettenkomplexen der Gestalt
$$\begin{array}{ccccc}
{{\op{S}}}(A{\backslash} L) & \hookrightarrow 
& {{\op{S}}}A \oplus {{\op{S}}}(X{\backslash} L) & \twoheadrightarrow &
{{\op{S}}}^{\cal{V}}X\\
\downarrow & & \downarrow & &\downarrow \\
{{\op{S}}}(X{\backslash} L) & \hookrightarrow & {{\op{S}}}X \oplus {{\op{S}}}(X{\backslash} L) & \twoheadrightarrow
&{{\op{S}}}X\\
\downarrow & &\downarrow & &\downarrow \\
{{\op{S}}} (X {\backslash} L, A{\backslash} L) & \ra & {{\op{S}}}(X,A) & \ra & {{\op{S}}}X / {{\op{S}}}^{\cal{V}}X
\end{array}$$
Hier ist zu verstehen, da"s 
 die beiden oberen horizontalen Inklusionen die \glqq diagonalen\grqq\ 
Einbettungen $z \mapsto (z,z)$ sein sollen, und die folgenden
Surjektionen die Differenzen $(x,y) \mapsto x-y$. 
Nach dem Neunerlemma ist die untere Horizontale dann auch exakt.
Jetzt gehen wir zum filtrierenden Kolimes unter den Unterteilungsoperatoren "uber
und m"ussen nur zeigen, da"s dieser Kolimes bei ${{\op{S}}}X / {{\op{S}}}^{\cal{V}}X$
verschwindet. Das aber haben wir  bereits in
\eref{uztrP}{TG} gezeigt.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}\label{BMLLnd}
  F"ur jeden topologischen Raum $X$ erkl"aren wir in Anlehnung
an \eref{BMLL}{TS} den Komplex der {\bf lokalendlichen Grenzketten}
als den inversen Limes "uber alle Kompakta $K \subset X$ 
der Grenzketten relativ zu ihrem 
Komplement
  \begin{equation*} {{\op{G}}}^! X \pdef 
\limf_K
    {{\op{G}}} (X,X \backslash K)
  \end{equation*}
  % Mit den ${{\op{G}}} (X,X \backslash K)$ sind auch alle ${{\op{G}}}^! X$ torsionsfrei alias flach.
  Gegeben ein
Haus\-dorff\-raum mit einer offenen Teilmenge  $ U\co  X$
induzieren die Ausschneidungsisomorphismen 
 ${{\op{G}}} (U,U \backslash K)\sira {{\op{G}}} (X,X \backslash K)$
 f"ur Grenzketten im Fall $K\subset U$ kompakt, die wir in \ref{Aschg} hergeleitet hatten, Homomorphismen 
 $ {{\op{G}}}^! X \ra  {{\op{G}}}^! U$ vom \glqq l"angeren  Limes zum
 k"urzeren  Limes\grqq. Wir nennen sie  die
 {\bf Restriktionsabbildungen}.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Unter einer
  {\bf lokalen Pr"agarbe}\index{lokal!Pr"agarbe}\index{Pr"agarbe!lokale}
  auf einem topologischen Raum
  $X$ verstehen wir eine Pr"agarbe von Mengen $\cal{C}$ derart, da"s f"ur jede
  Familie $\cal{U}$ von offenen Teilmengen von $X$ mit Vereinigung
  $V=\bigcup_{U\in \cal{U}}U$ die Restriktionsabbildungen eine Injektion
$$\cal{C} (V) \hookrightarrow  \prod_{U\in \cal{U}} \cal{C} (U)$$
liefern, da"s also \glqq Schnitte durch ihre Einschr"ankungen auf die Mengen einer
offenen "Uberdeckung bereits eindeutig festgelegt werden\grqq.  Setzen wir
$\cal{U} = \emptyset$, so erkennen wir insbesondere, da"s f"ur jede abelsche
lokale Pr"agarbe gilt $\cal{C} (\emptyset) = 0$.
\end{Definition}
\begin{Proposition}[\textbf{Lokalendliche Grenzketten als Garbe}]
Auf einem lokal kompakten Hausdorffraum $X$ bilden f"ur jedes $q$
die lokalendlichen Grenzketten $U\mapsto {{\op{G}}}^!_q(U)$ f"ur $U\co X$ mit den in
\ref{BMLLnd} erkl"arten Restriktionsabbildungen 
 eine Garbe.
\end{Proposition}

\begin{proof}
 Wir beginnen  mit endlich vielen offenen Teilmengen 
$V_1,\ldots, V_r$ eines beliebigen Raums $X$ und bilden die 
in folgender Darstellung vertikal notierte 
kurze exakte Sequenz von
Komplexen 
$$\begin{array}{cccccc}
{{\op{S}}}\left(\bigcap V_i\right)&\hra& \bigoplus_{i}{{\op{S}}}V_i&\ra &\bigoplus_{i<j}{{\op{S}}}^{\mathcal V}(V_i\cup V_j)&\ra\ldots\\ %\ra &\prod_{i<j<k}{{\op{S}}}(V_i\cup V_j\cup V_k)&
\da&&\da&&\da&\\
{{\op{S}}}X&\hra& \bigoplus_{i}{{\op{S}}}X&\ra &\bigoplus_{i<j}{{\op{S}}}X&\ra\ldots\\
\da&&\da&&\da&\\
{{\op{S}}}(X,\bigcap V_i)&\hra& \bigoplus_{i}{{\op{S}}}(X,V_i)&\ra &\bigoplus_{i<j}{{\op{S}}}X/{{\op{S}}}^{\mathcal V}(V_i\cup V_j)&\ra\ldots\end{array}$$
%&\prod_{i<j<k}{{\op{S}}}X&\ra
mit der Notation $\mathcal V$ f"ur die "Uberdeckung durch die $V_i$ und ${{\op{S}}}^{\mathcal V}$ die entsprechenden 
feinen Ketten. Beide oberen Zeilen sind exakt, also gilt dasselbe auch f"ur die 
untere Zeile. Gegeben ein offene "Uberdeckung $\mathcal V$ einer Teilmenge 
$A\subset X$ zeigt nun die kurze exakte Sequenz 
${{\op{S}}}A/{{\op{S}}}^{\mathcal V}A
\hra {{\op{S}}}X/{{\op{S}}}^{\mathcal V}A
\sra {{\op{S}}}X/{{\op{S}}}A$ mit \eref{uztrP}{TG},
da"s die zweite Abbildung  im Kolimes 
unter iterierter Unterteilung
zu einem Isomorphismus $\colf {{\op{S}}}X/{{\op{S}}}^{\mathcal V}A
\sira \colf {{\op{S}}}X/{{\op{S}}}A$ wird. So erhalten wir aus der 
Exaktheit der unteren Zeile unseres Diagramms im Kolimes unter iterierter Unterteilung
die Exaktheit der Sequenz von relativen Grenzketten
$$\textstyle {{\op{G}}}\left(X,\bigcap V_i\right)\hra \bigoplus_{i}{{\op{G}}}(X,V_i)\ra 
\bigoplus_{i<j}{{\op{G}}}(X,V_i\cup V_j)\ra\ldots$$
Sei nun $X$ Hausdorff. Gegeben endlich viele Kompakta
 $K_1,\ldots, K_r\subset X$ mit
Vereinigung $K$ folgt, da"s wir mit den nat"urlichen
Abbildungen eine linksexakte Sequenz
$$\textstyle {{\op{G}}}(X,X\backslash K)\hra \bigoplus_{i}{{\op{G}}}(X,X\backslash K_i)
\ra \bigoplus_{i<j}{{\op{G}}}(X,X\backslash (K_i\cap K_j))$$
erhalten. 
Sei nun $X=\bigcup_{U\in\mathcal U}U$ eine offene "Uberdeckung. 
Ist  $a\in {{\op{G}}}^!X$ von Null verschieden,
so gibt es $K\subset X$ kompakt derart, da"s das Bild von $a$
in  ${{\op{G}}}(X,X\backslash  K)$ nicht Null ist. 
Weiter gibt es $U_1,\ldots, U_r\in \mathcal U$, die $K$ "uberdecken,
und nach \eref{DEWW}{TS} gibt es f"ur $X$ lokal kompakt auch Kompakta
$K_i\subset U_i$ mit Vereinigungsmenge $K$. 
Nach unserer linksexakten Sequenz  kann $a$ auch nicht in allen 
${{\op{G}}}(U_i,U_i\backslash  K_i)\sira {{\op{G}}}(X,X\backslash  K_i)$
auf Null abgebildet werden, also erst recht nicht in allen 
$ {{\op{G}}}^!U_i$. Das zeigt bereits, da"s die Pr"agarbe der
lokalendlichen Grenzketten lokal ist. 
Nun gilt es noch, eine Familie von zusammenpassenden 
$a_U\in {{\op{G}}}^!U$ f"ur $U\in\mathcal U$ zu einem
$a\in {{\op{G}}}^!X$ zu verkleben. Sie l"a"st  sich aber nach
dem Vorhergehenden f"ur jedes Kompaktum $K\subset X$ 
jeweils auf genau eine Weise zu einem Element von 
${{\op{G}}}(X,X\backslash  K)$ verkleben und diese Elemente bilden 
dann zusammen die gesuchte Verklebung im inversen Limes.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Umindizierung der Grenzkettengarben}]
Die Garbe der lokalendlichen Grenzketten vom Grad $q$ 
auf einem lokal kompakten Hausdorffraum $X$\label{UIgG}  
nenne ich die 
{\bf $q$-te Grenzkettengarbe}\index{Grenzkettengarbe} $${\mathcal{G}}^!_{q,X}: U\mapsto {{\op{G}}}^!_q(U)$$
Das Differential geht dabei vom Grad $q$ zum Grad $q-1$ und die Grade
werden als untere Indizes notiert. Es ist f"ur das folgende g"unstiger,
die Grade als obere Indizes zu notieren und mit $(-1)$ zu multiplizieren, also ${\mathcal{G}}^{q,!}_{X}\pdef {\mathcal{G}}^!_{-q,X}$ zu setzen.  
So erhalten wir einen Komplex mit Differentialen in Richtung wachsender
oberer Indizes, der aus dem Negativen 
kommt und im Grad Null endet.
Den Komplex dieser Garben nenne ich den 
{\bf Komplex der Grenzkettengarben} oder kurz den {\bf Grenzkomplex}\index{Grenzkomplex} 
und notiere ihn $${\mathcal{G}}^!_X$$
Unsere Konstruktionen liefern f"ur jede offene Einbettung $j:U\hra X$ einen
 Isomorphismus ${\mathcal{G}}^!_U\sira j^{(*)}{\mathcal{G}}^!_X$.
%\nichtfinal{und f"ur jede eigentliche Abbildung $f:X\ra Y$ von lokal kompakten
%Hausdorffr"aumen einen ausgezeichneten
%Morphismus $f_{(*)}{\mathcal{G}}^!_X\ra {\mathcal{G}}^!_Y$.}
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
Die Grenzkettengarben  lokal kompakter Hausdorffr"aume sind 
kompaktweich.\label{lGkw} 
\end{Lemma}
\begin{proof}
Jeder Schnitt einer abelschen Garbe auf einem relativ Hausdorffschen Kompaktum 
$K\subset X$ l"a"st sich auf eine offene Umgebung $U\co X$ 
desselben fortsetzen. Wir finden ein Kompaktum $L$ mit $K\subset L^\circ\subset L\subset U$ und unsere Fortsetzung liefert ein $s\in {\op{G}}(U,U\backslash L)$,
f"ur das wir einen Repr"asentanten $\tilde s\in {\op{G}}U$ finden.
Dieser hinwiederum liefert uns dann die gew"unschte globale Fortsetzung
unseres auf $K$ definierten Schnittes.
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokalendliche singul"are Homologie 
      durch  Grenzketten}]
  Ich erinnere an die lokalendliche Homologie aus \eref{DBMo}{TS}.
Gegeben ein abz"ahlbar basierter
lokal kompakter Hausdorffraum $X$ k"onnen wir in der Menge aller
seiner Kompakta eine konfinale Folge alias ein konfinales
abz"ahlbares Teilsystem finden. Nach \eref{QIL}{TS} induzieren dann
 die offensichtlichen
nat"urlichen Kettenabbildungen ${{\op{S}}}^! X\ra {{\op{G}}}^! X$ 
 auf der Homologie Isomorphismen\label{BMKl} 
 $${\op{H}}^!_q (X)_{\op{sing}}=\mathcal H_q{{\op{S}}}^! X\sira\mathcal H_q {{\op{G}}}^! X$$
%und diese sind vertr"aglich mit dem Vorschub unter eigentlichen Abbildungen
% aus \eref{VoLE}{TS} links und aus \ref{BMLLn} rechts.
 Um \eref{QIL}{TS}
 anzuwenden zu d"urfen, bemerken wir, da"s f"ur Kompakta $K\subset L\subset X$
 die nat"urlichen Abbildungen Surjektionen 
 ${\op{S}}_q(X,X\backslash L)\sra  {\op{S}}_q(X,X\backslash K)$ und dann
 auch Surjektionen 
 ${\op{G}}_q(X,X\backslash L)\sra  {\op{G}}_q(X,X\backslash K)$ liefern.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Offener R"uckzug der lokalendlichen singul"aren Homologie}]
 Gegeben $j:U\hra Y$ eine offene Einbettung abz"ahlbar basierter
 lokal kompakter Hausdorffr"aume induzieren die Restriktionsabbildungen
 \ref{BMLLnd} f"ur lokalendliche Grenzketten vermittels der in
 \ref{BMKl} erkl"arten Isomorphismen Abbildungen,\label{ofrz}
 den  {\bf offenen R"uckzug}\index{R"uckzug!offener!der singul"aren $!$-Homologie}
 $${\op{H}}^!_q (X)_{\op{sing}}\ra {\op{H}}^!_q (U)_{\op{sing}}$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokalendliche singul"are Homologie als Hyperkohomologie}]
  Gegeben ein abz"ahlbar basierter
  lokal kompakter Hausdorffraum $X$ mit\label{HBMk} 
  $\Gamma:\op{Ab}_{/X}\ra \op{Ab}$ von endlicher homologischer Dimension
  konstruieren wir nun einen Isomorphismus 
$${\op{H}}^!_{q}(X)_{\op{sing}}\sira\mathbb H^{-q}(X;\mathcal G^!_X)$$
  zwischen seiner singul"aren lokalendlichen Ho\-mo\-lo\-gie
  und der Hyperkohomologie des Grenzkomplexes.
Wir erinnern dazu den Isomorphismus
${\op{H}}^!_q (X)_{\op{sing}}\sira\mathcal H^{-q} \Gamma(X;\mathcal G^!_X)$ 
aus \ref{BMKl}. Da der Grenzkomplex $\mathcal G^!_X$  nach 
\ref{lGkw} aus kompaktweichen und damit  nach \ref{kww} sogar aus weichen
Garben besteht, liefert die Annahme  endlicher 
homologischer Dimension mit \eref{UbDe}{TD} \nichtfinal{(dort Bedingung jedes Objekt quisrechtsentfaltbar erg"anzt, nochmal pr"ufen!)} einen Isomorphismus 
$\mathcal H^{-q} \Gamma(X;\mathcal G^!_X)\sira \mathbb H^{-q} (X;\mathcal G^!_X)$. Der gesuchte Isomorphismus ergibt sich als deren Verkn"upfung.
Ist zus"atzlich $j:U\hra X$ eine offene Einbettung mit $j_*:\op{Ab}_{/U}\ra \op{Ab}_{/X}$ von endlicher homologischer Dimension, so kommutiert
offensichtlich das Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}_q^!(X)_{\op{sing}} \ar[d]\ar[r] &\mathbb H^{-q}(X;\mathcal G^!_X) \ar[d]\\
{\op{H}}_q^!(U)_{\op{sing}} \ar[r] &\mathbb H^{-q}(U;\mathcal G^!_U)
}
 \end{displaymath}
mit den von unseren Vergleichsisomorphismen induzierten Horizontalen und
dem offenen R"uckzug \ref{ofrz} in der linken Vertikale und der
vom Isomorphismus $\mathcal G^!_U\sira j^{*}\mathcal G^!_X$ aus \ref{UIgG} vermittels der Sequenz von
ansonsten offensichtlichen Morphismen in der derivierten Kategorie 
$$\op{fin}_{X*}\mathcal G^!_X\ra \op{fin}_{X*}j_*j^*\mathcal G^!_X\ra \op{fin}_{X*}j_*\mathcal G^!_U\sira \op{fin}_{U*}\mathcal G^!_U$$
durch Anwenden von $\mathcal H^q$ induzierten
rechten Vertikalen.
\end{Bemerkungl}





\begin{Lemma}[\textbf{Kompakte Schnitte von Grenzkettengarben}]
Gegeben ein  lokal kompakter Hausdorffraum $X$ liefern die offensichtlichen 
Abbildungen einen Isomorphismus\label{KoSE} 
$${\op{G}}X\sira \Gamma_!(X;\mathcal{G}^!_X)$$ 
zwischen dem Komplex seiner Grenzketten und dem Komplex der Schnitte mit 
kompaktem Tr"ager seiner Grenzkettengarben.
%\nichtfinal{Dar"uber hinaus passen
%diese Isomorphismen 
%f"ur jede offene Einbettung $j:U\hra X$ und jede eigentliche Abbildung
%$f:X\ra Y$ in 
%kommutative Diagramme
%  \begin{displaymath}
%\xymatrix{
%{\op{G}}(U) \ar[d]\ar[r] &\Gamma_!(U;\mathcal{G}^!_U)\ar[r]&\Gamma_!(U;j^*\mathcal{G}^!_X) \ar[d]\\
%{\op{G}}(X) \ar[rr] &&\Gamma_!(X;\mathcal{G}^!_X)
%}
%  \end{displaymath}
% \begin{displaymath}
%\xymatrix{
%{\op{G}}(X) \ar[d]\ar[r] &\Gamma_!(X;\mathcal{G}^!_X)\ar[r]&\Gamma_!(Y;f_{(*)}\mathcal{G}^!_X) \ar[d]\\
%{\op{G}}(Y) \ar[rr] &&\Gamma_!(Y;\mathcal{G}^!_Y)
%}
 % \end{displaymath}
% mit  von unseren Morphismen ${\mathcal{G}}^!_U\sira j^*{\mathcal{G}}^!_X$ beziehungsweise  $ f_{(*)}{\mathcal{G}}^!_X\ra {\mathcal{G}}^!_Y$ aus \ref{UIgG} induzierten oder offensichtlichen Morphismen. }
\end{Lemma}

\begin{proof}
  Die Injektivit"at unserer Abbildung
  %\nichtfinal{und die behaupteten Vetr"aglichkeiten}
  scheint mir offensichtlich.
Es bleibt, deren Surjektivit"at zu zeigen. 
Ein Schnitt $s\in \Gamma(X;\mathcal{G}^!_X)$ mit Tr"ager in einem
Kompaktum  $L\subset X$ 
ist nun per definitionem eine vertr"agliche Familie von Elementen
$s_K\in {\op{G}}(X,X\backslash K)$ f"ur $K\subset X$ kompakt mit
$s_K=0$ falls $K\cap L=\emptyset$. F"ur unser $L$ 
finden wir nun sicher $A,B,C\subset X$ kompakt
mit $L\subset A^\circ\subset A\subset B^\circ \subset B\subset C^\circ$ und dann f"ur unser $s$ einen
Repr"asentanten $\tilde s_C\in {\op{G}}(X)$ von 
$s_C\in {\op{G}}(X,X\backslash C)$.
Da nun gilt $\tilde s_C\mapsto s_R=0$ 
f"ur 
$R\pdef B\backslash A^\circ$, finden wir eine Darstellung
 $\tilde s_C=t+r$ mit $t\in  {\op{G}}(A^\circ)$ und 
$r\in {\op{G}}(X\backslash B)$.
Es reicht nun zu zeigen, da"s gilt
$t\mapsto s_K$ f"ur alle $K\subset X$ kompakt. 
Das ist richtig f"ur $K=K_1\subset B^\circ$ nach Konstruktion.
Es  ist auch richtig f"ur $K=K_2$ mit der Eigenschaft $K\cap A=\emptyset$,
dann liefern beide Seiten eben Null. Gilt es f"ur Kompakta $K_1$ und $K_2$,
so folgt es f"ur deren Vereinigung wegen der kurzen exakten Sequenz
$${\op{G}}(X,X\backslash(K_1\cup K_2))\hra{\op{G}}(X,X\backslash K_1)
\oplus{\op{G}}(X,X\backslash K_2)\sra {\op{G}}(X,X\backslash(K_1\cap K_2))$$
Da sich aber nun jedes Kompaktum $K\subset X$ schreiben l"a"st als
$K_1\cup K_2$ mit $K_1\subset B^\circ$ und $K_2\subset X\backslash A$,
folgt die Behauptung. 
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are  Homologie
als Hyperkohomologie}]
Gegeben ein lesb-Raum $X$  
konstruieren wir nun einen  Isomorphismus\label{HkH} 
$${\op{H}}_{q}(X)_{\op{sing}}\sira\mathbb H_!^{-q}(X;\mathcal G^!_X)$$
zwischen seiner singul"aren Homologie
und der kompakten Hyperkohomologie seines Grenzkomplexes.
Wir finden Isomorphismen 
$${\op{G}}X\sira_{\op{Ket}}\Gamma_!(X;\mathcal G^!_X)\sira_{\op{Ket}} \op{fin}_{X,(!)}\mathcal G^!_X\sira_{\op{Der}} \op{fin}_{X,!}\mathcal G^!_X$$
mit Lemma \ref{KoSE}  und unseren Erkenntnissen
zum unbeschr"ankten Derivieren linksexakter Funktoren endlicher 
homologischer Dimension \eref{UbDe}{TD} \nichtfinal{(dort Bedingung jedes Objekt quisrechtsentfaltbar erg"anzt, nochmal pr"ufen!)}. Wenden wir darauf $\mathcal H^{-q}$ an,
so ergibt sich der gesuchte Isomorphismus.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Morphismen aus Schreivorsch"uben kompaktweicher Garben}] 
   Gegeben eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ von lokal kompakten Hausdorffr"aumen und eine kompaktweiche Garbe $\mathcal F\in \op{Ab}_{/X}$
   ist auch $f_{(!)}\mathcal F$ kompaktweich nach \ref{BKWe} und f"ur $V\co Y$
   liefert Basiswechsel \ref{BaWeax}\label{eikop} einen ausgezeichneten Isomorphismus  $\Gamma_!(V;f_{(!)}\mathcal F)
   \sira \Gamma_!(f^{-1}(V);\mathcal F)$. Ein Morphismus
   $\varphi: f_{(!)}\mathcal F\ra \mathcal G$ in eine Garbe $\mathcal G\in \op{Ab}_{/Y}$
   ist also nach \eref{Snc}{TG} dasselbe wie die Vorgabe einer
   Familie von Gruppenhomomorphismen
   $$\varphi_V:\Gamma_!(f^{-1}(V);\mathcal F)\ra \Gamma_!(V;\mathcal G)$$
   f"ur $V\co Y$, die vertr"aglich sind mit den Ausdehnungen durch Null.
   Man beachte, da"s wir hier nicht unsere eigentlichen
   Opkomorphismen alias Schreimorphismen
   "uber $f$ aus \eref{VeigK}{TG} beschreiben, die ja vielmehr Garbenhomomorphismen $\mathcal G\ra f_{(!)}\mathcal F$ 
   entsprechen. Ein Student mag pr"ufen, da"s wir f"ur kompaktweiche
   Garben auf lokal kompakten Hausdorffr"aumen die oppinvertierte
   Kofaserung zur Eigopkofaserung beschrieben haben, die wir im Fall
   \'etaler separierter Morphismen bereits in \eref{doKp}{TG}
   mit der Garbenfaserung
   identifiziert hatten. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Grenzkomplexvorschub}]
  Gegeben eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ von lokal kompakten
  Hausdorffr"aumen erkl"aren wir einen ausgezeichneten Morphismus
  von Komplexen\index{gkv@$\op{gkv}$ Grenzkomplexvorschub} 
  $$\op{gkv}=\op{gkv}_f: f_{(!)}\mathcal G_X^!\ra \mathcal G_Y^!$$
  durch die Vorschrift, da"s er unter der Beschreibung von Morphismen
  durch kompakte Schnitte aus \ref{eikop}
 und der Beschreibung der kompakten Schnitte unserer Grenzkettengarben aus \ref{KoSE} der Gesamtheit der offensichtlichen 
 Abbildungen ${\op{G}}(f^{-1}(V))\ra {\op{G}}(V)$ f"ur $V\co Y$ entspricht.
 Wir nennen diesen Morphismus
 den {\bf Grenzkomplexvorschub}.\index{Grenzkomplexvorschub} 
  Sind unsere R"aume zus"atzlich homologisch kompaktendlich oder ist auch nur $f_{(!)}$ von endlicher homologischer Dimension,
  so induziert unser Morphismus einen Morphismus\label{vgig}  $$\op{gkv}=\op{gkv}_f: f_{!}\mathcal G_X^!\ra_{\op{Der}} \mathcal G_Y^!$$
  Ist $f$ eine offene Einbettung, so pr"uft man leicht, da"s das genau der
  Morphismus ist, der unter der Adjunktion unserem Isomorphismus
  $\mathcal G_X^!\sira f^{(*)} \mathcal G_Y^!$ aus \ref{UIgG} entspricht.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Nat"urlichkeit des Homologie-Hyperkohomologie-Vergleichs}]
Gegeben  eine stetige Abbildung  $f:X\ra Y$ von lokal kompakten
homologisch kompaktendlichen  Hausdorffr"aumen erhalten wir ein kommutatives Diagramm
  $$
  \begin{array}{ccccccc}{\op{G}}(X)&\sira_{\op{Ket}}&\Gamma_!(X;\mathcal G^!_X)&\sira_{\op{Ket}}& \op{fin}_{X,(!)}\mathcal G^!_X&\sira_{\op{Der}} &\op{fin}_{X,!}\mathcal G^!_X\\
    &&&&\da\wr&&\da\wr\\
    \da&&&&\op{fin}_{Y,(!)}f_{(!)}\mathcal G^!_X&\sira_{\op{Der}} &\op{fin}_{Y,!}f_!\mathcal G^!_X\\
    &&&&\da&&\da\\
  {\op{G}}(Y)&\sira_{\op{Ket}}&\Gamma_!(Y;\mathcal G^!_Y)&\sira_{\op{Ket}}& \op{fin}_{Y,(!)}\mathcal G^!_Y&\sira_{\op{Der}} &\op{fin}_{Y,!}\mathcal G^!_Y  
  \end{array}
  $$
  mit von unserem Grenzkomplexvorschub $\op{gkv}$ aus \ref{vgig} induzierten  Vertikalen im Quadrat unten rechts
  und der offensichtlichen Vertikale links.   Unter unserem Isomorphismus \ref{HkH} entspricht also der Vorschub auf der
  singul"aren Homologie dem von $\op{gkv}$ auf der
  Hyperkohomologie des Grenzkomplexes induzierten Morphismus und
  wir erhalten die Kommutativit"at der Diagramme\label{natVH}
  \begin{displaymath}
    \begin{array}{ccc}
      {\op{H}}_{q}(X)_{\op{sing}}&\sira &\mathbb H^{-q}_!(X;\mathcal G_X^!)\\
      \da&&\da\\
      {\op{H}}_{q}(Y)_{\op{sing}}&\sira &\mathbb H^{-q}_!(Y;\mathcal G_Y^!)
    \end{array}
  \end{displaymath}
  mit unseren Vergleichsisomorphismen in den Horizontalen und
  dem Vorschub auf der Homologie in der linken Vertikalen und der
  von unserem Grenzkomplexvorschub $\op{gkv}$ aus \ref{vgig} induzierten rechten Vertikale. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Nat"urlichkeit des $!$-Homologie-Hyperkohomologie-Vergleichs}]  Gegeben  $f:X\ra Y$ eine eigentliche lesb-Abbildung
  von abz"ahlbar basierten
  lokal kompakten Hausdorffr"aumen mit $\Gamma:\op{Ab}_{/X}\ra \op{Ab}$ und
  $\Gamma:\op{Ab}_{/Y}\ra \op{Ab}$
  von endlicher homologischer Dimension  kommutiert das
  Diagramm
 \begin{displaymath}
    \begin{array}{ccc}
      {\op{H}}_{q}^!(X)_{\op{sing}}&\sira &\mathbb H^{-q}(X;\mathcal G_X^!)\\
      \da&&\da\\
      {\op{H}}_{q}^!(Y)_{\op{sing}}&\sira &\mathbb H^{-q}(Y;\mathcal G_Y^!)
    \end{array}
  \end{displaymath}
 mit unseren Vergleichsisomorphismen \ref{HBMk} in den
 Horizontalen und dem eigentlichen Vorschub der singul"aren Theorie \eref{VoLE}{TS} in der linken
 Vertikalen und der vom Grenzkomplexvorschub $\op{gkv}: f_!\mathcal G_X^!\ra \mathcal G_Y^!$ vermittels
 der Identifikation $f_!\sira f_*$ von der Komposition 
  $\op{fin}_{X*}\mathcal G_X^!\sira  \op{fin}_{Y*}f_*\mathcal G_X^! 
 \ra \op{fin}_{Y*}\mathcal G_Y^!$
 induzierten rechten Vertikale. Das folgt ziemlich direkt aus den
 Definitionen und soll hier nicht weiter ausgearbeitet werden.\label{nnh} 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verdierdual des Grenzkomplexes}]
  Gegeben ein lokal kompakter Hausdorffraum $X$ bilden  unsere Grenzkettengarben nach \ref{lGkw}
  einen Komplex $\mathcal G^!_X$ 
  kompaktweicher Garben. Ist unser Raum sogar lesb, so liefert \ref{VeDDx} einen Isomorphismus
  zwischen dem Garbenkomplex mit den Schnittkomplexen
  $\mathbb D_{\op{Ket}}\Gamma_!(U;\mathcal G^!_X)$ und dem
  Verdierdual des Grenzkomplexes, nach \ref{KoSE} also einen Isomorphismus\label{VdGg} 
  $$d_X:\mathbb D_X \mathcal G^!_X\sira_{\op{Der}} \mathcal G^*_X$$
  Ich behaupte f"ur diese Isomorphismen und jede stetige Abbildung $f:X\ra Y$ von lesb-R"aumen die Kommutativit"at in der derivierten
  Kategorie des Diagramms
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
\mathbb D_Y
    \mathcal G^!_Y \ar[rr]^-{d_Y}_-\sim\ar[d]_{{\mathbb D}\op{gkv}} &&\mathcal G^*_Y\ar[d] \\
\mathbb D_Y f_!\mathcal G^!_X \ar[r]^-\sim &f_*\mathbb D_X \mathcal G^!_X\ar[r]^-{f_*d_X}_-\sim&f_*\mathcal G^*_X
}
  \end{displaymath}
  mit den hoffentlich offensichtlichen "ubrigen Pfeilen und insbesondere
  der durch R"uckzug von Koketten gegebenen rechten Vertikale. 
  Das folgt unmittelbar aus der durch \ref{vdvt} gegebenen
  Beschreibung des Isomorphismus unten links %oben rechts
  und den Definitionen.
  Dualisieren wir unser Diagramm und erg"anzen
  es geeignet, so ergibt sich ein kommutatives Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{
 \mathcal G^!_Y \ar[r]^{\op{ev}} &\mathbb D_Y^2
    \mathcal G^!_Y  &&\mathbb D_Y\mathcal G^*_Y\ar[ll]_-{\mathbb D d_Y}^-\sim \\
   & \mathbb D_Y^2 f_!\mathcal G^!_X \ar[u]^{{\mathbb D}^2\op{gkv}} &\mathbb D_Yf_*\mathbb D_X \mathcal G^!_X\ar[l]_-\sim&\mathbb D_Yf_*\mathcal G^*_X\ar[u]\ar[l]_-{\mathbb D f_*d_X}^-\sim\\
    f_!\mathcal G^!_X\ar[rr]^{f_!\op{ev}}\ar[ur]^{\op{ev}}\ar[uu]^{\op{gkv}}&&
f_!\mathbb D_X^2\mathcal G^!_X\ar[u]&f_!\mathbb D_X\mathcal G^*_X\ar[u]\ar[l]_-{f_!\mathbb D d_X}^-\sim}
  \end{displaymath}
 Sind zus"atzlich $X$ und $Y$ lokal singul"arazyklisch, so liefern die Augmentationen Isomorphismen $a_X:\DZ_X\sira_{\op{Der}}\mathcal G^*_X$ und 
 $a_Y\DZ_Y\sira_{\op{Der}}\mathcal G^*_Y$
 und der Morphismus der rechten Vertikale
  entspricht darunter der Verkn"upfung
  $\DZ_Y\ra f_*f^*\DZ_Y\sira f_*\DZ_X$ der Einheit der Adjunktion mit dem nat"urlichen Isomorphismus. Mit \ref{adjDD} sehen wir, da"s die rechte Vertikale
  in unserem Diagramm unter unseren Isomorphismus dem Morphismus
  $f_!\omega_X\ra \omega_Y$ entspricht, den wir als die Komposition 
  $f_!\omega_X\sira f_!f^!\omega_Y\ra \omega_Y$ erhalten mit
  der Koeinheit der Adjunktion an zweiter Stelle und dem Bild unter
  $f_!$ des nat"urlichen Morphismus $\omega_X=\op{fin}_X^!\DZ_{\op{top}}\sira
  f^!(\op{fin}_Y^!\DZ_{\op{top}})=f^!\omega_Y$ an erster Stelle. Wir erhalten mit unseren Morphismen dann also ein kommutatives Diagramm
     \begin{displaymath}
\xymatrix{
 \mathcal G^!_Y \ar[r] & \omega_Y\\
f_!\mathcal G^!_X\ar[u]^{\op{gkv}}\ar[r]&f_!\omega_X\ar[u]
   }
     \end{displaymath}
     mit $g_Y\pdef (\mathbb D_Y (a_Y))^{-1}\circ(\mathbb D_Y (d_Y))^{-1}\circ  \op{ev}: \mathcal G^!_Y\ra \omega_Y$ in der oberen Horizontalen
     und $f_!g_X$  in der
     unteren Horizontalen.
 \end{Bemerkungl}



\begin{Proposition}[\textbf{Bidual des Grenzkomplexes}]
  Gegeben ein  lokal \hyperref[pola]{polyeder\"ahnlicher} 
lesb-Raum $X$
ist der Grenzkomplex $\mathcal{G}^!_X$
verdierselbstdual, die kanonische Abbildung ist also ein
Isomorphismus
$$\mathcal{G}^!_X\sira_{\op{Der}}\mathbb D_X \mathbb D_X \mathcal{G}^!_X$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
  Insbesondere ist dann der zum Schlu"s von \ref{VdGg}
  betrachtete Morphismus ein
  Isomorphismus $g_X: \mathcal{G}^!_X\sira \omega_X$ zwischen dem Grenzkomplex
  und der dualisierenden Garbe.\label{iggd} 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Wir k"urzen im folgenden stets $\mathbb D=\mathbb D_{\op{Ket}}$ ab. Unser Komplex von Grenzkokettengarben hat "uber $U\co X$
die Schnitte 
$\mathcal{G}_X^*(U)=\mathbb D{\op{G}}U$. 
Gegeben ein Kompaktum $K\subset U$ 
liefert die kurze exakte Sequenz der relativen Grenzketten 
${{\op{G}}}(U\backslash  K)\hra{{\op{G}}}(U)
\sra {{\op{G}}}(U,U\backslash  K) $
eine kurze exakte Sequenz von Kettenkomplexen
$$\mathbb D{{\op{G}}}(U,U\backslash  K)\hra\mathbb D{{\op{G}}}(U)
\sra \mathbb D{{\op{G}}}(U\backslash  K) $$
Im Kolimes "uber alle Kompakta $K\subset U$  ergeben sich daraus 
 Isomorphismen
 $\colf_K\mathbb D{{\op{G}}}(U,U\backslash  K)\sira\Gamma_!(U;\mathcal{G}_U^*)$ und dann durch Dualisieren
  $$
\mathbb D\Gamma_!(U;\mathcal{G}_X^*)\sira\textstyle \limf_K\mathbb D\mathbb D{{\op{G}}}(U,U\backslash  K)
$$
In \ref{DGKKO} haben wir unter den Bedingungen des Satzes einen
ausgezeichneten Isomorphismus 
der dualisierenden Garbe mit dem durch die Schnittkomplexe auf der
rechten Seite gegebenen Garbenkomplex konstruiert.
Andererseits gibt es f"ur jede offene Teilmenge $U\co X$ einen nat"urlichen
Morphismus
$$\mathcal G^!_X(U)=\textstyle\limf_K{{\op{G}}}(U,U\backslash  K)
\ra \limf_K\mathbb D\mathbb D{{\op{G}}}(U,U\backslash  K)$$
Um den Beweis zu beenden m"ussen wir nur zeigen,
da"s jeder Punkt eine offene Umgebung $U$ besitzt,
f"ur die er ein Quasiisomorphismus ist.
Wir zeigen das sogar f"ur jede polyeder"ahnliche offene Teilmenge $U\co X$. Dann gibt es ja eine konfinale Folge von Kompakta von $K_n\subset U$ 
mit ${\op{H}}_q(U,U\backslash K_n)$ endlich erzeugt f"ur alle
$q,n$. Damit sind aber die nat"urlichen
 Abbildungen Quasiisomorphismen
${{\op{G}}}(U,U\backslash  K_n)\qri \mathbb D\mathbb D{{\op{G}}}(U,U\backslash  K_n)$
und dann liefern sie nach \eref{QIL}{TS} auch im inversen Limes
 Quasiisomorphismen.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Homologien als Garbenkohomologien}] 
  F"ur jeden lokal po\-ly\-eder\-"ahn\-li\-chen
lokal singul"arazyklischen
lesb-Raum $X$ liefert unsere Beschreibung \ref{HkH} der Homologie als kompakte Hyperkohomologie des Grenzkomplexes zusammen mit dem Isomorphismus \ref{iggd} zwischen dem Grenzkomplex
und der dualisierenden Garbe einen
 Isomorphismus\label{VdHh} 
$$\op{H}_q(X)_{\op{sing}}\sira \op{H}_q(X)_{\op{garb}}$$
Ist $X$ dar"uberhinaus abz"ahlbar basiert und $\Gamma:\op{Ab}_{/X}\ra\op{Ab}$ von endlicher homologischer Dimension, so
liefert unsere Beschreibung \ref{HBMk}  der Homologie als  Hyperkohomologie des Grenzkomplexes analog einen
 Isomorphismus
$$\op{H}_q^!(X)_{\op{sing}}\sira \op{H}^!_q(X)_{\op{garb}}$$
Aus dem zum Schlu"s von \ref{VdGg} gefundenen kommutativen Diagramm
folgt mit \ref{natVH} beziehungsweise \ref{nnh}
beziehungsweise \ref{HBMk}  schlie"slich die
Vertr"aglichkeit dieser Vergleichsisomorphismen mit dem Vorschub
der Homologie, dem eigentlichen Vorschub der lokalendlichen
Homologie sowie dem offenen R"uckzug  der lokalendlichen
Homologie. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative singul"are Homologie als Garbenkohomologie}] 
Seien $X$ ein  lokal polyeder"ahnlicher
lokal singul"arazyklischer
lesb-Raum 
und $j:U\hra X$ die Einbettung einer offenen Teilmenge und
$i:A\hra X$ die Einbettung ihres Komplements.\label{VdHhr} Wir erhalten mit
der Einheit und der Koeinheit der Adjunktion nach \ref{exSEQ} 
eine kurze exakte Sequenz
$$j_!j^!\mathcal G^!_X\hra \mathcal G^!_X \sra i_*i^*\mathcal G^!_X$$
von Garbenkomplexen und nach \eref{WKW}{TG} und \eref{LIKT}{TG} bestehen sie
alle aus kompaktweichen abelschen Garben.  
Nach \eref{LIKT}{TG} bilden dann die kompakten globalen Schnitte eine
kurze exakte Sequenz von Kettenkomplexen und mit \ref{KoSE} erhalten wir
ein kommutatives Diagramm
$$\begin{array}{ccccc}
   {\op{G}}U&\hra&{\op{G}}X&\sra&{\op{G}}(X,U)\\
  \da\wr&&\da\wr&&\da\wr\\
 \Gamma_!\mathcal G^!_U&\hra& \Gamma_!\mathcal G^!_X &\sra& \Gamma_!i^*\mathcal G^!_X
\end{array}$$
Die letzte Vertikale liefert zusammen mit dem Isomorphismus
 vom Grenzkomplex in die dualisierende Garbe \ref{iggd}
einen ausgezeichneten Isomorphismus
$$\mathbb H_!^{-q}(A;\omega_X)\sira {\op{H}}_q(X,X\backslash A)_{\op{sing}}$$
Der Rest des Diagramms zeigt dann auch noch, da"s die lange exakte Homologiesequenz
darunter der langen exakten Hyperkohomologiesequenz des ersten ausgezeichneten
Dreiecks nach \ref{KuEG} der dualisierenden Garbe $\omega_X$ zur gegebenen Zerlegung von $X$
in eine offene und eine abgeschlossene Teilmenge entspricht. Wir haben also
mit unseren Vergleichsisomorphismen zur singul"aren Homologie in den Vertikalen
ein kommutatives Diagramm
$$\begin{array}{ccccccccc}
 \ldots\ra& \mathbb H_!^{-q}j_!j^!\omega_X&\ra& \mathbb H_!^{-q}\omega_X &\ra&\mathbb H_!^{-q} i_*i^*\omega_X&\ra&\mathbb H_!^{-q+1}j_!j^!\omega_X&\ra\ldots \\
  &\da\wr&&\da\wr&&\da\wr&&\da\wr&\\
 \ldots\ra& {\op{H}}_qU&\ra&{\op{H}}_qX&\ra&{\op{H}}_q(X,U)&\ra&{\op{H}}_{q-1}U&\ra\ldots
\end{array}$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Nat"urlichkeit des Vergleichsisomorphismus nach ${\op{H}}_q(X,A)$}] 
  Wir erinnern \ref{Vrh}.\label{NatVR} 
  Seien $f:X\ra Y$ eine stetige Abbildung von lesb-R"aumen sowie  
  $A\As X, B\As Y$  abgeschlossene Teilmengen
  mit $f^{-1}(B)\subset A$.
Gegeben  $\mathcal F\in \op{Ab}_{/X}$ und 
$\mathcal G\in \op{Ab}_{/Y}$ und ein Morphismus
$\varphi: f_!\mathcal F\ra \mathcal G$ in $\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})$
hatten wir dort einen ausgezeichneten Morphismus $\varphi_\circledast$
konstruiert, der
unter $\mathcal H^{-q}$ ausgezeichnete Morphismen 
$$\varphi_\circledast :\mathbb H^{-q}_!(A;\mathcal F) \ra \mathbb H^{-q}_!(B;\mathcal G)$$
liefert. Spezialisieren wir ihn zu dem aus dem offensichtlichen Isomorphismus
$\omega_X\sira f^!\omega_Y$ hervorgehenden Morphismus $f_!\omega_X\ra \omega_Y$,
so sollten wir unter den zus"atzlichen Annahmen an $X$ und $Y$ aus \ref{VdHhr} mit unseren Vergleichsisomorphismen in den Horizontalen und dem Vorschub auf der
singul"aren Homologie in der rechten Vertikalen ein kommutatives Diagramm
$$
\begin{array}{ccc}
  \mathbb H_!^{-q}(A;\omega_X)&\sira &{\op{H}}_q(X,X\backslash A)_{\op{sing}}\\
  \da&&\da\\
  \mathbb H_!^{-q}(B;\omega_Y)&\sira &{\op{H}}_q(Y,Y\backslash B)_{\op{sing}}
\end{array}
$$ erhalten. Ich w"urde mich freuen, wenn ein Student mir das einmal
ausarbeiten k"onnte. \nichtfinal{Master!} 
\end{Bemerkungl}









%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXTSF"
%%% End: 
