

\section{Unbefriedigende Versuche}

\subsection{Darstellungen in Hilbertr"aumen}
\begin{Satz}
  Seien $G$ eine kompakte Hausdorffgruppe und $\mathcal H$ ein
Hilbertraum und $G\times \mathcal H\ra \mathcal H$ eine stetige
Operation durch lineare Abbildungen. So existiert eine Familie 
von endlichdimensionalen $G$-stabilen paarweise 
orthogonalen Teilr"aumen $\mathcal H_i\subset \mathcal H$, 
die irreduzibel sind als 
Darstellungen von $G$ und deren Summe dicht ist in $\mathcal H$.
\end{Satz}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Integration vektorwertiger Funktionen, Variante}] 
   Gegeben $X$ ein kompakter Hausdorffraum  und $\mu$ ein
 komplexes Radon-Ma"s auf $X$, ja ein beliebiger kompakter topologischer Raum 
$X$ mit\label{IVFFkn}  
einer f"ur die Norm der gleichm"a"sigen Konvergenz stetigen
  Linearform $\mu:\cal{C}(X) \ra \Bbb{C}$, gibt es 
f"ur jeden Hilbertraum  $\mathcal H$ 
genau eine lineare Abbildung
$$\mu=\mu_{\mathcal H}:\cal{C}(X,\mathcal H) \ra \mathcal H$$
mit der Eigenschaft $\langle\mu_{\mathcal H}(f),v\rangle=\mu$ f"ur alle
stetigen Funktionen $f:X\ra V$. 
\end{Bemerkungl}


  \begin{Satz}\emph{Wohin?}\label{DiSUU}
Ist $V$ eine unit"are Darstellung einer kompakten abz"ahlbar basierten
topologischen Gruppe $K$, so sind die $e_\lambda V$ f"ur $\lambda \in \hat{K}$
abgeschlossene $K$-invariante Teilr"aume, die paarweise aufeinander
senkrecht stehen und deren Summe dicht liegt.
\end{Satz}

\subsection{Funktionen auf kompakten Matrix-Liegruppen}
\emph{Wohin?} 
\begin{Lemma}
Gegeben eine kompakte Matrix-Liegruppe
liegen die Matrixkoeffizienten der reellen
stetigen endlichdimensionalen
Darstellungen
dicht im Raum aller stetigen reellwertigen
Funktionen auf unserer Gruppe in Bezug auf die
Norm der gleichm"a"sigen Konvergenz.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Das folgt 
sofort aus dem Satz von Stone-Weierstra"s \eref{SW}{AN2}, da ja die
darstellenden Funktionen eine Unterringalgebra von $\cal{C}(G;\DR)$
bilden, die die Punkte trennen mu"s,
da schon die Matrixkoeffizienten der definierenden 
Darstellung unserer Matrix-Liegruppe die
Punkte trennen.
\end{proof}
\begin{Lemma}
Gegeben eine kompakte Matrix-Liegruppe
liegen die Matrixkoeffizienten der komplexen 
stetigen endlichdimensionalen
Darstellungen
dicht im Raum aller stetigen komplexwertigen
Funktionen auf unserer Gruppe in Bezug auf die
Norm der gleichm"a"sigen Konvergenz.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Das folgt 
sofort aus dem Satz von Stone-Weierstra"s f"ur komplexwertige 
Funktionen \eref{SWC}{AN2}, da ja die
darstellenden Funktionen eine unter komplexer 
Konjugation stabile Unterringalgebra von $\cal{C}(G)$
bilden, die die Punkte trennt.
\end{proof}


\begin{Satz}[\textbf{Orthonormalit"atsrelationen 
f"ur Matrixkoeffizienten}]
Sei $G$ eine kompakte Matrix-Liegruppe.\label{OrRe} Bilden die
$\rho^{\lambda} : G \ra \op{U}(d^\lambda)$
ein Re\-pr"a\-sentantensystem f"ur die Isomorphieklassen 
stetiger einfacher
unit"a\-rer Darstellungen von $G$,
so bilden die renormalisierten
Matrixkoeffizienten $\sqrt{d^\lambda} \;\rho^{\lambda}_{ij}$ 
eine Hilbert-Basis
von $\op{L}^{2}(G)$.
\end{Satz}

\begin{proof}
  
\end{proof}

\begin{Lemma}\label{MKMK}
Ist $G\subset \op{GL}(n;\DR)$ eine kompakte Untergruppe,
so sind die Matrixkoeffizienten von $G$
genau die Restriktionen von  Polynomen in den
Matrixeintr"agen.
\end{Lemma}
\begin{proof}
Das gilt sowohl f"ur Matrixkoeffizienten reeller Darstellungen und 
Polynome mit reellen Koeffizienten wie f"ur Matrixkoeffizienten 
komplexer Darstellungen und 
Polynome mit komplexen Koeffizienten.
Beide F"alle sind offensichtlich "aquivalent und wir konzentrieren uns
der Einfachkeit halber auf den komplexen Fall.
Die fraglichen Restriktionen liegen dicht in $\cal{C}(G)$ 
nach Stone-Weierstra"s \eref{SWC}{AN2} und sie bilden offensichtlich 
einen Teilraum im Raum aller komplexen Matrixkoeffizienten von $G$,
der stabil ist unter allen Rechts- und Linkstranslationen. 
Dieser Teilraum ist also eine Summe von R"aumen von Matrixkoeffizienten
einfacher Darstellungen, und w"urde hier eine
einfache Darstellung fehlen, so k"onnte unser Teilraum wegen der 
Orthogonalit"atsrelationen \ref{OrRe} nicht dicht sein.
\end{proof}





\begin{Beispiel}
F"ur $G=S^{1}$ erhalten wir als Spezialfall die 
S"atze \ref{??} aus der Theorie
der Fouriereihen.
\end{Beispiel}
\begin{Satz}[\textbf{Orthonormalit"atsrelationen f"ur Charaktere}]
Die irreduziblen Charaktere einer kompakten Matrix-Liegruppe
liegen in Bezug auf die Norm der gleichm"a"sigen Konvergenz 
dicht im Raum der stetigen
Klassenfunktionen und bilden eine Hilbertbasis des Raums
der quadratintegrierbaren Klassenfunktionen.
\end{Satz}
\begin{proof}
Die Abbildung $P : \cal{C} (G) \ra \cal{C} (G)$ mit 
$(Pf)(x) = \int f (g^{-1}x g) dg$ ist
eine Projektion auf den Raum der Klassenfunktionen 
und ist stetig f"ur die $\op{sup}$-Norm.
Folglich liegen die Projektionen der Matrixkoeffizienten 
dicht im Raum der Klassenfunktionen.
Die Projektion eines Matrixkoeffizienten einer 
irreduziblen Darstellung ist jedoch ein
Vielfaches ihres Charakters. \emph{Noch vervollst"andigen}  
\end{proof}
\subsection{Konvolution auf topologischen Gruppen}

\begin{Definition}
Unter einem Ma"s auf einem topologischen Raum 
verstehen wir, wenn nichts anderes explizit gesagt
wird, stets ein Ma"s auf der 
$\sigma$-Algebra
der topologisch me"sbaren
Teilmengen. Wollen wir das besonders betonen, so sprechen wir
von einem
\defnoind{topologischen 
Ma"s}.\index{Ma"s!topologisches}\index{topologisch!Ma"s}
Die komplexen Ma"se auf einem topologischen Raum $X$ notieren wir
wie in \eref{ArMa}{AN3}
$${\op{M}}(X)$$
\end{Definition}


\begin{Bemerkungl}
Bei der Diskussion von Ma"sen auf
Produkten topologischer R"aume steht man im allgemeinen vor dem Problem,
da"s nicht alle offenen Mengen 
des Produkts  zur Produkt-$\sigma$-Algebra
geh"oren m"ussen. Ein topologischer Raum hei"st  nach  \eref{sep}{AN3} 
abz"ahlbar basiert,
wenn er eine abz"ahlbare Basis der Topologie besitzt.
F"ur abz"ahlbar basierte R"aume geh"oren offensichtlich alle offenen Mengen
des Produkts zur Produkt-$\sigma$-Algebra.
Sind $X$ und $Y$ abz"ahlbar basierte topologische R"aume, 
so liefert das Bilden des Produktma"ses demnach mithilfe von \eref{PKM}{AN3} 
eine bilineare
Abbildung
$$
\op{M}(X) \times \op{M}(Y)  \ra  \op{M}(X \times Y)
$$
\end{Bemerkungl}




  \begin{Definition}\label{FaMaG}
    Gegeben eine abz"ahlbar basierte topologische Gruppe $G$ erkl"aren wir 
in Verallgemeinerung von \eref{KonM}{AN3}
die {\bf Faltung}\index{Faltung!von Ma"sen!auf topologischer Gruppe} 
oder 
{\bf Konvolution}\index{Konvolution!von Ma"sen!auf topologischer Gruppe} 
{\bf von Ma"sen}
    $$\begin{array}{ccc}
      \op{M}(G) \times \op{M}(G) &\ra & \op{M}(G)\\
      (\mu \;,\; \nu) &\mapsto & \mu \ast\nu
\end{array}$$
dadurch, da"s sie einem Paar von Ma"sen $(\mu , \nu)$
das Bild $\mu\ast\nu = m_{\ast} (\mu \boxtimes \nu)$ 
 des Produktma"ses $\mu \boxtimes
\nu$ auf $G\times G$ unter der 
Multiplikation $m : G \times G \ra G$ zuordnet.  
Auf diese Weise wird $\op{M}(G)$ ein Ring, und wir k"onnen den Gruppenring
$\Bbb{C} G $ darin als Teilring einbetten, indem wir 
jedem $g\in G$ das Dirac-Ma"s bei $g$ zuordnen. Die Assoziativit"at unserer
Konvolution zeigt man wie in \eref{BLKo}{AN3}.
\end{Definition}

\begin{Bemerkunge}
Arbeitet man mit lokal kompakten Gruppen, so kann man
die Forderung \glqq abz"ahlbar basiert\grqq\
umgehen und die Theorie
f"ur beliebige lokal kompakte Gruppen entwickeln
auf der Basis von sogenannten \glqq Radon-Ma"sen\grqq,
als da hei"st
geeigneten Linearformen auf dem Raum der stetigen Funktionen
mit kompaktem Tr"ager. Das bringt jedoch zus"atzliche 
Komplikationen mit sich 
 und f"ur unsere Ziele ist diese Allgemeinheit auch nicht wichtig.
\end{Bemerkunge}


\begin{Definition}
[\textbf{Faltung von Ma"sen mit stetigen Funktionen}]
  Ist $G$ eine abz"ahlbar basierte topologische Gruppe,\label{FMSFg}
 $\mu\in \op{M}(G)$ ein
  komplexes Ma"s auf $G$ und $f:G\ra\DC$ stetig und beschr"ankt, so erkl"aren
  wir eine weitere stetige beschr"ankte Funktion $\mu\ast f$ auf $G$ durch die
  Vorschrift
  $$(\mu\ast f)(x)=\int f(y^{-1}x)\;\mu\langle y\rangle$$
  Es reicht hier, die
  Stetigkeit im Fall nichtnegativer endlicher Ma"se $\mu$ zu zeigen, in dem sie
  aus dem Satz "uber dominierte Konvergenz folgt: F"ur Funktionen auf
abz"ahlbar basierten topologischen R"aumen impliziert n"amlich nach \eref{AZUn}{ML}  
die Folgen\-stetigkeit bereits die Stetigkeit. 
\end{Definition}

\begin{Bemerkunge}
Die Beschr"anktheit von $f$ ist hier wichtig, um die Konvergenz des 
Integrals zu sichern. 
Man kann Ma"se auch \glqq von rechts\grqq\  an Funktionen falten, 
dazu betrachte man $( f\ast\mu)(x)=\int f(xy)\;\mu\langle y\rangle$.
Ich will das hier nicht weiter
verfolgen, alle diese Konstruktionen werden sich sp"ater eh als
Spezialf"alle der \glqq Wirkung von Ma"sen auf Darstellungen\grqq\  erweisen.
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}
Ist $E\subset G$ endlich und $\mu=\sum_{y\in E}a_y\delta_y$ eine 
Linearkombination 
von Diracma"sen mit komplexen Koeffizienten, so haben wir
$$\mu\ast f=\sum_{y\in E}a_y \acute{y}f$$
"Ahnliches gilt allgemeiner f"ur
abz"ahlbare Linearkominationen von Diracma"sen mit einer 
absolut konvergenten Familie von Koeffizienten.
\end{Beispiel}
\begin{Ubung}
Sind $G$ eine abz"ahlbar basierte topologische Gruppe, 
$\mu,\nu\in \op{M}(G)$  komplexe Ma"se auf $G$ und
$f:G\ra\DC$ stetig und beschr"ankt, so gilt
$$\mu\ast(\nu\ast f)=(\mu\ast\nu)\ast f$$
\end{Ubung}


\begin{Lemma}[\textbf{Faltung von Ma"sen mit $\op{L}^p$-Funktionen}]
Sei $G$ eine abz"ahlbar basierte topologische Gruppe,\label{FMSFpg}
$\mu\in \op{M}(G;[0,\infty))$ ein nichtnegatives 
endliches Ma"s auf $G$ und
$f:G\ra\DC$ eine $\op{L}^p$-Funktion f"ur $1\leq p<\infty$ 
 in Bezug auf ein linksinvariantes 
nichtnegatives $\sigma$-endliches Ma"s $\lambda$. So ist die Funktion 
$y\mapsto f(y^{-1}x)$ f"ur alle $x\in G$ au"serhalb einer 
$\lambda$-Nullmenge integrierbar in Bezug auf $\mu$, die
fast "uberall definierte Funktion $\mu\ast f$ gegeben durch
$$ (\mu\ast f)(x)=\int f(y^{-1}x)\;\mu\langle y\rangle$$
ist wieder eine $\op{L}^p$-Funktion und es gilt $\|\mu\ast f\|_p\leq 
\mu(G)\| f\|_p$.
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
Wir erkl"aren dann die Faltung von komplexen Ma"sen mit $\op{L}^p$-Funktionen
$\op{M}(G)\times \op{L}^p(G;\lambda)\ra \op{L}^p(G;\lambda)$, 
$(\mu,f)\mapsto \mu\ast f$
durch lineare Fortsetzung. Das Lemma ist eine direkte Verallgemeinerung 
der entsprechenden Aussage \eref{FMSFp}{AN3} aus der Theorie der 
Fouriertransformationen und ihr Beweis ist eine Kopie, bei der 
ich nur $V$ durch $G$ und $x-y$ durch $y^{-1}x$ zu ersetzen hatte.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Der Satz von Fubini zeigt, da"s f"ur
  jedes Haar-Ma"s $\lambda$ das Produktma"s $\lambda\boxtimes \mu$ 
unter der Scherung $S:G\times G\ra G\times G$,
  $(x,y)\mapsto (y^{-1}x,y)$ 
invariant ist. Wir behandeln nun zun"achst den Fall $p=1$.
F"ur $f\in \op{L}^1(G;\lambda)$ bilden wir die Funktion 
$(f\circ \op{pr}_1):(x,y)\mapsto f(x)$ und nach Fubini gilt
$$(f\circ \op{pr}_1)\in \op{L}^1(G\times G;\lambda\boxtimes \mu)$$ 
Daraus folgt, da"s auch  $(f\circ\op{pr}_1\circ S):(x,y)\mapsto
  f(y^{-1}x)$ integrierbar ist unter dem Produktma"s, und der Satz von 
Fubini zeigt dann
  die Behauptung.  
Im Fall von beliebigem $p$ k"onnen wir unsere bis hier gewonnenen
Erkenntnisse
auf die Funktion $|f|^p$ anwenden und erhalten so, da"s 
$y\mapsto
  |f(y^{-1}x)|^p$ f"ur  alle $x$ 
au"serhalb einer $\lambda$-Nullmenge
nach  $\mu\langle y\rangle$
integriert werden kann.
% und da"s diese Integrale eine
%nach $\lambda\langle x\rangle$ integrierbare Funktion $F(x)$ mit
%Integral $\mu(G)\|f\|_p^p$ liefern.
 Bemerkung \eref{HoU}{AN3} aus dem Kontext der H"olderungleichung 
angewandt auf die Funktion $h_x(y)= f(y^{-1}x)$ aus $\op{L}^p(G;\mu)$
und die konstante Funktion 1 aus $\op{L}^q(G;\mu)$ 
zeigt dann, 
da"s f"ur alle $x$ au"serhalb 
derselben $\lambda$-Nullmenge $h_x$  nach  $\mu\langle y\rangle$
integrierbar ist. Bezeichnen wir dies Integral
wie im Satz mit $(\mu\ast f)(x)$, so zeigt die H"olderungleichung  
\eref{HoU}{AN3} 
 weiter
$$|(\mu\ast f)(x)|\leq \|h_x\|_1\leq \|1\|_q\|h_x\|_p$$
f"ur alle $x$ au"serhalb 
unserer $\lambda$-Nullmenge. 
Bilden wir auf beiden Seiten die $p$-te Potenz und integrieren
"uber $\lambda \langle x\rangle$, so ergibt sich
$$\|\mu\ast f\|_p^p\leq \mu(G)^{p/q}\left(\int |f(y^{-1}x)|^p
\;\lambda\boxtimes \mu
\right)=
\mu(G)^{1+p/q}\|f\|_p^p =\mu(G)^p\|f\|_p^p \qedhere$$
\end{proof}





\begin{Ubung}\label{FFFMg}
Gegeben ein linksinvariantes 
nichtnegatives $\sigma$-endliches Ma"s $\mu$ auf einer 
abz"ahlbar basierten topologischen Gruppe  
$G$ und $f\in \op{L}^1(G;\mu)$ zeige man 
f"ur jedes weitere komplexe Ma"s $\lambda\in \op{M}(G)$ die
Gleichheit von Ma"sen
 $(\lambda\ast f)\mu=\lambda\ast (f\mu)$.
\end{Ubung}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Faltung von integrierbaren Funktionen}]
Gegeben eine abz"ahlbar basierte kompakte Hausdorff'sche topologische Gruppe $G$ 
mit normiertem Haar-Ma"s $\mu$ 
und integrierbare Funktionen $h\in \op{L}^1(G;\mu)$, 
$f\in \op{L}^p(G;\mu)$ f"ur $p\in[1,\infty)$ 
erkl"aren wir ihre Faltung 
$h\ast f\in \op{L}^p(G;\mu)$ als das Daranfalten
im Sinne von \ref{FMSFpg} des Ma"ses $h\mu$, in  Formeln 
$h\ast f=(h\mu)\ast f$.
Ausgeschrieben gilt also fast "uberall
$$ (h\ast f)(x)=\int h(y)f(y^{-1}x)\;\mu\langle y\rangle$$
und \ref{FMSFpg} liefert die Absch"atzung 
$\|h\ast f\|_p\leq \|h\|_1\| f\|_p$.
In derselben Weise erhalten wir nach \ref{FMSFg}
auch f"ur $f\in {\cal C}(G)$ stetig
eine stetige Funktion 
$h\ast f=(h\mu)\ast f$ mitsamt der 
Absch"atzung $\|h\ast f\|_\infty\leq \|h\|_1\| f\|_\infty$.
Die durch Multiplikation mit dem 
Ma"s $\mu$ nach \eref{NFNM}{AN3} induzierte
Einbettung
$\op{L}^1(G;\mu)\hra \op{M}(G)$
ist nach  \ref{FFFMg} vertr"aglich mit den jeweiligen 
Faltungen, in Formeln  $$(f\ast g)\mu
=(f\mu)\ast (g\mu)$$
Insbesondere ist also auch die Faltung  von integrierbaren
Funktionen assoziativ.
\end{Bemerkungl}
\begin{Ubung}
Man zeige:
Gegeben unit"are Charaktere $\chi,\zeta$ auf der
Kreislinie $S^1$ gilt $\chi\ast \chi=\chi$ und 
$\chi\ast \zeta=0$ falls $\chi\neq \zeta$.
Was sind f"ur $h:S^1\ra \DC$ stetig die Eigenwerte und 
Eigenr"aume von $(h\ast):\op{L}^2(S^1)\ra \op{L}^2(S^1)$? 
\end{Ubung}

\subsection{Restbest"ande}




\begin{Satz}[\textbf{Ma"se auf Quotienten}]
Gegeben eine  lokal kompakte Hausdorffgruppe $G$ und eine
abgeschlossene Untergruppe $H\As G$, beide uni\-modular, sowie 
Haar-Ma"se $\mu_G $ auf $G$ und $\mu_H $ auf $H,$ gibt es genau
ein Radonma"s $\mu_{G/H}$ auf $G/H$ mit der Eigenschaft, da"s f"ur alle
$f\in \mathcal C_!(G)$ gilt 
$$
\int f(x) \mu_G \langle x \rangle =\int_{G/H} \quad \left(
\int_H f(xy) \mu_H \langle y \rangle \right) \mu_{G/H} \langle x H\rangle
$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
Sicher gibt es eine kompakte Umgebung  $V\subset G$ des neutralen Elements.
Dann ist
$K\pdef (V^{-1}\op{supp}f)\cap H$ ein Kompaktum von $H$ und
alle Funktionen $y\mapsto f(xy)$ mit $x\in V$ haben
Tr"ager in $K$. Nach \ref{NiFu} ist nun unser Radonma"s $\mu_H$ 
stetig auf $\mathcal C_K(H,\DR)$ f"ur die Norm der gleichm"a"sigen
Konvergenz. 
 Nach \ref{glstu} ist weiter 
 $f$ gleichm"a"sig stetig, f"ur alle $\varepsilon>0$
gibt es also eine Umgebung $U$ des neutralen Elements mit
$|f(xy)-f(y)|<\varepsilon$ f"ur alle $x\in U$ und $y\in H$. 
Wenn  $U\subset V$  annehmen etc. etc.
\end{Bemerkungl}

\begin{proof}
  Noch nicht ausgearbeitet.
\end{proof}


\begin{Bemerkunge}
  Ein {\bf Gitter}\index{Gitter!in topologischer Gruppe} in einer 
unimodularen lokal kompakten Hausdorff'schen Gruppe ist eine 
diskrete Untergruppe mit der Eigenschaft, da"s der Quotient danach
endliches Volumen hat. 
\end{Bemerkunge}



\begin{Bemerkunge}
  Im Fall einer \'etalen Abbildung von abz"ahlbar basierten R"aumen $\phi : X
  \rightarrow Y$ gibt es zu jedem topologischen Ma"s $\mu$ auf $Y$ genau ein
  topologisches Ma"s $\nu$ auf $X$ mit der Eigenschaft, da"s f"ur jede offene
  Teilmenge $U \co X$, die von $\phi $ hom"oomorph auf eine offene
  Teilmenge $\phi (U) \co Y$ abgebildet wird, gilt
  \begin{equation*}
    \phi : \nu|_{U} \rightsquigarrow \mu|_{\phi (U)}
  \end{equation*}
  Mir ist nicht klar, wie das sinnvoll zu notieren ist.  Vielleicht $\nu =
  \phi^!\mu$?
\end{Bemerkunge}





\begin{Definition}
Ein \defind{komplexes Radon-Ma"s} auf einem topologischen Raum
ist eine Abbildung von der $\sigma$-Algebra 
aller Borel-Mengen in die komplexen Zahlen,
die sich als endliche Linearkombination mit komplexen Koeffizienten von
endlichen positiven Radon-Ma"sen darstellen l"a"st. 
Wir bezeichnen  den
$\DC$-Vektor\-raum aller komplexen Radon-Ma"se  
auf einem topologischen Raum $X$ mit $\op{M}(X).$
\end{Definition}

\begin{Lemma}
Gegeben ein Radon-Ma"s auf einem lokal kompakten Hausdorffraum
gibt es eine
gr"o"ste offene Teilmenge vom Ma"s Null. Ihr Komplement hei"st
der {\bf\em Tr"ager}\index{Tr"ager!eines Ma"ses} des Ma"ses.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Es gilt zu zeigen, da"s die Vereinigung aller offenen Teilmengen
vom Ma"s Null auch Ma"s Null hat. Sonst enthielte sie jedoch
wegen der inneren Regularit"at ein Kompaktum
von echt positivem Ma"s, und dies Kompaktum m"usste eine endliche "Uberdeckung
besitzen durch offene Mengen vom Ma"s Null. Widerspruch!
\end{proof}
\begin{Lemma}
Gegeben ein komplexes Radon-Ma"s auf einem 
lokal kompakten Hausdorffraum gibt es eine
gr"o"ste offene Teilmenge derart, da"s jede darin enthaltene
Borel-me"sbare Teilmenge Ma"s Null hat. Ihr Komplement hei"st wieder
der {\bf\em Tr"ager}\index{Tr"ager!eines komplexen Ma"ses} des Ma"ses.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Es gilt zu zeigen, da"s die Vereinigung aller offenen Teilmengen
mit besagter Eigenschaft auch besagte Eigenschaft hat. 
Sonst enthielte diese Vereinigung
jedoch eine Borel-me"sbare Teilmenge mit einem von
Null verschiedenen Ma"s,
und dann auch ein Kompaktum mit einem von Null verschiedenen Ma"s,
und das bes"a"se eine endliche Partition in Teilmengen
vom Ma"s Null. Widerspruch!
\end{proof}



\begin{Lemma}\label{FRM}
Jede mit der Addition und der Multiplikation mit nichtnegativen reellen
Zahlen vertr"agliche Abbildung vom Raum der endlichen positiven
Radon-Ma"se
auf einem topologischen Raum in einen komplexen Vektorraum
l"a"st sich auf genau eine Weise fortsetzen zu einer
komplexlinearen Abbildung vom Raum aller komplexen Radon-Ma"se
in besagten komplexen Vektorraum.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Das ist klar.
\end{proof}



\subsection{Radon-Ma"se, ALT}
\emph{Kommt von woanders, vielleicht hier geeignet einbauen}
\begin{Definition}
  (WAS IST DA FALSCH? ENUMERATE KOMISCH AB HIER!)
\begin{enumerate}
\item
Ein Borelma"s
hei"st \defnoind{lokal endlich},\index{lokal endlich!Borelma"s} 
 wenn
jeder Punkt eine offene Umgebung von endlichem Ma"s besitzt.
\item
Ein Borelma"s hei"st 
\defnoind{von innen regul"ar},\index{regul"ar!von innen, Borelma"s}  
 wenn
das Ma"s jeder Borelmenge das Supremum ist "uber die Ma"se aller
in ihr enthaltenen Kompakta.
Ein Borelma"s hei"st 
\defnoind{von au"sen regul"ar},\index{regul"ar!von au"sen, Borelma"s}  
 wenn
das Ma"s jeder Borelmenge das Infimum ist "uber die Ma"se aller
sie enthaltenden offenen Mengen.
Ein Borelma"s hei"st 
\defnoind{regul"ar},\index{regul"ar!Borelma"s} 
 wenn
es von innen und au"sen regul"ar ist.
\item
Ein \defnoind{Radon-Ma"s}\index{positiv!Radonma"s}  oder genauer ein 
\defnoind{positives Radon-Ma"s}\index{positiv!Radonma"s} 
auf einem topologischen Raum
ist ein lokal endliches von innen regul"ares Borelma"s.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] 
Manche Autoren wie z.B.\ \cite{Halmos} verwenden die
Begriffe \glqq Borelmenge\grqq\  und \glqq Borelma"s\grqq\  in einer leicht anderen Bedeutung.
Ich halte mich an \cite{Bauer}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}
Gegeben ein Radon-Ma"s auf einem topologischen Raum gibt es eine
gr"o"ste offene Teilmenge vom Ma"s Null. Ihr Komplement hei"st
der {\bf\em Tr"ager}\index{Tr"ager!eines Radonma"ses} des Ma"ses.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Es gilt zu zeigen, da"s die Vereinigung aller offenen Teilmengen
vom Ma"s Null auch Ma"s Null hat. Sonst enthielte sie jedoch
wegen der inneren Regularit"at ein Kompaktum
von echt positivem Ma"s, und dies Kompaktum m"usste eine endliche "Uberdeckung
besitzen durch offene Mengen vom Ma"s Null. Widerspruch!
\end{proof}

\begin{Bemerkunge}
  Gegeben eine abz"ahlbar basierte lokal kompakte Hausdorffgruppe $G$ und ein kompakter homogener Raum $X$ von $G$
mit invariantem Ma"s kann man "ahnlich zeigen, da"s 
${\op{L}}^2(X)$ eine direkte Summe irreduzibler Darstellungen von
$G$ mit endlichen Vielfachheiten ist. 
Wieder kommt das daher, da"s die Konvolutionen mit
reellen stetigen kompakt getragenen symmetrischen Funktionen auf $G$
kompakte Operatoren liefern. Mehr dazu in \cite{GGP}.
Es sollte auch allgemeiner gelten: F"ur von endlichdimensionalen
unit"aren
Darstellungen unit"ar induzierte, von einer Untergruppe, die topologisch frei
wirkt mit kompaktem Quotienten.
\end{Bemerkunge}

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXALLES"
%%% End: 
