
\section{Moduln "uber der Weylalgebra}
\subsection{Erste Eigenschaften der Weylalgebra}

\begin{Bemerkungl}
Es ist sinnvoll, bei der Entwicklung der Grundlagen
 mit einem beliebigem K"orper $K$ der Charakteristik Null
zu arbeiten.
  Im weiteren Verlauf dieser Vorlesungen wird
diese Allgemeinheit insbesondere bei 
  der L"osung der Gelfand-Vermutung \ref{GeVer} 
 ben"otigt, bei der man mit dem Funktionenk"orper
    $K=\DC(\lambda)$ arbeitet.
\end{Bemerkungl}


  \begin{Definition} 
    Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik $\op{char}(K)=0$.  Die von den Multiplikationen\label{Weya}
    mit Variablen $x_i$ und den partiellen Ableitungen $\partial_i$ erzeugte
    $K$-Unterringalgebra der Endomorphismenalgebra des Polynomrings
    hei"st die {\bf $n$-te 
      Weylalgebra}\index{Weylalgebra}\index{A@$A_n$ Weylalgebra}
$$A_n=A_n(K)\pdef
K\lfloor x_1, \ldots, x_n, \partial_1, \ldots, \partial_n \rfloor\subset \op{End}_{K} K
[x_1, \ldots , x_n]$$
\end{Definition}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Konventionen zur Notation}] 
  Es f"uhrt leicht zu Verwirrung, da"s in der im folgenden 
entwickelten Theorie 
die $x_i$ und allgemeinere
Polynome  mal  
als Elemente des Polynomrings $K
[x_1, \ldots , x_n]$ aufgefa"st werden
und dann wieder als Multiplikationsoperatoren, 
also gewisse
Elemente des
Endomorphismenrings $\op{End}_{K} K
[x_1, \ldots , x_n]$ unseres Polynomrings.
  Beim Rechnen mit Differentialoperatoren begegnet man insbesondere der
Schwierigkeit, da"s der Ausdruck $\partial_i Q$ sowohl  interpretiert werden
kann
als das
Polynom, das aus $Q$ durch  partielles Ableiten
nach der $i$-ten Variablen entsteht, als auch als der Differentialoperator
\glqq multipliziere erst mit $Q$ und leite dann partiell ab\grqq.
Ich werde der Konvention folgen, nach der 
algebraische Differentialoperatoren
a priori stets in der Form \glqq in Schreibrichtung 
zuerst die polynomialen Koeffizienten,
dann die Monome in den partiellen Ableitungen\grqq\  notiert werden,
so da"s man bei umgekehrter Reihung vom Anwenden auf ein Polynom
 ausgehen kann. Ich deute  durch Klammern an, 
wenn sich  dieses Anwenden einer
partiellen Ableitung nur auf einen Teil der 
rechts davon stehenden Symbole beziehen soll. 
Wenn ich besonders betonen will, da"s
mit $Df$  das Anwenden eines 
Differentialoperators $D$ auf eine Funktion $f$ gemeint ist,
so schreibe ich\index{\mid@$(D{\mid}f)$ Anwenden von Differentialoperator}
$$(D|f)$$
\end{Bemerkungl}
    \begin{Proposition}[\textbf{Pr"asentation der Weylalgebra}]
      Gegeben ein K"orper  $K$ der Charakteristik  $\op{char}(K)=0$ und $n\in\DN$ gilt:
      \begin{enumerate}
      \item Die Differentialoperatoren 
$x^\alpha \partial^\beta$ f"ur  Multiindizes $\alpha, \beta \in
        \mathbb N^n$ bilden eine $K$-Basis der $n$-ten Weylalgebra
"uber $K$;
\item
Die $n$-te Weylalgebra kann beschrieben werden als 
 die
 $K$-Ringalgebra, die 
erzeugt wird von den
$2n$ Erzeugern $x_1, \ldots, x_n, \partial_1,
\ldots, \partial_n$ mit den Relationen 
$[x_i,x_j]=0=[\partial_i,\partial_j]$ und $[\partial_i, x_j]=\delta_{ij}$
im Sinne von \eref{ErAA}{NAS}.
      \end{enumerate}\label{StrW} 
    \end{Proposition}

 
\begin{proof}
 In der Weylalgebra gelten sicher
unsere Relationen $x_i x_j = x_j x_i$, $\partial_i \partial_j = \partial_j
\partial_i$, $\partial_i x_j = x_j \partial_i$ f"ur $i \neq j$ und
\begin{equation*}
 \partial_i x_i = x_i \partial_i +1
\end{equation*}
Zum Beispiel pr"ufen wir die letzte Relation, indem wir 
f"ur jedes Polynom $P\in K
[x_1, \ldots , x_n]$ die Identit"at
$$\partial_i (x_iP) = x_i (\partial_i P) +P$$
nachweisen, und diese folgt aus der Produktregel.
Es ist klar, da"s wir allein unter Zuhilfenahme obiger Relationen 
jedes Monom in den $x_i$ und $\partial_j$ als Linearkombination
gewisser $x^\alpha \partial^\beta$ schreiben k"onnen. 
Folglich bilden diese $x^\alpha \partial^\beta$ ein 
Erzeugendensystem der Weylalgebra als $K$-Vektorraum, ja sogar ein 
Erzeugendensystem der in Teil 2 durch Erzeuger und Relationen erkl"arten
$K$-Ringalgebra. Wenn wir f"ur dieses Erzeugendensystem der Weylalgebra
die lineare Unabh"angigkeit
zeigen, ist die Proposition bewiesen.
Dazu gehen wir aus von einer
verschwindenden Linearkombination
$
 0 = \sum_{\alpha,\beta} c_{\alpha\beta} x^\alpha \partial^\beta
$
alias 
\begin{equation*}
 0 = \sum P_{\beta}  \partial^\beta
\end{equation*}
mit Polynomen $P_\beta=\sum_\alpha c_{\alpha\beta} x^\alpha\in K[x]$. 
W"aren nicht alle $P_{\beta}$  Null, so g"abe 
es $\gamma$ maximal in der Produktordnung
 mit $P_{\gamma} \neq 0$.
Wenden wir nun unsere Linearkombination auf $x^{\gamma}$ an, 
so ergibt sich $0=\gamma!P_{\gamma}$
 im 
Widerspruch zu
unserer Annahme.
\end{proof}



\begin{Beispiel}
 In der Weylalgebra in einer Variablen stellen wir $x\partial x \partial x$ in der Basis
$(x^i \partial^j)_{i,j \in \mathbb N}$ aus der Proposition dar. Wir finden
\begin{eqnarray*}
 x \partial x \partial x & = & x(x \partial +1) (x \partial +1)\\
&=& x(x \partial x \partial + 2 x \partial +1)\\
&=& x^2 (x \partial +1) \partial + 2 x^2 \partial +x\\
&=& x^3 \partial^2 + 3 x^2 \partial +x
\end{eqnarray*}
In diesem Beispiel ist auch der Beweis der linearen Unabh"angigkeit der 
der $x^i \partial^j$ besonders transparent: Gilt $\sum c_{ij} x^i \partial^j =0$
und w"aren nicht alle $c_{ij} = 0$, so k"onnten wir $k$ maximal finden derart, da"s
nicht alle $c_{ik}$ verschwinden.
Wenn wir aber dann unseren Differentialoperator auf $x^{k}$ anwenden, so k"ame
$k! \sum c_{ik} x^j$ und nicht Null heraus.
\end{Beispiel}

\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
   Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik Null und
$P\in  K
[x_1, \ldots , x_n]$ ein Polynom.  Die von den Multiplikationen
    mit Ringelementen  und den partiellen Ableitungen $\partial_i$ erzeugte
    Unteralgebra der Endomorphismenalgebra des\label{lokW}  
lokalisierten Polynomrings nennen wir eine {\bf
   lokalisierte    Weylalgebra}\index{Weylalgebra!lokalisierte}
und notieren sie
$$A_n\lfloor P^{-1}\rfloor\pdef
K\lfloor x_1, \ldots, x_n, P^{-1},\partial_1, \ldots, \partial_n \rfloor\subset \op{End}_{K} K
[x_1, \ldots , x_n, P^{-1}]$$ 
Man zeige, da"s $A_n\lfloor P^{-1}\rfloor$ "uber
$K
[x_1, \ldots , x_n, P^{-1}]$ ein freier Linksmodul und ein freier
Rechtsmodul ist, jeweils mit den Monomen $\partial^\alpha$ in
den partiellen Ableitungen als Basis.  
\end{Ubung}
\subsection{Moduln "uber der Weylalgebra}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{$A_n$-Moduln und Differentialgleichungen}] 
  Einige offensichtliche Moduln "uber der komplexen Weylalgebra $A_1 = \mathbb
  C \lfloor x, \partial\rfloor$ sind  
Funktionenr"aume
  wie etwa der Raum $F=\mathcal C^\infty (V)$ aller glatten komplexwertigen
  Funktionen auf einer beliebigen offenen Teilmenge $V \co \mathbb R$
oder der Raum $F=\mathcal O^{\op{an}} (U)$ aller holomorphen 
  Funktionen auf einer  offenen Teilmenge $U \co \mathbb C$.
  Gegeben eine Matrix von Differentialoperatoren $D \in {\op{Mat}} (r \times s;
  A_n)$ liefert die Rechtsmultiplikation mit $D$ einen Homomorphismus
  \begin{equation*}
    A^r_n \overset{\cdot D}{\rightarrow} A^s_n
  \end{equation*}
  von freien $A_n$-Linksmoduln, deren Elemente wir hierf"ur als Zeilenvektoren
  auffassen.  Der Kokern $\op{cok}=\op{cok} (\cdot D)$ ist dann 
  auch ein $A_n$-Linksmodul und f"ur jeden weiteren $A_n$-Modul $F$ liefert
  die exakte Sequenz
  \begin{equation*}
    A^r_n \overset{\cdot D}{\rightarrow} 
    A^s_n \twoheadrightarrow \op{cok} 
  \end{equation*}
  eine exakte Sequenz
  \begin{equation*}
    F^r \overset{D \cdot}{\leftarrow} F^s \hookleftarrow 
\op{Hom}_{A_{n}} (\op{cok},F)
  \end{equation*}
  In der letzten Sequenz
haben wir dabei Elemente von $F^s, F^r$  als Spaltenmatrizen aufgefa"st. 
 Denken wir uns $F$ als einen Raum von Funktionen, so erhalten wir mithin
einen Isomorphismus
  \begin{equation*}
    \op{Hom}_{A_{n}} (\op{cok} , F) \sira
 \op{ker} ((D\cdot) : F^s \rightarrow F^r)
  \end{equation*}
unseres Raums von Homomorphismen von $A_n$-Moduln 
mit dem Raum der L"osungen in $F^s$ des Systems von Differentialgleichungen $D$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Ist etwa $r = s= n =1$ und $D = \partial -1$, so erhalten wir speziell
  $\op{ker} (D :
  F \rightarrow F) = \{f \in F \mid \partial f = f\}$ und f"ur $F \pdef  \mathcal
  C^\infty (\mathbb R)$ w"are die Funktion $\op{exp}$ eine $\mathbb C$-Basis
  des L"osungsraums. Dahingegen h"atte unsere Differentialgleichung keine
  L"osung in $F = \mathbb C [x]$.  Das deutet an, wie man im Rahmen der
  Theorie der Differentialmoduln
  gewisse transzendente Funktion algebraisch behandeln
  kann: Indem man nicht mit den Funktionen selber rechnet, sondern mit den
  Differentialgleichungen, die besagte Funktion erf"ullen.
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Von einer Diracfunktion erzeugter 
$A_n$-Modul}]  Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik 
$\op{char}(K)=0$.
  Die Darstellung der Weylalgebra $A_n=A_n(K)$ 
durch Erzeuger und Relationen zeigt, da"s
  es einen Isomorphismus von Ringalgebren $A_n \sira 
  A_n$ gibt mit $x_i \mapsto \partial_i$ und $\partial_i \mapsto -x_i$.  
Man nennt ihn auch den 
{\bf Fourier-Iso\-mor\-phis\-mus},\index{Fourier-Isomorphismus}
da er, wie in \eref{KoDF}{AN3} erkl"art, von einigen Normalisierungen
abgesehen die \glqq Konjugation von Differentialoperatoren auf Schwartzfunktionen
mit
der Fouriertransformation\grqq\ beschreibt. 
Indem
  wir die Operation mit diesem
Isomorphismus zur"uckziehen, erhalten wir zu jedem $A_n$-Modul einen
  weiteren $A_n$-Modul.  Zum Beispiel wird $$A_n/ (A_n \partial_1 + \ldots +
  A_n \partial_n) \cong K [x_1, \ldots x_n]$$ unter dem Fourier-Isomorphismus
  zu dem $A_n$-Modul $A_n /
  (A_n x_1 + \ldots + A_n x_n)$, der frei ist mit Basis $\overline 1$ "uber
  $K[\partial_1, \ldots, \partial_n]$ und den wir schlicht $K[\partial_1,
  \ldots , \partial_n]$ notieren.  Er kann im Fall 
$K=\DC$ auch beschrieben werden als der
  Untermodul des Differentialmoduls $\mathcal C^{-\infty} (\mathbb R^n)$ der
  verallgemeinerten Funktionen auf $\mathbb R^n$, 
der erzeugt wird von der
  \glqq Dirac'schen $\delta$-Funktion am Ursprung\grqq.
\end{Bemerkungl}
%\subsection{Beispiele f"ur Moduln "uber der Weylalgebra}
\begin{Beispiel}[\textbf{Irregul"are Singularit"at im Unendlichen}] 
"Uber der Weylalgebra $K \lfloor x,\partial\rfloor$ mag man 
f"ur jedes $\lambda \in K$ den Modul\label{exd} 
\begin{equation*}
K [x]\op{e}^{\lambda x}
\end{equation*}
betrachten.
Das Symbol ${\op{e}}^{\lambda x}$ ist hier nur als phantasievolle Bezeichnung
f"ur einen Erzeuger dieses freien $K [x]$-Moduls zu verstehen, die
andeutet, wie $\partial$  operieren soll. Formal-algebraisch
  k"onnen wir unseren Modul auch beschreiben als den Quotienten der
  Weylalgebra nach dem von $(\partial - \lambda)$ erzeugten Linksideal.
Der Modulhomomorphismus  $A_1\ra K[x]\op{e}^{\lambda x}$ 
mit $1\mapsto \op{e}^{\lambda x}$ ist in anderen Worten ein Kokern von 
$(\cdot(\partial - \lambda):A_1\ra A_1)$, und das Betrachten des Bildes 
unseres Erzeugers $\op{e}^{\lambda x}$ liefert f"ur jeden
$A_1$-Modul $F$ einen nat"urlichen Isomorphismus
$$\op{Hom}_{A_1}(K[x]\op{e}^{\lambda x},F)
\sira \{f\in F\mid \partial f=\lambda f\}$$
 Unsere Moduln $K[x]\op{e}^{\lambda x}$ werden sich f"ur $\lambda\neq 0$  
sp"ater als die einfachsten Beispiele f"ur den
Fall einer \glqq irregul"aren Singularit"at im Unendlichen\grqq\ erweisen.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkunge}[\textbf{Analytifizierung 
der $A_1$-Moduln $\mathbb C [x]\op{e}^{\lambda x}$}] 
Man kann f"ur $U\co\DC$  
auch die  Algebra der Differentialoperatoren 
auf $U$ mit holomorphen alias analytischen
Koeffizienten  $A^{\op{an}}_1(U)\pdef\bigoplus_{i=0}^\infty\mathcal
  O^{\op{an}}(U)\partial^i$ einf"uhren. In diesem Zusammenhang verwendet man
f"ur die Variable "ublicherweise den Buchstaben $z$. 
Man  zeigt leicht, da"s 
die Erweiterung der Skalare  $\mathcal
  O^{\op{an}}(U) \otimes_{\mathbb C [z]}$ in nat"urlicher Weise
$A_1$-Moduln zu $A^{\op{an}}_1(U)$-Moduln macht. 
  Im Fall $U=\DC$ hei"st diese Erweiterung der Skalare
  die \glqq Analytifizierung unseres $A_1$-Moduls\grqq. 
  F"ur unseren oben betrachteten
  Modul $\mathbb C [x]\op{e}^{\lambda x}$ liefert das
  Auffassen des formalen Symbols 
$ \op{e}^{\lambda z}$ als holomorphe Funktion zusammen mit der Multiplikation 
$f\otimes g\mapsto fg$ 
f"ur alle $\lambda\in\DC$ einen Isomorphismus von $A^{\op{an}}_1(U)$-Moduln
$$\mathcal
  O^{\op{an}}(U)\otimes_{\mathbb C [z]}\mathbb C [z]\op{e}^{\lambda z}
\sira O^{\op{an}}(U)$$ 
Das gilt insbesondere auch im Fall $U=\DC$.
Die Analytifizierungen unserer
$A_1$-Moduln $\mathbb C [z]\op{e}^{\lambda z}$ h"angen also bis
auf Isomorphismus von $\lambda$ gar nicht ab.
Vor dem "Ubergang zur   Analytifizierung sind unsere
$A_1$-Moduln $\mathbb C [z]\op{e}^{\lambda z}$ jedoch paarweise nicht isomorph.
\end{Bemerkunge}


\begin{Beispiel}[\textbf{Monodromie um den Ursprung}] 
"Uber der Weylalgebra $\mathbb C \lfloor x,\partial\rfloor$ 
mag man f"ur $\lambda \in
\mathbb C$ auch den Modul
$$\mathbb C [x,x^{-1}]x^\lambda$$ 
betrachten. Wieder ist das Symbol $x^\lambda$ nur eine 
phantasievolle Bezeichnung
f"ur einen Erzeuger dieses freien $\mathbb C [x,x^{-1}]$-Moduls, die 
die korrekte Definition der $\partial$-Opera\-tion suggerieren mag.
In diesem Fall kann unser Modul  formal-algebraisch als Quotient
der in \ref{lokW} eingef"uhrten lokalisierten Weylalgebra 
 $\mathbb C \lfloor x, x^{-1}, \partial\rfloor=A_1\lfloor  x^{-1}\rfloor$
nach dem von $x \partial - \lambda$ erzeugten
 Linksideal konstruiert werden.\label{Ehln} Mehr dazu in den "Ubungen. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkunge}[\textbf{Analytifizierung 
von $\mathbb C [x,x^{-1}]x^\lambda$}]
  Der Modul aus dem vorhergehenden Beispiel 
\ref{Ehln} hat auch nach Analytifizierung alias Anwenden von $\mathcal
  O^{\op{an}} (\mathbb C^\times) \otimes_{\mathbb C [x,x^{-1}]}$ keine
  globalen flachen alias von $\partial$ annullierten Schnitte, es sei denn wir
  haben $\lambda \in \mathbb Z$, denn andernfalls werden die lokal definierten
  flachen Schnitte $z^\lambda = \op{exp} (\lambda \op{log} z)$ bei holomorpher
  Fortsetzung einmal rund um den Ursprung $\op{exp} (2 \pi {\op{i}}
  \lambda)$-fache von sich selber.
\end{Bemerkunge}


\begin{Beispiel}[\textbf{Unipotente Monodromie um den Ursprung}] 
Man kann auch den $\DC\lfloor x, x^{-1}, \partial\rfloor$-Modul 
$$\mathbb C [x,x^{-1}] 
\oplus \mathbb C [x,x^{-1}](\log x)$$ betrachten, wieder mit $(\log x)$ 
als formalem Symbol.
Er ist frei vom Rang $2$ "uber $\mathbb C [x,x^{-1}]$ und hat 
$\mathbb C [x,x^{-1}]$ als
Untermodul. 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Analytifizierung 
von $\mathbb C [x,x^{-1}]\oplus \mathbb C [x,x^{-1}](\log x)$}]
  Der Modul aus dem vorhergehenden Beispiel 
\ref{Ehln} hat auch nach Analytifizierung alias Anwenden von $\mathcal
  O^{\op{an}} (\mathbb C^\times) \otimes_{\mathbb C [x,x^{-1}]}$ au"ser den
konstanten Funktionen keine
  globalen flachen alias von $\partial$ annullierten Schnitte.
Er besitzt jedoch die lokal definierten
  flachen Schnitte $ \op{log} z$ f"ur beliebige Zweige des
Logarithmus, die sich bei holomorpher
  Fortsetzung einmal rund um den Ursprung 
um die Addition von $2 \pi {\op{i}}$ "andern.
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}[\textbf{Algebraische Zusammenh"ange 
auf der Gerade}]
Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik $\op{char}(K)=0$.
 Jeder $A_1$-Modul, der endlich erzeugt ist "uber $K[x]$ vom Rang Eins, 
ist isomorph
zu genau einem der Moduln
\begin{equation*}
 K[x] {\op{e}}^g
\end{equation*}
mit $g \in x K [x]$, die in der hoffentlich offensichtlichen 
Weise definiert sind.
Formal k"onnen wir unsere Moduln beschreiben als
die Quotienten $
 A_1/ A_1 (\partial - g^\prime)
$.
Sie sind in der Weise zu verstehen, da"s auf dem Erzeuger ${\op{e}}^g$ 
unser $\partial$ wirkt
durch $\partial : {\op{e}}^g \mapsto g^\prime {\op{e}}^g$.
Zwischen zweien  dieser Moduln mit verschiedenen $g$ gibt es keine 
Homomorphismen ungleich Null.
In der Tat wird jeder solche Homomorphismus
\begin{equation*}
 \varphi : K[x]{\op{e}}^g \rightarrow K [x] {\op{e}}^f
\end{equation*}
festgelegt durch $\varphi ({\op{e}}^g)$, das wir als 
$\varphi ({\op{e}}^g) = P {\op{e}}^f$ ansetzen d"urfen mit 
$P \in K[x]$.
Die Bedingung $\varphi (\partial {\op{e}}^g) = \partial \varphi ({\op{e}}^g)$
liefert  unmittelbar
$g^\prime P {\op{e}}^f = P^\prime {\op{e}}^f + Pf^\prime {\op{e}}^f$ 
alias $P (g^\prime - f^\prime) = P^\prime$. Das hinwiederum
ist nur m"oglich f"ur $P =0$ alias $\varphi = 0$ oder 
$g^\prime = f^\prime$ alias
$g = f$ und $P$ konstant.
Sobald wir unsere Moduln  analytifizieren, werden sie jedoch paarweise
isomorph.
\end{Beispiel}
\subsubsection*{"Ubungen}

\begin{Ubung} Als  $\mathbb C \lfloor x, x^{-1}, \partial\rfloor$-Moduln sind
  $\mathbb C [x,x^{-1}]x^\lambda$ und $\mathbb C [x,x^{-1}]x^\mu$ stets einfach und sind isomorph genau dann, wenn gilt $\lambda-\mu\in \DZ$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Als  $\mathbb C \lfloor x, \partial\rfloor$-Modul ist
$\mathbb C [x,x^{-1}]x^\lambda$ genau dann einfach, wenn gilt  $\lambda\not\in \DZ$. In diesem Fall sind  $\mathbb C [x,x^{-1}]x^\lambda$ und $\mathbb C [x,x^{-1}]x^\mu$ genau dann isomorph, wenn gilt $\lambda-\mu\in \DZ$.
Weiter sind alle $\mathbb C [x,x^{-1}]x^n$ f"ur $n\geq 0$ paarweise isomorph
und desgleichen alle  $\mathbb C [x,x^{-1}]x^n$ f"ur $n< 0$. Alle haben die L"ange zwei und dieselben einfachen Subquotienten $\DC[x]$ und $\DC[\partial]$,
aber in umgekehrter Reihenfolge. 
\end{Ubung}

\begin{Ubunge}
Die Kategorie aller Moduln $M$ endlicher L"ange "uber der Weylalgebra
$\mathbb C \lfloor z, \partial\rfloor$, in denen als einfache Subquotienten nur
Kopien von $\mathbb C [z]$ und $\mathbb C [\partial]$ auftreten, ist "aquivalent
zur Kategorie aller endlichdimensionalen komplexen Darstellungen des K"ochers
\begin{displaymath}
\xymatrix{
 \bullet \ar @/^/ @{->}[r]^-a
 \ar @/_/ @{<-}[r]_-b 
& \bullet
 }
\end{displaymath}
mit $ab$ nilpotent. Genauer ist der Funktor, der $M$ das Diagramm
\begin{equation*}
 \op{Hau} (z \partial; 0)\begin{array}{c} \overset{\partial}{\rightarrow}\\[-2ex]
                          \underset{z}{\leftarrow}
                         \end{array}
  \op{Hau} (\partial z; 0)
\end{equation*}
zuordnet, eine "Aquivalenz zwischen besagten Kategorien.
\end{Ubunge}
\begin{Ubunge}[\textbf{Weylalgebra-Moduln  als Schmelzkategorie}]
Sei $K$ ein K"orper.  Gegeben $A_n(K)$-Moduln $M_1,\ldots,M_r,N$ erkl"aren wir eine\label{WMS}  
  Verschmelzung $\varphi:M_1\curlyvee\ldots\curlyvee M_r\ra N$
  als eine $K[x_1,\ldots, x_n]$-multilineare Abbildung
  mit der Eigenschaft, da"s f"ur alle $i$ gilt 
  $$\partial_i\varphi(m_1,\ldots,m_r)=
  \varphi(\partial_i m_1,\ldots,m_r)+\ldots+\varphi( m_1,\ldots,\partial_im_r)$$
  Insbesondere ist eine Leerverschmelzung ein Element $n\in N$
  mit $\partial_i n=0\;\forall i$. Mit der offensichtlichen
  Multiverkn"upfung erhalten wir eine Schmelzkategorie
  mit universellen Verschmelzungen und internem Hom. Eine
  universelle Leerverschmelzung ist dann
  $\{\ast\}\ra K[x_1,\ldots, x_n]$ mit $\ast\mapsto 1$.
  Eine universelle Zweiverschmelzung  ist
  die universelle Zweiverschmelzung
  der Schmelzkategorie der Moduln "uber unserem Polynomring  $M\times N\ra M\otimes_{K[x_1,\ldots, x_n]} N$ mit
  der Struktur als $A_n$-Modul gegeben durch $$\partial_i(m\otimes n)\pdef
  (\partial_im)\otimes n+m\otimes(\partial_i n)$$
  Ein Monoid-Objekt in der Schmelzkategorie der Moduln "uber der Weylalgebra
  $A_n(K)$ nennt man, zumindest im Fall $K=\bar K$, auch eine
  {\bf $\mathcal D$-Algebra auf der Variet"at $K^n$}.\index{D@$\mathcal D$-Algebra!auf $K^n$}
\end{Ubunge}


\subsection{Grundlegende Eigenschaften der Weylalgebra}

\begin{Bemerkungl}
  Ich erinnere an den Formalismus filtrierter und graduierter 
Gruppen und Ringe aus \eref{FuG}{KAG}.  
Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik  $\op{char}(K)=0$.\label{AGFF} 
Die Weylalgebra $A_n$ "uber $K$ besitzt zwei nat"urliche Filtrierungen:
  \begin{enumerate}
  \item Die \defind{Bernstein-Filtrierung} erkl"art durch
    \begin{equation*}
      B^{\leq k} A_n \pdef
      \langle x^{\alpha} \partial^\beta \mid |\alpha| + |\beta| \leq k\rangle 
    \end{equation*}
  \item Die \defind{geometrische Filtrierung}
    oder \defind{Filtrierung nach dem Grad eines Differentialoperators}
    erkl"art durch
    \begin{equation*}
      G^{\leq k} A_n \pdef \langle x^\alpha \partial^\beta \mid |\beta| \leq k\rangle
    \end{equation*} 
\end{enumerate}
    Beide Filtrierungen machen die Weylalgebra zu einem filtrierten Ring im
    Sinne von \eref{AFR}{KAG}, ja zu einer filtrierten $K$-Ringalgebra.
Die Bernsteinfiltrierung hat den Vorteil, 
da"s ihre Subquotienten endlichdimensional sind.
Die geometrische Filtrierung hat den Vorteil, da"s sie sich 
in nat"urlicher Weise auf unsere 
lokalisierten Weylalgebren $A_n\lfloor P^{-1}\rfloor$ 
fortsetzen l"a"st.
  \end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Assoziierte Graduierte der Weylalgebra}] 
    F"ur die Bernsteinfiltrierung erhalten wir einen Isomorphismus\label{AGWW} 
    \begin{equation*}
      K [x_i , y_i| 1\leq i \leq n] \;\sira \; \op{gr}_B A_n
    \end{equation*}
    mit $x_i \mapsto \bar{x}_i$ und $y_i \mapsto \bar{\partial}_i$.
    Hier steht links der Polynomring mit seiner "ublichen Graduierung,
die durch
    $\op{grad} x_i = \op{grad} y_i =1$ festgelegt wird.
   F"ur die geometrische Filtrierung erhalten wir auch einen Isomorphismus
    \begin{equation*}
      K[x_i, y_i | 1 \leq i \leq n] \;\sira \; \op{gr}_G A_n
    \end{equation*}
    mit $x_i \mapsto \bar{x_i}$ und $y_i \mapsto \bar{\partial}_i$,
    aber diesmal steht links der Polynomring mit der Graduierung, die durch
    $\op{grad} x_i = 0$ und $\op{grad} y_i =1$ festgelegt wird.
  \end{Bemerkungl}



  \begin{Bemerkungl}
    Die Weylalgebra ist  nach \eref{NTGR}{KAG} ein Integrit"atsring, 
da ihre assozierte
    Graduierte f"ur eine aussch"opfende Hausdorff'sche Filtrierung
    ein Integrit"atsring ist.  Ebenso zeigt \eref{NoeG}{KAG}, da"s unsere Weylalgebra
    noethersch ist, da ihre assoziierte
    Graduierte f"ur eine aussch"opfende bei Null beginnende Filtrierung
    noethersch ist.   F"ur beide Argumente k"onnen wir beide Filtrierungen
    gleicherma"sen verwenden.
  \end{Bemerkungl}
 
    \begin{Proposition}[\textbf{Zentrum der Weylalgebra}]
        Das Zentrum der Weylalgebra besteht nur aus den Skalaren.\label{ZWW}
      \end{Proposition}
    \begin{proof}
        Ist $a\in A_n$ gegeben mit $[\partial_\nu,a]=0$
        f"ur alle $\nu$, so folgt, da"s in einer Darstellung $a=\sum
        a_\beta \partial^\beta$ mit polynomialen Koeffizienten $a_\beta$ diese
        Koeffizienten alle konstant sein m"ussen, in Formeln $a\in
        K[\partial_1,\ldots,\partial_n]$.  Dann folgt \glqq fourierdual\grqq\
        aus
        $[x_\nu,a]=0$ f"ur alle $\nu$, da"s $a$ bereits selbst
eine Konstante sein mu"s.
      \end{proof}
      \begin{Proposition}[\textbf{Einfachkeit der Weylalgebra}]
Die Weylalgebra $A_n$ ist ein einfacher Ring, besitzt also keine 
echten von Null verschiedenen zweiseitigen Ideale. 
      \end{Proposition}
      \begin{proof}
        Ist $I\subset A_n$ ein von Null verschiedenes Ideal $I\neq 0$, so
        gibt es ein kleinstes $k$ mit $B^{\leq k}\cap I\neq 0$ und dann in
        diesem Schnitt ein von Null verschiedenes\label{WeyE}
        Element $a\neq 0$.  Im
        Fall $k=0$ folgt $I=A_n$ und wir sind fertig.  Sonst bemerken wir
        $[\partial_\nu,a]\in B^{\leq k-1}\cap I$ und damit
        $[\partial_\nu,a]=0$ f"ur alle $\nu$.    Ebenso folgern wir  auch
        $[x_\nu,a]=0$ f"ur alle $\nu$. Zusammen folgt
aber  dann, da"s $a$ im Zentrum der Weylalgebra liegt und nach \ref{ZWW}
        doch konstant sein mu"s.
      \end{proof}

 
\subsection{Bernsteindimension und Multiplizit"at}

\begin{Satz}[\textbf{Bernsteindimension und Multiplizit"at}]
Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik $\op{char}(K)=0$.  Seien 
$n\in\DN$ und $M$ ein endlich erzeugter $A_n$-Modul.
  \begin{enumerate}
  \item 
F"ur jeden endlichdimensionalen erzeugenden Untervektorraum $E\subset M$
gibt es ein Polynom $P=P_{M,E}\in\DQ[t]$ mit 
$\op{dim} \langle (B^{\leq i} A_n) E\rangle=P(i)$ f"ur $i\gg 0$;
\item
Der Grad und der Leitkoeffizient diese Polynoms $P$ h"angen nicht von der Wahl
des endlichdimensionalen erzeugenden Untervektorraums $E\subset M$  ab. 
Wir nennen den Grad von $P$ die  \emph{\bf Bernstein-Dimension von
$M$}\index{Bernstein-Dimension} und notieren sie $\op{bdim}(M)$.
\index{bdim@$\op{bdim}$ Bernstein-Dimension}
\item
Hat unser Polynom $P$ die Gestalt $a_d t^d+a_{d-1}t^{d-1}+\ldots+a_0$, 
so ist das Produkt $d!a_d$ eine nat"urliche Zahl. Wir nennen sie die
\emph{\bf $d$-Multiplizit"at von
$M$}\index{Multiplizit"at} und  notieren sie $\op{mult}^d(M)$.
\index{mult@$\op{mult}$ Multiplizit"at} Im Fall $d=\op{bdim}(M)\geq 0$ 
hei"st sie  die \emph{\bf Multiplizit"at von $M$} und wir notieren sie  $\op{mult}(M)$. 
  \end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{Beispiel}
 Wir haben  $\op{bdim} M = -\infty$ genau dann, 
wenn $M$ der Null\-modul ist. Wir haben 
$\op{bdim} M = 0$ genau dann, wenn $M$ nicht der Nullmodul, aber
 als Vektorraum endlichdimensional ist. Im letzteren Fall ist
$\op{mult}(M)$ die Dimension von $M$ als Vektorraum und 
in beiden F"allen ist $\op{mult}^0(M)=\op{dim} M$ diese Dimension.
Gegeben $d\geq 0$ und $M$ ein endlich erzeugter $A_n$-Modul mit $\op{bdim}( M)\leq d$ gilt  allgemein $$\op{mult}^d(M)=0\;\;\IFF\;\; \op{bdim}( M)<d$$
\end{Beispiel}
\begin{proof}
Der assoziierte
graduierte ${\op{gr}}_B A_n$-Modul zu unserer Filtrierung durch die 
$\langle (B^{\leq i} A_n) E\rangle$
ist endlich erzeugt "uber dem Polynomring 
${\op{gr}}_B A_n$. 
 Nach \eref{HiPoo}{KAG}  gibt es 
folglich ein Polynom
 $P\in\DQ[t]$ mit
$
 \dim_\DC  \langle (B^{\leq i} A_n) E\rangle = P(i) $ f"ur $ i \gg 0
$ und das zeigt Teil 1. Da  dieses
 Polynom auf hinreichend gro"sen 
nat"urlichen Zahlen nur ganzzahlige Werte annimmt,
folgt f"ur seinen Leitkoeffizienten 
 $(d!)a_d \in \mathbb Z$ aus \eref{numPO}{LA1} und damit Teil 3.
Gegeben ein weiterer erzeugender endlichdimensionaler Teilraum
$F$ gibt es $k\geq 0$ mit $F\subset \langle (B^{\leq k} A_n) E\rangle$.
Es folgt
$P_{M,F}(i)\leq P_{M,E}(i+k)$ und analog erh"alt man, da"s es auch 
umgekehrt $l\geq 0$ gibt mit 
$P_{M,E}(i)\leq P_{M,F}(i+l)$ 
f"ur alle $i\geq 0.$
Das zeigt Teil 2.
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Bernstein-Ungleichung}]
  Jeder von Null verschiedene endlich erzeugte Modul  "uber der $n$-ten
  Weylalgebra
$M\in A_n\op{-Modf}$ hat  
Bernsteindimension mindestens $n$, in Formeln\label{BeUn} 
\begin{equation*}
 M \neq 0 \;\Rightarrow\; \op{bdim} M \geq n
\end{equation*}
\end{Satz}



\begin{Beispiel}
 Im Fall $n =1$ besagt der Satz, da"s es au"ser dem 
Nullmodul keinen endlichdimensionalen $A_1$-Modul
$M$ gibt. Das ist auch ohne alle Theorie leicht 
zu sehen, aus $1 = [\partial, x]$ folgt f"ur jeden "uber dem
Grundk"orper endlichdimensionalen $A_1$-Modul $M$  
n"amlich $\op{tr} (\op{id}_M) =0$.
\end{Beispiel}
\begin{proof}%[Beweis nach Joseph]
 Sei $E\subset  M$ ein Untervektorraum. Wir setzen f"ur diesen Beweis
$B^{\leq i}=B^{\leq i}A_n$ und schreiben 
kurz $B^{\leq i}E$  statt $\langle B^{\leq i}E \rangle_K \subset M$ f"ur 
den von 
den entsprechenen Produkten erzeugten $K$-Untervektorraum von $M$.
Nun zeigen wir, da"s unter der Annahme $E\neq 0$ die Operation  f"ur
alle $i \geq 0$ eine Injektion
\begin{equation*}
 B^{\leq i} \hookrightarrow \op{Hom}_\DC  ( B^{\leq i}E , B^{\leq 2 i}E)
\end{equation*}
liefert. Das geht mit Induktion "uber $i$.
 Im Fall $i=0$ haben wir $B^{\leq 0}  =K $
und die Behauptung folgt aus unserer Annahme $E \neq 0$.
Nun f"uhren wir den Induktionsschritt durch 
Widerspruch und nehmen an, es gebe $a\neq 0$ in
$B^{\leq i} $ mit $aB^{\leq i}E = 0$.
Ist $a$ konstant, so ist das nicht m"oglich. Sonst gibt es 
nach \ref{ZWW} einen Index $\nu$ mit $[a, \partial_\nu]
\neq 0$ oder $[a, x_\nu]\neq 0$, ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit ersteres.
Wegen $[a,\partial_\nu] \in B^{\leq i-1} $ 
und Induktionsannahme h"atten wir $[a,\partial_\nu]
B^{\leq i -1}E \neq 0$.
Andererseits h"atten wir aber nach unserer Annahme an $a$ auch 
$a\partial_\nu B^{\leq i -1}E =0$ und $\partial_\nu a B^{\leq i -1}E =0$.
Dieser Widerspruch zeigt, da"s die Operation in der Tat Einbettungen 
\begin{equation*}
 B^{\leq i}  \hookrightarrow \op{Hom}_K  ( B^{\leq i}E , B^{\leq 2 i}E)
\end{equation*}
liefert.
Ist nun $E$ sogar ein endlichdimensionaler Untervektorraum,
der unseren Modul erzeugt, so folgern wir 
$\dim_K  B^{\leq i}E= P(i)$ 
f"ur $i \gg 0$ und ein Polynom $P$ vom Grad $d \geq 0$.
Die Dimension der rechten Seite ist dann
 f"ur gro"se $i$ ein Polynom in $i$ vom Grad
$2d$, die Dimension der rechten Seite dahingegen ein Polynom vom Grad $2n$.
Es folgt $n \leq d$.
\end{proof}
 








\begin{Definition}
 Ein Modul $M$ "uber der $n$-ten Weylalgebra $A_n$ hei"st \defind{holonom},
 wenn er endlich erzeugt ist und h"ochstens die Bernsteindimension
$n$ hat, in Formeln
\begin{equation*}
 \op{bdim} M \leq n
\end{equation*}
Ist $M$ nicht der Nullmodul, so mu"s f"ur holonome Moduln  
nach der Bernsteinungleichung \ref{BeUn}  sogar gelten
$\op{bdim} M = n$.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
Unser n"achstes Ziel ist der Beweis
von Satz \ref{HoEL}, nach dem jeder holonome 
Modul "uber der Weylalgebra endliche L"ange hat.
Das braucht einige Vorbereitungen.
\end{Bemerkungl}










\begin{Definition}\label{GuFi}
 Sei $A$ ein filtrierter Ring.
Eine Filtrierung $\Gamma ^{\leq i}M$ auf einem $A$-Modul $M$ hei"st eine 
{\bf gute Filtrierung},\index{gute Filtrierung}\index{Filtrierung!gute} 
  wenn sie von Null kommend unseren Modul aussch"opft
und wenn zus"atzlich $\op{gr}\!M$ ein endlich erzeugter $\op{gr}\!A$-Modul ist.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
  \label{EGFl}
Gegeben ein nichtnegativ filtrierter Ring  $A$ alias 
ein filtrierter Ring mit $A^{\leq-1}=0$
 besitzt jeder endlich erzeugte $A$-Modul $M$ eine gute Filtrierung.
W"ahlen wir genauer eine endliche
  Teilmenge $E \subset M$, die $M$ erzeugt, so bilden die $M^{\leq i}\pdef 
\langle A^{\leq i} E
 \rangle $ stets eine gute Filtrierung von $M$.
\end{Beispiel}


\begin{Lemma}[\textbf{Vergleichbarkeit guter Filtrierungen}]
 Sei $A$ ein nichtnegativ filtrierter Ring.\label{VGFF} 
Gegeben zwei gute Filtrierungen $\Gamma ^{\leq k} M$, $\Omega^{\leq k} M$ auf einem
$A$-Modul $M$ gibt es $c\in\DZ$ mit
$\Gamma ^{\leq k} M \subset \Omega^{\leq k + c} M$ f"ur alle $k\in\DZ$.
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
 Genau genommen brauchen wir hierf"ur
 nur, da"s die Filtrierung $\Gamma ^{\leq n} M$ bei Null beginnt, da"s
 $\op{gr}_\Gamma  M$ endlich erzeugt als 
$\op{gr} A$-Modul, und da"s die Filtrierung $\Omega^{\leq n} M$ 
unseren Modul aussch"opft.
Sind jedoch beide Filtrierungen gut, so gibt es auch umgekehrt ein $b$ mit
\begin{equation*}
 \Omega^{\leq k} M \subset \Gamma ^{\leq k +b} M\quad\forall k
\end{equation*}
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
 Sind $m_1, \ldots, m_r  \in M$ Repr"asentanten homogener Erzeuger
 der Grade $i(1), \ldots, i(r)$ des $\op{gr} A$-Moduls
$\op{gr}_\Gamma  M$, so folgt induktiv
\begin{equation*}
 \Gamma ^{\leq n} M = \sum^r_{\nu =1} A^{\leq n -i(\nu)} m_\nu
\end{equation*}
f"ur alle $n\in\DZ$.
Ist $c$ so gro"s, da"s gilt $m_\nu \in \Omega^{\leq i (\nu)+c}M$ f"ur
$\nu =1 , \ldots, r$, so folgt
\begin{equation*}
 \Gamma ^{\leq n} M = \sum^r_{\nu =1} A^{\leq n - i (\nu)} m_\nu
\subset \sum^r_{\nu =1} A^{\leq n -i (\nu) } \Omega^{\leq i (\nu) +c} M\subset \Omega^{\leq n +c} M
\qedhere\end{equation*}
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Gute Filtrierungen auf Quotienten und Untermoduln}] 
 Sei $A$ ein filtrierter Ring.
Gegeben eine gute Filtrierung $\Gamma ^{\leq k} M$ auf einem
$A$-Modul $M$ ist auch die induzierte Filtrierung 
auf jedem  Quotienten gut, 
denn wir haben eine Surjektion
$\op{gr}\!M\sra \op{gr}\!Q$ von $\op{gr}\!A$-Moduln.
Ist $\op{gr}\!A$ linksnoethersch, so ist
 auch die induzierte Filtrierung auf jedem Untermodul gut, 
denn wir haben eine Einbettung 
$\op{gr}\!N\hra \op{gr}\!M$ von $\op{gr}\!A$-Moduln.\label{GFQj} 
\end{Bemerkungl}


\begin{Proposition}[\textbf{Hilbertpolynome f"ur gute Filtrierungen}]
 Sei 
$M$ ein 
endlich erzeugter 
Modul "uber der bernsteinfiltrierten Weylalgebra $A_n$.
\begin{enumerate}
  \item  Gegeben eine
gute Filtrierung $\Gamma$ auf $M$ 
gibt es genau ein Polynom $P_\Gamma \in \mathbb Q [t]$ mit
$
 \dim_K  \Gamma^{\leq i}  M = P_\Gamma(i) $ f"ur $ i \gg 0
$, und hat dies Polynom die Gestalt $a_d t^d+a_{d-1}t^{d-1}+\ldots+a_0$, 
so ist das Produkt $d!a_d$ eine nat"urliche Zahl;
\item
Gegeben eine weitere
gute Filtrierung $\Omega$ auf $M$ haben die zugeh"origen Polynome 
$P_\Gamma$ und $P_\Omega$ denselben Grad und denselben
Leitkoeffizienten.
 \end{enumerate}
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Wenden wir diese Proposition auf die gute Filtrierung
\ref{EGFl} an, so folgt unmittelbar, da"s auch hier der
Grad unsere Bernsteindimension ist und der Leitkoeffizient multipliziert
mit $d!$ unsere Multiplizit"at.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
  Die Proposition gilt mit demselben Beweis auch allgemeiner f"ur jeden 
aufsteigend nichtnegativ filtrierten Ring $A$, also mit 
 $0=A^{\leq {-1}}$, dessen 
assoziierter  graduierter Ring  $\op{gr}\!A$ kommutativ ist mit $A^{\leq {0}}$
einem K"orper und mit der zus"atzlichen Eigenschaft, da"s $\op{gr}\!A$ als Ring "uber $\op{gr}^0\!A$ von endlich vielen Elementen im Grad
Eins erzeugt wird.
\end{Bemerkunge}
\begin{proof}
 F"ur jede gute Filtrierung $\Gamma ^{\leq k}_M$ eines $A_n$-Moduls $M$ 
ist der assoziierte
graduierte Modul endlich erzeugt und es gibt nach \eref{HiPoo}{KAG}  
folglich ein Polynom
mit $P^\leq_\Gamma $ mit
$
 \dim_K \Gamma ^{\leq k} M = P^\leq _\Gamma  (k) $ f"ur $ k \gg 0
$. Da  dieses
 Polynom auf hinreichend gro"sen 
nat"urlichen Zahlen nur ganzzahlige Werte annimmt,
folgt auch unserer Beschreibung \eref{numPO}{LA1} 
aller numerischen Polynome f"ur seinen Leitkoeffizienten 
 $(d!)a_d \in \mathbb Z$.
Gegeben zwei gute Filtrierungen gibt es nach dem
Lemma \ref{VGFF} "uber die Vergleichbarkeit guter Filtrierungen ein $c$ mit 
$\Gamma ^{\leq k} M \subset \Omega^{\leq k +c} M\subset \Gamma ^{\leq k +2c} M$ 
f"ur alle $k$, also
\begin{equation*}
 P^\leq_\Gamma  (k) \leq P^\leq _{\Omega} (k +c) \leq P^\leq_\Gamma  (k + 2c)
\end{equation*}
f"ur alle $k \gg 0$.
Die Behauptung folgt, da f"ur ein Polynom $P (t)$ und eine 
Konstante $c$ das \glqq verschobene\grqq\ 
Polynom $P (t +c)$ denselben Grad und Leitkoeffizienten 
hat wie $P(t)$ selber.
\end{proof}




\begin{Proposition}[\textbf{Dimension und Multiplizit"at in exakten Sequenzen}] 
 Gegeben eine kurze exakte Sequenz\label{dmk} 
$
 M^\prime \hookrightarrow M \twoheadrightarrow M^{\prime\prime}
$
von endlich erzeugten Moduln "uber der Weylalgebra $A_n$ gilt
\begin{equation*}
 \op{bdim} M = \op{sup} \{\op{bdim} M^\prime , \op{bdim} M^{\prime\prime}\}
\end{equation*}
und 
$
 \op{mult}^d (M) = \op{mult}^d (M^\prime) + \op{mult}^d (M^{\prime\prime})
$ 
f"ur alle $d\in\DN$ mit  $d \geq  \op{bdim} M $.
\end{Proposition}

\begin{proof}
 Wir w"ahlen eine gute Filtrierung $\Gamma$ 
von $M$. Die induzierten Filtrierungen $\Gamma'$ und $\Gamma''$ auf $M^\prime$
und $M^{\prime\prime}$ sind dann nach \ref{GFQj}
ebenfalls gut und f"ur die zugeh"origen
Polynome
 gilt
 $P^{\leq}_{\Gamma} 
= P^\leq_{\Gamma'} + P^\leq_{\Gamma''}$.
Aus dieser Identit"at  folgt alles weitere.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}
  Offensichtlich ist jeder Untermodul und jeder Quotient eines holonomen
  Moduls holonom, ja in einer kurzen exakten Sequenz ist die Mitte genau dann
holonom, wenn  Anfang und  Ende holonom sind.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{L"ange holonomer Moduln}] 
  Jeder holonome Modul "uber\label{HoEL}
 der Weylalgebra ist von endlicher L"ange.
\end{Satz}

\begin{proof}
 Ist $M^\prime \hookrightarrow M \twoheadrightarrow M^{\prime\prime}$ eine kurze
exakte Sequenz holonomer $A_n$-Moduln, so gilt nach \ref{dmk} 
$\op{mult}^n (M) = \op{mult}^n (M^\prime) + \op{mult}^n (M^{\prime\prime})$
f"ur deren Multiplizit"aten.
Andererseits folgt aus $\op{mult}^n (M) =0$ bereits $M =0$. 
Mithin hat jeder holonome
$A_n$-Modul $M$ h"ochstens
die L"ange $\op{mult}^n (M)$.
\end{proof}




\begin{Lemma}
"Uber einem einfachen Ring, 
der als Linksmodul "uber
sich selber nicht von  endlicher L"ange ist,
mu"s jeder Modul endlicher L"ange   zyklisch sein.
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Zyklizit"at holonomer Moduln}] 
  Insbesondere ist jeder holonome Modul "uber einer Weylalgebra $A_n$ mit
$n\geq 1$ zyklisch, ja sogar 
jeder Modul endlicher L"ange "uber einer 
Weylalgebra  $A_n$ mit $n\geq 1$ 
ist zyklisch.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
 Sei $K \hookrightarrow M \twoheadrightarrow N$ eine kurze exakte
Sequenz von $A$-Moduln.
Es reicht zu zeigen, da"s f"ur $K$ einfach und $N$ 
zyklisch von endlicher L"ange auch
$M$ zyklisch sein mu"s.
Sei $N = An$ und $I = \op{Ann}_A (n)$ der Annullator des Erzeugers 
$n\in N$.
Sei $m \in M$ ein Urbild von $n \in N$. Ist kein 
$m + k$ mit $k \in K$ ein Erzeuger
von $M$, so folgte 
$A(m+k)\sira N$ und damit
$\op{Ann}_A (m +k) = I$ f"ur 
alle $k \in K$, also
$I \subset \op{Ann}_A K$.
Da $\op{Ann}_A K$ ein zweiseitiges Ideal ist, 
folgte $\op{Ann}_A K = A$ oder
$\op{Ann}_A K =0$. Ersteres ist unm"oglich, 
da wir $K$ einfach und damit insbesondere $K \neq 0$
angenommen hatten. Letzteres ist unm"oglich, 
da daraus folgte $I = 0$ und $N \cong A$
w"are dann nicht von endlicher L"ange.
\end{proof}

  \begin{Proposition}[\textbf{Holonomizit"atskriterium}] 
Seien  $M\in A_n\op{-Mod}$  ein nicht notwendig endlich erzeugter 
Modul "uber der Weylalgebra und
$\Gamma^{\leq i} M$
 eine aussch"opfende\label{KrHn} Filtrierung von $M$ durch
    endlichdimensionale Teilr"aume, die mit der Bernsteinfiltrierung der
Weylalgebra vertr"aglich ist. Es existiere eine
    reelle Konstante $C$ mit $$ \dim \Gamma^{\leq i} M \leq C
    i^n \text{ f"ur alle }i \geq 1$$ So ist $M$ holonom von einer durch $n! C$
    beschr"ankten Multiplizit"at und ist insbesondere endlich erzeugt.
  \end{Proposition}

\begin{proof}
 Jeder endlich erzeugte Untermodul von $M$ ist 
offensichtlich holonom von einer
Multiplizit"at $\leq\!n! C$. Jede aufsteigende 
Kette von endlich erzeugten Untermoduln
mu"s damit stagnieren. Also mu"s bereits $M$ selbst 
endlich erzeugt und  holonom sein.
\end{proof}

  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Weitere Beispiele f"ur  holonome Moduln}] 
Dieses Beispiel ist wesentlich f"ur die Anwendung der Theorie auf
Gelfand's Vermutung \ref{GeVer}.\label{BHOL}  
    Gegeben ein K"orper $K$ der Charakteristik Null und $\lambda \in K$ und $P
    \in K [X_1, \ldots, X_n]$ mit $P \neq 0$ konstruieren wir einen
    $A_n$-Modul
    \begin{equation*}
      K [X_1, \ldots , X_n, P^{-1}] \cdot P^\lambda
    \end{equation*}
    wie folgt: Wir nehmen den freien Modul vom Rang Eins "uber der
    Lokalisierung des Polynomrings nach dem Polynom $P$, der erzeugt wird von
    einem Element. Um unser Ged"achtnis zu
    entlasten, notieren wir diesen Erzeuger
 $P^\lambda$  in der Hoffnung, da"s das nicht zu Verwirrung f"uhrt. Die
    Operation von $\partial_i$ wird gegeben durch die nun leicht zu erinnernde
    Formel
    \begin{equation*}
      \partial_i (Q \cdot P^\lambda) 
= (\partial_i Q) \cdot P^\lambda + (Q (\partial_i P)
      \lambda P^{-1}) \cdot P^\lambda
    \end{equation*}
    Da"s wir so tats"achlich einen $A_n$-Modul erhalten, pr"uft man m"uhelos
    mithilfe der Darstellung \ref{StrW} der Weylalgebra $A_n$ durch Erzeuger
    und Relationen.  Um zu zeigen, da"s unser Modul holonom ist, betrachten
    wir seine Filtrierung durch die Untervektorr"aume
    \begin{equation*}
      \Gamma^{\leq k} \pdef \langle X^\alpha P^{-i} P^\lambda \mid 
|\alpha| \leq k,\; i \leq k \rangle_K
    \end{equation*}
    Sie ist mit der Bernsteinfiltrierung
 der Weylalgebra vertr"aglich. F"ur $p \pdef
    \op{grad} P$ ist die Dimension von $\Gamma^{\leq k}$ h"ochstens so gro"s wie
    die Dimension
des Raums von Polynomen 
$\langle X^\beta \mid |\beta| \leq (1 +p) k \rangle_K$,  in den
    $\Gamma^{\leq k}$ n"amlich durch Multiplikation mit $P^k$ eingebettet werden
    kann. Es folgt
    \begin{equation*}
      \dim \Gamma^{\leq k} \leq (1+p)^n k^n \quad\text{ f"ur } k \geq 0.
    \end{equation*}
    Nun zeigt Lemma \ref{KrHn}, da"s unser Modul holonom und damit
insbesondere endlich erzeugt ist.
Mithilfe von \eref{MuMi}{GR} finden wir feiner die Absch"atzung
$\dim \Gamma^{\leq k} \leq {n+(1+p) k \choose n}$.
Mithin gilt f"ur jedes positive $\varepsilon >0$ sogar 
die Absch"atzung 
$\dim \Gamma^{\leq k} \leq (1+\varepsilon)((1+p) k)^n/n!$ f"ur $k\gg 0$.
Wir folgern, da"s die Multiplizit"at unseres Moduls h"ochstens
$(1+p)^n$ sein kann.
\end{Bemerkungl}






\subsection{Bernstein-Polynom und Gelfand-Vermutung}

\index{Bernstein-Polynom}

\begin{Satz}[\textbf{Bernstein}]
Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik $\op{char}(K)=0$.
Gegeben ein Polynom $P \in K [X_1, \ldots, X_n]\backslash 0$ gibt
es einen algebraischen Differentialoperator $B \in K(\lambda) \lfloor  X_1,
\ldots , X_n, \partial_1, \ldots , \partial_n\rfloor$ mit\label{BeDMx}
\begin{equation*}
 B P^\lambda= P^{\lambda -1} 
\end{equation*}
\end{Satz}
\begin{proof}
Wir w"ahlen  den Grundk"orper $K (\lambda)$ und
betrachten "uber der zugeh"origen Weylalgebra $A_n=A_n(K(\lambda))$
 den Modul 
$K (\lambda) [X_1, \ldots, X_n, P^{-1}] P^\lambda$
aus \ref{BHOL}. 
Die Identit"at im Satz ist in diesem Modul zu verstehen,
mit der abk"urzenden Notation $P^{\lambda +k}\pdef P^k P^\lambda$
aus \ref{BHOL}. 
Nach \ref{BHOL}  handelt es sich  um einen holonomen und mithin 
noetherschen Modul "uber unserer Weylalgebra.
Die aufsteigende Folge der f"ur wachsende $k$ von $P^{\lambda-k} $ 
erzeugten Untermoduln wird
folglich station"ar, 
und wir k"onnen f"ur hinreichend gro"ses $k$ einen Differentialoperator
$A\in A_n(K(\lambda))$ finden mit $P^{\lambda-k-1} = A P^{\lambda-k}$.
Substituieren von $\mu = \lambda-k$ liefert die gew"unschte Identit"at 
$
P^{\mu-1}  = BP^{\mu}
$.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}
 Gegeben ein Polynom $P \in K [X_1, \ldots, X_n]$ gibt
es auch ein von Null verschiedenes Polynom $b \in K [\lambda]$ und einen
\glqq in $\lambda$ polynomialen\grqq\  
algebraischen Differentialoperator $C \in K \lfloor \lambda, X_1,
\ldots , X_n, \partial_1, \ldots , \partial_n\rfloor$ mit\label{BeDM}
\begin{equation*}
b (\lambda) P^{\lambda} = C P^{\lambda+1}
\end{equation*} 
Man folgert das m"uhelos aus  Satz \ref{BeDMx} durch Substitution von 
$\lambda$ durch $\lambda+1$ und 
\glqq Wegmultiplizieren der Nenner\grqq\  mit einem normierten
Polynom $b \in K [\lambda]$. Die Menge aller derartigen Polynome $b$
bildet offensichtlich ein Ideal im Polynomring $K[\lambda]$ und
nach unseren Annahmen ist es nicht das Nullideal. Sein normierter Erzeuger
hei"st das {\bf Bernstein-Polynom von $P$}.\index{Bernstein-Polynom}
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
Das Bernstein-Polynom eines nicht-konstanten Polynoms $P$ 
kann nicht konstant Eins sein, denn $P^{-1}$ kann dann nicht 
durch Anwenden eines algebraischen Differentialoperators aus $P$ 
entstehen.\label{NTBP} 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel} Sei nun $K=\DC$. 
Erzeugt $P$ das Verschwindungsideal einer glatten Hyperfl"ache, so gilt
$\langle P, \partial_1 P, \dots, \partial_n P\rangle = \langle 1 \rangle$
alias eine Identit"at der Gestalt $Q_0 P + Q_1 (\partial_1 P) + \ldots + Q_n
(\partial_n P)=1$ mit Polynomen $Q_i \in \mathbb C [X_1, \ldots, X_n]$.
Das Anwenden von $Q_1 \partial_1 + \ldots + Q_n \partial_n$ auf $P^\lambda$
liefert $$\lambda (Q_1 (\partial_1 P) + \ldots + Q_n  (\partial_n P)) 
P^{\lambda-1}
=\lambda (1- Q_0 P) P^{\lambda -1} = 
\lambda P^{\lambda -1} - \lambda Q_0 P^\lambda$$
Das Anwenden von $C = Q_1 \partial_1 + \ldots + Q_n \partial_n + \lambda Q_0$
auf $P^\lambda$ liefert also $\lambda P^{\lambda -1}$ 
und wir k"onnen $b (\lambda)
= \lambda$ nehmen. Das Bernsteinpolynom kann nach \ref{NTBP} nicht Eins sein,
folglich mu"s es in diesem Fall $(\lambda +1)$ sein.
\end{Beispiel}





%% \begin{Beispiel}
%% \emph{Noch durchsortieren!}
%% Ist $ g\in \mathcal C_c (\mathbb R, \mathbb R)$ eine
%% stetige Funktion mit kompaktem Tr"ager und
%% $P \in C (\mathbb R, \mathbb R)$ stetig mit $P (t) > 0 \quad \forall
%% t \in \op{supp} g,$ so ist 
%% \begin{equation*}
%% z \mapsto \int^\infty_{-\infty} g (t) P (t)^z \op{dt}
%% \end{equation*}
%% nach \ref{VKd} eine holomorphe Funktion
%% $\DC\ra\DC.$

%% \newline

%% Sei $ g\in \mathcal C^\infty_c (\mathbb R, \mathbb R)$ eine
%% glatte Funktion mit kompaktem Tr"ager und
%% $P \in \mathbb R [X]$ ein Polynom mit $P (t) \geq 0 \quad \forall
%% t \in \op{supp} g$. So l"a"st sich die a priori nur f"ur $\op{Re} z > 0$
%% definierte holomorphe Funktion
%% \begin{equation*}
%% z \mapsto \int^\infty_{-\infty} g (t) P (t)^z \op{dt}
%% \end{equation*}
%% meromorph auf ganz $\mathbb C$ fortsetzen.
%% Gilt hier $P(t) > 0$ f"ur alle $ t\in \op{supp} (g)$,
%% so ist unsere Funktion sogar wohldefiniert und holomorph auf ganz
%% $\mathbb C$ nach \ref{VKd}.
%% Hat jedoch $P$ Nullstellen im Tr"ager $\op{supp} (g)$, so kann der
%% Integrand zwar f"ur $\op{Re} z > 0$ "uber einer stetigen Funktion von
%% $t \in \mathbb R$ fortgesetzt werden, so da"s wir beim Integrieren wieder
%% eine holomorphe Funktion zon $z$ erhalten, aber  f"ur $\op{Re} z < 0$
%% gibt es Probleme.
%% Diese k"onnen jedoch wie folgt gel"ost werden: Man finde ein
%% Polynom $\sum a_{ijk} t^i z^k \partial_t^j$ derart, da"s
%% das formale Loslassen auf $P (t)^z$ genau $b(z) P(t)^{z-1}$ liefert
%% f"ur ein geeignetes Polynom $b (z)$.
%% Man "uberlege sich, da"s f"ur $\op{Re} (z) > 1$ in der Tat gilt
%% $\partial_t (P (t)^z) = z P^\prime (t) P(t)^{z-1}$
%% als da hei"st $\lim_{t\rightarrow a} \frac{P (t)^z}{(t-a)} =0$
%% im Fall $P (a) =0$. Das ist aber deshalb klar, da der Z"ahler betragsm"a"sig
%% beschr"ankt werden kann durch eine Konstante bei etc. etc.
%% \end{Beispiel}

  \begin{Bemerkungl}\label{StT}
    F"ur alle $z \in \mathbb C$ mit positivem 
Realteil $\op{Re} z > 0$ l"a"st sich die
    Funktion $\mathbb R_{>0} \rightarrow \mathbb C$, $t \mapsto t^z$ durch die
    Vereinbarung $0^z =0$ stetig auf $\mathbb R_{\geq 0}$ fortsetzen, und dann
    nat"urlich auch durch Null stetig auf ganz $\DR.$ Wir notieren diese
    Fortsetzung $\pi_z:\DR\ra\DC$ und alternativ auch 
$$\pi_z:t\mapsto t^{+|z}$$ 
Ich denke mir dabei: Nimm erst den positiven
    Teil von $t$, und den dann hoch $z$.  F"ur alle $z \in \mathbb C$ mit
    Realteil $\op{Re} z > 1$ ist diese Fortsetzung sogar eine differenzierbare
    Abbildung $\pi_z:\DR \rightarrow \mathbb C$ mit der Ableitung $t \mapsto z
    t^{+|(z-1)}$. In Formeln gilt f"ur $\op{Re} z > 1$ also  $\pi_z'=z\pi_{z-1}$.
  \end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Gelfand-Vermutung}]
Seien $P \in \mathbb R[x_1, \ldots, x_n]$ ein Polynom und % $P^+ : \mathbb R^n
$\varphi \in \mathcal C^\infty_! (\mathbb R^n)$ eine glatte
komplexwertige Funktion mit kompaktem Tr"ager.\label{GeVer} 
So ist die
\emph{\bf verallgemeinerte $\Gamma$-Funktion}
$$\Gamma_{P,\varphi}
:z \mapsto \int  P (x)^{+|z} \varphi (x)\diff x$$ 
wohldefiniert und holomorph f"ur
$\op{Re} z > 0$ und besitzt eine meromorphe Fortsetzung auf die
 ganze komplexe Zahlenebene $\mathbb C$.\index{Gelfand-Vermutung}
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
Dasselbe gilt allgemeiner und mit demselben Beweis
f"ur 
jede Schwartzfunktion $\varphi$.
Nehmen wir speziell $n=1$ und $P(x)=x$ und $\varphi$ eine
beliebige Schwartzfunktion, die auf $[0,\infty)$ mit
 $x\mapsto\op{e}^{-x}$ "ubereinstimmt, so gilt
 $\Gamma_{P,\varphi}(z)=\Gamma(z+1)$ mit der  "ublichen 
$\Gamma$-Funktion aus \eref{GaF}{FT1} auf der rechten Seite.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
Dasselbe gilt noch allgemeiner und mit demselben Beweis
auch f"ur 
jede Schwartzfunktion $\varphi$ und jede stetige Funktion 
$P^+ : \mathbb R^n \rightarrow \mathbb R_{\geq 0}$,
  f"ur die es ein Polynom $P$ gibt mit der Eigenschaft $P^+ (x) > 0
  \Rightarrow P^+ (x) = P(x)$. Die Funktion $P^+$ darf also etwa auch so 
gew"ahlt werden, da"s sie nur auf einer Zusammenhangskomponente
der Positivstellenmenge eines reellen 
Polynoms mit diesem "ubereinstimmt und sonst
identisch verschwindet. 
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}
Hat hier $P^+$  keine Nullstellen im Tr"ager von
$\varphi,$ so definiert unser Integral 
nach \eref{VKdd}{FT1} und \eref{GKoc}{FT1} 
eine holomorphe
Funktion auf der ganzen komplexen Zahlenebene $\DC.$ 
Ist etwas allgemeiner jede Nullstelle von $P^+$ auch 
Nullstelle von $\varphi,$ so gilt das immer noch und kann etwa
gezeigt werden, indem wir $P^+$ durch den positiven Anteil
von $P^+-\varepsilon$ ersetzen und $\varepsilon$ von oben gegen
Null streben lassen. 
Gibt es jedoch Nullstellen $x$ von $P^+,$ 
an denen $\varphi$ nicht verschwindet,
so ist der Integrand an diesen Stellen nur f"ur $\op{Re}z>0$ 
 als stetige Funktion sinnvoll definiert, eben durch \ref{StT},
 so da"s das Vertauschen komplexer Ableitungen mit
Integralen \eref{VKdd}{FT1} und die Holomorphie von Grenzwerten
von kompakt konvergenten
Folgen holomorpher Funktionen\eref{GKoc}{FT1}  
nur Holomorphie f"ur $\op{Re}z>0$ liefern.
Mit feineren Betrachtungen uneigentlicher
Integrale kann man 
in speziellen Situationen auch noch 
etwas gr"o"sere Definitionsbereiche erhalten, so etwa im
Fall der  "ublichen $\Gamma$-Funktion aus \eref{GaF}{FT1} f"ur 
den Bereich, der in unserem Formalismus hier 
der Halbebene $\op{Re}z>-1$ entsprechen w"urde, und
bis hierher sind die Algebraizit"ats-Eigenschaften  von $P^+$ und 
die Differenzierbarkeits-Eigenschaften von
$\varphi$ auch
v"ollig unerheblich, Stetigkeit beziehungsweise Stetigkeit
mit hinreichend schnellem
Abfallen im Unendlichen w"urden v"ollig ausreichen. 
Um aber zus"atzlich die meromorphe Fortsetzbarkeit 
unserer nur f"ur $\op{Re}z>0$ definierten holomorphen Funktion zu 
erhalten, brauchen wir unsere st"arkeren Annahmen. 
\end{Bemerkungl}


\begin{proof}
Die Holomorphie 
unseres Integrals als Funktion von $z$ f"ur $\op{Re} z > 0$
folgt f"ur jede stetige Funktion $P^+: \mathbb R^n \rightarrow
\mathbb R_{\geq 0}$ von h"ochstens polynomialem Wachstum 
mit dem Satz von Morera \eref{Mor}{FT1}. 
Nach dem Satz von Bernstein \ref{BeDM}
 gibt
es ein normiertes Polynom $b \in \mathbb C [z]$ und einen
algebraischen Differentialoperator $$C \in \mathbb C \lfloor z, X_1,
\ldots , X_n, \partial_1, \ldots , \partial_n\rfloor$$ mit
$
b (z) P^{z -1} = C P^z
$ in $\mathbb C [ z, X_1,
\ldots , X_n, P^{-1}]P^z$.
Wir k"onnen diese Gleichung als Identit"at von 
komplexwertigen Funktionen auf der Menge der Positivstellen
von $P$ verstehen.
% Nun beachte man f"ur $\op{Re}z>1$ in den Notationen von
% \ref{StT} die Identit"at
% $$\partial_iP^{+|z}=\partial_i(\pi_z\circ P)=(\partial_iP)(z\pi_{z-1}\circ P)
% =(\partial_iP)zP^{+|z-1}=(\partial_iP)zP^{-1}P^{+|z}$$
% von komplexwertigen Funktionen auf der Menge der Positivstellen
% von $P$. 
F"ur $\op{Re}(z)$ gr"o"ser als der Grad unseres 
Differentialoperators  folgt aus \ref{StT} sogar
die entsprechende Differenzierbarkeit 
von $P^{+|z}=\pi_z\circ P$ 
als Funktion auf $\DR^n$. Stetigkeit beider Seiten 
liefert f"ur $\op{Re}(z)$ gr"o"ser als der Grad unseres 
Differentialoperators die Identit"at
$$b (z) P^{+|z -1} = C (P^{+|z})=\sum_{i= 0}^mz^iC_i(P^{+|z})$$ 
von komplexwertigen Funktionen auf $\DR^n$, mit
$C=\sum_{i= 0}^mz^iC_i$ der Entwicklung nach Potenzen von $z$ 
mit Differentialoperatoren $C_i\in \mathbb C \lfloor  X_1,
\ldots , X_n, \partial_1, \ldots , \partial_n\rfloor$.
Durch Multiplikation mit $\varphi$ und Integrieren 
und das \glqq Her"uberschaffen  der Differentialoperatoren
 $C_i$ auf $\varphi$ vermittels
partieller Integrationen\grqq\  ergibt sich 
$$b(z)\Gamma_{P,\varphi}(z-1)=\sum_{i= 0}^mz^i\Gamma_{P,\tilde{C}_i\varphi}(z)$$
Genauer folgt das erst f"ur $\op{Re}(z)$ gr"o"ser als der Grad unseres 
Differentialoperators, aber dann mit 
dem Identit"atssatz auch auf der Halbebene $\op{Re}(z)>1.$
Hierbei ist $\tilde{C}_i$ der \glqq adjungierte\grqq\  Differentialoperator zu $C_i$,
der durch das Her"uberschaffen  von $C_i$ auf $\varphi$ vermittels
partieller Integrationen entsteht.
Jetzt k"onnen wir durch vollst"andige Induktion "uber $r$ zeigen, 
da"s sich alle verallgemeinerten $\Gamma$-Funktionen  meromorph auf 
die Halbebene
$\op{Re}(z)>-r$ fortsetzen lassen:  Obige Identit"at liefert
den Induktionsschritt.
\end{proof}
\subsection{Flache Zusammenh"ange}
\begin{Satz}[\textbf{"Uber dem Funktionenring modulendliche Weylmoduln}] 
  Sei $K$ ein K"orper der Charakteristik Null.
  Jeder $A_n$-Modul $M$, der als Modul  "uber dem
 Polynomring  $K[X_1, \ldots, X_n]$ endlich erzeugt ist, ist
bereits lokal frei als Modul  "uber besagtem\label{PEMW} 
 Polynomring.
\end{Satz}
\begin{Bemerkunge}
 Es ist sogar bekannt, da"s jeder endlich erzeugte 
lokal freie Modul  "uber einem
 Polynomring bereits frei ist. Der Beweis ist aber nicht ganz einfach.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben\label{PEMWV}  
$P\in K[X_1, \ldots, X_n]$ gilt dasselbe  
mit demselben Beweis f"ur jeden Modul 
"uber der lokalisierten Weylalgebra $A_n \lfloor P^{-1}\rfloor$. 
Ist solch ein
Modul 
 endlich erzeugt "uber $K[X_1, \ldots, X_n,
 P^{-1}]$, so ist er "uber diesem Kring bereits lokal frei.
\end{Bemerkungl}


\begin{proof}
 Sei $x \in K^n$ ein Punkt und seien $s_1, \ldots, s_r \in M$ so gew"ahlt,
da"s ihre Nebenklassen $\bar{s}_i$ eine $K$-Basis von $M/\frak{m}_x M$ bilden.
So gibt es nach Nakayama \eref{LVN}{KAG}
 ein Polynom $P$ mit $P(x) \neq 0$ derart, da"s die
$s_1, \ldots, s_r$ bereits $M[P^{-1}]$ als 
Modul "uber $K[X_1, \ldots, X_n, P^{-1}]$
erzeugen.
Ich behaupte, da"s sie f"ur diese Lokalisierung sogar eine Basis bilden.
Dazu m"ussen wir zeigen, da"s f"ur 
$g_1, \ldots, g_r \in K [X_1, \ldots, X_n, P^{-1}]$
aus 
\begin{equation*}
 g_1 s_1 + \ldots + g_r s_r =0
\end{equation*}
bereits folgt $g_1 = \ldots = g_r =0$. Da die $\bar{s}_i$  eine
Basis von $M/\frak{m}_x M$ bilden,
 folgt schon mal
 $g_1 (x) = \ldots = g_r (x) =0$.
Wenden wir eine partielle Ableitung $\partial_\nu$ an, so folgt aber auch
%\begin{equation*}
$ \sum^n_{i=1} (\partial_\nu g_i) s_i + g_i (\partial_\nu s_i) =0
.$ %\end{equation*}
Die induzierte Gleichung in $M/\frak{m}_x M$ lautet wegen 
$g_i (x) = 0 \; \forall i$ dann
\begin{equation*}
 \sum^n_{i=1} ((\partial_\nu g_i) (x)) \bar{s}_i =0
\end{equation*}
und zeigt $(\partial_\nu g_i)(x) =0$ f"ur alle $i$.
"Ahnlich gilt f"ur jeden Multiindex $\alpha \in \mathbb N^n$
\begin{equation*}
 0 = \partial^\alpha \left(\sum g_i s_i\right) = \sum (\partial^\alpha g_i) s_i 
+ \sum_{\beta < \alpha}
(\partial^\beta g_i) s_{\beta, i}
\end{equation*}
f"ur geeignete $s_{\beta,i} \in M[P^{-1}]$. Die 
induzierte Gleichung in $M/\frak{m}_{x} M$ liefert
dann mit Induktion "uber den Betrag
$|\alpha|$ unseres Multiindex 
$(\partial^\alpha g_i)(x) =0$ f"ur alle  $i$. Da das f"ur alle
Multiindizes $\alpha$ gilt, folgt $g_i = 0$ f"ur alle $i$.
\end{proof}

\begin{Bemerkunge}[\textbf{Zusammenh"ange in der Differentialgeometrie}]
 Ich erinnere an den Begriff eines Zusammenhangs aus der 
Differentialgeometrie. \nichtfinal{\ref{ZshgV}} 
Gegeben eine glatte Mannigfaltigkeit $X$ und ein glattes 
Vektorb"undel $E$ auf $X$
versteht man darunter eine $\mathbb R$-bilineare Abbildung
$
 \mathcal S^\infty ({\op{T}}X) \times \mathcal S^\infty E  \rightarrow 
 \mathcal S^\infty E$, $
(\xi ,  \eta) \mapsto  \nabla_\xi \eta
$
mit der Eigenschaft, da"s f"ur alle glatten Funktionen 
$f \in \mathcal C^\infty_{\mathbb R} (M)$ gilt
$
 \nabla_{f\xi} (\eta) = f \nabla_\xi (\eta)$ und 
$\nabla_\xi (f\eta) = (\xi f)\eta+ f\nabla_\xi (\eta)
$.
Solch ein Zusammenhang hei"st \glqq flach\grqq, wenn f"ur 
beliebig glatte Vektorfelder $\xi, \zeta$ die Identit"at
$$\nabla_{[\xi, \zeta]} =
[\nabla_\xi, \nabla_{\zeta}]$$
von Endomorphismen von  $\mathcal S^\infty E$ gilt.
Gegeben ein glattes Vektorb"undel mit flachem Zusammenhang 
bilden die flachen, als
da hei"st von allen Vektorfeldern annullierten lokalen
Schnitte eine lokal konstante Garbe von endlichdimensionalen 
$\mathbb R$-Vektor\-r"au\-men
auf $X$.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Moduln "uber der Weylalgebra als flache Zusammenh"ange}]
Ein Modul $M$ "uber der lokalisierten Weylalgebra
$A_n \lfloor P^{-1}\rfloor$, der endlich erzeugt ist 
"uber $k[X_i, P^{-1}]$, ist nach
\ref{PEMWV} bereits lokal frei "uber diesem Funktionenring 
und kann folglich als der \glqq Raum
der algebraischen Schnitte eines algebraischen Vektorb"undels\grqq\  
aufgefa"st werden.
Die Operation der Vektorfelder versieht dies B"undel dann mit 
einem \glqq algebraischen flachen
Zusammenhang\grqq.
Ist der Grundk"orper $\mathbb C$, so bilden  nach "Ubergang zur \glqq Analytifizierung\grqq\  die holomorphen 
flachen lokalen Schnitte
dieses Zusammenhangs
eine lokal konstante Garbe
von endlichdimensionalen $\mathbb C$-Vektor\-r"au\-men.
\end{Bemerkungl}


\subsection{Charakteristische Variet"aten von Weylmoduln}

\begin{Lemma}\label{RCH} 
 Sei $A$ ein filtrierter Ring mit $A^{<0}=0$.
Gegeben zwei \hyperref[GuFi]{gute Filtrierungen} $\Gamma^{\leq k} M$, $\Omega^{\leq k}M$ auf einem
$A$-Modul $M$ und $g \in \op{Ann} ({\op{gr}}_\Gamma M)$ homogen
gibt es $d \in \mathbb N$ mit
$g^d \in \op{Ann} ({\op{gr}}_\Omega M)$.
Ist $\op{gr}A$ kommutativ, so  haben mithin $\op{Ann} ({\op{gr}}_\Gamma M)$
und $\op{Ann}( {\op{gr}}_\Omega M)$ dasselbe Radikal in $\op{gr}A$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Sei $g\in \op{Ann} ({\op{gr}}_\Gamma M)$
 homogen vom Grad $i$ und $a \in A^{\leq i}$ ein Repr"asentant.
So gilt $a \Gamma^{\leq k} M \subset \Gamma^{\leq k + i -1} M$ f"ur alle $k$ und es
folgt
$a^{j} \Gamma^{\leq k} M \subset \Gamma^{\leq k + j i - j} M$
%$a^{2c +1} \Gamma^{\leq k} M \subset \Gamma^{\leq k + (2c +1) i - (2c +1)} M$
%f"ur alle $c \geq 0$.
f"ur alle $j \geq 1$.
Nach \ref{VGFF} k"onnen wir  nun $c$ so gro"s w"ahlen, da"s gilt
\begin{equation*}
 \Omega^{\leq k} M \subset \Gamma^{\leq k+c} M \subset \Omega^{\leq k + 2c} M
\end{equation*}
Dann folgt
$ a^{2c +1} \Omega^{\leq k} M \subset \Gamma^{\leq k + c + (2c +1) i - (2c +1)} M \subset
\Omega^{\leq k + (2c +1) i -1} M
$
und daraus hinwiederum $a^{2c+1} \in \op{Ann} ({\op{gr}}_\Omega M)$.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $n\in\DN$ ist die assoziierte Graduierte der Weylalgebra
zur geometrischen Filtrierung  \ref{AGFF} eine affine
 $\DC$-Kringalgebra und in  \ref{AGWW}
konstruieren wir  einen
Isomorphismus $\DC[x_i,y_i\mid 1\leq i\leq n]\sira
\op{gr}_GA_n$ von $\DC$-Ringalgebren. Er induziert 
auf den Maximalspektren nach \eref{MaxS}{KAG} 
Isomorphismen von affinen Variet"aten
$$\op{Max}(\op{gr}_GA_n)\sira \op{Max}(\DC[x_i,y_i|1\leq i\leq n])\sira \DC^{2n}$$
Der letzte Isomorphismus ist dabei die Umkehrung des "ublichen 
Isomorphismus $X\sira \op{Max}\mathcal O(X), x\mapsto \op{ker}\delta_x$ 
im Fall der affinen Variet"at $X=\DC^{2n}$. Wir vereinbaren,
da"s die Koordinaten dabei in der Reihenfolge $x_1,\ldots,x_n,y_1,\ldots,y_n$
verwendet werden.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
Gegeben ein endlich erzeugter $A_n$-Modul
$M$  erkl"aren wir  die {\bf charakteristische Variet"at von $M$} 
als die Nullstellenmenge des Annullators des
assoziierten Graduierten zu $M$ unter einer guten Filtrierung in Bezug auf
die geometrische Filtrierung der Weylalgebra, in Formeln 
$$\op{Ch}(M)\pdef\mathcal Z(\op{Ann} (\op{gr}_\Gamma M))\As 
\op{Max}(\op{gr}_GA_n)\cong \DC^{2n}$$
f"ur eine und nach \ref{RCH} jede gute Filtrierung $\Gamma$ von $M$.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
  Die charakteristische Variet"at eines endlich erzeugten $A_n$-Moduls
ist nach Konstruktion stabil unter  \glqq Streckungen in den $y$-Koordinaten\grqq\ alias unter den Abbildungen 
$(x_1,\ldots,x_n,y_1,\ldots,y_n)\mapsto 
(x_1,\ldots,x_n,\lambda y_1,\ldots\lambda y_n)$ 
f"ur  alle $\lambda\in\DC$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}
  Ein endlich erzeugter $A_n$-Modul $M$ hat als charakteristische
  Variet"at $\op{Ch} (M)$ die simultane Nullstellenmenge $\mathcal Z(y_1,\ldots,y_n)$  der
  $y$-Ko\-or\-di\-na\-ten genau dann, wenn
er endlich erzeugt ist "uber $\mathbb C [x_1, \ldots, x_n]$.
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Ist unser Modul endlich erzeugt "uber $\mathbb C [x_1, \ldots, x_n]$,
  so ist bereits die Ein-Schritt-Filtrierung eine gute Filtrierung
  und die charakteristische Variet"at ist wie behauptet.
  F"ur die R"uckrichtung 
  erinnere ich $\op{gr}_G A_n = \mathbb C [x_1, \ldots x_n, y_1, \ldots , y_n]$
  f"ur unsere Filtrierung nach dem Operatorgrad $G^{\leq j}A_n$. 
Das Verschwindungsideal des Nullschnitts ist $\langle y_1, \ldots, y_n \rangle$. Wir setzen
$I = \op{Ann} (\op{gr} M)$. Gilt $\sqrt{I}=\langle y_1, \ldots, y_n \rangle$,
so folgt
$I \supset \langle y_1^N, \ldots, y_n^N\rangle$ f"ur $N \gg 0$.
Unsere gute Filtrierung auf $M$ darf als $M^{\leq j} = (G^{\leq j} A_n ) M^{\leq 0}$ angenommen
werden mit $\dim_{\DC} M^{\leq 0} < \infty$.
Oben folgt $I \supset \langle y^\alpha \mid |\alpha| = n N\rangle$ und damit
$\partial^\alpha M^{\leq 0} \in M^{\leq n N -1} $ f"ur $ |\alpha| = n N$.
Das zeigt aber $M^{\leq n N} = M^{\leq n N -1}$ und damit stabilisiert unsere gute
Filtrierung bei $M^{\leq n N -1}$. Das zeigt, da"s $M$ als 
$\mathbb C [x_1, \ldots x_n]$-Modul endlich erzeugt sein mu"s.
\end{proof}


\newpage

\section{Differentialmoduln auf glatten Variet"aten}

In diesem Abschnitt bezeichne, wenn nichts anderes explizit gesagt ist,
$k=\bar k$ einen algebraisch abgeschlossenen
K"orper der Charakteristik Null. 


\subsection{Differentialoperatoren auf glatten Variet"aten} 
 
  \begin{Definition}
Gegeben eine glatte   algebraische $k$-Variet"at $X$
    erkl"aren wir die Garbe  $\mathcal D_X$  als 
    die kleinste  Untergarbe von $k$-Ringalgebren
$$\mathcal D_X \subset \op{End}_{k} \mathcal
    O_X$$ der Garbe der $k$-linearen lokalen
    Endomorphismen der Strukturgarbe
    $\mathcal O_X$, die 
    sowohl alle durch Funktionen $f\in \mathcal O_X
    (U)$ auf offenen Teilmengen gegebenen Multiplikationsoperatoren
    umfa"st als auch alle durch  Vektorfelder $\xi\in 
\mathcal T_X (U)$ auf
    offenen Teilmengen gegebenen Derivationsoperatoren.\label{diffop} 
Die Schnitte von $\mathcal D_X$ hei"sen {\bf algebraische
  Differentialoperatoren}.\index{Differentialoperator!algebraischer}
  \end{Definition}
  \begin{Bemerkungw}
  Die Garbe der algebraischen
  Differentialoperatoren wird bei Grothendieck
  auch auf singul"aren Variet"aten und "uber Grundk"orpern beliebiger
  Charakteristik und sogar f"ur beliebige Schemata erkl"art.
  Die Definition lautet dann jedoch anders und es ist ein nichttrivialer
  Satz, da"s sie im Fall von glatten Variet"aten "uber algebraisch abgeschlossenen K"orpern der Charakteristik Null dasselbe liefert wie die
  vorgehende Definition.
  \end{Bemerkungw}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Struktur der Garbe der Differentialoperatoren}] 
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ gibt es an jeder
  Stelle $p\in X$ nach \eref{lrl}{KAG} ein regul"ares Parametersystem und
  nach dem Lemma von Nakayama dann auch auf einer
  offenen Umgebung $U \co X$ unseres Punktes $p$ 
eine Familie  von regul"aren Funktionen $x_1, \ldots, x_n \in \mathcal O_X
  (U)$ derart, da"s die Differentiale $\diff x_1, \ldots, \diff x_n$ eine $\mathcal O_U$-Basis der Modulgarbe
  $\Omega^1_U$ der Kovektorfelder auf $U$ bilden. 
Wir nennen so eine Familie ein
{\bf System von Pseudokoordinaten}.\index{Pseudokoordinaten}\label{PsKo} Die durch die
  Identit"at
  \begin{equation*}
    \diff f = (\partial_1 f) \diff x_1 + \ldots + (\partial_n f) \diff x_n
  \end{equation*}
  erkl"arten {\bf partiellen Ableitungen} $\partial_1, \ldots, \partial_n$
  bilden dann offensichtlich eine
  $\mathcal O_U$-Basis der Modulgarbe $\mathcal T_U$ der Vektorfelder auf $U$.
  Ist $U$ zus"atzlich affin und zusammenh"angend, so liefert der Durchschnittssatz von Krull
  in der Form \eref{DSGe}{KAG} eine Einbettung
  $\mathcal O_X(U)\hra \mathcal O_X(U)^\wedge_p$ in die Vervollst"andigung
  und  \eref{VgFF}{KAG} liefert einen Isomorphismus dieser
  Vervollst"andigung mit dem Potenzreihenring $k\llbracket x_1,\ldots,x_n\rrbracket$ in $n$ unabh"angigen Variablen
  derart, da"s sich
  die $\partial_i$ auf $\mathcal O_X(U)$ zu den offensichtlichen $\partial_i$
  auf unserem Potenzreihenring fortsetzen. Insbesondere kommutieren die
  Vektorfelder $\partial_i$ paarweise auf $\mathcal O_X(U)$.
  Schlie"slich zeigt das Anwenden
  der Differentialoperatoren
  $\partial^\alpha$ f"ur Multiindizes $\alpha \in \mathbb N^n$
  auf Monome $x^\beta$ wie im Fall der Weylalgebra beim Beweis von \ref{StrW}
  induktiv, da"s
  die $\partial^\alpha$ in diesem Fall und unter der Annahme eines
  Grundk"orpers der Charakteristik Null eine
  $\mathcal O_X(U)$-Basis von $\mathcal D_X(U)$ bilden, und zwar ebenso
  f"ur die Struktur als $\mathcal O_X(U)$-Linksmodul wie f"ur die Struktur als $\mathcal O_X(U)$-Rechtsmodul. In Formeln gilt f"ur eine glatte $k$-Variet"at also lokal 
  $$\mathcal D_U=\bigoplus_{\alpha \in \mathbb N^n} \mathcal O_U\partial^\alpha
  =\bigoplus_{\alpha \in \mathbb N^n} \partial^\alpha\mathcal O_U$$
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Algebraischer de-Rham-Komplex}]
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ "uber einem algebraisch abgeschlossenen
  K"orper $k=\bar k$ erinnern wir den $\mathcal O_X$-Modul der K"ahlerdifferentiale $\Omega_{X/k}$, den wir in diesem
  Kontext meist $\Omega_{X}^1$ notieren, und setzen $\Omega_{X}^r\pdef \bigwedge^r \Omega_{X}$ wie in \eref{autPo}{TS} \nichtfinal{(Vielleicht noch mehr dazu!)} und betrachten die superkommutative
  $\DZ$-graduierte $\mathcal O_X$-Ringalgebra 
  $$\Omega^*_X\pdef \bigoplus_{r\geq 0}  \Omega_{X}^r$$
  Ich behaupte, da"s es genau eine graduierte $k$-Derivation vom Grad Eins
  $\diff: \Omega^*_X\ra \Omega^*_X$ gibt,
  in Formeln ${\op{d}} (\omega\wedge \eta)=  \diff\omega\wedge \eta + (-1)^{|\omega|}\omega\wedge \diff \eta$, 
  die f"ur alle $U\co X$ jeder
  Funktion $f\in\mathcal O_X(U)=\Omega^0_X(U)$ ihr Differential
  $\diff f\in \Omega_X^1(U)$ nach \eref{KdifS}{KAG} zuordnet und die
  Eigenschaft $\diff^2=0$ hat. Die Eindeutigkeit ist klar, weil ja
  f"ur affines $U$ die $f\diff g$ f"ur $f,g\in \mathcal O_X(U)$ nach
  \eref{erOM}{AAG} bereits die abelsche Gruppe der K"ahlerdifferentiale aufspannen. Um die Existenz zu zeigen, d"urfen wir annehmen, da"s $X$ affin ist
  und da"s es darauf ein System von Pseudokoordinaten $x_1,\ldots, x_n$ gibt.
  Dann bilden die $\diff x_I\pdef \diff x_{i_1}\wedge\ldots\wedge \diff x_{i_r}$ f"ur $I=\{i_1,\ldots,i_r\}\subset \{1,\ldots,n\}$ mit
  $|I|=r$ eine $\mathcal O_X(X)$-Basis von $\Omega^r_X(X)$ und wir erhalten
  ein m"ogliches  $\diff$ durch die Vorschrift
   $$\diff : f\diff x_I\mapsto \diff f \wedge \diff x_I$$
  Um $\diff^2=0$ zu zeigen, st"utze man sich auf die
  Erkenntnis \ref{PsKo}, da"s die durch die Identit"at 
  $  \diff f = (\partial_1 f) \diff x_1 + \ldots + (\partial_n f) \diff x_n
 $ erkl"arten $\partial_i$ paarweise kommutierende Derivationen sind. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Ringalgebren durch Erzeuger und
      Relationen}]
  Gegeben ein hier sogar beliebiger K"orper $k$ und ein $k$-Vektorraum $V$
erinnern wir an die Tensoralgebra ${\op{Ten}}V$ und die kanonische Einbettung
$\op{can}:V\ra {\op{Ten}}(V)$ und ihre universelle
Eigenschaft aus \eref{TeAl}{LA2}. Ist genauer $B$ eine
  $k$-Ringalgebra, so liefert das Vorschalten der kanonischen Einbettung 
eine Bijektion
$$\op{Ralg}_k({\op{Ten}}(V),B)\sira  \op{Mod}_k(V,B)$$
Das Urbild einer linearen Abbildung $\varphi$ unter
dieser Bijektion notieren wir im folgenden  $\hat{\varphi} : {\op{Ten}}( V)
  \ra B$.\label{EERE}  
Ist nun $A$ eine $k$-Ringalgebra und
$V\subset A$ ein $k$-Untervektorraum und $R\subset {\op{Ten}}(V)$ eine
Teilmenge derart, da"s die kanonische Abbildung
${\op{Ten}}(V)\ra A$ auf $R$ verschwindet und 
f"ur $\langle R\rangle \subset {\op{Ten}}(V)$
das von $R$ erzeugte beidseitige Ideal einen Isomorphismus
$${\op{Ten}}(V)/\langle R\rangle\sira A$$ induziert,
so sagen wir, die $k$-Ringalgebra $A$ sei
{\bf erzeugt vom Teilraum $V$ mit den Relationen $R$}.
In diesem Fall liefert die Restriktion auf $V$ 
f"ur jede $k$-Ringalgebra
$B$ offensichtlich eine Bijektion
$$\op{Ralg}_k(A,B)\sira \{ \varphi\in \op{Mod}_k(V,B)\mid \hat
\varphi(r)=0\;\forall r\in R\}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Differentialoperatoren "uber Erzeuger und
      Relationen}]
Gegeben eine glatte affine $k$-Variet"at  $U$ mit einem System von Pseudokoordinaten kann die
    $k$-Ringalgebra $\mathcal D(U)$ der globalen Differentialoperatoren auf
    $U$ beschrieben werden als die $k$-Ringalgebra, die erzeugt wird vom
    $k$-Vektorraum $\mathcal O(U)\oplus \mathcal T(U)$ mit den
    Relationen\label{DERe}
$$\begin{array}{rcl}
  f\otimes g&=&fg\\
  f \otimes \xi&=&  f\xi\\
  \xi \otimes f&=&(\xi|f) + f\xi\\
  \xi \otimes \zeta-\zeta \otimes \xi&=&[\xi,\zeta]
\end{array}$$
f"ur alle $f,g\in \mathcal O(U)$ und $\xi,\zeta\in \mathcal T(U)$.
Hier haben  wir abk"urzend $f=(f,0)$ und $\xi=(0,\xi)$ f"ur die
entsprechenden Elemente
von $\mathcal O(U)\oplus \mathcal T(U)$ geschrieben, und mit
$\otimes$ ist das Produkt in der freien $k$-Ringalgebra "uber 
dem $k$-Vektorraum $\mathcal O(U)\oplus \mathcal T(U)$ gemeint
und mit $(\xi|f)$ die durch Anwenden des Vektorfelds $\xi$ auf die Funktion $f$ entstehende neue Funktion. Das folgt unmittelbar aus unserer lokalen Beschreibung des Rings der Differentialoperatoren in \ref{PsKo}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Differentialoperatoren auf glatten affinen Variet"aten}]
  Man kann zeigen, da"s die in \ref{DERe} gegebene Beschreibung
  des Rings der globalen Differentialoperatoren durch Erzeuger und
  Relationen f"ur
  eine beliebige glatte affine $k$-Variet"at $X$ richtig bleibt, auch wenn
  man also nicht die Existenz eines globalen Systems von Pseudokoordinaten fordert.
  Ich beschr"anke mich hier auf eine Beweisskizze, da die Aussage im
  weiteren Verlauf  nicht ben"otigt wird.
  Es gilt, die Exaktheit der Sequenz
  $$R\ra \op{Ten}_k(\mathcal O(X)\oplus \mathcal T(X))\ra \mathcal D(X)\ra 0$$
  von $\mathcal O(X)$-Linksmoduln nachzuweisen f"ur $R$ das von den behaupteten
  Relationen erzeugte zweiseitige Ideal.  Es reicht daf"ur zu zeigen, da"s unsere
  Sequenz exakt wird nach Lokalisierung an allen Funktionen
  $s$, f"ur die es auf dem Komplement $X_s$
  der Nullstellenmenge von $s$ ein System von Pseudokoordinaten gibt.
  Das aber folgt aus dem bereits behandelten Fall.
\end{Bemerkunge}
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Gegeben eine glatte affine Variet"at $X$ und eine
  regul"are Funktion $g\in\mathcal O(X)$ wird der freie
  $\mathcal O(X)$-Modul $\mathcal O(X){\op{e}}^g$
  "uber der einelementigen Menge ${\op{e}}^g$ zu einem
  $\mathcal D(X)$-Modul vermittels der durch die Vorschrift
  $$\xi {\op{e}}^g\pdef (\xi|g){\op{e}}^g$$
  erkl"arten Operation von Vektorfeldern. Der Ausdruck ${\op{e}}^g$
  hat hier nur  formale Bedeutung als ein Symbol, das andeutet,
  durch welche Formeln  Differentialoperatoren
  darauf wirken sollen.
\end{Ubung}


\subsection{Differentialmoduln als flache Zusammenh"ange}
\begin{Bemerkungl}
  Ein {\bf Differentialmodul}\index{Differentialmodul}
  oder kurz
  {\bf $\cal{D}$-Modul}\index{DModul@$\cal{D}$-Modul}  auf einer glatten $k$-Variet"at $X$ ist eine
  Modulgarbe "uber der Ringgarbe $\cal{D}_X$ der algebraischen
  Differentialoperatoren auf $X$ aus \ref{diffop}.
  Ein Differentialmodul hei"st {\bf quasikoh"arent}, wenn er
  zu einer quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Modulgarbe 
  einschr"ankt. Die jeweiligen Kategorien notiere ich
  $$\op{Dmod}_{/X}\supset \op{Dmodqk}_{/X}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Sei $X$ eine glatte $k$-Variet"at.
 Ein Differentialmodul  $\cal{M} \in \op{Dmod}_{/X}$ auf $X$ ist insbesondere ein $\cal{O}_{X}$-Modul mit
  einem Morphismus
von Garben von $k$-Vektorr"aumen
  $$\begin{array}{rccc}
    \nabla : &\cal{T}_{X} & \ra & \op{End} \cal{M}\\
    &\xi  & \mapsto & \nabla_{\xi }
\end{array}$$
%mit der Notation $\op{End} \cal{M}=(\mathcal M{\Rrightarrow}\mathcal M)$ f"ur die Garbe der
%Endomorphismen der Garbe von $\DC$-Vektorr"aumen $\mathcal M$
derart, da"s f"ur alle  $U\co X$ und 
$f \in \cal{O}_{X}(U)$ und 
$ \xi ,\zeta  \in \cal{T}_{X}(U)$ und $ m \in \cal{M}(U)$ die Vertr"aglichkeiten
$$\begin{array}{ccl}
  f \nabla_{\xi } (m) & =& \nabla_{f\xi }(m )\\
  \nabla_{\xi } (fm) &=& (\xi| f)m + f\nabla_{\xi }(m) \\
  \left[ \nabla_{\xi }, \nabla_{\zeta }\right] &=& \nabla_{[\xi ,\zeta ]}
\end{array}$$
erf"ullt sind. Eine $k$-lineare Abbildung $\nabla$, die den ersten beiden Bedingungen
gen"ugt, hei"st ein {\bf Zusammenhang} \index{Zusammenhang!algebraischer} auf dem $\cal{O}_{X}$-Modul
$\cal{M}$. 
Ist zus"atzlich die dritte Bedingung erf"ullt, so sprechen wir von
einem {\bf flachen
  Zusammenhang}.\index{Zusammenhang!flacher algebraischer}\index{flach!Zusammenhang, algebraischer} 
Diese Begriffsbildungen sind analog zu den 
 aus der Differentialgeometrie bekannten Begriffsbildungen,
 vergleiche \ref{ZshgV} und \ref{flZU}. Wie unsere Beschreibung \ref{DERe}
 von algebraischen Differentialoperatoren durch Erzeuger und Relationen
 zeigt, liefern die Einschr"ankungen der Struktur eines
 $\mathcal D_X$-Moduls auf regul"are Funktionen und regul"are Vektorfelder
 eine "Aquivalenz von Kategorien\label{dmzs} 
$$
\op{Dmod}_{/X} \;\;\sirra
\;\;\left\{
\text{$\cal{O}_{X}$-Moduln mit flachem Zusammenhang}\right\}
$$
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Tensorprodukt von Differentialmoduln}] 
  Gegeben Differentialmoduln $\cal{M}, \cal{N}$
  auf einer glatten $k$-Variet"at $X$ k"onnen wir $\cal{M} \otimes_{\cal{O}_{X}}
  \cal{N}$ zu einem Differentialmodul machen, indem wir $\xi \in \cal{T}_{X}$ operieren
  lassen durch\label{TproD}  
$$\nabla_{\xi} (m \otimes n) = (\nabla_{\xi} m) \otimes n + m \otimes
  (\nabla_{\xi}n)$$
  Eine ausgedehnte Rechnung zeigt in der Tat, da"s diese
  Vorschrift wohldefiniert ist und einen flachen Zusammenhang auf dem
  Tensorprodukt liefert, und nach \ref{dmzs} k"onnen wir diesen Zusammenhang  dann wieder als
  eine Differentialmodulstruktur verstehen. 
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Beschreibung von Differentialmoduln in Pseudokoordinaten}]  Gegeben eine glatte affine $k$-Variet"at $U$ mit
  einem System von Pseudokoordinaten $x_1, \ldots,x_n$
  und zugeh"origen Vektorfeldern $\partial_1,\ldots,\partial_n$
  ist ein
  $\mathcal D_U$-Modul $\mathcal M$
  dasselbe wie ein $\mathcal O_U$-Modul
 $\mathcal M$ mit paarweise kommutierenden Endomorphismen
 $\partial_1, \ldots, \partial_n
\in \op{Ab}_{/U} (\mathcal M)$ der abelschen Garbe $\mathcal M$ mit der zus"atzlichen Eigenschaft $$\partial_i
(fm) = (\partial_i| f) m + f(\partial_i m)$$ f"ur alle $V\co U$,
$f \in \mathcal O_U (V)$ und $ m \in
\mathcal M (V)$. Weiter ist ein quasikoh"arenter $\mathcal D_U$-Modul
  dasselbe wie ein $\mathcal D(U)$-Modul und weiter auch  dasselbe wie ein
 $\mathcal O(U)$-Modul $M$ mit paarweise kommutierenden Endomorphismen $\partial_1, \ldots, \partial_n
\in \op{Ab} (M)$ der zugrundeliegenden abelschen Gruppe mit der Eigenschaft $$\partial_i
(fm) = (\partial_i| f) m + f(\partial_i m)$$  f"ur alle 
$f \in \mathcal O (U)$ und $ m \in
M$. Das  alles folgt direkt aus dem Vorhergehenden.
\end{Bemerkungl}
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Gegeben auf einer glatten Variet"at $X$ ein $\mathcal O_X$-Modul $\mathcal M$ 
  mit Zusammenhang $\nabla$ und ein Vektorfeld $\xi$
  und ein Punkt $x\in X$ und ein Schnitt
  $s\in\mathcal M(X)$ h"angt das Bild  $\nabla_\xi(s)(x)\in \mathcal M_{/x}$ im geometrischen Halm nur von $s$ und dem
  Tangentialvektor $\xi(x)\in{\op{T}}_xX$ ab. Ich schlage f"ur
  dieses Element des geometrischen Halms 
  die Notation $\nabla_v(s)\in \mathcal M_{/x}$ vor mit $v\in{\op{T}}_xX$.
\end{Ubung}



\subsection{Trennfaserung der Differentialmoduln}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kettenregel}] 
  Gegeben ein Morphismus von glatten Variet"aten $\varphi:X\ra Y$
  k"onnen wir  eine Abbildung ${\op{T}} X \rightarrow X
  \times_Y {\op{T}}Y$ des Tangentialb"undels von $X$ in das zur"uckgeholte
  Tangentialb"undel von $Y$ angeben durch die Vorschrift
  $$(x, \xi) \mapsto (x, (\diff_x \varphi) (\xi))$$
  Formal
  ist es jedoch bequemer, von dem durch das Zur"uckholen von Differentialformen
\eref{KdifS}{KAG}  gegebenen
  Homomorphismus $\varphi^{\ast}\Omega_Y\ra \Omega_X$ von $\mathcal
  O_X$-Moduln auszugehen, der in voller Allgemeinheit erkl"art werden
  kann, und ihn im glatten Fall 
zu dualisieren zu einem $\mathcal O_X$-Mo\-dul\-ho\-mo\-mor\-phis\-mus 
$\mathcal T_X\ra
  \varphi^{\ast}\mathcal T_Y $ von  der Garbe der
  Schnitte des Tangentialb"undels von $X$ in die Garbe der Schnitte des
  zur"uckgeholten Tangentialb"undels von $Y$.
Speziell erhalten wir so f"ur glatte affine Variet"aten einen
Homomorphismus von $\mathcal O(X)$-Moduln\label{RGNm}
$$\tilde\varphi: \mathcal T(X)\ra
  \mathcal O(X)\otimes_{\mathcal O(Y)}\mathcal T(Y)$$
Er kann dadurch charakterisiert werden, da"s aus
 $\tilde\varphi(\xi)=
\sum_i f_i\otimes \xi_i$ f"ur alle $h\in \mathcal O(Y)$ folgt
$$(\xi|h\circ \varphi)=\sum_i f_i((\xi_i|h)\circ\varphi)$$
Hier steht im wesentlichen die Kettenregel. Ist $y_1,\ldots, y_n$ ein System
von \hyperref[PsKo]{Pseudokoordinaten} auf $Y$ und schreiben wir 
$\varphi_i\pdef y_i\circ \varphi $,
so erh"alt unsere Formel die hoffentlich vertraute 
Gestalt $\tilde\varphi(\xi)=\sum
(\xi|\varphi_i)\otimes \partial_i^y$. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}[\textbf{Inverse Bilder}]
Gegeben $\varphi : X \rightarrow Y$ ein 
Morphismus von glatten affinen algebraischen $\DC$-Variet"aten und $ M$
ein $\mathcal D(Y)$-Modul gibt es auf dem zur"uckgeholten $\mathcal
O(X)$-Modul\label{ibD}
\begin{equation*}
  \mathcal O(X) \otimes_{\mathcal O(Y)}   M
\end{equation*}
genau eine Erweiterung der $\mathcal
O(X)$-Modulstruktur zu einer Struktur als 
$\mathcal D(X)$-Modul derart, da"s f"ur jedes Vektorfeld
$\xi\in \mathcal T(X)$ mit 
$\tilde\varphi(\xi)= \sum_i f_i\otimes \xi_i$ wie in  \ref{RGNm} gilt 
$$\xi(g\otimes m)=(\xi|g)\otimes m + \sum_i gf_i\otimes \xi_i m$$
\end{Satz} 
\begin{Bemerkunge}
 In der Differentialgeometrie scheint es 
mir anschaulich klar, da"s  ein flacher
Zusammenhang auf einem Vektorraumb"undel 
einen flachen Zusammenhang auf dem zur"uckgeholten
B"undel induzieren sollte in der Weise, 
da"s flache Schnitte zu flachen Schnitten zur"uckgeholt
werden. Das Zur"uckholen von Differentialmoduln 
ist eine algebraische Variante dieser Konstruktion.
\end{Bemerkunge}







\begin{proof}
 Zun"achst einmal ist klar, da"s die rechte Seite nur von $\xi, g $ und $m$ und nicht von der
Darstellung von $\tilde\varphi(\xi)$ 
 als $\sum f_i \otimes \xi_i$ abh"angt.
Unsere Abbildungsvorschrift in spe liefert also schon mal eine wohldefinierte Funktion
der drei Variablen $\xi, g$ und $m$, deren Funktionswert wir $\xi (g \otimes m)$ notieren
d"urfen.
Als n"achstes pr"ufen wir f"ur diese Funktion und beliebiges $f \in \mathcal O (Y)$ die Identit"at
\begin{equation*}
 \xi ( g f \otimes m) = \xi (g \otimes fm)
\end{equation*}
Hier haben wir, und das wird noch "ofter vorkommen, 
links $f\circ \varphi$ zu $f$ abgek"urzt. 
Ausgeschrieben behaupten wir also
\begin{equation*}
 (\xi | g f) \otimes m + 
\sum_i g ff_i \otimes \xi_i m = (\xi | g) \otimes f m + \sum_i g f_i \otimes
\xi_i (f m)
\end{equation*}
Das reduziert sich durch Anwenden der 
Leibnizregel und Weglassen gleicher Terme zur Behauptung 
\begin{equation*}
 g (\xi | f) \otimes m = \sum_i g f_i \otimes (\xi_i | f) m
\end{equation*}
Nun ist aber $\tilde\varphi(\xi)=\sum f_i \otimes \xi_i$ gerade 
dadurch erkl"art, da"s f"ur beliebiges $f \in \mathcal O (Y)$
im Ring $\mathcal O (X)$ gilt
$(\xi | f) = \sum f_i \otimes (\xi_i | f) $. Da
 unsere Funktion von drei Variablen auch $\mathbb Z$-linear 
in $g$ und $m$ ist, liefert unsere
Formel also f"ur jedes Vektorfeld $\xi \in \mathcal T (X)$ einen 
Endomorphismus des Vektorraums
$\mathcal O (X) \otimes_{\mathcal O (Y)} M$.
Um zu zeigen, da"s diese Homomorphismen die 
$\mathcal O (X)$-Wirkung zu einer Struktur
als $\mathcal D (X)$-Modul erweitern, verwenden 
wir die Beschreibung \ref{DERe} von $\mathcal D (X)$
durch Erzeuger und Relationen und m"ussen pr"ufen, 
da"s die entsprechenden Relationen auch im
Endomorphismenring des $k$-Vektorraums 
$\mathcal O (X) \otimes_{\mathcal O (Y)} M$ gelten.
Die erste Relation ist unproblematisch. Die Zweite folgt daraus, 
da"s $\tilde\varphi$ eine $\mathcal O (X)$-lineare
Abbildung ist. Die Dritte ist wieder unproblematisch. F"ur die 
Vierte rechnen wir fr"ohlich. Sei etwa
$\tilde\varphi (\zeta) = \sum h_j \otimes \zeta_j$.
So ergibt sich $\zeta \xi (g \otimes m)$ zu
\begin{equation*}
   (\zeta | (\xi | g)) \otimes m+ \sum_j (\xi | g) h_j \otimes \zeta_j m+
\sum_i (\zeta | g f_i ) \otimes \xi_i m 
+ \sum_{i,j} g f_i h_j \otimes \zeta_j \xi_i m
\end{equation*}
F"ur die Differenz  $\zeta \xi (g \otimes m) - \xi \zeta (g \otimes m)$ 
ergibt sich der Ausdruck
\begin{equation*}
  ([\zeta, \xi]| g) \otimes m
+\sum_{i,j} g f_i h_j \otimes [\zeta_j, \xi_i] m 
+ \sum_i (\zeta | f_i) \otimes \xi_i m - \sum_j
(\xi | h_j) \otimes \zeta_j m
\end{equation*}
Andererseits gilt f"ur das Bild von $[\zeta, \xi]$ unter
$\tilde\varphi$ die Darstellung 
\begin{equation*}
 \tilde\varphi ([\zeta, \xi]) 
= \sum_i (\zeta| f_i) \otimes \xi_i - \sum_j (\xi | h_j) \otimes
\zeta_j + \sum_{i,j} f_i h_j \otimes [\zeta_j, \xi_i]
\end{equation*}
Man pr"uft das unschwer, indem man die f"ur beliebiges $f\in\mathcal O(Y)$ 
g"ultige Identit"at
$(\zeta|(\xi|f))-(\xi|(\zeta|f))=([\zeta,\xi]|f)$
ausschreibt. Das beendet den Beweis.
\end{proof}


% \begin{proof}



%  von einem Homomorphismus $\mathcal T_X \rightarrow
% \varphi^\ast \mathcal T_Y$ lokal freier $\mathcal O_X$-Moduln endlichen Ranges herkommt, der in lokalen
% Koordinaten eben durch die Formel $\partial^x_i \mapsto \sum_j \frac{\partial (Y_j \circ \varphi)}{\partial
% X_i} \otimes \partial^Y_j \text{ alias } \xi \mapsto \sum_j \xi (Y j \circ \varphi) \partial^Y_j$
% beschrieben wird.
% Damit k"onnen sir unsere Wirkung von Vektorfeldern koordinatenfrei beschreiben, indem wir von dem 
% durch die $\mathcal D_Y$-Modulstruktur gegebenen Morphismus
% \begin{equation*}
%  \mathcal T_Y \otimes_k \mathcal M \rightarrow \mathcal M
% \end{equation*}
% ausgehen, ihn zu $\varphi^\circ \mathcal T_Y \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^\circ
% \mathcal M$ zur"uckziehen, dann Skalare erweitern zu
% \begin{equation*}
%  \varphi^{(\ast)} \mathcal T_Y \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M
% \end{equation*}
% und schlie"slich unsere kanonislche Abbildung $\mathcal T_X \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal T_Y$
% vorschalten, so da"s wir einen kanonischen Morphismus
% $\mathcal T_X \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M$ erhalten.
% Von dort ausgehend erkl"aren wir dann
% \begin{equation*}
%  \mathcal T_X \otimes_k \varphi^{(\ast)} \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M
% \end{equation*}
% unschwer durch die Formel
% \begin{equation*}
%  \xi \otimes ( g \otimes m) \mapsto (\xi g) \otimes m + g (\xi m)
% \end{equation*}
% und f"ur deren Wohldefiniertheit m"ussen wir nur pr"ufen, da"s $g( f \circ \varphi) \otimes m$ und
% $g \otimes f m$ unter $\xi$ auf dasselbe gehen.
% Nun, ersteres geht auf
% \begin{equation*}
%  (\xi g) (f \circ \varphi) \otimes m + g \xi (f \circ \varphi) \otimes m + (g (f \circ \varphi)) (\xi m)
% \end{equation*}
% und letzteres auf $(\xi g) \otimes (f m) + g \otimes \xi (f m)$.
% Nach unseren Definitionen haben wir aber in lokalen Koordianten
% \begin{equation*}
%  \xi (fm ) = \sum \xi (Y j \circ \varphi) \partial^Y_j (f m) = \sum_j \xi (Y_j \circ \varphi)
% (\partial^Y_j f) m + f \xi m
% \end{equation*}
% und $\xi (f \circ \varphi) = \sum \xi (Y_j \circ \varphi)((\partial^Y_j f) \circ \varphi)$
% und zusammen sehen wir, da"s das pa"st.
% Mache das zun"achst nur f"ur affine Variet"aten!




% \end{proof}
% \begin{proof}\emph{Alt!} 
%  Zun"achst einmal diskutiere ich die Unabh"angigkeit der Konstruktion von der Wahl der Koordinaten.
% Dazu "uberlegen wir uns zun"achst, da"s die Abbildung $T X \rightarrow X x_Y TY$ gegeben durch
% $(x, \xi) \mapsto (x, (d_x \varphi) (\xi))$ von einem Homomorphismus $\mathcal T_X \rightarrow
% \varphi^\ast \mathcal T_Y$ lokal freier $\mathcal O_X$-Moduln endlichen Ranges herkommt, der in lokalen
% Koordinaten eben durch die Formel $\partial^x_i \mapsto \sum_j \frac{\partial (Y_j \circ \varphi)}{\partial
% X_i} \otimes \partial^Y_j \text{ alias } \xi \mapsto \sum_j \xi (Y j \circ \varphi) \partial^Y_j$
% beschrieben wird.
% Damit k"onnen sir unsere Wirkung von Vektorfeldern koordinatenfrei beschreiben, indem wir von dem 
% durch die $\mathcal D_Y$-Modulstruktur gegebenen Morphismus
% \begin{equation*}
%  \mathcal T_Y \otimes_k \mathcal M \rightarrow \mathcal M
% \end{equation*}
% ausgehen, ihn zu $\varphi^\circ \mathcal T_Y \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^\circ
% \mathcal M$ zur"uckziehen, dann Skalare erweitern zu
% \begin{equation*}
%  \varphi^{(\ast)} \mathcal T_Y \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M
% \end{equation*}
% und schlie"slich unsere kanonislche Abbildung $\mathcal T_X \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal T_Y$
% vorschalten, so da"s wir einen kanonischen Morphismus
% $\mathcal T_X \otimes_k \varphi^\circ \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M$ erhalten.
% Von dort ausgehend erkl"aren wir dann
% \begin{equation*}
%  \mathcal T_X \otimes_k \varphi^{(\ast)} \mathcal M \rightarrow \varphi^{(\ast)} \mathcal M
% \end{equation*}
% unschwer durch die Formel
% \begin{equation*}
%  \xi \otimes ( g \otimes m) \mapsto (\xi g) \otimes m + g (\xi m)
% \end{equation*}
% und f"ur deren Wohldefiniertheit m"ussen wir nur pr"ufen, da"s $g( f \circ \varphi) \otimes m$ und
% $g \otimes f m$ unter $\xi$ auf dasselbe gehen.
% Nun, ersteres geht auf
% \begin{equation*}
%  (\xi g) (f \circ \varphi) \otimes m + g \xi (f \circ \varphi) \otimes m + (g (f \circ \varphi)) (\xi m)
% \end{equation*}
% und letzteres auf $(\xi g) \otimes (f m) + g \otimes \xi (f m)$.
% Nach unseren Definitionen haben wir aber in lokalen Koordianten
% \begin{equation*}
%  \xi (fm ) = \sum \xi (Y j \circ \varphi) \partial^Y_j (f m) = \sum_j \xi (Y_j \circ \varphi)
% (\partial^Y_j f) m + f \xi m
% \end{equation*}
% und $\xi (f \circ \varphi) = \sum \xi (Y_j \circ \varphi)((\partial^Y_j f) \circ \varphi)$
% und zusammen sehen wir, da"s das pa"st.
% Mache das zun"achst nur f"ur affine Variet"aten!




% \end{proof}


  \begin{Lemma}[\textbf{Transitivit"at inverser Bilder von Differentialmoduln}]
    Gegeben Morphismen $\varphi : X \rightarrow Y$ und $\psi : Y \rightarrow
    Z$ von glatten
    affinen algebraischen Variet"aten und ein $\mathcal D (Z)$-Modul
    $M$ ist der offensichtliche Isomorphismus\label{TRIB} 
auch  ein Isomorphismus von $\mathcal D (X)$-Moduln
    \begin{equation*}
      \op{can} : \mathcal O (X) \otimes_{\mathcal O (Y)} (\mathcal O (Y) 
      \otimes_{\mathcal O (Z)} M)
      \sira  \mathcal O (X)\otimes_{\mathcal O (Z)} M
    \end{equation*}
  \end{Lemma}
  \begin{Bemerkungl}
    Dieses Lemma wird uns erlauben, die Konstruktion
    des R"uckzugs im Fall affiner Variet"aten
   zu einer Konstruktion f"ur beliebige glatte Variet"aten zu verkleben.    
  \end{Bemerkungl}
  \begin{proof}
    In der Tat, sei $\xi \in \mathcal T (X)$ ein Vektorfeld. Sei
    $\tilde\varphi (\xi) = \sum_i f_i \otimes \xi_i$ 
und $\psi_{\mathcal T}
    (\xi_i) = \sum_j h_j \otimes \xi_{ji}$.  So pr"uft man durch Anwenden auf
    Funktionen $g \in \mathcal O (Z)$ unschwer die Identit"at  $(\psi
    \circ \varphi)_{\mathcal T} (\xi) = \sum_{i,j} f_i (h_j\circ \varphi)
    \otimes \xi_{ji}$.  
Genauer
    erhalten wir
    \begin{equation*}
      (\xi |g \circ \psi \circ \varphi) = \sum_i f_i ((\xi_i |
       g \circ \psi) \circ \varphi) = \sum_{i,j}
      f_i \big(\big(h_j ((\xi_{ji} | g)\circ \psi)\big)\circ \varphi\big)
    \end{equation*}
  Damit aber pr"ufen wir aber ohne
    Schwierigkeiten
    \begin{equation*}
      \xi (\op{can} (1 \otimes (1 \otimes m))) 
      = \op{can} (\xi (1 \otimes (1\otimes m)))
    \end{equation*}
    f"ur alle $m \in M$. Das reicht schon aus, um das Lemma zu
    zeigen.
  \end{proof}

 

  \begin{Bemerkungl}
    Gegeben ein Morphismus von glatten Variet"aten 
    $\varphi:X\ra Y$ und Differentialmoduln $\mathcal M$ auf $X$ sowie 
    $\mathcal N$ auf $Y$ erkl"aren wir einen {\bf Opkomorphismus
      von Differentialmoduln}  
      $$c:\mathcal M\ra \mathcal N$$ als einen
    Opkomorphismus  von Funktionenmoduln
    mit der zus"atzlichen Eigenschaft,
    da"s gegeben $U\co X$ und $V\co Y$ mit $\varphi(U)\subset V$
    sowie  $\xi\in\mathcal T(U)$\label{DgfK} 
    und $\xi_i\in \mathcal T(V)$ und $f_i\in \mathcal O(U)$ mit
    $(\xi|h\circ\varphi)=\sum f_i((\xi_i|h)\circ \varphi)\;\forall h\in \mathcal O(V)$  gilt 
    $$\xi(c(s))=\sum f_ic(\xi_i(s))\;\forall s\in\mathcal N(V)$$
    Wir verzichten an dieser Stelle darauf, zu pr"ufen, da"s die Verkn"upfung
    von Opkomorphismen wieder ein Opkomorphismus ist, un verweisen
    stattdessen auf den aallgemeineren Fall der Multiverkn"upfungen,
    den wir in \ref{muTrd} behandeln. 
    Wir erhalten so Kategorien und Funktoren
    $$\op{Dmodqk}_{{\sslash}{\op{glVar}}}\subset \op{Dmod}_{{\sslash}{\op{glVar}}} \ra
    \op{glVar}$$
    mit Opkomorphismen als Morphismen links und dem Vergessen des Differentialmoduls als Funktor in die Kategorie der glatten Variet"aten.
    Per definitionem sind die Fasern hier opponiert zu unseren "ublichen Kategorien von Dif\-fe\-ren\-tial\-mo\-duln, in Formeln
    $\op{Dmod}_{{\sslash}X} =\mathcal D_X\op{-Mod}^{\op{opp}}$ und $\op{Dmodqk}_{{\sslash}X} =\mathcal D_X\op{-Modqk}^{\op{opp}}$. 
    \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Quasikoh"arente Differentialmoduln als Faserung}] 
 Sei   $\varphi  : X \rightarrow Y$ ein Morphismus von glatten Variet"aten und
    $\mathcal N \in \op{Dmodqk}_{/Y}$.\label{rQKd}  So gibt es genau eine
    Erweiterung der Struktur auf  dem R"uckzug \eref{RzMg}{KAG}  von Funktionenmoduln $\varphi ^{\ast}\mathcal N$  zu einer Struktur als $\mathcal D_X$-Modul derart, da"s f"ur
    beliebige affine offene Teilmengen
$U \co X$, $V \co Y$ mit $\varphi  (U) \subset V$ die $\mathcal
    D (U)$-Operation auf $(\varphi ^{\ast} \mathcal N) (U)$ unter dem kanonischen
    Isomorphismus
   $$
      \mathcal O (U) \otimes_{\mathcal O(V)} \mathcal N (V) 
\sira  (\varphi ^{\ast}
      \mathcal N) (U)
    $$
      unserer $\mathcal D (U)$-Operation aus
      unserer Diskussion des affinen Falls
      \ref{ibD} entspricht.
      Genauer mag man die Funktorialit"at im affinen Fall \ref{TRIB}
      verwenden,
      um zu pr"ufen, da"s sich unsere Konstruktion im affinen Fall zu einer
      Konstruktion im allgemeinen verkleben l"a"st. 
      Es ist klar,
    da"s wir so einen kartesischen Lift von $X\ra Y$  f"ur unseren
    Funktor $ \op{Dmodqk}_{\sslash{\op{glVar}}}\ra \op{glVar}$ erhalten.
    Da"s eine Komposition von kartesischen Morphismen wieder kartesisch ist,
    folgt aus der entsprechenden Aussage f"ur quasikoh"arente
    Funktionenmoduln.
     So sehen wir, da"s unser Funktor auf den quasikoh"arenten  Differentialmoduln  in der Tat eine Faserung ist.
 \end{Bemerkungl}
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Tensorieren "uber Ringgarben}] 
  Seien $X$ ein topologischer Raum und $\mathcal A$ eine Garbe von Ringen auf $X$ und $\mathcal M$ ein
  $\mathcal A$-Rechtsmodul und $\mathcal N$ ein $\mathcal A$-Linksmodul.
  Eine Verschmelzung von abelschen Pr"agarben
  $$\varphi: \mathcal M\curlyvee \mathcal N\ra \mathcal T$$
  hei"st {\bf balanciert}, wenn  f"ur jede offene Teilmenge $U\co X$
  die induzierte Abbildung $\varphi:\mathcal M(U)\times \mathcal N(U)\ra \mathcal T(U)$ balanciert ist f"ur die Operation von $\mathcal A(U)$. 
  Offensichtlich ist die Verschmelzung in die Pr"agarbe $U\mapsto \mathcal M(U)\otimes_{\mathcal A(U)} \mathcal N(U)$ eine universelle Pr"agarbenverschmelzung und die Verschmelzung in ihre Garbifizierung,
  die wir $\mathcal M\otimes_{\mathcal A}\mathcal N$ notieren,
  eine universelle Garbenverschmelzung.
  Den Halm der Tensorproduktgarbe bei $x\in X$ k"onnen wir auch als Kolimes
  der $\mathcal M(U)\otimes_{\mathcal A(V)} \mathcal N(U)$ "uber alle
  $U\co V\co X$ mit $x\in U$ beschreiben und mit 
  \eref{tfcl}{TS} als Kolimes der
  $\mathcal M_x\otimes_{\mathcal A(V)} \mathcal N_x$ und mit \eref{dLt}{TS}
  folgt schlie"slich, da"s die offensichtlich Abbildung ein Isomorphismus\label{tmgrg} 
   $$(\mathcal M\otimes_{\mathcal A}\mathcal N)_x\sira \mathcal M_x\otimes_{\mathcal A_x} \mathcal N_x$$
  vom Halm des Tensorprodukts in das Tensorprodukt der Halme ist. Insbesondere
  liefern  die Multiplikationen Isomorphismen
  $\mathcal A\otimes_{\mathcal A}\mathcal N\sira \mathcal N$ und
  $\mathcal M\otimes_{\mathcal A}\mathcal A\sira \mathcal M$.
  Ist $\mathcal B$ eine weitere Ringgarbe auf $X$ und  $\mathcal M$ eine
  $\mathcal B$-$\mathcal A$-Bimodulgarbe im hoffentlich offensichtlichen
  Sinne, so wird $\mathcal M\otimes_{\mathcal A}\mathcal N$ in nat"urlicher
  Weise ein $\mathcal B$-Modul unter Verwendung der stabil universellen
  Eigenschaft der Garbifizierung \eref{AbpSm}{TSF}. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Beliebige Differentialmoduln als Faserung}]
  Wir folgern nun, da"s auch f"ur beliebige Dif\-fe\-ren\-tial\-mo\-duln auf glatten Variet"aten
  mit unseren Opkomorphismen als Morphismen der
  verge"sliche Funktor\label{bdfj} 
  $$ \op{Dmod}_{\sslash{\op{glVar}}}\ra \op{glVar}$$ in die  Kategorie der glatten Variet"aten im Sinne von \eref{FasF}{TG} eine
  Faserung  ist. Um das zu zeigen oder, gleichbedeutend, einen 
  R"uckzug zu konstruieren, gehen wir  aus vom von links und rechts $\mathcal O_Y$-quasikoh"arenten  $\mathcal D_Y$-Bimodul
  $\mathcal D_Y$ und betrachten seinen R"uckzug
  $$\mathcal D_{X\ra Y}\pdef \varphi ^*\mathcal D_Y$$
  mit seiner Struktur als $\mathcal D_X$-Modul aus der Behandlung des
  quasikoh"arenten Falls \ref{rQKd} und der
  offensichtlichen  Struktur als $\varphi ^\dagger\mathcal D_Y$-Rechtsmodul mit
  der Notation $\varphi ^\dagger$ f"ur den  R"uckzug abelscher Garben. Diese
  beiden Strukturen machen  offensichtlich $\mathcal D_{X\ra Y}$ zu einer
  $\mathcal D_X$-$\varphi ^\dagger\mathcal D_Y$-Bi\-mo\-dul\-gar\-be.
  Nun "uberlegt man sich, da"s f"ur jeden $\mathcal D_Y$-Modul $\mathcal N$
  der salopp gesprochen durch \glqq $1\otimes$\grqq\ gegebene Komorphismus von abelschen Garben $$\mathcal N\ra \varphi^\ast \mathcal N
  \pdef \mathcal D_{X\ra Y}\otimes_{\varphi ^\dagger\mathcal D_Y}
  \varphi ^\dagger\mathcal N$$
  ein Komorphismus von Differentialmoduln ist und sogar
  als Opkomorphismus aufgefa"st  kartesisch.  Als $\mathcal O_X$-$\varphi ^\dagger\mathcal D_Y$-Bi\-mo\-dul\-gar\-be ist $\mathcal D_{X\ra Y}$ nach Konstruktion schlicht $\mathcal O_X\otimes_{\varphi^\dagger \mathcal O_Y}\varphi^\dagger \mathcal D_Y$. Das zeigt unter Verwendung von \ref{tmgrg}, da"s das Vergessen der Struktur als $\mathcal D_X$-Modul kartesische Opkomorphismen von Dif\-fe\-ren\-tial\-mo\-duln zu
  kartesischen Opkomorphismen von Funktionenmoduln macht. 
\end{Bemerkungl}





  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Differentialmoduln als Trennfaserung}]
Unsere Faserung \ref{DgfK} entsteht durch Vergessen eines Teils der Struktur aus einer Trennfaserung, die wir nun beschreiben.   Gegeben  Morphismen $\varphi_i:X\ra Y_i$  von
  glatten Variet"aten f"ur $1\leq i\leq r$  und Differentialmoduln $\mathcal M$ auf $X$ sowie\label{DaT}  
  $\mathcal N_i$ auf $Y_i$ erkl"aren wir eine {\bf Differentialmodultrennung}\index{Differentialmodultrennung} 
  $$\tau: \mathcal M\ra \mathcal N_1\curlywedge \ldots\curlywedge N_r$$
  "uber der Trennung $(\varphi_1,\ldots,\varphi_r)$ in der banalen Trennkategorie der
  glatten Variet"aten 
  als eine Trennung von quasikoh"arenten
  Modulgarben im Sinne
  von \eref{trqk}{KAG}
  alias ein Datum bestehend aus $\DZ$-multilinearen Abbildungen
$$\tau: \mathcal N_1(V_1)\times\ldots\times\mathcal N_r(V_r)\ra \mathcal M(U)$$
f"ur beliebige 
offene Teilmengen $U\co X$ und $V_i\co Y_i$ mit $\varphi_i(U)\subset V_i$,
die jeweils in der entsprechenden Variable linear sind "uber $\mathcal O_{Y_i}(V_i)\ra \mathcal O_X(U)$, mit der  zus"atzlichen Eigenschaft, da"s sie  \glqq  mit Ableitungen vertr"aglich\grqq\ 
sind in dem Sinne,
da"s wenn $U$ und die $V_i$ sogar affin sind
und $\xi\in \mathcal T(U)$ ein Vektorfeld ist und
es gilt $\tilde \varphi_{i}(\xi)=\sum_\nu f_{i,\nu}\otimes \xi_{i,\nu}$
in $\mathcal O(U)\otimes_{\mathcal O(V_i)}\mathcal T(V_i)$ in unserer Notation aus \ref{RGNm}, da"s wir dann
haben
$$\xi(\tau(n_1,\ldots,n_r))
=\sum_{i=1}^r\sum_{\nu}f_{i,\nu}\tau(n_1,\ldots,
\xi_{i,\nu}n_i,\ldots ,n_r)$$
f"ur alle $n_i\in \mathcal N_i(V_i)$.
Insbesondere ist eine von $\mathcal M$ ausgehende Leertrennung
dasselbe wie ein von allen Vektorfeldern annullierter globaler
Schnitt des Differentialmoduls $\mathcal M$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Differentialmoduln als Trennkategorie}]
  Jede Multiverkn"upfung von Differentialmodultrennungen
  ist wieder eine Differentialmodultrennung und 
das Vergessen des Differentialmoduls liefert eine
Trennfaserung
$$ \op{Dmod}_{\sslash{\op{glVar}}}\ra \curlywedge{\op{glVar}}$$ 
unserer Trennkategorie der quasikoh"arenten Differentialmoduln in die
banalen Trennkategorie der glatten Variet"aten. Des weiteren werden
unter dem Vergessen der Struktur  kartesische
 Differentialmodultrennungen  zu kartesischen
 Funktionenmodultrennungen und wir erhalte insbesondere auch eine Trennfaserung
$$ \op{Dmodqk}_{\sslash{\op{glVar}}}\ra \curlywedge{\op{glVar}}$$ 
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Salopp gesprochen k"onnen wir also  Differentialmoduln
  zur"uckziehen und miteinander tensorieren und diese Operationen vertauschen
  mit dem R"uckzug zu Funktionenmoduln. Im Fall von funktionenkoh"arenten Differentialmoduln besagt das unter anderem,
  da"s jeder flache Zusammenhang auf einem
  Vektorb"undel einen flachen Zusammenhang auf jedem zur"uckgezogenen
  Vektorb"undel induziert und da"s man gegeben  Vektorb"undel mit flachen Zusammenh"angen einen flachen Zusammenhang auf derem Tensorprodukt erh"alt.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Um uns zu "uberzeugen, da"s jede Multiverkn"upfung von
Dif\-fe\-ren\-tial\-mo\-dul\-tren\-nung\-en wieder eine Differentialmodultren\-nung ist, betrachten wir zur Vereinfachung
nur eine Multiverkn"upfung von
$\tau:\mathcal N(V)\times \mathcal L( W)\ra \mathcal M(U)$
mit $\kappa:\mathcal A(A)\times\mathcal B(B)\ra \mathcal N(V)$.
Die zugeh"origen Morphismen von glatten affinen Variet"aten notieren wir
$\varphi:U\ra V$ und $\psi:U\ra W$ sowie $\alpha:V\ra A$ und $\beta:V\ra B$.
Der Einfachkeit halber nehmen wir weiter an, es
gelte $\tilde\varphi(\xi)=f\otimes \zeta$ und
$\tilde \psi(\xi)=g\otimes \theta$ 
und $\tilde\alpha(\zeta)=
 h\otimes \eta$ und 
  $\tilde\beta(\zeta)=
 k\otimes \omega$ und schreiben mithin die an sich ben"otigten Summen
 nicht aus. Es folgt $(\alpha\circ \varphi)^\sim(\xi)=
 f(h\circ\varphi)\otimes \eta$ und $(\beta\circ \varphi)^\sim(\xi)=
 f(k\circ\varphi)\otimes \omega$.
 So finden wir  f"ur die Vertr"aglichkeit der Mul\-ti\-ver\-kn"up\-fung\label{muTrd}  mit  Ableitungen die Bedingung 
$$ \begin{array}{l}\xi\big(\tau (\kappa(a,b),l)\big)=\\[2mm]
\quad =f(h\circ\varphi)\big(\tau (\kappa( \eta a,b),l)\big)+ f(k\circ\varphi)\big(\tau (\kappa(  a,\omega b),l)\big)+
 g\big(\tau (\kappa(  a, b),\theta l)\big) 
 \end{array}$$
 Andererseits impliziert die Vertr"aglichkeit der einzelnen
 Trennungen mit Ableitungen 
 $\zeta\kappa(a,b)=h(\kappa(\eta a,b)) +k(\kappa( a,\omega b))$ und
 $$\begin{array}{lll}
   \xi\big(\tau (\kappa(a,b),l)\big)&=&f\big(\tau (\zeta\kappa(a,b),l)\big) +g\big(\tau (\kappa(a,b),\theta l)\big)\\[2mm]
  &=&f\big(\tau (h(\kappa(\eta a,b)) +k(\kappa( a,\omega b)),l)\big) +g\big(\tau (\kappa(a,b),\theta l)\big) 
 \end{array}
 $$
 und die $\mathcal O$-Multilinearit"at zeigt, da"s dann auch die Multiverkn"upfung
 unserer Trennungen vertr"aglich ist mit Ableitungen.
 Dieses pars-pro-toto m"oge ausreichen als Beweis daf"ur,
 da"s jede Multiverkn"upfung von Differentialmodultrennungen
 wieder eine Differentialmodultrennung ist. 
Es gilt als n"achstes, f"ur jede  
Trennung von glatten Variet"aten und beliebige Zielobjekte
einen stark kartesischen Lift zu konstruieren. 
Nach \eref{WKBK}{TSF}
reicht es, wenn wir f"ur Einstrennungen, Leertrennungen und
Diagonalzweitrennungen jeweils kartesische Lifts konstruieren und zus"atzlich
zeigen, da"s jede Multiverkn"upfung kartesischer Lifts wieder kartesisch ist. 
Den Fall der Einstrennungen haben wir bereits in \ref{rQKd} behandelt. 
Einen kartesischen Lift der von einer glatten Variet"at $X$
ausgehenden Leertrennung   ist die Strukturgarbe $\mathcal O_X$
   mit ihrer offensichtlichen Struktur als $\mathcal D_X$-Modul
   und dem globalen Schnitt $1\in\Gamma(\mathcal O_X)$, wie
   man unschwer pr"uft.
  Gegeben zwei Differentialmoduln $\mathcal M,\mathcal N$ auf einer
   glatten Variet"at $X$ pr"uft man  auch unschwer, da"s ihr
   Tensorprodukt aus \ref{TproD} mit den offensichtlichen zus"atzlichen Daten
   ein kartesischer Lift
   der Zweitrennung $(\op{id},\op{id}):X\ra X\curlywedge X$ ist.
   Allgemeiner pr"uft man leicht, da"s
   \glqq die Differentialmodultrennung in das
   Tensorprodukt der R"uckz"uge\grqq\  kartesisch ist, und da"s
   die Multiverkn"upfung kartesischer Differentialmodultrennungen
 wieder  kartesisch ist, folgt so aus dem bereits bekannten Fall von Funktionenmoduln.
 Die letzte Behauptung des Satzes folgt direkt aus den Konstruktionen. 
\end{proof}


 

\subsection{Direkte Bilder und internes Hom}
\begin{Theorem}[\textbf{Differentialmoduln als Trennfaserung mit Adjungierten}] 
  Die Differentialmoduln
bilden eine
Trennfaserung mit Adjungierten  im Sinne von \eref{TfAd}{TSF}  "uber der banalen Trennkategorie 
glatten Variet"aten.
Das interne Hom vertauscht mit dem R"uckzug auf eine offene Teilmenge
\nichtfinal{(\'etalem R"uckzug?)}  
und Basiswechsel in kartesischen Diagrammen mit R"uckzug l"angs einer
offenen  Einbettung \nichtfinal{(\'etalen Abbildung?)} ist
ein Isomorphismus.
\end{Theorem}
\begin{Theorem}[\textbf{Quasikoh"arente Differentialmoduln als Trennfaserung mit Adjungierten}] 
  Die 
quasikoh"arenten Differentialmoduln
bilden  eine
Trennfaserung mit Adjungierten  im Sinne von \eref{TfAd}{TSF}  "uber der banalen Trennkategorie 
glatten Variet"aten.
Beschr"anken wir uns auf separierte Variet"aten,
so vertauscht das interne Hom  mit offenem R"uckzug \nichtfinal{(\'etalem R"uckzug?)}  
und Basiswechsel in kartesischen Diagrammen mit R"uckzug l"angs einer
offenen  Einbettung \nichtfinal{(\'etalen Abbildung?)} ist
ein Isomorphismus.
\end{Theorem}
\begin{Bemerkungl}
  Man beachte, da"s unsere Adjungierten
  im quasikoh"arenten Fall im allgemeinen
  verschieden sind von den Adjungierten \glqq einfach so\grqq\ und da"s
  die direkten Bilder von Differentialmoduln im allgemeinen verschieden sind
  von den direkten Bildern von Funktionenmoduln. 
\end{Bemerkungl}

\begin{proof} Wir konstruieren im folgenden unsere Adjungierten
  im allgemeinen Fall in \ref{dBii} und \ref{iHoD} sowie im
  quasikoh"arenten Fall in \ref{adqkd}.
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Tensor-Hom-Adjunktion f"ur Modulgarben}]
  Sei $X$ ein topologischer Raum mit Ringgarben $\mathcal A, \mathcal B$  und   $\mathcal D\in \mathcal A\op{-Mod-}\mathcal B$ eine Bimodulgarbe.
  Gegeben ein $\mathcal A$-Modul $\mathcal M$ und ein $\mathcal B$-Modul $\mathcal N$ erhalten wir aus \eref{AbpSm}{TSF} nat"urliche Bijektionen
  $$\op{pAb}_{/X}(\mathcal D\otimes^{\op{p}}\mathcal N,\mathcal M)\sira\op{pAb}_{/X}(\mathcal D\curlyvee\mathcal N,\mathcal M) \sila \op{pAb}_{/X}(\mathcal N,\mathcal D{\Rrightarrow}\mathcal M)$$
Man pr"uft unschwer, da"s sie Bijektionen 
 $$\op{pAb}_{/(X,\mathcal A)}(\mathcal D\otimes^{\op{p}}_{\mathcal B}\mathcal N,\mathcal M)\sira\op{pAb}_{/(X,\mathcal A)}(\mathcal D\curlyvee_{\mathcal B}\mathcal N,\mathcal M) \sila \op{pAb}_{/(X,\mathcal B)}(\mathcal N,\mathcal D{\Rrightarrow}_{\!\mathcal A}\mathcal M)$$
induzieren mit den im folgenden erkl"arten Notationen.
Links meinen wir Homomorphismen von Pr"agarben von $\mathcal A$-Moduln,
in der Mitte $\mathcal B$-balancierte Verschmelzungen, die au"serdem
in der ersten Variable $\mathcal A$-linear sind, und rechts
Homomorphismen von Pr"agarben von $\mathcal B$-Moduln und
die Untergarbe\label{tHga} 
$\mathcal D{\Rrightarrow}_{\!\mathcal A}\mathcal M\subset \mathcal D{\Rrightarrow}\mathcal M$
der mit $\mathcal A$ vertr"aglichen Garbenhomomorphismen, also
$$(\mathcal D{\Rrightarrow}_{\!\mathcal A}\mathcal M)(U)\pdef \op{pAb}_{/(U,\mathcal A|_U)}(\mathcal D|_U,\mathcal M|_U)$$
mit ihrer offensichtlichen Struktur als $\mathcal B$-Modulgarbe. Garbifizierung
liefert dann ein adjungiertes Paar $(\mathcal D\otimes_{\mathcal B},D{\Rrightarrow}_{\!\mathcal A})$ von Funktoren zwischen den Kategorien
$\op{Mod}_{\mathcal B}$ und $\op{Mod}_{\mathcal A}$ der entsprechenden Modulgarben auf $X$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} 
  Sei $\varphi:X\ra Y$ ein Morphismus von glatten Variet"aten.
  Wir erinnern aus \ref{bdfj} den R"uckzug von Differentialmoduln
  $\varphi^*: \op{Dmod}_{/Y}\ra \op{Dmod}_{/X}$ gegeben durch
  $$\varphi^*\mathcal N= \mathcal D_{X\ra Y}\otimes_{\varphi^\dagger\mathcal D_Y}\varphi^\dagger\mathcal N$$
  f"ur den in diesem Zusammenhang definierten 
  $\mathcal D_X$-$\varphi^\dagger\mathcal D_Y$-Bimodul $\mathcal D_{X\ra Y}$.
  Mithilfe der Tensor-Hom-Adjunktion \ref{tHga} und \eref{bifgm}{KAG}
  finden wir unmittelbar
  einen Rechtsadjungierten $\varphi_*: \op{Dmod}_{/X}\ra \op{Dmod}_{/Y}$
  gegeben durch\label{dBii} 
  $$\varphi_*\mathcal M\pdef \varphi_\dagger (\mathcal D_{X\ra Y}{\Rrightarrow}_{\!\mathcal D_X}\mathcal M)$$
  Man beachte, da"s er im Gegensatz zu $\varphi^*$ keineswegs die
  Quasikoh"arenz erhalten mu"s.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Internes Hom von Differentialmoduln}] 
  Gegeben  $\cal{M}, \cal{N}$ Differentialmoduln 
  auf einer glatten $k$-Variet"at $X$ k"onnen wir $\cal{M} {\Rrightarrow}_{\cal{O}_{X}}
  \cal{N}$ zu einem Differentialmodul machen,
 indem wir $\xi \in \cal{T}_{X}$ operieren
  lassen durch\label{iHoD}  
$$\nabla_{\xi} h = \nabla_{\xi} h - h\nabla_{\xi}
 $$
  Eine ausgedehnte Rechnung zeigt in der Tat, da"s diese
  Vorschrift wohldefiniert ist und einen flachen Zusammenhang auf der
  Homomorphismengarbe  liefert, und nach \ref{dmzs} k"onnen wir diesen Zusammenhang  dann wieder als
  eine Differentialmodulstruktur verstehen. Man beachte, da"s internes Hom im Gegensatz zum Tensorieren keineswegs die
  Quasikoh"arenz erhalten mu"s.
\end{Bemerkungl}



\begin{Lemma}
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ besitzt der
  Einbettungsfunktor $\op{Dmodqk}_{/X}\hra \op{Dmod}_{/X}$ einen
  Rechtsadjungierten, den \emph{\bf Quasikoh"arentor}\index{Quasikoh"arentor!f"ur Differentialmoduln}\label{qkoD} 
  $$\op{qk}=\op{qk}_{\mathcal D}:\op{Dmod}_{/X}\hra \op{Dmodqk}_{/X}$$
  Er vertauscht mit dem R"uckzug von einer separierten glatten Variet"at auf eine offene Teilmenge derselben.
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Wir erinnern aus \eref{Qkoh}{KAG} den Quasikoh"arentor f"ur Funktionenmoduln.
  Es ist klar, da"s dieselbe Konstruktion auch einen Quasikoh"arentor f"ur
  Differentialmoduln liefert.  Das Vertauschen mit offenem R"uckzug folgt aus der entsprechenden Aussage \eref{rzqk}{KAG} f"ur Funktionenmoduln. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine glatte Variet"at $X$ erhalten wir
  im quasikoh"arenten Fall einen Rechtsadjungierten
 von
  $\otimes\mathcal M:\op{Dmodqk}_{/X}\ra \op{Dmodqk}_{/X}$ durch Nachschalten des Quasikoh"arentors \ref{qkoD} hinter das normale interne Hom   $$(\mathcal M{\Rrightarrow}^{\op{qk}})=\op{qk}_{\mathcal D}(\mathcal M{\Rrightarrow})$$
  Die Vertr"aglichkeit mit der Einschr"ankung auf eine offene Teilmenge
  im separierten Fall folgt aus der entsprechenden Aussage f"ur den Quasikoh"arentor.  
Gegeben $\varphi:X\ra Y$ ein Morphismus von glatten Variet"aten
  erhalten wir weiter  durch Nachschalten
  des Quasikoh"arentors  \ref{qkoD} hinter den normalen Vorschub  einen
  Rechtsadjungierten
  $$\varphi^{\op{qk}}_*\pdef \op{qk}_{\mathcal D}\circ \varphi_*$$ des R"uckzugs 
  $\varphi^*: \op{Dmodqk}_{/Y}\ra \op{Dmodqk}_{/X}$.\label{adqkd}
  Der behauptete Basiswechsel bei offenem R"uckzug in kartesischen Diagrammen
  separierter glatter Variet"aten folgt wie zuvor aus dem Vertauschen des Quasikoh"arentors mit offenem R"uckzug im Fall separierter Variet"aten.
  \end{Bemerkungl}






\subsection{Differentialoperatoren auf affinen Gruppen}
\begin{Bemerkungl}  Im folgenden ben"otigen wir eine 
Variante unserer \glqq vertwisteten Monoidringe\grqq\ aus \eref{VTGR}{NAS} f"ur
  \glqq infinitesimale Gruppenoperationen\grqq, als da hei"st, f"ur 
  Operationen von Liealgebren. Seien
  $k$ ein Kring, $A$ eine $k$-Ringalgebra, $\frak{g}$
eine $k$-Liealgebra  und $\sigma:\frak{g} \ra
\op{Der}_{k}A$ ein Liealgebrenhomomorphismus von
$\frak{g}$ in die Liealgebra der $k$-linearen Derivationen
von $A$. Wir sagen\label{ralie} dann auch, $(A,\mathfrak g,\sigma)$ sei eine
{\bf Ringalgebra mit Lieoperation}.\index{Lieoperation!auf Ringalgebra}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben "uber einem Kring $k$ eine
  \hyperref[ralie]{Ringalgebra mit Lieoperation} $(A,\mathfrak g,\sigma)$
  erkl"aren wir die Kategorie
$$A\op{-Mod}_k^{(\mathfrak g,\sigma)}$$
  der  {\bf $\mathfrak g$-"aquivarianten $A$-Moduln}\index{Modul!"aquivarianter!f"ur Lieoperation}
als die Kategorie 
aller Paare $(M,\tau)$, die bestehen aus einem $A$-Modul $M$
und einer $\mathfrak g$-Operation $\tau: \mathfrak g\ra \op{End}_k(M)$ auf dem
$k$-Modul $M$
mit der Eigenschaft, da"s die Multiplikation mit Skalaren eine
$\mathfrak g$-"aquivariante Abbildung
$A\times M\ra M$
ist. In Formeln fordern wir also, da"s gilt
$$X (am) = (X a) m + a (X m) \quad \forall X \in \frak{g}, a \in
A, m \in M$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schmelzkategorie der "aquivarianten Moduln}] 
    Gegeben eine 
  \hyperref[ralie]{Kringalgebra mit Lieoperation} $(A,\mathfrak g,\sigma)$
 "uber einem Kring $k$   erhalten wir  auf $A\op{-Mod}_k^{(\mathfrak g,\sigma)}$ die Struktur einer Schmelzkategorie,
indem wir Verschmelzungen erkl"aren als
$A$-multilineare Abbildungen $\varphi:M_1\times \ldots\times M_r\ra N$  mit
$$\varphi(Xm_1,m_2,\ldots,m_r)+\ldots + \varphi(m_1,m_2,\ldots,Xm_r)=
X\varphi(m_1,m_2,\ldots,m_r)$$
f"ur alle $X\in\mathfrak g$ und $m_i\in M_i$. Diese Schmelzkategorie
besitzt stark universelle Verschmelzungen und internes Hom, wie der mit der
entsprechenden Terminologie vertraute Leser wird unschwer zeigen k"onnen.
\end{Bemerkungl}



\begin{Lemma}[\textbf{Vertwistete Einh"ullende}]\index{vertwistet!Einh"ullende}
Seien $k$ ein Kring, $A$ eine $k$-Ring\-al\-ge\-bra, $\frak{g}$
eine Lie-Algebra "uber $k$ und $\frak{g} \ra
\op{Der}_{k}A$ ein Liealgebrenhomomorphismus von\label{VtE} 
$\frak{g}$ in die Liealgebra der $k$-linearen Derivationen
von $A$.
So gibt es auf dem $k$-Modul $A \otimes_{k}
{\op{U}}(\frak{g})$ genau eine Struktur als 
$k$-Ringalgebra derart, da"s gilt:
\begin{enumerate}
\item
  Die Abbildungen
  $A \ra A\otimes_{k}{\op{U}}(\frak{g})$, $a\mapsto a \otimes 1$ und
${\op{U}} (\frak{g}) \ra A \otimes_{k} {\op{U}}(\frak{g})$, $u\mapsto
1\otimes u$ sind beide Algebrenhomomorphismen;
\item
F"ur beliebige $a \in A$ und $X \in \frak{g}$ haben wir $$(1\otimes
X) (a \otimes 1) = a \otimes X + X (a) \otimes 1$$
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
  Ich schlage f"ur unsere vertwistete Einh"ullende die
  Notation $A \otimes_{k}^\sigma {\op{U}}(\frak{g})$ vor.
  Wir erhalten offensichtlich einen Isomorphismus von Kategorien
  $$(A \otimes_{k}^\sigma {\op{U}}(\frak{g}))\op{-Mod}\sira A\op{-Mod}_k^{(\mathfrak g,\sigma)}$$
  zwischen der Kategorie der Moduln "uber unserer vertwisteten Einh"ullenden und  der Kategorie der $\frak{g}$-"aquivarianten
  $A$-Moduln, indem wir die Operation der
  ver\-twisteten Einh"ullenden auf $A$ und $\mathfrak g$ einschr"anken. 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
Man kann das zum Beispiel einsehen, indem man die
Algebrenhomomorphismen
$$\begin{array}{lcll}
\varphi :& A & \ra & \op{End}_{k} (A\otimes_{k} {\op{U}}
(\frak{g}))\\
\psi : &{\op{U}} (\frak{g})& \ra &\op{End}_{k} (A \otimes_{k}
{\op{U}} (\frak{g}))
\end{array}$$
betrachtet, die induziert werden von der $A$-Operation auf dem
ersten Faktor beziehungsweise der Tensordarstellung von $\frak{g}$ auf $A
\otimes_{k} {\op{U}}(\frak{g})$ gegeben durch $X (a \otimes u) = X
(a) \otimes u + a \otimes X u \; \forall X \in \frak{g}$, $a
\in A$, $u\in {\op{U}} (\frak{g})$.
Sie liefern eine lineare injektive Abbildung
$$\begin{array}{ccc}
A \otimes_{k} {\op{U}} (\frak{g}) & \ra &\op{End}_{k} (A
\otimes_{k} {\op{U}}(\frak{g}))\\[2mm]
a \otimes u& \mapsto & \varphi (a) \circ \psi (u)
\end{array}$$
Jetzt mu"s man nur noch pr"ufen, da"s das Bild dieser
Injektion eine Unteralgebra ist und da"s die so auf $A
\otimes_{k} {\op{U}} (\frak{g})$ induzierte Algebrenstruktur unsere
Bedingungen erf"ullt. Das  sei dem Leser "uberlassen.
\end{proof}

\begin{Ubung}
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$ "uber einem
  algebraisch abgeschlossenen K"orper $k$ der Charakteristik erhalten wir
  einen Ringalgebrenisomorphismus
  $$\mathcal O(G)\otimes^\sigma_k{\op{U}}(\mathfrak g)\sira\mathcal D(G)$$
  durch die Realisierung $\mathfrak g\hra \mathcal D(G)$ als
  linksinvariante Vektorfelder mit $\sigma$ der Operation
  linksinvarianter Vektorfelder auf regul"aren Funktionen.
  Speziell erkennen wir so, da"s wir f"ur jeden Charakter
  $\chi:\mathfrak g\ra k$ unserer Liealgebra
  einen $\mathcal D(G)$-Modul\label{DMoG} $$\underline{G}_\chi\pdef
  \mathcal O(G)\otimes k_\chi$$
  konstruieren k"onnen, indem wir als $\mathfrak g$-Operation
  die Tensordarstellung nehmen und als $\mathcal O(G)$-Operation
  die Multiplikation auf dem ersten Tensorfaktor.
\end{Ubung}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$
  und ein Charakter
  $\chi:\mathfrak g\ra k$ ihrer Liealgebra erinnere ich aus \ref{DMoG} 
  den $\mathcal D(G)$-Modul $\underline{G}_\chi=
  \mathcal O(G)\otimes k_\chi$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$
  und $\chi\in (\mathfrak g^*)^G$  ist der durch
  die Komultiplikation im Gruppenring gegebene
  $\mathcal O$-Opkomorphismus "uber der Multiplikation von $G$ 
  sogar ein  $\mathcal D$-Opkomorphismus $$\underline{G}_\chi\boxtimes \underline{G}_\chi\ra
  \underline{G}_\chi$$
  und  macht unser Objekt zu einem Monoid der dualen Schmelzkategorie.
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
Wir nennen $\underline{G}_\chi$ das {\bf Monodromiemonoid zu $\chi$}.\index{Monodromiemonoid} Unter einem {\bf $G$-$\chi$-mo\-no\-dro\-men Differentialmodul $\mathcal F$} 
 verstehen wir dann einen Differentialmodul $\mathcal F$ zusammen 
 mit einer Operation $\underline{G}_\chi\boxtimes\mathcal F\ra \mathcal F$
 des Monodromiemonoids $\underline{G}_\chi$. Die Kategorie der
 $G$-$\chi$-mo\-no\-dro\-men Differentialmoduln auf einer glatten $G$-Variet"at
 $X$ notieren wir $$\op{Dmod}^\chi_{G{\ssearrow}X}$$
  \end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Sobald wir gezeigt haben, da"s  unser
  $\mathcal O$-Op\-ko\-mor\-phis\-mus ein
  $\mathcal D$-Op\-ko\-mor\-phis\-mus, ist der Rest klar.
  Nehmen wir uns also 
  $v,w\in\mathfrak g$ her.
  Linksinvariante Fortsetzung liefert bei $x,y\in G$
  die Tangentialvektoren $\grave v_x=\diff_1(x\cdot)v$ beziehungsweise
  $\grave w_y=\diff_1(y\cdot)w$.
  Unter dem Differential der Multiplikation geht
  $(\grave v_x, \grave w_y)\in {\op{T}}_{(x,y)}(G\times G)$ auf
  $$\diff_1(xy\cdot)((\op{Ad}y)^{-1}(v)+w)\in {\op{T}}_{xy}G$$
  Damit l"auft unsere Vertr"aglichkeitsbedingung auf
  die einigerma"sen banale
  Identit"at $\chi(v)+\chi(w)=\chi((\op{Ad}y)^{-1}(v)+w)$ hinaus.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Sei nun $G{\ssearrow}X$ eine glatte affine Variet"at mit der
  Operation einer affinen Gruppe und sei  $\chi\in (\mathfrak g^*)^G$
  ein $G$-invarianter Charakter. Gegeben ein $G$-$\chi$-monodromes Objekt
  $\mathcal F\in \op{Dmodqk}^\chi_{G{\ssearrow}X}$
  haben wir eine Bijektion
  $$\op{Modqk}_{\sslash a}(\underline{G}\boxtimes\mathcal F,\mathcal F)
  \sira \op{Mod}_{/a^\sharp}(\mathcal F,\mathcal O(G)\otimes\mathcal F)
  $$
  und unser erster Morphismus ist der Strukturmorphismus einer
  $G$-"aquivarianten $\mathcal O$-Modulgarbe genau dann, wenn
  unser rechter Morphismus im Sinne von \eref{RatD}{AAG}
  oder expliziter \eref{DRatj}{AAG}
  eine algebraische
  Darstellung von $G$ ist.
  Gegeben weiter $v\in\mathfrak g$ und $\acute v\in\mathcal T(G)$ das
  zugeh"orige rechtsinvariante Vektorfeld und irgendein Vektorfeld
  $\xi\in \mathcal T(X)$ betrachten wir das
  Vektorfeld $(\acute v,\xi)$ auf $G\times X$ und finden
  die Verwandtschaft $a:(\acute v,\xi)\leadsto v_X+\zeta$.


  

  
\nichtfinal{  NACHHER KOMMT RAUS
  $G$-Operation auf $\Gamma\mathcal F$, $\mathcal D(X)\times\Gamma\mathcal F
  \ra \Gamma\mathcal F$ ist $G$-"aquivariant, Differential von
  abgeleiteter $\mathfrak g$-Operation und von  $\mathfrak g$-Operation
  vie infinitesimale Automorphismen und $\mathcal D(X)$ stimmen bis auf $\chi$ "uberei.}
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$
  ist offensichtlich die Multiplikation
  $\mathcal O_G\otimes \mathcal O_G\ra \mathcal O_G$
  f"ur alle $\chi,\xi\in  (\mathfrak g^*)^G$
  ein Isomorphismus $\underline G_\chi\otimes  \underline G_\xi\sira
  \underline G_{\chi+\xi}$
  von Differentialmoduln auf $G$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Monodrome Differentialmoduln auf Produkten}]
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ und eine affine algebraische
  Gruppe $G$ und ein invarianter Vektor $\chi$ der koadjungierten
  Darstellung liefert das Boxprodukt mit $\underline{G}_{\chi}$ eine
  "Aquivalenz
  $$\op{Dmodqk}_{/X}\sirra  \op{Dmodqk}^\chi_{/G{\ssearrow}G\times X}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Im Fall $\chi=0$ folgt  das bereits aus unseren allgemeinen
  "Uberlegungen zu "aquivarianten Objekten in \eref{Qeag}{TSF}.
  Im allgemeinen folgt es durch das zus"atzliche Nachschalten von
  $(\underline{G}_\chi\boxtimes\underline{X})\otimes$.
\end{proof}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schmelzkategorie der "aquivarianten Modulgarben}]
  Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  und $X$ eine $k$-Variet"at und $\sigma:\frak{g} \ra
\op{Der}_{k} \cal{O}_{X}$ ein Homomorphismus von Liealgebren,
so erkl"aren wir in derselben Weise $\mathfrak g$-"aquivariante Garben von $\cal{O}_{X}$-Modulgarben und 
bilden  die Garbe von  $k$-Ring\-al\-ge\-bren $\cal{O}_{X} \otimes_{k}^\sigma {\op{U}}
(\frak{g})$ auf $X$ und konstruieren eine "Aquivalenz
zwischen der Schmelzkategorie ihrer Modulgarben und der Schmelzkategorie 
$\mathfrak g$-"aquivarianten $\cal{O}_{X}$-Mo\-dul\-gar\-ben. Beide
Schmelzkategorien haben offensichlich  stark universelle
Verschmelzungen und internes Hom. 
\end{Bemerkungl}






\subsection{Rechts- und Linksmoduln}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Geradenb"undel $\mathcal L$ auf einer glatten $k$-Variet"at $X$
  k"onnen wir die Garbe von $k$-Ringalgebren
  \begin{equation*}
    \op{Diff} (\mathcal L) \pdef
 \mathcal L \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal D_X \otimes_{\mathcal O_{X}}
    \mathcal L^{-1}
  \end{equation*}
  bilden zusammen mit 
dem offensichtlichen Homomorphismus 
$\mathcal O_X\hra \op{Diff} (\mathcal L) $ von Garben von $k$-Ringalgebren.
Diese Struktur ist lokal, 
aber nicht notwendig global isomorph zu $\mathcal O_X\hra \mathcal
  D_X$. Genauer liefert  jeder globale Schnitt ohne Nullstelle
$\omega\in\mathcal L(X)$ einen Isomorphismus 
$\op{can}_\omega: \mathcal
  D_X \sira \op{Diff} (\mathcal L) $, $P\mapsto \omega P \omega^{-1}$
 von $k$-Ringalgebren, der mit den jeweiligen Einbettungen von $\mathcal O_X$
vertr"aglich ist.
  Gegeben ein $\mathcal D_X$-Modul $\mathcal M$ l"a"st sich die Struktur 
von  $\mathcal L
  \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal M$ als $\mathcal O_X$-Modul 
offensichtlich zu einer Struktur als $\op{Diff} (\mathcal
  L)$-Modul fortsetzen.
Gegeben ein $\mathcal D_X$-Rechtsmodul $\mathcal M$ l"a"st sich 
"ahnlich die Struktur 
von  $\mathcal M
  \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal L^{-1}$ als $\mathcal O_X$-Modul 
offensichtlich zu einer Struktur als $\op{Diff} (\mathcal
  L)$-Rechtsmodul fortsetzen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}[\textbf{Rechtsoperation auf Volumenformen}]
Gegeben  eine glatte Variet"at $X$ kann
 die Struktur als $\mathcal O_X$-Modul auf dem B"undel 
$\Omega_X$ der Volumenformen mithilfe
der Lie-Ableitung zu einer Struktur als 
$\mathcal D_X$-Rechtsmodul erweitert werden durch die Vorschrift
\begin{equation*}
 \omega \xi \pdef - \mathcal L_\xi \omega
\end{equation*}
f"ur alle Schnitte $\omega \in \Omega_X,$ $ \xi \in \mathcal T_X$
mit demselben Definitionsbereich.
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Heuristisch mag man sich davon "uberzeugen, indem man bemerkt,  
da"s  in der Differentialgeometrie 
der Raum der glatten Volumenformen 
 mit 
kompaktem Tr"ager auf einer  orientierten Manngfaltigkeit
in nat"urlicher Weise
in den Dualraum des Raums der glatten Funktionen eingebettet 
werden kann.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Wir m"ussen die Relationen aus \ref{DERe} pr"ufen.
Die Erste ist  unproblematisch. 
F"ur die anderen erinnern wir aus der Differentialgeometrie 
\ref{LabD} die Leibnizregel $\mathcal L_\xi (f\omega)
=(\xi| f)\omega+f (\mathcal L_\xi \omega)$ sowie die Formel
 $\mathcal L_\xi 
= i_\xi \circ d + d \circ i_\xi$
f"ur die Lie-Ableitung von Differentialformen und speziell
$\mathcal L_\xi \omega
=   d \circ i_\xi\omega$ f"ur Volumenformen, die wir hier auch als
unsere Definition der Lie-Ableitung verstehen m"ogen. 
Ist  $f$ eine regul"are Funktion, so finden wir speziell
$\mathcal L_{f\xi}\omega=(\xi |f) \omega + f\mathcal L_{\xi}\omega$
"uber die Zwischenschritte\label{ReMoo} 
$$
\ldots=d(i_{f\xi}\omega)=d(fi_{\xi}\omega)
=
df\wedge i_{\xi}\omega + f\mathcal L_{\xi}\omega
=
(i_{\xi}df)\wedge \omega + f\mathcal L_{\xi}\omega
=
\ldots
$$
Unsere zweite Relation aus \ref{DERe} l"auft nun auf die Formel
$-\cal L_\xi(f\omega)=-\cal L_{f\xi}\omega$ hinaus, die unmittelbar
aus der Leibniz-Regel und der vorhergehenden Rechnung folgt.
Unsere dritte Relation l"auft auf die Formel
$f(-\cal L_\xi\omega)=-\cal L_{f\xi}\omega + (\xi|f)\omega$ hinaus
und folgt ebenso aus unserer obigen Identit"at. 
Die letzte Relation schlie"slich 
folgt aus der allgemeinen Eigenschaft $\mathcal L_\xi \mathcal L_{\zeta} -
\mathcal L_{\zeta} \mathcal L_\xi = \mathcal L_{[\xi, \zeta]}$ der
Lie-Ableitung.
\end{proof}


  

\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Ubergang von Linksmoduln zu Rechtsmoduln}] 
  In lokalen Pseudokoordinaten sehen wir leicht, da"s unsere Vorschrift
 die Garbe  $\Omega_X$ der Volumenformen nicht nur
 zu einem $\mathcal D_X$-Rechtsmodul macht, sondern da"s beide
  Einbettungen der folgenden Ringe in die Endomorphismengarbe 
${\op{End}}_{\mathbb C} \Omega_X$
sogar einen Isomorphismus\label{ReLiW} 
  \begin{equation*}
    \mathcal D^{\op{opp}}_X \sira  \Omega_X \otimes_{\mathcal O_{X}}
    \mathcal D_X \otimes_{\mathcal O_{X}} \Omega^{-1}_X
  \end{equation*}
  von Garben von Ringen induzieren.  Damit ist klar, wie das Tensorieren mit
  dem B"undel der Volumenformen eine "Aquivalenz von Kategorien
  $$
    \begin{array}{ccc}
    \mathcal D_X \op{-Mod} & \sira  & \mathcal D^{\op{opp}}_{X} \op{-Mod}\\
    \mathcal M & \mapsto & \Omega_X \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal M
  \end{array}
$$
  liefert.  Alternativ mag man den 
$\mathcal D_X^{\op{opp}}$-$ \mathcal D_X$-Bimodul
$\Omega_X \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal
  D_X$  bilden, bei dem die $\mathcal D_X^{\op{opp}}$-Wirkung wieder
von obigem Isomorphismus herr"uhrt, nicht etwa von der Wirkung auf
$\Omega_X$, das ja keineswegs
ein $\mathcal D_X^{\op{opp}}$-$\mathcal O_X$-Bimodul ist, und die
  "Aquivalenz als das Tensorieren mit diesem Bimodul auffassen.  Umgekehrt ist
  $ \mathcal D_X\otimes_{\mathcal O_{X}}\Omega^{-1}_X $ ein
  $\mathcal D_X $- $\mathcal D_X^{\op{opp}}$-Bimodul und die inverse "Aquivalenz
  ist das Tensorieren mit diesem Bimodul.
\end{Bemerkungl}



  \begin{Bemerkungl}
    Besitzt speziell $\Omega_X$ einen globalen Schnitt $\omega$ ohne
    Nullstelle, so liefert dieser einen Isomorphismus $\op{can}_\omega :
    \mathcal D^{\op{opp}}_X \sira  \mathcal D_X$,
    charakterisiert auf Vektorfeldern durch $\xi \mapsto \zeta + g$ mit $\xi^\circ (f
    \omega) = \omega (\zeta + g) \omega^{-1} f \omega=
 ((\zeta|f) + g f )\omega$ f"ur alle $f \in
    \mathcal O_X$.  Die linke Seite wird unter unseren Definitionen zu
    \begin{equation*}
      \xi^\circ (f \omega) = - \mathcal L_\xi (f \omega) = - (\xi | f) \omega - f \mathcal L_\xi
      \omega = - (\xi | f) \omega - f d i_\xi \omega
    \end{equation*}
Wir sollten folglich $\zeta=-\xi$ w"ahlen und $g=g_\xi$  
erkl"aren durch $-d i_\xi \omega=g\omega$. 
Die Isomorphismen $\mathcal M
    \sira  \Omega_X \otimes_{\mathcal O_{X}} \mathcal
    M$, $m \mapsto \omega \otimes m$ bilden dann 
eine Isotransformation zwischen den
    beiden Funktoren $\mathcal D_X \op{-Mod} \rightarrow \mathcal
    D^{\op{opp}}_X\op{-Mod}$, die 
    einmal durch das Restringieren der Skalare mit $\op{can}_\omega$ und einmal
    durch $\Omega_X \otimes_{\mathcal O_{X}}$ gegeben werden.
  \end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
 F"ur $X = \mathbb C^n$ k"onnen wir $\omega = \diff{x}_1 \wedge \ldots \wedge \diff{x}_n$ nehmen.
F"ur $\xi = \partial_i$ ergibt sich dann $\partial_i^\circ (f \omega) 
= - (\partial_i | f) \omega$
und der zugeh"orige Isomorphismus $\op{can}_\omega:A_n^{\op{opp}} \sira 
A_n$ auf dem Niveau der Weylalgebren 
wird schlicht gegeben durch
$x^\circ_i \mapsto x_i ,$ $\partial^\circ_i \mapsto - \partial_i$.
Analoges gilt auch allgemeiner bei der Rechnung in lokalen Pseudokoordinaten.
\end{Beispiel}


\subsection{Vorschub unter affinen Immersionen}

\begin{Bemerkungl}
 In diesem Abschnitt erkl"are ich direkte Bilder f"ur lokal abgeschlossene
  Immersionen von glatten affinen Variet"aten. Diese Konstruktion
 ist sehr viel einfacher 
als  die Konstruktion direkter Bilder f"ur allgemeine Morphismen allgemeiner
glatter Variet"aten, zu deren Verst"andnis der Leser
gut mit der Begriffswelt
der derivierten Kategorien vertraut sein mu"s. 
Andererseits hat die Konstruktion auch in dieser
stark eingeschr"ankten Allgemeinheit bereits interessante Anwendungen,
wie in \ref{??} und \ref{??} ausgef"uhrt werden soll.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
   Sei $i : X \rightarrow Y$ 
  eine lokal abgeschlossene
  Einbettung von glatten affinen Variet"aten.  Wir gehen aus vom 
$\mathcal D (X)$-$\mathcal D (Y)$-Bimodul
  \begin{equation*}
    D_{X\rightarrow Y} \pdef \mathcal O (X) \otimes_{\mathcal O (Y)} \mathcal D (Y) 
  \end{equation*}
Wir erhalten ihn mit \ref{ibD} als inverses Bild des
$\mathcal D (Y)$-Moduls $\mathcal D(Y)$. 
Er ist zyklisch als  $\mathcal D(Y)$-Rechtsmodul mit Erzeuger
$1\otimes 1$.
Indem wir unsere Rechts-Links-Wandler \ref{ReLiW} darantensorieren,
  erhalten wir daraus einen $\mathcal D (Y)$-$\mathcal D (X)$-Bimodul
  \begin{equation*}
    D_{Y \leftarrow X} \pdef \Omega(X)\otimes_{\mathcal O(X)}D_{X\rightarrow Y}\otimes_{\mathcal O(Y)}\Omega(Y)^{-1}
  \end{equation*}
  Das {\bf direkte Bild} von $ M \in \mathcal D (X)\op{-Mod}$ wird dann
  erkl"art als der $\mathcal D (Y)$-Modul 
  \begin{equation*}
    i_+  M := D_{Y\leftarrow X} \otimes_{\mathcal D (X)}  M
  \end{equation*}
\end{Definition}

% \begin{Beispiel}
%  Betrachen wir als Einbettung $X\ra X$ das 
% \glqq Anh"angen von $r$ Nullen\grqq\  
% $i : \DC^n \hookrightarrow \DC^{n+r}$, so ergibt
% die Links- und Rechtsoperation von Differentialoperatoren 
% auf $1\otimes 1\in D_{X \rightarrow X}$ einen 
% Vektorraum-Isomorphismus
% \begin{equation*}
%  A_n \otimes_{\mathbb C} \mathbb C [\partial_{n+1}, \ldots, \partial_{n+r}] \sira 
% D_{X \rightarrow X}
% \end{equation*}
% Umgekehrt erhalten wir in derselben Weise 
% durch Rechts- und Linksoperation von Differentialoperatoren
% auf $\omega_X\otimes 1\otimes 1\otimes\omega_X$ 
% f"ur globale Volumenformen ohne Nullstellen $\omega_X,$ $\omega_X$
% auch einen Vektorraum-Isomorphismus
% \begin{equation*}
%  \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} A_n \sira 
% D_{X \leftarrow X}
% \end{equation*}
% und folglich liefern Wahlen von $\omega_X$ und $\omega_X$ 
% einen funktoriellen
% Isomorphismus
% \begin{equation*}
%  \mathbb C [\partial_{n+1}, \ldots, \partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} M \sira 
% i_+ M
% \end{equation*}
% f"ur jeden $A_n$-Modul $M$. In diesem Fall kann man nat"urlich schlicht mit
% $\omega_X=\diff{y}_1 \wedge \ldots \wedge \diff{y}_n$ und mit 
% $\omega_X=\diff{x}_1 \wedge \ldots \wedge \diff{x}_{n+r}$ arbeiten.
% \end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Direkte Bilder in Koordinaten}] 
  Ist  $i : X \hookrightarrow Y$ eine abgeschlossene Einbettung
  glatter affiner Variet"aten und gibt es  
\hyperref[PsKo]{Pseudokoordinaten} $x_1, \ldots, x_{n+r}$ auf $Y$
  mit $X = \{ x_{n+1} = \ldots = x_{n+r} = 0\}$, was lokal stets der Fall sein
  wird, so liefert
die Links- und Rechtsoperation von Differentialoperatoren 
auf $1\otimes 1\in D_{X \rightarrow Y}$ einen 
Vektorraumisomorphismus\label{dbKO} 
\begin{equation*}
 \mathcal D(X)
 \otimes_{\mathbb C} \mathbb C [\partial_{n+1}, \ldots, \partial_{n+r}] 
\sira 
D_{X \rightarrow Y}
\end{equation*}
Unser $D_{X \rightarrow Y}$ ist dann also 
nicht nur zyklisch als  $\mathcal D(Y)$-Rechtsmodul mit Erzeuger
$1\otimes 1$, sondern auch frei als $\mathcal D(X)$-Modul, und
unser $\mathcal D(Y)$-Erzeuger $1\otimes 1$ kann zu einer Basis "uber $\mathcal D(X)$ erg"anzt werden.
Umgekehrt erhalten wir in derselben Weise 
durch Rechts- und Linksoperation von Differentialoperatoren
auf $\omega_X\otimes 1\otimes 1\otimes\omega_Y^{-1}$ 
f"ur globale Volumenformen ohne Nullstellen $\omega_X,$ $\omega_Y$
auch einen Vektorraumisomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} 
\mathcal D(X) \sira 
D_{Y \leftarrow X}
\end{equation*}
und "ahnlich wie bei der
  Definition von $D_{X \rightarrow Y}$ auch einen 
Vektorraum-Isomor\-phis\-mus $\mathcal D(Y)
  \otimes_{\mathcal O(Y)} \mathcal O(X) \sira  D_{Y
    \leftarrow X}$.
Wir  k"onnen sogar schlicht mit
$\omega_X=\diff{y}_1 \wedge \ldots \wedge \diff{y}_n$ und mit 
$\omega_Y=\diff{x}_1 \wedge \ldots \wedge \diff{x}_{n+r}$ arbeiten.
In jedem Fall liefern Wahlen von $\omega_X$ und $\omega_Y$ 
einen funktoriellen
Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial_{n+1}, \ldots, \partial_{n+r}] 
\otimes_{\mathbb C} M \sira 
i_+ M
\end{equation*}
f"ur jeden $\mathcal D(X)$-Modul $M$.
\end{Beispiel}



  \begin{Beispiel}[\textbf{Direktes Bild unter offener Einbettung}] 
 Ist  $i : X \hra Y$ eine offene
  Einbettung, so kann $i_+ M $ in nat"urlicher Weise
identifiziert werden mit
 $M$ selber, versehen mit einer von
  $\mathcal O (X)$ zu $\mathcal O (Y)$ eingeschr"ankten Operation von
  Funktionen und einer entsprechend eingeschr"ankten Operation 
von
  Differentialoperatoren.
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verkn"upfung direkter Bildfunktoren}] 
  Sei $\varphi:X\ra Y$ ein Morphismus von glatten affinen Variet"aten.
Das in \ref{ibD} erkl"arte Zur"uckholen 
von $\mathcal D(Y)$-Moduln zu $\mathcal D(X)$-Moduln ist nach
\ref{RAT} ein
rechtsexakter Funktor. Das zeigt, da"s die offensichtliche Abbildung
f"ur jeden $\mathcal D(Y)$-Modul $M$
einen Isomorphismus von $\mathcal D(X)$-Moduln 
$$D_{X\ra Y}\otimes_{\mathcal D(Y)}M
\sira \mathcal O(X)\otimes_{\mathcal O(Y)}M$$
induziert. Mit \ref{TRIB} liefert uns diese Erkenntnis f"ur
jeden weiteren
 Morphismus von glatten affinen Variet"aten $\psi: Y\ra Z$ 
einen nat"urlichen Isomorphismus 
$$D_{X\ra Y}\otimes_{\mathcal D(Y)}D_{Y\ra Z}\sira D_{X\ra Z}$$
und f"ur jede Sequenz von drei Morphismen kommutiert das
vom Leser an dieser Stelle zu erratende Quadrat. 
Die analogen Aussagen folgen erst f"ur die andersherum bepfeilten 
Bimoduln und dann f"ur unsere direkten Bilder unter lokal abgeschlossenen
Einbettungen glatter affiner Variet"aten.
\end{Bemerkungl}
\subsection{Differentialmoduln mit vorgegebenem Tr"ager}
\begin{Satz}[\textbf{Einbettungssatz von Kashiwara}]
 Gegeben eine abgeschlossene Einbettung  
von glatten affinen
Variet"aten $i : Y \hookrightarrow X$ 
liefert das direkte Bild $i_+$ eine "Aquivalenz von Kategorien
\label{KaEE}\begin{equation*}
 i_+ : \mathcal D (Y) \op{-Mod} \sirra \mathcal D (X) \op{-Mod}_Y
\end{equation*}
von $\mathcal D (Y) \op{-Mod}$ mit der vollen Unterkategorie derjenigen  
$\mathcal D (X)$-Moduln, bei denen jedes Element von einer
Potenz des Verschwindungsideals 
$\mathcal I_X (Y) \subset \mathcal O (X)$ von $Y$ annulliert
wird.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
 Geometrisch gesagt besteht $\mathcal D (X) \op{-Mod}_Y$ 
aus allen Differentialmoduln
auf $X$, die als Garben abelscher Gruppen Tr"ager in $Y$ haben.
Wir zeigen den Satz zun"achst f"ur die Einbettung des Ursprungs nach $\DC$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}
 Gegeben ein Modul $N$ "uber der Weylalgebra $A_1 = 
\mathbb C \lfloor x,\partial\rfloor$, auf dem $x$\label{KMW} 
lokal nilpotent operiert, liefert die Multiplikation einen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial] \otimes_{\mathbb C} (\op{ker} x) 
\sira  N
\end{equation*}
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Das erledigt den Fall der Einbettung 
des Ursprungs nach $\DC$ beim
Einbettungssatz von Kashiwara. 
Mir f"allt es aus rein psychologischen 
 Gr"unden leichter,
 die folgende
 "aquivalente Aussage zu zeigen:
 Gegeben ein Modul $M$ "uber der Weylalgebra $A_1 = 
\mathbb C \lfloor x,\partial\rfloor$, auf dem $\partial$
lokal nilpotent operiert, liefert die Multiplikation einen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mu:\mathbb C [x] \otimes_{\mathbb C} (\op{ker} \partial) 
\sira  M
\end{equation*}
Man pr"uft leicht, da"s diese Abbildung ein Homomorphismus von $A_1$-Moduln ist,
f"ur die von der Operation auf $\DC[x]$ herkommende $A_1$-Modulstruktur links.
Um die Injektivit"at zu zeigen, argumentieren wir durch
Widerspruch und 
w"ahlen andernfalls $k\pdef \sum^n_{i=0} x^i \otimes k_i\in\op{ker}\mu$ 
von Null verschieden mit $n$ kleinstm"oglich und insbesondere $k_n\neq 0$. 
W"are $n> 0$, so k"onnten wir $\partial$ anwenden
und $\sum^n_{i=1} i x^{i-1} \otimes k_i$ l"age auch in $\op{ker}\mu$
 im Widerspruch zu unseren Annahmen.
Wir haben also $n =0$ und dann notwendig $k=k_0=0$ und das zeigt 
die Injektivit"at.
Um die Surjektivit"at zu zeigen, betrachen wir f"ur jedes $a\in\DN$ 
den
$A_1$-Modul $\mathbb C [x]^{\oplus a}$. Der Vektor 
$(1, x, \ldots, x^{a-1})$ ist ein Erzeuger dieses $A_1$-Moduls,
denn in seinem Erzeugnis liegt f"ur jede Stelle
 ein Vektor der Gestalt $(0, \ldots, 0, 1, \ast, \ldots,
\ast)$.
Da nun $\partial^a$ unseren Vektor annulliert, 
erhalten wir eine Surjektion
\begin{equation*}
 A_1 / A_1 \partial^a \twoheadrightarrow \mathbb C [x]^{\oplus a}
\end{equation*}
von $A_1$-Moduln. Da beide Seiten freie 
$\mathbb C [x]$-Moduln vom selben Rang sind,
ist unsere Surjektion sogar eine Bijektion.
Mithin wird f"ur jedes $a\in\DN$
der $A_1$-Modul $A_1 / A_1 \partial^a$ 
als $\mathbb C [x]$-Modul erzeugt
von seinen von $\partial$ annullierten Vektoren. 
Das zeigt die Surjektivit"at und das Lemma.
\end{proof}


\begin{Lemma}\label{KMWm}
 Gegeben ein Modul $N$ "uber der Weylalgebra $A_n = 
\mathbb C \lfloor x_i,\partial_i\rfloor$, auf dem alle $x_i$
lokal nilpotent operieren, liefert die Multiplikation einen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial_1,\ldots,\partial_n ] \otimes_{\mathbb C} 
(\op{ker} x_1\cap\ldots\cap \op{ker} x_n)
\sira  N
\end{equation*}
\end{Lemma}

\begin{proof}  Das ist schon der Fall der Einbettung 
des Ursprungs nach $\DC^n$ beim
Einbettungssatz von Kashiwara. 
Das vorhergehende Lemma \ref{KMW} zeigt, da"s 
  die Multiplikation einen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial_n] \otimes_{\mathbb C} 
(\op{ker} x_n)
\sira  N
\end{equation*}
liefert. Jetzt ist jedoch $(\op{ker} x_n)$ ein 
$A_{n-1}$-Modul, auf dem alle verbleibenden $x_i$
lokal nilpotent operieren. Das Lemma folgt mit vollst"andiger Induktion. 
\end{proof}


\begin{proof}[Beweis des Einbettungssatzes \ref{KaEE}]
%  Wir zeigen allgemeiner, da"s $i_+$ sogar 
% f"ur beliebiges $Z \As Y$ eine "Aquivalenz
% \begin{equation*}
%  i_+ : \mathcal D (Y)\op{-Mod}_Z \sira  
% \mathcal D (X)\op{-Mod}_Z
% \end{equation*}
% liefert.
% Zun"achst einmal gilt es zu zeigen, da"s $i_+ : \mathcal D (Y) 
% \op{-Mod}_Z \rightarrow \mathcal D (X)
% \op{-Mod}$ tats"achlich in $\mathcal D (X) \op{-Mod}_Z$ landet.
Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit d"urfen wir annehmen, da"s 
es  Pseudokoordinaten $x_1, \ldots,
x_{n+r} \in \mathcal O (X)$ gibt mit $Y = \{ x_{n+1} = 
\ldots = x_{n+r} = 0\}$.
Dann  liefert unsere Beschreibung
\ref{dbKO} des direkten Bildes einen Isomorphismus
$
 \mathbb C [\partial_{n+1}, \ldots, \partial_{n+r}] 
\otimes_{\mathbb C} M \sira 
i_{+} M
$. 
F"ur jedes Element des Verschwindungsideals
$f \in \mathcal I (Y)$ 
und beliebiges $m\in M$ 
gilt $f^{r} (P (\partial) \otimes m)=0$ f"ur
$r > \op{grad} P$. Damit liefert  $i_{+}$ in der Tat einen Funktor
\begin{equation*}
 i_+ : \mathcal D (Y) \op{-Mod} \rightarrow \mathcal D (X) \op{-Mod}_Y
\end{equation*}
Der Funktor $i_+ = D_{X \leftarrow Y} \otimes_{\mathcal D (Y)}$
hat nach \ref{BMA} den Rechtsadjungierten
$$
  \begin{array}{cccl}
 i^+ : &\mathcal D (X) \op{-Mod} & \rightarrow & \mathcal D (Y) \op{-Mod}\\
&N & \mapsto& \op{Hom}_{\mathcal D (X)} (D_{X \leftarrow Y} , N)
\end{array}
$$
Wenn wir zeigen k"onnen, da"s f"ur alle $M \in \mathcal D (Y)\op{-Mod}$ 
die Adjunktion einen
Isomorphismus $M \sira  i^+ i_+ M$ liefert, 
so ist unser Funktor schon
mal volltreu.
K"onnen wir zus"atzlich zeigen, da"s f"ur alle 
$N \in \mathcal D (X)\op{-Mod}_Y$ die Adjunktion
einen Isomorphismus $i_+ i^+ N \sira  N$ 
liefert, so ist unser Satz
bewiesen.
Wir erinnern dazu
unsere Isomorphismen
$
 \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} 
\mathcal D(Y) \sira 
D_{X \leftarrow Y}
$ und 
 $i_+ M = \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}]\otimes_{\mathbb C}
M$  aus \ref{dbKO}. 
Die kanonische Abbildung
\begin{equation*}
 M \rightarrow \op{Hom}_{\mathcal D (X)} (D_{X \leftarrow Y}, 
D_{X \leftarrow Y} \otimes_{\mathcal D (Y)}
M)
\end{equation*}
ist offensichtlich injektiv, denn $D_{X \leftarrow Y}$ ist als
$\mathcal D (X)$-Modul erzeugt von einem Element $c$,
das zu einer Basis als 
$\mathcal D (Y)$-Rechtsmodul erg"anzt werden kann.
Unter den Abbildungen zu $m\in M$ geht dieser Erzeuger dann auf die
paarweise verschiedenen Vektoren $c\otimes m$.
% Wir erinnern dazu
% unsere Isomorphismen
% \begin{equation*}
%  \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} 
% \mathcal D(Y) \sira 
% D_{X \leftarrow Y}
% \end{equation*}
%  $i_+ M = \mathbb C [\partial_{n+1} , \ldots , \partial_{n+r}]\otimes_{\mathbb C}
% M$  aus \ref{dbKO} 
% und der Teilraum der von $Y_0$ annullierten Elemente 
% ist genau $\mathbb C \otimes_{\mathbb C} M$.
Sie mu"s aber auch surjektiv sein, da die auf den von 
$x_{n+1},\ldots,x_{n+r}$ 
annullierten Vektoren induzierte Abbildung
ein Homomorphismus von $\mathcal D (Y)$-Moduln 
$\mathbb C \otimes_{\mathbb C} \mathcal D (Y) \rightarrow
\mathbb C \otimes_{\mathbb C} M$ ist, der nat"urlich 
durch das Produkt mit einem $m \in M$ entstehen mu"s.
Zusammen folgt $M \sira  i^+ i_+ M$.
Nun gehen wir umgekehrt von $N \in \mathcal D (X)\op{-Mod}$ aus 
und betrachten die kanonische
Abbildung $i_+ i^+ N \rightarrow N$.
Unser durch die Rechts- und Linksoperation auf einem 
geeigneten Element $c \in D_{X \leftarrow Y}$
gegebener Isomorphismus $\mathcal D (X) \otimes_{\mathcal O (X)} 
\mathcal O (Y) \sira 
D_{X \leftarrow Y}$ aus \ref{dbKO} liefert einen Isomorphismen
\begin{equation*}
 i^+ N \;\sira  \; 
\op{Hom}_{\mathcal D (X)} (\mathcal D (X) \otimes_{\mathcal O (X)}
\mathcal O (Y), N) \;\sira  \;
\op{Hom}_{\mathcal O (X)} (\mathcal O (Y), N)
\end{equation*}
"Ubersetzt in Koordinaten k"onnen wir so $i^+ N$ 
identifizieren mit dem Schnitt der Kerne der 
$ x_{n+k}$.
Unsere Aufgabe ist zu zeigen, da"s f"ur 
jeden $\mathcal D (X)$-Modul $N$, in dem jedes Element
von einer Potenz aller $x_{n+k}$ annulliert wird, die 
Multiplikation einen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb C [\partial_{n+1} ,\ldots,\partial_{n+r}] \otimes_{\mathbb C} 
\op{ker} (\op{ker} x_{n+1} \cap\ldots\cap \op{ker} x_{n+r}) \sira 
N
\end{equation*}
induziert.
In dieser Form gilt die Aussage sogar f"ur beliebige 
Moduln $N$ "uber der Weylalgebra 
und wurde bereits als separates 
Lemma \ref{KMWm} bewiesen.
\end{proof}





\subsection{Involutivit"at der charakteristischen Variet"at}
\begin{Definition}
 Sei $K$ ein Kring.
Eine \defind{Poisson-Algebra "uber $K$} ist ein $K$-Modul $A$ mit einer Struktur
$(a, b) \mapsto ab$ als $K$-Kringalgebra und einer Struktur $(a,b) \mapsto \{a,b\}$ als
$K$-Liealgebra derart, da"s $\{a, \;\}$ stets eine Derivation in Bezug auf die Ringstruktur
ist, da"s  also f"ur alle $a,b, c \in A$ gilt
\begin{equation*}
 \{a, bc\} = \{a,b\} c + b \{a,c\}
\end{equation*}
Eine Poisson-Algebra "uber $\mathbb Z$ nennen wir einen
\defind{Poisson-Ring}.
\end{Definition}

\begin{Beispiel}
 Betrachten wir $\mathbb R^{2n}$ mit den Koordinaten $q_1, \ldots , q_n, p_1, \ldots , p_n$, so wird
$A = \mathcal C^{\infty} (\mathbb R^{2n},{\mathbb R})$ eine Poissonalgebra mit der punktweisen Multiplikation
und der Poissonklammer
\begin{equation*}
 \{f, g\} := \sum^n_{i =1} \frac{\partial f}{\partial q_i} \frac{\partial g}{\partial p_i} - \frac{\partial f}{\partial p_i}
\frac{\partial g}{\partial q_i}
\end{equation*}
Betrachten wir allgemeiner eine symplektische Mannigfaltigkeit $(M, \omega)$, so wird $\mathcal C^\infty (M,\DR)$
eine Poissonalgebra mit der Poissonklammer
\begin{equation*}
 \{f, g\} \pdef \tilde \omega (df, dg)
\end{equation*}
f"ur $\tilde \omega : {\op{T}}^\ast M \times_M {\op{T}}^\ast M \rightarrow \mathbb R \times M$
die Abbildung, die aus 
$
 \omega : {\op{T}} M \times_M {\op{T}} M \rightarrow \mathbb R \times M
$
entsteht, indem man die Identifikation $\op{can}^2_\omega : {\op{T}} M \sira 
{\op{T}}^\ast M$ verwendet.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Ring $K$ verwenden wir im
folgenden die allgemeine Konvention, nach der 
 $K[\epsilon] \pdef K [{}^\prime \epsilon] / \langle
  \epsilon^2 \rangle$ den Ring der dualen Zahlen "uber $K$ bezeichnet.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}\label{PKe}
    Seien $K$ ein K"orper 
 und $A$ eine Ringalgebra "uber dem Ring
    $K[\epsilon]$ der dualen Zahlen.  Ist $A$ frei als Modul "uber
    $K[\epsilon]$ und ist $A/\epsilon A$ kommutativ, so gibt es auf
    $A/\epsilon A$ genau eine Struktur als Poissonalgebra derart, da"s gilt
    \begin{equation*}
      \epsilon \{\bar a, \bar b\} = a b - b a \quad \forall a, b \in A
    \end{equation*}
    mit der Notation $\epsilon$ f"ur den von der Multiplikation mit $\epsilon$
    induzierten Isomorphismus $ A/\epsilon A \sira \epsilon A$.
 \end{Bemerkungl}
 

\begin{Satz}[\textbf{Involutivit"at von Tr"agern}] 
 Seien $K$ ein K"orper der  Charakteristik Null, 
$A$ eine ringendliche Ringalgebra "uber dem Ring\label{InvT} 
$K[\epsilon]$ der dualen Zahlen und $M$ ein endlich erzeugter $A$-Modul.
Sind $A$ und $M$ frei als $K[\epsilon]$-Moduln und ist $A/\epsilon A$ kommutativ, so ist das
Radikal $\sqrt{\op{Ann}_{A/\epsilon A} (M/\epsilon M)}$ abgeschlossen unter der Poissonklammer
auf $A/\epsilon A$ aus \ref{PKe}.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Das hier gegebene 
Argument habe ich in einem Buchentwurf von Victor Ginzburg
  kennengelernt,
der es Friedrich Knop zuschreibt. Die Aussage selber wurde 
meines Wissens zuerst von
Ofer Gabber bewiesen. 
\end{Bemerkungl}


\begin{proof}
 Wir setzen $A/\epsilon A \defp \bar A$ und $M / \epsilon M \defp \bar M$.
Nach \eref{FiSP}{KAG} besitzt $\bar M$ eine endliche Filtrierung
\begin{equation*}
 0 =\bar M^{  0} \subset \ldots \subset \bar M^{  n} = \bar M
\end{equation*}
durch $\bar A$-Untermoduln mit $\bar M^{  i} / \bar M^{  i-1} \cong \bar A/\mathfrak p_i$ f"ur Primideale
$\mathfrak p_1, \ldots , \mathfrak p_n \subset\bar A$.
Dann haben wir nat"urlich $\sqrt{\op{Ann}_{\bar A} \bar M} = \mathfrak p_1 \cap \ldots \cap \mathfrak p_n$.
Es reicht also, f"ur alle Primideale $\mathfrak p \in \{ \mathfrak p_1, \ldots , \mathfrak p_n\}$, die unter der Teilordnung
dieser Menge nach Inklusion minimal sind, die Stabilit"at $\{\mathfrak p, \mathfrak p\} \subset \mathfrak p$ unter der Poissonklammer
 zeigen.
Wir finden sicher ein Element $\bar x \in \bar A \backslash \mathfrak p$ mit
$\bar x \in \mathfrak p_i$
falls $\mathfrak p_i \neq \mathfrak p$, und k"onnen sein Bild
$\bar{\bar x}\in\bar A/\mathfrak p$ zu einer maximalen "uber $K$ algebraisch unabh"angigen
Familie $\bar{\bar x} = \bar{\bar x}_1, \bar{\bar x}_2, \ldots , \bar{\bar x}_r$ in $\bar A / \mathfrak p$
erg"anzen.
Seien $\bar x_1, \ldots , \bar x_r \in \bar A$ Urbilder der $\bar{\bar x}_i$
und $R = K[ \bar x_1, \ldots, \bar x_r]$
die von ihnen in $\bar A$ erzeugte $K$-Unterringalgebra.
Aufgrund der Wahl von $\bar x$ liefert Lokalisierung 
 $(\bar A / \mathfrak p_i)_{\bar x} = 0$ f"ur $\mathfrak p_i \neq \mathfrak p$.
Andererseits ist $\op{Quot} (\bar A/\mathfrak p) / \op{Quot}( R)$ eine endliche K"orpererweiterung.
Folglich finden wir $\bar g \in R \backslash 0$ mit $(\bar A / \mathfrak p)_{\bar g}$ frei von endlichem Rang
$d$ "uber $R_{\bar g}$.
Ersetzen wir $\bar g$ durch sein Produkt mit $\bar x$,
so  hat zus"atzlich 
 der $\bar A_{\bar g}$-Modul $\bar M_{\bar g}$ eine endliche Filtrierung
\begin{equation*}
 0 = \bar M^{  0}_{\bar g} \subset \bar M^{  1}_{\bar g} \subset \ldots \subset \bar M^{  t}_{\bar g} =
\bar M_{\bar g}
\end{equation*}
mit jeweils zu $(\bar A / \mathfrak p)_{\bar g}$ isomorphen Subquotienten. 
Wir finden dann $m_1, \ldots , m_{dt} \in M$
derart, da"s ihre Bilder $\bar m_i$ 
eine $R_{\bar g}$-Basis von $\bar M_{\bar g}$ bilden
und da"s  f"ur alle $a \in \mathfrak p$ die Matrix der Multiplikation 
 $(a\cdot): \bar M_{\bar g}\ra \bar M_{\bar g}$ eine echte 
obere
%untere
Dreiecksmatrix ist.
Der Rest des Beweises zerf"alt in den Beweis und die Anwendung des folgenden 
Lemmas.
\begin{Lemma}
Seien $K,A,M$ wie in \ref{InvT}.  Seien $\bar g$ und die $m_i$  wie zuvor und $\bar a,\bar b\in\mathfrak p$ beliebig und 
$ g$, $ a$, $ b$ Urbilder dieser Elemente in $A$.
Sei $\hat R\subset A$ die Menge der Urbilder von Elementen von $R$. 
So gibt es $\alpha,\beta,\delta\in\DN$ und $e_{ij}\in \hat R$ derart, da"s 
in $R$ gilt $\sum_i \bar e_{ii} = 0$ und da"s in $M$ gilt
\begin{equation*}
 g^\delta [g^\alpha a, g^\beta b ] m_i = \epsilon \sum_j e_{ij} m_j
\end{equation*}
%\nichtfinal{Ich sehe nicht, da"s die Freiheit von $M$ "uber dem Ring der dualen
 % Zahlen in diesem Beweis irgendwo eingehen w"urde.} 
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis des Lemmas]
F"ur hinreichend gro"ses $\alpha \in \mathbb N$ 
erhalten wir nach dem Vorhergehenden  Identit"aten der
Gestalt
\begin{equation*}
 \bar g^\alpha \bar a  \bar m _i=
\sum _{i<j}\bar u_{ij} \bar m_j
\end{equation*}
f"ur $\bar U=(\bar u_{ij})$ wie durch die Indizierung angedeutet 
eine echte obere Dreiecksmatrix mit Eintr"agen in $R$.
Wenn wir f"ur die $\bar u_{ij}$ Urbilder in $\hat R$ w"ahlen, erhalten wir in $M$ 
Identit"aten der
Gestalt
\begin{equation*}
  g^\alpha  a   m _i-
\sum _{i<j}u_{ij}  m_j =\epsilon n_i
\end{equation*}
mit
$n_i\in M$. Die  $\bar n_i\in \bar M_{\bar g}$ k"onnen wir wieder
als $R_{\bar g}$-Linearkombinationen der $m_\nu$ schreiben,
also geeignete $\bar g^{\tau_i}\bar n_i$ als $R$-Linearkombinationen der $m_\nu$,
durch Anwenden  von $\epsilon: M/\epsilon M\ra\epsilon M$
also geeignete $ g^{\tau_i}\epsilon n_i$ als $\hat R$-Linearkombinationen der $m_\nu$
und so erhalten wir unschwer in $M$ selbst f"ur eventuell 
noch gr"o"seres $\alpha$ Identit"aten der Gestalt
\begin{equation*}
 g^\alpha a m_i = \sum_{i<j}  u_{ij} m_j + \epsilon \sum_j  u^{+}_{ij} m_j
\end{equation*}
f"ur zwei Matrizen  $U=( u_{ij})$ und  $U^+=( u^+_{ij})$
mit Eintr"agen in $ \hat R$ und $U$ wie angedeutet
von echter oberer Dreiecksgestalt.  
In derselben Weise erhalten wir Identit"aten der Gestalt
\begin{equation*}
 g^\beta b m_i = \sum_{i<j}  v_{ij} m_j + \epsilon \sum_j  v^{+}_{ij} m_j
\end{equation*}
f"ur zwei Matrizen  $V=( v_{ij})$ und  $V^+=( v^+_{ij})$
mit Eintr"agen in $ \hat R$ und $V$ von echter oberer Dreiecksgestalt.
Es folgt
\begin{eqnarray*}
 g^{\alpha} a g^{\beta} b m_i & =& \sum_{i<j} g^\alpha a v_{ij} m_j + \epsilon
\sum_j g^\alpha a v^{+}_{ij} m_j\\
&=& \sum_{i<j} (v_{ij} g^\alpha a 
 + \epsilon \{ \bar g^\alpha  \bar a, \bar
v_{ij}\}) m_j
+ \epsilon \sum v^{+}_{ij} g^\alpha a m_j\\
&=& \sum_{i<j<k} v_{ij} u_{jk} m_k + \epsilon \sum_{j,k}( v_{ij} u^{+}_{jk} 
+v_{ij}^{+} u_{jk})
m_k
+ \sum_{i<j} \epsilon \{ \bar g^\alpha\bar  a, \bar v_{ij} \} m_j 
\end{eqnarray*}
Hier dienen die Einschr"ankungen an die Indizes nur dazu,
uns daran zu erinnern, an welchen Stellen Dreiecksmatrizen stehen.
Damit folgt f"ur den Spaltenvektor 
$\vec m=(m_1,\ldots,m_{dt})^\top\in M^{dt}$ die
Gleichheit von Spaltenvektoren
\begin{equation*}
 [g^\alpha a, g^\beta b] \vec m =
[V + \epsilon V^{+}, U + \epsilon  U^{+}]\vec m 
+ \epsilon (\{\bar g^\alpha \bar a,\bar  v_{ij}\} - \{\bar g^\beta \bar b,
\bar u_{ij}^{}\})\vec m
\end{equation*}  
Links ist dabei das Anwenden auf jeden Eintrag zu verstehen, rechts
dahingegen  Produkte mit den entsprechenden Matrizen. 
Da $\bar A$ kommutativ ist, mu"s gelten
% $[g^\alpha a, g^\beta b] \begin{pmatrix} \bar m_1 \\ \vdots \\ \bar
%   m_{\op{td}} \end{pmatrix} = 0$
$[\bar g^\alpha \bar a, \bar g^\beta \bar b]  = 0$
und folglich liefert die Matrix
$\overline{[V, U]}$ mit Eintr"agen in $R$ 
die Transponierte der darstellenden Matrix des
Null-Endomorphismus des freien $R_{\bar g}$-Moduls
  $\bar M_{\bar g}$, 
vergleiche \eref{LADM}{LA1}. Wir haben demnach
 $\bar g^\delta \overline{[V, U     ]}_{ij} \bar m_j=0$ f"ur alle $i,j$ bei
 hinreichend gro"sem $\delta$. Unsere obige Gleichung 
liefert also Identit"aten
\begin{equation*}
 g^\delta [g^\alpha a, g^\beta b ] m_i = \epsilon \sum_j e_{ij} m_j
\end{equation*}
f"ur $e_{ij} \in \hat R$. F"ur die auf diese Weise
 erkl"arten $e_{ij}$
 gilt dann sogar 
 $\sum_i \bar e_{ii} = 0$ in $R$, denn  
$V$ und $U$ sind echte obere Dreiecksmatrizen,
wohingegen die Elemente von $\epsilon A$ im Zentrum von $A$ 
liegen, so da"s  $[\epsilon V^{+}, U]$
und $[V, \epsilon U^{+}]$ Spur Null haben.  
\end{proof}
\noindent Nun erkl"aren wir noch
 die Anwendung des Lemmas auf den Beweis des Satzes.
Sicher k"onnen wir $g^\delta[g^\alpha a, g^\beta b] = \epsilon c$ schreiben
mit $c \in \bar g^{\delta + \alpha + \beta} \{\bar a,\bar b\} + \mathfrak p$, denn
\begin{eqnarray*}
 \{ \bar g^\alpha \bar a, \bar g^\beta \bar b\} & =& \{ \bar g ^\alpha, \bar g^\beta \bar b\} \bar a + \bar g^\alpha \{\bar a, \bar g^\beta \bar b\}\\
& = & \{\bar g^\alpha, \bar g^\beta \bar b\} \bar a + \bar g^\alpha \{\bar a, \bar g^\beta \}\bar  b + \bar g^{\alpha + \beta} \{\bar a,\bar b\}
\end{eqnarray*}
liegt in $\bar g^{\alpha + \beta} \{\bar a,\bar b\} + \mathfrak p$.
Nun wirkt $c$ auf dem freien $R_{\bar g}$-Modul $\bar M_{\bar g}$ durch die Matrix $(\bar e_{ij})$ mit
Spur Null, da wir $M$ frei "uber
$K[\epsilon]$ angenommen hatten. Da Elemente von $\mathfrak p$ nilpotent auf $\bar M_{\bar g}$ operieren, mu"s also $\{ \bar a,\bar b \}$ mit Spur
Null auf dem $R_{\bar g}$-Modul $\bar M_{\bar g}$ operieren.
Dasselbe gilt f"ur $\{\bar x\bar a, \bar b\}$ mit beliebigem $\bar x \in \bar A$ und wegen $\{\bar x\bar a, \bar b\} \in \bar x \{\bar a,\bar b\} +\mathfrak p$
auch f"ur $\bar x \{ \bar a, \bar b\}$.
Die Spur von $\bar x \{ \bar a, \bar b\}$ auf dem $R_{\bar g}$-Modul $\bar M_{\bar g}$ ist aber offensichtlich das
$d$-fache der Spur von $\bar x \{\bar a , \bar b\}$ auf dem  $R_{\bar g}$-Modul $(\bar A / \mathfrak p)_{\bar g}$.
Nun  ist $\op{Quot} (\bar A / \mathfrak p)_{\bar g} / \op{Quot} R_{\bar g}$
eine endliche K"orpererweiterung. Da wir in Charakteristik Null
sind, kann deren Spurform nach \eref{SEN}{KAG}
nicht ausarten. Es folgt 
 $\overline{\{\bar a, \bar b\}} = 0$ 
in $\bar A / \mathfrak p$ alias 
$\{ \bar a, \bar b\} \in \mathfrak p$.
\end{proof}

%\subsubsection*{"Ubungen}

\newpage
\section{Unfertige Teile}

\subsection{Homologisches}
Komme nach Definitionen und flachen Zusammenh"angen schnell zum affinen 
Fall... mache aber Pseudokoordinaten und lokale Freiheit der Garbe
der Differentialoperatoren als Rechts- und Linksmodul "uber $\mathcal O$.

\begin{Satz}[\textbf{Homologie und Dimension f"ur filtrierte Ringe}]
  \nichtfinal{(Noch nicht gut geputzt!)}
  Seien $k$ ein K"orper und $A$  eine filtrierte 
$k$-Ringalgebra mit $A^{<0}=0$ derart, da"s
${\op{gr}} A$ eine regul"are $k$-Kringalgebra der Dimension $m$ ist.
Seien weiter $M \neq 0$ ein endlich ezeugter $A$-Modul und $G$ eine gute 
Filtrierung auf $M$.
So gilt:
\begin{enumerate}
 \item $\op{kdim} (\op{supp} {\op{gr}}_G M) 
 + \op{min} 
\{ j \mid \op{Ext}^j_A (M,A)) \neq 0\} = m;$
\item Die Erweiterungsgruppe
  $\op{Ext}^j_A (M,A)$ ist ein endlich erzeugter 
$A$-Rechts\-mo\-dul mit $d(\op{Ext}^j_A (M,A)) \leq m - j$.
\item F"ur $j = j (M)$ \emph{(das kleinstm"ogliche $j$?)}
  gilt  in Teil 2 sogar Gleichheit.
\end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{proof}
Der Formalismus der Spektralsequenzen aus \ref{rgi} 
angewendet auf den filtrierten Komplex
$K^\ast = \op{Hom}_A (P^\ast , A)$ zusammen mit dem
Satz von Serre \eref{HuD}{KAG} zeigt, da"s die Homologie des
etc. etc.  Kommt hier nicht mit heraus, da"s die Bernstein-Dimension mit der
Dimension der charakteristischen Variet"at "ubereinstimmt?
\end{proof}





\subsection{Einfache holonome Differentialmoduln}
\begin{Satz}[\textbf{Klassifikation einfacher holonomer Differentialmoduln}]
  Gegeben eine glatte affine Variet"at $X$ 
  erhalten wir eine Bijektion
\begin{displaymath}
 \begin{array}{ccc}
\left\{(Y,\mathcal L) \left|\begin{array}{c}
   Y \subset X \text{ lokal abgeschlossen}\\
\text{ glatt irreduzibel affin,} \\
\mathcal L\in \mathcal D_Y\op{-Mod} \text{ ein einfacher}\\
\text{flacher Zusammenhang}
\end{array} \right\}_{/\sim}\right.
%\!\!\begin{array}{c}
%\vspace{7pt}\\
%  {_{/\sim} 
%\end{array}
& \sira  & 
\left\{
\begin{array}{c}\text{Einfache holonome}\\ 
 \mathcal D_X
\text{-Moduln}\end{array}\right\}_{/\cong}\\[10mm]
[ Y,\mathcal L] & \mapsto & \op{soc} ((Y\subset X)_+ \mathcal L)
\end{array}
\end{displaymath}
f"ur 
 die "Aquivalenzrelation $\sim$ links 
gegeben durch $(Y, \mathcal L) \sim (Y^\prime, \mathcal L^\prime)$ 
genau dann, 
wenn es  $Y^{\prime\prime} \co
Y \cap Y^\prime$ offen dicht  gibt mit
$\mathcal L|_{Y^{\prime\prime}}\cong \mathcal L^\prime |_{Y^{\prime\prime}}$.
\end{Satz}
\begin{proof}
 Gegeben eine offene Einbettung $u : U \hookrightarrow X$ haben wir f"ur $\mathcal O$-Moduln
die Adjunktion $(u^{(\ast)}, u_+)$.
Weiter ist $u_+$ in diesem Fall volltreu, wir haben also $u^{(\ast)} u_+ N \sira 
N$ unter der Adjunktionsabbildung.
Zus"atzlich ist $u^{(\ast)}$ exakt, wir haben f"ur 
jede Injektion $L \hookrightarrow u_+ N$ also eine Injektion
$u^{(\ast)} L \hookrightarrow u^{(\ast)} u_+ N \cong N$.
Wegen $\op{Hom}_{\mathcal D} (L, u_+ N) \overset{\sim}{\longrightarrow} \op{Hom}_{\mathcal D}
(u^{(\ast)} L, N)$ finden wir, da"s f"ur jeden einfachen Untermodul $L \hookrightarrow u_+ N$ die
Einbettung unter der Adjunktion ein Isomorphismus wird, falls $N$ einfach ist.
W"are $N$ einfach, aber der Sockel von $u_+ N$ nicht, so w"urde das sofort zu einem Widerspruch
f"uhren.
\end{proof}
Transitivit"at von direkten Bildern zeigt nun






\subsection{Algebraische Differentialoperatoren}
\emph{Noch nicht durchgesehen!}
\begin{Definition}
Gegeben ein Kring $k$ und ein $k$-Kring $R$ und 
$R$-Moduln $M,N$ erkl"aren wir f"ur
$n \geq 0$ induktiv den Raum der 
{\bf Differentialoperatoren}\index{Differentialoperatoren!bei Moduln}
$\op{Diff}^n_k (M,N) = \op{Diff}^n (M,N)$ vom Grad 
h"ochstens $n$ von $M$ nach $N$ durch die Vorschriften
$\op{Diff}^n (M,N) = 0$ f"ur $n<0$ und 
\begin{equation*}
\op{Diff}^{n+1} (M,N) = 
\left\{d \in \op{Hom}_k (M,N) \mid [d,(r\cdot)]\in \op{Diff}^n (M,N) \quad
\forall r \in R \right\}
\end{equation*}
Hier meint $[d,(r\cdot)]$ den Kommutator, 
$[d,(r\cdot)](m)=d(rm)-r(dm).$
Insbesondere sind die Differentialoperatoren vom Grad Null also
genau alle Homomorphismen, $\op{Diff}^{0} (M,N)=\op{Hom}_R(M,N).$
\end{Definition}
\begin{Ubung}
Die Verkn"upfung von Homomorphismen von $k$-Moduln induziert Abbildungen
$\op{Diff}^n (L,M) \times \op{Diff}^m (M,N) \rightarrow \op{Diff}^{n+m} (L,N)$
\end{Ubung}
\begin{Definition}
Eine Filtrierung auf einem Modul "uber einem filtrierten Ring hei"st ein
\defind{gute Filtrierung}, wenn sie mit der Filtrierung auf dem Ring
vertr"aglich ist und der assoziierte graduierte Modul endlich erzeugt ist "uber
dem assoziierten graduierten Ring.
\end{Definition}
  \subsection{$D$-Algebren*}
\begin{Bemerkungl}  Ich erinnere Beilinson-Bernstein, a proof of Jantzen conjecture.
  Gegeben ein Kring $R$ nennen
  sie einen
  $R$-Bimodul alias  $R\otimes R$-Modul $M$ {\bf differentiell}, wenn
  jeder Vektor darin von einer Potenz von $I\pdef\op{ker}(\op{mult}:R\otimes R\ra R)$
  annulliert wird. Unter einer {\bf $D$-Algebra}\index{D-Algebra@$D$-Algebra} "uber 
  $R$ verstehen sie einen
  Ring $A$ mit einem ausgezeichneten
  Ringhomomorphismus $R\ra A$  derart, da"s
  $A$ ein differentieller $R$-Bimodul ist.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Dasselbe kann man "uber einem festen Kring $k$ betrachten. 
  Gegeben ein Kring $k$ und eine $k$-Kringalgebra $R$ nennen
  sie einen $R\otimes_kR$-Modul $M$ {\bf differentiell}, wenn
  jeder Vektor darin von einer Potenz von $I\pdef\op{ker}(\op{mult}:R\otimes_kR\ra R)$
  annulliert wird. Unter einer {\bf $D$-Algebra}\index{D-Algebra@$D$-Algebra} "uber der $k$-Kringalgebra
  $R$ verstehen sie eine
  $k$-Ringalgebra $A$ mit einem ausgezeichneten
  Homomorphismus $R\ra A$ von $k$-Ringalgebren derart, da"s
  $A$ ein differentieller $R$-Bimodul ist.
 \end{Bemerkungl}
\subsection{Infinitesimale Operationen}
Gegeben eine $\cal{C}^\infty$-Mannigfaltigkeit $X$ 
oder eine algebraische Variet"at $X$ 
"uber einem algebraisch abgeschlossenen K"orper bezeichne 
$\cal{T}_X$ die Garbe der Vektorfelder auf $X.$
Sei nun $G$ eine Lie-Gruppe oder eine algebraische Gruppe. Wir
betrachten das Diagramm
$$\begin{array}{rcl}
&  \left\{ \begin{array}{c} \text{glatte Vektorfelder auf $G$}
\end{array}\right\} & \\
\nearrow & & \nwarrow\\[4mm]
\left\{ \begin{array}{c}\text{glatte linksinvariante}\\ \text{Vektorfelder auf $G$}
\end{array}\right\} & &
\left\{ \begin{array}{c} \text{glatte rechtsinvariante}\\
\text{Vektorfelder auf $G$}\end{array}\right\}\\[4mm]
 \searrow & &\swarrow  \\
 & \left\{ \begin{array}{c}\text{Tangentialraum von $G$}\\ 
\text{am neutralen Element}
\end{array}\right\}  &
\end{array}$$
wo die beiden unteren Pfeile durch das Auswerten 
am neutralen Element definiert werden.
Die obere H"alfte unseres Diagramms besteht aus Lie-Algebren und
Lie-Algebren-Homomorphismen.
Die beiden unteren Pfeile sind 
Isomorphismen und versehen den Tangentialraum am neutralen Element 
$T_{e}G$ mit zwei
Lie-Algebra-Strukturen. In
"Ubung \ref{RLVF} wurde gezeigt, da"s hier  
die Lieklammer f"ur die eine Struktur auf $T_eG$ gerade
das Negative der Lieklammer f"ur die andere Struktur ist.
\begin{Definition}
Die Lie-Algebra $\op{Lie}G$ von $G$ ist der
Vektorraum $T_{e}G$ mit der von der Identifikation mit den
linksinvarianten Vektorfeldern induzierten Lie-Klammer.
\end{Definition}


\begin{Bemerkung}
Die Operation von $G$ auf sich selbst durch Konjugation, $g\mapsto
\op{int} g$, $(\op{int} g) (h) = ghg^{-1}$ definiert eine
Operation von $G$ auf $T_{e} G$, $g \mapsto \op{Ad}g = \op{d}_{e}
(\op{int}g)$.
Das Tangential an $\op{Ad}$ hinwiederum
$$\op{d}_{e} \op{Ad} = \op{ad} : T_{e} G \ra T_{\op{id}} \op{GL}
(T_{e}G) = \op{End}_{\Bbb{c}} T_{e}G$$
kann "uber die Lie-Klammer beschrieben werden als $(\op{ad} X) (Y)
= [X,Y]$.
\end{Bemerkung}





Gegeben eine $G$-Variet"at $X$ haben wir f"ur jeden Punkt $x
\in X$ einen Morphismus $G \ra X$, $g \mapsto g x$ und erhalten
damit f"ur jeden Tangentialvektor $v \in T_{e} G$ einen Tangentialvektor 
$v_{x} \in T_{x}X$.
\begin{Lemma}
Sei $X$ eine $G$-Variet"at.
\begin{enumerate}
\item
Gegeben $v \in T_{e}G$ bilden die Tangentialvektoren $v_{x}$ ein
algebraisches Vektorfeld $(v_x)_{x\in X}$ auf $X$.
\item
Die Zuordnung $\alpha: v \mapsto (-v_x)_{x\in X}$ ist ein
Lie-Algebren-Homomorphismus $\alpha:\op{Lie}G\ra\cal{T}_{X}(X).$ 
Wir nennen ihn die 
\emph{\bf infinitesimale Operation}\index{infinitesimale Operation}
von $\op{Lie}G$ auf $X$.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{Bemerkung}
Ist $X$ eine Variet"at mit einer Rechtsoperation einer
algebraischen Gruppe $G$, so liefert wieder jedes $x \in X$ einen
Morphismus $G \ra X$, $g \mapsto x g$ und jedes $v \in T_{e} G$
liefert so ein $v_{x} \in T_{x}X$. 
Gegeben $v \in T_{e}G$ bilden die $v_{x}$ wieder ein
algebraisches Vektorfeld auf $X$,
aber im Fall einer Rechtsoperation ist
die Zuordnung $v \mapsto (v_x)_{x\in X}$ schon selbst ein
Homomorphismus von $\op{Lie}G$ 
in die Lie-Algebra $\cal{T}_{X}(X)$ der
Vektorfelder auf $X$.
\end{Bemerkung}

\subsection{Lokalisierung bei trivialem zentralem Charakter}

F"ur eine glatte komplexe algebraische Variet"at $X$ definieren wir 
eine Garbe von unit"aren
assoziativen $\Bbb{C}$-Algebren $\cal{D}_{X}$ auf $X,$ 
die \defind{Garbe der algebraischen Differentialoperatoren},
als 
diejenige Untergarbe 
$\cal{D}_{X} \subset
{\cal E}\!\op{nd}_{\Bbb{C}} \cal{O}_{X}$ der Garbe der
$\Bbb{C}$-linearen Endomorphismen der Strukturgarbe $\cal{O}_{X}$, die erzeugt
wird von allen Schnitten "uber offenen Teilmengen 
$$s\in ({\cal E}\!\op{nd}_{\Bbb{C}} \cal{O}_{X})(U)=\op{End}_{\Bbb{C}} (\cal{O}_{X}|_U)$$
der Gestalt
\glqq Multiplikation mit regul"arer Funktion $f\in\cal{O}_{X}(U)$\grqq\  und
\glqq Anwenden von algebraischem Vektorfeld $v \in\cal{T}_{X}(U)$\grqq.

\begin{Bemerkung}
Wir
haben kanonische Einbettungen $\cal{O}_{X} \hookrightarrow
\cal{D}_{X}$ und $\cal{T}_{X} \hookrightarrow
\cal{D}_{X}$ von Garben von assoziativen Algebren beziehungsweise Garben 
von Lie-Algebren.
Das Bild der Einbettung $\cal{O}_{X} \hookrightarrow
\cal{D}_{X}$ ist jedoch nicht zentral und versieht
$\cal{D}_{X}$ mit zwei Strukturen als
$\cal{O}_{X}$-Modul durch Links- und durch Rechtsmultiplikation,
die es sorgf"altig zu unterscheiden gilt.
\end{Bemerkung}

\begin{Definition}
Sei $X$ eine glatte Variet"at.
Wir bezeichnen mit $\cal{D}_X\op{-mod}^{\op{qc}}$ die Kategorie aller Garben von
Moduln "uber der Garbe von Ringen $\cal{D}_X$, die quasikoh"arent
sind als $\cal{O}_{X}$-Moduln.
Die Objekte von $\cal{D}_X\op{-mod}^{\op{qc}}$ hei"sen auch
\defnoind{Differentialmoduln auf $X$}\index{D@$\cal{D}$-Modul}.
Manchmal nennen wir $\cal{D}_X\op{-mod}^{\op{qc}}$ auch  
abk"urzend die Kategorie der 
\defnoind{$\cal{D}_X$-Moduln}\index{D@$\cal{D}_X$-Modul},
obwohl dieser Begriff
eigentlich reserviert ist f"ur die Kategorie aller
$\cal{D}_X$-Moduln ohne irgendwelche Zusatzbedingungen.
\end{Definition}

\begin{Satz}[\textbf{Lokalisierung}]
Seien $G$ eine komplexe\index{Lokalisierung!einer Darstellung} 
zusammenh"angende reduktive algebraische
Gruppe, $\frak{g} = \op{Lie} G$ ihre Lie-Algebra, ${\op{U}} (\frak{g})$
die universelle Einh"ullende, $Z \subset {\op{U}}(\frak{g})$ deren
Zentrum und $Z^{+} = \op{Ann}_{Z} \Bbb{C}$ der zentrale
Annullator der Einsdarstellung $\Bbb{C}$.
Sei $X$ die Fahnenmannigfaltigkeit von $G$ als da hei"st die Variet"at
aller Borel'schen mit der nat"urlichen Operation von $G$.
\begin{enumerate}
\item
Die infinitesimale Operation von $\frak{g}$ auf $X$ liefert einen
Isomorphismus
$${\op{U}} (\frak{g})/\langle Z^{+}\rangle \sira \Gamma
(X;\cal{D}_{X})$$
zwischen dem Quotienten der Einh"ullenden Algebra nach dem von
$Z^{+}$ erzeugten Ideal und dem Ring der globalen algebraischen
Differentialoperatoren auf der Fahnenmannigfaltigkeit;
\item
Der Funktor $\Gamma$ der globalen Schnitte liefert eine
"Aquivalenz von Kategorien
$$\Gamma : \cal{D}_{X}\op{-mod}^{\op{qc}} \overset{\sim}{\ra}
{\op{U}}(\frak{g})/\langle Z^{+}\rangle \op{-mod}$$
\end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
Dieser Satz und seine Verallgemeinerungen zu
anderen zentralen Charakteren hei"st \glqq Lokalisierung\grqq,
da er Moduln "uber gewissen
Ringen interpretiert als Garben von
Moduln "uber Garben von Ringen und sie so einer geometrischen
Anschauung und Untersuchung zug"anglich macht.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}
Die einfachsten $\cal{D}_{X}$-Moduln sind $\cal{D}_{X}$ selbst und
$\cal{O}_{X}$, und wir finden $\Gamma \cal{D}_{X} \cong
{\op{U}}(\frak{g})/\langle Z^{+}\rangle $ sowie $\Gamma \cal{O}_{X} \cong
\Bbb{C}$.
Im n"achsten Abschnitt zeigen wir, da"s der im Punkt
$x\in X$ konzentrierte \glqq Wolkenkratzer\grqq\  $\cal{D}_{X}/
\cal{D}_{X}\frak{m}_{x} \in \cal{D}_{X}\op{-mod}^{\op{qc}}$ als globale
Schnitte denjenigen einfachen Vermamodul mit trivialem zentralem
Charakter liefert, auf dem \glqq die Borel zu $x$ lokal endlich operiert\grqq.
Wir benutzen bei diesem Wolkenkratzer dieselbe Notation 
$\cal{D}_{X}/
\cal{D}_{X}\frak{m}_{x}$ f"ur die Garbe und ihre
globalen Schnitte. Pr"aziser aber umst"andlicher w"are die Bezeichnung
$\cal{D}_{X,x}/
\cal{D}_{X,x}\frak{m}_{x}$ gewesen.
\end{Beispiele}


\subsection{Differentialoperatoren auf homogenen R"aumen}
\begin{Lemma}[\textbf{Rechtshalme der Differentialoperatorgarbe}]
Sei $X$ eine glatte Variet"at, $x \in X$ ein Punkt und $
\frak{m}_{x} \subset \cal{O}_{X,x}$ sein Verschwindungsideal
im lokalen Ring bei $x$.
\begin{enumerate}
\item
Sind $\partial_{1}, \ldots ,\partial_{n}\in \cal{T}_{X,x}$ Vektorfelder in einer
offenen Umgebung von $x$, deren Werte an der Stelle $x$ eine Basis
des Tangentialraums ${\op{T}}_{x}X$ bilden, so definiert die offensichtliche Abbildung eine Bijektion
$$\Bbb{C}[\partial_{1}] \otimes_{\Bbb{C}} \ldots \otimes_{\Bbb{C}}
\Bbb{C} [\partial_{n}] \sira \cal{D}_{X}/\cal{D}_{X}
\frak{m}_x$$
\item
Ist $X$ zusammenh"angend, so operiert $\Gamma (X; \cal{D}_{X})$
treu auf $\cal{D}_{X}/\cal{D}_{X} \frak{m}_{x}$.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
Unpr"aziser aber
suggestiver w"are  die Notation 
$\Bbb{C} [\partial_{1}, \ldots , \partial_{n}]$
auf der linken Seite gewesen. Das Problem bei dieser Notation ist nur,
da"s unsere $\partial_{i}$ im allgemeinen nicht kommutieren.
Im Fall $X = \Bbb{C}^{n}$ und $x =0$ ist $\cal{D}_{X}
/\cal{D}_{X} \frak{m}_{x} \cong \Bbb{C} [\partial_{1}, \ldots ,
\partial_{n}]$ schlicht der Polynomring als Modul "uber der
Weylalgebra, vertwistet mit dem Automorphismus der Weylalgebra,
der gegeben wird durch $X_{i} \mapsto \partial_{i}$, $\partial_{i}
\mapsto -X_{i}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
\cite{??}
\end{proof}
\begin{Proposition}[\textbf{Differentialoperatorhalme auf homogenen R"aumen}]
Seien $G$ eine algebraische Gruppe,
$X$ eine homogene $G$-Variet"at, $x\in X$ ein Punkt und $G_x$ seine Standgruppe.
So induziert jede von Null verschiedene Linearform 
$\bigwedge^{\op{max}}
(\frak{g}/\frak{g}_{x})\ra\DC$ einen Isomorphismus von $\frak{g}$-Moduln
$$\textstyle
{\op{U}}(\frak{g}) \otimes_{{\op{U}}(\frak{g}_{x})} \bigwedge^{\op{max}}
(\frak{g}/\frak{g}_{x})\sira
 \cal{D}_{X}/\cal{D}_{X} \frak{m}_{x}
$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Hier und im folgenden denken wir uns implizit den Grundk"orper 
$\Bbb{C}$ eingebettet in $\cal{D}_{X}/\cal{D}_{X}
\frak{m}_{x}$ als die Gerade aller Nebenklassen
von Skalaren.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
Wir arbeiten zun"achst mit einer beliebigen glatten Variet"at $X.$

Bezeichne nun $\frak{m}_{x} {\cal T}_{X}$ oder 
ausf"uhrlicher notiert $\frak{m}_{x} {\cal T}_{X,x}$
der Raum aller lokalen
Vektorfelder um den Punkt $x \in X$, die an der Stelle $x$
verschwinden.
Offensichtlich ist das eine Unter-Lie-Algebra in ${\cal T}_{X,x}$
und $\cal{O}_{X,x} \supset \frak{m}_{x}\supset \frak{m}_{x}^{2}$
sind Unterdarstellungen von $\cal{O}_{X,x}$ f"ur die Operation von
$\frak{m}_{x} {\cal T}_{X}$.
Damit erhalten wir insbesondere eine Operation von
$\frak{m}_{x}{\cal T}_{X}$ auf dem Kotangentialraum
$T_{x}^{\ast} X = \frak{m}_{x}/\frak{m}_{x}^{2}$
und dann auch eine kontragrediente Operation derselben Lie-Algebra
auf dem Tangentialraum.

Andererseits haben wir in $\cal{D}_{X,x}$ offensichtlich
$$\frak{m}_x {\cal T}_{X} \supset {\cal T}_{X} \frak{m}_{x} +
\cal{O}_{X,x}$$
Folglich ist die Gerade $\Bbb{C}  \subset \cal{D}_{X}/\cal{D}_{X}
\frak{m}_{x}$
eine Unterdarstellung f"ur die Operation von $\frak{m}_{x}
{\cal T}_{X}$ durch Linksmultiplikation auf $\cal{D}_{X}/\cal{D}_{X}
\frak{m}_{x}$.
\begin{Lemma}
Die Lie-Algebra $\frak{m}_{x} {\cal T}_{X}$ der lokalen bei $x$
verschwindenden Vektorfelder operiert auf der
Gerade $\Bbb{C}  \subset \cal{D}_{X}/\cal{D}_{X}
\frak{m}_{x}$ durch denselben Charakter wie auf $\bigwedge^{\op{max}}
T_{x}X$.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Seien $x_{1},\ldots , x_{n}$ lokale Koordinaten um den Punkt $x
\in X$ und $\partial_{1}, \ldots , \partial_{n} \in
{\cal T}_{X,x}$ lokale Vektorfelder (die mit den
$x_{i}$ nichts zu tun haben m"ussen).
Ein allgemeines Element von $\frak{m}_{x} {\cal T}_{X}$ hat die
Gestalt $x_{1}\partial_{1} + \ldots + x_{n} \partial_{n}$.
Wir k"onnen sein Bild in $\cal{D}_{X,x}$  umschreiben zu 
$$x_{1}\partial_{1} + \ldots + x_{n} \partial_{n}=\partial_{1}x_{1} + \ldots
+\partial_{n}x_{n}- (\partial_{1}(x_{1}) + \ldots + \partial_{n}
(x_{n}))$$ und erkennen so, da"s unser Element auf der Gerade
$\Bbb{C} $ operiert durch
den Wert von $-(\partial_{1}(x_{1})+\ldots + \partial_{n}(x_{n}))$
an der Stelle $x$.
Andererseits geschieht die Operation auf einem Erzeuger
$\bar{x}_{1}\wedge \ldots \wedge \bar{x}_{n}$ von
$\bigwedge^{\op{max}}(\frak{m}_x/\frak{m}_x^{2})$ durch den Wert von
$\partial_{1}(x_{1}) + \ldots + \partial_{n}(x_{n})$ an der Stelle
$x$, und bei der kontragredienten Operation auf
$\bigwedge^{\op{max}} T_{x}X$ stimmt hier auch noch das Vorzeichen.
\end{proof}

\begin{Lemma}
Sei $X$ eine glatte $G$-Variet"at und $x\in X$ ein Punkt.
Das
Differential der offensichtlichen Operation von $G_{x}$
auf $T_{x}^{\ast}  X$ stimmt "uberein mit der
Operation, die entsteht durch Restriktion
der ober erkl"arten Operation von $\frak{m}_{x} {\cal T}_{X}$
auf $T_{x}^{\ast}  X$
vermittels des von $\frak{g}\ra {\cal T}_{X}(X)$ induzierten
Lie-Algebren-Homomorphismus $\frak{g}_x\ra \frak{m}_{x}{\cal T}_{X}.$
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Dem Leser "uberlassen.
\end{proof}
\begin{Lemma}
Sei $X$ eine glatte $G$-Variet"at und $x\in X$ ein Punkt.
Das Tangential an $g \mapsto gx$ induziert eine $G_{x}$-"aquivariante
Einbettung $\frak{g}/\frak{g}_{x} \hookrightarrow T_{x} X$.
Ist $X$ ein homogener Raum, so ist diese Einbettung ein
Isomorphismus.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Dem Leser  "uberlassen.
\end{proof}
Die Proposition folgt aus der Kombination dieser drei Lemmata.
\end{proof}
\begin{Beispiel}
Die drei Vektorfelder $\partial, z\partial$ und 
$z^2\partial$ auf $\DC$ lassen sich zu algebraischen 
Vektorfeldern auf 
die auf $\mathbb P^1_\DC$ fortsetzen,
und diese Fortsetzungen bilden eine $\DC$-Basis des Raums 
der globalen algebraischen Vektorfelder auf $\mathbb P^1_\DC.$
Wir erhalten eine Identifikation mit der
$\frak{sl}(2;\DC)$ vermittels der Vorschrift
$e\mapsto z^2\partial, $ $h\mapsto 2z\partial, $ $f\mapsto \partial $ 
f"ur $e,h,f$ die Standardbasis der $\frak{sl}(2;\DC)$ wie im
Beweis von \ref{DSL2}.
\end{Beispiel}


\subsection{$\cal{D}$-Rechtsmoduln, noch nach hinten legen}
\begin{Bemerkungl}
  Stellen wir uns nun einen Augenblick vor, wir lebten auf einer orientierten
  glatten Mannigfaltigkeit $X$ der Dimension $n$.  
Die Operation des Rings aller glatten 
Differentialoperatoren $D^\infty(X)$ auf dem Raum der glatten Funktionen 
${\cal
    C}^{\infty}(X)$
liefert auf dem algebraischen Dualraum $({\cal
    C}^{\infty}(X))^\ast$ eine Struktur als $D^\infty(X)$-Rechtsmodul.
Das Integral liefert
nun eine Einbettung 
$$\Omega^n_!(X)\hra ({\cal
    C}^{\infty}(X))^\ast$$
des Raums der glatten Volumenformen mit kompaktem Tr"ager
in unseren algebraischen Dualraum,  
und man pr"uft leicht
 lokalen Koordinaten, da"s 
das Bild dieser Einbettung ein Untermodul ist.
Damit tr"agt also $\Omega^n_!(X)$ eine nat"urliche Struktur als
$D^\infty(X)$-Rechtsmodul.
Diese Rechtsoperation h"angt aber nun gar nicht von der gew"ahlten
Orientierung ab, und man pr"uft anhand der expliziten Formeln,
da"s sie sich  in nat"urlicher Weise auf alle ${\cal C}^{\infty}$-Volumenformen
fortsetzen
l"a"st.
Diese expliziten Formeln k"onnen wir auch wieder in unsere
algebraische Situation "ubernehmen und erhalten so 
f"ur jede glatte komplexe algebraische Variet"at $X$ eine
$\cal{D}_{X}$-Rechtsmodulstruktur auf der kanonischen 
Garbe $\Omega_{X}$,
also der Garbe aller Schnitte im Determinantenb"undel.
\end{Bemerkungl}






\subsection{Lie-Algebroid}
\begin{Definition}
  Seien $k$ ein Kring und $A$ eine $k$-Kringalgebra.
  Ein {\bf $k$-Lie-Al\-ge\-bro\-id $L$ "uber $A$}\index{Lie-Algebroid} ist
  ein $A$-Modul $L$ mit einer Struktur als $k$-Liealgebra
  und einem Homomorphismus $\rho:L\ra \op{Der}_k(A)$ von
  $A$-Moduln, dem {\bf Anker}\index{Anker von Lie-Algebroid}
  unseres Lie-Algebroids, so da"s mit der Notation $xa\pdef (\rho(x))(a)$ gilt\label{AffAl} 
  $$[x, ay]=(x a) y + a[x, y]\quad\forall x,y\in L, a\in A$$
  Man rechnet unschwer nach, da"s der Anker stets ein
  Liealgebrenhomomorphismus sein mu"s. Ein {\bf Homomorphismus von Lie-Algebroiden "uber $A$} ist ein Homomorphismus $L\ra M$ von $A$-Moduln und $k$-Liealgebren, der mit den jeweiligen Ankern vertr"aglich ist.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
  Seien  $k$ ein Kring und  $ A$ eine $k$-Kringalgebra
  und $L\subset \op{Der}_kA$ ein $A$-Untermodul, der abgeschlossen
  ist unter dem
  Kommutator.
  So ist $L$ ein Lie-Algebroid\label{LIQq} "uber $A$. Insbesondere
  ist $\op{Der}_kA$ selbst stets ein Lie-Algebroid "uber $A$. Es ist
  quasi per definitionem  das finale  Lie-Algebroid "uber $A$.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  Seien  $k$ ein Kring und $B$ eine $k$-Ringalgebra
  mit einer kommutativen Unterringalgebra $ A\subset B$ 
  und einer $k$-Unterliealgebra $L\subset B_{\op{L}}$.
  Ist dann $L$ stabil unter der Linksmultiplikation mit Elementen von $A$
  und $A$ stabil unter
  der adjungierten Operation der Liealgebra $L$ auf $B_{\op{L}}$,
  so ist $L$ ein Lie-Algebroid\label{LIQ} "uber $A$.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  Ist   $k$ ein Kring und $A$ eine $k$-Kring\-al\-ge\-bra und
  $\mathfrak g$ eine $k$-Lie\-al\-ge\-bra und $\sigma:\mathfrak g\ra \op{Der}_k(A)$
  ein Liealgebrenhomomorphismus, und betrachten wir in der
  vertwisteten Einh"ullenden $B\pdef A
  \otimes_{k}^\sigma {\op{U}} (\frak{g})$ die Unterliealgebra
  $L\pdef A
  \otimes\frak{g}$ sowie die kommutative Unterringalgebra $A\pdef A\otimes k$,
  so ist $L$ ein ein  Lie-Algebroid "uber $A$
  nach dem vorhergehenden Beispiel \ref{LIQ}. Wir notieren es
  $ A \otimes_k^\sigma \frak{g}$.\label{koi}  
\end{Beispiel}

\begin{Definition}
  Seien $k$ ein Kring und $A$ eine
  $k$-Ringalgebra und  $(L,\rho)$ ein Lie-Algebroid "uber $A$.
  Eine  {\bf Darstellung von $L$}\index{Darstellung!von Lie-Algebroid} ist
  ein $k$-Modul $M$ mit einer Struktur als $A$-Modul und einer
  Struktur als Darstellung von $L$ derart, da"s
  f"ur alle $x\in L$, $a\in A$ und $ m\in M$ gelten
  $x(am)=(x a) m + a(xm)$ und 
  $(ax)m= a(xm)$.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
   Seien $k$ ein Kring und $A$ eine
   $k$-Kringalgebra und  $(L,\rho)$ ein Lie-Al\-ge\-bro\-id "uber $A$.
   So bilden die Darstellungen von $L$ eine Schmelzkategorie
   mit den $A$-mul\-ti\-li\-ne\-a\-ren $L$-"aquivarianten Abbildungen als
   Verschmelzungen, und diese Schmelzkategorie hat universelle
   Verschmelzungen und Multihom.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
   Seien $k$ ein Kring und $A$ eine
   $k$-Kringalgebra und  $(L,\rho)$ ein Lie-Al\-ge\-bro\-id "uber $A$.
   Eine {\bf Einh"ullende
     von $L$}\index{Einh"ullende!von Lie-Algebroid}
   ist eine $k$-Ringalgebra $B$ mitsamt einem
   Homomorphismus $\varphi:A\ra B$ von $k$-Ringalgebren und einem
   Homomorphismus $\lambda:L\ra B$ von $k$-Liealgebren derart, da"s gilt
    $\varphi(xa)=[\lambda(x),\varphi(a)]$ mit dem in $B_{\op{L}}$
   zu verstehenden Kommutator. Die Einh"ullenden von $L$ bilden in offensichtlicher Weise eine Kategorie, und diese Kategorie besitzt ein
   initiales Objekt, das wir die {\bf universelle Einh"ullende von $L$}
   nennen und das wir konstruieren k"onnen als den Quotienten
   der vertwisteten Einh"ullenden 
   $A\otimes_k^\rho{\op{U}}_k(L) $ im Sinne von \ref{VtE} 
   nach dem von den Relationen $a\otimes x=1\otimes ax$
   f"ur $a\in A$ und $x\in L$ erzeugten
   zweiseitigen Ideal. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Quasi per definitionem ist eine Darstellung  eines Lie-Algebroids
  dasselbe wie ein Modul "uber seiner universellen Einh"ullenden.
  Bilden gewisse $(x_i)_{i\in I}$ ein Erzeugendensystem des
  einem Lie-Algebroid $L$ zugrundeliegenden $A$-Moduls
  und ist auf $I$ eine Anordnung gegeben, so bilden die
  monoton wachsenden Monome offensichtlich ein Erzeugendensystem
  der universellen Einh"ullenden von $L$ als $A$-Linksmodul
  und dann auch als $A$-Rechtsmodul. Bilden unsere $x_i$ sogar eine $A$-Basis,
  so sollten auch unsere $A$-Monome eine $A$-Basis bilden, aber das habe ich
  mir nicht so genau "uberlegt.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  und $X$ eine $k$-Variet"at, so erkl"aren wir ein
  {\bf Lie-Algebroid auf $X$} als einen quasikoh"arenten
  $\mathcal O_X$-Modul $\mathcal M$ mitsamt einer
  $k$-linearen Lieklammer und einem $\mathcal O_X$-linearen Homomorphismus
  $\rho:\mathcal M\ra \mathcal T_X$, seinem {\bf Anker}, so da"s lokal
  dieselbe Formel wie in \ref{AffAl} gilt. Weiter erkl"aren wir auch
  {\bf Homomorphismen von Lie-Algebroiden auf $X$} in der offensichtlichen Weise.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  und $X$ eine $k$-Variet"at, so ist das Tangentialb"undel
  $\mathcal T_X$ ein Lie-Algebroid auf $X$ in der offensichtlichen Weise
  und ist quasi per definitionem das finale Lie-Algebroid auf $X$. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  und $X$ eine $k$-Variet"at und $\mathfrak g$ eine Lie-Algebra
  "uber $k$ und 
  $\sigma:\mathfrak g\ra  \mathcal T_X(X)$ ein
  Homomorphismus von $k$-Liealgebren, so konstruieren wir
  ein Lie-Algebroid $\mathcal O_X\otimes_k^\sigma\mathfrak g$ auf $X$
  wie in \ref{koi}. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Auch f"ur Lie-Algebroide auf Variet"aten k"onnen wir die
  Schmelzkategorie ihrer Darstellungen bilden und die
  universelle Einh"ullende betrachten. Zum Beispiel ist
  im Fall einer glatten Variet"at $X$ "uber einem
  algebraisch abgeschlossenen K"orper der Charateristik Null
  der durch die universellen Eigenschaften gegebene Homomorphismus
  von der universellen Einh"ullenden von $\mathcal T_X$ in die
  Garbe von $k$-Ringalgebren  $\mathcal D_X$ der Differentialoperatoren ein Isomorphismus.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  und $X$ eine $k$-Variet"at und $\mathfrak g$ eine Lie-Algebra
  "uber $k$ und 
  $\sigma:\mathfrak g\ra  \mathcal T_X(X)$ ein
  Homomorphismus von $k$-Liealgebren, so erhalten wir einen
  Homomorphismus von Garben von $k$-Ring\-al\-ge\-bren 
  $$\mathcal O_X\otimes^\sigma_k{\op{U}}_k(\mathfrak g)\ra \mathcal D_X$$
  Hat unser K"orper die Charakteristik Null und ist $X$ ein
  homogener Raum einer algebraischen Gruppe $G$ und $\sigma$ die
  abgeleitete Operation der Lie-Algebra, so ist dieser Homomorphismus
  surjektiv. Man "uberlegt sich unschwer, da"s sein Kern
  als zweiseitige Idealgarbe
  vom Kern von $\mathcal O_X\otimes^\sigma_k\mathfrak g\sra \mathcal T_X$
  erzeugt wird.
\end{Bemerkungl}

\subsection{Relative Einh"ullende}

\begin{Bemerkungl}
  Seien $G$ eine algebraische Gruppe und $\pi : E \ra X$ ein
  Zariski-lokal triviales algebraisches
    $G$-Linkshauptfaserb"undel nach \ref{aLHF}. Ist $X$ glatt, so definieren wir nach Borho-Brylinski
eine Garbe von Ringalgebren $\cal{D}_{\pi}$ auf $X$, die
{\bf relative Einh"ullende},\index{relative Einh"ullende}
durch\index{Einh"ullende!relative} die Vorschrift
$$\cal{D}_{\pi} \pdef ( \pi_{\ast} \cal{D}_{E})^{G}$$
Die Schnitte von $\cal{D}_{\pi}$ "uber $U\co X$ sind also per
definitonem die unter der Operation von $G$ auf $\pi^{-1}(U)$
invarianten Differentialoperatoren auf
$\pi^{-1}(U)$ alias die Differentialoperatoren $D$ mit
$D=\acute g\circ D \circ \acute g^{-1}$ f"ur 
alle $g\in G$, wo $\acute g$ die Verschiebung 
von Funktionen durch Multiplikation von links mit dem
Element $g$ unserer Gruppe $G$ bezeichnet.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Bezeichne $\frak{g}=\op{Lie}G$ die Lie-Algebra von $G$.
F"ur das triviale Linkshauptfaserb"undel
$\pi: G\times X \ra X$ 
haben wir einen kanonischen Isomorphismus von Ringalgebrengarben 
${\op{U}}(\frak{g}) \otimes_{k} \cal{D}_{X}\sira \cal{D}_{\pi}$.
Ist weiter $\chi:\mathfrak g\ra k$ ein Charakter und
teilen wir aus unserer Garbe von Ringalgebren die von allen
$\xi-\chi(\xi)$ oder genauer
allen $\xi\otimes 1-1\otimes \chi(\xi)$
f"ur $\xi\in \mathfrak g$ erzeugte Garbe $\mathcal I_\chi$
von zweiseitigen Idealen heraus, so induziert die Einbettung einen Isomorphismus
$$\cal{D}_{X}\sira \cal{D}_{\pi}/\mathcal I_\chi$$
Wir verwenden nun  die Einbettung $\op{Var}(X,\mathfrak g)\hra {\op{U}}(\frak{g}) \otimes_{k} \cal{O}_{X}(X)$ gegeben durch die Vorschrift
$\varphi\mapsto \tilde\varphi$ mit $\tilde\varphi=\sum \xi_i\otimes f_i$
f"ur eine Basis  $\xi_i$ von $\mathfrak g$ und $f_i\in \mathcal O_X(X)$
regul"ar gegeben durch  $\varphi(x)=\sum f_i(x)\xi_i$.
Die offensichtliche Bijektion 
$\op{Var}(X,k)\sira \cal{O}_{X}(X)$ behandeln wir in unserer
Notation schlicht als eine Gleichheit.
Dann ist klar, da"s f"ur beliebiges $\varphi\in \op{Var}(X,\mathfrak g)$
auch $\tilde\varphi -\chi\circ\varphi$ zu $\mathcal I_\chi(X)$ geh"ort.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $X$ eine glatte Variet"at.  Die Automorphismen unseres Linkshauptfaserb"undels $G\times X$
  sind Abbildungen der Gestalt $(g,x)\mapsto (g\psi(x),x)$ f"ur
  $\psi:X\ra G$ algebraisch. Gegeben $\xi\in\mathfrak g$
  wird das Element $\xi\otimes 1\in {\op{U}}(\frak{g}) \otimes_{k} \cal{D}_{X}$
  unter diesem Automorphismus abgebildet auf das Element 
  $\tilde\eta$ f"ur $\eta\in\op{Var}(X,\mathfrak g)$ gegeben durch
  $\eta:x\mapsto (\op{Ad}\psi(x))^{-1}(\xi)$.
  Insbesondere wird $\xi\otimes 1-1\otimes \chi(\xi)$ f"ur
  $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$ abgebildet auf $\tilde\eta -\chi(\xi)=\tilde\eta -\chi\circ\eta$ und damit wieder auf ein Element von $\mathcal I_\chi$.
  Folglich ist $\mathcal I_\chi$  f"ur
  $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$ invariant unter allen
  Automorphismen unseres B"undels.\label{invAo} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine algebraische Gruppe $G$ und eine glatte Variet"at $X$ und ein $G$-Linkshauptfaserb"undel
  $\pi:E\ra X$ und ein Element $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$
  k"onnen wir in der relativen Einh"ullenden $\mathcal D_\pi$
  die Idealgarbe $\mathcal I_\chi$ betrachten, die von allen $\xi\otimes 1-1\otimes \chi(\xi)$
  in Bezug auf eine lokale Trivialisierung unseres Hauptfaserb"undels
  erzeugt wird. Nach  \ref{invAo} ist dann der Quotient
  $\mathcal D_\pi/\mathcal I_\chi$ eine Garbe von getwisteten Differentialoperatoren auf $X$. Ich konstruiere in dieser Situation
  eine "Aquivalenz
  $$\mathcal D_\pi/\mathcal I_\chi\op{-Modqk}\sirra \op{Dmodqk}_{G{\ssearrow}E}^\chi$$
  zwischen der Kategorie der
  Moduln "uber unserer Garbe von getwisteten Differentialoperatoren
  in der Basis, die $\mathcal O_X$-quasikoh"arent sind,
  und der Kategorie der $\mathcal O_X$-quasikoh"arenten $G$-$\chi$-monodromen
  Differentialmoduln auf dem Hauptfaserb"undel.  
HIER WEITERARBEITEN!
\end{Bemerkungl}

Das Zur"uckziehen von Funktionen definiert 
jedoch stets eine  kanonische
Einbettung $\cal{O}_{X} \hookrightarrow
\cal{D}_{\pi}$ und das Anwenden auf zur"uckgeholte Funktionen
definiert stets einen  kanonischen Epimorphismus
$\cal{D}_{\pi}\sra \cal{D}_{X}.$

Ist $H$ kommutativ,
so ist die Rechtsoperation von $H$ auf $Y$ 
auch eine Linksoperation $H\times Y\ra Y,$ $(h,y)\mapsto yh,$ und 
das Tangential an diese Linksoperation liefert
einen kanonischen Homomorphismus 
$\frak{h}\ra\Gamma\cal{D}_{\pi},$ 
den wir auch abk"urzend $\frak{h}\ra\cal{D}_{\pi}$ notieren
und der im Fall eines trivialisierten B"undels
mit unserer expliziten Einbettung von oben zusammenf"allt.




\subsection{For Pavle}


\begin{Bemerkungl}
  Let $f:X\ra Y$ be a morphism of smooth varieties and
  $\mathcal M$ and $\mathcal N$ be  $\mathcal D$-modules over
  these respectively. By a morphism
  or better opkomorphism $\varphi:\mathcal M\ra \mathcal N$ of $\mathcal D$-modules over $f$ we mean am morphism
  $f^*\mathcal N\ra \mathcal M$ of $\mathcal D$-modules over $X$, for
  $f^*\mathcal N$ the $\mathcal O$-module pullback. In particular a morphism
  over the identity on $X$ is opposed to a morphism of $\mathcal D_X$-modules.
  In this way we get a fibration of categories which can even
  be made into a ``multifibration'', but here is not the place for
  this kind of generalities.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Let $a:G\times X\ra X$ be an action of an algebraic group
  or more generally a smooth algebraic monoid on a
  smooth algebraic variety. Then by an $G$-equivariant $\mathcal D$-module
  on $X$ one means a $\mathcal D$-module $\mathcal F$ on $X$ together
  with a opkomorphism
  $$\alpha:\underline{G}\boxtimes\mathcal F\ra \mathcal F$$
  over the action $a$ satisfying the obvious compatibilities with the notation
  $\underline{G}=\mathcal O_G$ for the ``unit object''. 
  This notion makes sense for general multifibrations, but
   here is not the place for
  this kind of generalities.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Let $G$ be an algebraic group and $\chi:\mathfrak g\ra k$ a
  character of its Lie algebra. Then we can define
  on $\mathcal O_G$ a new structure as a $\mathcal D_G$-module
  by declaring the action of left invariant vector fields on
  functions as the tensor action on $\mathcal O_G\otimes k_\chi$
  and the left action of functions just by multiplication on the
  first factor. Let me call $\underline{G}_\chi$ this $\mathcal D_G$-module.
  One easily checks (sure, the usual boasting and lying as always) that
  if  
 $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$ is actually an
  $\op{Ad}G$-invariant character, then the comultiplication in the
  regular functions on $G$ is an opkomorphism of $\mathcal D$-modules
  $$\underline{G}_\chi\boxtimes \underline{G}_\chi\ra \underline{G}_\chi$$
  over the multiplication $G\times G\ra G$ in the group. This can be
  seen as a ``monoid object with respect to $\boxtimes$'', but here is
  not the place for this kind of generalities. However, note that there
  is a unit in the form of an opkomorphism
  $\underline{\op{var}}\ra \underline{G}_\chi$ over the neutral
  element $\op{var}\ra G$ with  $\op{var}$ the one-point-variety,
  namely the opkomorphism
  ``evaluate at $1$''. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
   Let $a:G\times X\ra X$ be an action of an algebraic group
   on a
  smooth algebraic variety and let $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$ be an
  $\op{Ad}G$-invariant character. By a $G$-$\chi$-monodromic
  $\mathcal D_X$-module we mean a  $\mathcal D$-module $\mathcal F$ on $X$ together
  with a opkomorphism
  $$\alpha:\underline{G}_\chi\boxtimes\mathcal F\ra \mathcal F$$
  over the action $a$ satisfying the obvious compatibilities.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Let now $\pi:E\ra X$ be a principal $G$-bundle on a smooth variety
  with the $G$-action
  from the left. To write out the proofs, Zariski-locally trivial is easier
  than \'etally locally trivial, but both will do. Then it is easily citable
  though I don't know a good reference that
  pulling back we get an equivalence
  $$\op{Dmodqk}_{/X}\sirra \op{Dmodqk}_{/G{\ssearrow}E}$$
  in hopefully obvious notation for $\mathcal O$-quasicoherent
  $\mathcal D$-modules or equivariant $\mathcal D$-modules, respectively.
  If you want to really prove this, restrict to the case $E=G\times X$,
  in which it holds for general multifibrations, but here is not the
  place for this kind of generalities.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Let again $\pi:E\ra X$ be a principal $G$-bundle on a smooth variety
  with the $G$-action
  from the left and let $\chi\in(\mathfrak g^*)^G$ be an
  $\op{Ad}G$-invariant character. Then we obtain a twisted sheaf
  of differential operators $\mathcal D_{\chi}$ on $X$ by starting
  with the Borho-Brylinski relative enveloping algebra
  $\mathcal D_\pi\pdef (\pi_*\mathcal D_E)^G$, which in the trivial case
  $G\times X\ra X$ can be identified with ${\op{U}}(\mathfrak g)\otimes
  \mathcal D_X$, and dividing by the ideal sheaf $\mathcal I_\chi\subset \mathcal D_\pi$
  generated by all
  $\xi-\chi(\xi)$ for $\xi\in \mathfrak g$ in local trivializations,
  wich can easily (hihi) be checked not to depend on the trivialization.
  Then we get similarly an equivalence
  $$\mathcal D_{\chi}\op{-Modqk}_{/X}\sirra \op{Dmodqk}_{/G{\ssearrow}E}^\chi$$
  with $G$-$\chi$-monodromic $\mathcal D_E$-modules on the right.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Now in our case, we start with $K$-equivariant $\mathcal D_\lambda$-modules
  on the flag variety $G/B$ for some twist
  given by a character $\lambda:\mathfrak b\ra k$, which is automatically
  invariant for $\op{Ad}B$. Pulling back, we can rewrite them as
  $\mathcal D$-modules on $G$, which are $(K\times B)$-$\lambda$-monodromic.
  Here $K$ acts on the left and $B$ on the right.
  Well, and then taking the quotient by $K$, we get
  $B$-$\lambda$-monodromic $\mathcal D$-modules on $G/K$.
  Well, in a first run, let now act $K$ on the right and $B$ on the left.
  Then more explicitely our opkomorphism
  $\alpha:\underline{B}_\lambda\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$ over
  $B\times G/K\ra G/K$ giving the monodromic structure
  is nothing else than a module morphism 
  $$\Gamma\mathcal F\ra \mathcal O(B)\otimes \Gamma\mathcal F$$ over
  the ring homomorphism $\mathcal O(G/K)\ra \mathcal O(B)\otimes \mathcal O(G/K)$
  given by the action and defining an algebraic $B$-action on
  $\Gamma\mathcal F$, so a structure of algebraic $B$-representation
  on $\Gamma\mathcal F$. The further conditions translate into
  asking the multiplication
  $$\mathcal D(G/K)\otimes \Gamma\mathcal F\ra \Gamma\mathcal F$$
  to be
   $B$-equivariant and the action of $v\in\mathfrak b$
  as the differential of the action of $B$ on $\Gamma\mathcal F$
  being off by $\lambda(v)$ from the action given by the vector field
  $\xi_v$ on $X$ corresponding to $v$ acting as a differential operator
  $\xi_v\in\mathcal D(G/K)$.
\end{Bemerkungl}


\subsection{tdo's auf der Fahnenmannigfaltigkeit}

\begin{Definition}
Sei $X$ eine glatte komplexe Variet"at. Ein \defind{getwisteter
Ring von Differentialoperatoren} oder kurz eine
 {\bf tdo} \index{tdo} f"ur \glqq twisted
differential operators\grqq\  auf $X$ ist eine Garbe $\cal{D}$ von
$\Bbb{C}$-Ringalgebren auf $X$ mitsamt einer Einbettung $i:
\cal{O}_{X} \hookrightarrow \cal{D}$ derart, da"s diese Daten
lokal isomorph sind zu $\cal{O}_{X} \hookrightarrow \cal{D}_{X}$.
\end{Definition}
\begin{Beispiele}
Unser einziges Beispiel bisher ist $\cal{D}^{\op{opp}}_{X}$.
Wir werden im folgenden jedoch viele weitere Beispiele konstruieren.
\end{Beispiele}


Gegeben $G \supset B \supset B_{\op{u}}$ eine zusammenh"angende
reduktive algebraische Gruppe, eine Borel'sche und ihr unipotentes
Radikal bezeichne $H_B = B/B_{\op{u}}$ den \glqq abstrakten
maximalen Torus von $B$\grqq\  und $\frak{h}_B$ seine Lie-Algebra.
Wir interessieren uns wie in \ref{bas} f"ur das $H_B$-Hauptfaserb"undel
$$G /B_{\op{u}} \ra G/B$$
und seine relative Einh"ullende $\cal{D}_{[B]}.$
Die Konstruktion von $\cal{D}_{[B]}$ liefert uns eine Einbettung
$\frak{h}_B \hookrightarrow \cal{D}_{[B]}$, deren Bild
zentral ist in $\cal{D}_{[B]} (U)$ f"ur alle $U \co G/B$.
Die Konstruktion von $\cal{D}_{[B]}$ liefert weiter eine
Einbettung $\cal{O}_{G/B} \hookrightarrow \cal{D}_{[B]}$, und die
$G$-Operation auf $G/B_{\op{u}}$ liefert schlie"slich noch einen
Morphismus $\frak{g} \ra  \cal{D}_{[B]}$, der zusammen
mit der Einbettung $\cal{O}_{G/B} \hookrightarrow \cal{D}_{[B]}$
einen Morphismus von der vertwisteten Einh"ullenden
$\cal{O}_{G/B}\otimes_\DC U (\frak{g})$ in die relative Einh"ullende
$\cal{D}_{[B]}$ liefert. Man sieht lokal, da"s er eine Surjektion ist, und wir
haben damit
$$\cal{O}_{G/B} \otimes_{\Bbb{C}} U (\frak{g}) \twoheadrightarrow
\cal{D}_{[B]}\leftarrow \frak{h}_B$$
Zum Teil kann und sollte das noch kanonischer gesagt werden:
Statt dem Quotienten $G/B$ f"ur eine ausgew"ahlte 
Borel'sche $B$ betrachten die Variet"at $\mathcal B$ aller Borel'schen von $G,$ 
die sogenannte \defind{Fahnenmannigfaltigkeit} von $G$
aus \ref{NONN}. Weiter erinnern wir den absoluten
maximalen Torus mit seinem System positiver Wurzeln
$(H,R^+)$ aus \ref{absMT} und seine Rechtsoperation auf $G/B_{\op{u}}$, die
unseren Morphismus $G/B_{\op{u}}\ra\mathcal B$ zu einem $H$-Hauptfaserb"undel
macht.  
 Wir setzen 
$\op{Lie} H=\frak{h}.$

\begin{Bemerkung}
Das Hauptfaserb"undel aus \ref{K1} liefert eine kanonische
Konstruktion von $\cal{O} (\lambda)$ f"ur alle $\lambda \in
\Bbb{Z} R$. Ich h"atte gerne eine kanonische Konstruktion in
voller Allgemeinheit. Gibt es zum Beispiel eine kanonische Wurzel
$\cal{O} (-\rho)$ des kanonischen B"undels $\cal{O}(-2\rho)$?
\end{Bemerkung}


Transportieren wir unsere Garben von Algebren her"uber nach $X$, so
erhalten wir damit f"ur jede Borel $B$ ein Diagramm
$$\cal{O}_{X} \otimes_{\Bbb{C}} U (\frak{g}) \twoheadrightarrow
\cal{D}_{[B]} \leftarrow \frak{h}_B$$
\begin{Lemma}
\begin{enumerate}
\item
Die Surjektionen $\cal{O}_{X} \otimes_{\Bbb{C}} U (\frak{g}) \twoheadrightarrow
\cal{D}_{[B]}$ haben f"ur
alle Borel'schen $B$ denselben Kern, wir k"onnen mithin
eine Garbe von Algebren $\cal{D}$ auf $X$ erkl"aren als
den Quotienten von $\cal{O}_{X} \otimes_{\Bbb{C}} U(\frak{g})$
nach diesem gemeinsamen Kern.
Wir nennen $\cal D $ die 
\emph{\bf Mutter aller tdo's}\index{Mutter aller tdo's}
auf der Fahnenmannigfaltigkeit. 
\item
Die offensichtlichen Morphismen $\frak{h}_B
\rightarrow  \cal{D}$ liefern alle denselben Morphismus
$\frak{h} \ra  \cal{D}$.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Sind $B$ und $B'$ zwei Borelsche und w"ahlen wir $a\in G$ mit
$aB'a^{-1}=B$ als da hei"st  $aB'=Ba,$ so wird die 
Komposition $G/B\sira X\sira G/B'$ gegeben durch die Vorschrift 
$gB\mapsto gaB'.$ Wir erhalten  
auch einen Isomorphismus von $H$-Hauptfaserb"undeln,
$G/B_{\op{u}}\sira  G/B'_{\op{u}}$ durch die Vorschrift $gB_{\op{u}}\mapsto gaB'_{\op{u}}.$ Er 
h"angt zwar 
im Gegensatz zu unserem Isomorphismus auf der Basis  
von der Wahl von $a$ ab, je zwei solche Isomorphismen unterscheiden sich
jedoch nur um die Operation von einem geeigneten $h\in H$ auf unseren
Hauptfaserb"undeln. Insbesondere induzieren
sie also dieselbe Abbildung zwischen den relativen Einh"ullenden.
Der Rest des Beweises bleibt dem Leser "uberlassen.
\end{proof}

\begin{Definition}
In der Charaktergruppe $\frak X(H)$ der absoluten Cartan'schen definieren
wir das {\bf absolute 
Wurzelsystem}\index{absolut!Wurzelsystem reduktiver Gruppe} 
und das {\bf absolute System
positiver Wurzeln}\index{absolut!System
positiver Wurzeln} $R \supset R^{+}$ durch die Vorschrift, da"s f"ur
jede Borel'sche $B \subset G$ und jeden maximalen Torus $T \subset
B$ die kanonischen Identifikationen $H\cong B/B_{\op{u}} \cong T$ unsere
$R\supset R^{+}$ mit $R(T,G) \supset -R (T,B)$ identifizieren.
\end{Definition}

\begin{Bemerkung}
In der Literatur findet man auch die entgegengesetzte Wahl von
$R^{+}$ in der Charaktergruppe der 
absoluten Cartan'schen, 
zum Beispiel bei Mili\v{c}i\`{c} \cite{??}.

Die hier verwendete und a priori unnat"urliche Konvention 
stimmt "uberein mit den Konventionen in \cite{Ja} und \cite{BB} und
hat den folgenden Hintergrund:
Man ordnet ganz allgemein jedem Charakter $\lambda
\in X (H)$ auf $H$ eine Isomorphieklasse $\cal{O} (\lambda)$ von
$G$-"aquivarianten freien $\cal{O}_{X}$-Moduln vom Rang Eins zuordnen, 
n"amlich die Garbe der algebraischen
Schnitte im "aquivarianten Geradenb"undel $G
\times^{B} \Bbb{C}_{\lambda}$ auf $G/B$. In der Tat h"angt
dies B"undel nach seinem Transport auf $X$ bis
auf Isomorphismus nicht von der Wahl von $B$ ab.
Der Satz von Borel-Weil besagt, da"s $\cal{O} (\lambda)$ globale
Schnitte besitzt genau dann, wenn mit unserer Wahl von $R^{+}$ gilt
$$\langle \lambda , \al^{\vee}\rangle \geq 0 \quad \forall \al \in
R^{+}$$
Weiter hat $\Gamma \cal{O} (\lambda)$
f"ur unsere Wahl von $R^{+}$ h"ochstes
Gewicht $\lambda$.
Diese Konsequenzen unserer Konventionen rechtfertigen die
Wahl von positiven Wurzeln f"ur die absolute Cartan'sche.
Man beachte jedoch, da"s $H_B$ auf der Gerade 
der $B_{\op{u}}$-Invarianten in $\Gamma \cal{O} (\lambda)$ operiert 
durch den Charakter $w_\circ\lambda.$
\end{Bemerkung}
Sei $\pi : G/B_{\op{u}} \ra G/B = X$ die kanonische Projektion f"ur
eine Borelsche $B \subset G$.
Eine alternative Beschreibung von $\cal{O}(\lambda)$ ist
$${\cal{O}} (\lambda) \cong (\pi_{\ast}
\cal{O}_{B/B_{\op{u}}})_{\lambda}=\{ f \in \pi_{\ast} \cal{O}_{Y} \mid f (yh)
= \lambda (h)^{-1} f(y) \quad \forall y\in B/B_{\op{u}},\; h \in H\}$$
In der Tat liefert diese Konstruktion einen 
$G$-"aquivarianten lokal freien $\cal{O}_{X}$-Modul von Rang eins, 
und auf der geometrischen Faser $\cal{O}
(\lambda)\otimes_{\cal{O}_{X,x}} \Bbb{C}$ bei $B = x \in X$ des so
definierten $\cal{O} (\lambda)$ operiert die Isotopiegruppe $B$
durch den Charakter $\lambda$: In der Tat haben wir
$$(bf) (b_{1}B_{\op{u}}) = f (b^{-1}b_{1}B_{\op{u}}) = \lambda (\bar{b}) f
(b_{1}B_{\op{u}})$$ f"ur alle lokalen Schnitte $f$ um $x$ von
$(\pi_{\ast} \cal{O}_{B/B_{\op{u}}})_{\lambda}$.
Diese Beschreibung zeigt, da"s ${\cal{O}} (\lambda) \subset
\pi_{\ast} \cal{O}_{B/B_{\op{u}}}$ ein $\cal{D}$-Untermodul ist.

F"ur alle $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ ist das Auswerten eines Elements von
$U(\frak{h}) = S (\frak{h})$ an der Stelle $\lambda$ ein Homomorphismus $U(\frak{h})
\twoheadrightarrow \Bbb{C}$, und wir bezeichnen mit
$\Bbb{C}_{\lambda}$ die so definierte $U (\frak{h})$-Algebra.



F"ur alle $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ setzen wir nun $\cal{D}_{\lambda}=\cal{D}
\otimes_{U(\frak{h})} \Bbb{C}_{\lambda}$ und erhalten mit der induzierten
Abbildung $\cal{O}_{X} \ra \cal{D}_{\lambda}$ eine Algebra von
getwisteten Differentialoperatoren auf $X$. F"ur $\lambda =0$ erhalten
wir speziell $\cal{D}_{0} = \cal{D}_{X}$ nach der allgemeinen
Theorie von relativen Einh"ullenden \ref{??}.
F"ur $\lambda\in X(H)$ faktorisiert die Operation von $\cal{D}$
auf ${\cal{O}} (\lambda)$ "uber ${\cal{D}}_\lambda$ und zeigt 
$${\cal{O}} (\lambda)\in {\cal{D}}_\lambda\op{-mod}$$
Man kann zeigen, da"s f"ur $\lambda\in X(H)$ die Garbe ${\cal{D}}_\lambda$
sogar genau die Garbe aller \glqq differentiellen Endomorphismen\grqq\  von
${\cal{O}} (\lambda)$ ist.










\subsection{Die Einbettung des Zentrums}
Wir erinnern zun"achst an den Harish-Chandra-Isomorphismus \cite{??}.
Sei $\frak{g}$ eine 
komplexe reduktive Lie-Algebra,
$Z\subset U (\frak{g})$ das Zentrum ihrer universellen
Einh"ullenden und $\frak{h}$ die absolute Cartansche
mit ihrem  System $R^+\subset \frak{h}^\ast$ 
von absoluten positiven Wurzeln.
Es gibt genau einen Homomorphismus
$\xi^\sharp : Z \ra \Bbb{C} [\frak{h}^{\ast}]$
des Zentrums in die Algebra der polynomialen Funktionen auf
$\frak{h}^{\ast}$ derart, da"s $z \in Z$ auf dem einfachen
$\frak{g}$-Modul mit h"ochstem Gewicht
$\lambda$ operiert durch den Skalar $(\xi^\sharp  (z)) (\lambda)$.
Wir nennen $\xi^\sharp$ den {\bf absoluten
Harish-Chandra-Homomorphismus}\index{absolut!Harish-Chandra-Homomorphismus} und
bezeichnen mit $\xi:\frak{h}^{\ast}\ra\op{Max}Z$ die in 
der Gegenrichtung induzierte Abbildung auf den maximalen Idealen.


Bezeichnet $\rho\in\frak{h}^{\ast}$ die Halbsumme der positiven Wurzeln 
$\rho = \frac{1}{2} \sum_{\alpha \in R^{+}} \alpha$ und
definieren wir die zum Fixpunkt $-\rho$ verschobene sogenannte
\defind{dot-Opera\-tion} der Weylgruppe $W$ auf $\frak{h}^{\ast}$
durch die Vorschrift
$$x \cdot \lambda = x (\lambda + \rho)-\rho,$$
so induziert $\xi^\sharp $ einen Isomorphismus des Zentrums mit den 
unter der
dot-Operation der Weylgruppe invarianten polynomialen Funktioen
auf $\frak{h}^{\ast}$, in Formeln
$$\xi^\sharp  : Z \overset{\sim}{\ra} \Bbb{C}
[\frak{h}^{\ast}]^{(W\cdot)}$$
Geometrisch bedeutet dieser Isomorphismus, da"s unser $\xi: \frak{h}^{\ast}\ra\op{Max}Z$
eine Bijektion 
zwischen den $(W\!\cdot)$-Bahnen auf $\frak{h}^{\ast}$
und den maximalen
Idealen es Zentrums
$((W\!\cdot)\backslash\frak{h}^{\ast})\sira\op{Max}Z$ induziert.


Der einfache Modul mit h"ochstem Gewicht $\lambda$
ist nat"urlich genau unser $\Gamma {\cal{O}}(\lambda)$ von eben.
Nat"urlich liefert das Verschieben um $\rho$ einen Isomorphismus
$(-\rho)^{\sharp} : \Bbb{C} [\frak{h}^{\ast}]^{(W\cdot)}
\overset{\sim}{\ra} \Bbb{C} [\frak{h}^{\ast}]^{W}$
Die meisten Autoren bezeichnen als
Harish-Chandra-Isomorphismus die Verkn"upfung $(-\rho)^{\sharp}
\circ \xi^{\sharp}:Z \overset{\sim}{\ra} \Bbb{C}
[\frak{h}^{\ast}]^{W}$.
Dann operiert allerdings $z\in Z$
auf der einfachen Darstellung mit h"ochstem Gewicht $\lambda$
durch den Wert seines Bildes
an der Stelle $\lambda+\rho.$

\begin{Proposition}[\textbf{Die Mutter aller tdo's und das Zentrum}]
Die Einbettung des Zentrums $Z$ der Einh"ullenden 
einer reduktiven komplexen Lie-Algebra  $\frak{g}$
in die Mutter $\cal D$ aller tdo's auf ihrer Fahnenmanigfaltigkeit 
faktorisiert "uber den absoluten Harish-Chandra-Homomorphismus
gefolgt von der kanonischen Einbettung der Einh"ullenden 
der absoluten Cartan'schen, in Formeln 
kommutiert also das Diagramm
$$\begin{array}{ccccc}
Z \;\;\;\;&\hookrightarrow & U (\frak{g}) & \ra & \cal{D} \\
\downarrow \;\;\;\;& & & &\uparrow \\
\Bbb{C}[\frak{h}^{\ast}]^{(W\cdot)} & \hookrightarrow
&\Bbb{C}[\frak{h}^{\ast}] & \overset{\sim}{\ra} &U(\frak{h})
\end{array}$$
\end{Proposition}
\begin{proof}[Beweis]
Wir fassen $G/B_{\op{u}}$ auf als homogenen Raum f"ur $G\times H$,
indem wir $H$ identifizieren mit $B/B_{\op{u}}$ und 
die Operation erkl"aren durch  $(g,h)
g_{1}B_{\op{u}} = gg_{1}hB_{\op{u}}$.
Die Standgruppe der Nebenklasse $B_{\op{u}} \in G/B_{\op{u}}$ ist das
Bild von $i: B \hookrightarrow G \times H$, $b \mapsto
(b,\bar{b}^{-1})$ und der geometrische Halm der Garbe der
Differentialoperatoren auf $G/B_{\op{u}}$ (f"ur die Rechtsoperation der
Garbe der regul"aren Funktionen) ist damit als Darstellung von
$\frak{g} \times \frak{h}$ isomorph zu
$$U (\frak{g} \times \frak{h}) \otimes_{U(i\frak{b})}
\bigwedge^{\op{max}}((\frak{g} \times \frak{h}) / i\frak{b})$$
Auf diesem Raum operiert $\cal{D}$ treu, es reicht also, auf
diesem Raum den Zusammenhang zwischen der Operation von $Z$ und
der Operation von $U(\frak{h})$ zu verstehen.
Wir identifizieren $U (\frak{g} \times \frak{h}) \cong U(\frak{g})
\otimes_{\Bbb{C}} U (\frak{h})$ und w"ahlen $v \in
\bigwedge^{\op{max}}$.
Sei weiter $T_{B} \subset B$ ein maximaler Torus und $\frak{t}_{B}$ seine
Lie-Algebra. Gegeben $z \in Z$ finden wir ${\xi}_{B}^\sharp (z) \in
U(\frak{t}_{B})$ mit $z - {\xi}^\sharp_{B} (z) 
\in U(\frak{g}) \frak{b}_{\op{u}}$.
Diese Differenz t"otet den tiefsten Gewichtsraum jeder einfachen
endlichdimensionalen Darstellung, und wir folgern
$$(\xi^\sharp (z))(\lambda) = ({\xi}_{B}^\sharp (z)) (w_{\circ}
\lambda)$$
unter der Identifikation $\frak{h} \cong \frak{h}_{B} \cong
\frak{t}_{B}$, also $\xi^\sharp = w_{\circ}^{\sharp} \tilde{\xi}_{B}^\sharp$
f"ur alle Borelschen $B$.
Wir behaupten nun
$$\begin{array}{lll}
(z\otimes 1) (1\otimes v) &=& ({\xi}_{B}^{\sharp}z \otimes 1) (1
\otimes v)\\[2mm]
&=& (w_{\circ}^{\sharp}{\xi}^{\sharp}z \otimes 1) (1
\otimes v)\\[2mm]
&=& (1\otimes (+2\rho)^{\sharp}w_{\circ}^{\sharp}{\xi}^{\sharp}z ) (1
\otimes v)\\[2mm]
&=& (1\otimes {\xi}^{\sharp}z ) (1
\otimes v)\end{array}$$
Die erste Gleichung folgt aus der Definition von 
${\xi}_{B}^{\sharp},$ die zweite haben wir schon gerechtfertigt.
Um die dritte Gleichung einzusehen, bemerkt man, da"s  
f"ur $a \in \frak{t}_{B}$ das Element $a \otimes
1-1\otimes a = ia$ auf $1\otimes v$ operiert durch den Skalar $\langle
2\rho, a\rangle$, mithin operiert $a \otimes 1$ wie $1\otimes (a+
\langle 2\rho,a\rangle).$ Das bedeutet, da"s
f"ur $a \in U(\frak{t}_{B})$
das Element $a \otimes 1$ auf
$1\otimes v$ operiert wie $1 \otimes (+2\rho)^{\sharp}a.$
Die letzte Gleichung schlie"slich folgt aus
$w_{\circ}(\lambda + 2\rho)) =  w_{\circ} \cdot \lambda$
da ja $\xi (z)$ in den dot-Invarianten liegt.
Ist nun $v\neq 0,$ so erzeugt aber $1\otimes v$ schon den ganzen 
$(\frak{g} \times \frak{h})$-Modul
und die Proposition folgt.
\end{proof}

\begin{Theorem}[\textbf{Differentialoperatoren auf Fahnenmannigfaltigkeiten}]
Die kanonische Abbildung definiert f"ur alle $\lambda\in\frak{h}^\ast$
einen Isomorphismus zwischen dem Quotienten der universellen
Einh"ullenden von $\frak{g}$ nach dem von $\xi(\lambda)\in\op{Max}Z$
erzeugten Ideal und den globalen um $\lambda$ getwisteten 
Differentialoperatoren auf der Fahnenmannigfaltigkeit
$$U(\frak{g})/\langle\xi(\lambda)\rangle\sira \Gamma(X;\cal{D}_\lambda)$$
\end{Theorem}
\begin{proof}[Beweisskizze]
Man geht zur assoziierten graduierten Situation "uber und mu"s zeigen,
da"s die Funktionen auf dem nilpotenten Kegel isomorph
sind
zu den Funktionen auf dem
Kotangentialb"undel
an die Fahnenmannigfaltigkeit etc.
\end{proof}
\begin{Bemerkung}
Man zeigt, da"s $$\cal{D}_\lambda/\cal{D}_\lambda\frak{m}_x\cong 
U (\frak{g}) \otimes_{U(\frak{g}_x)}
(\bigwedge^{\op{max}}(\frak{g} / \frak{g}_x)\otimes_\DC \DC_\lambda)\cong
\Delta(\frak{g}_x,\lambda-2\rho)$$ der Vermamodul 
bez"uglich der Borelschen $\frak{b}=\frak{g}_x$ 
mit h"ochstem Gewicht $\lambda-2\rho$
ist.  
\end{Bemerkung}


\subsection{Lokalisierung}
\begin{Definition}
Sei $X$ eine glatte Variet"at und $\cal{A}$ eine tdo auf $X$. So
bezeichnet $\cal{A}\op{-mod}^{\op{qc}}$ die Kategorie aller Garben von
Modulen "uber der Garbe von Ringen $\cal{A}$, die quasikoh"arent
sind als $\cal{O}_{X}$-Moduln.
Wir sprechen $\cal{A}\op{-mod}^{\op{qc}}$ auch oft 
abk"urzend an als die Kategorie der 
\defnoind{$\cal{A}$-Moduln}
auf $X,$\index{Modul!"uber Garbe von Ringen}
obwohl dieser Begriff 
eigentlich reserviert ist f"ur die Kategorie $\cal{A}\op{-mod}$ {\em aller}
$\cal{A}$-Moduln ohne irgendwelche Zusatzbedingungen.
\end{Definition}

\begin{Definition}
Sei $\frak{g}$ eine komplexe reduktive Lie-Algebra und
$\frak{h}$ ihre abstrakte Cartansche.
Bezeichne $\rho\in\frak{h}^{\ast}$ die Halbsumme der positiven Wurzeln 
$\rho = \frac{1}{2} \sum_{\alpha \in R^{+}} \alpha.$ 
\begin{enumerate}
\item
Ein Gewicht $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ 
hei"st {\bf dominant}\index{dominant!Gewicht} genau
dann, wenn gilt
$$\langle \lambda +\rho, \alpha^{\vee} \rangle \not\in \{-1,-2, \ldots\}
\quad \forall \alpha \in R^{+}$$
\item
$\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ hei"st 
{\bf regul"ar}\index{regul"ar!Gewicht} genau dann,
wenn gilt $\langle \lambda + \rho, \alpha^{\vee}\rangle \neq 0
\quad \forall \alpha \in R^{+}$.
\item
$\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ hei"st {\bf ganz}\index{ganz!Gewicht} genau dann,
wenn gilt $\langle \lambda, \alpha^{\vee}\rangle \in\DZ
\quad \forall \alpha \in R$.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkung}
Diese Begriffsbildungen sind angepa"st an 
unsere speziellen Konventionen. 
In der Literatur findet man sie oft auch ohne die
$\rho$-Verschiebung. Man beachte, da"s die h"ochsten Gewichte der
einfachen endlichdimensionalen Darstellungen in
diesem System von Konventionen genau die dominanten regul"aren ganzen
Gewichte sind.
Die letzte Bedingung h"atten wir nat"urlich auch schreiben k"onnen 
in der Form
$\langle \lambda + \rho, \alpha^{\vee}\rangle \in\DZ
\quad \forall \alpha \in R$.
\end{Bemerkung}

\begin{Satz}[\defind{Lokalisierung}]
Ist $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ dominant und regul"ar, so 
liefert der Funktor der globalen Schnitte eine "Aquivalenz von Kategorien
$$\Gamma:\cal{D}_\lambda\op{-mod}^{\op{qc}}\sira 
U(\frak{g})/\langle\xi(\lambda)\rangle\op{-mod}$$
\end{Satz}
\begin{proof}[Beweis]
Das folgt mit abstrakten Argumenten aus dem anschlie"senden genaueren Satz.
\end{proof}


\begin{Satz}
\begin{enumerate}
\item
Ist $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ dominant, so haben
$\cal{D}_{\lambda}$-Moduln keine h"ohere Kohomologie.
\item
Ist $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ dominant und regul"ar, so wird
jeder $\cal{D}_{\lambda}$-Modul erzeugt von seinen globalen
Schnitten.
\end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{proof}[Beweis]
Wir beginnen mit 
\begin{Lemma}\label{allg}
Seien $\lambda , \mu \in \frak{h}^{\ast}$ und $\cal{M} \in
\cal{D}_{\lambda}\op{-mod}$, $\cal{N} \in \cal{D}_{\mu}\op{-mod}$.
So faktorisiert die Tensoroperation von
$\cal{O}_{X}\otimes_{\Bbb{C}} U(\frak{g})$ auf
$\cal{M}\otimes_{\cal{O}_{X}}\cal{N}$ "uber
$\cal{D}_{\lambda+\mu}$.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
"Uber jeder dicken Zelle trivialisieren wir die tdo's und sehen
die Behauptung so explizit ein.
\end{proof}

Wir w"ahlen nun eine feste Borelsche $B.$
Gegeben eine
endlichdimensionale Darstellung $V$ von $G$ betrachten wir 
das Vektorb"undel $G \times^{B} V$ und die
Garbe $\cal{V}$ der algebraischen Schnitte in dieses B"undel.
Unser $\cal{V}$ ist als
$\cal{O}_{X}$-Modul isomorph zu einer direkten Summe von $d =
\op{dim}_{\Bbb{C}} V$ Kopien von $\cal{O}_{X}$ nach \ref{??}.
Nach unserer Wahl von $R^{+}$ hat $V$ als Darstellung von $B$ eine
Filtrierung
$$0= V_{0} \subset V_{1} \subset \ldots \subset V_{d} = V$$
mit $V_{i}/V_{i-1} \cong \Bbb{C}_{\mu (i)}$ derart, da"s die Folge
der $\mu (i)$ nie f"allt, in Formeln $\mu (j) \in \mu (i) +
\Bbb{N} R^{+} \Rightarrow j \geq i$.
Diese Filtrierung induziert auf $\cal{V}$ eine Filtrierung
$$0 = \cal{V}_{0} \subset \cal{V}_{1} \subset \ldots
\subset\cal{V}_{d} = \cal{V}$$ mit Subquotienten $\cal{O} (\mu (i))$.
Wir k"urzen ab jetzt 
$\cal{F}\otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{O}(\mu)=\cal{F}(\mu)$ ab.
Bilden wir "uber $\cal{O}_{X}$ das Tensorprodukt mit 
von $\cal{V}$ mit einem $\cal{O}_{X}$-Modul $\cal{F}$, so
erhalten wir auf dem $\cal{F}\otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$ eine
Filtrierung
$$0= \cal{F}_{0} \subset \cal{F}_{1} \subset \ldots \subset
\cal{F}_{d} = \cal{F} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$$
mit Subquotienten $\cal{F}_{i}/\cal{F}_{i-1} \cong \cal{F}(\mu (i))$.
Andererseits haben wir nat"urlich auch einen Isomorphismus von
$\cal{O}_{X}$-Moduln $\cal{F} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V} \cong
\cal{F} \oplus \ldots \oplus \cal{F}$ mit $d$ Summanden
auf der rechten Seite.

Unser $\cal{V}$ ist sogar ein $\cal{O}_{X}\otimes_{\Bbb{C}} U
(\frak{g})$-Modul in offensichtlicher Weise,
und unsere Filtrierung darauf ist mit dieser Struktur vertr"aglich.
Ist zus"atzlich 
$\cal{F}$ ein $\cal{D}_{\lambda}$-Modul f"ur
$\lambda\in\frak{h}^\ast,$ so
wird auch $\cal{F}\otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$
ein $\cal{O}_{X} \otimes_{\Bbb{C}}
U(\frak{g})$-Modul und unsere Filtrierung 
auf $\cal{F}\otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$ ist wieder mit dieser Struktur vertr"aglich.
Nach \ref{allg} haben wir also insbesondere 
$\cal{F}_{i}/\cal{F}_{i-1}\in\cal{D}_{\lambda + \mu
(i)}\op{-mod}^{\op{qc}}.$
Nach \ref{??} operiert dann $Z \subset U (\frak{g}) \subset \cal{O}_{X}
\otimes_{\Bbb{C}} U(\frak{g})$ durch den Charakter $\xi (\lambda +
\mu (i))$ auf dem entsprechenden Subquotienten von $\cal{F}
 \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$, insbesondere faktorisiert also
die Operation von $Z$ auf unserer Garbe 
$\cal{F} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$
durch einen endlichdimensionalen
Quotientenring von $Z.$ Mithin zerf"allt 
$\cal{F} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$
unter der Operation von $Z$ in eine endliche direkte Summe
"uber $\chi\in \op{Max}Z$ der Garben aller Schnitte,
die von einer geeigneten Potenz von $\chi$ anulliert werden und
die wir die \defind{Hauptgarben} zum \glqq Eigenwert\grqq\  $\chi$ nennen.
Der eigentliche Trick besteht nun darin, diese \glqq Hauptgarbenzerlegung\grqq\ 
und die offensichtliche Zerlegung $\cal{F} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V} \cong
\cal{F} \oplus \ldots \oplus \cal{F}$
gegeneinander auszuspielen. Wir beginnen mit dem Beweis
der ersten Behauptung.

1. Gegeben $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ und $\cal{G} \in
\cal{D}_{\lambda}\op{-mod}^{\op{qc}}$ betrachten wir f"ur $\nu \in X(H)$
dominant regul"ar den $\cal{D}_{\lambda + \nu}$-Modul $\cal{G}(\nu)$
und den
einfachen $G$-Modul $V$ mit tiefstem Gewicht $-\nu$ und bilden
$\cal{G} (\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$ mit seiner
Filtrierung wie zuvor.
Ist $\lambda$ dominant,
so ist $\cal{G} (\nu) _{1}\cong \cal{G}$ 
genau die $\xi (\lambda)$-Hauptgarbe
von $\cal{G} (\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V},$
aufgrund geometrischer Eigenschaften der Weylgruppenoperation,
d.h.\ die Einbettung 
$$\cal{G}  \cong \cal{G}(\nu)_{1}\hra 
\cal{G} (\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}$$
spaltet.
Insbesondere ist also $\cal{G}$ als Garbe von
$\Bbb{C}$-Vektrorr"aumen ein direkter Summand in $\cal{G} (\nu) \oplus \ldots \oplus
\cal{G} (\nu)$ f"ur alle $\nu \in X (H)$
dominant regul"ar.
Ist $\cal{G}$ koh"arent als $\cal{O}_{X}$-Modul, so ist
$\cal{G}(\nu)$ azyklisch f"ur \glqq hinreichend gro"ses\grqq\  $\nu$ und
damit mu"s dann auch $\cal{G}$ azyklisch sein.

Ist $\cal{G}$ nur quasikoh"arent, so argumentiert man feiner wie folgt:
Nach \cite{??} ist ja jeder quasikoh"arente $\cal{O}_{X}$-Modul
auf einer algebraischen Variet"at der direkte Limes seiner 
koh"arenten Untermoduln, und nach \cite{??} kommutiert auf
noetherschen topologischen
R"aumen die Garbenkohomologie mit direkten Limites.
Es reicht also zu zeigen, da"s jede Einbettung $\cal{F}\hra\cal{G}$
von einem koh"arenten $\cal{O}_{X}$-Untermodul die Nullabbildung
auf allen h"oheren Kohomologiegruppen induziert.
F"ur alle dominanten $\nu$ k"onnen wir diese Einbettung 
aber faktorisieren in
$$\cal{F}\hra \cal{F}(\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}\ra
\cal{G} (\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}\ra \cal{G}$$
und $\cal{F}(\nu) \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}\cong 
\cal{F}(\nu) \oplus \ldots \oplus \cal{F}(\nu)$
hat keine h"ohere Kohomologie f"ur hinreichend gro"ses $\nu,$ da
das zugeh"orige Geradenb"undel $\cal{O}(\nu)$ ample ist
unter der Voraussetzung 
$\langle \nu, \alpha^{\vee}\rangle>0\quad\forall\alpha\in R^+.$

2. Wir wissen nun bereits, da"s der Funktor der globalen Schnitte
exakt ist auf $\cal{D}_{\lambda}\op{-mod}^{\op{qc}}$.
Es reicht also zu zeigen, da"s ein von Null verschiedenes 
$\cal{G}\in\cal{D}_{\lambda}\op{-mod}^{\op{qc}}$ auch
von Null verschiedene globale Schnitte hat.
Ist aber $\lambda$ regul"ar, so folgt mit "ahnlichen Argumenten
wie eben, da"s die Surjektion
$$\cal{G} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}\sra
\cal{G} (\nu)$$
spaltet, und da $\cal{G} (\nu)$ globale Schnitte hat f"ur 
hinreichend gro"ses $\nu,$ folgt dasselbe erst f"ur 
$\cal{G} \otimes_{\cal{O}_{X}} \cal{V}\cong 
\cal{G} \oplus \ldots \oplus \cal{G}$
und dann auch f"ur $\cal{G}.$
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Ich habe mich "uberzeugt, da"s unter Lokalisierung
der Vermamodul $\Delta(-x\rho-\rho)=\Delta(xw_\circ \cdot\rho)$
dem Differentialmodul $j_!\underline{BxB/B}$ entspricht.
Im Fall $x=e$ entspricht so der einfache Vermamodul der
Ein-Punkt-Zelle, und die Vermamoduln mit
nichtverschwindendem Quotienten in der parabolischen Kategorie 
zu einer Parabolischen $P$ sind die $\Delta(xw_\circ \cdot\rho)$
mit $x$ maximal in $W_Px$, was auch geometrisch richtig scheint. 
\end{Bemerkungl}

\subsection{"Ubersetzungstabelle}
Um das Studium der Literatur zu erleichtern, diskutieren wir hier
den Zusammenhang unserer Notationen mit den Notationen in
\cite{BeBe} und \cite{HMSW}.
"Ubereinstimmung herrscht bei der Fahnenmannigfaltigkeit $X$, der
absoluten Cartanschen $H$ mit ihrer Lie-Algebra $\frak{h}$, dem
Wurzelsystem $R \subset \frak{h}^{\ast}$, und den "aquivarianten
freien $\cal{O}_{X}$-Moduln $\cal{O}(\lambda)$ f"ur
einen Charakter $\lambda$ von $H$.
"Ubereinstimmung herrscht auch hinsichtlich der Frage, wann ein
maximales Ideal im Zentrum der Einh"ullenden regul"ar zu nennen
ist. Unterschiede bestehen in der Wahl des
Harish-Chandra-Homomorphismus und der positiven Wurzeln, und infolge
dessen haben auch die Begriffe dominant, antidominant und
regul"ar f"ur Gewichte $\lambda \in \frak{h}^{\ast}$ in den
verschiedenen Quellen verschiedene Bedeutungen. Die folgende
Tabelle zeigt, wie dasselbe Objekt beziehungsweise dieselbe Eigenschaft in
den verschiedenen Konventionen benannt werden.

\vspace{0,5cm}
\begin{tabular}{ccc}%\hline
Dieser Aufsatz & \cite{BeBe} & \cite{HMSW}\\[4mm]%\hline
$R^{+}$ &$ R^{+}$ & $-\Sigma^{+}$ \\ %\hline
$\rho$ & $\rho$ & $-\rho$ \\ %\hline
$\xi (\lambda)$ & $\sigma (\lambda + \rho)$ & $\gamma (\lambda)$\\ %\hline
$\cal{D}$ & $\tilde{\cal{D}}$ &$\cal{D}_{\frak{h}}$ \\ %\hline
$\cal{D}_{\lambda}$ & $\cal{D}_{\lambda +\rho}$ &
$\cal{D}_{\lambda - \rho} = \cal{D}_{X;\lambda}$ \\ %\hline
$\cal{D}_{\lambda -\rho}$ & $\cal{D}_{\lambda}$ &
$\cal{D}_{\lambda}$ \\ %\hline
$\lambda$ dominant & $\lambda + \rho$ dominant & $\lambda - \rho$
antidominant \\ %\hline
$\lambda - \rho$ dominant & $\lambda$ dominant & $\lambda$
antidominant \\ %\hline
$\lambda - \rho$ regul"ar & $\lambda$ regul"ar & $\lambda$
regul"ar\\ %\hline
$\lambda$ regul"ar & $\lambda + \rho$ regul"ar & $\lambda -\rho$
regul"ar \\ %\hline
$\cal{D}_{X} = \cal{D}_{0}$ & $\cal{D}_{X}=\cal{D}_{\rho}$ &
$\cal{D}_{X} = \cal{D}_{-\rho}$ \\ %\hline

\end{tabular}






\subsection{Noch zu tun}
"Aquivariante $\cal{O}_{X}$-Moduln, Operation der Lie-Algebra auf
Schnitten "uber offenen Teilmengen, Operation der Gruppe auf
globalen Schnitten, direkte Bilder und Urbilder f"ur "aquivariante
Morphismen, Einschr"ankungen der Gruppenoperation.
$$ \begin{array}{ccc}
\left\{ \begin{array}{c}\text{$G$-"Aquivariante} \\
\text{$\cal{O}_{G/B}$-Moduln} \end{array}\right\} &
\overset{\sim}{\ra} &
\left\{ \begin{array}{c} \text{rationale Darstellungen}\\
\text{von $B$} \end{array}\right\}
\end{array}$$
Unter dieser "Aquivalenz werden endlichdimensionale Darstellungen
von $G$ auf der rechten Seite zu freien $\cal{O}_{G/B}$-Moduln von
endlichem Rang auf der linken Seite.

Lokalisierung aller Vermamoduln. Und noch viel mehr! 


\subsection{Satz von Lynch}\index{Lynch}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $\frak{g}=\bigoplus_{i\in\DZ}\frak{g}_i$ eine reduktive komplexe
  Lie-Algebra mit einer $\DZ$-Graduierung. Ist $\eta:\frak{g}_{>0}\ra\DC$ ein
  Charakter derart, da"s es eine invariante symmetrische Form $B$ auf
  $\frak{g}$ und ein $y\in \frak{g}_{<0}$ gibt mit $\op{ker}(\op{ad}y)\cap
  \frak{g}_{>0}=0$ und $\eta(x)=B(x,y)\;\forall x.$ 
So ist der Funktor $\frak{g}\op{-Mod}_\DC\ra \op{Mod}_\DC$ 
der $\frak{g}_{>0}$-$\chi$-Invarianten 
$\op{Hom}^{\frak{g_{>0}}}(\DC_\chi,\;)$ exakt.
In anderen Worten 
haben wir
also f"ur alle
  Darstellungen $V$ von $\frak{g}$ bereits
$${\op{H}}^1(\frak{g}_{>0};V\otimes\DC_{-\eta})=0$$
Das behauptete zumindest Wallach in seinem Vortrag zu Kraft's Sechzigstem. Ich
w"urde es gerne geometrisch mithilfe von Lokalisierung verstehen.
\end{Bemerkungl}




\section{Beilinson-Bernstein-Lokalisierung}
\subsection{Kolloquiumsvortrag zur Lokalisierung}
\begin{Bemerkungl}\label{efg}
  Sei $\frak g$ eine reduktive komplexe Liealgebra, etwa $\frak{g} =
  \frak{gl}(n;\mathbb C)$.  Sei ${\op{U}} (\frak{g})$ ihre universelle Einh"ullende,
  $Z \subset {\op{U}} (\frak{g}) $ das Zentrum und $Z^+ = \op{Ann}_Z \mathbb C
  \subset Z$ der zentrale Annullator der Einsdarstellung.  F"ur $\frak{g} = \frak{sl} (2;\mathbb C)$ w"are etwa $Z =
  \mathbb C [\Omega]$ ein Polynomring 
mit $\Omega = 4 fe + h (h+2)$ dem Casimiroperator, wo
  wir die Basis
\begin{displaymath}
e = \begin{pmatrix}0 & 1\\ 0 & 0 \end{pmatrix},\quad
h= \begin{pmatrix} 1&0\\ 0&-1 \end{pmatrix},\quad 
f = \begin{pmatrix} 0&0\\ 1&0
\end{pmatrix}
\end{displaymath}
von $\frak{sl} (2; \mathbb C)$ verwenden, und wir h"atten $Z^+ = \Omega
\mathbb C [\Omega]$.  Wir konzentrieren uns heute auf die Lokalisierung von
Darstellungen von $\frak{g}$ mit trivialem zentralem Charakter alias Moduln
dem Quotienten ${\op{U}} (\frak{g}) /  Z^+  {\op{U}}(\frak{g})$
nach dem von $Z^+$ erzeugten Ideal.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Sei $X$ die Fahnenmannigfaltigkeit zu $\frak{g}$, formal die Variet"at aller
  \glqq Borel'schen Unteralgebren\grqq\  von $\frak{g}$.  Ist $G$ eine
  zusammenh"angende algebraische Gruppe mit Liealgebra $\op{Lie} G =
  \frak{g}$, so ist die Fahnenmannigfaltigkeit ein homogener Raum $X = G/B$
  f"ur $ B \subset G$ eine Borel'sche Untergruppe. F"ur $G = \op{SL}
  (n;\mathbb C)$ h"atten wir speziell
\begin{equation*}
X = \{ \mathbb C^n = V^n \supset V^{n-1} \supset \ldots \supset V^0 =0 \mid
\op{dim}_{\mathbb C} V^i =i\} = G/ B
\end{equation*}
mit $B$ der Gruppe der invertierbaren oberen Dreiecksmatrizen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Der Satz "uber die Lokalisierung von Darstellungen behauptet nun eine
  "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
\Gamma:\mathcal D_X \op{-mod}^{\op{qc}}\;\sirra
\; {\op{U}}(\frak{g}) / Z^+ {\op{U}} (\frak{g}) \op{-mod} 
\end{equation*}
unserer speziellen Kategorie von Darstellungen mit der Kategorie der 
sogenannten \glqq $\mathcal
D$-Moduln auf der Fahnenmannigfaltigkeit\grqq.  
Das $\mathcal
D$ steht hier f"ur die
Garbe $\mathcal D_X$ der algebraischen
Differentialoperation auf $X,$
und ein Differentialmodul ist
per definitionem eine Garbe von $\mathcal D_X$-Moduln,
die
quasikoh"arent ist als Garbe von Moduln 
"uber der Garbe der regul"aren Funktionen $\mathcal O_X
\subset \mathcal D_X$.  Unter Garben verstehen wir hier Garben f"ur die
Zariski-Topologie. Wie "ublich bezeichnen wir mit 
$\Gamma\cal{F}$ die globalen Schnitte einer Garbe $\cal F.$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}  
Formal ist f"ur jede komplexe nichtsingul"are algebraische
Variet"at $X$ die Garbe von  $\mathbb C$-Ringalgebren
$\mathcal D_X$ erkl"art als die kleinste Untergarbe $\mathcal D_X
\subset \op{End}_{\DC} \mathcal O_X$  der Garbe der komplexlinearen
Endomorphismen der Strukturgarbe $\mathcal O_X$, die 
stabil ist unter Produkten von Schnitten und die sowohl alle auf offenen
Teilmengen definierten Funktionen $\mathcal O_X (U)$---aufgefa"st als
Multiplika\-tions\-operatoren---als auch alle auf offenen Teilmengen definierten
Vektorfelder $\mathcal T_X (U)$---aufgefa"st als 
Derivationsoperatoren---umfa"st.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Konkret ist die Algebra der globalen
algebraischen Differentialoperatoren auf
  $\DC^n$ die {\bf Weylalgebra}\index{Weylalgebra}
\begin{equation*}
\Gamma (\mathcal D_{\DC^n}) = 
\mathbb C \{ X_1, \ldots, X_n, \partial_1,
\ldots, \partial_n \}
\end{equation*}
alias die von den Multiplikationen mit Variablen $X_i$ und den partiellen
Ableitungen $\partial_i$ erzeugte Unteralgebra der Endomorphismenalgebra
des
Polynomrings $\op{End}_{\mathbb C} \mathbb C [X_1, \ldots , X_n]$,
die auch beschrieben werden kann als die assoziative unit"are 
$\DC$-Algebra mit den $2n$ Erzeugern $X_1, \ldots, X_n, \partial_1,
\ldots, \partial_n$ und den Relationen 
$[X_i,X_j]=0=[\partial_i,\partial_j]$ und $[\partial_i, X_j]=\delta_{ij}.$
Der
Funktor der globalen Schnitte definiert dann
eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
\Gamma :\mathcal D_{\mathbb C^{n}}\op{-mod}^{\op{qc}}\;
 \sira\;
 \mathbb C \{X_1, \ldots , X_n, 
\partial_1, \ldots, \partial_n\} \op{-mod}
\end{equation*}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Weiter liefert f"ur jede glatte $G$-Variet"at 
$G \looparrowright X$ die Ableitung
  der Operation einen Homomorphismus von Liealgebren $\frak{g} = \op{Lie} G
  \rightarrow \Gamma (\mathcal T_X)$ der Lie-Algebra unserer Gruppe
in die  Lie-Algebra der globalen Vektorfelder auf $X$ und damit
  einen $\mathbb C$-linearen Ringhomomorphismus ${\op{U}} (\frak{g}) \rightarrow
  \Gamma (\mathcal D_X)$ von der Einh"ullenden in die globalen
Differentialoperatoren.  Im Fall unserer halbeinfachen Liealgebra $\frak{g}$
  und ihrer Fahnenmannigfaltigkeit $X$ induziert dieser Ringhomomorphismus nun
  sogar einen Isomorphismus
\begin{equation*}
{\op{U}} (\frak{g}) / Z^+ {\op{U}}(\frak{g}) \sira \Gamma (\mathcal D_X)
\end{equation*}
mithilfe dessen die globalen Schnitte jedes $\mathcal D_X$-Moduls als ${\op{U}}
(\frak{g})/Z^+ {\op{U}}(\frak{g})$-Modul aufgefa"st werden k"onnen. Das ist die
Zuordnung, von der der Lokalisierungssatz behauptet, sie sei eine "Aquivalenz
von Kategorien.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Wir wollen im folgenden dieser "Aquivalenz im Spezialfall $\frak{g} =
  \frak{sl} (2; \mathbb C)$ etwas bei der Arbeit zusehen.  In diesem Fall
  k"onnen wir ja die Fahnenmannigfaltigkeit $X = \mathbb P^1 \mathbb C$
  "uberdecken durch die beiden offenen affinen Teilmengen $\mathbb C = \mathbb
  P^1 \mathbb C \backslash \{ \infty\} $ und $\mathbb C = \mathbb P^1 \mathbb
  C \backslash \{ 0\}$ und unsere projektive Gerade ist sozusagen
  zusammengeklebt aus zwei Kopien $(\mathbb C, z)$ und $(\mathbb C , w)$ von
  $\mathbb C$, die l"angs $\mathbb C^\times$ gem"a"s 
der Vorschrift $z = w^{-1}$ zu
  identifizieren sind.  Einen Differentialmodul 
$M$ auf $\mathbb P^1 \mathbb C$
  anzugeben bedeutet nichts anderes, als je einen Modul $M_0 \in \mathbb C
  \{w, \partial_w\}\op{-mod}$ und $M_\infty \in \mathbb C \{z,
  \partial_z\}\op{-mod}$ anzugeben nebst einer Identifikation $$M_0[w^{-1}]
  \sira M_\infty [z^{-1}]$$ 
der jeweiligen Lokalisierungen "uber $\mathbb C \{w,
  w^{-1}, \partial_w\} \cong \mathbb C \{z, z^{-1}, \partial_z\}$ in
  hoffentlich offensichtlicher Weise. Die Basisvektoren $e, h, f$ unserer 
Lie-Algebra $\frak{sl} (2; \mathbb C)$ aus \ref{efg} entsprechen dann den
Vektorfeldern
  $z^2\partial_z, 2z \partial_z, \partial_z$.  Verkleben wir $\mathbb C [w]$
  mit $\mathbb C [z]$, so erhalten wir die Strukturgarbe $\mathcal O_{\mathbb
    P^1}$ mit globalen Schnitten 
$\Gamma (\mathcal O_{\mathbb P^1}) = \mathbb C$ der Einsdarstellung.
Auch im allgemeinen haben wir nat"urlich
$
\Gamma:\mathcal O_X  \mapsto \mathbb C$ und
$
\Gamma:\mathcal D_X \mapsto {\op{U}}(\frak{g})/{\op{U}}(\frak{g}) Z^+
$ hatten wir bereits erw"ahnt.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Auf dem $\mathbb C \{z, \partial_z\}$-Modul 
$\mathbb C [\partial_z]\cong \mathbb
  C \{z, \partial_z\} / \mathbb C \{z, \partial_z\} z$ operiert $z$ nilpotent,
  wir haben folglich $(\mathbb C [\partial_z]) [z^{-1}] =0$. Verkleben mit dem
  Nullmodul von $\mathbb C \{w, \partial_w\}$ liefert einen Differentialmodul
  auf $\mathbb P^1 \mathbb C$, der eine Wolkenkratzergarbe bei $0 \in \mathbb
  P^1 \mathbb C$ ist und dort \glqq aus der Dirac'schen $\delta$-Funktion
    und ihren Ableitungen besteht\grqq.  Seine globalen Schnitte bilden einen
  einfachen Vermamodul. Allgemeiner haben wir f"ur $x \in X$ stets
\begin{equation*}
\Gamma:\mathcal D_X / \mathcal D_X \mathfrak{m}_x\; 
\mapsto\; {\op{U}} (\frak{g}) \otimes_{{\op{U}}(\frak{b}_x)}
\bigwedge^{\op{max}} (\frak{g}/\frak{b}_x)
\end{equation*}
f"ur $\frak{b}_x \subset \frak{g}$ 
die Borel'sche Unteralgebra, die dem Punkt $x \in
X$ entspricht, alias die Liealgebra der Isotopiegruppe $G_x \subset G$ des
Punktes $x \in X$.  Hier meint $\mathfrak m_x$ das Ideal der bei $x \in X$
verschwindenden Funktionen und $\mathcal D_X/\mathcal D_X \mathfrak m_x$
ist eine Wolkenkratzergarbe bei $x$ bestehend aus der Dirac'schen
$\delta$-Funktion $\delta_x$ und ihren iterierten partiellen Ableitungen in
alle Richtungen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Verkleben wir $\mathbb C [z]$ mit dem $\mathbb C \{ w,
\partial_w\}$-Modul $\mathbb C [w,w^{-1}]$, so erhalten wir den $\mathcal
D$-Modul $i_\ast \mathcal O_{\mathbb C}$ f"ur $i : \mathbb C \hookrightarrow
\mathbb P^1 \mathbb C$ die Einbettung der $z$-Kopie von $\DC$.  
Seine Schnitte k"onnen
aufgefa"st werden
als meromorphe Funktionen auf $\mathbb P^1 \mathbb C$ ohne Pole au"serhalb
von $\infty$, als globale Schnitte erhalten wir $\mathbb C
[z]$, das \glqq Kategorie-$\mathcal O$-duale\grqq\  eines Vermamoduls mit
h"ochstem Gewicht Null. Er enth"alt die Einsdarstellung $\DC$ als
Untermodul.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wollen wir einen Vermamodul erhalten, so m"ussen wir auf $\mathbb C [w,
  w^{-1}]$ eine neue Struktur als $\mathbb C \{w, \partial_w\}$-Modul
  einf"uhren, die wir etwa mit $\ast$ notieren,
indem wir die Wirkung der Multiplikation mit $w$ 
definieren durch  $w\ast w^i=w^{i+1}$ f"ur $i\neq -1$ aber 
$w\ast w^{-1}=0$
und die Wirkung von $\partial_w$ 
durch $\partial_w\ast w^i=iw^{i-1}$ f"ur $i\neq 0$
aber $\partial_w \ast w^0=w^{-1}.$
Mit dieser Operation wird der Raum $\mathbb C
  [w,w^{-1}]$ wieder ein $\mathbb C \{w, \partial_w\}$-Modul
  $\mathbb C [w,w^{-1}]^\sim.$  

Seine Lokalisierung 
$(\mathbb C [w,w^{-1}]^\sim)[w^{-1}]$ auf das Komplement von $w=0$
ist $\mathbb C
  [w,w^{-1}]$ und die kanonische Abbildung
\begin{equation*}
\mathbb C [w,w^{-1}]^\sim \rightarrow \mathbb C [w, w^{-1}]
\end{equation*}
in die Lokalisierung macht alle negativen $w$-Potenzen zu Null
und bildet alle nichtnegativen $w$-Potenzen auf sich selber ab.  Verkleben wir
nun mit $\mathbb C [z]$, so erhalten wir einen Differentialmodul mit globalen
Schnitten allen
\emph{falsch}  $w^{-n} \in \mathbb C [w,w^{-1}]^\sim$ mit $n \geq 0$
und man erkennt, da"s wir hier einen Vermamodul vor uns haben.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Allgemein beachte man die Bruhat-Zerlegung $G = \coprod_{w \in W} Bw
  B.$ F"ur $G = \op{GL}(n; \mathbb C)$ und $B$ die oberen Dreiecksmatrizen
  spezialisiert sie zur Zerlegung 
 $\op{GL} (n;\mathbb C) = \coprod_{w \in \mathcal S_n} B w
  B$ mit $\mathcal S_n$ den Permutationen alias Permuta\-tions\-matrizen.  
Sie f"uhrt zu
  einer Zerlegung
\begin{equation*}
X = \coprod_{w \in W} B w B/B = \coprod_{w \in W} X (w)
\end{equation*}
deren St"ucke als Variet"aten isomorph sind zu $\mathbb C^{l(w)}$ f"ur $l(w)$
die L"ange von $w$, etwa zur Zahl der Fehlst"ande der Permutation $w$ im Fall 
$\op{GL} (n;\mathbb
C)$.  Eines dieser St"ucke ist eine offene Teilmenge $X (w_\circ) \co X$, die
sogenannte dicke Zelle.  Gegeben $w \in W$ konstruieren wir nun einen
Differentialmodul $i_+ \mathcal O_X (w)$ wie folgt: Wir suchen zun"achst $ g
\in G$ und vertikale Isomorphismen derart, da"s ein kommutatives Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
X (w) \ar@{^{(}->}[r] & g X (w_\circ) \ar@{^{(}->}^j[r]  & X\\
\mathbb C^l \ar[u]^\wr \ar@{^{(}->}[r] & \ar[u]^\wr\mathbb C^n &
}
\end{displaymath}
entsteht mit dem Anf"ugen von Nullen als Abbildung in der unteren Horizontale.
Dann betrachten wir auf $\mathbb C^n$ den Differentialmodul $\mathbb C [x_1,
\ldots, x_l, \partial_{l+1}, \ldots, \partial_n]$ f"ur $n = \op{dim}_{\mathbb
  C} X$ in hoffentlich offensichtlicher Weise und setzen
\begin{equation*}
i_+ \mathcal O_{X(w)} = j_\ast \mathbb C [x_1, \ldots, x_l, \partial_{l+1},
\ldots, \partial_n]
\end{equation*}
Die Frage der Existenz einer Verschiebung $g $ mit den geforderten
Eigenschaften und die Frage der Wohldefiniertheit 
von $i_+ \mathcal O_{X (w)}$ klammern
wir hier aus.  Man kann zeigen, da"s $\Gamma (i_+ \mathcal O_{X(w)}) = \mathbb
C [x_1, \ldots, x_l, \partial_{l+1}, \ldots, \partial_n]$ als 
${\op{U}} (\frak{g}) / Z^+ {\op{U}}
(\frak{g})$-Modul das Kategorie-$\mathcal O$-duale 
eines Verma-Moduls mit h"ochstem
Gewicht $-w \rho - \rho$ ist, f"ur $\rho$ die Halbsumme der positiven Wurzeln.
Im Spezialfall $w =1$ ist $X (1) = \{x\}$ ein Punkt und $i_+ \mathcal O_{X(1)}
= \mathcal D_X / \mathcal D_{x} \mathfrak m_x$ der bereits betrachtete
Wolkenkratzer mit einem einfachen Vermamodul als Raum von globalen Schnitten.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Von der Darstellungstheorie her besonders interessant sind einfache unit"are
  Darstellungen reeller reduktiver Lie-Gruppen $G = G_{\mathbb R}$.  Das
  Bilden der $K_{\mathbb R}$-endlichen Vektoren f"ur $K_{\mathbb R} \subset
  G_{\mathbb R}$ eine maximale kompakte Untergruppe liefert eine Einbettung
\begin{equation*}
\{ \text{Einfache unit"are Darstellung von } G_{\mathbb R}\}
\hookrightarrow \{\text{Einfache $\mathfrak g$-$K$-Moduln}\}
\end{equation*}
f"ur $\frak{g} = \op{Lie}_{\mathbb C} (G_{\mathbb R})$ die komplexifizierte
Liealgebra und $K = (K_{\mathbb R})_{\mathbb C}$ die Komplexifizierung von
$K_{\mathbb R}$ zu einer komplexen algebraischen Gruppe.  Unter einem
$\frak{g}$-$K$-Modul versteht man hier eine abstrakte-algebraische
Darstellung $V$ der Liealgebra $\frak{g}$ mitsamt einer lokal endlichen
algebraischen $K$-Operation derart, da"s die Wirkung $\frak{g} \times V
\rightarrow V$ eine $K$-"aquivariante Abbildung ist und das Differential der
$K$-Operation mit der Wirkung von $\op{Lie} K \subset \frak{g}$
"ubereinstimmt. Unsere Lokalisierung f"uhrt nun auch zu einer "Aquivalenz
\begin{displaymath}
\Gamma:\{K\text{-"aquivariante } \cal{D}_X\text{-Moduln}\}
\;\sira\;
\left\{\begin{array}{c} \text{$\frak{g}$-$K$-Moduln},\\ \text{ die von $Z^+$
      annulliert werden}\end{array}\right\}
\end{displaymath}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wie auch immer die $K$-"aquivarianten $\mathcal D_X$-Moduln genau definiert
  seien, k"onnen wir die einfachen Objekte dieser Kategorie leicht und
  explizit parametrisieren durch die Menge $\op{Par} (X,K) = \{ (Y, \tau) \mid
  Y \subset X $ ist eine $K$-Bahn und $\tau$ ein irreduzibles komplexes
  $K$-"aquivariantes lokales System auf $Y \}$.  In anderen Worten ist also
  $\tau$ eine irreduzible komplexe Darstellung der Komponentengruppe $K_y /
  K^\circ_y$ der Standgruppe $K_y$ eines beliebig aber fest gew"ahlten
  Punktes $y \in Y$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}  
  Zu $\tau$ bildet man nun ein Vektorb"undel mit flachem Zusammenhang
  $\mathcal L (\tau)$ auf $Y$, mithilfe des flachen Zusammenhangs bilden
  seine algebraischen Schnitte einen $\mathcal D_Y$-Modul $\mathcal L (\tau)$,
  und dessen direktes Bild im Sinne von Differentialmoduln unter $i : Y
  \hookrightarrow X$ ist ein $K$-"aquivarianter $\mathcal D_X$-Modul $\mathcal
  M_\pi = i_+ \mathcal L (\tau)$, das sogenannte Standardobjekt zu $\pi =
  (Y,\tau) \in \op{Par}$.  Dieses Standardobjekt schlie"slich hat genau ein
  einfaches Unterobjekt $\mathcal L_\pi \subset \mathcal M_\pi$ und so
  parametrisiert $\op{Par} (X, K)$ die einfachen Objekte unserer Kategorie.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Als n"achstes stellt sich die Frage nach dem Charakter von $\Gamma (\mathcal
  L_\pi)$. Die Charaktere der Standardobjekte $\Gamma (\mathcal M_\pi)$ sind
  nicht schwer zu berechnen, so da"s es reicht, wenn wir die
  Jordan-H"older-Multiplizit"aten $[\mathcal M_\pi : \mathcal L_\varphi]$
  finden.
  Mithilfe der Riemann-Hilbert-Korrespondenz kann diese Frage "ubersetzt
  werden in eine Frage nach der Struktur des Schnittkohomologiekomplexes
  $\mathcal I \mathcal C_{\pi} = \mathcal I \mathcal C (\overline{Y}, \tau)$ von
  $\overline{Y}$ mit getwisteten Koeffizienten $\tau$, und zwar gilt f"ur die
  inverse Matrix
\begin{equation*}
[\mathcal L_\pi : \mathcal M_{\varphi}] = \sum{{ (-1)^i}} \;
[\mathcal H^i \mathcal I \mathcal C_\pi |_Z : \sigma]
\end{equation*}
f"ur $\varphi = (Z,\sigma) \in \op{Par}$.  F"ur die Berechnung der Zahlen auf
der rechten Seite schlie"slich existiert ein expliziter Algorithmus nach
Kazhdan-Lusztig und Lusztig-Vogan. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} 
Zum Beispiel betrachten wir $G_{\mathbb R} =
\op{SL} (2; \mathbb R) \supset K_{\mathbb R} = \op{SO} (2)$.  Auf $X =
\mathbb P^1 \mathbb C$ operiert $K = \mathbb C^\times$ 
mit den drei Bahnen Nordpol
$N$, S"udpol $S$ und Rest $Y$. Auf dem Rest ist die Standgruppe $K_y =
\{\pm 1\}$ und wir haben folglich ein triviales und ein nichttriviales lokal
konstantes System, etwa $\tau$ und $\nu$, womit wir finden
\begin{equation*}
\op{Par} (X, K) = \{ (N, \op{triv}), (S, \op{triv}), (Y,\tau) , (Y, \nu)\}
\end{equation*}
Diese parametrisieren in der Reihenfolge die holomorphe und die antiholomorphe
diskrete Serie mit trivialem zentralem Charakter, die Einsdarstellung
$\mathbb C$ und die ungerade irreduzible Hauptserie mit trivialem zentralem
Charakter.
\end{Bemerkungl}



\section{Versuch zu Picard-Vessiot}
\subsection{Grundlagen}
\begin{Bemerkungl}
  Wir erinnern die Schmelzkategorie der differentiellen abelschen Gruppen
  \eref{dABg}{TSK}. Ihre Monoide hei"sen differentielle Ringe, ihre Abmonoide
  differentielle Kringe. Ein differentieller Kring, der bei Vergessen des Differentials ein K"orper wird,
  hei"st ein differentieller K"orper. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Eine differentielle Kringalgebra $A$ "uber einem differentiellen Kring $R$ ist
  ein differentieller Kring $A$ mit einem Morphismus $R\ra A$.
  Die freie differentielle $R$-Kringalgebra "uber einer Menge kann konstruiert
  werden als der Polynomring ist den von den Elementen dieser Menge indizierten Variablen und deren formalen Ableitungen mit einem offensichtlichen Differential.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}
  Wir arbeiten mit einem differentiellen K"orper $(k,\partial)$ der Charakteristik Null,
  dessen Konstantenk"orper $C\pdef \op{ker}\partial$ algebraisch abgeschlossen
  ist.  Ist  $k$ zus"atzlich k"orperendlich vom Treanszendenzgrad Eins "uber $C$, so ist $k$ nach \eref{FKKn}{KAG} isomorph zum
  K"orper $\mathcal M(X)$ der rationalen Funktionen auf einer irreduziblen
  glatten eindimensionalen $C$-Variet"at $X$ alias algebraischen Kurve und
  $\partial$ bedeutet  geometrisch etwa nach \eref{VgV}{AAG} ein  von Null verschiedenes
  rationales Vektorfeld auf unserer Kurve $X$. Rational soll hier wie im Fall rationaler Funktionen bedeuten, da"s
  unser Vektorfeld \glqq Polstellen\grqq\ haben darf, da"s es sich also formal
  um eine "Aquivalenzklasse von auf nichtleeren offenen Teilmengen
  definierten Vektorfeldern handelt. Im Fall $C=\DC$ haben wir
  f"ur unsere differentiellen K"orper die 
  Beispielklasse
  $$(\mathcal M(X),\partial)$$
  mit $X$ einer vollst"andigen zusammenh"angenden
  riemannschen Fl"ache, $\mathcal M(X)$ dem K"orper
  ihrer meromorphen Funktionen und $\partial$  einem von Null verschiedenen rationalen Vektorfeld.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Allgemeiner $X$ irreduzible algebraische Variet"at "uber $C$ mit rationalem
  Vektorfeld $\partial$, das nur konstante Funktionen annulliert. Also
  wohl infinitesimal "aquivariantes B"undel f"ur das komische Gruppenschema,
  das auf der Variet"at operiert. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Wir betrachten den Kringisomorphismus
  $\varphi:\DC[x,y]\sira \DC[x,\op{e}^x]\subset \mathcal O(\DC)^{\op{an}}$ und die Verwandtschaft
  von Derivationen 
  $\varphi:\partial_x+ y\partial_y\leadsto \partial_x$.
  Die analytische Funktion $f(x,y)\pdef y/{\op{e}}^x$ auf $\DC^2$ wird von dieser Derivation annulliert. Es gibt jedoch keine nichtkonstante rationale
  Funktion $g\in\DC(x,y)$, die von dieser Derivation annulliert wird. 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $X$ eine glatte Kurve mit von Null verschiedenem
  Vektorfeld $\partial$. Ein endlichdimensionaler
  differentieller $(\mathcal M(X),\partial)$-Modul ist geometrisch ein 
   Vektorb"undel mit Zusammenhang auf einer dichten offenen Teilmenge 
   von $X$.
   Genauer liefert das Bilden der rationalen Schnitte
   eine "Aquivalenz von Kategorien
   $$\left\{\begin{array}{c}
     \text{Vektorb"undel mit Zusammenhang}\\
     \text{auf dichten offenen Teilmengen von $X$,}\\
     \text{"Aquivalenzklassen von flachen}\\
     \text{B"undelmorphismen auf dichten offenen}\\
     \text{Teilmengen als Morphismen}
   \end{array}\right\}\sirra \left\{\begin{array}{c}\text{endlichdimensionale}\\
     \text{differentielle}\\\text{$(\mathcal M(X),\partial)$-Moduln}
   \end{array}\right\}
  $$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein endlichdimensionaler  differentieller Modul $M$ "uber einem
  differentiellen K"orper $k$ erhalten wir einen $C$-Vektorraum als den
  Kern des Differentials $\partial: M\ra M$. Er hei"st der {\bf L"osungsraum von $M$}\index{L"osungsraum} und ist geometrisch der Raum der flachen rationalen Schnitte.  
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Arbeiten wir analytisch, so ist Monodromie der einzige Grund,
  aus dem der Raum der globalen L"osungen kleinere Dimension haben kann,
  als es der Rang des Vektorb"undels erlaubt. Arbeiten wir algebraisch,
  so k"onnen analytische L"osungen fehlen, weil sie eben nicht algebraisch
  sind. So hat $f'=af$ auf $\DC$ nur f"ur $a=0$  eine von Null verschiedene
  algebraische L"osung. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Sei $X$ eine komplexe Kurve mit von Null verschiedenem rationalen Vektorfeld
  $\partial$ und sei $M$ ein endlichdimensionaler $(\mathcal M(X),\partial)$-Modul
  alias ein rationales B"undel mit Zusammenhang. Wir w"ahlen eine
  Basis alias eine Trivialisierung unseres B"undels auf einer offenen
  dichten Teilmenge, hier noch als Zariski-offen alias koendlich zu verstehen.
  Darin w"ahlen wir eine zusammenziehbare analytisch offene Teilmenge
  $U$. Analytische L"osungen auf $U$ entsprechen unter der Trivialisierung 
  $n$-Tupeln von komplexwertigen analytischen Funktionen auf $U$. 
  Die {\bf Picard-Vessiot-Erweiterung} ist der im K"orper $\mathcal M^{\op{an}}(U)$ der meromorphen
  Funktionen auf $U$  von diesen analytischen Funktionen und den Restriktionen der  rationalen Funktionen $\mathcal M(X)$ erzeugte Teilk"orper.
 Er h"angt von Wahlen ab, ist
  aber eindeutig bis auf nicht-eindeutigen Isomorphismus. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein $k$-Vektorraum $M$ und eine Basis $\mathcal A$ von $M$
  liefert die Restriktion eine Bijektion
  $$\{\partial:M\ra M\mid \partial \text{ macht $M$ zu einem differentiellen $k$-Modul}\}\sira
  \op{Ens}(\mathcal A, M)$$
  Ist  $\mathcal A=(v_1,\ldots,v_n)$ eine angeordnete Basis, so k"onnen
  wir unser Differential beschreiben durch die
  Matrix $_{\mathcal A}[\partial]'_{\mathcal A}$ mit den  $-_{\mathcal A}[\partial v_i]$
  als Spalten. Der kleine Strich soll uns daran erinnern, da"s diese
  Matrix nicht als Matrix einer linearen Abbildung mi"sverstanden werden darf.
  Bezeichnet einmal $A$ diese Matrix, so gilt in Spaltenmatrizen von Vektoren
  die Identit"at
  $$(\partial\vec v_1, \ldots, \partial\vec v_n)^\top=-A^\top (\vec v_1, \ldots, \vec v_n)^\top$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Insbesondere ist eine Struktur als differentieller Modul auf $k^n$
  festgelegt und festlegbar durch die Matrix  $A\in \op{Mat}(n;k)$
  mit den $-\partial {\op{e}}_i$ als Spalten.  
  Ein Vektor $\vec y=(y_1,\ldots,y_n)^\top\in k^n$ liegt genau dann im L"osungsraum dieses
  differentiellen Moduls $(k^n,\partial_A)$, wenn gilt $\partial\vec y-A\vec y=0$ alias $\partial{\vec y}=A\vec y$. Hier liegt
  auch der Grund f"ur die absonderliche Konvention beim Bilden der Matrix.  
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Gegeben zwei angeordnete Basen $\mathcal A=(\vec v_1,\ldots,\vec v_n)$ und
  $\mathcal B=(\vec w_1,\ldots,\vec w_n)$ eines differentiellen $k$-Moduls $M$
  betrachten wir die Basiswechselmatrix $T={_{\mathcal B}}[\op{id}]_{\mathcal A}$
  mit Spalten ${_{\mathcal B}}[\vec v_i]$ alias $\vec v_i=\sum t_{ji}\vec w_j$
  oder in Spaltenmatrizen mit Vektoren als Eintr"agen geschrieben 
  $$(\vec v_1, \ldots, \vec v_n)^\top=T^\top(\vec w_1, \ldots, \vec w_n)^\top$$ 
  Darauf wenden wir das Differential an und erhalten
   $$(\partial\vec v_1, \ldots, \partial\vec v_n)^\top=T'^\top(\vec w_1, \ldots, \vec w_n)^\top + T^\top(\partial\vec w_1, \ldots, \partial\vec w_n)^\top$$
  $$-A^\top(\vec v_1, \ldots, \vec v_n)^\top=T'^\top (T^{-1})^\top(\vec v_1, \ldots, \vec v_n)^\top - T^\top B^\top (T^{-1})^\top(\vec v_1, \ldots, \vec v_n)^\top$$
  Durch Weglassen der Vektorenspalte und Transponieren
  erhalten wir schlie"slich die Umrechnung 
  $A=T^{-1}BT -T^{-1}T'$ zwischen den Matrizen $A\pdef {_{\mathcal A}}[\partial]'_{\mathcal A}$ und $B\pdef {_{\mathcal B}}[\partial]'_{\mathcal B}$
   unseres Differentials in Bezug auf die beiden angeordneten Basen. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Man zeigt, da"s der L"osungsraum eines $n$-dimensionalen differentiellen
  $k$-Moduls h"ochstens die $C$-Dimension $n$ hat.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Versuch: K"orperendliche
  Erweiterung von differentiellem K"orper mit denselben Konstanten.
\end{Bemerkungl}

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXDM"
%%% End: 
