
\section{Vektorb"undel und Felder}
\label{GFII}
%Zu dieser Thematik gibt es zwei Zug"ange, die beide ihre
%Vorteile haben. Leider ist die Beziehung zwischen beiden
%Zug"angen etwas m"uhevoll herzustellen. 
\subsection{Hauptfaserb"undel und Vektorb"undel}
\begin{Definition}\label{gHFB}
  Seien $X$ eine glatte Mannigfaltigkeit und $G$ eine Liegruppe.  Ein {\bf
  glatter  $G$-Torsor auf $X$}\index{Torsor!auf $X$!glatter}
oder kurz {\bf $G$-Torsor}
ist ein Paar $(P,\pi)$ bestehend aus einer
  Mannigfaltigkeit $P$ mit einer glatten 
Rechtsoperation von $G$ und einer Projektion
  $\pi : P \ra X$ derart, da"s unsere Projektion 
 $G$-"aquivariant ist f"ur die triviale
  $G$-Rechtsoperation auf $X$ und  \glqq lokal trivial\grqq\  
in dem Sinne, da"s es f"ur jeden Punkt von $X$ eine
offene Umgebung $U$ und einen $G$-"aquivarianten Diffeomorphismus $
\varphi:U\times G
\sira \pi^{-1} (U)$ gibt
mit $\pi\circ \varphi=\op{pr}_{1}$.
%, f"ur den das folgende  Diagramm kommutiert:
%  $$\begin{array}{ccc}
 %   U \times G & \sira & \pi^{-1}(U)\\
%    \op{pr}_{1}\downarrow \;\;\;\;\;\;& & \;\;\;\downarrow \pi\\
 %   U &= &U
% \end{array}$$ 
\end{Definition}
\begin{Bild}\centering 
 \includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildS1T}\\[4mm]
 \noindent Versuch der Veranschaulichung eines $S^1$-Hauptfaserb"undels. 
 \end{Bild}

  \begin{Bemerkungl}
    Gegeben ein Liegruppe $G$ ist ein $G$-Torsor auf einer einpunktigen
    Mannigfaltigkeit 
 ein $G$-Rechtstorsor im Sinne von
    \eref{ReTo}{LA2}. 
In vielen Quellen bezeichnet man unsere $G$-Torsoren
auch als {\bf $G$-Haupt\-fa\-ser\-b"un\-del},\index{Hauptfaserb"undel!glattes}
englisch {\bf principal
  bundle},\index{principal bundle}\index{bundle!principal}
franz"osisch
    {\bf fibr\'{e} principal}.\index{fibr\'{e} principal}
Die Gruppe $G$ hei"st die {\bf Strukturgruppe}\index{Strukturgruppe} unseres
Torsors.
  \end{Bemerkungl}



\begin{Beispiel}
Gegeben eine Liegruppe $G$ mit einer abgeschlossenen Untergruppe
$H$ ist die Projektion $G\sra G/H$ ein $H$-Torsor
 nach \eref{QuKo}{ML}.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
Ein {\bf Morphismus von $G$-Torsoren} $P\ra Q$ 
"uber einer festen Mannigfaltigkeit $X$ ist eine glatte 
$G$-"aquivariante Abbildung "uber $X.$ Die Kategorie der $G$-Torsoren auf
$X$ notiere ich $\op{Tor}_G(X)$
oder $\op{Tor}_{G,X}$.\index{Tor@$\op{Tor}_{G,X}$ Kategorie der $G$-Torsoren} 
In dieser Kategorie ist jeder Morphismus ein Isomorphismus, sie ist  in anderen Worten ein Gruppoid.
 \end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Gruppenwechsel bei  Torsoren}]
Gegeben ein Homomorphismus von\label{GWT} 
Liegruppen $\varphi:G\ra H$ konstruiert 
man zu jedem $G$-Torsor $P\ra X$ in hoffentlich offensichtlicher Weise 
den $H$-Torsor
$ P\times_{/G} H \ra X$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Faserprodukt von Torsoren}]
Gegeben\label{FPbT} 
Liegruppen $G, H$ konstruiert 
man zu jedem Paar $(P,Q)$ bestehend aus einem $G$-Torsor $P\ra X$ 
und einem  $H$-Torsor $Q\ra X$ einen $(G\times H)$-Torsor 
$ P\times_XQ \ra X$ in der hoffentlich offensichtlichen Weise.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Um Gruppenwechsel \ref{GWT} und Faserprodukt \ref{FPbT}
konzeptioneller zu fassen, erkl"aren wir f"ur
$\psi:G\ra H$ einen Homomorphismus von
Liegruppen und $P$ einen $G$-Torsor und $Q$ einen $H$-Torsor
auf derselben  Mannigfaltigkeit $X$
einen
{\bf Morphismus  $\varphi:P\ra Q$ 
von Torsoren "uber $\psi$}\index{Morphismus!von Torsoren} 
als eine
glatte Abbildung, die {\bf $\psi$-isovariant}\index{isovariant} 
ist in dem
Sinne, da"s gilt $\varphi(pg)=\varphi(p)\psi(g)$ f"ur alle $p\in P$ und
$g\in G$. Offensichtlich wird der Gruppenhomomorphismus
$\psi$ hierbei durch die Abbildung $\varphi$ bereits festgelegt.
Die Torsoren auf $X$ bilden dann  eine Kategorie 
$\op{Tor}(X)=\op{Tor}_X$\index{Tor@$\op{Tor}_X$ Torsorkategorie} mit  dem 
{\bf Strukturgruppenfunktor}\index{Strukturgruppenfunktor}  
$$\op{Tor}_X\ra \op{GrpMgf}$$
in die Kategorie der Liegruppen, der jedem
Torsor seine Strukturgruppe zuordnet.
Hier bezeichnet $\op{Mgf}$\index{Mgf@$\op{Mgf}$ 
Kategorie der Mannigfaltigkeiten} 
die Kategorie der glatten abz"ahlbar basierten \nichtfinal{(Warum hier diese Bedingung?)}  Mannigfaltigkeiten
und $\op{GrpMgf}$\index{GrpMgf@$\op{GrpMgf}$ Kategorie der Liegruppen}
 entsprechend die Kategorie der Liegruppen. 
Die Kategorie der Torsoren auf $X$ besitzt dann endliche Produkte, genauer 
 ist unser Faserprodukt
$(P\times_XQ,G\times H)$ mit den offensichtlichen Morphismen
ein Produkt von $(P,G)$ mit $(Q,H)$ in unserer Kategorie $\op{Tor}_X$ von
 Torsoren. 
Weiter erhalten wir  f"ur jeden 
Homomorphismus von Liegruppen
$\psi:G\ra H$ und jeden $G$-Torsor $P$  
 einen  Morphismus
$$\tilde\psi: P\ra P\times_{/G}H$$  von Torsoren "uber $\psi$ durch die Vorschrift $p\mapsto [p,1]$.
Dieser Morphismus hat die universelle Eigenschaft, da"s 
jeder Morphismus von Torsoren $P\ra Q$ "uber $\psi$ 
eindeutig faktorisiert als $P\ra P\times_{/G}H\ra Q$ mit 
einem Morphismus von $H$-Torsoren an zweiter Stelle.
In der Sprache der Kategorientheorie \eref{kokaf}{TG} 
ausgedr"uckt ist der Strukturgruppenfunktor damit
 ein Kofaserfunktor und unser Morphismus $\tilde\psi$ zum
gruppengewechselten Torsor 
ist die kokartesische Hochhebung von $\psi$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten f"ur topologische Torsoren, ALT}]
  Wir betrachten das Produkt 
  $$\op{ban}(\op{Top}^{\op{opp}})\times \op{kart}(\op{GrpTop})$$
  der banalen Schmelzkategorie opponierter topologischer R"aume
  mit der  kartesischen Schmelzkategorie \eref{kpmk}{TS} topologischer Gruppen.
  Objekte sind also Paare $(X,G)$ aus einem topologischen Raum und einer
  topologischen Gruppe. Eine Verschmelzung
  $$(X_1,G_1)\curlyvee\ldots\curlyvee (X_r,G_r)\ra (Y,H)$$
  ist eine Vorgabe stetiger Abbildungen $f_i:Y\ra X_i$ zusammen
  mit einem stetigen Gruppenhomomorphismus
  $(G_1\times\ldots\times G_r)\ra H$. Die topologischen Torsoren
  bilden dar"uber eine Schmelzkofaserung, in der alle Verschmelzungen
  kokartesisch sind.\label{acb} Ist genauer auf jedem $X_i$ ein $G_i$-Torsor
  $E(i)$ gegeben und auf $Y$ ein $H$-Torsor $F$, so verstehen wir unter einer
  Verschmelzung von Torsoren "uber unserer Verschmelzung von begruppten
  R"aumen die Vorgabe von "uber unserem stetigen
  Gruppenhomomorphismus isovarianten Abbildungen
  $$E(1)_{f_1(y)}\times\ldots\times E(r)_{f_r(y)}\ra F_y$$
  f"ur alle $y\in Y$ derart, da"s die zugeh"orige Abbildung
  $T\ra F$ von der entsprechenden Teilmenge $T\subset E(1)\times\ldots\times E(r)\times Y$ nach $F$ stetig ist. Die Verschmelzungen von Torsoren
  verallgemeinern R"uckz"uge unter stetigen Abbildungen, Erweiterungen der
  Strukturgruppe und das Bilden von Produkten von Torsoren.
Unser Schmelzfunktor formalisiert viele Vertr"aglichkeiten zwischen 
diesen Konstruktionen, 
die aber auch ohne alle Theorie recht offensichtlich sind. Im glatten Fall gilt Analoges.
 \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"aten f"ur topologische Torsoren, NEU}]
  Wir betrachten das Produkt 
  $$\curlywedge{\op{Top}}\times \curlywedge{\op{GrpTop}}^{\op{ot}}$$
  der banalen Trennkategorie \eref{bkmks}{TSK} topologischer R"aume
  mit der Oppinvertierten der banalen Trennkategorie der topologischen Gruppen
  \eref{opi}{TSK}. 
  Objekte sind ausgerschrieben
  Paare $(X,G)$ aus einem topologischen Raum und einer
  topologischen Gruppe. Eine Trennung
  $$(X,G)\ra (Y_1,H_1)\curlyvee\ldots\curlyvee (Y_r,H_r)$$
  ist eine Vorgabe stetiger Abbildungen $f_\rho:X\ra Y_\rho$ zusammen
  mit einem stetigen Gruppenhomomorphismus
  $H_1\times\ldots\times H_r\ra G$ in die Gegenrichtung.
  Die topologischen Torsoren
  bilden eine Trennfaserung "uber dieser Trennkategorie, in der alle Trennungen
   kokartesisch sind.\label{acb} Ist genauer
   auf jedem $Y_\rho$ ein $H_\rho$-Torsor
  $F(\rho)$ gegeben und auf $X$ ein $G$-Torsor $E$, so verstehen wir unter einer
  Trennung von Torsoren "uber unserer Trennung von begruppten
  R"aumen eine Vorgabe von "uber unserem stetigen
  Gruppenhomomorphismus isovarianten Abbildungen
  $$F(1)_{f_1(x)}\times\ldots\times F(r)_{f_r(x)}\ra E_x$$
  f"ur alle $x\in X$ derart, da"s die zugeh"orige Abbildung
  $T\ra E$ von der entsprechenden Teilmenge $T\subset F(1)\times\ldots\times F(r)\times X$ nach $E$ stetig ist. Die Trennr"uckz"uge von Torsoren
  verallgemeinern R"uckz"uge unter stetigen Abbildungen, Erweiterungen der
  Strukturgruppe und das Bilden von Produkten von Torsoren.
Unsere Trennfaserung formalisiert viele Vertr"aglichkeiten zwischen 
diesen Konstruktionen, 
die aber auch ohne alle Theorie recht offensichtlich sind.
Im glatten Fall gilt Analoges.
 \end{Bemerkungl}



 
 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivalenz zwischen Vektorb"undeln und $\op{GL}$-Torsoren}]
Gegeben ein glattes $n$-dimensionales reelles Vektorb"undel 
$E$ auf einer Mannigfaltigkeit\label{VTZZ} %vorher  \label{VTZZ}
$X$ 
und ein $n$-dimensionaler reeller Vektorraum $V$ 
erkl"aren wir einen $\op{GL} (V)$-Torsor
 $ 
Y \rightarrow X, 
$
 indem wir als Faser $Y_x$ bei $x \in X$ den $\op{GL} (V)$-Torsor
$Y_x \pdef \op{Hom}^\times_{\mathbb{R}} (V, E_x)$ aller Isomorphismen
von $V$ mit der Faser $E_x$ von $E$ bei $x$ nehmen und diese Menge 
mit der durch
Vorschalten erkl"arten Rechtsoperation von $\op{GL} (V)$ versehen.
Die Struktur einer Mannigfaltigkeit 
auf $Y$ wird vermittels der B"undelkarten von $E$ 
in der hoffentlich offensichtlichen Weise erkl"art.
Wir notieren diesen $\op{GL} (V)$-Torsor $$Y=\op{Hom}^\times_\DR(V,E)$$  
Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum $V$ 
und ein $\op{GL} (V)$-Torsor $Y\ra X$ bilden wir umgekehrt
ein $n$-dimensionales reelles Vektorb"undel $E$ als das 
balancierte Produkt
$$E=Y\times_{/\op{GL}(V)}V$$
Es hei"st das zu unserem $\op{GL} (V)$-Torsor
 {\bf assoziierte Vektorb"undel}.\index{assoziiert!Vektorb"undel}
  Man\index{Vektorb"undel!assoziiertes} 
erkennt ohne Schwierigkeiten, da"s diese Konstruktionen 
zusammen mit offensichtlichen Transformationen quasiinverse
  "Aquivalenzen von Kategorien liefern zwischen der Kategorie der
  $n$-dimensionalen Vektorb"undel auf $X$ mit B"undelisomorphismen 
im Sinne von \ref{DVB}.\ref{DVBM} als
  Morphismen und der Kategorie der $\op{GL} (V)$-Torsoren auf $X$
  mit Isomorphismen von Torsoren als Morphismen. Im Spezialfall
$V=\DR^n$ mag man die Faser $Y_x=\op{Hom}^\times_\DR(\DR^n,E_x)$ 
"uber $x\in X$ auch
als die Menge der angeordneten Basen der Faser $E_x$ unseres
Vektorb"undels deuten. Dieses $\op{GL} (n;\DR)$-Hauptfaserb"undel 
$\op{Hom}^\times_\DR(\DR^n,E)$ hei"st das
{\bf Rahmenb"undel}\index{Rahmenb"undel}  unseres Vek\-tor\-b"un\-dels $E$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivalenz zwischen euklidischen Vektorb"undeln und $\op{O}$-Torsoren}]
Unter einem {\bf euklidischen Vektorb"undel}\index{Vektorb"undel!euklidisches} verstehe ich  ein glattes $n$-dimensionales reelles Vektorb"undel 
$E$ auf einer Mannigfaltigkeit\label{VTZc} %vorher  \label{VTZZ}
$X$ mit einem Skalarprodukt auf jeder Faser, das
in der hoffentlich offensichtlichen Weise glatt vom Fu"spunkt
der Faser abh"angt.
Gegeben ein $n$-dimensionaler euklidischer Vektorraum $V$ 
erkl"aren wir dann einen $\op{O} (V)$-Torsor
 $ 
Y \rightarrow X, 
$
 indem wir als Faser $Y_x$ bei $x \in X$ den $\op{O} (V)$-Torsor
 $Y_x \pdef \op{IHom}^\times_{\mathbb{R}} (V, E_x)$ aller
 mit dem jeweiligen Skalarprodukt vertr"aglichen Isomorphismen
von $V$ mit der Faser $E_x$ von $E$ bei $x$ nehmen und diese Menge 
mit der durch
Vorschalten erkl"arten Rechtsoperation von $\op{O} (V)$ versehen.
Die Struktur einer Mannigfaltigkeit 
auf $Y$ wird vermittels der B"undelkarten von $E$ 
in der hoffentlich offensichtlichen Weise erkl"art.
Wir notieren diesen $\op{O} (V)$-Torsor $$Y=\op{IHom}^\times_\DR(V,E)$$  
Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum $V$ 
und ein $\op{O} (V)$-Torsor $Y\ra X$ bilden wir umgekehrt
ein $n$-dimensionales reelles euklidisches Vektorb"undel $E$ als das 
balancierte Produkt
$$E=Y\times_{/\op{O}(V)}V$$
mit der hoffentlich offensichtlichen euklidischen Struktur.
Es hei"st das zu unserem $\op{O} (V)$-Torsor
 {\bf assoziierte euklidische Vektorb"undel}.\index{assoziiert!euklidisches  Vektorb"undel}
  Man
erkennt ohne Schwierigkeiten, da"s diese Konstruktionen 
zusammen mit offensichtlichen Transformationen quasiinverse
  "Aquivalenzen von Kategorien liefern zwischen der Kategorie der
$n$-dimensionalen euklidischen Vektorb"undel auf $X$ mit
faserweise das skalarprodukterhaltenden B"undelisomorphismen 
 als
  Morphismen und der Kategorie der $\op{O} (V)$-Torsoren auf $X$
  mit Isomorphismen von Torsoren als Morphismen. Im Spezialfall
$V=\DR^n$ mit dem Standardskalarprodukt mag man die Faser $Y_x=\op{IHom}^\times_\DR(\DR^n,E_x)$ 
"uber $x\in X$ auch
als die Menge der angeordneten Orthonormalbasen der Faser $E_x$ unseres
Vektorb"undels deuten. Dieses $\op{O} (n)$-Hauptfaserb"undel 
$\op{IHom}^\times_\DR(\DR^n,E)$ hei"st das
{\bf Orthonormalbasenb"undel}\index{Orthonormalbasenb"undel}  unseres euklidischen Vektorb"undels $E$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Das eben diskutierte Beispiel gibt es in vielen Varianten.
  So liefert etwa
das balancierte Produkt mit dem $\DR^n$ mit seiner Standardorientierung eine
  "Aquivalenz von Kategorien zwischen der Kategorie der 
  $\op{GL}(n;\DR)^+$-Torsoren und der Kategorie der  \glqq $n$-dimensionalen orientierten reellen Vektorb"undel\grqq\ und
das balancierte Produkt mit dem $\DR^n$ mit seiner Standardorientierung
und seinem Standardskalarpodukt liefert eine
  "Aquivalenz von Kategorien zwischen der Kategorie der
$\op{SO}(n)$-Torsoren und der Kategorie der
\glqq orientierten euklidischen Vektorb"undel\grqq, jeweils "uber einem
festen Raum $X$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Man erh"alt eine Vielzahl interessanter Konstruktionen durch die
  Kombination von
   "Aquivalenzen der eben diskutierten Art 
  zwischen Kategorien von Vektorb"undeln mit Struktur
  und Kategorien von Hauptfaserb"undeln einerseits
  mit Gruppenwechseln und Faserprodukten von Hauptfaserb"undeln andererseits. Manche dieser
  Konstruktionen wirken in bereits zusammengesetzter Form einfacher,
  wie im folgenden anhand einiger Beispiele besprochen werden soll.
  Ich benutze in den folgenden "Uberschriften das  pipe-Symbol $|$ wie in der Informatik
  als Verkn"upfungssymbol,
  wo die zuerst auszuf"uhrende Operation anders als bei $\circ$ links steht.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Gruppenwechsel$|$Assoziiertes
      Vektorb"undel}]
    Gegeben eine Mannigfaltigkeit $X$, eine Liegruppe $G$, ein
    $G$-Torsor $Y\ra X$\label{TVVn} und eine stetige und mithin glatte
    reelle endlichdimensionale Darstellung $ \rho : G \rightarrow
    \op{GL} (F) $ erkl"aren wir ein glattes Vektorb"undel $\rho(Y)$ auf $X$
    in hoffentlich selbsterkl"arender Weise als das balancierte
    Produkt
    \begin{equation*}
    \rho(Y)\pdef  Y \times_{/G} F=Y \times_{/G}^\rho F
    \end{equation*}
    Es hei"st das {\bf zu unserem Torsor und unserer Darstellung 
      assoziierte B"undel}.\index{B"undel!assoziiertes}
  Ist speziell $F$ ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum, $G=\op{GL}(F)$
  und $\rho: G \rightarrow \op{GL} (F) $ die Identit"at, so spezialisiert
  diese Konstruktion zu unserer Konstruktion des zu einem
$\op{GL} (F) $-Hauptfaserb"undel assoziierten Vektorb"undels 
aus \ref{VTZZ}. Im allgemeinen 
kann sie augefa"st werden als die Verkn"upfung des Gruppenwechsels 
f"ur Torsoren \ref{GWT}  vermittels $\rho$ von unserer Liegruppe $G$ zur
 Liegruppe
 $\op{GL} (F) $ gefolgt von unserer Konstruktion des zu einem
$\op{GL} (F) $-Hauptfaserb"undel assoziierten Vektorb"undels aus \ref{VTZZ}.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Rahmenb"undel$|$Gruppenwechsel$|$Assoziiertes Vektorb"undel}]
  Gegeben ein $n$-dimensionaler reeller Vektorraum $V$ und
eine endlichdimensionale glatte Darstellung $\rho:\op{GL} (V)\ra \op{GL} (F)$
und ein $n$-dimensionales reelles Vektorb"undel
$E\ra X$ erkl"aren wir ein weiteres   reelles Vektorb"undel $\rho(E)\ra X$ 
durch die
Vorschrift $$\rho(E)\pdef \rho(\op{Hom}^\times_\DR(V,E))\pdef 
\op{Hom}^\times_\DR(V,E)\times_{/\op{GL}(V)}^\rho F$$
Wir bilden also erst zu $E$ das $\op{GL} (V)$-Hauptfaserb"undel,
machen das mit $\rho$ zu einem $\op{GL} (F)$-Hauptfaserb"undel, und
nehmen dann dazu wieder das assoziierte Vektorb"undel.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Anwenden einer Darstellung auf das Tangentialb"undel}] 
Gegeben eine glatte $n$-Mannigfaltigkeit $X$ liefert das 
Tan\-gen\-tial\-b"undel ${\op{T}}X$ nach \ref{VTZZ} einen 
$\op{GL}(n;\DR)$-Torsor  $Y\ra X.$
Alle stetigen reellen endlichdimensionalen 
Darstellungen von $\op{GL}(n;\DR)$ f"uhren 
dann mit \ref{TVVn}  zu 
weiteren Vektorraumb"undeln. 
Ich nenne das auf diese Weise 
zu einer glatten reellen endlichdimensionalen Darstellung
$\rho:\op{GL}(n;\DR)\ra \op{GL}(F)$ 
konstruierte Vektorraumb"undel das {\bf $\rho$-B"undel auf $X$}
\index{B"undel!$\rho$-B"undel} und notiere es $\rho({\op{T}}X)$
und nenne seine   Schnitte  
{\bf $\rho$-Felder}.\index{Feld!$\rho$-Feld} Diese Konstruktion kennen
wir bereits aus \eref{GFDAR}{ML}, wo wir jeder Darstellung einen
Gruppoidfunktor zuordnen, in Verbindung mit \eref{AGFV}{ML}, wo wir zu jedem
Gruppoidfunktor einen Funktor auf Vektorb"undeln erkl"aren.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Kotangentialb"undel}]
  Dies Beispiel kennen wir bereits aus \eref{gfbd}{ML}.
Sei $X$ eine glatte $n$-Mannigfaltigkeit.
 Typisch ist das Beispiel $\rho:\op{GL}(n;\DR)\ra \op{GL}(n;\DR)$
gegeben durch $\rho(A)=(A^\top)^{-1}$. In diesem Fall
erhalten wir f"ur jedes $x\in X$ einen kanonischen Isomorphismus
 in den Dualraum der Faser
$$(\rho({\op{T}}X))_x=
\op{Hom}(\DR^n,{\op{T}}_x X)\times^\rho_{/\op{GL}(n;\DR)}\DR^n
\sira ({\op{T}}_xX)^\top$$
durch die Abbildungsvorschrift
$[r,v]\mapsto (r^\top)^{-1}(v^\top)$ f"ur 
$r^\top: ({\op{T}}_x X)^\top\ra (\DR^n)^\top$ die transponierte Abbildung 
zu $r:\DR^n\ra {\op{T}}_x X$ und $v^\top\in (\DR^n)^\top$ gegeben
durch $v^\top(w)=v^\top w\in\DR$ f"ur die zur Zeilenmatrix
 $v^\top$ transponierte Spaltenmatrix $v$.
Wir haben also ein Vektorb"undel konstruiert, dessen Faser
an jeder Stelle der Dualraum des Tangentialraums ist.
\end{Beispiel}

\subsection{Lineare Algebra f"ur Vektorb"undel}
\begin{Bemerkungl}
  Wir verwenden im folgenden
 die Sprache der Kategorientheorie \eref{KFu}{LA2}.  Ganz 
allgemein 
  erkl"art man  zu jeder Kategorie $\mathcal C$ das zugeh"orige Gruppoid
  $\mathcal C^{\times}$ als die Kategorie mit denselben Objekten, aber nur den
  Isomorphismen der urspr"unglichen Kategorie als Morphismen.
Gegeben ein K"orper $k$ bezeichne $\op{Mod}_k (n)$ die Kategorie 
der $n$-dimensionalen $k$-Vek\-tor\-r"aume. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}\label{GRZ}
Sei $k$ ein K"orper. Wir definieren 
einen \defind{Gruppoid-Funktor} $A$ {\bf "uber} $k$ 
{\bf vom Typ}\index{Typ!eines Gruppoid-Funktors} 
$(m;n)$ oder auch  kurz einen $(m;n)$-{\bf Gruppoid-Funktor}
 als
einen Funktor zwischen den entsprechenden Gruppoidkategorien von Vektorr"aumen
\begin{equation*}
 A : \op{Mod}_k (n)^\times \rightarrow \op{Mod}_k (m)^\times
\end{equation*}
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}\label{GruF}
Ausformuliert ist ein $(m;n)$-Gruppoid-Funktor also eine Zuordnung,
die jedem $n$-dimen\-sio\-na\-len $k$-Vektorraum $V$ 
einen $m$-dimensionalen $k$-Vek\-tor\-raum
$A(V)$ zuordnet und  jedem 
Vektorraumisomorphismus $f: V \overset{\sim}{\rightarrow} W$
einen Vektorraumisomorphismus 
$A(f) : A(V) \sira A(W)$ derart, da"s f"ur jeden 
$n$-dimen\-sio\-na\-len $k$-Vektorraum $V$ gilt
$A(\op{id}_{V}) = \op{id}_{A(V)}$ 
und,  wann immer
$f,g$ verkn"upfbare Isomorphismen sind, $A (f \circ g) = A (f) \circ A (g)$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiele}\label{BspGi}
F"ur jede nat"urliche Zahl
 $n\in\DN$ ist die Vorschrift $V \mapsto V^\top$, $f \mapsto (f^\top)^{-1}$, 
die jedem $n$-dimen\-sio\-na\-len
Raum seinen Dualraum zuordnet und jedem Isomorphismus das 
Inverse der transponierten
Abbildung,  ein $(n;n)$-Grup\-poid\-funktor. F"ur beliebige 
nat"urliche Zahlen  $r,n \geq 0$ 
ist die $r$-te Tensorpotenz $V \mapsto
V^{\otimes r}$, $f \mapsto f^{\otimes r}$ aus \eref{vhr}{LA2}   
ein $(n^r;n)$-Gruppoidfunktor. 
% F"ur eine beliebige 
% ganze Zahl  $r$ 
% ist die $r$-te Tensorpotenz $V \mapsto
% V^{\otimes r}$, $f \mapsto f^{\otimes r}$ eindimensionaler R"aume 
% aus \ref{TEP}   
% ein $(1;1)$-Gruppoidfunktor.
F"ur beliebige 
nat"urliche Zahlen  $r,n \geq 0$ 
ist die $r$-te "au"sere Potenz $V \mapsto
\bigwedge^{ r}V$, $f \mapsto \bigwedge^{ r}f$ aus \eref{MPD}{LA2}   
ein Gruppoidfunktor und ebenso ihre noch wichtigere und einfacher
zu konstruierende Verkn"upfung mit dem Dualisieren 
 $V \mapsto
\op{Alt}^{ r}V$ aus \eref{BAD}{AN3} oder auch \eref{Altt}{LA2} mit
der Vorschrift $f \mapsto (f^{ \top})^{-1}$ 
auf Morphismen in der Notation \eref{ZHd}{AN3}. Gegeben 
Gruppoidfunktoren $A,B$ der Typen $(l;m)$  beziehungsweise $(m;n)$ 
ist $A\circ B$  ein Gruppoidfunktor vom Typ $(l;n).$ 
% Gegeben 
% Gruppoidfunktoren $F,G$ der Typen $(m,l)$ bzw.\ $(n,l)$ 
% ist $F\oplus G$ ein Gruppoidfunktor vom Typ $(m+n,l)$ und
% $F\otimes G$ ein Gruppoidfunktor vom Typ $(mn,l).$
\end{Beispiele}







\begin{Definition}
  Ein Gruppoidfunktor $A$ "uber $\DR$ hei"st 
{\bf stetig}\index{stetig!Gruppoidfunktor} beziehungsweise
{\bf glatt},\index{glatt!Gruppoidfunktor} 
wenn die Abbildungen 
$A:\op{Hom}^\times(V,W)\ra\op{Hom}^\times(A(V),A(W))$ stetig
beziehungsweise glatt sind.\label{gGRZ} 
\end{Definition}
\begin{Bemerkunge}
  Aus \eref{HeL}{ML} folgt unmittelbar, da"s die Bedingungen \glqq stetig\grqq\  und
  \glqq glatt\grqq\  in diesem Zusammenhang  gleichbedeutend sind, aber mit diesem
  doch nicht ganz offensichtlichen Resultat will ich die Darstellung hier
  nicht belasten.
\end{Bemerkunge}

\begin{Beispiele}
Im Fall $k=\DR$ sind alle Beispiele f"ur Gruppoidfunktoren 
aus  \ref{BspGi} 
 glatt.
\end{Beispiele}





  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Anwenden von Gruppoidfunktoren auf B"undel}]
    Gegeben eine glatte Mannigfaltigkeit $X,$ ein glattes
    $n$-dimen\-sio\-na\-les Vektorraumb"undel $p:E\ra X$ im Sinne von
\eref{DVB}{ML}.\ref{DVBe} und ein glatter\label{gfb} 
    $(m;n)$-Gruppoidfunktor $A$ "uber $\DR$ gibt es auf der disjunkten
    Vereinigung
$$A(E)\pdef \coprod_{x\in X} A(E_x)$$
genau eine Struktur als glattes $m$-dimensionales Vektorraumb"undel auf $X$
derart, da"s f"ur jede B"undelkarte $f: U\times V\ra E$ mit $U\co X$ und
$\op{dim}_\DR(V)=n$ die Abbildung $U\times A(V)\hra A(E)$ gegeben durch
$(x,v)\mapsto (A(f_x))(v)$ eine B"undelkarte von $A(E)$ ist.
Hierbei verstehen wir $f_x$ als den Isomorphismus 
$f_x:V\sira E_x$ gegeben durch  $f:(x,v)\mapsto f_x(v).$
Um das einzusehen, mu"s man nur pr"ufen, da"s die Kartenwechsel 
der so erkl"arten B"undelkarten glatt 
sind, und das folgt unmittelbar aus der Glattheit des
Gruppoidfunktors $A.$
Wir k"onnen so zu jedem glatten Vektorraumb"undel $E$
insbesondere das duale B"undel $E^\ast,$ die
"au"seren Potenzen $\bigwedge^r
E$ und die Tensorpotenzen $E^{\otimes r}$ bilden.
Wenden wir dahingegen den Identit"atsfunktor $\op{Id}$ auf ein
Vektorraumb"undel $E$ an, so erhalten wir trivialerweise $\op{Id}(E)=E.$
\end{Bemerkungl}



\begin{Ubung}
 Man zeige: Gegeben stetige beziehungsweise glatte Schnitte $\sigma_1,\ldots,\sigma_r$
eines B"undels $E$ ist $ \sigma_1\wedge\ldots\wedge\sigma_r$
ein stetiger beziehungsweise glatter Schnitt des B"undels $\bigwedge^r E$.
\end{Ubung}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Gruppoidfunktoren mit mehreren Eing"angen}]
 Es scheint mir sinnvoll, bereits hier 
die Sache  noch etwas weiter zu treiben.
So erkl"aren wir etwa einen
{\bf $(n;l,m)$-Gruppoidfunktor} "uber einem K"orper $k$ als einen
Funktor
\begin{equation*}
 B : \op{Mod}_k (l)^\times\times 
\op{Mod}_k (m)^\times \rightarrow \op{Mod}_k (n)^\times
\end{equation*}
Im   Fall $k=\DR$  nennen wir ihn {\bf glatt} genau dann, wenn 
die zugeh"origen Abbildungen auf Morphismenr"aumen glatt sind. 
F"ur beliebige $l,m\in \DN$  ist etwa die direkte Summe
ein glatter 
$(l+m;l,m)$-Gruppoidfunktor $(V,W)\mapsto V\oplus W,$ 
das Tensorprodukt   ein glatter 
$(lm;l,m)$-Gruppoidfunktor $(V,W)\mapsto V\otimes W,$  
und das Bilden den Homomorphimenraums $(V,W)\mapsto\op{Hom}(V,W)$ 
ebenfalls ein glatter 
$(lm;l,m)$-Gruppoidfunktor mit einer  Vorschrift 
auf den Morphismen, die der Leser selbst erraten mag.
Die Verallgemeinerung auf Gruppoidfunktoren mit mehr als zwei
Eing"angen scheint mir offensichtlich und m"oge vom Leser selbst dazugedacht 
werden.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Anwenden von Gruppoidfunktoren auf mehrere B"undel}]
    Gegeben auf einer glatten Mannigfaltigkeit $X$ zwei glatte
    Vektorraumb"undel $p:E\ra X$ und $q:F\ra X$
der Dimensionen $l$ und $m$ sowie ein glatter
    $(n;l,m)$-Gruppoid\-funk\-tor $B$ "uber $\DR$ gibt es auf der disjunkten
    Vereinigung
$$B(E,F)\pdef \coprod_{x\in X} B(E_x,F_x)$$
genau eine Struktur als glattes $n$-dimensionales Vektorraumb"undel auf $X$
derart, da"s f"ur beliebige 
"uber derselben offenen Teilmenge $U\co X$
erkl"arte B"undelkarten $f: U\times V\hra E$  und $g: U\times W\hra F$   
unserer beiden B"undel die Abbildung $U\times B(V,W)\ra B(E,F)$ gegeben durch
$(x,h)\mapsto (B(f_x,g_x))(h)$ eine B"undelkarte von $B(E,F)$ ist.
 Die Verallgemeinerung auf
  Gruppoidfunktoren mit mehr als zwei Eing"angen scheint mir offensichtlich
  und m"oge vom Leser  dazugedacht werden.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}
  Wir k"onnen so insbesondere zu je zwei glatten
  Vektorb"undeln $D$ und
  $E$ ihre Summe $D\oplus E,$ ihr Tensorprodukt $D\otimes E,$ sowie das
  sogenannte Hom-B"undel $\op{Hom}(D,E)$ bilden. 
\end{Beispiele}




\begin{Ubung}
 Man zeige: Gegeben stetige beziehungsweise glatte Schnitte $\sigma,\tau$
von B"undeln $E,F$ ist $(\sigma,\tau):x\mapsto (\sigma(x),\tau(x)) $
ein stetiger beziehungsweise glatter Schnitt des B"undels $E\oplus F$ und
$\sigma\otimes \tau:x\mapsto \sigma(x)\otimes\tau(x) $
ein stetiger beziehungsweise glatter Schnitt des B"undels $E\otimes F$.
\end{Ubung}
\begin{Bemerkunge}
  Noch allgemeiner kann man auch den K"orper wechseln und etwa Funktoren
$
 A : \op{Mod}_\DR (l)^\times \rightarrow \op{Mod}_\DC (n)^\times
$
auf $l$-dimensionale reelle B"undel anwenden und so
$n$-dimensionale komplexe B"undel erhalten, oder umgekehrt 
mit einem Funktor in die Gegenrichtung komplexe zu reellen B"undeln
machen. Da wir jedoch komplexe B"undel an dieser Stelle noch gar nicht
eingef"uhrt haben, sei nur erw"ahnt, da"s sich alles in diesem
Abschnitt Gesagte unmittelbar auf diesen Fall verallgemeinern l"a"st.
Zum Beispiel konstruiert man so zu jedem reellen B"undel seine
Komplexifizierung.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Transformationen liefern   B"undelmorphismen}]
  F"ur jede Transformation\label{ITBI}  
$\tau:A\RA B$ von glatten 
Gruppoidfunktoren mit zwei Eing"angen, die wir in diesem Zusammenhang als
Funktoren nach $\op{Mod}_\DR$ verstehen,
und je zwei  glatte Vektorraumb"undeln $E,F$ auf einer glatten Mannigfaltigkeit 
$X$ 
liefern die zugeh"origen Abbildungen
$\tau:A(E_x,F_x)\ra B(E_x,F_x)$ einen B"undelmorphismus 
$\tau:A(E,F)\sira B(E,F)$
im Sinne von\ref{DVB}.\ref{DVBM}.  Wir erhalten auf diese Weise sogar
einen Funktor 
von der vollen Unterkategorie $$\op{Cat}^{\infty}(\op{Mod}_\DR (l)^\times\times 
\op{Mod}_\DR (m)^\times, \op{Modf}_\DR )
$$
der\index{Cat@$\op{Cat}^{\infty}$ glatte Funktoren} glatten Funktoren
aus der Funktorkategorie  \eref{FuKK}{LA2} in die Kategorie der glatten
Vektorb"undel.
Insbesondere liefert jede Isotransformation von Gruppoidfunktoren
einen B"undelisomorphismus.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}
  Unsere Isotransformation
  $\op{can}:V^\ast\otimes W\sira \op{Hom}(V,W)$ aus \eref{THiz}{LA2} liefert 
etwa, wenn wir sie
  zu einer Isotransformation von Funktoren $\op{Mod}_\DR^{\times}\times
  \op{Mod}_\DR^{\times}\ra \op{Mod}_\DR$ umschreiben, f"ur je zwei glatte
  Vektorraumb"undel $E,F$ auf derselben glatten Mannigfaltigkeit $X$ einen
  nat"urlichen Isomorphismus von Vektorraumb"undeln
 $$\op{can}:E^\ast\otimes F\sira \op{Hom}(E,F)$$
\end{Beispiele}
\begin{Bemerkungl}
  Die Verallgemeinerung von \ref{ITBI}
auf Gruppoidfunktoren mit einer beliebigen endlichen
  Zahl von Eing"angen scheint mir offensichtlich und m"oge vom Leser selbst
  dazugedacht werden.  Im Fall von nur einem Eingang liefert etwa die durch
  Evaluation gegebene Isotransformation $\op{Id}\siRa B$ vom
  Identit"atsfunktor in den Bidualraumfunktor aus \eref{BDR}{LA2} f"ur jedes
  glatte Vektorraumb"undel $E$ einen nat"urlichen Isomorphismus mit seinem
  Bidualen\label{evex} 
 $$E\sira E^{\ast\ast}$$
Weiter liefert die Expansion der Identit"at und
das Auswerten  f"ur jedes glatte B"undel $E$ auf
  einer Mannigfaltigkeit $X$  B"undelmorphismen
$$X\times\DR\stackrel{\op{ex}}{\ra}E^\ast\otimes
  E\stackrel{\op{ev}}{\ra} X\times\DR$$ mit dem
 trivialen eindimensionalen B"undel. 
Hier verwenden wir formal zus"atzlich, da"s wir im Fall
eines Gruppoidfunktors mit mehreren Eing"angen, der von einigen seiner
Eing"ange gar nicht abh"angt, besagte Eing"ange beim Auswerten auf
Vektorb"undeln ignorieren d"urfen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Ich sollte irgendwo diskutieren, da"s die glatten 
  Vektorb"undel auf einer Mannigfaltigkeit $M$ eine $\DR$-lineare,
  ja sogar eine $\mathcal C^\infty_\DR(M)$-lineare Schmelzkategorie mit stark universellen Verschmelzungen und internem Hom bilden. Dasselbe f"ur die
  stetigen 
  Vektorb"undel auf einem topologischen Raum. Und der R"uckzug ist dann ein
  Schmelzfunktor. Nun, eigentlich sollte ich einen Komorphismus von
  Vektorb"undeln "uber einer stetigen Abbildung $f:X\ra Y$ erkl"aren als
  eine geeignete Abbildung $F\times_Y X\ra E$ und einen Opkomorphismus
  "uber $f$ als dasselbe aber \glqq opponiert gedacht\grqq\ und
  einen Multiopkomorphismus analog wie bei Garben. Dann haben wir auch die
  Vektorb"undelopkofaserung, eine Trennfaserung "uber Mannigfaltigkeiten
  mit internem Hom aber ohne Vorsch"ube, geschweige denn sechs Funktoren.
  Es w"are sicher super, das zu einem gr"o"seren Formalismus zu erg"anzen,
  Anf"ange dazu stehen in den Kapiteln zur Darstellungstheorie.
\end{Bemerkungl}
\subsection{Darstellungen und Gruppoidfunktoren}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Von Gruppoidfunktoren zu Darstellungen}] 
Wir arbeiten zun"achst rein algebraisch und erinnern aus  
\eref{ZGru}{LA2}, da"s gegeben  
 ein  Objekt $X$ eines zusammenh"angenden Gruppoids
$\mathcal G$  
 der offensichtliche Funktor eine
"Aquivalenz von Kategorien
$$[\mathcal G(X)]\sirra \mathcal G$$
zwischen der Ein-Objekt-Kategorie der Automorphismengruppe $\mathcal G(X)$
von $X$ und unserem Gruppoid liefert. 
 Gegeben ein K"orper $K$ und 
ein $n$-di\-men\-sio\-na\-ler
$K$-Vektorraum $M$  
ist  insbesondere der offensichtliche Funktor eine
"Aquivalenz von Kategorien  
$$[\op{GL}(M)]\sirra \op{Mod}_K^\times(n)$$
Gegeben eine weitere Kategorie $\mathcal B$ erhalten wir dann nach
\eref{fuKA}{LA2} durch Vorschalten  eine "Aquivalenz von Funktorkategorien
$$\op{Cat}(\mathcal G,\mathcal B)\sirra  \op{Cat}([\mathcal G(X)],\mathcal B) $$
Nun erinnern wir noch, wie wir in \eref{KADA}{ML} 
f"ur jede Gruppe $G$ und jeden K"orper $k$ 
einen Isomorphismus von Kategorien 
$\op{Cat}([G],\op{Mod}_k)\sira \op{Mod}_k^G$
oder auch $\op{Cat}([G],\op{Modf}_k)\sira \op{Modf}_k^G$ zwischen besagter
 Funktorkategorie und der Kategorie aller Darstellungen 
beziehungsweise endlichdimensionalen Darstellungen von $G$ "uber $k$
angegeben hatten. 
Zusammen erhalten wir so f"ur jeden 
$n$-dimensionalen $K$-Vektorraum $M$ und jeden 
weiteren K"orper $k$  
"Aquivalenzen von Kategorien
$$\op{Cat}(\op{Mod}_K^\times(n), \op{Mod}_k)\sirra 
 \op{Mod}_k^{\op{GL}(M)}$$
$$\op{Cat}(\op{Mod}_K^\times(n), \op{Modf}_k)\sirra 
 \op{Modf}_k^{\op{GL}(M)}$$
"Ahnlich entsprechen Gruppoidfunktoren mit mehreren Eintr"agen
Darstellungen von Produkten mehrerer allgemeiner linearer Gruppen.
Im folgenden wollen wir  Quassiinverse dieser
"Aquivalenzen  angeben.
\end{Bemerkungl}


% \begin{Bemerkungl}[\textbf{Gruppoidfunktoren und Darstellungen}]





% Wir arbeiten zun"achst rein algebraisch.
%  F"ur jedes Monoid $G$ erinnere man  die Ein-Objekt-Kategorie  
% $[G]$ aus \eref{MOKA}{LA2}. Gegeben ein K"orper $K$ und 
% ein $n$-di\-men\-sio\-na\-ler
% $K$-Vektorraum $M$  
% erhalten wir dann eine
% "Aquivalenz von Kategorien\label{GruDD}  
%  $[\op{GL}(M)]\sirra \op{Mod}_K^\times(n)$,
% indem wir das einzige Objekt auf den Vektorraum 
%  $M$ werfen und auf Morphismen  die 
% offensichtliche Abbildung nehmen. 
% Sei $k$ ein weiterer K"orper.
% Mit \eref{fuKA}{LA2} folgern wir, da"s unser Funktor auch  eine
% "Aquivalenz von Funktorkategorien 
% $$\op{Cat}(\op{Mod}_K^\times(n), \op{Modf}_k)\sirra 
% \op{Cat}([\op{GL}(M)], \op{Modf}_k)$$
% induziert.  Nun  ist die rechte Seite nach \eref{KADA}{ML} 
% nichts anderes als die Kategorie der
% Darstellungen von $\op{GL}(M)$ "uber $k$, 
% so da"s wir unsere "Aquivalenz umschreiben
% k"onnen zu einer "Aquivalenz von Kategorien 
% $$\op{Cat}(\op{Mod}_K (n)^\times, \op{Modf}_k )
% \sirra \op{Modf}_k^{\op{GL}(M)}$$
% Im folgenden wollen wir einen Quassiinversen dieser
% "Aquivalenz  angeben.
% \end{Bemerkungl}



% \begin{Bemerkungl}[\textbf{Gruppoidfunktoren und Darstellungen}]
% Wir arbeiten zun"achst rein algebraisch.
%  F"ur jedes Monoid $G$ erinnere man  die Ein-Objekt-Kategorie  
% $[G]$ aus \eref{MOKA}{LA2}. Gegeben ein K"orper $K$ und 
% ein $n$-di\-men\-sio\-na\-ler
% $K$-Vektorraum $M$  
% erhalten wir dann eine
% "Aquivalenz von Kategorien\label{GruDD}  
%  $[\op{GL}(M)]\sirra \op{Mod}_K^\times(n)$,
% indem wir das einzige Objekt auf den Vektorraum 
%  $M$ werfen und auf Morphismen  die 
% offensichtliche Abbildung nehmen. 
% Sei $k$ ein weiterer K"orper.
% Mit \eref{fuKA}{LA2} folgern wir, da"s unser Funktor auch  eine
% "Aquivalenz von Funktorkategorien 
% $$\op{Cat}(\op{Mod}_K^\times(n), \op{Modf}_k)\sirra 
% \op{Cat}([\op{GL}(M)], \op{Modf}_k)$$
% induziert.  Nun  ist die rechte Seite nach \eref{KADA}{ML} 
% nichts anderes als die Kategorie der
% Darstellungen von $\op{GL}(M)$ "uber $k$, 
% so da"s wir unsere "Aquivalenz umschreiben
% k"onnen zu einer "Aquivalenz von Kategorien 
% $$\op{Cat}(\op{Mod}_K (n)^\times, \op{Modf}_k )
% \sirra \op{Modf}_k^{\op{GL}(M)}$$
% Im folgenden wollen wir einen Quassiinversen dieser
% "Aquivalenz  angeben.
% \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Darstellungen als Funktoren auf Torsoren}] 
  Gegeben eine Gruppe $G$ bezeichne
$\op{Tors-}G\subset\op{Ens-}G$ die volle Unterkategorie der $G$-Torsoren
alias Mengen mit einer freien transitiven
    Rechtsoperation von $G$. Unsere "Aquivalenz von Kategorien von eben
k"onnen wir erg"anzen zu einer Sequenz von "Aquivalenzen
$$[\mathcal G(X)]\sirra \mathcal G\sirra \op{Tors-}\mathcal G(X)$$
mit dem Funktor $Z\mapsto \mathcal G(X,Z)$ an zweiter Stelle. 
Die Komposition ist ein Spezialfall der f"ur eine beliebige Gruppe $G$ 
in offensichtlicher Weise definierten "Aquivalenz von Kategorien
$$[G]\sirra  \op{Tors-} G$$
Auch diese "Aquivalenz
 induziert notwendig  "Aquivalenzen von Funktorkategorien
 $$R:\op{Cat}(\op{Tors-}G,\mathcal B)\sirra   \op{Cat}([G],\mathcal B) $$
durch die Restriktion von Funktoren. 
Man kann nun f"ur viele Kategorien $\mathcal B$ und Gruppen $G$  
einen Quasiinversen dieser Komposition recht explizit angeben. Ich f"uhre das
am Beispiel der Kategorie $\mathcal B=\op{Mod}_k$ der Vektorr"aume "uber
einem K"orper $k$ aus. Gegeben eine $k$-Darstellung $(V,\rho)$ der Gruppe $G$
alias ein 
$k$-Vektorraum $V$ mit einem ausgezeichneten Gruppenhomomorphismus
 $\rho: G \rightarrow \op{GL} (V)$ sowie ein $G$-Torsor $Y$
 gibt es auf dem balancierten Produkt
$$\rho(Y)\pdef Y
\times^\rho_{/G} V $$ genau eine Struktur als $k$-Vektorraum derart, da"s f"ur
alle $y \in Y$ die Abbildung $b \mapsto [y,b]$ einen Vektorraumisomorphismus
$V \overset{\sim}{\rightarrow} Y\times^\rho_{/G} V$ liefert. 
Diese Konstruktion liefert einen Funktor $S(V,\rho): \op{Tors-}G\ra
\op{Mod}_k$ alias $S(V,\rho)\in \op{Cat}(\op{Tors-}G,\op{Mod}_k)$
und die Zuordnung $S:(V,\rho)\mapsto S(V,\rho)$ ist ihrerseits ein
Funktor
$$S:\op{Cat}([G],\op{Mod}_k)\ra   \op{Cat}(\op{Tors-}G,\op{Mod}_k) $$
Wir erhalten nun eine
Isotransformation
$\tau:RS\stackrel{\sim}{\RA}\op{Id}$ durch die offensichtlichen Isomorphismen
$\tau:G\times_{/G}^\rho V\sira V$ und damit ist nach \ref{quaii} unser
$S$ eine "Aquivalenz und das Paar $(S,\tau)$ ein Quasiinverses zur Restriktion
 $R$.
Bauen wir das alles zusammen, so erhalten wir einen Quasiinversen 
unserer "Aquivalenz  $\op{Cat}(\op{Mod}_K^\times(n), \op{Mod}_k)\sirra 
 \op{Mod}_k^{\op{GL}(M)}$, der  jeder $k$-Darstellung
$(V,\rho)$ von $G=\op{GL}(M)$ den Funktor
$$\rho:\op{Mod}_K^\times(n)\ra \op{Mod}_k$$
zuordnet, den wir zuvor  $S(V,\rho)$ notiert hatten 
und der auf Objekten gegeben wird durch die Abbildungsvorschrift 
$N\mapsto  \rho(N)\pdef\op{Hom}_K^\times(M,N)\times^\rho_{\op{GL}(M)}V$.
Weiter erhalten wir f"ur jeden Homomorphismus von Darstellungen 
$(V,\rho)\ra (W,\sigma)$ eine Transformation von Funktoren
$\rho\RA\sigma$ alias nat"urliche lineare Abbildungen
$\rho(N)\ra \sigma(N)$ f"ur alle $N$.   
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Maximale "au"sere Potenz und Determinante}] 
Wenden wir unsere Definition im Fall $K=k$ auf 
den $k$-Vektorraum $M=k^n$ und die Darstellung 
$\op{det}:\op{GL} (n;k) \rightarrow k^\times=\op{GL}(k)$ an, 
so erhalten wir 
einen Funktor $$\op{det}: \op{Mod}_k^\times(n)\ra \op{Mod}_k$$
Dieser Funktor ist "aquivalent zur Restriktion 
des Funktors $\bigwedge^{n}: \op{Mod}_k(n)\ra \op{Mod}_k$
auf $\op{Mod}_k^\times(n)$,
genauer erhalten wir eine 
Isotransformation $\eta:\op{det}\stackrel{\sim}{\RA} \bigwedge^{n}$
durch die nat"urlichen Abbildungen\index{det@$\op{det}$!f"ur Vektorraum} 
$$
  \begin{array}{cccl}
\eta_N:&\op{det}(N)
& \overset{\sim}{\rightarrow} 
& \bigwedge^{n} N\\
&\left[\varphi,\lambda\right] &\mapsto & (\bigwedge^n \varphi)(\lambda \op{e}_1\wedge \ldots\wedge\op{e}_n)
\end{array}
$$
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Orientierungsgerade  und Vorzeichen der Determinante}] 
Wenden wir unsere Definition im Fall eines angeordneten K"orpers $K$ auf 
den $K$-Vektorraum $M=K^n$ und die Darstellung\label{OrGe} 
$\op{sgn}:\op{GL} (n;K) \rightarrow k^\times=\op{GL}(k)$ an, 
die gegeben wird durch 
$\op{sgn}:A\mapsto  \op{det}(A)/|\op{det}(A)|$,
so erhalten wir 
einen Funktor $$\op{sgn}: \op{Mod}_K^\times(n)\ra \op{Mod}_k$$
Im Fall $K=k$ ist er "aquivalent zu unserem Funktor
$N\mapsto \op{or}_k(N)$ aus \eref{KPmjn}{LA2}, der
jedem $n$-dimensionalen $k$-Vektorraum seine Orientierungsgerade zuordnet.
Genauer erhalten wir eine 
Isotransformation $\eta:\op{sgn}\stackrel{\sim}{\RA} \op{or}_k$
durch die nat"urlichen Abbildungen
$$
  \begin{array}{cccl}
\eta_N:&\op{sgn}(N)
& \overset{\sim}{\rightarrow} 
& \op{or}_k (N)\\
&\left[\varphi,\lambda\right] &\mapsto & \op{or}_k( \varphi)(\lambda \varepsilon)
\end{array}
$$
f"ur $\varepsilon\in \op{or}(k^n)\subset \op{or}_k(k^n)$ 
die Standardorientierung aus \eref{OrV}{LA1}.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Potenzen des Betrags der Determinante}]
F"ur $K=\mathbb K$ einer der beiden K"orper $\DR$ oder $\DC$ und 
$ k=\DR$ und $\alpha\in\DR$ k"onnen wir 
die Darstellungen 
$\rho:\op{GL}(n;\mathbb K)\ra \DR^\times =\op{GL}(\DR)$ 
betrachten, die gegeben werden durch 
$A\mapsto |\op{det}A|^\alpha$.
Das sind nun  F"alle, in denen der zugeh"orige Funktor 
im allgemeinen 
nicht mehr isomorph ist zu einem Funktor, den wir bereits kennen.
Im Fall $\alpha\in\DZ$ und $\mathbb K=\DR$ kann man sich noch mit dem Funktor
$N\mapsto (\op{or}_\DR(N)\otimes\bigwedge^{\op{max}}N)^{\otimes \alpha}$
behelfen, aber im Fall  $\alpha\not\in\DZ$ oder $\mathbb K=\DC$ kenne ich keine 
erhellende alternative
Beschreibung mehr.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Inverses Transponieren und Dualraum}] 
 Bisher haben wir nur eindimensionale Darstellungen betrachtet und
die zugeh"origen Funktoren untersucht. Um auch mal ein 
h"oherdimensionales Beispiel zu zeigen, mag man
die Abbildung $\op{invt}:\op{GL}(n;k)\sira \op{GL}(n;k)$ mit
$A\mapsto (A^\top)^{-1}$ betrachten, die jeder Matrix ihre
 transponierte Inverse zuordnet.
Man findet dann leicht nat"urliche Isomorphismen
$ \op{invt}(N)\sira N^*$, wobei rechts der Funktor 
auf der Gruppoidkategorie gemeint ist,
der jedem Isomorphismus $f:L\ra N$ seinen transponierten Inversen 
$(f^\perp)^{-1}: L^*\ra N^*$ zuordnet.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
 Im Fall $k=\DR$ entsprechen unter unserer "Aquivalenz 
offensichtlich die glatten Gruppoidfunktoren den glatten Darstellungen 
und  erhalten wir so auch
f"ur jeden $n$-dimensionalen $\DR$-Vektorraum $V$ 
eine "Aquivalenz von Kategorien
$$\op{Cat}^{\infty}(\op{Mod}_\DR (n)^\times, \op{Modf}_\DR )
\sirra \op{Modf}_\DR^{\op{GL}(V)}$$
zwischen der Kategorie der glatten Gruppoidfunktoren und der 
Kategorie der stetigen alias glatten endlichdimensionalen Darstellungen. 
\end{Bemerkungl}

% \begin{Bemerkunge}[\textbf{von  Darstellungen zu Gruppoidfunktoren}]
% Es ist auch  nicht schwer, im allgemeinen einen quasiinversen Funktor 
% zu unserer "Aquivalenz aus \ref{GruDD}
% explizit anzugeben: Gegeben eine endlichdimensionale 
% Darstellung $W$ von $\op{GL}(V)$ alias ein Gruppenhomomorphismus
% $\rho:\op{GL}(V)\ra \op{GL}(W)$ konstruiert man einen Gruppoidfunktor
% $A_\rho$ dazu etwa % durch die Vorschrift
% % \end{Bemerkunge}
% % \begin{Bemerkungl}
% %   Sei $k$ ein K"orper und seien $m,n\in\DN$ fest vorgegeben.
% % Jeder Gruppenhomomorphismus $\rho:\op{GL}(n;k)\ra \op{GL}(W)$
% % mit $\op{dim}_kW=m$
% % alias jede $m$-dimensionale Darstellung von $\op{GL}(n;k)$
% % "uber $k$ im Sinne von \ref{DeGru}
% % liefert einen $(m;n)$-Gruppoid\-funk\-tor $A_\rho$
% vermittels der 
% Vorschrift
% $$A_\rho(V')\pdef \op{Hom}^\times_k(V,V')\times^\rho_{\op{GL}(V)}W$$
% Hierzu
% erinnern wir \eref{UTO}{LA2}, wonach es ganz allgemein 
%       f"ur $W$ ein $k$-Vektor\-raum und $G$ eine Gruppe
% und $\rho: G \rightarrow \op{GL} (W)$ 
% ein Gruppenhomomorphismus und $Y$ ein
%       $G$-Torsor auf dem balancierten Produkt
%       $Y \times^\rho_G W$
%       genau eine Struktur als $k$-Vektorraum gibt 
% derart, da"s f"ur alle $y \in Y$
%       die Abbildung $w \mapsto [y,w]$ einen Vektorraumisomorphismus $W
%       \overset{\sim}{\rightarrow} Y\times_G W$ liefert.
% % Ist  $\rho':\op{GL}(n;k)\ra \op{GL}(W')$ auch ein Gruppenhomomorphismus
% % mit $\op{dim}_kW=m,$
% % so liefert weiter jeder mit den Operationen von $\op{GL}(n;k)$ vertr"agliche
% % Isomorphismus $\tau:W\sira W'$ eine Isotransformation
% % $\tau: A_\rho \stackrel{\sim}{\RA}A_{\rho'}.$
% % Umgekehrt liefert auch jeder $(m;n)$-Gruppoidfunktor $A$ einen
% % Gruppenhomomorphismus $\rho_A:\op{GL}(n;k)\ra \op{GL}(W)$ mit
% % $W=A(k^n).$ Diese beiden Konstruktionen 
% % $A\mapsto \rho_A$ und $\rho\mapsto A_\rho$
% % sind dar"uber hinaus
% %  zueinander invers in der Weise, da"s wir eine
% % Isotransformation 
% % $A_{\rho_A}\stackrel{\sim}{\RA}A $  angeben k"onnen durch 
% % $$
% % \begin{array}{ccc}
% % \op{Hom}^\times_k(k^n,V)\times^\rho_{\op{GL}(n;k)}A(k^n)&\sira& A(V)\\[2mm]
% % [\varphi\;\;,\;\; v]&\mapsto&(A(\varphi))(v)
% % \end{array}
% % $$
% % und einen mit den Operationen von $\op{GL}(n;k)$ vertr"aglichen
% % Isomorphismus 
% % $W\sira  A_\rho(k^n)= \op{Hom}^\times_k(k^n,k^n)\times^\rho_{\op{GL}(n;k)}W$
% % vermittels der Vorschrift  $w\mapsto [\op{id},w].$ 
% % In dieser Weise sind also 
% % $(m;n)$-Gruppoidfunktoren und  Gruppenhomomorphismen 
% % $\op{GL}(n;k)\ra \op{GL}(m;k)$ \glqq im Wesentlichen dasselbe\grqq. 
% \end{Bemerkunge}









\begin{Bemerkunge}[\textbf{Anwenden von Darstellungen auf B"undel}] 
Gegeben ein $n$-dimensionales glattes Vektorraumb"undel $E,$ 
ein $n$-dimensionaler $\DR$-Vektorraum $M$ und eine endlichdimensionale 
stetige alias glatte  Darstellung $\rho: \op{GL}(M)\ra\op{GL}(V)$ 
verwende ich
die Abk"urzung $$\rho(E)$$
f"ur das B"undel, das aus $E$ entsteht durch Anwenden des 
zu $\rho$ geh"origen Gruppoidfunktors $N\mapsto
\rho(N)\pdef \op{Hom}_\DR^\times(M,N)\times^\rho_{\op{GL}(M)}V$. 
Ist zum Beispiel $\rho: \op{GL}(M)\ra\op{GL}(M^\ast)$,
$g\mapsto (g^\top)^{-1}$ die Kontragrediente
der Standarddarstellung, so liefern uns die vorherigen Konstruktionen
f"ur $n$-dimen\-sio\-na\-le glatte B"undel $E$ 
nat"urliche Isomorphismen $E^\ast\sira \rho(E),$ und die
offensichtlichen Gruppenhomomorphismen 
$\op{GL}(M)\times\op{GL}(N) \ra\op{GL}(M\otimes N)$
beziehungsweise $\op{GL}(M)\times\op{GL}(N) \ra\op{GL}(M\oplus N)$
f"uhren zum Tensorprodukt beziehungsweise
 der direkten Summe von Vektorb"undeln.
Bei der Konstruktion des dualen B"undels 
oder des Tensorprodukts beziehungsweise der direkten Summe zweier B"undel 
scheint mir dieser Formalismus
eher verwirrend als hilfreich. Gewisse Konstruktionen 
werden aber in dieser Sprache auch einfacher:
Betrachten wir zum Beispiel den 
Betrag der Determinante
$\rho: \op{GL}(M)\ra\DR^\times$ oder dessen Inverses, 
so  erhalten wir  Konstruktionen,
die  jedem glatten reellen Vektorraumb"undel  $E$ die
glatten reellen Vektorraumb"undel $|\op{det} E|$ 
und $|\op{det} E|^{-1}$ zuordnen.
Man k"onnte stattdessen auch f"ur vorgegebenes $n$
den Gruppoidfunktor betrachten, der jedem
reellen Vektorraum den eindimensionalen Raum der translationsinvarianten
signierten Borelma"se auf unserem Raum  zuordnet, aber das ist
 arg weit hergeholt.
Dennoch ist unsere Konstruktion 
des Betrags der Determinante eines B"undels keine blo"se Spielerei: Wir werden 
in \ref{??} etwa  sehen, da"s  f"ur eine kompakte
Mannigfaltigkeit  $X$ die stetigen  Schnitte 
des B"undels
$$|\op{det} {\op{T}}X|^{-1}$$ als
signierte Borelma"se auf $X$ aufgefa"st werden k"onnen, und zwar erhalten
wir so genau alle diejenigen signierten Borelma"se, die unter jeder
Karte verwandt sind  zum Produkt des Lebesgue-Ma"ses mit einer 
stetigen Funktion. Derartige signierte Borelma"se hei"sen
\glqq stetige Dichten\grqq. Die Konstruktion dieses \glqq B"undels der Dichten\grqq\ 
pa"st also auch in unseren allgemeinen begrifflichen Rahmen.
\end{Bemerkunge}

\subsection{Vektorb"undel als Garben von Moduln} 

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein topologischer Raum
  $X$ bilden wir die Kategorie $\op{Off}(X)$ seiner offenen
    Teilmengen mit allen offenen Teilmengen als Objekten und den Inklusionen
    als Morphismen.  In dieser Kategorie ist jede
    Morphismenmenge entweder einelementig oder leer.
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition} 
Eine {\bf Pr"agarbe mit Werten in einer Kategorie $\mathcal C$}\index{Pr"agarbe}  auf einem topologischen Raum 
$X$
ist ein Funktor
$\op{Off}(X)^{\op{opp}}\ra \mathcal C$.
Unter einem {\bf Morphismus von abelschen Pr"agarben}
verstehen wir  eine Transformation zwischen den zugeh"origen Funktoren.
Wir erhalten so die Kategorie der Pr"agarben
$${\op{p}}\mathcal C_{/X}\pdef\op{Cat}(\op{Off}(X)^{\op{opp}},\mathcal C)$$
Eine  Pr"agarbe von abelschen Gruppen
hei"st auch eine {\bf abelsche Pr"agarbe}.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
In gr"o"serer Ausf"uhrlichkeit werden
Pr"agarben und Garben in   \ref{DPG}
behandelt.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Die Pr"agarbe der glatten Funktionen}] 
  Gegeben eine glatte Mannigfaltigkeit $M$ ist der Funktor 
  $\mathcal C^\infty_\DR=\mathcal C^\infty:U\mapsto \mathcal C^\infty(U)$, der jeder offenen Menge $U\co M$ den Ring ihrer
  glatten reellwertigen Funktionen zuordnet und
  jeder Inklusion von offenen Mengen 
$U\subset V$ die Restriktionsabbildung $\mathcal C^\infty(V)\ra \mathcal C^\infty(U)$,
eine Pr"agarbe von Ringen $\mathcal C^\infty_{M}=\mathcal C^\infty_{\DR,M}$ auf $M$.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Die abelsche 
Pr"agarbe der glatten Schnitte eines B"undels}]
  Gegeben $E\ra M$ ein Vektorb"undel auf einer  Mannigfaltigkeit  
ist der Funktor 
$\mathcal S^\infty_E:U\mapsto \mathcal S^\infty_E(U)$, der 
jeder offenen Teilmenge $U\co M$ die Gruppe der glatten Schnitte $U\ra E$ 
unseres B"undels zuordnet,
eine abelsche Pr"agarbe  auf $M$.
\end{Beispiel}


\begin{Definition} 
Sei $X$ ein topologischer Raum mit einer 
 Pr"agarbe von Ringen $\mathcal A$.  
Eine {\bf Pr"agarbe von  $\mathcal A$-Moduln} oder kurz
ein {\bf  $\mathcal A$-Modul} ist eine 
 abelsche 
Pr"agarbe $\mathcal M$ 
mitsamt der Vorgabe  einer $\cal{A}
(U)$-Modulstruktur auf $\cal{M}(U)$ f"ur alle $U \co X$ 
derart, da"s f"ur alle $V \co
U \co X$ das Diagramm 
$$\begin{array}{ccccc}
\cal{A} (U) & \times & \cal{M}(U) &\ra & \cal{M}(U)\\
            &\downarrow &        &  & \downarrow \\
\cal{A} (V) &\times & \cal{M}(V) &\ra & \cal{M}(V)
\end{array}$$
mit den Restriktionsabbildungen in den Vertikalen kommutiert. Ein
{\bf Homomorphismus von
$\cal{A}$-Moduln} $\mathcal M\ra \mathcal N$ 
ist ein Homomorphismus von abelschen Pr"agarben derart, da"s die
zugeh"origen Gruppenhomomorphismen 
$\mathcal M(U)\ra \mathcal N(U)$ jeweils Homomorphismen von 
$\mathcal A(U)$-Moduln sind. Die Kategorie 
aller $\cal{A}$-Moduln notieren wir  $\cal{A}\op{-Mod}$ oder
$\op{Mod}_{\cal{A}}$.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}[\textbf{Der $\mathcal C^\infty_{\DR,M}$-Modul
 der glatten Schnitte eines B"undels}]
  Gegeben $E\ra M$ ein Vektorb"undel auf einer  Mannigfaltigkeit  
ist  die abelsche Pr"agarbe 
$\mathcal S^\infty_E$ der glatten Schnitte von $E$ 
in nat"urlicher Weise ein  $\mathcal C^\infty_{\DR,M}$-Modul.
\end{Beispiel}


\begin{Proposition}[\textbf{Vektorb"undel und Modulgarben}]  
  Gegeben eine Mannigfaltigkeit $M$ ist die Zuordnung,\label{MLNN}  die jedem
Vektorb"undel $E$ auf $M$ den $\mathcal C^\infty_{\DR,M}$-Modul seiner glatten Schnitte 
$\mathcal S^\infty_E$ zuordnet, ein volltreuer Multifunktor, der mit
Tensorprodukten und internem Hom vertauscht.
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Unsere Zuordnung ist offensichtlich ein Multifunktor.
  Wir behaupten zun"achst, da"s f"ur beliebige
  Vektorb"undel $E,F$ der nat"urliche Morphismus  \eref{kater}{TS} 
  ein Isomorphismus
  $$(\mathcal S^\infty E)\otimes_{\mathcal C^\infty_{\DR,M}} (\mathcal S^\infty F)\;\sira\; \mathcal S^\infty(E\otimes_\DR F)$$
  ist. Es reicht dazu zu zeigen, da"s unsere Mannigfaltigkeit eine
  "Uberdeckung durch offene Teilmengen hat derart, da"s
  unsere nat"urliche Abbildung unter Restriktion auf jede dieser
  offenen Teilmengen ein Isomorphismus wird. (STOPP: HIER MUSS GARBEN TENSORIEREN;
  PRAEGARBEN REICHT NICHT!)
  Die Restriktion der nat"urlichen Abbildung f"allt aber zusammen mit der
  nat"urlichen Abbildung zu den restringierten Vektorb"undeln.
  So k"onnen wir uns auf den Fall zur"uckziehen,
  da"s unsere Vektorb"undel $M\times \DR^n$ und $M\times \DR^m$ sind.
  Da unsere Konstruktionen mit endlichen direkten Summen alias
  Produkten vertauschen, k"onnen wir sogar $n=m=1$ annehmen. In diesem Fall
  ist aber die Behauptung explizit klar. Den Fall von Tensorprodukten einer
  beliebigen L"ange $r\geq 0$ behandeln wir genauso. Dasselbe Argument zeigt auch,  da"s der nat"urliche Morphismus \eref{fIH}{TS} ein Isomorphismus
  $$\mathcal S^\infty(E\Rrightarrow F)\;\sira\; (\mathcal S^\infty E)\Rrightarrow (\mathcal S^\infty F)$$
  ist. Um zu zeigen, da"s unser Multifunktor volltreu ist auf einfachen Morphismen,
  mu"s man nur beachten, da"s der letze
  Isomorphismus von Garben einen  Isomorphismus ihrer globalen Schnitte
  induziert. Da"s er auch volltreu ist auf Multimorphismen,
  folgt dann aus der  Vertr"aglichkeit mit dem Tensorprodukt.
  %{MorEk}
\end{proof}
\begin{Proposition}[\textbf{Vektorb"undel und Moduln}]  
  Gegeben eine Mannigfaltigkeit $M$ ist die Zuordnung,\label{MLNNm}  die jedem
Vektorb"undel $E$ auf $M$ den $\mathcal C^\infty(M)$-Modul seiner glatten globalen Schnitte 
$\mathcal S^\infty(M;E)$
zuordnet, ein volltreuer Multifunktor, der mit
Tensorprodukten und internem Hom vertauscht.
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Sei $E$ ein Vektorb"undel auf $M$.
  Um jeden Punkt $p\in M$ gibt es eine offene Umgebung $V$
  und einen B"undelhomomorphismus $M\times \DR^n\ra E$ des
  trivialen B"undels nach $E$, dessen Restriktion auf $V$ ein
  Isomorphismus $V\times \DR^n\sira E|_V$ ist. Weiter finden
  wir eine glatte Funktion
  $e:M\ra\DR$ mit Tr"ager in $V$, die auf einer weiteren offenen
  Umgebung
  $U\co V$ von $p$ konstant Eins ist.
  Unser B"undelhomomorphismus induziert einen
  Isomorphismus $e\mathcal S^\infty(M;M\times \DR^n)\sira
  e\mathcal S^\infty(M;E)$ und dann mit \eref{eMj}{TS} 
  auch einen Isomorphismus $$\mathcal C^\infty(U)\otimes_{\mathcal C^\infty(M)}
  \mathcal S^\infty(M;M\times \DR^n)\sira\mathcal C^\infty(U)\otimes_{\mathcal C^\infty(M)}
  \mathcal S^\infty(M;E)$$
  Er zeigt, da"s die Multiplikation von Schnitten mit glatten Funktionen
  einen Isomorphismus  $$\mathcal C^\infty(U)\otimes_{\mathcal C^\infty(M)}
  \mathcal S^\infty(M;E)\sira 
  \mathcal S^\infty(U;E)$$
  induziert. Zusammen mit unserem volltreuen Funktor
  \ref{MLNN} von Vektorb"undeln zu Modulgarben
  folgt leicht, da"s auch unser  Funktor in dieser
  Proposition volltreu ist. In der Sprache der Garben
  \eref{ZhgM}{TG} ist genauer die
  Koeinheit der Adjunktion ein Isomorphismus
  $$\mathcal C^\infty_{M}\otimes_{\mathcal C^\infty(M)}
  \mathcal S^\infty(M;E)\sira 
  \mathcal S^\infty_E$$
  Jetzt noch das Multizeugs!
\end{proof}
\begin{proof}


  
  Sei $p\in M$ und $s\in \mathcal S^\infty(M;E)$.
  Genau dann verschwindet $s$ in einer Umgebung von $p$,
  wenn es eine glatte Funktion $f\in \mathcal C^\infty(M)$
  gibt, die in einer Umgebung von $p$ verschwindet und
  f"ur die gilt $fs=s$. Jede $\mathcal C^\infty(M)$-lineare
  Abbildung $ \mathcal S^\infty(M;E)\ra \mathcal S^\infty(M;F)$
  induziert folglich Abbildungen zwischen den
  Schnittkeimen an jedem Punkt,  und man sieht leicht,
  da"s diese einen
  Morphismus von $\mathcal C^\infty_M$-Moduln $ \mathcal S^\infty E\ra \mathcal S^\infty F$ liefern. F"ur multilineare Abbildungen
  argumentiert man genauso. REST NOCH AUSARBEITEN!
\end{proof}
  

\subsection{Felder auf Mannigfaltigkeiten}
\begin{Bemerkungl}
Unter einem {\bf Feld}\index{Feld}  
versteht man im allgemeinen einen Schnitt eines B"undels
und im besonderen einen Schnitt eines B"undels auf einer Mannigfaltigkeit, 
das durch Anwenden eines\label{FeMg}  
\hyperref[gGRZ]{glatten} \hyperref[GRZ]{Gruppoidfunktors}
aus dem Tangentialb"undel hervorgeht.
Wenn ich hervorheben will, da"s letztere Bedeutung gemeint ist, 
so
spreche ich  von einem {\bf nat"urlichen B"undel}\index{B"undel!nat"urliches} 
und
einem  {\bf nat"urlichen Feld}.\index{Feld!nat"urliches} 
Hei"st unser Gruppoidfunktor $A,$ so rede ich auch von einem {\bf $A$-Feld}.
"Ubliche Bezeichnungsweisen f"ur derartige B"undel und Felder 
auf einer Mannigfaltigkeit $X$ fa"st 
 die folgende Tabelle
zusammen.\index{kanonisch!B"undel}\index{B"undel!kanonisches}
\vspace{5mm}
$$\begin{array}{cll}
\text{Vektorraumb"undel}&\text{"ubliche Bezeichnung}
&\text{Bezeichnung der Schnitte}\\[1mm]
\hline\\
X\times\DR&\text{triviales B"undel} & \text{skalares Feld, Funktion}\\
   {\op{T}} X&\text{Tangentialb"undel} & \text{Vektorfeld}\\
                  {\op{T}}^\ast X&\text{\bf Kotangentialb"undel} 
& \text{\bf Kovektorfeld}\\
         ({\op{T}}^\ast X)^{\otimes r}\otimes ({\op{T}} X)^{\otimes s}
& 
& \text{\bf Tensorfeld, $r$-fach kovariant,}\\
 
& 
& \text{\bf $s$-fach kontravariant}\\





   \bigwedge^k{\op{T}}^\ast X
&\text{{\bf $k$-Formen-B"undel}}& \text{{\bf $k$-Form, Differentialform}}\\

                 \bigwedge^{\op{max}}{\op{T}}^\ast X&\text{\bf kanonisches B"undel}
& \text{{\bf Volumenform}}\\

       |\bigwedge^{\op{max}}{\op{T}}^\ast X |        
&\text{\bf Dichteb"undel}& \text{{\bf Dichte}}\\
 |\bigwedge^{\op{max}}{\op{T}}^\ast X |^{1/2} 
                & \text{{\bf Halbdichtenb"undel}}
& \text{{\bf Halbdichte}}\\
\op{or}_X^\DR&\text{{\bf Orientierungsb"undel}}&
  \end{array}$$
Hier verstehen wir  $\op{max}=\op{dim}X$. Das Orientierungsb"undel $\op{or}_X^\DR$ 
ist  definiert durch das Anwenden des
Gruppenhomomorphismus $\op{GL}(n;\DR)\ra \{\pm 1\}\subset \DR^\times,$ 
der jeder 
invertierbaren Matrix das Vorzeichen ihrer Determinante zuordnet.
Es tr"agt mehr Struktur als nur die Struktur eines
eindimensionalen reellen Vetorraumb"undels, wir gehen darauf 
in \ref{??} 
 noch 
ausf"uhrlich ein.
% $$\begin{array}{lccll}
% \rho&F& Y \times_{G} F&\text{Vektorraumb"undel}&\text{Schnitt}\\[1mm]
% \hline\\
%   &  \DR^n
%                 & {\op{T}} X&\text{Tangentialb"undel} & \text{Vektorfeld}\\
%   &  (\DR^n)^\ast
%                 & {\op{T}}^\ast X&\text{\bf Kotangentialb"undel} 
% & \text{\bf Kovektorfeld}\\
%   &  \bigwedge^k(\DR^n)^\ast
%                 & \bigwedge^k{\op{T}}^\ast X
% &\text{{\bf B"undel der $k$-Formen}}& \text{{\bf $k$-Form}}\\
% \;\det^{-1}  &  \DR
%                 & \bigwedge^n{\op{T}}^\ast X&\text{\bf Determinantenb"undel}
% & \text{{\bf Volumenform}}\\
% |\det|^{-1}  &  \DR
%                 & 
% &\text{\bf Dichteb"undel}& \text{{\bf Dichte}}\\
% |\det|^{-1/2}  &  \DR
%                 & 
% && \text{{\bf Halbdichte}}
%   \end{array}$$
\index{Differentialform!auf  Mannigfaltigkeit}
\index{Volumenform}\index{Kotangentialb"undel}
\index{Kovektorfeld!auf Mannigfaltigkeit} 
\index{Dichte}\index{Halbdichte} 
\index{Orientierungsb"undel}\index{Tensorfeld}
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}[\textbf{Verwandtschaft von 
Feldern}]\index{verwandt!Felder}
  Sei $\phi:X\ra Y$ eine glatte Abbildung von Mannigfaltigkeiten,
deren Differential an jeder Stelle ein Isomorphismus ist.
Derartige Abbildungen hei"sen 
{\bf \'etale}.\index{etale@\'etale!bei Mannigfaltigkeiten} 
Sei $n$ die gemeinsame Dimension unserer Mannigfaltigkeiten und sei
$A$ ein $(m;n)$-Gruppoidfunktor.
Zwei $A$-Felder  $\sigma:X\ra A({\op{T}}X)$ und 
$\tau:Y\ra A({\op{T}}Y)$ hei"sen {\bf verwandt unter $\phi$} und
wir schreiben $\phi:\sigma\leadsto\tau$ genau dann, wenn
gilt
$$\tau(\phi(x))=(A(\diff_x\phi))(\sigma(x))\quad\forall x\in X$$
Nat"urlich hat jedes Feld f"ur derartige Abbildungen genau einen
R"uckw"artsverwandten, und ist unsere Abbildung sogar ein 
Diffeomorphismus, so hat es auch genau einen
Vorw"artsverwandten.\label{VerwF}
Auch in dieser Allgemeinheit  ist 
Verwandtschaft transitiv im Sinne von \eref{VerT}{AN2}.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}\label{POI}
  Ist $D$ ein endlichdimensionaler reeller Raum und 
$X\co D$ eine offene Teilmenge und $A$ ein glatter Gruppoidfunktor, 
so induziert unsere kanonische
Identifikation
$X\times\vec D\sira{\op{T}}X $  aus \eref{VFAR}{ML} 
in offensichtlicher Weise eine Identifikation 
$X\times A(\vec D)\sira A({\op{T}}X)$,
mithilfe derer wir  $A$-Felder $\sigma$  auf $X$ identifizieren k"onnen mit
Abbildungen $\hat\sigma:X\ra A(\vec D)$.  
Zum Beispiel entspricht so ein Kovektorfeld auf $X\co D$ einer
Abbildung $X\ra \vec D^\ast$ und eine $k$-Form
auf $X$ einer Abbildung  $X\ra \op{Alt}^k(\vec D)$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Ist $E$ ein weiterer endlichdimensionaler reeller Raum und 
$Y\co E$ eine offene Teilmenge und 
$\phi:X\ra Y$ \'etale, so sind zwei $A$-Felder $\sigma, \tau$ 
unter $\phi$ verwandt genau dann, wenn f"ur die zugeh"origen Abbildungen
$\hat\sigma:X\ra  A(\vec D)$ und $\hat\tau:Y\ra  A(\vec E)$ 
gilt
$A(\diff_x\phi):\hat\sigma(x)\mapsto \hat\tau(\phi(x))$ f"ur alle $x\in X$
unter $A(\diff_x\phi):A(\vec D)\sira A(\vec E)$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}\label{lVFv}
Will man 
f"ur einen vorgegebenen glatten $(m;n)$-Gruppoidfunktor 
ein $A$-Feld $\tau$ auf einer Mannigfaltigkeit 
$X$ explizit angeben, so wird man wie im Fall
von Vektorfeldern \eref{lVF}{ML} einen Atlas w"ahlen und 
f"ur jede Karte von besagtem Atlas $\varphi_{\lambda} : W_\lambda \rightarrow X$ 
diejenige Abbildung
$\hat\tau:W_ \lambda\ra A(\DR^d)$  angeben, 
die dem unter $\varphi_{\lambda}$ zu $\tau$ verwandten $A$-Feld
auf  $W_ \lambda \co \Bbb{R}^d$ unter der Identifikation in \ref{POI} entspricht.
Sind umgekehrt $A$-Felder auf den Definitionsbereichen der 
Karten eines Atlas gegeben, so kommen sie in dieser Weise von 
einem $A$-Feld auf unserer Mannigfaltigkeit her genau dann, 
wenn f"ur je zwei Karten ihre entsprechenden
Einschr"ankungen unter Kartenwechseln verwandt sind.
\end{Bemerkungl}










\begin{Bemerkungl}[\textbf{R"uckzug von Feldern}]
  Das Vorhergehende 
erweitert unsere Verwandt\-schafts\-be\-grif\-fe aus \eref{VerW}{AN2}
auf allgemeinere Felder, aber um den Preis, da"s wir nur recht\label{VerF}
spezielle, eben \'etale Abbildungen $\phi$ zulassen d"urfen.
Nur wenn wir von  einen ko- oder kontravarianten  Funktor 
$A:\op{Modf}_\DR\ra \op{Modf}_\DR$ auf allen endlich erzeugten
$\DR$-Vektorr"aumen ausgehen, erkl"aren wir f"ur  die zugeh"origen $A$-Felder 
allgemeiner Verwandtschaft $\phi:\sigma\leadsto\tau$
unter beliebigen glatten Abbildungen $\phi$. Im
kovarianten Fall erkl"aren wir diese Verwandtschaft durch dieselbe Bedingung
$$\tau(\phi(x))=(A(\diff_x\phi))(\sigma(x))\quad\forall x\in X$$
Im kontravarianten Fall gilt es zu beachten, da"s 
der zugeh"orige Gruppoidfunktor, den wir auf unser 
Tangentialb"undel anwenden,
einem Isomorphismus $\varphi:V\sira W$  den Isomorphismus
$A(\varphi)^{-1}:A(V)\sira A(W)$ zuordnet. Folgerichtig erkl"aren wir in
diesem Fall Verwandtschaft
durch die Bedingung
$$(A(\diff_x\phi))\tau(\phi(x))=\sigma(x)\quad\forall x\in X$$
Letzterer Fall ist besonders wichtig, da in diesem Fall jedes $A$-Feld 
$\tau$ auf $Y$ 
unter jeder glatten Abbildung genau einen R"uckw"artsverwandten hat,
der eben durch besagte Formel gegeben wird. Man  notiert 
diesen  R"uckw"artsverwandten 
$$\phi^\ast\tau$$  und  nennt ihn den {\bf R"uckzug von} $\tau$.
Auch in dieser Allgemeinheit  ist 
Verwandtschaft transitiv im Sinne von \ref{VerT}.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Sind $D,E$  endlichdimensionale reelle R"aume und 
$X\co D$ sowie $Y\co E$  offene Teilmengen und 
$A:\op{Modf}_\DR\ra \op{Modf}_\DR$ ein kontravarianter Funktor und
$\phi:X\ra Y$ eine glatte Abbildung, so sind zwei $A$-Felder $\sigma, \tau$ 
unter $\phi$ verwandt genau dann, wenn f"ur die zugeh"origen Abbildungen
$\hat\sigma:X\ra  A(\vec D)$ und $\hat\tau:Y\ra  A(\vec E)$ 
gilt
$A(\diff_x\phi):\hat\tau(\phi(x))\mapsto \hat\sigma(x)$ f"ur alle $x\in X$
unter $A(\diff_x\phi):A(\vec E)\sira A(\vec D)$. % In anderen Worten wird also
% der R"uckzu in diesem Fall unter den entsprechenden
% Identifikationen beschrieben durch die Formel
% $$(\phi^\ast\tau)(x)=(F(\diff_x\phi))(\tau(\phi(x)))$$
\end{Bemerkungl}



\subsection{Integration auf abstrakten Mannigfaltigkeiten}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Mannigfaltigkeit $X$ hatten wir in \ref{FeMg} eine Dichte auf
  $X$ erkl"art als einen Schnitt des Dichteb"undels $|\Lambda^{\op{max}}
  {\op{T}}^\ast X|$.  Wir nennen eine solche Dichte \defind{nichtnegativ}
  genau dann, wenn ihr Wert an keiner Stelle $x \in X$ eine negativ
  orientierte Basis von $|\Lambda^{\op{max}} {\op{T}}^\ast_x X|$ ist.
  % \label{DIi}
  Zum Beispiel ist f"ur jede Volumenform $\omega$ auf $X$ ihr Betrag
  $|\omega|$ eine nichtnegative Dichte auf $X$.  Insbesondere kann jede Dichte
  $\mu$ auf $W \co \mathbb R^n$ in eindeutiger Weise geschrieben werden als
  \begin{equation*}
    \mu = a(x) | dx_1 \wedge \ldots \wedge dx_n|
  \end{equation*}
  mit $a: W \rightarrow \mathbb R$, und eine derartige Dichte auf $W\co
  \mathbb R^n$ ist nichtnegativ genau dann, wenn gilt $a(x) \geq 0 \quad
  \forall x \in W$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition}\label{DIi}
  Gegeben auf $W \co \mathbb R^n$ 
eine me"sbare nichtnegative Dichte $\mu = a(x) | dx_1 \wedge \ldots
  \wedge dx_n |$ und eine me"sbare Teilmenge $B
  \subset W$ erkl"aren wir das Integral unserer Dichte "uber besagte Teilmenge
  in $[0,\infty]$ durch die Vorschrift
  \begin{equation*}
    \int_B\mu \pdef \int_B a(x) \;\diff^n x
  \end{equation*}
\end{Definition}


\begin{Satz}[\textbf{Ma"s einer nichtnegativen Dichte}]
 Gegeben eine separable Mannigfaltigkeit $X$ und darauf eine nichtnegative
me"sbare Dichte $\mu$ existiert genau ein topologisches Ma"s $\tilde\mu$
auf $X$ mit der Eigenschaft, da"s das Ma"s  jeder Borelmenge 
$A \subset X$, die ganz\label{MasD} 
im Bild einer Karte $\varphi : W \rightarrow X$ enthalten ist, 
gegeben wird durch 
\begin{equation*}
 \tilde\mu (A) = \int_{\varphi^{-1} (A)} \varphi^\ast \mu
\end{equation*}
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
 Hier meint $\varphi^\ast \mu$ die auf $W$ zur"uckgeholte Dichte, und deren
Integral ist im Sinne von \ref{DIi} zu verstehen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Sobald der Satz einmal bewiesen ist, machen wir in der Notation keinen
  Unterschied mehr zwischen einer nichtnegativen me"sbaren Dichte und dem
  zugeh"origen Ma"s.  Gegeben eine me"sbare Volumenform $\omega$ bezeichnet
  dann insbesondere $|\omega|$ sowohl die zugeh"orige Dichte als auch
  das zugeh"orige Ma"s.
\end{Bemerkungl}

\begin{proof}
 Der Beweis von \eref{DDfm}{AN3} kann fast ohne "Anderungen "ubernommen werden.
Der wesentliche Punkt ist wieder der Nachweis, da"s f"ur
$\psi : V \rightarrow X$ eine weitere Karte mit $\psi (V) = \varphi (W)$ gilt
\begin{equation*}
 \int_{\varphi^{-1}(A)} \varphi^\ast \mu = \int_{\psi^{-1}(A)} \psi^\ast \mu
\end{equation*}
Bezeichnet jedoch $g \pdef \varphi^{-1} \circ \psi: 
V \overset{\sim}{\rightarrow}
W$ den Kartenwechsel und haben wir $\varphi^\ast \mu = a(x)|dx_1 \wedge \ldots
\wedge dx_n|$, so ergibt sich
\begin{eqnarray*}
 \psi^\ast \mu & =& g^\ast \varphi^\ast \mu\\
&=& g^\ast (a |dx_1 \wedge \ldots \wedge dx_n|)\\
&=&(a \circ g) |\op{det} \diff g| | dy_1 \wedge \ldots \wedge dy_n|
\end{eqnarray*}
wo ich in der Hoffnung, dadurch das Verst"andnis zu f"ordern, dieselben 
Koordinaten auf $\mathbb R^n$ einmal
$x_i$ nenne, wenn sie n"amlich auf $W$ zu verstehen sind, und 
dann wieder
$y_i$, wenn sie auf $V$ zu verstehen sind.
Die behauptete Gleichheit der Integrale 
folgt nun wie im Beweis von
\eref{DDfm}{AN3} 
aus der Transformationsformel \eref{TFL}{AN3}.
\end{proof}






\subsection{Wohin?}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine reellen Mannigfaltigkeit $X$ und ein endlichdimensionaler
  $\DR$-Vektorraum $W$ k"onnen wir den Formalismus der Differentialformen wie
  in \ref{TFUU} auf $W$-wertige Differentialformen verallgemeinern.  So
  erhalten wir insbesondere eine "au"sere Ableitung
$$\diff: \Omega^k(X)\otimes W\ra \Omega^{k+1}(X)\otimes W$$
f"ur $k\geq 0$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Ist auf $X$ eine fast-komplexe Struktur gegeben, als da hei"st eine
Struktur als komplexes Vektorb"undel alias einen Automorphismus $J$
mit $J^2=-\op{id}$ auf dem Tangentialb"undel,
so erhalten wir auch eine
Struktur als komplexes Vektorb"undel auf dem Kotangentialb"undel
${\op{T}}^\ast X$. Setzen wir $\DC\otimes_\DR{\op{T}}^\ast X 
\defp {\op{T}}^\ast_\DC X$, so erhalten wir 
 mit \ref{KRK} einen Isomorphismus
${\op{T}}^\ast_\DC X\sira {\op{T}}^\ast X\oplus \overline{{\op{T}}^\ast X}$
von komplexen Vektorb"undeln. Mit \ref{otKRK} liefert er 
 Isomorphismen von komplexen Vektorb"undeln
$$\bigoplus_{i+j=k}\bigwedge^i {\op{T}}^\ast X\otimes
\bigwedge^j\overline{{\op{T}}^\ast X}\sira \bigwedge^k{\op{T}}^\ast_\DC X$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Auf einer komplexen Mannigfaltigkeit $X$ der komplexen Dimension $n$ ist das
  Tangentialb"undel ${\op{T}}X$ der zugrundeliegenden reellen Mannigfaltigkeit
  in nat"urlicher Weise ein komplexes Vektorraumb"undel der komplexen
  Dimension $n$.  Gegeben ein glatter Schnitt $\omega$ von $\bigwedge^i
  {\op{T}}^\ast X\otimes \bigwedge^j\overline{{\op{T}}^\ast X}$ pr"uft man in
  Koordinaten leicht, da"s $d\omega$ bereits in $\bigwedge^{i+1} {\op{T}}^\ast
  X\otimes \bigwedge^j\overline{{\op{T}}^\ast X}\oplus \bigwedge^i
  {\op{T}}^\ast X\otimes \bigwedge^{j+1}\overline{{\op{T}}^\ast X}$ landet.
  Die besagten Komponenten notieren wir $\partial\omega$ und
  $\bar\partial\omega$ und erhalten so eine kanonische Zerlegung
  $d\omega=\partial\omega+\bar\partial\omega$.
\end{Bemerkungl}






\subsection{Lie-Ableitung}
\begin{Definition}[\textbf{Lie-Ableitung}]\index{Lie-Ableitung}
Gegeben ein glattes Vektorfeld $\xi$ auf einer glatten Mannigfaltigkeit $X$
und ein glattes Feld $T$, genauer ein glattes
nat"urliches Feld im Sinne von \ref{FeMg}, das also
durch Anwenden eines\label{FeMgA}  
\hyperref[gGRZ]{glatten} \hyperref[GRZ]{Gruppoidfunktors}
aus dem Tangentialb"undel hervorgeht, 
 erkl"aren wir ein Feld derselben Art,
seine {\bf Lie-Ableitung}
\begin{equation*}
\mathcal L_\xi T 
\end{equation*}
Man bezeichne dazu f"ur $x \in X$ und kleine $s \in \mathbb R$ mit $\xi^s  (x) \in X$
den Punkt, bei dem der Punkt $x$ landet, wenn er sich f"ur die Zeit $s$ mit
dem Flu"s des Vektorfelds $\xi$ treiben l"a"st.
Dann sind die $\xi^s $ f"ur kleine $s$ Diffeomorphismen  einer festen offenen
Umgebung $U$ von $p \in X$ mit offenen Teilmengen $\xi^s  (U) \co X$.
Bezeichne $T^{[s;\xi]}=T^{[s]}$ das Feld auf $U$, das unter 
$\xi^s $ zum urspr"unglichen Feld  $T$ auf $\xi^s  (U)$ 
verwandt ist,
in Formeln
\begin{equation*}
\xi^s  : T^{[s]} \leadsto T
\end{equation*}
Die $T^{[s]}$  bilden dann ein von $s$ abh"angiges Feld auf $U$ 
und wir definieren
\begin{equation*}
(\mathcal L_\xi T)_p = \lim_{s \rightarrow 0} \frac{(T^{[s]})_p - T_p}{s}
\end{equation*}
Nun mu"s noch gezeigt werden, da"s diese Grenzwerte existieren und da"s
$\mathcal L_\xi T$ wieder ein glattes Feld ist. Das "uberlassen wir
dem Leser und leiten nur unter der Annahme der Existenz explizite Formeln
her. Mit etwas mehr Sorgfalt kann man zusammen mit den expliziten
Formeln aber auch unschwer die Existenz der fraglichen Grenzwerte zeigen.
\end{Definition}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Felder mit verschwindender Lie-Ableitung}]
Seien $\xi$ ein glattes Vektorfeld auf einer glatten Mannigfaltigkeit $X$
und $T$ ein glattes Feld auf $X$. Ist $\mathcal L_\xi T$ das Nullfeld,
so folgt $\xi^s:T\leadsto T$ f"ur alle $U\co X$ und $s\in\DR$ derart,
da"s der Flu"s  $\xi^s(x)$ definiert ist f"ur alle $x\in U$.
In Worten ist demnach ein Feld mit invarianter Lie-Ableitung nach
einem 
vorgegebenen Vektorfeld \glqq invariant unter dem Flu"s von besagtem
Vektorfeld\grqq. 
In der Tat hat dann die Abbildung $s\mapsto (T^{[s]})_p$ 
an jeder Stelle ihres Definitionsintervalls die Ableitung Null, 
denn wir haben f"ur kleines $h\neq 0$ sicher\label{KLIQ} 
$$\diff\xi^s: \frac{1}{h}\left((T^{[s+h]})_p-(T^{[s]})_p\right)\mapsto
 \frac{1}{h}\left((T^{[h]})_q-T_q\right)$$
mit $q=\xi^s(p)$, und f"ur $h\ra 0$ strebt die rechte Seite 
nach unseren Annahmen gegen Null.
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}
  Gegeben eine {\bf Riemann'sche Mannigfaltigkeit}
\index{Riemann'sche Mannigfaltigkeit}
\index{Mannigfaltigkeit!Riemann'sche} alias eine
glatte Mannigfaltigkeit $X$  mit einem ausgezeichneten 
glatten symmetrischen 
Tensorfeld $g\in\op{Sym}^2({\op{T}}X)$, das an jeder Stelle
ein Skalarprodukt ist, versteht man unter einem
{\bf Killing-Feld}\index{Killing-Feld} ein glattes Vektorfeld $\xi$ auf
$X$ mit $\mathcal L_\xi g=0$. In anderen Worten ist also ein Killing-Feld
ein Vektorfeld $\xi$, dessen Flu"s Isometrien $\xi^s:U\sira \xi^s(U)$
liefert, wo immer er definiert ist.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Divergenz und Lie-Ableitung}]
  Jeder Riemann'schen Mannigfaltigkeit $X$
  kann man ihre nat"urliche Dichte $\omega$ zuordnen, einen
  ausgezeichneten glatten Schnitt des Dichteb"undels.
  Gegeben ein glattes Vektorfeld $\xi$ auf $X$ kann die
  {\bf Divergenz $\op{div}\xi$}\index{Divergenz!auf Riemann'scher
    Mannigfaltigkeit} beschrieben werden als die eindeutig definierte
  Funktion mit\label{divL}  
  $$\mathcal L_\xi\omega=(\op{div}\xi)\omega$$
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Lie-Ableitung von Funktionen}]
Im Fall eines skalaren Feldes $T$ alias einer glatten Funktion $f$ haben wir
offensichtlich\label{LAV}
$$\mathcal L_\xi f =\xi f$$
In Worten ist die Lie-Ableitung einer Funktion also schlicht die Funktion,
die daraus durch das 
Anwenden des fraglichen Vektorfelds entsteht.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lie-Ableitung versus kovariante Ableitung}] 
Die Lie-Ableitung einer Funktion an einer gegebenen Stelle h"angt 
nur vom Wert des ableitenden Vektorfelds an besagter Stelle ab.
Das ist bei der Lie-Ableitung  allgemeiner Felder
 nicht mehr richtig: Die Lie-Ableitung eines Feldes
 an einer gegebenen Stelle wird im allgemeinen von den Werten 
des ableitenden Vektorfelds in einer Umgebung der fraglichen Stelle abh"angen
und keineswegs nur von seinem Wert an besagter Stelle.
Das ist ein fundamentaler Unterschied zur kovarianten Ableitung
\ref{KovA},
die auch in Richtung isolierter Tangentialvektoren wohldefiniert ist
und beim Ableiten nach Vektorfeldern $\xi$ der Identit"at
$\nabla_{f\xi}=f\nabla_{\xi}$ gehorcht. Dahingegen haben wir
 f"ur die Lie-Ableitung
im allgemeinen $\cal L_{f\xi}\neq f\cal L_{\xi}$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lie-Ableitung und "au"sere Ableitung}]
  Die Lie-Ableitung des Differentials einer Funktion ist das Differential ihrer
  Lie-Ableitung,
in Formeln \begin{equation*}
\mathcal L_\xi (\diff f)
=\op{d}(\mathcal L_\xi f)
\end{equation*}
Um das einzusehen, gehen wir von der Erkenntnis aus,
da"s die Verwandtschaft
$\xi^t :f^{[t]}\leadsto f$ nach \ref{zhn} auch eine
Verwandtschaft $\xi^t :\op{d} (f^{[t]})\leadsto \diff f$
alias die  Gleichheit $\op{d} (f^{[t]})=(\diff f)^{[t]}$ induziert.
Nun w"urden wir gerne rechnen
$$\mathcal L_\xi (\diff f)= \lim_{t \rightarrow 0} \frac{(\diff f)^{[t]} - \diff f}{t}= \lim_{t \rightarrow 0} \frac{\op{d} (f^{[t]}) - \diff f}{t}= \diff \left(\lim_{t \rightarrow 0} \frac{ f^{[t]} -  f}{t}\right)=\op{d}(\mathcal L_\xi f)$$
Das ist zwar in dieser Form noch problematisch, 
aber w"ahlen  wir lokale Koordinaten $x_1, \ldots, x_n$ und betrachten
die Funktion 
$(x,t)\mapsto f^{[t]}(x)$
auf $U \times(-\varepsilon, \varepsilon)$,
so ist auch diese Funktion glatt 
und wir erhalten
$\mathcal L_\xi (\diff f)=\partial_t\sum_i\partial_i f^{[t]}(x)\diff x_i$
sowie $\diff (\mathcal L_\xi  f)=\sum_i\partial_i \partial_t f^{[t]}(x)\diff x_i$
mit der Notation $\partial_i$ f"ur die partielle Ableitung nach $x_i$ und
$\partial_t$ f"ur das Auswerten bei $t=0$ der partiellen Ableitung nach $t$
und die Behauptung folgt  aus der Vertauschbarkeit der
partiellen Ableitungen.\label{LADF} In derselben Weise
zeigt man f"ur Differentialformen beliebigen Grades, da"s
die Lie-Ableitung auch mit der "au"seren Ableitung vertauscht,
in Formeln \begin{equation*}
\mathcal L_\xi (d\omega)
=d(\mathcal L_\xi \omega)
\end{equation*}
Noch allgemeiner folgt in derselben Weise, da"s die Lie-Ableitung
vertauscht mit beliebigen \glqq verwandtschaftsvertr"aglichen Differentialoperatoren\grqq\
zwischen glatten Schnitten nat"urlicher
B"undel. Unter einem \glqq Differentialoperator\grqq\ verstehen wir dabei eine Abbildung zwischen den R"aumen glatter Schnitte, die in lokalen Koordinaten und
bez"uglich B"undelkarten durch Polynome in den partiellen Ableitungen
mit glatten Funktionen als Koeffizienten gegeben werden kann.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}\label{VjLi} 
F"ur die Lie-Ableitung des Tensorprodukts 
irgendwelcher nat"urlichen Felder $S,T$ gilt offensichtlich die 
{\bf Leibniz-Regel}\index{Leibniz-Regel!f"ur
  die Lie-Ableitung}
\begin{equation*}
\mathcal L_\xi (S\otimes T)
=(\mathcal L_\xi S)\otimes T+S\otimes (\mathcal L_\xi T)
\end{equation*}
 Speziell gilt die 
{\bf Leibniz-Regel}\index{Leibniz-Regel!f"ur
  die Lie-Ableitung} $\mathcal L_\xi (fT)
=(\xi f)T+f (\mathcal L_\xi T)$ f"ur jede glatte Funktion $f$ und jedes 
glatte nat"urliche Feld $T$. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Lie-Ableitung von Vektorfeldern}]
  Sei $M$ eine Mannigfaltigkeit.
  Das Auswerten von Kovektoren auf Vektoren
  liefert einen
  nat"urlichen B"undelhomomorphismus ${\op{T}}^\ast M\otimes{\op{T}} M \ra \DR\times M$ alias einen verwandtschaftsvertr"aglichen
  Differentialoperator vom Grad Null zwischen den zugeh"origen R"aumen glatter Schnitte. Gegeben ein Kovektorfeld $\omega$ und
  Vektorfelder $\xi,\zeta$ finden wir damit nach dem Vorhergehenden die
  Identit"at $$\mathcal L_\xi\langle\omega,\zeta\rangle=\langle\mathcal L_\xi\omega,\zeta\rangle + \langle\omega,\mathcal L_\xi\zeta\rangle$$
  Wenden wir das speziell auf $\omega=\diff f$ an und beachten
  $\langle\diff f,\zeta\rangle=\zeta f$ sowie $\mathcal L_\xi(\diff f)=\op{d}(\mathcal L_\xi f)$, so folgt\label{LAK}
  $\xi(\zeta f)= \zeta(\xi f)+ (\mathcal L_\xi\zeta)f$ alias $\mathcal L_\xi\zeta=[\xi,\zeta]$.
\end{Beispiel}


% \begin{Beispiel}[\textbf{Lie-Ableitung von Vektorfeldern}]
% Im Fall eines Vektorfeldes $T=\eta$ gilt nach \eref{VFVD}{AN2} 
% f"ur jede glatte Funktion $f$\label{LAK} 
% die Identit"at $(\eta f)^{[t]} = \eta^{[t]} f^{[t]}$ und damit
% \begin{eqnarray*}
%  (\mathcal L_\xi (\eta f))(p) = \lim_{t \rightarrow 0} 
% \frac{(\eta^{[t]} f^{[t]})(p)-
% (\eta f^{[t]})(p)+ (\eta f^{[t]})(p) - (\eta f)(p)}{t}
% \end{eqnarray*}
% W"ahlen  wir uns lokale Koordinaten $x_1, \ldots, x_n$ auf $U$ 
%  und schreiben
% $\eta^{[t]} = a_1 \partial_1 + \ldots + a_n \partial_n$
% mit $a_i = a_i (x,t)$ glatt auf $U \times(-\varepsilon, \varepsilon)$ 
% und betrachten ebenfalls auf $U \times(-\varepsilon, \varepsilon)$ 
% die glatte Funktion $(x,t)
% \mapsto f^{[t]} (x),$ so liefert
% die Vertauschbarkeit der partiellen Ableitung  $\partial_t$ 
% nach $t$ mit den partiellen Ableitungen $\partial_i$ nach den $x_i,$ 
% da"s unser Limes mit $((\mathcal L_\xi \eta) f)(p)+ (\eta(\xi f))(p)$
% identifiziert werden kann. F"ur jede glatte Funktion $f$ gilt mithin
% $\xi (\eta f)=\mathcal L_\xi (\eta f)=(\mathcal L_\xi \eta) f+ \eta(\xi f),$
% und daraus ergibt sich f"ur je zwei Vektorfelder  unmittelbar die Identit"at
% \begin{equation*}
% \mathcal L_\xi \eta = \left[ \xi, \eta\right]
% \end{equation*}
% \end{Beispiel}




\begin{Bemerkunge}
Mit \ref{KLIQ} k"onnen wir nun auch eine weitere 
Herleitung von Proposition  \eref{KoVez}{ML} 
"uber kommutierende Vektorfelder geben: Kommutieren zwei Vektorfelder,
so verschwindet ja nach \ref{LAV} die Lie-Ableitung des Ersten nach dem
Zweiten,
also ist nach \ref{KLIQ} das Erste invariant unter dem Flu"s des Zweiten,
und dann mu"s nat"urlich auch der   Flu"s des Ersten mit dem Flu"s des Zweiten
kommutieren.
\end{Bemerkunge}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kontraktion von Differentialformen}]
Sei $V$ ein Vektorraum "uber einem K"orper.
Gegeben eine alternierende $(k+1)$-Multilinearform $\omega\in
\op{Alt}^{k+1}(V)$ und $v\in V$ definiert man wie in \eref{inser}{LA2}  
eine\label{ixi} 
alternierende $k$-Multilinear\-form $i_v\omega\in
\op{Alt}^{k}(V)$ durch die Vorschrift
\index{i@$i_v\omega$ Teilauswerten von  Multilinearform}
$$i_v\omega(v_1,\ldots,v_k)\pdef\omega(v,v_1,\ldots,v_k)$$
Der Buchstabe $i$ steht wohl f"ur \glqq insertion\grqq.
Offensichtlich gilt $i_vi_w=-i_wi_v$.
Unsere Definition \eref{DaPr}{AN2} des Dachprodukts liefert 
weiter unmittelbar 
$$i_v(\omega\wedge \eta)=(i_v\omega)\wedge \eta 
+ (-1)^{|\omega|}\omega\wedge (i_v\eta)$$
Gegeben ein Vektorfeld $\xi$ und eine $(k+1)$-Form $\omega$
erkl"art man
entsprechend die $k$-Form $ i_\xi\omega$.\index{i@$i_\xi\omega$ Teilauswerten von Differentialform}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lie-Ableitung von Differentialformen}]
F"ur die Lie-Ableitung von Differentialformen gilt die {\bf Cartan-Formel}\index{Cartan-Formel} 
\label{LabD} 
 $$\mathcal L_\xi 
= i_\xi \circ d + d \circ i_\xi$$
In der Tat pr"uft man ohne Schwierigkeiten, %Stimmt wirklich!
da"s beide  
Seiten Operatoren $D$ mit der Eigenschaft $D(\omega\wedge \eta)
=(D\omega)\wedge \eta+\omega\wedge (D\eta)$ sind. Es
reicht damit aus, unsere Formel f"ur Funktionen und ihre Differentiale zu
zeigen. Im Fall einer Funktion $f$ liefern jedoch nach \ref{LAV}
die Formeln auf beiden Seiten
$\xi f,$ und im Fall ihres Differentials $\diff f$ 
 liefern nach \ref{LADF} die Formeln auf beiden Seiten
$\op{d}(\xi f)$. Damit ist auch unsere allgemeine Formel hergeleitet.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}[\textbf{"Au"sere Ableitung ohne Koordinaten}] 
 Gegeben eine glatte $p$-Form $\omega$ auf einer Mannigfaltigkeit $M$ und
glatte  Vektorfelder\label{AAVF}  
$X_0, \ldots , X_p$ gilt
\begin{eqnarray*}
 (d \omega) (X_0, \ldots , X_p) & =& \sum^p_{j =0} (-1)^j X_j \omega (X_0 , \ldots , \hat X_j , \ldots ,
X_p)\\
& & + \sum_{i < j} (-1)^{i+j} \omega ([X_i, X_j], \ldots , \hat X_i, \ldots , \hat X_j, \ldots , X_p)
\end{eqnarray*}
\end{Lemma}
\begin{proof} Man pr"uft, da"s die rechte Seite 
$\mathcal C^\infty (M)$-multilinear ist als Funktion der Vektorfelder
$X_i$. Mit dieser Erkenntnis kann man sich auf den Fall der 
  Standardfelder eines Koordinatensystems zur"uckziehen. In diesem Fall
  aber sieht man die behauptete Formel leicht ein. 
\end{proof}
\subsection{Liealgebren-Kohomologie}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{De-Rham-Kohomologie als  Liealgebren-Kohomologie}]
 Gegeben eine Liegruppe\index{Lie-Algebren-Kohomologie}  
$G$ mit einer offenen Teilmenge $U\co G$ erh"alt man einen  Isomorphismus
$
 \op{Alt}^p (\mathfrak g, \mathcal C^{\infty} (U)) 
\sira \Omega^p (U)
$
von $\mathcal C^\infty (U)$-Linksmoduln als die Verkn"upfung
$$ \begin{array}{ccccc}
 \op{Alt}^p (\mathfrak g, \mathcal C^\infty (U)) 
&\sila& \op{Alt}^p (\mathfrak g, \mathbb R)
\otimes \mathcal C^\infty (U) 
&\rightarrow & \Omega^p (U)\\
&&\omega \otimes f & \mapsto & f \grave\omega
\end{array}
$$
mit der Notation $\grave\omega$\label{lki} 
 f"ur die linksinvariante Fortsetzung.
Er ist nach \ref{AAVF} ein Isomorphismus von Komplexen, 
wenn wir rechts  als Differential die "au"sere Ableitung
nehmen und links
das Differential 
erkl"aren durch die Formel 
$$\begin{array}{ccl}
(d\varphi)(v_{0}, \ldots , v_{n}) & 
= & \sum^{n}_{i=0} (-1)^{i} \grave v_{i} \varphi
(v_{0}, \ldots, \hat{v}_{i}, \ldots, v_{n})\\[1mm]
&&+ \sum_{i<j}(-1)^{i+j} \varphi([v_{i},v_{j}],
 \ldots, \hat{v}_{i}, \ldots, \hat{v}_{j},
\ldots, v_{n})
\end{array}$$
Die de-Rham-Kohomologie von $U$ kann also bereits
aus  $\mathcal C^\infty(U)$ mit seiner Struktur als Darstellung der
Liealgebra $\mathfrak g$ berechnet werden. Im Grad Null ist das auch
unmittelbar einsichtig, die lokal konstanten Funktionen auf $U$ sind
eben genau die $\mathfrak g$-Invarianten von $\mathcal C^\infty(U)$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  F"ur jede
  Lie-Algebra $\mathfrak g$ "uber jedem K"orper $k$ und jede
  Darstellung $M$ von $\mathfrak g$  liefert unsere Formel aus  \ref{lki}
  lineare Abbildungen $$d:\op{Alt}^p(\mathfrak g,M)\ra \op{Alt}^{p+1}(\mathfrak g,M)$$ Eine unangenehme Rechnung, die wir auf \ref{KoKo} verschieben,
  zeigt, da"s auch in
  dieser Allgemeinheit stets gilt $d^2=0$. Wir erhalten mithin stets einen
  Komplex. Diesen Komplex nennen wir den
  {\bf Standardkomplex der Liealgebrenkohomologie}.\label{SSLI} 
  Seine Kohomologie 
  notiert man
  $$ {\op{H}}^\ast (\mathfrak g ; M) \pdef \mathcal H^\ast \op{Alt}^*(\mathfrak g , M)$$
  und nennt sie die {\bf Kohomologie der Lie-Algebra $\mathfrak g$ mit Koeffizienten in $M$}.\index{Kohomologie!von Lie-Algebra}
  In dieser Notation liefern unsere "Uberlegungen aus \ref{lki} also
  f"ur jede Liegruppe $G$ und jede offene Teilmenge $U\co G$ einen
  nat"urlichen Isomorphismus 
  $$
 {\op{H}}^\ast (\mathfrak g ; \mathcal C^\infty (U)) 
\sira {\op{H}}^\ast_{\op{dR}} (U)
$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologie f"ur Liealgebren von Liegruppen}]
%Im Fall der Lie-Algebra $\mathfrak g$ einer 
%Liegruppe $G$ k"onnen wir auch geometrisch 
%argumentieren. Ich vermute, dass hier der 
%Ursprung der allgemeinen Theorie zu suchen
  %  ist.
  Sei $G$ eine Liegruppe.
  Indem man direkte Summen homogener Anteile durch 
ihre Produkte ersetzt, folgert man aus dem polynomialen Poincar\'e-Lemma
\ref{PPKo} unschwer eine Variante mit formalen\label{KoR}  
Potenzreihen als Koeffizienten. Seien nun $X$ eine Mannigfaltigkeit
und $p \in X$ ein Punkt und bezeichne 
$\mathcal C_{p,>k}^{\infty} (X) \subset \mathcal C^\infty (X)$
das Ideal aller glatten Funktionen, deren partielle 
Ableitungen bez"uglich einer oder gleichbedeutend jeder Karte um $p$ bei
$p$ bis zur Ordnung $k$ verschwinden.
Gegeben ein Vektorb"undel $E$ auf $X$ bezeichne
\begin{equation*}
 \mathcal S^{\infty}_{p,>k} (E) \subset \mathcal S^\infty (E)
\end{equation*}
den Teilraum, der von allen Vielfachen von glatten 
Schnitten mit Funktionen aus $\mathcal C^{\infty}_{p,>k} (X)$
erzeugt wird.
Schlie"slich setzen wir 
\begin{equation*}
 \mathcal S^\wedge_p (E) \pdef \op{lim}_k \mathcal S^\infty ( E) / 
\mathcal S^{\infty}_{p,>k} (E)
\end{equation*}
Wir nennen die Elemente von $\mathcal S^\wedge_p  (E)$ 
{\bf formale infinitesimale 
  Schnitte}\index{Schnitt!formaler infinitesimaler} des B"undels $E$ bei $p$.
Im Spezialfall des trivialen B"undels $E=X\times \DR$ setzen wir
$\mathcal C^\wedge_p (X)\pdef \mathcal S^\wedge_p (X\times \mathbb R)$ und
jedes System von lokalen Koordinaten $x_1, \ldots , x_n$ um den
Punkt $p$ mit $x_i (p) = 0 \; \forall i$ liefert einen nat"urlichen Isomorphismus
\begin{equation*}
 \mathbb R \llbracket x_1, \ldots, x_n\rrbracket \sira 
\mathcal C^\wedge_p (X)
\end{equation*}
Die "au"sere Ableitung von Differentialformen 
liefert an jedem Punkt $p \in X$ eine wohlbestimmte
Abbildung zwischen den entsprechenden R"aumen von formalen 
infinitesimalen Differentialformen bei $p$ und wir erhalten so
eine Aufl"osung von $\DR$, n"amlich die Aufl"osung aus dem
 Poincar\'e-Lemma mit formalen Potenzreihen als Koeffizienten.
F"uhren wir diese Konstruktion im Fall einer 
Liegruppe durch, so erhalten wir nach \ref{lki} den Standardkomplex
\ref{LAH} zur Berechnung der Lie-Algebren-Kohomologie 
der formalen infinitesimalen Funktionen auf unserer Liegruppe beim
neutralen Element. Dieser Komplex ist insbesondere auch exakt und wir finden
 $$
 {\op{H}}^q (\mathfrak g;\mathcal C^\wedge_e (G)) 
=0\quad\text{f"ur }q>0.
$$
Nun liefert die durch das Anwenden von 
Differentialoperatoren auf Funktionen gefolgt vom 
Auswerten beim neutralen Element  $e$ 
gegebene Paarung ${\op{U}} (\mathfrak g) \times \mathcal C_e^\wedge
(G)\ra\DR$ einen Isomorphismus von Darstellungen
$
 \mathcal C^\wedge_e (G) \sira {\op{U}} (\mathfrak g)^\ast 
$. Wir folgern erst
 $
 {\op{H}}^q (\mathfrak g;{\op{U}} (\mathfrak g)^\ast) 
=0$ f"ur $q>0$ 
und dann mit \eref{InjRA}{TS}  sogar $
 {\op{H}}^q (\mathfrak g; I) 
=0$ f"ur jeden injektiven ${\op{U}} (\mathfrak g)$-Modul $I$. 
Nun liefert die  Definition der Liealgebrenkohomologie zu jeder
kurzen exakten Sequenz von Darstellungen eine lange exakte Kohomologiesequenz,
und so erhalten wir f"ur die Liealgebren von Liegruppen
nat"urliche Isomorphismen  $$
{\op{H}}^q (\mathfrak g; M)\sira \op{Ext}^q_{{\op{U}} (\mathfrak g)}(\DR,M)$$
f"ur $\DR$ die Einsdarstellung. In
\ref{KoKo}   verallgemeinern wir
das auf beliebige Liealgebren "uber beliebigen K"orpern.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Invarianten und Kohomologie}]
 Gegeben  $(X,d)$ ein Komplex von Vektorr"aumen "uber einem
  K"orper der Charakteristik Null und $W$ eine endliche Gruppe,
  die darauf operiert, induziert die Einbettung des
  Komplexes der Invarianten $X^W\hra X$ Isomorphismen
$$\mathcal H^q(X^W)\sira \mathcal H^q(X)^W$$
  zwischen der   Kohomologie des Komplexes der $W$-Invarianten und
  den $W$-Invarianten der Kohomologie. In der Tat
  ist der  Reynolds-Operator $R\pdef |W|^{-1}\sum_{w\in W}w$ aus \eref{ReyOp}{TG} 
  dann ein idempotentes Element des Gruppenrings und das Bilden der
  Invarianten ein exakter Funktor.
  Dasselbe gilt f"ur
  jeden Komplex von abelschen Gruppen, auf denen die Multiplikation
  mit $|W|$ eine Bijektion induziert.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Invarianten und Kohomologie, Variante}]
(Noch ausarbeiten).  Sei $(X,d)$ ein Komplex von von-Neumann-Darstellungen im
  Sinne von \ref{vNDa} einer
  abz"ahlbar basierten kompakten Hausdorffgruppe $K$, so da"s also alle Randoperatoren Morphismen von Darstellungen sind.
  Operiert dann $K$ trivial auf der Kohomologie unseres Komplexes,
  so induziert die Einbettung $X^K\hra X$ Isomorphismen\label{ReyVV} 
  $$\mathcal H^q(X^K)\sira \mathcal H^q(X)$$ auf der Kohomologie.
   In der Tat liefert das Integrieren "uber $K$ nach \ref{EiIn}
   idempotente Endomorphismen mit den Invarianten als Bild.
   Dies Integral existiert auf den $X^i$ und
   auf den Kernen der Differentiale, da sie von-Neumann-R"aume sind,
   und diese Existenz "ubertr"agt sich auf die Bilder und die Homologie,
   obwohl diese nicht mehr vollst"andig zu sein brauchen, aber immer
   noch lokal konvex Hausdorff sind als Teilr"aume 
   beziehungsweise nach \ref{QLKI} als Quotienten.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  (Noch ausarbeiten, sollte sich mit dem bereits ge"anderten
  \ref{ReyVV} sehr vereinfachen. Vergleiche Bourbaki!).   Die Bilder im de-Rham-Komplex
  einer Mannigfaltigkeit sind abgeschlossen f"ur die Topologie
  der gleichm"a"sigen Konvergenz aller Ableitungen auf allen Kompakta,
  da sie lokal nach dem Poincar\'e-Lemma auch Kerne sind.
  Die Kohomologie eines Kompaktums ist eh endlichdimensional.
  Mit \ref{ReyVV} folgt, da"s die Kohomologie einer zusammenh"angenden
  kompakten Liegruppe $K$ sowohl berechnet werden kann "uber den
  de-Rham-Komplex $\Omega^\lhd(K)$ als auch "uber dessen
  Invarianten unter Linkstranslation $\Omega^\lhd(K)^K$ als auch 
 "uber dessen
  Invarianten unter Rechts-und Linkstranslation $\Omega^\lhd(K)^{K\times K}$.
  Mit unseren "Ubersetzungen liefert das
  $$\textstyle (\bigwedge^q\mathfrak k^*)^{\mathfrak k}\sira
  (\bigwedge^q\mathfrak k^*)^{K}\sira
  {\op{H}}^q(\mathfrak k;\DR)\sira {\op{H}}^q_{\op{dR}}(K)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Koszul-Komplex}]
  Um f"ur eine beliebige Liealgebra $\mathfrak g$ "uber einem
  beliebigen K"orper $k$ nat"urliche Isomorphismen  $$
  {\op{H}}^q (\mathfrak g; M)\sira \op{Ext}^q_{{\op{U}} (\mathfrak g)}(k,M)$$
  f"ur beliebige Darstellungen zu konstruieren,\label{KoKo} 
  gehen wir vom sogenannten {\bf Koszul-Komplex} aus.\index{Koszul-Komplex}
Darunter versteht man die
freie Aufl"osung der Einsdarstellung durch den Komplex
$$\textstyle\ldots\ra {\op{U}}(\mathfrak g)\otimes\bigwedge^{3}\frak{g}
\ra{\op{U}}(\mathfrak g)\otimes\bigwedge^{2}\frak{g}
\ra {\op{U}}(\mathfrak g)\otimes\frak{g}
\ra {\op{U}}(\mathfrak g)\sra k$$  mit einem Differential $\partial$, 
das in der
Notation  $u\otimes(v_{1}\wedge \ldots \wedge  v_{n})
\defp u\langle v_{1}, \ldots,  v_{n} \rangle$ 
gegeben wird durch die Vorschrift $$\begin{array}{ccl}
   u \langle v_{1}, \ldots , v_{n}\rangle & 
  \mapsto &
 \sum^{n}_{i=1} (-1)^{i+1} uv_{i}  \langle v_{1}, \ldots, \hat{v}_{i},\ldots
 ,  v_{n}\rangle \\[1mm]
  &&+ \sum_{i<j}(-1)^{i+j} u \langle [v_{i},v_{j}], v_{1},
  \ldots, \hat{v}_{i} ,\ldots, \hat{v}_{j},
  \ldots, v_{n}\rangle
\end{array}$$
Bis jetzt wissen wir nur, da"s das eine Sequenz von Homomorphismen von
${\op{U}}(\mathfrak g)$-Moduln ist, aus der  
 wir
f"ur jede Darstellung $M$ mit Hilfe der nat"urlichen Isomorphismen
$$\textstyle \op{Hom}_{{\op{U}}(\mathfrak g)}({\op{U}}(\mathfrak g)\otimes\bigwedge^{*}\frak{g} ,M)\sira \op{Alt}^*(\mathfrak g,M)$$
unseren Standardkomplex der Liealgebrenkohomologie \ref{SSLI} erhalten.
Im Fall der Liealgebra einer Liegruppe wissen wir
bereits, da"s diese Sequenz ein Komplex ist und im Fall
$M={\op{U}}(\mathfrak g)^*$ sogar ein exakter Komplex, und daraus
folgt in diesem Fall wegen $\op{Hom}_{\mathfrak g}(N,{\op{U}}(\mathfrak g)^*)\sira N^*$ durch das Nachschalten des Auswertens bei der Eins
bereits, da"s unsere ursp"ungliche Sequenz, die wir im Vorgriff bereits den
Koszul-Komplex genannt hatten, in der Tat ein Komplex ist und sogar eine
Aufl"osung der Einsdarstellung. Im allgemeinen Fall zeigen wir dasselbe
durch explizite Rechnung. Wir pr"ufen zun"achst $\partial^2=0$.
  F"ur paarweise verschiedene $i,j,k\in \Bbb{N}$ 
erkl"aren  wir dazu  $(i,j,k) \in \{0,1\}$ durch
$(-1)^{(i,j,k)} =\op{sgn}\sigma$ f"ur diejenige 
Permutation $\sigma \in \cal{S}_{3}$ mit $\sigma(i) <
\sigma (j) <\sigma (k)$.
So erhalten wir
$$\begin{array}{l}
\partial^{2}(u\langle v_{1}, \ldots, v_{n}\rangle)\\[5mm]
 = \sum (-1)^{i+1}\partial (u v_{i}\varphi\langle v_{1}, \ldots,\hat{v}_{i},
\ldots, v_{n}\rangle)\\[3mm]
\quad  + \sum_{i<j} (-1)^{i+j}\partial  
(u\langle [v_{i},v_{j}], v_{1},\ldots,\hat{v}_{i},\ldots,\hat{v}_{j},\ldots, v_{n}\rangle)\\[5mm]

\quad  = \sum_{j<i} (-1)^{i+j}uv_{i}v_{j} 
\langle v_{1}, \ldots, \hat{v}_{j} , \ldots ,\hat{v}_{i}
, \ldots, v_{n}\rangle\\[2mm]
\quad \quad  +  \sum_{j>i} (-1)^{i+j+1}u v_{i}v_{j} 
\langle v_{1}, \ldots, \hat{v}_{i}, \ldots,\hat{v}_{j}
, \ldots, v_{n}\rangle \\[2mm]
 \quad \quad   +\sum_{\substack{j<k\\ j\neq i\neq k}} (-1)^{i+j+k+(i,j,k)+1}
u v_{i} \langle [v_{j},v_{k}], v_{1}, \ldots, v_{n}\rangle \\[7mm]
\quad \quad    + \sum_{i<j} (-1)^{i+j+2} u [v_{i},v_{j}]
\langle v_{1}, \ldots, \hat{v}_{i}, \ldots, \hat{v}_{j}
, \ldots, v_{n}\rangle \\[2mm]
\quad \quad   + \sum_{\substack{i<j\\ i\neq k \neq j}} (-1)^{i+j+1+k+(i,j,k)+1}
u v_{k}\langle[v_{i},v_{j}] , v_{1}
, \ldots , v_{n}\rangle\\[2mm]
\quad \quad    +\sum_{\substack{i<j\\ i\neq k
\neq j}}(-1)^{i+j+k+(i,j,k)} u\langle [[v_{i},v_{j}],v_{k}],v_1, \ldots, v_{n}\rangle\\[2mm]
 \quad \quad   +\sum_{\substack{i<j,\;k<l\\ 
\sharp\{i,j,k,l\} =4}} (-1)^{i+j+k+l+(i,j,k)+(i,j,l)} u
\langle [v_{k},v_{l}], [v_{i},v_{j}],v_1, \ldots, v_{n}\rangle
\end{array}$$
Das aber verschwindet in der Tat, 
denn: Die ersten beiden Zeilen addieren sich mit der vierten Zeile zu 
Null; die dritte und die f"unfte 
Zeile heben sich weg aufgrund
der Vorzeichen; die vorletzte Zeile verschwindet nach der Jacobi-Identit"at;
und die
letzte Zeile verschwindet wegen der Vorzeichen.
Es bleib, die Exaktheit zu zeigen.
Dazu betrachtet man auf dem Komplex die Filtrierung
durch die
 ${\op{U}}(\mathfrak g)^{\leq q-n}\otimes\bigwedge^{n}\frak{g}$
f"ur $q\in\DZ$ 
mit ${\op{U}}(\mathfrak g)^{\leq p}$ der Standardfiltrierung 
der Einh"ullenden aus \ref{StFi}.
Dann ist der assoziierte graduierte Komplex der Koszul-Komplex einer
abelschen Lie-Algebra. Es reicht also, die Exaktheit in diesem Fall
nachzuweisen. Im Fall einer eindimensionalen
Lie-Algebra mit Basis $X$ 
ist der Komplex  $(X\cdot):k[X]\hra k[X]$ von $k$-Vektorr"aumen
im Grad $(-1)$ und $0$ homotopie"aquivalent zum Komplex $k$ im Grad Null
vermittels der durch das Auswerten bei $X=0$ gegebenen Abbildung.
Im Fall einer endichdimensionalen abelschen 
Lie-Algebra erhalten wir unseren Komplex, indem wir endlich viele
Komplexe dieser Gestalt zusammentensorieren, 
und dieses Tensorprodukt ist dann nat"urlich auch
 homotopie"aquivalent zum Komplex $k$ im Grad Null.
 Davon ausgehend
 kann man etwa mit der
Exaktheit filtrierender direkter Limites auf den Fall 
unendlich vieler Variablen alias beliebiger abelscher Lie-Algebren schlie"sen.
Da"s aus der Exaktheit des assoziierten graduierten Komplexes bereits die
Exaktheit des urspr"unglichen Komplexes folgt, sieht man etwa, indem 
man der langen exakten Homologiesequenz
induktiv die Exaktheit aller $(\leq q)$-Unterkomplexe  
zeigt.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkung}
Hier mu"s unbedingt gepr"uft werden, (no jo, das hab ich vorne aufgeschrieben) da"s das im Fall 
der Liealgebra einer reellen Liegruppe und $M=\DR$
der de-Rham-Komplex der linksinvarianten Kovektorfelder ist,
und da"s er im Fall einer kompakten
Liegruppe auch schon die de-Rham-Kohomologie der Liegruppe
berechnet, vergleiche \cite{Bou9}. Des weiteren ist in diesem Fall
sogar die Einbettung der unter der adjungierten Operation invarianten
Vektoren aus $$\op{Hom}_{\DR}(\bigwedge^{\ast}\frak{g},\DR)=
\op{Alt}^\ast (\frak{g})$$ eine Homotopie"aquivalenz, und diese
Vektoren bilden einen Teilkomplex mit Differential Null.
\end{Bemerkung}


\ref{LAH}


\begin{Bemerkungl}\emph{ Wohin?} 
 Gegeben eine unipotente affine algebraische Gruppe $N$ "uber einem algebraisch
abgeschlossenen K"orper $k$ der Charakteristik Null mit Liealgebra $\op{Lie}N = \mathfrak n$
gilt ${\op{H}}^i (\mathfrak n ; \mathcal O (N)) =0$ f"ur $i >0$ und ${\op{H}}^0 (\mathfrak n; \mathcal O (N)) = \mathcal O (N)^{\mathfrak n} = k$.
In der Tat ist der Standardkomplex \ref{SSLI} zur Berechnung dieser Kohomologie nach \ref{lki} schlicht der algebraische
de-Rham-Komplex der Variet"at $N$ und hat die behauptete Kohomologie nach dem algebraischen Poincar\'elemma mit dem Polynomring als
Koeffizienten, da ja $N$ als Variet"at nach \ref{exlo} isomorph ist zum endlichdimensionalen Vektorraum $\mathfrak n \cong k^{\dim \mathfrak n}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\emph{ Wohin?} 
 Gegeben $G \supset B \supset N$ eine reduktive komplexe algebraische Gruppe mit Borel'scher und deren
unipotentem Radikal betrachten wir die offene $N$-Bahn $D \co G/B$, die sogenannte dicke Zelle.
Der Standardkomplex \ref{LAH} zur Berechnung der Liealgebrenkohomologie ${\op{H}}^\ast (\mathfrak n ; \mathcal O (D))$ kann mit dem
algebraischen de-Rahm-Komplex identifiziert werden.
Insbesondere tr"agt dieser Komplex der
\begin{equation*}
 \bigwedge^i \mathfrak n^\ast \otimes \mathcal O (D)
\end{equation*}
in nat"urlicher Weise die Struktur eines Komplexes
 von $\mathfrak g$-Darstellungen.
Schneiden wir darin den Anteil mit trivialem zentralem Charakter aus, so ergibt sich die Bernstein-Gelfand-Gelfand-Aufl"osung
oder kurz BGG-Aufl"osung\index{BGG-Aufl"osung} der trivialen Darstellung durch Summen von Verma-Moduln.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lie-Ableitung nach einer Lie-Klammer}]
  Die Lie-Ableitung jeglicher Art von Feldern liefert
stets eine Operation der Lie-Algebra der Vektorfelder auf dem
Raum der jeweiligen Tensorfelder, in Formeln
 $$\mathcal L_\xi \mathcal L_\eta- \mathcal L_\eta \mathcal L_\xi=
\mathcal L_{[\xi,\eta]}$$
Das kann f"ur die "ublichen Tensorfelder unschwer aus den
obigen Formeln gefolgert werden, entstehen doch diese Felder
recht direkt aus den Vektorfeldern selber. F"ur allgemeinere Felder
wie etwa Felder von Dichten oder Halbdichten, die zu weniger vertrauten
stetigen endlichdimensionalen Darstellungen der allgemeinen linearen
Gruppen "uber $\DR$ geh"oren, mu"s man hier allerdings sorgf"altiger 
argumentieren.
\end{Bemerkungl}
\begin{Ubung}\label{gpA}
Gegeben $U\co \mathbb R^2$ eine Umgebung des Ursprungs und
$f : U \rightarrow \mathbb R$ eine zweimal stetig partiell
differenzierbare Funktion, die auf beiden Koordinatenachsen
verschwindet, gilt
\begin{equation*}
\lim_{t \rightarrow 0} \frac{f (t, t)}{t^2} 
= \left.\frac{\partial^2 f}{\partial s \;\partial t}\right|_{(0,0)}
\end{equation*}
\end{Ubung}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Anschauliche Interpretation der Lie-Klammer}] 
Ich diskutiere nun noch einen alternativen Zugang zu unserem Satz \ref{BLK},
der die Lie-Klammer zweier Vektorfelder anhand ihrer Fl"usse anschaulich 
interpretiert.\label{UAR} 
  Betrachten wir die Funktion $f: (s,t) \mapsto A^s B^{t}p - B^{t} A^s p$, so
  gilt es nach \ref{gpA}, die partielle Ableitung $\frac{\partial^2
    f}{\partial s \partial t}|_{(0,0)}$ zu berechnen.  Schalten wir $B^{-r}$
  davor und betrachten $g: (r,s,t) \mapsto B^{-r} A^s B^t p - B^{-r} B^t A^s
  p,$ so ist $g$ identisch Null auf der Ebene $t =0$ und es folgt
  $\frac{\partial^2 g}{\partial r \partial s}|_{(0,0,0)} =0$ und damit
  $\frac{\partial^2 g}{\partial t \partial s}|_{(0,0,0)} = \frac{\partial^2
    f}{\partial t \partial s}|_{(0,0)}$.  Schalten wir $(s,t) \mapsto (t,s,t)
  $ vor, so finden wir, da"s unser Grenzwert auch die gemischte partielle
  Ableitung am Ursprung von
\begin{equation*}
(s,t) \mapsto B^{-t} A^s B^t p - A^s p
\end{equation*}
ist. Bezeichnet nun $A^{[t]}=A^{[t;B]}$ 
das unter $B^t$ zu $A$ verwandte Vektorfeld, in
Formeln $B^t : A^{[t]} \leadsto A$, so gilt $B^{-t} A^s B^t = (A^{[t]})^s$, da
offensichtlich verwandte Vektorfelder auch verwandte Fl"usse haben.  Damit
k"onnen wir unsere Abbildung umschreiben zu
\begin{equation*}
(s,t) \mapsto  (A^{[t]})^s p - A^s p
\end{equation*}
Die partielle Ableitung nach $s$ dieser Differenz am Ursprung ergibt sich
unmittelbar zu $A^{[t]}_p - A_p$, und weiter partiell Ableiten nach $t$ liefert
wie gew"unscht die Lie-Ableitung $\mathcal L_B A,$ von der wir bereits nach
\ref{LAK} wissen, da"s sie gerade der Kommutator $[B,A]$ ist.
\end{Bemerkunge}



\subsection{Kotangentialb"undel, Wohin?}
\emph{Das folgende scheint mir eine wunderbare Motivation 
f"ur das Einf"uhren abstrakter Mannigfaltigkeiten und Differentialformen,
aber ich wei"s noch nicht recht, wo es hingeh"oren soll.}
Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Raum $X$ und eine Untermannigfaltigkeit
$M \subset X$ bezeichnen wir den Dualraum ihres Tangentialraums an einer
Stelle $x \in M$ als den \defind{Kotangentialraum} ${\op{T}}^\ast_x M = \op{Hom}_{\mathbb{R}}
({\op{T}}_x M, \mathbb{R})$ von $M$ bei $x$ und nennen die disjunkte Vereinigung dieser
Kotangentialr"aume das \defind{Kotangentialb"undel}
\begin{equation*}
{\op{T}}^\ast M = \coprod_{x \in M} {\op{T}}^\ast_x M
\end{equation*}
unserer Mannigfaltigkeit. Im Gegensatz zum Tangentialb"undel ${\op{T}}M
\subset \vec{X} \times X$
ist unser Kotangentialb"undel nicht mehr in nat"urlicher Weise eine eingebettete Mannigfaltigkeit.
Dennoch werden wir darauf eine nat"urliche Topologie erkl"aren und sogar sehr viel
st"arker die \glqq Struktur einer abstrakten Mannigfaltigkeit\grqq.
Der sogenannte \glqq Hamilton'sche Formalismus\grqq\  der klassischen Mechanik wird sich dann
als nat"urliche Konsequenz ergeben in einer Weise, die hier kurz geschildert werden soll,
um den Aufbau des Formalismus zu motivieren.
Der Klarheit halber gehen wir gleich von einer abstrakten Mannigfaltigkeit $M$ aus.
F"ur jede \glqq glatte\grqq\  Funktion $f: U \rightarrow \mathbb{R}$ auf $ U \co M$
erkl"aren wir zun"achst ihr \glqq Differential\grqq, einen
Schnitt $\diff f : U \rightarrow {\op{T}}^\ast M$, $x \mapsto \diff_x f$ der 
kanonischen Projektion
$\pi : {\op{T}}^\ast M \twoheadrightarrow M$ des Kotangentialb"undels.
Ist $U \co M$ offen und $q_1, \ldots , q_n : U \rightarrow \mathbb{R}$ ein
\glqq Koordinatensystem\grqq\  auf $U$, so bilden  an jeder Stelle $x \in U$ die $\diff_x q_i \in {\op{T}}_x^\ast M$
eine Basis des Kotangentialraums, und wir erkl"aren die zum 
Koordinatensystem der $q_i$ geh"origen
\glqq Impulskoordinaten\grqq\  auf $\pi^{-1} (U) \subset {\op{T}}^\ast M$ als die 
Funktionen $p_i : \pi^{-1} (U) \rightarrow
\mathbb{R}$ mit
\begin{equation*}
\eta = p_1 (\eta) \diff_x q_1 + \ldots + p_n (\eta) \diff_x q_n
\end{equation*}
f"ur alle $x \in U$ und $\eta \in {\op{T}}_x^\ast M$.
K"urzen wir nun  $q_i \circ \pi = q_i$ ab, so bilden $q_1, \ldots , q_n,
p_1, \ldots , p_n$ ein Koordinatensystem auf 
$\pi^{-1} (U) \subset{\op{T}}^\ast M$.
Betrachten wir nun die sogenannte \glqq Hamilton-Funktion\grqq\ 
$
H: {\op{T}}^\ast M \rightarrow \mathbb{R} 
$
und  die Wege
$\gamma : I \rightarrow \pi^{-1} (U) \subset {\op{T}}^\ast M$ f"ur $I\subset
\mathbb{R}$ ein halboffenes Intervall
mit
$$
(q_i \circ \gamma)^\prime = \frac{\partial H}{\partial p_i} \circ \gamma\qquad
\text{ und }\qquad
(p_i \circ \gamma)^\prime = - \frac{\partial H}{\partial q_i} \circ \gamma
$$
so beschreiben die $\pi \circ \gamma : I \rightarrow M$ 
genau die m"oglichen Bewegungen unseres
mechanischen Systems. Die Hamiltonfunktion wird 
im Fall einer Bewegung eines Systems von $n$ Massepunkten unter 
Zwangsbedingungen $M\subset \mathbb{E}^{n}$ in einem Potentialfeld 
gegeben als die Summe von kinetischer und potentieller Energie,
wobei wir annehmen, da"s das Potential durch eine Funktion auf $M$
beschrieben wird und die kinetische Energie a priori durch eine 
Funktion auf dem Tangentialb"undel, die wir dann aber vermittels
der durch das kanonische Skalarprodukt gegebenen Identifikation 
von Tangentialb"undel und Kotangentialb"undel in eine  
Funktion auf dem Kotangentialb"undel "ubersetzen.


\subsection{Konforme Strukturen}
\begin{Definition}
  Eine {\bf konforme Struktur}\index{konform!Struktur}
  auf einer Mannigfaltigkeit besteht aus der Vorgabe einer pseudoeuklidischen
  Struktur auf jedem Tangentialraum derart, da"s es f"ur jeden Punkt eine
  offene Umgebung und darauf eine pseudoriemannsche Metrik gibt, die
  an jeder Stelle aus besagter Umgebung die besagte Struktur auf dem Tangentialraum repr"asentiert.
  Eine {\bf konforme Mannigfaltigkeit}\index{konform!Mannigfaltigkeit}
  ist eine Mannigfaltigkeit
  mit einer konformen Struktur. \nichtfinal{Noch richtig? Ich habe pseudoeuklidische Struktur zu Gerade um definiert. Sollte ich  nun besser orientierte pseudoeuklidische Struktur sagen?} 
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Die Maxwell'schen Gleichungen $dF=0=d(\ast F)$
aus \eref{MaGee}{AN2} f"ur $2$-Formen auf der Raumzeit
 sind nach  \eref{2F4}{AN2}  
  {\bf konform invariant}\index{konform!invariant} in dem
  Sinne, da"s sie f"ur jede Metrik einer konformen Struktur gelten, wenn sie
  f"ur eine Metrik der besagten konformen Struktur gelten.\label{MaxwKO}   
  Genauer gilt f"ur jede Mannigfaltigkeit gerader Dimension $2d$ 
  und f"ur je zwei Metriken $g$ und $h$ auf $M$, die dieselbe konforme Struktur repr"asentieren, nach \eref{EFH}{AN2} die Gleichheit $\ast_g=\ast_h$ der jeweiligen Hodge-Operatoren auf $d$-Formen.
\end{Bemerkungl}



\begin{Satz}[\textbf{Konforme Struktur auf projektivisierten Nullkegeln}] 
Seien $W$ ein endlichdimensionaler\label{KOSPN} 
reeller Vektorraum  mit einer indefiniten
nichtausgearteten symmetrischen
  Bilinearform  
  und  $N\subset W$ der Nullkegel. So ist die
  Projektivisierung des Nullkegels $$\mathbb P N\pdef (N\backslash 0)/\DR^\times$$ eine kompakte Mannigfaltigkeit und es gibt darauf 
   genau eine konforme Struktur,
  zu der alle Metriken geh"oren, die durch R"uckzug unter lokalen Schnitten der Projektion
  $(N\backslash 0)\sra \mathbb P N$ aus unserer Bilinearform auf $W$
  entstehen.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Insbesondere induziert jede orthogonale Abbildung
  $A\in\op{O}(W)$ eine konforme Abbildung
  $A:\mathbb P N\sira \mathbb P N$.  
\end{Bemerkungl}
\begin{proof} 
F"ur $\langle \; , \;\rangle$ 
unsere symmetrische Bilinearform und $f(w)=\langle w , w\rangle$
die zugeh"orige quadratische Form ist der Tangentialraum an 
 das Ursprungskomplement des  Nullkegels
  $ N\backslash 0$  
 in einem Vektor $w \in N\backslash 0$
 genau
  \begin{equation*}
    {\op{T}}_w (N \backslash 0) = \op{ker} (\diff_w f) = w^\perp=\{ v \in 
W \mid \langle v,w \rangle =0\}
  \end{equation*}
  Die Operation der orthogonalen Gruppe $\op{O}(W)$ l"a"st
  den $2$-Tensor auf $N \backslash 0$ invariant, der durch Restriktion von
  $\langle \;,\;\rangle$ auf die Tangentialr"aume von $N \backslash 0$
  entsteht. Jetzt nehmen wir der
  Einfachkeit der Notation halber $W=\DR^{p+q}$ an in den Notationen aus
  \eref{Opq}{LA2}.
  Unter dem Differential der radialen Projektion auf $S^{p-1} \times
  S^{q-1}$ ist unser $2$-Tensor an jeder Stelle verwandt zu einem Vielfachen
  von $s \boxtimes (-s)$ am Bild besagter Stelle, mit der Notation
  $s$ f"ur die Standardmetrik auf der jeweiligen Sph"are.  So folgt die konforme
  Invarianz von $s \boxtimes (-s)$ unter $\op{O} (p,q)$.
  Ebenso erhalten wir die konforme
  Invarianz  unter $\op{O} (p,q)$ des induzierten $2$-Tensors  auf
  der projektiven Quadrik $(S^{p-1} \times
  S^{q-1})/(\pm{\op{id}})\sira  \mathbb P N$.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Projektivisierter Nullkegel als homogener Raum}]
  Seien $W$ ein endlichdimensionaler\label{KOsPN} 
  reeller Vektorraum  mit einer indefiniten nichtausgearteten symmetrischen
  Bilinearform  
  und  $N\subset W$ der Nullkegel.
Nach dem Satz von Witt \eref{SvW}{LA2} 
ist unsere Operation von $\op{O}(W)$ 
  auf dem Ursprungskomplement  $N \backslash 0$ transitiv.  Die auf
den Quotienten  $(N
  \backslash 0) / \mathbb R_{>0}$ und $\mathbb P N$ induzierte Operation ist erst recht
  transitiv.\label{OOOM}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Konforme Vervollst"andigung}]
  Gegeben ein reeller Vektorraum $V$
  mit einer nichtausgearteten symmetrischen Bilinearform $\langle\;,\;\rangle$
  betrachten wir den Vektorraum $W\pdef  V\oplus \DR^2$
  und die durch die Vorschrift 
  $\varphi:x\mapsto \left(x,1,\langle x,x\rangle\right)$
 gegebene Abbildung
 $\varphi: V\ra W$. Man pr"uft, da"s sie
 im Nullkegel $N_W$ der symmetrischen Bilinearform
 $\langle( x,a,b),(y,c,d)\rangle\pdef \langle x,y\rangle -(ad +bc)/2$
 auf $W$ landet, also in der Nullstellenmenge von
 $(x,a,b)\mapsto \langle x,x\rangle -ab$, und da"s ihr Bild den Urspung vermeidet. Wir erkennen unschwer, da"s
 $\varphi$ eine konforme Injektion
 $$\bar\varphi: V\hra \mathbb P(N_W)$$
 mit offenem dichten Bild induziert.
 In das Komplement des Bildes bettet $N_V$ ein vermittels $x\mapsto  (x,0,1)$
 und das Komplement der Vereinigung der beiden bisherigen Bilder
 ist in Bijektion zu $\mathbb P(N_V)$ vermittels $x\mapsto (x,0,0)$. 
Alle
 Elemente von $\op{O}(W)$ induzieren nach \ref{KOSPN} konforme
 Abbildungen $\mathbb P(N_W)\sira \mathbb P(N_W)$ und damit
 partiell definierte konforme Abbildungen\label{KonFo} 
 $V\dashrightarrow V$. Wir erhalten so offensichtlich alle Elemente von $\op{O}(V)$. Wir erhalten aber auch alle Translationen,
  gegeben ein Vektor $v\in V$ ist genauer $$T_v:(x,a,b)\mapsto (x+a v, a, b+2\langle v,x\rangle +a\langle v,v\rangle)$$
 ein Element $T_v\in \op{O}(W)$ mit $\bar{\varphi}(x+ v)=T_v\bar{\varphi}(x)\;\forall x\in V$.
Wir erhalten so auch  alle Homothetien,
  gegeben ein  Skalar $\lambda\neq 0$ ist genauer $$D_\lambda\pdef \op{diag}({\op{id}}_V,\lambda^{-1},\lambda)$$ ein Element
  $D_\lambda\in\op{O}(W)$ mit $\bar{\varphi}(\lambda x)=D_\lambda\bar{\varphi}(x)\;\forall x\in V$. Zusammenfassend erhalten wir bis
  hier bereits alle orthogonalaffinen "Ahnlichkeiten von $V$, in Formeln die
  Gruppe $\op{O}_{\op{aff}}(V)$. 
  Wir erhalten aber so zus"atzlich auch  alle Inversionen, genauer gilt
  f"ur $I\in \op{O}(W)$ gegeben durch $$I:(x,a,b)\mapsto (x,b,a)$$
  offensichtlich $\bar{\varphi}(\op{inv}( x))=I\bar{\varphi}(x)\;\forall x\in V\backslash N_V$
 mit $\op{inv}: V\backslash N_V\sira V\backslash N_V$ der Inversion
 $x\mapsto x/\langle x,x\rangle$.
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{Ich w"u"ste gerne, wie man von einem affinen Raum direkt
  die konforme Vevollst"andigung angeben kann. Es ist so merkw"urdig, das
  nur nach Wahl eines Ursprungs zu konstruieren um dann zu sehen, da"s es
  von besagtem Ursprung nicht abh"angt.
  Ich h"atte gerne $\op{Lin}(E)\oplus \DR$ als $W$, zum Beispiel,
  und darauf eine recht allgemeine symmetrische Bilinearform derart,
  da"s jedes $e\in E$ eindeutig
  so durch eine letzte Koordinate erweitert werden kann, da"s es in den
  Nilkegel rutscht. Aber die Operation der Verschiebung macht hinten auch was Komisches. Beachte
  $V\sqcup N_V\sqcup  \mathbb P(N_V)= \mathbb P(N_W)$.} 
\begin{Beispiel}[\textbf{Bezug zu L"osungen der Maxwell'schen Gleichungen}]
  Jede L"osung der Maxwell'schen Gleichungen auf $\DR^{1+3}$ liefert
  wegen ihrer konformen Invarianz \ref{MaxwKO} unter der in \ref{KonFo} erkl"arten partiell definierten Operation von
  $\op{O}(2,4)$ weitere meist nur partiell definierte L"osungen.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Bezug zur M"obiusgeometrie}]
Ist $E$ ein 
\end{Beispiel}

\begin{Ubung}[\textbf{Verallgemeinerte Inversionen}]
  Wir wissen aus \ref{VAKr}, da"s jede Kreis\-spie\-ge\-lung
  verallgemeinerte Kreise zu
  verallgemeinerten Kreisen macht. Sei  allgemeiner
  $K$ ein K"orper und  $V$ ein $K$-Vektorraum und
  $\langle\;,\;\rangle$ eine symmetrische Bilinearform
  auf $V$ und $N\pdef \{x\in V\mid \langle x,x\rangle=0\}$ ihr {\bf Nullkegel}\index{Nullkegel} und $\alpha\in K^\times$.
  Erkl"aren wir die {\bf Inversion}\index{Inversion}
  $$\op{inv}_\alpha:V\backslash N\ra V\backslash N$$
  durch die Vorschrift $x\mapsto \alpha x/\langle x,x\rangle$, 
  so gilt $(\op{inv}_\alpha)^2=\op{id}$ und gegeben $p,q\in K$
  sowie $v\in V$  finden wir f"ur $x\in V\backslash N$
  mit $y\pdef \op{inv}_\alpha(x)$ nach kurzer Rechnung
   \begin{displaymath}
    p\langle x,x\rangle -2\langle x,v\rangle +q=0\quad \IFF\quad
  \alpha^{-1}q\langle y,y\rangle -2\langle y,v\rangle +\alpha p=0
   \end{displaymath}
   Insbesondere gilt jeden Pseudokreis
   ${\op{K}}(v;\beta)\pdef \{x\mid \langle x-v,x-v\rangle= \beta\}$ f"ur feste
   $v\in V, \beta\in K^\times$ damit
   $$\op{inv}_\alpha({\op{K}}(v;\beta)\backslash N)=\left\{
   \begin{array}{ll} {\op{K}}(w;\gamma)\backslash N \text{ f"ur }w\in V,\gamma\in K^\times& \text{falls $0\not\in {\op{K}}(v;\beta)$;}\\[2mm]
       H\backslash N\text{ f"ur affine Hyperebene }H& \text{falls $0\in {\op{K}}(v;\beta)$.}
   \end{array}\right.$$


   "uber in, falls der Nullvektor nicht zu unserer Teilmenge geh"ort, eine Teilmenge der Gestalt
   ${\op{K}}(w;\gamma)$ f"ur feste
   $w\in V$, $\gamma\in K^\times$, 
   und andernfalls, wenn unsere Bilinearform zus"atzlich
   nicht ausgeartet ist, in den Schnitt mit $V\backslash N$ einer affinen
   Hyperebene. Wie in \eref{InKo}{AN2} gezeigt wird, ist im Fall
 des Grundk"orpers  $K=\DR$ jede Inversion auch
   eine konforme Abbildung in dem Sinne, da"s ihr Differential  die vorgegebene Bilinearform bis auf einen von Null verschiedenen
   Faktor erh"alt.
\end{Ubung}

\begin{Beispiel}
  Wir betrachten auf dem $\DR^3$ die symmetrische Bilinearform
  $\langle\;,\;\rangle$ mit zugeh"origer quadratischer Form
  $\langle v,v\rangle=x^2+y^2-z^2$ f"ur $v=(x,y,z)$.
  Wir wenden nun $\op{inv}_{(-2)}$ an auf das
  verschobene zweischalige
  Hyperboloid
  $H\pdef {\op{e}}_3 + \{v\mid \langle v,v\rangle=1\}$ und
  finden $\op{inv}_{(-2)}(2{\op{e}}_3)={\op{e}}_3$ im Bild.
      Wegen $0\in H$ mu"s unser Bild der Schnitt mit $\DR^3\backslash N$
      einer affinen Ebene sein, die wie unsere ganze
      Situation stabil ist unter Rotation um die dritte Koordinatenachse.
      Diese Ebene ist dann notwendig ${\op{e}}_3+\DR{\op{e}}_1+\DR{\op{e}}_2$
            und sie trifft $N$ im Einheitskreis und die von
            $\op{inv}_{(-2)}$ induzierte Abbildung ist die Zentralprojektion
            mit Zentrum im Ursprung von $H$ auf diese
            affine Ebene. Ihr Schnitt mit $N$ ist $\{{\op{e}}_3+x{\op{e}}_1+y{\op{e}}_2\mid x^2+y^2=1\}$. Nach \eref{InKo}{AN2}
                  sind unsere Inversionen konforme Abbildungen  und
                  damit induzieren sie konforme Abbildungen zwischen
                  Untermannigfaltigkeiten. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Ist $V$ ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum
  mit einer nichtausgearteten symmetrischen Bilinearform $b$ und
  $H\subset V$ eine lineare Hyperebene, auf der
  die Bilinearform nicht ausgeartet bleibt, so gilt
  $H^\perp \oplus H=V$ und wir erkl"aren die
  {\bf Spiegelung an $H$}\index{Spiegelung!sehr allgemeine} als die einzige
  lineare Abbildung
  $$s_H\in \op{O}(V;b)$$
  mit Fixpunktmenge $H$, die dann notwendig
  alle Vektoren aus $H^\perp$ auf ihre
  Negativen abbildet. Im Fall $V=\DR^3$ mit $x^2+y^2-z^2$ der zu $b$ geh"origen
  quadratischen Form ist die Restriktion auf einen
  zweidimensionalen Untervektorraum $H\subset \DR^3$ genau dann
  nichtausgeartet, wenn dieser Teilraum den Nullkegel entweder in
  nur einem Punkt schneidet oder in genau zwei Geraden, ihn jedoch nicht
  \glqq in einer Gerade ber"uhrt\grqq.
  Im ersten Fall vertauscht die zugeh"orige Spiegelung die beiden Schalen des
  zweischaligen Hyperboloids, im zweiten Fall induziert sie auf beiden
  Schalen eine Inversion, die im Modell der Kreisscheibe von Poincar\'e
  die Gestalt einer Kreispiegelung annimmt.
\end{Bemerkungl}
  








\subsection{Ab hier chaotisch}

\begin{Beispiel}

  Das Kotangentialb"undel 
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
\emph{Jetzt erkl"are, wie Schnitte in Karten aussehen, und warum Fasern
so und so aussehen.}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Ich will nun Satz \ref{EEHMMn} von Matrix-Liegruppen 
auf beliebige Liegruppen verallgemeinern und muss dazu erkl"aren, 
was Differentialformen auf Mannigfaltigkeiten sind und wie diese 
integriert werden. Zun"achst erinnere ich an den Begriff eines 
reellen Vektorraumb"undels auf einer Mannigfaltigkeit, 
wobei wir sowohl unsere Mannigfaltigkeit als auch unser B"undel 
stets als glatt annehmen wollen.
\end{Bemerkungl}

Ist nun $X$ eine Mannigfaltigkeit und $p: E \to X$ ein ${\mathbb R}$-B"undel, so erkl"aren wir das duale ${\mathbb R}$-B"undel $E^{*} \to X$, indem wir auf der disjunkten Vereinigung
\[ E^{*} = \coprod_{x \in X} E^{*}_{x} \]
der Dualr"aume der Fasern von $p$ mit der hoffentlich offensichtlichen Projektion $q: E^{*} \to X$ die einzige Struktur eines ${\mathbb R}$-B"undels betrachten derart, dass f"ur jede B"undelkarte von $E$ $U \times {\mathbb R}^{n} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} p^{-1}(U)$ die Verkn"upfung
\[ U \times {\mathbb R}^{n} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} U \times ({\mathbb R}^{n})^{*} \stackrel{N}{\longrightarrow} q^{-1}(U) \]
eine B"undelkarte von $E^{*}$ ist.

Hierbei soll die erste Abbildung von der kanonischen Identifikation ${\mathbb R}^{n} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} ({\mathbb R}^{n})^{*}$ herkommen und die zweite Abbildung von den Inversen der Transponierten $E_{x}^{*} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} ({\mathbb R}^{n})^{*}$ der durch die urspr"ungliche B"undelkarte von $E$ gegebenen Identifikationen  ${\mathbb R}^{n} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} E_{x}$ f"ur $x \in U$.

\begin{Definition} Das zum Tangentialb"undel $TX$ an eine Mannigfaltigkeit $X$ duale B"undel hei"st das {\em Kotangentialb"undel} und wird notiert als
\[ (TX)^{*} = T^{*}X \]
Seine Fasern
\[ (T^{*}X)_{x} = (T_{x}X)^{*} \]
notiert man auch $T_{x}^{*}X$ und nennt die Faser bei $x$ den {\em Kotangentialraum} an $X$ bei $x$.

Ein {\em Kovektorfeld} ist ein Schnitt des Kotangentialb"undels.
\end{Definition}

\begin{Beispiel} Gegeben eine glatte Funktion $f: X \to {\mathbb R}$ auf einer Mannigfaltigkeit $X$ k"onnen wir ein glattes Kovektorfeld
\[ df: X \longrightarrow  T^{*}X \]
erkl"aren durch die Vorschrift
\[ (df)_{x} = d_{x}f: T_{x}X \to T_{f(x)} {\mathbb R} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} {\mathbb R} \]
mit der kanonischen Identifikation $T_{p}{\mathbb R} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} {\mathbb R}$ f"ur alle $p \in {\mathbb R}$. 
\end{Beispiel}

\begin{Definition} Gegeben ein ${\mathbb R}$-Vektorb"undel $p: E \to X$ auf einer Mannigfaltigkeit $X$ und $k \in {\mathbb N}$ definieren wir ein weiteres ${\mathbb R}$-Vektorb"undel $\mbox{Alt}^{k}E$ auf $X$, indem wir auf der disjunkten Vereinigung
\[ \mbox{Alt}^{k}E = \amalg_{x \in X} \mbox{ Alt}^{k}E_{x} \]
mit der hoffentlich offensichtlichen Projektion $q:\mbox{ Alt}^{k}E \to X$ die einzige Struktur eines ${\mathbb R}$-B"undels betrachten derart, dass f"ur jede B"undelkarte $U \times {\mathbb R}^{n} \stackrel{\sim}{\longrightarrow} p^{-1}(U)$ von $E$ die offensichtliche Abbildung
\[ U \times \mbox{ Alt}^{k}({\mathbb R}^{n}) \longrightarrow q^{-1}(U) \]
eine B"undelkarte von $\mbox{Alt}^{k}E$ ist.
\end{Definition}
\emph{Ouuuups, ab hier isses pl"otzlich topologisch!}

\begin{Definition}\label{TBV}
Gegeben ein $n$-dimensionales reelles Vektorraumb"undel 
$E$ auf einem topologischen
Raum $X$ 
und ein $n$-dimensionaler reeller Vektorraum $V$ 
erkl"aren wir ein $\op{GL} (V)$-Haupt\-faserb"undel
 $ 
Y \rightarrow X, 
$
 indem wir als Faser $Y_x$ bei $x \in X$ den $\op{GL} (V)$-Torsor
$Y_x = \op{Hom}^\times_{\mathbb{R}} (V, E_x)$ aller Isomorphismen
von $V$ mit der Faser $E_x$ von $E$ bei $x$ nehmen und mit der durch
Vorschalten erkl"arten Rechtsoperation von $\op{GL} (V)$ versehen.
Die Topologie auf $Y$ wird vermittels der B"undelkarten von $E$ 
in der hoffentlich offensichtlichen Weise definiert.
Wir notieren dieses Hauptfaserb"undel $$Y=\op{Hom}^\times_\DR(V,E)$$
\end{Definition}
\begin{Definition}
Gegeben ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum $V$ 
und ein $\op{GL} (V)$-Haupt\-faserb"undel $Y\ra X$ bilden wir umgekehrt
ein $n$-dimen\-sio\-na\-les reelles Vektorraumb"undel $E$ als das 
balancierte Produkt
$$E=Y\times_{\op{GL}(V)}V$$
\end{Definition}




\begin{Bemerkunge}
  Man erkennt ohne Schwierigkeiten, da"s diese Konstruktionen sogar eine
  "Aquivalenz von Kategorien liefern zwischen der Kategorie der
  $n$-dimensionalen Vektorraumb"undel auf $X$ mit B"undelisomorphismen als
  Morphismen und der Kategorie der $\op{GL} (V)$-Haupt\-faserb"undel auf $X$
  mit Isomorphismen von Hauptfaserb"undeln als Morphismen.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}
  Ist $X$ eine Mannigfaltigkeit, so
  erhalten wir in derselben Weise eine "Aquivalenz von
Kategorien zwischen der Kategorie der $n$-dimensionalen
glatten reellen Vektorraumb"undel
auf $X$  und der Kategorie der glatten $\op{GL}
  (V)$-Haupt\-faserb"undel auf $X.$
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition}\label{TVVn}
Gegeben ein topologischer Raum $X$ und
eine topologische Gruppe $G$ und 
ein $G$-Hauptfaserb"undel $Y\ra X$ 
und eine stetige reelle endlichdimensionale Darstellung 
$
\rho : G \rightarrow \op{GL} (F)
$
erkl"aren wir ein 
Vektorraumb"undel als das balancierte Produkt
\begin{equation*}
Y \times_{G} F
\end{equation*}
in hoffentlich selbsterkl"arender Weise.
Ist $G$ eine Liegruppe und $X$ eine Mannigfaltigkeit und 
$Y\ra X$ ein glattes $G$-Hauptfaserb"undel, so erhalten wir
in derselben Weise  
ein glattes Vektorraumb"undel.
\end{Definition}
\emph{Jetzt irgendwie weiter bis zum Haar-Ma"s}
\begin{Definition}\label{NoHM}
Das  Haar-Ma"s auf einer kompakten Liegruppe,
das der ganzen Gruppe Ma"s Eins gibt, nennen wir das 
{\bf normierte Haar-Ma"s}\index{Haar-Ma"s!normiertes} 
unserer kompakten Liegruppe.
\end{Definition}



\begin{Bemerkungl}
Wir k"onnen nun mit identischen Beweisen 
viele unserer Resultate f"ur kompakte Matrix-Liegruppen auf 
beliebige  kompakte Liegruppen verallgemeinern. Ich erw"ahne 
insbesondere:
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}\label{IsPra}
 Auf jeder stetigen endlichdimensionalen Darstellung  einer
  kompakten Liegruppe  gibt es
ein invariantes Skalarprodukt.
\end{Lemma}
\begin{Satz}[\textbf{Vollst"andige Reduzibilit"at}]
Jede stetige endlichdimensionale Darstellung einer\label{VolRa}
kompakten Liegruppe l"a"st sich als die direkte 
Summe von einfachen Unterdarstellungen schreiben.
\end{Satz}


\begin{Satz}[\textbf{Isotypische Zerlegung}]
Sei $G$ eine kompakte Liegruppe und $\mathcal{L}$ ein
Repr"asentantensystem f"ur die Isomorphieklassen komplexer einfacher 
Darstellungen von $G$. So liefert f"ur\label{IsTa}
jede komplexe endlichdimensionale Darstellung $V$ 
von $G$ das Auswerten einen Isomorphismus
\begin{equation*}
\bigoplus_{L \in \mathcal{L}} L \otimes_{\Bbb{C}} 
\op{Hom}^G_{\Bbb{C}} (L,V) \overset{\sim}{\rightarrow} V
\end{equation*}
\end{Satz}


\begin{Bemerkungl}
Die Beweise dieser S"atze k"onnen wie gesagt wortw"ortlich von
den Beweisen im Spezialfall von Matrix-Liegruppen 
\ref{IsPr}, \ref{VolR} und \ref{IsT} "ubernommen werden.
\end{Bemerkungl}






%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXDIFF"
%%% End: 
