


\documentclass[12pt,a4paper]{article}

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\newtheorem{Ubung}{\"{U}bung}[section]
\newtheorem{Ubunge}[Ubung]{Erg\"{a}nzende \"{U}bung}
\newtheorem{Ubungb}[Ubung]{Bonus-\"{U}bung}
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\newcommand{\changefont}[3]{
\fontfamily{#1} \fontseries{#2} \fontshape{#3} \selectfont}
\renewcommand{\familydefault}{ptm}


\begin{document}


\begin{center}
  {\Large Klausur zur 
Analysis 1  im WS 2022/23}
\end{center}

\begin{Ubunga}
Man zeige: In jedem angeordneten K"orper gilt f"ur $x\geq -1$ und $n\in\DN$
die Bernoulli-Ungleichung $(1+x)^n\geq 1+nx$.
\end{Ubunga}

 \begin{Ubunga}
 Man zeige:  Gegeben  $f,g,h:\bar{\Bbb{R}}^n\supset D\ra \bar{\Bbb{R}}$
  mit $f(x)\leq g(x)\leq h(x)\;\forall x\in D$ und $f,h$ stetig bei $p\in D$
  mit $f(p)=h(p)$ ist auch $g$ stetig bei $p$.\label{QueL}
 \end{Ubunga}

 \begin{Ubunga}
Man zeige: Gilt f"ur
eine durch ein Polynom vom Grad $\leq n$ 
gegebene Funktion $f(x)=a_n x^n+ \ldots + a_1 x+a_0$
die Formel $\lim_{x\ra 0}f(x)/x^n=0$,
so folgt $a_0=a_1=\ldots =a_n=0$.
 \end{Ubunga}

%\begin{Ubunga}
%Man zeige:    Die Euler'sche Zahl $\op{e}$ ist nicht rational.
%\end{Ubunga}

  \begin{Ubunga}
    Man stelle $(\cos\theta)^5$ als Linearkombination von
    Funktionen des Typs $\cos n\theta$ und $\sin n\theta$ dar.
 \end{Ubunga}

\begin{Ubunga}
Man zeige: Jede endliche Vereinigung von Kompakta ist kompakt.
\end{Ubunga}

\begin{Ubunga}
Bei welchem Verh"altnis zwischen Durchmesser und H"ohe umfa"st eine
zylindrische Konservendose mit fest vorgegebener Oberfl"ache das gr"o"stm"ogliche Volumen?
\end{Ubunga}
\begin{Ubunga}
Man bestimme eine Stammfunktion f"ur den Arcussinus.
\end{Ubunga}


 \begin{Ubunga}
    Man bestimme den Konvergenzradius der
    Potenzreihe $\sum_{k=0}^\infty k^2x^k$ und finde die Grenzfunktion. 
\end{Ubunga}

%\begin{Ubunga}
%   Man bestimme den Koeffizient von $x^5$ in der Taylorentwicklung
%   von $\sqrt[3]{1-x}$ um $x=0$. 
% \end{Ubunga} 
 
  \newpage
\begin{center} {\Large Anwesenheitsaufgaben zweite Vorlesungswoche
   Analysis 1}
\end{center}
Diese "Ubungen m"ussen nicht abgegeben werden, sondern sollen im Laufe der zweiten Vorlesungswoche  in
den Tutoraten bearbeitet werden. Zu diesem Zeitpunkt liegen ja noch keine korrigierten
Hausaufgaben vor, die zu besprechen w"aren.
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
  Man erweitere das Pascal'sche Dreieck um
  die ben"otigten zus"atzlichen Zeilen und
  stelle $(x+y)^7$ als Summe von Monomen dar. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Eine Primzahl ist eine nat"urliche Zahl $p\geq 2$, die nicht als Produkt zweier echt kleinerer
  nat"urlicher Zahlen geschrieben werden kann. Man zeige durch vollst"andige Induktion, da"s jede nat"urliche Zahl $\geq 2$
  als Produkt von endlich vielen Primzahlen geschrieben werden kann.
  Diese Darstellung ist sogar eindeutig bis auf Reihenfolge der Faktoren,
  aber das brauchen Sie hier nicht zu zeigen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige $$1-x^{n+1}=(1-x)\sum_{k=0}^n x^k$$ 
\end{Ubung}
\begin{Ubung} F"ur jedes $\alpha$ setzen wir ${\alpha\choose k}\pdef
  \alpha(\alpha-1)\ldots(\alpha-k+1)/k!$. Man pr"ufe f"ur beliebiges $\alpha$ und $k\geq 1$ die Formel
  $${\alpha\choose k-1} + {\alpha\choose k} = {\alpha+1\choose k}$$
\end{Ubung}
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 25.10 um 8:15
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
Man zeige $\sum_{k=0}^n{n\choose k}2^k=3^n$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige $(a+b+c)^n=\sum_{i+j+k=n}\frac{n!}{i!j!k!} a^{i} b^{j}c^k$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man finde und beweise eine Formel f"ur $\sum^n_{i=1}i^2$.
Hinweis: Man suche zun"achst eine Formel f"ur $\sum^n_{i=1}i^3-(i-1)^3$
und beachte $i^3-(i-1)^3=3i^2-3i+1$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung} Man zeige f"ur die durch $f_0=0$, $f_1=1$ und $f_{i+2}=f_{i+1}+f_i$ gegebenen 
 {\bf Fibonacci-Zahlen} die explizite Darstellung
\begin{displaymath}
f_i = \frac{1}{\sqrt{5}} \left( \frac{1+ \sqrt{5}}{2}\right)^i 
- \frac{1}{\sqrt{5}}
\left( \frac{1-\sqrt{5}}{2}\right)^{i}
\end{displaymath}
Wie man auf diese Formel kommt, wird im Skript \url{https://home.mathematik.uni-freiburg.de/soergel/Skripten/XXEIN.pdf}  erkl"art.
Hier sollen Sie nur die Formel selbst pr"ufen, etwa mit vollst"andiger Induktion.
\end{Ubung}


\begin{Ubunge}
  Man zeige, da"s  f"ur jedes $k\in\DN$ eine Formel der Gestalt
$\sum^n_{i=1}i^k= \frac{1}{k+1}n^{k+1} +a_{k}n^k+\ldots + a_1 n + a_0$ gilt
  mit $a_\kappa\in\DQ$.
\end{Ubunge}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Mittwoch, den 2.11 um 8:15
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
Beweisen Sie die de Morgan'sche Regel $$X\backslash (Y\cup Z)  =  (X \backslash Y) \cap (X\backslash Z)$$
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Sei $f:\DQ\ra \DQ$ die Abbildung $f:x\mapsto (1+x^2)$.
  Man beschreibe die Abbildungen $f\circ f$ und $f\circ f\circ f$ ebenfalls
  durch polynomiale Ausdr"ucke.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man zeige f"ur jedes invertierbare Element $a\in M$ eines Monoids
  $(M,\top)$ und alle $m,n\in\DZ$ die Iterationsregeln 
   $(n+m)^{\top}a = (n^{\top} a) \top (m^{\top}a)$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Ist $K$ ein K"orper derart, da"s es kein $x \in K$ gibt mit
$x^{2} = -1$, so kann man die Menge $K\times K=K^{2}$ 
zu einem K"orper machen, indem man
die Addition und Multiplikation definiert durch
$$\begin{array}{ccc}
(a,b) + (c,d) & \pdef& (a+c, b+d)\\
(a,b) \cdot (c,d) &\pdef& (ac -bd, ad + bc)
\end{array}$$
Die Abbildung $K \ra K^{2}$, $a \mapsto (a,0)$ ist dann 
ein K"orperhomomorphismus.
K"urzen wir $(a,0)$ mit $a$ ab und setzen $(0,1)=\op{i}$, so gilt
$\op{i}^{2} = -1$ und $(a,b) = a + b\op{i}$ und die Abbildung
$a + b\op{i}\mapsto a - b\op{i}$ ist ein K"orperhomomorphismus
$K^2\sira K^2$.
\end{Ubung} 
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 8.11 um 8:15
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
  \begin{Ubung} In jedem angeordneten K"orper gilt:
\begin{enumerate}
\item
Aus $|x-a|\leq \eta$ und $|y-b|\leq\eta$ folgt
$|(x+y)-(a+b)|\leq 2\eta$;
\item
Aus $|x-a|\leq\eta\leq 1$ und $|y-b|\leq\eta\leq 1$ folgt
$|xy - ab| \leq \eta (|b|+1+|a|)$;
\item
Aus  $|y-b|\leq \eta \leq |b|/2$ und $b\neq 0$ folgt $y\neq 0$ und
$\left| {1}/{y} - {1}/{b}\right| \leq {2\eta}/{|b|^{2}}$.
\end{enumerate}
  \end{Ubung}
\begin{Ubung}
In jedem angeordneten K"orper gilt f"ur $x\geq -1$ und $n\in\DN$
die sogenannte \defind{Bernoulli-Ungleichung} $(1+x)^n\geq 1+nx$.
Hinweis: Vollst"andige Induktion.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Seien $K$ ein angeordneter K"orper und $I\subset K$ ein
\hyperref[Inter]{Intervall}, in Formeln $(x<y<z$ und $x,z\in I)\RA y\in I$.
Wir nennen eine Funktion $\phi:I\ra K$ 
 {\bf konvex},\index{konvex!Funktion}   wenn
\glqq ihr Graph unter  jeder seiner Sekanten liegt\grqq, wenn also in Formeln
f"ur alle $x<y<z$ aus $I$ gilt\label{kokaU} 
$$
\frac{\phi(x)-\phi(y)}{x-y}\leq \frac{\phi(y)-\phi(z)}{y-z}$$
Man zeige in dieser Situation f"ur beliebige $x_1,\ldots, x_n\in I$
und beliebige nichtnegative $\mu_1,\ldots,\mu_n\in K_{\geq 0}$ 
mit $\sum_{i=1}^n \mu_i=1$ 
die\label{JenD}  
{\bf Jensen'sche Ungleichung}\index{Jensen'sche Ungleichung!diskrete}  
$$\phi\left(\sum_{i=1}^n \mu_i x_i\right)\leq \sum_{i=1}^n \mu_i \phi(x_i)$$
In Worten ist also  \glqq der Funktionswert
beim gewichteten Mittel der $x_i$  beschr"ankt durch
das gewichtete Mittel der Funktionswerte\grqq. Hinweis: Die Voraussetzung l"a"st
sich als der Fall $n=2$ verstehen. Davon ausgehend f"uhrt Induktion ans Ziel.
\end{Ubung}
    \begin{Ubung}
  Die Menge
  $\{x\in\DQ_{\geq 0}\mid x^2\geq 2\}$ besitzt in $\DQ$  
  keine gr"o"ste untere Schranke.
  \end{Ubung}
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 15.11 um 8:15
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
  Sei $X$ eine teilgeordnete Menge.
Man zeige: Besitzt eine Teilmenge $Y\subset X$ ein 
gr"o"stes Element $g \in Y$, so gilt $g = \sup Y$.
Man zeige: Sind Teilmengen $Z\subset Y\subset X$ gegeben 
und besitzen $Z$ und $Y$
ein Supremum in $X$, so gilt $\sup Z\leq \sup Y$.
\end{Ubung}
 \begin{Ubung}\label{ABC}
Seien $X$ und $Y$ nichtleere nach oben beschr"ankte Teilmengen von $\DR $.
Mit der Notation $X+Y\subset \DR $ f"ur
die Menge $\{x+y\mid x\in X,\; y\in Y\}$
zeige man $\sup(X+Y)=\sup X + \sup Y$.
 \end{Ubung}
 \begin{Ubung}
Man zeige: Die Funktion $f:\DR\ra\DR$ mit $f(x)=x$ f"ur $x\in\DQ$ und 
$f(x)=0$ f"ur $x\not\in\DQ$ ist nur an der Stelle $p=0$  stetig.
 \end{Ubung}
 \begin{Ubung}
 Man zeige:  Gegeben  $f,g,h:\bar{\Bbb{R}}^n\supset D\ra \bar{\Bbb{R}}$
  mit $f(x)\leq g(x)\leq h(x)\;\forall x\in D$ und $f,h$ stetig bei $p\in D$
  mit $f(p)=h(p)$ ist auch $g$ stetig bei $p$.\label{QueL}
 \end{Ubung}
 
 \vspace{3cm}\noindent
 Die Fachschaft Mathematik organisiert zum Kennenlernen am ersten Wochenende im Dezember die
 \begin{center}{\Large
Erstsemester-H"utte}\end{center}
 Mehr dazu unter
 \url{https://nextcloud03.webo.cloud/s/bysBXCJPAofMnH7}.
 
\noindent
 Auf da"s Sie sich am
 Mathematischen Institut gut einleben!
\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 22.11 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
 Man zeige, da"s sich die Multiplikation nicht zu einer
  stetigen Abbildung $
\op{mult}:
\DR^2\cup\{(\infty,0)\}\ra\bar{\DR}
    $ fortsetzen l"a"st. 
  \end{Ubung}
 \begin{Ubung}
Seien $I,J\subset \bar{\DR}$ Intervalle mit nichtleerem Schnitt
$I\cap J\neq\emptyset$ und sei $f:(I\cup J)\ra\bar{\DR}$ eine Funktion. Man zeige:
Sind die Einschr"ankungen $f|_I$ und $f|_J$ stetig,
so ist auch $f$ selbst stetig.
 \end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s die Funktion $\{(x,y)\in \DR^2\mid y\neq 0\}\ra \DR$ gegeben
  durch $(x,y)\mapsto x/y$ stetig ist. 
\end{Ubung}
 \begin{Ubung}
Man zeige, da"s auf einem offenen reellen Intervall $I$ jede
konvexe reelle Funktion stetig ist. 
 Eine Funktion hei"st {\bf konvex},\index{konvex!Funktion}
wenn f"ur alle $x,z\in I$ gilt
$$f(tx+(1-t)z)\leq tf(x)+(1-t)f(z)\;\;\forall t\in[0,1]$$
Anschaulich bedeutet das, da"s unsere Funktion \glqq unter jeder
ihrer Sekanten liegt\grqq. Ein Ansatz: Stetigkeit durch Einquetschen,
"Ubung 4.4.
\end{Ubung}

\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 29.11 (korrigiert) um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
Aus $\lim_{n \ra \infty} a_{n} = a$ folgt $\lim_{n \ra \infty} |a_{n}| = |a|$.
Umgekehrt folgt aus $\lim_{n \ra \infty} |a_{n}|=0$  bereits
$\lim_{n \ra \infty} a_{n}=0$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Polynomiale Funktionen als formale Ausdr"ucke}]
Man zeige: Gilt f"ur
eine durch ein Polynom vom Grad $\leq n$ 
gegebene Funktion $f(x)=a_n x^n+ \ldots + a_1 x+a_0$
die Formel $\lim_{x\ra 0}f(x)/x^n=0$,
so folgt $a_0=a_1=\ldots =a_n=0$. Insbesondere liefert ein Polynom\label{PFKO} 
mit reellen Koeffizienten nur dann die Nullfunktion, wenn alle seine Koeffizienten Null sind. Wir nennen es dann das {\bf Nullpolynom}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[{\bf
Intervallschachtelungsprinzip}]
Gegeben eine absteigende Folge von nichtleeren kompakten
Intervallen\index{Intervallschachtelungsprinzip}
 $I_0\supset I_1\supset I_2\ldots$ in $\DR$ ist auch ihr Schnitt
$\bigcap_{\nu\in \DN} I_\nu$ nicht leer.\label{ISP}  
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Konvergiert eine Teilfolge einer Cauchyfolge, 
so konvergiert bereits die ganze Cauchyfolge, 
und zwar gegen denselben Grenzwert.
\end{Ubung}
\begin{Definition}
Eine Folge $(x_{n})_{n\in \DN}$ von reellen Zahlen 
hei"st eine {\bf Cauchy-Folge},\index{Cauchy-Folge} 
wenn es f"ur jedes $\varepsilon  >0$ ein
$N = N_{\varepsilon } \in \DN$ gibt derart, da"s gilt
$|x_{n}-x_{m} | < \varepsilon  $ falls $n,m \geq N$.
Analog erkl"art man Cauchy-Folgen in beliebigen angeordneten K"orpern.
\end{Definition}

\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 6.12 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es zwei Bonus-Aufgaben zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.
\begin{Ubung}
Man zeige das  {\bf Leibniz'sche Konvergenzkriterium}:
Ist $a_{k}$ eine monoton fallende Nullfolge, also $\op{lim}a_k=0$,
so konvergiert die Reihe
$\sum^{\infty}_{k=0} (-1)^{k} a_{k}$. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Die Euler'sche Zahl $\op{e}$ ist nicht rational. Man zeige dies,
indem man von ihrer Darstellung als Reihe ausgeht und durch
geeignete Absch"atzungen nachweist, da"s $q!\!\op{e}$ 
f"ur $q\in \DN$ mit $q\geq 2$ nie eine ganze
Zahl sein kann.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige: Ist $\sum a_k$ eine konvergente Reihe reeller Zahlen,
die nicht absolut konvergiert, so gibt es f"ur
jedes $x\in\Bbb{R}$ eine Umordnung $u:\DN\sira\DN$ 
mit $\sum_{k=0}^\infty a_{u(k)}=x$. Hinweis:
In der Tat divergieren in diesem Fall die Reihen ihrer positiven und
ihrer negativen Terme jeweils f"ur sich genommen.
Die Strategie 
ist nun, erst nur positive Reihenglieder
zu nehmen, bis man
oberhalb von $x$ ist, dann nur negative, bis man wieder drunterrutscht,
und immer so weiter.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Ich erinnere an die Fibonacci-Zahlen $f_i$ aus "Ubung 1.4. Man zeige, da"s der Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder der
  Fibonacci-Folge gegen den goldenen
  Schnitt strebt, da"s also in Formeln gilt 
  $$\lim_{i\ra\infty}\frac{f_{i+1}}{f_i}=\frac{1 + \sqrt{5}}{2}$$
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige: Ist $\sum a_k$ eine konvergente Reihe reeller Zahlen und $u:\DN\sira\DN$ 
eine Umordnung mit der Eigenschaft, da"s $|u(k)-k|$ beschr"ankt ist,
so konvergiert auch die umgeordnete Reihe $\sum a_{u(k)}$ und zwar
gegen denselben Grenzwert.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Im Skript f"uhren wir den Begriff einer summierbaren Familie reeller Zahlen ein
  und erkl"aren deren Summe. Man f"uhre aus, warum diese Summe eindeutig bestimmt ist, wenn sie existiert. 
\end{Ubung}
\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 13.12 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es zwei Bonus-Aufgaben zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.
\begin{Ubung}
Gegeben eine 
komplexe Zahl $z\neq -1$ 
vom Betrag $|z|=1$ zeige man, da"s sie genau eine 
Quadratwurzel $w$ mit positivem Realteil hat und da"s diese
gegeben wird durch $w=(1+z)/|1+z|$.   
\end{Ubung}



\begin{Ubung}
  Man zeige   die Identit"at
  $\sin^3\vartheta=\frac{3}{4}\sin\vartheta-\frac{1}{4}\sin(3\vartheta)$
  mit  Hilfe der Euler'schen Gleichung.  
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige:
  Die Nullstellen des komplexen Sinus $\sin z \pdef (\op{e}^{{\op{i}}z}-
\op{e}^{-{\op{i}}z})/2{\op{i}}$ liegen alle auf der reellen Achse.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s das Invertieren komplexer Zahlen $\op{inv}:\DC^\times\ra \DC^\times$
 stetig ist.  Wir verwenden hier unsere Definition, nach der $\DC$ schlicht
  $\DR^2$ ist mit einer speziellen Multiplikation. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s die Exponentialfunktion eine
  Bijektion $\op{exp}:\DR+(-\pi,\pi){\op{i}} \sira \DC\backslash \DR_{\leq 0}$
  induziert und gebe eine Formel f"ur Restriktion der Umkehrabbildung auf die
  obere Halbebene $\DR+{\op{i}}\DR_{> 0}$ an. Hinweis: In dieser Formel
    wird der Arcustangens auftreten.
\end{Ubung}
%\begin{Ubung}
 % Man zeige, da"s die komplexe Exponentialfunktion $\op{exp}:\DC\ra \DC$
 % stetig ist. Wir verwenden hier unsere Definition, nach der $\DC$ schlicht
%  $\DR^2$ ist mit einer speziellen Multiplikation. 
%\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Nichtexistenz stetiger komplexer Wurzelfunktionen}] 
 G"abe es eine stetige Funktion $w :\DC\ra \DC$ mit $w(z)^2=z$ f"ur alle $z$, so folgte $w(z^2)=\pm z$ f"ur alle $z$ und damit w"are $\varepsilon: z\mapsto w(z^2)/z$ eine stetige Funktion
 $\varepsilon:\DC^\times\ra \{1,-1\}$ mit\label{steW} 
 $\varepsilon(-z)=-\varepsilon(z)$. Man zeige, da"s es so eine Funktion
 $\varepsilon$ nicht geben kann. Hinweis: Zwischenwertsatz.
\end{Ubung}


\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Weihnachten
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es eine Bonus-Aufgabe zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.



\begin{Ubung}
Sei  $(a_n)$ eine Folge reeller Zahlen. Man zeige, da"s 
genau dann gilt 
$\lim_{n\ra \infty} a_n = -\infty$, wenn es f"ur jedes $M \in \DR$ ein
$N=N_M\in\DR$ gibt mit $$n>N \RA a_n<M$$
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Jede endliche Vereinigung von Kompakta ist kompakt.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Das Bild eines  Kompaktums $K\subset \bar \DR^m$ unter 
einer stetigen Abbildung  $K\ra \bar \DR^n$ ist stets
auch wieder kompakt.
\end{Ubung}

\begin{Ubung} 
Man zeige den \defnoind{Mittelwertsatz der Integralrechnung}:
\index{Mittelwertsatz!der Integralrechnung} Gegeben 
ein nichtleeres kompaktes Intervall $[a,b] \subset \Bbb{R}$ und 
$f: [a,b] \ra \Bbb{R}$
stetig gibt es $\xi \in [a,b]$ mit $\int f = (b-a) f(\xi)$. 
Man zeige st"arker auch: Gegeben eine weitere stetige
Funktion $g: [a,b] \ra \Bbb{R}_{\geq 0}$ gibt es  $\xi \in [a,b]$ 
mit $\int fg = f(\xi) \int g$. Hinweis: Zwischenwertsatz.
\end{Ubung}

\begin{Ubungb}
Man zeige, da"s jede monotone 
stetige Funktion $f:\DR\ra\DR$ derart, da"s es ein $M\in \DR$ gibt mit
$|f(x)|\leq M\;\forall x\in \DR$, 
gleichm"a"sig stetig ist.  
\end{Ubungb}

\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis 10.1.2023 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es eine Bonus-Aufgabe zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.

\begin{Ubung}
Man bestimme die Ableitung nach $x$ von 
$f(x)=\log \sqrt{x^{2}+v^{2}}$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige: Eine differenzierbare Funktion auf einem mehrpunktigen Intervall, deren
Ableitung  beschr"ankt ist, ist gleichm"a"sig stetig.\label{ABbb}
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Bei welchem Verh"altnis zwischen Durchmesser und H"ohe umfa"st eine
zylindrische Konservendose mit fest vorgegebener Oberfl"ache das gr"o"stm"ogliche Volumen?
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige: Die Funktion $f: \Bbb{R} \ra \Bbb{R}$ gegeben durch 
$f(x) = x^{2}\op{sin} (x^{-1})$ f"ur $x \neq 0$ und
$f(0) =0$ ist differenzierbar auf $\Bbb{R}$, aber 
ihre Ableitung ist nicht stetig beim Nullpunkt.\label{nsdb} 
\end{Ubung}

\begin{Ubungb}
  Seien $I\subset \DR$ ein mehrpunktiges Intervall und
$f:I\ra\DR$ differenzierbar mit der Eigenschaft 
$f(x)=0\RA f'(x)<0$. Man zeige, da"s dann $f$  in $I$ h"ochstens eine 
Nullstelle haben kann, und da"s $f$ links von dieser Nullstelle positiv und
rechts davon negativ sein mu"s. Hinweis: Zwischen zwei verschiedenen Nullstellen mu"s es nach Voraussetzung eine Nichtnullstelle geben und
dann eine kleinste Nullstelle oberhalb und eine gr"o"ste Nullstelle unterhalb
dieser Nichtnullstelle. Von da aus finde man einen Widerspruch zu den Annahmen.
\end{Ubungb}

\newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis 17.1.2023 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es eine Bonus-Aufgabe zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.

\begin{Ubung}
Eine Funktion $f:\DR\ra\DR$ hei"st {\bf gerade},\index{gerade!Funktion}
 wenn gilt $f(-x)=f(x)$ f"ur alle $x$, und
{\bf ungerade},\index{ungerade!Funktion}
 wenn gilt $f(-x)=-f(x)$ f"ur alle $x$.
Man zeige f"ur jede ungerade stetige Funktion und alle reellen $r$ die
Formel $\int_{-r}^{r}f=0$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}\label{IUEE}
Gegeben $\alpha\in\DR$ zeige man, da"s 
$\lim_{t \rightarrow \infty} \int_1^t x^\alpha\diff x$
existiert in $\bar{\DR}$ und da"s dieser Grenzwert endlich ist genau
dann,
wenn gilt $\alpha<-1$. Des weiteren zeige man, da"s 
$\lim_{\varepsilon \rightarrow 0} \int_\varepsilon^1 x^\alpha\diff x$
existiert in $\bar{\DR}$ und da"s dieser Grenzwert endlich ist genau
dann,
wenn gilt $\alpha>-1$. Anschaulich gesprochen ist also die Hyperbel
$x\mapsto (1/x)$ gerade der Grenzfall, in dem sowohl die Fl"ache
zwischen Kurve und $x$-Achse ab jedem $x$-Wert als auch symmetrisch
die Fl"ache
zwischen Kurve und $y$-Achse ab jedem $y$-Wert
unendlich gro"s sind.
\end{Ubung}
  \begin{Ubung}\label{Intlog}
  Der {\bf Integral-Logarithmus}\index{Integrallogarithmus}
  $\op{Li}:(1,\infty) \rightarrow \Bbb{R}$ wird
erkl"art durch die Vorschrift
\begin{displaymath}
\op{Li} (x) \pdef \int^x_2 \frac{\diff t}{\log t}
\end{displaymath}
Man zeige $\lim_{x \rightarrow \infty} (\log (x) \op{Li}(x) /x) =1$.
  \end{Ubung}
  \begin{Ubung}
Man finde eine Stammfunktion f"ur den Arcustangens.
Hinweis: Man wende auf das Produkt
$1\cdot \op{arctan}$ partielle Integration an.
  \end{Ubung}
\begin{Ubungb}
Man betrachte 
f"ur reelles $\alpha \neq 0$ und nat"urliches $n\in\DN$ das Integral
\begin{equation*}
I_n = I_n (\alpha)= \int^1_{-1} (1-x^2)^n \cos (\alpha x) \diff x
\end{equation*}
und zeige durch partielles Integrieren f"ur $n \geq 2$ die Identit"at 
$$
\alpha^2 I_n(\alpha) = 2n (2n -1) I_{n-1} - 4 n (n-1) I_{n-2}
$$
Sie wird verwendet beim Beweis der Irrationalit"at der Kreiszahl $\pi$.
\end{Ubungb}
  \newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis 24.1.2023 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Auf diesem Blatt gibt es eine Bonus-Aufgabe zum besseren Punktesammeln.
Zu erreichen sind in diesem Wintersemester insgesamt die H"alfte der Punkte, die man bei vier "Ubungen
pro Blatt erreichen k"onnte.

\begin{Ubung}
Man bestimme eine Stammfunktion von $\sqrt{t^2-1}$.
Hinweis: Hyperbolische Funktionen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man bestimme eine Stammfunktion von $\sin^3$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Ist $(a_{\nu})_{\nu\in\DN}$ eine Folge von von Null verschiedenen 
reellen Zahlen und existiert der Grenzwert 
$\lim_{\nu\ra\infty}|a_\nu/a_{\nu+1}|$ in $[0,\infty]$,
so ist dieser Grenzwert der
Konvergenzradius der Potenzreihe $\sum^{\infty}_{\nu =0} a_{\nu}x^{\nu}$. 
\end{Ubung}
  \begin{Ubung}
    Man zeige, da"s die geometrische Reihe $\sum_{k=0}^\infty x^k$ nicht gleichm"a"sig
    konvergiert auf dem offenen Intervall $(-1,1)$. 
  \end{Ubung}
  \begin{Ubung}
    Man bestimme den Konvergenzradius der
    Potenzreihe $\sum_{k=0}^\infty kx^k$ und finde die Grenzfunktion. 
\end{Ubung}

  \newpage
\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large Bonus-"Ubungen 
   Analysis 1}
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis 31.1.2023 um 8:10
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
Diese Aufgaben oder Varianten davon k"onnen auch in der Klausur
drankommen.

\begin{Ubung}
Wie lauten die ersten vier Koeffizienten der 
Potenzreihenentwicklung von $\sqrt{2+x}$
 um $x=0$?
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Hinreichende Kriterien f"ur lokale Extrema}]
  Sei  $f:\DR\lco U\ra \DR$ eine $n$-mal differenzierbare  Funktion 
   und sei $p\in U$ gegeben mit
  $f^{(1)}(p)=\ldots =f^{(n)}(p)=0$. Sei weiter 
  $f^{(n)}$ differenzierbar an der Stelle $p$.
  Man zeige: Ist $n$ ungerade und $f^{(n+1)}(p)> 0$
  beziehungsweise $f^{(n+1)}(p)< 0$, so hat
  $f$ ein isoliertes  lokales Minimum beziehungsweise Maximum bei $p$.
  Ist $n$ gerade und $f^{(n+1)}(p)\neq 0$, so hat  $f$ weder
  ein isoliertes  lokales Minimum noch ein isoliertes  lokales Maximum bei $p$.
  Hinweis: Taylorentwicklung.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Gegeben eine differenzierbare Funktion $f$ auf einem offenen 
reellen Intervall $I\co\DR$, deren Ableitung bei $x\in I$ 
differenzierbar ist, zeige man\label{ZAb} 
$$f''(x)=\lim_{h\ra 0} \frac{f(x+h)+f(x-h)-2f(x)}{h^2}$$
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man bestimme die achte Ableitung bei $x=0$ von $\op{e}^x\sin x$.
\end{Ubung}


\end{document}


%pdflatex "\PassOptionsToPackage{final}{showkeys}\PassOptionsToPackage{final}{ifdraft}\input{KlausurAN1}"



