






\section{Koszul-Dualit"at in positiver Charakteristik}







\subsection{Ab hier Schrotthalde}


\begin{Bemerkungl}\emph{Wohin?}
 Gegeben $k=\DZ/l\DZ$ mit $l$ prim finden wir sicher  $\mathbb F$
so, da"s $|\mathbb F|$ ein Erzeuger der multiplikativen Gruppe $k^\times$
ist. Wir d"urfen und werden bei festem $l$ nach geeigneter Wahl von $\mathbb F$
stets $u=l-1$ annehmen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\emph{Wohin?}
  Es scheint mir nun 
vergleichsweise einfach, nur in Abh"angigkeit vom
Coxetersystem
$(W,S)$ und unabh"angig von $l$ oder $\mathbb F$ 
ganzzahlige Schranken $a\leq 0,$ $b\geq 0$ derart anzugeben, 
da"s aus $T^{\ast,j}\neq 0$ folgt $j=\bar n$ mit $ a\leq n\leq b,$ 
und zwar f"ur $U=G/B$ und damit auch f"ur alle anderen Wahlen von $U.$ 
Unter der Voraussetzung $l-1>2b-2a$ erhalten wir dann auf $T$ sogar eine
$\DZ$-Bigraduierung,  indem wir als zweiten Grad den eindeutig bestimmen 
Repr"asentanten von $j$ aus $[a,b]$ w"ahlen. Ich nenne $b-a$ die
{\bf Tate-Breite} von $(W,S).$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\emph{Wohin?}
  Es scheint mir auch 
vergleichsweise einfach, nur in Abh"angigkeit vom
Coxetersystem
$(W,S)$ und unabh"angig von $l$ oder $\mathbb F$ 
ganzzahlige Schranken $c\leq 0,$ $d\geq 0$ derart anzugeben, 
da"s aus $T^{i,\ast}\neq 0$ folgt   $ c\leq i\leq d,$ 
und zwar f"ur $U=G/B$ und damit auch f"ur alle anderen Wahlen von $U.$ 
Unter der zus"atzlichen 
Voraussetzung $l-1>d-c$ ist unsere $\DZ$-Bigraduierung auf $T$ 
dann sogar {\bf kohomologisch diagonal} in dem Sinne,
da"s sie nur in Bigraden der Form $(2j,j)$ von Null verschieden ist.
Ich nenne $d-c$ die {\bf kohomologische Breite} von $(W,S).$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\emph{Wohin?}
  Jeder in diesem Sinne kohomologisch diagonale $\DZ$-bigraduierte
dg-Ring $T$ ist formal. Man kann das etwa sehen, 
indem man ihn mithilfe der Scherung 
$(p,q)\mapsto (p-2q, q)$ umgraduiert und erkennt, da"s dann die Kohomologie in
den kohomologischen Graden $(0,\ast)$ konzentriert ist.
Dann ist unmittelbar klar, da"s die Einbettung 
des dg-Unterrings $D\subset T$ mit homogenen Komponenten 
ganz $T^{(<0,\ast)}$ und nur den
Zykeln in Graden $(0,\ast)$ ein Quasiisomorphismus 
$D\qri T$ ist und ebenso die Projektion der Zykel auf die
Kohomologie ein Quasiisomorphismus $D\qri H.$
"Aquivalent kann man $D$ auch direkt in der unverscherten Bigraduierung 
beschreiben: Dann ist $D^{(i,j)}=T^{(i,j)}$ f"ur $i<2j$ und
$D^{(i,j)}=\op{ker}(d: T^{(i,j)}\ra T^{(i+1,j)})$ f"ur $i=2j$ und
$D^{(i,j)}=0$ f"ur $i>2j.$
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}\label{FHSS}
Zusammenfassend erhalten wir so f"ur jedes $B$-stabile
$U\co G/B$ und einer Koeffizientencharakteristik 
$l$ mit $l-1$ echt gr"o"ser als die kohomologische Breite und
echt gr"o"ser als das Doppelte der Tate-Breite und der Kardinalit"at
$|\mathbb F|$ des Grundk"orpers ein Erzeuger von $(\DZ/l\DZ)^\times$ 
"Aquivalenzen von triangulierten $k$-Kategorien

$$
  \begin{array}{ccccccc}
\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U))\!
&\sira&
\!\op{dgFrei-}(E;\Lambda)\!
&\sira&
\!\op{dgFrei-}(T;\Lambda)\!
&\sira&
\!\op{dgFrei-}(D;\Lambda)
\\
\wr\da&&&&&&\wr\ua\\
\op{Der}_{(\bar B)}(\bar U)&&&&&&
\op{dgFrei-}(H;\Lambda)
\end{array}
$$
f"ur $H=H_U=\op{Der}\left(\bar{\mathcal P}|_{\bar U},
\bar{\mathcal P}|_{\bar U}[\ast] \right)=\mathcal H (E)$ eine 
endlichdimensionale 
dg-Ring\-al\-ge\-bra "uber $k$, die nur in geraden Graden 
von Null verschieden ist und deren Differential mithin
verschwindet. Die ausgezeichneten Idempotenten
$\Lambda$ von $H$ sind immer noch  die Projektoren.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}
  \emph{Frage:} Kann man diese Argumente auf $\DZ$ hochziehen?
\end{Bemerkunge}

\subsection{Erinnerungen}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $L$ ein K"orper.  Wir gehen aus von der Kategorie
  $\op{Sch}_{L}^{fts}$ aller separierten Schemata von endlichem
  Typ 
  "uber $L$. Die Objekte dieser Kategorie nennen wir Variet"aten "uber
  $L$, obwohl wir von ihnen nicht fordern, da"s sie irreduzibel oder
  reduziert sein sollen.  Sei $k$ ein  endlicher K"orper derart, da"s
  $L$ und $k$ nicht dieselbe Charakteristik haben.  So erkl"aren wir
f"ur jede Variet"at $X\in \op{Sch}_{L}^{fts}$
  mit Grothendieck \cite{SGA4,Tamme} zun"achst einmal die
  abelschen Kategorien
$$\op{Garb} (X; k)\supset \op{Garb}^c (X; k)$$
aller \'etalen bzw.\ konstruktiblen \'etalen Garben von $k$-Vektorr"aumen auf
$X$.
F"ur die finale Variet"at $\op{pt} = \op{Spec} L$ liefert
jede Wahl eines separablen Abschlusses $\bar{L} / L$
eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Wert}_{\bar{L}/L} : 
\op{Garb} (\op{pt}; k) \overset{\sim}
{\rightarrow} k\op{-Mod}^\Gamma
\end{equation*}
f"ur $\Gamma = \op{Gal} (\bar{L}/L)$ die
Galoisgruppe mit ihrer Krull-Topologie und
$k\op{-Mod}^\Gamma$  die Kategorie aller 
$k$-Vektorr"aume $V$ mit einer
$\Gamma$-Operation, die stetig ist in dem Sinne, 
da"s die Wirkungsabbildung $\Gamma \times V
\rightarrow V$ stetig ist f"ur die Krull-Topologie auf $\Gamma$ und die diskrete
Topologie auf $V$. Die konstruktiblen Garben auf der finalen Variet"at
entsprechen hierbei den endlichdimensionalen $k$-Vektorr"aumen mit 
stetiger Galois-Operation.
Ist speziell $l=\op{char} k$, 
so bilden die $l$-ten Einheitswurzeln in $\bar{L}$
einen freien $\mathbb Z/l \mathbb Z$-Modul $\mu_l (\bar{L})$ 
vom Rang Eins mit
stetiger $\Gamma$-Operation und wir bezeichnen mit
\begin{equation*}
 k (1) \pdef k \otimes \mu_l (\bar{L})
\end{equation*}
auch das entsprechende Objekt von $\op{Garb}^c (\op{pt}; k).$
F"ur $n \in\DZ$ bezeichne $k(n)$ die $n$-te Tensorpotenz von $k(1).$
\end{Bemerkungl}
  
\begin{Bemerkungl}
Zus"atzlich ordnet man  jedem Morphismus
$f: Y \rightarrow X$ einen linksexakten $k$-linearen Funktor
\begin{equation*}
 f_{(\ast)} : \op{Garb} (Y ; k) \rightarrow \op{Garb} (X ; k)
\end{equation*}
zu, das direkte Bild von Garben, 
der konstruierbare Garben zu konstruierbaren Garben macht,
und erkl"art zu diesen Funktoren Isotransformationen 
$c(f,g): f_{(\ast)}\circ  g_{(\ast)}\siRa  (f\circ  g)_{(\ast)}.$
Diese Daten  gehorchen ihrerseits der Axiomatik einer Kategorienfaserung
durch abelsche $k$-Kategorien.
  Jeder Funktor  $f_{(\ast)}$ hat einen 
Linksadjungierten
\begin{equation*}
 f^{(\ast)} : \op{Garb} (X ; k) \rightarrow \op{Garb} (Y ; k)
\end{equation*}
der ebenfalls konstruierbare Garben zu konstruierbaren Garben macht
und der sogar exakt ist.
\end{Bemerkungl}










\begin{Bemerkungl}
Nun betrachtet man zu jeder Variet"at $X  \in \op{Sch}_{\mathbb
    F}^{fts}$ die triangulierte $k$-Kategorie
  \begin{equation*}
    \op{Der}^c (X ; k)\subset \op{Der}(\op{Garb} (X ; k))
  \end{equation*}
aller  Komplexe $\mathcal F$ von \'etalen Garben von $k$-Vektorr"aumen 
mit beschr"ankten und konstruktiblen Kohomologiegarben 
$\mathcal H^i(\mathcal F)$
und erh"alt
f"ur jeden Morphismus $f: Y  \rightarrow X $ einen
  triangulierten $k$-linearen Funktor
  \begin{equation*}
    f^\ast : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (Y ; k)
  \end{equation*}
als Restriktion des  Derivierten von $f^{(\ast)}$
  und "ahnlich wie zuvor  Isotransformationen $c (f,g): (g\circ f)^\ast
  \overset{\sim}{\Rightarrow} f^\ast \circ g^\ast$ f"ur beliebige
  verkn"upfbare Morphismen von Variet"aten, die nun die Axiomatik einer
  Kategorienfaserung durch triangulierte $k$-Kategorien "uber
  $\op{Sch}^{fts}_{L}$ erf"ullen.  
Des weiteren besitzt jeder R"uckholfunktor
  $f^\ast$ einen triangulierten Rechtsadjungierten $f_\ast: \op{Der}^c (Y ;k)
  \rightarrow \op{Der}^c (X ; k)$, der auch als Restriktion des 
rechtsderivierten
  Funktors von   $f_{(*)}$ verstanden werden kann, und der 
auch die  Axiomatik einer
  Kategorienfaserung durch triangulierte $k$-Kategorien "uber
  $\op{Sch}^{fts}_{L}$ erf"ullt.
F"ur die finale Variet"at $\op{pt}  =
  \op{Spec} L$ liefert jede Wahl eines algebraischen Abschlusses
  $\bar{L} / L$  eine "Aquivalenz von Kategorien
  \begin{equation*}
    \op{Wert}_{\bar{L}/L} 
: \op{Der}^c (\op{pt} ; k) \overset{\sim}
    {\rightarrow} \op{Der}^c (k\op{-mod}^\Gamma)
  \end{equation*}
Rechts steht  $\op{Der}^c (k\op{-mod}^\Gamma) \subset \op{Der}
  (k\op{-mod}^\Gamma)$  hier f"ur die volle Unterkategorie 
 aller Komplexe, deren totale Kohomologie
  endlichdimensional ist "uber $k$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Morphismus $f : Y  \rightarrow X $ konstruiert man des
  weiteren f"ur jede Garbe $\mathcal F \in \op{Garb} (Y ; k)$ auch ihr
  eigentliches direktes Bild, eine Untergarbe $f_{(!)} \mathcal F
  \subset f_{(\ast)} \mathcal F$, und zeigt, da"s diese Kontruktion einen
  Unterfunktor $f_{(!)} \subset f_{(\ast)}$ liefert und da"s unsere
  Isotransformationen von oben Isotransformationen
 $
    c (f,g) : f_{(!)} \circ g_{(!)} \overset{\sim}{\Rightarrow}
    (f \circ g)_{(!)}
  $
  induzieren.  Als Unterfunktor eines linksexakten Funktors ist auch $f_{(!)}$
  linksexakt, und sein Rechtsderivierter induziert einen triangulierten
  Funktor
  \begin{equation*}
    f_! : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (X ; k)
  \end{equation*}
  Man kann schlie"slich sogar 
zeigen, da"s $f_!$ einen triangulierten Rechtsadjungierten
  \begin{equation*}
    f^! : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (Y ;k)
  \end{equation*}
  besitzt. Zusammen mit dem derivierten Tensorieren
$$
\begin{array}{ccc}
\op{Der}^c (X ; k)\times \op{Der}^c (X ; k)&\ra& \op{Der}^c (X ; k)\\
(\mathcal F,\mathcal G)&\mapsto&\mathcal F\otimes\mathcal G
\end{array}
$$
und dem Bilden der derivierten Hom-Garbe
$$
\begin{array}{ccc}
\op{Der}^c (X ; k)\times \op{Der}^c (X ; k)&\ra& \op{Der}^c (X ; k)\\
(\mathcal F,\mathcal G)&\mapsto&\cal{H}om( \mathcal F,\mathcal G)
\end{array}
$$
bilden sie den sogenannten \glqq Formalismus der sechs Funktoren\grqq\  von
Grothendieck,
der im folgenden durchgehend benutzt wird.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Alle diese Konstruktionen vertragen sich in nat"urlicher Weise mit  
dem "Ubergang zu K"orpererweiterungen von $L.$ Wir interessieren 
uns insbesondere f"ur den Fall eines endlichen K"orpers $L=\mathbb F$
und den "Ubergang zu seinem algebraischen Abschlu"s $L=\bar{\mathbb F}.$
Diesen "Ubergang deuten wir im folgenden durch Queren an, also
$\bar{X}\pdef X\times_{\mathbb F}\bar{\mathbb F}$ und so weiter.
Insbesondere schreiben wir $\op{pt}=\op{Spec} \mathbb F$ und
$\bar{\op{pt}}=\op{Spec} \bar{\mathbb F}$. 
\end{Bemerkungl}


\subsection{Hier geht's los}


\begin{Bemerkungl}
 Wir betrachten nun $G  \supset B $ eine reduktive algebraische Gruppe
"uber $\mathbb F$ mit einer ausgezeichneten Borel'schen.
Bezeichne
\begin{equation*}
 \op{Garb}^{mt} (\op{pt} ; k) \subset \op{Garb}^c (\op{pt} ; k)
\end{equation*}
die volle Unterkategorie aller Objekte,  
mit einer Filtrierung, bei der alle Subquotienten
isomorph zu irgendwelchen $k(n)$ sind. Derartige Objekte nennen wir
\glqq mixed Tate\grqq.
F"ur jede $B $-Variet"at $X  \in \op{Sch}^{fts}_{\mathbb F}$ mit endlich vielen
$B $-Bahnen
bezeichne
\begin{equation*}
 \op{Der}^{mt}_{(B )} (X ; k) \subset \op{Der}^c (X ; k)
\end{equation*}
die volle Unterkategorie aller Objekte, die auf allen $B $-Bahnen $Y $
\glqq konstant mixed Tate\grqq\  sind in dem Sinne, da"s alle ihre Kohomologiegarben
 $\mathcal H^n \mathcal F$  eingeschr"ankt auf jede $B $-Bahn
$j: Y  \hra X $ konstant mixed Tate sind, 
in Formeln  $j^\ast \mathcal H^{n} \mathcal F\cong c^\ast \mathcal F$ 
mit $\mathcal F \in \op{Garb}^{mt}
(\op{pt} ; k)$.
Feiner betrachten wir darin die vollen Unterkategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}_{(B )}^{*-rmt} (X ; k),\op{Der}_{(B )}^{!-rmt} (X ; k) 
\subset \op{Der}^{mt}_{(B )} (X ; k)
\end{equation*}
aller Objekte $\mathcal F$, die rein vom Gewicht Null sind in
dem Sinne, da"s f"ur jede $B $-Bahn
$j: Y  \hra X $
da"s alle $\mathcal H^n j^? \mathcal F$ verschwinden f"ur $n$ ungerade,
wohingegen die % $\mathcal H^{2m} \mathcal F$ eingeschr"ankt auf jede $B $-Bahn
% $j: Y  \hra X $, also
alle $j^? \mathcal H^{2m} \mathcal F$ isomorph sind
zu sukzessiven Erweiterungen von Objekten $c^\ast k(-m)$ 
f"ur $c : Y  \rightarrow
\op{pt} $.
Diese letzten Unterkategorien der {\bf (?)-reinen Komplexe} sind
 keine triangulierten Unterkategorien mehr. Sie sind
jedoch 
stabil unter der Konstruktion $\mathcal F \mapsto \mathcal F [2m] (m)$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}
 Seien $P , Q  \subset G $ Parabolische mit $P  \supset Q  \supset B $ und
bezeichne $\pi : G /Q  \twoheadrightarrow G /P $ die Projektion.
So gilt
\begin{displaymath}
\begin{array}{ccc}
 \mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt} (G /Q ) &\Rightarrow 
&\pi_\ast \mathcal F = \pi_!
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt}(G /P ) \\
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt} (G /P ) 
& \Rightarrow &\pi^\ast \mathcal F ,\pi^!
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt}(G /Q)
\end{array}
\end{displaymath}

\end{Proposition}
\begin{proof}
 Folgt den "ublichen Linien.
\end{proof}
\begin{Definition}
 Wir erkl"aren eine Vorschrift $\mathcal S$, die jeder Parabolischen $P \supset
B$ eine volle additive Unterkategorie
\begin{equation*}
 \mathcal S (G/P) \subset \op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)
\end{equation*}
zuordnet, als die \glqq kleinste\grqq\  derartige Vorschrift mit folgenden Eigenschaften:
\begin{enumerate}
 \item 
Alle $\mathcal S (G/P)$ enthalten die Wolkenkratzergarbe
$i_\ast k (0)$ f"ur $i: \op{pt} = P/P \hookrightarrow G/P$
und sind stabil unter direkten Summen, direkten Summanden, 
$\op{Shift}  [n]$ und Twist $(m)$;
\item
Gegeben Parabolische $Q \supset P \supset B$ und $\pi : G/P \rightarrow G/Q$
gilt
\begin{eqnarray*}
 \mathcal F \in \mathcal S (G/P) &\Rightarrow & \pi_\ast 
\mathcal F \in \mathcal S (G/Q)\\
\mathcal G \in \mathcal S (G/Q) &\Rightarrow & \pi^\ast 
\mathcal F \in \mathcal S (G/P)
\end{eqnarray*}
\end{enumerate}
Die Objekte von $\mathcal 
S (G/P)$ nennen wir spezielle Komplexe. Die unzerlegbaren 
speziellen Komplexe sind im
"ubrigen \glqq parity sheaves\grqq\  im Sinne von \cite{??}.
\end{Definition}
\begin{Proposition}
 F"ur jede Parabolische $P \supset B$ ist $\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ 
das triangulierte
Erzeugnis der speziellen Komplexe.
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Gegeben Parabolische $Q \supset P \supset B$ und 
$\pi : G/P \rightarrow G/Q$ gilt
f"ur unsere triangulierten Erzeugnisse sicher
\begin{eqnarray*}
 \pi_\ast \left( \langle \mathcal S (G/P) \rangle_{\Delta} \right) & \subset &
\langle \mathcal S (G/Q) \rangle_\Delta\\
\pi^\ast \left( \langle \mathcal S (G/Q) \rangle_\Delta \right) & \subset &
\langle \mathcal S (G/P) \rangle_\Delta
\end{eqnarray*}
Unter Ausnutzung der Tatsache, da"s f"ur $P = B$ 
und $Q$ minimal der Morphismus $\pi
G/B \rightarrow G/Q$ auf jede Bruhatzelle eine 
triviale $\mathbb P^1$-Faserung ist,
deren Totalraum in eine offene und eine 
abgeschlossene Zelle zerf"allt, finden wir induktiv,
da"s die konstanten Garben auf den Zellen, 
ausgedehnt durch Null oder durch das direkte
Bild, alle zu unseren triangulierten Erzeugnissen geh"oren.
F"ur $\mathcal F \in \op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ 
beliebig argumentieren wir durch vollst"andige
Induktion "uber die Zahl der Bruhatzellen im Tr"ager von $\mathcal F$.
Ist etwa $j: B x P/P \hookrightarrow G/P$ die 
Einbettung einer Zelle maximaler Dimension aus dem
Tr"ager von $\mathcal F$ und $n$ maximal mit 
$\mathcal H^nj^\ast \mathcal F \neq 0$, so finden
wir Morphismen
\begin{equation*}
 \mathcal F \rightarrow \tau^{\geq n} \mathcal F 
\rightarrow j_\ast j^\ast \tau^{\geq n} \mathcal F
\cong j_\ast (\mathcal H^n j^\ast \mathcal F) [-n] 
\rightarrow j_\ast c^\ast k (m) [-n]
\end{equation*}
mit $c$ der konstanten Abbildung unserer Zelle auf den 
Punkt und zwar finden wir diese
Morphismen so, da"s ihre Komposition nach Anwenden von 
$\mathcal H^n j^\ast$ eine Surjektion ist.
Damit haben wir eine Induktion am Laufen, die auch unsere 
Induktion "uber den Tr"ager zum Laufen
bringt.
\end{proof}
\begin{Korollar}
 $\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ ist stabil unter Verdierdualit"at.
\end{Korollar}
\begin{proof}
 Die Klasse der speziellen Objekte ist offensichtlich stabil 
unter Verdierdualit"at.
\end{proof}
\begin{Definition}
 Wir bezeichnen mit 
\begin{equation*}
 \op{Perv}_{(\bar{B})} (\bar{G} / \bar{P}) \subset \op{Der}^b_{(\bar{B})}
(\bar G / \bar P)
\end{equation*}
die Kategorie der auf $\bar B$ Bahnen konstanten perversen Garben.
\end{Definition}
\begin{Proposition}\label{GEo}
 Der Funktor \cite {BBD}, 3.1.7 liefert eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}^b (\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)) \overset{\sim}
{\rightarrow} \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G / \bar P)
\end{equation*}
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Das ist eine Variante von \cite{BGSo}, 3.3.2. Der Beweis hier geht genauso.
\end{proof}
\begin{Satz}
 Die Kategorie $\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G / \bar P)$ hat gen"ugend
projektive Objekte, und diese besitzen alle Liftungen zu Objekten in 
$\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$.
\end{Satz}
\begin{proof}
 Noch zu tun.
\end{proof}
\begin{Proposition}\label{PAg}
 Der Funktor \cite{BBD}, 3.1.7 liefert auch eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}^b (\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)
\end{equation*}
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Sollte analog funktionieren wie zuvor.
\end{proof}
\begin{Proposition}\label{EGp}
Jeder Komplex in $\op{Der}^b (\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P))$ ist
quasiisomorph zu einem Komplex von perversen Garben, die unter 
Skalarerweiterung
projektive Objekte in $\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$
werden.
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Noch zu tun.
\end{proof}


\begin{Definition}
 Wir nennen eine \'etale Garbe $\mathcal I \in \op{Garb}_{(B)} U$
{\bf geometrisch injektiv}\index{geometrisch injektiv} 
genau dann, wenn $\bar{\mathcal I}$ 
ein injektives Objekt
der Kategorie $\op{Garb}_{(\bar B)} \bar U$ ist.
\end{Definition}
\begin{Lemma}
 F"ur jede Garbe $\mathcal F \in \op{Garb}_{(B)} U$ existiert eine Einbettung
in eine geometrisch injektive Garbe $\mathcal F \hookrightarrow \mathcal I$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Bezeichne $D$ die unzusammenh"angende Vereinigung der 
$B$-Bahnen von $U$ und $j : D \rightarrow
U$ den offensichtlichen Morphismus. Der vermittels der Adjunktion erkl"arte
Morphismus $\mathcal F \rightarrow j_{(\ast)} j^{(\ast)} \mathcal F$ leistet das
Gew"unschte. Die Notation $(\ast)$ deutet an, da"s wir 
die underivierten Funktoren
meinen, die in anderen Quellen vielfach auch $j_\ast$ und $j^{-1}$ 
notiert werden.
\end{proof}
\begin{Lemma}
 F"ur jeden beschr"ankten Komplex 
$\mathcal F \in \op{Ket}^{\op{b}} (\op{Garb}_{(B)} U)$ gibt
es einen Quasiisomorphismus 
$\mathcal F \qri \mathcal I$ zu einem beschr"ankten
Komplex $\mathcal I$ von geometrisch injektiven 
Objekten von $\op{Garb}_{(B)} U$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Wie "ublich, vergleiche etwa \ref{EIA}, erh"alt 
man einen Quasiisomorphismus zu einem
gegen die Pfeile beschr"ankten Komplex.
Da $\op{Garb}_{(\bar B)} \bar U$ endliche 
homologische Dimension hat, kann man
diesen etwa nach \ref{glDD} sogar zu einem beidseitig beschr"ankten 
Komplex von injektiven Objekten beschneiden.
\end{proof}







\begin{Bemerkungl}
  Nun w"ahlen wir \glqq reine\grqq\  spezielle Komplexe $\mathcal S_1, \ldots ,
  \mathcal S_r \in \mathcal S (G/P) \cap \op{Der}^{rmt}_{(B)} (G/P)$ derart,
  da"s $\bar{\mathcal S}_1, \ldots, \bar{\mathcal S}_r$ die
  triangulierte Kategorie $\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$
  erzeugen.  Mit \ref{PAg} fassen wir die $\mathcal S_i$ als beschr"ankte
  Komplexe von perversen Garben aus $\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)$ auf und mit
  \ref{EGp} sogar als beschr"ankte Komplexe von \glqq geometrisch projektiven\grqq\ 
  Objekten von $\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)$, etwa $\cdots \rightarrow \mathcal
  S_i^\nu \rightarrow \mathcal S_i^{\nu +1} \rightarrow \cdots$ Dann liefern
  allgemeine Argumente \cite{??}, da"s 
 f"ur ${\mathcal P}$ der Komplex von perversen Garben
${\mathcal P}\pdef \bigoplus^r_{i=1} {\mathcal S}_i^\ast$ der $\op{dg}$-Ring
  \begin{equation*}
  E\pdef  \op{Perv}(\bar{\mathcal P})
  \end{equation*}
 die Kategorie $\op{Der}^b (\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G /
  \bar P))$ und damit nach \ref{GEo} auch $\op{Der}_{(\bar B)}
  (\bar G/\bar P)$ beschreibt. Andererseits erben die
  \glqq geometrischen Endomorphismen\grqq\  eine Galois-Operation vom Typ \glqq gemischt
  Tate\grqq.  Die Hauptraumzerlegung unter dem Frobenius auf der Kohomologie
  unseres $\op{dg}$-Rings ist aber genau die Grad-Zerlegung der Kohomologie,
  die wir recht gut kennen.  Die "ublichen Argumente zeigen dann die
  Formalit"at unseres $\op{dg}$-Rings bei nicht allzukleiner Charakteristik.
  So folgt, da"s es einen $\op{dg}$-Ring gibt, der nur in geraden Geraden lebt
  und $\op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/ \bar B)$ beschreibt, sagen wir
als derivierte  Rechtsmoduln. Der Funktor ist das Bilden des Hom-Komplexes 
$\op{Perv}({\mathcal P}, \;)$ in $\op{dgDer-}E$ gefolgt von algebraischen
Operationen, genauer dem 
Einschr"anken auf den dg-Teilring $T\hra E$ gegeben durch
die Vorschrift \glqq Nimm auf der Diagonale der
Kohomologie-Gewicht-Bigraduierung nur die Zykel, oberhalb Null,
unterhalb Alles\grqq. Nach Annahme ist die Einbettung dieses Teilrings ein
Quasiisomorphismus. Und dann ist nach Annahme weiter die 
Projektion dieses Teilrings auf die Homologie $T\sra A$ ein
Quasiisomorphismus, und diese Quasiisomorphismen vermiteln
"Aquivalenzen
$$\op{dgPer-}E\sira \op{dgPer-}T\stackrel{\sim}{\leftarrow}\op{dgPer-}A$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Das alles sollte zeigen, da"s $\op{Der}^b_{(\bar B)} (\bar G /
  \bar P)$ durch eine differentielle graduierte Algebra $A$ beschrieben
werden kann, die nur gerade Grade und insbesondere Differential Null hat.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
Es w"are nun super, wenn man zeigen k"onnte, da"s auch die Standard-
und Kostandardmoduln dargestellt werden k"onnen durch 
%homotopieprojektive bzw. homotopieinjektive 
$A$-Moduln, die auch 
entweder nur in geraden Graden oder nur in ungeraden Graden leben, je nach
der Parit"at der L"ange ihres Parameters. 
Das sollte gehen "uber $\op{Hom}(Speziell, Standard),$
aber vielleicht nur eins von beiden auf einmal. Mir ist nicht klar, ob das
wirklich n"otig ist.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}
  Etwas allgemeiner zeige man Analoges f"ur jede $B$-stabile offene Teilmenge
  $U \co G/P$, mit den Restriktionen unserer reinen speziellen Komplexe als
  den neuen speziellen Komplexen. Also: Es gibt eine endlichdimensionale 
dg-Algebra in geraden
  Graden $A_U$ derart, da"s $\op{dgPer-}A_U$ "aquivalent ist zu
 $\op{Der}^b_{(\bar B)} (\bar U).$
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Wie in \cite{BGSo} 3.4 erkl"art wird,
ist $\op{Der}_{(\bar B)}(\bar {\mathcal F}, \bar {\mathcal G}[n])$ 
Grenzwert einer
Spektralsequenz mit $E_1$-Term 
$E_1^{p,q}=\mathbb H^{p+q}\op{Hom}(i^\ast_p\bar {\mathcal
  F},i^!_p\bar {\mathcal
  G})$ f"ur $p+q=n.$
Hier meint $i_p$ die Einbettung der disjunkten Vereinigung aller
$\bar B$-Bahnen der Kodimension $p$ in $\bar U.$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{dgEE}
F"ur jeden  (!)-reinen Komplex $\mathcal G\in   \op{Der}_{(B )}^{!-rmt} (U) $
entspricht $\bar{\mathcal G}$ unter unserer "Aquivalenz 
einem endlichdimensionalen differentiellen graduierten
$A_U$-Rechtsmodul, der in allen ungeraden Graden verschwindet und
der also insbesondere verschwindendes Differential hat.
Um das zu sehen, gehen wir aus vom $E$-dg-Rechtsmodul
$M=\op{Perv}(\bar{\mathcal P}, \bar{\mathcal G}),$ dessen Kohomologie
nach Annahme diagonal ist. Wir schr"anken ihn ein zu einem 
$T$-Rechsmodul und betrachten darin den in derselben Weise konstruierten
$T$-Unterrechtsmodul $N\hra M.$ Dessen Einbettung ist ein Quasiisomorphismus,
und f"ur die Projektion $N\sra G$ auf die Homologie gilt dasselbe.
Bei dieser faktorisiert jedoch die $T$-Operation "uber $A.$
\end{Bemerkungl}


% Nun sollte $(!)$-Reinheit eines IC-Komplexes auf $U$ mit der 
% Schachbrett-Spektralsequenz
% $\op{Hom}$ (Speziell, IC) implizieren, da"s er durch einen geraden 
% $A_U$-Rechtsmodul
% ohne Differential repr"asentiert werden kann.

\begin{Bemerkungl}
  Die Verdierdualit"at $\mathbb D$ kann sicher analog zu \ref{derTT}
beschrieben werden als $\op{RHom}_{-E}(\;,V)$ f"ur
$V=\op{Perv}(\mathcal P, \mathbb D \mathcal P)$ mit seinen zwei
Rechtsoperationen von $E.$ Nun sollte gezeigt werden, da"s unser
$V$ sogar f"ur die erste Operation
homotopieinjektiv ist, so da"s $\op{RHom}= \op{Hom}$
gerade bleibt bei geraden Komplexen.\label{EvC}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
 Sei nun $V$ offen $B$-stabil, $V=U\amalg Y$ mit $U$ offen und $Y$ einer
in $V$ abgeschlossenen $B$-Bahn.
Bezeichne 
 $j: U \hookrightarrow V$ und
$i: Y \hra V$ die Einbettungen. Nehmen wir an, wir w"u"sten schon induktiv,
da"s die Schnittkohomologiegarbe $\mathcal I\mathcal C$ 
des Abschlusses einer
$B$-Bahn in $U$ bis auf einen geeigneten Shift 
die Eigenschaft $(!)-pmt$ hat, 
und wir wollen dasselbe f"ur $V$ zeigen.
Offensichtlich  hat $j_\ast\mathcal I\mathcal C$ auf $V$ auch die Eigenschaft
$(!)-pmt$ und wird nach \ref{dgEE} folglich durch einen geraden $A_V$-Rechsmodul
dargestellt. Wegen der expliziten Beschreibung des Verdierdualen
\ref{EvC} gilt dasselbe f"ur $j_!\mathcal I\mathcal C$.
Nun kann jedoch $i^!$ berechnet werden als Homomorphismen von einem
Summanden von $\mathcal P$ und ist damit auch gerade. 
Mit $i^!j_!\mathcal I\mathcal C$ is Verdier-dual auch
$i^\ast j_\ast\mathcal I\mathcal C$ gerade. Das bleibt nat"urlich gerade
beim Abschneiden auf $Y,$ und das liefert nach \cite{BBD} 1.4.14  bereits 
den ausgedehnten Schnittkohomologiekomplex. Der ist folglich auch 
$(!)-pmt,$ und die Induktion l"auft.
\end{Bemerkungl}



% Dasselbe sollte folgen f"ur seine direkten Bilder unter
% $j: U \hookrightarrow V$ f"ur $V$ um eine relativ abgeschlossene $B$-Bahn
% $Y \As V$ gr"o"ser, die hoffentlich beschrieben werden k"onnen 
% als Zur"uckholen mit
% einem graduierten Ringhomomorphismus $A_V \rightarrow A_U$ der 
% doch $j^! = j^\ast$
% gegeben wird.
% Dasselbe sollte gelten f"ur sein Verdierduales, das hoffentlich 
% beschrieben werden
% kann vermittels Vektorraumdualit"at und einem Ringhomomorphismus 
% $A_U \rightarrow A^{\op{opp}}_U$.
% Das sollte Verschwinden in ungeraden Geraden von $i^\ast j_\ast IC$ zeigen f"ur
% $i : Y \hookrightarrow V$, oder auch von $i^! (j_! IC)$, indem das 
% als Morphismus
% $\op{Hom} (i_! (\text{Konstant}), j_! IC)$ berechnet wird.
% Links steht aber etwas, das durch einen projektiven $A$-Modul 
% dargestellt wird, so da"s
% die derivierten Homomorphismen die echten sind.

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "AATOTAL"
%%% End: 


\newpage

\subsection{Berechnung der Schnittkohomologie}
\begin{Bemerkungl}
  Wir gehen nun der Frage nach, was der Verdierdualit"at auf 
$\op{Der}_{(\bar B)}(\bar U)$ unter unseren "Aquivalenzen von Kategorien in
$\op{dgFrei-}(H;\Lambda)$ entspricht.
Nun, auf $\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U))$ entspricht sie
zun"achst dem Funktor, der zu jeder perversen Garbe unseres Komplexes
die Verdier-duale Garbe nimmt, diese im gegen"uberliegenden alias
negativen kohomologischen Grad plaziert, und die Verdier-Dualen der
Differentiale als neue Differentiale nimmt. 
% \emph{Hier fehlen vielleicht noch
%   ein
% paar Vorzeichen, aber das wird nichts Ernsthaftes sein.}
F"ur den n"achsten Schritt wende ich
\ref{derTT} an auf den Funktor der
Verdierdualit"at
$$\mathbb D:\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U)\sira \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar
U)^{\op{opp}}$$
Seien dazu zun"achst
$\bar{\mathcal I}_1,\ldots, \bar{\mathcal I}_l$ beliebige
beschr"ankte Komplexe von injektiven Objekten von 
$\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U)$ alias projektiven Objekten 
der opponierten Kategorie, die die triangulierte Kategorie
$\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U))$ erzeugen.
Sei $\bar{\mathcal I}$ ihre Summe und $F$ die
opponierte
dg-Ringalgebra zu $\op{Perv}(\bar{\mathcal I})$ mit $\Omega$ 
den Projektoren auf die Summanden.
Mit \ref{derTT}  erhalten wir ein bis auf eine Isotransfomation kommutierendes 
Diagramm von Kategorien und Funktoren
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U)) \ar[d]^\wr \ar[rr]^{\mathbb D} &
&\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar
U)^{\op{opp}})\ar[d]^\wr\\
  \op{dgFrei-}(E;\Lambda)\ar@{=>}[urr]^\sim \ar[rr]^{\otimes^{\op{L}}_E X}
&&  \op{dgFrei-}(F;\Omega) }
\end{displaymath}
in dem der rechte vertikale Funktor einem
Komplex von perversen Garben $\bar{\mathcal G} $
den $F$-dg-Rechtsmodul $\op{Perv}(\bar{\mathcal G},\bar{\mathcal
  I})$
zuordnet und die untere Horizontale das derivierte Tensorieren 
$\otimes^{\op{L}}_E X$ ist mit dem  $E$-$F$-dg-Bimodul
$X=\op{Perv}(\mathbb D \bar{\mathcal P}|_{\bar U}, \bar{\mathcal
  I}|_{\bar U})$.

Wir wissen bereits, da"s $E = \op{Perv} (\overline{\cal P})$ als
$\op{dg-}$Algebra "uber $k$ mit Galois-Operation kohomologisch Tate-rein ist.
Wir nehmen nun an, wir w"u"sten dar"uber hinaus, da"s $T(E)$ auch ein Tate$\op{-[a,b]-}$
Komplex ist mit $2 (b-a) , l -1$.
Niemand kann uns daran hindern schlicht $\overline{\mathcal I} = \mathbb D \overline{\mathcal
P} | \overline u$ zu nehmen, so da"s die $\op{dg-}$Algebra $T (F)$ auch ein Tate$\op{-[a,b]-}$Komplex
wird und der $\op{dg-}$Bimodul $T (X)$ desgleichen ein Tate$\op{-[a,b]-}$Komplex.
Das bedeutet aber nach \ref{TBGI} und \ref{tzhg}, da"s f"ur die Tate-Bigraduierungen auf
$T(E), T(F)$ und $T(X)$ die Linksoperation $T (E) \otimes_k T(X) \rightarrow T (X)$
und die Rechtsoperation $T (X) \otimes_k T(F) \rightarrow T(X)$ mit den Bigraduierungen
vertr"aglich sind.
Wir k"onnen unser Diagramm also erg"anzen, mit der abk"urzenden Notation $D (T (M)) = D (M)$ zu einem
Funktor-Diagramm.

\begin{displaymath}
\xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U)) \ar[d]^\wr \ar[rr]^{\mathbb D} &
&\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar
U)^{\op{opp}})\ar[d]^\wr\\
  \op{dgFrei-}(E;\Lambda)\ar[d]^\wr\ar@{=>}[urr]^\sim \ar[rr]^{\otimes^{\op{L}}_E X}
&&  \op{dgFrei-}(F;\Omega)\ar[d]^\wr \\
  \op{dgFrei-}(T(E);\Lambda)\ar[d]^\wr\ar@{=>}[urr]^\sim \ar[rr]^{\otimes^{\op{L}}_{T(E)}T(X)}
&&  \op{dgFrei-}(T(F);\Omega)\ar[d]^\wr \\
  \op{dgFrei-}(D(E);\Lambda)\ar@{=>}[drr]^\sim\ar@{=>}[urr]^\sim 
\ar[rr]^{\otimes^{\op{L}}_{D(E)}D(X)}
&&  \op{dgFrei-}(D(F);\Omega) \\
  \op{dgFrei-}(\mathcal H(E);\Lambda)\ar@{=>}[drr]^\sim
\ar[u]_\wr\ar[rr]^{\otimes^{\op{L}}_{\mathcal H(E)}\mathcal H(X)}
&&  \op{dgFrei-}(\mathcal H(F);\Omega)\ar[u]_\wr \\
  \op{dgFrei-}(\mathcal H(E);\Lambda)
\ar[u]_\wr\ar[rr]^{\otimes_{\mathcal H(E)}\mathcal H(X)}
&&  \op{dgFrei-}(\mathcal H(F);\Omega)\ar[u]_\wr  }\end{displaymath} 
wo wir das Derivieren des Tensorprodukts  weglassen d"urfen, da 
$\mathcal H(X) $ ein projektiver $\mathcal H(E)$-Linksmodul ist.
Mithilfe von \ref{NHTl} 
erhalten wir mit $Y$ dem $F^{\op{opp}}$-$E$-dg-Bimodul 
$Y=\op{Perv}(\bar{\mathcal P}|_{\bar U}, \bar{\mathcal
  I}|_{\bar U}),$ der sicher kohomologisch Tate-rein ist, und
unter der Annahme, da"s er sogar ein Tate-$[c,d]$-Komplex ist mit
$b+d-a-c<l-1$, so da"s seine $F^{\op{opp}}$-$E$-dg-Bimodul-Struktur mit den 
Tate-Bigraduierungen vertr"aglich ist, 
in derselben Weise weiter
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar U)^{\op{opp}}) 
\ar[d]^\wr \ar@{=}[rr] &
&\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar
U))^{\op{opp}}\ar[d]^\wr
 \\
   \op{dgFrei-}(F;\Omega)\ar@{=>}[urr]^\sim \ar[rr]^{R\op{Hom}_{-F}(\;,Y)}\ar[d]^\wr 
 &&  (\op{dgFrei-}(E;\Lambda))^{\op{opp}}\ar[d]^\wr 
\\
  \op{dgFrei-}(DF;\Omega)\ar@{=>}[urr]^\sim
\ar@{=>}[drr]^\sim \ar[rr]^{R\op{Hom}_{-DF}(\;,DY)}
 &&  \;\;(\op{dgFrei-}(DE;\Lambda))^{\op{opp}}
 \\
  \op{dgFrei-}(\mathcal HF;\Omega)%\ar@{=>}[drr]^\sim
\ar[u]_\wr \ar[rr]^{R\op{Hom}_{-\mathcal
      HF}(\;,\mathcal H Y)}
 &&  \;\;(\op{dgFrei-}(\mathcal HE;\Lambda))^{\op{opp}}\ar[u]_\wr 
%\\
%   \op{dgFrei-}(\mathcal HF;\Omega)\ar[u]_\wr \ar[rr]^{\op{Hom}_{-\mathcal
%       HF}(\;,\mathcal H Y)}
%  &&  \;\;(\op{dgFrei-}(\mathcal HE;\Lambda))^{\op{opp}}\ar[u]_\wr 
 }\end{displaymath}
wo wir das Derivieren des Hom-Funktors nicht  weglassen d"urfen, da 
$\mathcal HY $ im allgemeinen 
kein injektiver $\mathcal HF$-Rechtsmodul ist.
\end{Bemerkungl}




\subsection{Restbest"ande}
  \begin{Bemerkungl}
F"ur die finale Variet"at $\op{sch}_{L} = \op{Spec} L$ liefert
jede Wahl eines separablen Abschlusses $\bar{L} / L$
eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Wert}_{\bar{L}/L} : 
\op{Garb} (\op{pt}; k) \overset{\sim}
{\rightarrow} k\op{-Mod}^\Gamma
\end{equation*}
f"ur $\Gamma = \op{Gal} (\bar{L}/L)$ die
Galoisgruppe mit ihrer Krull-Topologie und
$k\op{-Mod}^\Gamma$  die Kategorie aller 
$k$-Vektorr"aume $V$ mit einer
$\Gamma$-Operation, die stetig ist in dem Sinne, 
da"s die Wirkungsabbildung $\Gamma \times V
\rightarrow V$ stetig ist f"ur die Krull-Topologie auf $\Gamma$ und die diskrete
Topologie auf $V$. Die konstruktiblen Garben auf der finalen Variet"at
entsprechen hierbei den endlichdimensionalen $k$-Vektorr"aumen mit 
stetiger Galois-Operation.
Ist speziell $l=\op{char} k$, 
so bilden die $l$-ten Einheitswurzeln in $\bar{L}$
einen freien $\mathbb Z/l \mathbb Z$-Modul $\mu_l (\bar{L})$ 
vom Rang Eins mit
stetiger $\Gamma$-Operation und wir bezeichnen mit
\begin{equation*}
 k (1) \pdef k \otimes \mu_l (\bar{L})
\end{equation*}
auch das entsprechende Objekt von $\op{Garb}^c (\op{pt}; k).$
F"ur $n \in\DZ$ bezeichne $k(n)$ die $n$-te Tensorpotenz von $k(1).$
\end{Bemerkungl}
  
\begin{Bemerkungl}
Zus"atzlich ordnet man  jedem Morphismus
$f: Y \rightarrow X$ einen linksexakten $k$-linearen Funktor
\begin{equation*}
 f_{(\ast)} : \op{Garb} (Y ; k) \rightarrow \op{Garb} (X ; k)
\end{equation*}
zu, das direkte Bild von Garben, 
der konstruierbare Garben zu konstruierbaren Garben macht,
und erkl"art zu diesen Funktoren Isotransformationen 
$c(f,g): f_{(\ast)}\circ  g_{(\ast)}\siRa  (f\circ  g)_{(\ast)}.$
Diese Daten  gehorchen ihrerseits der Axiomatik einer Kategorienfaserung
durch abelsche $k$-Kategorien.
  Jeder Funktor  $f_{(\ast)}$ hat einen 
Linksadjungierten
\begin{equation*}
 f^{(\ast)} : \op{Garb} (X ; k) \rightarrow \op{Garb} (Y ; k)
\end{equation*}
der ebenfalls konstruierbare Garben zu konstruierbaren Garben macht
und der sogar exakt ist.
\end{Bemerkungl}










\begin{Bemerkungl}
Nun betrachtet man zu jeder Variet"at $X  \in \op{Sch}_{\mathbb
    F}^{fts}$ die triangulierte $k$-Kategorie
  \begin{equation*}
    \op{Der}^c (X ; k)\subset \op{Der}(\op{Garb} (X ; k))
  \end{equation*}
aller  Komplexe $\mathcal F$ von \'etalen Garben von $k$-Vektorr"aumen 
mit beschr"ankten und konstruktiblen Kohomologiegarben 
$\mathcal H^i(\mathcal F)$
und erh"alt
f"ur jeden Morphismus $f: Y  \rightarrow X $ einen
  triangulierten $k$-linearen Funktor
  \begin{equation*}
    f^\ast : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (Y ; k)
  \end{equation*}
als Restriktion des  Derivierten von $f^{(\ast)}$
  und "ahnlich wie zuvor  Isotransformationen $c (f,g): (g\circ f)^\ast
  \overset{\sim}{\Rightarrow} f^\ast \circ g^\ast$ f"ur beliebige
  verkn"upfbare Morphismen von Variet"aten, die nun die Axiomatik einer
  Kategorienfaserung durch triangulierte $k$-Kategorien "uber
  $\op{Sch}^{fts}_{L}$ erf"ullen.  
Des weiteren besitzt jeder R"uckholfunktor
  $f^\ast$ einen triangulierten Rechtsadjungierten $f_\ast: \op{Der}^c (Y ;k)
  \rightarrow \op{Der}^c (X ; k)$, der auch als Restriktion des 
rechtsderivierten
  Funktors von   $f_{(*)}$ verstanden werden kann, und der 
auch die  Axiomatik einer
  Kategorienfaserung durch triangulierte $k$-Kategorien "uber
  $\op{Sch}^{fts}_{L}$ erf"ullt.
F"ur die finale Variet"at $\op{pt}  =
  \op{Spec} L$ liefert jede Wahl eines algebraischen Abschlusses
  $\bar{L} / L$  eine "Aquivalenz von Kategorien
  \begin{equation*}
    \op{Wert}_{\bar{L}/L} 
: \op{Der}^c (\op{pt} ; k) \overset{\sim}
    {\rightarrow} \op{Der}^c (k\op{-mod}^\Gamma)
  \end{equation*}
Rechts steht  $\op{Der}^c (k\op{-mod}^\Gamma) \subset \op{Der}
  (k\op{-mod}^\Gamma)$  hier f"ur die volle Unterkategorie 
 aller Komplexe, deren totale Kohomologie
  endlichdimensional ist "uber $k$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Morphismus $f : Y  \rightarrow X $ konstruiert man des
  weiteren f"ur jede Garbe $\mathcal F \in \op{Garb} (Y ; k)$ auch ihr
  eigentliches direktes Bild, eine Untergarbe $f_{(!)} \mathcal F
  \subset f_{(\ast)} \mathcal F$, und zeigt, da"s diese Kontruktion einen
  Unterfunktor $f_{(!)} \subset f_{(\ast)}$ liefert und da"s unsere
  Isotransformationen von oben Isotransformationen
 $
    c (f,g) : f_{(!)} \circ g_{(!)} \overset{\sim}{\Rightarrow}
    (f \circ g)_{(!)}
  $
  induzieren.  Als Unterfunktor eines linksexakten Funktors ist auch $f_{(!)}$
  linksexakt, und sein Rechtsderivierter induziert einen triangulierten
  Funktor
  \begin{equation*}
    f_! : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (X ; k)
  \end{equation*}
  Man kann schlie"slich sogar 
zeigen, da"s $f_!$ einen triangulierten Rechtsadjungierten
  \begin{equation*}
    f^! : \op{Der}^c (X ; k) \rightarrow \op{Der}^c (Y ;k)
  \end{equation*}
  besitzt. Zusammen mit dem derivierten Tensorieren
$$
\begin{array}{ccc}
\op{Der}^c (X ; k)\times \op{Der}^c (X ; k)&\ra& \op{Der}^c (X ; k)\\
(\mathcal F,\mathcal G)&\mapsto&\mathcal F\otimes\mathcal G
\end{array}
$$
und dem Bilden der derivierten Hom-Garbe
$$
\begin{array}{ccc}
\op{Der}^c (X ; k)\times \op{Der}^c (X ; k)&\ra& \op{Der}^c (X ; k)\\
(\mathcal F,\mathcal G)&\mapsto&\cal{H}om( \mathcal F,\mathcal G)
\end{array}
$$
bilden sie den sogenannten \glqq Formalismus der sechs Funktoren\grqq\  von
Grothendieck,
der im folgenden durchgehend benutzt wird.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Alle diese Konstruktionen vertragen sich in nat"urlicher Weise mit  
dem "Ubergang zu K"orpererweiterungen von $L.$ Wir interessieren 
uns insbesondere f"ur den Fall eines endlichen K"orpers $L=\mathbb F$
und den "Ubergang zu seinem algebraischen Abschlu"s $L=\bar{\mathbb F}.$
Diesen "Ubergang deuten wir im folgenden durch Queren an, also
$\bar{X}\pdef X\times_{\mathbb F}\bar{\mathbb F}$ und so weiter.
Insbesondere schreiben wir $\op{pt}=\op{Spec} \mathbb F$ und
$\bar{\op{pt}}=\op{Spec} \bar{\mathbb F}$. 
\end{Bemerkungl}


\subsection{Hier geht's los}
\begin{Bemerkungl}
  Wir betrachten eine lineare 
algebraische Gruppe $B$ "uber einem endlichen K"orper 
$\mathbb F,$ die algebraisch auf einer $\mathbb F$-Variet"at $X$ operiert.
Unter einer $\mathbb F$-Variet"at verstehen wir im folgenden 
ein separiertes Schemata von endlichem
  Typ 
  "uber $\mathbb F$, von dem wir weder fordern, da"s es irreduzibel 
noch da"s es
  reduziert sein soll.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
 Den "Ubergang zum algebraischen Abschlu"s $\bar{\mathbb F}$
von $\mathbb F$
deuten wir im folgenden durch Queren an, also
$\bar{X}\pdef X\times_{\mathbb F}\bar{\mathbb F}$ und so weiter.
Insbesondere schreiben wir $\op{pt}=\op{Spec} \mathbb F$ und
$\bar{\op{pt}}=\op{Spec} \bar{\mathbb F}$. 
\end{Bemerkungl}



 Wir gehen aus von der Kategorie
  $\op{Sch}_{L}^{fts}$ aller separierten Schemata von endlichem
  Typ 
  "uber $L$. Die Objekte dieser Kategorie nennen wir Variet"aten "uber
  $L$, obwohl wir von ihnen nicht fordern, da"s sie irreduzibel oder
  reduziert sein sollen.  Sei $k$ ein  endlicher K"orper derart, da"s
  $L$ und $k$ nicht dieselbe Charakteristik haben. 




\begin{Bemerkungl}
 Wir betrachten nun $G  \supset B $ eine reduktive algebraische Gruppe
"uber $\mathbb F$ mit einer ausgezeichneten Borel'schen.
Bezeichne
\begin{equation*}
 \op{Garb}^{mt} (\op{pt} ; k) \subset \op{Garb}^c (\op{pt} ; k)
\end{equation*}
die volle Unterkategorie aller Objekte,  
mit einer Filtrierung, bei der alle Subquotienten
isomorph zu irgendwelchen $k(n)$ sind. Derartige Objekte nennen wir
\glqq mixed Tate\grqq.
F"ur jede $B $-Variet"at $X  \in \op{Sch}^{fts}_{\mathbb F}$ mit endlich vielen
$B $-Bahnen
bezeichne
\begin{equation*}
 \op{Der}^{mt}_{(B )} (X ; k) \subset \op{Der}^c (X ; k)
\end{equation*}
die volle Unterkategorie aller Objekte, die auf allen $B $-Bahnen $Y $
\glqq konstant mixed Tate\grqq\  sind in dem Sinne, da"s alle ihre Kohomologiegarben
 $\mathcal H^n \mathcal F$  eingeschr"ankt auf jede $B $-Bahn
$j: Y  \hra X $ konstant mixed Tate sind, 
in Formeln  $j^\ast \mathcal H^{n} \mathcal F\cong c^\ast \mathcal F$ 
mit $\mathcal F \in \op{Garb}^{mt}
(\op{pt} ; k)$.
Feiner betrachten wir darin die vollen Unterkategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}_{(B )}^{*-rmt} (X ; k),\op{Der}_{(B )}^{!-rmt} (X ; k) 
\subset \op{Der}^{mt}_{(B )} (X ; k)
\end{equation*}
aller Objekte $\mathcal F$, die rein vom Gewicht Null sind in
dem Sinne, da"s f"ur jede $B $-Bahn
$j: Y  \hra X $
da"s alle $\mathcal H^n j^? \mathcal F$ verschwinden f"ur $n$ ungerade,
wohingegen die % $\mathcal H^{2m} \mathcal F$ eingeschr"ankt auf jede $B $-Bahn
% $j: Y  \hra X $, also
alle $j^? \mathcal H^{2m} \mathcal F$ isomorph sind
zu sukzessiven Erweiterungen von Objekten $c^\ast k(-m)$ 
f"ur $c : Y  \rightarrow
\op{pt} $.
Diese letzten Unterkategorien der {\bf (?)-reinen Komplexe} sind
 keine triangulierten Unterkategorien mehr. Sie sind
jedoch 
stabil unter der Konstruktion $\mathcal F \mapsto \mathcal F [2m] (m)$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}
 Seien $P , Q  \subset G $ Parabolische mit $P  \supset Q  \supset B $ und
bezeichne $\pi : G /Q  \twoheadrightarrow G /P $ die Projektion.
So gilt
\begin{displaymath}
\begin{array}{ccc}
 \mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt} (G /Q ) &\Rightarrow 
&\pi_\ast \mathcal F = \pi_!
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt}(G /P ) \\
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt} (G /P ) 
& \Rightarrow &\pi^\ast \mathcal F ,\pi^!
\mathcal F \in \op{Der}_{(B )}^{?-rmt}(G /Q)
\end{array}
\end{displaymath}

\end{Proposition}
\begin{proof}
 Folgt den "ublichen Linien.
\end{proof}
\begin{Definition}
 Wir erkl"aren eine Vorschrift $\mathcal S$, die jeder Parabolischen $P \supset
B$ eine volle additive Unterkategorie
\begin{equation*}
 \mathcal S (G/P) \subset \op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)
\end{equation*}
zuordnet, als die \glqq kleinste\grqq\  derartige Vorschrift mit folgenden Eigenschaften:
\begin{enumerate}
 \item 
Alle $\mathcal S (G/P)$ enthalten die Wolkenkratzergarbe
$i_\ast k (0)$ f"ur $i: \op{pt} = P/P \hookrightarrow G/P$
und sind stabil unter direkten Summen, direkten Summanden, 
$\op{Shift}  [n]$ und Twist $(m)$;
\item
Gegeben Parabolische $Q \supset P \supset B$ und $\pi : G/P \rightarrow G/Q$
gilt
\begin{eqnarray*}
 \mathcal F \in \mathcal S (G/P) &\Rightarrow & \pi_\ast 
\mathcal F \in \mathcal S (G/Q)\\
\mathcal G \in \mathcal S (G/Q) &\Rightarrow & \pi^\ast 
\mathcal F \in \mathcal S (G/P)
\end{eqnarray*}
\end{enumerate}
Die Objekte von $\mathcal 
S (G/P)$ nennen wir spezielle Komplexe. Die unzerlegbaren 
speziellen Komplexe sind im
"ubrigen \glqq parity sheaves\grqq\  im Sinne von \cite{??}.
\end{Definition}
\begin{Proposition}
 F"ur jede Parabolische $P \supset B$ ist $\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ 
das triangulierte
Erzeugnis der speziellen Komplexe.
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Gegeben Parabolische $Q \supset P \supset B$ und 
$\pi : G/P \rightarrow G/Q$ gilt
f"ur unsere triangulierten Erzeugnisse sicher
\begin{eqnarray*}
 \pi_\ast \left( \langle \mathcal S (G/P) \rangle_{\Delta} \right) & \subset &
\langle \mathcal S (G/Q) \rangle_\Delta\\
\pi^\ast \left( \langle \mathcal S (G/Q) \rangle_\Delta \right) & \subset &
\langle \mathcal S (G/P) \rangle_\Delta
\end{eqnarray*}
Unter Ausnutzung der Tatsache, da"s f"ur $P = B$ 
und $Q$ minimal der Morphismus $\pi
G/B \rightarrow G/Q$ auf jede Bruhatzelle eine 
triviale $\mathbb P^1$-Faserung ist,
deren Totalraum in eine offene und eine 
abgeschlossene Zelle zerf"allt, finden wir induktiv,
da"s die konstanten Garben auf den Zellen, 
ausgedehnt durch Null oder durch das direkte
Bild, alle zu unseren triangulierten Erzeugnissen geh"oren.
F"ur $\mathcal F \in \op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ 
beliebig argumentieren wir durch vollst"andige
Induktion "uber die Zahl der Bruhatzellen im Tr"ager von $\mathcal F$.
Ist etwa $j: B x P/P \hookrightarrow G/P$ die 
Einbettung einer Zelle maximaler Dimension aus dem
Tr"ager von $\mathcal F$ und $n$ maximal mit 
$\mathcal H^nj^\ast \mathcal F \neq 0$, so finden
wir Morphismen
\begin{equation*}
 \mathcal F \rightarrow \tau^{\geq n} \mathcal F 
\rightarrow j_\ast j^\ast \tau^{\geq n} \mathcal F
\cong j_\ast (\mathcal H^n j^\ast \mathcal F) [-n] 
\rightarrow j_\ast c^\ast k (m) [-n]
\end{equation*}
mit $c$ der konstanten Abbildung unserer Zelle auf den 
Punkt und zwar finden wir diese
Morphismen so, da"s ihre Komposition nach Anwenden von 
$\mathcal H^n j^\ast$ eine Surjektion ist.
Damit haben wir eine Induktion am Laufen, die auch unsere 
Induktion "uber den Tr"ager zum Laufen
bringt.
\end{proof}
\begin{Korollar}
 $\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$ ist stabil unter Verdierdualit"at.
\end{Korollar}
\begin{proof}
 Die Klasse der speziellen Objekte ist offensichtlich stabil 
unter Verdierdualit"at.
\end{proof}
\begin{Definition}
 Wir bezeichnen mit 
\begin{equation*}
 \op{Perv}_{(\bar{B})} (\bar{G} / \bar{P}) \subset \op{Der}^b_{(\bar{B})}
(\bar G / \bar P)
\end{equation*}
die Kategorie der auf $\bar B$ Bahnen konstanten perversen Garben.
\end{Definition}
\begin{Proposition}\label{GEo}
 Der Funktor \cite {BBD}, 3.1.7 liefert eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}^b (\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)) \overset{\sim}
{\rightarrow} \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G / \bar P)
\end{equation*}
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Das ist eine Variante von \cite{BGSo}, 3.3.2. Der Beweis hier geht genauso.
\end{proof}
\begin{Satz}
 Die Kategorie $\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G / \bar P)$ hat gen"ugend
projektive Objekte, und diese besitzen alle Liftungen zu Objekten in 
$\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)$.
\end{Satz}
\begin{proof}
 Noch zu tun.
\end{proof}
\begin{Proposition}\label{PAg}
 Der Funktor \cite[3.1.7]{BBD}  liefert auch eine "Aquivalenz von Kategorien
\begin{equation*}
 \op{Der}^b (\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}^{mt}_{(B)} (G/P)
\end{equation*}
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Sollte analog funktionieren wie zuvor.
\end{proof}
\begin{Proposition}\label{EGp}
Jeder Komplex in $\op{Der}^b (\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P))$ ist
quasiisomorph zu einem Komplex von perversen Garben, die unter 
Skalarerweiterung
projektive Objekte in $\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$
werden.
\end{Proposition}
\begin{proof}
 Noch zu tun.
\end{proof}


\begin{Definition}
 Wir nennen eine \'etale Garbe $\mathcal I \in \op{Garb}_{(B)} U$
{\bf geometrisch injektiv}\index{geometrisch injektiv} 
genau dann, wenn $\bar{\mathcal I}$ 
ein injektives Objekt
der Kategorie $\op{Garb}_{(\bar B)} \bar U$ ist.
\end{Definition}
\begin{Lemma}
 F"ur jede Garbe $\mathcal F \in \op{Garb}_{(B)} U$ existiert eine Einbettung
in eine geometrisch injektive Garbe $\mathcal F \hookrightarrow \mathcal I$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Bezeichne $D$ die unzusammenh"angende Vereinigung der 
$B$-Bahnen von $U$ und $j : D \rightarrow
U$ den offensichtlichen Morphismus. Der vermittels der Adjunktion erkl"arte
Morphismus $\mathcal F \rightarrow j_{(\ast)} j^{(\ast)} \mathcal F$ leistet das
Gew"unschte. Die Notation $(\ast)$ deutet an, da"s wir 
die underivierten Funktoren
meinen, die in anderen Quellen vielfach auch $j_\ast$ und $j^{-1}$ 
notiert werden.
\end{proof}
\begin{Lemma}
 F"ur jeden beschr"ankten Komplex 
$\mathcal F \in \op{Ket}^{\op{b}} (\op{Garb}_{(B)} U)$ gibt
es einen Quasiisomorphismus 
$\mathcal F \qri \mathcal I$ zu einem beschr"ankten
Komplex $\mathcal I$ von geometrisch injektiven 
Objekten von $\op{Garb}_{(B)} U$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Wie "ublich, vergleiche etwa \ref{EIA}, erh"alt 
man einen Quasiisomorphismus zu einem
gegen die Pfeile beschr"ankten Komplex.
Da $\op{Garb}_{(\bar B)} \bar U$ endliche 
homologische Dimension hat, kann man
diesen etwa nach \ref{glDD} sogar zu einem beidseitig beschr"ankten 
Komplex von injektiven Objekten beschneiden.
\end{proof}







\begin{Bemerkungl}
  Nun w"ahlen wir \glqq reine\grqq\  spezielle Komplexe $\mathcal S_1, \ldots ,
  \mathcal S_r \in \mathcal S (G/P) \cap \op{Der}^{rmt}_{(B)} (G/P)$ derart,
  da"s $\bar{\mathcal S}_1, \ldots, \bar{\mathcal S}_r$ die
  triangulierte Kategorie $\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$
  erzeugen.  Mit \ref{PAg} fassen wir die $\mathcal S_i$ als beschr"ankte
  Komplexe von perversen Garben aus $\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)$ auf und mit
  \ref{EGp} sogar als beschr"ankte Komplexe von \glqq geometrisch projektiven\grqq\ 
  Objekten von $\op{Perv}^{mt}_{(B)} (G/P)$, etwa $\cdots \rightarrow \mathcal
  S_i^\nu \rightarrow \mathcal S_i^{\nu +1} \rightarrow \cdots$ Dann liefern
  allgemeine Argumente \cite{??}, da"s 
 f"ur ${\mathcal P}$ der Komplex von perversen Garben
${\mathcal P}\pdef \bigoplus^r_{i=1} {\mathcal S}_i^\ast$ der $\op{dg}$-Ring
  \begin{equation*}
  E\pdef  \op{Perv}(\bar{\mathcal P})
  \end{equation*}
 die Kategorie $\op{Der}^b (\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G /
  \bar P))$ und damit nach \ref{GEo} auch $\op{Der}_{(\bar B)}
  (\bar G/\bar P)$ beschreibt. Andererseits erben die
  \glqq geometrischen Endomorphismen\grqq\  eine Galois-Operation vom Typ \glqq gemischt
  Tate\grqq.  Die Hauptraumzerlegung unter dem Frobenius auf der Kohomologie
  unseres $\op{dg}$-Rings ist aber genau die Grad-Zerlegung der Kohomologie,
  die wir recht gut kennen.  Die "ublichen Argumente zeigen dann die
  Formalit"at unseres $\op{dg}$-Rings bei nicht allzukleiner Charakteristik.
  So folgt, da"s es einen $\op{dg}$-Ring gibt, der nur in geraden Geraden lebt
  und $\op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/ \bar B)$ beschreibt, sagen wir
als derivierte  Rechtsmoduln. Der Funktor ist das Bilden des Hom-Komplexes 
$\op{Perv}({\mathcal P}, \;)$ in $\op{dgDer-}E$ gefolgt von algebraischen
Operationen, genauer dem 
Einschr"anken auf den dg-Teilring $T\hra E$ gegeben durch
die Vorschrift \glqq Nimm auf der Diagonale der
Kohomologie-Gewicht-Bigraduierung nur die Zykel, oberhalb Null,
unterhalb Alles\grqq. Nach Annahme ist die Einbettung dieses Teilrings ein
Quasiisomorphismus. Und dann ist nach Annahme weiter die 
Projektion dieses Teilrings auf die Homologie $T\sra A$ ein
Quasiisomorphismus, und diese Quasiisomorphismen vermiteln
"Aquivalenzen
$$\op{dgPer-}E\sira \op{dgPer-}T\stackrel{\sim}{\leftarrow}\op{dgPer-}A$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Das alles sollte zeigen, da"s $\op{Der}^b_{(\bar B)} (\bar G /
  \bar P)$ durch eine differentielle graduierte Algebra $A$ beschrieben
werden kann, die nur gerade Grade und insbesondere Differential Null hat.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
Es w"are nun super, wenn man zeigen k"onnte, da"s auch die Standard-
und Kostandardmoduln dargestellt werden k"onnen durch 
%homotopieprojektive bzw. homotopieinjektive 
$A$-Moduln, die auch 
entweder nur in geraden Graden oder nur in ungeraden Graden leben, je nach
der Parit"at der L"ange ihres Parameters. 
Das sollte gehen "uber $\op{Hom}(Speziell, Standard),$
aber vielleicht nur eins von beiden auf einmal. Mir ist nicht klar, ob das
wirklich n"otig ist.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}
  Etwas allgemeiner zeige man Analoges f"ur jede $B$-stabile offene Teilmenge
  $U \co G/P$, mit den Restriktionen unserer reinen speziellen Komplexe als
  den neuen speziellen Komplexen. Also: Es gibt eine endlichdimensionale 
dg-Algebra in geraden
  Graden $A_U$ derart, da"s $\op{dgPer-}A_U$ "aquivalent ist zu
 $\op{Der}^b_{(\bar B)} (\bar U).$
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Wie in \cite{BGSo} 3.4 erkl"art wird,
ist $\op{Der}_{(\bar B)}(\bar {\mathcal F}, \bar {\mathcal G}[n])$ 
Grenzwert einer
Spektralsequenz mit $E_1$-Term 
$E_1^{p,q}=\mathbb H^{p+q}\op{Hom}(i^\ast_p\bar {\mathcal
  F},i^!_p\bar {\mathcal
  G})$ f"ur $p+q=n.$
Hier meint $i_p$ die Einbettung der disjunkten Vereinigung aller
$\bar B$-Bahnen der Kodimension $p$ in $\bar U.$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{dgEE}
F"ur jeden  (!)-reinen Komplex $\mathcal G\in   \op{Der}_{(B )}^{!-rmt} (U) $
entspricht $\bar{\mathcal G}$ unter unserer "Aquivalenz 
einem endlichdimensionalen differentiellen graduierten
$A_U$-Rechtsmodul, der in allen ungeraden Graden verschwindet und
der also insbesondere verschwindendes Differential hat.
Um das zu sehen, gehen wir aus vom $E$-dg-Rechtsmodul
$M=\op{Perv}(\bar{\mathcal P}, \bar{\mathcal G}),$ dessen Kohomologie
nach Annahme diagonal ist. Wir schr"anken ihn ein zu einem 
$T$-Rechsmodul und betrachten darin den in derselben Weise konstruierten
$T$-Unterrechtsmodul $N\hra M.$ Dessen Einbettung ist ein Quasiisomorphismus,
und f"ur die Projektion $N\sra G$ auf die Homologie gilt dasselbe.
Bei dieser faktorisiert jedoch die $T$-Operation "uber $A.$
\end{Bemerkungl}


% Nun sollte $(!)$-Reinheit eines IC-Komplexes auf $U$ mit der 
% Schachbrett-Spektralsequenz
% $\op{Hom}$ (Speziell, IC) implizieren, da"s er durch einen geraden 
% $A_U$-Rechtsmodul
% ohne Differential repr"asentiert werden kann.

\begin{Bemerkungl}
  Die Verdierdualit"at $\mathbb D$ kann sicher analog zu \ref{derTT}
beschrieben werden als $\op{RHom}_{-E}(\;,V)$ f"ur
$V=\op{Perv}(\mathcal P, \mathbb D \mathcal P)$ mit seinen zwei
Rechtsoperationen von $E.$ Nun sollte gezeigt werden, da"s unser
$V$ sogar f"ur die erste Operation
homotopieinjektiv ist, so da"s $\op{RHom}= \op{Hom}$
gerade bleibt bei geraden Komplexen.\label{EvC}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
 Sei nun $V$ offen $B$-stabil, $V=U\amalg Y$ mit $U$ offen und $Y$ einer
in $V$ abgeschlossenen $B$-Bahn.
Bezeichne 
 $j: U \hookrightarrow V$ und
$i: Y \hra V$ die Einbettungen. Nehmen wir an, wir w"u"sten schon induktiv,
da"s die Schnittkohomologiegarbe $\mathcal I\mathcal C$ 
des Abschlusses einer
$B$-Bahn in $U$ bis auf einen geeigneten Shift 
die Eigenschaft $(!)-pmt$ hat, 
und wir wollen dasselbe f"ur $V$ zeigen.
Offensichtlich  hat $j_\ast\mathcal I\mathcal C$ auf $V$ auch die Eigenschaft
$(!)-pmt$ und wird nach \ref{dgEE} folglich durch einen geraden $A_V$-Rechsmodul
dargestellt. Wegen der expliziten Beschreibung des Verdierdualen
\ref{EvC} gilt dasselbe f"ur $j_!\mathcal I\mathcal C$.
Nun kann jedoch $i^!$ berechnet werden als Homomorphismen von einem
Summanden von $\mathcal P$ und ist damit auch gerade. 
Mit $i^!j_!\mathcal I\mathcal C$ ist Verdier-dual auch
$i^\ast j_\ast\mathcal I\mathcal C$ gerade. Das bleibt nat"urlich gerade
beim Abschneiden auf $Y,$ und das liefert nach \cite{BBD} 1.4.14  bereits 
den ausgedehnten Schnittkohomologiekomplex. Der ist folglich auch 
$(!)-pmt,$ und die Induktion l"auft.
\end{Bemerkungl}

\newpage

\section[Modulare Schnittkohomologie,
Versuch]{Modulare Schnittkohomologie von Schubertvariet"aten,
Versuch}

Versuche in  Richtung der vorliegenden Arbeit 
hat auch Olexandr Khomenko unternommen,
mit dem ich vor etwa f"unf Jahren viel dar"uber diskutiert habe.
Diese Versuche  waren jedoch nicht von Erfolg gekr"ont und  haben 
meines Wissens keine
zitierbaren Spuren hinterlassen.
Ich beginne mit einer knappen Darstellung des 
bekannten
 Beweises im Fall
rationaler Koeffizienten, um dann an der entsprechenden Stelle
einzuhaken. Leider hakt es jedoch im Beweis, die
Argumente reichen nicht aus.

\subsection{Hecke-Algebra und Kazhdan-Lusztig-Basis}
\begin{Bemerkungl}
Seien $G\supset B\supset T$ eine zusammenh"angende 
komplexe reduktive algebraische Gruppe mit einer Borel und einem
maximalen Torus. Sei $(W,S)$ das zugeh"orige Coxetersystem, 
$l :W  \ra \Bbb{N}$ die
  zugeh\"orige L\"angenfunktion und $\leq$ die Bruhat-Ordnung auf $W .$
  Insbesondere bedeutet $x<y$ also $x\leq y,$ $x\neq y.$ Bezeichne
  \index{L@$\cal{L}$, Laurentpolynome}$\cal{L}=\Bbb{Z}[v, v^{-1}]$ den Ring der Laurentpolynome
  \"uber $\Bbb{Z}$ in einer Variablen $v.$ Auf dem freien $\cal{L}$-Modul
  $$\index{H@$\cal{H}$, Hecke-Algebra}\cal{H}=\cal{H} (W ,  S ) =
  \bigoplus_{x\in W } \cal{L} T_{x}$$
  \"uber $ W $ gibt es nach \ref{HERe} genau eine
  Struktur einer assoziativen $\cal{L}$-Algebra derart, da\ss\ $T_{x} T_{y} =
  T_{xy}$ falls $l(x)+l(y) = l(xy)$ und $T^{2}_{s} =v^{-2} T_{e} + (v^{-2}-1)
  T_{s}$ f\"ur alle $s\in  S .$ 
  Diese assoziative Algebra $\cal{H}$ nennen wir im folgenden 
die {\bf universelle Hecke-Algebra} von
  $( W , S ).$ Sie ist unit"ar mit Eins-Element $T_e,$ wir k"urzen
  deshalb auch oft $T_e=1$ ab.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
Ich will kurz die eigentliche Bedeutung der Hecke-Algebra skizzieren.
Ich setze $q= v^{-2}$. 
Sicher ist in unserer Hecke-Algebra der von den $T_x$ erzeugte 
$\DZ[q]$-Untermodul sogar ein Teilring. Ich notiere ihn $\mathcal H_q.$
Sei nun $G_\DZ$ das unserer Gruppe $G$ entsprechende Gruppenschema "uber $\DZ$
und $\mathbb F$ ein endlicher K"orper.
Wir betrachten  zur Chevalleygruppe $G_\DZ(\mathbb F)$ den
Gruppenring mit ganzzahligen Koeffizienten $\DZ G_\DZ(\mathbb F)$,
wo wir $B_\DZ(\mathbb F)=B$ abgek"urzt haben,
und darin  den nicht-unit"aren Teilring $^B(\DZ G_\DZ(\mathbb F))^B$
der Borel-biinvarianten  
Funktionen, und renormalisieren seine Multiplikation 
durch den Faktor $|B|^{-1}$, so da"s er
wieder ein unit"arer Ring wird. Dann erhalten 
wir einen Ringhomomorphismus von unserem $\mathcal H_q$
zu diesem renormalisierten Teilring, indem wir 
jedem $T_x$ die konstante
Funktion auf der Doppelnebenklasse $BxB$ zuordnen und
$ q$ zur
Kardinalit"at $|\mathbb F|$ unseres endlichen K"orpes spezialisieren,
ja wir erhalten auf diese Weise sogar einen Isomorphismus des Quotienten
$\mathcal H_q/\langle q-|\mathbb F|\rangle$ mit unserem 
renormalisierten Teilring. 
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}
    Wir arbeiten von nun an mit der alternativen Basis $H_x=v^{l(x)}T_x$
der Hecke-Algebra, die dem Arbeiten mit perversen Garben besonders
gut angepa"st ist. 
Nach Kazhdan-Lusztig \cite{KL-C} 
existiert eine Involution $d:\cal{H}\ra\cal{H}$ 
auf der Heckealgebra mit der Eigenschaft
 $ v\mapsto v^{-1}$ und
$H_{x} \mapsto (H_{x^{-1}})^{-1}.$ 
  Wir schreiben oft
$d(H)= {\overline H}$ und nennen $H\in\cal{H}$ selbstdual
genau dann, wenn gilt ${\overline H}=H.$
\end{Bemerkungl}

\begin{Theorem}[\textbf{Selbstduale  Basis nach Kazhdan-Lusztig}]\label{KLu}
F\"ur alle $x\in  W $ gibt es genau ein selbstduales ${\underline H}_{x}
\in \cal{H}$
mit  ${\underline H}_{x} \in H_x+\sum_y v\Bbb{Z}[v] H_y.$
\end{Theorem}
\begin{Bemerkungl}
In \cite{KL-C} wird unser ${\underline H}_{x}$ mit $C^{\prime}_{x}$
bezeichnet. Kazhdan und Lusztig arbeiten mit der Variablen
$q=v^{-2}$
und mit der $\cal{L}$-Basis der $T_x.$ Einen in den Notationen etwas
gegl"atteten Beweis des Satzes kann man in \cite{So-K} finden.
\end{Bemerkungl}





\subsection{Rationale Schnittkohomologie}

\begin{Bemerkungl}
Sei $k$ ein kommutativer von Null 
verschiedener Ring endlicher homologischer Dimension.
Wir erkl"aren
in der beschr"ankten derivierten Kategorie der Kategorie aller
Garben von $k$-Moduln auf 
der komplexen Fahnenmannigfaltigkeit $G/B$  mit ihrer
metrischen Topologie die volle Unterkategorie
\begin{eqnarray*}
\op{Der}_{(B)}G/B  \subset \op{Der}^{\op{b}} (k\op{-Mod}_{/(G/B)})
\end{eqnarray*}
aller Komplexe von Garben, 
deren Kohomologiegarben eingeschr"ankt
auf $B$-Bahnen alias Bruhat-Zellen s"amtlich konstant  sind mit  freien 
und "uber $k$ endlich erzeugten  Halmen, und nennen diese Komplexe 
\defind{Bruhat-konstruktibel}.
Wir notieren diese R"ange und auch die R"ange 
konstanter Garben im Folgenden schlicht $\op{dim}=\op{dim}_k$.
Bezeichne weiter $i_y:B y B/B\hra G/B$ die Einbettung
der Bruhat-Zelle zu $y$
und
$\mathcal{C}_y = \underline{B y B/B} [l(y)]$ die
  konstante perverse Garbe darauf.
Wir erkl"aren zwei Abbildungen
$$
J^!, J^* : \op{Der}_{(B)}G/B  \rightarrow \mathcal{H}
$$
in die universelle 
Heckealgebra $\cal{H}$  durch die Vorschriften
$$
  \begin{array}{lll}
J^* \mathcal{F}& =&\sum_{y \in W,\; n \in \Bbb{Z}}( \dim
\cal{H}^{n}\mathcal{F}_y)\; v^{-n} T_y\\[2mm]
&=&\sum_{y \in W,\; n \in \Bbb{Z}}
\dim \op{Der}
(i_y^\ast \mathcal{F}, \mathcal{C}_y[n])\; v^n H_y\\[3mm]
J^! \mathcal{F} &=& \sum_{y \in W,\; n \in \Bbb{Z}}(\dim
\cal{H}^{n} j^!_y\mathcal{F})\; v^{n} T_y\\[2mm]
&=&\sum_{y \in W,\; n \in \Bbb{Z}}
\dim \op{Der}
(\mathcal{C}_y[-n],i_y^! \mathcal{F})\; v^n H_y
\end{array}
$$
Hier bezeichnet $\mathcal{F}_x$ den Halm an einem beliebigen 
Punkt von $ByB/B$ und $j_y$ die Einbettung eines beliebigen 
Punktes von $ByB/B.$ 
Alle Funktoren sind im Zweifelsfall deriviert zu verstehen.
Wir haben $\mathcal{F}_y=j_y^\ast \mathcal{F}$
und sehen so, da"s f"ur den Verdier-dualen Komplex $\Bbb{D}\cal{F}$ gilt
$J^! \mathcal{F} =J^\ast\Bbb{D}\mathcal{F}.$
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Schnittkohomologie und kanonische Basis} \cite{KL-C}]
Ist $k$ ein K"orper der Charakteristik Null, so geht
der Schnittkohomologiekomplex mit  $k$-Koeffizienten 
$\mathcal{I}\mathcal{C}_x
= \mathcal{I}\mathcal{C} (\overline{Bx B/B})$ 
der Schubertvariet"at zu $x$ oder vielmehr seine
Ausdehnung durch Null auf ganz $G/B$  unter unseren Abbildungen auf das
entsprechende selbstduale Element der Heckealgebra, in Formeln
\begin{equation*}
J^\ast \mathcal{I}\mathcal{C}_x 
=J^! \mathcal{I}\mathcal{C}_x =\underline{ H}_x
\end{equation*}
\end{Satz}
\begin{proof}
Die Definition perverser Garben liefert
f"ur Bruhat-konstruktible Komplexe $\cal{F}$ sofort 
\begin{equation*}
\mathcal{F} \text{ pervers} \;\;\IFF \;\; J^\ast \mathcal{F} 
\text{ und }J^! \mathcal{F} \text{ liegen in }
\sum_{y \in W} \Bbb{Z} [v] H_y
\end{equation*}  
Hier gilt etwa die Implikation 
$\RA,$ da  $i^\ast_y$ rechtsexakt ist und 
$i^!_y$ linksexakt, jeweils  f"ur die perverse t-Struktur.
Die Definition des Schnittkohomologiekomplexes liefert sch"arfer
\begin{equation*}
J^\ast \mathcal{I}\mathcal{C}_x 
\in H_x+\sum_{y<x}v\DZ[v]H_y
\end{equation*}
Wir sind also fertig nach \ref{KLu}, sobald wir zeigen k"onnen, da"s 
$J^\ast \mathcal{I}\mathcal{C}_x$ in der Hecke-Algebra selbstdual ist. 
Das zeigen wir durch vollst"andige Induktion "uber die L"ange von $x,$ 
aber zun"achst m"ussen wir einige Vorbereitungen treffen.
Wir betrachten die volle Unterkategorie
\begin{eqnarray*}
\op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B  \subset \op{Der}_{(B)}G/B 
\end{eqnarray*}
aller Komplexe von Garben, die an allen
Stellen mit ungeradem Index exakt sind.
Hier steht \glqq ev\grqq\  f"ur \glqq even\grqq\  und wir sprechen von
{\bf geraden Komplexen}.
F"ur gerade Komplexe gilt nat"urlich 
\begin{eqnarray*}
J^* \mathcal{F} =\sum_{y \in W,\; n \in \Bbb{Z}}( \dim
\cal{H}^{2n}\mathcal{F}_y) q^n T_y
\end{eqnarray*}
\begin{Lemma}\label{LKLna}%\label{LKL}
 F"ur $s \in S$ eine einfache Spiegelung und $P_s \supset B$ die
  zugeh"orige minimale Parabolische und $\pi_s: G/B \rightarrow G/P_s$ die
  Projektion  und $\cal{F}$ einen beliebigen geraden
Komplex gilt in der Heckealgebra
\begin{eqnarray*}
J^* (\pi^*_s \pi_{s*} \mathcal{F} ) = (J^* \mathcal{F}) (T_s +1)
\end{eqnarray*}
\end{Lemma}
\begin{proof}
Sei $y \in W$ gegeben mit $ys > y$ in der Bruhatordnung.
Wir vergleichen auf beiden Seiten die Koeffizienten von $T_y$ 
und $T_{ys}$ in einem Aufwasch.
Zun"achst bilden wir eine Untervariet"at $X$ 
der Fahnenmannigfaltigkeit als pullback im kartesischen Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
X \ar@{^{(}->}[r]^{u} \ar[d]^{\pi_s} & G/B\ar[d]^{\pi_s}\\
ByP_s/P_s \ar@{^{(}->}[r]^u & G/P_s
}
\end{displaymath}
und beachten, da"s $X$ zerf"allt in eine offene Teilmenge $BysB/B$ 
und ihr abgeschlossenes Komplement
$ByB/B$. Wir notieren
die Einbettungen $i:ByB/B\hra X$ und
$j:BysB/B\hra X$.
Nun haben wir 
in $\op{Der}^+(k\op{-Mod}_{/X})$ oder kurz gesagt auf $X$ 
ein ausgezeichnetes Dreieck
\begin{eqnarray*}
j_!j^!u^*\mathcal{F} \rightarrow u^* \mathcal{F} \rightarrow 
i_*i^*u^*\mathcal{F} \overset{[1]}{\rightarrow}
\end{eqnarray*}
Behandeln wir es mit $\pi_{s*} = \pi_{s!},$ beachten den 
eigentlichen Basiswechsel $\pi_{s*}u^* = u^* \pi_{s*}$ und die Formel
$j^!=j^*,$
so erhalten wir auf $ByP_s/P_s$ ein ausgezeichnetes Dreieck
\begin{eqnarray*}
(\pi_s \circ j)_!i^*_{ys} \mathcal{F} \rightarrow u^*\pi_{s*}\mathcal{F} 
\rightarrow (\pi_s\circ i)_* i_y^* \mathcal{F}
\overset{[1]}{\rightarrow}
\end{eqnarray*}
Nun ist $\pi_s \circ i$ ein Isomorphismus von Variet"aten 
und $(\pi_s \circ j)$ 
eine Faserung mit Faser
$\Bbb{C}$.
Das Herunterdr"ucken mit kompaktem Tr"ager l"angs solch 
einer Faserung macht  aus der konstanten
Garbe die im Grad um zwei verschobene konstante Garbe.
Es folgt
$$
  \begin{array}{lll}
\op{dim} \cal{H}^n (\pi_s \circ j)_!~ i^*_{ys} \mathcal{F} &=
& \op{dim} \cal{H}^{n-2} i^*_{ys} \mathcal{F}\\
\op{dim} \cal{H}^n (\pi_s \circ i)_* i^*_{y}\mathcal{F} &=& \op{dim} \cal{H}^n i_y^* \mathcal{F}
\end{array}
$$
und nach der langen exakten Kohomologiesequenz 
und da wegen unserer Annahme $\mathcal{F}
\in \op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B $ die Randabbildung auf der Kohomologie 
verschwinden mu"s, erhalten wir 
\begin{eqnarray*}
\op{dim} \cal{H}^n u^* \pi_{s*} \mathcal{F} = \op{dim} \cal{H}^{n-2} i^*_{ys} 
\mathcal{F} + \op{dim} \cal{H}^n i^*_y \mathcal{F}
\end{eqnarray*}
Ziehen wir das wieder hoch auf $G/B$, so haben wir also
\begin{eqnarray*}
\op{dim} \cal{H}^n i^*_y \pi^*_s \pi_{s*} \mathcal{F} = \op{dim} \cal{H}^n i^*_{ys} 
\pi^*_{s} \pi_{s*} \mathcal{F}
=\op{dim} \cal{H}^{n-2} i^*_{ys} \mathcal{F} + \op{dim} \cal{H}^n i_y^* \mathcal{F}
\end{eqnarray*}
War demnach $J^* \mathcal{F} = \sum_{y <ys} a_yT_y + b_y T_{ys}$ 
mit $a_y, b_y \in \Bbb{Z} [q,q^{-1}]$,
so haben wir $\pi_s^* \pi_{s*} \mathcal{F} 
\in \op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B $ mit
\begin{eqnarray*}
J^*(\pi^*_s \pi_{s*} \mathcal{F}) = \sum_{y<ys} (a_y + q b_y) 
(T_y + T_{ys})
\end{eqnarray*}
Andererseits gilt aber $T_y (T_s +1) = T_{ys} +T_y$ und $T_{ys} 
(T_s +1) = q(T_{ys} +T_y)$ und
damit folgt die Behauptung.  
\end{proof}\noindent
Aus Lemma \ref{LKLna} folgt insbesondere auch, da"s 
$\op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B $ stabil ist unter 
$\pi^\ast_s \pi_{s\ast}$ f"ur alle einfachen Spiegelungen $s.$ 
Damit ist nat"urlich auch die Kategorie
$\op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B  \oplus [1]\op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B $
der in die direkte Summe eines geraden und eines ungeraden Anteils
zerfallenden Komplexe
stabil unter $[1]\pi^\ast_s \pi_{s\ast},$ und f"ur jeden
Komplex $\cal{F}$ aus dieser Kategorie haben wir
$$J^\ast ([1]\pi^\ast_s \pi_{s\ast}\cal{F})=(J^\ast\cal{F})\underline{H}_s$$
Wir zeigen nun den Satz durch Induktion "uber die L"ange von $x.$ 
F"ur $x =e$ ist
$\mathcal{I}\mathcal{C}_e$ die Wolkenkratzergarbe und die Behauptung ist klar.
Gegeben $x \neq e$ finden wir eine einfache Spiegelung $s \in S$
mit $ xs <x$.  
Induktion liefert die Formel $J^\ast (\mathcal{I} \mathcal{C}_{xs})
=\underline{H}_{xs},$ insbesondere geh"ort also 
$\mathcal{I} \mathcal{C}_{xs}$ zu $[l(xs)]\op{Der}_{(B)}^{\op{ev}}G/B .$
Nach dem Zerlegungssatz \cite{BBD} wissen wir weiter, da"s
$\pi_{s\ast} \mathcal{I}\mathcal{C}_{xs}$ eine direkte Summe von eventuell im
Grad verschobenen Schnittkohomologiekomplexen ist, und wegen $\pi_{s\ast} =
\pi_{s!}$ ist dies direkte Bild 
Verdier-selbstdual.  Wegen $\pi^\ast_{s} \cong [-2]\pi_s^! $
ist auch $[1]\pi^\ast_s \pi_{s\ast} \mathcal{I}\mathcal{C}_{xs} $
Verdier-selbstdual, besteht also aus Summanden der Gestalt
$\mathcal{I}\mathcal{C}_y$ und $\mathcal{I}\mathcal{C}_y [a] \oplus
\mathcal{I}\mathcal{C}_y [-a]$ mit $a>0.$  
Andererseits wissen wir nach Lemma \ref{LKLna} um die
Formel
\begin{equation*}
J^\ast ([1]\pi^\ast_s \pi_{s\ast} \mathcal{I}\mathcal{C}_{xs} ) =
\underline{H}_{xs} \underline{H}_s  
\in  H_{x}+ \sum_{l(y)<l(x)} \Bbb{Z} [v]H_y
\end{equation*}
Insbesondere zeigt 
die Induktionsannahme oder auch schon die Definition der 
Schnittkohomologie, da"s hier 
Summanden der Gestalt $\mathcal{I}\mathcal{C}_y
[a]$ f"ur $a > 0$ nicht vorkommen k"onnen und da"s folglich $J^\ast
(\mathcal{I}\mathcal{C}_x)$ plus verschiedene $\underline{H}_y$ das selbstduale
$\underline{H}_{xs}\underline{H}_s$ ergeben. Damit ist dann aber 
notwendig auch
$J^\ast (\mathcal{I} \mathcal{C}_x)$  selbstdual und unsere
Induktion l"auft.
\end{proof}



\subsection{Modulare Schnittkohomologie}

\begin{Bemerkungl}
Die einzige Schwierigkeit, die beim im vorhergehenden Abschnitt
im Fall eines Koeffizientenk"orpers positiver Charakteristik
$k$ auftritt, liegt  an der Stelle, wo aus 
 dem Zerlegungssatz gefolgert wird, da"s $\pi_{s\ast}
  \mathcal{I}\mathcal{C}_{xs}$ eine direkte Summe von eventuell im Grad
  verschobenen Schnittkohomologiekomplexen ist:
Der Zerlegungssatz ist n"amlich
im Fall eines Koeffizientenk"orpers positiver Charakteristik falsch.
% Das Hauptergebnis der vorliegenden Arbeit besteht in einer 
% Absch"atzung, ab welcher Charakteristik der Zerlegungssatz in
% unserer speziellen Situation gilt. Gleichzeitig erhalten wir 
% auch f"ur rationale Koeffizienten einen wesentlich vereinfachten Beweis.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Ich halte von nun an zwei verschiedene Primzahlen $p,l$ fest und 
arbeite  mit Variet"aten "uber dem endlichen 
K"orper $\mathbb F=\DZ/p\DZ$ und mit \'etalen Garben 
mit Koeffizienten im endlichen  K"orper $k=\DZ/l\DZ$.
Den "Ubergang zu einem fest
gew"ahlten  algebraischen Abschlu"s $\bar{\mathbb F}$
von $\mathbb F$
deuten wir im folgenden durch Queren an, also
$\bar{X}\pdef X\times_{\mathbb F}\bar{\mathbb F}$ und so weiter.
Insbesondere schreiben wir $\op{pt}=\op{Spec} \mathbb F$ und
$\bar{\op{pt}}=\op{Spec} \bar{\mathbb F}$. 
Die zweite Kohomologiegruppe $
 {\op{H}}^2 (\bar{\mathbb P}^1;k)$ tr"agt dann nat"urlich eine Operation der
Galoisgruppe $\Gamma=\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F)$ und wird 
mit dieser Operation $k(-1)$ notiert. 
Gegeben eine Variet"at $X$ bezeichnet $\underline{X}$ die konstante
Garbe auf $X$.
Unter den offensichtlichen
Identifikationen gilt also 
$c_\ast \underline{\mathbb P^{1}} \cong k \oplus k (-1) [-2]$.
Den Schnittkohomologiekomplex 
$\mathcal I \mathcal C_x$ einer Schubertvariet"at 
verstehen wir als die mittlere
Fortsetzung  der konstanten perversen Garbe auf der Zelle,
also des Komplexes $\underline{BxB/B}[l(x)]$.
\end{Bemerkungl}



\begin{Satz}
Ist die Ordnung von $p=|\mathbb F|$ in $k^\times$ mindestens so gro"s wie ???,
so gilt f"ur alle $x\in W$: Wir haben die Identit"at
\begin{equation*}
J^\ast \mathcal{I}\mathcal{C}_x 
=J^! \mathcal{I}\mathcal{C}_x =\underline{ H}_x
\end{equation*}
und der  Schnittkohomologiekomplex $\mathcal{I}\mathcal{C}_x $
ist punktweise
Tate-rein  vom Gewicht $l(x)$ in dem Sinne, da"s
$\mathcal H^ni_y^\ast \mathcal{I}\mathcal{C}_x $ nur f"ur
gerades $n-l(x)=2w$ von Null verschieden ist.
\end{Satz}
\begin{proof}
  Vollst"andige Induktion.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Zun"achst einmal will ich versuchen, den Zerlegungssatz ganz naiv
zu umgehen. Vorerst betrachte ich also noch keine \'etalen
Garben und Koeffizienten in einem beliebigen K"orper.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ich betrachte den Schnittkohomologiekomplex $\mathcal I \mathcal C
  (\overline{B xs B/B})$ einer Schubertvariet"at und die Projektion $\pi =
  \pi_s : G/B \rightarrow G/P_s = G/P$ der Fahnenmannigfaltigkeit auf eine
  partielle Fahnenmannigfaltigkeit derart, da"s $\pi$ auf $B xs B/B$ injektiv
  ist, da"s also gilt $x  > xs$ in der Bruhatordnung.  So ist $\mathcal F :=
  \pi_\ast \mathcal I \mathcal C (\overline{B xs B/B})$ 
eine perverse Garbe auf
  $G/P$. Es gilt zu zeigen, da"s sie halbeinfach ist.  
Sei dazu 
$y \in
  W\backslash x$ maximal mit $ys>y$ und mit der Eigenschaft, 
da"s  der Raum von Homomorphismen perverser Garben des
  zugeh"origen Schnittkohomologiekomplexes nach $\mathcal F$ nicht
  verschwindet, in Formeln
  \begin{equation*}
    \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C (\overline{B y P/P}), \mathcal F )\neq 0
  \end{equation*}
  Ich k"urze im folgenden
 $\mathcal I \mathcal C (\overline{B y  P/P})=\mathcal I
  \mathcal C_{y}$ ab.  
Es gilt zu zeigen, da"s die 
Verkn"upfung von Homomorphismen eine nichtausgeartete Paarung der
Homomorphismenr"aume
$$\begin{array}{ccc}
  \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal F) \times 
  \op{Perv} (\mathcal F ,\mathcal I\mathcal C_{y}) 
  \ra  \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal I \mathcal C_{y})
\end{array}$$
ist, denn das 
w"urde zu einem Abspalten von soviel Kopien von
$\mathcal I\mathcal C_{y}$ als direkten Summanden 
f"uhren, wie es die Dimension des Homomorphismenraums vorhersagt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{SpSe}
  Wie in \cite{BGSo} 3.4 erkl"art wird,
ist 
f"ur jede offene $B$-stabile Teilmenge $U\co G/P$ und je zwei
Bruhat-konstruktible
Komplexe ${\mathcal F},  {\mathcal G}\in \op{Der}_{( B)}( U)$ der
Homomorphismenraum
$\op{Der}_{( B)}( {\mathcal F},  {\mathcal G}[n])$ 
der Grenzwert einer
Spektralsequenz mit $E_1$-Term 
$E_1^{p,q}=\mathbb H^{p+q}\op{Hom}(i^\ast_p {\mathcal
  F},i^!_p {\mathcal
  G})$ f"ur $p+q=n.$
Hier meint $i_p$ die Einbettung der disjunkten Vereinigung aller
$ B$-Bahnen der Kodimension $p$ in $ U.$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Die Spektralsequenz \ref{SpSe}, die unsere Homomorphismen
  berechnet, zeigt  f"ur jede $B$-stabile offene Teilmenge $U \co G/P$ mit
  $B y  P/P \subset U$, da"s die Einschr"ankung auf $U$ Bijektionen
$$\begin{array}{ccc}
  \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal F) 
& \overset{\sim}{\rightarrow} 
& \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}|_U, \mathcal F|_U)\\
  \op{Perv} (\mathcal F ,\mathcal I\mathcal C_{y}) 
& \overset{\sim}{\rightarrow} 
& \op{Perv} (\mathcal F|_U, \mathcal I \mathcal C_{y}|_U)\\
\end{array}$$
induziert. Wir w"ahlen nun $U$ so klein, da"s $\mathcal I \mathcal C_{y}|_U$
schlicht eine konstante perverse Garbe auf $B{y} P/P \As U $ ist,
ausgedehnt durch Null.
Bezeichnet also $\mathcal C = \mathcal C_{y}$ die konstante Garbe
auf $B{y} P/P$, verschoben in das Negative der Dimension dieser 
Zelle, und $i: B{y} P/P \hookrightarrow U$ die Einbettung, 
so haben wir $\mathcal I \mathcal C_{y} |_U 
 = i_\ast \mathcal C = i_! \mathcal C$.
Mit der Notation $\mathcal G\pdef \mathcal F|_U$ reicht es also
nachzuweisen, da"s die 
Verkn"upfung von Homomorphismen eine nicht ausgeartete Paarung der
Homomorphismenr"aume
$$\begin{array}{ccc}
  \op{Perv} ( i_\ast\mathcal C, \mathcal G) \times 
  \op{Perv} (\mathcal G ,i_\ast\mathcal C) 
  \ra  \op{Perv} ( i_\ast\mathcal C, i_\ast\mathcal C)
\end{array}$$
ist, denn dann kann die Paarung oben auch nicht ausgeartet gewesen sein.
Nochmal umformuliert gilt es zu zeigen, da"s das Anwenden von $i^\ast$ 
eine Bijektion 
$$\op{Perv} ( i_\ast\mathcal C, \mathcal G)
\sira\op{Der} ( \mathcal C, i^\ast\mathcal G) $$
induziert. Das versuche ich aus der Galois-Operation herzuleiten,
nur klappt es leider nicht. Der Ansatz ist, $i^\ast\mathcal G$ mithilfe der
Spektralsequenz \ref{SpFTR} zu berechnen.
 \end{Bemerkungl}







\begin{Bemerkunge}\label{SpVo}
Im Spezialfall der
  Garbe $\mathcal F$ auf $G/P$ und $X$ der dicken Zelle um $y$ und $X_\alpha$
  der Vereinigung aller Bruhatzellen einer Dimension $(-\alpha)$ oder kleiner
  geschnitten mit $X$, sieht 
die Spektralsequenz \ref{SpFTR}
mit $E_1$-Term
    \begin{equation*}
      E_1^{p,q} = \mathbb H^{p+q} a^!_q \mathcal F
    \end{equation*}
    f"ur $a_q : X_q \backslash X_{q+1} \hookrightarrow X$ die Einbettung
    und mit einem Differential $\partial_r$ vom Bigrad $(1-r, r)$ wie folgt aus:
  Ich wei"s f"ur ganz $G/P$, da"s die Spektralsequenz in etwa folgende Gestalt
  hat: Zun"achst gibt es ja nur Strata mit Index $q \leq 0$.  Dann lebt
  $a^!_q\mathcal F$ in kohomologischem Grad $\geq q$, meist sogar im Grad
$>q$, und bis in
  den Grad $q + (|xs|+q)\geq $.  Wir haben also $0\leq p$, meist 
sogar $0<p$,
  und das geht bis $p \leq |xs|+q$.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bild} 
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildSpSe}\\[4mm]
\noindent 
Die Spektralsequenz
$E_1^{p,q} = \mathbb H^{p+q} a^!_q \mathcal F$
 aus \ref{SpVo}. Die Tate-Twists 
im Fall $G/P$ 
sind konstant auf den Nebendiagonalen und falsch um einen 
Faktor $k(|xs|)$. 
Die oberste Linie steht f"ur $q=-|y|$.
In diesem Fall verschwindet die Sequenz
\glqq wie ein Schachbrett\grqq. Berechnen wir stattdessen die
Kohomologie auf $X,$ an der wir eigentlich interessiert sind,
so \glqq schmiert jeder fette Punkt nach rechts aus\grqq, und dieses 
Ausschmieren ist mit einem Tensorieren mit $k(-i)$ verbunden,
f"ur $i$ h"ochstens der Abstand, um den es nach rechts geht, und
kleiner als der doppelte Abstand, um den es nach rechts geht: 
Das ist der Inhalt von \ref{BsT}.
\end{Bild}




\begin{Definition}
Eine $\mathbb F$-Variet"at 
$X$ hei"se {\bf beschr"ankt stark unterrein}
genau dann, wenn f"ur alle $n > 0$ 
ihre geometrische \'etale Kohomologie ${\op{H}}^n(\bar{X};k)$
als Galoismodul eine Filtrierung mit Subquotienten $k(-\nu)$ f"ur
$n < 2\nu \leq 2n$ besitzt. Nat"urlich h"angt diese Eigenschaft
auch vom Koeffi\-zientenk"orper $k$ unserer Garben ab, diese 
Abh"angigkeit mache ich jedoch nicht explizit.
\end{Definition}
% \begin{Bild} 
% \includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildKSTa}\\[4mm]
% \noindent Der erlaubte Bereich f"ur Twists in verschiedenen kohomologischen
% Graden im kohomologisch streng Tate-beschr"ankten Fall. 
% Reinheit w"urde dahingegen bedeuten, da"s nur Punkte 
% auf der gestrichelten Gerade erlaubt w"aren. \end{Bild}
\begin{Bemerkungl}
Als \glqq rein\grqq\  w"urde man  zumindest in der analogen Situation
von Koeffizienten der Charakteristik Null 
den Fall bezeichnen, da"s nur $n = 2\nu$ erlaubt ist.
Mit stark unterrein meine ich die Bedingung $n < 2\nu$ und mit beschr"ankt 
die Bedingung $\nu \leq n$.
Die Gewichte in einer gegebenen Kohomologiegruppe, von der nullten Kohomologie
einmal abgesehen,  sind also
echt gr"o"ser aber nicht mehr als doppelt so gro"s wie im reinen Fall.
  Tr"agt man den  Grad der Kohomologie nach oben ab und das Negative 
vom Grad des Tate-Twists nach rechts und schw"arzt alle
Gitterpunkte, bei denen im gegebenen Grad der Kohomologie
der gegebene Tate-Twist erlaubt ist, so d"urfen 
bei einer  beschr"ankt stark unterreinen Variet"at
also nur Punkte auf oder 
oberhalb  der Hauptdiagonalen und---mit Ausnahme des 
Ursprungs---echt unterhalb der Gerade durch den Ursprung mit Steigung $2$
schwarz werden, oder genauer, die Bilder der Menge der
wie beschrieben erlaubten
Gitterpunkte in $\DZ^2$ unter dem Zusammenrollen unseres Gitters zur 
senkrechten Rolle $(\DZ/u\DZ)\times \DZ$ mit $u$ der
Ordnung von $|\mathbb F|$ in $k^\times$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiele}\label{mTT}
 Die eindimensionale multiplikative Gruppe ebenso 
wie die eindimensionale additive
Gruppe sind beschr"ankt stark unterrein.
Das Produkt von zwei beschr"ankt stark unterreinen Variet"aten ist
wieder beschr"ankt stark unterrein.
Ist eine glatte Variet"at $X$ mit einer glatten 
abgeschlossenen Untervariet"at $Y$ gegeben
und sind sowohl unsere Untervariet"at als 
auch ihr Komplement $U\pdef X\backslash Y$ 
beschr"ankt stark unterrein,
so ist unsere urspr"ungliche Variet"at  auch
beschr"ankt stark unterrein unter der 
zus"atzlichen Bedingung,
da"s in der  Gysin-Sequenz 
\begin{equation*}
 \ldots 
\rightarrow {\op{H}}^{n-1} (\bar U;k) 
\rightarrow {\op{H}}^{n-2c} (\bar Y;k) (-c) 
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar X;k)
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar U;k) \rightarrow
\ldots
\end{equation*}
mit $c = \dim X - \dim Y$ 
der Kodimension des abgeschlossenen Teils der Morphismus 
$ {\op{H}}^{0} (\bar Y;k)(-c)  
\rightarrow {\op{H}}^{2c} (\bar X;k)$ verschwindet
alias die Randabbildung der Gysinsequenz eine
Surjektion  ${\op{H}}^{2c-1} (\bar U;k)\sra {\op{H}}^{0} (\bar Y;k)(-c)  
$ liefert.
\end{Beispiele}

  
    \begin{Proposition}\label{BsT}
      Der Schnitt einer Bruhatzelle mit einer verschobenen 
dicken Bruhatzelle in
      einer  Fahnenmannigfaltigkeit ist stets  beschr"ankt stark unterrein.
Dasselbe gilt auch in jeder partiellen Fahnenmannigfaltigkeit.
    \end{Proposition}
    \begin{Bemerkungl}
      Ich denke, das gilt mit fast demselben Beweis auch dann noch,
wenn die zweite Zelle nicht die dicke Zelle ist. Ich will aber vorerst
noch die diesem Fall inh"arenten zus"atzlichen Komplikationen vermeiden.
    \end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}
    Zur Vorbereitung des Beweises
 erinnere ich an \cite{CUD}, auch
\cite{DEO}  w"are schon ausreichend. 
Curtis betrachtet ganz allgemein $G \supset B \supset
    T$ eine "uber einem perfekten K"orper $\mathbb F$ 
spaltende halbeinfache algebraische
    Gruppe mit einer Borel und einem maximalen Torus und notiert $ W =
    (N_G T)/T$ die Weylgruppe mit einfachen Spiegelungen $ S \subset
     W$.  Dann betrachtet er f"ur drei beliebige Elemente $x,y,z \in
    W$ den Schnitt $U (x,y,z) = B x B / B \cap z By^{-1} B/B$ der Bruhatzelle
    $BxB/B$ mit der um $z$ verschobenen Bruhatzelle $By^{-1} B/B$ und leitet
    die folgende induktive Beschreibung des Schnitts her:
   \end{Bemerkungl}
 \begin{Lemma}[\cite{CUD}]
      Sei $s \in \mathcal S$ gegeben mit $s x < x$.  Gilt $sz < z$, so gibt es
      eine Zerlegung von $U(x,y,z)$ in eine offene und eine abgeschlossene
      Untervariet"at isomorph zu $\mathbb F^\times \times U (sx,y,z)$
      beziehungsweise $U (sx,y,sz)$.  Gilt dahingegen $sz > z$, so gibt es
      einen Isomorphismus $U(x,y,z) \cong \mathbb F \times U (sx,y,sz)$.
    \end{Lemma}


    \begin{Bemerkungl}
Mit $\mathbb F^\times $ und $\mathbb F $ sind hier eigentlich die
Schemata der multiplikativen bzw.\ additiven Gruppe gemeint.
Etwas "ubersichtlicher aber weniger pr"azise gilt unter der Annahme
$sx<x$ also
$$U(x,y,z)\cong
\begin{cases}\mathbb F^\times {\times} U (sx,y,z)\;\cup\; U (sx,y,sz)& sz < z,\\
\mathbb F \times U (sx,y,sz)& sz > z.
 \end{cases}$$
   \end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkunge}\label{ArCur}
  %  In fact, Curtis gives explicitely the isomorphisms and decompositions
%     mentioned in lemma and integrates the induction procedure to arrive, for
%     every fixed reduced decomposition of
Curtis gibt explizit die Isomorphismen und Zerlegungen aus dem Lemma
an und integriert die induktive Beschreibung, um schlie"slich f"ur
jede reduzierte Zerlegung von 
    $x$,
bei einer Zerlegung
\begin{equation*}
  U (x,y,z) = \coprod U_\tau
\end{equation*}
zu landen. 
Hier l"auft $\tau$
"uber eine kombinatorisch definierte Menge 
sogenannter \glqq Kawanaka-Sequenzen\grqq\  und jedes
$U_\tau$
ist isomorph zu
$(\mathbb A^1)^{a (\tau)} \times (\mathbb A^1 \backslash 0)^{b (\tau)}$
f"ur geeignete nat"urliche Zahlen
$a (\tau), b(\tau)$.
Mehr oder weniger nach der Definition der Hecke-Algebra
haben wir "uber einem endlichen K"orper
\begin{equation*}
  T_x T_y = \sum |U (x,y,z)| \;T_z
\end{equation*}
Mit dem Vorhergehenden folgern wir,
wenn unser endlicher K"orper $q$
Elemente hat, unmittelbar
\begin{equation*}
  | U (x,y,z) | = \sum q^{a(\tau)} (q-1)^{b (\tau)}
\end{equation*}
Mit Induktion "uber die L"ange von
%From the lemma we deduce by induction on the length of
$x$
folgern wir aus dem Lemma schlie"slich auch noch die Identit"at
$2a (\tau) + b (\tau) = l (x) - l (z) + l(y)$
f"ur jedes Stratum
$U_\tau $
von $U (x,y,z)$.
\end{Bemerkunge}

















    \begin{proof}[Beweis von Proposition \ref{BsT}]
      In unserer neuen Terminologie
      ist zu zeigen, da"s alle $U(x,w_0, z)$ stark beschr"ankt 
unterrein sind. Dazu argumentieren wir mit vollst"andiger
      Induktion "uber die L"ange von $x$.  F"ur $x =e$ das neutrale Element
      ist die Behauptung eh klar.  Sonst gibt es $s \in S$ mit $s x < x$.
      Gilt $s z > z$, so haben wir 
$U (x,w_0,z) \cong \mathbb F {\times} U (sx, w_0,
      sz)$ und die Behauptung folgt induktiv.  Gilt dahingegen $s z < z$, so
      haben wir eine Zerlegung
      \begin{equation*}
        U (x,w_0, z) = U (sx,w_0, sz) \;\cup \;
\mathbb F^\times{\times} U (sx,w_0,z)
      \end{equation*}
      in eine abgeschlossene glatte Hyperebene mit einer oder keiner
      Zusammenhangskomponente und ihr offenes Komplement.
      Nur der Fall 
      $U (sx,w_0,sz) \neq \emptyset$ ist problematisch, und in diesem Fall haben
      wir mit \ref{mTT} und Induktion gewonnen, wenn wir zeigen k"onnen, da"s
      die Randabbildung
      \begin{equation*}
        {\op{H}}^1 (\overline{\mathbb F^\times{\times} U(sx,w_0,z)};k) 
\rightarrow {\op{H}}^0 (\overline{U(sx,w_0,sz)};k)(-2)
      \end{equation*}
      aus unserer Gysin-Sequenz nicht die Nullabbildung ist.  Das folgt jedoch
      aus \ref{SurG}. Man beachte, da"s hier das Queren nicht den Abschlu"s
meint, sondern vielmehr die Erweiterung der Skalare nach $\bar{\mathbb F}$.
    \end{proof}


















\begin{Proposition}
 F"ur jede algebraische Teilmenge %eines endlichdimensionalen affinen Raums 
~$Z\subset{\mathbb C}^n$ und beliebige Koeffizienten gilt
$ {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) = 0$
f"ur~$0 < i < 2(n - \dim Z) - 1$. \label{KSu} 
  Analoges gilt in der \'etalen Kohomologie f"ur Variet"aten "uber einem
beliebigen algebraisch abgeschlossenem K"orper $\DC$.
\end{Proposition}



\begin{proof}
  Ist~$Z$ glatt von der Dimension~$d$, so folgt das aus der Gysinsequenz
$$  %\to {\op{H}}^{i-2d}(Z) 
\ldots \to {\op{H}}^i{\mathbb C}^n \to 
{\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) \to {\op{H}}^{i-2d+1}(Z) \to \ldots$$
Sonst ist der singul"are Ort~$S \subset Z$ eine algebraische Teilmenge echt
kleinerer Dimension und die Behauptung folgt induktiv aus der Gysinsequenz
\begin{equation*}
 \ldots \to {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash S) \to {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) 
\to {\op{H}}^{i-2d+1}(Z\backslash S) \to \ldots \qedhere
\end{equation*}
\end{proof}




\begin{Proposition}
  \label{SurG} Gegeben eine offene nichtleere Teilmenge~$U \co
  {\mathbb C}^n$ und eine glatte Hyperfl"ache~$F \As U$ liefert
 der Morphismus aus der Gysinsequenz eine Surjektion
$$ {\op{H}}^1(U\backslash F) \sra {\op{H}}^0(F)$$
  Analoges gilt in der \'etalen Kohomologie f"ur Variet"aten "uber einem
beliebigen algebraisch abgeschlossenem K"orper $\DC$.
\end{Proposition}



\begin{proof}
  Sei~$G \As {\mathbb C}^n$ das Komplement von~$U \co {\mathbb C}^n$
  und~$\bar{F} \As{\mathbb C}^n$ der Abschluss von~$F$ in~${\mathbb C}^n$
  und~$S\As {\mathbb C}^n$ der singul"are Ort von~$G \cup \bar{F}$, zu dem
  wir auch alle irreduziblen Komponenten einer Kodimension mindestens 2 von~$G
  \cup \bar{F}$ dazuz"ahlen. So haben wir eine Gysinsequenz
$$ \ldots \to {\op{H}}^1({\mathbb C}^n\backslash G \cup \bar{F}) 
\to {\op{H}}^0((G \cup \bar{F})\backslash S) 
\to {\op{H}}^2({\mathbb C}^n\backslash S) \to \ldots$$
Nach~\ref{KSu} gilt am linken 
Ende~${\op{H}}^2({\mathbb C}^n\backslash S) = 0$,
folglich ist die Randabbildung der Gysinsequenz eine Surjektion
$ {\op{H}}^1({\mathbb C}^n\backslash (G \cup \bar{F})) 
\sra {\op{H}}^0((G \cup \bar{F})\backslash S)$.
Links steht bereits~${\op{H}}^1(U\backslash F)$ und 
rechts ist~${\op{H}}^0(F)$ ein direkter
Summand. Die Behauptung folgt.
\end{proof}





  \begin{Bemerkunge}\label{ArCur}
  %  In fact, Curtis gives explicitely the isomorphisms and decompositions
%     mentioned in lemma and integrates the induction procedure to arrive, for
%     every fixed reduced decomposition of
Curtis gibt explizit die Isomorphismen und Zerlegungen aus dem Lemma
an und integriert die induktive Beschreibung, um schlie"slich f"ur
jede reduzierte Zerlegung von 
    $x$,
bei einer Zerlegung
\begin{equation*}
  U (x,y,z) = \coprod U_\tau
\end{equation*}
zu landen. 
Hier l"auft $\tau$
"uber eine kombinatorisch definierte Menge 
sogenannter \glqq Kawanaka-Sequenzen\grqq\  und jedes
$U_\tau$
ist isomorph zu
$(\mathbb A^1)^{a (\tau)} \times (\mathbb A^1 \backslash 0)^{b (\tau)}$
f"ur geeignete nat"urliche Zahlen
$a (\tau), b(\tau)$.
Mehr oder weniger nach der Definition der Hecke-Algebra
haben wir "uber einem endlichen K"orper
\begin{equation*}
  T_x T_y = \sum |U (x,y,z)| \;T_z
\end{equation*}
Mit dem Vorhergehenden folgern wir,
wenn unser endlicher K"orper $q$
Elemente hat, unmittelbar
\begin{equation*}
  | U (x,y,z) | = \sum q^{a(\tau)} (q-1)^{b (\tau)}
\end{equation*}
Mit Induktion "uber die L"ange von
%From the lemma we deduce by induction on the length of
$x$
folgern wir aus dem Lemma schlie"slich auch noch die Identit"at
$2a (\tau) + b (\tau) = l (x) - l (z) + l(y)$
f"ur jedes Stratum
$U_\tau $
von $U (x,y,z)$.
\end{Bemerkunge}


 
\subsection{Schrotthalde}



\begin{Bemerkungl}
%  Wir arbeiten von nun an "uber einem
% endlichen Primk"orper $\mathbb F$ und mit \'etalen Garben von 
% Vektorr"aumen "uber einem K"orper $k$  einer anderen aber auch positiven
% Charakteristik.
Wir denken uns nun $\mathcal F$ als direktes Bild 
der mittleren Ausdehnung der 
 auch in Bezug auf die Frobenius-Operation konstanten Garbe
auf der Bruhatzelle $B xs B/P$ im kohomologischen Grad $-l (xs)$.
In der Hoffnung, da"s die Darstellung dadurch "ubersichtlicher wird,
verwenden  wir von nun an die Abk"urzung 
$|x|\pdef l(x)$.
Induktiv d"urfen wir annehmen, da"s $\mathcal F$ \glqq punktweise
rein\grqq\  ist in dem Sinne, da"s 
 f"ur $i_z$ die Einbettung einer Bruhatzelle $BzP/P$ nach $G/P$ 
mit $zs>z$ 
die Hyperkohomologiegarben 
$\mathcal H^n i_z^!{\mathcal F}$ 
den Tate-Typ $|xs|+n$ haben in dem Sinne,
da"s sie
durch R"uckzug vermittels der
 konstanten Abbildung von besagter Zelle auf einen Punkt
aus einem Galoismodul vom Tate-Typ $|xs|+n$ entstehen. 
Dasselbe gilt mit derselben Induktion auch f"ur die 
Hyperkohomologiegarben 
$\mathcal H^n i_z^\ast{\mathcal F}$. Insbesondere ist damit
f"ur $|y|\pdef \op{dim}ByP/P$ die Garbenkohomologie 
 $\mathcal H^{-|y|} i^\ast{\mathcal G}$ 
%=\mathcal H^{-|y|} \tau^{\geq 0}i^\ast{\mathcal G}$ 
 vom Tate-Typ $|xs|-|y|$.
K"onnen wir also f"ur %$\mathcal H^{-2|y|}\tau^{\geq 0} i^\ast {\op{cok}}=
$\mathcal H^{-|y|} i^\ast {\op{cok}}$ mit seiner 
Galoisoperation zeigen, da"s $k(|y|-|xs|)$ auf die Zelle
zur"uckgeholt darin als
Subquotient nicht vorkommt,
so mu"s der 
von der Surjektion $\mathcal G \twoheadrightarrow
    \op{cok}$ induzierte Morphismus
$\op{Der}(i^\ast{\op{cok}},\mathcal C) \rightarrow
  \op{Der}(i^\ast\mathcal G,\mathcal C)  $
Null sein und wir haben gewonnen.
Mit $\op{Der}$ bezeichnen wir hier Morphismen in der 
entsprechenden derivierten Kategorie 
der nach $\bar{\mathbb F}$ erweiterten Objekte, also
\glqq geometrische\grqq\  Morphismen.
\end{Bemerkungl}


% \begin{Bemerkungl}
%   Ich betrachte den Schnittkohomologiekomplex $\mathcal I \mathcal C
%   (\overline{B xs B/B})$ einer Schubertvariet"at und die Projektion $\pi =
%   \pi_s : G/B \rightarrow G/P_s = G/P$ der Fahnenmannigfaltigkeit auf eine
%   partielle Fahnenmannigfaltigkeit derart, da"s $\pi$ auf $B xs B/B$ injektiv
%   ist, da"s also gilt $x  > xs$ in der Bruhatordnung.  So ist $\mathcal F :=
%   \pi_\ast \mathcal I \mathcal C (\overline{B xs B/B})$ 
% eine perverse Garbe auf
%   $G/P$. Es gilt zu zeigen, da"s sie halbeinfach ist.  
% Sei dazu 
% $y \in
%   W\backslash x$ maximal mit $ys>y$ und mit der Eigenschaft, 
% da"s  der Raum von Homomorphismen perverser Garben des
%   zugeh"origen Schnittkohomologiekomplexes nach $\mathcal F$ nicht
%   verschwindet, in Formeln
%   \begin{equation*}
%     \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C (\overline{B y P/P}), \mathcal F )\neq 0
%   \end{equation*}
%   Ich k"urze im folgenden
%  $\mathcal I \mathcal C (\overline{B y  P/P})=\mathcal I
%   \mathcal C_{y}$ ab.  Die Spektralsequenz, die unsere Homomorphismen
%   berechnet, zeigt auch f"ur jede $B$-stabile offene Teilmenge $U \co G/P$ mit
%   $B y  P/P \subset U$, da"s die Einschr"ankung auf $U$ Bijektionen
% $$\begin{array}{ccc}
%   \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal F) & \overset{\sim}{\rightarrow} & \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}|_U, \mathcal F|_U)\\
%   \op{Perv} (\mathcal F ,\mathcal I\mathcal C_{y}) & \overset{\sim}{\rightarrow} & \op{Perv} (\mathcal F|_U, \mathcal I \mathcal C_{y}|_U)\\
% \end{array}$$
% induziert. Wir w"ahlen nun $U$ so klein, da"s $\mathcal I \mathcal C_{y}|_U$
% schlicht eine konstante perverse Garbe auf $B{y} P/P \As U $ ist,
% ausgedehnt durch Null.
% Bezeichnet also $\mathcal C = \mathcal C_{y}$ die konstante Garbe
% auf $B{y} P/P$, verschoben in das Negative der Dimension dieser 
% Zelle, und $i: B{y} P/P \hookrightarrow U$ die Einbettung, 
% so haben wir $\mathcal I \mathcal C_{y} |_U 
%  = i_\ast \mathcal C$.
% Mit der Notation $\mathcal G\pdef \mathcal F|_U$ liefert
% die Adjunktion alias das Anwenden von $i^\ast$ zusammen mit
%  der  Identifikation 
% $i^\ast i_\ast \mathcal C=\mathcal C$  dann einen nat"urlichen
% Isomorphismus
% $$\begin{array}{ccc}
%  % \op{Perv} (i_!\mathcal C, \mathcal G) &\sira & \op{Der} (\mathcal C, i^! \mathcal G)\\
%   \op{Perv} (\mathcal G, i_\ast \mathcal C) & \sira & \op{Der} (i^\ast \mathcal G, \mathcal C)\\
% \end{array}$$
% wo rechts ein Morphismus in der derivierten Kategorie der Garben
% zu verstehen ist.
% Wenn wir zeigen k"onnten, da"s auch in der 
% Gegenrichtung das Anwenden von $i^\ast$ zusammen
% mit der durch Identifikation 
% $i^\ast i_\ast \mathcal C=\mathcal C$ gegebenen Abbildung 
% eine Bijektion
% \begin{equation*}
%    \op{Perv} (i_\ast \mathcal C,\mathcal G) \overset{\sim}{\rightarrow}
%   \op{Der} (\mathcal C, i^\ast \mathcal G)
% \end{equation*}
% liefert, so m"u"ste die Komposition
% $$\begin{array}{ccc}
%   \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal F) \times 
%   \op{Perv} (\mathcal F ,\mathcal I\mathcal C_{y}) 
%   \ra  \op{Perv} (\mathcal I \mathcal C_{y}, \mathcal I \mathcal C_{y})
% \end{array}$$
% eine nichtentartete Paarung der
% Homomorphismenr"aume sein, da das ja nach Anwenden von
% $i^\ast$ der Fall w"are. Das jedoch 
% w"urde zu einem Abspalten von soviel Kopien von
% $\mathcal I\mathcal C_{y}$ als direkten Summanden 
% f"uhren, wie es die Dimension des Homomorphismenraums vorhersagt.
% \end{Bemerkungl}



% \begin{Bemerkungl}
%   Betrachten wir dazu die kurze exakte Sequenz von perversen Garben
%   \begin{equation*}
%     i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G \hookrightarrow 
% \mathcal G \twoheadrightarrow
%     \op{cok}
%   \end{equation*}
%   wo mit $\tau^{\leq 0}$ das Abschneiden in Bezug auf die perverse t-Struktur
%   gemeint ist. 
% Hier ist  $  \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G $ eine
% direkte Summe von Kopien von $\mathcal C$ und 
% Anwenden von $\op{Perv}(i_\ast\mathcal C,\;)$ auf den ersten Pfeil
% liefert den horizontalen  Isomorphismus oben
% links
% im kommutativen Diagramm
%  $$\begin{array}{ccccc}
%   \op{Perv}(i_\ast\mathcal C,  i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G )&\sira&
% \op{Perv}(i_\ast\mathcal C,\mathcal G) &\ra 
% &\op{Perv}(i_\ast\mathcal C,{\op{cok}})\\
% \wr\da&&\da&&\da\\
%  \op{Der}(\mathcal C,  i^\ast i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G )
% &\ra&
% \op{Der}(\mathcal C, i^\ast\mathcal G)
% &\ra&\op{Der}(\mathcal C, i^\ast{\op{cok}})\\
% \wr\da&&\wr\da&&\wr\da\\
%  \op{Perv}(\mathcal C,  \tau^{\geq 0}i^\ast i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G )
% &\ra&
% \op{Perv}(\mathcal C, \tau^{\geq 0}i^\ast\mathcal G)
% &\ra&\op{Perv}(\mathcal C, \tau^{\geq 0}i^\ast{\op{cok}})
%   \end{array}$$
% In diesem Diagramm sind die oberen 
% senkrechten Pfeile als Anwenden von $i^\ast$ zusammen mit
% der Identifikation $i^\ast i_\ast\mathcal C=\mathcal C$ zu verstehen,
% wohingegen die unteren senkrechten Isomorphismen als Anwenden der 
% nullten perversen Kohomologie aufzufassen sind und daher kommen, 
% da"s die Bruhatzellen selbst keine h"ohere Kohomologie haben.
% Nun ist aber $ \tau^{\geq 0} i^\ast$ rechtsexakt f"ur die perverse
%   t-Struktur,
% so da"s unsere exakte Sequenz von oben 
%   eine rechtsexakte Sequenz von perversen Garben
% \begin{equation*}
%    \tau^{\geq 0} i^\ast i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G \rightarrow 
% \tau^{\geq 0} i^\ast\mathcal G \twoheadrightarrow
%    \tau^{\geq 0} i^\ast {\op{cok}}
%   \end{equation*}
% liefert. Damit ist die untere Zeile unseres gro"sen Diagramms 
% notwendig auch rechtsexakt.
% K"onnten wir also zeigen, da"s unsere Surjektion
% $$\tau^{\geq 0} i^\ast\mathcal G \twoheadrightarrow
%    \tau^{\geq 0} i^\ast {\op{cok}}$$
% die Nullabbildung ist, so m"u"ste 
% in unserem gro"sen Diagramm
% unten links 
% und damit auch  als senkrechter Pfeil oben in der Mitte
% eine
% Surjektion stehen. Da jedoch 
% $\op{Perv}(i_\ast\mathcal C,\mathcal G)=\op{Perv}(i_!\mathcal C,\mathcal G)
% \cong\op{Perv}(\mathcal C,\tau^{\leq 0}i^!\mathcal G)$ und
% $\op{Der}(\mathcal C, i^\ast\mathcal G)\cong\op{Perv}(\mathcal C, \tau^{\geq
%   0}i^\ast\mathcal G)$ dieselbe Dimension haben,
% m"u"ste damit  als senkrechter Pfeil oben in der Mitte
% sogar eine
% Bijektion stehen, und das brauchten wir ja gerade zum Abspalten, wie
% im vorhergehenden Abschnitt erkl"art.
% \end{Bemerkungl}
% \begin{Bemerkungl}
% Um zu  zeigen, da"s unsere Surjektion
% $\tau^{\geq 0} i^\ast\mathcal G \twoheadrightarrow
%    \tau^{\geq 0} i^\ast {\op{cok}}$
% die Nullabbildung sein mu"s, rufen wir  Frobenius zur Hilfe und hoffen,
% da"s er ihr keine andere Wahl l"a"st. %  Wir arbeiten von nun an "uber einem
% % endlichen Primk"orper $\mathbb F$ und mit \'etalen Garben von 
% % Vektorr"aumen "uber einem K"orper $k$  einer anderen aber auch positiven
% % Charakteristik.
% Wir denken uns nun $\mathcal F$ als direktes Bild 
% der mittleren Ausdehnung der 
%  auch in Bezug auf die Frobenius-Operation konstanten Garbe
% auf der Bruhatzelle $B xs B/P$ im kohomologischen Grad $-l (xs)$.
% Induktiv d"urfen wir annehmen, da"s $\mathcal F$ punktweise
% rein ist in dem Sinne, da"s 
%  f"ur $i_z$ die Einbettung einer Bruhatzelle $BzP/P$ nach $G/P$ 
% mit $zs>z$ 
% und $c$ die konstante Abbildung von besagter Zelle auf einen Punkt
% die Hyperkohomologiegarben 
% $\mathcal H^n i_z^!\bar{\mathcal F}$ 
% f"ur $n+|x|$ ungerade verschwinden und f"ur
% $n+|x|=2w$ Erweiterungen von  
%  Kopien des auf die Zelle zur"uckgeholten Galoismoduls
% $k (-w)$ sind. Dasselbe gilt mit derselben Induktion f"ur die 
% Hyperkohomologiegarben 
% $\mathcal H^n i_z^\ast\bar{\mathcal F}$. Insbesondere ist damit
% f"ur $|y|=\op{dim}ByP/P$ die Garbenkohomologie 
%  $\mathcal H^{-|y|} i^\ast\bar{\mathcal G}=\mathcal H^{-|y|} 
% \tau^{\geq 0}i^\ast\bar{\mathcal G}$ Null f"ur $|y|-|x|$ ungerade und
% sonst eine Erweiterung von Kopien der geometrisch
%  konstanten Garbe $c^\ast k((|y|-|x|)/2)$.
% K"onnen wir also f"ur $\mathcal H^{-|y|}\tau^{\geq 0} i^\ast \overline{\op{cok}}=
% \mathcal H^{-|y|} i^\ast \overline{\op{cok}}$ mit seiner 
% Galoisoperation zeigen, da"s $c^\ast k((|y|-|x|)/2)$ darin als
% Subquotient nicht vorkommt,
% so mu"s unser Morphismus Null sein und wir haben gewonnen.
% \end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}
Es gilt also abzusch"atzen, welche Eigenwerte des Frobenius in
der Kohomologiegarbe  
$ \mathcal H^{-|y|} i^\ast {\op{cok}}$ auftreten k"onnen.
Dazu beginnen wir mit dem Oktaeder
 $$
  \xymatrix{
    & & i_!\tau^{>0} i^!\mathcal G\ar[dr] & & \\
    & i_!i^!\mathcal G \ar[dr]\ar[ur]& & \op{cok}\ar[ddr]&\\
    & & \mathcal G \ar[ur]\ar[drr]&& \\
    i_!\tau^{\leq 0} i^!\mathcal G\ar[uur] \ar[urr] & 
&&&j_\ast j^\ast \mathcal G\\
  }$$
mit  $j$ der offenen Einbettung nach $U$ des Komplements vom Bild von $i$. 
Wenden wir auf das ausgezeichnete Dreieck  dieses Oktaeders mit
$\op{cok}$ in der Mitte $i^\ast$ an und nehmen
die nullte perverse Kohomologie alias die Kohomologiegarbe
im Grad $-|y|$, so sehen wir, 
da"s alle Eigenwerte des Frobenius in
${\mathcal H}^{-|y|}i^\ast{\op{cok}}$ h"ochstens so 
oft vorkommen wie in
$
 {\mathcal H}^{-|y|} i^\ast j_\ast j^\ast  \mathcal G
$.
Als n"achstes 
zerlegen wir  das Bild von $j$ in eine relativ abgeschlossene Zelle
mit Einbettung $a$ und den offenen Rest mit Einbettung $b$ und betrachten
das ausgezeichnete Dreieck
$$
  \begin{array}{cccccc}
 j_\ast a_!a^!j^\ast  {\mathcal G} &\rightarrow &j_\ast j^\ast  {\mathcal G} & \rightarrow
& j_\ast b_\ast b^\ast j^\ast  {\mathcal G} &\overset{[1]}{\rightarrow}\\
\|&&\|&&\|&\\
(ja)_\ast (ja)^!  {\mathcal G}& \rightarrow& j_\ast j^\ast  {\mathcal G} & \rightarrow &
(jb)_\ast (jb)^\ast  {\mathcal G} &\overset{[1]}{\rightarrow}
\end{array}
$$
Die m"oglichen  Eigenwerte des Frobenius nach dem Anwenden 
von  ${\mathcal H}^{-|y|} i^\ast$
auf den  Mittelterm $j_\ast j^\ast  {\mathcal G}$ 
k"onnen abgesch"atzt werden durch die 
m"oglichen   Eigenwerte des Frobenius nach dem Anwenden des besagten Funktors
$
 {\mathcal H}^{-|y|} i^\ast$ vorne und hinten.
Wir beginnen damit, sie vorne abzusch"atzen.
Unsere Kohomologiegarben
 $\mathcal H^{n} (ja)^!  {\mathcal G}$ sind ja,
wie wir induktiv bereits wissen,  
vom Tate-Typ 
 $|xs|+n $.
Des weiteren verschwinden diese Kohomologiegarben, wenn $n$ kleinergleich
dem Negativen der Dimension $|z|$ der von $ja$ eingebetteten 
Zelle ist,  in Formeln f"ur $n\leq -|z|$, 
da wir ja $y$ zum Abspalten maximal m"oglich angenommen hatten. 
Die m"oglichen Eigenwerte des Frobenius in 
${\mathcal H}^{-|y|} i^\ast (ja)_\ast (ja)^!   {\mathcal G}$ 
lassen sich nun sicher absch"atzen durch
die m"oglichen Eigenwerte des Frobenius in allen 
${\mathcal H}^{-n-|y|} i^\ast (ja)_\ast {\mathcal H}^{n}(ja)^!  
 {\mathcal G}$ 
f"ur $n>-|z|$, und wegen $|z|>|y|$ tritt dabei vorne nie
die nullte Kohomologiegarbe auf. 
Es gilt also abzusch"atzen, welchen Einflu"s der Funktor 
 ${\mathcal H}^{m}i^\ast (ja)_\ast={\mathcal H}^{m}i_y^\ast\; i_{z\ast}$ 
auf die Eigenwerte des Frobenius haben kann.
Mit \ref{BsT} werden wir sehen, da"s dieser Effekt f"ur
$m>0$ dahingehend abgesch"atzt werden kann,
da"s er nicht schlimmer ist als das Darantwisten 
von $k(-\nu)$ mit $m < 2\nu \leq 2m$.
Damit sind f"ur $n<|z|$ die m"oglichen Eigenwerte 
des Frobenius in
${\mathcal H}^{n-|y|} i^\ast (ja)_\ast {\mathcal H}^{-n}(ja)^!  
 {\mathcal G}$ 
h"ochstens die, die in $k(-\nu)$ f"ur
$$(|x|-|y|)/2<\nu\leq (|x|-|y|)/2+n/2< (|x|-|y|)/2+|y|/2$$
vorkommen.
\end{Bemerkungl}




Dazu f"uhre ich einen neuen Begriff ein.








\begin{Bemerkungl}
  Betrachten wir dazu die kurze exakte Sequenz von perversen Garben
  \begin{equation*}
    i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G \hookrightarrow 
\mathcal G \twoheadrightarrow
    \op{cok}
  \end{equation*}
  wo mit $\tau^{\leq 0}$ das Abschneiden in Bezug auf die perverse t-Struktur
  gemeint ist. 
Hier ist  $  \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G $ eine
direkte Summe von Kopien von $\mathcal C$.
Es reicht zu zeigen $\op{Perv}(\op{cok},i_\ast\mathcal C)=0,$ 
denn dann 
liefert das Vorschalten unserer Einbettung eine Injektion,
die dann wegen der Gleichheit der Dimensionen sogar eine 
Bijektion  
$\op{Perv} (\mathcal G,i_\ast\mathcal C)\sira
 \op{Perv} (  i_! \tau^{\leq 0} i^! \mathcal G,i_\ast\mathcal C)$
sein mu"s, und die Bijektivit"at dieser Abbildung ist
offensichtlich gleichbedeutend dazu, da"s unsere Paarung oben 
nicht ausgeartet ist.
Mit Adjunktion reicht es also zu zeigen 
$$\op{Der}(i^\ast{\op{cok}},\mathcal C)=0$$
 \end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}
Um das zu  zeigen,  rufen wir den Frobenius zur Hilfe und hoffen,
da"s er hier keine 
von Null verschiedenen Morphismen erlaubt.
A priori sind die verschiedenen m"oglichen Tate-Twists
in unserer Situation die $k(w)$ mit $w\in \DZ/u\DZ $ f"ur
 $u$ die 
Ordnung von $|\mathbb F|$ in $k^\times$.
Es erweist sich jedoch als praktischer, die 
verschiedenen m"oglichen Tate-Twists stattdessen
durch 
die geraden Elemente von  $\DZ/2u\DZ $
zu parametrisieren.
Gegeben $a\in \DZ/2u\DZ$ nenne ich einen
$k$-Vektorraum mit Galoisoperation 
{\bf vom Tate-Typ $a$} genau dann, wenn 
er 
als Galoismodul
eine endliche Filtrierung  hat mit
Subquotienten $k(-w)$
f"ur $w\in\DZ$ mit $2w=a$.
Ein Galoismodul von ungeradem Tate-Typ ist insbesondere
per definitionem stets Null.
Gegeben $a\in \DZ$
benutze ich  \glqq vom Tate-Typ $a$\grqq\  als Abk"urzung f"ur
 \glqq vom Tate-Typ $a+2u\DZ$\grqq. 
Gegeben eine Teilmenge $A\subset \DZ/2u\DZ$ oder auch
eine Teilmenge $A\subset \DZ$ 
sagen wir weiter  
von einem Galoismodul, er sei   
{\bf Tate-beschr"ankt durch  $A$  }
 genau dann, wenn er 
als Galoismodul
eine endliche Filtrierung  hat mit
Subquotienten $k(-w)$
f"ur $w\in\DZ$ mit $2w\in A$.
\end{Bemerkungl}


 \begin{Bemerkungl}
    Man sieht unschwer ein, da"s 
die Kohomologie der Halme an rationalen Punkten des 
Komplexes
 $i^\ast (ja)_\ast c^\ast k$ identifiziert werden kann mit 
der Kohomologie $K_a$ des Schnitts von der von $ja$ eingebetteten Zelle 
mit der zu einem Punkt von $B y  P/P$ verschobenen dicken Zelle.
Diese Kohomologie ist also beschr"ankt unterrein, und man sieht
auch unschwer ein, da"s diese Kohomologie in allen
Graden oberhalb der Differenz $|z|-|y|$ der Dimensionen 
unserer beiden Zellen verschwindet. Ganz grob abgesch"atzt k"onnen  in
$\mathcal H^m i^\ast (ja)_\ast c^\ast k$ weiter nur 
Frobenius-Eigenwerte   $k(-\nu)$ mit
$(m/2)\leq \nu\leq m$ 
vorkommen.
In ${\mathcal H}^{n-|y|} i^\ast (ja)_\ast {\mathcal H}^{-n}(ja)^!  
\bar{\mathcal G}$ 
gibt es also nur Eigenwerte aus $k(-\nu)$ mit
$(n-|x|)/2+ (|y|-n)/2\leq \nu\leq (n-|x|)/2+ (|y|-n)$
alias $$(|y|-|x|)/2\leq \nu\leq (|y|-|x|)/2 + (|y|-n)/2$$

f"ur $n\leq |z|$

  \end{Bemerkungl}


  \begin{Bemerkungl}
    Mache nochmal eine Nebenrechnung.
    \begin{equation*}
      \op{pt} {{\mbox {$\large{\hookrightarrow} \hspace{-3,0ex}$  \raisebox{-0,4ex}
            {${\land}$} }}}\; \mathbb C \overset{j}{\hookleftarrow} \mathbb C^x
    \end{equation*}
    \begin{eqnarray*}
      i_!i^!\underline{\mathbb C} \rightarrow \underline{\mathbb C} & \rightarrow &
      j_\ast j^\ast \underline{\mathbb C} \overset{[-1]}{\longrightarrow}\\
      i_\ast k(-1)[-2] \rightarrow \underline{\mathbb C} & \rightarrow &
      j_\ast \underline{\mathbb C}^x \overset{[-1]}{\longrightarrow}
    \end{eqnarray*}
    und finde ${\op{H}}^0 (\mathbb C^0)=k$ und ${\op{H}}^1 (\mathbb C^x) =
    k(-1)$.  Das wird also nur ins Negative vertwistet, wenn man $i^\ast
    (ja)_\ast$ macht und in kontrollierter Weise, denn das wirkt wie
    Tensorieren mit der Kohomologie des Schnittes zweier Bruhat-Zellen. Also
    folgt${}^\tau i^\ast (\op{cok}) =0$ aus Gewichtsgr"unden.
  \end{Bemerkungl}

\subsection{Tate-Bigraduierung}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben $k=\DZ/l\DZ$ mit $l$ prim finden wir sicher  $\mathbb F$
so, da"s $|\mathbb F|$ ein Erzeuger der multiplikativen Gruppe $k^\times$
ist. 
In der eben eingef"uhrten Notation bedeutet das $u=l-1$.
Sp"ater werden wir oft  $k$ und $\mathbb F$  in dieser
Weise vertr"aglich w"ahlen. Das bedeutet insbesondere,
da"s die Galoismoduln $k, k(1), \ldots ,k(l-2)$ paarweise nicht
isomorph sind, wohingegen $k\cong k(l-1)$ der triviale Galoismodul ist.
\end{Bemerkungl}
\subsection{Alter Mist}
\begin{Bemerkungl}
Gegeben $a\geq 1$ und eine $(\DZ/a\DZ)$-graduierte 
abelsche Gruppe $M=(M^{\bar{\jmath}})$ 
 und  $A\subset \DZ$
sagen wir, $M$ sei {\bf beschr"ankt durch} $A$ genau dann,
wenn nur solche homogene 
Komponenten  von
Null verschieden sind, die durch  Nebenklassen von Elementen von $A$
indiziert werden.
Ist $M$ beschr"ankt durch $A$ und besitzt jede Nebenklasse 
aus $\DZ/a\DZ$ h"ochstens einen Repr"asentanten in $A,$
so erkl"aren wir eine
$\DZ$-Graduierung auf $M$, die {\bf nach $A$ hochgehobene Graduierung},
durch die Vorschrift
$M^j=M^{\bar{\jmath}}$   f"ur $j\in A$ und
$M^j=0$ sonst. Jeder Morphismus von 
durch $A$ beschr"ankten  
 $(\DZ/a\DZ)$-graduierten abelschen Gruppen erh"alt 
nat"urlich  diese Graduierung. Sind weiter 
  $M,N$  zwei  $(\DZ/a\DZ)$-graduierte abelsche Gruppen 
und ist $M$  be\-schr"ankt durch $A$ und 
$N$ beschr"ankt durch $B$, so ist 
$M\otimes N$ beschr"ankt durch $A+B$, und
 besitzt jede Nebenklasse 
aus $\DZ/a\DZ$ h"ochstens einen Repr"asentanten in $A+B,$  so 
ist die hochgehobene Graduierung des Tensorprodukts das 
Tensorprodukt der hochgehobenen Graduierungen der Faktoren.
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}
Sei nun  $M=(M^{(i,{\bar{\jmath}})})$  eine 
$\DZ\times(\DZ/a\DZ)$-graduierte
abelsche Gruppe.
Ist $A\subset \DZ\times\DZ$ gegeben derart, da"s 
$M^{(i,{\bar{\jmath}})}\neq 0$ nur m"oglich ist, wenn 
$(i,{\bar{\jmath}})$ einen Repr"asentanten in $A$ hat, 
 so nennen wir 
$M$ wieder {\bf beschr"ankt durch $A$}. Ist
$\pi:\DZ\times\DZ\ra \DZ\times(\DZ/a\DZ)$
injektiv auf $A$, so erkl"aren wir analog wie oben 
eine $\DZ\times\DZ$-Bigraduierung auf $M,$ 
die {\bf nach $A$ hochgehobene Bigraduierung}
oder kurz {\bf  $A$-Bigraduierung}
$M^{i,j}$. Wieder ist sie vertr"aglich mit Homomorphismen,
wenn beide  Beteiligten durch dasselbe $A$ beschr"ankt sind,
und die $(A+B)$-Bigraduierung eines Tensorprodukts ist das 
Tensorprodukt der $A$-Bigraduierung des einen Tensorfaktors
mit der $B$-Bigraduierung des anderen Tensorfaktors,
wenn $\pi$ injektiv ist auf $A+B$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Sei nun  $M=(M^{(i,{\bar{\jmath}})},d)$  eine 
$\DZ\times(\DZ/a\DZ)$-graduierte differentielle
abelsche Gruppe mit Differential vom Grad $(1,0)$.
Ist $A\subset \DZ\times\DZ$ gegeben derart, da"s 
$\pi$ auf $A$ injektiv ist und da"s
$M$  beschr"ankt ist durch $A\cap ((-1,0)+A)$,
so ist die $A$-Bigraduierung auf $M$ 
vertr"aglich mit dem Differential $d$, in Formeln
$d(M^{i,j})\subset M^{i+1,j}$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Sei schlie"slich $M=(M^{(i,{\bar{\jmath}})},d)$  ein 
$\DZ\times(\DZ/a\DZ)$-graduierter differentieller
Ring mit Differential vom Grad $(1,0)$.
Ist $A\subset \DZ\times\DZ$ gegeben derart, da"s
$M$  beschr"ankt ist durch $A\cap ((-1,0)+A)$
und  da"s gilt $(0,0)\in A$ und da"s
$\pi$ auf $A+A$ injektiv ist,
so ist die $A$-Bigraduierung auf $M$ 
vertr"aglich mit dem Differential $d$ und der
Multiplikation.
\end{Bemerkungl}


Jetzt schwadroniere "uber Formalit"at!



\begin{Bemerkungl}
Sei nun erst einmal ganz allgemein $M$ ein endlichdimensionaler
 $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$ 
Insbesondere operiert der Frobenius-Automorphismus. 
Alle Haupt\-r"aume des Frobenius, bei denen die Eigenwerte 
dieselben sind wie bei irgendwelchen $k(m),$ also
Potenzen von $|\mathbb F|$, bilden  einen
Untermodul, den wir  $T(M)\subset M$ notieren.
Gilt  $T(M)= M$, so sagen wir, $M$ sei {\bf vom Tate-Typ}. 
Im allgemeinen ist $T(M)\subset M$ der maximale Untermodul vom
Tate-Typ.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
Gegeben $M$ ein endlichdimensionaler
 $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der 
Galoisgruppe  und  $A\subset \DZ$
sagen wir, $M$ sei {\bf Tate-beschr"ankt durch} $A$ genau dann,
wenn er vom Tate-Typ ist und nur Subquotienten
$k(-j/2)$ darin auftreten f"ur gerades $j\in A$. 
Ist $M$ Tate-beschr"ankt durch $A$ und besitzt jede Nebenklasse 
aus $\DZ/2u\DZ$ h"ochstens einen Repr"asentanten in $A,$
so erkl"aren wir eine
$\DZ$-Graduierung auf $M$, die {\bf $A$-Tate-Graduierung},
durch die Vorschrift, da"s 
$M^j$  verschwindet f"ur $j$ ungerade oder $j\not\in A,$
wohingegen f"ur gerades $j\in A$ der Raum $M^j$ gerade der
Hauptraum des Frobenius zu dem Eigenwert ist, mit dem
er auf $k(-j/2)$ operiert. Jeder Morphismus von 
durch $A$ Tate-beschr"ankten  
endlichdimensionalen Galoismoduln "uber $k$  erh"alt 
nat"urlich  diese Graduierung. Sind weiter 
  $M,N$  zwei  endlichdimensionale
Galoismoduln "uber $k$ 
und ist $M$  Tate-be\-schr"ankt durch $A$ und 
$N$ Tate-beschr"ankt durch $B$, so ist 
$M\otimes_k N$ Tate-beschr"ankt durch $A+B$, und
 besitzt jede Nebenklasse 
aus $\DZ/2u\DZ$ h"ochstens einen Repr"asentanten in $A+B,$  so 
ist die Tate-Graduierung des Tensorprodukts das 
Tensorprodukt der Tate-Graduierungen der Faktoren.
\end{Bemerkungl}







\begin{Bemerkungl}
Ist $M=(M^i,d)$  ein endlichdimensionaler
differentieller graduierter $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F)$  und ist
die Kohomologie von $M$ vom Tate-Typ, so ist die Einbettung
 $T(M)\hra M$ ein Quasiisomorphismus.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Ist $M=(M^i,d)$  ein endlichdimensionaler
differentieller graduierter $k$-Galoismodul vom Tate-Typ
und $A\subset \DZ\times\DZ$ gegeben derart, da"s 
$\pi$ auf $A$ injektiv ist und da"s 
$M$ Tate-beschr"ankt ist durch $A\cap ((-1,0)+A)$,
so ist die $A$-Tate-Bigraduierung auf $M$ 
vertr"aglich mit dem Differential $d$, in Formeln
$d(M^{i,j})\subset M^{i+1,j}$.
\end{Bemerkungl}

% \begin{Bemerkungl}%\emph{Pa"st das hier? Ja!}
% A priori sind die verschiedenen m"oglichen Tate-Twists
% in unserer Situation die $k(w)$ mit $w\in \DZ/u\DZ $.
% Es erweist sich jedoch als praktischer, die 
% verschiedenen m"oglichen Tate-Twists stattdessen
% durch 
% die geraden Elemente von  $\DZ/2u\DZ $
% zu parametrisieren und dabei auch gleich noch ein
% Vorzeichen einzuschmuggeln.
% Gegeben $a\in \DZ/2u\DZ$ nenne ich einen
% $k$-Vektorraum mit Galoisoperation 
% {\bf vom Tate-Typ $a$} genau dann, wenn 
% er 
% als Galoismodul
% eine endliche Filtrierung  hat mit
% Subquotienten $k(-w)$
% f"ur $w\in\DZ$ mit $2w=a$.
% Ein Galoismodul von ungeradem Tate-Typ ist insbesondere
% per definitionem stets Null.
% Unter einem Galoismodul
% vom Tate-Typ $a$
% f"ur 
%  $a\in \DZ$ verstehe ich einen Galoismodul
% vom Tate-Typ  $a+2u\DZ$ im eben erkl"arten Sinne. 
% Gegeben eine Teilmenge $A\subset \DZ/2u\DZ$ oder auch
% eine Teilmenge $A\subset \DZ$ 
% nennen wir weiter  
% einen Galoismodul
% {\bf Tate-beschr"ankt durch  $A$  }
%  genau dann, wenn er 
% als Galoismodul
% eine endliche Filtrierung  hat mit
% Subquotienten $k(-w)$
% f"ur $w\in\DZ$ mit $2w\in A$.
% \end{Bemerkungl}











\begin{Bemerkungl}\label{TBGI}
Sei  $T$ ein endlichdimensionaler
 $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$ 
Gegeben ganze Zahlen $a<b$ mit  $b-a<2u$ 
derart, da"s unser $T$ Tate-beschr"ankt ist durch $[a,b]$, 
erkl"are ich eine $\DZ$-Graduierung auf $T$ durch die Vorschrift,
da"s 
$T^{i,j}$ 
Null sein soll f"ur $j$ ungerade oder $j\not\in [a,b]$ und
sonst derjenige Hauptraum des Frobenius im kohomologischen Grad $i$,
auf dem der Eigenwert derselbe ist wie bei $k(-j/2).$
Ich nenne diese Bigraduierung die {\bf Tate-Bigraduierung}.
Man beachte, da"s diese Tate-Bigraduierung
 nicht nur vom Komplex $T$, sondern auch
von
der Wahl des Intervalls $[a,b]$ abh"angen wird.
Jeder Morphismus von durch 
$[a,b]$
Tate-beschr"ankten Komplexen erh"alt jedoch die Bigraduierung.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{tzhg}
 Seien $M, N$ zwei  endlichdimensionale
 $k$-Vek\-tor\-r"aume mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$  
%Sind $M$ und $N$ kohomologisch Tate, so auch $M\otimes_k N.$
%Sind $M$ und $N$ kohomologisch Tate-rein, so auch $M\otimes_k N.$
Ist $M$  Tate-be\-schr"ankt durch $[a,b]$ und 
$N$ Tate-beschr"ankt durch $[c,d]$, so ist 
$M\otimes_k N$ Tate-beschr"ankt durch $[a+c,b+d]$.
Gilt  schlie"slich  sogar $b+d-a-c<2u,$ so 
ist die Tate-Bigraduierung des Tensorprodukts das 
Tensorprodukt der Tate-Bigraduierungen der Faktoren.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}\label{TBGI}
Sei  $T$ ein endlichdimensionaler
differentieller graduierter $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$ 
Gegeben ganze Zahlen $a<b$ mit  $b-a<2u$ 
derart, da"s unser $T$ Tate-beschr"ankt ist durch $[a,b]$, 
erkl"are ich eine $\DZ$-Bigraduierung auf $T$ durch die Vorschrift,
da"s 
$T^{i,j}$ 
Null sein soll f"ur $j$ ungerade oder $j\not\in [a,b]$ und
sonst derjenige Hauptraum des Frobenius im kohomologischen Grad $i$,
auf dem der Eigenwert derselbe ist wie bei $k(-j/2).$
Ich nenne diese Bigraduierung die {\bf Tate-Bigraduierung}.
Man beachte, da"s diese Tate-Bigraduierung
 nicht nur vom Komplex $T$, sondern auch
von
der Wahl des Intervalls $[a,b]$ abh"angen wird.
Jeder Morphismus von durch 
$[a,b]$
Tate-beschr"ankten Komplexen erh"alt jedoch die Bigraduierung.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}
  Sei $M$ ein endlichdimensionaler differentieller graduierter
  $k$-Vek\-tor\-raum mit einer Operation der Galoisgruppe
  $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$ Ich nenne $M$ {\bf kohomologisch
    Tate-rein}\index{Tate-rein!kohomologisch} genau dann, wenn die $i$-te
  Kohomologie verschwindet f"ur ungerades $i$ und f"ur $i=2m$ als Galoismodul
  eine Erweiterung von Kopien von $k(-m)$ ist.
Gegeben ein kohomologisch
    Tate-reiner  


$[a,b]$ Tate-beschr"ankter Komplex 
mit $b-a<2u$ ist also die 
Tate-Bigraduierung von $T(M)$ diagonal in dem Sinne,
da"s $\mathcal{H}T(M)$ nur in Bigraden der Form $(j,j)$ von Null
verschieden ist.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Gegeben ein Komplex $\ldots\ra T^i\ra T^{i+1}\ra\ldots$ 
von $\DZ$-graduierten Vektorr"aumen $T^i=\bigoplus T^{i,j},$ 
dessen Kohomologie 
nur in Bigraden $(j,j)$ von Null verschieden ist,
bilden wir den Unterkomplex 
\begin{equation*}
 D^{i,j}(T)\pdef \left\{ \begin{array}{lll}
                      T^{i,j}  &i < j;\\
\op{ker} (d: T^{i,j}  \rightarrow  T^{i+1, j}) & i = j;\\
0 &  i > j,
                     \end{array}
\right.
\end{equation*}
und erkennen unmittelbar, da"s die Einbettung dieses 
Unterkomplexes ein Quasiisomorphismus 
$D(T)\qri T$ ist. Alternativ kann unser Unterkomplex auch beschrieben
werden,
indem man unseren Komplex 
 mithilfe der Scherung 
$(i,j)\mapsto (i-j, j)$ umgraduiert und erkennt, da"s dann die Kohomologie in
den kohomologischen Graden $(0,\ast)$ konzentriert ist.
Dann ist unmittelbar klar, da"s die Einbettung 
des Unterkomplexes bestehend aus den Zykeln  im kohomologischen Grad Grad Null,
gar nichts in positiven Graden und allem in negativen Graden 
ein Quasiisomorphismus ist.
Setzen wir nun weiter
\begin{equation*}
 H^{i,j}(T)\pdef \left\{ \begin{array}{lll}
                      0  &i \neq j;\\
 D^{i,j} (T)/(\op{im} d) & i = j,
                     \end{array}
\right.
\end{equation*}
so ist auch die  Projektion  ein Quasiisomorphismus
$D(T)\qri H(T)$ auf die Kohomologie $\mathcal{H}(T)=H(T)$ 
unseres urspr"unglichen 
Komplexes.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
Sei nun $M$ eine endlichdimensionale
dg-Algebra "uber $k$ mit einer Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F).$   
Ist  $T(M)$ ein
Tate-$[a,b]$-Komplex mit $a\leq 0\leq b$ und 
$(b-a)<l-1,$ so ist die Tate-Bigraduierung
auf $T(M)$ nach \ref{TBGI}
und \ref{tzhg} vertr"aglich mit der Multiplikation unserer dg-Algebra. 
Ist 
$M$ dar"uber hinaus kohomologisch Tate-rein,
so liefern die offensichtlichen Morphismen eine Sequenz 
von Quasiisomorphismen von dg-Algebren
$$M\qli T(M)\qli D(T(M))\qri H(T(M))$$
wo die Vetr"aglichkeit der Bigraduierung auf $T(M)$ mit der
Multiplikation ben"otigt wird, um zu zeigen, da"s $D(T(M))$
eine Unter-dg-Algebra ist. Insbesondere ist unter diesen Voraussetzungen 
$M$ formal.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkunge}
Man sollte erwarten, da"s unsere Koszul-Dualit"at Vermas
in duale Verma-Standardobjekte im geometrischen Bild verwandelt.
Falls es in der modularen Kategorie $\mathcal O$ auch eine Kipp-"Aquivalenz
gibt, k"onnte man die vorschalten und so Standard nach Standard kriegen. 
Daraus kann man dann hoffen, noch mehr zu basteln. 
\end{Bemerkunge}

\subsection{Schrott von Bogner}


Seien weiter $Q \supset P \supset B$ parabolische Untergruppen von $G$.
Wir bilden den $\mathbb Z$-graduierten $A_Q - Q_P$-Bimodul
\begin{equation*}
 A^P_Q := \op{Ext}^\ast (\pi_{s[!]} \bar S_P, \bar S_Q)
\end{equation*}
Da $\pi_{s[!]} \bar S_P$ und $\bar S_Q$
direkte Summen von im kohomologischen Grad verschobenen Parit"atsgarben sind
und sich in den dabei auftretenden Summanden nicht unterscheiden, sondern nur in
deren Vielfachheiten, mu"s $A^P_Q$ graduiert projektiv sein als $A_Q$-Linksmodul.
Ich zeige nun, da"s das funktorielle Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dg} \op{Derf-} A_P & \ar[l] \op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/ \bar P)\\
\op{dg} \op{Der-} (A_Q, \Lambda)\ar[u]_-{\otimes_{A_{Q}} A^P_Q} & \ar[l]_-\sim \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G / \bar Q)
\ar[u]_-{\pi_s^![-d^P_Q]}
}
\end{displaymath}
bis auf eine Isotransformation kommutiert, so da"s insbesondere auch der linke vertikale Funktor
in $\op{dg}\op{Der-}(A_P, \Lambda)$ landet.
Dazu betrachten wir $\mathcal S^\ast \in \op{Ket}^b (\op{gp}\op{Perv}_{(B)} G/B)$ wie zuvor
und bezeichnen mit $\mathcal S^\ast_P \in \op{Ket}^b (\op{gp}\op{Perv}_{(B)} G/P)$ sein direktes
Bild unter dem Funktor
\begin{equation*}
 \pi_{s[!]} : \op{Perv}_{(B)} G/B \rightarrow \op{Perv}_{(B)} G/P.
\end{equation*}
Dieser Funktor macht geometrisch projektive Objekte zu geometrisch Projektiven, da er in der geometrischen
Welt einen exakten Rechtsadjungierten $\pi_s^{[!]}$ besitzt.
Bezeichnen wir nun mit $E^P_Q$ den $E_Q - E_P - \op{dg}-$Bimodul
\begin{equation*}
 E^P_Q := \op{Hom}_{\op{Perv}}(\pi_{s[!]} \bar{\mathcal S}^\ast_P, \bar{\mathcal S}^\ast_Q)
\end{equation*}
f"ur $\pi : G/P \rightarrow G/Q$, so kommutiert das funktorielle Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dg} \op{Derf-} E_P & \ar[l] \op{Der}^b (\op{Perv}_{(\bar B)}(\bar G/ \bar P))\\
\op{dg} \op{Der-} (E_Q, \Lambda)\ar[u]_-{\otimes_{E_{Q}} E^P_Q} & \ar[l]_-\sim \op{Der}^b(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G / \bar Q))
\ar[u]_-{\pi_s^{[!]}}
}
\end{displaymath}
In der Tat liefern die Komposition gefolgt von der Adjunktion f"ur $\bar{\mathcal F} \in \op{Ket}^b
(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar Q))$ Isomorphismen
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\bar{\mathcal S}^\ast_Q, \bar{\mathcal F})
\otimes_{\op{End}_{\op{Perv}}\bar{\mathcal S}^\ast_Q}
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\pi_{s[!]} 
\bar{\mathcal S}^\ast_P, \bar{\mathcal S}^\ast_Q)
\ar[d]^{\wr}\\
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\pi_{s[!]}\bar{\mathcal S}^\ast_P, 
\bar{\mathcal F})\ar[d]^{\wr}\\
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\bar{\mathcal S}^\ast_P, \pi_s^{[!]} \bar{\mathcal F})
}
\end{displaymath}
wo man f"ur den ersten Isomorphismus wieder erinnern mu"s, da"s 
ja bis auf einen homologischen Shift
gilt $\pi_{s[!]} \bar{\mathcal S}^\ast_P = \bar{\mathcal S}^\ast_Q$.
Links retten wir uns dann mit denselben Formalit"atsargumenten wie 
zuvor in den Fall $\mathbb Z$-graduierter
Ringe und Bimoduln ohne Differential, rechts wenden wir \ref{??} an.
\subsection{Nochmal Bogner}
Der $A_Q$-$A_P$-Bimodul $\op{Ext}^\ast (\pi_{s[!]} \bar{\mathcal S}_P, 
\bar{\mathcal S}_Q)
= \op{Ext}^\ast(\bar{\mathcal S}_P, \pi_s^{[!]} \bar{\mathcal S}_Q)$ 
ist auch projektiv als $\mathbb Z$-graduierter $A_P$-Rechtsmodul, 
da $\pi_s^{[!]} \bar{\mathcal S}_Q$ als Parit"atsgarbe isomorph
ist zu einem direkten Summanden in einer endlichen direkten Summe 
von eventuell verschobenen
Kopien von $\bar{\mathcal S}_P$.
Auch der Rechtsadjungierte zu $\otimes_{A_Q} A^P_Q : 
\op{dg}\op{Derf-}A_Q \rightarrow \op{dg}
\op{Derf-}A_P$ kann also ohne alles Derivieren einfach 
hingeschrieben werden als
$\op{Hom}_{-A_P}(A^P_Q, \;)$.
Unser funktorielles Diagramm von eben
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dg} \op{Der} (A_P,\Lambda) & \ar[l]_-\sim \op{Der}_{(\bar B)} 
(\bar G/ \bar P))\\
\op{dg} \op{Der} (A_Q, \Lambda)\ar[u]_-{\otimes_{A_{Q}} A^P_Q} 
& \ar[l]_-\sim \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G / \bar Q))
\ar[u]_-{\pi_s^{[!]}[-d^P_Q]}
}
\end{displaymath}
mu"s kommutativ bleiben, wenn wir in den Vertikalen zu den 
Rechtsadjungierten "ubergehen, und so
erhalten wir ein kommutatives funktorielles Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dg} \op{Derf-} A_P \ar[d]_-{\op{Hom}_{-A_P}(A^P_Q,\;)}
& \ar[l] \op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/ \bar P)\ar[d]^-{\pi_s^{[!]}[-d^P_Q]}\\
\op{dg} \op{Derf-} (A_Q)& \ar[l]_-\sim \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G / \bar Q)
}
\end{displaymath}
Gegeben ein Objekt $M \in \op{Der}^b (\op{Modf}_{\mathbb Z}-A_P)$ 
betrachten wir nun den
kanonischen Morphismus zur Adjunktion $T^\ast T_\ast M \rightarrow M$ 
f"ur $T^\ast = \otimes_{A_{Q}}A^P_Q$
und $T_\ast= \op{Hom}_{-A_{P}}(A^P_Q,\;)$.
Offensichtlich geht dieser Morphismus unter den verschiedenen 
Arten des Vergessens der Graduierung
wieder auf die kanonischen Morphismen zu den Adjunktionen dort.

 \subsection{Schrott?}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben ein Bott-Samelson-Komplex $\mathcal S_f \in \op{Der}_{(B)} G/P$ und
$\mathcal I^\ast_f \in \op{ket}^b (\op{gi} \op{Perv}_{(B)} (G/P))$ 
eine injektive Aufl"osung
desselben ist also auch $\pi_{[\ast]} \mathcal I_f^\ast \in \op{Ket}^b (\op{gi}\op{Perv}_{(B)} G/Q)$ eine
injektive Aufl"osung von $\pi_\ast \mathcal S_f [-d^P_Q]$.
Ich behaupte ?? Isomorphismen von differentiellen graduierten 
abelschen Gruppen
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Hom}_{\op{Perv}} (\pi_s^{[\ast]} \mathcal F, \mathcal I^\ast_f) \ar[d]^-\wr &&\\
\op{Hom}_{\op{Perv}} (\mathcal F, \pi_{[\ast]} \mathcal I^\ast_f) & \\
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\mathcal F, \mathcal I^\ast_g) 
&\ar[ul]_\sim\otimes_{\op{End}_{\op{Perv}(\mathcal I^\ast_g)}}&
\op{Hom}_{\op{Perv}}(\mathcal I^\ast_g, \pi_{[\ast]} \mathcal I^\ast_f)
}
\end{displaymath}
f"ur den Fall, da"s $\pi_{[\ast]} \mathcal I^\ast_f$ ein 
direkter Summand des Komplexes $\mathcal I^\ast_g$
ist etc. noch ausarbeiten!
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}
 Es existiert ein $\mathbb Z$-graduiertger 
$A_P$-$A_Q$-Bimodul $T^P_Q$, der graduiert projektiv
ist als $A_Q$-Rechtsmodul, und Isotransformationen, 
die folgendes Diagramm zum Kommutieren bringen:
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^b (\mathcal {O}_Q)\ar[d]_{T^P_Q}\ar@{=>}[dr]^-\sim 
& \ar[l]^-\sim\op{Der}^b (A_Q\op{-Modf})\ar[d]_-{T^P_Q \otimes_{A_{Q}}}
&\ar[l] \ar@{=>}[dl]_-\sim\op{Der}^b (A_Q \op{-Modf}_{\mathbb Z}) 
\ar[d]_-{T^P_Q \otimes_{A_{Q}}} \ar[r]
\ar@{=>}[dr]^-\sim &
A_Q - \op{dg}\op{Derf}\ar[d]_-{T^P_Q \otimes_{A_{Q}}} \ar[r]^-\sim 
& \ar@{=>}[dl]_-\sim
\op{Der}_{(\bar  B)}(\bar  G/ \bar  Q)\ar[d]_-{\pi_s^\ast}\\
\op{Der}^b(\mathcal {O}_P) &\ar[l]^-\sim \op{Der}^b(A _P\op{-MOdf}) 
& \ar[l] \op{Der}^b(A_P\op{-Modf}_{\mathbb Z}) \ar[r] 
& A_P - \op{dg}\op{Derf} \ar[r]^-\sim & \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  B/ \bar  P)
}
\end{displaymath}
\end{Satz}

% \begin{displaymath}
%  \xymatrix{
% \op{Der}^{\op{b}} (\mathcal {O})\ar[d]_{T^s}
% & \ar[l]^-\sim\op{Der}^{\op{b}} (\op{Modf-}A)
% \leftarrow \op{Der}^{\op{b}} ( \op{Modf}_{\mathbb Z}\op{-}A)
% \ra
%  \op{dgDerf-}A \ar[r]^-\sim \ar[d]_-{\op{res}}
% & 
% \op{Der}_{(\bar  B)}(\bar  G/ \bar  B)\ar[d]_-{\pi_{s\ast}}\\
% \op{Der}^{\op{b}}(\mathcal {O}^s) &\ar[l]^-\sim \op{Der}^{\op{b}}( \op{Modf-}A^s) 
% \leftarrow  \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}_{\mathbb Z}\op{-}A^s) \ra
%   \op{dgDerf-}A^s \ar[r]^-\sim & \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  B/ \bar  P^s)
% }
% \end{displaymath}
\subsection{Vertr"aglichkeiten bei Fahnenmannigfaltigkeiten, ALT}
\begin{Bemerkungl}
  Seien f"ur diesen Abschnitt $Q \supset P \supset B$ parabolische
  Untergruppen von $G$.  Bezeichne $\pi : G/P \twoheadrightarrow G/Q$ die
  Projektion und $d=d^P_Q \pdef \dim Q/P$ ihre Faserdimension.  
Wir betrachten den
  exakten Funktor
 $$
 \pi^{[\ast]} := \pi^\ast [d] : \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar Q)
 \rightarrow \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)
  $$
  und auch den dazu (unkanonisch) isomorphen exakten
  Funktor
$$\pi^{[!]} := \pi^! [-d] : \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar Q)
\rightarrow \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}\label{gtzA}
Das  funktorielle Diagramm 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} ( \op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  Q)\ar[d]_-{\pi^{[*]}
  } \ar[r]^-{\op{real}}&%\ar@{=>}[dl]_-{\sim} 
\op{Der}_{(\bar  B)}
 (\bar  G/\bar  Q)\ar[d]^{\pi^\ast [d]}\\
\op{Der}^{\op{b}} ( \op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  P) \ar[r]^-{\op{real}}
& \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  P)}
\end{displaymath}
kommutiert bis auf eine
 Isotransformation.
Dasselbe gilt mit $\pi^{[!]}$ und $\pi^! [-d]$ an den entsprechenden Stellen.
\end{Satz}

\begin{proof}
Das folgt unmittelbar aus \ref{GfH}.
\end{proof}
\begin{Lemma}
\begin{enumerate}
\item Der exakte Funktor
 $
    \pi^{[\ast]}  $ auf perversen Garben 
  hat einen Rechtsadjungierten $\pi_{[\ast]}$, der
  beschrieben werden kann durch die Formel
  $
    \pi_{[\ast]} = \mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_\ast [-d]
  $.
   \item Der exakte
  Funktor
 $
    \pi^{[!]} 
 $ auf perversen Garben 
   hat seinerseits einen Linksadjungierten $\pi_{[!]}$, der
  beschrieben werden kann durch die Formel
 $
    \pi_{[!]} = \mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_! [d]
  $.

\end{enumerate}

\end{Lemma}
\begin{proof}
Ich zeige nur die erste Aussage, die zweite folgt dual.
Es ist nicht schwer zu sehen, 
da"s f"ur $\mathcal F \in \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P)$
stets gilt
\begin{equation*}
 \pi_{[\ast]} \mathcal F 
\in \op{Der}^{\leq 0 }_{(\bar B)} (\bar G/\bar Q)
\end{equation*}
Hier und bis zum Ende des Beweis ist alles mit
$\leq$ und $\geq$ stets in Bezug auf die 
perversen t-Strukturen zu verstehen.
Dann betrachten wir die Kategorien und Funktoren
% \begin{equation*}
%  \op{Der}^{\leq 0}_{(\bar B)} (\bar  G/\bar  P) \begin{array}{c}
%                                \pi^\ast [d]\\[-1ex] 
% \leftrightarrows \\[-1ex] \pi_\ast [-d]
%                                \end{array}
% \op{Der}^{\leq 0}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  Q) 
% \begin{array}{c} \leftrightarrows\\[-1ex] \tau^{\geq 0} \end{array}
% \op{Per}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  Q)
% \end{equation*}
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\leq 0}_{(\bar  B)} (\bar   G/\bar   P)\ar@{->}  
@< 2pt> [r]\ar@{<-} @<-2pt> [r]_-{\pi^\ast [d]}
^-{\pi_\ast [-d]} &
\op{Der}^{\leq 0}_{(\bar   B)} (\bar   G/\bar   Q) \ar@{->}  
@< 2pt> [r]\ar@{<-} @<-2pt> [r]^-{\tau^{\geq 0}}
& \op{Per}_{(\bar   B)} (\bar   G/\bar   Q)
}
\end{displaymath}
und beachten, da"s oben jeweils der 
Rechtsadjungierte zum Funktor darunter steht, 
Dasselbe gilt dann f"ur die Verkn"upfungen unten und oben.
Die Verkn"upfung unten landet aber 
bereits in $\op{Perv}_{(B)} (G/P)$ und die Verkn"upfung
oben kann auch als $\mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_\ast [-d]$ dargestellt
werden.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
 Als der Rechtsadjungierte 
eines exakten Funktors ist $\pi_{[\ast]}$ nat"urlich linksexakt und
macht Injektive zu Injektiven. 
Da $\op{Perv}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  P)$
endliche homologische Dimension hat, 
k"onnen wir zu $\pi_{[\ast]}$ auch auf den beschr"ankten
derivierten Kategorien den rechtsderivierten Funktor
\begin{equation*}
 {\op{R}} \pi_{[\ast]} : 
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/ \bar  P) \rightarrow
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  Q)
\end{equation*}
bilden, und aus allgemeinen Gr"unden ist er rechtsadjungiert zu
$$\pi^{[\ast]} : 
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G / \bar  Q) \rightarrow
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  P)$$
Indem wir im Diagramm aus Satz \ref{gtz} zu den 
Rechtsadjungierten der Vertikalen "ubergeben, 
erhalten wir, da"s das funktorielle Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} 
\bar  G/\bar  P) \ar[d]_{{\op{R}} \pi_{[\ast]}} \ar[r]^-\sim &
%\ar@{=>}[dl]_-{\sim}
\op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  P) \ar[d]^{\pi_\ast [-d]}\\
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  Q) 
\ar[r]^-\sim &\op{Der}_{(\bar  B)}
(\bar  G/ \bar  Q)
}
\end{displaymath}
bis auf eine
 Isotransformation kommutiert. Dasselbe gilt mit
${\op{L}} \pi_{[!]}$ und $\pi_! [d]$ an den entsprechenden
Stellen.
\end{Bemerkungl}

\subsection{Phantasie zur Kipp"aquivalenz}

\begin{Bemerkung}
 Jetzt nehmen wir an, es gebe eine Kipp"aquivalenz
\begin{equation*}
 \kappa : \op{Der}^b (\tilde{\mathcal O}_0 (k)) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}^b (\tilde{\mathcal O}_0(k))
\end{equation*}
die Vermafahnenmoduln in Nablafahnenmoduln "uberf"uhrt gem"a"s der Vorschrift
\begin{equation*}
 \tilde \Delta_x \llangle -l(x)\rrangle \mapsto \tilde\nabla_{xw_0} \llangle l(xw_0)\rrangle = \tilde\nabla_{xw_0}
\llangle l(w_0)-l(x)\rrangle
\end{equation*} 
Die Komposition
\begin{equation*}
 \op{Der}^b (\tilde{\mathcal O}_0 (k)) \overset{\kappa^{-1}}{\longrightarrow} \op{Der}^b
(\tilde{\mathcal O}_0 (k)) \longrightarrow \op{Der}_{\bar B} (\bar G / \bar B)
\end{equation*}
hat dann die Eigenschaft
\begin{equation*}
 \tilde{\nabla}_{xw_0} [l(w_0) - l(x)] \mapsto \tilde{\Delta}_x [-l(x)] \mapsto j_{x\ast} k_x
[l(x)]
\end{equation*}
Jetzt wei"s ich, da"s es rechts nur ein Objekt gibt, das zu allen $j_{x\ast} k_x [l(x)][n]$ dieselben
Dimensionen an Homomorphismenr"aumen hat wie $j_{y!} k_y [l(y)]$.
In der Tat mu"s so ein Objekt $\mathcal F$ Tr"ager in $\overline{ByB/B}$ haben,
also 
\begin{equation*}
 \mathcal F \overset{\sim}{\rightarrow} a_\ast a^\ast \mathcal F \text{ f"ur }
a : \overline{ByB/B} \hookrightarrow G/B
\end{equation*}
die Einbettung, und betrachten wir dann die Zerlegung
\begin{equation*}
 B_y B/B \overset{j}{\hookrightarrow} \overline{ByB/B} \overset{i}{\hookleftarrow} Z
\end{equation*}
in eine offene und eine abgeschlossene Teilmenge und das ausgezeichnete Dreieck
\begin{equation*}
 j_!j^!a^\ast \mathcal F \rightarrow a^\ast \mathcal F \rightarrow i_\ast i^\ast a^\ast \mathcal F
\end{equation*}
so folgt erst $i^\ast a^\ast \mathcal F= 0$ und dann $j_!j^! a^\ast \mathcal F \overset{\sim}{\rightarrow}
a^\ast \mathcal F$ und damit $a_\ast j_!j^1 a^\ast \mathcal F \overset{\sim}{\rightarrow}
a_\ast a^\ast \mathcal F \overset{\sim}{\leftarrow} \mathcal F$, also
$j_{y!}j^\ast_y \mathcal F \overset{\sim}{\rightarrow} \mathcal F$. Es steht zu hoffen, da"s
dieselbe Argumentation auch Gewichte erh"alt, so da"s wir
$\tilde \Delta_{xw_0} [l(w_o) - l(x)] \mapsto j_{x!} k_x [l(x)]$ erhalten.
Nun ist es ja klar, da"s in den Parit"atsgarben $\op{Der} (j_! k_x [l(x)] [n], \mathcal P)$ nur f"ur
eine Parit"at von Null verschieden sein kann.
Dasselbe scheint also f"ur $\op{Hom}$ (Verma, unzerlegbarer Kipp-Modul)
zu gelten, und das scheint mir aufregend.
\end{Bemerkung}

\newpage



\section{Modulare Koszul-Dualit"at}
\subsection{Einf"uhrung}
\begin{Bemerkungl}\label{urgr}
 Gegeben ein $\DZ$-graduierter Ring $A$ 
betrachten wir die abelsche
Kategorie $A\op{-Mod}^\DZ$ aller $\DZ$-graduierten $A$-Moduln. 
Wir haben  dann zwei verschiedene M"oglichkeiten, auf
ihrer  derivierten Kategorie \glqq einen Teil der Graduierung zu vergessen\grqq,
konkret zwei triangulierte Funktoren
$$\op{Der}(A\op{-Mod})\leftarrow 
\op{Der}(A\op{-Mod}^\DZ)\stackrel{v}{\rightarrow}
A\op{-dgDer}$$
Links steht schlicht der derivierte Funktor
zum Vergessen der Graduierung $A\op{-Mod}^\DZ\ra A\op{-Mod}$.
Rechts dahingegen ist die derivierte Kategorie des 
differentiellen graduierten Rings $(A,d=0)$ gemeint, 
also die Homotopiekategorie der differentiellen graduierten
$A$-Moduln lokalisiert nach Quasiisomorphismen, wie sie etwa in
\cite{BeLu} ausf"uhrlich diskutiert wird. Der 
Funktor nach rechts wirft einen Komplex von
graduierten Bimoduln, gedacht als bigraduierte abelsche Gruppe
$(M^{(i,j)})_{i,j}$ mit $(a\cdot):M^{(i,j)}\ra M^{(i,j+|a|)}$ f"ur $a\in A$ homogen
vom Grad $|a|$ und Differential
 $d:M^{(i,j)}\ra M^{(i+1,j)} $, auf den 
differentiellen graduierten $A$-Modul $vM$ mit
 $(vM)^n\pdef \bigoplus_{i+j=n}M^{(i,j)}$ und mit dem offensichtlichen
Differential. In diesen Konstruktionen sehe ich   das
homologische Grundger"ust der Koszul-Dualit"at.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Um  Koszul-Dualit"at f"ur Kategorie $\mathcal O$ im Sinne
von \cite{BGSo} zu fassen, 
versehe ich dies abstrakte Bild  noch mit Endlichkeitsbedingungen.
Gegeben $A$ eine endlichdimensionale $\DZ$-graduierte Ringalgebra 
%endlicher homologischer Dimension
"uber einem K"orper $k$ betrachten wir die Kategorien
$A\op{-Modf}$ und 
$A\op{-Modf}^\DZ$ der endlichdimensionalen bzw. 
endlichdimensionalen $\DZ$-graduierten $A$-Moduln 
und bezeichnen mit $A\op{-dgDerf}\subset A\op{-dgDer}$ die
volle Unterkategorie 
mit den endlichdimensionalen
 differentiellen graduierten
Moduln als Objekten. Koszul-Dualit"at f"ur Kategorie $\mathcal O$ 
bedeutet in diesen Notationen  die Existenz einer endlichdimensionalen
$\DZ$-graduierten $\DC$-Ringalgebra $A$ 
%endlicher homologischer Dimension 
mitsamt vertikalen "Aquivalenzen von 
triangulierten $\DC$-Kategorien 
$$
\begin{array}{ccccc}
\op{Der}^{\op{b}}(A\op{-Modf})&\leftarrow
& \op{Der}^{\op{b}}(A\op{-Modf}^\DZ)&\rightarrow&
A\op{-dgDerf}\\
\ua\wr&&&&\wr\ua\\
\op{Der}^{\op{b}}({\mathcal O}_0)&&&&\op{Der}_{(B)}G/B
\end{array}
$$
Hier meint $G\supset B$ eine komplexe halbeinfache algebraische Gruppe
mit einer Borel'schen Untergruppe, und wir
erkl"aren
in der beschr"ankten derivierten Kategorie 
$
\op{Der}^{\op{b}}(\DC\op{-Mod}_{/(G/B)})
$ 
der Kategorie aller
Garben von komplexen Vektorr"aumen auf 
der mit der
metrischen Topologie versehenen
komplexen Fahnenmannigfaltigkeit $G/B$   die volle Unterkategorie
$
\op{Der}_{(B)}G/B  
$ 
aller Komplexe von Garben, 
deren Kohomologiegarben eingeschr"ankt
auf $B$-Bahnen alias Bruhat-Zellen s"amtlich konstant  sind mit  freien 
endlichdimensionalen  Halmen. Derartige Komplexe nennen wir im weiteren
\glqq Bruhat-konstruktibel\grqq.
Links  meint ${\mathcal O}_0$ den Hauptblock der Kategorie 
$\mathcal O$ zur Liealgebra der Lang\-lands-dualen Gruppe $G^\vee$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Schlie"slich k"onnen wir unsere $\DZ$-graduierte $\DC$-Algebra $A$
und unsere vertikalen "Aquivalenzen sogar so konstruieren, da"s
unsere linke vertikale "Aquivalenz die t-Strukturen erh"alt,
also abgeleitet ist von einer 
"Aquivalenz von $\DC$-Kategorien $A\op{-Modf}\sira {\mathcal O}_0$,
und da"s es f"ur alle $x$ aus der Weylgruppe 
$W$ einen endlichdimensionalen $\DZ$-graduierten
$A$-Modul $\tilde{M}_x$ gibt, der auf der linken Seite zu einem Vermamodul
mit h"ochstem Gewicht $x\cdot 0$ spezialisiert, auf der rechten Seite
dahingegen zum derivierten direkten
Bild der konstanten perversen 
Garbe auf der Bruhat-Zelle $BxB/B$ unter der Einbettung
nach $G/B$, in Kurzschreibweise
$$
\begin{array}{ccccc}
M(x\cdot 0)\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad \tilde{M}_x\quad
&\quad\mapsto\quad&\quad j_{x*}\underline{BxB/B}[l(x)]
\end{array}
$$
Hier meint $x\cdot 0$ wie "ublich $x\rho-\rho$ f"ur $\rho$ die Halbsumme der
positiven Wurzeln, also der Wurzeln, deren Wurzelr"aume auf 
allen Objekten von $\mathcal O$ lokal nilpotent operieren.
In diesem Fall k"onnen wir sogar erreichen, da"s f"ur 
$\tilde P_x\sra \tilde{M}_x$ die projektive Decke in derselben Weise gilt
$$
\begin{array}{ccccc}
P(x\cdot 0)\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad \tilde{P}_x\quad
&\quad\mapsto\quad&\quad i_{x*}\mathcal{IC}(\overline{BxB/B})
\end{array}
$$
mit $P(x\cdot 0)\sra M(x\cdot 0)$ der projektiven Decke in $\mathcal O_0$.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin,
die analogen Aussagen im modularen Fall zu beweisen.
Wir w"ahlen dazu einen endlichen 
K"orper $k$ positiver Charakteristik $l>0$ und erkl"aren 
die volle Unterkategorie
$
\op{Der}_{(B)}G/B  =\op{Der}_{(B)}(G/B;k)
 \subset \op{Der}^{\op{b}}(k\op{-Mod}_{/(G/B)})
$ 
genau wie oben, nur da"s wir diesmal Garben von $k$-Vektorr"aumen
betrachten, jedoch immer noch auf der 
komplexen Fahnenmannigfaltigkeit.
Auf der anderen Seite hingegen erkl"aren wir 
${\mathcal O}_0={\mathcal O}_0(k)$ nun wie in \cite{So-R} als den
\glqq Subquotienten um den Steinbergpunkt\grqq\  des Hauptblocks 
der Kategorie der endlichdimensionalen rationalen Darstellungen
der algebraischen Gruppe $G^\vee(k)$ "uber $k$.
Damit das sinnvoll ist,
 m"ussen wir uns auf den Fall einschr"anken, da"s die Charakteristik
gr"o"ser ist als die \glqq Coxeterzahl von $G^\vee$\grqq, so da"s  im Inneren 
der um $l$ gestreckten  Alkoven 
der affinen Weylgruppe mindestens ein ganzes Gewicht 
liegt. Unter der st"arkeren Voraussetzung 
$l\geq 5|R|$, da"s also die Charakteristik von $k$ mindestens 
f"unfmal so gro"s ist wie die Zahl der Wurzeln von $G$,
 zeigen wir dann die modularen 
Analoga der in den beiden  vorhergehenden Abschnitten
vorgestellten Aussagen.
Der wesentliche Unterschied 
zum nichtmodularen Fall 
ist, da"s man oben statt dem Schnittkohomologiekomplex 
die entsprechende Parit"atsgarbe erh"alt.
Verwandt dazu ist das Ph"anomen, da"s im modularen Fall  nicht klar ist, 
ob die $\DZ$-graduierte Algebra $A$ 
so gew"ahlt werden kann, da"s sie in negativen Graden verschwindet und
im Grad Null halbeinfach ist, geschweige denn Koszul, wie das im
nichtmodularen Fall in \cite{So-A, BGSo} gezeigt wird.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Der Subquotient um den Steinbergpunkt ${\mathcal O}_0(k)$ 
hat in meinen Augen  per se keine besondere Bedeutung. 
Er kennt jedoch einen Teil
der Multiplizit"aten einfacher Darstellungen von $G^\vee$ in
Weylmoduln, und mein Interesse r"uhrt daher,
da"s ich in ihm  einer besonders gut zug"anglichen
Modellfall sehe, dessen Studium  
bei der Suche nach einem Zugang zu Lusztig's 
modularer Vermutung helfen mag.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{idpp}
  Der gr"o"ste Teil des Beweises steht bereits in \cite{So-R}.  Genauer
  betrachten wir dort die volle Unterkategorie $\mathcal K \subset
  \op{Der}_{(B)} (G/B;k)$, die aus allen derivierten direkten Bildern von
  konstanten Garben auf Bott-Samelson-Variet"aten besteht, mitsamt ihren
  Shifts, direkten Summen und direkten Summanden.  Dann zeigen wir
f"ur $k$ von einer Charakteristik oberhalb 
der Coxeterzahl von $G^\vee$,
da"s es in
  $\mathcal K$ f"ur alle $y \in W$ ein bis auf Isomorphismus eindeutig
  bestimmtes unzerlegbares Objekt $\mathcal L^y$ gibt mit 
Tr"ager im Abschlu"s der durch $y$ gegebenen Zelle $\op{supp} \mathcal
  L^y = \overline{ByB/B}$, das auf der Zelle selbst 
bis auf Shift um die Dimension der Zelle eine konstante Garbe $k$ ist, 
$\mathcal L^y[-l(y)] \mid_{By B/B} =\underline{By B/B}$.  
In moderner Terminologie hei"st $\mathcal L^y$ eine
  Parit"atsgarbe, und in \cite{JMW-P} wird deren
Existenz und Eindeutigkeit 
rein geometrisch und ohne Einschr"ankungen an die
Charakteristik und "uberhaupt in gr"o"serer Allgemeinheit 
gezeigt.  Und schlie"slich zeigen wir in \cite{So-R} eine
  "Aquivalenz von Kategorien
  \begin{equation*}
    \op{Modf-}A \overset{\sim}{\rightarrow} \mathcal O_0(k)
  \end{equation*}
  f"ur $A = \op{Der}^\ast (\mathcal L, \mathcal L)$ die Algebra der
  Selbsterweiterungen von $\mathcal L \pdef \bigoplus_{y \in W} \mathcal L^y$. 
Genauer besteht
   also $A^i$ aus allen Morphismen $\mathcal L \rightarrow \mathcal L [i]$
  in der derivierten Kategorie $\op{Der} (k\op{-Mod}_{/(G/B)})$, und
  $\mathcal O_0 = \mathcal O_0 (k)$ meint 
die regul"are Subquotientenkategorie um
  den Steinbergpunkt aus \cite[2.3]{So-R} wie zuvor.  
Im wesentlichen bleibt uns damit
  nur noch die Aufgabe  der Konstruktion
einer "Aquivalenz von triangulierten $k$-Kategorien
  \begin{equation*}
     \op{dgDerf-}A \overset{\sim}{\rightarrow} \op{Der}_{(B)} G/B
  \end{equation*}
 f"ur diese graduierte $k$-Algebra $A$, die genau genommen die opponierte
Algebra zu der Algebra $A$ der ersten Abschnitte ist.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}\label{ALB}
Die Grundlage dieser Konstruktion bilden 
  allgemeine Resultate der homologischen Algebra, die im folgenden kurz
  diskutiert werden sollen.
Sei $\mathcal{A}$ eine abelsche Kategorie. Eine Menge von Komplexen
$\mathcal{C}\subset \op{Ket} (\mathcal{A})$ hei"se
\glqq endazyklisch\grqq\  genau dann, wenn f"ur alle 
$T,T^{\prime} \in \mathcal{C}$
und alle $n\in\DZ$ die offensichtliche Abbildung einen Isomorphismus
\begin{displaymath}
\op{Hot}_{\mathcal{A}} (T,[n]T^{\prime} ) 
\overset{\sim}{\rightarrow} \op{Der}_{\mathcal{A}}
(T,[n]T^{\prime})
\end{displaymath}
zwischen Morphismen in der Homotopiekategorie und
Morphismen in der derivierten Kategorie liefert.
Gegeben eine endliche 
endazyklische Familie 
$T_1,\ldots, T_l$ bilden wir nun den Komplex $T\pdef \bigoplus T_i$
und versehen seinen  Endomorphismenkomplex 
$E \pdef\op{End}_{\mathcal{A}} T$ mit der 
nat"urlichen Struktur als dg-Ring und den durch die Projektoren gegebenen
Idempotenten $1_i\in E.$
So induziert der Funktor $\op{Hom}_{\mathcal{A}}
(T,\;)$ eine "Aquivalenz von
triangulierten Kategorien zwischen der von den $T_i$ 
in der derivierten Kategorie 
erzeugten vollen triangulierten Unterkategorie
\begin{displaymath} \langle T_1,\ldots,T_l \rangle_\Delta 
\subset \op{Der}(\mathcal{A})\end{displaymath}
und der 
von den dg-Rechtsmoduln $1_iE$ erzeugten vollen triangulierten Unterkategorie 
\begin{displaymath}
\langle 1_1E,\ldots, 1_lE \rangle_\Delta\subset \op{dgDer-} E
\end{displaymath}
Man beachte, da"s hier als Zwischenschritt 
die nach Annahme ebenfalls "aquivalente in der Homotopiekategorie 
erzeugte volle triangulierte Unterkategorie
\begin{displaymath} \langle T_1,\ldots,T_l \rangle_\Delta 
\subset \op{Hot}(\mathcal{A})
\end{displaymath}
eingef"ugt werden mu"s, auf der dann auch $\op{Hom}_{\mathcal{A}}
(T,\;)$ erst recht eigentlich sinnvoll erkl"art werden kann.
Im f"ur uns relevanten Fall, da"s die $T_i$ aus in Richtung der Pfeile
beschr"ankten Komplexen projektiver Objekte von $\mathcal A$ bestehen,
kann man den besagten Funktor aber auch auf $\op{Hot}(\mathcal{A})$
selbst bereits sinnvoll erkl"aren.
 Des weiteren ist bekannt, da"s f"ur jeden 
Quasiisomorphismus 
$D\ra E$ von dg-Ringen, also jeden Homomorphismus von dg-Ringen,
 der auf der Kohomologie Isomorphismen induziert,
die Restriktion eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien 
$$\op{dgDer-}E\sira \op{dgDer-}D$$ 
induziert. M"ogliche Quellen f"ur Aussagen dieser Art sind \cite{RickMo,Kel}.
Die hier gegebenen Versionen wird der Leser jedoch auch unschwer selbst
pr"ufen k"onnen.
 \end{Bemerkungl}
 

 \begin{Bemerkungl}\label{FGHx}
Nun  wenden wir diese Erkenntnisse an auf die abelsche Kategorie 
aller Garben von $k$-Vektorr"aumen auf 
der Fahnenmannigfaltigkeit und beachten
$\langle \mathcal L^y\mid y\in W\rangle_\Delta=\op{Der}_{(B)} G/B$.
Repr"asentieren  wir also  die Parit"atsgarben oder vielleicht
besser Parit"atskomplexe $\mathcal L^y$ durch gegen die Pfeile
beschr"ankte Komplexe von injektiven Garben $(\mathcal L^y)^\ast$, bilden den Komplex
von injektiven Garben
$\mathcal L^\ast\pdef \bigoplus(\mathcal L^y)^\ast$ und betrachten 
dessen Endomorphismenkomplex
$\op{End}_{\op{Garb}}\mathcal L^\ast$ mit seiner nat"urlichen Struktur als 
dg-Ring und den offensichtlichen Idempotenten $1^y$, 
so liefern die  "Uberlegungen
aus \ref{ALB} schon einmal eine "Aquivalenz von
triangulierten
Kategorien 
$$\op{Der}_{(B)} G/B\sira \langle 1^yE\mid y\in W\rangle_\Delta
\subset \op{dgDer-} E$$
Per definitionem  ist die Kohomologie von $E$ genau unser
graduierter Ring $A= \op{Der}^\ast (\mathcal L, \mathcal L)$
von oben.
Finden wir nun noch einen weiteren dg-Ring $D$ und Quasiisomorphismen
$E\leftarrow D\ra A$ und homogene Idempotente $1^y\in D,$ die
auf die entsprechenden Idempotenten in $E$ und $A$ abgebildet werden,
so erhalten wir daraus weiter 
 eine "Aquivalenz von
triangulierten
Kategorien 
$$\op{Der}_{(B)} G/B\sira \langle 1^yA\mid y\in W\rangle_\Delta
\subset \op{dgDer-} A$$
Dann m"ussen wir nur  Endlichkeitsbedingungen abgleichen, um zu zeigen,
da"s die Mitte auch als
$\op{dgDerf-}A$ beschrieben werden kann.
 \end{Bemerkungl}


 \begin{Bemerkungl}
   Um schlie"slich unseren dg-Ring $D$ mit Quasiisomorphismen
$E\leftarrow D\ra A$ zu finden, halten wir uns an 
 \cite{DGMS} und "ubertragen die dort gegebene 
Argumentation in einen \'etalen Kontext.
Die Frobeniusoperation  "ubernimmt dabei den
Part, der dort von der Hodgetheorie gespielt wird.
Insbesondere arbeiten wir also anders als bis hierher dargestellt 
gar nicht auf der komplexen 
Fahnenmannigfaltigkeit, sondern vielmehr auf der Fahnenmannigfaltigkeit
"uber einem endlichen K"orper $\mathbb F$,  dessen Charakteristik $p$
von der Charakteristik $l$ von $k$ 
 verschieden ist.  Das Hauptresultat wird in dieser Form in \ref{MKD}
formuliert.
Die "Ubertragung der Resultate 
auf den Fall komplexer Fahnenmannigfaltigkeiten gelingt mit bekannten
Methoden \cite[6.1.9]{BBD} 
und soll in dieser Arbeit nicht  thematisiert werden.
Des weiteren 
 arbeiten wir aus technischen Gr"unden 
anders als in \ref{FGHx} dargestellt nicht mit normalen Garben, sondern
vielmehr mit 
perversen Garben zur mittleren Perversit"at: 
Nur in dieser Welt gelingt es mir, kontrolliert kleine 
hinreichend azyklische Aufl"osungen zu konstruieren.
 \end{Bemerkungl}
\subsection{Bigraduierungen und Verscherung}
\begin{Bemerkungl}
Ich will hier den Funktor nach rechts in
\ref{urgr} noch etwas ausf"uhrlicher diskutieren und gleichzeitig 
weitere Notationen festklopfen.
Sei zun"achst $\Gamma$ eine beliebige abelsche Gruppe.
Unter einem 
$\Gamma$-graduierten dg-Ring
verstehen wir einen
$(\Bbb{Z} \times \Gamma)$-graduierten Ring $$R =\bigoplus R^{n,\gamma}$$ mitsamt
Gruppenhomomorphismen $d: R^{n,\gamma} \rightarrow R^{n+1,\gamma}$ derart,
da"s wir bei Vergessen der $\Gamma$-Graduierung einen dg-Ring erhalten.
Wir erkl"aren dazu 
eine abelsche und zwei triangulierte Kategorien
\begin{displaymath}
  \begin{array}{lll}
R\op{-dgMod}^{\Gamma} &=& \op{dgMod}^{\Gamma}_R\\[2mm]

R\op{-dgHot}^\Gamma &=& \op{dgHot}^\Gamma_R\\[2mm]

R \op{-dgDer}^\Gamma &=& \op{dgDer}^\Gamma_R
\end{array}
\end{displaymath}
f"ur die wir wie angedeutet jeweils zwei alternative
Notationen verwenden,
wie folgt:
Die erste Kategorie
$\op{dgMod}^{\Gamma}_R$ besteht aus allen $\Gamma$-graduierten dg-Moduln "uber 
$R;$ die Zweite $\op{dgHot}^\Gamma_R$ hat 
dieselben Objekte, aber Homotopieklassen als Morphismen, wobei Homotopien
stets dahingehend zu verstehen sind, 
da"s sie die $\Gamma$-Graduierung erhalten; 
die Dritte $\op{dgDer}^\Gamma_R$
entsteht aus der Zweiten durch  Lokalisierung
an allen Quasiisomorphismen.
Analog erkl"art man  entsprechende  Kategorien von
Rechtsmoduln und notiert sie $\op{dgMod}^{\Gamma}_{-R}$ etc.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
 Unsere $\Gamma$-graduierten dg-Ringe sind genau
 die Monoidobjekte
der Tensorkategorie
$\op{Ket}^\Gamma$ aller Komplexe von $\Gamma$-graduierten abelschen Gruppen. 
\label{VTFFa} 
Ist $\varphi:\Gamma\ra\DZ$ ein Gruppenhomomorphismus 
und $M$ eine $\Gamma$-graduierte abelsche dg-Gruppe, so erkl"aren wir die
\glqq mit $\varphi$ 
verscherte $\Gamma$-graduierte dg-Gruppe\grqq\  $\hat{M}\in \op{Ket}^\Gamma$  als die
\glqq umgraduierte\grqq\  dg-Gruppe, die gegeben wird durch die Vorschrift
$$\hat{M}^{i,\gamma}\pdef M^{i+\varphi(\gamma),\gamma}$$
Dies Umgraduieren $U:M\mapsto \hat M$ ist  kein Tensorfunktor, 
wenn wir es zusammen mit den naiven nat"urlichen Isomorphismen
$U(M\otimes N)\sira (UM)\otimes (UN)$ betrachten,  denn diese sind nicht mit den
Differentialen vertr"aglich. Wir erhalten jedoch  einen Tensorfunktor
$(U,\xi)$, wenn wir $U$ erg"anzen durch die nat"urlichen Isomorphismen
$$\xi:U(M\otimes N)\sira (UM)\otimes (UN)$$
die gegeben werden durch die Vorschrift 
$\xi:m\otimes n\mapsto (-1)^{j\varphi(\alpha)}m\otimes n$
f"ur $m\in M^{i,\alpha}$ und $n\in N^{j,\beta}$.
% Man beachte jedoch, da"s dies Umgraduieren $M\mapsto \hat M$ erst dann ein
% Tensorfunktor wird, wenn wir im Bildbereich die Variante
% $\otimes^\varphi$ des Tensorprodukts betrachten, bei der das  Differential
% f"ur $m\in \hat{M}^i_\gamma$ gegeben wird durch 
% $d(m\otimes^\varphi n)=(dm)\otimes^\varphi n+ 
% (-1)^{i+\varphi(\gamma)}m\otimes^\varphi (dn)$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Ist $\varphi:\Gamma\ra\DZ$ ein Gruppenhomomorphismus 
und $R$ ein $\Gamma$-graduierter dg-Ring, so erkl"aren wir den
\glqq mit $\varphi$ 
verscherten $\Gamma$-graduierten dg-Ring\grqq\  $\hat{R}$  als den
\glqq umgraduierten\grqq\  Ring, der gegeben wird durch die Vorschrift
$$\hat{R}^{n,\gamma}=R^{{n+\varphi(\gamma)},\gamma}$$
mit der Multiplikation, die wir in der Notation aus \ref{VTFFa}
als die Komposition 
$$U(R)\otimes U(R)\sira U(R\otimes R)\ra U(R)$$ erhalten,
mit dem Inversen von $\xi$ als erstem Pfeil
und
der umgraduierten Multiplikation auf $R$ als zweitem Pfeil.
Die entsprechende Verscherung von
$\Gamma$-graduierten dg-Moduln liefert  dann "Aquivalenzen
$R\op{-dgMod}^{\Gamma} \cong  \hat{R}\op{-dgMod}^{\Gamma}$ und dergleichen
in offensichtlicher Weise. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Das folgende kann als ein Spezialfall dieser sehr allgemeinen Konstruktionen
  verstanden werden, in dem allerdings weniger Symmetrie 
sichtbar ist. Wir gehen nun auch zu einer weniger
symmetrischen Notation "uber in der Hoffnung, da"s das die Arbeit 
besser lesbar macht. Insbesondere betrachten wir im folgenden
$\Gamma=\DZ,$ $\varphi=-\op{id}$, 
schreiben $M^{(i,j)}$ f"ur die homogenen Komponenten 
unter der  Start-Bigraduierung (die oben  $M^{i,\gamma}$ hie"sen), 
und schreiben 
$M^{i,j}\pdef M^{(i-j,j)}$ f"ur die homogenen Komponenten der 
verscherten Bigraduierung (die in der obigen Notation
$\hat{M}^{i,\gamma}$ notiert worden w"aren).
In anderen Worten schreiben wir also vor der Umgraduierung 
eingeklammerte obere Indizes und nach der Umgraduierung 
lassen wir die Klammern um die oberen Indizes weg.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{GHJK}
Jeder $\DZ$-graduierte Ring $A$ kann  auch als
$\DZ$-graduierter dg-Ring mit mit Differential Null und
 diagonaler Bigraduierung
aufgefa"st werden, in Formeln
 $A^{i,j}\pdef A^i$
f"ur $i=j$
und $A^{i,j}=0$ sonst.
Das w"are in der Begrifflichkeit von
eben die Verscherung des bigraduierten dg-Rings mit
$A^{(i,j)}=0$ f"ur $i\neq 0$ und $A^{(0,j)}=A^j$.
Wir erhalten dann eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien
$$U:\op{Der}(A\op{-Mod}^{\mathbb Z})  \sira     
A\op{-dgDer}^{\mathbb Z}$$
indem wir  jedes Objekt 
$M=\bigoplus M^{(i,j)}\in \op{Ket}(A\op{-Mod}^{\mathbb Z}  )$ 
links 
abbilden auf
das umgraduierte Objekt $U(M)=\bigoplus M^{i,j}\in A\op{-dgDer}^{\mathbb Z} $
mit $M^{i,j}\pdef M^{(i-j,j)}$ alias $M^{i+j,j}=M^{(i,j)}$.
Der Funktor $v$ aus \ref{urgr} ist dann gerade Verkn"upfung dieser
"Aquivalenz mit dem Vergessen der  $\DZ$-Graduierung zum zweiten Index
$A\op{-dgDer}^{\mathbb Z} \ra A\op{-dgDer}$.
Ich will auch im weiteren Verlauf der Arbeit versuchen, diese 
beiden gegeneinander 
verscherten Bigraduierungen dadurch auseinanderzuhalten, da"s ich
wie oben eine von beiden in Klammern notiere, und will daf"ur $U(M)$ 
nach M"oglichkeit mit $M$ abk"urzen.
Beim Verschieben der kohomologischen Graduierung benutze ich 
die zwei Varianten $[1]M$ und $M[1]$, die 
 $\DZ[1]\otimes M$ und $M\otimes\DZ[1]$ abk"urzen.
Sie unterscheiden sich nur in den Vorzeichen der Differentiale:
Bei $M[1]$ lasse ich, anders als in der Literatur "ublich,
die Differentiale unver"andert, bei 
 $[1]M$ kriegen sie alle ein Minus, und letzteres ist die Verschiebung,
die  bei 
ausgezeichneten Dreiecken zu verwenden ist.
Beim Verschieben von dg-Moduln  verwende ich die Konvention
$r([1]m)=(-1)^{|r|}[1](rm)$ und deren Analoga
in hoffentlich offensichtlicher Notation.
Beim Verschieben der zus"atzlichen $\DZ$-Graduierung verwende ich 
die Notationen $\llangle n \rrangle$ in $A\op{-Mod}^{\mathbb Z}$
und 
$\langle n \rangle$ in $A\op{-dgMod}^{\mathbb Z}$ und setze genauer
$$(M\llangle n \rrangle)^{(i,j)}=M^{(i,j+n)}\qquad\text{und}\qquad
 (N\langle n \rangle)^{i,j}=N^{i,j+n}.$$
Das f"uhrt dann zu kanonischen Isomorphismen
$U(M[n])=(UM)[n]$ und 
$U(M\llangle n \rrangle)=(UM)[n]\langle n \rangle$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
Die obige  Konvention 
f"ur $\langle n \rangle$
ist umgekehrt zu der Konvention in \cite{BGSo} und
\cite{So-R}. 
Um beide Notationen auseinanderzuhalten, 
versehe ich die Notation von dort mit einem unteren Index $\op{BGS}$, so da"s
also die Beziehung zu unserer Notation hier durch die Formel
$\langle 1 \rangle_{\op{BGS}}=\langle -1 \rangle$ ausgedr"uckt werden kann.
In \cite{BGSo} hat sich meines 
Erachtens auch ein Fehler eingeschlichen, den ich hier
richtig stellen will: Mir scheint, das  $\langle 1 \rangle_{\op{BGS}}$ 
aus \cite[4.1.6]{BGSo}  
ist ein 
Tate-Twist vom Grad $-1$ und nicht wie dort behauptet ein 
Tate-Twist vom Grad $1$,
und damit alles zusammenpa"st, mu"s man dann die entsprechende 
Formel nach \cite[4.1.4]{BGSo} 
zu $\mathcal F\langle 2n \rangle_{\op{BGS}}=\mathcal F(n)$ korrigieren. 
\end{Bemerkunge}

\subsection{Geometrisch projektive perverse Aufl"osungen}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $L$ ein K"orper.  Wir gehen aus von der Kategorie
  %$\op{Sch}_{L}^{fts}$ 
aller separierten Schemata von endlichem
  Typ 
  "uber $L$. Die Objekte dieser Kategorie nennen wir Variet"aten "uber
  $L$, obwohl wir von ihnen nicht fordern, da"s sie irreduzibel oder
  reduziert sein sollen. %Das finale Objekt dieser Kategorie 
%notieren wir $\op{sch}_{L}\pdef \op{Spec}L.$
 \end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}
  Sei $k$ ein  endlicher K"orper derart, da"s
  $L$ und $k$ nicht dieselbe Charakteristik haben.  So erkl"aren wir
f"ur jede Variet"at "uber $L$ %$X\in \op{Sch}_{L}^{fts}$
  mit Grothendieck \cite{SGA4} zun"achst einmal die
  abelschen Kategorien
$\op{Garb} (X; k)\supset \op{Garb}^c (X; k)$
aller \'etalen bzw.\ konstruktiblen \'etalen Garben von $k$-Vektorr"aumen auf
$X$. Wir halten den endlichen Koeffizientenk"orper $k$ unserer
Garben  im folgenden
fest und vereinfachen unsere Notation zu
$$\op{Garb} (X)\supset \op{Garb}^c (X)$$
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
 Wir interessieren 
uns insbesondere f"ur den Fall eines endlichen K"orpers $L=\mathbb F$
und den "Ubergang zu seinem algebraischen Abschlu"s $L=\bar{\mathbb F}.$
Diesen "Ubergang deuten wir im folgenden durch Queren an, also
$\bar{X}\pdef X\times_{\mathbb F}\bar{\mathbb F}$ und so weiter.
Ist (E) eine Eigenschaft und sagen wir von etwas, 
es sei \glqq geometrisch (E)\grqq, so ist gemeint,
da"s es nach Erweiterung der Skalare zu $L=\bar{\mathbb F}$ 
die Eigenschaft (E) haben soll.
% Insbesondere schreiben wir $\op{pt}=\op{Spec} \mathbb F$ und
% $\bar{\op{pt}}=\op{Spec} \bar{\mathbb F}$. 
\end{Bemerkungl} 

\begin{Bemerkungl}
Sei $B$ ein 
Gruppenobjekt in der Kategorie der  $\mathbb F$-Variet"aten.
Eine $B$-Variet"at $X$ hei"se {\bf geometrisch linear} genau dann,
wenn $\bar X$ in endlich viele $\bar B$-Bahnen zerf"allt und wenn
diese Bahnen dar"uber hinaus mit ihrer reduzierten
Struktur isomorph sind zu $\bar{\mathbb F}$-Variet"aten, die 
endlichdimensionalen $\bar{\mathbb F}$-Vektorr"aumen entsprechen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkung}
  Die im folgenden bewiesenen Resultate benutzen nur 
Eigenschaften der durch die Bahnen gegebenen Stratifizierung 
von $X.$ Wir k"onnten allgemeiner mit einer beliebigen 
\glqq geometrisch linearen Whitney-Stratifizierung\grqq\  arbeiten. 
Da ich mich aber eh nur f"ur die F"alle interessiere, die von
Gruppenoperationen herkommen, insbesondere f"ur Fahnenmannigfaltigkeiten
mit ihrer Bruhat-Zerlegung,  will  ich an dieser Stelle die
Diskussion des Begriffs einer Whitney-Stratifizierung
vermeiden.
\end{Bemerkung}




\begin{Bemerkungl}
 Ist $X$ eine $B$-Variet"at
"uber  $\mathbb F$, so notieren wir
$$\op{Garb}_{(\bar B)}(\bar X   )\subset \op{Garb}^c (\bar X   )$$
die volle Unterkategorie derjenigen Garben, die auf allen
$\bar B$-Bahnen konstant sind, und
$$\op{Garb}_{( B)}( X   )\subset \op{Garb}^c ( X   )$$
die volle Unterkategorie derjenigen Garben,
die nach Erweiterung der Skalare zu $\bar{\mathbb F}$
in $\op{Garb}_{(\bar B)}(\bar X   )$ landen.
Des weiteren betrachten wir die triangulierten $k$-Kategorien
$$\op{Der}_{(\bar B)}(\bar X   )\subset 
\op{Der}^{\op{b}} (\bar  X   )\pdef \op{Der}^{\op{b}} (\op{Garb} (\bar  X   ))$$
$$\op{Der}_{( B)}( X   )\subset 
\op{Der}^{\op{b}} (  X   )\pdef \op{Der}^{\op{b}} (\op{Garb} (  X   ))$$
aller Komplexe mit Kohomologie in  $\op{Garb}_{(\bar B)}(\bar X   )$ 
beziehungsweise mit Kohomologie in  $\op{Garb}_{( B)}( X   )$.
Schlie"slich  betrachten wir noch die abelschen $k$-Kategorien
der zugeh"origen  perversen Garben
$$\op{Perv}_{(\bar B)}(\bar X   )\subset 
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar  X   )$$
$$\op{Perv}_{( B)}( X   )\subset 
\op{Der} _{( B)}( X   )$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}\label{PAg}
Ist $X$ eine geometrisch lineare $B$-Variet"at "uber $\mathbb F,$
so liefert der  
 Realisierungsfunktor $\op{real}$ aus 
\cite[3.1.7]{BBD}   "Aquivalenzen von Kategorien
$$
 \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar X   )) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar X   )
$$
$$
 \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{( B)} (X   )) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}_{(B)} (X   )
$$
\end{Proposition}


\begin{Bemerkungl}
  Der offensichtliche Funktor liefert
unter diesen Annahmen  keineswegs "Aquivalenzen von Kategorien
$
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Garb}_{(\bar B)} (\bar X )) \overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar X )
$. Das ist der Grund daf"ur, da"s wir im folgenden meist mit perversen Garben
arbeiten.
\end{Bemerkungl}





\begin{proof}
Wir konzentrieren uns auf die zweite Aussage.
Da die Einbettung  jeder Bahn ein affiner Morphismus 
$j:D \hra X$ ist, sind f"ur jede geometrisch konstante perverse 
Garbe $\mathcal C$ auf $D$ auch $j_!\mathcal C$ und $j_\ast\mathcal C$
pervers. Sowohl alle derartigen  $j_!\mathcal C$ als auch 
alle derartigen  $j_\ast\mathcal C$ erzeugen beide triangulierten Kategorien.
Da der fragliche Funktor volltreu ist auf Morphismen 
$j_!\mathcal C \ra j'_\ast\mathcal C'[n],$ mu"s er damit eine
"Aquivalenz von Kategorien sein.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
 \emph{Der vorhergehende 
Beweis ist falsch, aber Simon Riche hat einen richtigen Beweis.}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Sei $X$ eine geometrisch lineare $B$-Variet"at "uber $\mathbb F$.
  Die Differenz zwischen der
  gr"o"stm"oglichen und der kleinstm"oglichen Dimension einer Bahn
   nennen wir die  Breite von $X$ und notieren sie $\op{br}(X)$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}\label{gPG}
Sei $X$ eine geometrisch lineare $B$-Variet"at "uber $\mathbb F$.
  \begin{enumerate}
  \item  Die abelsche
      Kategorie $\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar X   )$ besitzt gen"ugend
    projektive Objekte und ihre homologische Dimension ist beschr"ankt
durch die Breite unserer $B$-Variet"at $X$.
\item
Jedes Objekt von $\op{Perv}_{( B)} ( X   )$ ist Quotient eines
geometrisch projektiven Objekts von $\op{Perv}_{( B)} ( X   )$.
  \end{enumerate}
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Die erste Aussage folgt aus \cite[3.2.1]{BGSo}.
Um eine projektive Decke eines Objekts  
 $\bar{\mathcal F}\in \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar X   )$ zu erhalten, kann man
sukzessive die universelle Erweiterung 
mit halbeinfachen Objekten nehmen in der Weise,
da"s wir f"ur alle einfachen Isomorphieklassen 
$\bar{\mathcal L}_i$ den $k$-Vektorraum 
$E_i\pdef \op{Ext}^1(\bar{\mathcal F},\bar{\mathcal L}_i)$ 
betrachten
und die  kanonischen Elemente von 
$E_i^\ast\otimes_k E_i=\op{Ext}^1(\bar{\mathcal F},E_i^\ast\otimes_k\bar{\mathcal L}_i)$
zusammenfassen zu einem Element von
$$\op{Ext}^1(\bar{\mathcal F},{\textstyle\bigoplus} E_i^\ast\otimes_k\bar{\mathcal L}_i)$$
und
die Mitte der zugeh"origen kurzen exakten Sequenz nehmen.
Sicher kommt jedes einfache Objekt 
$\bar{\mathcal L}_i\in \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar X   )$
von einem Objekt $\mathcal L_i\in \op{Perv}_{( B)} ( X   )$ her.
F"ur  $\mathcal F\in \op{Perv}_{( B)} ( X   )$ tr"agt dann
$E_i=\op{Ext}^1(\bar{\mathcal F},\bar{\mathcal L}_i)$
eine Galoisoperation und die universelle Erweiterung
ist ein galoisinvariantes Element von 
$\op{Ext}^1(\bar{\mathcal F},E_i^\ast\otimes_k\bar{\mathcal L}_i).$
Nach den Argumenten im Beweis von \cite[5.1.2]{BBD} l"a"st sich
dieses Element also zu einem Element von $\op{Ext}^1({\mathcal
  F},E^\ast_i\otimes_k\mathcal L_i)$ liften, 
wenn auch nicht in eindeutiger Weise.
Die Erweiterung mit diesen Lifts als Komponenten  entspricht hinwiederum
einer  Erweiterung  von Objekten aus $\op{Perv}_{( B)} ( X   )$. 
Nach endlich vielen Schritten dieser Art erhalten  wir dann
einen Epimorphismus eines  geometrisch projektiven Objekts
auf unser Objekt $\mathcal F.$
\end{proof}




% \begin{Bemerkungl}
% Ist unsere $B$-Variet"at $X$ "uber $\mathbb F$ geometrisch linear,
% so besitzt die Kategorie 
% $\op{Garb}_{(\bar B)}(\bar X; k)$ gen"ugend injektive Objekte und
% die homologische Dimension dieser Kategorie 
% kann nach oben abgesch"atzt werden durch 
% die Differenz
% zwischen der gr"o"stm"oglichen und der kleinstm"oglichen
% Dimension einer Bahn. 
% Diese Differenz nennen wir die {\bf Breite von $X$} 
% und notieren sie 
%  $\op{br}(X)$. Bezeichne in der Tat 
% $D$ die unzusammenh"angende Vereinigung der 
% $B$-Bahnen von $X$ und $j : \bar D \rightarrow
% \bar X$ den offensichtlichen Morphismus. Der vermittels der Adjunktion erkl"arte
% Morphismus $\bar{\mathcal F} \rightarrow j_{(\ast)} j^{(\ast)} \bar{\mathcal F}$ 
% ist eine Einbettung in ein injektives Objekt,
% und der Tr"ager des Kokerns hat echt kleinere Dimension
% als der Tr"ager von  $\bar{\mathcal F}$. 
% Die Notation $(\ast)$ deutet an, da"s wir 
% die underivierten Funktoren
% meinen, die in anderen Quellen vielfach auch $j_\ast$ und $j^{-1}$ 
% notiert werden.
% \end{Bemerkungl}



  % \begin{Bemerkungl}
%     Sei $X$ eine geometrisch lineare 
%  $B$-Variet"at "uber $\mathbb F.$ Wir nennen eine \'etale
%     Garbe $\mathcal I \in \op{Garb}_{(B)} X$ {\bf geometrisch
%       injektiv}\index{geometrisch injektiv} genau dann, wenn $\bar{\mathcal
%       I}$ ein injektives Objekt der Kategorie $\op{Garb}_{(\bar B)} \bar X$
%     ist.
%  F"ur jede Garbe $\mathcal F \in \op{Garb}_{(B)} X$ existiert eine Einbettung
% in eine geometrisch injektive Garbe $\mathcal F \hookrightarrow \mathcal I$.
%  Bezeichne in der Tat $D$ die unzusammenh"angende Vereinigung der 
% $B$-Bahnen von $U$ und $j : D \rightarrow
% U$ den offensichtlichen Morphismus. Der vermittels der Adjunktion erkl"arte
% Morphismus $\mathcal F \rightarrow j_{(\ast)} j^{(\ast)} \mathcal F$ ist die
% gew"unschte Einbettung. 
% \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wir notieren $\op{gpPerv}_{(B)} X\subset \op{Perv}_{(B)} X$ die volle
Unterkategorie der geometrisch projektiven Objekte.
\end{Bemerkungl}
% \begin{Lemma}\label{KPgg}
% Sei $X$ eine geometrisch lineare 
%  $B$-Variet"at "uber $\mathbb F.$  F"ur jeden beschr"ankten Komplex 
% $\mathcal F \in \op{Ket}^{[a,b]} (\op{Perv}_{(B)} X)$ gibt
% es einen Quasiisomorphismus 
% $ \mathcal P\qri\mathcal F $ von einem 
% Komplex $\mathcal P\in \op{Ket}^{[a-\op{br}(X),b]} (\op{gpPerv}_{(B)} X)$ 
% von geometrisch projektiven 
% Objekten von $\op{Perv}_{(B)} X$ nach $\mathcal F$.
% \end{Lemma}
\begin{Lemma}\label{KPgg}
Sei $X$ eine geometrisch lineare 
 $B$-Variet"at "uber $\mathbb F.$  F"ur jeden beschr"ankten Komplex 
$\mathcal F \in \op{Ket}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(B)} X)$ gibt
es einen Quasiisomorphismus 
$ \mathcal P\qri\mathcal F $ von einem 
Komplex $\mathcal P\in \op{Ket}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(B)} X)$ 
von geometrisch projektiven 
Objekten von $\op{Perv}_{(B)} X$ nach $\mathcal F$.
\end{Lemma}
\emph{Dieser Beweis ist auch falsch!}
\begin{proof}
 Wie "ublich %, vergleiche etwa \ref{EIA}, 
erh"alt 
man einen Quasiisomorphismus von einem
mit den  Pfeilen beschr"ankten Komplex.
Da $\op{Perv}_{(\bar B)} \bar X$ endliche 
homologische Dimension %$\leq \op{br}(X)$ 
hat, kann man
diesen %etwa nach \ref{glDD} 
zu einem  beschr"ankten 
Komplex von geometrisch projektiven Objekten beschneiden.
\end{proof}




\subsection{Bott-Samelson-Komplexe}

\begin{Bemerkungl}
 Wir erkl"aren wie "ublich 
$k(-1)\pdef c_! c^\ast k[2]$ f"ur
$c$ die konstante Abbildung der Geraden $\op{Spec}\mathbb F[X]$ auf
den Punkt  $\op{Spec}\mathbb F$. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}\label{BSk}
  Wir betrachten nun $G \supset B $ eine reduktive algebraische Gruppe "uber
  $\mathbb F$ mit einer ausgezeichneten Borel'schen.
Sei $(W,S)$ das zugeh"orige Coxetersystem.
F"ur jede einfache Spiegelung  $s\in S$ sei 
$P_s\supset B$ die zugeh"orige minimale Parabolische und
$\pi_s:G/B\ra G/P_s$ die Projektion.
F"ur jedes $x\in W$ sei $j_x: BxB/B\hra G/B$ die Einbettung der
zugeh"origen Bruhatzelle.
Wir gehen von der Wolkenkratzergarbe 
$j_{e\ast} k\in \op{Perv}_{(B)} (G/B;k)$ aus,
f"ur $j_e$ die Einbettung der nulldimensionalen
$B$-Bahn. 
F"ur jede endliche Folge 
$f=(s,t,\ldots, r)$ in $S$ betrachten wir dann das Objekt 
$$\mathcal S_f\pdef \pi_s^\ast\pi_{s\ast}\pi_t^\ast\pi_{t\ast}\ldots
\pi_r^\ast\pi_{r\ast} j_{e\ast} k\in\op{Der}_{(B)} (G/B;k) $$
In anderen Worten kann dieser Komplex beschrieben werden als
 das direkte Bild der konstanten Garbe 
auf einer Bott-Samelson-Variet"at unter der Projektion auf die
Fahnenmannigfaltigkeit. Wir nennen $\mathcal S_f$ deshalb einen 
{\bf Bott-Samelson-Komplex}. % Eine grobe Absch"atzung zeigt, da"s die perverse
% Kohomologie dieser Komplexe au"serhalb der Grade $[0,2n]$ verschwinden mu"s,
% f"ur $n$ die L"ange der Folge $f.$ Feinere Argumente k"onnen zeigen, da"s
% sich die perverse Kohomologie noch sehr viel st"arker auf die 
% Grade in der Mitte dieses Intervalls konzentiert.
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}\label{erzGO}
  Die geometrische Kategorie $\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)$ 
ist das triangulierte
Erzeugnis der Geometrisierungen $\bar{\mathcal S}_f$ der Bott-Samelson-Komplexe
zu allen  reduzierten Folgen von einfachen Spiegelungen.
\end{Proposition}
% \begin{Bemerkungl}
%   Es reicht sogar, wenn wir hier f"ur jedes Element der Weylgruppe nur den
%   Komplex zu einer reduzierten Darstellung nehmen. % Nach den Resultaten
% % aus \cite{So-R} erzeugt sogar schon die direkte Summe einer  
% % so gebildeten  
% % Familie von Bott-Samelson-Komplexen.
% \end{Bemerkungl}

\begin{proof}
 Das folgt  aus dem anschlie"senden technischen Lemma \ref{terr}. 
\end{proof}
\begin{Lemma}\label{terr}
F"ur jede  abgeschlossene $B$-stabile Untervariet"at $Y\As G/B$  ist 
die geometrische Kategorie $\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)_{\bar Y}$ 
aller Komplexe mit Tr"ager in  $\bar Y$ 
 das triangulierte
Erzeugnis der  Geometrisierungen  der Bott-Samelson-Komplexe
zu denjenigen reduzierten Folgen von einfachen Spiegelungen, die Elemente $ y\in W$  mit $ByB/B\subset Y$ 
darstellen. 
\end{Lemma}


\begin{proof}
Sei $x\in W.$
F"ur $f$ eine reduzierte Darstellung von $x$ ist
$j_x^\ast\mathcal S_f\cong \underline{BxB/B}$ 
die konstante Garbe auf der 
zugeh"origen Zelle und
der Abbildungskegel "uber dem 
adjungierten Morphismus 
$\mathcal S_f\ra j_{x\ast}\underline{BxB/B}$ hat Tr"ager in der Vereinigung
aller Zellen $ByB/B$ mit $y<x.$ Eine offensichtliche Induktion 
beendet den Beweis.
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Tate-Reinheit f"ur Bott-Samelson-Komplexe}]
  Gegeben  Bott-Samelson-Komplexe $\mathcal S_f$ und $\mathcal S_g$
verschwinden  ihre geometrischen Erweiterungsr"aume\label{TRB} 
$\op{Der}(\bar{\mathcal S}_f,\bar{\mathcal S}_g[n])$ 
f"ur  $n$ ungerade und sind als Galoismoduln eine Erweiterung von Kopien von
$k(-m)$ f"ur $n=2m$ gerade.
\end{Satz}
\begin{proof}
 Mit Adjunktionen und der Erkenntnis $\pi_s^!= \pi_s^*[2](1)$ 
ziehen wir uns auf den Fall zur"uck, da"s $f$ die leere Folge ist.
Dieser Fall hinwiederum ist ein Spezialfall der im Anschlu"s
bewiesenen Proposition \ref{RHZj}.
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben ein Bott-Samelson-Komplex $\mathcal S$
und $x\in W$ gilt\label{RHZj}  f"ur $n$ ungerade
$\mathcal H^n j_x^*\mathcal S=0$  und
f"ur $n=2\nu$ gerade ist $\mathcal H^n j_x^*\mathcal S$
 eine Erweiterung von Kopien von
$ \underline{BxB/B}(-\nu)$.
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}\label{kjh}
  Genauer zeigt der folgende Beweis, da"s die Vielfachheit 
des Subquotienten $ \underline{BxB/B}(-\nu)$
in $\mathcal H^{2\nu} j_x^*\mathcal S_f$
genau die Zahl derjenigen Teilausdr"ucke von $f$ ist,
die zu $x$ 
multiplizieren und die L"ange $l(x)+ 2\nu$ haben. 
\end{Bemerkungl}

\begin{proof}
  Es reicht zu zeigen, da"s sich f"ur alle einfachen Spiegelungen $s\in S$
besagte Eigenschaft von
$\mathcal S$  
auf $\pi_s^\ast\pi_{s\ast} \mathcal S$ vererbt.
Sei dazu $y \in W$ gegeben mit $ys > y.$ 
Wir bilden  die Untervariet"at $X$ 
der Fahnenmannigfaltigkeit als Pullback im kartesischen Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
X \ar@{^{(}->}[r]^{u} \ar[d]^{\pi_s} & G/B\ar[d]^{\pi_s}\\
ByP_s/P_s \ar@{^{(}->}[r]^v & G/P_s
}
\end{displaymath}
und beachten, da"s $X$ zerf"allt in eine offene Teilmenge $BysB/B$ 
und ihr abgeschlossenes Komplement
$ByB/B$, in Formeln
\begin{displaymath}
BysB/B \stackrel{j}{\hra}X  \stackrel{i}{\hookleftarrow} ByB/B
\end{displaymath}
%end{eqnarray*}
Wir haben  also 
 auf $X$ 
ein ausgezeichnetes Dreieck
\begin{eqnarray*}
j_!j^!u^*\mathcal{S} \rightarrow u^* \mathcal{S} \rightarrow 
i_*i^*u^*\mathcal{S} \overset{[1]}{\rightarrow}
\end{eqnarray*}
Behandeln wir es mit $\pi_{s*} = \pi_{s!},$ beachten den 
Basiswechsel $\pi_{s*}u^* = v^* \pi_{s*}$ und die Formel
$j^!=j^*,$
so erhalten wir auf $ByP_s/P_s$ ein ausgezeichnetes Dreieck
\begin{eqnarray*}
(\pi_s \circ j)_!j^*_{ys} \mathcal{S} \rightarrow v^*\pi_{s*}\mathcal{S} 
\rightarrow (\pi_s\circ i)_* j_y^* \mathcal{S}
\overset{[1]}{\rightarrow}
\end{eqnarray*}
Nun ist $\pi_s \circ i$ ein Isomorphismus von Variet"aten 
und $(\pi_s \circ j)$ 
eine Faserung mit Faser
$\op{Spec}\mathbb F$.
Das Herunterdr"ucken mit kompaktem Tr"ager l"angs solch 
einer Faserung macht  aus der konstanten
Garbe die im Grad um zwei verschobene und einmal vertwistete
konstante Garbe $k[-2](-1)$.
Nach Annahme hat also die lange exakte Sequenz der
Kohomologiegarben unseres Dreiecks immer drei Nuller in
ungeraden Graden und 
drei Erweiterungen von konstanten Garben des
Typs $k(-\nu)$ in geraden Graden $n=2\nu.$ Nun ziehen wir diese 
Erkenntnis wieder mit $\pi^*_s$ auf $G/B$ zur"uck und die
Proposition folgt.
\end{proof}


\subsection{Tate-Bigraduierung}
\begin{Bemerkungl}
 % Sei nun $U\co G/B$ eine offene $B$-stabile Untervariet"at. 
Seien nun  $\mathcal S_f, \ldots ,
  \mathcal S_g \in  \op{Der}_{(B)} (G/B)$
%Restriktionen von 
Bott-Samelson-Komplexe %n 
zu reduzierten Darstellungen 
aller Elemente der Weylgruppe.
%Parameter der Bruhat-Zellen aus $U.$
Nach \ref{PAg} k"onnen wir unsere Bott-Samelson-Komplexe auch als
beschr"ankte Komplexe von perversen Garben 
aus $\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ verstehen und nach 
\ref{KPgg} sogar als beschr"ankte Komplexe von
geometrisch projektiven Objekten dieser Kategorie.
Diese Komplexe schreiben wir  $$\mathcal S_f^*, \ldots ,
  \mathcal S_g^* \in  \op{Ket}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(B)} G/B)$$
% Genauer liegen unsere Bott-Samelson-Komplexe als Komplexe
% von perversen Garben nach \ref{BSk} 
% bereits im Bild von $\op{Ket}^{[0,2d]} (\op{Perv}_{(B)} G/B)$
% f"ur  $d=|R^+|$ die Dimension der Fahnenmannigfaltigkeit,
%  und als Komplexe
% von geometrisch projektiven Objekten  mithin nach \ref{KPgg} 
% im Bild von 
% $\op{Ket}^{[-d,2d]} (\op{gpPerv}_{(B)} G/B).$
Hier liegt auch der Grund daf"ur, da"s ich Bott-Samelson-Komplexe
mit unteren Indizes indiziert habe, in Verletzung einer unausgesprochenen 
Konvention, nach der ich in dieser Arbeit 
geometrische Objekte nach M"oglichkeit mit oberen Indizes 
indizieren will.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Nach \ref{erzGO} erzeugen  die Komplexe $\bar{\mathcal S}^*_f$
bereits die geometrische triangulierte Kategorie $\op{Der}_{(\bar B)} (\bar
G/\bar B)$ alias $\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} (\bar
G/\bar B))$.
Gegeben ein dg-Ring $E$ mit einer Menge $\Lambda$ von homogenen 
idempotenten Kozykeln im Grad Null bezeichne im weiteren
$$\op{dgFrei-}(E;\Lambda)\subset \op{dgDer-}E$$
das triangulierte Erzeugnis 
der dg-Rechtsmoduln $eE$ f"ur $e\in \Lambda.$
Wir betrachten  nun die Menge $\Lambda$ aller reduzierten Folgen
einfacher Spiegelungen,
bilden  $\mathcal S^*\pdef \bigoplus_{f\in\Lambda}{\mathcal S}_f^*$
und betrachten  als differentielle graduierte Algebra den Endomorphismenkomplex
$$E\pdef \op{End}_{\op{Perv}}\bar{\mathcal S}^*$$
der Geometrisierung unseres Komplexes 
aus $\op{Ket}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(B)} G/B)$
mit der Menge $\Lambda$ der Projektoren auf die Summanden.
So liefert der Funktor der Homomorphismen von unserer direkten Summe 
nach \ref{ALB} insbesondere  eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien
$$\op{Der}^{\op{b}}(\op{Perv}_{(\bar B)} \bar
G/\bar B)\sira
\op{dgFrei-}(E;\Lambda)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{BGRk}
  Von ihrer Konstruktion her tr"agt unsere endlichdimensionale
differentielle graduierte $k$-Ringalgebra $E$ eine Operation der 
Galoisgruppe $\op{Gal}(\bar{\mathbb F}/\mathbb F),$ 
die die Idempotenten aus $\Lambda$ invariant l"a"st.
Insbesondere operiert der Frobe\-nius-Automorphismus. 
Nach \ref{TRB} wissen wir, da"s die $n$-te Kohomologie unserer 
dg-Ringalgebra verschwindet f"ur ungerades $n$, und da"s sie
als Galoismodul
eine Erweiterung von Kopien von $k(-m)$ ist f"ur $n=2m$ gerade. 
Alle Hauptr"aume des Frobenius, bei denen die Eigenwerte 
dieselben sind wie bei irgendwelchen $k(m),$ bilden also einen
dg-Unterring $F\subset E,$ und die Einbettung dieses
dg-Unterrings ist ein Quasiisomorphismus
$F\qri E$.
Bezeichnet  $u$ die Ordnung von $|\mathbb F|$ in
$k^\times$, so erh"alt 
der dg-Ring $F$ auf diese Weise  eine 
$\DZ\times (\DZ/u\DZ)$-Graduierung.
Verdoppeln wir dabei den zweiten Index,
so erhalten wir eine $\DZ\times (\DZ/2u\DZ)$-Graduierung
$$F=\bigoplus F^{i,\bar \jmath}$$
mit $F^{i,\bar \jmath}=0$ f"ur $\bar \jmath$ ungerade, aber
$F^{i,\bar \jmath}$ f"ur $\bar \jmath=\overline{2\nu}$ gerade
dem 
Hauptraum des Frobenius $F^{i,\bar \jmath}\subset F^{i}$ in der 
Komponente vom kohomologischen Grad $i$,
auf der unser Frobenius mit demselben Eigenwert operiert wie auf
$k(-\nu)$.
% $$F=\bigoplus F^{i,\bar \jmath}$$
% mit $i\in\DZ$ dem kohomologischen Grad 
% und $\bar \jmath\in \DZ/u\DZ$ einem Parameter f"ur die
% m"oglichen Frobenius-Eigenwerte, und diese Bigraduierung hat
% nach \ref{TRB} die Eigenschaft, 
% da"s die Kohomologie nur in Bigraden der Form
% $(2n,-\bar n)$  von Null verschieden sein kann.
Diese
$\DZ\times (\DZ/2u\DZ)$-Graduierung ist \glqq kohomologisch diagonal\grqq\   in dem
Sinne, da"s die Kohomologie nur in Bigraden der Form
$(m,\bar{m})$, ja sogar nur in Bigraden der Form
$(2n,\overline{2n})$  von Null verschieden sein kann.
Beispiele f"ur Zusatzannahmen, die   die Formalit"at derartiger 
dg-Ringe zeigen, sollen im folgenden Abschnitt zun"achst einmal 
ganz allgemein diskutiert werden. 
\end{Bemerkungl}




\subsection{Bigraduierungen und Formalit"at}
\label{BGFoo}
\begin{Bemerkungl}
  In diesem Abschnitt sind alle die Aussagen als \glqq Erg"anzungen\grqq\ 
bezeichnet, die erst bei der Argumentation in den weniger zentralen
letzten Abschnitten dieser Arbeit relevant werden.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{BGFJ}
  Jeder differentielle graduierte Ring $(F,d)$, dessen Kohomologie im Grad
  Null konzentriert ist, ist formal. In der Tat bilden alle Elemente von
  negativem Grad zusammen mit den Zykeln im Grad Null einen Teilring $(Z,d)$
  und die offensichtlichen Abbildungen liefern Quasiisomorphismen von
  differentiellen graduierten Ringen
  \begin{equation*}
    (F,d) \leftarrow (Z,d) \rightarrow (\mathcal H F, d=0)
  \end{equation*}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}
  Ist des weiteren $M$ ein dg-Modul "uber $F$, dessen Kohomologie 
in einem beliebigen aber festen Grad $g$ 
  konzentriert ist, so bilden alle Elemente von einem
   Grad $<g$ zusammen mit den Zykeln im Grad $g$ einen 
quasiisomorph eingebetteten $(Z,d)$-Untermodul von $M$, und
unter den "Aquivalenzen von Kategorien   
\begin{equation*}
    F\op{-dgDer} \sira Z\op{-dgDer}\stackrel{\sim}{\leftarrow}
\mathcal H F\op{-dgDer}
  \end{equation*}
entspricht $M$ bis auf Isomorphismus dem graduierten
$\mathcal H F$-Modul $\mathcal H M$.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}\label{BGFj}
  Tr"agt ein differentieller graduierter Ring $(F,d)$ eine zus"atzliche
  $\mathbb Z$-Graduierung $F^i = \bigoplus F^{i,j}$ mit $d: F^{i,j}
  \rightarrow F^{i+1,j}$, und 
ist $F$ kohomologisch diagonal in dem Sinne, da"s 
gilt $i\neq j\RA (\mathcal H F)^{i,j}=0$, 
so ist unser dg-Ring $F$ auch formal.  In der
  Tat k"onnen wir dann die Bigraduierung "andern um 
die Scherung $\mathbb Z \times
  \mathbb Z \overset{\sim}{\rightarrow} \mathbb Z \times \mathbb Z$, $ (i,j)
  \mapsto (i-j,j)$ und k"onnen so erreichen, da"s sich die Kohomologie im
  Grad Null oder genauer in Bigraden $(0,j)$ konzentriert.  Diesen Fall haben
  wir aber eben in \ref{BGFJ} bereits   behandelt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}\label{BGFjc}
  Tr"agt des weiteren ein dg-Modul $M$ "uber $F$
eine mit unserer zus"atzlichen Graduierung von $F$ vertr"agliche zus"atzliche
  $\mathbb Z$-Graduierung $M^i = \bigoplus M^{i,j}$ mit $d: M^{i,j}
  \rightarrow M^{i+1,j}$, und 
ist $M$ kohomologisch verschoben diagonal in dem Sinne, da"s 
es ein $g$ gibt mit
 $i\neq j+g\RA (\mathcal H M)^{i,j}=0$, 
so  entspricht $M$ unter den "Aquivalenzen von Kategorien
\begin{equation*}
    F\op{-dgDer}^\DZ \sira Z\op{-dgDer}^\DZ\stackrel{\sim}{\leftarrow}
\mathcal H F\op{-dgDer}^\DZ
  \end{equation*}
wieder bis auf Isomorphismus dem bigraduierten
$\mathcal H F$-Modul $\mathcal H M$. Die hier betrachteten
derivierten Kategorien von
 dg-Moduln mit zus"atzlicher Graduierung  sind in der
offensichtlichen Weise zu verstehen: Von Homotopien wird jetzt eben verlangt, 
da"s sie auch die zus"atzliche Graduierung respektieren.
\end{Bemerkunge}


\begin{Bemerkungl}\label{MGT}
Es trage nun  ein differentieller graduierter Ring $(F,d)$ nur eine zus"atzliche
  $\mathbb Z/a\DZ$-Graduierung $F^i = \bigoplus F^{i,\bar{\jmath}}$ 
mit $d: F^{i,\bar{\jmath}}
  \rightarrow F^{i+1,\bar{\jmath}}$, % und 
% ist $F$ kohomologisch diagonal in dem Sinne, da"s 
% gilt $\bar i\neq \bar{\jmath}\RA (\mathcal H F)^{i,\bar{\jmath}}=0$, 
% so  zeigen wir die Formalit"at 
% unter der Zusatzannahme,
und es sei eine Teilmenge 
$T\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$ gegeben mit den drei
folgenden
Eigenschaften:
\begin{enumerate}
 \item
 $(0,0)\in T$; 
\item 
Die Restriktionen auf $T+T$ und auf $T\cup ((1,0)+T)$ der Projektion
$\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
sind injektiv.
% \item
% Die Restriktion auf $T\cup ((1,0)+T)$ der Projektion
% $\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
% ist injektiv.
 \item
 Gilt $F^{i,\bar{\jmath}}\neq 0$, so liegt $ (i,\bar{\jmath})$ % und $
%  (i+1,\bar{\jmath})$
 in $ \pi(T)$.
\end{enumerate}
So erhalten wir eine von der Wahl von
$T$ abh"angige  $\DZ$-Bigraduierung 
auf $F$, indem wir $F^{i,j}\pdef F^{i,\bar j} $
setzen f"ur $(i,j)\in T$ und $F^{i,j}=0$ sonst.
Wir nennen sie die nach 
$T\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$ hochgehobene Bigraduierung.
Um hier etwa
 $F^{i,j} F^{k,l}\subset F^{i+k,j+l}$ zu zeigen, gehen wir aus von
$F^{i,\bar j} F^{k,\bar l}\subset F^{i+k,\bar j+\bar l}$.
Aus $F^{i,j}\neq 0\neq  F^{k,l}$ folgt nach Annahme, da"s $(i,j)$ und
$(k,l)$ beide zu $T$ geh"oren. 
Nach Annahme  ist dann $(i+k,j+l)$ ein und damit der einzige Repr"asentant
von $(i+k,\bar j+\bar l)$ aus $T+T$. 
Unsere Annahme $(0,0)\in T$ impliziert 
jedoch insbesondere $T\subset T+T$. Damit gilt
entweder  $F^{i+k,\bar j+\bar l}=
0$
oder $(i+k,j+l)$ ist auch der einzige Repr"asentant 
dieses Elements aus $T$.
In beiden F"allen folgt $F^{i+k,\bar j+\bar l}=F^{i+k,j+l}$ und unsere
 hochgehobene Graduierung ist 
in der Tat vertr"aglich mit der Multiplikation.
In "ahnlicher Weise zeigt der zweite Teil der zweiten Bedingung, da"s
f"ur unsere hochgehobene Graduierung gilt $d(F^{i,j})\subset F^{i+1,j}$.
Die Behauptung folgt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}\label{MGTh}
  Es trage des weiteren
ein differentieller graduierter $F$-Modul $(M,d)$ eine zus"atzliche
  $\mathbb Z/a\DZ$-Graduierung $M^i = \bigoplus M^{i,\bar{\jmath}}$ 
mit $d: M^{i,\bar{\jmath}}
  \rightarrow M^{i+1,\bar{\jmath}}$, und es sei eine Teilmenge 
$T_M\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$ gegeben mit den beiden
folgenden
Eigenschaften:
\begin{enumerate}
\item 
Die Restriktionen auf $T+T_M$ und auf
$T_M\cup ((1,0)+T_M)$ der Projektion
$\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
sind injektiv.
\item
Gilt $M^{i,\bar{\jmath}}\neq 0$, so liegt $ (i,\bar{\jmath})$ in $ \pi(T_M)$.
\end{enumerate}
So erhalten wir in derselben Weise auch eine von der Wahl von
$T_M$ abh"angige  $\DZ$-Bigraduierung 
auf $M$, die $M$ zu einem $\DZ$-bigraduierten $F$-dg-Modul macht, 
indem
 wir $M^{i,j}\pdef M^{i,\bar j} $
setzen f"ur $(i,j)\in T_M$ und $M^{i,j}=0$ sonst.
Sei schlie"slich $N$ ein weiterer dg-Modul "uber $F$ mit
zus"atzlicher $\DZ/a\DZ$-Graduierung und 
$T_N\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$
eine  Teilmenge mit den beiden entsprechenden Eigenschaften.
Liefert dann die Projektion eine Injektion
$\pi: (-T_M)+T_N\hra \mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$,
so stimmen auf $$\op{Hom}_F(M,N)$$ die beiden $\DZ$-Bigraduierungen 
"uberein, die man erh"alt, indem man einerseits
$M$ bzw. $N$ mit den nach $T_M$ bzw. $T_N$ hochgehobenen
$\DZ$-Bigraduierungen versieht und dann zum Hom-Raum "ubergeht,
und andererseits die nat"urliche $\mathbb Z\times(\mathbb
Z/a\DZ)$-Bigraduierung
auf dem Hom-Raum nach $(-T_M)+T_N$ hochhebt.
% Liefert schlie"slich die Projektion $\pi$ sogar eine Injektion
% $\pi:((-T_M)+T_N)\cup ((1,0)+((-T_M)+T_N))\hra \mathbb Z\times(\mathbb
% Z/a\DZ)$,
% so ist 
\end{Bemerkunge}



\begin{Bemerkungl}\label{MFGT}
  Tr"agt speziell
ein differentieller graduierter Ring $(F,d)$  eine zus"atzliche
  $\mathbb Z/a\DZ$-Graduierung $F^i = \bigoplus F^{i,\bar{\jmath}}$ 
mit $d: F^{i,\bar{\jmath}}
  \rightarrow F^{i+1,\bar{\jmath}}$, und 
ist $F$ kohomologisch diagonal in dem Sinne, da"s 
gilt $\bar i\neq \bar{\jmath}\RA (\mathcal H F)^{i,\bar{\jmath}}=0$, 
so  erhalten wir seine Formalit"at 
unter der Zusatzannahme, da"s es eine Teilmenge 
$T\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$ gibt mit den drei
folgenden
Eigenschaften:
\begin{enumerate}
\item
$T$ umfa"st die Diagonale.
\item 
Die Restriktionen auf $T+T$ und auf $T\cup ((1,0)+T)$ der Projektion
$\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
sind injektiv.
% \item
% Die Restriktion auf $T\cup ((1,0)+T)$ der Projektion
% $\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
% ist injektiv.
 \item
 Gilt $F^{i,\bar{\jmath}}\neq 0$, so liegt $ (i,\bar{\jmath})$ % und $
%  (i+1,\bar{\jmath})$
 in $ \pi(T)$.
\end{enumerate}
In der Tat ist $F$ unter diesen
Annahmen offensichtlich auch kohomologisch diagonal
f"ur die nach $T$ hochgehobene $\DZ$-Bigraduierung,
und damit  k"onnen wir uns  auf den Fall zur"uckziehen, den wir
 in \ref{BGFj} bereits   behandelt haben.
In unseren Anwendungen arbeiten wir meist mit Tr"agermengen der Form
$$T=\op{Tr}(b)\pdef\{(i,j)\mid | i-j|\leq b\}$$
f"ur $b\in\DN$. Sie erf"ullen die beiden ersten
Anforderungen, wenn gilt $a>1$ und
$4b< a$.
\end{Bemerkungl}






\begin{Bemerkunge}\label{MFGTc}
  Es trage des weiteren
ein differentieller graduierter $F$-Modul $(M,d)$ eine 
  $\mathbb Z/a\DZ$-Graduierung $M^i = \bigoplus M^{i,\bar{\jmath}}$ 
mit $d: M^{i,\bar{\jmath}}
  \rightarrow M^{i+1,\bar{\jmath}}$. Sei
$M$ kohomologisch $g$-diagonal f"ur ein $g\in \DZ$ in dem Sinne, da"s 
gilt $\bar i-\bar g\neq \bar{\jmath}\RA (\mathcal H F)^{i,\bar{\jmath}}=0$.
Sei schlie"slich  eine Teilmenge 
$T_M\subset \mathbb Z\times \mathbb Z$ gegeben mit den drei
folgenden
Eigenschaften:
\begin{enumerate}
\item
$T_M$ umfa"st die $g$-Diagonale $\{(i,j)\mid i-j=g\}$.
\item 
Die Restriktionen auf $T+T_M$ und auf
$T_M\cup ((1,0)+T_M)$ der Projektion
$\pi:\mathbb Z\times \mathbb Z\ra\mathbb Z\times(\mathbb Z/a\DZ)$
sind injektiv.
\item
Gilt $M^{i,\bar{\jmath}}\neq 0$, so liegt $ (i,\bar{\jmath})$ in $ \pi(T_M)$.
\end{enumerate}
So ist mit denselben Argumenten 
auch die nach $T_M$ hochgehobene $\DZ$-Bi\-gra\-du\-ierung
kohomologisch $g$-diagonal.
Insbesondere entspricht $M$ nach 
\ref{BGFjc} unter den "Aquivalenzen von Kategorien
\begin{equation*}
    F\op{-dgDer} \sira Z\op{-dgDer}\stackrel{\sim}{\leftarrow}
\mathcal H F\op{-dgDer}
  \end{equation*}
bis auf Isomorphismus dem bigraduierten
$\mathcal H F$-Modul $\mathcal H M$.
In unseren Anwendungen arbeiten wir meist mit Tr"agermengen der Form
$$T_M=\op{Tr}(c;g)\pdef\{(i,j)\mid | i-j-g| \leq c\}$$
f"ur $c\in\DN$. Sie erf"ullen die beiden ersten
Anforderungen oben mit $T=\op{Tr}(b)$, wenn gilt $a>1$ und
$2b+2c< a$.
\end{Bemerkunge}




\subsection{Absch"atzungen f"ur Frobenius-Eigenwerte}

\begin{Definition}
Eine $\mathbb F$-Variet"at 
$X$ hei"se {\bf beschr"ankt unterrein}
genau dann, wenn f"ur alle $n > 0$ 
ihre geometrische \'etale Kohomologie ${\op{H}}^n(\bar{X};k)$
als Galoismodul eine Filtrierung mit Subquotienten $k(-\nu)$ f"ur
$n \leq 2\nu \leq 2n$ besitzt. Nat"urlich h"angt diese Eigenschaft
auch vom Koeffi\-zientenk"orper $k$ unserer Garben ab, diese 
Abh"angigkeit mache ich jedoch nicht explizit.
\end{Definition}
% \begin{Bild} 
% \includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildKSTa}\\[4mm]
% \noindent Der erlaubte Bereich f"ur Twists in verschiedenen kohomologischen
% Graden im kohomologisch streng Tate-beschr"ankten Fall. 
% Reinheit w"urde dahingegen bedeuten, da"s nur Punkte 
% auf der gestrichelten Gerade erlaubt w"aren. \end{Bild}
\begin{Bemerkungl}
Als \glqq rein\grqq\  w"urde man  zumindest in der analogen Situation
von Koeffizienten der Charakteristik Null 
den Fall bezeichnen, da"s nur $n = 2\nu$ erlaubt ist.
Mit unterrein meine ich die Bedingung $n \leq 2\nu$ und mit beschr"ankt 
die Bedingung $\nu \leq n$.
Die Gewichte in einer gegebenen Kohomologiegruppe sind also salopp
gesprochen 
mindestens so gro"s aber nicht mehr als doppelt so gro"s wie im reinen Fall.
Derartige Aussagen sind allerdings mit gr"o"ster Vorsicht zu genie"sen,
da die m"oglichen Gewichte ja in
 unserem Fall eine endliche zyklische Gruppe bilden.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiele}\label{mTTn}
 Die eindimensionale multiplikative Gruppe ebenso 
wie die eindimensionale additive
Gruppe sind beschr"ankt unterrein.
Das Produkt von zwei beschr"ankt unterreinen Variet"aten ist
wieder beschr"ankt unterrein.
Ist eine glatte Variet"at $X$ mit einer glatten 
abgeschlossenen Untervariet"at $Y$ gegeben
und sind sowohl unsere Untervariet"at als 
auch ihr Komplement $U\pdef X\backslash Y$ 
beschr"ankt unterrein,
so ist unsere urspr"ungliche Variet"at auch
beschr"ankt unterrein, wie man leicht aus der
 Gysin-Sequenz 
\begin{equation*}
 \ldots 
\rightarrow {\op{H}}^{n-1} (\bar U;k) 
\rightarrow {\op{H}}^{n-2c} (\bar Y;k) (-c) 
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar X;k)
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar U;k) \rightarrow
\ldots
\end{equation*}
mit $c = \dim X - \dim Y$ 
der Kodimension des abgeschlossenen Teils folgert.
\end{Beispiele}

  
    \begin{Proposition}\label{BsTn}
      Der Schnitt einer Bruhatzelle mit einer verschobenen 
Bruhatzelle in
      einer  Fahnenmannigfaltigkeit ist stets beschr"ankt unterrein.
    \end{Proposition}
   %  \begin{Bemerkungl}
%       Ich denke, das gilt mit fast demselben Beweis auch dann noch,
% wenn die zweite Zelle nicht die dicke Zelle ist. Ich will aber vorerst
% noch die diesem Fall inh"arenten zus"atzlichen Komplikationen vermeiden.
%     \end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}\label{SBZ}
    Zur Vorbereitung des Beweises
 erinnere ich an \cite{CUD}, auch
\cite{DEO}  w"are schon ausreichend. 
Curtis betrachtet ganz allgemein $G \supset B \supset
    T$ eine "uber einem perfekten K"orper $\mathbb F$ 
spaltende halbeinfache algebraische
    Gruppe mit einer Borel und einem maximalen Torus und notiert $ W =
    (N_G T)/T$ die Weylgruppe mit einfachen Spiegelungen $ S \subset
     W$.  Dann betrachtet er f"ur drei beliebige Elemente $x,y,z \in
    W$ den Schnitt $U (x,y,z) = B x B / B \cap z By^{-1} B/B$ der Bruhatzelle
    $BxB/B$ mit der um $z$ verschobenen Bruhatzelle $By^{-1} B/B$ und leitet
    die folgende induktive Beschreibung des Schnitts her:
   \end{Bemerkungl}
 \begin{Lemma}[\cite{CUD}]
      Sei $s \in  S$ gegeben mit $s x < x$.  Gilt $sz < z$, so gibt es
      eine Zerlegung von $U(x,y,z)$ in eine offene und eine abgeschlossene
      Untervariet"at isomorph zu $\mathbb F^\times \times U (sx,y,z)$
      beziehungsweise $U (sx,y,sz)$.  Gilt dahingegen $sz > z$, so gibt es
      einen Isomorphismus $U(x,y,z) \cong \mathbb F \times U (sx,y,sz)$.
    \end{Lemma}


    \begin{Bemerkungl}
Mit $\mathbb F^\times $ und $\mathbb F $ sind hier eigentlich die
Schemata der multiplikativen bzw.\ additiven Gruppe gemeint.
Etwas "ubersichtlicher aber weniger pr"azise gilt unter der Annahme
$sx<x$ also
$$U(x,y,z)\cong
\begin{cases}\mathbb F^\times {\times} U (sx,y,z)\;\cup\; U (sx,y,sz)& sz < z;\\
\mathbb F \times U (sx,y,sz)& sz > z.
 \end{cases}$$
   \end{Bemerkungl}

















    \begin{proof}[Beweis von Proposition \ref{BsTn}]
      In unserer neuen Terminologie
      ist zu zeigen, da"s alle $U(x,y, z)$ beschr"ankt 
unterrein sind. Das folgt nun jedoch leicht aus
\ref{mTTn} mit vollst"andiger
      Induktion "uber die L"ange von $x$.  
    \end{proof}






































\begin{Bemerkungl}\label{ExtMl}
  Seien $\mathcal C_x \pdef 
\underline{B x B/B} [l (x)]$ die konstanten perversen
  Garben auf den Zellen. F"ur ihre
  Ausdehnungen durch Null $j_{x!} \mathcal C_x \in \op{Perv}_{(B)} G/B$ 
oder genauer deren Erweiterungen
 finden wir Isomorphismen von Galoismoduln
  \begin{displaymath}
    \begin{array}{ccl}
      \op{Der}_{(\bar{B})} (j_{x!} \bar{\mathcal C}_x, 
j_{y!} \bar{\mathcal C}_y[i])
      &\cong &\op{Der}_{(\bar {B})} (j_{y\ast} \bar{\mathcal C}_y (l(y)), 
j_{x \ast} %\Ass
\bar{\mathcal C}_x (l(x)) [i])\\[2mm]
      &\cong & \op{Der}_{(\bar B)} (j^\ast_x j_{y\ast} \bar{\mathcal C}_y, 
\bar{\mathcal C}_x
      (l(x)-l(y))[i])\\[2mm]
      &\cong & \left({\op{H}}^{l(y)-l(x)-i} 
\bar U(y,w_0,xw_0)\right)^\ast (l(x)-l(y))
    \end{array}
  \end{displaymath}
Das kleine Sternchen meint hier den Dualraum. Unser Endergebnis
   hat nach \ref{BsTn} 
eine Filtrierung mit Subquotienten $k (\nu + l(x)-l(y))$ f"ur
  $l(y)-l(x) -i \leq 2 \nu \leq 2 (l(y)-l(x)-i)$, und es
  kann nur  f"ur $0\leq i \leq l(y) - l(x)$ von Null verschieden sein.  F"ur die
  ersten Erweiterungsgruppen von Standardmoduln finden wir insbesondere, da"s
  $\op{Der}_{(\bar{B})} (j_{x!} \bar{\mathcal C}_x, 
j_{y!} \bar{\mathcal C}_y[1])=\op{Ext}^1_{\op{Perv}} (j_{x!}\bar{\mathcal C}_x, j_{y!} \bar{\mathcal C}_y
  )$ nur Subquotienten $k(\nu)$ haben kann mit
$l(x)-l(y) -1 \leq 2 \nu \leq
  -2 $.  
\end{Bemerkungl}





\begin{Lemma}\label{VeeF}
 Das Standardobjekt  $j_{x!} \mathcal C_x$ besitzt 
in $\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ eine geometrisch projektive Decke $Q^x$
mit einer Filtrierung, in der zus"atzlich zu
$j_{x!} \mathcal C_x$ selbst
h"ochstens Subquotienten 
$j_{z!} \mathcal C_z (\mu)$ mit $1\leq \mu \leq l(z) - l(x)$
auftreten. 
\end{Lemma}

\begin{Bemerkung}
 Man k"onnte hier noch ein bi"schen mehr herausholen, aber 
um den Preis komplizierterer Formulierungen. 
\end{Bemerkung}

  \begin{proof}
    Wir k"onnen nach \cite{BGSo} 
eine geometrisch projektive Decke von $j_{x!} \mathcal C_x$ in
    der Kategorie 
$\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ induktiv aufbauen, indem wir $j_{y!} \mathcal C_y
    (\nu)$ f"ur immer l"angere $y$  und alle
    m"oglichen $\nu$ daranerweitern in
derselben Weise, wie wir beim Beweis von \ref{gPG} 
geometrisch projektive Decken beliebiger Objekte durch das sukzessive 
maximale Daranerweitern halbeinfacher Objekte gewonnen hatten.
Induktiv sehen wir, da"s nur solche
    $\nu$ m"oglich sind, f"ur die es ein $z$ gibt mit $x\leq z<y$ und ein
    $\mu$ mit $0\leq \mu \leq l(z) - l(x)$ derart, da"s 
$k(\mu-\nu)$ in
$\op{Ext}^1 (j_{z!}\bar{\mathcal C}_z, 
j_{y!} \bar{\mathcal C}_y )$ vorkommt.
Das geht nun eben nach \ref{ExtMl} h"ochstens f"ur
$l(z)-l(y)-1\leq 2(\mu-\nu)\leq -2$ 
und a forteriori 
h"ochstens  f"ur $$1\leq \nu-\mu\leq l(y)-l(z)$$
Damit haben wir unsere Induktion am Laufen.
\end{proof}







% \begin{Lemma}\label{VeeF}
%  Das Standardobjekt  $M_x$ besitzt 
% in $\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ eine geometrisch projektive Decke $P_x$
% mit einer Filtrierung, in der zus"atzlich zu
% $M_x$ selbst
% h"ochstens Subquotienten 
% $M_z \langle \mu\rangle$  mit 
% $2-l(z) + l(x)\leq \mu \leq l(z) - l(x)$
% auftreten. 
% \end{Lemma}

% \begin{Bemerkung}
%  Man k"onnte hier noch ein bi"schen mehr herausholen, aber 
% um den Preis komplizierterer Formulierungen. 
% \end{Bemerkung}

%   \begin{proof}
%     Wir k"onnen nach \cite{BGSo} 
% eine geometrisch projektive Decke von $M_x$ in
%     der um die Wurzel aus dem Tate-Twist formal erweiterten Kategorie 
% $\op{Perv}_{(B)} (G/B)^{1/2}$ induktiv aufbauen, indem wir $M_y
%     \langle\mu\rangle$ f"ur immer l"angere $y$  f"ur alle
%     m"oglichen $\mu$ daranerweitern in
% derselben Weise, wie wir beim Beweis von \ref{gPG} 
% geometrisch projektive Decken beliebiger Objekte durch das sukzessive 
% maximale Daranerweitern halbeinfacher Objekte gewonnen hatten.
% Induktiv sehen wir, da"s nur solche
%     $\mu$ m"oglich sind, f"ur die es ein $z$ gibt mit $x\leq z<y$ und ein
%     $\lambda$ mit 
% $2-l(z) + l(x)\leq \lambda \leq l(z) - l(x)$
% derart, da"s 
% $k\langle\lambda-\mu\rangle$ in
% $\op{Ext}^1 (\bar{M}_z, 
%  \bar{M}_y )$ vorkommt.
% Das geht nun eben nach \ref{ExtMln} h"ochstens unter der 
% Voraussetzung
% $ -1 \leq  \lambda-\mu \leq l(y)-l(z)
%   -2 $ alias 
% $ 2-l(y)+l(z) \leq  \mu-\lambda \leq 1
%    $ 
% und a forteriori 
% h"ochstens  f"ur $$2-l(y)+l(x)\leq \mu\leq l(y)-l(x)$$
% Damit haben wir unsere Induktion am Laufen.
% \end{proof}
\begin{Lemma}\label{PASl}
 Das Standardobjekt  $j_{x!} \mathcal C_x$ besitzt 
in $\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ eine geometrisch projektive Aufl"osung
$\ldots \ra Q_2 \ra Q_1 \ra Q_0=Q^x\sra j_{x!} \mathcal C_x$,
bei der jedes $Q_i$ eine Summe von Kopien
gewisser $Q^z(\nu)$ ist mit 
$i\leq \nu\leq l(z) - l(x)$. 
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Das folgt induktiv mit dem vorhergehenden Lemma \ref{VeeF}.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}\label{ExtMln}
  F"ur das folgende scheint es mir "ubersichtlicher,
formal eine Wurzel aus dem Tate-Twist zu erg"anzen und sie
$\langle 1\rangle$ zu notieren, so da"s also gilt
$\langle 2\rangle=(1)$. Um das formal zu rechtfertigen, 
betrachten wir wie in \cite[4.1.4]{BGSo} folgende
die formal erweiterte Kategorie 
$\op{Perv}_{(B)} (G/B)^{1/2}$.
Wir k"onnen dann die Standardobjekte vom Gewicht Null
$$M^x\pdef j_{x!}{\mathcal C}_x\langle l(x)\rangle$$
bilden und unsere Resultate "ubersetzen.
Insbesondere "ubersetzt  sich dann \ref{VeeF} zu der Aussage, da"s $M^x$ in 
$\op{Perv}_{(B)} (G/B)^{1/2}$ eine geometrisch projektive Decke 
$P^x\pdef Q^x\langle l(x)\rangle$ 
hat
mit einer Standardfiltrierung, 
in der zus"atzlich zu
$M^x$ selbst
h"ochstens Subquotienten 
$M^z \langle \mu\rangle$  mit 
$2-l(z) + l(x)\leq \mu \leq l(z) - l(x)$
auftreten. 
Die Analoga der Variante $h_{zw,xw}$ der Kazhdan-Lusztig-Polynome
aus \cite{So-K} f"ur $w\in W$ das l"angste 
Element w"aren in unserem Fall die Laurent-Polynome
gegeben durch 
$$\hat{h}_{zw,xw}(v)\pdef\sum (P^x:M^z\langle \mu\rangle)v^\mu$$
von denen wir im Fall von Garben mit Koeffizienten der Charakteristik
Null eben w"u"sten, da"s sie echte Polynome sind und f"ur
$z\neq x$ sogar echte Polynome ohne konstanten Term.
Bezeichnet $L^x$ den einfachen Quotienten von $M^x$,
so liefert die Version der Reziprozit"atsformel in
\cite[3.2]{BGSo} weiter
$$[M^x:L^y\langle\mu\rangle]\neq 0\;\;\RA \;\; x=y,\mu=0 \text{ oder }
2-l(x)+l(y)\leq\mu\leq l(x)-l(y)$$
und insbesondere etwas gr"ober $|\mu|\leq l(x)-l(y)$.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkung}
Die Notationen $M_x$ und $P_x$
mit unteren Indizes  werden sp"ater in anderer
Bedeutung verwendet, n"amlich f"ur Standardobjekte und unzerlegbare
Projektive in der modularen Kategorie $\mathcal O$. 
\end{Bemerkung}






\begin{Bemerkungl}\label{bsdr}
Die allgemeinen Argumente aus \cite[3.2]{BGSo} zeigen dann
f"ur die Dimension des Frobenius-Hauptraums von $\op{Hom}(\bar P^x,\bar P^y)$
vom Typ $k\langle -c\rangle$ mit $c\in \DZ/2u\DZ$ die 
Formel
$$\op{dim}\op{Hom}(\bar P^x,\bar P^y)^{\langle c\rangle}=
\sum_{a+b=c,\;z}( P^x:M^z\langle a\rangle)( P^y:M^z\langle b\rangle)$$
mit einer Summe "uber 
$a,b\in \DZ/2u\DZ$ und $z\in W$.
Die oben besprochenen Absch"atzungen an die Vielfachheiten
in Standardfiltrierungen liefern also, da"s 
$\op{Hom}(\bar P^x,\bar P^y)^{\langle c\rangle}$ nur von Null
verschieden sein kann, wenn $c$ einen Repr"asentanten in $\DZ$ hat mit 
$| c|\leq 2|R^+|-l(x)-l(y)$ und, um es von den Parametern unabh"angig zu
machen, a forteriori mit
$$| c|\leq 2|R^+|$$
\end{Bemerkungl}











\begin{Bemerkungl}\label{asdr}
Des weiteren "ubersetzt  sich  \ref{PASl} in die Aussage, da"s das 
Standardobjekt $M^x$ in 
$\op{Perv}_{(B)} (G/B)^{1/2}$ eine geometrisch projektive Aufl"osung
$\ldots \ra P_2 \ra P_1 \ra P_0=P^x\sra M^x$
hat, bei der jedes
$P_i$ eine Summe von Kopien
gewisser $P^z\langle\mu\rangle$ ist mit 
$2i+l(x)-l(z)\leq \mu\leq l(z)-l(x)$.
Im Fall von Garben mit Koeffizienten der Charakteristik
Null k"onnten wir hier sogar 
mit $\mu=i\leq l(z)-l(x)$ auskommen, nach der Koszulit"at
\cite{So-A}. In unserem Fall k"onnen wir
unsere Absch"atzung andererseits, 
zugegebenerma"sen nicht sehr fein, vergr"obern  zu der
Absch"atzung, da"s unser Komplex mit einer L"ange  $i\leq |R^+|$
gew"ahlt werden kann---ein Komplex der L"ange Null darf bei dieser
Z"ahlung doch immerhin einen 
von Null verschiedenen Eintrag haben---und 
da"s in den $P_i$  nur Summanden $P^z\langle\mu\rangle$ auftreten mit
$$ |\mu|\leq |R^+|$$
und da"s zus"atzlich und noch spezieller gilt $P_0=P^x$.
\end{Bemerkungl}











\begin{Bemerkungl}\label{ute}
  Nun zeigt \ref{kjh}, da"s f"ur jede endliche Folge 
$f$ einfacher Spiegelungen der Bott-Samelson-Komplex 
${\mathcal S}_f$ konstruiert  werden kann,
indem man 
f"ur jeden Teilausdruck $g$ von $f$ sein Produkt
$x(g)\in W$ betrachtet und seine L"ange
$l(g)\in\DN$ und %seinen Defekt $d(g)=l(g)-l(x(g))$ und 
sukzessive Dreiecke bildet mit
$$M^{x(g)}[-l(g)]\langle -
l(g)\rangle$$
 vorne und 
dem bereits konstruierten Objekt hinten, "uber alle Teilausdr"ucke
$g$ von $f$. Jetzt d"urfen wir  sukzessive Abbildungskegel nehmen
mit unseren geeignet verschobenen
geometrisch projektiven Aufl"osungen nach \ref{ExtMln} und 
erhalten so einen zu unserem Bott-Samelson-Komplex 
${\mathcal S}_f$ quasiisomorphen endlichen Komplex geometrisch projektiver
perverser Garben $$\ldots\ra {\mathcal S}_f^i\ra {\mathcal S}_f^{i+1}\ra\ldots$$ mit der
Eigenschaft, 
da"s jedes ${\mathcal S}_f^i$ eine direkte Summe von Kopien gewisser
$P^z\langle j\rangle$ ist mit %$-2|R^+|\leq i+j<|R^+|$.
$-2|R^+|\leq i-j< |R^+|$.
Diese Absch"atzungen "ubertragen sich auf direkte Summen 
und funktionieren also auch f"ur 
eine direkte Summe ${\mathcal S}^\ast\pdef \bigoplus_f {\mathcal S}^\ast_f$, 
wo $f$ "uber eine endliche Menge von Folgen einfacher Spiegelungen
l"auft, die zu jedem Element der Weylgruppe mindestens eine 
reduzierte Darstellung enth"alt.
Nun betrachten wir zu einem derartigen 
Komplex den Endomorphismenkomplex 
$E\pdef\op{End}(\bar {\mathcal S}^\ast)$ mit seiner 
$\DZ\times (\DZ/2u\DZ)$-Graduierung 
nach \ref{BGRk} und den durch die Projektoren auf die Summanden $\mathcal
S^\ast_f$ gegebene Menge von idempotenten Zykeln $\Lambda\subset E$
vom Grad Null.
Dann  haben wir per definitionem
$$E^{i,\bar{\jmath}}=\prod_{k}\op{Hom}(\bar {\mathcal S}^k, 
\bar {\mathcal S}^{k+i})^{\langle \bar{\jmath}\rangle}$$ 
und die obigen Absch"atzungen \ref{bsdr} und \ref{asdr} 
zusammengenommen liefern,
da"s $E^{i,\bar{\jmath}}\neq 0$ nur m"oglich ist f"ur
$(i,\bar{\jmath})=(i,\bar j)$ mit $(i,j)\in\DZ^2$ und
$$|i-j|<5|R^+|$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{AER}
  Jetzt wenden wir unser Formalit"atskriterium \ref{MFGT} an
mit der Tr"agermenge $T=\op{Tr}(5|R^+|-1)=
\{(i,j)\in\DZ^2\mid |i-j|< 5|R^+|\}.$ 
Die erste und die dritte unserer Bedingungen aus \ref{MFGT}
sind dann offensichtlich erf"ullt, und 
die zweite unter der Annahme 
$4(5|R^+|-1)<2u$ alias $5|R|-2<u$.
Da bei geeigneter Wahl von $\mathbb F$ 
die Kardinalit"at $|\mathbb F|$ die multiplikative Gruppe 
von $\DZ/l\DZ\subset k$ erzeugt, k"onnen wir das stets 
erreichen unter der Annahme 
$5|R|\leq l$.
Alles in allem erhalten wir so nach \ref{BGFoo}
eine quasiisomorph eingebettete dg-Unteralgebra $Z\subset E$,
die die ausgezeichneten Idempotenten $e_f \in \Lambda$ enth"alt,
und einen 
Quasiisomorphismus $Z\qri 
\mathcal H E=\op{Der}^\ast(\bar{\mathcal S},\bar{\mathcal S}) \pdef A$, 
unter dem jedes $e_f \in \Lambda$ auf
seine Homologieklasse abgebildet wird. Damit erhalten wir 
"Aquivalenzen, ja bis auf eindeutige Isotransformationen wohlbestimmte
"Aquivalenzen
von triangulierten $k$-Kategorien 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dgFrei-}(A,\Lambda)\ar[r]^-\sim & \op{dgFrei-}(Z,\Lambda) & \ar[l]_-\sim
\op{dgFrei-}(E,\Lambda)\\
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B   )& & \ar[ll]_-\sim  \ar[u]_-\wr \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )
}
\end{displaymath}
unter denen der Rechtsmodul $e_fA$ dem Bott-Samelson-Komplex 
$\bar{\mathcal S}_f$ entspricht.
Man beachte, da"s das hier als Algebra der Erweiterungen
von Bott-Samelson-Komplexen zu reduzierten Folgen konstruierte $A$ 
von dem in \ref{FGHx} als Algebra der Erweiterungen
von Parit"atsgarben vorgeschlagenen 
 $A$ abweicht. Die hier gegebene Konstruktion ist unsere 
endg"ultige Wahl. Sie ist Morita-"aquivalent, aber technisch besser
zu handhaben.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}\label{AERs} 
Dieselben Argumente funktionieren auch f"ur partielle
Fahnenmannigfaltigkeiten. 
Wir formulieren das nur aus f"ur Quotienten nach den minimalen
Parabolischen $P_s$.
F"ur $\pi_s:G/B\sra G/P_s$ die Projektion betrachten wir genauer
$A^s\pdef \op{Der}^\ast (\pi_{s\ast} \bar{\mathcal S}, \pi_{s\ast}\bar{\mathcal
  S})$
den entsprechenden Erweiterungsring in $\op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/\bar P_s)$
mit $\mathcal S$ wie zuvor, und mit den durch dieselbe Menge 
$\Lambda$ parametrisierten Idempotenten.
Unter der Annahme
$5|R|-1\leq u$
 erhalten wir
in derselben Weise bis auf eindeutige Isotransformationen wohlbestimmte
"Aquivalenzen 
  von triangulierten $k$-Kategorien 
% \begin{displaymath}
%  \xymatrix{
% \op{dgFrei-}(A^s,\Lambda)\ar[r]^-\sim & \op{dgFrei-}(Z^s,\Lambda) & \ar[l]_-\sim
% \op{dgFrei-}(E^s,\Lambda)\\
% \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P^s   )& & \ar[ll]_-\sim  \ar[u]_-\wr \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar P^s   )
% }
% \end{displaymath}
 $$\op{dgFrei-}(A^s,\Lambda)\sira  \op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/\bar P_s)$$
unter denen f"ur alle $f\in\Lambda$ 
der Rechtsmodul $e_fA^s$ dem Komplex 
$\pi_{s\ast}\bar{\mathcal S}_f$ entspricht.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Dieselben Argumente sollten im Fall einer 
endlichdimensionalen lokal abgeschlossenen
Borel-stabilen Teilmenge $X$ einer partiellen Fahnenmannigfaltigkeit
analoge Formalit"atsresultate liefern f"ur
$10\op{br}(X)\leq l$, und dasselbe sollte dann auch im Kac-Moody-Fall
funktionieren.
\end{Bemerkungl}
\subsection{Erinnerungen}
\begin{Bemerkungl}
  Um die in der Einleitung versprochenen Resultate zu erhalten,
m"ussen wir nun 
einiges aus \cite{So-R} erinnern. Alle Nummern dieses Abschnitts 
in eckigen Klammern
beziehen sich auf besagte Quelle.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{fvc}
  Wir k"urzen von nun an unser $\mathcal O_0(k)$ aus der Einleitung mit
$\mathcal O$ ab 
betrachten also die regul"aren Subquotientenkategorie $\mathcal O$ wie in
  [2.3] mit ihren Standardobjekten $(M_x)_{x \in W}$. Die 
  Parametrisierung ist hierbei 
so gew"ahlt, da"s $M_e \in \mathcal O$ ein projektives
  Objekt ist.  Wir betrachten die Koinvariantenalgebra $C$ wie vor
  [2.1.1] und den auf projektiven Objekten von $\mathcal O$
  volltreuen exakten Funktor
  \begin{equation*}
    \mathbb V : \mathcal O \rightarrow C\op{-Modf}
  \end{equation*}
  nach [2.6.1].  Wir betrachten weiter f"ur jede einfache
  Spiegelung $s$ semiregul"aren Subquotientenkategorien $\mathcal O^s$ aus
  [2.4] mit ihren Standardobjekten $M_x^s = M^s_{xs}$, die
  $s$-Invarianten der Koinvariantenalgebra $C^s \subset C$ und den exakten
  Funktor
  \begin{equation*}
    \mathbb V^s : \mathcal O^s \rightarrow C^s \op{-Modf}
  \end{equation*}
  aus [2.6.2].  Schlie"slich betrachten wir die exakten
  Verschiebungsfunktoren $T^s : \mathcal O \rightarrow \mathcal O^s$ und $T_s
  : \mathcal O^s \rightarrow \mathcal O$ aus [2.5] und die bis auf
  Isotransformationen kommutierenden Diagrame
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      \mathcal O\ar[d]_-{T^{s}} \ar[r]^-{\mathbb V} & C\op{-Modf} \ar[d]^-{\op{res}}\\
      \mathcal O^s \ar[r]^-{\mathbb V^s} &C^s \op{-Modf}
    }
    \qquad \xymatrix{
      \mathcal O^s\ar[d]_-{T_{s}} \ar[r]^-{\mathbb V^s} & C^s\op{-Modf} \ar[d]^-{C \otimes_{C^s}}\\
      \mathcal O \ar[r]^-{\mathbb V} &C \op{-Modf}
    }
  \end{displaymath}
  aus dem Beweis von [2.6.2].
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{fvcc}
  Unter anderem zeigt das, da"s auch $\mathbb V^s$ volltreu ist auf
  Projektiven von $\mathcal O^s$, denn jeder solche ist Summand eines $T^s Q$
  mit $Q$ projektiv in $\mathcal O$, und dann folgen aus den Adjunktionen
  $(T^s, T_s)$ und $(T_s, T^s)$ nach [2.5] Isomorphismen
  \begin{eqnarray*}
    \op{Hom}_{\mathcal O^s} (M,T^s Q) & =& \op{Hom}_{\mathcal O} (T_s M, Q)\\
    &= &\op{Hom}_C (\mathbb V T_s M, \mathbb V Q)\\
    &= &\op{Hom}_C (C \otimes_{C^s} \mathbb V^s M, \mathbb V Q)\\
    &= &\op{Hom}_{C^s} (\mathbb V^s M, \op{res} \mathbb V Q)\\
    &= &\op{Hom}_{C^s} (\mathbb V^s M, \mathbb V^s T^s Q)
  \end{eqnarray*}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Mit der Abk"urzung $\theta_s \pdef T_s T^s$ 
bilden wir nun f"ur alle Folgen $f =
  (s,t, \ldots, r)$ von einfachen Spiegelungen 
der Weylgruppe $W$ das projektive Objekt $P_f =
  \theta_s \theta_t \ldots \theta_r M_e$.  Bezeichnet $P_x$ die projektive
  Decke von $M_x$, so haben wir f"ur $ st \ldots r=x^{-1}$ eine reduzierte
  Zerlegung von $x^{-1}$ stets
  \begin{equation*}
    P_f = P_x \oplus \bigoplus_{y<x} P_y^{\oplus m (f,y)}
  \end{equation*}
  mit unbekannten Vielfachheiten $m(f,y) \geq 0$.  Des weiteren hat $\mathcal
  O$ endliche homologische Dimension.  Betrachten wir also die Menge $\Lambda$
  aller reduzierten Folgen von einfachen Spiegelungen, so besitzt jedes Objekt
  von $\mathcal O$ eine projektive Aufl"osung endlicher L"ange durch endliche
  Summen von Objekten des Typs $P_f$ mit $f \in \Lambda$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Bezeichnet analog $P^s_x$ die unzerlegbare projektive Decke von $M^s_x$ in
  $\mathcal O^s$, so haben wir f"ur  $x < xs$ 
und $f$ eine reduzierte Zerlegung von $x^{-1}$ und $P^s_f \pdef T^s P_f$ analog
  \begin{equation*}
    P^s_f = P^s_f \oplus \bigoplus_{\substack{y < ys \\ y<x}} (P^s_y)^{\oplus m (f,y,s)}
  \end{equation*}
 wobei die $m
  (f,y,s) \geq 0$ wieder unbekannte Vielfachheiten sind.  Wieder besitzt aber
  jedes Objekt von $\mathcal O^s$ eine projektive Aufl"osung endlicher L"ange
  durch endliche Summen von Objekten des Typs $P^s_f$ mit $f \in \Lambda$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{AEPo}
  Setzen wir $P \pdef \bigoplus_{f \in \Lambda} P_f$ 
und $A \pdef \op{End}_{\mathcal
    O}(P)$, so erhalten wir eine "Aquivalenz
  \begin{equation*}
    \op{Hom}_{\mathcal O} (P, \;) : 
\mathcal O \overset{\sim}{\rightarrow} \op{Modf-} A
  \end{equation*}
  Bezeichnet $e_f \in A$ die Projektion auf $P_f$, so gilt unter dieser
  "Aquivalenz $P_f \mapsto e_f A$.  Dasselbe gilt, wenn wir "uberall einen
  oberen Index $s$ erg"anzen.
 Setzen wir also genauer $P^s \pdef \bigoplus_{f \in \Lambda} P_f^s=T^sP$
 und $A^s \pdef \op{End}_{\mathcal
    O^s}(P^s)$, so erhalten wir eine "Aquivalenz
  \begin{equation*}
    \op{Hom}_{\mathcal O^s} (P^s, \;) : 
\mathcal O^s \overset{\sim}{\rightarrow} \op{Modf-} A^s
  \end{equation*}
  Bezeichnet $e_f \in A^s$ die Projektion auf $P_f^s$, so gilt unter dieser
  "Aquivalenz $P^s_f \mapsto e_f A^s$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{VFGT}
  Die Verschiebung auf die Wand liefert  einen Ringhomomorphismus $A
  \rightarrow A^s$ mit $e_f\mapsto e_f$. Es ist leicht zu sehen, da"s er
sogar eine Injektion ist, weshalb wir den  Idempotenten $e_f$ keinen
oberen Index zu geben brauchen.
Wegen $A^s = \op{Hom} (T^sP, T^sP) = \op{Hom}(P, T_s
  T^sP)$ ist $A^s$ ein projektiver $A$-Rechtsmodul.  Ebenso zeigt die
  Darstellung $A^s = \op{Hom} (T_sT^sP, P)$, da"s $A^s$ ein projektiver
  $A$-Linksmodul ist.  Mit diesem Bimodul erhalten wir ein bis auf eine
  Isotransformation kommutierendes funktorielles Diagramm
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      \mathcal O^s \ar[r]^-\sim \ar[d]_-{T_{s}} &
\op{Modf-}A^s\ar[d]^-{\op{res}}\\
      \mathcal O \ar[r]^-\sim &\op{Modf-} A
    }
  \end{displaymath}
  mit der Einschr"ankung unter $A \rightarrow A^s$ als rechter Vertikale.  In
  der Tat wird die fragliche Isotransformation schlicht die
  Adjunktionsabbildung
  \begin{equation*}
    \op{Hom}(T^sP, M) \overset{\sim}{\rightarrow} \op{Hom} (P, T_sM)
  \end{equation*}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Der Rechtsadjungierte von $T_s$ f"allt mit seinem Linksadjungierten
  zusammen, wir erhalten folglich zwei bis auf eine
Isotransformation kommutierende
  Diagramme
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      \mathcal O \ar[d]_-{T^s} \ar[r]^-\sim 
& \op{Modf-}A \ar[d]^-{\otimes_A A^s}\\
      \mathcal O^s \ar[r]^-\sim &\op{Modf-} A^s\\
       }
      \qquad\qquad
        \xymatrix{
      \mathcal O \ar[d]_-{T^s} \ar[r]^-\sim 
& \op{Modf-}A \ar[d]^-{\op{Hom}_{-A}(A^s, \;)}\\
      \mathcal O^s \ar[r]^-\sim &\op{Modf-} A^s }
  \end{displaymath}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Mithilfe von \ref{fvc} und \ref{fvcc} 
k"onnen wir die Ringe $A^s \subset A$ auch expliziter
  beschreiben.  Betrachten wir in der Tat zu $f = (t, s,\ldots, r)$ den
  $C$-Modul
  \begin{equation*}
    D_f := C \otimes_{C^s} C \otimes_{C^t} C \ldots \otimes_{C^r} k
  \end{equation*}
  und bilden die Summe $D:= \bigoplus_{f \in \Lambda} D_f$, so liefert
  \ref{fvc} erst einen Isomorphismus
  \begin{equation*}
    \mathbb V P \overset{\sim}{\rightarrow} D
  \end{equation*}
  und  dann einen Isomorphismus $A \overset{\sim}{\rightarrow}
  \op{End}_{C} D$ unter dem sich die Idempotenten $e_f$ auf beiden Seiten
  entsprechen.  Des weiteren erhalten wir 
einen Isomorphismus $\mathbb V^s P^s
  \overset{\sim}{\rightarrow} D$, wo $D$ zu einem $C^s$-Modul
  eingeschr"ankt ist, und mit \ref{fvcc} 
den unteren Isomorphismus in 
einem kommutativen Diagramm
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      A\ar[d]\ar[r]^-\sim &\op{End}_C D \ar[d]\\
      A^s \ar[r]^-\sim & \op{End}_{C^s} D
    }
  \end{displaymath}
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{FTZ}
  Wir verstehen nun $C$ mit der \glqq verdoppelten $\mathbb Z$-Graduierung\grqq, um
  eine bessere Kompatibilit"at mit unseren topologischen Konstruktionen 
 zu erreichen.  Das liefert unmittelbar $\mathbb Z$-Graduierungen
  auf $D, A$ und $A^s$.  Man kann ganz allgemein zeigen, da"s f"ur
  endlichdimensionale $\mathbb Z$-graduierte Ringalgebren "uber K"orpern alle
  einfachen und alle unzerlegbaren projektiven Moduln bis auf Isomorphismus
  und Verschiebung der Graduierung eindeutige $\mathbb Z$-graduierte Versionen
  besitzen.  Insbesondere sehen wir so, da"s 
$\op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb
    Z}{\op{-}}A)$ trianguliert erzeugt wird von den $e_f A$ 
und $\op{Der}^{\op{b}}
  (\op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s)$ von den $e_fA^s$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}\label{GBH}
Wir haben nun zwei Ringe  $A$ eingef"uhrt, n"amlich
den Ring $A=\op{Der}^\ast(\bar{\mathcal S},\bar{\mathcal S})$ in
\ref{AER} und den Ring $A=\op{End}(P)$ in \ref{AEPo}.
Ebenso  haben wir zwei Ringe  $A^s$ eingef"uhrt, n"amlich
den Ring 
$A^s=\op{Der}^\ast(\pi_{s\ast}\bar{\mathcal S},\pi_{s\ast}\bar{\mathcal S})$ in
\ref{AERs} und den Ring $A^s=\op{End}(P^s)$ in \ref{AEPo}.
Das war jedoch Absicht, denn wir erhalten ein kommutatives Diagramm 
von Ringen mit Isomorphismen in den Horizontalen
  \begin{displaymath}
    \xymatrix{
     \op{End}_{\mathcal O}(P) \ar[d]\ar[r]^-\sim &\op{End}_C D \ar[d]&
\op{Der}^\ast(\bar{\mathcal S},\bar{\mathcal S})\ar[l]_-\sim\ar[d]
\\
      \op{End}_{\mathcal O^s}(T^sP) \ar[r]^-\sim & \op{End}_{C^s} D&
\op{Der}^\ast(\pi_{s\ast}\bar{\mathcal S},\pi_{s\ast}\bar{\mathcal S})\ar[l]_-\sim
    }
  \end{displaymath}
in dem 
das linke Quadrat nur von oben kopiert ist, 
die rechte Vertikale von $\pi_{s\ast}$ induziert wird, 
und die horizontalen
Ringisomorphismen des rechten Quadrats
von 
 [4.2.1] herkommen und vom 
Hyperkohomologiefunktor induziert werden.
Insbesondere entsprechen sich unter unseren Funktoren auch die
Idempotenten $e_f$ zu $f\in\Lambda$ in allen sechs Ringen. Von nun an k"onnen
wir
also guten Gewissens die Notation $A$ f"ur alle drei Ringe der
oberen Zeile benutzen, sowie  die Notation $A^s$ f"ur alle drei Ringe der
unteren Zeile.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}\label{dgD}
Es gilt  $\op{dgFrei-} (A, \Lambda)= \op{dgDerf-} A$  und f"ur alle $s$ 
desgleichen
auch $\op{dgFrei-} (A^s, \Lambda)= \op{dgDerf-} A^s$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
Gegeben ein dg-Ring $A$ mit Differential Null kann %jedoch 
%nach \ref{Kzu} 
jeder
dg-Modul $M$ eingef"ugt werden in ein ausgezeichnetes Dreieck
$$
 Z \rightarrow M \rightarrow [1] B \overset{[1]}{\rightarrow}
$$
mit $Z$ den Zyklen und $B$ den Bildern des Differentials von $M$, so da"s die
dg-Moduln mit verschwindendem Differential bereits ganz $A\op{-dgDer}$ 
trianguliert
erzeugen. F"ur Rechtsmoduln gilt dasselbe.
Ist $A$ endlichdimensional, 
so erkennt man in derselben Weise, da"s 
die endlichdimensionalen 
dg-Rechtsmoduln mit verschwindendem Differential bereits ganz $\op{dgDerf-}A$ 
trianguliert
erzeugen. Damit folgt die Behauptung aus \ref{FTZ},
wo gezeigt wird, da"s 
die
$e_f A$ beziehungsweise die $e_f A^s$ f"ur $f\in\Lambda$ 
bereits $\op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb
    Z}{\op{-}}A)$  beziehungsweise  $\op{Der}^{\op{b}}
  (\op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s)$ trianguliert erzeugen.
\end{proof}

\subsection{Modulare Koszul-Dualit"at}
\begin{Bemerkungl}
Ich will nun nocheinmal Revue passieren lassen und 
das
Haupresultat einigerma"sen vollst"andig formulieren.
Seien $R\supset R^+$  ein Wurzelsystem
mit einem ausgezeichneten System positiver Wurzeln, $W$ seine Weylgruppe, und
$S\subset W$ die einfachen Spiegelungen.
Seien $k$ ein endlicher K"orper einer Charakteristik, die 
echt gr"o"ser ist als
die Coxeterzahl, und sei
$\mathcal O$ die regul"are Subquotientenkategorie 
mit Koeffizienten $k$ zum dualen Wurzelsystem $R^\vee$. 
Sei $\mathbb F$ ein endlicher K"orper, der nicht dieselbe Charakteristik
hat wie $k$, und seien $G\subset B$ eine halbeinfache  algebraische
Gruppe "uber $\mathbb F$ mit einer Borelschen zum 
Wurzelsystem $R$. Sei  $u$ die Ordnung von $|\mathbb F|$ in $k^\times$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Modulare Koszul-Dualit"at}]
 Unter der Voraussetzung %Annahme 
$u\geq 5|R|-1$ 
 gibt es eine endlichdimensionale $\DZ$-graduierte $k$-Ringalgebra $A$
  mitsamt ausgezeichneten\label{MKD}  
$\DZ$-graduierten $A$-Rechtsmoduln $\tilde M_x$ f"ur $x\in W$ 
und den im folgenden Diagramm vertikal eingezeichneten 
  "Aquivalenzen von triangulierten $k$-Kategorien derart, da"s 
die linke von einer "Aquivalenz  $\mathcal O\sira \op{Modf-}A$ 
herkommt
und da"s in hoffentlich
  offensichtlicher Notation gilt
$$
\begin{array}{ccccc}
  \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf-}A)&\leftarrow
  & \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^\DZ\op{-}A)&\rightarrow&
  \op{dgDerf-}A\\
  \ua\wr&&&&\wr\ua\\
  \op{Der}^{\op{b}}({\mathcal O})&&&&\op{Der}_{(\bar B)}(\bar G/\bar B;k)\\[4mm]
  M_x\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad \tilde{M}_x\quad
  &\quad\mapsto\quad&\quad j_{x*}\underline{\bar Bx\bar B/\bar B}[l(x)]
  \\[2mm]
  P_x\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad \tilde{P}_x\quad
  &\quad\mapsto\quad&\quad \bar{\mathcal{L}}^x
\end{array}
$$
mit $M_x\in \mathcal O$ unseren Standardmoduln, $\tilde P_x\sra \tilde{M}_x$
und $ P_x\sra M_x$ den projektiven Decken, und $\bar{\mathcal{L}}^x$ 
den geometrisierten
Parit"atskomplexen der Zellen $BxB/B$.
\end{Satz}

\begin{proof}
  Die linke "Aquivalenz wurde in \ref{AEPo} erkl"art,
die rechte bis auf einen 
Abgleich von Endlichkeitsbedingungen  in \ref{AER}.
Einen mit den ausgezeichneten Idempotenten vertr"aglichen Isomorphismus 
der beiden Ringe $A$ links und rechts liefert 
\ref{GBH}, und den  Abgleich von Endlichkeitsbedingungen liefert
dann \ref{dgD}. Aus den Konstruktionen folgt,
da"s f"ur alle reduzierten Folgen 
$f\in\Lambda$ gilt
$$
\begin{array}{ccccc}
P_f\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad e_fA\quad
&\quad\mapsto\quad&\quad \bar{\mathcal S}_f
\end{array}
$$
Indem wir induktiv jeweils die maximalen \glqq neuen\grqq\  unzerlegbaren 
Summanden betrachten, folgern wir die Existenz von 
unzerlegbaren Projektiven 
$\tilde P_x\in \op{Modf}^\DZ\op{-}A$ mit
$P_x\leftmapsto \tilde{P}_x\mapsto \bar{\mathcal{L}}^x$.
Weiter k"onnte man auch die Existenz $\DZ$-graduierter Liftungen
$\tilde M_x\in \op{Modf}^\DZ\op{-}A$ von $ M_x\in \mathcal O$
unschwer zeigen. Mir ist aber kein elementares Argument
eingefallen, das zeigen k"onnte, da"s diese  auch in der Geometrie zu
Standardobjekten werden. 
Diesen Teil des Satzes zeigen wir
 erst  nach l"angeren  Vorarbeiten in \ref{KDS}.
\end{proof}






\subsection{Koszul-Dualit"at und Verschiebung}

\begin{Proposition}
  Unter der Annahme, da"s die Kardinalit"at $|\mathbb F|$ als Element der
  multiplikativen Gruppe $k^\times$ mindestens die Ordnung $5|R|-1$ hat, gibt
  es endlichdimensionale $\DZ$-graduierte $k$-Algebren $A\subset A^s$ und
  "Aquivalenzen von triangulierten $k$-Kategorien wie durch die 
"au"seren horizontalen Pfeile\label{MKDn} 
  angedeutet derart, da"s das folgende Diagramm von Kategorien und Funktoren
  bis auf Isotransformationen kommutiert:
 % \begin{center}
    \begin{displaymath}
      \xymatrix{
        \op{Der}^{\op{b}} (\mathcal {O}^s)\ar[d]_{T_s}\ar[r]_-\sim
        & \op{Der}^{\op{b}} (\op{Modf-}A^s)\ar[d]_-{\op{res}}
        &\ar[l] \op{Der}^{\op{b}} ( \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s) 
        \ar[d]_-{\op{res}} \ar[r]
        &
        \op{dgDerf-}A^s\ar[d]_-{\op{res}} \ar[r]^-\sim 
        & 
        \op{Der}_{(\bar  B)}(\bar  G/ \bar  P^s)\ar[d]_-{\pi_s^{!}[-1]}\\
        \op{Der}^{\op{b}}(\mathcal {O}) \ar[r]_-\sim& \op{Der}^{\op{b}}( \op{Modf-}A) 
        & \ar[l] \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A) \ar[r] 
        &  \op{dgDerf-}A \ar[r]^-\sim & \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/ \bar  B)
      }
    \end{displaymath}  
 Dar"uber hinaus kommen die linken "Aquivalenzen her von "Aquivalenzen
von $k$-Kategorien
$\mathcal {O}\sira \op{Modf-}A$ und $\mathcal {O}^s\sira \op{Modf-}A^s$,
und f"ur alle reduzierten Folgen $f\in\Lambda$ haben  wir
$$
\begin{array}{ccccc}
P_f\quad&\quad\leftmapsto\quad &\quad e_fA\quad
&\quad\mapsto\quad&\quad \bar{\mathcal S}_f
\end{array}
$$
\end{Proposition}


\begin{proof}
Das linke Quadrat kommt aus 
\ref{VFGT}, die mittleren sind eh unproblematisch,
so da"s nur das rechte Quadrat noch diskutiert werden mu"s. 
Die waagerechten "Aquivalenzen dort ergeben sich aus \ref{AER} 
beziehungsweise \ref{AERs} zusammen mit \ref{GBH} und \ref{dgD}.
Nur das Kommutieren des rechten Quadrats ben"otigt  zus"atzliche Argumente.
Zun"achst m"ussen wir die Konstruktion 
der horizontalen "Aquivalenzen des rechten Quadrats 
erinnern. Wir erhalten sie als Komposition der  
 Zeilen der beiden im folgenden zu diskutierenden Diagramme:
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dgDerf-}A^s\ar[d]_-{\op{res}}&\op{dgFrei-}(A^s,\Lambda)\ar[r]^-\sim \ar[l]^-\sim
\ar[d]_-{\op{res}}& \op{dgFrei-}(Z^s,\Lambda) \ar[d]_-{\op{res}}& \ar[l]_-\sim
\op{dgFrei-}(E^s,\Lambda)\ar[d]_-{\op{res}}\\
\op{dgDerf-}A&\op{dgFrei-}(A,\Lambda)\ar[r]^-\sim \ar[l]^-\sim
& \op{dgFrei-}(Z,\Lambda) & \ar[l]_-\sim
\op{dgFrei-}(E,\Lambda)}
\end{displaymath}

\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dgFrei-}(E^s,\Lambda)\ar[d]_-{\op{res}}&\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar P^s   )\ar[r]^-\sim\ar[l]^-\sim\ar[d]_-{\pi_s^{[!]}}&
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P^s   )
\ar[d]_-{\pi_s^{!}[-1]}\\
\op{dgFrei-}(E,\Lambda)&\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )\ar[r]^-\sim\ar[l]^-\sim&
\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B   )
}
\end{displaymath}
% \emph{Fehlen da nicht Shifts?}
% % Im  oberen dieser Diagramme scheinen mir die Bedeutung
% % der Pfeile und das Kommutieren bis auf
% % Isotransformationen offensichtlich. 
% Um diese Diagramme zu erkl"aren
% und ihre Kommutativit"at zu zeigen, mu"s ich weiter ausholen.
%  Das Kommutieren seines rechten Quadrats zeigen wir dann in
%  \ref{??}, das Kommutieren seines linken Quadrats
%  in 
%   \ref{??}.
% ---------------------------------------------------------------
Das Kommutieren des rechten Quadrats im unteren Diagramm 
zeigen wir in \ref{gtz}, der exakte Funktor 
 $\pi_s^{[!]}$ auf perversen Garben wird in \ref{pof} eingef"uhrt.
Das Kommutieren des linken Quadrats im unteren Diagramm 
zeigen wir in \ref{ULQ}, wo auch der dg-Ring $E^s$ und der
Homomorphismus $E\ra E^s$ eingef"uhrt werden.
Im  oberen Diagramm scheinen mir damit dann die Bedeutung
der Pfeile und das Kommutieren bis auf
Isotransformationen offensichtlich. 
%\emph{Pr"ufe noch, ob die Schranke an $l$ so bleiben kann! SCHEINT OK.}
\end{proof}

  




  \begin{Bemerkungl}
Bei den drei vertikalen Mittelpfeilen kann der Linksadjungierte schlicht 
als $\otimes_A A^s$ geschrieben werden. Indem wir auch bei den vertikalen
Pfeilen am Rand zu den Linksadjungierten "ubergehen, erhalten wir ein
kommutatives Diagramm
    \begin{displaymath}
      \xymatrix{
        \op{Der}^{\op{b}} (\mathcal {O})\ar[d]_{T^s}\ar[r]_-\sim
        & \op{Der}^{\op{b}} (\op{Modf-}A)\ar[d]_-{\otimes_A A^s}
        &\ar[l] \op{Der}^{\op{b}} ( \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A) 
        \ar[d]_-{\otimes_A A^s} \ar[r]
        &
        \op{dgDerf-}A\ar[d]_-{\otimes_A A^s} \ar[r]^-\sim 
        & 
        \op{Der}_{(\bar  B)}(\bar  G/ \bar  B)\ar[d]_-{\pi_{s!}[1]}\\
        \op{Der}^{\op{b}}(\mathcal {O}^s) \ar[r]_-\sim& \op{Der}^{\op{b}}( \op{Modf-}A^s) 
        & \ar[l] \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s) \ar[r] 
        &  \op{dgDerf-}A^s \ar[r]^-\sim & \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/ \bar  P^s)
      }
    \end{displaymath}
  \end{Bemerkungl}
  \begin{Bemerkungl}
Bei den drei vertikalen Mittelpfeilen kann der Rechtsadjungierte 
alternativ schlicht 
als $\op{Hom}_{-A}(A^s,\;)$ geschrieben werden. Indem wir auch bei den vertikalen
Pfeilen am Rand zu den Rechtsadjungierten "ubergehen, erhalten wir 
ebenso ein
kommutatives Diagramm
    \begin{displaymath}
      \xymatrix{
        \op{Der}^{\op{b}} (\mathcal {O})\ar[d]_{T^s}\ar[r]_-\sim
        & \op{Der}^{\op{b}} (\op{Modf-}A)\ar[d]_-{\op{Hom}_{-A}(A^s,\;)}
        &\ar[l] \op{Der}^{\op{b}} ( \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A) 
        \ar[d]_-{\op{Hom}_{-A}(A^s,\;)} \ar[r]
        &
        \op{dgDerf-}A\ar[d]_-{\op{Hom}_{-A}(A^s,\;)} \ar[r]^-\sim 
        & 
        \op{Der}_{(\bar  B)}(\bar  G/ \bar  B)\ar[d]_-{\pi_{s\ast}[-1]}\\
        \op{Der}^{\op{b}}(\mathcal {O}^s) \ar[r]_-\sim
        & \op{Der}^{\op{b}}( \op{Modf-}A^s) 
        & \ar[l] \op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s) \ar[r] 
        &  \op{dgDerf-}A^s \ar[r]^-\sim 
        & \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/ \bar  P^s)
      }
    \end{displaymath}
Der Vergleich mit dem rechtesten Quadrat aus dem vorhergehenden Punkt
liefert auf besonders bequeme Weise die Existenz eines 
Isomorphismus
$$\op{Hom}_{-A}(A^s,\;)\cong A^s\llangle -2\rrangle$$
von $\DZ$-graduierten $A$-$A^s$-Bimoduln, der hinwiederum zeigt, da"s
alle drei mittleren Funktoren unseres Diagramms 
auch als $\otimes_AA^s\llangle -2\rrangle$
geschrieben werden k"onnen.
  \end{Bemerkungl}
  \begin{Bemerkungl}\label{grOO}
    Manchmal f"allt es mir gedanklich leichter, die mittleren Kategorien
als \glqq graduierte Versionen\grqq\  zu denken. Ich verwende, um
das zu betonen, dann die Notationen
$\tilde{\mathcal O}\pdef \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A$ und
$\tilde{\mathcal O}^s\pdef \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A^s$.
Unseren Restriktionsfunktor $\op{res}$ fassen wir dann auf als
eine \glqq graduierte Version der Verschiebung aus der Wand\grqq\  und notieren
ihn $\tilde{T}_s: \tilde{\mathcal O}^s\ra  \tilde{\mathcal O}$.
Er hat einen Linksadjungierten $\tilde{T}^s_!$ und einen Rechtsadjungierten
$\tilde{T}^s_\ast$, die durch die Beziehung
$\tilde{T}^s_\ast=\tilde{T}^s_!\llangle -2\rrangle$
miteinander verkn"upft sind.
  \end{Bemerkungl}



\subsection{Vertr"aglichkeiten f"ur Realisierungsfunktoren}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein glatter Morphismus $\pi : Y \rightarrow X$ von algebraischen
  Variet"aten mit Faserdimension $d$ induziert  $\pi^\ast [d] : \op{Der}^{\op{b}}
  (X) \rightarrow \op{Der}^{\op{b}} (Y)$ 
einen exakten Funktor auf den perversen
  Garben
 $
    \pi^\ast [d] : \op{Perv} (X) \rightarrow \op{Perv} (Y)
  $.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}\label{GfH}
 Gegeben ein glatter Morphismus $\pi : X \rightarrow Y$ der Faserdimension $d$ existiert eine $[1]$-vertr"agliche Isotransformation, die als Doppelpfeil das folgende Diagramm von $\mathbb Z$-Funktoren
zum Kommutieren bringt:
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv} X)\ar[d]_-{\pi^\ast [d]} \ar[r]^-{\op{real}}&\ar@{=>}[dl]_-{\sim} \op{Der}^{\op{b}} (X)\ar[d]^{\pi^\ast [d]}\\
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv} Y) \ar[r]^-{\op{real}} & \op{Der}^{\op{b}} (Y)
}
\end{displaymath}
\end{Satz}
\begin{proof}
Das folgt sofort aus dem folgenden Lemma \ref{EGBm}, dessen Beweis im "ubrigen
sogar die fragliche Isotransformation modulo der Unbestimmtheit 
der Realisierungsfunktoren  explizit angibt.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  F"ur das folgende Lemma halten wir uns eng an die Notationen, die in 
  \cite[3.1.5]{BBD} bei der Konstruktion der Realisierungsfunktoren
verwendet werden.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}\label{EGBm} Seien 
$\mathcal A_\alpha$, $\mathcal A_\beta$ abelsche
  Kategorien mit gen"ugend Injektiven.  Seien $\mathcal D_\alpha
  \subset \op{Der}^+\! \mathcal A_\alpha$ eine volle triangulierte
  Unterkategorie, $(\mathcal D_\alpha^{\leq 0}, \mathcal D_\alpha^{\geq 0})$
 darauf  eine t-Struktur, $\mathcal C_\alpha = \mathcal D_\alpha^{\leq 0} \cap
  \mathcal D_\alpha^{\geq 0}$ deren Herz, und idem f"ur $\beta$. Sei 
weiter $P : \mathcal A_\alpha
  \rightarrow \mathcal A_\beta$ ein exakter Funktor.
 Induziert  $P : 
\op{Der}^+\!\mathcal A_\alpha \rightarrow \op{Der}^+\! \mathcal A_\beta$
 einen exakten Funktor 
$\mathcal C_\alpha \rightarrow \mathcal C_\beta$, so existiert eine
$[1]$-vertr"agliche Isotransformation, die als 
Doppelpfeil das folgende Diagramm von $\mathbb Z$-Funktoren
zum Kommutieren bringt:
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} \mathcal C_\alpha \ar[d]_-P \ar[r]^-{\op{real}}&\ar@{=>}[dl]_-{\sim} \op{Der}^+\! \mathcal A_\alpha \ar[d]^{P}\\
\op{Der}^{\op{b}} \mathcal C_\beta \ar[r]^-{\op{real}} & \op{Der}^+\! \mathcal A_\beta
}
\end{displaymath}
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Das folgt ohne Schwierigkeiten, wenn man die 
Konstruktion des Realisierungsfunktors real
in \cite[3.1.10]{BBD} erinnert.
Seien genauer in den dortigen Notationen 
$\mathcal D_\alpha {\op{F}}$ bzw. $\mathcal D^{\op{b}}_\alpha {\op{F}}$ die Unterkategorien der 
filtrierten derivierten Kategorie ${\op{D}}^+{\op{F}} \mathcal A_\alpha$ 
aller Objekte $(K,F)$ mit endlicher
Filtrierung und mit sukzessiven Subquotienten 
$\op{Gr}^i_F K$ in $\mathcal D_\alpha$ bzw. $\mathcal D_\alpha^{\op{b}}$.
Analoge Notationen verwenden wir auch mit dem Index $\beta$ statt $\alpha$.
Aufgrund der Exaktheit von 
$P : \mathcal A_\alpha \rightarrow \mathcal A_\beta$ induziert
$P$ in sehr expliziter Weise einen triangulierten Funktor
\begin{equation*}
P : {\op{D}}^+ {\op{F}} \mathcal A_\alpha \rightarrow {\op{D}}^+ {\op{F}} \mathcal A_\beta
\end{equation*}
auf den filtrierten derivierten Kategorien, der mit dem 
"Ubergang zum assozierten Graduierten vertauscht und 
wegen unserer Annahme $P(\mathcal C_\alpha) \subset \mathcal C_\beta$ 
auch Funktoren
$P : \mathcal D_\alpha {\op{F}} \rightarrow \mathcal D_\beta {\op{F}} 
\text{ und } P : \mathcal D^{\op{b}}_\alpha {\op{F}} \rightarrow
\mathcal D^{\op{b}}_\beta {\op{F}}$ induziert.
Des weiteren liefern f"ur jedes Objekt $(K,F) \in \mathcal D_\alpha {\op{F}}$ 
die offensichtlichen Morphismen
ein kommutatives Viereck
\begin{displaymath}
\xymatrix{
P \op{Gr}^i_F K [i]\ar[r]\ar[d]_{\wr} 
& P \op{Gr}^{i+1}_F K [i+1]\ar[d]^\wr\\
\op{Gr}^i_F (P K) [i] \ar[r] & \op{Gr}_F^{i+1} (P K)[i+1]
}
\end{displaymath}
und damit eine Isotransformation, die als Doppelpfeil das Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
{\mathcal D}^{\op{b}}_\alpha {\op{F}} \ar[d]_-{P} \ar[r]^-{G}
&\ar@{=>}[dl]_-{\sim} \op{Ket}^{\op{b}} (\mathcal D_\alpha)\ar[d]^-{P}\\
{\mathcal D}^{\op{b}}_\beta {\op{F}} \ar[r]^-{G} & \op{Ket}^{\op{b}} (\mathcal D_\beta)
}
\end{displaymath}
zum Kommutieren bringt.
Bis hierher ging au"ser der Exaktheit von $P$ wenig ein, die 
t-Strukturen manifestieren sich nur als Endlichkeitsbedingungen.
Unter unserer zus"atzlichen Bedingung 
$P (\mathcal C_\alpha) \subset \mathcal C_\beta$ folgt
dann aber auch, da"s unser Diagramm einschr"ankt zu einem Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
{\mathcal D}^{\op{b}}_\alpha {\op{F}}_{\op{b\hat{e}te}}\ar[d]_-{P} \ar[r]^-{\sim}
&\ar@{=>}[dl]_-{\sim} \op{Ket}^{\op{b}} \mathcal C_\alpha \ar[d]^{P}\\
{\mathcal D}^{\op{b}}_\beta {\op{F}}_{\op{b\hat{e}te}} \ar[r]^-{\sim} & \op{Ket}^{\op{b}} \mathcal C_\beta
}
\end{displaymath}
dessen horizontale "Aquivalenzen von \cite[3.1.8]{BBD} herkommen, wo
$\mathcal D^{\op{b}}_\alpha {\op{F}}_{\op{b\hat{e}te}}$ gerade als das 
\glqq Urbild unter $G$\grqq\  von
$\op{Ket}^{\op{b}} \mathcal C_\alpha \subset \op{Ket}^{\op{b}} \mathcal D_\alpha$
erkl"art ist.
Damit haben wir das Diagramm von Kategorien und Funktoren

\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\mathcal D_\alpha \ar[ddd]_P \ar[rrr]^{\op{real}}&
&&\op{Der}^{\op{b}} \mathcal C_\alpha\ar[ddd]^P\\
&\ar[ul]_\omega {\mathcal D}^{\op{b}}_\alpha 
{\op{F}}_{\op{b\hat{e}te}}\ar[d]_-{P} \ar[r]^-{\sim}
& \op{Ket}^{\op{b}} \mathcal C_\alpha \ar[ur]\ar[d]^{P}
&\\
&\ar[dl]^\omega {\mathcal D}^{\op{b}}_\beta {\op{F}}_{\op{b\hat{e}te}} \ar[r]^-{\sim} 
& \op{Ket}^{\op{b}} \mathcal C_\beta\ar[dr]\\
\mathcal D_\beta  &&&\ar[lll]^{\op{real}}\op{Der}^{\op{b}} \mathcal C_\beta
}
\end{displaymath}
erhalten, indem jede Zelle bis auf eine explizit konstruierte
Isotransformation
kommutiert: F"ur die zentrale Zelle
wurde das eben besprochen, f"ur die 
rechte und linke Zelle ist es
offensichtlich, und die obere und untere Zelle 
werden in \cite[3.1.10]{BBD} diskutiert.
Das zeigt das Lemma.
\end{proof}


% \subsection{Ringoide}

% \begin{Bemerkungl}
%   Im folgenden scheint es mir "ubersichtlicher, statt mit Ringen mit
% \glqq Ringoiden\grqq\  zu arbeiten. Da ich nicht wei"s, wo ich die folgenden
% recht banalen Begriffsbildungen und Aussagen zitieren kann, 
% gebe ich einen kurzen Abri"s.
% \end{Bemerkungl}


% \begin{Definition}
% Eine kleine Kategorie mit einer additiven Struktur 
%  nennen wir ein
% \defind{Ringoid}. 
% Ein \defnoind{Homomorphismus 
% von Ringoiden}\index{Homomorphismus!von Ringoiden} ist 
% ein Funktor, der vertr"aglich ist mit den
% jeweiligen additiven Strukturen.
% \end{Definition}

% \begin{Bemerkungl}
% Unter einer Kategorie mit einer additiven Struktur verstehen wir das,
% was in anderen Quellen auch eine \glqq in additiven Gruppen angereicherte
% Kategorie\grqq\ 
% hei"st: Also eine Kategorie, bei der alle Morphismenr"aumme so mit der
% Struktur einer abelschen Gruppe versehen sind, da"s alle Verkn"upfungen 
% bilinear werden.
%   Die opponierte Kategorie zu einem Ringoid $A$ ist auch ein Ringoid in
%   nat"urlicher Weise.  Wir bezeichnen es mit $A^{\op{opp}}$ oder $A^{\circ}$
%   und nennen es das \defnoind{opponierte Ringoid}.\index{Ringoid!opponiertes}
% \end{Bemerkungl}


% \begin{Bemerkungl}
% Es mag merkw"urdig scheinen,  die
%  neue Terminologie der Ringoide einzuf"uhren, wo man doch schlicht
% von Kategorien mit additiver Struktur  sprechen k"onnte.
% Der Grund ist rein didaktischer Natur: Es scheint mir 
% einfach "ubersichtlicher, mit der Kategorie aller Moduln
% "uber einem Ringoid zu arbeiten statt mit der
% Kategorie aller Moduln "uber einer kleinen
% Kategorie mit additiver Struktur,
% "ahnlich wie es mir  "ubersichtlicher scheint, 
% mit  Systemen
% von Teilmengen zu arbeiten statt mit Mengen von Teilmengen.
% Ich habe in der Literatur noch andere Verwendungen des Begriffs 
% Ringoid gesehen: Manche Autoren verwenden ihn als Synonym f"ur
% \glqq kleine additive Kategorie\grqq, andere als \glqq Menge mit zwei 
% assoziativen und in geeigneter Weise distributiven Verkn"upfungen\grqq.
% \end{Bemerkungl}
% \begin{Beispiel}
% Ein Ringoid mit nur einem Objekt ist 
% im Wesentlichen dasselbe wie ein Ring.
% Gegeben ein Ring $R$ mit einer Zerlegung $1 = e_1 + \ldots +e_n$ der Eins
% in eine Summe von paarweise 
% orthogonalen Idempotenten $e_i e_j = \delta_{ij}e_i$
% erhalten wir allgemeiner  
% ein Ringoid $\tilde{R}$ mit Objekten $1, \ldots, n$ durch die
% Vorschrift $\tilde{R} (i,j) = e_j Re_i.$
% So ergibt sich eine im wesentlichen eineindeutige Entsprechung zwischen
% Ringoiden mit endlich vielen Objekten und Ringen mit einer Zerlegung
% der Eins in eine Summe von paarweise orthogonalen Idempotenten.
% \end{Beispiel}

% \begin{Bemerkungl}
% Motiviert durch dieses Beispiel 
% verwenden wir auch bei einem beliebigen Ringoid $R$ mit
% Objekten $i,j$ die Notation $$R(i,j)=jRi$$ f"ur den Raum
% der Morphismen von $i$ nach $j,$ bezeichnen die 
% Verkn"upfung von Morphismen als 
% {\bf Multiplikation}\index{Multiplikation!bei Ringoiden}
% und die Objekte des Ringoids als seine 
% {\bf ausgezeichneten Idempotenten}\index{Idempotente!ausgezeichnete}.
% \end{Bemerkungl}

% \begin{Beispiel}\label{Rozy}
% Ein Ringoid mit einer Operation einer Gruppe $G,$ die frei und transitiv
% ist auf den Objekten, ist im Wesentlichen dasselbe wie ein $G$-graduierter
% Ring. Der Leser mag das selbst genauer ausf"uhren.
% \end{Beispiel}


% \begin{Definition}
%  Ein \defnoind{Modul}\index{Modul!eines Ringoids} 
% "uber einem Ringoid ist ein Funktor von unserem Ringoid 
% in die Kategorie der
%   abelschen Gruppen, der vertr"aglich ist mit den additiven Strukturen in dem
%   Sinne, da"s er Gruppenhomomorphismen zwischen den Morphismenr"aumen liefert.
% Gegeben ein Modul $M$ "uber einem Ringoid $R$ und ein Objekt
% $i$ von $R$ setzen wir $M(i)=iM,$ so da"s die Operation die 
% Gestalt $\DZ$-bilinearer Abbildungen $jRi\times iM\ra jM$ annimmt.
% Ein {\bf Homomorphismus von Moduln}
% ist eine Transformation von Funktoren.
% Die Kategorie aller Moduln "uber einem Ringoid $R$ notieren wir $R\op{-Mod}.$
%   Sie ist eine abelsche Kategorie.
% \end{Definition}

% \begin{Beispiel}
%   Gegeben ein Ringoid $R$ und darin ein Objekt $i$ k"onnen wir den
% $R$-Modul $Ri$ betrachten, der durch die Vorschrift $(Ri)(j)\pdef jRi$
% erkl"art wird. 
% \end{Beispiel}

% \begin{Bemerkungl}
% Gegeben ein  Ringoidhomomorphismus $A\ra B$  
% liefert das Vorschalten desselben zwischen den
% Modulkategorien einen exakten Funktor,
%  die Restriktion
% $$\op{res}_B^A: B\op{-Mod}\sira A\op{-Mod}$$
% \end{Bemerkungl}

% \begin{Lemma}\label{FGTly}
%  Ist $A\ra B$ ein Ringoidhomomorphismus, der volltreu ist als
% Funktor und der die Eigenschaft hat, da"s jedes Objekt von $B$ 
% isomorph ist zu einem endlichen Produkt von Objekten von $A$, so
% induziert die Restriktion eine "Aquivalenz von Kategorien
% $$\op{res}_B^A: B\op{-Mod}\sira A\op{-Mod}$$
% \end{Lemma}



% \begin{proof}
% Man mu"s sich im wesentlichen nur "uberlegen, da"s solch ein Modul
% als Funktor vertr"aglich sein mu"s mit endlichen Produkten, soweit diese 
% denn f"ur Objekte  unserer Ringoide existieren.
% \end{proof}




% \begin{Definition}\label{dgRRy}
% Ein {\bf differentielles graduiertes Ringoid}
% oder\index{Ringoid!differentielles graduiertes}  
% kurz {\bf dg-Ringoid}\index{dg-Ringoid} 
% ist\index{differentiell!graduiertes Ringoid} 
% ein Ringoid $A$ zusammen mit einer 
% Erweiterung der Gruppenstruktur auf allen $iAj$ zur Struktur
% einer dg-Gruppe derart, da"s die Multiplikationen
% \begin{displaymath}
% iAj \otimes_{\Bbb{Z}} jAk \ra iAk
% \end{displaymath}
% Morphismen von dg-Gruppen sind.
% Ein {\bf differentieller graduierter Modul} 
% "uber einem dg-Ringoid\index{differentiell!graduierter Modul, "uber Ringoid} 
% $A$ ist ein $A$-Modul $M$ mit einer Erweiterung der Gruppenstruktur
% auf allen $iM$ zur Struktur einer dg-Gruppe derart, da"s die
% Multiplikationen
% \begin{displaymath}
% jAi \otimes_{\Bbb{Z}} i M \ra jM
% \end{displaymath}
% Morphismen von dg-Gruppen sind.
% Analog zum Fall von dg-Ringen erkl"aren wir
% auch f"ur jedes dg-Ringoid $A$ die Kategorie 
% $\op{dgMod}_{A}$ aller dg-Moduln 
% und die vier davon abgeleiteten triangulierten 
% Kategorien $$\op{dgHot}_{A}, \op{dgDer}_A, \op{dgFrei}_A,
% \op{dgPer}_A$$ 
% Hier erkl"aren wir $\op{dgFrei}_A$ als das 
% triangulierte Erzeugnis der dg-Moduln $Ai$ und beachten, 
% da"s es nicht darauf ankommt, ob das  in $ \op{dgDer}_A$ oder in 
% $\op{dgHot}_{A}$ gebildet wird. $\op{dgPer}_A$ schlie"slich meint das 
% Erzeugnis derselben Objekte als Verdiersystem, also unter Hinzunahme
% direkter Summanden. Lemma \ref{FGTly} gilt entsprechend f"ur $\op{dgMod}$
% und die vier davon abgeleiteten triangulierten Kategorien.
% \end{Definition}
% \begin{Definition}
% Gegeben eine abelsche Kategorie $\mathcal{C}$ und eine Familie
%  von Komplexen
% $T:I\ra \op{Ket}(\mathcal{C}),$ $i\mapsto T_i$ erhalten wir ein dg-Ringoid
% \begin{displaymath}
% E= \op{End}_{\mathcal{C}}T
% \end{displaymath}
% mit Objekten $I$, Morphismen $iEj= \op{Hom}_{\mathcal{C}} (j,i)$
% und hoffentlich 
% offensichtlicher Verkn"upfung von
% Morphismen und dg-Struktur.
% \end{Definition}
% \begin{Satz}[\textbf{Derivierte Kategorien und dg-Ringoide}]
% Seien ${\cal{C}}$ eine abelsche Kategorie,\label{KyRy} $T=(T_i)_{i\in I}$
% eine endazyklische Familie in 
% $ \op{Ket}({\cal{C}})$  und
%  $E = \op{End}_{{\cal{C}}}(T) $ das zugeh"orige dg-Ringoid.
% So liefern die
% $\op{Hom}_{{\cal{C}}} (T_i , \;) $
% eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien
% $$ \langle T_i\mid i\in I\rangle_\Delta\sira 
% \op{dgFrei-}E
% $$
% unter der $i\in I$ auf $iE$ abgebildet wird. Das Erzeugnis 
% $ \langle T_i\mid i\in I\rangle_\Delta$ darf dabei gleichbedeutend 
% entweder in
% $ \op{Der}({\cal{C}})$ oder in $ \op{Hot}({\cal{C}})$ verstanden werden.
% \end{Satz}

% \begin{proof}[Beweis]
% Analog zum Beweis von \ref{ALB} und dem Leser "uberlassen.
% \end{proof}
% \begin{Korollar}[\textbf{Derivierte Kategorien und dg-Ringoide}]
% Seien ${\cal{C}}$ eine abelsche Kategorie,\label{KdgRy} $\mathcal{I}
% \subset \op{Ket}({\cal{C}})$ eine Menge homotopieinjektiver Komplexe und
%  $E = \op{End}_{{\cal{C}}} \mathcal{I}$ das zugeh"orige dg-Ringoid.
% So liefern die Funktoren 
% $\op{Hom}_{{\cal{C}}} (\; , I) : \op{Ket} ({\cal{C}}) 
% \ra \op{dgMod}_E^{\op{opp}}$
% eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien
% $$ \langle \mathcal{I}\rangle_\Delta\sira 
% \op{dgFrei}_E^{\op{opp}}
% $$
% Das Erzeugnis 
% $ \langle  \mathcal I\rangle_\Delta$ darf dabei gleichbedeutend 
% entweder in
% $ \op{Der}({\cal{C}})$ oder in $ \op{Hot}({\cal{C}})$ verstanden werden.
% \end{Korollar}
% \begin{proof}
%   Das folgt sofort, wenn man sich nicht von der unterschiedlichen 
% Verwendung des
% Buchstabens $I$ im Satz und in seinem Korollar verwirren l"a"st
% und die Menge $\mathcal I$ als eine durch sich selbst indizierte Familie 
% auffa"st.
% \end{proof}
\subsection{Vertr"aglichkeiten bei Fahnenmannigfaltigkeiten}
\begin{Bemerkungl}\label{pof}
  Sei $ P_s \supset B$ eine minimale parabolische
  Untergruppe von $G$.  Bezeichne $\pi_s : G/B \twoheadrightarrow G/P_s$ die
  Projektion.  Wir betrachten den
  exakten Funktor
 $$
 \pi_s^{[\ast]} := \pi_s^\ast [1] : \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P_s)
 \rightarrow \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)
  $$
  und auch den dazu (unkanonisch) isomorphen exakten
  Funktor
$$\pi_s^{[!]} := \pi_s^! [-1] : \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar P_s)
\rightarrow \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}\label{gtz}
Das  funktorielle Diagramm 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} ( \op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  P_s )\ar[d]_-{\pi_s^{[*]}
  } \ar[r]^-{\op{real}}&%\ar@{=>}[dl]_-{\sim} 
\op{Der}_{(\bar  B)}
 (\bar  G/\bar  P_s )\ar[d]^{\pi_s^\ast [1]}\\
\op{Der}^{\op{b}} ( \op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  B) \ar[r]^-{\op{real}}
& \op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  B)}
\end{displaymath}
kommutiert bis auf eine
 Isotransformation.
Dasselbe gilt mit $\pi_s^{[!]}$ und $\pi_s^! [-1]$ in den Vertikalen.
\end{Satz}

\begin{proof}
Das folgt unmittelbar aus \ref{GfH}.
\end{proof}
\begin{Lemma}
\begin{enumerate}
\item Der exakte Funktor
 $
    \pi_s^{[\ast]}  $ auf perversen Garben 
  hat einen Rechtsadjungierten $\pi_{s[\ast]}$, der
  beschrieben werden kann durch die Formel
  $
    \pi_{s[\ast]} = \mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_\ast [-1]
  $.
   \item Der exakte
  Funktor
 $
    \pi_s^{[!]} 
 $ auf perversen Garben 
   hat seinerseits einen Linksadjungierten $\pi_{s[!]}$, der
  beschrieben werden kann durch die Formel
 $
    \pi_{s[!]} = \mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_! [1]
  $.

\end{enumerate}

\end{Lemma}
\begin{proof}
Ich zeige nur die erste Aussage, die zweite folgt dual.
Es ist nicht schwer zu sehen, 
da"s f"ur $\mathcal F \in \op{Perv}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)$
stets gilt
\begin{equation*}
 \pi_{s[\ast]} \mathcal F 
\in \op{Der}^{\leq 0 }_{(\bar B)} (\bar G/\bar P_s )
\end{equation*}
Hier und bis zum Ende des Beweis ist alles mit
$\leq$ und $\geq$ stets in Bezug auf die 
perversen t-Strukturen zu verstehen.
Dann betrachten wir die Kategorien und Funktoren
% \begin{equation*}
%  \op{Der}^{\leq 0}_{(\bar B)} (\bar  G/\bar  P) \begin{array}{c}
%                                \pi_s^\ast [d]\\[-1ex] 
% \leftrightarrows \\[-1ex] \pi_\ast [-d]
%                                \end{array}
% \op{Der}^{\leq 0}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  Q) 
% \begin{array}{c} \leftrightarrows\\[-1ex] \tau^{\geq 0} \end{array}
% \op{Per}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  Q)
% \end{equation*}
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\leq 0}_{(\bar  B)} (\bar   G/\bar   B)\ar@{->}  
@< 2pt> [r]^-{\pi_{s\ast} [-1]}\ar@{<-} @<-2pt> [r]_-{\pi_s^\ast [1]}
 &
\op{Der}^{\leq 0}_{(\bar   B)} (\bar   G/\bar   P_s ) \ar@{->}  
@< 2pt> [r]^-{\tau^{\geq 0}}\ar@{<-} @<-2pt> [r]
& \op{Per}_{(\bar   B)} (\bar   G/\bar   P_s )
}
\end{displaymath}
und beachten, da"s oben jeweils der 
Rechtsadjungierte zum Funktor darunter steht, 
Dasselbe gilt dann f"ur die Verkn"upfungen unten und oben.
Die Verkn"upfung unten landet aber 
bereits in $\op{Perv}_{(B)} (G/B)$ und die Verkn"upfung
oben kann auch als $\mathcal H^{0,\op{perv}} \pi_\ast [-1]$ dargestellt
werden.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
 Als der Rechtsadjungierte 
eines exakten Funktors ist $\pi_{s[\ast]}$ nat"urlich linksexakt und
macht Injektive zu Injektiven. 
Da $\op{Perv}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  B)$
endliche homologische Dimension hat, 
k"onnen wir zu $\pi_{s[\ast]}$ auch auf den beschr"ankten
derivierten Kategorien den rechtsderivierten Funktor
\begin{equation*}
 {\op{R}} \pi_{s[\ast]} : 
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/ \bar  B) \rightarrow
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  P_s )
\end{equation*}
bilden, und aus allgemeinen Gr"unden ist er rechtsadjungiert zu
$$\pi_s^{[\ast]} : 
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G / \bar  P_s ) \rightarrow
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  B)$$
Indem wir im Diagramm aus Satz \ref{gtz} zu den 
Rechtsadjungierten der Vertikalen "ubergeben, 
erhalten wir, da"s das funktorielle Diagramm
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} 
\bar  G/\bar  B) \ar[d]_{{\op{R}} \pi_{s[\ast]}} \ar[r]^-\sim &
%\ar@{=>}[l]_-{\sim}
\op{Der}_{(\bar  B)} (\bar  G/\bar  B) \ar[d]^{\pi_\ast [-1]}\\
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar  B)} \bar  G/\bar  P_s ) 
\ar[r]^-\sim &\op{Der}_{(\bar  B)}
(\bar  G/ \bar  P_s )
}
\end{displaymath}
bis auf eine
 Isotransformation kommutiert. Dasselbe gilt mit
${\op{L}} \pi_{s[!]}$ und $\pi_! [1]$ an den entsprechenden
Stellen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}\label{ULQ}
  Betrachten wir nun speziell
unsere Summe von Bott-Samelson-Kom\-ple\-xen $\mathcal S\in\op{Der}_{(B)}(G/B)$
 und
eine geometrisch projektive Aufl"osung $\mathcal S^\ast\in
\op{Ket}^{\op{b}}(\op{gpPerv}_{(B)}G/B)$. Die vorhergehenden "Uberlegungen
zeigen dann, da"s  auch der Komplex
$\pi_{s[!]}\mathcal S^\ast$ aus geometrisch projektiven Objekten besteht,
also zu 
$\op{Ket}^{\op{b}}(\op{gpPerv}_{(B)}G/P^s)$ geh"ort, und da"s
er dar"uber hinaus eine geometrisch projektive 
Aufl"osung des derivierten direkten Bildes 
$[1]\pi_{s!}\mathcal S\in\op{Der}_{(B)}(G/P^s)$ ist.
In diesem Sinne d"urfen wir also die Erweiterungen
$A^s\pdef \op{Der}^\ast (\pi_{s\ast} \bar{\mathcal S}, \pi_{s\ast}\bar{\mathcal
  S})$ aus \ref{AERs} berechnen als Kohomologie des dg-Rings
$$E^s\pdef \op{End}_{\op{Perv}}( \pi_{s[!]}\bar{\mathcal S}^\ast)$$
und der Funktor $\pi_{s[!]}$ induziert nat"urlich einen
 Homomorphismus von dg-Ringen $E\ra E^s$. 
% An dieser Stelle  haben wir nun den "Arger, da"s mit den "ublichen
% Vorzeichenkonventionen die von 
% $[-1]\pi_{s[!]}$ induzierte Abbildung $E\ra E^s$ zwar mit der
% Multiplikation vertr"aglich ist, mit dem Differential jedoch
% nur vertr"aglich ist bis auf das Vorzeichen $-1$. In anderen Worten erhalten
% wir erst einen Homomorphismus von dg-Ringen, wenn wir das Differential
% auf $E^s$ durch sein Negatives ersetzen.
Nun erhalten wir sicher ein bis auf Isotransformationen
kommutatives Diagramm von Kategorien und Funktoren
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
\op{dgFrei-}(E^s,\Lambda)\ar[d]_-{\op{res}}&\op{Hot}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(\bar B)} \bar G/\bar P^s   )\ar[l]^-\sim\ar[r]_-\sim\ar[d]_-{\pi^{s[!]}}&
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar P^s   )
\ar[d]_-{\pi^{s[!]}}\\
\op{dgFrei-}(E,\Lambda) %\ar@{=}[d]
&\op{Hot}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )\ar[l]\ar[r]&
\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )
% \op{dgFrei-}(E,\Lambda)
% &\op{Hot}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )
% \ar[l]^-\sim\ar[r]_-\sim\ar[u]&
% \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B   )\\
}
\end{displaymath}
in dem die obere linke Horizontale durch
$\op{Hom}_{\op{Perv}}( \pi_{s[!]}\bar{\mathcal S}^\ast,\;)$ gegeben wird, 
die  untere linke Horizontalen dahingegen durch 
$\op{Hom}_{\op{Perv}}( \bar{\mathcal S}^\ast,\;)$
und die Isotransformation im linken Quadrat durch die Adjunktion
$(\pi_{s[!]},\pi^{s[!]})$ von Funktoren zwischen perversen Garben. 
%und "uber die derivierte Kategorie faktorisiert 
Der untere Funktor nach links faktorisiert jedoch 
"uber die derivierte Kategorie
in eine "Aquivalenz 
$\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} 
\bar G/\bar B   )\sira \op{dgFrei-}(E,\Lambda)$.
Das erkl"art das linke Quadrat im  unteren Diagramm aus dem
Beweis von \ref{MKD}. 
\end{Bemerkungl}


\subsection{Standardobjekte}
\begin{Bemerkungl}
  Ich erinnere daran, da"s  die modularen Vermamoduln $ M_x \in \mathcal O$
  so parametrisiert waren, da"s $ M_e$ projektiv ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Die Koszul-Dualen der Standardobjekte}] 
 Es gibt graduierte Rechtsmoduln $\tilde M_x \in \op{Modf}^{\mathbb Z}_{-A}$
mit den folgenden Eigenschaften:\label{KDSn}%\label{KDS}
\begin{enumerate}
 \item 
$\tilde M_x \mapsto M_x $
in $\mathcal O;$
\item F"ur $k_x$ 
die konstante Garbe auf der Zelle $BxB/B$ und $j_x : BxB/B \hookrightarrow
G/B$ die Einbettung gilt
$U\tilde M_{x} \mapsto j_{x\ast} k_x [l(x)]$ in 
$\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B);$
\item
Es gibt Einbettungen
$\tilde M_{xs}  \subset \tilde M_x \llangle 1\rrangle$
von graduierten $A$-Moduln, 
falls  in der Weylgruppe gilt $xs \geq x$.
\end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}\label{thu}
  Die
$\tilde M_x$  sind bereits durch die ersten beiden Eigenschaften 
im Satz eindeutig bestimmt, 
etwa nach \cite[2.7.3]{So-R}. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}\label{NHG}
  Allgemeiner kann man zeigen, da"s es zwischen
unseren Standardobjekten genau dann Einbettungen 
$\tilde M_{y} \llangle-l(y)\rrangle \subset \tilde M_x \llangle-l(x)\rrangle$
 gibt, wenn 
 gilt $y\geq x$ in der Weylgruppe, und da"s das die einzigen
Homomorphismen zwischen eventuell
in der Graduierung verschobenen Standardobjekten sind. 
In der Tat wissen wir bereits aus \cite[2.5.8]{So-R}, da"s die
$ M_{y}$ alle denselben Sockel haben, und aus dem
vorhergehenden folgt dann sofort, da"s $\tilde M_{y}$ den Sockel
$\tilde M_{w_\circ}\llangle -l(y)\rrangle$ haben mu"s.
Das zeigt, da"s alle Morphismen zwischen eventuell
in der Graduierung verschobenen Standardobjekten Einbettungen
$\tilde M_{y} \llangle-l(y)\rrangle \subset \tilde M_x \llangle-l(x)\rrangle$
sein m"ussen. Da"s solche Einbettungen  
h"ochstens dann existieren k"onnen, wenn in der Bruhat-Ordnung gilt $y\geq x$, 
folgt etwa aus \cite[4.2.5]{So-R}, aber man k"onnte auch leicht einfachere
Argumente geben. Da"s  solche Einbettungen dann auch tats"achlich existieren,
kann man etwa zeigen entlang der Linien des Beweises in
\cite{Dix} f"ur die Existenz von Homomorphismen zwischen Vermamoduln.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Wenden wir unsere Erkenntnis $
P_f\leftmapsto e_fA\mapsto \bar{\mathcal S}_f
$ auf die leere Folge $f=\emptyset$ an, so folgt schon mal
$
M_e\leftmapsto e_\emptyset A\mapsto j_{e\ast} k_e
$.
Wir k"onnen also schon mal $\tilde M_e\pdef e_\emptyset A$ nehmen.
Nach \cite[2.5]{So-R} gibt es in $\mathcal O$ unter der
Voraussetzung $x<xs$ kurze exakte Sequenzen
$$M_x\hra T_sT^sM_x\sra M_{xs}$$
und der Raum der Homomorphismen $M_x\hra T_sT^sM_x$ ist
eindimensional.
Haben wir bereits einen graduierten Lift $\tilde M_x$ von $M_x$ konstruiert,
so erhalten wir demnach einen graduierten Lift $\tilde M_{xs}$ von $M_{xs}$
als Kokern der Adjunk\-tions\-abbildung, 
geeignet verschoben in der Graduierung.
Wir
erkl"aren also $\tilde M_{xs}$ durch die kurze exakte Sequenz 
\begin{equation*}
 \tilde M_x \hra \tilde T_s \tilde T^s_{!} \tilde M_x\sra \tilde M_{xs}\llangle 1\rrangle
\end{equation*}
in $\tilde{\mathcal O}$.
Das anschlie"sende Lemma \ref{uio} liefert dann in 
$\op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B)$ ein analoges Dreieck, 
aus dem sofort folgt, da"s die so
erkl"arten
$\tilde M_x$ auch die zweite im Satz behauptete Eigenschaft 
haben.
Um die dritte Eigenschaft zu pr"ufen, beachten wir, da"s alle
$M_x$ nach \cite[2.5.8]{So-R} denselben einfachen Sockel haben,
so da"s zwischen ihnen alle Homomorphismenr"aume h"ochstens 
eindimensional sind und von Null verschiedene Homomorphismen
stets injektiv. 
Dann beachten wir, da"s die Verkn"upfung
$$\tilde M_x\hra \tilde T_s \tilde T^s_{!} \tilde M_x\ra \tilde M_x\llangle 2\rrangle$$
von durch Adjunktionen mit der
Erkenntnis $\tilde T^s_{!}=\tilde T^s_{\ast}\llangle 2\rrangle$
erkl"arten Morphismen verschwindet, da der einzige von Null verschiedene 
Homomorphismus Grad Null hat. Allerdings ist auch der zweite Morphismus 
nicht Null, so da"s wir in der Tat eine Einbettung 
$\tilde M_{xs}\llangle 1\rrangle\hra \tilde M_x\llangle 2\rrangle$ erhalten.
\end{proof}





\begin{Lemma}\label{uio} 
Gegeben eine einfache Spiegelung $s$ mit $xs > x$ 
pa"st die Adjunktionsabbildung
in ein ausgezeichnetes Dreieck
\begin{equation*}
 j_{x\ast} k_x \rightarrow \pi_s^! \pi_{s!} j_{x\ast} k_x 
\rightarrow j_{xs\ast}k_{xs}[2]
\overset{[1]}{\rightarrow}
\end{equation*}
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Die Mitte kann auch beschrieben werden als
$a_\ast \underline{\bar B x \bar P_s / \bar B} [2]$
f"ur $a: B x P_s / B\hra G/B$ die Einbettung.
Wir zerlegen  nun $BxP_s/B$ in eine offene und eine abgeschlossene Teilmenge
\begin{equation*}
Bx P_s/B=  Bx s B /B
\amalg Bx B/B
\end{equation*}
mit Einbettungen $j$ und $i$ 
und betrachen das zugeh"orige Gysin-Dreieck
\begin{equation*}
 i_!i^!\underline{BxP_s/B} \rightarrow \underline{BxP_s/B} 
\rightarrow j_\ast j^\ast
\underline{BxP_s / B} \overset{[1]}{\longrightarrow}
\end{equation*}
alias
$
 i_\ast k_x[-2] \rightarrow \underline{\bar Bx\bar P_s/\bar B} 
\rightarrow j_\ast 
k_{xs} \overset{[1]}{\rightarrow}
$.
Wenden wir darauf $a_\ast [2]$ an, 
so folgt die Behauptung bis auf das Detail, da"s nicht
a priori klar ist, da"s die Morphismen links dieselben sind.
Das folgt aber, da sie beide die fraglichen Morphismenr"aume erzeugen.
\end{proof}

\subsection{Erweiterungen gewisser Weylmoduln}
\begin{Bemerkungl}
  Wir erinnern die Notationen
$G\op{-Modf}\supset \mathcal A \supset \mathcal N$ aus
\cite[2.3]{So-R}. In $\mathcal A$ hatten wir nur einfache Subquotienten
erlaubt, f"ur deren h"ochste Gewichte $\lambda$ gilt 
$\lambda\ua p\rho$, f"ur $\mathcal N$ hatten wir zus"atzlich alle
$(p-1)\rho + x\rho$ f"ur $x$ in der endlichen Weylgruppe verboten,
und $\mathcal O$ war der Quotient $\mathcal O\pdef \mathcal A / \mathcal N$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}
 Gegeben Weylmoduln 
$\Delta (\lambda), \Delta (\mu) $ in $\mathcal A$, die nicht zu
$\mathcal N$ geh"oren,
liefern 
in der Notation von \cite[2.3]{So-R} die
offensichtlichen Abbildungen Isomorphismen
\begin{displaymath}
 \op{Ext}^i_G(\Delta (\lambda), \Delta (\mu)) 
\overset{\sim}{\leftarrow}
\op{Ext}^i_{\mathcal A} (\Delta (\lambda), \Delta (\mu)) 
\overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Ext}^i_{\mathcal O}(\Delta (\lambda), \Delta (\mu))
\end{displaymath}
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Im weiteren zeigen wir, wie hier die linke Seite 
ausgedr"uckt werden kann durch Dimensionen von Frobenius-Hauptr"aumen
auf der Kohomologie des Schnitts einer Bruhat-Zelle mit einer
verschobenen Bruhat-Zelle. Genauer kann die linke Seite 
dargestellt werden als direkte Summe "uber $j$ unserer 
$\op{Ext}^i_{\tilde{\mathcal O}} (\tilde M_x, \tilde M_y \llangle j
\rrangle)$,
und die interpretieren wir in \ref{UIOP} geometrisch.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
 Die derivierte Kategorie $\op{Der}^b (\mathcal A)$ der 
abgeschnittenen Unterkategorie $\mathcal A
\subset G \op{-Modf}$ wird sowohl von ihren Weylmoduln 
$\Delta (\lambda)$ als auch von ihren induzierten
Darstellungen $\nabla (\lambda)$ trianguliert erzeugt.
Da aber die Einbettung f"ur alle fraglichen $\lambda, \mu$ 
und alle $i \in \mathbb Z$
Isomorphismen $$\op{Der}_{\mathcal A} (\Delta (\lambda), \nabla (\mu) [i]) 
\overset{\sim}{\rightarrow}
\op{Der}_G (\Delta (\lambda), \nabla (\mu) [i])$$
induziert, folgen im Satz die linken Isomorphismen.
Weiter besitzt jedes $\Delta(\lambda) \in \mathcal A$ in 
$\mathcal A$ eine projektive
Aufl"osung $\ldots \rightarrow P_1 \rightarrow P_0 
\twoheadrightarrow \Delta (\lambda)$,
deren Objekte $\Delta$-Fahnen haben, in denen nur 
$\Delta (\nu)$ mit $\lambda \uparrow \nu$
vorkommen.
Unsere $P_i$ besitzen gar keine Unterobjekte $U$ 
mit $P_i /U \in \mathcal N$, und f"ur jedes
$\Delta (\mu) \in \mathcal A$ und jedes Unterobjekt 
$N \subset \Delta (\mu)$ mit $N \in \mathcal N$
gilt 
\begin{equation*}
 \op{Hom}_G (P_i, \Delta (\mu)) = \op{Hom}_G (P_i, \Delta (\mu)/N).
\end{equation*}
Aus der Beschreibung der Morphismen der 
Quotientenkategorie, wie sie in \cite[2.2.1]{So-R} wiederholt
wird, folgt dann in unserem Satz der rechte Isomorphismus.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Wir erinnern nun die nach \ref{thu} eindeutig bestimmten 
graduierten Standardmoduln $\tilde M_x \in
  \op{Modf}^{\mathbb Z}{{\op{-}}A} =\tilde{\mathcal O}$ aus \ref{KDS}
und die Variet"aten $U (x,y,z) = B x B / B \cap z By^{-1} B/B$ 
aus \ref{SBZ}.
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}\label{UIOP}
Die Erweiterungen von Standardobjekten in der graduierten
  modularen Kategorie $\tilde{\mathcal O} = \op{Modf}^{\mathbb Z}{\op{-}}A$
  k"onnen unter der Annahme
$6|R|<u$ geometrisch beschrieben werden durch
kanonische Vektorraumisomorphismen
$$ \op{Ext}^i_{\tilde{\mathcal O}}(\tilde M_x, 
\tilde M_y \llangle j \rrangle)  \cong 
 \left( (H^{l(x)-l(y) -i-j}\bar U (x, w_0, 
yw_0))^{\langle l(x)-l(y)-j\rangle}\right)^\ast $$
Des weiteren k"onnen diese Erweiterungen nur von Null verschieden sein f"ur
$j+2i\leq l(x)-l(y)$ und $0\leq i+j$. 
\end{Proposition}
%  \begin{Bild} 
%  \includegraphics[ width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildExtVE}\\[4mm]
%  \noindent 
% Der erlaubte Bereich f"ur Erweiterungen von
% graduierten Vermamoduln. Der fette Punkt ganz oben steht f"ur die
% Einbettung $\tilde M_x\hra
% \tilde M_y \llangle l(x)-l(y) \rrangle$, insbesondere ist er der
% einzige Punkt auf der $j$-Achse, der wirklich realisiert wird. 
% Bei Koeffizienten der Charakteristik Null wei"s man 
% aus der Koszul-Dualit"at zus"atzlich, da"s der fette Punkt ganz unten
%  der
% einzige Punkt auf der Nebendiagonale ist, der wirklich realisiert wird. 
% \end{Bild}

  
\begin{proof}
Nat"urlich k"onnen wir
  diesen Raum von Erweiterungen auch als Morphismenraum $
  \op{Der}_{\op{Modf}^{\mathbb Z}{{\op{-}}A}} (\tilde M_x, \tilde M_y \llangle j
  \rrangle [i])$ in der derivierten Kategorie interpretieren, und mit der
  Umgraduierungs-"Aquivalenz $U$ aus \ref{GHJK} k"onnen wir ihn weiter
  umschreiben zu $ \op{dgDerf}^{\mathbb Z}_{-A} ((U\tilde M_x), 
(U\tilde M_y)
  [i+j] \langle j \rangle) $.
  Andererseits wissen wir aus \ref{RHZj} 
f"ur $\mathcal F = j_{x \ast} k_x [l (x)] \in
  \op{Perv}_{(B)} (G/B)$ und auch jede 
Aufl"osung $\mathcal F^\ast$ dieser perversen Garbe 
durch einen Komplex von perversen Garben, da"s
  \begin{equation*}
    K\bar{\mathcal F}^\ast \pdef \op{Hom}_{\op{Perv}} (\bar{\mathcal S}^\ast , 
    \bar{\mathcal F}^\ast)
  \end{equation*}
  verschoben kohomologisch diagonal ist, ja genauer nur Kohomologie in
  Bigraden $(k, \overline l)$ hat mit $\overline k - \overline l =
  \overline{l(x)}$.  Ich 
kann nun 
nach \ref{UNV} 
% sicher eine Breite $w_x \in \mathbb N$ und
eine 
geometrisch projektive Aufl"osung $\mathcal F^\ast$ so
  finden,
 da"s das Bild unter der Projektion auf $\mathbb Z \times \mathbb
  Z/2u \mathbb Z$ der verdickten Diagonale
  \begin{equation*}
    \op{Tr} (7|R^+|; l(x)) = \{(k,l) \in \mathbb Z \times \mathbb Z 
    \mid |k - l - l (x) | \leq 7|R^+|\}
  \end{equation*}
  unser $(\mathbb Z \times \mathbb Z / 2u \mathbb Z)$-graduiertes $ K
  \bar{\mathcal F}^\ast$ tr"agt. % Explixite Absch"atzungen f"ur $w_x$
%   diskutiere ich sp"ater.
  F"ur $5|R^+| -1 +  7|R^+|< u$ ist unsere Bedingung
  \ref{MFGTc} erf"ullt und die nach $\op{Tr} (7|R^+|; l(x))$ hochgehobene
  $\mathbb Z$-Bigraduierung macht $K \bar{\mathcal F}^\ast$ zu einem
  kohomologisch $l(x)$-diagonalen $\mathbb Z$-graduierten $\op{dg}$-Modul
  $\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast $ "uber $E$, der sogar homotopieprojektiv
  ist, da $\mathcal F^\ast$ ein beschr"ankter 
Komplex geometrisch projektiver perverser Garben war.
Ebenso wissen wir f"ur
  $\mathcal G = j_{y\ast} k_y [l(y) +n] \in \op{Der}_{(B)} (G/B)$, da"s
  $K\bar{\mathcal G}$ nur Kohomologie in Bigraden $(k, \bar l)$ hat mit
  $\overline k - \overline l = \overline{l(y)} + \overline n$. 
Hier k"onnen wir uns sogar den "Ubergang zu einer geometrisch projektiven
Aufl"osung sparen, und man erkennt unschwer, 
 da"s $\op{Tr} (5|R^+|;
  l(y) +n)$ unser $K \bar{\mathcal G }$ tr"agt.  F"ur $5 |R^+|-1 + 5|R^+| <
  u$ macht die nach $\op{Tr}(5 |R^+|; l(y) +n)$ hochgehobene $\mathbb
  Z$-Bigraduierung wieder $K \bar{\mathcal G}$ zu einem kohomologisch
  $(l(y) +n)$-diagonalen $\mathbb Z$-graduierten $\op{dg}$-Modul $\tilde K
  \bar{\mathcal G }$ "uber $E$.  Gilt schlie"slich $7|R^+|+5 |R^+| < u$, so
  stimmen nach \ref{MGTh} auch auf dem Raum
  \begin{equation*}
    \op{Hom}_{-E} (\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast, 
\tilde K \bar{\mathcal G })
  \end{equation*}
  die beiden $\mathbb Z$-Bigraduierungen "uberein, die man einmal von den
  $\mathbb Z$-Bi\-gra\-du\-ie\-run\-gen auf $\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast,
  \tilde K \bar{\mathcal G }$ erh"alt und ein andermal durch Hochheben der
  $(\mathbb Z \times \mathbb Z/ 2u \mathbb Z)$-Graduierung auf dem
  Homomorphismenraum nach $\op{Tr}(7|R^+|+5 |R^+| ; l (y) - l(x) +n)$.  Dasselbe
  gilt f"ur
  \begin{equation*}
    \op{dgHot}_{-E} (\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast, 
    \tilde K \bar{\mathcal G })
  \end{equation*}
  und damit auch f"ur den Raum $\op{dgDer}_{-E}(\tilde K \bar{\mathcal
    F}^\ast, \tilde K \bar{\mathcal G })$, der wegen der Projektivit"at
  des Komplexes $\bar{\mathcal F}^\ast$ n"amlich bereits in der
  Homotopiekategorie berechnet werden kann und deshalb nur eine andere
  Bezeichnung f"ur dasselbe Objekt ist.  Insgesamt erhalten wir so f"ur $m \in
  \mathbb Z$ mit $|m - l (y) + l(x) -n | \leq 12|R^+|$ die Identit"at
  \begin{equation*}
    \op{Der}_{(\bar B)} (j_{x\ast} k_x [l(x)], j_{y\ast} 
    k_y [l(y) + n])^{\langle \bar m \rangle}
    \cong \op{dgDer}_{-E} (\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast, 
    \tilde K \bar{\mathcal G })^{\langle m \rangle}
  \end{equation*}
und alle anderen homogenen Komponenten auf der rechten Seite sind Null.
  Wir betrachten nun das Diagramm von Kategorien und Funktoren
     %   & \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(B)} G/B)\ar[d] \ar[r]
   %    &\op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B)\ar[d]_-\wr
    %   \\ 
%  &\op{dgDerf}^{\mathbb Z/2 u \mathbb Z} _{-E} \ar[r]&
%  \op{dgDerf}_{-E}\ar@{=}[d]\\
 \begin{displaymath} % \label{hju}
       \xymatrix{
      \op{dgDerf}^{\mathbb Z} _{-E}\ar[d]^-\wr \ar[r]&
 \op{dgDerf}_{-E}\ar[d]_-\wr\\ 
        \op{dgDerf}^{\mathbb Z} _{-Z} \ar[r]&
 \op{dgDerf}_{-Z}\\
%\op{Der}^{\op{b}}(\op{Modf}^{\mathbb Z}  _{-A})  \ar[r]^-\sim&      
\op{dgDerf}^{\mathbb Z} _{-A}\ar[r]\ar[u]_-\wr&
 \op{dgDerf}_{-A}\ar[u]^-\wr
     }
   \end{displaymath}  
Die   waagerechten Funktoren stehen  f"ur 
das Vergessen einer Graduierung, 
wir notieren sie manchmal $M\mapsto \bar{M}$.
Die Bedeutung der anderen
Funktoren ist hoffentlich offensichtlich. Von besagten vier waagerechten
Funktoren wissen wir, da"s sie f"ur Objekte $M,N$ links 
die Summe "uber $\nu$ der R"aume von Morphismen
$M\ra N\langle \nu\rangle$ isomorph auf den Raum 
der Morphismen $\bar M\ra \bar N$ rechts abbilden, etwa
$$\bigoplus_\nu \op{dgDerf}^{\mathbb Z} _{-E}(M,N\langle \nu\rangle)\sira 
\op{dgDerf}_{-E}(\bar M,\bar N)$$
Der Shift $\langle \nu\rangle$ ist dabei zu verstehen als $(N\langle
\nu\rangle)^{i,j}=N^{i,j+\nu}$.
 Da nun $\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast \in \op{dgMod}^{\mathbb Z}_{-E}$
kohomologisch $l(x)$-diagonal ist, entspricht es 
nach \ref{MFGTc} unter den "Aquivalenzen in der linken
Spalte unseres Diagramms %aus \ref{hju} 
seiner Kohomologie 
$\mathcal H \tilde K \bar{\mathcal F}^\ast \in
\op{dgMod}^{\mathbb Z}{\op{-}}{A}$ und diese lebt nur in 
Bigraden $(k,l)$ mit $k-l = l(x)$.
Andererseits ist nach Konstruktion und \ref{KDS} 
das Bild von $\tilde M_x$ in $\op{dgMod}^{\mathbb Z}{\op{-}}{A}$
diagonal, und beide Objekte werden nach Vergessen 
der nichthomologischen Graduierung isomorph.
Alles zusammen liefert uns Isomorphismen 
$
 U\tilde M_x \cong \mathcal H \tilde K \bar{\mathcal F}^\ast 
\langle l (x) \rangle
$
in $\op{dgMod}^{\mathbb Z}{\op{-}}{A}$. % alias $\tilde M_x 
% \langle - l (x) \rangle \cong \mathcal H
% \tilde K \bar{\mathcal F}^\ast$.
In derselben Weise erhalten wir in $\op{dgMod}^{\mathbb Z}{\op{-}}{A}$ auch
Isomorphismen $
 U\tilde M_y [n] \cong \mathcal H \tilde K \bar{\mathcal G } 
\langle l (y)\rangle
$.
% alias $\tilde M_y [n] \langle - l (y) \rangle \cong \mathcal H 
% \tilde K \bar{\mathcal G }$.
Also gilt f"ur $ m \in \mathbb Z$ mit $|m - l (y) + l (x) -n| 
\leq 12|R^+|$ stets
\begin{displaymath}
 \begin{array}{l}
\op{dgDer}_{-A}^\DZ (U\tilde M_x \langle -l (x)\rangle, U\tilde M_y 
\langle -l (y) \rangle [n] \langle m \rangle)\\[2mm]
\hspace{3cm}\cong 
\op{dgDer}_{-A} (U\tilde M_x \langle -l (x)\rangle, U\tilde M_y 
\langle -l (y) \rangle [n])^{\langle m \rangle}\\[2mm]
\hspace{3cm}\cong 
\op{dgDer}_{-E} (\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast, \tilde K 
\bar{\mathcal G })^{\langle m \rangle}\\[2mm]
\hspace{3cm}\cong 
\op{Der}_{(\bar B)} (j_{x\ast} k_x [l (x)], 
j_{y\ast} k_y [l(y)+ n])^{\langle \bar m \rangle}\\[2mm]
\hspace{3cm}\cong 
\left( ( {\op{H}}^{l(x)-l(y)-n} \bar U (x, w_0, yw_0) )^{\langle - 
\bar m \rangle}\right)^\ast
\end{array} 
% \begin{array}{c}
% \op{dgDer}_{-A} (\tilde M_x \langle -l (x)\rangle, \tilde M_y 
% \langle -l (y) \rangle [n] \langle m \rangle)\\
% \parallel\hspace{-0,1cm} \wr\\
% \op{dgDer}_{-A} (\tilde M_x \langle -l (x)\rangle, \tilde M_y 
% \langle -l (y) \rangle [n])^{\langle m \rangle}\\
% \wr \hspace{-0,1cm} \parallel\\
% \op{dgDer}_{-E} (\tilde K \bar{\mathcal F}^\ast, \tilde K 
% \bar{\mathcal G })^{\langle m \rangle}\\
% \wr \hspace{-0,1cm} \parallel\\
% \op{Der}_{(\bar B)} (j_{x\ast} k_x [l (x)], 
% j_{y\ast} k_y [l(y)+ n])^{\langle \bar m \rangle}\\
% \wr\hspace{-0,1cm} \parallel\\
% \left( ( H^{l(y)-l(x)-n} \bar U (y, w_0, xw_0) )^{\langle - 
% \bar m \rangle}\right)^\ast
% \end{array}
\end{displaymath}
nach \ref{ExtMl}.
Das kann nur von Null verschieden sein f"ur $0 \leq n \leq l(x) - l(y)$ 
und nach \ref{BsTn}
genauer f"ur
\begin{equation*}
 l(x) - l(y) -n \leq m \leq 2(l(x) - l(y) -n)
\end{equation*}
Einsetzen liefert  ohne weitere Schwierigkeiten
\begin{eqnarray*}
 \op{Ext}^i_{\tilde{\mathcal O}}(\tilde M_x, 
\tilde M_y \llangle j \rrangle) &\cong &\op{dgDerf}_{-A}^\DZ
(U\tilde M_x, U\tilde M_y [i+j]\langle j \rangle)\\[2mm]
& \cong & \left( (H^{l(x)-l(y) -i-j}\bar U (x, w_0, 
yw_0))^{\langle l(x)-l(y)-j\rangle}\right)^\ast
\end{eqnarray*}
und das  kann wegen der beschr"ankten Unterreinheit 
der fraglichen Variet"at \ref{BsTn} nur von Null verschieden sein f"ur
\begin{equation*}
l(x)-l(y) -i-j \leq l(x)-l(y) -j  \leq 2(l(x)-l(y) -i-j)
\end{equation*}
alias $0\leq i$ und $j+2i\leq l(x)-l(y)$.
Dar"uber hinaus liefert unsere Interpretation als Erweiterung von
perversen Garben auch noch die Absch"atzung $0\leq i+j$.
\end{proof}


%\subsection{Weitere Absch"atzungen f"ur Frobenius-Eigenwerte}
\begin{Lemma}\label{rzi}
 Das Objekt $L^y$ aus \ref{ExtMln} besitzt eine geometrisch
projektive Aufl"osung
$\ldots \ra P_2 \ra P_1 \ra P_0=P^y\sra L^y$, bei der
jedes $P_i$ eine Summe von
Summanden $P^z\langle\mu\rangle$ ist mit $i\leq l(z)+l(y)$
und  $|\mu|\leq l(z)+l(y)$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Induktion "uber die L"ange von $y$. Im Fall
$y=e$ haben wir $L^e=M^e$ und die Aussage steht bereits in \ref{asdr}.
Sonst haben wir eine kurze exakte Sequenz
$K\hra M^y\sra L^y$ wo nach \ref{ExtMln}
$[K:L^x\langle\nu\rangle]\neq 0$ nur f"ur 
$|\nu|\leq l(y)-l(x)$ und $l(x)<l(y)$ m"oglich ist.
Das Lemma folgt aus der Induktionsannahme in Verbindung mit
\ref{asdr}.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}\label{UNV}
  Nun hat wieder nach \ref{ExtMln} unser $j_{x\ast}k_x[l(x)]\langle
  l(x)\rangle$ eine Filtrierung, in der alle Subquotienten in der Form
  $L^y\langle\nu\rangle$ mit $| \nu|\leq l(x)-l(y)$ geschrieben werden
  k"onnen. Zusammen mit Lemma \ref{rzi} finden wir so, da"s
dies Objekt eine geometrisch
projektive Aufl"osung
$$\ldots \ra P_2 \ra P_1 \ra P_0\sra j_{x\ast}k_x[l(x)]\langle
  l(x)\rangle$$
besitzt, bei der
jedes $P_i$ eine Summe von
Summanden $P^z\langle\mu\rangle$ ist mit $i\leq l(z)+l(x)$
und  $|\mu|\leq l(z)+l(x)$.  
Noch gr"ober und nach "Ubergang zu oberen Indizes
$P^i=P_{-i}$ ist das ein Komplex, bei dem
jedes $P^i$ Summe von gewissen $P^z\langle j\rangle$ ist
mit $-4|R^+|\leq i-j\leq 2|R^+|$. Zusammen mit der 
entsprechenden Absch"atzung aus
\ref{ute} f"ur $\mathcal S^\ast$ und \ref{bsdr} finden wir,
da"s $\op{Hom}(\bar S^k, \bar P^{k+i})^{\langle\bar \jmath\rangle}\neq 0$
nur m"oglich ist f"ur
$(i,\bar{\jmath})=(i,\bar j)$ mit $(i,j)\in\DZ^2$ und
$|i-j|\leq 7|R^+|$.
\end{Bemerkungl}

\subsection{Geometrische Erg"anzung}
\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden will ich noch erkl"aren, wie man die Beschreibung 
\ref{NHG} von Homomorphismen von Standardobjekten auch "uber 
deren geometrische Beschreibung \ref{UIOP} erhalten kann.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Eine $\mathbb F$-Variet"at 
$X$ hei"se {\bf beschr"ankt stark unterrein}
genau dann, wenn f"ur alle $n > 0$ 
ihre geometrische \'etale Kohomologie ${\op{H}}^n(\bar{X};k)$
als Galoismodul eine Filtrierung mit Subquotienten $k(-\nu)$ f"ur
$n < 2\nu \leq 2n$ besitzt. Nat"urlich h"angt diese Eigenschaft
auch vom Koeffi\-zientenk"orper $k$ unserer Garben ab, diese 
Abh"angigkeit mache ich jedoch nicht explizit.
\end{Definition}
% \begin{Bild} 
% \includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildKSTa}\\[4mm]
% \noindent Der erlaubte Bereich f"ur Twists in verschiedenen kohomologischen
% Graden im kohomologisch streng Tate-beschr"ankten Fall. 
% Reinheit w"urde dahingegen bedeuten, da"s nur Punkte 
% auf der gestrichelten Gerade erlaubt w"aren. \end{Bild}
% \begin{Bemerkungl}
% Als \glqq rein\grqq\  w"urde man  zumindest in der analogen Situation
% von Koeffizienten der Charakteristik Null 
% den Fall bezeichnen, da"s nur $n = 2\nu$ erlaubt ist.
% Mit stark unterrein meine ich die Bedingung $n < 2\nu$ und mit beschr"ankt 
% die Bedingung $\nu \leq n$.
% Die Gewichte in einer gegebenen Kohomologiegruppe, von der nullten Kohomologie
% einmal abgesehen,  sind also
% echt gr"o"ser aber nicht mehr als doppelt so gro"s wie im reinen Fall.
%   Tr"agt man den  Grad der Kohomologie nach oben ab und das Negative 
% vom Grad des Tate-Twists nach rechts und schw"arzt alle
% Gitterpunkte, bei denen im gegebenen Grad der Kohomologie
% der gegebene Tate-Twist erlaubt ist, so d"urfen 
% bei einer  beschr"ankt stark unterreinen Variet"at
% also nur Punkte auf oder 
% oberhalb  der Hauptdiagonalen und---mit Ausnahme des 
% Ursprungs---echt unterhalb der Gerade durch den Ursprung mit Steigung $2$
% schwarz werden, oder genauer, die Bilder der Menge der
% wie beschrieben erlaubten
% Gitterpunkte in $\DZ^2$ unter dem Zusammenrollen unseres Gitters zur 
% senkrechten Rolle $(\DZ/u\DZ)\times \DZ$ mit $u$ der
% Ordnung von $|\mathbb F|$ in $k^\times$.
% \end{Bemerkungl}

\begin{Beispiele}\label{mTTn}
 Die eindimensionale multiplikative Gruppe ebenso 
wie die eindimensionale additive
Gruppe sind beschr"ankt stark unterrein.
Das Produkt von zwei beschr"ankt stark unterreinen Variet"aten ist
wieder beschr"ankt stark unterrein.
Ist eine glatte Variet"at $X$ mit einer glatten 
abgeschlossenen Untervariet"at $Y$ gegeben
und sind sowohl unsere Untervariet"at als 
auch ihr Komplement $U\pdef X\backslash Y$ 
beschr"ankt stark unterrein,
so ist unsere urspr"ungliche Variet"at  auch
beschr"ankt stark unterrein unter der 
zus"atzlichen Bedingung,
da"s in der  Gysin-Sequenz 
\begin{equation*}
 \ldots 
\rightarrow {\op{H}}^{n-1} (\bar U;k) 
\rightarrow {\op{H}}^{n-2c} (\bar Y;k) (-c) 
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar X;k)
\rightarrow {\op{H}}^n (\bar U;k) \rightarrow
\ldots
\end{equation*}
mit $c = \dim X - \dim Y$ 
der Kodimension des abgeschlossenen Teils der Morphismus 
$ {\op{H}}^{0} (\bar Y;k)(-c)  
\rightarrow {\op{H}}^{2c} (\bar X;k)$ verschwindet
alias die Randabbildung der Gysinsequenz eine
Surjektion  ${\op{H}}^{2c-1} (\bar U;k)\sra {\op{H}}^{0} (\bar Y;k)(-c)  
$ liefert.
\end{Beispiele}

  
    \begin{Proposition}\label{BsTn}
      Der Schnitt einer Bruhatzelle mit einer verschobenen 
dicken Bruhatzelle in
      einer  Fahnenmannigfaltigkeit ist stets  beschr"ankt stark unterrein.
Dasselbe gilt auch in jeder partiellen Fahnenmannigfaltigkeit.
    \end{Proposition}
    \begin{Bemerkungl}
Wenn man diese Aussage mit \ref{UIOP} zur"uck"ubersetzt, ergeben sich
unmittelbar die Behauptungen \ref{NHG} "uber Homomorphismen graduierter 
Standardmoduln.
      Ich denke, die Proposition gilt mit fast demselben Beweis auch dann noch,
wenn die zweite Zelle nicht die dicke Zelle ist. Ich will aber vorerst
noch die diesem Fall inh"arenten zus"atzlichen Komplikationen vermeiden.
    \end{Bemerkungl}

%   \begin{Bemerkungl}
%     Zur Vorbereitung des Beweises
%  erinnere ich an \cite{CUD}, auch
% \cite{DEO}  w"are schon ausreichend. 
% Curtis betrachtet ganz allgemein $G \supset B \supset
%     T$ eine "uber einem perfekten K"orper $\mathbb F$ 
% spaltende halbeinfache algebraische
%     Gruppe mit einer Borel und einem maximalen Torus und notiert $ W =
%     (N_G T)/T$ die Weylgruppe mit einfachen Spiegelungen $ S \subset
%      W$.  Dann betrachtet er f"ur drei beliebige Elemente $x,y,z \in
%     W$ den Schnitt $U (x,y,z) = B x B / B \cap z By^{-1} B/B$ der Bruhatzelle
%     $BxB/B$ mit der um $z$ verschobenen Bruhatzelle $By^{-1} B/B$ und leitet
%     die folgende induktive Beschreibung des Schnitts her:
%    \end{Bemerkungl}
%  \begin{Lemma}[\cite{CUD}]
%       Sei $s \in \mathcal S$ gegeben mit $s x < x$.  Gilt $sz < z$, so gibt es
%       eine Zerlegung von $U(x,y,z)$ in eine offene und eine abgeschlossene
%       Untervariet"at isomorph zu $\mathbb F^\times \times U (sx,y,z)$
%       beziehungsweise $U (sx,y,sz)$.  Gilt dahingegen $sz > z$, so gibt es
%       einen Isomorphismus $U(x,y,z) \cong \mathbb F \times U (sx,y,sz)$.
%     \end{Lemma}


%     \begin{Bemerkungl}
% Mit $\mathbb F^\times $ und $\mathbb F $ sind hier eigentlich die
% Schemata der multiplikativen bzw.\ additiven Gruppe gemeint.
% Etwas "ubersichtlicher aber weniger pr"azise gilt unter der Annahme
% $sx<x$ also
% $$U(x,y,z)\cong
% \begin{cases}\mathbb F^\times {\times} U (sx,y,z)\;\cup\; U (sx,y,sz)& sz < z,\\
% \mathbb F \times U (sx,y,sz)& sz > z.
%  \end{cases}$$
%    \end{Bemerkungl}
%  \begin{Bemerkunge}\label{ArCur}
%   %  In fact, Curtis gives explicitely the isomorphisms and decompositions
% %     mentioned in lemma and integrates the induction procedure to arrive, for
% %     every fixed reduced decomposition of
% Curtis gibt explizit die Isomorphismen und Zerlegungen aus dem Lemma
% an und integriert die induktive Beschreibung, um schlie"slich f"ur
% jede reduzierte Zerlegung von 
%     $x$,
% bei einer Zerlegung
% \begin{equation*}
%   U (x,y,z) = \coprod U_\tau
% \end{equation*}
% zu landen. 
% Hier l"auft $\tau$
% "uber eine kombinatorisch definierte Menge 
% sogenannter \glqq Kawanaka-Sequenzen\grqq\  und jedes
% $U_\tau$
% ist isomorph zu
% $(\mathbb A^1)^{a (\tau)} \times (\mathbb A^1 \backslash 0)^{b (\tau)}$
% f"ur geeignete nat"urliche Zahlen
% $a (\tau), b(\tau)$.
% Mehr oder weniger nach der Definition der Hecke-Algebra
% haben wir "uber einem endlichen K"orper
% \begin{equation*}
%   T_x T_y = \sum |U (x,y,z)| \;T_z
% \end{equation*}
% Mit dem Vorhergehenden folgern wir,
% wenn unser endlicher K"orper $q$
% Elemente hat, unmittelbar
% \begin{equation*}
%   | U (x,y,z) | = \sum q^{a(\tau)} (q-1)^{b (\tau)}
% \end{equation*}
% Mit Induktion "uber die L"ange von
% %From the lemma we deduce by induction on the length of
% $x$
% folgern wir aus dem Lemma schlie"slich auch noch die Identit"at
% $2a (\tau) + b (\tau) = l (x) - l (z) + l(y)$
% f"ur jedes Stratum
% $U_\tau $
% von $U (x,y,z)$.
% \end{Bemerkunge}

















    \begin{proof}[Beweis von Proposition \ref{BsTn}]
      In unserer  Terminologie
      ist zu zeigen, da"s alle $U(x,w_0, z)$ stark beschr"ankt 
unterrein sind. Dazu argumentieren wir mit vollst"andiger
      Induktion "uber die L"ange von $x$.  F"ur $x =e$ das neutrale Element
      ist die Behauptung eh klar.  Sonst gibt es $s \in S$ mit $s x < x$.
      Gilt $s z > z$, so haben wir 
$U (x,w_0,z) \cong \mathbb F {\times} U (sx, w_0,
      sz)$ und die Behauptung folgt induktiv.  Gilt dahingegen $s z < z$, so
      haben wir eine Zerlegung
      \begin{equation*}
        U (x,w_0, z) = U (sx,w_0, sz) \;\cup \;
\mathbb F^\times{\times} U (sx,w_0,z)
      \end{equation*}
      in eine abgeschlossene glatte Hyperebene mit einer oder keiner
      Zusammenhangskomponente und ihr offenes Komplement.
      Nur der Fall 
      $U (sx,w_0,sz) \neq \emptyset$ ist problematisch, und in diesem Fall haben
      wir mit \ref{mTTn} und Induktion gewonnen, wenn wir zeigen k"onnen, da"s
      die Randabbildung
      \begin{equation*}
        {\op{H}}^1 (\overline{\mathbb F^\times{\times} U(sx,w_0,z)};k) 
\rightarrow {\op{H}}^0 (\overline{U(sx,w_0,sz)};k)(-2)
      \end{equation*}
      aus unserer Gysin-Sequenz nicht die Nullabbildung ist.  Das folgt jedoch
      aus \ref{SurGn}. Man beachte, da"s hier das Queren nicht den Abschlu"s
meint, sondern vielmehr die Erweiterung der Skalare nach $\bar{\mathbb F}$.
    \end{proof}


















\begin{Proposition}
 F"ur jede algebraische Teilmenge %eines endlichdimensionalen affinen Raums 
~$Z\subset{\mathbb C}^n$ und beliebige Koeffizienten gilt
$ {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) = 0$
f"ur~$0 < i < 2(n - \dim Z) - 1$. \label{KSun} 
  Analoges gilt in der \'etalen Kohomologie f"ur Variet"aten "uber einem
beliebigen algebraisch abgeschlossenem K"orper $\DC$.
\end{Proposition}



\begin{proof}
  Ist~$Z$ glatt von der Dimension~$d$, so folgt das aus der Gysinsequenz
$$  %\to {\op{H}}^{i-2d}(Z) 
\ldots \to {\op{H}}^i{\mathbb C}^n \to 
{\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) \to {\op{H}}^{i-2d+1}(Z) \to \ldots$$
Sonst ist der singul"are Ort~$S \subset Z$ eine algebraische Teilmenge echt
kleinerer Dimension und die Behauptung folgt induktiv aus der Gysinsequenz
\begin{equation*}
 \ldots \to {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash S) \to {\op{H}}^i({\mathbb C}^n\backslash Z) 
\to {\op{H}}^{i-2d+1}(Z\backslash S) \to \ldots \qedhere
\end{equation*}
\end{proof}




\begin{Proposition}
 Gegeben eine offene nichtleere Teilmenge~$U \co
  {\mathbb C}^n$ und eine glatte Hyperfl"ache~$F \As U$ liefert
 der Morphismus aus der Gysinsequenz eine Surjektion
$$ {\op{H}}^1(U\backslash F) \sra {\op{H}}^0(F)$$
  Analoges gilt in der \'etalen Kohomologie f"ur Variet"aten "uber einem
beliebigen algebraisch abgeschlossenem K"orper $\DC$.\label{SurGn}
\end{Proposition}



\begin{proof}
  Sei~$G \As {\mathbb C}^n$ das Komplement von~$U \co {\mathbb C}^n$
  und~$\bar{F} \As{\mathbb C}^n$ der Abschluss von~$F$ in~${\mathbb C}^n$
  und~$S\As {\mathbb C}^n$ der singul"are Ort von~$G \cup \bar{F}$, zu dem
  wir auch alle irreduziblen Komponenten einer Kodimension mindestens 2 von~$G
  \cup \bar{F}$ dazuz"ahlen. So haben wir eine Gysinsequenz
$$ \ldots \to {\op{H}}^1({\mathbb C}^n\backslash G \cup \bar{F}) 
\to {\op{H}}^0((G \cup \bar{F})\backslash S) 
\to {\op{H}}^2({\mathbb C}^n\backslash S) \to \ldots$$
Nach~\ref{KSun} gilt am linken 
Ende~${\op{H}}^2({\mathbb C}^n\backslash S) = 0$,
folglich ist die Randabbildung der Gysinsequenz eine Surjektion
$ {\op{H}}^1({\mathbb C}^n\backslash (G \cup \bar{F})) 
\sra {\op{H}}^0((G \cup \bar{F})\backslash S)$.
Links steht bereits~${\op{H}}^1(U\backslash F)$ und 
rechts ist~${\op{H}}^0(F)$ ein direkter
Summand. Die Behauptung folgt.
\end{proof}











% \subsection{Wooooooohin?}
% -------------------------------------------------------------

% %  \begin{Bemerkungl}\emph{Noch an guten Platz verlegen}
% % Jeder $\DZ$-graduierte Ring $A$ kann auch als
% % $\DZ$-graduierter dg-Ring mit  \glqq diagonaler Bigraduierung\grqq\ 
% % und Differential Null aufgefa"st werden.
% % Wir erhalten dann eine "Aquivalenz von triangulierten Kategorien
% % $$\op{Der}^{\op{b}}(A\op{-Mod}^{\mathbb Z})  \sira     
% % A\op{-dgDer}^{\mathbb Z}$$
% % indem wir  jedem Objekt 
% % $M=\bigoplus M^{(i,j)}\in \op{Ket}^{\op{b}}(A\op{-Mod}^{\mathbb Z}  )$ 
% % links 
% % in den Konventionen aus  \ref{urgr} abbilden auf
% % das umgraduierte Objekt $M=\bigoplus M^{i,j}\in A\op{-dgDer}^{\mathbb Z} $
% % mit $M^{i,j}=M^{(i-j,j)}$ alias $M^{i+j,j}=M^{(i,j)}$, so da"s sich zusammen
% % mit
% % dem %Vergessen der durch den zweiten Index gegebenen Graduierung im 
% % Pfeil  unten  rechts gerade der Funktor $v$ aus \ref{urgr} ergibt.  
% % Analoges gilt f"ur Rechtsmoduln und mit Endlichkeitsbedingungen.
% %  \end{Bemerkungl}



 
 
%  \begin{Bemerkungl}
% Jetzt interessieren wir uns speziell f"ur 
% Erweiterungen von Standardobjekten und betrachten dazu
%   $\mathcal F= j_{x\ast} k_x [l(x)]$ und $\mathcal G= j_{y\ast} k_y [l(y)+i]$.
% \emph{Zugeh"orige Tr"agermengen, Liftung, etc.}

%  \end{Bemerkungl}
% Unter geeigneten Tr"agerbedingungen k"onnen 
% wir ein $M \in \op{dgMod}^{\mathbb Z/2 u \mathbb Z} \op{-}E$
% zu $\hat M \in \op{dgMod}^{\mathbb Z} \op{-} E$ liften.



% \begin{Bemerkungl}\emph{N"otig?}
%    Wir betrachten nun das Diagramm von Funktoren
%    \begin{displaymath}
%      \xymatrix{
%        \op{Ket}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(B)} G/B) \ar[r]\ar[d] 
%        &\op{Hot}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(B)} G/B) \ar[d]\ar[r]&
%        \op{Der}^{\op{b}} (\op{Perv}_{(B)} G/B)\ar[d]\\
%        \op{dgMod}^{\mathbb Z/2 u \mathbb Z}_{-E}\ar[r] 
%        & \op{dgHot}^{\mathbb Z/2 u \mathbb Z}_{-E} \ar[r] 
%        & \op{dgDer}^{\mathbb Z/2 u \mathbb Z} _{-E}
%      }
%    \end{displaymath}
%    wo der Funktor in der ersten Vertikalen jedem Komplex $\mathcal F^\ast$ den
%    Komplex $\op{Hom}_{\op{Perv}} (\bar{\mathcal S}^\ast, \bar{\mathcal
%      F}^\ast)$ zuordnet mit seiner durch die Tate-Anteile
%    $\op{Hom}_{\op{Perv}} (\bar{\mathcal S}^\ast,\bar{\mathcal
%      F}^\ast)^{\langle c \rangle}$ gegebenen $\mathbb Z/ 2u \mathbb
%    Z$-Graduierung.  Dieser Funktor geht auf die Homotopiekategorien "uber und,
%    da der Komplex $\mathcal S^\ast$ nach Konstruktion aus geometrisch
%    projektiven Objekten besteht, weiter auf die derivierten Kategorien.
%  \end{Bemerkungl}

% \subsection{Wohin?}

%  \begin{Bemerkungl}
%    Wir betrachten die "Aquivalenzen von triangulierten Kategorien
% \begin{displaymath}
%      \xymatrix{
%        \op{Der}_{(\bar B)} (\bar G/\bar B) 
%        &\op{Hot}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(\bar B)} \bar G/\bar B) 
% \ar[l]_-\sim\ar[r]^-\sim&
%        \op{dgDerf-}E
%      }
%    \end{displaymath}
% Gegeben Objekte $\mathcal F,\mathcal G\in \op{Der}_{(B)} ( G/ B)$
% und geometrisch projektive Aufl"osungen derselben 
% $\mathcal F^\ast,\mathcal G^\ast\in 
% \op{Ket}^{\op{b}} (\op{gpPerv}_{(B)}  G/B)$
% erhalten dann die induzierten Bijektionen
% \begin{displaymath}
%      \xymatrix{
%        \op{Der}( \bar {\mathcal F}, \bar {\mathcal G}) 
%        &\op{Hot} (\bar {\mathcal F}^\ast, \bar {\mathcal G}^\ast) 
% \ar[l]_-\sim\ar[r]^-\sim&
%        \op{dgDerf}_{-E}(K\bar {\mathcal F}^\ast, K\bar {\mathcal G}^\ast)
%      }
%    \end{displaymath}
% die nat"urlichen 
% $\DZ/2u\DZ$-Graduierungen auf unseren drei Homomorphismenr"aumen.
% Ganz rechts verstehe ich hier 
% $K=\op{Hom}_{\op{Perv}}(\bar {\mathcal S}^\ast,\;)$.
% Insbesondere sind  $K\bar {\mathcal F}^\ast$ und $ K\bar {\mathcal G}^\ast$
%  in nat"urlicher Weise $\DZ/2u\DZ$-graduierte $E$-dg-Rechtsmoduln,
% womit  auch 
% $\op{dgDerf}_{-E}(K\bar {\mathcal F}^\ast, K\bar {\mathcal G}^\ast)$
% eine nat"urliche $\DZ/2u\DZ$-Graduierung erh"alt.
%  \end{Bemerkungl}

% -----------------------------------------------------------

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "AAGARB"
%%% End: 
