

\section{Reziprozit"at}




\subsection{Standardmoduln und Reziprozit"atsformel}\label{SRrr}%\label{SR}


\begin{Satz}[\textbf{Reziprozit"atsformel, ALT}]
Die Vielfachheit eines  Vermamoduls als Subquotient in der Vermafahne
eines   unzerlegbaren Projektiven der Kategorie $\cal O$
stimmt "uberein mit der Vielfachheit
des einfachen Quotienten von besagtem Projektiven als Subquotient einer
Kompositionsreihe von besagtem Vermamodul, 
in Formeln 
$$\hspace{2cm}[P (\lambda) : \Delta (\mu) ]_\Delta = 
[ \Delta (\mu) : L (\lambda)]\qquad
\forall \lambda, \mu \in \frak{h}^{\ast}$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} Der Beweis braucht einiges an Vorbereitungen
und wird erst ganz zu Ende dieses Abschnitts gegeben werden.
Die Reziprozit"atsformel wurde in diesem Kontext zuerst von
Bernstein, Gelfand und Gelfand bewiesen und wird deshalb
oft die \defind{BGG-Reziprozit"at} genannt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
Gegeben $\lambda\in\frak{h}^\ast$ betrachten wir zur
 Darstellung $\DC_\lambda$ der 
opponierten Borel $\frak{h}\oplus\frak{n}$ die 
nach $\frak{g}$ induzierte Darstellung
und darin den
Teilraum,
der aus allen $\frak{h}$-endlichen Vektoren besteht.
Er ist nach \ref{TGG} eine Unterdarstellung, 
wir nennen sie den \defind{Nabla-Modul} oder auch
\defind{Standardmodul}
zum h"ochsten Gewicht $\lambda$ und bezeichnen sie mit
$$\nabla(\lambda)
\subset \op{ind}_{\frak{h}+\frak{n}}^\frak{g}\DC_\lambda$$
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Wir erkl"aren in \ref{DuO}  
noch einen alternativen Zugang zu den Standardmoduln als duale Vermamoduln. Er
ist  vielleicht einfacher, sicher jedoch weniger kanonisch, da die Konstruktion
der Dualit"at alle m"oglichen Wahlen beinhaltet.
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}\label{nabla}
\begin{enumerate}
\item\label{nabla1}
F"ur alle $\lambda\in\frak{h}^\ast$ geh"ort der Nabla-Modul
$\nabla(\lambda)$
zu $\cal{O}$ und in der Grothendieck-Gruppe von $\cal{O}$ gilt
$[\nabla(\lambda)]=[\Delta(\lambda)]$.
\item
Der Nabla-Modul
$\nabla(\lambda)$ hat genau einen einfachen Untermodul, und dieser Untermodul
ist isomorph zu $L(\lambda)$.
\item\label{nabla3}
Sei $M$ eine "uber  $\frak{h}$ halbeinfache 
Darstellung von $\frak{g}$ und $\lambda\in\frak{h}^\ast$ 
derart, da"s aus $\mu > \lambda$ folgt von $M_\mu=0$.
So induziert
die Einschr"ankung auf die $\lambda$-Gewichtsr"aume einen
Isomorphismus
$$\op{Mod}^\frak{g}(M,\nabla(\lambda))\sira (M_\lambda)^*$$
\end{enumerate}
\end{Proposition}
\begin{proof}[Beweis]
3. Das folgt durch Zerlegen in die Kette von Isomorphismen
$$\begin{array}{ccll}
\op{Mod}^\frak{g}(M,\nabla(\lambda))&\sira
   &\op{Mod}^\frak{g}(M,\op{ind}_{\frak{h}+\frak{n}}^\frak{g}\DC_\lambda)
&\text{ falls
   $M$ "uber $\frak{h}$ lokal endlich ist,}\\
   &\sira&\op{Mod}^\frak{\frak{h}+\frak{n}}(M,\DC_\lambda)&\text{ nach 
Frobenius,}\\
   &\sira&\op{Mod}_\DC(M_\lambda,\DC)&\text{ falls
    $M_\mu=0$ f"ur $\mu>\lambda$.}
\end{array}$$
\noindent
1\&2.
Nach Poincar\'e-Birkhoff-Witt definiert die Einschr"ankung
auf $U(\frak{n}^+)\subset U(\frak{g})$  einen Isomorphismus
von Vektorr"aumen
 $$\op{ind}_{\frak{h}+\frak{n}}^\frak{g}\DC_\lambda=
\op{Hom}_{U(\frak{h}+\frak{n})}(U(\frak{g}), \DC_\lambda)
\sira \op{Hom}_\DC(U(\frak{n}^+), \DC_\lambda)$$ 
und eine kurze Rechnung zeigt, da"s hier die Operation
von $\frak{h}$ auf der induzierten Darstellung gerade
der Darstellung auf
dem Hom-Raum rechts entspricht,
die von der adjungierten Operation von $\frak{h}$ auf $U(\frak{n}^+)$
und der Operation auf $\DC_\lambda$ herkommt.
Der Raum $\nabla(\lambda)$ der
$\frak{h}$-endlichen Vektoren darin ist
als $\frak{h}$-Modul unkanonisch isomorph zu $U(\frak{n})\otimes \DC_\lambda$.
Das zeigt  $\op{ch}\nabla(\lambda)=\op{ch}\Delta(\lambda)$ und insbesondere,
da"s $\nabla(\lambda)$ lokal endlich ist f"ur $\frak{b}$ und halbeinfach 
f"ur $\frak{h}$. Nach 3 enth"alt nun
jeder von Null verschiedene 
Untermodul von $\nabla(\lambda)$
den h"ochsten Gewichtsraum und das zeigt 2.
Weiter folgt aus 3 schon, da"s die einzigen Endomorphismen unserer Nabla-Moduln
Skalare sind, da"s also gilt $\chi\nabla(\lambda)=0$ 
f"ur geeignetes $\chi\in\op{Max}Z$, und mit 2 folgt $\chi=\xi(\lambda)$.
Offensichtlich geh"ort damit jeder endlich erzeugte Untermodul von
$\nabla(\lambda)$ zu ${^\infty_\chi\cal{O}}$ 
und die L"angen solcher Untermoduln 
beschr"ankt durch  
$\sum_{x\in W} \op{dim}_\DC\nabla(\lambda)_{x\cdot\lambda}$.
Mithin ist schon $\nabla(\lambda)$
selbst endlich erzeugt und geh"ort zu $\cal{O}_\lambda$ 
und aus der Gleichheit der formalen
Charaktere folgt mit \ref{KCH} schlie"slich
$[\nabla(\lambda)]=[\Delta(\lambda)]$.
\end{proof}

\begin{Proposition}\label{VD}
F"ur alle $\lambda, \mu \in \frak{h}^{\ast}$ gilt
$$\begin{array}{ccc}
\op{dim} \op{Ext}^{i}_{\cal{O}} (\Delta{(\lambda)},
\nabla{(\mu)}) &=&
\left\{ \begin{array}{ll}
1 & \text{falls }\lambda = \mu, i =0;\\
0 & \text{sonst}.
\end{array} \right.
\end{array}$$
\end{Proposition}
\begin{proof}[Beweis]
Gilt nicht $\lambda< \mu$, so haben wir $\op{Mod}^\frak{g}(\Delta{(\lambda)},
\nabla{(\mu)})=\nabla{(\mu)}_\lambda$ nach \ref{UVM}.
 Gilt $\lambda< \mu$, so gilt nicht $\lambda> \mu$ und wir k"onnen
statt mit der universellen Eigenschaft des Verma-Moduls mit der
dualen Eigenschaft \ref{nabla}.\ref{nabla3} des 
Nabla-Moduls analog argumentieren. Das erledigt den Fall
$i=0$.
Gilt nicht $\lambda< \mu$
und ist $\nabla{(\mu)}\hra M\sra \Delta{(\lambda)}$ 
eine Erweiterung in $\cal{O}$,
so haben wir 
unter unserer Voraussetzung auch $M_\nu=0$ f"ur $\nu>\lambda$ und jede
Spaltung der Sequenz auf dem $\lambda$-Gewichtsraum liefert nach
\ref{RV}.\ref{UVM} eine
Spaltung der ganzen Sequenz.
Gilt $\lambda< \mu$, so gilt nicht $\lambda> \mu$ und wir k"onnen
statt mit der universellen Eigenschaft  des Verma-Moduls  mit der
dualen Eigenschaft des Nabla-Moduls analog argumentieren.
 Das erledigt den Fall
$i=1$.
Im allgemeinen Fall argumentieren wir separat in jedem dot-Orbit
der Weylgruppe mit
Induktion von oben "uber $\lambda$. 
Ist $\lambda$ maximal in seinem dot-Orbit, so
ist $\Delta (\lambda)$ projektiv in $\cal{O}$ und die Proposition
ist klar. Sonst haben wir nach \ref{GPD} eine kurze exakte Sequenz
$\op{ker} \hookrightarrow P(\lambda) \twoheadrightarrow \Delta
(\lambda)$,
wobei $\op{ker}$ eine Vermafahne hat mit Subquotienten $\Delta (\nu)$
mit $\nu > \lambda$.
Unsere Induktion l"auft.
\end{proof}

\begin{Lemma}
Die Kategorie $\cal{O}$ hat endliche homologische Dimension.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Es gilt, eine Schranke $K$ zu finden mit $i \geq K \Rightarrow
\op{Ext}^{i}_{\cal{O}} (M, N) =0 \quad \forall M,N \in \cal{O}$.
Bereits mithilfe des zentralen Charakters finden 
wir eine Zerlegung von $\cal{O}$
in eine direkte Summe von Unterkategorien derart, 
da"s es in jedem Summanden h"ochstens
$|W|$ einfache Isomorphieklassen gibt.
Sei $\cal{B} \subset \cal{O}$ solch ein Summand und $I = \{\lambda \in
\frak{h}^{\ast} \mid L (\lambda) \in \cal{B}\}$ die Menge der h"ochsten
Gewichte seiner einfachen Objekte.
Wir z"ahlen sie ab als $\lambda_{1}, \ldots , \lambda_{r}$ derart, da"s gilt
$\lambda_{i} \leq \lambda_{j} \Rightarrow i \leq j$, und zeigen nun
per Induktion "uber $j$ von oben
f"ur beliebiges $N\in\cal{O}$
zun"achst
$$\op{Ext}^{i}_{\cal{O}}
(\Delta (\lambda_j), N)=0\text{ f"ur }i > r-j$$
indem wir die lange exakte Sequenz zu $\op{ker}
\hookrightarrow  P(\lambda_j) \twoheadrightarrow \Delta (\lambda_j)$ 
betrachten und beachten, da"s hier der Kern eine Vermafahne hat
mit Subquotienten $\Delta (\lambda)$ f"ur $\lambda\in I$
mit $\lambda >\lambda_j$.
Per Induktion von unten "uber $j$ erhalten wir dann
$$\op{Ext}^{i}_{\cal{O}} (L (\lambda_j), N) =0 \text{ f"ur } i
> r+j $$
indem wir die lange exakte Sequenz zu
$\op{ker} \hookrightarrow \Delta (\lambda_j)
\twoheadrightarrow L (\lambda_j)$
betrachten und beachten, da"s hier der Kern nur einfache
Subquotienten $L (\lambda) $ hat f"ur $\lambda\in I$
mit $\lambda <\lambda_j$.
Daraus hinwiederum folgt schlie"slich
\begin{equation*}
\op{Ext}^{i}_{\cal{O}} (M, N) =0 \text{ f"ur } i
> 2r. \qedhere
\end{equation*}
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
Eine Verfeinerung desselben Arguments zeigt, 
da"s die homologische Dimension von $\cal{O}$ 
"ubereinstimmt mit der Kardinalit"at $|R|$ des
Wurzelsystems unserer
halbeinfachen Liealgebra. 
\end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}\label{BiBGG}
    Die Endlichkeit der homologischen Dimension von $\cal{O}$ erlaubt uns, eine
    Abbildung $\cal{O} \times \cal{O} \ra \Bbb{Z}$ einzuf"uhren durch die
    Vorschrift
    $$\langle M, N \rangle = \sum_{i} (-1)^{i} \op{dim}_{\Bbb{C}}
    \op{Ext}^{i}_{\cal{O}} (M,N)$$
    Man pr"uft mithilfe der langen exakten
    Ext-Sequenzen, da"s diese Abbildung additiv ist in beiden Eintr"agen. Sie
    steigt also ab zu einer Bilinearform
    $$[\cal{O}]\times [\cal{O}] \ra \Bbb{Z}$$
    auf der Grothendieckgruppe
    $[\cal{O}]$ von $\cal{O}$. Nach \ref{VD} und \ref{nabla}.\ref{nabla1} 
wissen
    wir, da"s f"ur die Vermamoduln gilt $$\langle \Delta(\lambda), \Delta(\mu)
    \rangle = \delta_{\lambda,\mu}$$ 
In Worten bilden also  die $[\Delta(\lambda)]$  eine f"ur unsere Bilinearform
    orthonormale Basis von $[\cal{O}]$. Insbesondere
ist unsere Bilinearform folglich symmetrisch
    und nicht ausgeartet.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis der Reziprozit"atsformel]
Offensichtlich bilden die $[P(\lambda)]$ und die $[L(\lambda)]$
unter unserer Bilinearform aus \ref{BiBGG} zueinander duale Basen, 
in Formeln $\langle P(\lambda), L(\mu) \rangle = \delta_{\lambda,\mu}$.
Berechnen wir nun $\langle P(\lambda), \Delta(\mu) \rangle$, indem wir einmal
$[P(\lambda)]$ in der Vermabasis $[\Delta(\nu)]$ ausdr"ucken und einmal
$[\Delta(\mu)]$ in der Basis der Einfachen $[L(\nu)]$,
so ergibt sich die Reziprozit"atsformel.
\end{proof}























%%%% Einschub: Explizite "Aquivalenz K"ocher-Darstellungen 
%$\leftrightarrow \cal{O}_{0} (\op{sl}_{2})
\subsection{Dualit"aten auf der Kategorie $\cal{O}$}\label{DuO}

\begin{Definition}
Gegeben $\frak{g}\supset \frak{h}$ eine komplexe halbeinfache Liealgebra
mit einer Cartan'schen gibt es stets involutive Automorphismen
$\tau:\frak{g}\ra \frak{g}$ mit $\tau(H)=-H$ f"ur alle $H\in \frak{h}$.
Wir nennen sie die \defind{Chevalley-Involutionen} von $(\frak{g}, \frak{h})$.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
Die Chevalley-Involutionen sind nicht zu verwechseln
mit den Chevalley-Isomorphismen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Gegeben eine Chevalley-Involution $\tau$ von $(\frak{g}, \frak{h})$
und eine Darstellung  
$M\in\cal{O}$ konstruieren wir eine weitere 
Darstellung $$dM=d_\tau M$$ wie folgt:
Wir betrachten in der kontragredienten Darstellung $M^*$ die Unterdarstellung
$M^\circledast$
aller Linearformen, die nur auf endlich vielen $\frak{h}$-Gewichtsr"aumen
nicht verschwinden, also
$$M^\circledast=\bigoplus M_\lambda^*\;\;\subset\;\;\prod M_\lambda^*=M^*$$
und definieren $dM$ als $M^\circledast$ mit der um $\tau$ getwisteten
$\frak{g}$-Operation.
\end{Definition}
\begin{Lemma}
\begin{enumerate}
\item
F"ur $M\in\cal{O}$ haben die Gewichtsr"aume von $M$ und von $dM$ zum selben
Gewicht dieselbe Dimension,
wir haben  sogar kanonische Isomorphismen
$(dM)_\lambda\sira (M_\lambda)^\ast$ f"ur alle $\lambda\in\frak{h}^\ast$.
\item
Die Dualit"at $d$ erh"alt die einfachen Isomorphieklassen in $\cal{O}$,
in Formeln gilt also $dL(\lambda)\cong L(\lambda)$ f"ur alle
$\lambda\in\frak{h}^\ast$.
\item
Es gilt $M\in \cal{O}\RA dM\in \cal{O}$.
\item
F"ur alle $M\in \cal{O}$ induziert die kanonische Abbildung $M\ra (M^*)^*$
einen Isomorphismus $M\sira ddM$.
\item
Die Dualit"at induziert eine "Aquivalenz 
$d:{\cal{O}}\sira {\cal{O}}^{\circ}$ der Kategorie ${\cal{O}}$
mit ihrer opponierten Kategorie.
\item
Die Nabla-Moduln sind genau die 
Dualen der Verma-Moduln, in Formeln gilt also
$d\Delta(\lambda)\cong \nabla(\lambda)$.
\end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Der Leser mag $1\RA 2\RA 3\RA 4\RA 5$ selbst pr"ufen.
F"ur 3 benutze man zus"atzlich, da"s Objekte von $\cal{O} $ 
nach \ref{AlE} stets
endliche L"ange haben. Die letzte Aussage 
folgt zum Beispiel daraus, da"s $\nabla(\lambda)$ und $d\Delta(\lambda)$
dieselbe universelle Eigenschaft haben: 
Sie liegen beide in der Kategorie $\cal{O}_{\leq\lambda}$ aller
Objekte $M$ von $\cal{O}$ mit $M_\mu\neq 0\RA \mu\leq\lambda$, 
und f"ur jedes $M\in \cal{O}_{\leq\lambda}$ haben wir kanonische Isomorphismen
$\op{Mod}^\frak{g}(M, \nabla(\lambda))\cong( M_\lambda)^\ast \cong
\op{Mod}^\frak{g}(M, d\Delta(\lambda))$. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Wir nennen $d$ auch eine \defind{Dualit"at} auf der Kategorie $\cal{O}$ und
  benutzen oft sogar den bestimmten Artikel und sprechen von {\em der}
  Dualit"at, wenn wir uns eine Chevalley-Involution fest gew"ahlt denken.
\end{Bemerkungl}



\subsection{Vermafahnensachen, wohin?*}
\begin{Satz}
 Gegeben eine kurze exakte Sequenz $A \hookrightarrow B \twoheadrightarrow C$
von Moduln mit Vermafahne und ein Gewicht $\lambda \in \frak{h}^\ast$ 
bilden auch die von allen
Gewichtsr"aumen $M^\nu$ mit $\nu \geq \lambda$ erzeugten Untermoduln eine kurze
exakte Sequenz
\begin{equation*}
 U (\mathfrak g) A^{\geq \lambda} 
\hookrightarrow U (\mathfrak g) B^{\geq \lambda}\twoheadrightarrow
U (\mathfrak g) C^{\geq \lambda}
\end{equation*}
\end{Satz}
\begin{proof}
 Man betrachte die kurze exakte Sequenz von vertikalen Komplexen
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
U (\mathfrak g) C^{\geq \lambda}\ar@{^{(}->}[r] 
& C \ar@{->>}[r] & \op{cok}_C\\
\ar[u]U (\mathfrak g) B^{\geq \lambda}\ar@{^{(}->}[r] 
&\ar[u] B \ar@{->>}[r] & \ar[u]\op{cok}_B\\
\ar[u]U (\mathfrak g) A^{\geq \lambda}\ar@{^{(}->} [r]
& \ar[u]A \ar@{->>}[r] & \ar[u]\op{cok}_A\\
}
\end{displaymath}
Die lange exakte Homologiesequenz 
induziert einen Isomorphismus von einem Subquotienten von
$\op{cok}_B$ mit $U (\mathfrak g) 
C^{\geq \lambda}/ \op{im} (U (\mathfrak g) B^{\geq \lambda})$.
Der letztere 
Quotient ist aber erzeugt von seinen 
Gewichtsr"aumen mit Gewichten $\nu \geq \lambda$,
und bei unseren Subquotienten verschwinden diese Gewichtsr"aume. Also m"ussen
unsere beiden zueinander isomorphen
Moduln beide Null sein.
\end{proof}


%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "AAO"
%%% End: 
