%{\pagecolor{lavenderblush}
 

\section{Kategorielle Produktstrukturen}

\subsection{Schmelzkategorien}\label{Multik}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Motivation}]
  Gegeben Vektorr"aume $M,N,L$ "uber einem K"orper $k$ 
  ist es nicht schwer, nat"urliche Isomorphismen\label{MoSS} 
  $L\otimes(M\otimes N)\sira (L\otimes M)\otimes N$
  und $M\otimes N\sira N\otimes M$ und
  $k\otimes M\sira M$ und $M\otimes k\sira M$
  und $\op{Hom}(L\otimes M,N)\sira\op{Hom}(L, \op{Hom}(M,N))$  anzugeben.
  Dasselbe gilt f"ur Moduln "uber einem beliebigen Kring $k$.
  Dasselbe gilt f"ur Kettenkomplexe und f"ur Komplexe von Moduln "uber
  einem beliebigen Kring $k$ und f"ur
  deren Homotopiekategorien und f"ur deren
  \glqq derivierte Kategorien\grqq, die wir noch gar nicht kennengelernt haben. 
  Um mit diesen ganzen Konstruktionen und vielen weiteren  komplizierteren Konstruktionen derselben Bauart
 rein formal arbeiten zu k"onnen, m"ussen wir auch
 die Vertr"aglichkeiten zwischen obigen
 nat"urlichen Isomorphismen formalisieren, etwa die Kommutativit"at des Diagramms
 \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      & & (M\otimes N)\otimes L\ar[dr]& &\\
      L\otimes (M\otimes N) \ar[d]\ar[urr] & & & M\otimes (N \otimes L)\ar[d]\\
      (L\otimes M) \otimes N\ar[drr] & & &(N\otimes L)\otimes M\\
      & & N\otimes (L\otimes M)\ar[ur] & &
    }
  \end{displaymath}
 In diesem Diagramm sind alle Pfeile abwechselnd als Spezialf"alle unserer nat"urlichen Isomorphismen von eben
 zu verstehen. Es ist durchaus m"oglich, eine vollst"andige Liste der 
  ben"otigten Vertr"aglichkeiten anzugeben. Das f"uhrt,
  wenn man das $\op{Hom}$ erst einmal au"sen vor l"a"st, zur Definition
  der \glqq symmetrischen monoidalen Kategorien\grqq.
  Die \glqq Vollst"andigkeit\grqq\ der fraglichen Liste von Vertr"aglichkeiten
  wird dabei formalisiert im \glqq Koh"arenzsatz von MacLane\grqq.
  Wir w"ahlen im folgenden einen anderen Zugang zu diesem Themenkomplex
  "uber 
  \glqq Schmelzkategorien\grqq\ alias \glqq Multikategorien\grqq\ alias
  \glqq gef"arbte Operaden\grqq,
  der mir flexibler und besser zug"anglich scheint. 
  Das folgende
  ist ein Versuch,
  diesem Formalismus zu helfen, insoweit erwachsen zu werden, da"s sich die
  Formeln um sich selber k"ummern und man ihnen nicht in jedem Einzelfall
  und f"ur jedes Vorzeichen  hinterherrennen mu"s. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Multilineare Abbildungen als Beispiel}]
  Gegeben $r\geq 0$ und  Vektorr"aume $V_1, \dots,V_r, W$ "uber ein- und
demselben K"orper 
 betrachten wir die Menge aller multilinearen Abbildungen
 $V_1\times\ldots\times V_r\ra W$. Wenn man $r$ spezifizieren will, nennt
 man sie $r$-lineare Abbildungen. "Ublicherweise hei"sen $1$-lineare Abbildungen  linear und $2$-lineare Abbildungen bilinear.
 Im Fall $r=0$ verstehen wir unter einer $0$-linearen Abbildung 
 einen Vektor aus $W$ und sprechen in diesem Kontext
 auch von einer {\bf leerlinearen Abbildung}.\index{leerlinear} 
 Gegeben  weitere multilineare
 Abbildungen $U_{i,1}\times \ldots\times U_{i,r(i)}\ra V_i$, wieder mit  $r(i)\geq 0$,  
k"onnen wir
in offensichtlicher Weise eine multilineare 
Abbildung vom Produkt der $U_{i,j}$ nach $W$  erkl"aren,
die wir die \glqq Multiverkn"upfung\grqq\  unserer
multilinearen Abbildungen nennen.
In der folgenden Definition des Begriffs 
einer \glqq Schmelzkategorie\grqq\
wird diese Struktur formalisiert. Sie ist in der Mathematik
allgegenw"artig. Moduln "uber Kringen, Komplexe von abelschen Gruppen, Vektorb"undel auf topologischen R"aumen,
glatte Vektorb"undel auf Mannigfaltigkeiten,
Darstellungen von Gruppen oder Liealgebren und abelsche Garben auf
topologischen R"aumen sind nur eine kleine Auswahl relevanter Schmelzkategorien.
Das fundamentale Beispiel ist f"ur uns erst einmal
die Schmelzkategorie der Mengen mit  Funktionen
von mehreren Variablen alias  \glqq Multiabbildungen\grqq\
als  Verschmelzungen.
Wir nennen diese Schmelzkategorie die
{\bf kartesische Schmelzkategorie der Mengen}
und notieren sie vorerst $$\op{kEns}$$\index{kEns@$\op{kEns}$
  kartesische Schmelzkategorie der Mengen} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungw}
 Im weiteren Verlauf \ref{opT} werden wir sehen,
  da"s  unsere kartesische Schmelzkategorie  der Mengen so fundamental
  gar nicht ist, sondern ihrerseits durch \glqq Invertieren\grqq\ aus
  der noch fundamentaleren und einfacheren \glqq banalen Trennkategorie
  der Mengen\grqq\ hervorgeht und die Notation
  $\op{kEns}=(\curlywedge{\op{Ens}})^{\op{s}}$
  verdient, aber alles zu seiner Zeit. 
\end{Bemerkungw}

\begin{Bemerkungl}
  Unter einer {\bf Familie} von Elementen einer Menge
  $\mathcal M$ verstehen wir %wie in \eref{Familie}{LA1}
  eine Abbildung von einer
  Menge nach $\mathcal M$. Vielfach verwendet
  man f"ur eine Familie die Notation  $(A_i)_{i\in I}$. Formal meint man  damit eine Abbildung $A:I\ra \mathcal M$,
   $i\mapsto A_i$. Gegeben eine Familie $A:I\ra \mathcal M$ bezeichnen wir im folgenden
 mit $$\bar A$$ ihren Definitionsbereich alias ihre Indexmenge, also die  Menge $I$. Die auf eine Teilmenge $K\subset I$  eingeschr"ankte Familie
  notieren wir $A|_K$ und unterscheiden f"ur $i\in I$
  zwischen der einelementigen\label{ojkf} 
  Familie $A|_{\{i\}}$ und dem Element $A_i$. Eine Familie mit einelementiger
  Indexmenge hei"se eine {\bf Einsfamilie}.\index{Einsfamilie}  Eine Familie mit endlicher
  Indexmenge hei"se eine {\bf Kleinfamilie}.\index{Kleinfamilie} Ein {\bf $n$-Tupel}\index{Tupel} von Elementen einer Menge f"ur $n\in \DN$ verstehen wir als eine
  durch $\{1,\ldots,n\}$ indizierte Familie. Tupel notieren wir, indem wir
  ihre Elemente der Reihe nach hinschreiben. So bezeichnet $(b,a,c)$ etwas das
  $3$-Tupel von Buchstaben $1\mapsto b, 2\mapsto a, 3\mapsto c$. Die Menge
  aller $n$-Tupel von Elementen von $\mathcal M$ wird $\mathcal M^n$ notiert. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Definition} Eine {\bf Schmelzkategorie}\index{Schmelzkategorie} 
ist ein Datum\label{MuC} bestehend aus:
\begin{enumerate}\renewcommand{\theenumi}{\alph{enumi}}
\item Einer Menge $\mathcal M$ von \defind{Objekten}. Endliche Familien von
  Objekten nennen wir gem"a"s der in \ref{ojkf}
  eingef"uhrten Terminologie
  {\bf Objektkleinfamilien};\index{Objektkleinfamilie}
\item F"ur jede  Objektkleinfamilie
  $A$ und jedes
   Objekt $Y$ einer Menge  $\mathcal M(A,Y)$ von  \defind{Verschmelzungen};
\item
  F"ur je zwei  Objektkleinfamilien $A,B$
  und jedes Objekt $Z$ und jede Abbildung $\varphi:\bar A\ra \bar B$
 zwischen den Indexmengen unserer Objektkleinfamilien einer Abbildung, der
  {\bf Multiverkn"upfung\index{Multiverkn"upfung!von Verschmelzungen}
  von Verschmelzungen l"angs $\varphi$}
  $$\textstyle\left(\prod_{j\in\bar B}\mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)},B_j)\right)
  \times \mathcal M(B,Z)\ra \mathcal M(A,Z)$$
\end{enumerate}
derart, da"s unsere Multiverkn"upfungen
\glqq multiunit"arassoziativ\grqq\   sind in einem Sinne,
f"ur dessen Erkl"arung ich etwas weiter ausholen mu"s. 
Wir bilden daf"ur einen K"ocher mit Verkn"upfung 
$$\mathcal M^{\curlyvee}$$ \nichtfinal{im Sinne von \eref{Magoi}{LA2}} mit 
  Objektkleinfamilien aus $\mathcal  M$  als Ecken und 
  Pfeilen $A\ra B$ gegeben durch beliebige Paare
  $(\varphi, (f_j)_{j\in\bar B})$ bestehend aus einer Abbildung
  $\varphi:\bar A\ra\bar B$ zwischen den  Indexmengen und einem 
  Tupel $(f_j)_{j\in\bar B}$ von Verschmelzungen 
  $f_j\in\mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)}, B_j)$ und der offensichtlichen
  durch unsere Multiverkn"upfung von Verschmelzungen erkl"arten Verkn"upfung
  von Pfeilen. Wir fordern schlie"slich als letztes Axiom, da"s dieser K"ocher
  mit Verkn"upfung $\mathcal M^{\curlyvee}$ eine Kategorie sein soll.
  Es ist diese Eigenschaft von
  Multiverkn"upfungen, die ich
  {\bf multi\-uni\-t"ar\-as\-so\-zia\-tiv}\index{multiunit"arassoziativ}
  nennen will.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Verschmelzungen, die von einem $r$-Tupel von Objekten ausgehen,
  nennen wir  {\bf $r$-Verschmelzungen}\index{Verschmelzung!$r$-Verschmelzung}
  und insbesondere {\bf Einsverschmelzungen}\index{Einsverschmelzung}
  im Fall $r=1$ sowie
  {\bf Zweiverschmelzungen}\index{Zweiverschmelzung} im Fall $r=2$.
  Die von der leeren Objektfamilie ausgehenden Verschmelzungen alias $0$-Ver\-schmel\-zun\-gen nennen
  wir in diesem Zusammenhang   {\bf Leerverschmelzungen},\index{Leerverschmelzung} um den Begriff
  einer \glqq Nullverschmelzung\grqq\ zu vermeiden, der 
  im Fall einer zus"atzlichen \glqq additiven Struktur\grqq\
  leicht mi"sverstanden werden k"onnte.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
 Wie bereits erw"ahnt ist das fundamentale Beispiel f"ur uns vorerst 
 die {\bf kartesische Schmelzkategorie  der Mengen} $$\op{kEns}$$
 mit   Funktionen von mehreren Variablen alias
 \glqq Multiabbildungen\grqq\  als  Verschmelzungen.
 Eine Leerverschmelzung in eine Menge $Z$ ist
 insbesondere eine Abbildung des leeren Produkts
 nach $Z$ und kann identifiziert werden
 mit  einem Element von $Z$. In Formeln ist $f\mapsto f(*)$ eine Bijektion
 $\op{kEns}(\curlyvee,Z)\sira Z$ mit der Notation $\curlyvee$ f"ur die leere
 Objektfamilie einer Schmelzkategorie. 
 Wenn wir es genau nehmen, m"ussen wir
  ein Mengensystem $\mathfrak U$
  w"ahlen und d"urfen erst dann die Schmelzkategorie
  $\mathfrak U{\op{kEns}}$ aller Mengen
  $X\in\mathfrak U$ betrachten, weil nur dann die
  Gesamtheit der Objekte selbst wieder eine Menge ist.
  Diese Feinheiten will ich im folgenden
 in der Notation nicht sichtbar machen und denke mir vorerst ein festes
 Universum $\mathfrak U$, aus dem die Grundmengen der Objekte unserer
 konkreten Beispiele jeweils kommen sollen. 
\end{Beispiel}
 \begin{Beispiel} 
   Unsere n"achsten Beispiele f"ur Schmelzkategorien
   leiten sich von der kartesischen Schmelzkategorie der Mengen
   $\op{kEns}$
   ab, indem wir
 statt Mengen \glqq Mengen mit Zusatzstrukturen\grqq\ betrachten und
 statt Multiabbildungen  \glqq mit diesen Zusatzstrukturen
 in geeigneter Weise vertr"agliche
 Multiabbildungen\grqq. 
So erkl"aren wir etwa die  {\bf Schmelzkategorie der Vektorr"aume}, indem wir 
  als Objekte alle Vektorr"aume  "uber einem vorgegebenen K"orper $k$
nehmen  und als Verschmelzungen alle multilinearen Abbildungen. 
  Insbesondere verstehen wir eine Leerverschmelzung in einen Vektorraum $W$ als
  ein Element von $W$  oder ganz pedantisch als eine Abbildung von
  der einpunktigen
  Menge nach $W$. Die Multiverkn"upfungen  sind die von der
  kartesischen Schmelzkategorie der Mengen induzierten.
   Die so entstehende Schmelzkategorie notieren wir\label{VrS} vorerst
   $${\op{Mod}}_k$$
 \end{Beispiel}


\begin{Bemerkunge}
  Die Definition einer Schmelzkategorie bliebe sinnvoll,
  wenn wir darin  unendliche
  Objektfamilien zulie"sen. Diese Allgemeinheit will ich jedoch vermeiden,
  solange ich keine "uberzeugenden Anwendungen kenne.
  Um mengentheoretischen Bedenken vorzubeugen,
  mag man als Indexmengen spezieller nur gewisse endliche Mengen zulassen wollen, etwa nur Elemente des kleinsten Universums\nichtfinal{\,\eref{kUn}{LA2}},
  das die leere Menge als Element enth"alt. So genau werden wir es aber
  in diesem Text nicht nehmen.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal  M$
nennen wir die in der Definition beschriebene 
Kategorie $\mathcal M^{\curlyvee}$ die
  {\bf Familienkategorie}\index{Familienkategorie}\label{FamK} 
  unserer Schmelzkategorie. Im Fall einer Einsfamilie $B$
  bestehend aus einem einzigen Objekt $B_*$ werden  wir die offensichtlichen Bijektionen
  $$\mathcal M^{\curlyvee}(A,B)\sira \mathcal M(A,B_*)$$
  in Notation und Sprache im weiteren als Gleichheiten betrachten.
 Wir erkl"aren den {\bf Indexfunktor}\index{Indexfunktor!von Schmelzkategorie}
  $\mathcal M^{\curlyvee}\ra\op{Ens}$ 
durch die Vorschrift, da"s er  jeder Objektkleinfamilie $A$ ihre \hyperref[efam]{Indexmenge} $\bar A$ 
 zuordnet
 und jedem Morphismus $f:A\ra B$ die zugeh"orige
 Abbildung $\bar f\pdef\varphi:\bar A\ra\bar B$
 der  Indexmengen. Die Menge der Morphismen "uber einer festen Abbildung
 $\varphi:\bar A\ra\bar B$ notieren wir $\mathcal M^{\curlyvee}_\varphi(A,B)$.
\end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkungl} Es gibt  in der
   Familienkategorie $\mathcal M^\curlyvee$ einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ 
   genau einen Morphismus in die leere
  Objektfamilie, n"amlich die Identit"at auf der
  leeren Objektfamilie, gegeben durch  das einzige $0$-Tupel
  von Leerverschmelzungen
  $\op{id}_{\curlyvee}\in \mathcal M^{\curlyvee}(\curlyvee,\curlyvee)$. 
 \end{Bemerkungl}
 

\begin{Bemerkungl} Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie. Gegeben darin Objektkleinfamilien $A=(A_i)_{i\in I}$
  und  $B=(B_j)_{j\in J}$ sowie eine Abbildung
  $\varphi:I\ra J$ und Verschmelzungen $f_j\in \mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)},B_j)$
  notieren wir den zugeh"origen Morphismus $(\varphi, (f_j)_{j\in\bar B})$ der Familienkategorie von nun an 
  $$(\varphi, \curlyvee(f_j))$$
  und sagen, er entstehe durch 
  {\bf Vertupeln}\index{Vertupeln}\label{Vertu} oder ausf"uhrlicher
   {\bf $\curlyvee$-Vertupeln}\index{Vertupeln!$\curlyvee$-Vertupeln}
   aus den Verschmelzungen $f_j$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie.
  Eine durch eine einelementige Indexmenge indizierte Objektfamilie
  nennen wir eine {\bf Einsfamilie}.\index{Einsfamilie} Die
  Identit"at $\op{id}_A$ in der Familienkategorie
  auf einer Einsfamilie $A$ entspricht
  einer  Einsverschmelzung $\op{id}_A\in \mathcal M(A,A_*)$. Wir nennen sie
   die {\bf Identit"atsverschmelzung}.\index{Identit"atsverschmelzung} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Identit"aten von Familienkategorien}]
  Ich will kurz begr"unden, warum die Identit"at
  in der Familienkategorie auf einer beliebigen
  Objektkleinfamilie $B$ durch das Vertupeln der
  Identit"atsverschmelzungen ihrer
  Objekte gegeben sein mu"s, in Formeln
  $$\op{id}_B=(\op{id}_{\bar B},  \curlyvee(\op{id}_{B_j})_{j\in\bar B})$$
  In der Tat k"onnen wir  in der Familienkategorie diejenige Unterkategorie
  betrachten, bei der wir nur solche Morphismen zulassen, die unter
  dem Indexfunktor zu Bijektionen werden. In dieser Unterkategorie ist es
  klar, da"s unser Tupel von
  Identit"atsverschmelzungen die Identit"at sein mu"s. Damit mu"s unser Tupel
  aber auch in der urspr"unglichen Kategorie die Identit"at
  gewesen sein. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Umindizieren}] 
 Gegeben eine Objektkleinfamilie $B:J\ra \mathcal M$ und
 eine Bijektion $\varphi:I\sira J$ erhalten wir durch das Vertupeln von
 Identit"atsverschmelzungen in der
 Familienkategorie $\mathcal M^\curlyvee$ einen ausgezeichneten
 Isomorphismus $$\hat\varphi: (B\circ\varphi)\sira B$$ Wir nennen  ihn
 die {\bf Umindizierung mit $\varphi$}.\label{Ui}\index{Umindizierung} 
 F"ur Umindizierungen gelten die Formeln  $\hat \varphi \circ \hat \psi= (\varphi \circ \psi)^\wedge$
 und $\op{id}^\wedge=\op{id}_B$ und weitere offensichtliche Vertr"aglichkeiten
 zwischen dem Verkn"upfen und dem Vertupeln, die ich  nicht ausschreibe.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Permutieren}] 
Im Spezialfall identischer Indexmengen $J=I$
und unter der Annahme 
$B= B\circ \varphi$ mu"s unsere Umindizierung $\hat\varphi:
B\sira B$, wenn $\varphi:I\sira I$ nicht die Identit"at ist,
keineswegs die Identit"at sein.
Zum Beispiel mu"s ja eine bilineare Abbildung $b:V\times V\ra W$ keineswegs
symmetrisch sein, im allgemeinen gilt mithin $b\neq b\circ \hat \tau$
f"ur $\tau$ die nichttriviale Permutation einer hier nicht explizit notierten  zweielementigen Indexmenge.
\end{Bemerkungl}




  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Einfache Kategorie durch Einsverschmelzungen}]
  Im Fall einer Einsfamilie $A$ von Objekten
  einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ h"angt die Menge
  $\mathcal M(A,Y)$  bis auf eindeutige
  durch das Vorschalten der einzig m"oglichen Umindizierungen gegebene 
  Bijektionen nur vom einzigen
  Element $A_*$ unserer Einsfamilie ab.
  Gegeben  Objekte $X,Y\in\mathcal M$
    notieren wir
    $$\mathcal M(X,Y)$$ die
    bis auf eindeutige Bijektion wohlbestimmte Menge aller
    Verschmelzungen $\mathcal M(A,Y)$ einer und jeder 
    Einsfamilie $A$  mit  einzigem Objekt $X$
    nach $Y$. Zusammen mit der offensichtlichen Verkn"upfung erhalten wir
    so eine Kategorie mit Objektmenge $\mathcal M$.
     Wir nennen sie die 
  {\bf einfache Kategorie}\index{einfache Kategorie!zu Schmelzkategorie} 
 zu unserer Schmelzkategorie und  notieren sie $\mathcal M$ oder auch\index{E@${\op{E}}(\mathcal M)$ einfache Kategorie!zu Schmelzkategorie $\mathcal M$}
  $${\op{E}}(\mathcal M)$$ und nennen ihre Morphismen die
  {\bf Morphismen\index{Morphismus!von Schmelzkategorie}
  unserer Schmelzkategorie}. 
\end{Bemerkungl}









\begin{Bemerkungl}[\textbf{Notationsfragen}]
  Im Kontext von Schmelzkategorien
  verwende ich  das Symbol $\curlyvee$
  als \glqq Tupeltrenner\grqq\ f"ur Objektkleinfamilien und zur Beschreibung von Morphismen der
   Familienkategorie. Das hat den didaktischen Vorteil, uns daran zu erinnern,
  da"s wir uns im Kontext einer Schmelzkategorie bewegen. 
  Wir verwenden im Kontext von Schmelzkategorien insbesondere
  die Notation\label{Tunot} 
  $$X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r$$ f"ur die durch $\{1,\ldots,r\}$ indizierte
  Objektfamilie, die durch $i\mapsto X_i$ gegeben wird.  
  Auch ohne die Indizes steht  $X\curlyvee Y\curlyvee X$ etwa f"ur die durch
  $\{1,2,3\}$ indizierte Objektfamilie mit $1\mapsto X, 2\mapsto Y$ und $ 3\mapsto X$ und selbst f"ur $X_2\curlyvee  X_1$ sei hiermit vereinbart,
  da"s es als
  die  durch 
  $\{1,2\}$ indizierte Objektfamilie $1\mapsto X_2, 2\mapsto X_1$
  zu interpretieren ist.  
Die leere Objektfamilie einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ 
 notieren wir  $\curlyvee=\curlyvee_{\mathcal M}$\index{v@$\curlyvee$ leere Objektfamilie! einer Schmelzkategorie} und die Menge der Leerverschmelzungen 
in ein Objekt $Y$ 
dementsprechend  $$\mathcal M(\curlyvee,Y)$$
Gegeben eine Objektfamilie  $B=B_1\curlyvee\ldots \curlyvee B_r$
und  ein Objekt $Y\in \mathcal M$
  schreiben wir statt
 $f\in \mathcal M (B, Y)$  auch
  $f:B_1\curlyvee\ldots \curlyvee B_r\ra_{\mathcal M}  Y$ oder  $f:B_1\curlyvee\ldots \curlyvee B_r\ra  Y$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Leerverschmelzungen verallgemeinern Elemente}]
  F"ur Leerverschmelzungen
  erlauben wir uns statt $y:\curlyvee \ra_{\mathcal M}Y$
  auch die Notationen\index{)0lm@$\in_{\mathcal M}$ Leerverschmelzung} 
  $$y\in_{\mathcal M}Y$$
  oder\label{inM} 
  ohne Nennung der Schmelzkategorie
  $y\in_{\curlyvee}Y$.\index{)0lm@$\in_{\curlyvee}$ Leerverschmelzung} 
  Gegeben $b_i\in_{\curlyvee}B_i$ und eine Verschmelzung
  $f:B_1\curlyvee\ldots \curlyvee B_r\ra  Y$ 
  mag man dann $ f (b_1,\ldots, b_r)$ erkl"aren als 
  $$ f (b_1,\ldots, b_r)\pdef f\circ (b_1\curlyvee\ldots \curlyvee b_r)
  \in_{\curlyvee}Y$$
 \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vertupeln von Kleinfamilien}]
  Manchmal verwenden wir die Notation
  $B\curlyvee T$ f"ur die \glqq um ein Objekt $T$ erweiterte\grqq\
  Objektkleinfamilie $B$.
Haben wir etwa $B=(B_j)_{j\in J}$, 
 so vereinbaren wir f"ur $$B\curlyvee T$$ die Indexmenge $(\{1\}\times J)\sqcup \{2\}$ mit $(1,j)\mapsto B_j$ und $2\mapsto T$ als pr"azise Beschreibung
  der Familie $B\curlyvee T$.
  Manchmal verwenden wir die Notation
  $A\curlyvee B$
  auch f"ur die \glqq disjunkte Vereinigung\grqq\ zweier
  Objektkleinfamilien. Haben wir etwa $A=(A_i)_{i\in I}$ und $B=(B_j)_{j\in J}$,
  so vereinbaren wir f"ur\label{NoDF} $$A\curlyvee B$$ die Indexmenge $(\{1\}\times I)\sqcup (\{2\}\times J)$ mit $(1,i)\mapsto A_i$ und $(2,j)\mapsto B_j$ als pr"azise Beschreibung
  der Familie $A\curlyvee B$.
   Der Leser mu"s nicht selten aus dem Kontext erschlie"sen, welches Symbol eine
  Objektfamilie meint und welches ein Objekt. Vielfach sind die einzelnen
  Objekte dann die Symbole mit Indizes oder mit Buchstaben aus dem hinteren Teil des
  Alphabets und  Familien werden  mit den Buchstaben
  $A,B,C,D$ bezeichnet.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Konventionen zu Indexabbildungen}]
  Seien $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie und
  $(\varphi, \curlyvee(f_j)):A\ra B$ ein Morphismus der Familienkategorie $\mathcal M^\curlyvee$. Steht uns eine ausgezeichnete Anordnung der Indexmenge $\bar B$
zur Verf"ugung, haben wir etwa $\bar B=\{1,\ldots,r\}$, so 
 notieren wir den zugeh"origen Morphismus der Familienkategorie 
 auch $$(\varphi,\curlyvee(f_j))=(\varphi, f_1\curlyvee \ldots\curlyvee f_r)$$
  Steht uns zus"atzlich auch noch
 eine ausgezeichnete Anordnung der Indexmenge $\bar A$
 zur Verf"ugung, so verwenden wir im Fall einer
 monoton wachsenden Indexabbildung $\varphi$
 die abk"urzende Notation\label{VANN}\index{v@$\curlyvee$
   f"ur Verschmelzungen}  
$$(\varphi, g_1\curlyvee \ldots\curlyvee g_r)=g_1\curlyvee \ldots\curlyvee g_r$$
Von einer $2$-Verschmelzung $m: X\curlyvee X\ra X$ k"onnen wir zum Beispiel
die {\bf Assoziativit"at} fordern als die Identit"at
$m\circ(m\curlyvee \op{id})=m\circ(\op{id}\curlyvee m)$
von $3$-Verschmelzungen $X\curlyvee X\curlyvee X\ra X$.
Die zugrundeliegenden Indexabbildungen sind dabei,
da nichts anderes explizit gesagt ist,
die einzig m"oglichen
passenden monotonen Abbildungen, f"ur $\op{id}\curlyvee m$ etwa die Abbildung 
$\{1,2,3\}\mapsto \{1,2\}$ mit $1\mapsto 1,2\mapsto 2$ und $3\mapsto 2$. 
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Notation}] 
  Gegeben $r\in \DN$ verwenden  wir die Notation  $\llbracket r\rrbracket\pdef\{1,2,\ldots,r\}$.
Bei der Diskussion %\ref{nnnk}
 simplizialer
Strukturen verwendet man meist
$[r]\pdef\{0,1,2,\ldots,r\}$. Im Zusammenhang mit Schmelzkategorien
spielt jedoch auch die leere Familie eine wichtige Rolle.
Ich f"uhre die Notation $\llbracket r\rrbracket$ ein, um
nicht mit $\emptyset=[-1]$ arbeiten zu m"ussen.
 \end{Bemerkungl}


%\nichtfinal{Bis hier geputzt!} 



\begin{Bemerkungl}
  Unter einer\index{Schmelzkategorie!monotone}\index{monoton!Schmelzkategorie}
  {\bf monotonen Schmelzkategorie}\label{moMU}
  verstehen wir ein analoges Datum, bei dem wir in den Axiomen
  die Vorgabe von Verschmelzungen nur f"ur  Objektkleinfamilien mit ausgezeichneter
  Anordnung ihrer Indexmenge fordern und Multiverkn"upfungen nur l"angs
  monotonen Indexabbildungen erkl"art sind. 
  Wir konstruieren zu jeder Schmelzkategorie $\mathcal M$
  in offensichtlicher Weise eine monotone
Schmelzkategorie\index{mon@$\mathcal M^{\op{mon}}$ Monotonisierung} 
$$\mathcal M^{\op{mon}}$$ und nennen sie die {\bf Monotonisierung von $\mathcal M$}.\index{Monotonisierung} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Terminologie der Operaden}]
Eine Schmelzkategorie mit einem einzigen Objekt nennen wir eine
{\bf Operade}\index{Operade!Mengenoperade} oder ausf"uhrlicher {\bf Mengenoperade}.\index{Mengenoperade}  Eine monotone Schmelzkategorie 
mit einem einzigen Objekt nennen wir eine
{\bf monotone Mengenoperade}.\index{Operade!Mengenoperade, monotone}
In vielen Quellen erkl"art man eine Operade \glqq "uber einem K"orper $k$\grqq\ 
als das, was wir eine \glqq
$k$-lineare Schmelzkategorie mit einem einzigen Objekt\grqq\ nennen werden.   
Der Begriff der Mengenoperade betont, da"s keine derartigen Zusatzstrukturen
implizit mit angenommen werden. Relevante Beispiele f"ur Schmelzkategorien mit
nur einem Objekt diskutieren wir in \ref{MeOp} folgende. 
Andere Quellen nennen unsere 
Operaden \glqq symmetrische Operaden\grqq\ und unsere 
monotonen Operaden schlicht \glqq Operaden\grqq. Wieder andere 
Quellen wie etwa \cite{LuHA} bezeichnen Schmelzkategorien als \glqq gef"arbte 
Operaden\grqq\ oder\index{Operad!gef"arbtes} \glqq Multikategorien\grqq\
und\index{Multikategorie} unsere Verschmelzungen als
\glqq Multimorphismen\grqq.\index{Multimorphismus} Vielfach erkl"art man zuerst
den Begriff eines Operads als \glqq monotones Operad\grqq\ und erkl"art dann ein symmetrisches Operad als ein Operad zusammen mit
Operationen symmetrischer Gruppen. Sie entsprechen  bei uns dem Vorschalten der
Permutationsisomorphismen. Der hier gew"ahlte Zugang hat den Vorteil,
da"s die Vertr"aglichkeiten, die man sonst von den
Operationen der symmetrischen Gruppen zu fordern hat,  in unserer
Darstelllung bereits implizit durch die Multiunit"arassoziativit"at der
Verkn"upfung gesichert sind. Die Arbeit  mit
\glqq beliebigen endlichen Mengen\grqq\ scheint mir
aus didaktischen Gr"unden vorteilhaft, wenn sie auch dem in formaler
Mengenlehre vorgebildeten Leser Kopfschmezen bereiten mag.  
\end{Bemerkungl}


\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie.  Man zeige, da"s ein Morphismus 
$(\varphi,f_1\curlyvee\ldots\curlyvee f_r)$  der
Familienkategorie ${\mathcal M}^{\curlyvee}$
genau dann ein Isomorphismus ist, wenn die Indexabbildung
$\varphi$ eine Bijektion ist und 
alle $f_i$  Isomorphismen der zugeh"origen einfachen
Kategorie sind. 
\end{Ubung}



\subsection{Beispiele f"ur Schmelzkategorien} 

\begin{Beispiele}
  Hier  eine kleine Auswahl relevanter Schmelzkategorien.\label{bsps}  
  \begin{enumerate}
  \item
    Die {\bf kartesische Schmelzkategorie der Mengen}
    $\op{kEns}$\index{kEns@$\op{kEns}$ kartesische Schmelzkategorie der Mengen}
    mit 
    Mengen als Objekten und  
 {\bf Multiabbildungen}\index{Multiabbildung|main}
 %aus \eref{Muabb}{GR}
 alias  Funktionen von mehreren Variablen als Verschmelzungen,
 wobei wir
  eine \glqq Funktion in null Variablen\grqq\ als ein Element des Wertebereichs
  verstehen und so in Formeln eine ausgezeichnete Bijektion
  $\op{kEns}(\curlyvee,X)\sira X$ erhalten. Allgemeiner und pr"aziser 
  erkl"aren wir in \ref{kpmk} die \glqq kartesische Schmelzkategorie\grqq\ zu jeder Kategorie mit endlichen Produkten;
\item
  Monoide $\op{Mon}$ mit nur solchen $\op{kEns}$-Verschmelzungen als
  Verschmelzungen,
  die in jeder Variable bei Festhalten aller anderen Variablen
  Monoidhomomorphismen sind;
\item 
  Abelsche Gruppen $\op{Ab}$  mit multiadditiven Abbildungen;
\item 
  Darstellungen von Gruppen oder Liealgebren;
\item 
  Teilgeordnete Mengen mit ordnungsvertr"aglichen Multiabbildungen $\varphi$,  
  in Formeln $x_1\leq y_1, \ldots, x_r\leq y_r\;\RA\;\varphi(x_1, \ldots, x_r)\leq \varphi(y_1, \ldots, y_r)$;
\item 
   $\DZ$-filtrierte abelsche Gruppen mit solchen multiadditiven
  Abbildungen, die ein Tupel von Elementen der Filtrierungsstufen
  $\leq p,\ldots,\leq q$ auf ein Element der Filtrierungsstufe
  $\leq (p+\ldots+q)$ abbilden;
\item  $\DZ$-graduierte abelsche Gruppen
  mit  solchen multiadditiven
  Abbildungen, die ein Tupel von homogenen Elementen der Grade
  $p,\ldots, q$ auf ein homogenes Element vom Grad
  $p+\ldots+q$ abbilden;
\item Durch ein kommutatives Monoid $(\Gamma,+)$ indizierte Familien
  von Objekten $(M^\gamma)_{\gamma\in \Gamma}$ einer Schmelzkategorie
  $\mathcal M$ bilden ihrerseits
  einer Schmelzkategorie $\mathcal M^\Gamma$ in nat"urlicher Weise,
  wie wir im folgenden genauer ausf"uhren.
  Als Verschmelzungen $\varphi\in \mathcal M^\Gamma(A,Y)$ nehmen wir
  durch $\alpha\in \op{Ens}(\bar A,\Gamma)$ indizierte
  Tupel von Verschmelzungen $$\varphi_{\alpha}\in
  \mathcal M((A_i^{\alpha(i)})_{i\in\bar A}, Y^{\op{sum}(\alpha)})$$
  mit der Notation  $\op{sum}(\alpha)=
  \sum_{i\in\bar A}\alpha(i)$.
  Die $\mathcal M$-Verschmelzung $\varphi_\alpha$ nennen wir den
      {\bf $\alpha$-Anteil} unserer $\mathcal M^\Gamma$-Verschmelzung
  $\varphi$. F"ur die Leerverschmelzungen erhalten wir insbesondere
      $\mathcal M^\Gamma(\curlyvee, (M^\gamma))\pdef
      \mathcal M(\curlyvee, M^0)$. Die Mul\-ti\-ver\-kn"up\-fung
      ist die offensichtliche.
  Unsere Schmelzkategorie der
  $\DZ$-gra\-du\-ier\-ten abelschen Gruppen erhalten wir
  zur"uck als $\op{Ab}^\DZ$; 
\item  Abelsche Garben auf
  topologischen R"aumen;
\item 
  Vektorb"undel auf einem vorgegebenen topologischen Raum
  mit \glqq multilinearen Morphismen von einer Kleinfamilie von B"undeln in ein
  weiteres B"undel\grqq\ als Verschmelzungen;
\item 
  Glatte Vektorb"undel auf einer vorgegebenen Mannigfaltigkeit
  mit \glqq multilinearen glatten Morphismen von einer
  Kleinfamilie von B"undeln in ein weiteres B"undel\grqq\ als Verschmelzungen;
\item Ringalgebren "uber einem K"orper mit nur solchen Tupeln von
  Ringalgebrenhomomorphismen als Verschmelzungen, bei denen die Bilder
  zu verschiedenen Eintr"agen unseres Tupels jeweils kommutieren. 
  \end{enumerate}
\end{Beispiele}

\begin{Bemerkungw}[\textbf{Superisierte abelsche Gruppen}]
  F"ur uns  relevant sind insbesondere die Schmelzkategorie $\op{sAb}$ der
  \glqq superisierten abelschen Gruppen\grqq\  und ihre
  Varianten  $\op{sgAb}$ sowie deren Verwandte $\op{Ket}$ und $\op{Hot}$, 
  die wir in \ref{MudSS} folgende noch ausführlich besprechen.
  Objekte  von $\op{sAb}$ sind $\DZ/2\DZ$-graduierte abelsche Gruppen
  $$M=M^{\bar 0}\oplus M^{\bar 1}$$ Eine Verschmelzung
  $\varphi\in\op{sAb}\big((M_i)_{i\in I}, N\big)$ ist eine
  Vorschrift, die jeder Anordnung $\omega$ von $I$ eine
  multiadditive Abbildung $\varphi_\omega\in
  \op{Ab}^{\DZ/2\DZ}\big((M_i)_{i\in I}, N\big)$ zuordnet,
  die homogen ist vom Grad $\bar 0$, und zwar so,  
  da"s f"ur je zwei Anordnungen $\omega,\eta$ von $I$ und jedes Tupel
  $(v_i)_{i\in I}$ von homogenen Elementen  $v_i\in M_i$  gilt 
  $$\varphi_\omega\big((v_i)_{i\in I}\big)=\pm \varphi_\eta\big((v_i)_{i\in I}\big)$$
  mit dem  Signum derjenigen Permutation als Vorzeichen,
  die die vom "Ubergang von $\omega$ zu $\eta$ auf den ungeraden Elementen $v_i\in M_i^{\bar 1}$
  induzierte Umordnung beschreibt. Als  Multiverkn"upfung
  nehmen wir die normale Multiverkn"upfung multiadditiver Abbildungen bei
  \glqq passender Wahl\grqq\ der Anordnungen und verweisen auf \ref{MudSS} f"ur
  eine genauere Beschreibung und die Diskussion
  von Fragen der Wohldefiniertheit und Multiunit"arassoziativit"at.
  Das ist die Stelle, an der die Vorzeichenfragen der
  homologischen Algebra ein- f"ur allemal erledigt werden. 
  Salopp gesprochen ist eine Verschmelzung von superisierten abelschen
  Gruppen also ein Etwas, das bei jeder
  Wahl einer Anordnung der Ausgangsobjekte die Gestalt einer vom
  Grad Null homogenen multiadditiven Abbildung annimmt und  von dem dann noch
  zus"atzliche Eigenschaften gefordert werden.
\end{Bemerkungw}


\begin{Beispiel}
  Jeder Kategorie $\mathcal C$ ordnen wir\label{bkmk} ihre
 {\bf banale 
  Schmelzkategorie}\index{banal!Schmelzkategorie} 
$\curlyvee\mathcal C$\index{)8a@$\curlyvee\mathcal C$ banale
  Schmelzkategorie}  zu, deren Verschmelzungen  schlicht Tupel
von Morphismen sind, in Formeln 
$$\curlyvee\mathcal C(B_1\curlyvee\ldots\curlyvee B_r,X)\pdef 
\bigsqcap_{i=1}^r\mathcal C(B_i,X)$$
Die Multiverkn"upfung von Verschmelzungen ist dabei 
die offensichtliche. 
 Die Familienkategorie der banalen Schmelzkategorie zu einer
Kategorie $\mathcal C$ notiere ich vereinfachend $\mathcal C^\curlyvee$. 
 Umgekehrt nenne ich eine Schmelzkategorie $\mathcal M$
{\bf banal},\index{banal!Schmelzkategorie} wenn es in jedes Objekt nur genau
eine
Leerverschmelzung gibt und wir jeweils Bijektionen $$\mathcal M(B, X)\sira  
\bigsqcap_{j\in\bar B}\mathcal M(B_j, X)$$ erhalten durch geeignetes Vorschalten von  
Leerverschmelzungen in alle $B_i$ au"ser in $B_j$ an der $j$-ten Stelle.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Man beachte, da"s die Morphismen einer banalen Schmelzkategorie zwar
   Tupel sind, da"s sie aber nicht als $\curlyvee$-Tupel mi"sverstanden
  oder notiert werden d"urfen. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Jede Kategorie $\mathcal C$ k"onnen wir als \glqq Schmelzkategorie
  mit nur Einsverschmelzungen\grqq\ auffassen, bei der alle Mengen von 
  $r$-Verschmelzungen f"ur $r\neq 1$ leer sind. Das nennen wir
  die {\bf einfache Schmelzkategorie zu $\mathcal C$}.\index{Schmelzkategorie!einfache}\label{trSC}   
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Unter einer {\bf Schmelzunterkategorie}\index{Schmelzunterkategorie} einer Schmelzkategorie verstehen wir die Vorgabe einer Teilmenge der Menge der
  Objektmenge und von Teilmengen der Mengen von Verschmelzungen zwischen
  diesen Objekten, die stabil sind unter Multiverkn"upfung und alle Identit"atsverschmelzungen zu Objekten aus unserer Teilmenge der Menge der
  Objekte enthalten. 
  Enth"alt eine Schmelzunterkategorie alle Verschmelzungen
  der urspr"unglichen Schmelzkategorie zwischen den Objekten
  der Schmelzunterkategorie,
  so nennen wir sie eine {\bf volle Schmelzunterkategorie}.
  \index{voll!Schmelzunterkategorie}
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Jede Schmelzkategorie hat die Unterschmelzkategorie, bei der wir dieselben Einsverschmelzungen nehmen
  aber sonst nur leere Verschmelzungsmengen.  Jede Schmelzkategorie enth"alt des weiteren als Unterschmelzkategorie
  auch  die Schmelzkategorie, bei der wir  dieselben Leerverschmelzungen
  nehmen aber sonst nur leere Verschmelzungsmengen, oder dieselben  Einsverschmelzungen
  und Leerverschmelzungen aber sonst nur leere Verschmelzungsmengen. Alle diese  
  Unterschmelzkategorien scheinen mir  nicht von gro"sem  Nutzen zu sein.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Quotienten von Schmelzkategorien}] 
  Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie und sei auf allen
  ihren Mengen von Verschmelzungen eine "Aquivalenzrelation $\sim$  gegeben
  derart, da"s jede Multiverkn"upfung "aquivalenter Verschmelzungen
  "aquivalente Verschmelzungen liefert,  in Formeln\label{QvS}  
$$\left(f\sim f',g_1\sim g_1',\ldots,g_r\sim g_r'\right)\RA f\circ(\psi,g_1\curlyvee\ldots\curlyvee g_r)\sim f'\circ(\psi,g'_1\curlyvee\ldots\curlyvee g'_r)$$
  So erhalten wir eine Schmelzkategorie $\mathcal M/{\sim}$ mit denselben
  Objekten und "Aquivalenzklassen von Verschmelzungen als 
  neuen Verschmelzungen und der koinduzierten Multiverkn"upfung
  in offensichtlicher Weise. Wir nennen solch eine "Aquivalenzrelation
  eine {\bf schmelzvertr"agliche
    "Aquivalenzrelation}.\index{schmelzvertr"aglich!"Aquivalenzrelation}
  Offensichtlich ist jeder Schnitt  schmelzvertr"aglicher
  "Aquivalenzrelationen auf einer Schmelzkategorie auch selbst wieder
  eine schmelzvertr"agliche
  "Aquivalenzrelation. Insbesondere k"onnen wir, wenn auf jeder Verschmelzungsmenge einer Schmelzkategorie eine Relation gegeben ist,
  die kleinste schmelzvertr"agliche
  "Aquivalenzrelation betrachten, die alle diese Relationen erh"alt. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Um den Kopf zu entlasten,
 f"uhre ich zus"atzlich die zu Schmelzkategorien
  opponierten   {\bf Trennkategorien}\index{Trennkategorie}
  ein. Sie unterscheiden sich nur dadurch, da"s wir 
  Verschmelzungen in der entgegengesetzten Reihenfolge notieren
  und sie \glqq Trennungen\grqq\ nennen. F"ur eine Trennkategorie $\mathcal T$
  und ein Objekt $T\in\mathcal T$ und eine
  Objektkleinfamilie $B$ aus $\mathcal T$ fordern  wir in diesem Fall also
  die Vorgabe einer Menge von {\bf Trennungen}\index{Trennung} 
  $$\mathcal T(T,B)$$
  und f"ur diese Multiverkn"upfungen. 
   Bei Trennkategorien verwenden wir das Symbol $\curlywedge$ als Trenner.
  Gegeben $T,B_1,\ldots,B_r\in \mathcal T$ verwenden wir auch die Notation 
  $$f:T\ra B_1\curlywedge\ldots\curlywedge B_r$$
  f"ur so eine Trennung.
 Die leere Objektfamilie notieren wir
  in diesem Kontext $\curlywedge$ und schreiben
  $\mathcal T(T,\curlywedge)$
  f"ur die Menge der von einem Objekt $T$ ausgehenden Leertrennungen.   Die zugeh"orige {\bf Familienkategorie} notieren wir $\mathcal T^{\curlywedge}$. Sie wird  angeliefert mit einem
   Funktor 
 $\mathcal T^{\curlywedge}\ra {\op{Ens}}^{\op{opp}}$, den wir  wieder den
  {\bf Indexfunktor}\index{Indexfunktor!von Trennkategorie} nennen. Analog erkl"aren wir
  {\bf monotone Trennkategorien}.\index{Trennkategorie!monotone} 
\end{Bemerkungl}



\begin{Beispiel} 
  Jeder Kategorie $\mathcal C$ ordnen wir\label{bkmks} ihre
 {\bf banale 
  Trennkategorie}\index{banal!Trennkategorie} 
$\curlywedge\mathcal C$\index{)8a@$\curlywedge\mathcal C$ banale
  Trennkategorie}  zu, deren Trennungen  schlicht Tupel
von Morphismen sind, in Formeln 
$$\curlywedge\mathcal C(X,B_1\curlywedge\ldots\curlywedge B_r)\pdef 
\bigsqcap_{i=1}^r\mathcal C(X,B_i)$$
Die Multiverkn"upfung von Trennungen ist dabei 
die offensichtliche. 
 Die Familienkategorie der banalen Trennkategorie zu einer
Kategorie $\mathcal C$ notiere ich vereinfachend $\mathcal C^\curlywedge$.
Analog wie bei Schmelzkategorien definieren wir
auch {\bf banale Trennkategorien}.\index{banal!Trennkategorie} 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Opposition von Schmelzkategorien
      und Trennkategorien}]
  Zu jeder Schmelzkategorie $\mathcal M$ erhalten wir in offensichtlicher
  Weise eine Trennkategorie
  $\mathcal M^{\op{opp}}$\index{opp@${\op{opp}}$ opponierte Trennkategorie zu einer Schmelzkategorie} mit \glqq opponierten Verschmelzungen\grqq\ als
  Trennungen.  Zu jeder Trennkategorie $\mathcal T$ erhalten wir in offensichtlicher
  Weise eine  Schmelzkategorie $\mathcal T^{\op{opp}}$\index{opp@${\op{opp}}$ opponierte  Schmelzkategorie zu einer Trennkategorie} mit \glqq  opponierten
  Trennungen\grqq\ als Verschmelzungen. 
  Diese Konstruktionen sind zueinander invers und wir haben
  f"ur eine beliebige Kategorie $\mathcal C$
   offensichtlich $(\curlywedge \mathcal C)^{\op{opp}}=\curlyvee (\mathcal C^{\op{opp}})$.  
\end{Bemerkungl}




\begin{Beispiel} 
Jede Kategorie $\mathcal C$ mit endlichen Produkten 
k"onnen wir
mit der Struktur einer 
Schmelzkategorie versehen,\label{kpmk}  
indem wir Verschmelzungen als Morphismen aus Produkten
erkl"aren, in Formeln 
$$\mathcal C(B_1\curlyvee\ldots\curlyvee B_r, X)\pdef 
\mathcal C(B_1\times\ldots\times B_r, X)$$
Die Multiverkn"upfung  ist 
die Offensichtliche. 
Ich nenne diese Struktur die {\bf kartesische
  Schmelzkategorie auf $\mathcal C$}\index{kartesisch!Schmelzkategorie}
 und verwende daf"ur die Notationen ${\op{k}}\mathcal C=\op{kart}(\mathcal C)$.\index{kart@$\op{kart}(\mathcal C)$ kartesische 
  Schmelzkategorie zu $\mathcal C$}\index{k@${\op{k}}\mathcal C$ kartesische 
  Schmelzkategorie zu $\mathcal C$}  Die 
 kartesische Schmelzkategorie der Mengen $\op{kEns}$ hatten wir bereits in
 \ref{bsps} als Beispiel angef"uhrt. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungw}[\textbf{Kartesische Schmelzkategorien durch Invertieren}] 
Wir werden zu jeder
Trennkategorie mit \glqq stabil universellen Trennungen\grqq\ 
 in \ref{opS} ihre \glqq inverse Schmelzkategorie\grqq\ einf"uhren. 
 Es erweist sich in dieser Terminologie, da"s
 wir die kartesische Schmelzkategorie $\op{kart}(\mathcal C)$ durch Invertieren aus der  banalen Trennkategorie $\curlywedge\mathcal C$ erhalten k"onnen, vergleiche \ref{kartDu}.
\end{Bemerkungw}


\begin{Beispiel}[\textbf{Produkt von Schmelzkategorien}]
  Gegeben Schmelzkategorien $\mathcal M,\mathcal N$ erkl"aren  wir
  ihr {\bf Produkt}\index{Produkt!von Schmelzkategorien}
  $$\mathcal M\times\mathcal N$$
  mit Paaren $(M,N)$ als Objekten und Paaren
  von Verschmelzungen als Verschmelzungen und den offensichtlichen
  weiteren Daten.
\end{Beispiel}




\begin{Beispiel}[\textbf{Multi"aquivariante Schmelzkategorie der $\Omega$-Mengen}] 
  Gegeben eine Menge $\Omega$ erhalten wir  auf der Gesamtheit aller  $\Omega$-Mengen eine
  Struktur als Schmelzkategorie durch die Vorschrift, da"s wir unter einer
  Verschmelzung
  $X_1\curlyvee \ldots\curlyvee X_r\ra Y$ eine Abbildung
  $f:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$ verstehen  mit
$$f(ax_1,\ldots,x_r)=\ldots=f(x_1,\ldots,ax_r)=af(x_1,\ldots,x_r)$$
  f"ur alle $a\in \Omega$ und $x_i\in X_i$ und alle $i$ mit $1\leq i\leq r$, die also in Worten
  \glqq "aquivariant ist in jeder Variable\grqq.
  Wir nennen sie die {\bf multi"aquivariante  Schmelzkategorie der $\Omega$-Mengen}\index{multi"aquivariant!Schmelzkategorie}
  und notieren sie $$\op{Ens}_{ \Omega\curlyvee'}=\op{Ens}({ \Omega\curlyvee'})$$
  %\nichtfinal{\quad (\text{alt } \op{Ens}_{/{\op{m}}\Omega{\ssearrow}})}
  Ihre
  Verschmelzungen  nennen wir {\bf multi"aquivariante Multiabbildungen}.\index{multi"aquivariant}\label{kmSK} 
  F"ur ihre Leerverschmelzungen gilt $\op{Ens}_{\Omega\curlyvee'}(\curlyvee,Y)\sira Y$
  vermittels $f\mapsto f(*)$. Das kleine Strichlein bei $\curlyvee'$ ist
  ein \glqq Freiheitsstrichlein\grqq. Wenn wir es weglassen, wird meist
  $\Omega$ ein Monoid sein und wir betrachten nur solche $\Omega$-Mengen $X$,
  f"ur die die Abbildung $\Omega\times X\ra X$ eine Operation des Monoids $\Omega$ ist. 
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
  Das geht auch allgemeiner. Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ und
  ein Objekt $\Omega\in\mathcal M$ erkl"aren wir einen {\bf $\Omega$-Objektmodul} oder abk"urzend {\bf $\Omega$-Modul} als ein Paar $(X,\mu)$  aus einem Objekt
  $X\in\mathcal M$ mit einer Verschmelzung $\mu=\mu_X:\Omega\curlyvee X\ra X$ und bilden
  wie zuvor
  die {\bf Schmelzkategorie der $\Omega$-Moduln}\label{muae}  
  $$\mathcal M_{\Omega\curlyvee'}=\mathcal M({\Omega\curlyvee'})$$
  Zweiverschmelzungen $\varphi: X\curlyvee Y\ra Z$ von derartigen $\Omega$-Moduln
  etwa werden dann 
  Zweiverschmelzungen in $\mathcal M$ derart, da"s die drei
  offensichtlichen Zweiverschmelzungen
  $\Omega\curlyvee X\curlyvee Y\ra Z$ "ubereinstimmen, in Formeln 
  $$\varphi\circ (\mu_X\curlyvee \op{id}_Y)=\varphi\circ
  (\op{id}_X\curlyvee \mu_Y)=\mu_Z\circ (\op{id}_\Omega\curlyvee\varphi)$$
  Hier habe ich darauf verzichtet, die zugrundeliegenden Abbildungen
  der Indexmengen n"aher zu spezifizieren,  da wir in
  diesem Fall die beteiligten Objekte mit paarweise
  verschiedenen Buchstaben notieren k"onnen
  und sie deshalb auch so schon offensichtlich sind. Die Bezeichnung als
  \glqq Objektmodul\grqq\ betont, da"s $\Omega$ nur ein Objekt ist und
  keine weitere Struktur wie etwa eine eigene Verkn"upfung hat,
   oder zumindest, da"s keine
   weitere Vertr"aglichkeiten mit eventuell vorhandenen derartigen
   Zusatzstrukturen gefordert werden. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}  Gegeben eine abelsche Gruppe $\Omega$ identifiziert man 
  die Kategorie der $\Omega$-Ob\-jekt\-mo\-duln
  $\op{Ab}({\Omega\curlyvee'})$ leicht mit der Schmelzkategorie aller
  Ringmoduln
  "uber
  der Tensoralgebra ${\op{T}}\Omega$.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}
  Gegeben ein Kring $k$ und ein $k$-Modul $\Omega$ ist  ein
  $\Omega$-Objektmo\-dul in unserem Sinne  
  ein Paar $(X,\mu)$ bestehend aus einem $k$-Modul $X$ und einer
  $k$-bilinearen Abbildung $\Omega\times X\ra X$.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungw}
  In \ref{rOm} f"uhren wir $\Omega$-Moduln in  angereicherten Schmelzkategorien $\mathcal M/\mathcal S$  f"ur Objekte $\Omega\in \mathcal S$ der
  anreichernden Schmelzkategorie ein und diskutieren in \ref{saRm}, inwiefern
  sie im Fall einer  Selbstanreicherung $\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M$
mit den eben in \ref{muae} erkl"arten $\Omega$-Moduln zusammenfallen.    
\end{Bemerkungw}


\begin{Bemerkungw}
  Multi"aquivariante Schmelzkategorien von Moduln "uber  Abmonoiden diskutieren wir in \ref{modOk} und
   "uber  Monoiden in
  \ref{modO} und notieren sie dann ohne das
   Frei\-heits\-strich\-lein in unserer Notation f"ur Objektmoduln. 
\end{Bemerkungw}





\begin{Bemerkungw}
  In \ref{SOO} f"uhren wir die  Schmelzkategorie
  $\mathcal M_{C\sacts\!'}=\mathcal M({C\acts\!'})$   der
  {\bf $C$-Darstellungen} oder ausf"uhrlicher
 {\bf $C$-Objektdarstellungen}
  eines  Koabmonoids  $C$ einer
  Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ ein.
  Sie hat dieselben Objekte
  wie  unsere Schmelzkategorie
  $\mathcal M({C\curlyvee'})$ der $C$-Objektmoduln,
  hat aber andere Verschmelzungen, bei
  deren Konstruktion die Koabmonoidstruktur von $C$ mit eingeht.
  Um auf diese Unterscheidung hinzuweisen nennen wir dieselben
  Objekte einmal \glqq Moduln\grqq\ und
  einmal \glqq Darstellungen\grqq.
  Wollen wir sie besonders betonen, reden wir von der
  \glqq multi"aquivarianten Schmelzkategorie der Moduln\grqq\ und von der
  \glqq "aquivarianten Schmelzkategorie der Darstellungen\grqq.
  \index{multi"aquivariant!Schmelzkategorie}
  Das\index{Schmelzkategorie!multi"aquivariante} als 
  \glqq Darstellungstheorie endlichdimensionaler Algebren\grqq\
  bekannte Gebiet wird in dieser Terminologie 
  die \glqq Theorie der Moduln "uber endlichdimensionalen Algebren\grqq\ 
  und die sogenannten
  \glqq K"ocherdarstellungen\grqq\ werden \glqq K"ochermoduln\grqq. 
\end{Bemerkungw}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben eine Trennkategorie $\mathcal T$ und
 ein Objekt $\Omega\in\mathcal T$ erkl"aren wir opponiert
 einen {\bf $\Omega$-Objektkomodul von $\mathcal T$}  als ein
 Paar $(X,\Delta)$ aus einem Objekt
 $X\in\mathcal T$ und einer Trennung $\Delta: X\ra \Omega\curlywedge X$ und
 betrachten 
 die\index{multi"aquivariant!Trennkategorie}\label{muaet}
 {\bf multi"aquivariante Trennkategorie
    der\index{Trennkategorie!multi"aquivariante} $\Omega$-Objektkomoduln} 
  $$\mathcal M_{\Omega\curlywedge'} =\mathcal M({\Omega\curlywedge'})$$
\end{Bemerkungl}


\subsubsection*{"Ubungen}



\begin{Ubung}
  In der Familienkategorie einer banalen Trennkategorie kann
  jeder Morphismus durch \hyperref[Vertu]{$\curlywedge$-Vertupeln}\label{WKBK}
  und Verkn"upfen erhalten werden aus 
  Leertrennungen, Einstrennungen und Zweitrennungen der Gestalt 
  $(\op{id},\op{id}):X\ra X\curlywedge X$. Letztere  nennen wir 
  {\bf Diagonalzweitrennungen}.\index{Diagonalzweitrennung}
\end{Ubung}
\begin{Ubung} %\nichtfinal{N"otig?} JA, manchmal praktischer. 
  In der Familienkategorie einer banalen Trennkategorie
  zu einer Kategorie mit endlichen Produkten kann
  jeder Morphismus durch $\curlywedge$-Vertupeln\label{WKBK2}
  und Ver\-kn"up\-fen erhalten werden aus  
  Leertrennungen, Einstrennungen und Zwei\-tren\-nun\-gen der Gestalt 
  $(\op{pr}_X,\op{pr}_Y):X\times Y\ra X\curlywedge Y$. Letztere nennen wir
  {\bf Projektionszweitrennungen}.\index{Projektionszweitrennung} Diese "Ubung 
  wird sich als ein Spezialfall von \ref{KoVV} erweisen. 
\end{Ubung}
\begin{Ubunge}[\textbf{Monotone Schmelzkategorie der $\Omega$-Bimengen}]
  Gegeben eine Menge $\Omega$ verstehen wir unter einer {\bf $\Omega$-Bimenge}\index{Bimenge}\label{Bimenge} eine Menge $X$ mit Abbildungen $\Omega\times X\ra X$ und $X\times \Omega\ra X$, die wir  durch Hintereinanderschreiben notieren, so da"s gilt $(\omega x)\eta=\omega(x\eta)$ f"ur alle $\omega,\eta\in \Omega$ und $x\in X$.
  Die $\Omega$-Bimengen werden zu einer monotonen Schmelzkategorie,
  wenn  wir Verschmelzungen erkl"aren als Abbildungen
  $$\varphi:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$$
  mit $\varphi(x_1,\ldots, x_i\eta, x_{i+1},\ldots,x_r)=\varphi(x_1,\ldots, x_i,\eta x_{i+1},\ldots,x_r)$ f"ur alle $i$ sowie $\varphi(\omega x_1,\ldots,x_r)=\omega\varphi( x_1,\ldots,x_r)$ und  $\varphi( x_1,\ldots,x_r\eta)=\varphi( x_1,\ldots,x_r)\eta$ f"ur alle $x_i\in X_i$ und $\omega,\eta\in \Omega$. Leerverschmelzungen sind
  Abbildungen aus dem leeren Produkt $\{*\}$ alias Elemente $y=\varphi(\ast)\in Y$ mit
  $\omega y=y\omega$
  f"ur alle $\omega\in \Omega$.\end{Ubunge}
\begin{Ubunge}[\textbf{Monotone Schmelzkategorie der Bimoduln}]
  Gegeben ein Ring $k$ bilden die $k$-Bimoduln eine\label{biMO} 
  monotone Schmelzkategorie mit
  den $\DZ$-mul\-ti\-li\-ne\-a\-ren Verschmelzungen von $k$-Bimengen wie in \ref{Bimenge} als Verschmelzungen. Speziell ist eine Leerverschmelzung
  in einen Bimodul $X$ ein Element $x\in X$ mit $ax=xa\;\forall a\in k$.
  Eine Leerverschmelzung nach $k$ ist also ein Element des Zentrums von $k$. 
\end{Ubunge}





\subsection{Stabil universelle Verschmelzungen}

\begin{Definition} 
  Eine Verschmelzung $\kappa\in \mathcal M(A,T)$ in einer Schmelzkategorie $\mathcal M$
hei"se {\bf universell},\index{universell!Verschmelzung} 
wenn f"ur jedes weitere Objekt\label{mkk} 
$Y\in\mathcal M$ das Vorschalten von  
$\kappa$ 
eine Bijektion
$$(\circ \kappa):\mathcal M(T,Y)
\sira \mathcal M(A
,Y)$$
induziert.  Eine
universelle Verschmelzung $(\kappa, T)$ ist, wenn sie  existiert, 
durch ihre Ausgangsfamilie $A$ eindeutig bestimmt
bis auf eindeutigen Isomorphismus. 
Wir sagen, eine Schmelzkategorie {\bf habe universelle Verschmelzungen},
wenn es darin zu jeder Objektkleinfamilie eine universelle Verschmelzung gibt.
\end{Definition}

\begin{Definition} 
Eine Verschmelzung
$\kappa\in\mathcal M(A,T)$ in 
einer Schmelzkategorie $\mathcal M$
hei"se {\bf stabil universell},\index{universell!stabil}\index{stabil universell}  
 wenn f"ur jede\label{smkk}  
Objektkleinfamilie
$B\in\mathcal M^\curlyvee$  und jedes Objekt $Y\in\mathcal M$  das Vorschalten des Morphismus
$\kappa\curlyvee\op{id}$ der Familienkategorie eine Bijektion 
$$(\circ(\kappa\curlyvee\op{id})):\mathcal M(T\curlyvee B,Y)
\sira  \mathcal M(A\curlyvee B,Y)$$
zwischen den jeweiligen Mengen von Verschmelzungen induziert.
Wir sagen, eine Schmelzkategorie {\bf habe stabil universelle Verschmelzungen},
wenn es darin zu jeder Objektkleinfamilie
eine  stabil universelle Verschmelzung gibt.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
  Das Konzept einer stabil universellen Verschmelzung wird sich im folgenden
  als der wichtigere Begriff erweisen. Das Konzept einer universellen Verschmelzung sehe ich nur als  didaktischen
  Zwischenschritt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}
  Im Fall einer monotonen Schmelzkategorie mu"s die
  Eigenschaft \glqq stabil universell\grqq\
  sorgf"altiger formuliert werden in der Weise,
  da"s eine Verschmelzung $B\ra T$ stabil universell ist,
  wenn f"ur beliebige\label{smkkm}  
Objektworte
$A,C\in$ und jedes Objekt $Y\in\mathcal M$ das Vorschalten des Morphismus
$\op{id}\curlyvee\kappa\curlyvee\op{id}$  eine Bijektion 
$\mathcal M(A\curlyvee T\curlyvee C,Y)
\sira  \mathcal M(A\curlyvee B\curlyvee C,Y)$
zwischen den jeweiligen Mengen von Verschmelzungen induziert.
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}[\textbf{Eine universelle aber nicht stabil universelle Verschmelzung}]
"Andern wir die Schelzkategorie $\op{Mod}_k$ der multilinearen Abbildungen
  von Vektorr"aumen "uber einem K"orper $k$ dahingehend ab, da"s wir
  als Leerverschmelzungen nur die Nullvektoren zulassen, so ist eine universelle
  Leerverschmelzung  in der so entstehenden Schmelzkategorie der
  Nullvektor im Nullvektorraum, aber diese ist nicht stabil universell.\label{unsu}  
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Eigenschaften stabil universeller Verschmelzungen}] 
 Offensichtlich ist jede stabil universelle  Verschmelzung
universell.\label{vkSTU}  
Offensichtlich  ist jede Multiverkn"upfung stabil universeller 
Verschmelzungen  wieder stabil universell. Eine Einsverschmelzung ist genau dann 
stabil universell, wenn sie in der zugeh"origen einfachen Kategorie zu einem Isomorphismus wird.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungw}
  In \ref{stMH}  lernen wir, da"s in einer Schmelzkategorie mit
  \glqq Multihom\grqq\ jede universelle Verschmelzung  stabil universell ist. In \ref{ustau} d"urfen Sie zeigen, da"s in einer Schmelzkategorie mit universellen Verschmelzungen genau dann alle Verschmelzungen stabil universell sind, wenn jede Multiverkn"upfung universeller Verschmelzungen wieder universell ist. 
\end{Bemerkungw}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Notationen
      f"ur stabil universelle Verschmelzungen}]  Stabil universelle Verschmelzungen  einer Objektkleinfamilie $B$ in einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ notieren wir 
  meist $(\kappa, \otimes B)$ und schreiben manchmal $\otimes_{\mathcal M}$  %oder
%alternativ   $\triangledown=\triangledown_{\mathcal M}$\index{)9@$\triangledown$ stabil universelle Verschmelzung}
und f"ur eine explizite Familie $B=(B_i)_{i\in I}$ auch
$\bigotimes_{i\in I}B_i$ oder ausf"uhrlicher\index{)8a@$\otimes$ Tensorprodukt!in Schmelzkategorie} 
$$\textstyle \kappa=\kappa_B\in\mathcal M(B,\otimes B)
=\mathcal M(B_1\curlyvee \ldots \curlyvee B_r, 
B_1\otimes\ldots\otimes B_{r} )$$
und nennen sie h"aufig {\bf Tensorprodukte}.\index{Tensorprodukt!in Schmelzkategorie}
 Jeder Morphismus 
$\phi\in\mathcal M^{\curlyvee}(C,B)$ der Familienkategorie von
$\mathcal M$ induziert, wenn die entsprechenden stabil universellen
Verschmelzungen von $B$ und $C$ existieren, in offensichtlicher Weise 
einen Morphismus $\otimes\phi: \otimes C\ra \otimes B$ in der zugrundeliegenden einfachen Kategorie 
${\op{E}}(\mathcal M)$.\index{o@$\otimes$ f"ur Morphismen der Familienkategorie} Hat unsere Schmelzkategorie stabil universelle
Verschmelzungen, so liefert diese Konstruktion  einen Funktor $\mathcal M^{\curlyvee}\ra
{\op{E}}(\mathcal M)$. Schlie"slich liefert jede stabil universelle
Verschmelzung in der Wortkategorie durch das Vorschalten von Leerverschmelzungen
eine Abbildung $$\mathcal M(\curlyvee,B_1)\times \ldots\times \mathcal M(\curlyvee,B_r)\ra 
\mathcal M(\curlyvee,B_1\otimes\ldots\otimes B_{r} )$$
Auch diese Abbildung notieren wir meist mit demselben Symbol wir unsere
Verschmelzung,\label{NsuV} im vorliegenden Fall also $(b_1,\ldots,b_r)\mapsto
b_1\otimes \ldots\otimes b_r$.\index{o@$\otimes$ bei Leerverschmelzungen}
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Universelle Verschmelzungen von Vektorr"aumen}] 
  Im Fall der Schmelzkategorie der $k$-Vektorr"aume ist die kanonische
  multilineare Abbildung $V_1\times\ldots\times V_r\ra V_1\otimes\ldots\otimes V_r$ in das Tensorprodukt aus der linearen Algebra
  stabil universell und die auf den Leerverschmelzungsmengen
  induzierte Abbildung ist schlicht ebendieselbe  Abbildung
  aufgefa"st als Abbildung von Mengen,
  deren Effekt auf Elementen wir bereits in der
  linearen Algebra $(v_1,\ldots, v_r)\mapsto v_1\otimes\ldots\otimes v_r$
notiert hatten.   Eine universelle Leerverschmelzung ist speziell
  die Abbildung $\{\ast\}\ra k$ mit
$\ast\mapsto 1$. Analoges gilt f"ur Moduln "uber einem beliebigen Kring $k$
bis auf das Detail, da"s wir in diesem Fall
Tensorprodukte mit mehr als einem Faktor noch nicht eingef"uhrt haben.
Das soll in \ref{itKR} nachgeholt werden.
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie.
  Gegeben  $M\in \mathcal M$  und
 $r\in\DN$ notieren wir\index{)8bb@$V^{\curlyvee r}$ konstantes Wort $V$}  
$$M^{\curlyvee r}\pdef M\curlyvee M\curlyvee\ldots\curlyvee M$$
 die konstante Familie $\{1,\ldots, r\} \ra \mathcal M$.
 Existiert eine stabil universelle Verschmelzung f"ur diese Familie,
 so notieren wir sie 
 $M^{\otimes r}\pdef \otimes (M^{\curlyvee r})$ und nennen sie die {\bf $r$-te Tensorpotenz von $M$}\index{Tensorpotenz!in Schmelzkategorie} und 
erhalten darauf mit Umindizierung nach \ref{Ui}  eine Rechtsoperation\label{osyt} 
der Gruppe $\mathcal S_r$ aller Permutationen von $\{1,\ldots, r\} $.
 Gegeben eine
 endliche Menge $I$ und eine konstante Familie $B:I\ra \mathcal M$ erhalten wir allgemeiner durch Umindizierung \ref{Ui} eine Rechtsoperation von $\op{Ens}^\times(I)$ auf $\otimes B$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Da  nach \ref{vkSTU} Multiverkn"upfungen stabil universeller Verschmelzungen
  wieder stabil universell sind, ist 
  f"ur beliebige Objekte $X,Y,Z$ einer Schmelzkategorie, f"ur die die entsprechenden
   stabil universellen Verschmelzungen existieren, 
auch  $\kappa\circ (\kappa\curlyvee \op{id}):X\curlyvee Y\curlyvee Z
\ra (X\otimes Y)\otimes  Z$ eine stabil universelle Verschmelzung.
Dasselbe gilt f"ur $\kappa\circ (\op{id}\curlyvee \kappa)$
und wir erhalten so  Isomorphismen\label{Aso} 
$$(X\otimes Y)\otimes  Z\sira X\otimes Y\otimes  Z\sira X\otimes (Y\otimes  Z)$$
Deren Verkn"upfung hei"st  der {\bf Assoziator}.\index{Assoziator} Er wird in
manchen Kontexten
$\op{ass}=\op{ass}_{X,Y,Z}$\index{ass@$\op{ass}$ Assoziator} 
notiert.  
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Das Zielobjekt einer stabil
  universellen Leerverschmelzung, wenn es sie denn gibt,
  nennen wir das
{\bf Eins\-objekt}\index{Einsobjekt}\label{EiOb} oder kurz die {\bf Eins}\index{Eins!Einsobjekt von Schmelzkategorie} unserer Schmelzkategorie.
Wir notieren es ${\mathbb I}={\mathbb I}_{\mathcal M}$ und notieren die
stabil universelle Leerverschmelzung\index{)0@$1=1_{\mathcal M}$ universelle Leerverschmelzung}
$$1=1_{\mathcal M}:\curlyvee \ra {\mathbb I}$$ %\kappa_\curlyvee
oder in unserer alternativen Notation f"ur Leerverschmelzungen
$1\in_\curlyvee\mathbb I$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  F"ur jedes Objekt $X$ einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Eins 
  gibt es genau eine Verschmelzung $\kappa:\mathbb I\curlyvee X\ra  X$
  mit
  $\op{id}_X=\kappa\circ (1\curlyvee \op{id}_X):X\ra \mathbb I\curlyvee X\ra  X$. Diese Verschmelzung ist stabil universell
und liefert einen  Isomorphismus
$\mathbb I\otimes X\sira X$. 
Er  hei"st die {\bf Einsbedingung}.\index{Einsbedingung}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Die Assoziativit"at der Multiverkn"upfung
 liefert in  Schmelzkategorien 
viele weitere Vertr"aglichkeiten zwischen stabil universellen 
Verschmelzungen.
Ich werde sie vorerst nicht thematisieren. Der Vorteil der Sprache der Schmelzkategorien liegt vielmehr gerade darin, 
da"s diese Vertr"aglichkeiten bereits in die Axiomatik
fest mit eingebaut sind und bei Bedarf abgeleitet werden k"onnen,
a priori aber 
nicht thematisiert werden m"ussen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}
  In  Fall einer \hyperref[bkmk]{banalen Schmelzkategorie} ist jedes 
endliche Koprodukt eine stabil universelle Verschmelzung.\label{suV}  
Im Fall der \hyperref[kpmk]{kartesischen Schmelzkategorie}
einer Kategorie mit endlichen Produkten ist die \glqq Identit"at auf dem Produkt\grqq\ eine stabil
universelle Verschmelzung.
\end{Beispiele}
\begin{Bemerkungl} Nat"urlich kann man einen zu unseren universellen
  beziehungsweise stabil universellen
  Verschmelzungen 
  opponierten Formalismus auch
  in der opponierten Situation der Trennkategorien entwickeln.
  Ich nenne diesen Begriff eine {\bf universelle}\index{Trennung!universelle}  beziehungsweise\label{tmkk} 
  {\bf stabil universelle Trennung}.\index{Trennung!stabil universelle}  
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Tensorprodukte "uber Kringen}] 
  Gegeben ein Kring $k$ und
  $k$-Moduln $V_1,\ldots, V_n$ konstruieren wir nun
  eine universelle $k$-multilineare
  Abbildung\label{itKR}
  $$\kappa:V_1\times\ldots\times V_n \ra T$$
  Wir betrachten dazu den Quotienten
  $T\pdef k\langle V_1\times\ldots\times V_n\rangle/U$
  des freien $k$-Moduls $F$ "uber der Menge $V_1\times\ldots\times V_n$ nach dem
  kleinsten Untermodul $U$, f"ur den die Abbildung
  $V_1\times\ldots\times V_n \ra F/U$ multilinear ist. Da"s es einen
  kleinsten Untermodul $U$ mit dieser Eigenschaft
  gibt, folgt aus der Tatsache, da"s der Schnitt
  "uber eine beliebige
  Familie $(U_i)_{i\in I}$ von Untermoduln mit dieser Eigenschaft
  stets auch
  wieder diese Eigenschaft hat. Das hinwiederum folgt aus der Existenz 
einer  $k$-linearen Einbettung $F/(\bigcap U_i)\hra \bigsqcap (F/ U_i)$,
"uber das Produkt der multilinearen Abbildungen
$V_1\times\ldots\times V_n \ra F/U_i$ ja faktorisieren mu"s.
  Wir verwenden f"ur unseren universellen Quotienten die Notation
  $$V_1\otimes_k\ldots\otimes_k V_n \pdef F/U$$
  Alternativ h"atten wir den herauszuteilenden Untermodul
  $U$ auch "ahnlich wie im Fall bilinearer Abbildungen
  explizit durch Erzeuger beschreiben k"onnen, aber wie schon
  im alten Rom, variatio delectat. Man pr"uft leicht, da"s auch im Fall
  der Moduln "uber einem Kring alle universellen Verschmelzungen
  bereits stabil universell sind. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Schmelzkategorie der abelschen Gruppen}] 
Wir buchstabieren die in \ref{itKR} besprochenen allgemeinen Aussagen  nocheinmal im Spezialfall des
Krings $\DZ$ aus, dessen Modulkategorie ja schlicht die Kategorie der
abelschen Gruppen ist. Die abelschen Gruppen 
bilden mithin
eine Schmelzkategorie 
$\op{Ab}$\index{Ab@$\op{Ab}$ abelsche Gruppen!Schmelzkategorie}\label{Ab}   
mit den multilinearen Abbildungen als Verschmelzungen.
Hierbei verstehen wir multilineare Abbildungen von der leeren Objektfamilie
in eine abelsche Gruppe wie zuvor als Elemente von besagter 
Gruppe oder genauer und ganz pedantisch als Abbildungen der einpunktigen Menge $\{\ast\}$ dorthin. Die nat"urlichen multilinearen Abbildungen
$\kappa:V_1\times\ldots\times V_n \ra V_1\otimes\ldots\otimes V_n$
in die Tensorprodukte "uber $\DZ$ sind dann stabil universell.
Eine stabil universelle Leerverschmelzung ist 
die Abbildung $\{\ast\}\ra \DZ$ mit
$\ast\mapsto 1$. Eine alternative universelle Leerverschmelzung w"are 
die Abbildung $\{\ast\}\ra \DZ$ mit
$\ast\mapsto -1$, aber wozu den Teufel am Schwanz ziehen. Um unserer allgemeinen Notation zu folgen, w"are dann eben $-1$ das Element $1\in_\curlyvee\mathbb I$. 
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkunge}
  Die Bimoduln "uber einem beliebigen Ring sind ein  Beispiel f"ur eine
  monotone Schmelzkategorie. Wir f"uhren das hier nicht weiter aus.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Symmetrische Potenzen}] 
    Gegeben ein Objekt $V$  einer  Schmelzkategorie $\mathcal M$ 
  und $r\geq 0$ nennt man $\mathcal S_r$-invariante Verschmelzungen 
  $V^{\curlyvee r}\ra X$ {\bf symmetrisch}. Eine symmetrische Verschmelzung
  $V^{\curlyvee r}\ra S$ hei"st {\bf universellsymmetrisch}, wenn f"ur jedes
  Objekt $X$ das Vorschalten eine Bijektion
  $$\mathcal M(S,X)\sira \mathcal M(V^{\curlyvee r},X)^{\mathcal S_r}$$
  induziert. Eine universellsymmetrische Verschmelzung ist eindeutig bis auf
  eindeutigen Isomorphismus, wenn sie existiert. Sie hei"st
  {\bf stabil universellsym\-me\-trisch}, wenn sogar f"ur jede weitere Objektkleinfamilie $C$
  und jedes Objekt $U$ das Vorschalten eine Bijektion
  $$\mathcal M(S\curlyvee  C,U)\sira\mathcal M(V^{\curlyvee r}\curlyvee  C,U)^{\mathcal S_r}$$
  induziert. F"ur Schmelzkategorien mit Multihom sind offensichtlich
  alle universellsymmetrischen Verschmelzungen auch stabil universellsymmetrisch. Wir verwenden $$\alpha_r:V^{\curlyvee r}\ra {\op{S}}^rV$$ als Notation
  f"ur die bis auf eindeutigen Isomorphismus eindeutig bestimmte stabil universellsymmetrische Verschmelzung, wenn es sie denn gibt,\label{SyPOT} und nennen
  ${\op{S}}^rV$ die {\bf $r$-te symmetrische Potenz von $V$}.\index{symmetrische Potenz!in Schmelzkategorie} 
  Nat"urlich ist $\alpha_1={\op{id}}:V\ra V$ stets stabil universell $1$-symmetrisch und wenn es ein Einsobjkt gibt, ist auch
  die universelle Leerverschmelzung $\alpha_0=1:\curlyvee \ra {\mathbb I}$
  stabil universell $0$-symmetrisch. 
  Gibt es alle drei beteiligten  stabil universellsymmetrischen Verschmelzungen,
  so liefern die universellen Eigenschaften, da"s $\alpha_{r+t}$ eindeutig faktorisiert in
  $$V^{\curlyvee(r+t)}\ra{\op{S}}^rV\curlyvee V^{\curlyvee t}\ra{\op{S}}^rV\curlyvee {\op{S}}^tV\ra {\op{S}}^{r+t}V$$
  mit $\alpha_r\curlyvee{\op{id}}^{\curlyvee t}$  und ${\op{id}}\curlyvee\alpha_t$
  als ersten beiden Morphismen und einer so
  erkl"arten Zweiverschmelzung
  $$\beta=\beta_{r,t}: {\op{S}}^rV\curlyvee {\op{S}}^tV\ra {\op{S}}^{r+t}V$$
  Klar sind auch die \glqq Kommutativit"at\grqq\
  $\beta_{t,r}=\beta_{r,t}\circ\tau$ f"ur $\tau$ die Vertauschung, die
  \glqq Unitarit"at\grqq\ 
  $\beta_{0,r}\circ (1\curlyvee {\op{id}})={\op{id}}$  sowie die \glqq Assoziativit"at\grqq\ $\beta_{r,s+t}(\op{id}\curlyvee \beta_{s,t})=\beta_{r+s,t}(\beta_{r,s}\curlyvee \op{id})$.
  In einer sp"ater eingef"uhrten Terminologie kann das dahingehend
  zusammengefa"st werden, da"s $({\op{S}}^rV)_{r\in\DN}$ mit den $\beta$ ein
  Abmonoid der Schmelzkategorie $\mathcal M^\DN$ der $\DN$-graduierten Objekte von $\mathcal M$ aus \ref{bsps} wird. 
  In\index{symmetrische Potenz}\index{Potenz!symmetrische}
  der Schmelzkategorie der Moduln "uber einem Kring $k$ sind die
  ${\op{S}}^rV$ unsere
  symmetrischen Potenzen aus der kommutativen Algebra. %\eref{syPOZ}{KAG}.
  In der kartesischen Schmelzkategorie
  der Mengen sind es die Bahnenr"aume $X^r/\mathcal S_r$ unter der
  Operation der symmetrischen Gruppe.
  F"ur eine Diskussion der \glqq "au"seren Potenzen\grqq\ verweise ich auf \ref{autPo}. 
\end{Bemerkungl}

\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s in einer Schmelzkategorie mit universellen Verschmelzungen
  genau dann alle universellen Verschmelzungen stabil
  sind, wenn jede\label{ustau} 
  Multiverkn"upfung von universellen  Verschmelzungen wieder universell ist.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s eine Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen
  f"ur alle Familien aus zwei Objekten und f"ur die leere Objektfamilie auch stabil universelle Verschmelzungen f"ur beliebige Objektkleinfamilien hat.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Schmelzkategorien von graduierten 
abelschen Gruppen}] Gegeben ein abelsches Monoid $\Gamma$
bilden die $\Gamma$-graduierten abelschen Gruppen 
eine Schmelzkategorie\label{grGR}  
 $\op{Ab}^{\Gamma}$\index{Ab@$\op{Ab}^{\Gamma}$ Schmelzkategorie der $\Gamma$-graduierten abelschen Gruppen}
mit den vom Grad Null homogenen multiadditiven 
Abbildungen als Verschmelzungen.
Universelle, ja stabil universelle Verschmelzungen sind die
Tensorprodukte mit ihrer nat"urlichen $\Gamma$-Graduierung.
Analog erkl"art man die Schmelzkategorie 
$\op{Mod}_{k}^{\Gamma}$\index{Mod@$\op{Mod}_{k}^{\Gamma}$ 
Schmelzkategorie der graduierten Moduln} 
der $\Gamma$-graduierten  Moduln "uber einem Kring $k$. Noch allgemeinere
Aussagen dieser Art besprechen wir in \ref{grGRf}. 
\end{Ubung}




\begin{Ubung}
Bei einer Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen entsteht jeder Morphismus ihrer Familienkategorie durch
$\curlyvee$-Vertupeln und\label{KoVV} Verkn"upfen aus universellen Leerverschmelzungen, universellen Zweiverschmelzungen und beliebigen Einsverschmelzungen. Die Identit"at auf der leeren Objektfamilie erhalten wir dabei als das leere Tupel von Einsverschmelzungen. Wir erhalten \ref{WKBK2} als Spezialfall.
\end{Ubung}



\begin{Ubunge} 
  Gegeben Ringe $R,S$ sowie Moduln 
  $C\in \op{Mod-}R$,  $D\in R\op{-Mod-}S$ und  $E\in S\op{-Mod}$ 
gibt es genau einen Isomorphismus von abelschen Gruppen\label{asss} 
$$C\otimes_R(D\otimes_S E)\mapsto
(C\otimes_R D)\otimes_S E$$
mit der Eigenschaft, da"s mit den offensichtlichen Surjektionen
des f"ur die zugrundeliegenden abelschen Gruppen "uber $\DZ$ gebildeten
Tensorprodukts $C\otimes D\otimes E$ auf beide Seiten ein kommutatives
Dreieck entsteht.
\end{Ubunge}

\begin{Ubunge} Gegeben eine Menge $\Omega$ erhalten wir stabil universelle
  Verschmelzungen in der multi"aquivarianten Schmelzkategorie der
  $\Omega$-Mengen durch $X\curlyvee Y\ra (X\times Y)/{\sim}$ mit $\sim$ der
  durch $(\omega x,y)\sim (x,\omega y)$ erzeugten "Aquivalenzrelation. 
\end{Ubunge}

\subsection{Multihom in Schmelzkategorien}
\nichtfinal{Nochmal ganz sorgf"altig, mehr Notationen, soll auch im
  monotonen Fall richtig bleiben! Vielleicht erst im monotonen Fall machen
  soweit m"oglich, da nicht f"ur ganze Objektfamilien, sondern erst mal nur einfache Objekte. Im Fall der Bimoduln w"aren eh einseitige Moduln auch
ein sinnvoll in die Theorie zu integrierendes Ding.}
\begin{Definition} 
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$, eine Objektkleinfamilie $B\in \mathcal M^\curlyvee$
  und ein Objekt $Z\in \mathcal M$ verstehen wir
  unter einem
  {\bf Multi-Hom-Objekt}\index{Multi-Hom-Objekt}\index{)4@$\Rrightarrow$ Multihomobjekt}\index{)4@$\Rrightarrow_{\mathcal M}$ Multihomobjekt in $\mathcal M$}\label{Miuh} 
  $$(B{\Rrightarrow} Z)=(B{\Rrightarrow}_{\mathcal M} Z)\in \mathcal M$$
  ein Objekt, das den durch
  $A\mapsto \mathcal M(A\curlyvee B,Z)$ gegebenen  Funktor
  $\mathcal M^\curlyvee\ra \op{Ens}^{\op{opp}}$ 
  darstellt. 
  Ein Multihomobjekt kommt also zusammen mit nat"urlichen
  Bijektionen\index{mh@$\op{mh}_A$ bei Multihom} 
  $$\op{mh}_r:\mathcal M(A\curlyvee B,Z)\sira \mathcal M(A, B{\Rrightarrow}Z)$$
  und ist als derartiges Datum
  eindeutig bestimmt bis auf eindeutigen Isomorphismus, wenn es existiert.
  Wir verwenden hier  die in \ref{NoDF} eingef"uhrte
  Notation. Gegeben $A=(A_i)_{i\in I}$ und $B=(B_j)_{j\in J}$ hat also
  $A\curlyvee B$ die Indexmenge $\overline{A\curlyvee B}=(\{1\}\times I)\sqcup (\{2\}\times J)$. Die offensichtliche Bijektion notieren wir
  $\tau: \overline{B\curlyvee A}\sira \overline{A\curlyvee B}$ und der
  zugeh"orige Isomorphismus in der Familienkategorie $\hat\tau: B\curlyvee A = (A\curlyvee B)\circ \tau\sira A\curlyvee B$ liefert durch Vorschalten
  eine Bijektion  $\op{mh}_r\tau:\mathcal M(B\curlyvee A,Z)\sira \mathcal M(A, B{\Rrightarrow}Z)$, wo wir kurz $\tau$ statt $\circ\hat\tau$ schreiben.
  Wir notieren sie auch $\op{mh}_l\pdef \op{mh}_r\tau$ und haben also
   $$\op{mh}_l:\mathcal M(B\curlyvee A,Z)\sira \mathcal M(A, B{\Rrightarrow}Z)$$
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl} Multihomobjekte in einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ werden
insbesondere  angeliefert mit einer nat"urlichen Bijektion\label{MorEk} 
  $\op{mh}_\curlyvee:\mathcal M(B,Z)\sira \mathcal M(\curlyvee,B{\Rrightarrow} Z)$ zwischen
  der Menge aller Verschmelzungen von einer Objektkleinfamilie zu einem Objekt  und der Menge aller Leerverschmelzungen in
  das entsprechende Multihomobjekt.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wir sagen,  eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ {\bf habe Multihom}, wenn zu
  jeder Objektkleinfamilie $B$ und jedem Objekt $Z$ das Multihomobjekt $B{\Rrightarrow}Z$\label{Muhom} 
  existiert. Im Fall einer Objektfamilie $B=X$ aus einem einzigen Buchstaben
  nennen wir das Multihomobjekt $X{\Rrightarrow} Z$  das
  {\bf interne Homobjekt} oder kurz {\bf  Homobjekt}.\index{Homobjekt} Existieren alle Homobjekte, so existieren auch alle Multihom und  k"onnen induktiv
  konstruiert werden. Zum Beispiel wird
  der Funktor $A\mapsto \mathcal M(A\curlyvee X\curlyvee Y,Z)$
  f"ur feste Objekte $X,Y,Z$ offensichtlich
  dargestellt durch
  $ X{\Rrightarrow}( Y{\Rrightarrow}Z)$, wenn denn die
  fraglichen Hom-Objekte beide existieren.\label{IHOX}
  Andererseits wird er auch dargestellt durch
  $(X\otimes Y){\Rrightarrow}Z$, wenn denn die
  fraglichen universellen Verschmelzungen und internen Hom
  beide existieren. So erhalten wir unter den entsprechenden
  Voraussetzungen einen Isomorphismus
  $$(X\otimes Y){\Rrightarrow}Z\;\sira \; X{\Rrightarrow}( Y{\Rrightarrow}Z)$$
  Wir nennen ihn den Isomorphismus der
{\bf Adjunktionsformel f"ur internes Hom}.\index{Adjunktionsformel!f"ur internes Hom}\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Existiert f"ur eine Objektkleinfamilie $B$ einer Schmelzkategorie
  eine stabil universelle\label{stMHn} 
  Verschmelzung $\kappa:B\ra \otimes B$, so ist f"ur jedes weitere Objekt
  die Existenz von $B{\Rrightarrow}Z$ gleichbedeutend zur Existenz von 
  $(\otimes B){\Rrightarrow}Z$ und diese beiden Objekte sind isomorph.
  Ausf"uhrlicher gibt es genau einen Morphismus und Isomorphismus $$\op{tv}:(\otimes B){\Rrightarrow}Z \sira B{\Rrightarrow}Z$$ derart, da"s f"ur
  jede Objektkleinfamilie $A$ das im folgenden gegebene Diagramm kommutiert: 
   \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      \mathcal M(A,(\otimes B){\Rrightarrow}Z)\ar[r]_-\sim^-{\op{tv}\circ} &\mathcal M(A,B{\Rrightarrow}Z)\\
      \mathcal M(A\curlyvee (\otimes B),Z)\ar[r]_-\sim^-{\circ(\op{id}\curlyvee \kappa)}\ar[u]_-\wr^-{\op{mh}_r} &\mathcal M(A\curlyvee B,Z)\ar[u]^-\wr_-{\op{mh}_r}
     }
   \end{displaymath}
\end{Bemerkungl}


\nichtfinal{\begin{Bemerkungw}
  Unsere Objekte $M{\Rrightarrow}^RN$ aus \eref{dgHot}{TS}
  in der Situation eines allgemeinen dg-Rings sind im obigen Sinne
  keine internen Homobjekte. Ich verwende obere Indizes f"ur Varianten von internem Hom \glqq mit Strukturverlust\grqq.
\end{Bemerkungw}}





\begin{Beispiel}[\textbf{Multihom im Fall von Vektorr"aumen}] 
 Die Vektorr"aume "uber einem vorgegebenen K"orper $k$ 
bilden, wie bereits in \ref{VrS} besprochen, 
eine Schmelzkategorie\label{SmVR}  
$\op{Mod}_k$\index{Mod@$\op{Mod}$ 
Schmelzkategorie der Moduln}  
mit multilinearen Abbildungen als Verschmelzungen, also
$$\op{Mod}_k(W_1\curlyvee\ldots\curlyvee W_r,V)\pdef 
\op{Hom}_k^{(r)}(W_1\times\ldots\times W_r,V)$$
%in unserer Notation aus \eref{Mulin}{LA2}.
Versehen wir diese Mengen von multilinearen Abbildungen ihrerseits
mit ihrer offensichtlichen Struktur als $k$-Vektorraum, so erhalten
wir ein Multihom unserer Schmelzkategorie. In der Tat
entsprechen  $s$-lineare Abbildungen 
$$U_1\times \ldots \times U_s\ra \op{Hom}_k^{(r)}(W_1\times\ldots\times W_r,V)$$
eineindeutig $(s+r)$-linearen Abbildungen 
$U_1\times \ldots \times U_s\times W_1\times\ldots\times W_r\ra V$.
 In der Schmelzkategorie $\op{Ab}$ der abelschen Gruppen
 erhalten wir "ahnlich ein Multihom, indem wir von der  abelschen Gruppe
$$\big((V_1\curlyvee \ldots\curlyvee V_r ){\Rrightarrow}W\big)
\pdef \op{Hom}^{(r)}(V_1\times\ldots\times V_r,W)$$
 aller
 fraglichen multiadditiven Abbildungen ausgehen und sie um die
 offensichtlichen zus"atzlichen Daten erg"anzen.
 Analog erhalten wir Multihom in der Schmelzkategorie der
 Moduln "uber einem beliebigen Kring.
\end{Beispiel}





\begin{Bemerkunge}
  Im Fall einer monotonen Schmelzkategorie mu"s man unterscheiden zwischen einer \glqq Rechtsversion\grqq\ und einer
  \glqq Linksversion\grqq\ von Multihom.
  Unsere Bijektionen $\op{mh}_r$ und $\op{mh}_l=\op{mh}_r\tau$ sind Schatten
  dieser Komplikationen.
\end{Bemerkunge}





\begin{Bemerkungl} 
Die Konstruktion interner Homobjekte
ist  offensichtlich ein Funktor von der vollen Unterkategorie
aller Paare in  
$ {\op{E}}(\mathcal M)^{\op{opp}}\times
{\op{E}}(\mathcal M)$, f"ur die eben solch ein Objekt existiert,
in die Kategorie ${\op{E}}(\mathcal M)$.
Er hei"st der {\bf interne Hom-Funktor}.\index{Hom-Funktor} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  In der kartesischen Schmelzkategorie $\op{kart}(\op{Ens})$ 
  der Mengen ist  das Multi\-hom\-objekt
  $B{\Rrightarrow}Z$ die Menge $\op{Ens}(B_1\times\ldots\times B_r,Z)$
  mit den entsprechenden Zusatzdaten.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
  In einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom sind
  offensichtlich alle universellen Verschmelzungen bereits
  stabil universell.\label{stMH} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Multihom aus der leeren Objektfamilie}] 
F"ur das
Multihom aus der leeren Objektfamilie entstehen 
die Bijektionen $\op{mh}_r:\mathcal M(A,Z)\sira \mathcal M(A,\curlyvee{\Rrightarrow}Z)$ nach dem Yonedalemma durch Nachschalten
von $\op{mh}_r(\op{id}_Z)$ gebildet zum Fall $A=Z$ und dieser Morphismus ist ein Isomorphismus
$\op{mh}_r(\op{id}_Z):Z\sira (\curlyvee{\Rrightarrow}Z)$. 
In diesem Fall gilt $\op{mh}_r(\op{id}_Z)=\op{mh}_l(\op{id}_Z)$.   Besitzt unsere Schmelzkategorie eine Eins ${\mathbb I}=\otimes \curlyvee$, so erhalten wir
durch Nachschalten des Inversen des Isomorphismus  $\op{tv}: (\mathbb I\;{\Rrightarrow}Z)\sira(\curlyvee{\Rrightarrow}Z)$ aus  \ref{stMHn}  einen\label{HvId} Isomorphismus $$Z\sira (\mathbb I\;{\Rrightarrow}Z)$$
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkunge} Nat"urlich kann man einen zu  Multihom
  opponierten Formalismus auch
  in der opponierten Situation der Trennkategorien aufbauen.
  Darauf verzichte ich, %an dieser Stelle
  weil es dieses
  \glqq opponierte Multihom\grqq\ in den im folgenden zu betrachtenden
  Standardsituationen meist entweder gar nicht gibt oder wir uns bereits
  in der Situation einer \glqq Trennschmelzkategorie\grqq\ bewegen, in der
  es vermittels des internen Homs des Schmelzanteils
  durch die Formel  $A{\Rrightarrow}(B_1\otimes\ldots\otimes B_r)$
  dargestellt werden kann.
\end{Bemerkunge}


\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Tensor-Hom-Adjunktion}]
  Man zeige, da"s eine Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen
  genau dann Multihom hat, wenn f"ur jedes Objekt $X$ der
  Funktor $X\otimes$ auf den zugeh"origen einfachen Kategorien einen
  Rechtsadjungierten besitzt.\label{Muhor}
  Er wird dann notwendig durch das Bilden
  des internen Homobjekts
  $(X{\Rrightarrow}\;)$ gegeben. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Hom-Hom-Adjunktion}]
  Gibt es f"ur  $Z\in \mathcal M$ ein Objekt
  einer Schmelzkategorie  alle internen
  Homobjekte $X{\Rrightarrow}Z$, 
  so ist auf den zugeh"origen einfachen Kategorien
  der Funktor $({\Rrightarrow}Z): \mathcal M\ra \mathcal M^{\op{opp}}$
  linksadjungiert zu $({\Rrightarrow}Z)^{\op{opp}}: \mathcal M^{\op{opp}}\ra \mathcal M$.\label{HHad}  
\end{Ubung}

\begin{Ubung} Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Einsobjekt
  und darin ein Objekt $\mathcal F$, f"ur das das Multihom\label{idMH}  
  $\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal F$ existiert, erhalten wir
  einen Morphismus $$\mathbb I\ra (\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal F)$$
  als das Bild der Identit"at
  $\op{id}\in \mathcal M(\mathcal F,\mathcal F)$ unter
  den Bijektionen $\mathcal M(\mathcal F,\mathcal F)\sira
  \mathcal M(\curlyvee,\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal F)\sira \mathcal M(\mathbb I,\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal F)$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Multihom von graduierten 
      abelschen Gruppen}]
  Ist $\Gamma$ ein abelsches Monoid, so erh"alt man internes Hom
  in der Schmelzkategorie $\op{Ab}^{\Gamma}$ aus \ref{grGR} durch
  $(M{\Rrightarrow}N)^\gamma=\bigsqcap_{\mu\in\Gamma}\op{Hom}_\DZ(M^\mu, N^{\mu+\gamma})$.\label{gGmh}  
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Schmelzkategorien von graduierten 
      Objekten}] 
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$
  und ein abelsches Monoid $\Gamma$
  bilden wir wie in \ref{bsps} die Schmelzkategorie
  $\mathcal M^\Gamma$ der $\Gamma$-graduierten
  Objekte von $\mathcal M$.\label{grGRf}  
  Besitzt $\mathcal M$ stabil universelle Verschmelzungen
  und Koprodukte zu "uber alle Objektfamilien,
  die durch Fasern der Verkn"upfung
  $\Gamma\times\Gamma\ra\Gamma$ indiziert werden, so besitzt auch
  $\mathcal M^\Gamma$ stabil universelle Verschmelzungen. Besitzt
  $\mathcal M$ zus"atzlich internes Hom
  und Produkte "uber alle Objektfamilien,
  die durch $\Gamma$ indiziert werden, so besitzt auch
  $\mathcal M^\Gamma$ internes Hom.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Multihom in multi"aquivarianten Schmelzkategorien}] Gegeben eine Menge $\Omega$ gibt es
  in der multi"aquivarianten Schmelzkategorie der
  $\Omega$-Mengen im allgemeinen kein Multihom.
  Ist jedoch $\Omega=G$ ein abelsches Monoid und betrachten wir nur
  Mengen mit Monoidoperation, so liefert die Menge der multi"aquivarianten Abbildungen mit der durch Nachschalten gegebenen Operation ein Multihom. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Auswerten von internem Hom}]
Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie.
Existiert f"ur $X,Y\in \mathcal M$ das interne Homobjekt,
so erhalten wir  eine  Zweiverschmelzung\label{TKoX} 
$$\op{ev}_l:X\curlyvee  (X{\Rrightarrow}Y)   
\;\ra \; Y$$
per Adjunktion $\op{ev}_l\pdef \op{mh}_l^{-1}(\op{id})$ aus der Identit"at auf $(X{\Rrightarrow}Y)$.
Im Spezialfall der Moduln ist obiger Morphismus  das
Auswerten von linearen Abbildungen.  Wir nennen ihn analog auch
im allgemeinen das {\bf Auswerten}\index{Auswerten!in Schmelzkategorie}
oder gleichbedeutend {\bf Evaluieren}.\index{Evaluieren!in Schmelzkategorie}
Durch 
Anwenden der Adjunktion $\op{mh}_r=\op{mh}_l\tau$ erhalten wir, wenn auch das zweite fragliche interne
Homobjekt existiert, einen Morphismus 
$ \op{a}:  X\ra (X{\Rrightarrow}Y ){\Rrightarrow}Y$, der auch das {\bf Auswerten}
hei"st und im Fall der Vektorr"aume mit $Y$ dem Grundk"orper
zur nat"urlichen Abbildung eines 
Vektorraums in seinen Bidualraum spezialisiert. Eine zweite prinzipiell
m"ogliche Konstruktion f"uhrt zu demselben Ergebnis $\op{mh}_r\op{mh}_l^{-1}(\op{id})=a=\op{mh}_l\op{mh}_r^{-1}(\op{id})$. 
\end{Ubung}

\begin{Bemerkunge}\label{RMoHoX}
Gegeben eine Zweiverschmelzung $ S\curlyvee  X  \ra Y$  
und ein weiteres Objekt $Z$
derart, da"s die internen Hom $X{\Rrightarrow}Z$ und $Y{\Rrightarrow}Z$ existieren,
erhalten wir eine  Zweiverschmelzung
\begin{displaymath}
 S\curlyvee (Y{\Rrightarrow} Z)  \ra  (X{\Rrightarrow} Z)
\end{displaymath}
durch $\op{mh}_r\tau_{23}$ aus der Dreiverschmelzung  $S\curlyvee X\curlyvee(Y{\Rrightarrow} Z)  \ra   Z$,
die durch Vorschalten von $S\curlyvee X\ra Y$ aus dem Auswerten $\op{ev}_l:Y\curlyvee(Y{\Rrightarrow} Z)  \ra   Z$ nach \ref{TKoX}
entsteht. Weiter erhalten wir, wenn die entsprechenden internen
Hom  $Z{\Rrightarrow}X$ und $Z{\Rrightarrow}Y$ existieren, auch eine Zweiverschmelzung
\begin{displaymath}
 S\curlyvee (Z{\Rrightarrow} X)  \ra  (Z{\Rrightarrow} Y)
\end{displaymath}
durch $\op{mh}_r\tau_{23}$ aus der Dreiverschmelzung  $S\curlyvee Z\curlyvee(Z{\Rrightarrow} X)  \ra   Y$,
die durch Vorschalten des Auswertens $\op{ev}_l: Z\curlyvee(Z{\Rrightarrow} X)  \ra X$ nach \ref{TKoX}
entsteht.
\end{Bemerkunge}

\begin{Ubung}
Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie.\label{VMoX}  
Gegeben Objekte $X,Y,Z$ derart, da"s $X{\Rrightarrow} Y$ und
$Y{\Rrightarrow} Z$ existieren, liefert das zweimalige Auswerten $\op{ev}_l$ nach  \ref{TKoX} 
 Verschmelzungen 
$$X\curlyvee (X{\Rrightarrow} Y)\curlyvee(Y{\Rrightarrow} Z)\quad\rightarrow \quad
Y\curlyvee(Y{\Rrightarrow} Z)\quad\rightarrow \quad Z$$
Existiert auch $X{\Rrightarrow} Z$, so erhalten wir aus deren
Komposition mit $\op{mh}_l$ eine Zweiverschmelzung, das
{\bf Verkn"upfen von internem Hom}
$$\op{vk}_l: (X{\Rrightarrow} Y)\curlyvee(Y{\Rrightarrow} Z)\ra (X{\Rrightarrow} Z)$$
Wenn die entsprechenden Hom-Objekte existieren, erhalten wir daraus hinwiederum
nat"urliche Morphismen $(X{\Rrightarrow} Y)\ra (Y{\Rrightarrow} Z){\Rrightarrow}(X{\Rrightarrow} Z)$ und $(Y{\Rrightarrow} Z)\ra (X{\Rrightarrow} Y){\Rrightarrow}(X{\Rrightarrow} Z)$, die man das
{\bf Vorschalten} beziehungsweise  {\bf Nachschalten von internem Hom}
nennen mag.  Gegeben eine Schmelzkatgorie mit Einsobjekt
  $\mathbb I$ und Objekte $X,Y$ liefert das Verkn"upfen von internem Hom,
  wenn die fraglichen Homobjekte existieren, einen 
  Morphismus
  $$X^\vee\curlyvee Y=(X{\Rrightarrow}\mathbb I)\curlyvee(\mathbb I{\Rrightarrow}Y)\ra (X{\Rrightarrow}Y)$$
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Tensorieren von internem Hom}]
  Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie.\label{TMoX} Wenn die fraglichen
  Multihom und stabil universellen Verschmelzungen existieren, 
 erhalten wir eine Zweiverschmelzung 
$$\op{tih}: (W{\Rrightarrow}X) \curlyvee  (Y{\Rrightarrow}Z) 
\;\ra \; (W\otimes Y){\Rrightarrow}( X \otimes Z)$$
aus der Multiverkn"upfung 
$ W 
\curlyvee Y\curlyvee (W{\Rrightarrow}X) 
\curlyvee  (Y{\Rrightarrow}Z)   \ra X \curlyvee Z\ra X \otimes Z$
mit Auswertungen $(\op{ev}_l\curlywedge \op{ev}_l)\tau_{23}$ vorne durch Faktorisieren "uber eine Dreiverschmelzung 
mit $ W \otimes Y$ ganz links und Anwenden der Adjunktion $\op{mh}_l$.
Im Spezialfall der Vektorr"aume ist der 
obige kanonische Morphismus das Tensorieren
von linearen Abbildungen. Wir nennen ihn auch im allgemeinen das
{\bf Tensorieren}.\index{Tensorieren!von internen Homomorphismen in Schmelzkatgorie}
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Tensorieren mit internem Hom}]
  Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie.\label{TMoXb} Wenn die fraglichen
  Multihom und stabil universellen Verschmelzungen existieren, 
 erhalten wir eine Zweiverschmelzung 
$$\op{tih}: (W{\Rrightarrow}X) \curlyvee  Z 
\;\ra \; (W\otimes Z){\Rrightarrow}( X \otimes Z)$$
aus der Multiverkn"upfung
$ W 
\curlyvee (W{\Rrightarrow}X) 
\curlyvee Z   \ra X \curlyvee Z\ra X \otimes Z$
von $\op{ev}_l\curlywedge \op{id}$ und einer universellen Zweiverschmelzung 
durch Anwenden der Adjunktion $\op{mh}_l$.
Im Spezialfall der Vektorr"aume ist der 
obige kanonische Morphismus das Tensorieren
 linearer Abbildungen mit einem weiteren Vektorraum.
Wir nennen ihn auch im allgemeinen das
{\bf Tensorieren}.\index{Tensorieren!von internen Homomorphismen in Schmelzkatgorie}
\end{Ubung}






\begin{Ubung}[\textbf{Dualisieren}]
   Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie mit Eins $\mathbb I$.
   Wir nennen ein Objekt $X\in \mathcal M$ {\bf dualisierbar},\index{dualisierbar} wenn das Homobjekt von $X{\Rrightarrow} {\mathbb I}$ zur Eins
   existiert. Wir setzen dann
   $$X^\vee\pdef (X{\Rrightarrow}\mathbb I)$$
  Im\index{)6vee@$M^\vee$ duales Objekt!in Schmelzkategorie}  Fall der Vektorr"aume ist das der Dualraum und wir nennen es
  auch im allgemeinen das {\bf duale Objekt zu $X$}.\index{Duales!in Schmelzkategorie}  
   Jeder Morphismus $f:X\ra Y$ von dualisierbaren Objekten
   induziert durch Funktorialit"at einen Morphismus $f^\vee:Y^\vee\ra X^\vee$.
   Die Eins selbst ist
   stets dualisierbar und in \ref{HvId} konstruieren wir einen
   Isomorphismus $c:\mathbb I\sira \mathbb I^\vee$.
   Sind $X$ und $X^\vee$ dualisierbar, so liefert \ref{TKoX} einen
    Morphismus $\op{ev}=\op{ev}_X: X\ra X^{\vee\vee}$ und
   sind zus"atzlich $Y$ und $Y^\vee$ auch dualisierbar, so gilt
   $\op{ev}_Y\circ f=f^{\vee\vee}\circ\op{ev}_X$ f"ur alle $f:X\ra Y$. Im Fall
   des Einsobjekts finden wir $\op{ev}_{\mathbb I}=(c^\vee)^{-1}\circ c$.
   Gegeben eine stabil universelle Verschmelzung $X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra X_1\otimes\ldots\otimes X_r$ dualisierbarer Objekte zu einem dualisierbaren Objekt liefert das Tensorieren von
   internem Hom $\op{tih}$ aus \ref{TMoX} eine Verschmelzung\label{duo1} 
   $$X_1^\vee\curlyvee\ldots\curlyvee X_r^\vee\ra (X_1\otimes\ldots\otimes X_r)^\vee$$
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Dualisieren von internem Hom}]
  Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie mit Eins $\mathbb I$ und internem Hom.
  Gegeben Objekte $X,Y$ gehen wir von der Verkn"upfungsverschmelzung\label{dIhh} 
  $\op{vk}_l:(X{\Rrightarrow}Y)\curlyvee(Y{\Rrightarrow}\mathbb I)\ra (X{\Rrightarrow}\mathbb I)$ nach \ref{VMoX} aus und  verwandeln sie mit der
  Adjunktion $\op{mh}_r$ aus der Definition von interem Hom \ref{Miuh} in einen Morphismus
   $$(X{\Rrightarrow}Y)\ra (Y^\vee{\Rrightarrow}X^\vee)$$
\end{Ubung}


  

\begin{Ubung}[\textbf{Differentielle abelsche Gruppen}]
  Wir f"uhren die Schmelzkategorie $\op{dAb}$\index{dAb@$\op{dAb}$ differentielle abelsche Gruppen} der differentiellen abelschen Gruppen ein.
  Objekte sind Paare $(A,\partial)$ bestehend aus einer abelschen Gruppe
  mit einem Endomorphismus, den wir das {\bf Differential}\index{Differential}
  nennen. Verschmelzungen   $\varphi: A_1\curlyvee \ldots\curlyvee A_r\ra A$ sind multiadditive Abbildungen
  $\varphi: A_1\times \ldots\times A_r\ra A$ mit
  $$\partial\varphi(a_1,\ldots,a_r)=\varphi(\partial a_1,\ldots,a_r)+ \ldots+
  \varphi(a_1,\ldots,\partial a_r)\quad\forall a_i\in A_i, 1\leq i\leq r$$
  Leerverschmelzungen nach $(A,\partial)$ sind insbesondere Elemente des
  Kerns von $\partial$. Man zeige, da"s diese  Schmelzkategorie universelle
  Veschmelzungen und Multihom hat und da"s das Vergessen des Differentials
  $\op{dAb}\ra \op{Ab}$ mit universellen Verschmelzungen und Multihom
  vertr"aglich ist.\label{dABg} In der in \ref{DiHo} eingef"uhrten
  Terminologie ist das die "aquivariante Schmelzkategorie der Moduln "uber
  dem $\op{Ab}$-Biabmonoid $\DZ[\partial]$ der dualen Zahlen. 
\end{Ubung}

\subsection{Trennschmelzkategorien}
\begin{Bemerkungl}
  Eine Schmelzkategorie hei"se ein
  {\bf Schmelzgruppoid},\index{Schmelzgruppoid} wenn alle
  ihre Verschmelzungen stabil universell sind. 
  Zu jeder Schmelzkategorie $\mathcal M$ erhalten wir ein
  Schmelzgruppoid\label{Schmg} 
  $\mathcal M^\times$,
  \index{)x@$\mathcal M^\times$ Schmelzgruppoid von $\mathcal M$}
   in dem wir  nur die stabil universellen Verschmelzungen
   von $\mathcal M$ als Verschmelzungen zulassen. Analoges
   gilt f"ur Trennkategorien.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Eine {\bf Trennschmelzkategorie}\index{Trennschmelzkategorie}
  ist ein Datum bestehend aus einer Kategorie $\mathcal M$
   mit Erweiterungen der Kategorienstruktur sowohl zu einer 
   Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen als auch 
  zu einer Trennkategorie mit stabil universellen Trennungen und zus"atzlich 
   ausgezeichneten Bijektionen\label{TSK} 
  $$i:\mathcal M^\times(Y, X_1\curlywedge \ldots\curlywedge X_r)\sira
  \mathcal M^\times(X_1\curlyvee \ldots\curlyvee X_r,Y)$$
  zwischen stabil universellen Trennungen und
  stabil universellen Verschmelzungen in die Gegenrichtung,
  die vertr"aglich sind mit Multiverkn"upfungen und die auf stabil universellen
  Einsverschmelzungen zum Invertieren von Isomorphismen spezialisieren.
  Wenn wir uns auf die zugrundeliegende Trenn- oder Schmelzkategorie
  konzentrieren wollen, schreiben wir $\mathcal M^{\op{t}}$ beziehungsweise $\mathcal M^{\op{s}}$.\index{)6@$\mathcal M^{\op{t}}$ Trennanteil von $\mathcal M$}\index{t@$\mathcal M^{\op{t}}$ Trennanteil von $\mathcal M$}\index{)6@$\mathcal M^{\op{s}}$ Schmelzanteil von $\mathcal M$}\index{s@$\mathcal M^{\op{s}}$ Schmelzanteil von $\mathcal M$}
\end{Definition}
\begin{Bemerkunge}
  Das Konzept  einer Trennschmelzkategorie ist der Versuch  einer \glqq ganzheitlichen\grqq\ Beschreibung
  der Struktur, die man in der Literatur meist durch Erzeuger und Relationen
  beschreibt und
  eine \glqq symmetrische
  monoidale Kategorie\grqq\ nennt.
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}
  Gegeben eine additive Kategorie ist der nat"urliche Morphismus
  \eref{naMO}{TG} von endlichen Koprodukten zu endlichen Produkten
  stets ein Isomorphismus. Wir erkl"aren die
  {\bf banale Trennschmelzkategorie\index{banal!Trennschmelzkategorie!einer additiven Kategorie} 
  einer additiven Kategorie}, indem wir ihre banalen Strukturen einer
  Schmelzkategorie und  Trennkategorie erg"anzen um die durch diese
  Isomorphismen gegebenen ausgezeichneten Bijektionen $i$.\label{baTSK}  
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Erg"anzung zu Trennschmelzkategorie}] 
  Jede Schmelzkategorie $\mathcal M$
  mit stabil universellen Verschmelzungen l"a"st sich zu einer
  Trennschmelzkategorie erg"anzen, indem wir
  die zugeh"origen Trennungen $Y\ra X_1\curlywedge \ldots\curlywedge X_r$ erkl"aren als
  Morphismen $Y\ra X_1\otimes \ldots\otimes X_r$. Stabile Trennungen sind dann
  Isomorphismen $t:Y\sira X_1\otimes \ldots\otimes X_r$. Als
  $i(t)\pdef t^{-1}\circ \kappa$ nehmen wir die universelle
  Verschmelzung gefolgt vom Inversen $$X_1\curlywedge \ldots\curlywedge X_r\ra X_1\otimes \ldots\otimes X_r\ra Y$$
   Das ist offensichtlich bis auf\label{opS} 
  eindeutigen Isomorphismus  die einzige derartige
  Erg"anzung, genauer haben wir f"ur je
  zwei Trennschmelzkategorien mit derselben
  zugrundeliegenden Schmelzkategorie eindeutig bestimmte Bijektionen zwischen ihren Trennungsmengen von einem vorgegebenen Ausgangsobjekt in eine vorgegebene
  Objektkleinfamilie mit den offensichtlichen Eigenschaften.
  Es ist deshalb erlaubt, diese bis auf eindeutigen Isomorphismus eindeutig bestimmte Struktur mit einem bestimmten Artikel anzusprechen und ihr eine Notation zuzugestehen.
  Wir notieren diese Trennschmelzkategorie weiter $\mathcal M$ und
  schreiben $\mathcal M^{\op{t}}$, wenn wir uns auf ihren Trennanteil konzentrieren wollen. Wir sagen, diese Trennkategorie entstehe durch
  {\bf Invertieren}\index{Invertieren!von Schmelzkategorie}  unserer
  Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  In derselben Weise besitzt jede Trennkategorie $\mathcal T$ mit stabil
  universellen Trennungen bis auf eindeutigen Isomorphismus genau eine
  Erg"anzung zu einer Trennschmelzkategorie,
  die wir auch wieder $\mathcal T$ notieren. Wenn wir uns auf ihren Schmelzanteil konzentrieren wollen, schreiben wir $\mathcal T^{\op{s}}$  und
  sagen, diese Schmelzkategorie entstehe durch\label{opT} 
  {\bf Invertieren}\index{Invertieren!von Trennkategorie}  unserer
  Trennkategorie mit stabil universellen Trennungen. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ erkl"aren wir in der offensichtlichen Weise die {\bf opponierte Trennschmelzkategorie}\index{opponiert!Trennschmelzkategorie} $\mathcal M^{\op{opp}}$ 
 und vereinbaren die
  Abk"urzungen
  $$\mathcal M^{\op{os}}\pdef (\mathcal M^{\op{opp}})^{\op{s}}\quad \text{ sowie
  }\quad
  \mathcal M^{\op{ot}}\pdef (\mathcal M^{\op{opp}})^{\op{t}}$$
  Wenn wir von einer Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen
  ausgehen, nennen wir $\mathcal M^{\op{os}}$ 
   die {\bf oppinvertierte Schmelzkategorie}.\index{oppinvertiert!Schmelzkategorie}\label{opi} 
  Ebenso nennen wir f"ur $\mathcal T$ eine Trennkategorie mit stabil universellen Trennungen 
  $\mathcal T^{\op{ot}}$
   die {\bf oppinvertierte Trennkategorie}.\index{oppinvertiert!Trennkategorie}
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Explizite Konstruktion der oppinvertierten Trennkategorie}] Sei $\mathcal T$ eine Trennkategorie mit stabil universellen Trennungen.
  Explizit kann man Trennungen der
  oppinvertierten Trennkategorie als "Aquivalenzklassen von
  Tripeln beschreiben, ganz "ahnlich
  wie wir es f"ur Morphismen der oppinvertierten Faserung in
  \eref{exKO}{TG} skizziert haben.
  Eine Zweitrennung $\mathcal T^{\op{ot}}(X,Y{\curlywedge} Z)$ wird dann eine
  "Aquivalenzklasse von Tripeln $(\phi,W,\alpha)$ wie im Diagramm\label{EXSK}  
   $$\xymatrix{W\ar@{^{(}->}[r]^-{\alpha}\ar[d]^\phi&Y{\curlywedge }Z\\
    X&}$$
  mit $\alpha\in \mathcal T(W,Y{\curlywedge} Z)$
 einer  universellen Trennung  wie durch den Hakenpfeil angedeutet
  und $\phi\in \mathcal T(W,X)$ einem gew"ohnlichen Morphismus.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungw} In \eref{fdoTF}{TSF} diskutieren wir den Begriff einer
  oppinvertierten Trennfaserung. Jede Faserung kann  auch als eine Trennfaserung
  aufgefa"st werden
  und jede Trennkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen erweist sich als
  Trennfaserung "uber der finalen Trennkategorie. In diesem Rahmen fallen
  dann unsere beiden Konstruktionen oppinvertierter Strukturen zusammen. 
\end{Bemerkungw}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$
  hat man quasi per definitionem
  ausgezeichnete Isomorphismen $(\mathcal M^{\op{s}})^{\op{opp}}
  \sira \mathcal M^{\op{ot}}$ und  $(\mathcal M^{\op{t}})^{\op{opp}}
  \sira \mathcal M^{\op{os}}$ von Trenn- beziehungsweise Schmelzkategorien, die
  die Objekte festhalten. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungw}[\textbf{Multihom und Opponieren}]
  Sehr oft arbeiten wir im folgenden in einer
  Trennschmelzkategorie mit Multihom.
  Diese Situation ist nicht  stabil unter Opponieren,
 denn  man  fordert  zwar Rechtsadjungierte f"ur $X\otimes$, aber keine
  Linksadjungierten. Die Symmetrie wird erst wieder hergestellt, wenn wir
  die  Starrheit aller Objekte fordern.  
\end{Bemerkungw}



\begin{Beispiel}[\textbf{Trennschmelzkatgorie zu endlichen Produkten}]   Gegeben eine
  Kategorie $\mathcal C$ mit endlichen Produkten
  hat die zugeh"orige banale
  Trennkategorie stabil universelle Trennungen und kann mithin als
  Trennschmelzkategorie aufgefa"st werden. Die zugeh"orige Schmelzkategorie
  hat dann die Verschmelzungen
  $$(\curlywedge\mathcal C)(X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r,Y)=\mathcal C(X_1\times\ldots\times X_r,Y)$$
  und erweist sich so als die kartesische Schmelzkategorie  $(\curlywedge\mathcal C)^{\op{s}}= \op{kart}(\mathcal C)$ von $\mathcal C$.\label{kartDu}
 % Die Trennschmelzkategorie einer Kategorie $\mathcal C$ mit endlichen Produkten notieren wir statt $\curlywedge \mathcal C$
 % oft vereinfachend $\mathcal C$. \nichtfinal{Keine gute Idee f"urchte ich!}
\end{Beispiel}


\begin{Beispiel}[\textbf{Trennschmelzkatgorie zu endlichen Koprodukten}]
  F"ur eine
  Kategorie $\mathcal C$ mit endlichen Koprodukten
  hat die zugeh"orige banale
  Schmelzkategorie stabil universelle Verschmelzungen und kann mithin als
  Trennschmelzkategorie aufgefa"st werden. Die zugeh"orige Trennkategorie
  hat dann die Trennungen\label{ensdu}  
  $$(\curlyvee\mathcal C)(X,Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge Y_r)=
  \mathcal C(X,Y_1\sqcup\ldots\sqcup Y_r)$$ 
Dieses Beispiel scheint mir eine besonders gute Motivation f"ur die
Bezeichnung derartiger Strukturen als Trennkategorie.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Komonoide in $\curlyvee{\op{Ens}}$}]
  Die banale Schmelzkategorie $\curlyvee{\op{Ens}}$ der Kategorie der 
  Mengen hat eindeutige Leerverschmelzungen und
  die universelle Leerverschmelzung landet in der leeren Menge.
  Das ist also das Einsobjekt
  der Schmelzkategorie $\curlyvee{\op{Ens}}$.
  Eine Koverkn"upfung $\Delta:X\ra X\sqcup X$
  der zugeh"origen Trennschmelzkategorie kann also nur dann
  eine Koeins haben, wenn gilt $X=\emptyset$. Ebenso kann sie nur
  kokommutativ sein, wenn gilt $X=\emptyset$. Koassoziative
  Koverkn"upfungen sind auch schnell beschrieben, jedes Element geht
  eben \glqq nach oben\grqq\ oder \glqq nach unten\grqq\ und
  notwendig auf ein Element, da"s dann \glqq nach oben auf sich selber\grqq\
  beziehungsweise  \glqq nach unten auf sich selber\grqq\ abgebildet wird.
  Die banale Trennkategorie der Mengen liefert viel interessantere
  Strukturen, hier sind die Monoide Mengen mit unit"arassoziativer
  Verkn"upfung.
\end{Bemerkungl}
  




















\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Funktorkategorie als internes Hom}] Gegeben ein Mengensystem  ${\mathfrak U}$
  betrachten wir die Kategorie
  ${\mathfrak U}{\op{Cat}}$ nach \eref{KatKat}{TF}   
 aller Kategorien, deren Morphismenmengen und Objektmenge Elemente von $\mathfrak U$ sind, mit Funktoren
  als Morphismen. Ist unser Mengensystem ${\mathfrak U}$
  ein Universum, so hat ${\mathfrak U}{\op{Cat}}$ endliche Produkte alias
  die  zugeh"orige banale Trennkategorie
  $$\curlywedge {\mathfrak U}{\op{Cat}}$$ stabil universelle Trennungen
  und kann folglich in im wesentlichen eindeutiger
  Weise zu einer Trennschmelzkategorie erweitert werden.
  Sind $\mathfrak U\in\mathfrak V$ Universen, so gibt es f"ur
  Objekte $\mathcal A,\mathcal B\in{\mathfrak U}{\op{Cat}}$ 
  das interne Hom 
  $\mathcal A{\Rrightarrow}\mathcal B$ in ${\mathfrak V}{\op{Cat}}$
  und dies interne Hom ist die Funktorkategorie,
  mit Funktoren als Objekten und Transformationen als Morphismen.\label{TrKua}
  Im wesentlichen ist das das Exponentialgesetz
  f"ur Kategorien aus \ref{ExpKa}\nichtfinal{(\eref{ExpKa}{LA2})}.
\end{Ubung}



\subsection{Schmelzfunktoren}
\begin{Definition}
  Ein {\bf Schmelzfunktor}\label{MulF}\index{Schmelzfunktor} 
$p :\mathcal M\ra \mathcal N$ 
von einer Schmelzkategorie in eine weitere Schmelzkategorie ist ein Datum bestehend 
aus einer
Abbildung $p $ der Objektmengen nebst  Abbildungen
$$p :\mathcal M(A,Y)\ra \mathcal N(pA,p Y)$$
f"ur jede Objektkleinfamlie $A:I\ra \mathcal M$ und jedes Objekt
$Y\in\mathcal M$ zwischen den entsprechenden Mengen von
 Verschmelzungen, die 
 vertr"aglich sind mit Multiverkn"upfungen und die
Identit"aten auf Identit"aten werfen.  
Ein Schmelzfunktor induziert in offensichtlicher Weise einen Funktor
$p^{\curlyvee}:\mathcal M^{\curlyvee}\ra \mathcal N^{\curlyvee}$
auf den Familienkategorien  der jeweiligen Schmelzkategorien.
Die 
 Menge der Schmelzfunktoren
 von $\mathcal M$ nach $\mathcal N$ notieren wir
 $\op{SCat}(\mathcal M,\mathcal N)$.\index{SCat@$\op{SCat}(\mathcal M,\mathcal N)$ Menge von Schmelzfunktoren} 
Wir nennen einen Schmelzfunktor
{\bf treu}\index{treu!bei Schmelzkategorien}, {\bf volltreu}\index{volltreu!bei Schmelzkategorien} beziehungsweise eine
{\bf "Aquivalenz}\index{"Aquivalenz!von Schmelzkategorien}
oder genauer {\bf Schmelz\-"aqui\-va\-lenz}\index{Schmelz"aquivalenz}
oder sogar einen {\bf Isomorphismus von Schmelzkategorien},\index{Isomorphismus!von Schmelzkategorien} 
wenn der zugeh"orige Funktor auf den Familienkategorien die
entsprechende Eigenschaft hat. Analog erkl"aren wir {\bf Trennfunktoren}\index{Trennfunktor} zwischen Trennkategorien und
vereinbaren daf"ur eine
analoge Terminologie. 
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kriterium f"ur Schmelzfunktoren}] 
  Um zu pr"ufen, da"s eine gegebene Abbildung $p$ auf den Objektmengen
  zusammen mit Abbildungen $p$ auf den Verschmelzungsmengen wie eben
  ein Schmelzfunktor ist, reicht es zu pr"ufen,\label{KritSF}  da"s sie (1) Identit"aten auf
  Identit"aten wirft, da"s sie (2) mit Umindizierungen $\hat \tau$ zu Vertauschungen benachbarter Eintr"age $\tau$ vertr"aglich ist und da"s sie (3)
  mit Vorschalten eines Morphismus der Familienkategorie der Gestalt
  $$g\curlyvee\op{id}_B%\curlyvee\ldots\curlyvee\op{id}
  :Z_1\curlyvee\ldots\curlyvee Z_s\curlyvee B%X_2\curlyvee\ldots\curlyvee X_r
  \ra X_1\curlyvee B%X_2\curlyvee \ldots\curlyvee X_r
  $$
  f"ur eine beliebige Objektkleinfamilie $B$
  vertr"aglich ist. Das wird der
  Leser leicht selbst einsehen k"onnen.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
  Jeder Funktor $\mathcal C\ra \mathcal B$ induziert einen
  Trennfunktor $\curlywedge\mathcal C\ra \curlywedge\mathcal B$
  zwischen den zugeh"origen banalen Trennkategorien und einen
  Schmelzfunktor  $\curlyvee\mathcal C\ra \curlyvee\mathcal B$
zwischen den zugeh"origen banalen Schmelzkategorien.\label{banTS} 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Opponieren von Schmelz- und Trennfunktoren}] 
  Jeder Schmelzfunktor $p:\mathcal M\ra\mathcal N$
 induziert
einen Trennfunktor\label{opSS} 
$$p^{\op{opp}}:\mathcal M^{\op{opp}}\ra\mathcal N^{\op{opp}}$$
zwischen den opponierten Trennkategorien. Analoges gilt f"ur Trennfunktoren. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $p,q:\mathcal M\ra \mathcal N$ Schmelzfunktoren
  verstehen wir unter einer {\bf Transformation von Schmelzfunktoren}\index{Transformation!von Schmelzfunktoren}  $\tau:p\RA q$
eine Vorgabe von Einsverschmelzungen $\tau_M:p(M)\ra q(M)$
in $\mathcal N$ f"ur alle $M\in\mathcal M$, deren $\curlyvee$-Vertupeln eine Transformation $p^\curlyvee\RA q^\curlyvee$ zwischen
den auf den Familienkategorien induzierten Funktoren\label{TrCat} 
liefert. Die Gesamtheit aller Schmelzfunktoren
$\op{SCat}(\mathcal M,\mathcal N)$
ist mit den Transformationen als Morphismen in nat"urlicher
Weise eine Kategorie.
 Um zu pr"ufen, da"s eine Vorgabe von Einsverschmelzungen $\tau_M:p(M)\ra q(M)$ eine Transformation ist, reicht es f"ur jede
  durch  $\llbracket n\rrbracket$ mit  $n\in \DN$ indizierte Kleinfamilie $A$ 
  und jede $\mathcal M$-Verschmelzung $f:A(1)\curlyvee\ldots\curlyvee A(r)\ra Y$ zu pr"ufen, da"s gilt $q(f)\circ \big(\tau_{A(1)}\curlyvee\ldots\curlyvee \tau_{A(r)}\big)= \tau_{Y}\circ p(f):p(A(1))\curlyvee\ldots\curlyvee p(A(r))\ra q(Y)$. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
    Die Gesamtheit aller Schmelzkategorien bildet mit Schmelzfunktoren
    als Morphismen selbst eine
  Kategorie\index{SCat@$\op{SCat}$ Gesamtheit aller Schmelzkategorien}\label{SCat}   
  $$\op{SCat}$$ mit der terminalen Schmelzkategorie als  finalem Objekt. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Beispiel} 
Sei $K$ ein K"orper
oder allgemeiner  ein Kring. Wir bilden die 
{\bf Matrix-Schmelzkategorie}
$\op{Mat}_K$\index{Mat@$\op{Mat}$ 
Matrixmultikategorie}  
 wie folgt: Objekte sind alle nat"urlichen Zahlen. 
Als Mengen von Verschmelzungen nehmen wir die
Mengen von {\bf Multimatrizen}\index{Multimatrix} 
$$\op{Mat}_K(m_1\curlyvee\ldots\curlyvee m_r,n)\pdef 
\{T:\llbracket m_1\rrbracket \times\ldots\times \llbracket m_r\rrbracket \times\llbracket n\rrbracket  \ra K\} $$
Die Multiverkn"upfungen werden durch Summation "uber gleiche Indizes 
in der hoffentlich offensichtlichen Weise definiert. Wir erhalten dann 
einen Schmelzfunktor $\op{Mat}_K\ra \op{Mod}_K$, der auf Objekten
durch $\llbracket n\rrbracket \mapsto K^n$ 
gegeben wird und auf Morphismen leicht
vom Leser erraten werden kann. Im Spezialfall $r=1$ h"atten wir
$\op{Mat}_K(m,n)=\op{Mat}(n\times n;K)$ in unserer fr"uheren Notation. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Matrix-Schmelzkategorie eines Mengensystems}] 
Seien $K$ ein K"orper
oder allgemeiner  ein Kring und $\mathfrak{U}$ ein Mengensystem. 
Wir bilden %in Verallgemeinerung von \eref{UMat}{LA2}
die 
{\bf Matrixschmelzkategorie}
$\mathfrak{U}\!\op{Mat}_K$ wie folgt: 
Objekte sind alle Mengen aus $\mathfrak{U}$, in Formeln $\op{Ob} {{\mathfrak{U}\!\op{Mat}}} \pdef \mathfrak{U}$. 
 Wir setzen 
$$\mathfrak{U}\!\op{Mat}_K(X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r,Y)\pdef 
\left\{
\begin{array}{c}\text{Alle Abbildungen}\\
T: X_1\times\ldots\times X_r\times Y\ra K\\
\text{derart, da"s es f"ur beliebige }x_1,\ldots, x_r\\
\text{h"ochstens endlich viele $y$ gibt mit}\\
\text{mit }T(x_1,\ldots,x_r,y)\neq 0
\end{array}
\right\} $$
Wieder sind die Multiverkn"upfungen in der hoffentlich
offensichtlichen Weise durch Summation "uber gleiche Indizes erkl"art. 
  Wir erhalten dann 
einen Schmelzfunktor $\mathfrak{U}\!\op{Mat}_K\ra \op{Mod}_K$, der auf Objekten
durch die Konstruktion freier Moduln $X\mapsto \op{Mod}_K\frei X$ 
"uber den entsprechenden Mengen gegeben wird und auf Morphismen
vom Leser erraten werden mag.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Differential der Analysis als Schmelzfunktor}]
  In der Sprache der Ka\-te\-go\-ri\-en\-the\-o\-rie mag man die
  Kategorie $\mathcal D$ der bepunkteten halboffenen Teilmengen $(A,p)$
  normierter reeller R"aume $X$ betrachten mit solchen
  Abbildungen $f:(A,p)\ra (B,q)$
  als Morphismen, die bei $p$ differenzierbar sind und $p$ auf $q$ abbilden.
  Dann erhalten wir einen Funktor in die Kategorie der reellen Vektorr"aume,
  indem wir jeder bepunkteten halboffenen Teilmenge den Richtungsraum des
  umgebenden reellen Raums zuordnen und jedem Morphismus sein Differential
  am ausgezeichneten Punkt. Man mag weiter $\mathcal D$ zu einer
  Schmelzkategorie machen mit Zweiverschmelzungen $(A,p)\curlyvee (B,q)\ra (C,r)$ Morphismen $(A\times B,(p,q))\ra (C,r)$ und analog erkl"arten
  beliebigen Verschmelzungen. Dann wird unser Differential ein Schmelzfunktor
  $\mathcal D\ra {\curlyvee}{\op{Mod}_\DR}$
  in die banale Schmelzkategorie der reellen Vektorr"aume. 
\end{Beispiel}





\begin{Bemerkungl}
Analog zu Schmelzfunktoren erkl"aren wir
{\bf monotone Schmelzfunktoren}\index{Schmelzfunktor!monotoner} zwischen
monotonen Schmelzkategorien und eine {\bf  Transformation zwischen monotonen
Schmelzfunktoren}.\index{Transformation!Schmelzfunktoren!monotone} Jeder Schmelzfunktor $p:\mathcal M\ra \mathcal N$
induziert einen  monotonen Schmelzfunktor $p=p^{\op{mon}}:\mathcal M^{\op{mon}}\ra \mathcal N^{\op{mon}}$\index{mon@$p^{\op{mon}}$ Monotonisierung von $p$}
  zwischen den zugeh"origen Monotonisierungen \ref{moMU}, den wir die {\bf Monotonisierung}\index{Monotonisierung!von Schmelzfunktor} unseres Schmelzfunktors nennen, und\label{TmoMU}  
jede Transformation induziert eine Transformation zwischen den jeweiligen
monotonisierten Schmelzfunktoren.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
 Gegeben ein Schmelzfunktor $p$ induzieren die universellen Eigenschaften
f"ur jede Objektkleinfamilie $B$, wenn denn die fraglichen stabil universellen\label{kater}  
Verschmelzungen existieren, einen nat"urlichen Morphismus 
$\otimes(pB)\ra p(\otimes B)$.
Dasselbe gilt f"ur nicht notwendig stabile universelle Verschmelzungen.
Unser Morphismus  mu"s kein Isomorphismus sein, wie etwa 
der Schmelzfunktor der Restriktion  $\op{Mod}_\DC\ra \op{Mod}_\DR$ zeigt.
Ist er doch f"ur alle  universellen
Verschmelzungen ein Isomorphismus, so sagen wir, unser Schmelzfunktor sei
 {\bf vertr"aglich mit universellen Verschmelzungen}.\index{vertr"aglich mit universellen Verschmelzungen!Schmelzfunktor}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Wir erinnern Trennschmelzkategorien
  aus \ref{TSK}. Ganz allgemein verstehen wir unter einem
  {\bf Trennschmelzfunktor}\index{Trennschmelzfunktor}
  zwischen Trennschmelzkategorien ein Datum bestehend aus einem
  mit universellen Trennungen vertr"aglichen Trennfunktor und einem
  mit universellen Verschmelzungen vertr"aglichen Schmelzfunktor, die
  auf den zugrundeliegenden einfachen Kategorien "ubereinstimmen.
  Jeder mit universellen Verschmelzungen vertr"agliche
  Schmelzfunktor zwischen Trennschmelzkategorien und jeder
  mit universellen Trennungen vertr"agliche
  Trennfunktor zwischen Trennschmelzkategorien lassen sich
  offensichtlich auf genau eine
  Weise zu einem Trennschmelzfunktor fortsetzen.
  Jeder Schmelzfunktor $p:\mathcal M\ra\mathcal N$
  zwischen Schmelzkategorien mit
stabil universellen Verschmelzungen, der
  mit universellen Verschmelzungen vertr"aglich ist,
 induziert insbesondere
einen Trennfunktor\label{opSSt} 
$$p^{\op{t}}:\mathcal M^{\op{t}}\ra\mathcal N^{\op{t}}$$
zwischen den zugeh"origen Trennkategorien, der seinerseits mit universellen
Trennungen vertr"aglich ist. Analoges gilt f"ur Trennfunktoren.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} Jeder mit endlichen Produkten
vertr"agliche Funktor $\mathcal C\ra \mathcal B$
induziert einen mit universellen
Trennungen vertr"aglichen alias einen Trennschmelzfunktor
$\curlywedge\mathcal C\ra \curlywedge\mathcal B$. Insbesondere induziert
der Funktor $\op{iso}:{\mathfrak U}{\op{Cat}}\ra {\mathfrak U}{\op{Ens}}$, der jeder $\mathfrak U_\in$-Kategorie die Menge
ihrer Isomorphieklassen zuordnet, einen Trennschmelzfunktor
$\op{iso}:\curlywedge{\mathfrak U}{\op{Cat}}\ra \curlywedge{\mathfrak U}{\op{Ens}}$.\label{tsca} 
\end{Beispiel}


\begin{Beispiel}[\textbf{Leerverschmelzungsfunktor}]
  Gegeben $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie  erhalten wir\label{SFNV} 
  stets einen\index{Leerverschmelzungsfunktor} 
  Schmelzfunktor\index{L@${\op{L}}={\op{L}}_{\mathcal M}$ Leerverschmelzungsfunktor} 
  $${\op{L}}={\op{L}}_{\mathcal M}: \mathcal M\ra \op{kEns}$$
  in die kartesische Schmelzkategorie der Mengen,
  indem wir jedem Objekt $X\in \mathcal M$ die Menge
  $\mathcal M(\curlyvee, X)$ der Leerverschmelzungen nach $X$ zuordnen.
  Dieser Schmelzfunktor ist nur selten vertr"aglich mit  universellen Verschmelzungen. Gegeben ein Schmelzfunktor $p:\mathcal M\ra \mathcal N$ bilden  die durch $p$ gegebenen Abbildungen
  $p: \mathcal M(\curlyvee, X)\ra \mathcal N(\curlyvee, pX)$
 stets eine Transformation von Schmelzfunktoren
  $$\hat p: \op{L}_{\mathcal M}\RA \op{L}_{\mathcal N}\circ p$$
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Trennkategorie $\mathcal T$ erkl"aren wir opponiert
  den {\bf Leertrennungsfunktor}\index{Leertrennungsfunktor} 
  ${\op{L}}_{\mathcal T}:\mathcal T\ra \op{kEns}^{\op{opp}}$.\index{L@${\op{L}}={\op{L}}_{\mathcal T}$ Leertrennungsfunktor} 
Er hat die entsprechend opponierten Eigenschaften.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wir sagen, ein Schmelzfunktor 
  $p:\mathcal M\ra \mathcal N$ sei {\bf volltreu auf Leerverschmelzungen},
  wenn er f"ur alle Objekte $X\in \mathcal M$ eine Bijektion
  $$\mathcal M(\curlyvee, X)\sira \mathcal N(\curlyvee, pX)$$
  induziert. Der Vergi"sfunktor $\op{Ab}\ra \op{kEns}$ hat
  zum Beispiel diese Eigenschaft. Er ist in diesem Fall sogar
  isomorph zum Leerverschmelzungsfunktor.
  Allgemeiner ist f"ur jede Schmelzkategorie der Leerverschmelzungsfunktor
  offensichtlich volltreu auf Leerverschmelzungen.
\end{Bemerkungl}





\begin{Beispiel}
  Es gibt eine {\bf terminale Schmelzkategorie}\index{Schmelzkategorie!terminale}\index{scat@$\op{scat}$ terminale Schmelzkategorie} $$\op{scat}$$ mit genau einem\label{scat} 
  Objekt $*$ und einelementigen Mengen von Verschmelzungen. Von jeder Schmelzkategorie gibt es genau einen Schmelzfunktor in diese terminale
  Schmelzkategorie.
  Der Indexfunktor der terminalen Schmelzkategorie\label{TeSK} 
  liefert einen Isomorphismus  zwischen
  ihrer Familienkategorie und der Kategorie der endlichen Mengen beziehungsweise
  derjenigen endlichen Mengen,
  die wir f"ur die Indizierung erlaubt haben, etwa die Elemente des kleinsten
  Universums, das die leere Menge als Element enth"alt.
  Opponiertes gilt
  f"ur die {\bf terminale Trennkategorie}\index{tcat@$\op{tcat}$ terminale Trennkategorie}\index{Trennkategorie!terminale} $\op{tcat}$.
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl} 
  Ich erinnere \glqq Strukturen\grqq\ auf Objekten einer Kategorie, 
  wie sie in
  \ref{ObZuSt} \nichtfinal{(\eref{Stru}{LA2})} diskutiert wurden, und erkl"are deren Verallgemeinerung
  auf den Fall von Schmelzkategorien.
Gegeben  ein treuer Schmelzfunktor $w:\mathcal S\ra \mathcal M$
 erkl"aren wir 
  eine {\bf $(\mathcal S,w)$-Struktur auf einem Objekt $M\in\mathcal M$}
\index{Struktur@$(\mathcal S,w)$-Struktur!auf Objekt} als eine
"Aquivalenzklasse von Paaren $(S,\varphi)$ bestehend aus einem Objekt $S\in \mathcal S$ und
einem Isomorphismus $\varphi: w(S)\sira M$ mit der Ma"sgabe, da"s 
$(S,\varphi)$ "aquivalent ist zu $(T,\psi)$, wenn es einen Isomorphismus
$i:S\sira T$ gibt mit $\varphi\circ w(i)=\psi$.
Gegeben eine Verschmelzung $g:M_1\curlyvee\ldots\curlyvee M_r\ra M$ von
Objekten von $\mathcal M$  mit $(\mathcal S,w)$-Strukturen sagen wir, unsere Verschmelzung sei
 eine
{\bf $(\mathcal S,w)$-Verschmelzung}\index{Verschmelzung!$(\mathcal S,w)$-Verschmelzung} oder {\bf vertr"aglich mit den $(\mathcal S,w)$-Strukturen}, wenn sie
f"ur beliebige Wahlen von Repr"asentanten $(S_i,\varphi_i)$ und
$(S,\varphi)$ der jeweiligen $(\mathcal S,w)$-Strukturen das Bild
unter $w$ einer Verschmelzung $\tilde g:S_1\curlyvee\ldots\curlyvee S_r\ra S$ ist,\label{SStr} wenn also f"ur diese Daten gilt
$$g\circ (\varphi_1\curlyvee\ldots\curlyvee\varphi_r)=\varphi\circ w(\tilde g)$$
Die so erkl"arte {\bf Schmelzkategorie der Objekte von $\mathcal M$ 
mit $(\mathcal S,w)$-Struktur} notieren wir
$\mathcal M_{(\mathcal S,w)}$ 
und erhalten eine Schmelz"aquivalenz 
$$[w]:\mathcal S \sirra \mathcal M_{(\mathcal S,w)}$$
in Gestalt eines Schmelzfunktors, der jedem Objekt $S\in\mathcal S$ die
"Aquivalenzklasse des Paars $(S,\op{id}_{w(S)})$ zuordnet.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
Im Fall
des Vergi"sfunktors $v:\op{Ab}\ra \op{kEns}$ ist diese Schmelz\-"aqui\-va\-lenz
in Verallgemeinerung von \eref{Qert}{LA2} mit der entsprechenden Sorgfalt
in Fragen der Mengenlehre sogar ein Isomorphismus von Schmelzkategorien  
$$[v]:\mathfrak U{\op{Ab}} \sira \mathfrak U{\op{kEns}}_{(\op{Ab},v)}$$
f"ur jedes vorgegebene Mengensystem $\mathfrak U$.
Analoges gilt  in den meisten konkreten F"allen, die mir in den Sinn kommen.
\end{Beispiel}



\subsubsection*{"Ubungen}




\begin{Ubung} 
Gegeben ein Schmelzfunktor\label{fIH} 
$F$ liefern die universellen Eigenschaften f"ur
je zwei Objekte $X,Y$ unter der Annahme, da"s die fraglichen internen Hom-Objekte existieren,
einen nat"urlichen Morphismus
 $$F(X{\Rrightarrow} Y)\ra (FX{\Rrightarrow} FY)$$
 Er mu"s kein Isomorphismus sein, wie  unser Schmelzfunktor $\op{Mod}_\DC\ra \op{Mod}_\DR$ zeigt.
 Ist er  stets
 ein Isomorphismus, so sagen wir, unser Schmelzfunktor sei
 {\bf vertr"aglich mit internem Hom}.\index{vertr"aglich mit internem Hom!Schmelzfunktor}
\end{Ubung}

\begin{Ubunge}
  Seien $L:\mathcal M\ra \mathcal N$ und $R:\mathcal N\ra \mathcal M$ Schmelzfunktoren.
  Unter einer {\bf Adjunktion von Schmelzfunktoren} $\alpha:L\dashv R$\index{)8@$\dashv$ Adjunktion!von Schmelzfunktoren}\index{Adjunktion!von Schmelzfunktoren} verstehen wir eine Familie von Bijektionen\label{AdjSc} 
  $$\alpha_{M_1,\ldots,M_r,N}:\mathcal M(M_1\curlyvee \ldots\curlyvee M_r,RN)
  \sira \mathcal N(LM_1\curlyvee \ldots\curlyvee LM_r,N)$$
  derart, da"s sie in ihrer Gesamtheit eine Adjunktion $(L^\curlyvee,R^\curlyvee)$ der auf den Familienkategorien induzierten Funktoren liefern.
  Man zeige, da"s f"ur jeden Kringhomomorphismus $k\ra K$ die
  Restriktion $\op{res}_K^k$ und die Induktion $\op{ind}_k^K=K\otimes_k$
  in nat"urlicher Weise ein adjungiertes Paar $(\op{ind},\op{res})$ von
  Schmelzfunktoren zwischen den Schmelzkategorien der $K$-Moduln
  beziehungsweise $k$-Moduln bilden.
\end{Ubunge}


  
\begin{Ubung}[\textbf{Schmelzfunktoren und symmetrische Potenzen}]
  Gegeben ein Schmelzfunktor $F:\mathcal M\ra\mathcal N$
  und $V\in \mathcal M$ haben wir, wenn
  die symmetrischen Potenzen ${\op{S}}^rV$ und ${\op{S}}^r(FV)$ nach \ref{SyPOT} existieren,
  einen kanonischen Morphismus ${\op{S}}^r(FV)\ra F({\op{S}}^rV)$.
  Auch wenn $F$ mit universellen Verschmelzungen vertr"aglich ist,
  mu"s $F$ nicht mit symmetrischen Potenzen vertr"aglich sein, wie das
  Beispiel des verge"slichen Funktors von der kartesischen Schmelzkategorie der
  abelschen Gruppen in die kartesische Schmelzkategorie der Mengen zeigt.
\end{Ubung}


\begin{Beispiel}
In der kartesischen Schmelzkategorie mit Multihom der Mengen
ist das duale Objekt jeder Menge  die einelementige Menge.
\end{Beispiel}

\begin{Ubung}[\textbf{Dualisieren als Trennfunktor}] 
  Sei $\mathcal M$ eine  Trennschmelzkategorie, in der jedes
  Objekt dualisierbar ist. Man zeige,\label{duOO} da"s das Dualisieren einen
Trennfunktor
$$\mathcal M^{\op{t}}\ra \mathcal M^{\op{ot}}$$ 
vom Trennanteil von $\mathcal M$ zum Trennanteil von $\mathcal M^{\op{opp}}$ liefert, wenn wir den Effekt auf
Trennungen erkl"aren als die Komposition
\begin{displaymath}
  \xymatrix{\mathcal M^{\op{t}}(Y,X_1\curlywedge\ldots\curlywedge X_r)\ar@{=}[d]&\mathcal M^{\op{ot}}(Y^\vee,X_1^\vee\curlywedge\ldots\curlywedge X_r^\vee)\\
 \mathcal M(Y,X_1\otimes\ldots\otimes X_r)  \ar[d] & \\
  \mathcal M((X_1\otimes\ldots\otimes X_r)^\vee, Y^\vee)   \ar[r]&\mathcal M(X_1^\vee\curlyvee\ldots\curlyvee X_r^\vee,Y^\vee)\ar@{=}[uu]
}
\end{displaymath}
mit dem Vorschalten der in \ref{duo1} erkl"arten Verschmelzung als unterer
Horizontale. 
Unser Dualisieren macht eine universelle
Trennung nach $X_1\curlywedge \ldots\curlywedge X_r$
genau dann zu einer universellen Trennung, wenn
unsere Verschmelzung  aus \ref{duo1} universell ist alias einen Isomorphismus
$X_1^\vee\otimes \ldots\otimes X_r^\vee\sira (X_1\otimes \ldots\otimes X_r)^\vee$
induziert.  In \ref{ster} werden wir sehen, da"s das etwa dann der Fall ist, wenn alle
$X_i$ mit h"ochstens einer Ausnahme \glqq starr\grqq\ sind.
Nat"urlich induziert unser Dualisieren $\mathcal M^{\op{t}}\ra \mathcal M^{\op{ot}}$ opponiert einen Schmelzfunktor
$\mathcal M^{\op{os}}\ra \mathcal M^{\op{s}}$. 
Im allgemeinen ist unser Dualisieren $\mathcal M^{\op{t}}\ra \mathcal M^{\op{ot}}$ aber nicht mit universellen Trennungen
vertr"aglich und  $\mathcal M^{\op{os}}\ra \mathcal M^{\op{s}}$
gleichbedeutend nicht mit
universellen Verschmelzungen. Im Kontext monotoner Schmelzkategorien
diskutieren wir das Dualisieren in \ref{duMO} zumindest in einem
Beispielfall. 
\end{Ubung}






\begin{Ubung}
  Gegeben ein Morphismus $f:M\ra N$ in einer Trennschmelzkategorie mit Multihom  $\mathcal M$
  kommutiert mit dem Auswerten $\op{ev}:X\curlyvee X^\vee\ra {\mathbb I}$
  aus \ref{TKoX} f"ur $X=M,N$ und den hoffentlich offensichtlichen weiteren
  Morphismen 
  das Diagramm\label{duDI} 
  $$\begin{array}{ccc}
    M\curlyvee N^\vee&\ra &M\curlyvee M^\vee\\
    \da&&\da\\
    N\curlyvee N^\vee&\ra &\mathbb I
  \end{array}$$
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Funktionenraum als Trennfunktor}]
Wir  erhalten  einen Trennfunktor
  $$\op{Fun}:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}^{\op{opp}}$$
  von der banalen Trennkategorie der Mengen in die Opponierte der
  Schmelzkategorie der abelschen Gruppen
  durch die Vorschrift, da"s wir jeder Menge $X$ die Gruppe
  $\op{Fun}(X)\pdef\op{Ens}(X,\DZ)$ der $\DZ$-wertigen Funktionen
  auf $X$ zuordnen und
  jeder Trennung $X\ra Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge Y_r$ gegeben durch
  ein Tupel von Abbildungen $f_i:X\ra Y_i$ die multilineare Abbildung
  $(h_1,\ldots,h_r)\mapsto (h_1\circ f_1)\ldots (h_r\circ f_r)$, die
  einem Tupel von Funktionen das Produkt der
  auf $X$ zur"uckgeholten Funktionen zuordnet. Der Leertrennung
   $X\ra\curlywedge$ wird dabei die durch die konstante Funktion Eins gegebene
  Leertrennung  $\op{Fun}(X)\ra\curlywedge$ in der Trennkategorie 
  $\op{Ab}^{\op{opp}}$ zugeordnet.\label{skfu} In derselben Weise
  oder auch durch Skalarerweiterung erhalten wir f"ur jeden Kring  $k$ 
einen Trennfunktor
$$\op{Fun}:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Mod}_k^{\op{opp}}$$
Wenn wir $k$ spezifizieren wollen, schreiben wir auch
$\op{Fun}(X)=\op{Fun}(X;k)=\op{Ens}(X,k)$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Funktionenraum als Trennfunktor, topologische Variante}]
  Wir erhalten  einen Trennfunktor\label{skfuV} 
  $\curlywedge{\op{Top}}\ra\op{Mod}_\DR^{\op{opp}}$ mit
  $X\mapsto \op{Top}(X,\DR)$, ja sogar einen  Trennfunktor
  in die Opponierte der Schmelzkategorie der topologischen reellen Vektorr"aume
  mit stetigen multilinearen Abbildungen als Verschmelzungen,
  indem wir unsere R"aume von stetigen Funktionen mit ihrer
  kompakt-offenen Topologie versehen. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Raum von Ma"sen als Trennschmelzfunktor}]
  Wir erhalten
  einen Trennschmelzfunktor\label{skfh} 
 $$\op{Ma"s}_!:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$$
 von der banalen Trennkategorie der Mengen in die
 Schmelzkategorie der abelschen Gruppen und genauer zwischen deren Erweiterungen zu Trennschmelzkategorien
 durch die Vorschrift, da"s wir jeder Menge $X$ die abelsche Gruppe
  $\op{Ma"s}_!(X)\pdef\DZ X$ der $\DZ$-wertigen Funktionen auf $X$
  mit endlichem Tr"ager alias \glqq kompakt getragenen ganzzahligen
  Ma"se\grqq\ zuordnen und
  jeder Verschmelzung $X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra Y$ alias Abbildung $v:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$ die multilineare Abbildung \nichtfinal{Notation $v_!$ wie in \ref{adf} besser?}
  $$(\mu_1,\ldots,\mu_r)\mapsto v_*( \mu_1\boxtimes\ldots\boxtimes \mu_r)$$
  mit $v_*$ der \glqq Summa\-tion "uber die Fasern von $v$\grqq\ alias dem
  \glqq direkten Bild von Ma"sen\grqq.
 Der universellen Leerverschmelzung,
  die in der einpunktigen Menge $\op{ens}$ landet,
  wird insbesondere eine universelle  Leerverschmelzung
  alias ein Isomorphismus $\DZ\sira\op{Ma"s}_!(\op{ens})$ aus dem leeren Tensorprodukt
  abelscher Gruppen zugeordnet.
  Das Bild des ausgezeichneten Erzeugers $1\in\DZ$ im leeren Tensorprodukt unter diesem Isomorphismus
  notieren wir
  $\delta_*\in \op{Ma"s}_!(\op{ens})$ und nennen es
  das {\bf Dirac-Ma"s}\index{Dirac-Ma"s!durch Trennfunktor} auf dem einpunktigen Raum $\op{ens}=\{\ast\}$.
  Einer Leerverschmelzung
   $\curlyvee\ra Y$ alias einem Punkt  $y\in Y$  wird
  folglich diejenige
  Leerverschmelzung $\curlyvee\ra \op{Ma"s}_!(Y)$ zugeordnet,  die durch die charakteristische Funktion
  des fraglichen Punktes alias sein  Diracma"s $\delta_y\in\op{Ma"s}_!(Y)$ gegeben ist.\label{skfhs} 
   In derselben Weise
  oder auch durch Skalarerweiterung erhalten wir f"ur jeden Kring  $k$ 
einen Trennschmelzfunktor
$$\op{Ma"s}_{!}:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Mod}_k$$
Wenn wir an die Koeffizienten erinnern wollen, schreiben wir
in diesem Zusammenhang ausf"uhrlicher $\op{Ma"s}_!(X)=\op{Ma"s}_!(X;k)$.
\end{Ubung}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Raum von Ma"sen als Schmelzfunktor}]
  Bezeichne $\op{Me"s}$\index{Me"s@$\op{Me"s}$ Kategorie der
Me"sr"aume} die Kategorie der
Me"sr"aume.  Wir erhalten dann einen Schmelzfunktor\label{sKfh} 
$$\op{kart}(\op{Me"s})\ra\op{Mod}_\DR$$
durch die Vorschrift, da"s wir jedem Me"sraum $X$
  den Vektorraum $X\mapsto \op{M}(X;\DR)$
seiner  reellen Ma"se \nichtfinal{im Sinne von  \eref{ArMa}{AN3}} zuordnen und jeder Verschmelzung $X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra Y$ alias me"sbaren Abbildung $v:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$ die multilineare Abbildung
$(\mu_1,\ldots,\mu_r)\mapsto v_*( \mu_1\boxtimes\ldots\boxtimes \mu_r)$, die  einem Tupel von Ma"sen das Bildma"s des Produktma"ses zuordnet.
Er ist jedoch in dieser Allgemeinheit  nicht mehr vertr"aglich mit universellen Verschmelzungen und kann insbesondere nicht mehr zu einem Trennschmelzfunktor erweitert werden. Nach allgemeinen Resultaten der Ma"stheorie \nichtfinal{\eref{PrBS}{AN3}} wird weiter
das Bilden der Borel'schen $\sigma$-Algebra $\op{Top}\ra \op{Me"s}$
vertr"aglich mit endlichen kartesischen Produkten, wenn wir es
auf die volle unter endlichen Produkten stabile Unterkategorie
$\op{Topaz}\subset\op{Topaz}$\index{Topaz@$\op{Topaz}$ Kategorie der abz"ahlbar
basierten topologischen R"aume} der abz"ahlbar
basierten topologischen R"aume einschr"anken.
So erhalten wir einen Schmelzfunktor 
$\op{kart}(\op{Topaz})\ra\op{Mod}_\DR$, $X\mapsto {\op{M}}(X;\DR)$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Raum von Ma"sen als Schmelzfunktor, Variante}]
  Bezeichne $\op{Me"s}$\index{Me"s@$\op{Me"s}$ Kategorie der
Me"sr"aume} die Kategorie der
Me"sr"aume.  Wir erhalten dann einen Schmelzfunktor\label{sKfhu} 
$\op{kart}(\op{Me"s})\ra\op{kart}(\op{Ens})$ durch $X\mapsto {\op{M}}(X;[0,\infty])$.
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Raum von Ma"sen als Schmelzfunktor, topologische Variante}]
  Die topologischen R"aume, in denen alle Kompakta abz"ahlbar basiert
  sind, bilden eine volle unter endlichen Produkten abgeschlossene
  Unterkategorie $\op{Topkaz}\subset\op{Top}$ und wir erhalten einen
  Schmelzfunktor
  $$\op{Ma"s}_!:\op{kart}(\op{Topkaz}) \ra\op{Mod}_\DR$$
  mit der Eigenschaft, da"s $\op{Ma"s}_!$ jedem Raum den Raum der kompakt getragenen
  reellen Ma"se zuordnet, also aller Ma"se, die sich als Bildma"se von
  reellen Ma"sen auf Kompakta darstellen lassen. Daraus erhalten wir unsere
  kompakt getragenen Ma"se auf diskreten Mengen als Spezialfall zur"uck.
  Alternativ k"onnen wir auch beliebige lokal kompakte Hausdorffr"aume und
  kompakt getragene Radonma"se betrachten. Auch diese bilden einen Schmelzfunktor, der kompakt getragene Ma"se auf diskreten Mengen verallgemeinert\nichtfinal{,
  vergleiche \eref{PRaMc}{TM} f"ur Produktma"se}. 
\end{Bemerkungl}


 

\begin{Ubung}[\textbf{Funktionen als duale Ma"se}]
  Unser Trennfunktor der Funktionenr"aume aus \ref{skfu}
  ist isomorph zur Verkettung von Trennfunktoren\label{dikj} 
  $$\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}^{\op{t}}\ra \op{Ab}^{\op{ot}}$$
  mit $\op{Ma"s}_!$ als erstem Pfeil und
 dem Dualisieren \ref{duOO} als zweitem Pfeil. Genauer
 erhalten wir eine Isotransformation zwischen den besagten Trennfunktoren  durch diejenigen nat"urlichen
 Isomorphismen $\op{Fun}(X)\sira\op{Ma"s}_!(X)^*$, die  von den Paarungen $$\op{Fun}(X)\times\op{Ma"s}_!(X)\ra \DZ$$ vermittels der Vorschrift \glqq multipliziere und summiere die Funktionswerte\grqq\
 alias  \glqq integriere die Funktion nach dem Ma"s\grqq\ herkommen.
 Analoges gilt mit Koeffizienten in einem beliebigen Kring. Wir erkl"aren in \ref{MMF},
 wie in diesem begrifflichen Rahmen die Struktur auf dem Raum der Ma"se
 als Modul "uber dem Ring der Funktionen zu einem Spezialfall des
\glqq abstrakten cap-Produkts\grqq\ wird. 
\end{Ubung}


\newpage


\section{Vorzeichenfragen und Homotopiekomplexe} 
\subsection{Twist und Superisierung}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Motivation}] Ich will alle Vorzeichen der homologischen
  Algebra unter den Teppich kehren, indem ich eine neue
  Schmelzkategorie einf"uhre, die Schmelzkategorie $$\op{sgAb}$$ der \glqq supergraduierten abelschen Gruppen\grqq. 
  Die Verschmelzungen h"angen auch hier
  von der Reihenfolge
  der verschmolzenen Faktoren nicht ab, sonst w"aren  die Axiome einer
  Schmelzkategorie nicht erf"ullt. Vielmehr erkl"aren wir die Verschmelzungen
  in $\op{sgAb}$ ihrerseits als Zuordnungen,
  die jeder Anordnung der
  Faktoren homogene multiadditive Abbildungen zuordnen derart,
  da"s sich unsere multiadditiven Abbildungen bei einem Wechsel der Anordnung
  um gewisse wohlbestimmte
  Vorzeichen "andern. So eine Verschmelzung wird meist angegeben, indem man
  eine Reihenfolge der Ausgangsobjekte w"ahlt, "ublicherweise stehen
  sie bereits der Reihe nach auf dem Papier und man denkt sich die \glqq von links nach rechts wachsende Anordnung\grqq\ als die gew"ahlte Anordnung,
  und indem man zus"atzlich diejenige 
  multiadditive 
  Abbildung angibt, die unsere Verschmelzung in Bezug auf diese
  Anordnung realisiert.   
  Die Vertr"aglichkeiten von Vorzeichen,
  die man "ublicherweise zu pr"ufen hat, werden so in der Aussage kodiert
  und ein f"ur allemal bewiesen, da"s die Multiverkn"upfung von Verschmelzungen,
  wie wir sie noch erkl"aren werden, 
  wohldefiniert ist. Komplexe abelscher
  Gruppen sind in diesem Formalismus
  Objekte $K\in \op{sgAb}$ mit einer Operation des Hopfbiabmonoids
  $D\in \op{sgAb}$ der Differentiale und bilden damit wieder eine Trennschmelzkategorie $\op{sgAb}_{D{\ssearrow}}$, wie in den anschlie"senden
  Abschnitten besprochen werden wird. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine endliche Menge $I$ mit einer Abbildung $\pi:I\ra \DZ/2\DZ$,
  die jedem Element eine \glqq Parit"at\grqq\ zuordnet, erkl"aren wir
  f"ur je zwei Anordnungen $\omega,\eta$
  von $I$ ein Vorzeichen\index{sgnu@$\op{sgnu}$ Parit"atssignum}\label{sgnu}  
  $$\op{sgnu}(\omega,\eta)=\op{sgnu}_\pi(\omega,\eta)\in\{1,-1\}$$
  als das Signum der Permutation, die den Unterschied der von  $\omega$ und
  $\eta$ auf den
  ungeraden Elementen von $I$ alias  auf $\pi^{-1}(\bar 1)$
  induzierten Anordnungen beschreibt.
  Wir nennen $\op{sgnu}$ das {\bf Parit"atssignum}.\index{Parit"atssignum}
  Die Menge aller Anordnungen auf $I$ notieren wir $\op{Ord}(I)$.\index{Ord@$\op{Ord}(I)$ Menge der Anordnungen auf $I$}
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
  Gegeben die zwei Anordnungen $\omega: 3<4<6<7<9$ und $\eta: 9<4<3<6<7$ auf der
  f"unfelementigen Menge $\{3,4,6,7,9\}$ mit ihrer offensichtlichen
  Parit"atsabbildung sind $3<7<9$ und $9<3<7$ die auf den ungeraden
  Elementen induzierten Anordnungen. Diese unterscheiden sich um eine
  gerade Permutation, also  haben wir
  $\op{sgnu}(\omega,\eta)=1$.
\end{Beispiel}






\begin{Bemerkungl}
  Sei eine Schmelzkategorie $\mathcal M$
  versehen mit  einer Operation der
  Vorzeichengruppe $\{+,-\}$ auf jeder Verschmelzungsmenge, die wir als
  das \glqq "Andern des Vorzeichens\grqq\ ansprechen und notieren. 
  Hat diese Operation die Eigenschaft, da"s \glqq jede Multiverkn"upfung ihr Vorzeichen "andert, wenn wir
  bei genau einer der beteiligten Verschmelzungen das Vorzeichen "andern\grqq,
  so nennen wir $\mathcal M$ mit diesen Operationen eine {\bf Schmelzkategorie mit Vorzeichen}.\label{SmV} 
  \index{Schmelzkategorie!mit Vorzeichen} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungw}
  In der in \ref{anS} eingef"uhrten Terminologie  ist
  eine Schmelzkategorie mit Vorzeichen dasselbe wie eine
  geeignet angereicherte Schmelzkategorie, genauer eine in der
  multi"aquivarianten Schmelzkategorie $\op{Ens}_{\curlyvee\pm}\pdef \op{Ens}_{\curlyvee\{+,-\}}$ nach \ref{kmSK}
  der Mengen mit einer Operation der
  Gruppe $\{+,-\}$ angereicherte Schmelzkategorie.
\end{Bemerkungw}
\begin{Beispiel}[\textbf{Abelsche Gruppen als Schmelzkategorie mit Vorzeichen}]
  Wir k"onnen  die  Schmelzkategorie $\op{Ab}$ der abelschen Gruppen
  zu einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen machen, indem wir die
  Operation der
  Gruppe $\{+,-\}$ auf jeder Verschmelzungsmenge dadurch erkl"aren, da"s
  das nichttriviale Element durch das Nachschalten 
  von $(-{\op{id}})$ operiert.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Twist einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen}] 
  Gegeben eine Schmelzkategorie mit Vorzeichen $\mathcal M$
  erkl"aren wir eine
  weitere Schmelzkategorie, ihre {\bf ge\-twis\-te\-te Verdopplung}\index{getwistete Verdopplung!einer Schmelzkategorie} oder kurz ihren
  {\bf Twist}\index{Twist!einer Schmelzkategorie}\label{Twist} 
  $${{\op{t}}}\mathcal M$$
 Als Objektmenge von ${{\op{t}}}\mathcal M$ nehmen wir
 die Menge $\DZ/2\DZ\times \mathcal M$  aller
 Paare bestehend aus einer Parit"at und einem Objekt von $\mathcal M$.
 Die Projektion auf die erste Komponente notieren wir $\op{par}: \op{Ob}({{\op{t}}}\mathcal M)\ra \DZ/2\DZ$ und nennen sie {\bf Parit"at}. Die Projektion auf die zweite
 Komponente $\op{Ob}({{\op{t}}}\mathcal M)\ra \op{Ob}(\mathcal M)$ alias das
 \glqq Vergessen der Parit"at\grqq\ notieren wir gar nicht. Die Elemente von $\DZ/2\DZ$ 
 notieren wir $\bar 0, \bar 1$ und unterscheiden sie so von den Elementen unserer
 Vorzeichengruppe. 
   Gegeben eine 
   Objektkleinfamilie $A\pdef (A_i)_{i\in \bar A}$ von ${{\op{t}}}\mathcal M$
 und ein Objekt 
   $Q\in {{\op{t}}}\mathcal M$
  erkl"aren wir die Menge der Verschmelzungen 
  ${{\op{t}}}\mathcal M (A,Q)$ im Twist durch die
  Vorschrift
  $${{\op{t}}}\mathcal M(A,Q)=
  \emptyset\quad\text{falls}\quad
  \sum_{i\in \bar A}{\op{par}} A_i\neq \!\op{par} Q$$
    und andernfalls als die Menge aller Abbildungen 
    $\varphi:\op{Ord}( \bar A)\ra \mathcal M(A,Q)$ notiert $\omega\mapsto \varphi_\omega$ 
    von der Menge aller Anordnungen auf $\bar A$ in die Menge
    der $\mathcal M$-Verschmelzungen unserer Objekte 
    mit $$\varphi_\omega=\op{sgnu}_{\op{par}\circ A}(\omega,\eta)\varphi_\eta\;\;\forall\omega,\eta\in\op{Ord}( \bar A)$$
Der folgende Satz liefert eine
    Mul\-ti\-ver\-kn"up\-fung f"ur diese Verschmelzungen,
    die dann offensichtlich multiunit"arassoziativ ist und unsere Konstruktion
    der Schmelzkategorie ${{\op{t}}}\mathcal M$ beendet.
\end{Bemerkungl}

  
\begin{Satz}[\textbf{Multiverkn"upfung von vertwisteten Verschmelzungen}]   Seien $\mathcal M$ eine
Schmelzkategorie mit Vorzeichen und 
  $(A_i)_{i\in \bar A}$ sowie $(B_j)_{j\in \bar B}$
  Objektkleinfamilien in ${{\op{t}}}\mathcal M$. Seien $Q\in {{\op{t}}}\mathcal M$ ein Objekt und $f:\bar A\ra \bar B$ eine Abbildung der Indexmengen.
  Gegeben Verschmelzungen $\psi_j\in{{\op{t}}}\mathcal M(A|_{f^{-1}(j)}, B_j)$ und
  $\varphi\in{{\op{t}}}\mathcal M(B, Q)$ gibt es genau eine Verschmelzung
  $\vartheta \in {{\op{t}}}\mathcal M (A, Q)$ mit
  $$\vartheta_\kappa=\varphi_\omega\circ \prod_{j\in \bar B}(\psi_{j})_{\eta(j)}$$
  f"ur jede Wahl einer Anordnung
  $\omega$ von $\bar B$ sowie je einer Anordnung $\eta(j)$ der 
  Faser ${f^{-1}(j)}$\label{MEPa} 
  mit der Notation  $\kappa$ f"ur die induzierte Anordnung von $\bar A$.
\end{Satz}
\begin{proof}
  Es gilt zu zeigen, da"s die durch $\vartheta_\kappa$ gegebene Verschmelzung
  weder von der Wahl der Anordnung $\omega$ auf $\bar B$ noch von der Wahl der
  Anordnungen $\eta(j)$ auf den Fasern ${f^{-1}(j)}$ von $f$ abh"angt.
  Im Fall der Wahl der Anordnung auf einer der Fasern
  ist das eh klar, das Signum
  einer Permutation einer angeordneten Menge, die nur in einem Intervall
  etwas bewegt, ist dasselbe wie das Signum ihrer Restriktion auf besagtes
  Intervall. 
  "Andern wir dahingegen die  Anordnung auf $\bar B$,
  so gilt es zu beachten, da"s
  das Signum einer Permutation, die aus einer
  Permutation von Intervallen entsteht, die ihre
  interne Anordnung behalten, zusammenf"allt mit dem
  Signum derjenigen
  Permutation, die die Umordnung der Intervalle ungerader L"ange
  unter unseren Intervallen beschreibt.
\end{proof}
  
 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Notationsfragen}]
  Wir werden noch weitere Schmelzkategorien kennenlernen,
  bei denen eine Verschmelzung $(A_i)_{i\in \bar A}\ra Y$ erkl"art wird als
  ein Datum, das jeder Anordnung der Indexmenge $\omega\in\op{Ord}( \bar A)$
  etwas zuordnet. In diesen F"allen denken wir uns f"ur
  gew"ohnlich implizit eine als Aufz"ahlung hingeschriebene
  Familie versehen mit der \glqq Leseanordnung, in der der
  erste Buchstabe das kleinste
  Element symbolisiert und der letzte Buchstabe das gr"o"ste\grqq.
  In unserem Fall einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen $\mathcal M$ 
  erhalten wir etwa f"ur $P_1,\ldots,P_r,Q\in \mathcal M$ und
  $a_1, \ldots, a_r,b\in \DZ/2\DZ$ mit $a_1+ \ldots+ a_r=b$ 
  eine
  Bijektion
  $${{\op{t}}}\mathcal M\big((a_1,P_1)\curlyvee\ldots
  \curlyvee (a_r,P_r), (b,Q)\big)\sira
 \mathcal M(P_1\curlyvee\ldots\curlyvee P_r, Q)$$
 Wir
 sagen dann, die \glqq $\mathcal M$-Verschmelzung rechts stelle
 die  ${\op{t}}\mathcal M$-Verschmelzung links 
 in der vorgegebenen Anordnung dar\grqq\ und "ahnlich in
 vergleichbaren Kontexten. Im Zweifelsfall vereinbaren wir, da"s die durch die
 Schreibreihenfolge gegebene Anordnung gilt und auch Vorrang hat gegen"uber
 einer eventuell durch eine Nummerierung gegebenen Anordnung, wenn diese nicht
 wie im vorhergehenden Beispiel eh "ubereinstimmen sollten. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Schmelzkategorie der erweiterten Parit"aten}]
  Wir betrachten die kartesische Schmelzkategorie  der
  Mengen $\op{kEns}$ und dazu die multi"aquivariante Schmelzkategorie $\op{kEns}_{\curlyvee \pm}$ der Mengen mit einer Operation der Vorzeichengruppe
  und darin die volle Unterkategorie
  $$\op{ZEns}\subset \op{kEns}_{\curlyvee \pm}$$
  aller zweielementigen Mengen mit transitiver Operation der Vorzeichengruppe.
  Eine Verschmelzung in $\op{ZEns}$ ist eine Abbildung 
$f:Y_1\times\ldots\times Y_r\ra X$ mit der Eigenschaft,
  da"s sich bei jeder "Anderung an genau einem Eintrag
  im Definitionstupel notwendig auch das Ergebnis "andert.
  Wir nennen so eine Multiabbildung\label{ZEns} 
  {\bf antikonstant}.\index{antikonstant!Multiabbildung}  
  Alle Mengen von Verschmelzungen in $\op{ZEns}$ haben 
  genau zwei Elemente und
  das Vertauschen dieser beiden Elemente macht $\op{ZEns}$ zu einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen, die sich in \ref{ASs} als die \glqq Selbstanreicherung\grqq\  von $\op{ZEns}$ erweisen wird.
  Den Twist dieser Schmelzkategorie mit Vorzeichen notieren wir $$\op{Par}\pdef {\op{t}}(\op{ZEns})$$ und nennen ihn die {\bf Schmelzkategorie der
  erweiterten Parit"aten}.\index{Par@$\op{Par}$ 
    erweiterte Parit"aten} Objekte dieser Schmelzkategorie sind Paare bestehend aus einer Parit"at und einer zweielementigen Menge, die wir als ein
  \glqq unsere Parit"at erweiterndes Zusatzdatum\grqq\ verstehen. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Erweiterte Orientierungsmenge als Schmelzfunktor}]
  Gegeben ein angeordneter K"orper $k$ erinnern
  wir %aus \eref{KPOjn}{LA1}
  den Funktor
  $\op{or}=\op{or}^{\op{alg}}:{\op{Modf}}_k^\times\ra \op{Ens}$
  der Orientierungsmenge, der jedem endlichdimensionalen
  $k$-Vektorraum die zweielementige
  Menge seiner beiden Orientierungen zuordnet.
  Unter einer Orientierung verstehen wir dabei
  eine Abbildung, die jeder angeordneten
  Basis ein Vorzeichen in einer
  Weise zuordnet, die mit dem Vorzeichen der Determinante  
  der Basiswechselmatrizen vertr"aglich ist.
  Wir erweitern ihn nun  zum Schmelzfunktor der
  {\bf erweiterten Orientierungsmenge} 
  $$ \begin{array}{lclc}
    \op{or}=\op{or}^{\op{alg}}:&(\curlyvee{\op{Modf}}_k)^\times&\ra& \op{Par}\\
    &E&\mapsto&({\op{dim}}E +2\DZ,{\op{or}}E)
  \end{array}
  $$
  vom Schmelzgruppoid der banalen Schmelzkategorie der endlichdimensionalen 
  $k$-Vek\-tor\-r"au\-me in  unsere Schmelzkategorie
  der erweiterten Parit"aten.   
  Um so einen Schmelzfunktor anzugeben,
  m"ussen  wir jeder universellen Verschmelzung
  $f:V_1\curlyvee \ldots\curlyvee V_r\ra W$ alias jedem Tupel linearer Abbildungen
  $f_i:V_i\ra W$, die in ihrer Gesamtheit  einen Isomorphismus
  $V_1\oplus \ldots\oplus V_r\sira W$ liefern,  eine
  antikonstante Multiabbildung
  $$\op{or}(f): {\op{or}}V_1\times\ldots\times {\op{or}}V_r \ra  {\op{or}}W$$
  so zuordnen, da"s verschiedene Vertr"aglichkeiten erf"ullt sind. 
  Wir w"ahlen $\op{or}(f)$ als die eindeutige antikonstante
  Multiabbildung mit 
  $\op{or}(f):(\varepsilon_1,\ldots,\varepsilon_r)\mapsto \varepsilon$ 
  falls es angeordnete Basen $B_i$ von $V_i$ der Orientierung $\varepsilon_i$
  gibt  und $\varepsilon$ die Orientierung  der in der offensichtlichen Weise 
  angeordneten Basis
  $f_{1}(B_{1})\sqcup\ldots\sqcup f_{r}(B_{r})$ von $W$ ist.
   Jetzt gilt
  es, mithilfe des Kriteriums \ref{KritSF}  die Vertr"aglichkeit mit Multiverkn"upfungen  zu pr"ufen, was wir dem
  Leser "uberlassen.\label{oralg}
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"at der Twists}]
  Ein Schmelzfunktor $F:\mathcal M\ra \mathcal N$ von Schmelzkategorien mit
  Vorzeichen hei"se
  {\bf vorzeichenvertr"aglich},\index{vorzeichenvertr"aglich!Schmelzfunktor}
  wenn die davon auf den Verschmelzungsmengen induzierten Abbildungen
  "aquivariant sind f"ur die jeweiligen Operationen der Vorzeichengruppe.
  Unter diesen Voraussetzungen induziert er in offensichtlicher Weise einen
  Schmelzfunktor der Twists
  $${\op{t}}F:{\op{t}}\mathcal M\ra {\op{t}}\mathcal N$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Motivation f"ur das Supergraduieren}]
  Die Schmelzkategorie der abelschen Gruppen  $\op{Ab}$ k"onnen wir
  zu einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen machen, indem wir
  das Nachschalten der Multiplikation mit $(-1)$ als
   Involution auf den Verschmelzungsmengen auszeichnen. 
   Um die \glqq Schmelzkategorie der Komplexe\grqq\ zu konstruieren,
   mit der wir in der Homologietheorie bereits ausgiebig gearbeitet
   haben, gehen wir von einer Variante unserer Twist-Konstruktion aus,
   die wir das \glqq Supergraduieren\grqq\ nennen.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Allgemeines Supergraduieren}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Vorzeichen und
  ein kommutatives  Monoid $(\Gamma,+)$ mit einem ausgezeichneten Homomorphismus
  $\pi:\Gamma\ra \DZ/2\DZ$ bilden wir eine weitere Schmelzkategorie, die
  {\bf $(\Gamma,\pi)$-su\-per\-gra\-du\-ier\-te Version}
  $${\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)}$$
 von $\mathcal M$. Als Objektmenge nehmen wir
 $\op{Ob}({\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)})\pdef\op{Ob}(\mathcal M^\Gamma)$.
 Unsere neuen Objekte sind also 
  Familien $(M^\gamma)_{\gamma\in \Gamma}$ 
  von Objekten von $\mathcal M$ indiziert durch $\gamma\in \Gamma$.
  Als Verschmelzungen
   $\varphi\in {\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)}(A,Y)$ nehmen wir  Abbildungen 
  $$\varphi:\op{Ord}(\bar A)\ra  \mathcal M^\Gamma(A,Y)\quad \text{ notiert }\omega\mapsto \varphi_\omega$$
  von Anordnungen der Indexmenge der Objektkleinfamilie $A$  
    in die Menge der Verschmelzungen der
     Schmelzkategorie der $\Gamma$-gra\-du\-ier\-ten Objekte von $\mathcal M$ 
     aus \ref{bsps} derart,
       da"s f"ur je zwei Anordnungen $\omega,\eta$ und jedes $\alpha:\bar A\ra \Gamma$ gilt $$\varphi_{\omega,\alpha}=\op{sgnu}_{\pi\circ \alpha}(\omega,\eta)\varphi_{\eta,\alpha}$$
       mit $\varphi_{\omega,\alpha}\in \mathcal M((A_i^{\alpha(i)})_{i\in\bar A}, Y^{\op{sum}(\alpha)})$ wie in \ref{bsps} dem $\alpha$-Anteil der $\mathcal M^\Gamma$-Ver\-schmelz\-ung $\varphi_{\omega}$.
       Die Multiverkn"upfungen erkl"aren wir analog zum Fall
       der ver\-twis\-te\-ten Schmelzkategorien \ref{MEPa} dadurch, da"s sie bei
       der Darstellung bez"uglich vertr"aglicher Anordnungen mit den Multiverkn"upfungen in $\mathcal M^\Gamma$ zusammenfallen.
       Die Wohldefiniertheit und 
       Multiunit"arassoziativit"at folgen aus den entsprechenden Eigenschaften
       im Fall von vertwisteten Schmelzkategorien \ref{MEPa}, angewandt auf die $\varphi_{\omega,\alpha}$.\label{anpp} Hat  $\mathcal M^\Gamma$
      stabil universelle Verschmelzungen beziehungsweise Multihom, so auch $ {\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge} Wir k"onnen f"ur jede Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit
  Vorzeichen auch einen verallgemeinerten Twist
  ${\op{t}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)}$ erkl"aren  als die Schmelzkategorie
  mit Objektmenge
  $\Gamma\times \mathcal M$ und den offensichtlichen weiteren Daten.   
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"at des Supergraduierens}]
Gegeben ein vorzeichenvertr"aglicher Schmelzfunktor $F:\mathcal M\ra \mathcal N$ von Schmelzkategorien mit
  Vorzeichen und  $\pi: \Gamma\ra \DZ/2\DZ$ wie oben erhalten wir in offensichtlicher Weise 
  Schmelzfunktoren zwischen den $(\Gamma,\pi)$-supergraduierten Versionen 
  $${\op{s}}F^{(\Gamma,\pi)}:{\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,\pi)}\ra {\op{s}}\mathcal N^{(\Gamma,\pi)}$$
\end{Bemerkungl}
 \begin{Beispiel}
   Im Fall $\pi=0$ erhalten wir die Schmelzkategorie der $\Gamma$-gra\-du\-ier\-ten Objekte
   zur"uck, in Formeln ${\op{s}}\mathcal M^{(\Gamma,0)}=\mathcal M^{\Gamma}$.
 \end{Beispiel}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Gew"ohnliches Supergraduieren}]
   Im Fall $\Gamma=\DZ$ mit  $\pi:\DZ\ra \DZ/2\DZ$ der Projektion
   verwenden wir die abk"urzende Schreibweise\label{gsM} 
   $${\op{sg}}\mathcal M\pdef   {\op{s}}\mathcal M^{(\DZ,\pi)}$$ und nennen das
   die Schmelzkategorie der {\bf supergraduierten Objekte
     von $\mathcal M$}.
   Leerverschmelzungen werden per definitionem gegeben durch
   ${\op{sg}}\mathcal M(\curlywedge,X)=\mathcal M(\curlywedge,X^0)$. 
   Besonders wichtig ist f"ur uns die Schmelzkategorie
   $\op{sgAb}$, die wir im folgenden noch
   ausf"uhrlicher diskutieren. Den Effekt des Supergraduierens auf Funktoren
   notieren wir analog ${\op{sg}}F$. 
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Superisieren}] 
   Im Fall $\Gamma=\DZ/2\DZ$ mit  $\pi=\op{id}$ der Identit"at
   verwenden wir die abk"urzende Schreibweise
   $${\op{s}}\mathcal M\pdef  {\op{s}}\mathcal M^{(\DZ/2\DZ,\op{id})}$$
   und nennen ${\op{s}}\mathcal M$
   die Schmelzkategorie der {\bf Superobjekte von $\mathcal M$}.
  Im Fall eines K"orpers $k$ hei"st $\op{sMod}_k$ die
   {\bf Schmelzkategorie der Supervektorr"aume}\index{Supervektorraum}
   "uber $k$.\index{sMod@$\op{sMod}_k$ Supervektorr"aume}
 Objekte 
  sind 
  $\mathbb Z / 2 \mathbb Z$-gra\-du\-ier\-te 
  $k$-Vektorr"aume  $W = (W^{\bar {0}},W^{\bar{1}})$.\label{MudSS} Vielfach
  bezeichnet man in diesem Zusammenhang 
  die direkte Summe $ W^{\bar {0}}\oplus W^{\bar{1}}$  auch mit $W$.
  Die  Schmelzkategorie $${\op{sAb}}$$ nennen wir die
   {\bf Schmelzkategorie der
  superisierten abelschen Gruppen}\index{superisiert!abelsche Gruppe}\index{sAb@$\op{sAb}$
     superisierte abelsche Gruppen} oder \glqq Super-$\DZ$-Moduln\grqq, weil der
   Begriff der \glqq Supergruppen\grqq\  schon anderweitig vergeben ist,
   vergleiche \ref{suGR}.
   Wir erhalten eine Transformation vom Identit"atsfunktor
   auf $\op{sAb}$ zu sich selbst, indem wir jedem
  Objekt $W = (W^{\bar {0}}, W^{\bar{1}})$
  seine {\bf Vorzeicheninvolution}\index{Vorzeicheninvolution}
   $(\op{id},-\op{id})$ zuordnen.\label{VZIN} Die Notation
$\DZ^{n|m}$\index{)1@$\DZ^{n|m}$}
  steht\index{)8bb@$\DZ^{n|m}$} f"ur das Objekt
  $(\DZ^{n},\DZ^{m})\in \op{sAb}$.\label{spgr} Die Notation
$k^{n|m}$\index{)1@$k^{n|m}$ Standardsupermodul}
steht\index{)8bb@$k^{n|m}$ Standardsupermodul}  allgemeiner f"ur\label{spmo} 
das Objekt $(k^n,k^m)\in\op{sMod}_k$.\label{SUPV}     
\end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungw}
   In "Ubung \ref{Usab} lernen Sie  eine Schmelz"aquivalenz
   zwischen dem 
   Einheitengruppoid der superisierten abelschen Gruppen und
   der Schmelzkategorie der erweiterten Parit"aten
   $\op{U}^\times(\op{sAb})\sirra\op{Par}$ kennen,
   in der sich die enge Verwandtschaft zwischen 
   Twist und Superisierung konkretisiert.
 \end{Bemerkungw}



\begin{Beispiel}[\textbf{Supergraduierte
      abelsche Gruppen}] 
  Wir diskutieren nun die Schmelzkategorie\label{ZgSM} $\op{sgAb}$
   der supergraduierten
      abelschen Gruppen.
  Ihre Objekte 
  sind Familien $(X^n)_{n\in\DZ}$ von abelschen Gruppen.
  Einsverschmelzungen $f:X\ra Y$ sind Tupel $f=(f^n)$ von Gruppenhomomorphismen
  $f^n:X^n\ra Y^n$. Leerverschmelzungen
  nach $X$ werden beschrieben durch
  die Bijektion $$\op{sgAb}(\curlyvee,X)\sira X^0$$
  gegeben durch $f\mapsto f(*)$ f"ur $*$ das einzige Element des
  leeren Produkts.
  Eine  universelle Leerverschmelzung ist die  Leerverschmelzung
  in das Objekt $\DZ[0]$ mit $\DZ[0]^0=\DZ$ und $\DZ[0]^n=0$ f"ur $n\neq 0$,
 die gegeben wird durch das Element $1\in \DZ$.
  Um eine Zweiverschmelzung zu erkl"aren, betrachten wir eine
  Objektkleinfamilie $B$ indiziert durch eine Indexmenge
  $\bar B=\{i,\iota\}=\{\iota,i\}$, deren Notation der Versuchung entgegenwirken
  soll, sie als
  mit einer Anordnung versehen zu betrachen. Eine Verschmelzung
  $f\in\op{sgAb}(B,Y)$ ist dann eine Familie von biadditiven Abbildungen
  $$f_\omega^{p,q}:B_i^p\times B_\iota^q\ra Y^{p+q}$$
  f"ur alle $p,q\in\DZ$ und alle Anordnungen $\omega\in \op{Ord}(\bar B)$ unserer
  Indexmenge  derart, da"s f"ur $\eta,\rho$ die beiden m"oglichen
  Anordnungen gilt $f_\eta^{p,q}=(-1)^{pq}f_\rho^{p,q}$.
  Vielfach geben wir so eine Verschmelzung schlicht
  als ein Tupel von biadditiven Abbildungen 
  $$f^{p,q}:B_i^p\times B_\iota^q\ra Y^{p+q}$$
  an und meinen damit $f^{p,q}=f_\omega^{p,q}$ f"ur
  $\omega$ die \glqq Schreibanordnung\grqq, hier also die Anordnung
  $i<\iota$. Eine universelle, ja eine stabil universelle Zweiverschmelzung
  von zwei Objekten $X,Y$ landet mit diesen Konventionen im Objekt 
  $Z$ mit den homogenenen Komponenten $Z^n\pdef \bigoplus_{p+q=n}X^p\otimes Y^q$
  und wird in den eben besprochenen Konventionen gegeben durch die
  biadditiven Abbildungen $u:X^p\times Y^q\ra Z^{p+q}$ mit
  $u: (x,y)\mapsto x\otimes y$.  Ich schlage vor, das Ziel
  universeller Verschmelzungen in $\op{sgAb}$ und anderen  supergraduierten
  Schmelzkategorien in Zweifelsf"allen
\index{)8a@$\otimes$ Tensorprodukt!$\bar\otimes$ Supertensorprodukt}
$$\botimes=\otimes_{\op{s}}$$ zu notieren und als {\bf Supertensorprodukt}\index{Supertensorprodukt} anzusprechen, so
da"s das Diagramm
$$\begin{array}{ccc}
  X\otimes Y&\sira &X\botimes Y\\
  \da\!{\scriptstyle \wr}&&\da\!{\scriptstyle \wr}\\
  Y\otimes X&\sira &Y\botimes X
\end{array}$$
keineswegs kommutiert mit denjenigen Isomorphismen  in den Vertikalen, die die Eindeutigkeit universeller Verschmelzungen in $\op{Ab}^\DZ$ beziehungsweise
$\op{sgAb}$ zum Ausdruck bringen, und den
durch die Schreibanordnung ausgezeichneten Isomorphismen in den Horizontalen.
Vielmehr m"ussen wir in der
linken Vertikale die Abbildung $x\otimes y\mapsto (-1)^{|x||y|}y\otimes x$ nehmen,
damit unser Diagramm kommutiert.
Ich verwende die Notation $\bar\otimes$ auch f"ur Elemente, um daran zu
erinnern, da"s wir ein superisiertes Tensorprodukt vor uns haben und
die Darstellung desselben superisierten Tensors in Bezug auf eine andere
Wahl der Anordnung der Tensorfaktoren, die in der "ublichen Konvention 
stillschweigend als die Schreibanordnung angenommen wird, mit Vorzeichen
zu versehen ist.
 Die Schmelzkategorie $\op{sgAb}$ der supergraduierten abelschen Gruppen
  hat auch Multihom. Um das zu zeigen, brauchen wir nach \ref{Muhor} nur
  f"ur jedes Objekt $X$ einen Rechtsadjungierten  $(X{\Rrightarrow}\;)$ von
  $(\;\bar\otimes X)$ anzugeben. Dazu erkl"aren wir unseren Funktor  durch $$(X{\Rrightarrow}Y)^n\pdef \prod_{i}\op{Hom}_\DZ(X^i, Y^{i+n})$$
  und die Adjunktion durch die Bijektionen\label{MuHP}
  $$\op{sgAb}(Z\bar\otimes X, Y)\sira \op{sgAb}(Z, X{\Rrightarrow}Y)$$
  gegeben durch $f=(f^{p,q})\mapsto \bar f$ mit $\bar f^n: Z^n \ra  (X{\Rrightarrow}Y)^n$ gegeben durch $(\bar f^n(z))^i\pdef f^{n,i}(z,\;)\in \op{Hom}_\DZ(X^i, Y^{i+n})$.
  Das Pr"ufen sei dem Leser "uberlassen. 
Analoges gilt f"ur
die Schmelzkategorie $\op{sgMod}_{k}$ der supergraduierten 
Moduln  "uber einem Kring $k$.
\end{Beispiel}






\begin{Beispiel}[\textbf{Maximale "au"sere Potenz als Schmelzfunktor}]
 Gegeben ein K"orper $k$ liefert
   die maximale "au"sere Potenz
  als homogene Komponente im durch die  Dimension
  gegebenen Grad $V\mapsto (\bigwedge^{\op{max}}V)[-\op{dim}V]$ 
  einen Schmelzfunktor $$\textstyle \bigwedge^{\op{max}}:
  (\curlyvee{\op{Modf}}_k)^\times
  \ra \op{U}^\times(\op{sgMod}_k)$$
  vom Schmelzgruppoid der
  banalen Schmelzkategorie der endlich
  erzeugten $k$-Vektorr"aume in das Schmelzgruppoid
    der eindimensionalen supergraduierten
    $k$-Vek\-tor\-r"au\-me. Es wird sich als das Einheitengruppoid von
    $\op{sgMod}_k$ erweisen, deshalb die Notation $\op{U}$ f"ur
  \glqq unit\'e\grqq. Ist $k$ ein angeordneter
    K"orper, so konstruieren wir
    einen weiteren Schmelzfunktor $$\op{U}^\times(\op{sgMod}_k)\ra \op{Par}$$
    in die Schmelzkategorie
    der erweiterten Parit"aten, indem wir jedem eindimensionalen $k$-Vektorraum
    $L$ konzentriert im Grad $n$ das Paar
    $\big(\bar n, (L\backslash 0)/k_{>0}\big)$ aus der Parit"at
    von $n$ und der Menge der beiden \glqq H"alften\grqq\ von $L$ zuordnen.
    Man pr"uft leicht, da"s 
    die Verkn"upfung unser Schmelzfunktor
    der erweiterten Orientierungsmenge aus \ref{ZEns} ist.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Allgemeines zu vertr"aglichen Orientierungen}]
In der Schmelzkategorie der erweiterten Parit"aten 
  ist das Quadrat jeder Einsverschmelzung von einem Objekt zu sich selber die Identit"at.
  Gegeben ein endlichdimensionaler\index{Quotientenorientierung}  Vektorraum "uber einem   K"orper der Charakteristik Null
  ist andererseits jeder unipotente Endomorphismus
  ein Quadrat. Gegeben ein  K"orper $k$ der Charakteristik Null
  und ein Schmelzfunktor\label{QOR} 
  $\omega:(\curlyvee{\op{Modf}}_k)^\times\ra \op{Par}$
  und eine kurze exakte Sequenz $U\hra V\sra W$ von
  endlichdimensionalen $k$-Vek\-tor\-r"au\-men liefert folglich
  f"ur jede Spaltung die Komposition
  $$\omega(U)\curlyvee\omega(W)\ra\omega(U\oplus W)\sira\omega(V)$$
  dieselbe  antikonstante Abbildung $\omega(U)\times\omega(W)\ra\omega(V)$. Ist $k$ ein angeordneter K"orper und $\omega= \op{or}$ der durch unsere algebraische Orientierungsmenge gegebene Schmelzfunktor,
  so erhalten wir auf diese Weise eine Abbildung,
  die in einer kurzen exakten Sequenz aus einer Orientierung von Untervektorraum und Quotient eine Orientierung der Mitte macht und
  die man die \glqq zusammengesetzte Orientierung\grqq\ nennen mag. 
  %$(\varepsilon,\eta)\mapsto \varepsilon\eta$ aus \eref{orQ}{LA1}.
 Auch im allgemeinen nennen wir Elemente
  $\varepsilon \in\omega(U), \eta \in\omega(W),\theta \in\omega(V)$
  {\bf vertr"aglich}, wenn unter unserer Zweiverschmelzung
  gilt $(\varepsilon,\eta)\mapsto\vartheta$.
  Nebenbei bemerkt "uberlegt man sich auch leicht, da"s $\omega$ die universelle Leerverschmelzung auf die universelle Leerverschmelzung abbilden
  mu"s. 
\end{Bemerkungl}



\subsubsection*{"Ubungen}
  \begin{Ubung}
  Man zeige, da"s die Operation \ref{osyt} der symmetrischen Gruppe
  $\mathcal S_r$  auf der $r$-ten Tensorpotenz eines eindimensionalen
  Vektorraums trivial ist.  Man zeige, da"s die Operation \ref{osyt} der symmetrischen Gruppe
  $\mathcal S_r$  auf der $r$-ten Tensorpotenz des eindimensionalen
  Supervektorraums $\DC^{0|1}$ durch Multiplikation mit dem Signum
  geschieht. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Einheitengruppoid der superisierten abelschen Gruppen}] 
Wir betrachten in der Schmelzkategorie der superisierten abelschen Gruppen \ref{MudSS} 
  die volle Schmelzunterkategorie
  $\op{U}(\op{sAb})$\index{U@$\op{U}$ Einheiten von Schmelzkategorie} 
  der Objekte, die als abelsche Gruppen frei sind vom Rang Eins. All diese Objekte sind also
  isomorph zu $\DZ^{1|0}$ oder $\DZ^{0|1}$. Sie werden sich in der in \ref{EIIp} eingef"uhrten Terminologie als die \glqq Einheiten\grqq\ unserer Schmelzkategorie $\op{sAb}$ erweisen, deshalb die Notation $\op{U}$ f"ur
  \glqq unit\'e\grqq.
 Betrachten wir zu dieser Schmelzkategorie der Einheiten 
  das zugeh"orige Schmelzgruppoid $\op{U}^\times(\op{sAb})$, in dem
  wir also nur noch die universellen Verschmelzungen von $\op{U}(\op{sAb})$ als Verschmelzungen zulassen, so erhalten wir eine Schmelz"aquivalenz\label{Usab} 
  $$\op{U}^\times(\op{sAb})\sirra\op{Par}$$
  mit  der Schmelzkategorie der erweiterten Parit"aten,
  indem wir jeder unserer freien abelschen Gruppen vom Rang Eins
  ihre Parit"at zusammen mit der zweielementigen Menge ihrer Erzeuger zuordnen.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Formeln f"ur supergraduierte abelsche Gruppen}]
  Wie bereits in \ref{MuHP} erw"ahnt erhalten wir
  ein internes Hom in $\op{sgAb}$ durch
  $$(X{\Rrightarrow}Y)^n\pdef \prod_{i\in \DZ}\op{Hom}_\DZ(X^i,Y^{i+n})$$
  mit  
  $\alpha:\op{sgAb}(Z\curlyvee X,Y)\sira \op{sgAb}(Z,X{\Rrightarrow}Y)$ gegeben durch $(\alpha f): z\mapsto (x\mapsto f(z,x))$ f"ur beliebige homogene $f,z,x$. Man zeige, da"s die Evaluation 
$\op{ev}:X\curlyvee  (X{\Rrightarrow}Y)   
  \ra Y$ nach \ref{TKoX} unter diesen Identifikationen derjenigen 
  biadditiven Abbildung entspricht,
  die auf homogenen Elementen gegeben wird durch 
  $(x,f)\mapsto (-1)^{|x||f|}f(x)$. Man zeige weiter, da"s das Tensorieren von internem Hom $ (W{\Rrightarrow}X) \bar\otimes  (Y{\Rrightarrow}Z) 
\ra  (W\otimes Y){\Rrightarrow}( X \bar\otimes Z)$ nach \ref{TMoX} unter diesen Identifikationen derjenigen 
  biadditiven Abbildung entspricht,
  die auf homogenen Elementen gegeben wird durch\label{VZhet} 
  $f\bar\otimes g\mapsto \big(w\bar\otimes y\mapsto (-1)^{|g||w|} f(w)\bar\otimes g(y)\big)$. 
\end{Ubung}



\subsection{Monoide und ihre Moduln}


\begin{Definition}
  Einen Schmelzfunktor von der
  terminalen Schmelzkategorie in eine beliebige Schmelzkategorie  $A:\op{scat}\ra\mathcal M$ 
  nennen wir ein {\bf Abmonoid in $\mathcal M$}\label{Kmon} oder
  {\bf $\mathcal M$-Abmonoid}. 
   Unter einem {\bf Homomorphismus von Abmonoiden}\index{Homomorphismus!von Abmonoiden} $A\ra B$
  verstehen wir eine Transformation der entsprechenden Schmelzfunktoren.
 % alias einen Morphismus $A(\ast)\ra B(\ast)$ zwischen den jeweiligen Bildern des einzigen
%  Objekts $\ast\in \op{scat}$ mit gewissen Eigenschaften, die ich sp"ater ausschreibe. 
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
  Diese Terminologie hat die Schw"ache, da"s ein Abmonoid
  im hier eingef"uhrten Sinne nicht dasselbe ist wie ein $\op{Ab}$-Monoid  in sp"ater eingef"uhrter
  Terminologie. Da sich aber erweisen wird, da"s man
  ein $\op{Ab}$-Monoid auch schlicht einen  Ring nennen kann, habe  ich mich
  daf"ur entschieden, diesen
  terminologischen Konflikt auszuhalten.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Abmonoide als Objekte mit Verkn"upfung}]
  Ein Abmonoid $A:\op{scat}\ra\mathcal M$
  wird\label{Abmm} festgelegt durch das Bild $A=A(\ast)$ des einzigen Objekts von $\op{scat}$ und das Bild $$m=m_A: A\curlyvee A\ra A$$ der einzigen
  Zweiverschmelzung von $\op{scat}$. So ein Datum $(A,m)$
  kommt seinerseits  genau dann von einem
  Abmonoid her, wenn
  die {\bf Assoziativit"at} $m\circ (m\curlyvee\op{id})=m\circ (\op{id}\curlyvee m)$,  die Existenz einer {\bf neutralen
    Leerverschmelzung} $1=1_A:\curlyvee\ra A$ mit $m \circ (1\curlyvee \op{id})=m \circ (\op{id}\curlyvee 1)=\op{id}$ alias $1\in_{\mathcal M}A$ und die {\bf Kommutativit"at} $m\circ\hat\tau=m$ erf"ullt sind.
  Lassen wir die Forderung der Kommutativit"at fallen, so
  nennen wir unsere Struktur ein {\bf Monoidobjekt} oder
  kurz {\bf Monoid}. Ich nenne $1_A$ die
  {\bf Eins von $A$}.\index{Eins!von Abmonoid} 
  Sie ist auch f"ur Monoide 
  eindeutig bestimmt, wenn sie existiert, wie Sie allgemeiner in \ref{EeE}
  zeigen sollen. Die Zweiverschmelzung $m$ hei"st die {\bf Verkn"upfung}\index{Verkn"upfung!von Abmonoid} unseres Abmonoids. Ein Morphismus $\varphi:A\ra B$ in $\mathcal M$ ist
  genau dann ein Morphismus von Abmonoiden, wenn gilt
  $\varphi\circ m_A= m_B\circ(\varphi\curlyvee \varphi)$ und
  $\varphi\circ 1_A=1_B$. 
  Im nichtkommutativen Fall nennen wir das einen
  {\bf Monoidhomomorphismus}. Lassen wir auch die Forderung nach der Existenz einer Eins fallen, so nennen wir unser Datum $(A,m)$
  ein {\bf Assoziativobjekt}\index{Assoziativobjekt} und nennen die mit den
  jeweiligen Verkn"upfungen vertr"aglichen Morphismen {\bf Homomorphismen von
    Assoziativobjekten}. 
  Mehr dazu wird in \ref{StrS} folgende diskutiert.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Ich insistiere darauf, da"s bei der
  Definition eines Monoids die Notation $A\curlyvee A$ die durch
  die Menge $\{1,2\}$ indizierte konstante Zweifamilie meint und
  nicht eine durch irgendeine andere zweielementige
  Menge indizierte konstante Zweifamilie. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Banale Monoidobjekte}]
  Gegeben eine Kategorie $\mathcal C$ k"onnen wir jedes Objekt
  $A\in \mathcal C$ nur auf genau eine Weise
  als ein $\curlyvee\mathcal C$-Monoid der zugeh"origen banalen
  Schmelzkategorie auffassen, indem wir n"amlich 
  die Zweiverschmelzung $(\op{id},\op{id}):A\curlyvee A\ra A$
  als Verkn"upfung nehmen. Das folgt daraus, da"s f"ur die Eins nur die einzige Leerverschmelzung 
  $\curlyvee \ra A$ in Betracht kommt.\label{banN} F"ur diese
  Strukturen auf zwei Objekten $A,B$ ist  
  jeder Morphismus $f:A\ra B$ ein Monoidhomomorphismus.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Monoidmoduln}]
 Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ 
  und  ein Monoid $(A,m)$ von $\mathcal M$ erkl"aren wir
  einen
  {\bf $A$-Modul}\index{Modul!in Schmelzktegorie}\label{modOk}
  oder ausf"uhrlicher {\bf $A$-Monoidmodul}\index{Monoidmodul}
  als ein Objekt
  $M\in\mathcal M$ mitsamt einer Zweiverschmelzung $$m_M:A\curlyvee M\ra M$$
 derart, da"s gilt
   $m_M\circ (m\curlyvee \op{id})=m_M\circ (\op{id}\curlyvee m_M)$ im Raum der
    Verschmelzungen
 $ A\curlyvee A\curlyvee M\ra M$
  und $m_M\circ (1\curlyvee \op{id})=\op{id}$ im Raum der Verschmelzungen
  $M\ra M$. Unter einer {\bf Verschmelzung von $A$-Moduln} verstehen wir
  eine Verschmelzung von $A$-Objektmoduln im Sinne von 
  \ref{muae}.
  Wir notieren 
  $$\mathcal M_{A\curlyvee}$$
  die Schmelzkategorie der $A$-Moduln. Per definitionem
  bilden unsere $A$-Mo\-no\-id\-mo\-duln eine volle  Schmelzunterkategorie
  $
  \mathcal M_{A\curlyvee}\subset \mathcal M_{A\curlyvee'}$
  der multi"aquivarianten Schmelzkategorie aller $A$-Ob\-jekt\-mo\-duln
  im Sinne von \ref{muae}.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} Ein $\op{Ab}$-Abmonoid ist ein Kring
  und die Schmelzkategorie $\op{Ab}_{k\curlyvee}$  der Moduln "uber einem Kring
  $k$  ist unsere Schmelzkategorie $\op{Mod}_k$ der $k$-Moduln
  aus \ref{VrS}, in Formeln
  $$\op{Ab}_{k\curlyvee }=\op{Mod}_k$$
\end{Beispiel}





\begin{Bemerkungl}
  Jetzt wird im Schnelldurchgang  alles bisher Gesagte
  in der opponierten Situation
  mit der Vorsilbe Ko wiederholt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Einen  Trennfunktor $\op{tcat}\ra\mathcal T$ der
  terminalen Trennkategorie in eine beliebige Trennkategorie $\mathcal T$
  nennen wir ein {\bf Koabmonoid in $\mathcal T$} oder auch
  {\bf $\mathcal T$-Koabmonoid}.\label{Kokm}
  Unter einem {\bf Homomorphismus von  Koabmonoiden}\index{Homomorphismus!von Koabmonoiden} verstehen wir eine Transformation der entsprechenden Trennfunktoren. 
\end{Definition}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Koabmonoide als Objekte mit Koverkn"upfung}] Ein Koabmonoid $C:\op{tcat}\ra\mathcal T$
  wird festgelegt durch das Bild $C=C(\ast)$ des einzigen Objekts von $\op{tcat}$ und das Bild $$\Delta=\Delta_C: C\ra C\curlywedge C$$ der einzigen
  Zweitrennung von $\op{tcat}$. So ein Datum $(C,\Delta)$
  kommt seinerseits  genau dann von einem
  Koabmonoid her, wenn 
  die {\bf Koassoziativit"at} $(\Delta\curlywedge\op{id})\circ\Delta =(\op{id}\curlywedge \Delta)\circ \Delta$, die Existenz einer
  {\bf koneutralen Leertrennung} $\varepsilon=\varepsilon_C:C\ra \curlywedge$ mit $(\varepsilon \curlywedge \op{id})\circ \Delta  =(\op{id} \curlywedge\varepsilon )\circ \Delta  =\op{id}$ und die {\bf Kokommutativit"at} $\hat\tau\circ\Delta=\Delta$ erf"ullt sind. Lassen wir die Forderung der Kokommutativit"at fallen, so
  nennen wir unsere Struktur ein {\bf Komonoidobjekt} oder
  kurz {\bf Komonoid}. Ich nenne $\varepsilon_C$ die
  {\bf Koeins von $C$}.\index{Koeins!von Komonoid} 
  Sie ist auch f"ur Komonoide 
  eindeutig bestimmt, wenn sie existiert, wie Sie allgemeiner in \ref{EeE}
  zeigen sollen. Die Zweitrennung
  $\Delta_C$ hei"st die
  {\bf Koverkn"upfung von $C$}.\index{Koverkn"upfung!von Komonoid}
 Ein Morphismus $\varphi:C\ra D$ in $\mathcal M$ ist
  genau dann ein Morphismus von Koabmonoiden, wenn gilt
  $\Delta_D\circ \varphi= (\varphi\curlyvee \varphi)\circ\Delta_C$ und
  $\varepsilon_C =\varepsilon_D\circ \varphi$. 
  Im nichtkommutativen Fall nennen wir das einen
  {\bf Komonoidhomomorphismus}.
 \end{Bemerkungl}


  


 
\begin{Beispiel}[\textbf{Banale Komonoidobjekte}]
  Gegeben eine Kategorie $\mathcal C$ k"on\-nen wir  jedes Objekt
  $A\in \mathcal C$ auf genau eine Weise als ein Komonoidobjekt der zugeh"origen banalen
  Trennkategorie $\curlywedge\mathcal C$ auffassen, indem wir 
  als Koverkn"upfung die {\bf Dia\-go\-nal\-tren\-nung}\index{Diagonaltrennung} $\Delta\pdef (\op{id},\op{id}):C\ra C\curlywedge C $
   nehmen. Das folgt daraus, da"s nur die einzige Leertrennung 
  $ C\ra \curlywedge$ als Koeins in Betracht kommt.\label{banT} F"ur diese
  Strukturen auf Objekten $C,D$ ist  
  jeder Morphismus $f:C\ra D$ ein Komonoidhomomorphismus.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Komoduln "uber Komonoiden}]
  Opponiert zu Moduln "uber Monoiden f"uhren wir {\bf Komoduln "uber Komonoiden} alias {\bf Komonoidmoduln}\index{Komonoidmodul} ein und bezeichnen mit $\mathcal T_{C\curlywedge}$ die
  Trennkategorie der Komoduln "uber einen Komonoid $C$ einer Trennkategorie
  $\mathcal T$. Sie ist eine volle Untertrennkategorie  $\mathcal T_{C\curlywedge}\subset \mathcal T_{C\curlywedge'}$ der
  multi"aquivarianten Trennkategorie aller
  $C$-Objektkomoduln aus \ref{muaet}.
\end{Bemerkungl}

\subsection{Bimonoide und Darstellungen} 
\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivariante Verschmelzungen unter Koabmonoid}]
Gegeben $\mathcal M$ eine Trennschmelzkategorie 
  und $C$ ein Koabmonoid in $\mathcal M$ erkl"aren wir die
  {\bf "aquivariante Schmelzkategorie der $C$-Objektdarstellungen}\label{SOO} 
  $$\mathcal M_{C\sacts\!'}$$
 als eine Schmelzkategorie  mit denselben
  Objekten wie im Fall
  der multi"aquivarianten Schmelzkategorie der $C$-Objektmoduln
  $\mathcal M_{ C\curlyvee'}$ aus \ref{muae}, aber wir nennen
  diese Objekte nun  {\bf $C$-Ob\-jekt\-dar\-stel\-lun\-gen} und erkl"aren eine
  Verschmelzung $X_1\curlyvee \ldots\curlyvee X_r\ra Y$
  in $\mathcal M_{C\sacts\!'}$  als eine Verschmelzung in
  $\mathcal M$ derart, da"s das Diagramm
 \begin{displaymath}
\xymatrix{
C\otimes X_1\otimes  \ldots\otimes X_r \ar[r]\ar[d] &   C\otimes Y \ar[dd]\\
C^{\otimes r}\otimes X_1\otimes  \ldots\otimes X_r \ar[d]& \\
 X_1\otimes \ldots\otimes X_r \ar[r]& Y\\
}
 \end{displaymath}
 mit den in hoffentlich offensichtlicher Weise gegebenen Pfeilen kommutiert.
 Der Morphismus $C\ra C^{\otimes r}$ ist dabei die iterierte Koverkn"upfung
 des Koabmonoids $C$ in
 unserer Trennschmelzkategorie. Dann hat
 auch $\mathcal M_{ C\sacts\!'}$ stabil universelle Verschmelzungen
 und das Vergessen der Operation ist ein mit universellen Verschmelzungen
 vertr"aglicher Schmelzfunktor
  $$\mathcal M_{ C\sacts\!'}\ra \mathcal M$$
 \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Im Gegensatz zum Fall "aquivarianter Schmelzkategorien
  k"onnen wir "uber die Existenz
  universeller Verschmelzungen in multi"aquivarianten Schmelzkategorien
  von Objektmoduln im allgemeinen wenig sagen. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante Schmelzkategorie der $C$-Mengen}] 
  Jede Menge $C$ tr"agt nach \ref{banT} genau eine Struktur als Koabmonoid der
  banalen Trennschmelzkategorie $\curlywedge{\op{Ens}}$. Die Komultiplikation
  ist dabei notwendig die
  Diagonale $\Delta=(\op{id},\op{id}):C\ra (C,C)$.
  Die Verschmelzungen der  "aquivarianten Schmelzkategorie
$\curlywedge{\op{Ens}}_{C{\sacts}\!'}$ 
  der $C$-Objektdarstellungen sind alle Abbildungen
  $f:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$\label{kmSKe}  mit
$$f(cx_1,\ldots,cx_r)=cf(x_1,\ldots,x_r)\quad \forall c\in C, r\in\DN, x_i\in X_i $$
   Wie nennen sie   
   {\bf $C$-"aquivariante Multiabbildungen}.\index{Multiabbildung!"aquivariante}
   Die Leerverschmelzungen in $\curlywedge{\op{Ens}}_{C{\ssearrow}\!'}$ entsprechen den
   $C$-Fixpunkten, genauer induziert f"ur alle
  $Y\in \curlywedge{\op{Ens}}_{C{\ssearrow}\!'}$ 
  die aus \ref{bsps} bekannte Bijektion $\curlywedge{\op{Ens}}(\curlyvee, Y)\sira Y$ eine Bijektion
  $$\curlywedge{\op{Ens}}_{C{\sacts}\!'}(\curlyvee, Y)\sira Y^C$$
  Die Schmelzkategorie $\curlywedge{\op{Ens}}_{C{\sacts}\!'}$
  besitzt stabil universelle Verschmelzungen, weil
  bereits f"ur $\curlywedge{\op{Ens}}$
  stabil universelle Verschmelzungen besitzt.
  Ihre Trennschmelzkategorie ist als Trennkategorie 
   die banale Trennkategorie zur Kategorie der 
   $C$-Mengen.
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Darstellungen von Biabmonoiden}]
  Sei $\mathcal M$ eine Trennschmelzkategorie 
  und sei $C\in \mathcal M$ sowohl mit der Struktur eines Koabmonoids  als auch mit der  Struktur eines Abmonoids 
  versehen. Wir  betrachten in der Schmelzkategorie der $C$-Objektdarstellungen aus \ref{SOO} die volle Unterschmelzkategorie
  $$\mathcal M_{ C{\sacts}}\subset \mathcal M_{ C{\sacts}\!'}$$
  aller der $C$-Objekte, die sogar
  $C$-Moduln sind. Nehmen wir zus"atzlich an, da"s  unsere beiden Strukturen auf $C$ in der Weise
  miteinander vertr"aglich sind, da"s  f"ur alle endlichen Mengen $I,J$ die
  Diagramme\label{Bikm} 
  $$\begin{array}{ccc}
    C^{\otimes I}&\ra&C^{\otimes (I\times J)}\\
    \da&&\da\\
     C&\ra&C^{\otimes J}
  \end{array}$$
  mit den in hoffentlich offensichtlicher Weise durch
  die Koabmonoidstruktur gegebenen Horizonalen und durch die
  Abmonoidstruktur gegebenen Vertikalen kommutieren, so nennen wir $C$ ein
  {\bf Biabmonoid}.\index{Biabmonoid} Wenn wir  die Kommutativit"at unseres Diagramms
  f"ur $|I|,|J|\leq 2$ zeigen, so folgt sie bereits im allgemeinen.
  F"ur Darstellungen eines Biabmonoids $C$
 sind die Ziele ihrer
 stabil universellen Verschmelzungen in $\mathcal M_{  C{\sacts}\!'}$
 bereits selbst Darstellungen von $C$, geh"oren also in Formeln bereits zu
 $\mathcal M_{ C{\sacts}}$,
 und sind dort a forteriori auch universelle, ja stabil universelle
  Verschmelzungen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Objekte mit Operation eines Biabmonoids}] 
  Zusammenfassend erhalten wir so f"ur jedes Biabmonoid $C$ einer
  Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ eine weitere
  Trennschmelzkategorie $$\mathcal M_{C{\sacts}}$$
  der {\bf $C$-Darstellungen} und das Vergessen der
  Operation ist vertr"aglich mit stabil
  universellen Verschmelzungen.\label{OOBI}  
\end{Bemerkungl}

  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Multi"aquivariant versus "aquivariant}] 
  Es gilt sorgf"altig zu unterscheiden zwischen der
  multi"aquivarianten Schmelzkategorie der Moduln "uber einem Abmonoid und der
  "aquivarianten Schmelzkategorie der Darstellungen  eines Biabmonoids.
  Im Fall eines gew"ohnlichen Monoids in der kartesischen Schmelzkategorie der
  Mengen sind die Verschmelzungen im multi"aquivarianten
  Fall Multiabbildungen, die
  \glqq "aquivariant sind in jeder Variable\grqq,
  in Formeln $$\varphi(x_1,\ldots,gx_i,\ldots,x_r)=
  g\varphi(x_1,\ldots, x_r)\;\forall i,g$$
Im "aquivarianten Fall jedoch sind
sie in Bezug auf die einzig
m"ogliche 
  Koverkn"upfung alle Multiabbildungen, die
  \glqq  "aquivariant sind f"ur die diagonale Operation\grqq,
  in Formeln $$\varphi(gx_1,\ldots, gx_r)=g\varphi(x_1,\ldots, x_r)\;
  \forall g$$ 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante Schmelzkategorie der $C$-Mengen}] 
  Jedes Abmonoid $C\in\curlywedge{\op{Ens}}$
  wird mit der banalen Struktur als Koabmonoid der
  banalen Trennkategorie $\curlywedge{\op{Ens}}$ nach \ref{banT}
  zu einem Biabmonoid. 
  Die zugeh"orige  Schmelzkategorie $\op{kEns}_{ C{\sacts}}$
  hat als Objekte $C$-Darstellungen
  alias Mengen mit einer Operation des Monoids $C$
  und die universelle Verschmelzung von $X$ und $Y$ ist
  $X\times Y$ mit der \glqq diagonalen\grqq\ Operation von $C$, gegeben
  durch $c(x,y)=(cx,cy)$. Da"s das wieder eine Operation des Abmonoids $C$ ist,
  ist einerseits offensichtlich und andererseits eine formale
  Konsequenz der Biabmonoidstruktur.
\end{Beispiel}

\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Tensorprodukt von Biabmonoiden}]
  Gegeben Biabmonoide $A,B$ einer Trennschmelzkategorie ist auch
  $A\otimes B$ mit der offensichtlichen Ver\-kn"up\-fung und Koverkn"upfung
  ein Biabmonoid. 
\end{Ubung}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine Schmelzkategorie.
  Den partiellen Linksadjungierten des
  verge"slichen Funktors $v$ von der Kategorie der
  Abmonoide in $\mathcal M$ nach $\mathcal M$ notieren wir  $\op{S}$. 
  Existiert f"ur $V\in \mathcal M$ das Abmonoid ${\op{S}}V$, so nennen
  wir es das {\bf freie Abmonoid "uber $V$} und notieren die
  Einheit der Adjunktion $\eta: V \ra {\op{S}}V$.
  Man beschreibe das freie Abmonoid "uber einer Menge in $\curlyvee{\op{Ens}}$.
  Gegeben ein Kring $k$ zeige man, da"s
  das freie Abmonoid "uber einem
  $k$-Modul $M\in \op{Ab}_{\curlyvee k}$ die symmetrische Algebra "uber $V$ ist. 
\end{Bemerkungl}


  
\begin{Ubung}[\textbf{"Au"sere Algebra als Biabmonoid}] 
  Seien $k$ ein Kring und $\op{Ab}_{k\curlyvee}$ die
  Schmelzkategorie der $k$-Moduln und $\op{sg}(\op{Ab}_{k\curlyvee})$
  ihre supergraduierte Version.
  Beide haben stabil universelle Verschmelzungen. 
  Gegeben $V\in \op{Ab}_{k\curlyvee}$
  betrachten wir  das im Grad $1$
  konzentrierte graduierte Objekt
  $V[-1]\in \op{sg}(\op{Ab}_{k\curlyvee})$  und bilden dar"uber das freie
  Abmonoid in $\op{sg}(\op{Ab}_{k\curlyvee})$. \nichtfinal{(freies Abmonoid nicht definiert!)}
  Explizit ist das die
  "au"sere Algebra $\bigwedge V$ mit dem offensichtlichen
  Morphismus $V[-1]\ra \bigwedge V$. Der Morphismus
  $V[-1]\ra \bigwedge V\bar\otimes\bigwedge V$
  gegeben durch $v\mapsto v\bar\otimes 1 + 1\bar\otimes v$ induziert
  einen Morphismus von Abmonoiden
  $$\textstyle\Delta: \bigwedge V\ra \bigwedge V\bar\otimes\bigwedge V$$
  Offensichtlich ist $\Delta$ kokommutativ und koassoziativ und
  macht zusammen mit der durch die Augentation $\varepsilon:  \bigwedge V\ra k$
  als Koeinheit unser $\bigwedge V$ zu einem Biabmonoid\label{AuAu} 
 $$\bigwedge V$$
\end{Ubung}
\begin{Bemerkungw} 
  Sei $k$ ein Kring und $V$ ein $k$-Modul.
  Im Biabmonoid $\bigwedge V$  der "au"seren Algebra induziert
  $v\mapsto -v$ eine Antipode, es ist mithin ein
  Hopfbiabmonoid. Die Beziehung zu altenierenden Multilinearformen diskutieren wir in \ref{geshE} folgende. 
\end{Bemerkungw}
  

\begin{Ubung}[\textbf{Komultiplikation der "au"seren Algebra}]  
   Sei $V$  ein
  Modul "uber einem Kring $k$.\label{shko}
Gegeben  $n=p+q$ nat"urliche Zahlen gibt es 
  genau eine lineare Abbildung $\Delta^{p,q}=\Delta^{p,q}_n:\bigwedge^nV\ra \bigwedge^pV\otimes \bigwedge^qV$ 
  mit $$v_1\wedge\ldots \wedge v_n\mapsto \sum_{\sigma\in \mathcal S_{p,q}}\op{sgn}(\sigma)(v_{\sigma (1)} \wedge \ldots \wedge
v_{\sigma (p)}) \otimes (v_{\sigma(p+1)}\wedge \ldots \wedge v_{\sigma
(p+q)})
$$
f"ur $\cal{S}_{p,q} \pdef \{\sigma \in \cal{S}_{p+q} \mid \sigma (1) {<} \ldots {<}
\sigma (p),\sigma (p+1) {<} \ldots {<} \sigma (p +q)\}$  die 
Menge der 
{\bf $(p,q)$-Shuffles}\index{Shuffle}, also derjenigen Permutationen, die
die Reihenfolge der ersten $p$ Eintr"age und die Reihenfolge der letzten $q$ Eintr"age
erhalten. Man zeige, da"s die Komultiplikation der "au"seren Algebra aus \ref{AuAu} auf $\bigwedge^n V$ gegeben wird durch $\sum_{p+q=n}\Delta^{p,q}$.
Es hei"st auch das {\bf Shuffle-Koprodukt}.\index{Shuffle-Koprodukt}  
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Differentiale als "au"sere Algebra}] 
  Im Fall $V=\DZ d$ der freie $\DZ$-Modul mit Erzeuger $d$
  erhalten wir in  $\op{sgMod}_\DZ=\op{sgAb}$  das Biabmonoid der Differentiale $D=\bigwedge \DZ$ aus \ref{bbd}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{"Au"sere Algebra eines Koprodukts}] 
  Gegeben ein Kring $k$ und $k$-Moduln $V,W$ induziert $(v,w)\mapsto v\bar\otimes 1 + 1\bar\otimes w$  einen
  Isomorphismus von Biabmonoiden\label{AAB}  
  $\bigwedge(V\oplus W)\sira (\bigwedge V)\bar\otimes (\bigwedge W)$. 
 \end{Ubung}


\subsection{Schmelzkategorie der Komplexe}

  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Biabmonoid der Differentiale}] 
  In der Schmelzkategorie der supergraduierten abelschen Gruppen
  $\op{sgAb}$ aus \ref{ZgSM} betrachten wir das Objekt $D$ mit $D^0=D^1=\DZ$ und $D^q=0$ sonst. Wir versehen  $D$ mit der einzig m"oglichen Struktur als Abmonoid, f"ur die
  $1\in \DZ=D^0$ alias die dadurch gegebene Leerverschmelzung
  das neutrale Element ist, sowie mit der einzig m"oglichen Struktur als Koabmonoid, f"ur dessen Ko\-ver\-kn"up\-fung mit der Notation
  $d\pdef 1\in \DZ=D^1$ gilt
  $1\mapsto 1\otimes 1$ und
  $d\mapsto d\otimes 1 + 1\otimes d$.
 Man pr"uft unschwer, da"s wir so
  ein Biabmonoid erhalten. Die einzige substantielle Rechnung
  dazu ist der Fall $|I|=|J|=2$ und dabei, da"s $d\otimes d$ auch beim Weg "uber $D^{\otimes(I\times J)}$ in \ref{Bikm}  
  zu Null gemacht wird. Unter der oberen Horizonale  finden wir aber
  $$d\otimes d\mapsto
  1\otimes d \otimes 1\otimes d+1\otimes d\otimes d\otimes 1+
  d\otimes 1 \otimes 1\otimes d+d\otimes 1\otimes d\otimes 1$$
  Darauf die Vertikale anwenden bedeutet, die mittleren
  Eintr"age zu vertauschen mit Vorzeichen und dann die ersten beiden und
  die letzten beiden Eintr"age zu multiplizieren. Das liefert
  eine Null bei ersten und letzten Term und bei den mittleren
  Termen ebenso $-d\otimes d + d\otimes d=0$  wie gew"unscht.\label{bbd} 
\end{Bemerkungl}








\begin{Bemerkungl}
  Wir erkl"aren  die Schmelzkategorie der {\bf differentiellen graduierten abelschen Gruppen}
  in der Notation aus \ref{Bikm}  als die "aquivariante Schmelzkategorie 
   $$\op{dgAb}\pdef\op{sgAb}_{D{\sacts}}$$
  der supergraduierten abelschen Gruppen mit einer Operation des 
  Biabmonoids $D$ der Differentiale aus \ref{bbd}.\label{Ketn} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Bezug zwischen beiden Definitionen von Kettenkomplexen}]
  Einen Komplex $(X^q,d^q)$ im  "ublichen Sinne \nichtfinal{nach  \eref{Ketd}{TS} oder besser
  \eref{oui}{TS}}
  verstehen wir als ein Objekt $X=(X^q)\in \op{sgAb}$ mit
  derjenigen Operation  $\mu_X:D\curlyvee X\ra X$, die f"ur $x\in X^q$ 
  durch $(d,x)\mapsto d^q(x)$ und $(1,x)\mapsto x$ gegeben wird.
  So erhalten wir einen Isomorphismus von Kategorien\label{KomAG} 
  $$\op{Ket}\sira \op{E}(\op{dgAb})$$
  zwischen der "ublichen Kategorie der Kettenkomplexe
  und der einfachen Kategorie zur  in \ref{Ketn} neu erkl"arten Schmelzkategorie $\op{dgAb}$.
Man sieht leicht ein, da"s eine Zweiverschmelzung $\varphi:X\curlyvee Y\ra Z$
 in $\op{dgAb}$ in Bezug auf die Schreibanordnung  repr"asentiert wird durch eine vom Grad Null homogene bilineare Abbildung
  $$\varphi:X\times Y\ra Z$$
  mit
  $d\varphi(x,y)=\varphi(dx,y)+(-1)^{|x|} \varphi(x,dy)$
  f"ur $x$ homogen vom Grad $|x|$.
  Insbesondere ist die in der Schreibanordnung durch
  $(x,y)\mapsto x\otimes y$ gegebene Zweiverschmelzung
  $X\curlyvee Y\ra X\otimes Y$ in den "ublichen Tensorkomplex
  universell.
 Ebenso sieht man leicht ein, da"s Leerverschmelzungen $\curlyvee \ra Z$
  in $\op{dgAb}$  genau diejenigen
  Leerverschmelzungen von $\op{sgAb}$ sind, die durch Zykel aus
  $\mathcal Z^0X=\op{ker}d^0\subset X^0$ gegeben werden, wir haben also in Formeln
  $$\op{dgAb}(\curlyvee,X)=\mathcal Z^0X$$
  Insbesondere ist der Nullzykel $1\in\DZ[0]$ im Komplex ${\mathbb I}\pdef\DZ[0]$
  mit ${\mathbb I}^0=\DZ$ und ${\mathbb I}^q=0$ f"ur $q\neq 0$ eine universelle Leerverschmelzung
  in $\op{dgAb}$.
  Um zu sehen, da"s unsere universellen Verschmelzungen auch stabil universell
  sind, mag man etwa pr"ufen, da"s jede Multiverkn"upfung universeller
  Verschmelzungen universell ist, und das ist nicht schwer, weil man
  dabei das Differential
  ignorieren darf.
  Um zu zeigen, da"s
  unsere Schmelzkategorie $\op{dgAb}$ internes Hom hat,
  mag man entweder pr"ufen, da"s \nichtfinal{nach \eref{ThAD}{TS}} unser "ublicher Hom-Komplex
  so ein internes Hom ist, oder die allgemeine Theorie bem"uhen, die wir in
  \ref{vHOp} skizzieren und in \ref{JntH} entwickeln.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungw}[\textbf{Internes Hom von Komplexen vom h"oheren Standpunkt}]
In  \ref{JntH}  werden wir lernen, da"s gegeben ein Biabmonoid  $D$ \glqq mit Antipode\grqq\  in einer Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom auch  
  $\mathcal M_{D{\sacts}}$ eine Trennschmelzkategorie mit Multihom ist.
  Wenn wir das einmal wissen, m"ussen wir nur noch pr"ufen, da"s  unser
  Biabmonoid der Differentiale eine Antipode besitzt, um zu folgern,
  da"s $\op{dgAb}$ eine Trennschmelzkategorie mit Multihom ist.
Genauer wird sich erweisen, da"s f"ur unser Biabmonoid der Differentiale 
der durch  $1\mapsto 1$ und $d\mapsto -d$ gegebene Morphismus
eine Antipode ist und\label{vHOp} 
 da"s  Antipoden eindeutig bestimmt sind, wenn sie
  existieren. 
\end{Bemerkungw}






\nichtfinal{\begin{Bemerkungw}
In \ref{KOMH} konstruieren allgemeiner f"ur eine geeignete Schmelzkategorie $\mathcal M$  die Schmelzkategorie ${\op{dg}}{\mathcal M}$
der Komplexe in $\mathcal M$.
Ist etwa $k$ ein Kring, so erh"alt man auf diese Weise aus 
der Schmelzkategorie $\op{Mod}_k$ der $k$-Moduln die  Schmelzkategorie $\op{dgMod}_k$
der Komplexe von Moduln "uber einem
vorgegebenen Kring $k$.
\end{Bemerkungw}}









\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Gegeben ein Kringhomomorphismus $A\ra B$ ist die
  Erweiterung der Skalare ein mit universellen Verschmelzungen
  vertr"aglicher Schmelzfunktor\label{Koefw}  
  $$B\otimes_A:\op{dgMod}_A\ra \op{dgMod}_B$$
\end{Ubung}


\subsection{Angereicherte Schmelzkategorien}
\begin{Bemerkungl}
  Wir besprechen zun"achst additive Strukturen, $k$-Strukturen
  und ihre Verallgemeinerung zu $(\mathcal S,w)$-Strukturen in Bezug auf eine Schmelzkategorie $\mathcal S$ mit einem ausgezeichneten treuen Schmelzfunktor $w:\mathcal S\ra\op{kEns}$, bevor wir das noch allgemeinere Konzept einer
  $\mathcal S$-Schmelz\-ka\-te\-go\-rie einf"uhren.\label{SetZ} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}  Unter einer {\bf additiven Struktur}\index{additiv! Struktur auf Schmelzkategorie}\index{Struktur!additive!auf Schmelzkategorie} auf einer
  Schmelzkategorie verstehen wir die Vorgabe einer Verkn"upfung
  \glqq Addition\grqq\ auf allen Verschmelzungsmengen derart, da"s
  alle Multiverkn"upfungen multiadditive Abbildungen werden.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Erste Konstruktion einer additiven Struktur auf $\op{Ab}$}]
  Wir erhalten eine additive Struktur auf der Schmelzkategorie $\op{Ab}$ der
  abelschen Gruppen, indem wir alle Mengen $\op{Ab}(B,Y)$ von multiadditiven Abbildungen mit ihrer
  von der Addition auf $Y$ induzierten Addition versehen.\label{adoff}
 \end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}  Gegeben ein Kring $k$ erkl"aren wir  eine
  {\bf $k$-Struktur}\index{Struktur!$k$-Struktur!auf Schmelzkategorie}
  auf einer
  Schmelzkategorie  die Vorgabe einer Struktur als $k$-Modul auf allen Verschmelzungsmengen derart, da"s
  alle Multiverkn"upfungen $k$-multilineare Abbildungen werden.\label{Sks} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Offensichtliche $k$-Struktur auf $\op{Ab}_k$}]
  Gegeben ein Kring $k$ erhalten wir
  eine $k$-Struktur auf der Schmelzkategorie $\op{Ab}_k$ der
  $k$-Moduln, indem wir alle Mengen $\op{Ab}(B,Y)$ von multiadditiven Abbildungen mit ihrer
  von der $k$-Modulstruktur auf $Y$ induzierten $k$-Modulstruktur versehen.\label{adkoff}
 \end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl} 
Gegeben eine
Schmelzkatgorie $\mathcal M$ mit additiver Struktur
faktorisiert ihr Leerverschmelzungsfunktor in offensichtlicher
Weise als $\op{L}=v\circ \op{L}^+$ "uber den Vergi"sfunktor  $v:\op{Ab}\ra\op{kEns}$. Wir machen in diesem Fall meist keinen
Unterschied in der Notation zwischen dem Leerverschmelzungsfunktor
 und dem {\bf additiv angereicherten Leerverschmelzungsfunktor}\index{Leerverschmelzungsfunktor!additiv angereicherter} $\op{L}^{+}:\mathcal M\ra \op{Ab}$. Analoges gilt f"ur Schmelzkategorien mit $k$-Struktur f"ur einen Kring $k$. 
\end{Bemerkungl}






 \begin{Beispiel}[\textbf{Additive Struktur durch Leerverschmelzfaktorisierung}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie mit Multihom  $\mathcal M$ 
  und eine Faktorisierung ${\op{L}}=v\circ {\op{A}}$ ihres Leerverschmelzungsfunktors
  "uber den Vergi"sfunktor $v:\op{Ab}\ra \op{kEns}$ erhalten wir eine additive
  Struktur auf $\mathcal M$, indem wir Additionen auf den
  Verschmelzungsmengen dadurch festlegen, da"s die Verkn"upfung der von unserer Faktorisierung
  herr"uhrenden  Bijektionen mit den   in  \ref{MorEk} erkl"arten  Bijektionen $$v{\op{A}}(B{\Rrightarrow}Y)\sira {\op{L}}(B{\Rrightarrow}Y)\sira\mathcal M(B,Y)$$
  Isomorphismen von abelschen Gruppen sein sollen.\label{adTL}  
 \end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Zweite Konstruktion der  additiven Struktur auf $\op{Ab}$}]   Der Leerverschmelzungsfunktor von $\op{Ab}$ ordnet jeder
  abelschen Gruppe $X$ die Menge der Abbildungen der einpunktigen Menge
  in unsere Gruppe zu und faktorisiert in offensichtlicher Weise
  "uber den Vergi"sfunktor $v:\op{Ab}\ra\op{Ens}$.
  Die sich dar"uber mit \ref{adTL} ergebende additive Struktur auf
  der Schmelzkategorie  $\op{Ab}$ f"allt mit der offensichtlichen
  additiven Struktur
  aus \ref{adoff} zusammen.\label{addAB}  
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungw}[\textbf{Eindeutigkeit additiver Strukturen}]
  Wir zeigen in \eref{EaSc}{TSF}, da"s
  Schmelzkategorien mit universellen Verschmelzungen und Multihom, deren
  zugrundeliegende einfache Kategorien eine additive Struktur und
  endliche Produkte oder gleichbedeutend endliche Koprodukte haben,
  eine eindeutig bestimmte additive Struktur besitzen. 
\end{Bemerkungw}







%\begin{Beispiel}[\textbf{Nocheinmal additive Struktur auf $\op{Ab}$}]   Der Leerverschmelzungsfunktor der Schmelzkategorie  $\op{Ab}$ ordnet jeder
%  abelschen Gruppe $X$ die Menge der Abbildungen der einpunktigen Menge
%  in unsere Gruppe zu. Das Auswerten am einzigen Element liefert
%  folglich eine Bijektion $\op{Ab}(\curlyvee,X)\sira v(X)$ mit  %$v:\op{Ab}\ra\op{kEns}$ dem Vergi"sfunktor. 
 % Gegeben eine Kleinfamilie $B$ von abelschen Gruppen und eine
%  abelsche Gruppe $Y$  erhalten wir so zusammen mit \ref{MorEk}
% Bijektionen\label{addAB}  $$v(B{\Rrightarrow}Y)\;\sila\;\op{Ab}(\curlyvee,(B{\Rrightarrow}Y))\;\sira\; \op{Ab}(B,Y)$$
%  Indem wir mit diesen Bijektionen die Gruppenstruktur von links nach rechts
%  "uber\-tra\-gen, erhalten wir auf jeder
%  Menge $\op{Ab}(B,Y)$ von Verschmelzungen  die Struktur einer abelschen Gruppe und insgesamt eine additive Struktur auf der Schmelzkategorie $\op{Ab}$.
%\end{Beispiel}
    
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein treuer Schmelzfunktor $w:\mathcal S\ra \op{kEns}$
    erkl"aren wir eine {\bf $(\mathcal S,w)$-Struktur auf einer
    Schmelzkategorie $\mathcal M$} als die Vorgabe einer\label{SwStr} 
    $(\mathcal S,w)$-Struktur im Sinne von \ref{SStr} auf jeder Verschmelzungsmenge  derart, da"s alle Multi\-ver\-kn"up\-fun\-gen mit den jeweiligen $(\mathcal S,w)$-Strukturen vertr"aglich sind und da"s alle Identit"aten
    $\op{id}_X\in \mathcal M(X,X)$, aufgefa"st als $\op{kEns}$-Leerverschmelzungen nach
 $\mathcal M(X,X)$, vertr"aglich sind mit der $(\mathcal S,w)$-Struktur 
  auf $\mathcal M(X,X)$ im Sinne von \ref{SStr}. 
    Der Leerverschmelzungsfunktor einer Schmelzkategorie mit $(\mathcal S,w)$-Struktur  faktorisiert in offensichtlicher Weise als
    ${\op{L}}=v\circ {\op{L}}^{(\mathcal S,w)}$ mit ${\op{L}}^{(\mathcal S,w)}$
    einem Schmelzfunktor in 
     die Schmelzkategorie 
    $\op{kEns}_{(\mathcal S,w)}$  der Mengen
     mit $(\mathcal S,w)$-Struktur aus
     \ref{SStr} und $v:\op{kEns}_{(\mathcal S,w)}\ra \op{kEns}$ dem Vergi"sfunktor.  Wir machen in diesem Fall meist keinen
Unterschied in der Notation zwischen dem Leerverschmelzungsfunktor
und dem {\bf  angereicherten Leerverschmelzungsfunktor} $\op{L}^{(\mathcal S,w)}:\mathcal M\ra \op{kEns}_{(\mathcal S,w)}$ und schreiben  meist abk"urzend $\op{L}=\op{L}^{(\mathcal S,w)}$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel} Die additiven Strukturen auf einer Schmelzkategorie
  sind in offensichtlicher Bijektion zu
  den $(\op{Ab},v)$-Strukturen auf besagter Schmelzkategorie in derselben Weise, wie additive Strukturen auf einer Menge in Bijektion sind zu $(\op{Ab},v)$-Strukturen auf besagter Menge.\label{adAB} 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel} Gegeben ein Abmonoid $(\Gamma,+)$ und $\op{Ab}^\Gamma$ die
  Schmelzkategorie der $\Gamma$-graduierten abelschen Gruppen
  betrachten wir den
  Schmelzfunktor 
  $w: \op{Ab}^\Gamma\ra \op{kEns}$, der  einer Familie
  $M=(M^\gamma)_{\gamma\in \Gamma}$ abelscher Gruppen die ihrer direkten Summe
  zugrundeliegende Menge $\bigoplus_{\gamma\in \Gamma}M^\gamma$ zuordnet.
  Er ist treu, aber nicht volltreu.
  Im Gegensatz zu $v: \op{Ab}\ra \op{kEns}$ ist er 
  nicht einmal volltreu auf Leerverschmelzungen, denn Leerverschmelzungen
  in $\op{Ab}^\Gamma(\curlyvee,M)$ sind nur die Elemente von $M^0$ f"ur
  $0\in \Gamma$ das neutrale Element. 
  Eine $(\op{Ab}^\Gamma,w)$-Struktur auf einer Schmelzkategorie ist dann
  eine Struktur von $\Gamma$-graduierter abelscher Gruppe auf jeder
  Menge von Verschmelzungen derart, da"s alle Multiverkn"upfungen
  homogen und multiadditiv werden und alle Identit"aten homogene Elemente
  vom Grad Null. Letzteres mu"s im Fall $\Gamma=\DZ$ nicht extra gefordert
  werden, im allgemeinen aber schon, vergleiche \eref{HoEin}{KAG}. 
\end{Beispiel}




\begin{Bemerkungl}  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom
  und treuem Leerverschmelzungsfunktor  $\op{L}:\mathcal M\ra \op{kEns}$  liefern unsere in \ref{MorEk} eingef"uhrten Bijektionen $\op{L}(B{\Rrightarrow}X)\sira \mathcal M(B,X)$
eine $(\mathcal M,\op{L})$-Struktur auf $\mathcal M$.\label{trLO} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Dritte Konstruktion der additiven Struktur auf $\op{Ab}$}] Die  durch \ref{trLO} gegebene $(\op{Ab},v)$-Struktur auf   $\op{Ab}$ entspricht unter unserer Bijektion aus \ref{adAB}
  der in \ref{addAB} erkl"arten additiven Struktur auf $\op{Ab}$.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Angereicherte Schmelzkategorien}] 
Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal S$ erkl"aren wir eine {\bf $\mathcal S$-Schmelz\-ka\-te\-go\-rie}\index{Schmelzkategorie!$\mathcal S$-Schmelzkategorie} $\mathcal M$ 
  als
  ein Datum bestehend aus einer Menge $\mathcal M$ von Objekten und\label{anS}
  f"ur jede Objektkleinfamilie $B=(B_j)_{j\in J}$ in $\mathcal M$
  und jedes  $Y\in\mathcal M$
  einem {\bf Verschmelzungsobjekt}\index{Verschmelzungsobjekt}
  $$\mathcal M(B,Y)\in \mathcal S$$
  und f"ur jede weitere Objektkleinfamilie $A=(A_i)_{i\in I}$ und jede
  Abbildung $\varphi:I\ra J$ einer ausgezeichneten $\mathcal S$-Verschmelzung
mit dem Namen 
  {\bf Multiverkn"upfung}  $$\big(\mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)},B_j)\big)_{j\in J} \curlyvee \mathcal M(B,Y)\ra \mathcal M(A,Y)$$
   der mit $J\sqcup \{J\}$ indizierten
Objektkleinfamilie $ J\sqcup \{J\}\ra \mathcal S$  
  gegeben durch $j\mapsto \mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)},B_j)$ und  $J\mapsto \mathcal M(B,Y)$ in das $\mathcal S$-Objekt $\mathcal M(A,Y)$.\index{Multiverkn"upfung!im angereicherten Fall}
  Von diesen Daten fordern wir, da"s das Analogon der Assoziativit"atsbedingung
  aus unserer Definition \ref{MuC}  einer Schmelzkategorie erf"ullt ist
  und da"s es f"ur jede Einsfamilie $A$ in $\mathcal M$ 
  eine Leerverschmelzung $\op{id}_A\in\mathcal S(\curlyvee, \mathcal M(A,A_*))$
  gibt derart, da"s die Verkn"upfung
  $$\mathcal M(B,A_*) \ra \mathcal M (B,A_*) \curlyvee \mathcal M(A,A_*) \ra \mathcal M (B,A_*)$$
  mit dem ersten Pfeil gegeben durch $\op{id}_A$ und dem zweiten Pfeil durch
  die Multiverkn"upfung in $\mathcal M$ stets die Identit"at auf $\mathcal M (B,A_*)$ ist und da"s umgekehrt auch das entsprechende Vorschalten
  der $\op{id}_{B_j}$ die Identit"at auf $\mathcal M(B,A_*)$ induziert.
  Wenn wir $\mathcal S$ nicht spezifizieren wollen, reden wir von einer {\bf angereicherten Schmelzkategorie}.\index{Schmelzkategorie!angereicherte} Wenn
  wir $\mathcal S$ in der Notation verdeutlichen wollen, schreiben wir $$\mathcal M/\mathcal S$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Eine   $\op{kEns}$-Schmelzkategorie ist dasselbe wie eine
gew"ohnliche Schmelzkategorie.  Eine $\op{Ab}$-Schmelzkategorie
  ist dasselbe wie eine Schmelzkategorie mit
  additiver Struktur.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal S$ versteht man unter einer
  {\bf $\mathcal S$-Kategorie}\index{Kategorie!$\mathcal S$-Kategorie}
  oder ausf"uhrlicher einer {\bf in $\mathcal S$
    angereicherten Kategorie}\index{Kategorie!angereichert in
    Schmelzkategorie} ein Datum bestehend aus einer Menge
  $\mathcal C$ von {\bf Objekten} und
  f"ur je zwei Objekte $X,Y\in \mathcal C$ einem  {\bf Morphismenobjekt}
  $\mathcal C(X,Y)\in \mathcal S$ und f"ur je drei Objekte $X,Y,Z$ einer
  {\bf Verkn"upfungsverschmelzung}
  $$\mathcal C(X,Y)\curlyvee \mathcal C(Y,Z)\ra  \mathcal C(X,Z)$$
  derart, da"s die Verkn"upfung assoziativ ist und es f"ur jedes Objekt
  $X$ eine Leerverschmelzung $\op{id}_X\in_{\mathcal S}\mathcal C(X,X)$ gibt,
  die beim Vor- und Nachschalten Morphismen unver"andert l"a"st.\label{agerK}
  Diese Leerverschmelzungen sind dann eindeutig bestimmt
  und das alles gelingt sogar allgemeiner f"ur monotone
  Schmelzkategorien $\mathcal S$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
 Sei  $v:\mathcal S\ra \op{kEns}$ ein treuer Schmelzfunktor. 
Wir erinnern aus \ref{SStr} die Schmelzkategorie 
    $\op{kEns}_{(\mathcal S,v)}$  der Mengen
      mit $(\mathcal S,v)$-Struktur. 
    Eine Schmelzkategorie mit
    $(\mathcal S,v)$-Struktur ist dasselbe wie eine in  
    $\op{kEns}_{(\mathcal S,v)}$
    angereicherte Schmelzkategorie. Es ist   auch im
    wesentlichen dasselbe wie eine in $\mathcal S$
    angereicherte Schmelzkategorie,
    wie wir in \ref{stSCH} ausf"uhren.  
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Ich vermeide die Diskussion, was das Analogon der
  Familienkategorie einer angereicherten Schmelzkategorie
  $\mathcal M/\mathcal S$ sein sollte. Ich verwende im weiteren
  f"ur $A,B$ Objektkleinfamilien in $\mathcal M$ und $\varphi:\bar A\ra \bar B$ eine Abbildung auf den Indexmengen 
  die Notation $$\mathcal M^\curlyvee_\varphi(A,B)\pdef \big(\mathcal M(A|_{\varphi^{-1}(j)},B_j)\big)_{j\in \bar B} $$
  f"ur die entsprechende Kleinfamilie von Objekten von $\mathcal S$, so da"s
  unsere Multiverkn"upfungen auch notiert werden k"onnen als $\mathcal S$-Verschmelzungen $$\mathcal M^\curlyvee_\varphi(A,B)\curlyvee \mathcal M(B,Y)\ra \mathcal M(A,Y)$$
 \end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Angereicherte Schmelzfunktoren}]
Unter einem Schmelzfunktor $F$ 
 von  einer $\mathcal S$-Schmelzkategorie $\mathcal M$ in eine
  $\mathcal T$-Schmelzkategorie $\mathcal N$ "uber einem Schmelzfunktor
der anreichernden Schmelzkategorien $\mathcal \varphi:\mathcal S\ra \mathcal T$ verstehen wir ein Datum bestehend aus einer\label{SCAmm} 
 Abbildung $F: \mathcal M\ra \mathcal N$ auf den Objektmengen und $\mathcal T$-Morphismen $F:\varphi(\mathcal M(B,Y))\ra \mathcal N(FB,FY)$,
 die  mit Multiverkn"upfungen  vertr"aglich sind in der offensichtlichen Weise.
  Wir notieren so einen Schmelzfunktor
  $$F/\varphi: \mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal N/\mathcal T$$
  Es ist klar, wie angereicherte Schmelzfunktoren zu verkn"upfen sind.
  Einigen Spezialf"allen geben wir eigene Namen und Bezeichnungen.
  \begin{enumerate}
    \item
Angereicherte Schmelzfunktoren, die  die Identit"at auf den Objektmengen sind, nennen wir
{\bf objektfest};\index{objektfest}
\item Angereicherte Schmelzfunktoren, bei denen  die  induzierten 
$\mathcal T$-Morphismen
  s"amtlich  Isomorphismen  $F:\varphi(\mathcal M(B,Y))\sira \mathcal N(FB,FY)$ sind, nennen wir  {\bf $\varphi$-volltreu};\index{volltreu!$\varphi$-volltreu}
\item  Schmelzfunktoren von $\mathcal S$-Schmelzkategorien "uber
  $\varphi=\op{id}:\mathcal S\ra \mathcal S$ nennen wir
  {\bf $\mathcal S$-Schmelzfunktoren}.\index{Schmelzfunktor!$\mathcal S$-Schmelzfunktor}   
  \end{enumerate}
  \label{SSF} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Gegeben  $\mathcal M/\mathcal S$ eine angereicherte Schmelzkategorie  erkl"aren wir einen {\bf Anreicherungsfunktor}\index{Anreicherungsfunktor}\label{ARF}  
 $F:\mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S$ 
  als ein Datum bestehend
  aus einer Abbildung $F: \mathcal M \ra \mathcal S$ zwischen den jeweiligen
  Mengen von Objekten
  zusammen mit der Vorgabe von $\mathcal S$-Verschmelzungen $ \kappa_F(A,Y):F(A)\curlyvee\mathcal M(A,Y)\ra F(Y)$ f"ur jede Objektkleinfamilie $A$ und jedes Objekt $Y$ von $\mathcal M$
  mit den offensichtlichen Vertr"aglichkeiten. Jeder Anreicherungsfunktor
  induziert in offensichtlicher Weise einen angereicherten Schmelzfunktor
  $$F/{\op{L}}_{\mathcal S}: \mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S/{\op{kEns}}$$ 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  Gegeben eine $\mathcal S$-Schmelzkategorie $\mathcal M/\mathcal S$
  erkl"aren wir ihren {\bf angereicherten
    Leerverschmelzungsfunktor}\index{Leerverschmelzungsfunktor!angereicherter}
  als den Anreicherungsfunktor
  $\op{L}=\op{L}_{\mathcal M}=\op{L}^{\mathcal S}_{\mathcal M}:
  \mathcal M/\mathcal S\ra\mathcal S$ gegeben durch
  $\op{L}(X)\pdef \mathcal M(\curlyvee,X)$.
  Dieser Anreicherungsfunktor  induziert insbesondere
  wie in \ref{ARF} besprochen einen
  angereicherten Schmelzfunktor 
  $$\op{L}={\op{L}}_{\mathcal M}/{\op{L}}_{\mathcal S}
  :\mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S/{\op{kEns}}$$
  Besitzt $\mathcal S$ Multihom, so induziert er, wie wir in
  \ref{Arff} besprechen werden, sogar einen  angereicherten Schmelzfunktor 
  $$\op{L}={\op{L}}_{\mathcal M}/{\mathcal S} :\mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S^{\op{sa}}/{\mathcal S}$$
\end{Beispiel}


  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Umstrukturieren}]
 Gegeben ein Schmelzfunktor  $\varphi:\mathcal S\ra \mathcal T$ wird aus jeder
  $\mathcal S$-Schmelz\-ka\-te\-go\-rie $\mathcal M/\mathcal S$ in offensichtlicher Weise eine
  $\mathcal T$-Schmelz\-ka\-te\-go\-rie $\varphi(\mathcal M/\mathcal S)$ mit derselben
 Menge von Objekten.  Wir verwenden daf"ur je nach Kontext 
 die  Notationen
 $\varphi(\mathcal M/\mathcal S)=\varphi(\mathcal M)=\mathcal M/\mathcal T$ und 
 nennen diese Konstruktion das {\bf Umstrukturieren von $\mathcal M$ mit  $\varphi$}.\label{Umstr}\index{Umstrukturieren!von angereicherter Schmelzkategorie} In dieser Situation ist die
 Identit"at auf der Menge der Objekte zusammen mit der Identit"at auf 
 $\varphi(S)$ f"ur alle Verschmelzungsobjekte $S$ ein objektfester $\varphi$-volltreuer 
 angereicherter Schmelzfunktor
 $$U/\varphi: \mathcal M/\mathcal S\ra \mathcal M/ \mathcal T$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} Sei $k$ ein Kring.
  Wir k"onnen jede in $k$-Moduln angereicherte
  Schmelzkategorie umstrukturieren zu einer in abelschen Gruppen angereicherten
  Schmelzkategorie und weiter zu einer in $\op{kEns}$ angereicherten alias
  gew"ohnlichen Schmelzkategorie, indem wir erst die
  $k$-Operation und dann auch noch die Gruppenstruktur
  auf den Verschmelzungsobjekten vergessen.
\end{Beispiel}
  

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $(\mathcal S,v)$ eine Schmelzkategorie mit einem treuen Schmelzfunktor $v:\mathcal S\ra \op{kEns}$\label{stSCH} liefert jede
  $\mathcal S$-Schmelzkategorie eine
  Schmelzkategorie mit $(\mathcal S,v)$-Struktur durch
  Umstrukturieren mit der Schmelz"aquivalenz
  $\mathcal S\sirra \op{kEns}_{(\mathcal S,v)}$.
  Ist unsere Schmelz"aquivalenz ein Isomorphismus $\mathcal S\sira \op{kEns}_{(\mathcal S,v)}$ von Schmelzkategorien, so k"onnen wir diese Umstrukturierung auch r"uckg"angig machen.  
  Zum Beispiel liefern im Fall der abelschen Gruppen unsere Konstruktionen einen
  Isomorphismus $\op{Ab}\sira \op{kEns}_{(\op{Ab},v)}$ und in diesem Sinne ist eine in $\op{Ab}$ angereicherte Schmelzkategorie dasselbe wie eine
  Schmelzkategorie mit additiver Struktur. 
\end{Bemerkungl}

  
\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine Schmelzkategorie 
  $\mathcal M$ mit Multihom erhalten wir\label{MlS}   
  eine $\mathcal M$-Schmelzkategorie
  $\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M$ mit derselben Objektmenge, 
  mit den fraglichen
  Multihomobjekten
  als Verschmelzungsobjekten
  $$\mathcal M^{\op{sa}}(B,Y)\pdef (B{\Rrightarrow}Y)$$ und mit
  analog zu  \ref{VMoX}  erkl"arten  Multiverkn"upfungen. Wir nennen diese
  $\mathcal M$-Schmelzkategorie die
  {\bf Selbstanreicherung von $\mathcal M$}.\label{ASs}
  Unsere Bijektionen zwischen der Menge der Leerverschmelzungen in das Multihom und der Verschmelzungsmenge der entsprechenden Objekte 
  $\mathcal M(\curlyvee,B{\Rrightarrow}X)\sira \mathcal M(B,X)$ 
aus \ref{MorEk} liefern in ihrer Gesamtheit zusammen mit der Identit"at
auf der Objektmenge einen 
objektfesten Isomorphismus  $${\op{L}}(\mathcal M^{\op{sa}})\sira \mathcal M$$
zwischen der Umstrukturierung der Selbstanreicherung mit dem
Leerverschmelzungsfunktor und der urspr"unglichen Schmelzkategorie.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
Besitzt die anreichernde Schmelzkategorie $\mathcal S$ Multihom, so sind Anreicherungsfunktoren  $F:\mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S$ dasselbe wie 
 angereicherte Schmelzfunktoren\label{Arff} $F/\mathcal S:\mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal S^{\op{sa}}/\mathcal S$  in die Selbstanreicherung von $\mathcal S$ nach \ref{ASs}. 
\end{Beispiel}






\begin{Bemerkungl}[\textbf{Selbstanreicherung bei treuem Leerverschmelzungsfunktor}]
   Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom
   und treuem Leerverschmelzungsfunktor notieren wir
   $\mathcal M/\op{kEns}_{(\mathcal M,\op{L})}$ die Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit der in \ref{trLO}
     beschriebenen $(\mathcal M,\op{L})$-Struktur. 
   Wir erhalten in diesem Fall einen objektfesten
$[\op{L}]$-volltreuen angereicherten Schmelzfunktor
$$\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M\ra \mathcal M/\op{kEns}_{(\mathcal M,\op{L})}$$
  "uber der Schmelz"aquivalenz $[\op{L}]:\mathcal M\sirra \op{kEns}_{(\mathcal M,\op{L})}$ nach \ref{SStr}. Unsere beiden angereicherten Schmelzkategorien
      sind also salopp gesprochen dieselben bis auf die Schmelz"aquivalenz
      $[\op{L}]$ zwischen den anreichernden Schmelzkategorien.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $F/\varphi,G/\varphi : \mathcal M/\mathcal S \ra \mathcal N/\mathcal T$ angereicherte Schmelzfunktoren im Sinne von \ref{SCAmm} erkl"aren wir eine
  {\bf Transformation $\tau: F\RA G$ von angereicherten Schmelzfunktoren} als eine Vorschrift, die jedem
  Objekt $X\in\mathcal M$ eine Leerverschmelzung
  $\tau_X\in_{\mathcal T}\mathcal N(FX,GX)$  so zuordnet, da"s f"ur jede Kleinfamilie $B$  in $\mathcal M$ und jedes Objekt $Y\in\mathcal M$
  das Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}\varphi\mathcal M(B,Y)&\ra&\mathcal N(FB,FY)\\
    \da&&\da\\
    \mathcal N(GB,GY)&\ra&\mathcal N(FB,GY)
  \end{array}
  $$
  kommutiert mit den durch Nachschalten von $\tau_Y$ beziehungsweise Vorschalten des Tupels $\tau_B$ gegebenen Morphismen nach rechts unten.  
  Die Menge aller derartigen Schmelzfunktoren wird mit den Transformationen
  als Morphismen selbst eine Kategorie. Wir notieren sie\index{SCat@$\op{SCat}_\varphi$ angereicherte Schmelzfunktoren}
  $$\op{SCat}_\varphi(\mathcal M,\mathcal N)$$
  und im Fall $\varphi=\op{id}:\mathcal S\ra\mathcal S$
  aussagekr"aftiger  
  $\op{SCat}_{\mathcal S}(\mathcal M,\mathcal N)$\index{SCat@$\op{SCat}_{\mathcal S}$ angereicherte Schmelzfunktoren} und im besonders relevanten
  Unterfall $\mathcal S=\op{Mod}_k$
  abk"urzend $\op{SCat}_{k}(\mathcal M,\mathcal N)$.\label{TAS}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungw}  Im allgemeinen besitzt
  eine Kategorie angereicherter Schmelzfunktoren
  selbst keine nat"urliche Anreicherung.
  Zum Beispiel ist in der in \ref{frAA}
  eingef"uhrten Notation 
  $\op{SCat}(\op{scat},\op{Ab})=
  \op{SCat}_\DZ(\op{Ab}\frei\op{scat},\op{Ab}^{\op{sa}})$ %war ^{\op{as}}
   die Kategorie $\op{Kring}$ der
  kommutativen Ringe und es gibt keine
  nat"urliche Addition von Kringhomomorphismen.
  Im Fall angereicherter Funktoren gew"ohnlicher angereicherter
  Kategorien sieht es aber besser aus und wird in
  \eref{LimS}{TD} folgende diskutiert. 
\end{Bemerkungw}

\begin{Bemerkungl} Wir erkl"aren analog in einer Schmelzkategorie angereicherte
  Trennkategorien und die zugeh"origen angereicherten Trennfunktoren und
  dergleichen.\label{AgTr} 
\end{Bemerkungl}

\subsection{Homotopiekategorie der Komplexe}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Additive Struktur der Schmelzkategorie der  Komplexe}] 
  Wir erinnern aus \ref{Ketn}, \ref{KomAG} die
  Schmelzkategorie mit Multihom $\op{dgAb}$. 
  Ihr  Leerverschmelzungsfunktor faktorisiert
  als ${\op{L}}=v\circ \mathcal Z^0$ mit 
   $\mathcal Z^0: \op{dgAb}\ra \op{Ab}$ dem Schmelzfunktor der Nullzykel
  und $v:\op{Ab}\ra \op{kEns}$ dem Schmelzfunktor des Vergessens der Addition.
  Diese Faktorisierung macht $\op{dgAb}$ 
  nach \ref{adTL} zu einer $\op{Ab}$-Schmelzkategorie.
  Die zugeh"orige additive Struktur ist die
  offensichtliche.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schmelzfunktor der nullten Homologie}]  
F"ur  $X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra Y$
  eine Verschmelzung in  $\op{dgAb}$ liefert die auf den Nullzykeln induzierte
  Verschmelzung
  $\mathcal Z^0X_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal Z^0X_r\ra \mathcal Z^0Y$
 von abelschen Gruppen  ihrerseits  auf der Homologie  eine weitere 
Verschmelzung
$\mathcal H^0X_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal H^0X_r\ra \mathcal H^0Y$ von abelschen Gruppen. Damit wird die nullte Homologie
zu einem Schmelzfunktor
$\mathcal H^0: \op{dgAb}\ra\op{Ab}$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Wir erkl"aren die $\op{Ab}$-Schmelzkategorie
  $\op{Hot}$\index{Hot@$\op{Hot}$ Homotopiekomplexe}
  der {\bf Homotopiekomplexe}\index{Homotopiekomplexe!Schmelzkategorie}
  als die \hyperref[Umstr]{Umstrukturierung}\label{MhmM}  
  $$\op{Hot}={\op{Hot}}/{\op{Ab}}\pdef \mathcal H^0(\op{dgAb}^{\op{sa}})$$
  der \hyperref[ASs]{Selbstanreicherung} von $\op{dgAb}$ mit dem Schmelzfunktor der nullten Homologie. 
  In Formeln hat $\op{Hot}$ also dieselben Objekte wie $\op{dgAb}$ und  Verschmelzungen in $\op{Hot}$ werden erkl"art durch
  $\op{Hot}(B,Y)\pdef \mathcal H^0(B{\Rrightarrow}_{\op{dgAb}}Y)$.
 Der Leerverschmelzungsfunktor von $\op{Hot}$ ist der Funktor der nullten
 Homologie, wir haben  genauer offensichtliche  Isomorphismen
 $$\op{Hot}(\curlyvee,Y)=\mathcal H^0(\curlyvee{\Rrightarrow}_{\op{dgAb}}Y)\sira \mathcal H^0Y$$
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine angereicherte Schmelzkategorie $\mathcal M/\mathcal S$
  erkl"aren wir eine {\bf angereicherte universelle Verschmelzung}\index{universell!Verschmelzung!im angereicherten Fall}\index{Verschmelzung!universelle!im angereicherten Fall} oder
  kurz {\bf universelle Verschmelzung} 
  als eine $\mathcal S$-Leerverschmelzung in ein Verschmelzungsobjekt
  $$u\in\mathcal S(\curlyvee, \mathcal M(X_1\curlyvee\ldots \curlyvee X_r, T))$$
  derart, da"s f"ur jedes Objekt $Y$ das Vorschalten von $u$ einen
  Isomorphismus $$\mathcal M(T,Y)\sira \mathcal M(X_1\curlyvee\ldots \curlyvee X_r, Y)$$ induziert.  Weiter
  erkl"aren wir eine {\bf angereicherte  stabil universelle Verschmelzung}\index{stabil  universell!Verschmelzung!angereichert}\index{Verschmelzung!stabil  universelle!angereicherte} oder
  kurz  {\bf stabil universelle Verschmelzung}
  als eine $\mathcal S$-Leerverschmelzung $u$ wie zuvor
  derart, da"s wir f"ur jedes Objekt $Y$ und jede Objektkleinfamilie $B$ einen
  Isomorphismus $$\mathcal M(T\curlyvee B,Y)\sira \mathcal M(X_1\curlyvee\ldots \curlyvee X_r\curlyvee B, Y)$$
  erhalten durch das Vorschalten von $u\curlyvee\op{id}_B$. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Universelle Verschmelzungen f"ur Selbstanreicherungen}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$
  mit stabil universellen Verschmelzungen
  und Multihom besitzt ihre Selbstanreicherung
  $\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M$ angereicherte stabil universelle
  Verschmelzungen.
  Genauer ist das durch eine stabil universelle Verschmelzung
  $u:X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra X_1\otimes\ldots\otimes X_r$
  gegebene Element\label{suvsa} $$u\in \mathcal M(\curlyvee, (X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\Rrightarrow X_1\otimes\ldots\otimes X_r))$$
  eine angereicherte stabil universelle Verschmelzung.
  Ich skizziere hier nur eine Argumentation daf"ur, da"s $u:\curlyvee\ra (X\curlyvee Y\Rrightarrow X\otimes Y)$ eine angereichert universelle Verschmelzung ist. Es gilt ja zu zeigen, da"s das Vorschalten von $u$
  f"ur jedes $Z$ einen Isomorphismus
  $$ (X\curlyvee Y \Rrightarrow Z) \sira (X\otimes Y \Rrightarrow Z)$$
  induziert. Nach dem Yonedalemma reicht es zu zeigen, da"s f"ur jedes $W$
  unser Isomorphismus in spe eine Bijektion
  $$\mathcal M(W, (X\curlyvee Y \Rrightarrow Z)) \sira \mathcal M(W,(X\otimes Y \Rrightarrow Z))$$
  liefert. Das hinwiederum k"onnen wir einsehen, indem wir beide Seiten mit
  der Menge von 3-Verschmelzungen $\mathcal M(W\curlyvee X\curlyvee Y , Z)$ identifizieren. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Umstrukturieren  stabil universeller Verschmelzungen}]
  Gegeben eine angereicherte Schmelzkategorie $\mathcal M/\mathcal S$ und ein
  Schmelzfunktor $\varphi:\mathcal S\ra \mathcal T$ werden unter dem 
  Umstrukturieren  offensichtlich stabil universelle Verschmelzungen zu stabil universellen Verschmelzungen.\label{subsa}
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Stabil universelle Verschmelzungen f"ur Homotopiekomplexe}]
   Die stabil universellen Verschmelzungen in $\op{dgAb}$
   liefern nach \ref{suvsa} 
  stabil universelle
  Verschmelzungen in der Selbstanreicherung $\op{dgAb}^{\op{sa}}$ und dann
  nach \ref{subsa} auch  stabil universelle
  Verschmelzungen in der Homotopiekategorie $\op{Hot}$.\label{sukh} 
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine angereicherte Schmelzkategorie $\mathcal M/\mathcal S$
  erkl"aren wir  f"ur eine Objektkleinfamilie $B$ und ein Objekt $Z$ ein
  {\bf angereichertes Multihom}\index{Multihom! angereichertes} oder kurz {\bf Multihom} als ein Objekt $B{\Rrightarrow}Z$ zusammen mit Isomorphismen
  $$i_A: \mathcal M(A\curlyvee B,Z)\sira \mathcal M(A,B{\Rrightarrow}Z)$$
  f"ur alle $A\in \mathcal M^\curlyvee$ derart, da"s f"ur jede weitere Objektkleinfamilie $C$ und jede Abbildung der Indexmengen $\bar A\ra \bar C$ das Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}
    \mathcal M^\curlyvee_\varphi(A,C)\curlyvee\mathcal M(C\curlyvee B,Z)&\sira &\mathcal M^\curlyvee_\varphi(A,C)\curlyvee\mathcal M(C,B{\Rrightarrow}Z)\\
    \da&&\da\\
 \mathcal M(A\curlyvee B,Z)&\sira &\mathcal M(A,B{\Rrightarrow}Z)  
  \end{array}$$
  kommutiert mit den von $i_C$ beziehungsweise $i_A$ induzierten
  Horizontalen  und den von den angereicherten Multiverkn"upfungen induzierten Vertikalen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Multihom f"ur Selbstanreicherungen}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom wird
  dieses Multihom auch ein angereichertes Multihom f"ur\label{mhsa} 
  ihre Selbstanreicherung $\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M$, wenn wir
  denjenigen
  Isomorphismen $$i_A:\mathcal M^{\op{sa}}(A\curlyvee B,Z)\sira
  \mathcal M^{\op{sa}}(A,B{\Rrightarrow}Z)$$
  alias $i_A:((A\curlyvee B){\Rrightarrow} Z)\sira
  (A{\Rrightarrow} (B{\Rrightarrow}Z))$ auszeichnen, 
  die  f"ur jedes Objekt $W$ dieselbe Verschmelzung
  $\mathcal M(W\curlyvee A\curlyvee B, Z)$ liefern.
  Ich arbeite das vorerst nicht weiter aus.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Umstrukturieren von Multihom}]
  Gegeben eine angereicherte Schmelzkategorie $\mathcal M/\mathcal S$ und ein
  Schmelzfunktor $\varphi:\mathcal S\ra \mathcal T$ wird unter dem 
  Umstrukturieren  offensichtlich angereichertes Multihom  zu  angereichertem Multihom.\label{usmh} 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Multihom f"ur Homotopiekomplexe}]
 Unser Multihom  in $\op{dgAb}$ wird mit \ref{mhsa} 
ein  Multihom in der Selbstanreicherung $\op{dgAb}^{\op{sa}}$ und liefert  dann
nach \ref{usmh} auch Multihom\label{mhkh} in der Homotopiekategorie
$\op{Hot}$. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl} In derselben Weise erkl"aren wir f"ur jeden Kring $k$  die $\op{Mod}_k$-Schmelz\-ka\-te\-go\-rien  der supergraduierten $k$-Moduln $\op{sgMod}_k$, der differentiellen graduierten $k$-Moduln $\op{dgMod}_k=\op{Ket}_k$ und der\label{htkr}  
  Homotopiekomplexe von $k$-Moduln $\op{Hot}_k$ und konstruieren darin
angereicherte  stabil universelle Verschmelzungen und angereichertes Multihom.
\end{Bemerkungl}


\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Die sogenannte
  {\bf totale Homologie}\index{Homologie!totale}
  $\mathcal H\pdef \bigoplus \mathcal H^q$ ist   
  ein  Schmelzfunktor $\mathcal H:\op{Hot}\ra \op{sgAb}$ 
  von der Schmelzkategorie der Homotopiekomplexe in die
  Schmelzkategorie der supergraduierten abelschen Gruppen.\label{juzt}
  Er macht universelle Leerverschmelzungen zu universellen
  Leerverschmelzungen, ist aber im allgemeinen nicht vertr"aglich
  mit universellen Verschmelzungen. Ein allgemeinerer Zugang zu diesem
  Schmelzfunktor wird in \ref{NuVE} erkl"art. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Gegeben ein K"orper $k$ ist das Bilden der
  totalen Homologie eine "Aquivalenz von Schmelzkategorien\label{Hkot} 
  $$\mathcal H:\op{Hot}_k\sirra \op{sgMod}_k$$
  und induziert mithin einen mit universellen Verschmelzungen und
  internem Hom vertr"aglichen Funktor
  $\mathcal H:\op{dgMog}_k\ra \op{sgMod}_k$. \nichtfinal{Hinweis: \eref{CWWk}{TS}.}
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Gegeben eine $\op{Ab}$-Schmelzkategorie
  $\mathcal M$ erhalten wir eine $\op{Ab}^\DZ$-Schmelzkategorie
  $\mathcal M^\DZ$, indem wir Verschmelzungsobjekte erkl"aren
  durch
  $$\mathcal M(X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r,Y)^n\pdef \prod_{i_1+\ldots+i_r+n=j}\mathcal M(X_1^{i_1}\curlyvee\ldots\curlyvee X_r^{i_r},Y^j)$$
  und die Multiverkn"upfungen erkl"aren
  in der hoffentlich offensichtlichen
  Weise.\label{MVMZ}  
\end{Ubung}


\newpage
\section{Mehr zu Schmelzkategorien}
  \subsection{Moduln und Komoduln}
  \begin{Bemerkungl} Wir erinnern aus \ref{Tunot}, da"s
    $X\curlyvee Y$ die durch $\{1,2\}$ indizierte Familie
    $1\mapsto X, 2\mapsto Y$ bezeichnet. Ich insistiere darauf, da"s
 hier nicht eine durch irgendeine andere zweielementige
  Menge indizierte  Zweifamilie verstanden werden darf. 
\end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}  Unter einer {\bf Verkn"upfung}\index{Verkn"upfung!in monotoner Schmelzkategorie}
  auf einem Objekt $A$ einer  Schmelzkategorie verstehen wir eine
  Zweiverschmelzung $m=m_A:A\curlyvee A\ra A$.
  Ein Objekt mit Verkn"upfung nennen wir ein {\bf Magmaobjekt}\index{Magmaobjekt!in Schmelzkategorie}
oder kurz {\bf Magma}\index{Magma!in Schmelzkategorie} unserer
Schmelzkategorie.\label{StrS}
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkungl} 
  Eine Verkn"upfung $m:A\curlyvee A\ra A$ auf einem Objekt einer Schmelzkategorie
  hei"st  {\bf assoziativ}, wenn gilt $m\circ(m\curlyvee\op{id})=
  m\circ(\op{id}\curlyvee  m)$. Ein Objekt  einer Schmelzkategorie
  mit  assoziativer Verkn"upfung hei"se ein {\bf Assoziativobjekt}.\index{Assoziativobjekt!in Schmelzkategorie}
\end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkungl} 
   Unter einer
  {\bf Eins}\index{Eins!in Magma!von Schmelzkategorie} eines Magmas $A$ verstehen wir eine Leerverschmelzung $1=1_A:\curlyvee\ra A$
  mit $m\circ(1\curlyvee\op{id})=\op{id}=m\circ(\op{id} \curlyvee 1)$.
  Ein Assoziativobjekt mit einer Eins nennen wir
  ein {\bf Monoidobjekt}\index{Monoidobjekt!in Schmelzkategorie} oder auch
  kurz  ein {\bf Monoid}\index{Monoid!in Schmelzkategorie} unserer  Schmelzkategorie. Die Eins ist  nach "Ubung \ref{EeE} eindeutig betimmt,
  wenn es sie denn gibt.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}
   Wir m"ussen in Zukunft sorgf"altig unterscheiden zwischen der Eins eines
   Magmaobjekts $A$ und dem Einsobjekt einer Schmelzkategorie $\mathcal M$.
 \end{Bemerkungl}
 
  \begin{Bemerkungl}  Gegeben zwei Monoide $A,B$ in ein- und derselben Schmelzkategorie
   verstehen wir unter einem
  {\bf Homomorphismus von Monoidobjekten}\index{Homomorphismus!von Monoidobjekten}
  oder auch {\bf Monoidhomomorphismus}\index{Monoidhomomorphismus!in  Schmelzkategorie} eine Einsverschmelzung $f:A\ra B$ mit den Eigenschaften  $f\circ m_A=m_B\circ (f\curlyvee f)$
  und $f\circ 1_A=1_B$. Unsere Monoide  werden so selbst zu 
 einer Kategorie.   Jeder  Schmelzfunktor induziert einen Funktor zwischen
   den jeweiligen Kategorien von Monoiden.\label{FuRO} 
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkunge}
   All diese Begriffe verallgemeinern sich in offensichtlicher Weise auf den
   Fall monotoner Schmelzkategorien.
 \end{Bemerkunge}


 
 \begin{Bemerkungl}  
   Eine Verkn"upfung $m:A\curlyvee A\ra A$ in einer
   Schmelzkategorie\label{StrSk} 
  hei"st {\bf kommutativ}, wenn gilt  $m=m\circ \hat\tau$ f"ur $\tau$ die
  nichttriviale Permutation.
 Ein Monoid mit kommutativer  Verkn"upfung nennen wir wie in
  \ref{Kmon} 
  ein 
  {\bf Abmonoid}.\index{Abmonoid!in Schmelzkategorie}
 Unsere  Abmonoide bilden eine volle Unterkategorie 
 der Kategorie der Monoide.
  Jeder  Schmelzfunktor induziert einen Funktor zwischen
  den jeweiligen Kategorien von Abmonoiden.
 \end{Bemerkungl}
 
  \begin{Bemerkungl}
   Gegeben eine Kategorie $\mathcal C$ mit endlichen Produkten
    sind die
    Magmas, Monoide und Abmonoide der Schmelzkategorie $\op{kart}(\mathcal C)$
    im hier erkl"arten Sinne 
    genau unsere Magmas, Monoide und Abmonoide von  $\mathcal C$ im "ublichen Sinne\nichtfinal{\;von
    \eref{VkOO}{AAG}}. 
  \end{Bemerkungl}
 

\begin{Beispiele} Die folgende Tabelle fa"st einige besonders wichtige
   Beispiele f"ur Magmas, Monoide und Abmonoide in Schmelzkategorien
   zusammen.
 \begin{center}
\begin{tabular}{l|l|l|l}
Schmelzkategorie&Magma&Monoid&Abmonoid\\[1mm] \hline
&&&\\
$\op{kEns}$&Magma & 
Monoid&Abmonoid\\[1mm]
${\op{k}}\mathcal C$&Magma in $\mathcal C$& 
Monoid in $\mathcal C$&Abmonoid in $\mathcal C$\\[1mm]
$\op{Ab}$&$\DZ$-Algebra&Ring&Kring\\[1mm]
$\op{Mod}_K$&$K$-Algebra&$K$-Ringalgebra&$K$-Kringalgebra\\[1mm]
%$\op{dgAb}$&&dg-Ring&dg-Kring\\[1mm]
$\op{Ab}^\Gamma$&&$\Gamma$-graduierter Ring&$\Gamma$-graduierter Kring\\[1mm]
$\op{sMod}_K$&&Superringalgebra&Superkringalgebra\\[1mm]
$\op{filAb}$&&filtrierter Ring&filtrierter Kring\end{tabular}
 \end{center}
 Ein Monoidobjekt in der Schmelzkategorie der supergraduierten
 abelschen Gruppen
 $\op{sgAb}$ ist
immer noch schlicht ein graduierter Ring, aber so ein Monoidobjekt ist kommutativ genau
dann, wenn unser graduierter Ring
{\bf superkommutativ}\index{superkommutativ} ist in dem Sinne, da"s gilt
$ab=(-1)^{|a||b|}ba$ f"ur beliebige homogene Elemente $a,b$.\label{dgRing} \end{Beispiele}

 \begin{Beispiel}[\textbf{Monaden als Monoide}]
   Gegeben eine Kategorie $\mathcal C$ erhalten wir
   eine monotone Schmelzkategorie $\op{Cat}(\mathcal C)$ mit Funktoren
   $F:\mathcal C\ra\mathcal C$ als Objekten und der Ma"sgabe, da"s eine
   Verschmelzung von Endofunktoren in einen weiteren Endofunktor
   dasselbe sein soll wie eine Transformation der Komposition unserer
   Endofunktoren in den weiteren Endofunktor,
   in Formeln 
   $$\op{Cat}(\mathcal C)(F_1\curlyvee\ldots\curlyvee F_r, G)
   \pdef \op{Cat}(\mathcal C)(F_1\circ\ldots\circ F_r, G)$$
  und insbesondere 
  $\op{Cat}(\mathcal C)(\curlyvee, G)
  \pdef \op{Cat}(\mathcal C)(\op{Id}, G)$
  f"ur $\op{Id}$ den Identit"atsfunktor auf $\mathcal C$.
  Die Multiverkn"upfung wird der Leser leicht selbst erraten. Die Monoidobjekte
  dieser monotonen Schmelzkategorie hei"sen
  {\bf Monaden auf $\mathcal C$}.\index{Monade}\label{Monade} 
  Gegeben ein Funktor $L:\mathcal C\ra \mathcal B$ mit Rechtsadjungiertem $R$
  wird $F\pdef RL:\mathcal C\ra \mathcal C$ eine Monade mit
  $\varepsilon: \op{Id}\RA RL$ der Eins und $RL\circ RL=R(LR)L\RA RL$
  gegeben durch $R\eta L$ der Verkn"upfung,
  wie der Leser zur "Ubung nachpr"ufen mag.
 \end{Beispiel}

\begin{Beispiel} Die {\bf Giery-Monade}\index{Giery-Monade}
  auf der Kategorie der Me"sr"aume ist der Funktor $G:\op{Me"s}\ra\op{Me"s}$,
  der jedem Me"sraum $X=(X,\mathcal A)$ den Me"sraum
  $\op{G}(X)= (\op{G}(X,\mathcal A),\mathcal B)$ zuordnet
  mit $\op{G}(X,\mathcal A)$
  der Menge der Wahrscheinlichkeitsma"se auf $(X,\mathcal A)$ und $\mathcal B$ der
  kleinsten $\sigma$-Algebra, f"ur die f"ur alle $A\in \mathcal A$
  die Abbildung $\op{ev}_A:\op{G}(X,\mathcal A)\ra [0,1]$,
  $\nu\mapsto \nu(A)$ me"sbar ist. Die Verkn"upfung  $G\curlyvee G\ra G$ alias 
  $G\circ G\RA G$
  ordne jedem Wahrscheinlichkeitsma"s $\lambda$ auf $\op{G}(X,\mathcal A)$
  seinen Durchschnitt zu, in Formeln das Wahrscheinlichkeitsma"s
  $A\mapsto \int \nu(A) \lambda\langle \nu\rangle$ auf $X$.
  Die Eins $u:\curlyvee\ra G$ ist die Transformation $u:\op{Id}\RA G$
  gegeben durch $u_X: X\ra {\op{G}}(X)$ gegeben durch $u_X:x\mapsto \delta_x$.
  Die Unit"arassoziativit"at zeigen  wir hier nicht.
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Einsobjekte als Abmonoide}]
  In jeder Schmelzkategorie mit Eins $\mathbb I$ macht
  die offensichtliche Zweiverschmelzung $\mathbb I\curlyvee \mathbb I\ra\mathbb I$
  unser Einsobjekt zu einem Abmonoid.\label{kmI}
\end{Beispiel}




 \begin{Bemerkungl}
   Unter Koverkn"upfungen, Komagmas, Koassoziativobjekten, Komonoidobjekten,
  Koabmonoidobjekten und dergleichen
   in einer  Trennkategorie verstehen wir die entsprechenden Begriffe in
   der dazu  opponierten  Schmelzkategorie.\index{Koabmonoid} 
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
 Ausgeschrieben ist  ein Komonoid einer Trennkategorie $\mathcal T$  ein Paar $(A,\mu)$ bestehend aus einem Objekt $A\in\mathcal T$
  und einer Zweitrennung
  $$\mu: A\ra A\curlywedge A$$
  mit dem Namen {\bf Komultiplikation}\index{Komultiplikation} derart,
  da"s gilt $(\mu\curlywedge \op{id})\circ\mu= (\op{id}\curlywedge\mu)\circ\mu:
  A\ra A\curlywedge A\curlywedge A$ 
  und da"s es eine Leertrennung $\epsilon:A \ra \curlywedge$ gibt mit
  $ (\epsilon\curlywedge\op{id})\circ\mu=\op{id}= (\op{id}\curlywedge\epsilon)\circ\mu$. Diese Leertrennung ist dann eindeutig bestimmt und hei"st die {\bf Koeinheit}.\index{Koeinheit} Gilt zus"atzlich $\hat\tau\circ \mu=\mu$ f"ur
  $\tau\in\mathcal S_2$ das nichtneutrale Element, so ist unser Komonoid ein
  Koabmonoid.
 \end{Bemerkungl}








\begin{Beispiel}
 Unter dem Trennfunktor $\op{Fun}:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}^{\op{opp}}$ der Funktionenr"aume \ref{skfu} liefert die banale Struktur auf einer Menge $X\in\curlywedge{\op{Ens}}$ als Koabmonoid 
 eine Struktur als Koabmonoid der Trennkategorie  $\op{Ab}^{\op{opp}}$  auf ihrem Funktionenraum ${\op{Fun}} (X)$, mithin
eine Struktur als  Abmonoid der Schmelzkategorie $\op{Ab}$ alias eine
 Struktur als Kring. So erhalten wir ein weiteres Mal 
 die durch punktweise Multiplikation gegebene 
 Ringstruktur auf $\op{Fun}(X)=\op{Ens}(X,\DZ)$. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}
  Die monotone Schmelzkategorie $\op{Cat}(\mathcal C)$
  der Endofunktoren einer Kategorie $\mathcal C$ aus \ref{Monade} hat
  quasi per definitionem stabil universelle Verschmelzungen gegeben durch die
  Komposition von Funktoren und wird so eine monotone
  Trennschmelzkategorie. Die Komonoidabjekte dieser 
  Trennschmelzkategorie hei"sen
  {\bf Komonaden auf $\mathcal C$}.\index{Komonade} Gleichbedeutend ist
  eine Komonade auf $\mathcal C$ eine Monade auf $\mathcal C^{\op{opp}}$.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ 
  und darin ein Monoid $(R,m)$ verstehen wir unter
  einem {\bf $R$-$\mathcal M$-Monoidmodul}\index{Monoidmodul!in Schmelzkategorie} oder kurz
  {\bf $R$-Modul}\index{Modul!in Schmelzkategorie}\label{modO}
  ein Objekt
  $M\in\mathcal M$ mitsamt einer Zweiverschmelzung $$m_M:R\curlyvee M\ra M$$
  mit der Eigenschaft, da"s gilt
   $m_M\circ (m\curlyvee \op{id})=m_M\circ (\op{id}\curlyvee m_M)$ im Raum der
    Verschmelzungen
 $ R\curlyvee R\curlyvee M\ra M$
  und $m_M\circ (e\curlyvee \op{id})=\op{id}$ im Raum der Verschmelzungen
 $M\ra M$ f"ur 
  $e:(\curlyvee)\ra R$ die Eins von $R$.
  Unsere Zweiverschmelzung $m_M$ hei"st die
   {\bf Operation von $R$ auf $M$}.\index{Operation!auf Objekt}
  Jeder Schmelzfunktor $F$ macht
   $R$-Objekte zu $F(R)$-Objekten.
  Ausf"uhlicher nennen wir unsere $R$-Moduln auch
  {\bf $R$-Linksmoduln}\index{Linksmodul!in Schmelzkategorie} und
  erkl"aren analog  {\bf $R$-Rechtsmoduln}\index{Rechtsmodul!in Schmelzkategorie} und
  {\bf $R$-$S$-Bimoduln}\index{Bimodul!in Schmelzkategorie} f"ur zwei Monoide
  $R$ und $S$, bei denen wir eben die "ubliche Vertr"aglichkeit von Rechts- und Linksoperation fordern. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] 
  Wie in \ref{RLMo} ausgef"uhrt  kann man $R$-Rechts\-mo\-duln mit 
  $R^{\op{opp}}$-Links\-mo\-duln identifizieren. Bei konkreten Rechnungen erlaubt jedoch die Arbeit mit 
  Rechtsmoduln oft eine "ubersichtlichere Darstellung.
  Allgemeiner kann man Bimoduln als einen Spezialfall von {\bf Multimoduln}\index{Multimodul} $M$ 
  "uber einer Familie von Monoiden $R_i$ sehen, 
  bei denen eben Modulstrukturen $m_i:R_i\curlyvee M\ra M$ vorgegeben sind und
  f"ur $i\neq j$ die Vetr"aglichkeit $m_i\circ (\op{id}\curlyvee m_j)=m_j\circ (\op{id}\curlyvee m_i)\circ (\tau\curlyvee\op{id}): R_i\curlyvee R_j\curlyvee M\ra M$ gefordert wird.  Bei konkreten Rechnungen erlaubt aber die Arbeit mit  Bimoduln oft eine "ubersichtlichere Darstellung. Au"serdem bleiben Bimoduln
  ein sinnvolles Konzept in monotonen Schmelzkategorien, in denen Multimoduln
  oder opponierte Monoide nicht mehr sinnvoll erkl"art werden k"onnen.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}
  Seltener betrachten wir {\bf Assoziativmoduln}\index{Assoziativmodul}
  "uber Assoziativobjekten, bei denen wir im Unterschied zu Monoidmoduln
  keine Forderung an die Operation der Eins stellen, die es ja bei  Assoziativobjekten gar nicht
  geben mu"s. Seltener betrachten wir auch die in \ref{muae} eingef"uhrten
   Objektmoduln "uber Objekten ohne Verkn"upfung.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schmelzkategorien von Moduln}] 
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ und darin ein Monoid
  $R$ bilden wir die Schmelzkategorien\label{SkMo} 
  $\mathcal M_{R\curlyvee}={_{R\curlyvee}\mathcal M}$
  und $\mathcal M_{\curlyvee R}$ der $R$-Linksmoduln
  beziehungsweise $R$-Rechtsmoduln als volle Schmelz\-un\-ter\-ka\-te\-go\-rien der
  multi"aquivarianten Schmelzkategorie aller $R$-Objektmoduln $\mathcal M_{R\curlyvee'}$ nach \ref{muae}. Ist $S$ ein weiteren Monoid in $\mathcal M$,
  so notieren wir die Schmelzkategorie der $R$-$S$-Bimoduln
  $${_{R\curlyvee}\mathcal M_{\curlyvee S}}$$
\end{Bemerkungl}




\begin{Beispiele} Die folgende Tabelle fa"st einige besonders wichtige
   Beispiele f"ur Monoidmoduln in Schmelzkategorien
   zusammen.
   \begin{center}
     \begin{tabular}{l|l|l}
Schmelzkategorie&Monoid&Objekt mit Operation\\[1mm] \hline
&&\\
$\op{kEns}$&
Monoid $G$& $G$-Menge\\[1mm]
${\op{k}}\mathcal C$& 
Monoid $G$ in $\mathcal C$&Objekt mit $G$-Operation\\[1mm]
$\op{Ab}$&Ring&Modul\\[1mm]
$\op{Mod}_K$&$K$-Ringalgebra&Modul\\[1mm]
%$\op{dgAb}$&dg-Ring&dg-Modul\\[1mm]
$\op{Ab}_\Gamma$&$\Gamma$-graduierter Ring&$\Gamma$-graduierter Modul\\[1mm]
$\op{sMod}_K$&Superringalgebra&Supermodul\\[1mm]
$\op{filAb}$&filtrierter Ring&filtrierter Modul
     \end{tabular}
   \end{center}
\end{Beispiele}
\begin{Beispiel}[\textbf{Operation durch das Einsobjekt}]
  In einer Schmelzkategorie mit Einsobjekt $\mathbb I$ ist
  f"ur jedes Objekt $X$ 
  die offensichtliche Zweiverschmelzung $\mathbb I\curlyvee \op{X}\ra\op{X}$
  eine Operation des  Abmonoidobjekts $\mathbb I$ aus \ref{kmI}. Zum Beispiel tr"agt
  jede abelsche Gruppe eine nat"urliche Struktur als $\DZ$-Modul. 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
   Unter einer {\bf Kooperation}\index{Kooperation} eines Komonoids auf einem
   Objekt einer Trennkategorie  verstehen wir
   eine Operation in
   der opponierten Schmelzkategorie. Die so erkl"arten Objekte nenn  wir
   {\bf Komonoidkomoduln}\index{Komonoidkomodul}
   oder kurz {\bf Komoduln}.\index{Komodul} 
   Zum Beispiel hei"st  ein Objekt
   der Trennschmelzkategorie $\op{Mod}_K$
  mit der Kooperation einer Koringalgebra ein Komodul im "ublichen Sinne.
 \end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Gegeben ein Morphismus $f:Z\ra X$ in einer Kategorie $\mathcal C$
  wird $Z$ ein Komodul des banalen Koabmonoids $X\in \curlywedge \mathcal C$
  vermittels der Kooperation $(f,\op{id}): Z\ra X\curlywedge Z$.
  Wir nennen ihn den {\bf banalen Komodul}\index{Komodul!banaler} zu $Z\in \mathcal C_X$.\label{banKo} 
\end{Beispiel}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Varianten des Modulbegriffs in angereicherten Kategorien}] 
  Gegeben eine angereicherte Kategorie $\mathcal M/\mathcal S$ und ein Monoid $\Omega$ in
  $\mathcal S$ erkl"aren wir einen
             {\bf $\Omega$-Monoidmodul}\index{Monoidmodul} 
             als ein Paar $$(X,\mu)$$ aus einem Objekt 
 $X\in \mathcal M/\mathcal S$ und einem Morphismus von $\mathcal S$-Monoiden 
    $\mu:\Omega\ra \mathcal M(X)\pdef \mathcal M(X,X)$.\label{rOm}
 Ist $\Omega$ ein Assoziativobjekt und $\mu$ nur ein mit der
  Ver\-kn"up\-fung vertr"aglicher $\mathcal S$-Morphismus,
  so sprechen wir von einem  {\bf  $\Omega$-As\-so\-zia\-tiv\-mo\-dul}.\index{Assoziativmodul!$\Omega/\mathcal S$-Assoziativmodul}  Ist $\Omega$ nur ein Objekt und $\mu$ nur ein $\mathcal S$-Morphismus,
  so sprechen wir von einem  {\bf  $\Omega$-Objektmodul}.\index{Objektmodul!$\Omega/\mathcal S$-Objektmodul}
Meist sagen wir kurz
   {\bf  $\Omega$-Modul}\index{Modul!$\Omega$-Modul}
   und hoffen, da"s aus dem Kontext hervorgeht, was genau gemeint ist.
   Einen {\bf Homomorphismus von $\Omega$-Moduln} $X\ra Y$
   erkl"aren wir als eine Leerverschmelzung 
   $\varphi\in_{\mathcal S}\mathcal M(X,Y)$ derart, da"s die beiden
   Morphismen $\Omega\ra \mathcal M(X,Y)$ "ubereinstimmen, die
   wir aus den Verkn"upfungen
   $\mathcal M(X,Y)\curlyvee \mathcal M(Y,Y)\ra \mathcal M(X,Y)$
   beziehungsweise $\mathcal M(X,X)\curlyvee \mathcal M(X,Y)\ra \mathcal M(X,Y)$
   erhalten durch Vorschalten von $\varphi\curlyvee \mu_Y$ beziehungsweise
   $\mu_X\curlyvee \varphi$. 
  \end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
  Gegeben eine Menge $\Omega$ ist ein 
  $\Omega$-Mengenmodul im Sinne von \eref{OMO}{NAS} 
  in der hier eingef"uhrten
  Terminologie ein $\Omega$-Objektmodul der trivial
  angereicherten Kategorie ${\op{Ab}}/{\op{kEns}}$. 
\end{Beispiel} 
\begin{Beispiel}
  Gegeben ein Monoid $G$  und ein Ring $k$ ist
  eine Darstellung von $G$ "uber $k$  im Sinne von \eref{DMr}{NAS} 
  in der hier eingef"uhrten
  Terminologie ein $G$-Monoidmodul der trivial
  angereicherten Schmelzkategorie ${\op{Mod}}_k/{\op{kEns}}$. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom
  und  $\Omega\in \mathcal M$ sind die Strukturen auf
  $X\in \mathcal M$ als $\Omega$-Modul im Sinne von \ref{muae} von $\mathcal M$ in Bijektion
   zu den Strukturen auf\label{saRm} 
  $X$ als  $\Omega$-Modul im Sinne von \ref{rOm} 
   in der  Selbstanreicherung $\mathcal M^{\op{sa}}/\mathcal M$
   vermittels der durch die Definition von internem Hom gegebenen Bijektion
   $$\mathcal M(\Omega\curlyvee X,X)\sira \mathcal M(\Omega, X{\Rrightarrow}X)$$
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungw} Ich diskutiere in \eref{rDaSn}{TSF} Annahmen, unter denen
  unsere Moduln aus \ref{rOm} selbst eine Schmelzkategorie bilden. 
\end{Bemerkungw}




\subsubsection*{"Ubungen}

\begin{Ubung}
  Eine Eins eines Magmas in einer Schmelzkategorie ist eindeutig
  bestimmt, wenn sie denn existiert.\label{EeE}
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
Die Gesamtheit aller monotonen 
Schmelzkategorien bildet selbst eine Kategorie\index{MSCat@$\op{MSCat}$ Gesamtheit aller monotonen Schmelzkategorien}
$$\op{MSCat}$$ Deren finales Objekt $\op{mscat}$\index{mscat@$\op{mscat}$ finale monotone Schmelzkategorie} 
ist die monotone Schmelzkategorie 
mit nur einem Objekt und je 
einer Verschmelzung von jedem Grad $r\in\DN$.
Gegeben eine monotone Schmelzkategorie $\mathcal M$ konstruiere man
eine Bijektion zwischen  Schmelzfunktoren
$R:\op{mscat}\ra \mathcal M$ und Monoiden 
von $\mathcal M$.\label{MonoMul}
\end{Ubung}

 


\begin{Ubung}[\textbf{Produkt von Monoidobjekten}]
 Existiert f"ur zwei Monoidobjekte
 $A,B$ einer Schmelzkategorie eine stabil universelle
 Verschmelzung  $A\curlyvee B\ra A\otimes B$,
 so erhalten wir eine Struktur als Monoidobjekt
 auf $A\otimes B$ in der hoffentlich offensichtlichen Weise.
 Sind $A$ und $B$ kommutativ, so auch $A\otimes B$.\label{stMMx}
 Zusammen mit $\kappa\circ (\op{id}\curlyvee 1_B):A\ra A\otimes B$
 und $\kappa\circ (1_A\curlyvee\op{id}):B\ra A\otimes B$ wird dann
 $A\otimes B$ ein
 Koprodukt in der Kategorie der Abmonoidobjekte unserer Schmelzkategorie.
 Analoges gilt f"ur Komonoidobjekte beziehungsweise Koabmonoidobjekte  einer Trennkategorie.
\end{Ubung}
\begin{Beispiel}
Das Tensorprodukt zweier Ringalgebren "uber einem
 K"orper ist wieder eine Ringalgebra "uber besagtem K"orper.
 Andererseits ist auch das Supertensorprodukt zweier $\DZ/2\DZ$-graduierten
 Ringalgebren "uber einem K"orper $k$ wieder eine Ringalgebra. Sie hat denselben
 Vektorraum $A\otimes_k B$ als Grundraum, aber ihr Produkt\label{stMMxb}
 ist $(a\otimes b)(c\otimes d)=(-1)^{|b||c|}ac\otimes bd$.
 Wir verwenden daf"ur die Notation
 $A\bar{\otimes}_k B$ und h"atten sie auch bereits f"ur das Tensorprodukt von Elementen verwenden k"onnen.\index{)8a@$\otimes$ Tensorprodukt!$\bar\otimes$ Supertensorprodukt} 
\end{Beispiel}



\begin{Ubung}[\textbf{Endomorphismenobjekte}]
Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie.\label{EndX} 
Gegeben ein Objekt $X$, f"ur das das Homobjekt $X{\Rrightarrow} X$  existiert, wird es mit der 
 Zweiverschmelzung
 $(X{\Rrightarrow} X)\curlyvee(X{\Rrightarrow} X)\ra (X{\Rrightarrow} X)$ 
 aus \ref{VMoX} ein Monoidobjekt von $\mathcal M$. Wir nennen dies Monoid 
 das {\bf Endomorphismenobjekt von $X$}\index{Endomorphismenobjekt} und notieren
 es\index{End@$\op{End}(X)=\op{End}_{\mathcal M}(X)$ Endomorphismenobjekt}
 $$\op{End}(X)=\op{End}_{\mathcal M}(X)$$
 Gegeben eine Schmelzkategorie mit universellen Verschmelzungen und Multihom
 liefert das Tensorieren von internem Hom \ref{TMoX} f"ur beliebige
 Objekt $X,Y$ einen Homomorphismus von Monoidobjekten
 $\op{End}(X)\otimes\op{End}(Y) \ra \op{End}(X\otimes Y)$.
 Ist $X$ oder $Y$ starr im Sinne von \ref{starr}, so ist er ein Isomorphismus
$$\op{End}(X)\otimes\op{End}(Y) \sira \op{End}(X\otimes Y)$$\end{Ubung}









\begin{Ubung}
  Gegeben  eine Verkn"upfung
  $m:A\curlyvee A\ra A$ auf einem Objekt $A$
  einer Schmelzkategorie erkl"aren wir die
  {\bf opponierte Verkn"upfung}\index{opponiert!Verkn"upfung}
   $m^{\op{opp}}\pdef m\circ \hat\tau$ f"ur $\tau$ die
  nichttriviale Permutation von zwei Objekten.
 Unser Objekt $A$ mit dieser Verkn"upfung notieren wir  $A^{\op{opp}}$.
 Ist $A$ ein Monoid, so auch $A^{\op{opp}}$. Genau dann ist $A$ in dieser
 Situation ein Abmonoid,
 wenn die Identit"at auf $A$ ein Monoidhomomorphismus
 $A\ra A^{\op{opp}}$ ist. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Rechts- und Linksmoduln}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie mit einem Monoid $R$
  erhalten wir einen Isomorphismus von Kategorien zwischen
  der Kategorie der $R$-Linksmoduln  und der $R^{\op{opp}}$-Rechtsmoduln,
  indem wir jedem $M$ mit Operation $m:R\curlyvee M\ra M$ dasselbe
  Objekt mit der Rechtsoperation $m\circ\hat\tau: M\curlyvee R\ra M$
  zuordnen.\label{RLMo}
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Duale Moduln}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie mit Eins und Multihom
  und darin ein  Monoid $R$ und ein $R$-Modul $M$
  wird $M^\vee\pdef (M{\Rrightarrow}\mathbb I)$ ein $R$-Rechtsmodul,
  indem man die Operation $R\curlyvee M\ra M$ umschreibt zu  einem
  Morphismus $R\ra (M{\Rrightarrow}M)$ und dann von der durch
  Verkn"upfen gegebenen Verschmelzung $(M{\Rrightarrow}M) \curlyvee (M{\Rrightarrow}\mathbb I)\ra (M{\Rrightarrow}\mathbb I)$ ausgeht
  und sie mit den Definitionen  umschreibt zu einem Morphismus
  $(M{\Rrightarrow}M) \ra (M^\vee{\Rrightarrow}M^\vee)$ und so bei einer
  Verschmelzung $R\ra (M^\vee{\Rrightarrow}M^\vee)$ landet.\label{dMo} 
\end{Ubung}





\subsection{Formeln f"ur Bimoduln*}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Motivation}]
  Bei der folgenden Diskussion von cap-Produkten
  haben wir gewisse Freiheiten in der Wahl unserer Konventionen.
  Um sie sinnvoll auszuf"ullen, sollte man mit monotonen Schmelzkategorien
  arbeiten. Dieses Fa"s m"ochte ich jedoch nicht "offnen und motiviere
  die getroffenen Wahlen deshalb nur mit dem Fall
  der monotonen Schmelzkategorie\label{duMO} $$\mathcal B$$ der Bimoduln "uber einem
  nicht notwendig kommutativen Ring $k$,
  den wir bereits in \ref{biMO} kurz angerissen haben. %\cite{BGS} 2.7. 
  Insbesondere ist eine Leerverschmelzung zu einem Bimodul
  $X$ ein Element $x\in X$ mit
  $\lambda x=x\lambda\;\forall \lambda\in k$ und eine
  universelle Leerverschmelzung $\curlywedge \ra \mathbb I$
  das Element $1\in k$.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Rechtshom und Linkshom}]
  Sei $k$ ein Ring. Gegeben $k$-Linksmoduln $V,W$ bilden wir ganz allgemein die abelsche Gruppe
  $\op{Hom}_k(V,W)$. Im Fall von Bimoduln $X,Y$ ist das ein
  Bimodul $X{\Rrightarrow}_lY$ mit Linksoperation $\lambda f\pdef f\circ (\cdot \lambda)$
  und Rechtsoperation $f\mu\pdef (\cdot \mu)\circ f$. Eine kurze Rechnung zeigt,
  da"s das Exponentialgesetz eine Bijektion  
 $$\op{mh}_l:\mathcal B(X\curlyvee Y,Z)\sira \mathcal B(Y, X{\Rrightarrow}_lZ)$$
  induziert. Andererseits betrachten wir den  Bimodul
  $X{\Rrightarrow}_rY\pdef \op{Hom}_{-k}(X,Y)$ mit Linksoperation
  $\lambda g\pdef (\lambda\cdot)\circ g$ und Rechtsoperation $g\mu\pdef g\circ (\mu\cdot)$ 
   und eine kurze Rechnung zeigt,
  da"s das Exponentialgesetz diesmal eine Bijektion  
 $$\op{mh}_r:\mathcal B(X\curlyvee Y,Z)\sira \mathcal B(X, Y{\Rrightarrow}_rZ)$$
  induziert. Die Identit"at auf unseren internen Homs
  induziert damit jeweils eine Zweiverschmelzung 
  $$\varepsilon_l:X\curlyvee( X{\Rrightarrow}_lZ)\ra Z\qquad
  \qquad  
 \varepsilon_r: ( Y{\Rrightarrow}_rZ)\curlyvee Y\ra Z$$
  und durch Anwenden der jeweils anderen  Adjunktion Morphismen 
 $$X\ra (( X{\Rrightarrow}_lZ){\Rrightarrow}_r Z)\qquad\qquad  
   Y\ra  (( Y{\Rrightarrow}_rZ){\Rrightarrow}_lZ)$$
   Wir erhalten speziell zwei Varianten
   $X^*\pdef  (X{\Rrightarrow}_l\mathbb I)$ sowie $^*Y\pdef  (Y{\Rrightarrow}_r\mathbb I)$  des Duals und Evaluationsverschmelzungen 
   $ \varepsilon_l:X\curlyvee X^*\ra\mathbb I$ sowie  $ \varepsilon_r:{^*Y}\curlyvee Y\ra\mathbb I$ 
   und Evaluationen  $\op{ev}_{r,X}:X\ra {^*(X^*)}$ sowie
   $\op{ev}_{l,Y}:Y\ra (^*Y)^*$. 
Schlie"slich erhalten wir  Morphismen
  $X^*\otimes Y^*\ra (Y\otimes X)^*$ durch $(f\otimes g)(y\otimes x)\pdef g(yf(x))$ und  $^*X\otimes {^*Y}\ra {^*(Y\otimes X)}$ durch $(f\otimes g)(y\otimes x)\pdef f(g(y)x)$ und analog f"ur l"angere Tensorprodukte.  
Auch sie mag man abstrakt erhalten wie im Fall gew"ohnlicher
Schmelzkategorien. Die Verkn"upfungsverschmelzungen sind in diesem Fall
Zweiverschmelzungen 
$$\op{vk}_l:(X{\Rrightarrow}_lY)\curlyvee (Y{\Rrightarrow}_lZ)\ra (X{\Rrightarrow}_lZ)\;\; \op{vk}_r:(Y{\Rrightarrow}_rZ)\curlyvee (X{\Rrightarrow}_rY)\ra (X{\Rrightarrow}_rZ)$$
gegeben durch $(f, g)\mapsto g\circ f$ beziehungsweise
$(g, f)\mapsto g\circ f$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Endomorphismenmonoide}]
  Das kommutative Diagramm \begin{displaymath}
 \xymatrix{
  (X_2{\Rrightarrow}_rX_3)\curlyvee (X_1{\Rrightarrow}_rX_2)\curlyvee X_1 \ar[d]\ar[r]&  (X_2{\Rrightarrow}_rX_3)\curlyvee  X_2  \ar[d]\\
  (X_1{\Rrightarrow}_rX_3)\curlyvee X_1 \ar[r]& X_3
}
  \end{displaymath}
  zeigt, da"s gegeben ein Monoid $B$ eine Verschmelzung
  $B\curlyvee X\ra X$ genau
  dann einen Linksmodul liefert, wenn der induzierte Morphismus
   $B\ra (X{\Rrightarrow}_r X)$ ein Monoidhomomorphismus ist.   Das kommutative Diagramm\label{EmHH} \begin{displaymath}
 \xymatrix{
X_1\curlyvee  (X_1{\Rrightarrow}_lX_2)\curlyvee (X_2{\Rrightarrow}_lX_3) \ar[d]\ar[r]& X_2\curlyvee (X_2{\Rrightarrow}_lX_3)   \ar[d]\\
 X_1\curlyvee (X_1{\Rrightarrow}_lX_3) \ar[r]& X_3
}
  \end{displaymath}
  zeigt, da"s gegeben ein Monoid $B$ eine Verschmelzung
  $X\curlyvee B\ra X$ genau
  dann einen Rechtsmodul liefert, wenn der induzierte Morphismus
   $B\ra (X{\Rrightarrow}_l X)$ ein Monoidhomomorphismus ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Dualisieren}]
  "Ubertragen wir das Dualisieren von internem Hom
  \ref{dIhh} in die Welt der Bimoduln, so erhalten wir
  Morphismen $(X{\Rrightarrow}_rY)\ra ({^*Y} {\Rrightarrow}_l{^*X})$ sowie
  $(X{\Rrightarrow}_lY)\ra (Y^* {\Rrightarrow}_rX^*)$ und diese passen
  mit den Ver\-kn"up\-fungs\-mor\-phis\-men in kommutative Diagramme
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{ 
   (X{\Rrightarrow}_lY)\curlyvee (Y{\Rrightarrow}_lZ) \ar[d]\ar[r]&
    (X{\Rrightarrow}_lZ) \ar[d]\\
 (Y^* {\Rrightarrow}_rX^*) \curlyvee (Z^* {\Rrightarrow}_rY^*) \ar[r]&  (Z^* {\Rrightarrow}_rX^*)
}\end{displaymath}
 \begin{displaymath} \xymatrix{
  (Y{\Rrightarrow}_rZ)\curlyvee (X{\Rrightarrow}_rY) \ar[d]\ar[r]&   (X{\Rrightarrow}_rZ) \ar[d]\\
  ({^*Z} {\Rrightarrow}_l{^*Y}) \curlyvee ({^*Y} {\Rrightarrow}_l{^*X}) \ar[r]&   ({^*Z} {\Rrightarrow}_l{^*X})
}
  \end{displaymath}
  Insbesondere induzieren sie Homomorphismen von Monoidobjekten
  $(X{\Rrightarrow}_lX)\ra  (X^* {\Rrightarrow}_rX^*)$ und  $(Z{\Rrightarrow}_rZ)\ra  ({^*Z} {\Rrightarrow}_l{^*Z})$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Dualisieren von Moduln}] 
  Gegeben ein Monoidobjekt $B$ und ein Linksmodul $X$ 
  mit Operation $B\curlyvee X\ra X$
  k"onnen wir sie nach \ref{EmHH} umschreiben zu
  einem Monoidhomomorphismus $B\ra(X{\Rrightarrow}_rX)$.
    Daraus erhalten wir 
  einen Monoidhomomorphismus
  $B\ra ({^*X} {\Rrightarrow}_l{^*X})$ und daraus
  ${^*X}\curlyvee B\ra {^*X}$ und
  so wird ${^*X}$ nach  \ref{EmHH} ein $B$-Rechtsmodul.
 Gegeben umgekehrt ein
  $B$-Rechtsmodul $Y$ 
  mit Operation $Y\curlyvee B\ra Y$
  k"onnen wir sie umschreiben zu
  einem Monoidhomomorphismus $B\ra(Y{\Rrightarrow}_lY)$
   und erhalten daraus einen Monoidhomomorphismus 
   $B\ra ({Y^*} {\Rrightarrow}_r{Y^*})$ und dann
   einen Linksmodul $B\curlyvee Y^*\ra Y^*$. Schlie"slich ist $X\ra ({^*X})^*$
   ein Homomorphismus von Linksmoduln und  $Y\ra {^*(Y^*)}$ ein
   Homomorphismus von Rechtsmoduln. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Dualisieren eines Komonoids}]
  Gegeben Bimoduln $X,Y,Z$ "uber einem Ring $k$ liefert jeder Morphismus
  $Z\ra X\otimes Y$ einen Morphismus $Y^*\otimes X^*\ra (X\otimes Y)^*\ra Z^*$
  sowie einen Morphismus $^*Y\otimes{^* X}\ra {^*(X\otimes Y)}\ra {^*Z}$.
  Gegeben ein Komonoid $(A,\Delta)$ erhalten wir so zwei Monoide $A^*$ und ${^*\!A}$.\label{bmM} Explizit haben wir $(fg)(a)=g(a_{(1)}f(a_{(2)}))$
f"ur $f,g\in A^*$   bei $\Delta(a)=a_{(1)}\otimes a_{(2)}$ mit nicht ausgeschriebener Summe
in der Notation von Sweedler und f"ur $f,g\in {^*\!A}$  stattdessen
$(fg)(a)=f(g(a_{(1)})a_{(2)})$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cap-Produkt f"ur Komoduln}]
  Seien $k$ ein Ring und  $(A,\Delta)$ ein Komonoid in der monotonen
  Schmelzkategorie $\mathcal B$ der $k$-Bimoduln und $M$ mit
  der Komultiplikation $\Delta_M: M\ra A\otimes M$ ein $A$-Komodul.
  So erkl"aren wir das {\bf Cap-Produkt} als die Verschmelzung
  $^*\!A\curlyvee M\ra M$ gegeben durch die Verkn"upfung  
  $$^*\!A\curlyvee M\ra {^*\!A}\otimes M\ra  {^*\!A}\otimes A\otimes M \ra {\mathbb I}\otimes M\ra M$$
  mit $\op{id}\otimes\Delta$ gefolgt von $\varepsilon_l\otimes\op{id}$ in der
  Mitte. Man "uberzeugt sich unschwer, da"s dadurch $M$ ein $^*\!A$-Modul wird.
  In derselben Weise versehen wir jeden Rechtskomodul $M$ "uber $A$ mit
  der Struktur eines $A^*$-Rechtsmoduls und nennen auch diese Operation ein
   Cap-Produkt und notieren alle diese Cap-Produkte $\cap$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cap-Produkte f"ur Komonoide}]
  Seien $k$ ein Ring und  $(A,\Delta)$ ein Komonoid in der monotonen
  Schmelzkategorie $\mathcal B$ der $k$-Bimoduln.
  So ist $A$ ein $A$-Komodul von rechts und von links 
  und wird mit den cap-Produkten ein  ${}^*\!A$-Linksmodul und ein $A^*$-Rechtsmodul. Man pr"uft leicht, da"s diese Strukturen kommutieren. 
  Damit wird $A$ sogar 
 ein $^*\!A$-$A^*$-Bimodul\label{capMb} 
 $$A\in {_{^*\!A\curlyvee}\mathcal B_{\curlyvee A^*}}$$
 Dasselbe gilt f"ur jeden Bikomodul, aber an dieser Stelle will ich die
 Terminologie der Bikomoduln nicht einf"uhren. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Adjunktionsformeln}]
  Gegeben ein Ring $k$ und ein Komonoid $(A,\Delta)$ in der monotonen
  Trennschmelzkategorie $\mathcal B$ der $k$-Bimoduln
  stimmt die offensichtliche Struktur von $A^*$ als $A^*$-Linksmodul
  "uberein mit der Struktur, die  $A^*$ als Dual des $A^*$-Rechtsmoduls
  $A$ mit seiner durch das Cap-Produkt gegebenen Rechtsoperation erh"alt. 
  Analoges gilt f"ur $^*\!A$. In Formeln  gilt
  also  f"ur $f,g\in {^*\!A}$ und $a\in A$ stets
  $\varepsilon_r((fg)\curlyvee a)=\varepsilon_r(f\curlyvee (g\cap a))$ und f"ur
  $f,g\in {A^*}$ ebenso
  $\varepsilon_l(a\curlyvee(fg))=\varepsilon_l((a\cap f)\curlyvee g)$ und
  diagrammatisch geschrieben kommutieren die Quadrate
   \begin{displaymath}
 \xymatrix{
  ^*\!A\curlyvee {^*\!A}\curlyvee A\ar[d]\ar[r]&  ^*\!A\curlyvee A \ar[d]\\
  ^*\!A\curlyvee A \ar[r]& \mathbb I
}\qquad \xymatrix{
  A\curlyvee A^*\curlyvee A^*\ar[d]\ar[r]&  A\curlyvee A^* \ar[d]\\
  A\curlyvee A^* \ar[r]& \mathbb I
}
   \end{displaymath}
   mit $\op{id}\curlyvee \varepsilon_r$ in der oberen Horizontale und
   $\op{mult}\curlyvee\op{id}$ in der linken Vertikale und analog f"ur die
   zweite Adjunktionsformel.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Projektionsformeln f"ur Komoduln}]
 Gegeben ein Komonoidmorphismus $f:A\ra B$
 erhalten wir einen  Monoidmorphismus
 ${^*\!f}: {^*\!B}\ra {^*\!A}$. Andererseits l"a"st sich jeder $A$-Komodul $M$
 zu einem $B$-Komodul erweitern in offensichtlicher Weise. Das Cap-Produkt
 des erweiterten Komoduls entsteht dann durch Restriktion
 aus dem Cap-Produkt des urspr"unglichen Komoduls und analog f"ur einen Rechtskomodul $N$. Wir erhalten so kommutative Diagramme 
 \begin{displaymath}
 \xymatrix{
  {^*\!A}\curlyvee M\ar[d]& {^*\!B}\curlyvee M \ar[l]\ar[d]\\
 M\ar@{=}[r]&M
}\qquad\qquad \xymatrix{
  N\curlyvee A^*\ar[d]& N\curlyvee B^* \ar[l]\ar[d]\\
 N\ar@{=}[r]&N
}
 \end{displaymath}
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Projektionsformeln f"ur Komonoide}]
 Gegeben ein Komonoidmorphismus $f:A\ra B$
 k"onnen wir unsere Projektionsformeln f"ur Komoduln  
 zusammensetzen mit der Erkenntnis, da"s der Komonoidmorphismus $f:A\ra B$
 auch ein Morphismus von $B$-Komoduln ist. Wir erhalten so  
  kommutative Diagramme
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
  {^*\!A}\curlyvee A\ar[d]& {^*\!B}\curlyvee A\ar[d] \ar[r]\ar[l]
  & {^*\!B}\curlyvee B\ar[d]\\
 A\ar@{=}[r]&  A\ar[r] 
  &  B
}\qquad \xymatrix{
  {A}\curlyvee A^*\ar[d]& {A}\curlyvee B^* \ar[r]\ar[l]\ar[d]
  & {B}\curlyvee B^*\ar[d]\\
  A\ar@{=}[r]&  A\ar[r] 
  &  B
}
\end{displaymath}
\end{Bemerkungl}

\subsection{Cap-Produkt}
\begin{Bemerkungl}
  F"ur das folgende nehmen wir den im vorhergehenden Abschnitt diskutierten
  Fall der monotonen Schmelzkategorie der $k$-Bimoduln f"ur einen Ring $k$
  als Modell, spezialisiert auf den Fall, da"s $k$ kommutativ ist und
  da"s die Rechts- und Linksoperation von $k$ auf unseren Bimoduln "ubereinstimmt.
  Wir haben dann nur noch ein internes Hom ${\Rrightarrow}$, aber die
  zwei Varianten der Adjunktion bleiben 
  verschieden und gehen auseinander hervor durch die Beziehung 
  $$\op{mh}_l=\op{mh}_r\tau$$
  Entsprechend gilt f"ur die Auswertungen $\varepsilon_l=\varepsilon_r\tau$.
  Wir finden $^*X=X^\vee=X^*$ und auch hier gilt f"ur die Auswertungen
   $\varepsilon_l=\varepsilon_r\tau$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cap-Produkt f"ur Komoduln}]
  Gegeben eine
Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom  sowie ein  Komonoid $A\in \mathcal M$ 
erhalten wir 
durch das Anwenden des Trennfunktors $\mathcal M^{\op{t}}\ra \mathcal M^{\op{ot}}$ des Dualisierens nach \ref{duOO} 
ein Komonoid $A^\vee$ in $\mathcal M^{\op{ot}}$ alias 
ein Monoid  $A^\vee\in \mathcal M$. Das dazu opponierte Monoid notieren wir
$$A^*\pdef (A^\vee)^{\op{opp}}$$
Gegeben ein $A$-Komodul $M$ erhalten wir auf $M$ eine Struktur als
$A^*$-Modul, indem wir die Operation erkl"aren als die Komposition 
  $$A^\vee\curlyvee M\ra A^\vee\otimes M\ra
A^\vee\otimes A\otimes M\ra {\mathbb I}\otimes M\ra M$$
 mit den offensichtlichen "au"seren Morphismen
  und 
  $\op{id}\otimes \Delta$ als zweitem Morphismus \nichtfinal{(Echt wahr?)}
 f"ur $\Delta:M\ra A\otimes M$ die Kooperation
 sowie $(\op{ev}\tau_{12})\otimes\op{id}$
  als drittem Morphismus f"ur $\op{ev}$ die Evaluation aus \ref{TKoX} und
  und $\tau$ jeweils die Vertauschung der
 entsprechenden 
 Tensorfaktoren.
Gegeben ein $A$-Rechtskomodul $N$ erhalten wir ebenso auf $N$ eine Struktur als
$A^*$-Rechtsmodul, indem wir die Operation erkl"aren als die Komposition 
  $$N\curlyvee A^\vee\ra N\otimes A^\vee\ra
N\otimes A\otimes A^\vee\ra N\otimes {\mathbb I}\ra N$$
 mit den offensichtlichen "au"seren Morphismen
  und 
  $ \Delta\otimes\op{id}$ als zweitem Morphismus \nichtfinal{(Echt wahr?)}
 sowie $\op{id}\otimes\op{ev}$
  als drittem Morphismus.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cap-Produkte f"ur Komonoid}]
 Gegeben eine
Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom  sowie ein  Komonoid $A\in \mathcal M$ 
erhalten wir 
auf $A$ die Struktur eines $A^*$-Bimoduls\label{capM} 
$$A\in {_{A^*\curlyvee}\mathcal M_{\curlyvee A^*}}$$ 
durch die eben eingef"uhrten {\bf cap-Produkte}\index{cap-Produkt!abstraktes} $\cap$ von rechts und von links.
\nichtfinal{?? Um das einzusehen mag man von \ref{duDI} ausgehen.}  
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Man kann denselben Formalismus auch
  in der opponierten Situation entwickeln. In dieser Situation mu"s dann
  aber auch das \glqq Opponierte zu Multihom\grqq\ zur Verf"ugung stehen 
  und das ist in den von uns betrachteten Beispielen eher
  die Ausnahme als die Regel.
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{Schrott?
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Terminologisches zum dualisierten Komonoid}] 
  Mir ist schmerzlich bewu"st, da"s es gute Gr"unde gibt,
  statt der hier getroffenen Wahl 
  f"ur die Definition des zu einem Komonoid $A$ gebildeten dualen Monoids
  $A^\vee$ eine andere Wahl zu bevorzugen,
  bei der $A^\vee$ opponiert w"are zum
  $A^\vee$ in den hier vereinbarten 
  Konventionen. 
\end{Bemerkungl}}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cap-Produkte eines kokommutativen Komonoids}]   Gegeben eine
  Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom  sowie ein kokommutatives Komonoid $A\in \mathcal M$  ist auch $A^\vee$ ein kokommutatives Komonoid in
  $\mathcal M^{\op{ot}}$ und ein kommutatives Monoid in  $\mathcal M$. 
  Die cap-Produkte von links und rechts stimmen dann "uber\-ein im Sinne
  der Gleichheit $\cap\circ \tau=\cap: A^*\curlyvee A\ra A$. 
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{
  Schrott? \begin{Bemerkungl}[\textbf{Adjunktionsformel und Projektionsformel}]
Gegeben  $\mathcal M$ eine
  Trennschmelzkategorie  mit Multihom  sowie ein  Komonoid $A\in \mathcal M$  pr"uft man f"ur das cap-Produkt von links leicht die "Ubereinstimmung
  der beiden Verschmelzungen $$A^\vee\curlyvee A^\vee\curlyvee A\ra\mathbb I$$
  durch \glqq Produkt der vorderen Eintr"age
  gefolgt vom Auswerten $\op{ev}\circ\hat\tau$\grqq\ und
   \glqq Produkt der hinteren Eintr"age gefolgt vom Auswerten $\op{ev}\circ\hat\tau$\grqq.
  Diese Erkenntnis mag man die {\bf abstrakte
    Adjunktionsformel} nennen. Gegeben ein Komonoidmorphismus $f:A\ra B$
  erhalten wir weiter einen Monoidmorphismus $f^\vee: B^\vee\ra A^\vee$ und
  die {\bf abstrakte Projektionsformel} in Gestalt eines 
  kommutativen Diagramms
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
  A^\vee\curlyvee A\ar[d]& B^\vee\curlyvee A \ar[r]\ar[l]
  & B^\vee\curlyvee B\ar[d]\\
 A\ar[rr]&  
  &  B
}
\end{displaymath}
\end{Bemerkungl}}
\nichtfinal{
  Schrott?\begin{Bemerkungl}[\textbf{Alternative Interpretation der Adjunktionsformel}]
Gegeben  $\mathcal M$ eine
Schmelzkategorie  mit Multihom und Eins sowie ein  Monoid $B\in \mathcal M$
ist $B$ stets ein $B$-Bimodul und $B^\vee$ erbt mit "Ubung \ref{dMo} eine Struktur als
$B$-Bimodul
$$B^\vee\in  {_{B\curlyvee}\mathcal M_{\curlyvee B}}$$
 Die Rechtsoperation auf $B^\vee$ kommt dabei von der Linksoperation von $B$ her und umgekehrt.
Ist  $\mathcal M$ sogar eine
Trennschmelzkategorie und $A$ ein Komonoid, so k"onnen wir diese Erkenntnis
auf das Monoid $A^\vee$ anwenden und erhalten einen $A^\vee$-Bimodul
$A^{\vee\vee}\in  {_{A^\vee\curlyvee}\mathcal M_{\curlyvee A^\vee}}$.
Jetzt sollte die Adjunktionsformel besagen, da"s $\op{ev}_A:A\ra A^{\vee\vee}$
ein Homomorphismus von $A^\vee$-Bimoduln
$$\op{ev}_A\in  {_{A^\vee\curlyvee}\mathcal M_{\curlyvee A^\vee}}(A,A^{\vee\vee})$$
ist, zumindest wenn ich alle Wahlen richtig
getroffen habe \dots 
\end{Bemerkungl}}

\begin{Beispiel}[\textbf{Koringalgebra als Modul der dualen Ringalgebra}]
  Gegeben ein Kring $k$ betrachten wir die Trennschmelzkategorie
 mit Multihom $\op{Mod}_k$. 
  Ein Komonoid $(A,\Delta)$ 
  ist ein $k$-Modul $A$ zusammen mit einer $k$-linearen Abbildung
  $\Delta:A\ra A\otimes A$, der {\bf Komultiplikation}, die die
  {\bf Koassoziativit"atsbedingung} 
$
(\Delta \otimes \op{id}) \circ \Delta = (\op{id} \otimes \Delta) \circ \Delta
  $
  erf"ullt und f"ur die es eine {\bf Koeins} 
  gibt, also einen Kovektor $ \varepsilon:A\ra k$ derart, da"s aus 
  $\Delta(a)=\sum b_i\otimes c_i$ folgt $a= \sum \varepsilon(b_i) c_i= \sum \varepsilon(c_i)b_i$. Gegeben eine Koringalgebra wird nun
  $A^*$ eine Ringalgebra, wenn wir sie mit der Multiplikation
  $A^*\otimes A^*\ra A^*$ versehen, die aus der Komultiplikation $\Delta$ durch
  Dualisieren und Vorschalten des offensichtlichen Homomorphismus
  $A^*\otimes B^*\ra (A\otimes B)^*$ im Fall $A=B$ entsteht.
  Das Einselement ist dann $\varepsilon\in A^*$.\label{caKKA} In dieser Situation  wird
  $A$ ein
  $A^*$-Bimodul
  $$A\in A^*\op{-Mod-}A^*$$ mit der Linksoperation 
  $f a\pdef \sum f(c_i) b_i$ f"ur $\Delta(a)=\sum b_i\otimes c_i$
  und der Rechtsoperation $ af\pdef \sum f(b_i) c_i $. Diese
  Bimodulstruktur ist ein  Beispiel f"ur unser 
  abstraktes cap-Produkt.  
\end{Beispiel}
\nichtfinal{\begin{Beispiel} Wohl Schrott. 
  Um auch noch die Bedeutung der Adjunktionsformel herauszuarbeiten
  bemerken wir,
  da"s f"ur jede $k$-Ringalgebra $B$ ihr Dualraum $B^*$ ein $B$-Bimodul
  $$B^*\in B\op{-Mod-}B$$
  wird
  vermittels der Operationen $b \beta\pdef \beta\circ (\cdot b)$ sowie
  $\beta b \pdef \beta\circ ( b\cdot)$ f"ur $b\in B$
  und $\beta\in B^*$. Insbesondere wird so auch $A^{**}$ ein $A^*$-Bimodul.
  Die Adjunktionsformel kann verstanden werden als die Aussage, da"s
  das Auswerten $\op{ev}_A:A\ra A^{**}$ in unserer speziellen Situation ein
  Homomorphismus von $A^*$-Moduln ist. Sie ist sogar, wie man ebensoleicht
  erkennt, ein Homomorphismus von $A^*$-Bimoduln
  $$\op{ev}_A\in \op{Mod}_{A^*-A^*}(A,A^{**})$$  
  \end{Beispiel}}
\begin{Beispiel}[\textbf{Cap-Produkte bei "au"seren Algebren}] 
  Wir erinnern f"ur jeden Kring $k$ und jeden $k$-Modul $V$ das
  Biabmonoid $\bigwedge V$ in $\op{sgMod}_k$ aus \ref{AAB}. In dieser Situation
  erhalten wir einen Isomorphismus $\op{Alt}(V)=\bigoplus\op{Alt}^nV \sira (\bigwedge V)^\vee$ von der
  Ringalgebra der alternierenden Formen mit dem Shuffledachprodukt und der
  Graduierung mit $\op{Alt}^n(V)$ homogen vom Grad $-n$
  nach $(\bigwedge V)^\vee$ durch die Vorschrift, da"s $(\omega, v_1\wedge \ldots \wedge v_n) \mapsto \omega(v_1, \ldots , v_n)$ der vertauschten Auswertung 
  $\op{ev}\circ \tau: (\bigwedge V)^\vee\curlyvee \bigwedge V\ra {\mathbb I}=k$ 
  entsprechen soll  mit $\tau$ der Vertauschung der beiden Faktoren. 
 Unser
  cap-Produkt von links
 entspricht dann derjenigen Struktur von $\bigwedge V$ als $\op{Alt}(V)$-Modul,
 unter der die
  Operation durch\label{geshE} {\bf geshuffeltes partielles Einsetzen}\index{geshuffelt!partielles Einsetzen} 
  $$\omega \cap (v_1\wedge\ldots\wedge v_n)
  = \sum_{\sigma\in \mathcal S_{p,q}}
  \op{sgn}(\sigma)\omega (v_{\sigma (1)}, \ldots ,v_{\sigma(p)})\;v_{\sigma (p+1)}\wedge\ldots\wedge v_{\sigma (n)}$$
  geschieht. Die Rechtsmodulstruktur kann in diesem Fall durch die Linksmodulstruktur ausgedr"uckt werden vermittels
  $$(v_1\wedge\ldots\wedge v_n)\cap \omega =(-1)^{pn}\omega \cap (v_1\wedge\ldots\wedge v_n)$$
  Diese Formel spezialisiert unsere allgemeine Erkenntnis, da"s im Fall
  eines kommutativen Komonoids die \glqq cap-Produkte von links und rechts
  "ubereinstimmen\grqq. 
\end{Beispiel}



  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Dual eines Bimonoids}]  Gegeben ein Bimonoid $A$ einer Trennschmelzkategorie ist
  $A$ selbst stets ein $A$-Bimodul.
  Haben wir Multihom, so ist  
  nach \ref{dMo}  damit auch $A^\vee$ ein $A$-Bimodul
  $$A^\vee\in A\op{-Mod-}A$$ Andererseits induziert die Komonoidstruktur auf $A$
  eine Monoidstruktur auf 
  $A^\vee$ und mit unseren Cap-Produkten ist auch umgekehrt $A$ ein $A^\vee$-Bimodul
  $$A\in A^\vee\op{-Mod-}A^\vee$$
  Ich habe mir nicht so genau "uberlegt, welche Vertr"aglichkeiten hier im allgemeinen zu erwarten sein sollten.
  \nichtfinal{Ich hoffe auf Vertr"aglichkeiten wie in \eref{inser}{LA2}.}
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{"Au"sere Bialgebra und alternierende Algebra}] 
  Wir erinnern f"ur jeden Kring $k$ und jeden $k$-Modul $V$ das
  Biabmonoid $A\pdef \bigwedge V$ in $\op{sgMod}_k$ aus \ref{AAB}.
  Das duale Abmonoid ist $A^\vee = \op{Alt}V$. Dann ist sowohl
  $\op{Alt}V$ ein $\bigwedge V$-Modul durch partielles Einsetzen als
  auch $\bigwedge V$ ein $\op{Alt}V$-Modul durch das bereits
  in \ref{geshE} besprochene geshuffelte partielle
  Einsetzen. \nichtfinal{Zus"atzlich liefert in dieser speziellen Situation
    durch die universellen Eigenschaften  jeder Morphismus $W\ra V^\top$ einen Ringalgebrenmorphismus $\bigwedge W\ra \op{Alt}V$ und noch spezieller liefert im Fall eines
    K"orpers $k$ (oder sogar allgemeiner?) jeder injektive
    Morphismus $W\hra V^\top$ eine Injektion $\bigwedge W\hra \op{Alt}V$
    und f"ur endlichdimensionales $V$ erhalten wir so sogar einen
    Isomorphismus $\bigwedge V^\top\sira \op{Alt}V$. Das ist aber ein ganz
    besonderes Ph"anomen. Bereits im Fall der symmetrischen Bialgebra
    alias in $\op{gMod}_k$ gilt
  die analoge Aussage nur noch f"ur einen K"orper $k$ der Charakteristik Null.}
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Symmetrische Bialgebra}] 
  Wir erinnern f"ur jeden Kring $k$ und jeden $k$-Modul $V$ das
  Biabmonoid $A\pdef {\op{S}} V$ in $\op{gMod}_k$.
  Die Komultiplikation $\Delta:{\op{S}} V\ra {\op{S}} V\otimes_k {\op{S}} V$
  ist dabei der Homomorphismus von $k$-Kringalgebren, der
  die durch $v\mapsto v\otimes 1 + 1\otimes v$ gegebene $k$-lineare Abbildung
  $V\ra  {\op{S}} V\otimes_k {\op{S}} V$ fortsetzt.
  Das duale Monoid notieren wir  $A^\vee = \op{Symu}V$. Die Notation ist eine Abk"urzung f"ur 
  \glqq symmetrische Multilinearformen\grqq.
 Seine homogenen
  Komponenten sind die Moduln  $\op{Symu}_{r}V=\op{Symu}^{-r}V=({\op{S}}^rV)^*$
  aller multilinearen Abbildungen $V^{\times r}\ra k$, die ihren
  Wert nicht "andern, wenn man die Eintr"age permutiert.
  Der offensichtliche Isomorphismus $V^*\sira \op{Symu}_{1}V$ induziert
  einen nat"urlichen
  Kringalgebrenhomomorphismus ${\op{S}}(V^*)\ra \op{Symu}V$,
  aber hier ist die Situation komplizierter als im Fall der
  "au"seren Algebren und er ist auch im Fall eines endlichdimensionalen
  Vektorraums $V$ nur ein Isomorphismus im Fall eines Grundk"orpers der
  Charakteristik Null und sonst noch nicht einmal injektiv. 
  Das ist gut zu sehen im  Fall eines freien $k$-Moduls $V$
  vom Rang Eins mit Basisvektor $v$.
  Dann haben wir $k[T]\sira {\op{S}}V$ vermittels $T\mapsto v$. Andererseits
  finden wir $$\Delta(T^n)=(T\otimes 1 + 1\otimes T)^n=\sum {n\choose i}T^i\otimes T^{n-i}$$
  F"ur die zur Basis der $T^r$ dualen Basisvektoren
  $(T^r)^*\in \op{Symu}_{r}V$ ergeben sich so die
  Multiplikationsregeln $(T^r)^* (T^s)^* ={r+s\choose s} (T^{r+s})^*$
  und $ (T^*)^r=r!(T^r)^*$ mit $T^*=(T^1)^*$.
  Es ist in diesem Kontext "ublich,
  f"ur unsere Basisvektoren die
  Notation $X^{(r)}\pdef (T^r)^*$ zu verwenden mit einer virtuellen
  Variablen $X$ und diese als {\bf dividierte Potenzen}\index{dividierte Potenzen} anzusprechen, da  "uber $\DQ$ gilt $(T^r)^*=(T^*)^r/r!$. 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] 
  Bourbaki betrachtet in seiner Alg\`ebre, was wir in unserer Terminologie  die
  \glqq cap-Pro\-duk\-te eines
  Komonoids der Trennschmelzkategorien mit Multihom $\op{gAb}$ und $\op{sgAb}$\grqq\  nennen w"urden, und verwendet daf"ur die Terminologie
  \glqq produits internes d'une cog\`ebre\grqq.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Raum der Ma"se als Modul "uber dem Funktionenring}]
  Der  Trennschmelzfunktor $\op{Ma"s}_!:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$ aus \ref{skfh} macht jede Menge $X$ mit ihrer banalen Struktur
  als Koabmonoid von $\curlywedge{\op{Ens}}$ 
  zu  einem Koabmonoid  $A\pdef \op{Ma"s}_!(X)\in \op{Ab}$.
  Durch Dualisieren entsteht daraus wie bereits besprochen
  das Abmonoid $A^\vee=\op{Fun}(X)\in \op{Ab}$ der Funktionen auf $X$. 
Unser  abstraktes cap-Produkt aus
\ref{capM} 
liefert  eine
Operation $$\op{Fun}(X)\curlyvee \op{Ma"s}_!(X)\ra \op{Ma"s}_!(X)$$
In diesem Fall ist das, wie man unschwer einsieht, schlicht
die nat"urliche Struktur
der Gruppe der Ma"se als Modul "uber dem Ring der Funktionen.\label{MMF}
Die abstrakte Adjunktionsformel spezialisiert in diesem Fall zur
einigerma"sen banalen Identit"at
$$\int (fg)\mu = \int f(g\mu)$$
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Ein langweiliges cap-Produkt}]
 In der Trennschmelzkategorie $\curlywedge{\op{Ens}}$ k"onnen wir
  zu jedem Objekt $X$ das banale Koabmonoid betrachten und es zu einem
  Abmonoid dualisieren. Unter dieser Konstruktion liefert jede Menge 
  das immergleiche Einheitsmonoid. 
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Variante zum abstrakten cap-Produkt}]
  Seien eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit 
 Multihom gegeben und ein Komonoid $A$ in $\mathcal M$  sowie
 ein $A$-Rechtskomodul $M\in \mathcal M_{\curlywedge A}$. Dann
  wird $M$ ein $A^\vee$-Modul in $\mathcal M$,\label{capMm} 
 indem
  wir die Operation $A^\vee\curlyvee M\ra M$ erkl"aren als die Komposition $$A^\vee\curlyvee M\ra A^\vee\otimes M\ra A^\vee \otimes A\otimes M\ra {\mathbb I}\otimes M\ra M$$
  mit den offensichtlichen "au"seren Morphismen und $\op{ev}\otimes \op{id}$ in der rechten Mitte und $\op{id}\otimes \tau \Delta_M $
  in der linken Mitte f"ur $\Delta_M:M\ra M\otimes A$
  die Kooperation auf $M$ und $\tau$ die Vertauschung der beiden Tensorfaktoren.
  Im Fall $M=A$ spezialisiert das zu  unserem abstrakten cap-Produkt aus \ref{capM}. Wir nennen  auch sie ein abstraktes cap-Produkt. 
\end{Bemerkungl}
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Weitere Variante zum abstrakten cap-Produkt}]
   Seien  gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit 
 Multihom und ein Komonoid $A$ in $\mathcal M$  sowie
 ein $A$-Linkskomodul $M\in\mathcal M_{A\curlywedge}$.
So erhalten wir  eine nat"urliche Zweiverschmelzung $M^\vee\curlyvee M\ra A$
  als die Komposition\label{aCV} $$M^\vee\curlyvee M\ra M^\vee \otimes M\ra M^\vee \otimes M\otimes A\ra {\mathbb I}\otimes A\ra A$$
  mit $\op{id}\otimes\tau\Delta_M$ in der linken Mitte.  Im Fall $M=A$ spezialisiert das  zu  unserem abstrakten cap-Produkt aus \ref{capM}. Wir nennen  auch sie ein abstraktes cap-Produkt. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Varianten zum cap-Produkt im Ma"se-Funktionen-Fall}]
Ist $f:Z\ra X$ eine Abbildung 
und $Z$ der zugeh"orige banale Komodul nach \ref{banKo} "uber dem
banalen Koabmonoid zu $X\in\curlywedge{\op{Ens}}$, so wird unter dem
Trennschmelzfunktor $\op{Ma"s}_!:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$ aus \ref{skfh} der Raum von Ma"sen
$\op{Ma"s}_!(Z)$ ein Komodul zu $\op{Ma"s}_!(X)$.
Vermittels des cap-Produkts wird dann $\op{Ma"s}_!(Z)$ ein Modul "uber
dem Funktionenring $\op{Fun}(X)$ und man pr"uft unschwer, da"s diese Modulstruktur 
schlicht die Multiplikation mit der zur"uckgeholten Funktion ist,
$\varphi\cap\mu=(\varphi\circ f)\mu$. 
Unsere zweite Verschmelzung erweist sich als das Bildma"s in $X$ des Produkts
einer Funktion auf $Z$ mit einem Ma"s auf $Z$, in Formeln
$\psi\cap \mu=f_*(\psi\mu)$. 
\end{Beispiel}




\begin{Beispiel}[\textbf{Varianten zum cap-Produkt im topologischen Fall}]
  F"ur jedes Raumpaar ist   $(\op{id},\op{id}):(X,\emptyset)\ra(X,A)\curlywedge (X,\emptyset)$ eine Rechtskooperation
  des banalen Koabmonoids $(X,\emptyset)$ auf $(X,A)$.
  F"ur $A\co X$ erhalten wir daraus vermittels unseres Trennfunktors der singul"aren Ketten $\op{S}:\op{Top}^{\co}\ra \op{Hot}$ aus \ref{SdRA}  eine
  Rechtskooperation von ${\op{S}}X$ auf ${\op{S}}(X,A)$.
  F"ur beliebiges $A\subset X$ kann man so eine Rechtskooperation immer noch
  explizit konstruieren als die Komposition
  $${\op{S}}X\ra \op{S}(X\times X,A\times X)\sira \op{S}(X,A)\otimes \op{S}(X)$$ des Vorschubs unter der diagonalen Einbettung gefolgt von der von
  einer und jeder Alexander-Whitney-Transformation induzierten
  Kettenabbildung. Ebenso erh"alt man auch eine Linkskooperation.
  Unser abstrakter Formalismus \ref{aCV} macht daraus in $\op{Hot}$
  eine Operation von
  ${\op{S}}^*X$ auf $\op{S}(X,A)$
  sowie eine ausgezeichnete Verschmelzung $\op{S}^*(X,A)\curlyvee\op{S}(X,A)\ra {\op{S}}X$. Daraus erhalten wir
 mit dem Schmelzfunktor  $\mathcal H$ 
  unmittelbar das relative cap-Produkt
  ${\op{H}}^*(X)\otimes {\op{H}}(X,A)\ra {\op{H}}(X,A)$ aus der singul"aren Homologietheorie,\nichtfinal{\eref{KcaP}{TS}} das ${\op{H}}(X,A)$
  zu einem Modul "uber dem Kohomologiering macht, sowie ein weiteres
  cap-Produkt\label{Capkbv}  
  $${\op{H}}^*(X,A)\otimes {\op{H}}(X,A)\ra {\op{H}}X$$
\end{Beispiel}











\subsubsection*{"Ubungen}

\begin{Ubung}
  Seien $\mathcal M$ eine Trennschmelzkategorie mit Multihom und darin
  $f:R\ra S$
  Komonoidmorphismus und $M\ra N$ ein Homomorphismus "uber $f$ von
  einem Komodul "uber $R$ zu einem  Komodul "uber $S$
  der hoffentlich offensichtlichen Weise.
  So kommutiert mit dem in \ref{aCV} konstruierten cap-Produkt das
  Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
  M^\vee\curlyvee M\ar[d]& N^\vee\curlyvee M \ar[r]\ar[l]
  & N^\vee\curlyvee N\ar[d]\\ R\ar[rr]&  
  &  S}
 \end{displaymath}
Speziell erhalten wir so im topologischen Fall
die Vertr"aglichkeit f"ur das Cap-Produkt\nichtfinal{\eref{KcaP}{TS}}.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
  Gegeben ein Komonoid $A$ einer Trennschmelzkategorie
  faktorisiert die Multiplikation auf $A^\vee$ als\label{CapF} 
  $$A^\vee\curlyvee A^\vee \ra (A{\Rrightarrow} A^\vee)
  = (A{\Rrightarrow}( A{\Rrightarrow}\mathbb I))\sira ((A\otimes A) {\Rrightarrow}\mathbb I)\ra (A {\Rrightarrow}\mathbb I)=A^\vee$$
  mit den Morphismen aus \ref{VMoX} und \ref{IHOX} und dem Vorschalten der
  Komultiplikation.
\end{Ubung}




\subsection{Bimonoide und Hopfobjekte}

\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine \hyperref[TSK]{Trennschmelzkategorie}. Ein {\bf Bimonoid\index{Bimonoid} in $\mathcal M$}
  ist ein Tripel $(B,m,\Delta)$ bestehend aus einem Objekt $B$,
  einer Verkn"upfung $m:B\curlyvee B\ra B$ und einer
  Koverkn"upfung $\Delta:B\ra B\curlywedge B$ derart, da"s
  die folgenden
  Eigenschaften erf"ullt sind:
  \begin{enumerate}
    \item
      $(B,m)$ ist ein Monoid;
    \item
      $(B,\Delta)$ ist ein Komonoid;
    \item
      Der induzierte Morphismus
      $\Delta:B\ra B\otimes B$ ist ein Monoidhomomorphismus f"ur
       die Monoidstruktur auf $B\otimes B$ aus \ref{stMMx}.
  \end{enumerate}
  Man zeigt dann unschwer \nichtfinal{aber nicht jetzt}, da"s zus"atzlich gilt:
  \begin{enumerate}
  \item[4.]
    Der von $m$ induzierte Morphismus 
    $m: B\otimes B\ra B$ ist ein Komonoidhomomorphismus f"ur
    die Komonoidstruktur auf $B\otimes B$ aus \ref{stMMx};
     \item[5.]
       Der vom neutralen Element $e:\curlyvee\ra B$ induzierte Morphismus
       $\mathbb I\ra B$ ist ein Komonoidmorphismus f"ur
       die Komonoidstruktur auf $\mathbb I$ aus \ref{kmI};
     \item[6.]
       Die Koeins  $\eta: B\ra \mathbb I$ von $(B,\Delta)$ ist
        ein Monoidmorphismus f"ur
       die Monoidstruktur auf $\mathbb I$ aus \ref{kmI}.
  \end{enumerate}
  Ein Bimonoid hei"st kommutativ, wenn das zugrundeliegende Monoid
  kommutativ ist.
  Ein Bimonoid hei"st kokommutativ, wenn das zugrundeliegende Komonoid
  kokommutativ ist. Ein Bimonoid, dessen  Verkn"upfung und Koverkn"upfung beide
  kommutativ sind, ist dasselbe wie ein Biabmonoid im Sinne von \ref{Bikm}.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl} 
  Gegeben ein Bimonoid  $(B,m,\Delta)$ einer
  Trennschmelzkategorie  $\mathcal M$
  ist die opponierte Struktur  $(B,\Delta^\circ,m^\circ)$ ein Bimonoid  der
  opponierten Trennschmelzkategorie $\mathcal M^{\op{opp}}$.\label{biMON} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  Jedes  Monoid $(G,m)$  der kartesischen Schmelzkategorie
   der Mengen wird mit der Diagonaltrennung
  $\Delta\pdef ({\op{id}},{\op{id}}):G\ra G\curlywedge G$ als
  Ko\-ver\-kn"up\-fung zu einem  Bimonoid $(G,m,\Delta)$ der
  banalen Trennkategorie $\curlywedge {\op{Ens}}$. Dasselbe gilt f"ur jedes Monoid der kartesischen Schmelzkategorie einer beliebigen Kategorie mit endlichen Produkten.
\end{Beispiel}








\begin{Beispiel}
 Ein Bimonoid der Trennschmelzkategorie
  $\op{Mod}_k$ der Moduln "uber  einem Kring $k$ nennen wir eine
   {\bf $k$-Biringalgebra}.\index{Biringalgebra}
Ausgeschrieben ist das
ein $k$-Modul $A$ mit einer Multiplikation,
die ihn zu einer Ringalgebra macht, sowie einer 
Komultiplikation, die ihn zu einer  Koringalgebra
macht derart, da"s die Komultiplikation\label{biria} 
ein Homomorphismus von Ringalgebren ist f"ur die Multiplikation 
$$(a\otimes b)(a'\otimes b')=aa'\otimes bb'$$ auf $A\otimes A$ und die
Koeins ein  Homomorphismus von Ringalgebren $A\ra k$.
In der Literatur hei"st diese Struktur meist k"urzer eine
\glqq Bialgebra\grqq,\index{Bialgebra} 
aber das pa"st  nicht zu unserem sehr allgemeinen
Verst"andnis des Begriffs einer Algebra als 
\glqq Magma einer Modulschmelzkategorie\grqq.
Gegeben eine endlichdimensionale Biringalgebra "uber
 einem K"orper ist ihr
Dualraum
in nat"urlicher Weise wieder eine Biringalgebra.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
  Jeder Trennschmelzfunktor macht Bimonoide zu Bimonoiden.
  Insbesondere macht unser Trennschmelzfunktor $\op{Ma"s}_!:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$ aus \ref{skfh}
  jedes Monoid $G$ zu einer $\DZ$-Biringalgebra. Die zugeh"orige Ringalgebra
  ist unser Monoidring $\DZ G$\nichtfinal{\;aus \eref{GruR}{NAS}}. Die Komultiplikation macht $\sum a_g\delta_g$ zu  $\sum a_g\delta_g\otimes \delta_g$.
\end{Bemerkungl}






\begin{Definition}
  Gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ verstehen wir unter einem 
 {\bf Hopf-Objekt\index{Hopf-Objekt} von $\mathcal M$} 
  ein Bimonoid $(H,m,\Delta)$,  f"ur das %zus"atzlich
  ein Morphismus
$S:H\ra H$ existiert derart, da"s das Diagramm\label{DeHop} 
 \begin{displaymath}
  \xymatrix{
& H\otimes H \ar[r]^-{S \otimes \op{id}} & H \otimes H \ar[dr]^-{m}& \\
H \ar[ur]^-{\Delta} \ar[r]^-{\varepsilon} \ar[dr]_-{\Delta} &\mathbb I\ar@{=}[r]
&\mathbb I \ar[r]^-1 & H\\
&H \otimes H \ar[r]_-{\op{id \otimes S}} & H \otimes H \ar[ur]_-{m} & 
}
 \end{displaymath}
 kommutiert.\label{hoMON}
 Solch ein $S$ ist dann eindeutig bestimmt, vergleiche "Ubung
 \ref{EvAn}, und hei"st
 auch in dieser Allgemeinheit {\bf Antipode}\index{Antipode}.
 Ein Biabmonoid mit Antipode nennen wir ein {\bf Hopfbiabmonoid}.\index{Hopfbiabmonoid} 
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Involutivit"at von Antipoden}] 
  F"ur Antipoden gilt im allgemeinen  $S^2\neq \op{id}$, ja eine Antipode muß
   noch nicht einmal ein Isomorphismus sein.
  Ist jedoch die Komultiplikation kokommutativ, so gilt das doch und folgt
  durch Verallgemeinern des Beweises der Involutivit"at des Invertierens
  im Fall von Monoidobjekten \eref{InvIi}{AAG}. Ist die Multiplikation
  unseres Hopfobjekts kommutativ, so funktioniert  das opponierte 
  Argument und unsere Antipode mu"s auch involutiv sein. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
  Jede Gruppe $(G,m)$ wird zu einem  Hopfobjekt $(G,m,\Delta)$ der
  banalen Trennkategorie $\curlywedge {\op{Ens}}$, indem wir als
  Koverkn"upfung die Diagonaltrennung
  $\Delta\pdef ({\op{id}},{\op{id}}):G\ra G\curlywedge G$  erg"anzen.\label{GoHo}
  Die Antipode ist in diesem Fall das Invertieren $S=\op{inv}:G\ra G$. 
  Dasselbe gilt f"ur jedes Gruppenobjekt einer beliebigen Kategorie mit endlichen Produkten. \nichtfinal{Daf"ur mu"s mal ein Beweis ausgeschrieben werden.}
\end{Beispiel}


\begin{Beispiel}[\textbf{Differentiale als Hopfbiabmonoid}]
  Das Biabmonoid $D$ der Differentiale \ref{bbd} ist ein Hopfobjekt der
  Schmelzkategorie der supergraduierten abelschen Gruppen $\op{sgAb}$ 
  mit Antipode $S:1\mapsto 1, d\mapsto -d$ alias ein Hopfbiabmonoid
  dieser Trennschmelzkategorie.\label{DAH}
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{"Au"sere Algebra als Hopfbiabmonoid}]
F"ur jeden Kring $k$ und jeden $k$-Modul $V$ ist das Biabmonoid 
  $\bigwedge V$ aus \ref{AAB} ein Hopfbiabmonoid von $\op{sgMod}_k$
  mit Antipode $S$ gegeben durch\label{AAH} 
  $(-1)^n:\bigwedge^n V\ra \bigwedge^n V$. F"ur $k=\DZ$ und $V=\DZ d$ frei vom Rang eins erhalten wir  als Spezialfall das Hopfobjekt der Differentiale \ref{DAH}. 
\end{Beispiel}




\begin{Beispiel}
  Gegeben ein Kring $k$ hei"st ein Hopfobjekt der
  Trennschmelzkategorie $\op{Mod}_k$ eine
  {\bf Hopf-Algebra}.\index{Hopfalgebra}\label{HoAlg} 
Gegeben eine endlichdimensionale Hopf\-al\-ge\-bra "uber einem K"orper ist ihr
Dualraum
in nat"urlicher Weise wieder eine Hopf\-al\-ge\-bra. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Jeder Trennschmelzfunktor macht Hopfobjekte zu Hopfobjekten.
  Insbesondere macht unser Trennschmelzfunktor $\op{Ma"s}_!:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$ aus \ref{skfh}
  jede Gruppe $G$ zu einer $\DZ$-Hopfalgebra. Die zuge"orige Ringalgebra
  ist unser Gruppenring $\DZ G$, die Komultiplikation macht $\sum a_g\delta_g$ zu  $\sum a_g\delta_g\otimes \delta_g$
  und die Antipode macht $\sum a_g\delta_g$ zu $\sum a_g\delta_{g^{-1}}$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Symmetrische Algebra als Hopfalgebra}]
  Gegeben ein Vektorraum $V$ wird die symmetrische Algebra 
${\op{S}}V$ eine Hopf\-al\-ge\-bra mit der Komultiplikation 
$\Delta:{\op{S}}V\ra {\op{S}}V\otimes {\op{S}}V$ gegeben  
durch\label{SAH} 
$v\mapsto v\otimes 1+1\otimes v$ f"ur  $v\in V$.
Allgemeiner wird f"ur einen
beliebigen Modul $V$ "uber einem beliebigen Kring $k$ so die
symmetrische  Algebra ${\op{S}}V$ 
 eine $k$-Hopfalgebra. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Differentielle abelsche Gruppen als Darstellungen}]
  Wir erhalten ein $\op{Ab}$-Hopfbiabmonoid, indem wir
  den Polynomring $\DZ[\partial]$ in einer Variablen
  mit der Komultiplikation mit $\partial\mapsto \partial\otimes 1 + 1\otimes \partial$ versehen. Die Antipode wird dann beschrieben durch
  $\partial\mapsto -\partial$. Das ist ein Spezialfall von \ref{SAH}.
  Die Schmelzkategorie der Darstellungen dieses
  Hopfbiabmonoids ist unsere Schmelzkategorie der differentiellen abelschen Gruppen
  \ref{dABg}.\label{DiHo} 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Symmetrische Algebra als Hopfobjekt}]
  Gegeben ein Vektorraum $V$ wird die symmetrische Algebra 
  ${\op{S}}V$ ein Hopfobjekt der Trennschmelzkategorie
  $\op{gAb}$, wenn wir ${\op{S}}V$  mit der nat"urlichen Graduierung versehen, bei der wir $V$ in den Grad Eins setzen, und mit derselben Komultiplikation 
wie im ungraduierten Fall \label{SAHg}. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}Typische Beispiele f"ur Hopfalgebren sind universelle Einh"ullende von
Liealgebren\nichtfinal{ \eref{EihH}{HL}}. 
Mehr zu Hopfalgebren findet
man etwa 
in \cite{Kassel}. \nichtfinal{Wie isses mit der Tensoralgebra?} 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungw}
  Jetzt mu"s man sich mal "uberlegen, da"s f"ur jeden Kring $k$ und
  jedes Objekt $V\in \op{sgMod}_k$ die Summe der
  symmetrischen Potenzen ${\op{S}}V$ ein Hopf\-ob\-jekt
  ist in nat"urlicher Weise.
  Das verallgemeinert \ref{AAH} und \ref{SAH} und mu"s seinerseits auf
  Einh"ullende von Liealgebrenobjekten und noch
  allgemeinere Schmelzkategorien verallgemeinert werden. Das
  will ich aber jetzt nicht ausf"uhren. 
\end{Bemerkungw}
  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologie topologischer Gruppen}] 
  Jede topologische Gruppe $G$ kann nach \ref{GoHo} als Hopfobjekt
  der banalen Trennkategorie $\curlywedge {\op{Top}}$ aufgefa"st werden.
  Ist $k$ ein K"orper und ${\op{H}}^*G\pdef {\op{H}}^*(G;k)$ endlichdimensional, so
  ist nach der K"unnethformel der Kohomologie\nichtfinal{\;\eref{KFK}{TS}} der
  Trennfunktor $${\op{H}}^*: \curlywedge {\op{Top}}\ra \op{sgMod}_k^{\op{opp}}$$
  vertr"aglich mit universellen Trennungen
  in endlich viele Kopien von $G$. Insbesondere macht er 
  $G$ zu einem Hopfobjekt
  ${\op{H}}^*G$ der Trennkategorie $\op{sgMod}_k^{\op{opp}}$
  alias der Schmelzkategorie $\op{sgMod}_k$. \nichtfinal{Es folgt, da"s
    ${\op{H}}^*G$ frei erzeugt ist als superkommutative graduierte
    $k$-Ringalgebra von endlich vielen Erzeugern in ungeraden Graden.
    Das war die Motivation von Heinz Hopf, der so weitreichende
    Einsichten in die Struktur der Kohomologieringe von Liegruppen gewann.} 
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{"Aquivariante Verschmelzung unter kokommutativem Bimonoid}]
  Seien $\mathcal M$ eine Trennschmelzkategorie 
  und $C\in \mathcal M$ ein kokommutatives Bimonoid. Wir betrachten in der "aquivarianten Schmelzkategorie der $C$-Objekte aus \ref{SOO} die volle Unterschmelzkategorie
  $$\mathcal M_{ C{\ssearrow}}\subset \mathcal M_{C{\ssearrow}\!'}$$
  aller der $C$-Objekte, die sogar
  $C$-Moduln sind.
 So sind in Verallgemeinerung von \ref{Bikm}  die Ziele der
 stabil universellen Verschmelzungen in $\mathcal M_{  C{\ssearrow}\!'}$
 bereits selbst Moduln "uber $C$, geh"oren also in Formeln bereits zu
 $\mathcal M_{ C{\ssearrow}}$,\label{JntH} 
 und sind dort a forteriori universelle, ja stabil universelle
 Verschmelzungen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Internes Hom f"ur Moduln "uber kokommutativem Hopfobjekt}]
  Seien $\mathcal M$ eine Trennschmelzkategorie 
  und $C\in \mathcal M$ ein kokommutatives Hopfobjekt.
  Besitzt $\mathcal M$ internes Hom,\label{IntHo}
  so besitzt auch $\mathcal M_{ C{\ssearrow}}$ internes Hom.
Genauer erhalten wir ein internes Hom $X{\Rrightarrow}Y$ f"ur $X,Y\in \mathcal M_{ C{\ssearrow}}$, indem wir das interne Hom in $\mathcal M$ mit einer
Modulstruktur $C\curlyvee (X{\Rrightarrow}Y)\ra(X{\Rrightarrow}Y)$ versehen.
So eine Verschmelzung entspricht unter Adjunktion 
einem Morphismus $C\otimes (X{\Rrightarrow}Y)\otimes X\ra Y$.
 Wir erhalten ihn als die Ver\-kn"up\-fung
$$\begin{array}{llll}C\otimes X\otimes  (X{\Rrightarrow}Y)&\ra& C\otimes C\otimes X\otimes  (X{\Rrightarrow}Y)&\text{mit $(\op{id}\otimes S)\Delta$ vorne,}\\
   &\ra & C\otimes  X\otimes  (X{\Rrightarrow}Y)&\text{mit der Operation auf $X$,}\\  &\ra & C\otimes Y&\text{mit dem Auswerten,}\\
  &\ra &  Y&\text{mit der Operation auf $Y$.}\\
\end{array}$$
 Der Leser mag ausschreiben, da"s das in der Tat  auf
 $X{\Rrightarrow}Y$ eine Struktur als $C$-Modul ist und da"s
 sich unter der Adjunktion $(\otimes X, X{\Rrightarrow})$ Modulmorphismen
 entsprechen. Als Spezialfall erhalten wir das interne Hom von Komplexen.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Objekte mit Operation eines Hopfbiabmonoids}] 
  Zusammenfassend hat f"ur jedes Hopfbiabmonoid $C$ einer
  Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ mit Multihom auch unsere
  Trennschmelzkategorie $$\mathcal M_{C{\sacts}}$$
  der \glqq Objekte mit $C$-Operation\grqq\  Multihom und das Vergessen der
  Operation ist vertr"aglich mit stabil universellen Verschmelzungen und Multihom.\label{OOBImh}  Das erg"anzt, was wir bereits aus \ref{OOBI}
  "uber Objekte mit der Operation eines Biabmonoids wissen. 
\end{Bemerkungl}








\begin{Bemerkunge}
  Alles hier Gesagte gilt opponiert genauso f"ur Komoduln
  "uber einem kommutativen Bimonoid. Allerdings gilt es zu beachten,
  da"s gegeben eine Trennschmelzkategorie mit internem Hom die
  opponierte Trennschmelzkategorie  keineswegs wieder
  internes Hom haben mu"s. So braucht etwa die Existenz von internem Hom
  in der Trennschmelzkategorie der algebraischen Darstellungen einer
  algebraischen Gruppe zus"atzliche Argumente und folgt nicht wie
  im Fall von Darstellungen von Liealgebren aus dem allgemeinen
  Formalismus.
\end{Bemerkunge}
\nichtfinal{DA IST WAS FALSCH!\begin{Bemerkunge}
  Gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ versteht man unter einer
  {\bf Frobenius-Algebra in $\mathcal M$}\index{Frobeniusalgebra}
  ein Objekt mit einer Monoidstruktur und einer Komonoidstruktur
  $(A,m,\Delta)$ derart, da"s gilt $$(\op{id}\otimes m)\circ (\Delta\otimes \op{id})=\Delta\circ m=  ( m\otimes\op{id})\circ(\op{id}\otimes \Delta)$$
  Wir diskutieren diese Struktur hier nicht weiter.  Ein tytisches Beispiel sind
  die Gruppenringe endlicher Monoide $G$, in denen alle drei Abbildungen
  f"ur $g,h\in G$ das Element $\delta_h\otimes\delta_g$ abbilden auf
  $\delta_{hg}\otimes\delta_g$.
\end{Bemerkunge}} 


\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Eindeutigkeit von Antipoden}]
  Man zeige die in \ref{hoMON} behauptete Eindeutigkeit der Antipode, wenn
  sie denn existiert. Hinweis: Man orientiere sich am Fall von
   Gruppenobjekten\nichtfinal{$\;$aus \eref{InvEi}{AAG}} und untersuche f"ur zwei Antipoden $S_1,S_2$ die
  Verkn"upfung $H\ra H\otimes H\otimes H \ra H\otimes H\otimes H \ra H$
  von dreifacher Komultiplikation gefolgt von $S_1\otimes {\op{id}}\otimes S_2$
  gefolgt von dreifacher Multiplikation.\label{EvAn}  
\end{Ubung}


  





\subsection{Starrheit}






\begin{Definition}
  Ein Objekt $X$ einer Schmelzkategorie hei"se
  {\bf universell tensorierbar},\index{tensorierbar!universell}
  wenn es mit jedem weiteren Objekt $Y$ eine stabil universelle
  Zweiverschmelzung $X\curlyvee Y\ra X\otimes Y$ besitzt.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Schmelzkategorie  $\mathcal M$ mit \hyperref[EiOb]{Eins}
  und die volle Unterkategorie
  $\mathcal M^{\op{ut}}$
  der universell tensorierbaren Objekte erhalten wir durch
  $X\mapsto (X\otimes\;)$ einen volltreuen Funktor
  $\mathcal M^{\op{ut}}\vra \op{Cat}(\mathcal M,\mathcal M)$
  zwischen den zugrundeliegenden
  gew"ohnlichen Kategorien. Ich erinnere an unsere Konvention, \glqq bis auf
  eindeutigen Isomorphismus eindeutig bestimmte Objekte\grqq\ als gleich
  zu behandeln. In dieser Konvention ist dann auch erst 
  $(X\otimes\;)$ ein wohlbestimmter Funktor.\label{vtrk} 
 \end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Ein Objekt $X$ einer Schmelzkategorie mit
  Eins hei"st {\bf starr},\index{starr!in Schmelzkategorie}\label{starr}
  wenn es universell tensorierbar ist und wenn es
  dazu ein {\bf Adjunktionsdatum}\index{Adjunktionsdatum}
  $(X^\ast,\gamma)$ gibt bestehend aus einem weiteren 
  universell tensorierbaren Objekt $X^\ast$ und einer
  Adjunktion $$\gamma: (X^\ast\otimes\;)\dashv ( X\otimes\;)$$
  Ein Adjunktionsdatum  $(X^\ast,\gamma)$ zu $X$
  ist eindeutig bis auf eindeutigen Isomorphismus
  aufgrund der Eindeutigkeit von Adjungierten und
  aufgrund unserer volltreuen Einbettung
  $X\mapsto(X\otimes\;)$ nach \ref{vtrk}. 
\end{Definition}
  
\begin{Bemerkungl}
  Die Eins einer Schmelzkategorie mit Eins ist offensichtlich stets starr.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} 
  Ein {\bf Starrheitsdatum}\index{Starrheitsdatum} in
  einer Schmelzkategorie mit Eins
  ist ein Quadrupel $(X,X^\ast,\alpha,\beta)$ bestehend aus universell
  tensorierbaren Objekten $X,X^\ast$ und
   Morphismen $\alpha:\mathbb I\ra X^\ast\otimes X$ sowie
  $\beta: X\otimes X^\ast\ra \mathbb I$ derart, da"s die
  Kompositionen\label{StDat} 
 \begin{displaymath}
    \xymatrix{
    X  \ar[rr]^-{\op{id}_X\otimes\alpha}
     && X\otimes X^\ast\otimes X \ar[rr]^-{\beta\otimes\op{id}_X}  &&  X \\
     X^\ast  \ar[rr]^-{\alpha\otimes\op{id}_{X^\ast}}
     && X^\ast\otimes X\otimes X^\ast \ar[rr]^-{\op{id}_{X^\ast}\otimes\beta}  &&  X^\ast }
  \end{displaymath}
 die Identit"at auf $X$ beziehungsweise $X^\ast$ sind.
 Gegeben ein Adjunktionsdatum $(X^*,\gamma)$ f"ur $X$ in einer
 Schmelzkategorie mit Eins erhalten wir ein
 Starrheitsdatum f"ur $X$, indem wir als $\alpha$ die Einheit der Adjunktion
 ausgewertet auf $\mathbb I$ nehmen gefolgt von der Einsbedingung und
 als $\beta$ die Koeinheit der Adjunktion mit der invertierten Einsbedingung
 vorgeschaltet, das alles aufgrund der allgemeinen Beschreibung
 \nichtfinal{\eref{FADJj}{TF}} 
  einer Adjunktion durch ihre Einheit und Koeinheit.
 Gegeben ein Starrheitsdatum  f"ur $X$
 erhalten wir umgekehrt ein Adjunktionsdatum  f"ur $X$ 
 wieder nach  der allgemeinen Beschreibung \nichtfinal{\eref{FADJj}{TF}} 
 einer Adjunktion durch ihre Einheit und Koeinheit
 und diese beiden Konstruktionen
 sind zueinander invers.  
 Ein Objekt $X$ einer Schmelzkategorie mit Eins ist also genau dann starr,
 wenn es sich zu einem Starrheitsdatum erg"anzen l"a"st, und dieses
 Starrheitsdatum wird durch $X$ eindeutig bestimmt bis auf
 eindeutigen Isomorphismus.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Erhaltung von Starrheit unter Schmelzfunktoren}] 
  Ein mit stabil universellen Verschmelzungen vertr"aglicher Schmelzfunktor
  zwischen Schmelzkategorien mit Eins macht offensichtlich jedes\label{ESSC}
  Starrheitsdatum zu einem Starrheitsdatum und damit
  starre Objekte zu starren Objekten.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Es wird sich gleich herausstellen, da"s jedes Starrheitsdatum
  $(X,X^*,\alpha,\beta)$ 
  die Existenz des internen Homobjekts $(X{\Rrightarrow}{\mathbb I})$
  impliziert und einen
   Isomorphismus $X^\ast\sira X^\vee=(X{\Rrightarrow}{\mathbb I})$
  liefert. Sobald das gezeigt ist, geben wir die Notation $X^\ast$ wieder auf.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  In einer Schmelzkategorie mit Eins ist mit
  $X$ ist auch $X^\ast$ starr. Genauer entsteht aus
  jedem Starrheitsdatum  $(X,X^\ast,\alpha,\beta)$
  durch das Nachschalten der Vertauschungen $\tau$ ein Starrheitsdatum 
  $(X^\ast,X,\beta\tau, \tau \alpha)$, wie nebenstehende Graphik
  veranschaulichen mag. Wir
  erhalten so einen ausgezeichneten Isomorphismus
  $$X^{\ast\ast}\sira X$$
  %Offensichtlich erhalten wir durch zweimaliges
  %Anwenden dieser Konstruktion unser urspr"ungliches Starrheitsdatum zur"uck. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bild}  
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildTKD}\\[4mm]
\noindent
Versuch einer graphischen Darstellung des Rechenwegs beim Nachweis,
da"s aus $(\beta\otimes\op{id}_X)(\op{id}_X\otimes\alpha)=\op{id}_X$ folgt
$(\op{id}_X\otimes\beta\tau)(\tau\alpha\otimes\op{id}_X)=\op{id}_X$.
\end{Bild}

\begin{Beispiele}
  In der Schmelzkategorie der  Vektorr"aume "uber
  einem vorgegebenen K"orper sind die starren Objekte genau die
  endlichdimensionalen Vektorr"aume und die durch
  $X$ bis auf eindeutigen Isomorphismus eindeutig
  bestimmten  Daten $(X^\ast,\alpha,\beta)$ sind der Dualraum $X^\top$,
  die Expansion der Identit"at  und die 
  Evaluation. Sie entsprechen unter der Identifikation von $X\otimes X^\ast$
  mit dem Raum der Endomorphismen von $X$ der durch $\op{id}_X$ gegebenen
  Einbettung des Grundk"orpers und der Spur\nichtfinal{, vergleiche  \eref{kSp}{LA2}}.
  In der kartesischen Schmelzkategorie der Mengen ist \glqq die\grqq\
  einelementige Menge
  das einzige starre Objekt. Beides folgt leicht aus dem anschlie"senden Satz.
\end{Beispiele}


\begin{Satz}[\textbf{Starrheit und Homobjekte}]
 Ein Objekt $X$ einer Schmelzkategorie mit Eins 
 ist genau dann starr, wenn f"ur alle $Y$  das Homobjekt $X{\Rrightarrow} Y$ und  stabil universelle Zweiverschmelzungen 
 $X\otimes Y$ sowie  $(X{\Rrightarrow}\mathbb I)\otimes Y$
 existieren und
 wir f"ur jedes $Y$ einen Isomorphismus\label{sIh} 
 $$(X{\Rrightarrow}{\mathbb I})\otimes Y\;\sira\; (X{\Rrightarrow}Y)$$
 erhalten durch Anwenden auf
  $ X\otimes (X{\Rrightarrow}{\mathbb I})\otimes Y\ra {\mathbb I}\otimes Y\sira Y$ der Tensor-Hom-Adjunktion, wobei der erste Pfeil vom Auswerten $X\otimes (X{\Rrightarrow}{\mathbb I})\ra \mathbb I$
 herkommt.
\end{Satz}
% Es gibt noch einen "alteren Beweis in \ref{ABsIh}.

\begin{proof}
Gegeben $(X,X^\ast,\alpha,\beta)$ ein Starrheitsdatum und $A$ eine Objektkleinfamilie und $Y$ ein Objekt betrachten wir das Diagramm
$$\begin{array}{ccc}
\mathcal M(A\curlyvee (X\otimes X^*),Y\otimes X^*)&\ra&
\mathcal M(A\curlyvee \mathbb I,Y\otimes X^*)\\
\ua&&\da\wr\\
\mathcal M(A\curlyvee X\curlyvee X^*,Y\otimes X^*)&&
\mathcal M(A,Y\otimes X^*)\\
\ua&&\da\\
  \mathcal M(A\curlyvee X,Y)&\leftarrow& \mathcal M(A\curlyvee X,Y\otimes  X^*\otimes X) 
\end{array}
$$
aus hoffentlich offensichtlichen Abbildungen. Man pr"uft leicht, da"s
es zueinander inverse Bijektionen zwischen $\mathcal M(A\curlyvee X,Y)$
und $\mathcal M(A,Y\otimes  X^*)$ induziert und da"s $Y\otimes  X^*$ zusammen
mit diesen Bijektionen ein internes Homobjekt $(X{\Rrightarrow}Y)$ ist. Setzen wir hier $Y=\mathbb I$ ein, so erhalten wir einen
ausgezeichneten Isomorpismus $X^*\sira X^\vee$  und die restlichen
in der Proposition f"ur starre Objekte behaupteten Aussagen.
Gelten umgekehrt diese Aussagen, so liefern sie uns
die universelle Tensorierbarkeit des Objekts $X^\vee$ und eine
Adjunktion $(X\otimes, X^\vee\otimes)$ und damit ist $X$ starr.
\end{proof}


\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Starre Moduln}] Gegeben sei eine
  Schmelzkategorie mit Eins und additiver Struktur.
  Man zeige, da"s jede endliche direkte Summe starrer Objekte
  auch selbst wieder starr ist.\label{dsST} Man zeige weiter, da"s
  jeder Summand eines starren Objektes $X$ starr ist, wenn der von
  dem durch die
  Projektion gegebenen idempotenten Endomorphismus $e:X\ra X$
  induzierte  idempotente Endomorphismus $e^*:X^*\ra X^* $ auch spaltet.
  Das folgt zum Beispiel leicht, wenn unsere
  Schmelzkategorie universelle Verschmelzungen und internes Hom hat.
  Gegeben ein Kring $k$ sind also alle endlich erzeugten projektiven $k$-Moduln
  starr. \nichtfinal{Frage Experten, ob das alle starren Moduln sind.} 
\end{Ubung}
\begin{Ubung} Man zeige f"ur eine beliebige Schmelzkategorie mit Eins,
  da"s das Zielobjekt jeder stabil universellen Verschmelzung starrer Objekte
  auch selbst wieder starr ist.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Ein selbstbiduales aber nicht starres Objekt}]  
  In der Schmelzkategorie $\op{gMod}_k$ der $\DZ$-graduierten Vektorr"aume "uber
  einem K"orper $k$ ist das Objekt $X$ bestehend aus einer
  Kopie von $k$ in jedem Grad nicht starr, aber dennoch ist der nat"urliche
  Morphismus in das Bidual ein Isomorphismus
  $X\sira X^{\vee\vee}$. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
  Gegeben ein starres Objekt $X$ einer Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Eins
  erkl"aren wir die {\bf Spur}\index{Spur!in Schmelzkategorie}
  $$\op{tr}=\op{tr}_X:(X{\Rrightarrow} X)\ra\mathbb I$$
  als den Morphismus,
  der unter unserem Isomorphismus
  $(X{\Rrightarrow} \mathbb I)\otimes X\sira (X{\Rrightarrow} X)$
  aus \ref{sIh} dem Auswerten $X\otimes (X{\Rrightarrow} \mathbb I)\ra\mathbb I$ entspricht. Dieser Morphismus liefert unter dem Leerverschmelzungsfunktor
nach \ref{MorEk}   zusammen mit weiteren nat"urlichen Isomorphismen eine
  ausgezeichnete Abbildung
  $$\op{tr}:\mathcal M(X,X)\ra \mathcal M(\curlyvee,\mathbb I)$$
  und auch diese nennen wir eine {\bf Spur}.
 Man zeige, da"s das im Fall der Schmelzkategorie der
  $k$-Vektorr"aume die Spur aus der linearen Algebra $\op{tr}:\op{End}(V)\ra k$
  ist und im Fall der Schmelzkategorie der Supervektorr"aume die
  sogenannte {\bf Superspur}\index{Superspur}
  $\op{str}:\op{End}(V)\ra k$ gegeben durch
  $\op{str}(A)\pdef\op{tr}(A_{\bar 0}^{\bar 0})-
  \op{tr}(A_{\bar 1}^{\bar 1})$
  in hoffentlich selbsterkl"arender Notation.\label{Str} 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Spur und Schmelzfunktoren}]   
  Sei  $F:\mathcal M\ra \mathcal N$ ein Schmelzfunktor
  von Schmelzkategorien mit Eins, der vertr"aglich ist mit
  stabil universellen Verschmelzungen. Nach \ref{ESSC}
  macht $F$ Starrheitsdaten zu Starrheitsdaten.\label{starrH} 
  Nach \ref{sIh} 
  existieren unter diesen Annahmen f"ur starres $X$ und beliebiges $Y$
  die internen Homobjekte $X{\Rrightarrow}Y$ und $ FX{\Rrightarrow}FY$.
  Man zeige, da"s dann auch 
  der nat"urliche Morphismus 
  ein Isomorphismus $F(X{\Rrightarrow}Y)\sira FX{\Rrightarrow}FY$ ist 
  und zeige die Kommutativit"at des Diagramms
 \begin{displaymath}
    \xymatrix{
      F(X{\Rrightarrow}X)\ar[d]_{F(\op{tr}_X)}\ar[r]^{\sim}& FX{\Rrightarrow}FX \ar[d]^{\op{tr}_{FX}}\\
    F(\mathbb I_{\mathcal M})\ar[r]^{\sim}&\;\;\mathbb I_{\mathcal N} }
  \end{displaymath}
\end{Ubung}




\begin{Ubung}[\textbf{Negative Tensorpotenzen von Einheiten}] 
  Sei  eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit Eins  gegeben.
  Ein Objekt $E$ hei"st eine
  {\bf Einheit},\index{Einheit!in Schmelzkategorie}
  wenn es universell tensorierbar ist und
  es ein universell tensorierbares Objekt $F$ gibt mitsamt einem Isomorphismus
  $E\otimes F\sira {\mathbb I}$.
  Man zeige, da"s
  jede Einheit starr  und so nach \ref{sIh} \glqq universell hombar\grqq\ ist
  und da"s der offensichtliche Morphismus ${\mathbb I}\ra (E{\Rrightarrow}E)$  f"ur jede Einheit $E$
  ein Isomorphismus 
  ${\mathbb I}\sira (E{\Rrightarrow}E)$ ist.\label{EIIp}
  Gegeben eine Einheit $E$ erkl"are man f"ur alle $n\in\DZ$
  die Tensorpotenz $E^{\otimes n}$,\index{} indem man f"ur negatives $n$
  die Vereinbarung $E^{\otimes n}\pdef (E^\vee)^{\otimes(- n)}$
  trifft. Man zeige, da"s es dann genau ein Datum von Isomorphismen
  $\alpha_{n,m}:E^{\otimes n}\otimes E^{\otimes m}\sira E^{\otimes (n+m)}$ gibt, das f"ur $n,m\geq 0$ aus den offensichtlichen Isomorphismen besteht
    und die Assoziativit"aten
    $\alpha_{n,m+l}\circ(\op{id}\otimes \alpha_{m,l})
    =\alpha_{n+m,l}\circ(\alpha_{n,m}\otimes \op{id})$ f"ur alle $n,m,l\in\DZ$ gelten.   Das kann dahingehend
  zusammengefa"st werden, da"s $(E^{\otimes n})_{n\in\DZ}$ mit den $\alpha$ ein
  Abmonoid der Schmelzkategorie $\mathcal M^\DZ$ der $\DZ$-graduierten Objekte von $\mathcal M$ aus \ref{bsps} wird. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Eine Einheit $E$ einer Schmelzkategorie mit Vorzeichen 
  und Eins  hei"se eine
  {\bf Signumseinheit}\index{Signumseinheit},\label{sgnE} wenn
  auf $E\otimes E$ die Vertauschung das Negative der Identit"at ist.
  Ein typisches Beispiel ist das Objekt $\DZ[1]\in\op{Ket}(\op{Ab})$ der Schmelzkategorie
  der Komplexe abelscher Gruppen.
  Gegeben eine Signumseinheit 
   zeige man f"ur Morphismen $f: E^{\otimes n}\ra \mathbb I $ und $g: E^{\otimes m}\ra \mathbb I $
  die Identit"at
  $$g\circ (\op{id}\otimes f)=(-1)^{nm}f\circ (\op{id}\otimes g)$$
  von in hoffentlich offensichtlicher Weise notierten Morphismen $ E^{\otimes (n+m)}\ra \mathbb I $.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Schmelzfunktor der
   graduierten Leerverschmelzungen}]
  Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathcal M$ mit additiver
  Struktur und Eins und  eine  \hyperref[sgnE]{Sig\-nums\-ein\-heit} $E\in \mathcal M$ 
  erhalten wir einen Schmelzfunktor
  $\mathcal M\ra \op{sgAb}$ mit der Notation  $[q]X\pdef E^{\otimes q}\otimes X$ durch die Vorschrift\label{NuVE} 
  $$X\mapsto \mathcal M(\curlyvee, [q]X)_{q\in\DZ}$$
  Unser Schmelzfunktor $\mathcal H:\op{Hot}\ra \op{sgAb}$ der totalen Homologie aus
  \ref{juzt} kann als ein Spezialfall dieser allgemeinen Konstruktion verstanden werden. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Vertr"aglichkeiten f"ur das Tensorieren von internem Hom}]
  Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie mit universellen Verschmelzungen und Multihom.\label{TMoXn} 
  Man zeige die Kommutativit"at des Diagramms
  $$\begin{array}{ccc}
    W^\vee\otimes X\otimes Y^\vee\otimes Z &\ra&(W\otimes Y)^\vee\otimes( X \otimes Z)\\
    \da&&\da\\
 (W{\Rrightarrow}X) \otimes  (Y{\Rrightarrow}Z) 
&\ra & (W\otimes Y){\Rrightarrow}( X \otimes Z)
  \end{array}
  $$
  mit dem Tensorieren \ref{TMoX} von internem Hom
  in der unteren Horizontale und f"ur
  $W^\vee\otimes Y^\vee\ra (W\otimes Y)^\vee$ und den in \ref{sIh} beschriebenen
  Morphismen 
  $W^\vee\otimes X\ra (W{\Rrightarrow}X)$. 
\end{Ubung}






\begin{Ubung}[\textbf{Starrheit und Tensorieren von internem Hom}]
  Sei $\mathcal M$ eine  Schmelzkategorie mit
  Eins.
  Gegeben Objekte $A,B,X,Y\in \mathcal M$ 
  mit
  $X,Y$ starr derart, da"s $A{\Rrightarrow}B$ existiert,
  existiert auch $ (X\otimes A){\Rrightarrow} (Y\otimes B)$ und der in \ref{TMoX}
  erkl"arte Morphismus ist ein Isomorphismus
  $$(X{\Rrightarrow} Y)\otimes (A{\Rrightarrow} B)\sira
  (X\otimes A){\Rrightarrow} (Y\otimes B)$$
  Speziell erhalten wir f"ur jede Einheit\label{ster}  
$E$ nat"urliche Isomorphismen $ E\otimes(A{\Rrightarrow} B)\sira \; A{\Rrightarrow} (E\otimes B)$ und $ E^\vee\otimes(A{\Rrightarrow} B)\sira  (E\otimes A){\Rrightarrow}  B$. 
  Hinweis: Man gehe von \ref{IHOX} aus. Auch \ref{TMoXn} mag helfen.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Starrheit von Homotopiekomplexen}] 
  Man zeige, da"s gegeben ein Morphismus $A\ra B$ von
  starren Objekten der Schmelzkategorie $\op{Hot}$ auch der
  Abbildungskegel starr ist.\nichtfinal{$\;$Hinweis: \eref{HKA}{TS}.} Man zeige, da"s
  ein Objekt der Schmelzkategorie $\op{Hot}$ genau dann starr ist,
  wenn seine totale Kohomologie eine endlich erzeugte abelsche Gruppe ist.
\nichtfinal{F"ur allgemeinere Aussagen in dieser Richtung vergleiche \eref{stri}{TD}.}\end{Ubung}

\subsection{Terminologische Experimente*} 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Versuch einer Terminologie}]
  Hier lege ich noch den Versuch einer koh"arenten Terminologie
  f"ur verschiedene von einer Schmelzkategorie, Trennkategorie  oder 
  Trennschmelzkategorie 
  abgeleitete Kategorien nieder.\label{VerTer} 
  \begin{itemize}
   \item Man beschreibe mit einem der Vokale $\op{e}$, $\op{i}$ oder $\op{o}$
     das Verh"altnis von Multiplikation und Komultiplikation, so beide vorhanden
     sein sollten, 
  und zwar
  \begin{itemize}
  \item[$\op{e}$] f"ur den Fall keiner Vertr"aglichkeitsforderung,
    und auch dann, wenn
      eine der beiden Strukturen gar nicht gefordert sein sollte;
      \item[$\op{i}$]
        f"ur die "ubliche Vertr"aglichkeit;
        \item[$\op{o}$]  f"ur die "ubliche Vertr"aglichkeit und die zus"atzliche
  Forderung nach der Existenz einer Antipode;
  \end{itemize}
\item Man setze vor beziehungsweise nach diesen Vokal
  beziehungsweise sowohl als auch  einen der Konsonanten $\op{k}$ oder  $\op{b}$
  zur Beschreibung der  Komultiplikation beziehungsweise Multiplikation,
  und zwar
  \begin{itemize}
  \item[$\op{k}$] f"ur den Fall einer kommutativen 
    Verkn"upfung oder Koverkn"upfung;
     \item[$\op{b}$] f"ur den Fall einer beliebigen 
    Verkn"upfung oder Koverkn"upfung. 
  \item Man verwende a priori die st"arkstm"ogliche Bezeichnung.
  \end{itemize}
\item Verworfene Variante: Man setze vor beziehungsweise nach diesen Ausdruck
  beziehungsweise  sowohl als auch noch  ein $\op{u}$, wenn die  Komultiplikation beziehungsweise Multiplikation,
  unit"ar sein soll.
\item Verworfene  Variante: Man zeige durch ein $\op{s}$
  davor oder dahinter an, wenn die jeweilige Verkn"upfung oder
  Koverkn"upfung assoziativ sein soll. Dann w"aren $\op{eksu}$ Abmonoide
  und $\op{ebsu}$ Monoide und $\op{eb}$ Magmas und $\op{ebs}$ Assoziativobjekte.
 \end{itemize}
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel} 
Im Fall einer Schmelzkategorie $\mathcal M$
  finden wir als "Ubersetzungstabelle

   \begin{center}
     \begin{tabular}{l|l}
neue Notation&Bezeichnung in Worten\\[1mm] \hline
&\\
$\op{eb}(\mathcal M)$&Monoidobjekte von $\mathcal M$ \\[1mm]
$\op{ek}(\mathcal M)$&Abmonoide von $\mathcal M$ \\[1mm] \end{tabular}
   \end{center}
\end{Beispiel}


\begin{Beispiel} 
  Im Fall der Trennschmelzkategorie ${\curlywedge}{\op{Ens}}$
  zur banalen Trennkategorie der Kategorie der Mengen 
  finden wir als "Ubersetzungstabelle 

   \begin{center}
     \begin{tabular}{l|l|l}
neue Notation&K"urzel&"ubliche Bezeichnung\\[1mm] \hline
&\\
$\op{kok}({\curlywedge}{\op{Ens}})$& $\op{Ab}$ &abelsche Gruppen  \\[1mm]
$\op{kob}({\curlywedge}{\op{Ens}})$& $\op{Grp}$ &beliebige Gruppen   \\[1mm]
$\op{kik}({\curlywedge}{\op{Ens}})$& $\op{Abmon}$ &abelsche Monoide   \\[1mm]  $\op{kib}({\curlywedge}{\op{Ens}})$& $\op{Mon}$ &beliebige  Monoide   \\[1mm] \end{tabular}
   \end{center}
Man erinnere dabei, da"s 
     f"ur $\mathcal C$ eine Kategorie mit endlichen Produkten
     in der banalen Trennkategorie ${\curlywedge}{\mathcal C}$
     aufgefa"st als Trennschmelzkategorie jedes Objekt genau eine
    Struktur als Komonoid hat und da"s diese  kommutativ und funktoriell
    ist. Abelsche Monoide h"atten wir demnach statt $\op{kik}({\curlywedge}{\op{Ens}})$ auch 
    $\op{ek}({\curlywedge}{\op{Ens}})$
    oder $\op{bik}({\curlywedge}{\op{Ens}})$ notieren k"onnen,
    aber wir hatten ja vereinbart,
    a priori die st"arkstm"ogliche Bezeichnung verwenden. 
\end{Beispiel}
 \begin{Beispiel} 
  Im Fall der Trennschmelzkategorie $\op{Ab}$
   finden wir als "Ubersetzungstabelle 

   \begin{center}
     \begin{tabular}{l|l|l}
neue Terminologie&K"urzel&"ubliche Terminologie\\[1mm] \hline
&\\
$\op{eb}({\op{Ab}})$&$\op{Ring}$& Ringe  \\[1mm]
$\op{ek}({\op{Ab}})$&$\op{Kring}$& Kringe  \\[1mm]
$\op{beb}({\op{Ab}})$&&Hopfalgebren "uber $\DZ$ \\[1mm]
 $\op{bok}({\op{Ab}})$&& affine Gruppenschemata\\[1mm]
$\op{kok}({\op{Ab}})$&& abelsche affine Gruppenschemata\\[1mm]
$\op{bik}({\op{Ab}})$&& affine Monoidschemata
 \end{tabular}
   \end{center}
   Wir k"onnen das nun ineinander einsetzen,
   die Kategorie der Ringe w"are dann etwa
   $$\op{Ring}=\op{eb}({\op{Ab}})=\op{eb}({\op{kok}}(\curlywedge{\op{Ens}}))$$
 Affine Supergruppenschemata oder kurz Supergruppen
   "uber einem K"orper $k$ sind
   in dieser Terminologie Objekte von
   $\op{bok}({\op{sMod}}_k)$\label{suGR} f"ur die Trennschmelzkategorie
   der Supervektorr"aume ${\op{sMod}}_k$. 
 \end{Beispiel}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Iteration von $\op{kok}$}]
 \nichtfinal{Noch ziemlich unausgegoren!}  Gegeben eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$
   sehe ich zwei M"oglichkeiten, $\op{kok}(\mathcal M)$ zu einer
   Schmelzkategorie zu machen. Die eine ist die offensichtliche,
   als Verschmelzungen $A\curlyvee B\ra C$
   nehmen wir dabei solche $\mathcal M$-Verschmelzungen,
   f"ur die $$\begin{array}{ccc}
    A\curlyvee B\curlyvee A\curlyvee B &\ra &  C\curlyvee C\\
    \da &&\da\\
    A\curlyvee B&\ra& C
  \end{array}
  $$
   kommutiert, und analog im Fall mehr oder weniger Ausgangsobjekten.
   In Bezug auf diese Struktur sind die stabil universellen
   Verschmelzungen die Objekte $A\otimes B$ mit ihrer Struktur als Abmonoid aus
   \ref{stMMx}. Wie das mit der Antipode klappt, habe ich mir noch
   nicht so genau "uberlegt. Im Fall $\op{Ab}$ erhalten wir das Produkt
   abelscher Gruppen und die einzige Leerverschmelzung ist die Null.
   Ich nenne diese erste M"oglichkeit
   die {\bf "aquivariante Schmelzkategorie} 
   der Abmonoidobjekte. \\[2mm]\noindent 
Bei der zweiten M"oglichkeit 
   machen wir
  $\op{kok}(\mathcal M)$ zu einer Schmelzkategorie, indem
  wir nur solche $\mathcal M$-Ver\-schmel\-zun\-gen
  $A\curlyvee B\ra C$
  erlauben, f"ur die das Diagramm\label{itkok} 
  $$\begin{array}{ccccc}
    A\otimes  A\otimes B&& \ra&&  A\otimes B\\
    \da &&&&\da\\
    A\otimes A\otimes B\otimes B&\ra& C\otimes C& \ra & C  \end{array}
  $$
 kommutiert und dasselbe mit vertauschten Rollen f"ur $A$ und $B$ und analog
  f"ur Verschmelzungen in mehr oder weniger Ausgangsobjekten.
  Hier wird oben links jeweils
  eines der Ausgangsobjekte doppelt genommen und 
  die linke Vertikale wird gegeben durch die Koverkn"upfung
  auf allen anderen Ausgangsobjekten und die obere Horizontale durch die
  Verkn"upfung an dieser Ausnahmestelle
  und die anderen Pfeile sind die offensichtlichen. Die Leerverschmelzungen
  von Abmonoiden erf"ullen insbesondere alle diese Bedingung.
  Im Fall $\op{Ab}$ erhalten wir die Schmelzkategorie der abelschen Gruppen
  mit multiadditiven Abbildungen als Verschmelzungen. 
   Ich nenne das die {\bf multi"aquivariante Schmelzkategorie} 
   der Abmonoidobjekte. \\[2mm]\noindent 
  Es m"u"ste aber einmal gepr"uft werden, da"s auch in dieser Allgemeinheit
  die Multiverkn"upfung von Verschmelzungen wieder eine Verschmelzung ist.
  Das k"onnte vielleicht ein Student ausschreiben.
  Delikater ist die Frage, ob man vern"unftige Annahmen an
  eine Trennschmelzkategorie $\mathcal M$ finden kann, unter denen
  $\op{kok} (\mathcal M)$ wieder eine Trennschmelzkategorie ist und
  eventuell sogar dieselben vern"unftigen Annahmen erf"ullt,
  so da"s man iterativ
  $$\op{kok}^n (\mathcal M)$$
  bilden k"onnte. Bisher beobachte ich nur am"usiert, da"s  $\op{kok}(\curlywedge{\op{Ens}})=\op{Ab}$ die Schmelzkategorie der abelschen Gruppen ist und
  $\op{kok}^2(\curlywedge{\op{Ens}})=\op{kok}(\op{Ab})$
   etwas Absonderliches:
  Objekte sind wohl affine abelsche Gruppenschemata,
  Leerverschmelzungen Elemente des zugrundeliegenden Krings,
  Einsverschmelzungen Homomorphismen des zugrundeliegenden Krings,
  Zweiverschmelzungen biadditive Abbildungen $A\times B\ra C$ alias
  Gruppenhomomorpismen $A\otimes B\ra C$, wir notieren sie etwa $(a,b)\mapsto a\ast b$, mit $a\ast(b_1b_2)=(a_{(1)}\ast b_1)(a_{(2)}\ast b_2)$ und
  $(a_1a_2)\ast b=(a_1\ast b_{(1)})(a_2\ast b_{(2)})$ mit $a\mapsto \sum a_{(1)}\otimes a_{(2)}$ die "ubliche Notation f"ur eine Koverkn"upfung.
 Ich frage mich, ob da mehr dahinter steckt und, wenn ja, wie man diese Beobachtung ausnutzen kann.
 \end{Bemerkungl}
 \nichtfinal{Man kann sicher simpliziale Objekte in
   Schmelzkategorien untersuchen.
   Will ich das, brauch ich das?} 
 \subsubsection*{"Ubungen}
 \begin{Ubung}[\textbf{Additive Struktur auf $\op{kok}(\mathcal M)$}]
   Man zeige, da"s f"ur jede Trennschmelzkategorie $\mathcal M$
   die Schmelzkategorie $\op{kok}(\mathcal M)$ eine additive Struktur
   erh"alt, indem wir f"ur Verschmelzungen  $\phi,\psi:X\curlyvee Y\ra Z$
   ihre Summe $\phi+\psi$ erkl"aren als die Vern"upfung
   $$X\curlyvee Y\ra X\curlyvee X\curlyvee Y\curlyvee Y\ra X\curlyvee Y\curlyvee X\curlyvee Y \ra Z\curlyvee Z\ra Z$$
   von Koverkn"upfung auf $X$ und $Y$, Umordnen, $(\phi\curlyvee \psi)$ und
   Verkn"upfung auf $Z$ und analog f"ur Verschmelzungen von beliebigen
   Objektkleinfamilien.\label{adkok}
   Der durch das Vergessen der zus"atzlichen Daten gegebene Schmelzfunktor 
   $v:\op{kok}(\mathcal M)\ra \mathcal M$ ist volltreu auf Leerverschmelzungen.
 \end{Ubung}



\newpage
\section{Bezug zur Homologietheorie}
\subsection{Homologie als Schmelzfunktor}
\begin{Bemerkungl}
  Wir betrachten die Kategorie $\op{Top}^r$ aller $r$-Tupel
  topologischer R"aume, bilden dazu die Funktorkategorie
  $\op{Ab}^{\op{Top}^r}=\op{Cat}(\op{Top}^r,\op{Ab})$ aller von dort ausgehenden Funktoren  in die Kategorie der abelschen Gruppen und bilden schlie"slich zu dieser
   Kategorie mit additiver Struktur
  die Homotopiekategorie
  $$\op{Hot}\big(\op{Ab}^{\op{Top}^r}\big)$$
  \nichtfinal{im Sinne von \eref{Hotadd}{TS}}
  mit ihrer induzierten additiven Struktur.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\defind{Eilenberg-Zilber, Variante}]
F"ur $r\geq 0$ gibt es in der
Homotopiekategorie $\op{Hot}\big(\op{Ab}^{\op{Top}^r}\big)$
 zwischen den  beiden Objekten\label{SKMu} 
$(\otimes{\op{S}}):(X_1,\ldots,X_r)\mapsto {\op{S}}X_1\otimes\ldots\otimes {\op{S}}X_r$ und $({\op{S}}\times):(X_1,\ldots,X_r)\mapsto \op{S}(X_1\times\ldots\times X_r)$  genau einen Morphismus,
 der auf der
nullten Homologie dieselben Abbildungen
induziert wie die offensichtlichen Isomorphismen ${\op{S}}_0X_1\otimes \ldots\otimes{\op{S}}_0X_r\sira \op{S}_0(X_1\times\ldots\times X_r)$, und dieser Morphismus ist in besagter Homotopiekategorie ein
Isomorphismus 
$$ (\otimes{\op{S}})\sira ({\op{S}}\times )$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl}
  Die Umkehrabbildung $ ({\op{S}}\times )\sira (\otimes{\op{S}})$
  zu diesem Isomorphismus
  nennen wir die
  {\bf Alexander-Whitney-Transformation},\index{Alexander-Whitney-Transformation!in Homotopiekategorien} ihre Effekte im Fall spezieller R"aume\label{WAW} 
   {\bf Alexander-Whitney-Abbildungen}. 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Man zeigt das genau wie im Fall $r=2$\nichtfinal{$\;$in \eref{EZ}{TS}}.  Man beachte, wie die
  Aussage im Fall $r=0$
  zu allgemeinen Erkenntnissen \nichtfinal{ \eref{HPu}{TS}} "uber die Homologie eines Punktes spezialisiert. 
\end{proof}


    
\begin{Korollar}[\textbf{Singul"are Ketten als Trennschmelzfunktor}]
 Wir erhalten einen  \label{SKS}  
  \hyperref[opSS]{Trennschmelzfunktor} $$\op{S}:\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}$$
  von der banalen Trennkategorie der Kategorie der topologischen R"aume
  in die Schmelzkategorie der Homotopiekomplexe abelscher Gruppen, genauer
  zwischen den zugeh"origen Trennschmelzkategorien,
  indem wir jedem Tupel $v=(v_1,\ldots,v_r)$ stetiger Abbildungen $v_i:X\ra Y_i$
  die Komposition\label{SKSv}  
  $$ {\op{S}}X \ra {\op{S}}(Y_1\times\ldots\times Y_r) \sira {\op{S}}Y_1\otimes\ldots\otimes {\op{S}}Y_r$$
von Vorschub und Alexander-Whitney-Abbildung \ref{WAW} zuordnen.
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Die Gesamtheit der $r$-Trennungen ${\op{S}}v$ aus unserem Korollar
  f"ur festes $r$ kann
 nach \ref{SKMu}  eindeutig dadurch charakterisiert  werden, da"s sie einerseits nat"urlich ist,
  also f"ur jede Sammlung kommutativer Diagramme
  $$
  \begin{array}{ccc}
    X&\stackrel{v_i}{\ra}& Y_i\\
     \;\;\da {\scriptstyle f}&&\;\;\da
     {\scriptstyle g_i}\\
    X'&\stackrel{v_i'}{\ra}& Y'_i
  \end{array}$$
  von topologischen R"aumen und stetigen Abbildungen 
  ein homotopiekommutatives Diagramm liefert,
  und da"s
  andererseits die davon induzierten
  Abbildungen $ {\op{H}}_0X\ra {\op{H}}_0Y_1\otimes\ldots\otimes {\op{H}}_0Y_r$  von den  offensichtlichen Abbildungen $ {\op{S}}_0X\ra{\op{S}}_0(Y_1\times\ldots\times Y_r)\sira  {\op{S}}_0Y_1\otimes\ldots\otimes {\op{S}}_0Y_r$
  herkommen. Auf die Gesamtheit der Verkn"upfungen f"ur festes $s$ und
  eine feste Indexabbildung $\bar u: \llbracket r\rrbracket\ra \llbracket s\rrbracket$
  einer $s$-Trennung gefolgt von einer Trennung "uber $\bar u$ trifft aber diese
  Charakterisierung auch zu, weil wir in der Mitte ja auch
  geeignete Produkte der R"aume
  am Ende einf"ugen k"onnen.
 Da"s unser Trennfunktor dann vertr"aglich ist mit universellen
  Trennungen, ist eh klar.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl} Man beachte, da"s in der Situation des Korollars
  die Bilder der Trennungen zwar auf der
  nullten Homologie durch die einfache Vorschrift $[x]\mapsto [v_1(x)]\otimes\ldots\otimes [v_r(x)]$ gegeben werden, da"s sie aber
  aber auf h"oheren Homologien nur im Fall von K"orperkoeffizienten
  sinnvoll definiert sind und dann eine kompliziertere Beschreibung
  ben"otigen als \glqq Vorschub l"angs
  $(v_1,\ldots,v_r);X\ra Y_1\times\ldots\times Y_r$ gefolgt von der
  Umkehrung der durch das
  Kreuzprodukt der Homologie gegebenen Isomorphismen\grqq.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Ketten f"ur diskrete R"aume}] 
Schr"anken wir unseren Trennschmelzfunktor aus \ref{SKSv} auf diskrete
    R"aume ein, so f"allt er zusammen mit unserem  Trennschmelzfunktor
    $\op{Ma"s}_!: \curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}$ aus \ref{skfh}
    gefolgt vom offensichtlichen volltreuen Trennschmelzfunktor
    $\op{Ab}\vra \op{Hot}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Ketten des einpunktigen Raums}] 
  Der universellen Leertrennung $\op{top}\ra \curlywedge$
  in der banalen Trennkategorie $\curlywedge {\op{Top}}$ wird nach \ref{SKS} unter dem
  Trennfunktor der singul"aren Ketten 
  eine universelle Leertrennung
  der Trennschmelzkategorie $\op{Hot}$ zugeordnet,\label{SKSep}  
  also ein 
  Isomorphismus ${\op{S}}(\op{top})\sira \DZ[0]$ zur Eins
  der Homotopiekategorie. Man sieht leicht ein, da"s dieser Isomorphismus 
  durch die Augmentation repr"asentiert wird.
\end{Bemerkungl}






%\begin{Korollar}[\textbf{Singul"are Ketten als Schmelzfunktor}]
% Wir erhalten einen  mit universellen\label{SKS}  
 % Verschmelzungen vertr"aglichen  Schmelzfunktor %$$\op{S}=\op{S}_{\op{ez}}:\op{kTop}\ra \op{Hot}$$
%  von der kartesischen Schmelzkategorie der topologischen R"aume
%  in die Schmelzkategorie der Homotopiekomplexe abelscher Gruppen,
%  indem wir jeder stetigen Abbildung $v:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$
%  diejenige Homotopieklasse von multilinearen
%  Kettenabbildungen ${\op{S}}v: {\op{S}}X_1\times\ldots\times {\op{S}}X_r\ra  %{\op{S}}Y$ zuordnen, die durch die Komposition 
%  $$ {\op{S}}X_1\times\ldots\times {\op{S}}X_r \;\ra\; 
% {\op{S}}X_1\otimes\ldots\otimes {\op{S}}X_r \;\sira\;  %{\op{S}}(X_1\times\ldots\times X_r)\;\ra \;  {\op{S}}Y
%  $$
%mit der Eilenberg-Zilber-Abbildung \ref{SKMu} in der Mitte  gegeben wird.
%\end{Korollar}



%\begin{proof}
 %  Die Gesamtheit der Verschmelzungen ${\op{S}}v$ aus unserem Korollar kann
% nach \ref{SKMu}  eindeutig dadurch charakterisiert  werden, da"s sie einerseits %nat"urlich ist,
%  also f"ur jedes kommutative Diagramm
 % $$
%   \begin{array}{ccc}
 %    X_1\times\ldots\times X_r&\stackrel{v}{\ra}& Y\\
 %    \;\;\;\;\;\;\;\;\;\; \da{\scriptstyle f_1\times\ldots\times  f_r}&&\;\;\da
 %    {\scriptstyle g}\\
  %   X_1'\times\ldots\times X_r'&\stackrel{v'}{\ra}& Y'
%   \end{array}$$
%   von topologischen R"aumen und stetigen Abbildungen 
%   ein kommutatives Diagramm in der Homotopiekategorie liefert,
 %  und da"s
 %  andererseits die davon induzierten
%   Abbildungen ${\op{H}}_0X_1\times\ldots\times {\op{H}}_0X_r\ra {\op{H}}_0Y$  von den  offensichtlichen Abbildungen ${\op{S}}_0X_1\times\ldots\times {\op{S}}_0X_r\ra {\op{S}}_0Y$
 %  herkommen. Beide Eigenschaften bleiben aber unter Multiverkn"upfungen
 %  erhalten: F"ur die Zweite ist das offensichtlich, f"ur die Erste
%   "uberlegt man es sich zuerst f"ur Multiverkn"upfungen
 %  von Verschmelzungen, die "uber universellen 
 %  Verschmelzungen in der kartesischen Schmelzkategorie der
 %  topologischen R"aume liegen, und folgert es dann im allgemeinen.
 %  Da"s unser Schmelzfunktor vertr"aglich ist mit universellen
 %  Verschmelzungen, ist eh klar.
% \end{proof}
% \begin{proof}
%   Wir bilden eine Kategorie $\mathcal C_r$,
 %  deren Objekte Tupel $(X_1,\ldots, X_r,Y,v)$ sind
 %  aus topologischen R"aumen $X_1,\ldots, X_r,Y$ zusammen mit einer
%   stetigen Abbildung $v:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$. Auf dieser
%   Kategorie 
%   betrachten wir die Funktoren $F,G:\mathcal C_r\ra \op{Ket}$ gegeben durch 
%   $F:(X_1,\ldots, X_r,Y,v)\mapsto {\op{S}}X_1\otimes\ldots % \otimes{\op{S}}X_r$
%   sowie 
 %  $G:(X_1,\ldots, X_r,Y,v)\mapsto{\op{S}}Y$.
%   Jetzt wenden wir den Satz "uber azyklische Modelle \ref{AzM} an.
%   Alle homogenen Komponenten von $F$ sind  frei mit Modellen aus 
%   $(\Delta_{p},\ldots,\Delta_{q},  \Delta_{p}\times\ldots\times\Delta_{q},\op{id})$. Auf diesen Modellen ist $G$ azyklisch, denn Produkte von Simplizes bilden konvexe Teilmengen endlichdimensionaler reeller Vektorr"aume.
%   Nach dem Satz "uber azyklische Modelle kommt als 
%   jede Transformation
 %  $\mathcal H_0F\RA \mathcal H_0G$ von  einer
 %  bis auf Homotopie eindeutigen Transformation $F\RA G$ her.
 
 %  Diese Eigenschaften bleiben  unter Multiverkn"upfungen
 %  erhalten, und so wird klar, da"s wir einen Schmelzfunktor vor uns haben. 
% \end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Homologie als Schmelzfunktor}]
 Wir erhalten einen  Schmelzfunktor $$\op{H}\pdef \mathcal H\circ \op{S}:\op{kart}(\op{Top})\ra \op{sgAb}$$
  von der kartesischen Schmelzkategorie der topologischen R"aume
  in die Schmelzkategorie der supergraduierten abelschen Gruppen,
  indem wir unseren Trennschmelzfunktor $\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}$ in die Homotopiekomplexe
  aus \ref{SKSv} mit
  dem Schmelzfunktor $\mathcal H: \op{Hot}\ra \op{sgAb}$
  der totalen Homologie aus \ref{juzt} verkn"upfen.
  Da diese Schmelzfunktoren beide universelle Leerverschmelzungen zu
  universellen Leerverschmelzungen machen, gilt dasselbe f"ur $\op{H}$ und
  wir erhalten einen ausgezeichneten Isomorphismus
  $\op{H}(\op{top})\sira \DZ[0]$ in $\op{sgAb}$. 
  Das durch die universelle Leerverschmelzung gegebene Element alias
  das Urbild von $1\in \DZ$ unter diesem Isomorphismus ist
 unser kanonischer Erzeuger der nullten Homologie des einpunktigen Raums
 $\delta\in {\op{H}}_0(\op{top})$\nichtfinal{$\;$aus \eref{HPu}{TS}}, wie der Leser leicht pr"ufen
 wird. 
\end{Bemerkungl}














\begin{Bemerkungl}[\textbf{Das Kreuzprodukt und seine Eigenschaften}] 
  Per definitionem ordnet unser Schmelzfunktor der Homologie
 der universellen Zweiverschmelzung
 $X\curlyvee Y\ra X\times Y$, die durch die Identit"at auf
 $X\times Y$ gegeben ist, diejenige Zweiverschmelzung
 ${\op{H}}X\curlyvee {\op{H}}Y\ra {\op{H}}(X\times Y)$ in $\op{sgAb}$
 zu, die  der durch die Schreibreihenfolge gegebenen Anordnung
  das Kreuzprodukt der Homologie
  $${\op{H}}X\times {\op{H}}Y\ra {\op{H}}(X\times Y)$$ \nichtfinal{aus \eref{KdHo}{TS}} 
  zuordnet.
  Eine Einsverschmelzung $f: X\ra Y$ wird darunter zur auf der Homologie
  induzierten Abbildung $f_*: {\op{H}}X\ra {\op{H}}Y$ und
  die universelle Leerverschmelzung $\curlyvee\ra {\op{top}}$  zum
  kanonischen Erzeuger  $\delta\in {\op{H}}_0(\op{top})$.
  Unser Schmelzfunktor liefert mithin, um nicht zu sagen beinhaltet,
  was wir in unserer Formelsammlung
  f"ur das Kreuzprodukt der Homologie\nichtfinal{ \eref{FSKP}{TS}} die
  Assoziativit"at, Eins, Antikommutativit"at und Nat"urlichkeit
  genannt hatten.\label{HSchf} 
  Das wird im folgenden ausgef"uhrt.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Nat"urlichkeit des Kreuzprodukts}]
Ge\-geben zwei stetige Abbildungen  $f : X \ra X^{\prime}$ und $g: Y \ra Y^{\prime}$
haben wir f"ur beliebige $c\in {\op{H}}_p X$ und $d\in {\op{H}}_q Y$ 
in ${\op{H}}_{p+q}(X'\times Y')$
die Gleichheit
$$(f_\ast c) \times (g_\ast d)=
(f\times g)_\ast (c \times d)$$
Das  folgt  auch
  ohne alle Verschmelzung  aus der Nat"urlichkeit der
  Eilenberg-Zilber-Abbildung. In der Sprache der Verschmelzungen
  entsteht diese Identit"at
  durch das Anwenden des Schmelzfunktors der Homologie auf das
kommutative Diagramm der Familienkategorie 
 $$
  \begin{array}{ccc}
    X\curlyvee Y&\stackrel{\op{u}}{\lra}& X\times Y\\
    \;\;\;\;\; \da{\scriptstyle f\curlyvee g}&&\;\;\;\;\da
    {\scriptstyle f\times g}\\
    X'\curlyvee Y'&\stackrel{\op{u}}{\lra}& X'\times Y'
  \end{array}$$
  mit den universellen Zweiverschmelzungen in den Horizontalen, genauer 
  durch das Einsetzen von Elementen oben links und das Verfolgen ihrer Bilder
  unter beiden Verkn"upfungen nach unten rechts. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Einheit des Kreuzprodukts}]
F"ur $\delta\in {\op{H}}_0(\op{top})$ den kanonischen Erzeuger
der Homologie eines Punktes und $X$ ein beliebiger Raum und $q\in \DN$ und $c\in  {\op{H}}_q(X)$
gelten unter Unterdr"uckung der Notation f"ur die von den
offensichtlichen
Hom"oomorphismen $\op{pr}_1: X\times \op{top}\sira X$ und
$\op{pr}_2: \op{top}\times X\sira X$
auf der Homologie induzierten Isomorphismen
die Gleichheiten
$$\delta\times c= c=c\times \delta$$
Sie entstehen durch das Anwenden des Schmelzfunktors der Homologie auf das
kommutative Diagramm 
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
X\ar[dr]^{\op{id}}\ar[r]^-{\op{id}\curlyvee {\op{n}}}\ar[d]_{{\op{n}}\curlyvee \op{id}} & X\curlyvee \op{top} \ar[d]^-{\op{pr}_1}\\
\op{top}\curlyvee X\ar[r]_-{\op{pr}_2} & X
}
\end{displaymath}
  der Familienkategorie
  mit ${\op{n}}:\curlyvee\ra \op{top}$ der universellen Leerverschmelzung,
  genauer durch das Einsetzen von Elementen oben links und
  Verfolgen ihrer Bilder
  unter den Verkn"upfungen nach unten rechts. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Assoziativit"at des Kreuzprodukts}]
Gegeben topologische R"aume  $X,$ $Y,$ $Z$ 
und zugeh"orige Homologieklassen $a,b,c$  
gilt  in der
Homologie von $X\times Y\times Z$
unter Unterdr"uckung der Notation f"ur die von den nat"urlichen
Identifikationen $(X\times Y)\times Z\sira X\times Y\times Z\sira X\times
(Y\times Z)$ auf der Homologie induzierten Isomorphismen die Identit"at
$$(a\times b)\times c=a\times (b\times c)$$
Sie entsteht durch das Anwenden des Schmelzfunktors der Homologie auf das
kommutative Diagramm der Familienkategorie 
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
X\curlyvee Y\curlyvee Z\ar[r]\ar[d] & X\curlyvee (Y\times  Z) \ar[d]\\
(X\times Y)\curlyvee Z\ar[r] & X\times Y\times   Z
}
\end{displaymath}
  und das Einsetzen von Elementen oben links und das Verfolgen ihrer Bilder
  unter den Verkn"upfungen nach unten rechts. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Graduierte Kommutativit"at des Kreuzprodukts}]
Gegeben topologische R"aume $X,Y$
bezeichne $\tau : X \times Y \sira
Y \times X$ die Vertauschung  $(x,y)\mapsto (y,x)$. 
F"ur beliebige homogene Homologieklassen $c\in {\op{H}}X$ und $d \in {\op{H}}Y$
gilt in ${\op{H}}(Y\times X)$
bei kommutativem Koeffizientenring $R$ die Identit"at
$$\tau_\ast (c \times d)= (-1)^{|c| |d|} d\times c$$
Sie\label{EigK} bringt zum Ausdruck, da"s eine Zweiverschmelzung
in $\op{sgAb}$ eben  eine Vorschrift ist, die jeder Anordnung der
Faktoren eine bilineare Abbildung zuordnet derart, da"s
gewisse Vorzeichenregeln erf"ullt sind, und da"s wir das Kreuzprodukt
mit Bezug auf die Schreibreihenfolge im kartesischen Produkt erkl"art hatten. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{K"unnethformel mit K"orperkoeffizienten}]
  Die Homologie von $X$ mit Koeffizienten in einer abelschen Gruppe
  $M$ kann  in unserer
  neuen Sprache durch die Formel
  ${\op{H}}(X;M)=\mathcal H({\op{S}}X\otimes_\DZ M)$
  ausgedr"uckt werden. 
  F"ur Koeffizienten in einem K"orper $k$
  ist der Schmelzfunktor der Homologie sogar
  vertr"aglich mit universellen Verschmelzungen als die Komposition
  $$\op{kart}(\op{Top})\ra\op{Hot}\ra\op{Hot}_k\sirra\op{sgMod}_k$$
  von Schmelzfunktoren, die jeweils vertr"aglich sind mit universellen
  Verschmelzungen nach \ref{SKS}, \ref{Koefw} und 
  \ref{Hkot}. Diese Aussage beinhaltet  unsere K"un\-neth\-for\-mel  mit
  K"orperkoeffizienten ${\op{H}}(X;k)\otimes_k {\op{H}}(Y;k)\sira {\op{H}}(X\times Y;k)$.
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungw}
  Wir konstruieren in \ref{SmeFFE} sogar einen monotonen Schmelzfunktor
  von monotonen Schmelzkategorien $$\op{S}:\op{kart}(\op{Top})^{\op{mon}}\ra\op{Ket}^{\op{mon}}$$
   vermittels der offensichtlichen Verallgemeinerung\label{ELSK} 
  der "ublichen expliziten Ei\-len\-berg-Zil\-ber-Ab\-bil\-dung\nichtfinal{ \eref{EXEZ}{TS}} auf endlich viele
  Faktoren mit der Eigenschaft, da"s er  den von unserem
  Schmelzfunktor $\op{S}:\op{kart}(\op{Top})\ra\op{Hot}$ aus \ref{SKS}
 induzierten monotonen Schmelzfunktor liftet.
  Es ist jedoch nicht m"oglich, unseren
  urspr"unglichen Schmelzfunktor $\op{S}:\op{kart}(\op{Top})\ra\op{Hot}$ aus \ref{SKS} 
  zu einem
  Schmelzfunktor $\op{S}:\op{kart}(\op{Top})\ra\op{Ket}$ zu liften. Dem steht die Existenz nichttrivialer sogenannter
  \glqq Massey-Produkte\grqq\ entgegen, was hier nicht
  weiter ausgef"uhrt werden soll. 
\end{Bemerkungw}
\nichtfinal{Wohin?
\begin{Bemerkungw} Gegeben ein dg-Ring $(A,d)$ und homogene Elemente
  $x,y,z\in {\op{H}}^*A$ mit $xy=0$ und $yz=0$ erhalten wir f"ur $q\pdef |x|+|y|+|z|$ ein wohlbestimmtes
  Element $$\langle x,y,z\rangle \in (\op{H}^{q-1}\mathcal A)/\big((\op{H}^{q-1 -|z|}\mathcal A)z + x(\op{H}^{q-1 -|x|}\mathcal A)\big)$$
  durch die Vorschrift, da"s wir Repr"asentanten $\tilde x,\tilde y,\tilde z$
  w"ahlen und dazu  $a,b$ w"ahlen mit $\diff a=\tilde x\tilde y$ und
  $\diff b=\tilde y\tilde z$. Dann ist $a\tilde z
  +(-1)^{|x|}\tilde x b$ ein Zykel und
  und wir bezeichnen mit  $\langle x,y,z\rangle$ sein Bild im
  beschriebenen Quotienten und pr"ufen unschwer die Unabh"angigkeit
  von allen Wahlen. Gegeben ein Quasiisomorphismus
  von dg-Ringen sind die auf der Kohomologie induzierten Isomorphismen
  vertr"aglich mit diesen {\bf Massey-Produkten}.\index{Massey-Produkt}
  Wenn man also ein von Null verschiedenes Massey-Produkt findet, kann der
  dg-Ring schon mal nicht quasiisomorph sein zu seiner Homologie.  
\end{Bemerkungw}}

% \begin{Bemerkungl}[\textbf{Topologische Standardorientierungen}]
% Unser Kreuzprodukt der relativen Homologie aus \ref{WR3}  liefert
% f"ur alle $p,q\geq 0$ Isomorphismen\label{STER}  
% $${\op{H}}_p(\DR^p,\DR^p\backslash 0) \otimes {\op{H}}_q(\DR^q,\DR^q\backslash 0)
% \sira {\op{H}}_{p+q}(\DR^{p+q},\DR^{p+q}\backslash 0)$$
% Jede Wahl eines Erzeugers $\tau\in {\op{H}}_1(\DR,\DR\backslash 0)$
% liefert so f"ur alle $p\geq 0$ 
% Erzeuger $\tau^{\times p}\in {\op{H}}_p(\DR^p,\DR^p\backslash 0)$.
% Als Standarderzeuger $\tau\in {\op{H}}_1(\DR,\DR\backslash 0)$ 
% zeichnen wir ein- f"ur allemal die Klasse des relativen Eins-Zykels $[-1,1]$ aus,
% also der affinen Abbildung $\Delta_1\ra \DR$ mit $\mathrm e_0\mapsto -1$
% und $\mathrm e_1\mapsto 1$.\index{Standarderzeuger!von
%   ${\op{H}}_p(\DR^p,\DR^p\backslash 0)$} 
% \end{Bemerkungl}



% \begin{Ubung} Gegeben ein $n$-dimensionaler 
% orientierter  $\DR$-Vektorraum $(V,\varepsilon)$
%  zeige man, da"s es
% genau einen Erzeuger 
% $\tau_\varepsilon\in{\op{H}}_n(V,V\backslash 0)$ 
% gibt mit der Eigenschaft, da"s f"ur jede 
% angeordnete Basis $\mathcal A$ unter\label{AZIT} 
% dem zugeh"origen Isomorphismus $\Phi_{\mathcal A}:\DR^n\sira V$ 
% gilt 
% $\tau^{\times n}\mapsto \varepsilon(\mathcal A)\tau_\varepsilon$. 
% \end{Ubung}









\subsubsection*{"Ubungen}


\begin{Ubung}
  Wir erkl"aren die  {\bf Trennkategorie der
    Raumpaare} $\op{Top}^\subset$ durch die Vorschrift,
  da"s eine Trennung $(X,U)\ra (Y_1,V_1)\curlywedge\ldots\curlywedge (Y_r,V_r) $
  ein Tupel von  stetigen Abbildungen $f_i:X\ra Y_i$ ist
  mit  $U\subset f_1^{-1}(V_1)\cup\dots\cup f_r^{-1}(V_r)$.
  Von $(X,U)$ geht mithin
  genau eine Leertrennung aus im Fall
  $U=\emptyset$ %$X=\emptyset$
  und keine Leertrennung sonst, denn die Vereinigung "uber eine leere Mengenfamilie ist die leere Menge.
  Universell sind die Trennungen
  $$(Y_1\times\ldots\times Y_r,U)\ra  (Y_1,V_1)\curlywedge\ldots\curlywedge (Y_r,V_r) $$ mit $U\pdef \op{pr}_1^{-1}V_1\cup \ldots\cup \op{pr}_r^{-1}V_r$ der
  Menge aller Punkte des Produkts, bei denen mindestens eine Koordinate zum
  entsprechenden $V_i$ geh"ort. Speziell ist die einzige Leertrennung $(\op{top},\emptyset)\ra \curlywedge$
 universell und im Fall $(Y_1,V_1)=(Y_2,V_2)=([0,1],\{0,1\})$ geht die universelle Zweitrennung aus von $([0,1]^2,U)$ mit $U$ der  Vereinigung der Randkanten des Einheitsquadrats. Unsere universellen Trennungen sind offensichtlich
  sogar stabil universell, unsere Trennkategorie $\op{Top}^\subset$
  ist also eine Trennschmelzkategorie mit  Verschmelzungen  $(X_1,U_1)\curlyvee\ldots\curlyvee (X_r,U_r)\ra (Y,V)$ 
 allen stetigen Abbildungen $X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$
  mit der Eigenschaft, da"s jeder Punkt $(x_1,\ldots,x_r)$
  in $V$ landet, bei dem\label{SdRA} 
  mindestens eine
  der Koordinaten $x_i$ zur entsprechenden Teilmenge $U_i$ geh"ort.
  Wir nennen sie die {\bf Trennschmelzkategorie der Raumpaare}\index{Top@$\op{Top}^\subset$ Trennschmelzkategorie der
    Raumpaare}
  $$\op{Top}^\subset$$ 
  Ein Leerverschmelzung $\curlyvee\ra (Y,V)$ in $\op{Top}^\subset$ ist per definitionem
  ein Morphismus
  $(\op{top},\emptyset)\ra (Y,V)$ alias
  ein Punkt von $Y$.
   Man zeige, da"s der Schmelzfunktor der singul"aren Ketten einen
  Schmelzfunktor
  $${\op{S}}:\op{Top}^\subset\ra \op{Hot}$$
  induziert mit $(X,U)\mapsto {\op{S}}(X,U)$. Durch Nachschalten
  von $\mathcal H$ erhalten wir einen Schmelzfunktor
  $${\op{H}}:\op{Top}^\subset\ra \op{sgAb}$$
  mit $(X,U)\mapsto {\op{H}}(X,U)$, der viele Eigenschaften des
  Kreuzprodukts der relativen Homologie zusammenfa"st. Unser
  Schmelzfunktor ${\op{S}}$ ist sogar
  vertr"aglich mit universellen Verschmelzungen, wenn wir ihn auf die
  Schmelzkategorie $\op{Top}^{\co}$ der Raumpaare $(X,U)$ mit offener Teilmenge $U\co X$ einschr"anken\nichtfinal{,  vergleiche \eref{WR3}{TS} in Verbindung mit dem Kriterium f"ur Homotopie"aquivalenzen \eref{HKH}{TS}}.
    Insbesondere erhalten wir so einen  Trennschmelzfunktor
  $${\op{S}}:\op{Top}^{\co}\ra \op{Hot}$$
    In einer anderen Richtung zeigen unsere Argumente auch, da"s jede stabil universelle
    Verschmelzung von Raumpaaren unter ${\op{S}}$ stabil universell
    in $\op{Hot}$ bleibt, wenn bei nur einem der Ausgangs-Raumpaare die
  ausgezeichnete Teilmenge nicht leer ist. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Topologische Orientierungsmenge als Schmelzfunktor}]
  Wir erhalten einen Schmelzfunktor
  $$\op{or}^{\op{top}}:(\curlyvee{\op{Modf}}_\DR)^\times\ra \op{Par}$$
 vom banalen Schmelzgruppoid der endlichdimensionalen
 reellen Vektorr"aume
 in unsere erweiterten Parit"aten aus \ref{ZEns} 
  durch die Vorschrift, da"s wir jedem reellen Vektorraum
  $V$ endlicher Dimension $d$ die Parit"at seiner
  Dimension zusammen mit der Menge der
  beiden Erzeuger von ${\op{H}}_{d}(V,V\backslash 0)$ zuordnen und
  jeder Verschmelzung $V_1\oplus\ldots\oplus V_r\sira W$ diejenige
  Verschmelzung von erweiterten Zahlen, die %in jeder Anordnung
  durch die vom
  Kreuzprodukt auf der relativen Homologie induzierte Abbildung gegeben wird.
  Zwischen diesem Schmelzfunktor und dem Schmelzfunktor
  $$\op{or}=\op{or}^{\op{alg}}:(\curlyvee{\op{Modf}}_\DR)^\times\ra \op{Par}$$
  der  algebraischen Orientierungsmenge aus \ref{oralg}
  gibt es genau zwei Isotransformationen. Wir zeichnen 
  eine von ihnen  als
  unsere
  {\bf Standardtransformation}\index{Standardtransformation}
  $$\op{std}: \op{or}^{\op{alg}}\siRa\op{or}^{\op{top}}$$ dadurch\index{std@$\op{std}$ Standardtransformation} aus, da"s darunter die Standardorientierung von $\DR$ 
demjenigen Erzeuger $\tau\in {\op{H}}_1(\DR,\DR\backslash 0)$ entspricht, 
der durch die Klasse des relativen Einszykels $[-1,1]$ gegeben wird,
also durch die affine Abbildung $\Delta_1\ra \DR$ mit $\mathrm e_0\mapsto -1$
und $\mathrm e_1\mapsto 1$. Das bedeutet, da"s die algebraische
Standardorientierung
auf  $\DR^n$ f"ur alle $n$ unter unserer ausgezeichneten Isotransformation
dem Erzeuger $\tau^{\times n}$ von ${\op{H}}_n(\DR^n,\DR^n\backslash 0)$
entspricht.\label{TOS}
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Gegeben 
  orientierte reelle Vektorr"aume $U\subset V$
  endlicher Dimension liefert \ref{QOR} eine ausgezeichnete
  Orientierung auf dem Quotienten $V/U$ und 
  vermittels des von der
  Projektion induzierten
  Isomorphismus
  $${\op{H}}_d(V,V\backslash U)\sira {\op{H}}_d(V/U,(V/U)\backslash 0)$$
  einen ausgezeichneten Erzeuger der linken Seite f"ur
  $d=\op{dim}_\DR(V/U)$. Er\label{cAnE} stimmt im Fall 
  $\DR^m\times 0^d\subset \DR^n$ mit den jeweiligen
  Standardorientierungen "uberein mit
  $1^{\times m}\times \tau^{\times d}$ f"ur $1\in {\op{H}}_0(\DR,\emptyset)$ der nat"urliche Erzeuger und
   $\tau\in {\op{H}}_1(\DR,\DR\backslash 0)$ wie in \ref{TOS}.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Formeln f"ur mengenwertige Schmelzfunktoren}]
  Sei $\mathcal C$ eine Kategorie mit je einem ausgezeichneten Produkt
  $X\times Y$ f"ur
  jedes Paar $(X,Y)$ von Objekten
  und ausgezeichnetem finalen Objekt $\op{fin}$.
  Jeder Schmelzfunktor $$S:{\op{kart}}(\mathcal C)\ra \op{kart}(\op{Ens})$$
  liefert einen gew"ohnlichen Funktor $M:\mathcal C\ra \op{Ens}$, den wir auf Morphismen $M(f)=f_*$ notieren werden, 
  sowie Abbildungen $M(X)\times M(Y)\ra M(X\times Y)$, $(a,b)\mapsto a\boxtimes b$ und ein ausgezeichnetes
  Element $\delta\in M(\op{fin})$ derart, da"s f"ur dieses Datum $(M,\boxtimes,\delta)$ die folgenden Vertr"aglichkeiten gelten:\label{kSchn}   \begin{description}
    \item[\textbf{Nat"urlichkeit:}]
Gegeben Morphismen  $f : X \ra Z$ und $g: Y \ra W$
in $\mathcal C$ haben wir f"ur beliebige  $a\in M(X)$  und $b\in M( Y)$ 
in   $M(Z\times W)$
die Gleichheit
$$(f_\ast a) \boxtimes (g_\ast b)=
(f\times g)_\ast (a \boxtimes b)$$
\item[\textbf{Eins:}]
Gegeben  $X\in\mathcal C$ und  $a\in M( X)$  und   gilt
$$(\op{pr}_X)_*(a\boxtimes \delta)=a$$
\item[\textbf{Assoziativit"at:}]
  Gegeben Objekte $X,Y,Z\in \mathcal C$ 
und dazu  jeweils Elemente $a,b,c$ von $M(X),M(Y),M(Z)$ 
sowie $\op{ass}:(X\times Y)\times Z\sira X\times (Y\times Z)$
der offensichtliche Isomorphismus gilt 
$$\op{ass}_*((a\boxtimes b)\boxtimes c)=a\boxtimes (b\boxtimes c)$$
\item[\textbf{Kommutativit"at:}]
  Gegeben $\tau : X \times Y \sira
Y \times X$ der Vertauschungsmorphismus 
und $a\in M(X)$ sowie  $b\in M(Y)$
gilt 
$$\tau_\ast (a \boxtimes b)=  b\boxtimes a$$
  \end{description}
  Sei nun $\mathcal C$ eine Kategorie mit je einem ausgezeichneten Produkt
  $X\times Y$ f"ur
  jedes Paar $(X,Y)$ von Objekten
  und einem ausgezeichneten finalen Objekt $\op{fin}$.
  Man zeige, da"s umgekehrt jedes Datum $(M,\boxtimes,\delta)$ wie oben
  von einem wohlbestimmten Schmelzfunktor $S:{\op{kart}}(\mathcal C)\ra {\op{kart}}(\op{Ens})$ herkommt. In der Praxis verwenden wir f"ur $S$ und $M$ 
  f"ur gew"ohnlich 
  dieselbe Bezeichnung.  Analoges gilt f"ur Schmelzfunktoren ${\op{kart}}(\mathcal C)\ra \op{sgAb}$ und ist die Bedeutung unserer Formelsammlung f"ur das
  Kreuzprodukt der Homologie \ref{HSchf} folgende. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Formeln f"ur allgemeinere Schmelzfunktoren}]
   Sei $\mathcal C$ eine Kategorie mit je einem ausgezeichneten Produkt
  $X\times Y$ f"ur
  jedes Paar $(X,Y)$ von Objekten
  und ausgezeichnetem finalen Objekt $\op{fin}$.  Analoges
  zu \ref{kSchn} gilt f"ur Schmelzfunktoren ${\op{kart}}(\mathcal C)\ra \mathcal S$ 
  in allgemeine Schmelzkategorien $\mathcal S$
   mit einem
  ausgezeichneten treuen Schmelzfunktor  $v:\mathcal S\ra \op{kEns}$.
  Sie entsprechen Tupeln $(M,\boxtimes,\delta)$ mit
  $M:\mathcal C\ra \mathcal S$ einem Funktor der zugrundeliegenden
  einfachen Kategorien, Zweiverschmelzungen $M(X)\curlyvee M(Y)\ra M(X\times Y)$ und einer Leerverschmelzung $\delta:\curlyvee\ra M(\op{fin})$ derart, da"s
  die obigen Vertr"aglichkeiten f"ur $vM$ gelten. F"ur einen
  Schmelzfunktor  ${\op{kart}}(\mathcal C)\ra\op{Ab}$ etwa mu"s man nur zus"atzlich fordern, da"s
  $M$ ein Funktor $M:\mathcal C\ra \op{Ab}$ ist und  $\boxtimes$ f"ur
  alle $X,Y$ eine bilineare Abbildung $M(X)\times M(Y)\ra M(X\times Y)$.
  Das ist die Bedeutung der Formeln f"ur verschiedene Arten von
  Ma"sen\nichtfinal{, vergleiche etwa \eref{FSPM}{AN3}}. 
\end{Ubung}


\subsection{Kohomologie als Trennfunktor}
\begin{Bemerkungl}
  Man erinnere aus \ref{skfu} den Trennfunktor
  $\op{Fun}:\curlywedge{\op{Ens}}\ra \op{Ab}^{\op{ot}}$ der Funktionenr"aume.
Im folgenden erweitern wir ihn zu einem 
Trennfunktor
$\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{sgAb}^{\op{ot}}$ von der banalen Trennkategorie
der topologischen R"aume in die Opponierte der Schmelzkategorie
der supergraduierten abelschen Gruppen.
Im diskreten Fall haben wir bereits in \ref{dikj} diskutiert,
wie man den Trennfunktor
der Funktionenr"aume durch Dualisieren aus dem Trennschmelzfunktor der R"aume von kompakt getragenen Ma"sen
erhalten kann. Dort war das eher ein  Umweg zum Ausprobieren der
Konzepte.
Hier wird es ein Zugang zur Kohomologie, der es mir besonders gut
erlaubt, meine 
Anschauung f"ur Homologie auf die Kohomologie zu "ubertragen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Trennfunktor der singul"aren Koketten}]
  Verkn"upfen wir den Trennschmelzfunktor der singul"aren Ketten
  $\op{S}:\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}$ aus \ref{SKS} mit dem \hyperref[duOO]{Dualisieren} $\op{Hot}^{\op{t}}\ra \op{Hot}^{\op{ot}}$, so erhalten wir einen 
 Trennfunktor\label{Duas} 
 $${\op{S}}^\ast: \curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}^{\op{ot}}$$
  von der banalen Trennkategorie der topologischen R"aume
  in die Opponierte der
  Schmelzkategorie der Homotopiekomplexe abelscher Gruppen.
   Wir nennen diesen Trennfunktor den {\bf Trennfunktor der singul"aren Koketten} und verwenden im folgenden  die abk"urzende Notation
   $  {\op{S}}^\ast\! X={\op{S}}^\vee\! X\pdef ({\op{S}} X)^\vee$.
   Per definitionem ordnet unser Trennfunktor  einer Trennung
   $X\ra Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge Y_r$ in 
   $\curlywedge{\op{Top}}$  alias 
  einem Tupel stetiger Abbildungen $f_i:X\ra Y_i$ 
 als Trennung in $\op{Hot}^{\op{opp}}$ alias Verschmelzung in $\op{Hot}$   die Komposition
 $$\begin{array}{ccccc}
    {\op{S}}^\vee Y_1\times\ldots\times{\op{S}}^\vee Y_r&&&&{\op{S}}^\vee X\\
    \da&&&&\ua\\
       {\op{S}}^\vee Y_1\otimes\ldots\otimes{\op{S}}^\vee Y_r&
  \ra&({\op{S}}Y_1\otimes\ldots\otimes{\op{S}} Y_r)^\vee &\sira& {\op{S}}(Y_1\times\ldots\times Y_r)^\vee\!
  \end{array}
$$
 zu mit einem dualisierten Eilenberg-Zilber-Isomorphismus als drittem
 Morphismus.
 Nach \ref{duOO} macht unser Trennfunktor dar"uber
 hinaus eine universelle Trennung in eine Kleinfamilie
 $Y_1\curlywedge \ldots\curlywedge Y_r$  topologischer R"aume
 zu einer universellen Trennung in $\op{Hot}^{\op{ot}}$, wenn
 die ${\op{S}}Y_i\in \op{Hot}$ mit h"ochstens einer Ausnahme
 freie Homologiegruppen von endlichem Rang haben, denn dann
 liefern die "ublichen Argumente \nichtfinal{\eref{CWW}{TS}} Homotopie"aquivalenzen dieser Komplexe mit ihrer
 Homologie und folglich ist in unserem Diagramm auch der erste Morphismus
 der unteren Horizontale eine Homotopie"aquivalenz.
 Insbesondere macht unser Trennfunktor  die universelle Leertrennung $\op{top}\ra \curlywedge$
 zu einer universellen Leertrennung ${\op{S}}^\ast(\op{top})\ra \curlywedge$
 und induziert mithin einen Isomorphismus ${\op{S}}^\ast(\op{top})\sira \DZ[0]$. 
 Dasselbe gilt mit Koeffizienten in einem beliebigen Kring $k$ und
 wir erhalten auch in dieser Allgemeinheit einen Trennfunktor
 $${\op{S}}^\ast_k: \curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}^{\op{ot}}_k$$
 Auch er macht eine universelle Trennung  in eine Kleinfamilie
 $Y_1\curlywedge \ldots\curlywedge Y_r$  topologischer R"aume zu einer universellen Trennung, wenn
 die  ${\op{H}}_n(Y_i;k)$ f"ur alle $i$  mit h"ochstens einer Ausnahme
 endlich erzeugt und frei oder allgemeiner endlich erzeugt und projektiv sind.
 Die universelle Leertrennung induziert insbesondere einen
 Isomorphismus ${\op{S}}^\ast_k(\op{top})\sira k[0]$ von Homotopiekomplexen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Kohomologie als Trennfunktor}]
Schalten  wir hinter  unseren Trennfunktor
  der singul"aren Koketten
  ${\op{S}}^*:\curlywedge {\op{Top}}\ra \op{Hot}^{\op{ot}}$ aus \ref{Duas}
 noch den Opponierten des Schmelzfunktors der totalen Homologie
$\mathcal H:\op{Hot}\ra \op{sgAb}$ alias den Trennfunktor
$\mathcal H^{\op{opp}}$ 
dahinter, so erhalten wir einen 
Trennfunktor $${\op{H}}^\ast={\op{H}}^\ast_{\op{sing}}:\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{sgAb}^{\op{ot}}$$
Wir nennen ihn die {\bf Kohomologie}
oder ausf"uhrlicher  {\bf singul"are Kohomologie}\index{Kohomologie!singul"are}.\label{Koho}
Noch genauer setzen wir ${\op{H}}^qX\pdef\mathcal H^q({\op{S}}^\ast\! X)$ und
nennen diese abelsche Gruppe die
{\bf $q$-te Kohomologiegruppe von $X$}.
Die von der universellen Zweitrennung $X\times Y\ra X\curlywedge Y$ induzierte
Zweiverschmelzung ist das Kreuzprodukt der Kohomologie.
\nichtfinal{\eref{KdKo}{TS}}  
 Auch der Trennfunktor der Kohomologie macht universelle Trennungen zu universellen Trennungen, wenn
 die  ${\op{H}}_n(Y_i;k)$ f"ur alle $i$  mit h"ochstens einer Ausnahme
 endlich erzeugt und frei oder allgemeiner endlich erzeugt und projektiv sind,
 macht insbesondere die universelle Leertrennung $\op{top}\ra\curlywedge$
 zu einer
 universellen Leertrennung und induziert so einen
 Isomorphismus ${\op{H}}^*(\op{top})\sira\DZ[0]$.  Das Urbild von $1\in\DZ$ nennen wir den 
  {\bf kanonischen Erzeuger}  $1\in {\op{H}}^0(\op{top})$. F"ur jede stetige Abbildung $f:X\ra Y$ bezeichnen wir mit  $f^*:{\op{H}}^qY\ra {\op{H}}^qX$ die induzierte Abbildung auf der Kohomologie. Sie hei"st das
{\bf Zur"uckholen}.\index{Zur"uckholen!der singul"aren Kohomologie}
Analoges gilt f"ur Kohomologie ${\op{H}}^q(X;k)\pdef \mathcal H^q \op{S}^\ast(X;k)$ mit Koeffizienten in einem beliebigen Kring $k$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Singul"are Kohomologie mit K"orperkoeffizienten}]
  Ich erinnere daran, da"s nach \ref{Hkot}
  im Fall eines K"orpers $k$ die totale Kohomologie 
  eine "Aquivalenz von Schmelzkategorien $\mathcal H:\op{Hot}_k\sirra \op{sgMod}_k$ liefert. Wir erhalten so f"ur jeden Komplex
  $S\in \op{Ket}_k$ von $k$-Vektorr"aumen einen nat"urlichen Isomorphismus
  $\mathcal H^q(S^\vee)\sira (\mathcal H^{-q}S)^\vee$ zwischen der Kohomologie
  des dualen Komplexes und dem Dualen der Kohomologie. 
  Das bedeutet insbesondere nat"urliche Isomorphismen\label{SkKoe}
  $${\op{H}}^q(X;k)\sira {\op{H}}_q(X;k)^*$$ zwischen der Kohomologie und
  dem Dualraum der Homologie. Ich kann mir die h"oheren Kohomologiegruppen ab $q\geq 2$ nur vorstellen als
den Dualraum in diesem Sinne der
f"ur mich vergleichsweise 
anschaulichen Homologiegruppen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{K"unnethformel}]
F"ur K"orperkoeffizienten finden wir, 
  da"s  der Trennfunktor der Kohomologie ${\op{H}}^*(\;;k):\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{sgMod}_k^{\op{ot}}$ universelle Trennungen zu universellen Trennungen macht, wann immer die Komplexe der singul"aren Ketten mit Koeffizienten
  in $k$ aller Zielr"aume
  bis auf h"ochstens eine Ausnahme nur endlichdimensionale
   Homologievektorr"aume  haben. 
  Insbesondere erhalten wir so, wann immer alle  
  ${\op{H}}^m(X;k)$ oder alle ${\op{H}}^n(Y;k)$ endlichdimensionale
  $k$-Vektorr"aume sind, einen 
  ausgezeichneten Isomorphismus
  $${\op{H}}^*(X;k)\otimes_k{\op{H}}^*(Y;k)\sira {\op{H}}^{*}(X\times Y;k)$$
\end{Bemerkungl}

 


\begin{Bemerkungl}
  Die banale Struktur auf einem topologischen Raum $X\in\op{Top}$ als Ko\-ab\-mo\-no\-id von $\curlywedge{\op{Top}}$ im Sinne von \ref{banT}
  induziert 
durch Anwenden des Trennfunktors der Kohomologie
\ref{Koho} auf seiner Kohomologie ${\op{H}}^\ast X$
eine Struktur als Koabmonoid
von $\op{sgAb}^{\op{ot}}$ alias eine Struktur 
als Abmonoid
von $\op{sgAb}$ alias eine Struktur 
als superkommutativer graduierter Ring.
Dieser Ring ${\op{H}}^\ast X$ hei"st der {\bf Kohomologiering von $X$}.\index{Kohomologiering}
Jede stetige Abbildung
$f:X\ra Y$ induziert  einen Homomorphismus von graduierten
Ringen $f^*:{\op{H}}^\ast Y\ra {\op{H}}^\ast X$ in die Gegenrichtung, den
{\bf R"uckzug}.
Die Multiplikation des Kohomologierings wird
oft\index{)ucup@$\cup$ cup-Produkt} $$\cup$$ notiert und  das {\bf cup-Produkt}\index{cup-Produkt} genannt.
Wir werden den Kohomologiering im folgenden noch genauer studieren und auch
explizitere Beschreibungen daf"ur herleiten. Zur "Ubung d"urfen Sie zeigen, da"s im Fall des einpunktigen Raums der kanonische Erzeuger die Eins des Kohomologierings  ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Trennfunktor der Kohomologie und cup-Produkt}]
  Aus den Definitionen folgt unmittelbar, da"s  eine Trennung
  $(f_1,\ldots,f_r):X\ra Y_1\curlywedge\ldots \curlywedge Y_r$
  in der banalen Trennkategorie der topologischen R"aume unter dem
  Trennfunktor der Kohomologie auf diejenige Trennung
  von $\op{sgAb}^{\op{ot}}$ abgebildet wird,
  die derjenigen Verschmelzung ihrer Kohomologien 
  ${\op{H}}^*Y_1\curlyvee \ldots \curlyvee {\op{H}}^*Y_r\ra {\op{H}}^*X$
  entspricht, die ein Tupel $(c_1,\ldots,c_r)$ von
  Kohomologieklassen  auf das cup-Produkt
  $f_1^*c_1\cup \ldots \cup f_r^*c_r$ ihrer jeweiligen R"uckz"uge in ${\op{H}}^*X$ wirft.
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kronecker-Paarung}]
  Wir erinnern aus \ref{TKoX} im Kontext einer allgemeinen Schmelzkategorie
  mit universellen Verschmelzungen und Multihom das Auswerten $D^\vee\curlyvee D\ra{\mathbb I}$. 
  Wenden wir es in der Schmelzkategorie $\op{Hot}$ auf den
  Komplex  ${\op{S}} X$ der singul"aren Ketten eines 
 topologischen Raums $X$ an, so erhalten wir eine
Zweiverschmelzung ${\op{S}}^*\! X\curlyvee {\op{S}} X\ra \DZ[0]$ in
$\op{Hot}$. Diese hinwiederum liefert unter dem Schmelzfunktor $\mathcal H$ 
der Homologie bilineare
Paarungen,  die {\bf Kronecker-Paarungen}\index{Kronecker-Paarung}\label{Kron} $$\langle\;,\;\rangle:{\op{H}}^q X\times {\op{H}}_q X\ra\DZ$$ 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Homologie als Modul "uber dem Kohomologiering}]
 Jeder topologische Raum $X$ ist
 in banaler Weise ein Koabmonoid in $\curlywedge{\op{Top}}$ und liefert
 unter dem  Trennschmelzfunktor $\op{S}:\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Hot}$
  der singul"aren Ketten 
  ein Koabmonoid $R\pdef {\op{S}}X\in \op{Hot}$.
Durch Dualisieren entsteht 
daraus wie besprochen ein Abmonoid ${\op{S}}^*X\in \op{Hot}$
und unser abstraktes cap-Produkt aus
\ref{capM} spezialisiert zu einer
Operation $${\op{S}}^*X\curlyvee {\op{S}}X\ra {\op{S}}X$$
 in $\op{Hot}$. Diese Operation in $\op{Hot}$ 
 liefert unter dem Schmelzfunktor $\mathcal H$ eine Operation des Kohomologierings auf der Homologie und das ist das cap-Produkt\nichtfinal{ aus \eref{capT}{TS}}.
 Die Adjunktionsformel f"ur das topologische cap-Produkt\nichtfinal{  \eref{adjfO}{TS}}  entsteht ebenso aus unserer abstrakten
 Adjunktionsformel \ref{capM} durch Anwenden von $\mathcal H$. Die Projektionsformel f"ur das topologische cap-Produkt\nichtfinal{  \eref{PLI}{TS}} schlie"slich entsteht aus der abstrakten Projektionsformel
 \ref{capM}, indem wir
 eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ als Morphismus der zugeh"origen banalen
 Koabmonoide in $\curlywedge{\op{Top}}$ auffassen, darauf den
 Trennschmelzfunktor ${\op{S}}$ der singul"aren Ketten anwenden,
 die abstrakte Projektionsformel zu diesem Koabmonoidmorphismus in
 $\op{Hot}$ hinschreiben und mit dem Schmelzfunktor $\mathcal H$
 zur Homologie "ubergehen. 
\end{Beispiel}
\subsubsection*{"Ubungen}
  

\begin{Ubung}[\textbf{Relative Kohomologie als Trennfunktor}]
  Der  Trennschmelzfunktor
  ${\op{S}}:\op{Top}^{\co}\ra \op{Hot}$
  der relativen singul"aren Ketten in Bezug auf eine
  offene Teilmenge aus \ref{SdRA} ist insbesondere vertr"aglich mit
  universellen Trennungen.
 Halten wir den Trennfunktor des Dualisierens dahinter, so erhalten wir einen weiteren Trennfunktor,  den Trennfunktor
  $${\op{S}}^*:\op{Top}^{\co}\ra \op{Hot}^{\op{ot}}$$
  der relativen singul"aren Koketten in Bezug auf eine
  offene Teilmenge.
  Halten wir zus"atzlich die Homologie $\mathcal H^{\op{opp}}$ dahinter,
  so erhalten wir wieder einen Trennfunktor, den Trennfunktor
  $${\op{H}}^*:\op{Top}^{\co}\ra \op{sgAb}^{\op{ot}}$$
  der  Kohomologie relativ zu einer offenen Teilmenge.
   Per definitionem ist eine Trennung $(Z,W)\ra (X,U)\curlywedge (Y,V)$ in 
   $\op{Top}^{\co}$
   ein Paar von stetigen Abbildungen  $f:Z\ra X$ und
  $g:Z\ra Y$ mit  $(f,g)(W)\subset (X\times V)\cup (U\times Y)$.
   Unser Trennfunktor beinhaltet  f"ur $U\co X$ und $V\co Y$ offene Teilmengen
   topologischer R"aume  
  eine ausgezeichnete Abbildung $${\op{H}}^*(X,U)\otimes {\op{H}}^*(Y,V)\ra
  {\op{H}}^*(X\times Y,(X\times V)\cup (U\times Y))$$
  und f"ur $U,V\co X$ offene Teilmengen ein- und desselben Raums durch Nachschalten des R"uckzugs l"angs der Diagonale
  eine nat"urliche Abbildung\label{RKS} ${\op{H}}^*(X,U)\otimes {\op{H}}^*(X,V)\ra
  {\op{H}}^*(X,U\cup V)$.
  Noch spezieller beinhaltet er f"ur $U\co X$ eine
  Struktur auf ${\op{H}}^*(X,U)$ als ${\op{H}}^*(X)$-Modul.
  Auf jedem Paar $(X,U)\in \op{Top}^{\co}$ haben wir zwar eine banale
  Komultiplikation und diese ist auch assoziativ und kommutativ, aber eine
  Koeins besitzt dieses Magma nur im Fall $U=\emptyset$.
\end{Ubung}



\begin{Ubunge}
  In \ref{SdRA} hatten wir gesehen, da"s sogar f"ur ein
  beliebiges Raumpaar $(X,A)$ die Verschmelzung auf den singul"aren
  Ketten Homotopie"aquivalenzen
  ${\op{S}}X^{\otimes r}\otimes{\op{S}}(X,A)
  \hri {\op{S}}(X^{\times (r+1)},X^{\times r}\times A)$ induziert.
  Man zeige, da"s 
  die durch Dualisieren und R"uckzug l"angs der Diagonale
  gegebene Abbildung ${\op{S}}^*X\otimes{\op{S}}^*(X,A)
  \ra {\op{S}}^*(X,A)$ unter "Ubergang zur Kohomologie
  f"ur ein beliebiges Raumpaar die relative
  Kohomologie ${\op{H}}^*(X,A)$ zu einem Modul "uber dem Kohomologiering\label{mokkk} 
  ${\op{H}}^*X$ macht.
 \end{Ubunge}










\subsection{Cup und cap f"ur singul"are Ketten*}
\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden geben wir noch explizite 
  Konstruktionen f"ur monotone Varianten
  unserer Alexander-Whitney-Abbildungen als Trennfunktoren und 
  unserer Eilenberg-Zilber-Abbildungen als  Schmelzfunktoren,
  und zwar jeweils auf Kettenniveau.
 Der Vorteil dieser
  Konstruktionen liegt  darin, da"s sie expliziten
  Rechnungen besser zug"anglich sind.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Alexander-Whitney als monotoner Trennfunktor}]
  Wir k"onnen den Funktor der singul"aren
  Ketten zu einem monotonen Trennfunktor
  von monotonen Trennkategorien\label{SmeFF}  $$\op{S}=\op{S}_{\op{AW}}:\curlywedge{\op{Top}}^{\op{mon}}
  \ra(\op{Ket}^{\op{t}})^{\op{mon}}$$
erweitern, indem wir jedem
 Tupel von stetigen Abbildungen $X\ra  Y_i$
  alias jeder Trennung $\phi:X\ra Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge Y_r$
  diejenige Trennung
  $${\op{S}}\phi:{\op{S}}X\ra {\op{S}}Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge {\op{S}}Y_r$$
  alias denjenigen Morphismus ${\op{S}}X\ra {\op{S}}Y_1\otimes\ldots\otimes {\op{S}}Y_r$
  von Komplexen abelscher Gruppen zuordnen, der
einen singul"aren Simplex $\sigma:\Delta_n\ra X$ auf den Tensor  
$$\sum_{p_1+\ldots+p_r=n}f_1\sigma\kappa_1\otimes\ldots\otimes f_r\sigma\kappa_r$$
wirft
mit $\kappa_i=\kappa(i;p_1,\ldots,p_r):\Delta_{p_i}\hra \Delta_n$ anschaulich  dem entsprechenden Mittelteil des Standardsimplex und formal der affinen
Abbildung, die die Ecken mit den Indizes
$0,1,\ldots,p_i$ der Reihe nach auf die Ecken mit den Indizes
$(p_1+\ldots+p_{i-1}+0),\ldots,(p_1+\ldots+p_{i-1}+p_{i})$
abbildet.
Im Fall $r=2$ kann man diese Trennung auch schreiben als 
$\sigma \mapsto  \sum_{p+q =n} f_1\sigma\lambda_{p} \otimes
f_2 \sigma\rho_{q}$ 
mit $\lambda_p$ der $p$-Vorderseite und $\rho_q$ der $q$-Hinterseite des
Standard-$n$-Simplex aus \eref{VoHi}{TS}. Im Fall $X=Y_1\times Y_2$
mit $f_1,f_2$ den Projektionen schlie"slich erhalten wir genau unsere Alexander-Whitney-Abbildung
aus \eref{EAW}{TS}.
Um zu pr"ufen, da"s ${\op{S}}_{\op{AW}}$ wie behauptet ein Trennfunktor ist,
mag man mit
 dem Nachweis beginnen, da"s unsere Vorschrift einen Trennfunktor in die
  monotonen Trennschmelzkategorie der $\DZ$-graduierten abelschen Gruppen liefert. Danach kann  man sich beim Pr"ufen der Vertr"aglichkeit mit den Differentialen auf den Fall von Zweitrennungen zur"uckziehen, den wir bereits in  \eref{EAW}{TS} behandelt
 hatten.
 Nat"urlich ist ${\op{S}}\phi$ im Fall einer Einstrennung
 schlicht das "ubliche Vordr"ucken von singul"aren Ketten und
 nach \eref{EAW}{TS} wissen wir auch, da"s es im Fall einer Zweitrennung
 der Gestalt $(\op{pr}_X,\op{pr}_Y): X\times Y\ra X\curlywedge Y$
 das Homotopieinverse der Eilenberg-Zilber-Abbildung repr"asentiert. 
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Cup und cap f"ur singul"are Ketten}]
  Unter dem in \ref{SmeFF} konstruierten
  monotonen Trennfunktor $\op{S}:\curlywedge{\op{Top}}^{\op{mon}}
  \ra(\op{Ket}^{\op{t}})^{\op{mon}}$
wird das banale Komonoid eines topologischen Raums $X$ 
 ein Komonoid ${\op{S}}X$ in $(\op{Ket}^{\op{t}})^{\op{mon}}$
  mit der Komultiplikation $ {\op{S}}X\ra {\op{S}}X\otimes {\op{S}}X$ gegeben auf Simplizes
   durch 
  $$\sigma\mapsto \sum_{p+q =|\sigma|} \sigma  \lambda_{p} \otimes \sigma
 \rho_{q}
 $$
Dieses Komonoidobjekt in $(\op{Ket}^{\op{t}})^{\op{mon}}$
 liefert unter dem Dualisieren aus \ref{duOO} ein Monoidobjekt
 ${\op{S}}^*X$ in $\op{Ket}^{\op{mon}}$ und mit dem abstrakten cap-Produkt
 \ref{capM} wird  ${\op{S}}X$ ein Linksobjekt "uber ${\op{S}}^*X$.
 Unter dem "Ubergang $\mathcal H$ zur Homologie
 liefern diese nach Konstruktion das cup- und das cap-Produkt,
 wie wir sie bereits konstruiert hatten.
  Explizit  wird f"ur Koketten 
$a\in {\op{S}}^pX$, $b\in {\op{S}}^qX$ der Wert von $a \cup
b$ auf einem Simplex $\sigma : \Delta_{p+q} \ra X$ 
gegeben durch die Formel\label{Excap} 
$$\langle a \cup b, \sigma \rangle = (-1)^{pq}\langle a, \sigma
 \lambda_{p} \rangle \langle b, \sigma  \rho_{q} \rangle$$
und das  
cap-Produkt einer Kokette $b \in {\op{S}}^{q}X$ mit
einem Simplex $z = \sigma : \Delta_{p+q} \ra X$ in den
Notationen \eref{VoHi}{TS}  durch\label{cAP} 
$$b \cap  \sigma= (-1)^{pq}\langle b,\sigma\rho_{q}   \rangle \sigma
\lambda_{p} $$
und unsere abstrakte Adjunktionsformel spezialisiert zur f"ur
beliebige Koketten $a\in{\op{S}}^p X$, $b\in{\op{S}}^q X$ und
Ketten $c\in {\op{S}}_{p+q} X$ g"ultigen {\bf Adjunktionsformel}\index{Adjunktionsformel!f"ur cup und cap}
  $$\langle a\cup b,c\rangle=\langle a, b\cap c\rangle$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  F"ur jeden topologischen Raum $X$
  macht  das cup-Produkt \ref{cAP}
  den Komplex der singul"aren Koketten mithin zu einem
  dg-Ring ${\op{S}}^*X$ und unter dem
  cap-Produkt aus \ref{cAP}
  wird der Komplex der singul"aren Ketten ${\op{S}}X$ ein dg-Modul
  "uber diesem dg-Ring.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Varianten zum cap-Produkt}] 
   Ist $X$ ein topologischer Raum und
   $A \subset X$ eine Teilmenge, so induziert der
   zur Komultiplikation $\mu$ des Komonoidobjekts ${\op{S}}X\in(\op{Ket}^{\op{t}})^{\op{mon}}$   
   geh"orige Morphismus $\mu:{\op{S}}X\ra {\op{S}}X\otimes {\op{S}}X$
   offensichtlich einen Morphismus ${\op{S}}A\ra {\op{S}}A\otimes {\op{S}}X$
   und so auf den Kokernen einen Morphismus 
   $${\op{S}}(X,A)\ra {\op{S}}(X,A)\otimes {\op{S}}X$$
   Damit wird ${\op{S}}(X,A)$  ein
   ${\op{S}}X$-Rechtskoobjekt in $\op{Ket}$ und
   unsere allgemeinen Konstruktionen aus \ref{capMm} liefern in $\op{Ket}$ 
   auf ${\op{S}}(X,A)$ eine Struktur als  ${\op{S}}X$-Links\-ob\-jekt
   sowie eine ausgezeichnete Kettenabbildung 
   $${\op{S}}^*(X,A)\otimes{\op{S}}(X,A)\ra {\op{S}}^*X$$
 Explizit ist der Komplex
  der relativen Koketten ${\op{S}}^{\ast} (X,A)$ als Kern
des Ringhomomorphismus ${\op{S}}^{\ast} X \ra {\op{S}}^{\ast} A$ ein
unter dem Korandoperator stabiles graduiertes Ideal von
${\op{S}}^{\ast} X $ und\label{capr} 
insbesondere ist ${\op{S}}^{\ast} (X,A)$ selbst
ein assoziatives Magma in $\op{dgAb}$ mit Operationen von 
${\op{S}}^{\ast} X$ von beiden Seiten, die dazu noch kommutieren
in einem hoffentlich offensichtlichen Sinn.
Mithin ist ${\op{H}}^{\ast} (X,A)$ eine graduierte
assoziative $\DZ$-Algebra  und ein ${\op{H}}^{\ast}X$-Bimodul.
Des weiteren ist ${\op{S}}A \subset {\op{S}}X$ ein
dg-Untermodul f"ur die
Operation von ${\op{S}}^{\ast} X$ und unter dem cap-Produkt wird
folglich auch der Kokern ${\op{S}}(X,A)$ ein ${\op{S}}^{\ast} X$-Modul.
Schlie"slich annulliert das dg-Ideal
${\op{S}}^{\ast}(X,A) \subset {\op{S}}^{\ast}X$ den dg-Untermodul 
${\op{S}}A \subset {\op{S}}X$ und induziert so die gesuchte
Kettenabbildung.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Eilenberg-Zilber als monotoner Schmelzfunktor*}]
 Wir k"onnen auch den Funktor der singul"aren
  Ketten zu einem monotonen Schmelzfunktor
  von monotonen Schmelzkategorien\label{SmeFFE}  $$\op{S}=\op{S}_{\op{EZ}}:\op{kart}(\op{Top})^{\op{mon}}\ra\op{Ket}^{\op{mon}}$$
erweitern, indem wir jeder
  stetigen Abbildung $f:X_1\times\ldots\times X_r\ra Y$
  alias Verschmelzung $f:X_1\curlyvee\ldots\curlyvee X_r\ra Y$
  diejenige Verschmelzung
  $${\op{S}}f:{\op{S}}X_1\curlyvee\ldots\curlyvee {\op{S}}X_r\ra {\op{S}}Y$$
  von Komplexen abelscher Gruppen zuordnen, die ein Tupel 
  $(\sigma_1,\ldots,\sigma_r)$  singul"arer
  Simplizes $\sigma_i:\Delta_{p(i)}\ra X_i$
  abbildet auf
  $$\sum_{\omega}\op{sgn}(\omega) f\circ (\sigma_1\times \ldots\times \sigma_r)\circ \omega$$
  mit der Summe "uber alle injektiven und in jeder Komponente
  monoton wachsenden Abbildungen
  $\omega:\{0,\ldots,n\}\hra\{0,\ldots,p(1)\}\times\ldots\times \{0,\ldots,p(r)\}$
  f"ur $n=p(1)+\ldots+p(r)$ beziehungsweise die davon induzierten
  affinen Abbildungen $\omega:\Delta_n\ra \Delta_{p(1)}\times\ldots\times \Delta_{p(r)}$ und mit $\op{sgn}(\omega)$ dem Vorzeichen, das die
  Vertr"aglichkeit dieser letzteren Abbildung mit den nat"urlichen
  Orientierungen auf beiden Seiten "ahnlich beschreibt, wie das
  in \eref{NotFG}{TS} im Fall
  von zwei Faktoren ausgef"uhrt wurde. Um das zu pr"ufen, mag man damit beginnen
  nachzuweisen, da"s unsere Vorschrift einen Schmelzfunktor in die
  monotone Schmelzkategorie der $\DZ$-gradierten abelschen Gruppen liefert,
  und man sich so zum Pr"ufen der Vertr"aglichkeit mit den Differentialen auf den Fall von Zweiverschmelzungen zur"uckziehen, den wir bereits behandelt
  haben. Wie wir bereits aus \eref{EXEZ}{TS} wissen, induziert ${\op{S}}f$ auf
  der Homologie die Abbildung, die durch das Kreuzprodukt gefolgt
  vom Vorschub mit $f$ gegeben wird.
\end{Bemerkungl}


 
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%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXTSK"
%%% End: 
