\section{Vermischtes}

\subsection{Die Leray'sche Spektralsequenz, sp"ater}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Deriviertes direktes Bild}]
  Sei~$f \colon X \to Y$ eine stetige Abbildung von topologischen R"aumen. Das
  direkte Bild ist nach~\ref{DiLE} ein linksexakter Funktor
  \[ f_{(*)} \colon {\op{Ab}}_{/X} \to {\op{Ab}}_{/Y} \] Da die
  Kategorie~${\op{Ab}}_{/X}$ der abelschen Garben auf~$X$ genug Injektive
  besitzt, existiert nach \ref{DAAF1} 
der rechtsderivierte Funktor auf der gegen 
die Pfeile beschr"ankten derivierten Kategorie. Wir notieren ihn
  \[ f_* \pdef{\op{R}}f_{(*)}  \colon {\op{Der}}^+({\op{Ab}}_{/X}) \to
  {\op{Der}}^+({\op{Ab}}_{/Y}) \] "Ublicher ist die Notation~$f_*$ statt
  unserem~$f_{(*)}$
f"ur das direkte Bild von Garben
  und~${\op{R}}f_*$ statt unserem~$f_*$, aber~${\op{R}}f_*$ 
durch~$f_*$ abzuk"urzen ist
  insbesondere in der neueren Literatur nicht un"ublich. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Leray'sche Spektralsequenz}] 
Nach~\ref{RHF} sind\label{SpEH} 
   welke abelsche Garben azyklisch f"ur das Bilden direkter Bilder
  unter\index{Leray'sche Spektralsequenz} 
  stetigen Abbildungen.
 Weiter sieht man leicht ein, da"s das direkte Bild einer welken Garbe wieder
  welk ist. Damit liefert Grothendieck's Spektralsequenz \ref{GsPP}
f"ur jede weitere
  stetige Abbildung~$g \colon Y \to Z$ eine vertr"agliche Isotransformation
  \[ (g \circ f)_* \stackrel{\sim}{\RA} g_* \circ f_* \] von
  triangulierten Funktoren
  $ {\op{Der}}^+({\op{Ab}}_{/X}) \to {\op{Der}}^+({\op{Ab}}_{/Z}). $ 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  Betrachten wir als konkretes Beispiel etwa die Abbildungen
  \[ S^3 \stackrel{f}{\rightarrow} S^2 \stackrel{c}{\rightarrow} \op{pt} \]
  mit~$f$ der~$S^1$-Faserung, die man durch die Abbildung~$S^3 \to \op{SO}(3)$
  aus~\ref{SOUn} gefolgt von der Wirkung der Drehgruppe~$\op{SO}(3)$ auf einen
fest gew"ahlten  Punkt der Kugelschale~$S^2$ erh"alt.
 Zur Vermeidung von Subindizes  
notieren wir die konstante Garbe~${\mathbb Z}$ auf
einem topologischen Raum $X$ nun 
  $\DZ_X=\underline{X}$.
  Nach~\ref{DiBiS} finden wir
  \[ {\mathcal H}^pf_*\underline{S}^3 \cong \left\{ \begin{array}{cl}
      \underline{S}^2 & p = 0,1; \\ 0 &
      \mbox{sonst.} \end{array}\right. \] Also liefert~\ref{Absch} ein
  ausgezeichnetes Dreieck
  $ \underline{S}^2 \rightarrow f_*\underline{S}^3 \rightarrow
  \underline{S}^2[-1] \stackrel{[1]}{\rightarrow}$, dessen Pfeil vom Grad
  Eins nach~\ref{ErAM} und~\ref{GTH} als 
Element von~$ {\op{H}}^2(S^2;{\mathbb Z})$
  aufgefasst werden kann.
 Wendet man auf dieses ausgezeichnete Dreieck den triangulierten
  Funktor~$c_*$ an, so ergibt sich ein ausgezeichnetes Dreieck
  \[ c_*\underline{S}^2 \to (c \circ f)_* \underline{S}^3 \to
  c_*\underline{S}^2[-1] \stackrel{[1]}{\longrightarrow} \] Betrachten wir
  dazu  die lange exakte Kohomologiesequenz und erinnern unsere Resultate
  "uber die Kohomologie von Sph"aren, so folgt, da"s der Pfeil vom Grad Eins
  unseres urspr"unglichen ausgezeichneten Dreiecks einem Erzeuger
  von~${\op{H}}^2(S^2;{\mathbb Z})$ entsprochen haben mu"s. 
In anderen Worten ist $f_*\underline{S}^3$ also isomorph zum
Abbildungskegel eines durch einen Erzeuger von ${\op{H}}^2(S^2;{\mathbb Z})$
definierten Morphismus $\underline{S}^2[-2]\ra \underline{S}^2$
in der derivierten Kategorie der abelschen Garben auf der Sph"are $S^2$.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Leray-Spektralsequenz}]\index{Leray-Spektralsequenz}
  Sei~$f \colon Y \to X$ stetig und~$\mathcal F \in \op{Ab}_{/Y}$ eine
  abelsche\index{Spektralsequenz!Leray'sche} 
Garbe. Ist  $c \colon X \to \op{top}$ die konstante Abbildung
zum einpunktigen Raum, so
  finden wir Isomorphismen 
  \begin{eqnarray*}
    {\op{H}}^n(Y;\mathcal F) & \stackrel{\sim}{\rightarrow} 
& \Gamma{\mathcal H}^n((c \circ f)_* \mathcal F) \mbox{ nach \ref{dBKK} } \\
  & \stackrel{\sim}{\rightarrow} & 
\Gamma {\mathcal H}^n(c_*(f_* \mathcal F)) \mbox{ nach \ref{SpEH}. }
\end{eqnarray*}
Mit \ref{KSSE} ergibt sich dann eine konvergierende~$E_2$-Spektralsequenz
\[ {\op{H}}^q(X; {\mathcal H}^p(f_*\mathcal F)) 
\Rightarrow {\op{H}}^n(Y;\mathcal F) \] Ist
speziell~$\mathcal F = \underline Y$ die konstante Garbe~$\underline{Y} =
\mathbb Z_Y$ und~$f$ eine Faserung mit Faser~$F$ und ist die Basis~$X$
offenlokal azyklisch, so sind die~${\mathcal H}^pf_*\underline{Y}$ nach
\ref{lAZ} lokal konstant mit Halm~${\op{H}}^p(f^{-1}(x);\mathbb Z)$ 
bei~$x \in X$.
Ist~$X$ dar"uber hinaus einfach zusammenh"angend, so ist f"ur jeden Punkt~$x
\in X$ die Garbe~${\mathcal H}^p f_*\underline{Y}$ kanonisch isomorph zur
konstanten Garbe mit Faser~${\op{H}}^p(f^{-1}(x);\mathbb Z)$ und wir finden eine
konvergierende~$E_2$-Spektralsequenz
\[ {\op{H}}^q(X;{\op{H}}^p(f^{-1}(x);\mathbb Z)) 
\Rightarrow {\op{H}}^n(Y;\mathbb Z) \] Das ist die
urspr"ungliche Leray-Spektralsequenz.
\end{Bemerkungl}

\subsection{Topologische Faserungen} 
\begin{Definition}
  Eine stetige Abbildung $p : E \rightarrow B$ hei"st eine \defind{Faserung}
  oder genauer  \defind{Hurewicz-Faserung}, wenn
  f"ur jeden weiteren Raum $Y$ und jedes\label{HuF} 
kommutative Quadrat
\begin{displaymath}
\xymatrix{
Y \times \{0\}\ar[d]_-{\op{id}\times i} \ar[r]^-{{\tilde h}_0} & E \ar[d]^-p\\
Y \times [0,1]\ar@{-->}[ur]^-{\exists \tilde h}\ar[r]^-h & B
}
\end{displaymath}
eine stetige Abbildung $\tilde h$ existiert, die es zum Kommutieren bringt.
Man sagt  auch, Faserung seien definiert durch die 
{\bf Liftbarkeit von Homotopien}.
Fordern wir die Liftungseigenschaft
 nur f"ur alle Quader $Y = [0,1]^n$, so sprechen wir von einer \defind{Serre-Faserung}.
\end{Definition}
\begin{figure}[p]\centering
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildHEF}
\noindent\\[1mm]
Ausdehnen der Hochebung einer Abbildung in ein
Faserb"undel von der
Unterkante auf das ganze Quadrat. Auf jedem der
kleinen Teilquadrate m"oge unser Faser"undel trivial sein.
Wir heben dann zuerst auf den senkrechten Trennungslinien hoch
und dann von unten beginnend der Reihe nach auf alle kleinen
Teilquadrate. Das geht, da nach dem unten dargestellten
Hom"oomorphismus bei einer trivialen Faserung sich auch
jede auf drei Kanten gegebene Hochhebung auf das ganze Teilquadrat
ausdehnen l"a"st.
\\[4mm]
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildBHE}
\end{figure}
\begin{Beispiel}
  Jede "Uberlagerungsabbildung ist eine Hurewicz-Faserung
  nach \ref{LvHH}. In diesem Fall ist der Lift
$\tilde h $ einer Homotopie sogar eindeutig bestimmt durch $h$ und $\tilde h_0$.
  Die Projektion eines Produkts auf einen seiner Faktoren ist stets eine
   Hurewicz-Faserung.
\end{Beispiel}
\begin{Satz}
Jedes Faserb"undel im Sinne von \ref{FaBue} ist eine Serre-Faserung.
%%%%%%%%%%%%%%%%%
% hierher kopieren
%%%%%%%%%%%%%%
\end{Satz}
\begin{proof}
Durch R"uckzug d"urfen wir von einem Faserb"undel $p : E \rightarrow [0,1]^n \times [0,1]$ ausgehen.
Es gilt zu zeigen, da"s sich jeder Schnitt desselben auf $[0,1]^n \times\{0\}$ zu einem globalen Schnitt fortsetzen l"a"st.
Ist unser Faserb"undel trivial, so ist das unproblematisch. Sonst argumentieren wir durch vollst"andige Induktion "uber
$n$ und zerlegen $[0,1]^{n+1}$ in so kleine W"urfelchen, da"s unser Faserb"undel auf jedem von ihnen trivial ist.
Im Fall $n = 0$ des Wegliftens m"ussen wir nur induktiv ein Wegst"uck nach dem anderen liften.
Im Fall $n =1$ argumentieren wir durch ein Bild.
Der allgemeine Fall geht analog.
\end{proof}
\begin{Definition}
  Eine stetige Abbildung $f : A \rightarrow X$ hei"st eine \defind{Kofaserung}
  oder genauer eine \defind{Hurewicz-Kofaserung}, wenn f"ur jeden weiteren Raum $Y$ und jedes
kommutative Quadrat\label{HuKF} 
%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%
\begin{displaymath}
\xymatrix{
A \ar[d]_-f \ar[r]^-h & \mathcal C ([0,1],Y) \ar[d]^-{\op{ev_0}}\\
X \ar@{-->}[ur]^-{\exists \bar h}\ar[r]^-{\bar h_0} & Y
}
\end{displaymath}
%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%
eine stetige Abbildung $\bar h$ existiert, die es zum Kommutieren bringt.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Ich erinnere daran, wie das Exponentialgesetz
  \eref{TKL}{TM}  stetige Abbildungen $A \rightarrow \mathcal C ([0,1],Y)$
 und stetige Abbildungen $A \times [0,1] \rightarrow Y$ identifiziert. Im Spe\-zialfall der Einbettung eines Teilraums $f : A \hookrightarrow
X$ sagt unsere Eigenschaft also, da"s sich jede stetige Abbildung $ (A \times [0,1])\cup(X \times \{0\})\rightarrow Y$ zu  einer stetigen Abbildung $ X \times [0,1] \rightarrow Y$
ausdehnen l"a"st. Man sagt deshalb auch, Kofaserungen seien definiert durch die {\bf Ausdehnbarkeit von Homotopien}.  
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  F"ur jeden topologischen Raum $X$ ist die
  Deckel-Boden-Ab\-bil\-dung $(i_0,i_1): X\sqcup X\hra X\times[0,1]$ eine
  Hurewicz-Kofaserung. In der Tat bildet die Vereinigung von drei abgeschlossenen Kanten eines Quadrats $[0,1]^2$ einen Retrakt des ganzen Quadrats, ihre Einbettung besitzt in anderen Worten ein
  Linksinverses, und dasselbe gilt nach Darankreuzen unseres Raums $X$. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}
Die Einbettung $(0,1) \hookrightarrow [0,1]$ ist keine Kofaserung. In der Tat gibt es stetige unbeschr"ankte Abbildungen
$((0,1) \times [0,1]) \sqcup \{(0,0), (1,0)\} \rightarrow \mathbb R$, die sich dann nat"urlich nicht stetig auf
$[0,1] \times [0,1]$ fortsetzen lassen.
Es tut mir leid, da"s hier $(0,1) \subset \mathbb R$ das offene Intervall meint und $(0,0), (1,0) \in \mathbb R^2$
die Punkte mit den entsprechenden Koordinaten.
\end{Beispiel}











\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}\label{kfAE} 
Jede Kofaserung ist injektiv.
Hinweis: Zu $A \rightarrow X$ konstruiere man $Y$ als den Pushout mit $i_0 : A \rightarrow A \times [0,1]$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}Jede Kofaserung mit abgeschlossenem Bild ist eine Einbettung.
Hinweis: Man nehme  als $Y$ den Teilraum
$Y \pdef (X\times \{0\}) \cup (A\times (0,1])$ von $ X\times [0,1]$
  und beachte, da"s
  das Urbild unter $\bar h$ von 
  $Y\cap (\bar A \times [0,1])$ in  $ X\times [0,1]$
  abgeschlossen
  sein mu"s, da"s also $(\bar A\times \{0\})  \cup (A\times (0,1])$
     in  $ X\times [0,1]$
  abgeschlossen
  sein mu"s. 
\end{Ubung}








\subsection{Modellkategorien}
\begin{Bemerkungl}
  Ich habe mich bei dieser Darstellung an
  Dwyer-Spalinski und Hovey orientiert.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
Ein Morphismus $r$ in einer Kategorie hei"st eine \defind{Retraktion}, wenn er ein Rechtsinverses
$i$ besitzt, $r i = \op{id}$.
Ein Objekt $A$ einer Kategorie hei"st ein \defind{Retrakt} eines weiteren Objekts $X$, wenn
es eine Retraktion $X \rightarrow A$ gibt.
Ein Morphismus $f$ in einer Kategorie $\mathcal C$ hei"st ein
\defind{Retrakt}\label{Trez}  eines 
Morphismus $g$, wenn er als Objekt der Kategorie $\mathcal C^{\downarrow} = \op{Cat} (\downarrow, \mathcal C)$ ein Retrakt
ist.
Ausgeschrieben bedeutet das, da"s es ein kommutatives Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\ar[d]^-f \ar[r]^-i &\ar[d]^-g\ar[r]^-r &\ar[d]^-f\\
\ar[r]^-{i^\prime}&  \ar[r]^-{r^\prime}&\\
}
\end{displaymath}
in $\mathcal C$ gibt, bei dem die Kompositionen in den
Horizontalen Identit"aten sind.
\end{Definition}
\begin{Definition}
Seien $i$ und $p$ Morphismen einer Kategorie. So hei"st $i$
{\bf linksliftend f"ur $p$}\index{linksliftend}
und $p$ {\bf rechtsliftend f"ur $i$},\index{rechtsliftend}\label{reli} 
wenn sich jedes kommutative
Quadrat
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\ar[d]_-i \ar[r] & \ar[d]^-p\\
\ar[r]\ar@{-->}^{\exists}[ur] &
}
\end{displaymath}
in $\mathcal C$ durch einen hier gestrichelt eingezeichneten Morphismus vom Ziel von $i$ zur Quelle von $p$
kommutativ erg"anzen l"a"st.
\end{Definition}
\begin{Definition}
Eine {\bf Modellstruktur}\index{Modellstruktur}  auf einer Kategorie $\mathcal C$ ist eine Vorgabe von drei Unterkategorien, deren
Morphismen {\bf Faserungen},\index{Faserung} {\bf Kofaserungen}\index{Kofaserung} sowie
{\bf "Aquivalenzen}\index{"Aquivalenz!in Modellkategorie} hei"sen, derart da"s gilt:
\begin{enumerate}
\item F"ur  "Aquivalenzen gilt die \hyperref[ZaD]{Zwei-aus-Drei-Eigenschaft};
\item Jeder \hyperref[Trez]{Retrakt} einer Faserung ist eine Faserung. Jeder Retrakt einer Kofaserung ist eine Kofaserung. Jeder 
Retrakt einer "Aquivalenz ist eine "Aquivalenz;
\item Eine
  Faserung, die auch eine "Aquivalenz ist, hei"se eine \defind{"Aquivalenzfaserung}. Man fordert, da"s 
"Aquivalenzfaserungen \hyperref[reli]{rechtsliftend} sind f"ur Kofaserungen;
  Eine Kofaserung, die auch eine "Aquivalenz ist, hei"se eine \defind{"Aquivalenzkofaserung}. Man fordert, da"s "Aquivalenzkofaserungen \hyperref[reli]{linksliftend} sind f"ur Faserungen. 
\item Jeder Morphismus l"a"st sich darstellen als eine Kofaserung gefolgt von einer "Aquivalenzfaserung sowie
als eine "Aquivalenzkofaserung gefolgt von einer Faserung.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] 
  Unsere "Aquivalenzen hei"sen in der Literatur meist {\bf schwache "Aquivalenzen}.\index{"Aquivalenz!schwache}
  Unsere "Aquivalenzfaserungen hei"sen
  {\bf azyklische Faserungen} oder auch {\bf triviale Faserungen}
  und\index{Faserung!azyklische}\index{Faserung!triviale}
  unsere "Aquivalenzkofaserungen hei"sen
  {\bf azyklische Kofaserungen} oder auch {\bf triviale Kofaserungen}.\index{Kofaserung!azyklische}\index{Kofaserung!triviale}
 % Das alles schien mir aber 
%  eine unn"otige Verkomplizierung der Terminologie.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Wir verwenden die Notationen $\sra$\index{)4@$\sra$ Faserung} f"ur Faserungen, $\hra$\index{)4@$\hra$ Kofaserung}  f"ur Kofaserungen und
$\aeq$\index{)4@$\aeq$ "Aquivalenz in Modellkategorie} f"ur "Aquivalenzen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Eine \defind{Modellkategorie} ist eine Kategorie mit einer Modellstruktur, in der  Limites und Kolimites f"ur alle
endlichen Diagramme existieren.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
Auf der Kategorie $\op{Top}$ der topologischen R"aume erh"alt man eine Modellstruktur, indem man die Homotopie"aquivalenzen
als "Aquivalenzen nimmt, die Hure\-wicz-Faserungen \ref{HuF} als Faserungen und die abgeschlossenen Hure\-wicz-Kofaserungen \ref{HuKF} als
Kofaserungen. Ich nenne sie
die {\bf Str\o m-Modell\-struktur},\index{Str\o m-Modellstruktur}
weil sie in einer Arbeit von Arne Str\o m eingef"uhrt wurde.
Hier sind die beiden ersten Eigenschaften einer Modellstruktur
leicht zu pr"ufen. Die schwierigen Teile  sollen an dieser Stelle
nicht gezeigt werden.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Jede Modellkategorie besitzt finale und initiale Objekte als Kolimites und Limites "uber das leere Diagramm.
Ein Objekt hei"st \defind{fasernd}, wenn der Morphismus von
ihm zum finalen Objekt eine Faserung ist, und
\defind{kofasernd}, wenn der Morphismus vom initialen Objekt dorthin eine Kofaserung ist. Ein Objekt, das sowohl fasernd als auch kofasernd ist,
nennen wir \defind{bifasernd}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Die opponierte Kategorie einer  Modellkategorie ist wieder eine
  Modellkategorie, wenn wir ihre Faserungen als die opponierten Kofaserungen erkl"aren, ihre Kofaserungen als die opponierten Faserungen, und ihre
  "Aquivalenzen als die opponierten "Aquivalenzen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
  Seien $X,Y$ Objekte einer Modellkategorie $\mathcal M$.
  Zwei Morphismen $f,g:X\ra Y$ hei"sen {\bf linkshomotop}\index{linkshomotop}
  und wir schreiben $f\sim^l g$, wenn es in $\mathcal M$ ein
  kommutatives Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{X\sqcup X
\ar[dr]_-{(\op{id},\op{id})} \ar[r]^-{k} &B\ar[d]^-{s}_-{|\!}\ar[r]^-H &Y\\
&  X&\\
}
\end{displaymath}
  gibt mit %$k$ einer Kofaserung und
  $s$ einer
  "Aquivalenz und $f=H\circ k \circ\op{in}_1$ sowie 
$g=H\circ k \circ\op{in}_2$.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Indem wir in diesem Diagramm $k$ faktorisieren in eine Kofaserung gefolgt
  von einer "Aquivalenz k"onnen wir stets erreichen, da"s $k$ sogar
  selbst eine
  Kofaserung ist. Wir  nennen
  solch eine Faktorisierung $X\sqcup X \hra B  \aeq X$ der Antidiagonale
  $(\op{id},\op{id})$ von $X$ in eine Kofaserung und eine "Aquivalenz einen
  {\bf Zylinder zu $X$}.\index{Zylinder!in Modellkategorie} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine Modellkategorie.
  Die Relation der Linkshomotopie ist stets symmetrisch und reflexiv, aber
  im allgemeinen nicht transitiv. In \ref{rlaqe} zeigen wir,
  da"s sie auf R"aumen von Morphismen
  $\mathcal M(K,Y)$ mit $K$ kofasernd doch transitiv und damit eine
  "Aquivalenzrelation ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Zylinder in der Str\o m-Mo\-dell\-struk\-tur}]
  Im Fall der Modellkategorie $\op{Top}$ mit ihrer Str\o m-Mo\-dell\-struk\-tur
  k"onnten wir als Zylinder $C=X\times [0,1]$ nehmen mit der De\-ckel-Bo\-den-Ab\-bil\-dung
  als Kofaserung  und der Projektion als "Aquivalenz.
  In dieser Modellstruktur sind
  insbesondere topologisch homotope Abbildungen 
  stets linkshomotop.
\end{Beispiel}

\begin{Satz}[\textbf{Vorform des Hauptsatzes "uber Modellkategorien}]
  Seien $\mathcal M$ eine Modellkategorie,
  $\mathcal M_{\op{b}}\subset \mathcal M$
  die volle Unterkategorie ihrer bifasernden Objekte,
  $S$ das System ihrer "Aquivalenzen und $\mathcal M_S$ die Lokalisierung
  unserer Modellkategorie nach allen "Aquivalenzen.
  So ist der offensichtliche Funktor
  $$\mathcal M_{\op{b}}\ra \mathcal M_S$$
  essentiell
  surjektiv und surjektiv auf allen Morphismenr"aumen. Des weiteren haben
  zwei Morphismen $f,g:X\ra Y$ in $\mathcal M_{\op{b}}$ 
  genau dann dasselbe
  Bild in der Lokalisierung
  $\mathcal M_S$, wenn sie linkshomotop sind.
\end{Satz}

\begin{Bemerkungl}
  Zus"atzlich werden wir zeigen,
  da"s zwei Morphismen $f,g:X\ra Y$ in $\mathcal M_{\op{b}}$ 
  auch genau dann dasselbe
  Bild in der Lokalisierung
  $\mathcal M_S$ haben, wenn sie \glqq rechtshomotop\grqq\ sind, wenn
  also die zugeh"origen opponierten Morphismen linkshomotop sind in der
  opponierten Modellkategorie.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Faktorisieren wir den Morphismus von einem beliebigen Objekt zum
  finalen Objekt in eine "Aquivalenzkofaserung gefolgt von einer Faserung,
  so sehen wir, da"s es in $\mathcal M_S$ isomorph ist zu einem fasernden Objekt.
  Faktorisieren wir den Morphismus des initialen Objekts in ein faserndes Objekt
  in eine Kofaserung gefolgt von einer "Aquivalenzfaserung, so sehen wir, da"s es in $\mathcal M_S$  isomorph ist zu einem bifasernden Objekt.
  Es damit klar, da"s unser Funktor essentiell surjektiv ist.
  Um den Rest des Satzes zu zeigen, m"ussen wir  weiter ausholen.
  Wir erreichen unser Ziel dann in \ref{GrDia}.
\end{Bemerkungl}

\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}\label{Retr} 
Es gelte $f=pi$ f"ur Morphismen einer Kategorie $\mathcal C$. Ist $f$ linksliftend f"ur $p$,
  so ist $f$ ein Retrakt von $i$. Ist $f$ rechtsliftend f"ur $i$,
  so ist $f$ ein Retrakt von $p$. Insbesondere sind bei einer
  Modellstruktur die Faserungen genau die Morphismen, die
  rechtsliftend sind f"ur alle "Aquivalenzkofaserungen, und die
  Kofaserungen genau alle Morphismen, die
  linksliftend sind f"ur alle "Aquivalenzfaserungen. Ebenso sind bei einer
  Modellstruktur die "Aquivalenzfaserungen genau die Morphismen, die
  rechtsliftend sind f"ur alle Kofaserungen, und die
  "Aquivalenzkofaserungen genau alle Morphismen, die
  linksliftend sind f"ur alle Faserungen. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Seien $f,h$ ein Morphismen in einer Kategorie $\mathcal C$. Ist $f$ linksliftend  f"ur $h$ und $g$ ein Pushout von $f$, gibt es also
  ein kokartesisches Diagramm $af=gb$, 
  so ist auch  $g$ linksliftend  f"ur $h$. Insbesondere ist nach
  \ref{Retr} bei einer Modellstruktur jeder Pushout\label{POK} einer Kofaserung eine Kofaserung und  jeder Pushout einer "Aquivalenzkofaserung eine "Aquivalenzkofaserung. Dual ist bei einer Modellstruktur jeder Pullback einer Faserung eine Faserung und  jeder Pullback  einer "Aquivalenzfaserung eine "Aquivalenzfaserung.  
\end{Ubung}


\subsection{Lokalisierung in Modellkategorien}



\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine Modellkategorie.
  Ist $K\in \mathcal M$ kofasernd, so ist
  f"ur jedes weitere Objekt $Y\in \mathcal M$ der Morphismus 
  $\op{in}_Y:Y\ra K\sqcup Y$ eine\label{EBKk}  Kofaserung als Pushout einer Kofaserung nach
  \ref{POK}. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}
  Sind $K,Y$ Objekte einer Modellkategorie $\mathcal M$
  und ist $K$ kofasernd, so ist Linkshomotopie eine
  "Aquivalenzrelation auf $\mathcal M(K,Y)$.\label{rlaqe}
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Die Symmetrie und Reflexivit"at unserer Relation ist
  leicht zu sehen und gilt ohne alle Voraussetzungen an $K$.
  Es gilt, die Transitivit"at zu zeigen.
  Wir argumentieren im aus zwei Zylindern von $K$ konstruierten
  Diagramm
 \begin{displaymath}
\xymatrix{K\sqcup K
   \ar@{^{(}->}[r] &C\ar@{-->}[dr]\ar[rrd]& &\\
K\ar@{^{(}->}[u]\ar@{_{(}->}[d]\ar@{_{(}->}[dr]\ar@{_{(}->}[ur] & &C''\ar@{-->}[r]&K\\
K\sqcup K \ar@{^{(}->}[r]&  C'\ar[rru]\ar@{-->}[ru]&&\\
}
 \end{displaymath}
 Die Morphismen in der linken Vertikalen sind
 $\op{in}_2$ und $\op{in}_1$ und sind Kofaserungen nach \ref{EBKk}.
 Das mittlere Quadrat ist ein Pushhout, der nach \ref{POK}
 aus "Aquivalenzkofaserungen bestehen mu"s.
 Folglich ist auch $C''\ra K$ eine "Aquivalenz.
 Sind nun $f,g,h:K\ra Y$ Morphismen und $H:C\ra Y$ eine Homotopie von
 $f$ und $g$ sowie  $H':C'\ra Y$ eine Homotopie von
 $g$ und $h$, so liefert die universelle Eigenschaft des
 Pushout eine Homotopie $H'': C''\ra Y$ von $f$ und $h$.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
 Das Duale eines Zylinders hei"st
  ein \defind{Pfadobjekt} und das Duale der Linkshomotopie hei"st \defind{Rechtshomotopie} und wird $\sim^r$ notiert.
 \end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  In der Kategorie $\op{Top}$ der topologischen R"aume mit der
  Str\o m-Modellstruktur ist ein Pfadobjekt f"ur einen
  beliebigen Raum $X$ die Sequenz 
  $X\ra \mathcal C([0,1],X)\ra X\times X$ mit
  der Konstante-Weg-Abbildung und der Anfangspunkt-Endpunkt-Abbildung.
  Der Nachweis, da"s die Anfangspunkt-Endpunkt-Abbildung eine Hurewicz-Faserung
  ist, l"auft wieder auf die Aussage hinaus, da"s  die Vereinigung von drei abgeschlossenen Kanten eines Quadrats $[0,1]^2$ einen Retrakt des ganzen Quadrats bildet, ihre Einbettung besitzt in anderen Worten ein
  Linksinverses, und dasselbe gilt nach Darankreuzen eines  weiteren
  Raums $Y$.
\end{Beispiel}

\begin{Lemma}\label{rlsim} 
  Seien $f,g:X\ra Y$ Morphismen in einer Modellkategorie.
  \begin{enumerate}
  \item
    Ist $X$ kofasernd und gilt $f\sim^l g$, so haben wir $f\sim^r g$
    vermittels jedes Pfadobjekts zu $Y$;
    \item
      Ist $Y$ fasernd und gilt $f\sim^r g$, so haben wir  $f\sim^l g$
      vermittels jedes Zylinderobjekts zu $X$.
  \end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}
Wegen der Dualit"at unserer Situation reicht es, die erste Aussage zu zeigen.
Wir setzen  $X=K$ und finden ein Zylinderobjekt
$K\sqcup K\stackrel{z}{\hra} C\stackrel{a}{\ra} K$ und $H:C\ra Y$ mit
$Hz\op{in}_1=f$ und $Hz\op{in}_2=g$.
Weiter finden wir zu $Y$ ein
Pfadobjekt $Y\stackrel{b}{\ra} P \stackrel{p}{\sra} Y\times Y$.
Nun ist $\op{in}_1$ eine Kofaserung $\op{in}_1:K\hra K\sqcup K$ nach
\ref{EBKk} und $z\op{in}_1:K\haeq C$ folglich eine "Aquivalenzkofaserung. 
  Wir argumentieren nun im Diagramm
 \begin{displaymath}
\xymatrix{K\ar[rr]^-{bf}\ar@{^{(}->}[d]^{|\!}_{z\op{in}_1}&&P\ar@{->>}[d]^{p}\\
C\ar@{-->}[rru]^{L}\ar[rr]^{(fa,H)}&&Y\times Y\\
}
 \end{displaymath}
 und finden darin die gestrichelt eingezeichnete Liftung $L$
 und behaupten, da"s $Lz\op{in}_2:K\ra P$ die gesuchte Rechtshomotopie
 zwischen $f$ und $g$ ist. 
 In der Tat gilt $\op{pr}_2pLz\op{in}_2=Hz\op{in}_2=g$ und
 $\op{pr}_1pLz\op{in}_2=faz\op{in}_2= f$.
\end{proof}
\begin{Lemma} Sei $\mathcal M$ eine Modellkategorie.\label{KFl} 
  \begin{enumerate}
  \item
    Ist $K\in\mathcal M$ kofasernd und  $F\in\mathcal M$ fasernd, so stimmen die
    Relationen  $\sim^r $ und  $\sim^l $
    auf $\mathcal M(K,F)$ "uberein und sind 
    "Aquivalenzrelationen;
  \item
    Wir erhalten eine Kategorie $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$, indem wir
    als Objekte die bifasernden Objekte von $\mathcal M$
    nehmen und  als Morphismen die Menge der "Aquivalenzklassen
    $$\mathcal M_{\op{b}}^\sim(A,B)\pdef \mathcal M(A,B)/_\sim$$
    unter $\sim^r=\sim^l$  und als Verkn"upfung die
    von der Verkn"upfung von Morphismen  in $\mathcal M$ Induzierte.
  \end{enumerate}
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Die erste Aussage folgt unmittelbar aus \ref{rlsim} und 
  \ref{rlaqe}. Die zweite Aussage folgt daraus, da"s das Nachschalten
 eines Morphismus  Linkshomotopie erh"alt und das 
 Vorschalten
 eines Morphismus  Rechtshomotopie.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $\mathcal M$ eine Modellkategorie und $S$ das System ihrer
  "Aquivalenzen. 
  Es ist klar, da"s unter der Lokalisierung  $\mathcal M\ra \mathcal M_S$
  rechtshomotope und desgleichen linkshomotope Morphismen dasselbe Bild haben.
  Der Hauptsatz "uber Modellkategorien besagt in unserer neuen Notation,
  da"s die Lokalisierung eine "Aquivalenz von Kategorien
  $$\mathcal M_{\op{b}}^\sim\sirra \mathcal M_S$$
  induziert. Zu zeigen bleibt  die
  Bijektivit"at auf den Morphismenr"aumen. Wir nennen
  $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$ die
  {\bf Homotopiekategorie}\index{Homotopiekategorie!von Modellkategorie}
  unserer Modellkategorie.
\end{Bemerkungl}









\begin{Bemerkungl}
  Gegeben Objekte $X,Y$ einer Modellkategorie $\mathcal M$ bezeichne
  $\mathcal M^l(X,Y)$ die Menge der "Aquivalenzklassen
  f"ur die von Linkshomotopie erzeugte "Aquivalenzrelation.
  Man beachte, da"s Linkshomotopie im allgemeinen keine "Aquivalenzrelation
  sein mu"s. F"ur $X$ kofasernd gilt das aber doch nach \ref{rlaqe}.  
 Die Menge der "Aquivalenzklassen unter der von Rechtshomotopie erzeugten
  "Aquivalenzrelation auf $\mathcal M(X,Y)$ notieren wir
  $\mathcal M^r(X,Y)$.
\end{Bemerkungl}





\begin{Lemma}
  Ist $p:Y\saeq Z$ eine "Aquivalenzfaserung in
  einer Modellkategorie $\mathcal M$
  und $K\in \mathcal M$ kofasernd, so induziert das Nachschalten von $p$
   auf den "Aquivalenzklassen eine Bijektion\label{jugg} 
  $$\mathcal M^l(K,Y)\sira\; \mathcal M^l(K,Z)$$
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Es ist ohne alle Voraussetzungen
  klar, da"s das Nachschalten eines Morphismus Linkshomotopie erh"alt und
  mithin eine Abbildung auf den "Aquivalenzklassen induziert.
  Es gilt zu zeigen, da"s diese Abbildung injektiv und surjektiv ist.
  F"ur die Injektivit"at argumentieren wir im Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{K\sqcup K
   \ar@{^{(}->}[d]\ar[r]^-{(f,g)} &Y\ar@{->>}_-{|\!}^{p}[d]\\
C\ar[r]^{H}\ar@{-->}[ur]^{H'}&Z\\
}
 \end{displaymath}
   mit dem Teil eines Zylinders links unter Verwendung einer Liftungseigenschaft.
   Hierf"ur brauchen wir die Bedingung $K$ kofasernd noch nicht.
 F"ur die Surjektivit"at argumentieren wir im Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{\op{ini}
   \ar@{^{(}->}[d]\ar[r] &Y\ar@{->>}_-{|\!}^{p}[d]\\
K\ar[r]^{f}\ar@{-->}[ur]^{g}&Z\\
}
 \end{displaymath}
    und finden unter Verwendung einer Liftungseigenschaft sogar $g$ mit
   $pg=f$.
\end{proof}

\begin{Satz}
  Ein Morphismus $f:A\ra B$ zwischen bifasernden Objekten
  einer Modellkategorie ist genau dann eine "Aquivalenz,
  wenn er einen Isomorphismus in der Homotopiekategorie
  $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$ liefert.\label{dfgt} 
\end{Satz}
\begin{proof}
  Sei zun"achst $f:A\aeq B$ eine "Aquivalenz.
  Nach den Axiomen exitiert eine Faktorisierung
  in eine "Aquivalenzkofaserung gefolgt von einer Faserung, die
  dann auch eine "Aquivalenzfaserung sein mu"s. Das Objekt, "uber das
  wir faktorisieren, ist dann nat"urlich auch bifasernd.
  Mit Dualit"at d"urfen wir also annehmen, da"s $f$ bereits selbst eine
  "Aquivalenzkofaserung $f:A\haeq B$ ist. Da $A$ fasernd ist,
  gibt es nach den Liftungsaxiomen schon mal $q:B\ra A$ mit
  $qf=\op{id}_A$. Nat"urlich  gilt
  $fq \circ f=\op{id}_B\circ f$. Da $f$ eine "Aquivalenzkofaserung ist
  und $B$ fasernd, folgt aus \ref{jugg} bereits $fq \sim^r\op{id}_B$
  und $f$ liefert in der Tat einen Isomorphismus in der Homotopiekategorie.
  Jetzt nehmen wir umgekehrt an, da"s $f$ einen
  Isomorphismus in der Homotopiekategorie $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$ liefert.
  Nach den Axiomen exitiert eine Faktorisierung  $f=pq$ 
  in eine "Aquivalenzkofaserung gefolgt von einer Faserung, und es
  reicht zu zeigen, da"s darin die Faserung $p$ eine "Aquivalenz ist. 
  Das Objekt $D$, "uber das
  wir faktorisieren, ist nat"urlich auch bifasernd.
  Sei nun $g:B\ra A$ ein Homotopieinverses zu $f$ und
  $B\sqcup B\stackrel{z}{\hra} C\aeq B$ ein Zylinderobjekt zu  $B$ und 
  $H:C\ra B$ eine Homotopie $fg\sim^l \op{id}_B$.
  Jetzt finden wir im Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{B\ar[rr]^-{qg}\ar@{^{(}->}[d]_{z\op{in}_1}^{\!|}&&D\ar@{->>}[d]^{p}\\
C\ar@{-->}[rru]^{L}\ar[rr]^{H}&&B\\
}
   \end{displaymath}
   den angedeuteten Lift $L$ nach den Liftungsaxiomen.
   F"ur $s\pdef Lz\op{in}_2$ gilt $ps=\op{id}_B$. Nun ist $q$ eine
   "Aquivalenz und besitzt folglich nach dem bereits Gezeigten ein
   Homotopieinverses $r$. Nun folgt aus $pq=f$ notwendig
   $p\sim fr$. Andererseits gilt offensichtlich $s\sim^l qg$ vermittels $L$.
   Insgesamt folgt
   $$sp\sim qgp\sim qgfr\sim qr\sim \op{id}$$
   und $p$ und $s$ sind homotopieinvers zueinander und
   sind insbesondere "Aquivalenzen.
   Das kommutative Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{D
\ar[d]^-p \ar[r]^{\op{id}} &D\ar[d]^-{sp}\ar[r]^{\op{id}} &D\ar[d]^-p\\
B\ar[r]^-{s}&D  \ar[r]^-{p}&B\\
}
   \end{displaymath}
   entlarvt $p$ als einen Retrakt der "Aquivalenz $sp$ und zeigt so, da"s
   $p$ auch eine "Aquivalenz ist.
\end{proof}





\begin{Lemma}
  Seien $f,g:X\ra F$  linkshomotope Morphismen
  in einer Modellkategorie $\mathcal M$. Ist $F$ fasernd,
  so kann unsere Homotopie sogar durch einen Zylinder realisiert werden,
  der eine "Aquivalenzfaserung "uber $X$ ist.\label{ZVG}
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Wir argumentieren im Diagramm
 \begin{displaymath}
\xymatrix{X\sqcup X
  \ar[ddrr]_-{(\op{id},\op{id})} \ar@{^{(}->}[rr] &&C\ar@{^{(}->}[dr]_-{\smallsetminus\!\!\!\!\!}\ar[dd]_-{|\!}\ar[rr]& &F\ar@{->>}[dd]\\
 & &&C'\ar@{->>}[dl]\ar[dr]\ar@{-->}[ur]&\\
&&  X\ar[rr]&&\op{fin}\\
}
\end{displaymath}
  Zun"achst faktorisieren wir $C\ra X$ "uber $C'$ wie angedeutet.
  Dann finden wir den gestrichelten Morphismus mit
  einer der Liftungseigenschaften aus den Axiomen und
  $C'\sra X$ ist eine "Aquivalenzfaserung wegen der
  Zwei-aus-Drei-Eigenschaft von "Aquivalenzen. 
\end{proof}


\begin{Proposition}
  Seien $\mathcal M$ eine Modellkategorie und $(\mathcal M_{\op{b}})_S$
  die Lokalisierung der vollen Unterkategorie aller bifasernden
  Objekte nach "Aquivalenzen. So gibt es im Diagramm\label{bflok} 
   \begin{displaymath}
\xymatrix{
 &\mathcal M_{\op{b}} \ar[dr]^{\op{lok}}\ar[dl]_{\op{quot}}&\\
\mathcal M_{\op{b}}^\sim \ar@<0.5ex>@{-->}[rr]& &(\mathcal M_{\op{b}})_S\ar@<0.5ex>@{-->}[ll]\\
}
\end{displaymath} genau einen Funktor l"angs beider gestrichelter Pfeile,
   der das jeweilige Dreieck zum Kommutieren bringt, und diese
  beiden Funktoren sind zueinander inverse Isomorphismen von Kategorien.
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Jede "Aquivalenz in $\mathcal M_{\op{b}}$ wird zu einem
  Isomorphismus in $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$ nach \ref{dfgt}.
  Die universelle Eigenschaft der Lokalisierung zeigt damit 
  die Existenz und Eindeutigkeit des Funktor nach links.
  Sind $f,g:A\ra B$ homotope Morphismen in  $\mathcal M_{\op{b}}$, so
  kann nach \ref{ZVG} die Homotopie durch ein Zylinderobjekt
  $$A\sqcup A\stackrel{z}{\hra} C\saeq A$$
  zu $A$ realisiert werden,  dessen Morphismus
 wie angedeutet eine "Aquivalenzfaserung $a:C\saeq A$ ist, so da"s $C$ selbst auch bifasernd sein mu"s. Wegen $a z \op{in}_1=a z \op{in}_2$ gilt
 f"ur den Lokalisierungsfunktor
 $\op{lok}(z \op{in}_1)=\op{lok}( z \op{in}_2)$ 
 und folglich $\op{lok}(f)=\op{lok}(g)$.
 Das zeigt die Existenz und Eindeutigkeit des Funktors nach rechts.
 Da"s die Verkn"upfungen jeweils die Identit"at sind, ist eh klar.
\end{proof}



\begin{Lemma}
  Ist $\mathcal M$ eine Modellkategorie und
  $F\in \mathcal M$ fasernd und $h:T\ra X$ ein Morphismus, 
  so induziert das Vorschalten von $h$
  auf den "Aquivalenzklassen eine Abbildung\label{VShLO} 
  $$\mathcal M^l(X,F)\ra \mathcal M^l(T,F)$$
  \end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
  Da"s das Nachschalten Linkshomotopie erh"alt, ist offensichtlich.
  Gegeben Objekte $T,X,F$ einer Modellkategorie mit $F$ fasernd induziert
  also die
  Verkn"upfung von Morphismen eine Abbildung
  $$\mathcal M^l(T,X)\times\mathcal M^l(X,F) \ra \mathcal M^l(T,F)$$
  Wenn wir uns auf die fasernden Objekte beschr"anken, erhalten wir so
  eine Kategorie $\mathcal M_{\op{f}}^l$. Wir nennen sie die
  {\bf Homotopiekategorie der fasernden Objekte}.\label{HFO} 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Wir argumentieren im Diagramm
 \begin{displaymath}
\xymatrix{T\sqcup T\ar[r]\ar@{^{(}->}[d]&X\sqcup X\ar@{^{(}->}[r]&C\ar@{->>}[d]_-{|\!}\ar[r]^{H}&F\\
C\ar[r]^-{-}\ar@{-->}[rru]^{a}&T\ar[r]&X&\\
}
 \end{displaymath}
 Die rechte obere H"alfte unseres Diagramms ist ein  Zylinder f"ur $X$,
 der eine Linkshomotopie $f\sim^l g$ vermittelt und mit
 einer "Aquivalenzfaserung nach $X$ geht, wie wir ihn nach \ref{ZVG} 
 finden k"onnen, wenn die linkshomotopen Abbildungen in ein faserndes Objekt gehen.
 Die linke untere H"alfte ist ein beliebiger Zylinder f"ur $T$.
 Eine Liftungseigenschaft liefert nun den gestrichelten Pfeil $a$,
 und dann liefert $Ha$ die gesuchte 
 Linkshomotopie $fh\sim^lgh$.
\end{proof}




\begin{Proposition}\label{partL} 
  Seien $\mathcal M$ eine Modellkategorie und $\mathcal M_{\op{f}}^l$
  die \hyperref[HFO]{Homotopiekategorie ihrer fasernden Objekte}. So
  gibt es genau einen Funktor entlang des gestrichelten Pfeils,
  der das Diagramm
   \begin{displaymath}
\xymatrix{\mathcal M_{\op{f}}\ar[r]\ar[d]&\mathcal M\ar[d]\\
\mathcal M_{\op{f}}^l\ar@{-->}[r]&\mathcal M_S
}
 \end{displaymath}
   zum Kommutieren bringt, und dieser Funktor induziert eine
   "Aquivalenz von Kategorien
   $$(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}\sirra\mathcal M_S$$
   f"ur $\bar S$ das System aller Homotopieklassen aus
   "Aquivalenzen.
\end{Proposition}

\begin{proof}
  Es ist klar, da"s linkshomotope Morphismen dieselben
  Morphismen in der lokalisierten Kategorie $\mathcal M_S$
  liefern. Das zeigt bereits die erste Aussage. Um die zweite
  Aussage zu zeigen, konstruieren wir einen Funktor in die
  Gegenrichtung.
  Zu jedem $X\in\mathcal M$ w"ahlen wir dazu
  eine Sequenz $X\haeq \tilde X\sra\op{fin}$ und nennen deren ersten
  Morphismus $q_X$. Zu $f\in \mathcal M(X,Y)$ finden wir $\tilde f:\tilde X\ra\tilde Y$ mit $q_Yf=\tilde fq_X$ nach unseren Liftungsaxiomen, da ja
  $\tilde Y$ fasernd ist. Nach der dualen Aussage zu \ref{jugg} wird
  die Klasse von $\tilde f$ in $\mathcal M^r(\tilde X,\tilde Y)$ durch
  $f$ bereits eindeutig festgelegt. Mit \ref{rlsim} folgt, da"s die Klasse von $\tilde f$ in $\mathcal M^l(\tilde X,\tilde Y)$ durch
  $f$ erst recht eindeutig festgelegt wird. Unsere Wahlen liefern mithin
  einen Funktor $\mathcal M \ra \mathcal M_{\op{f}}^l$ zusammen mit einer
  Isotransformation in Gestalt eines Diagramms
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{&\mathcal M_{\op{f}}^l\ar[dr]&\\
     \mathcal M\ar[rr]\ar[ur]&\ar@{=>}[u]_\wr^q&\mathcal M_{S}
}
 \end{displaymath}
 Die Isotransformation wird dabei durch die Gesamtheit der
 $q_X$ gegeben. Nun bildet unser Funktor offensichtlich $S$ nach
 $\bar S$ ab. Unser Diagramm induziert so ein Diagramm
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}\ar[rr]\ar[dr]&\ar@{=>}[d]_\wr^q&(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}\ar[dr]&\\
    & \mathcal M_S\ar[rr]\ar[ur]&\ar@{=>}[u]_\wr^q&\mathcal M_{S}
}
 \end{displaymath}
 mit dem Identit"atsfunktor in der unteren und der oberen Horizontale, und das zeigt die Behauptung. 
\end{proof}
\begin{Proposition}
  Gegeben eine Modellkategorie $\mathcal M$ induziert der 
  Einbettungsfunktor $\mathcal M_{\op{b}}^\sim\vra \mathcal M_{\op{f}}^l$
  eine "Aquivalenz von Kategorien\label{pARTL} 
$$\mathcal M_{\op{b}}^\sim\sirra (\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Wir konstruieren wieder einen quasiinversen Funktor
  und beginnen damit, f"ur jedes $F\in\mathcal M_{\op{f}}$ eine
  Sequenz  $\op{ini}\hra \bar F\saeq F$ zu w"ahlen.
  Dann ist $\bar F$ sogar bifasernd. Den rechten Morphismus
  dieser Sequenz notieren wir $r_F:\bar F\saeq F$.
  Wie zuvor folgern wir aus den Liftungsaxiomen, da"s
  es zu jedem Morphismus $f:F\ra G$ von fasernden Objekten
  einen Morphismus $\bar f:\bar F\ra \bar G$ gibt mit
  $f r_F=r_G \bar f$. Nun liefert das Vorschalten von
  $r_F$ und das Nachschalten von $r_G$ nach \ref{VShLO} und \ref{jugg}
   eine Abbildung und eine Bijektion
  $$\mathcal M^l(F, G)\ra \mathcal M^l(\bar F, G)
  \stackrel{\sim}{\leftarrow}\mathcal M^l(\bar F, \bar G)$$
  Mithin ist $\bar f$ durch die Klasse von $f$ eindeutig bestimmt und
  unsere Wahlen liefern einen Funktor 
  $\mathcal M_{\op{f}}^l\ra \mathcal M_{\op{b}}^\sim$ zusammen mit einer
  Isotransformation in Gestalt eines Diagramms
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{&\mathcal M_{\op{b}}^\sim\ar[dr]\ar@{=>}[d]^\wr_r&\\
     \mathcal M_{\op{f}}^l\ar[rr]\ar[ur]&&(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}
}
 \end{displaymath}
 Die Isotransformation wird dabei durch die Gesamtheit der
 $r_X$ gegeben. Nun bildet unser Funktor offensichtlich
 Homotopieklassen aus schwachen "Aquivalenzen in $\mathcal M_{\op{f}}^l$
 auf Homotopieklassen aus schwachen "Aquivalenzen in
 $\mathcal M_{\op{b}}^\sim$ ab, nach \ref{bflok} also auf Isomorphismen.
 Unser Diagramm induziert so ein Diagramm  \begin{displaymath}
   \xymatrix{\mathcal M_{\op{b}}^\sim\ar[rr]\ar[dr]&&\mathcal M_{\op{b}}^\sim\ar[dr]\ar@{=>}[d]^\wr_r&\\
    & (\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}\ar[rr]\ar[ur]\ar@{=>}[u]^\wr_r&&(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}
}
 \end{displaymath}
 mit dem Identit"atsfunktor in der unteren und der oberen Horizontale, und das zeigt die Behauptung. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokalisierung von Modellkategorien}] 
  Indem wir von \ref{bflok} ausgehen und zu \ref{partL} und \ref{pARTL}
  noch entsprechende duale Propositionen erg"anzen, erhalten wir
  f"ur jede Modellkategorie $\mathcal M$ ein kommutatives Diagramm
  von Kategorien und Funktoren\label{GrDia}
   \begin{displaymath}
     \xymatrix{
       &&(\mathcal M_{\op{f}}^l)_{\bar S}\ar[dr]^\approx&&\\
       \mathcal M_{\op{b}}\ar[r]\ar@/^5pc/[rrrr]& \mathcal M_{\op{b}}^\sim\ar[ur]^\approx\ar[dr]_\approx\ar@<0.7ex>[r]_\sim & (\mathcal M_{\op{b}})_S \ar@<0.7ex>[l] \ar@{-->}[r]\ar@{-->}[u]\ar@{-->}[d] &
       \mathcal M_S   & \mathcal M\ar[l]\\
       && (\mathcal M_{\op{k}}^r)_{\bar S}\ar[ur]_\approx&&
}
 \end{displaymath}
Von den als durchgehende Pfeile eingezeichneten Funktoren der inneren Raute 
wissen wir bereits, da"s sie "Aquivalenzen oder sogar Isomorphismen
von Kategorien sind, wie im Diagramm angedeutet. Wir folgern, da"s alle
als gestrichelte Pfeile eingezeichneten Funktoren auch "Aquivalenzen von
Kategorien sind. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Isomorphismen der Lokalisierung}] 
  Gegeben eine Modellkategorie $\mathcal M$ werden unter
  der Lokalisierung $\mathcal M\ra \mathcal M_S$
  nach den "Aquivalenzen nur genau diejenigen
  Morphismen zu Isomorphismen, die bereits selbst 
  "Aquivalenzen sind. In der Tat reicht es, wenn wir das f"ur
  Morphismen zwischen bifasernden
  Objekten pr"ufen, und in dem Fall folgt es aus unserem Diagramm und
  \ref{dfgt}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Morphismen der Lokalisierung}] 
  Gegeben eine Kategorie $\mathcal M$
  mit einem System $S$ von Morphismen  und Objekte $X,Y\in \mathcal M$
  und Morphismen $\tilde X\ra X$ und $Y\ra \tilde Y$ aus $S$ ist die
  offensichtliche Abbildung ganz allgemein eine Bijektion
  $$\mathcal M_S(X,Y)\sira \mathcal M_S(\tilde X,\tilde Y)$$
  auf Morphismen in der Lokalisierung. Unser Diagramm \ref{GrDia} liefert  f"ur bifasernde Objekte $A,B$ einer Modellkategorie $ \mathcal M$
  eine Bijektion $$\mathcal M_{\op{b}}^\sim(A,B)\sira \mathcal M_S(A,B)$$
  Wir zeigen, da"s sogar f"ur $K$ kofasernd und $F$ fasernd die offensichtliche
  Abbildung eine Bijektion $$\mathcal M^l(K,F)= \mathcal M^r(K,F)\sira \mathcal M_S(K,F)$$ liefert. Hier kommt die Gleichheit von \ref{KFl} her
  und die Bijektion folgt nach Wahl von $\op{ini}\hra \bar F\saeq F$ und
  $K\haeq \tilde K \sra \op{fin}$ aus jeder der beiden Zeilen des  von
  \ref{KFl} und \ref{jugg} herr"uhrenden kommutativen Diagramms von Bijektionen
  $$\begin{array}{ccccccc}
  \mathcal M^\sim_{\op{b}}(\tilde K,\bar F)&\sira&\mathcal M^r( K,\bar F)&=&
  \mathcal M^l( K,\bar F)&\sira& \mathcal M^l( K, F)\\
  \parallel&&&&&&\parallel\\
  \mathcal M^\sim_{\op{b}}(\tilde K,\bar F)&\sira&\mathcal M^l(\tilde K,F)&=&\mathcal M^r(\tilde K,F)&\sira&\mathcal M^r(K,F)
  \end{array}
  $$

\end{Bemerkungl}


\subsection{Mehr "uber Vereigentlichung}%Maximilian Gerhards danken!





\begin{Korollar}
  Ist $f : X \rightarrow Y$ lokal eigentlich und separiert,
  so ist f"ur jeden Raum $Z$ unsere offensichtliche
  stetige Abbildung aus dem Beweis von \ref{VerEE}  ein
Hom"oomorphismus
\begin{equation*}
(X \times Z) {\vec\sqcup} (Y \times Z) \overset{\sim}{\rightarrow} (X {\vec\sqcup} Y)
\times Z
\end{equation*}
\end{Korollar}
\begin{proof}
Es reicht zu zeigen, da"s unsere Abbildung abgeschlossen ist.
Es reicht daf"ur zu zeigen, da"s sie eigentlich ist. Wir wissen aber, da"s $\bar f \times \op{id}_Z : (X {\vec\sqcup} Y)
\times Z \rightarrow Y \times Z$ separiert ist und ebenso, da"s $\overline{f \times \op{id}_Z} : ( X \times Z) {\vec\sqcup}
(Y \times Z) \rightarrow Y \times Z$ eigentlich ist.
Damit folgt die Behauptung aus \ref{SaA}.
\end{proof}
\begin{Proposition}
Gegeben $f : X \rightarrow Y$ stetig und $p : T \rightarrow X$ eigentlich ist die Abbildung $(p, \op{id}_Y) : T {\vec\sqcup}_{fp} Y
\rightarrow X {\vec\sqcup}_{f} Y$ stetig.
\end{Proposition}
\begin{proof}
Gegeben $U \sqcup V \co X {\vec\sqcup} Y$ haben wir $f : f ^{-1} (V) \backslash U \rightarrow V$ eigentlich
und $p : p^{-1} (f^{-1} (V) \backslash U) \rightarrow f^{-1} (V) \backslash U$ eigentlich und $$p^{-1} (f^{-1} (V) \backslash U) =
(f \circ p)^{-1} (V) \backslash p^{-1} (U)$$ und folgern $p^{-1} (U) \sqcup V \co T {\vec\sqcup} Y$.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
Es ist keineswegs so, da"s wir f"ur eine stetige Abbildung $f : X \rightarrow Y$ und eine beliebige stetige Abbildung $p : T \rightarrow X$
wieder eine stetige Abbildung $T {\vec\sqcup}_{fp} Y \rightarrow X {\vec\sqcup}_f Y$ erhalten.
Bereits im Fall eines Punktes $Y$ und der offenen Einbettung $T \hookrightarrow X$ eines offenen Balls in einen echt gr"o"seren offenen
Ball ${\op{B}} (0;1) \hookrightarrow {\op{B}} (0;2)$ etwa in $\mathbb R^2$
ist das offensichtlich falsch.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}
Seien $f : X \rightarrow Y$ und $h : Y \rightarrow Z$ stetig.
Ist $h$ separiert, so ist auch die induzierte Abbildung
$
(\op{id}_X, h) : X {\vec\sqcup}_f Y \rightarrow X {\vec\sqcup}_{hf} Z
$
stetig. Ist $h$ eine offene Einbettung, so auch $(\op{id}_X, h)$.
\end{Lemma}
\begin{proof}
Gegeben $U \sqcup W \co X {\vec\sqcup}_{hf} Z$ gilt es zu zeigen
$U \sqcup h^{-1} (W) \co X {\vec\sqcup}_f Y$.
Nach Annahme ist die Verkn"upfung
\begin{equation*}
f^{-1} (h^{-1} (W)) \backslash U \rightarrow h^{-1} (W) \rightarrow W
\end{equation*}
eigentlich. Da die Zweite dieser Abbildungen separiert ist, ist dann die Erste auch eigentlich.
Der letzte Teil des Lemmas ist offensichtlich.
\end{proof}
\begin{Satz}
Seien $f : X \rightarrow Y$ stetig und $X \overset{j}{\rightarrow} W \overset{s}{\rightarrow} Y$ eine Zerlegung
von $f$ in eine offene Einbettung $j$ gefolgt von einer separierten stetigen Abbildung $s$.
So erhalten wir eine stetige Abbildung
\begin{equation*}
h : W \rightarrow X {\vec\sqcup}_f Y
\end{equation*}
durch die Vorschrift $j (x) \mapsto x$ f"ur $x \in X$
und $w \mapsto s (w)$ f"ur $w \in W \backslash j (X)$.\label{faks} 
\end{Satz}
\begin{proof}
Sei $U \sqcup V \co X {\vec\sqcup} Y$ offen, also $f : f^{-1} (V) \backslash U \rightarrow V$ eigentlich.
Es folgt $s : j (f^{-1} (v) \backslash U) \rightarrow s^{-1} (V)$ eigentlich, also mit abgeschlossenem Bild, und dann mu"s
das Komplement $j (f^{-1} (V) \backslash U) \sqcup s^{-1} (V) \backslash j (X)$ offen sein in $s^{-1} (V)$ und dann auch in $W$.
Dasselbe folgt f"ur $h^{-1} (U \sqcup V)$, das schlicht die Vereinigung dieser offenen Menge mit $j(U)$ ist.
\end{proof}

\subsection{Eigentliches Bild, neuer Versuch}
\begin{Bemerkungl}\label{NVEB} 
  Gegeben eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$
  betrachten wir das kommutative Diagramm
  \begin{displaymath}
\xymatrix{
X \ar[r]^-{ j} \ar[d]_-{ f} & X {\vec{\sqcup}}_fY\ar[dl]_-{ \bar f}\\
Y  & Y \ar[u]_-i\ar[l]_-{ \op{id}}
}
  \end{displaymath}
  Gegeben $\mathcal F\in\op{Ab}_{/X}$ erkl"aren wir $f_!\mathcal F\in
  \op{Ab}_{/Y}$ als
  den Kern der Komposition
  $$f_!\mathcal F\pdef\op{ker}(f_*\mathcal F\sira \bar f_*j_*\mathcal F\ra\bar f_*i_*i^*j_*\mathcal F \sira i^*j_*\mathcal F)$$
\end{Bemerkungl}











%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXTOP"
%%% End: 
