\section{Vergleichss"atze}


\subsection{Erste \v{C}ech-Kohomologie als Garbenkohomologie}

\begin{Theorem}[\textbf{Erste \v{C}ech-Kohomologie als Garbenkohomologie}]
Gegeben eine abelsche Garbe $\cal{F}$
auf einem topologischen Raum $X$
ist der in  \ref{natCG} erkl"arte
Homomorphismus 
ein Isomorphismus
zwischen ihrer ersten
\v{C}ech-Kohomologie und ihrer ersten Garbenkohomologie\label{CGa} 
$$\op{can}:\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{F}) \sira \op{H}^{1}(X;\cal{F})$$
\end{Theorem}
\begin{Bemerkungl}\label{CGPR}
Dieser Satz soll unter anderem dazu beitragen, unsere Anschauung
von der durch \ref{ECK} bereits mit Anschauung gef"ullten
ersten \v{C}ech-Kohomologie auf die von ihrer Definition her
f"ur mich v"ollig unanschauliche Garbenkohomologie
zu "ubertragen.
In  
\ref{PKRh} zeigen wir, da"s die \v{C}ech-Kohomologie
und die Garbenkohomologie
auf \glqq parakompakten\grqq\  R"aumen sogar in allen Graden "ubereinstimmen.
%\nichtfinal{Der Satz taugt nicht. Wir haben doch bereits einen
%  Homomorphismus \ref{CuBD}. Warum ist er derselbe?}
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
Wir w"ahlen eine Einbettung $\cal{F}\hookrightarrow \cal{G}$ von $\cal{F}$
in ein Produkt von Wolkenkratzergarben.
  Bezeichne $\cal{C}$ den Pr"agarbenkokern dieser 
Einbettung und bezeichne $\cal{C}^{+}$ seine
  Garbifizierung.  Wir erhalten ein kommutatives Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\mathcal F \ar@{^{(}->}[r] \ar@{=}[d] 
&  \mathcal G \ar@{=}[d] \ar@{->>}[r]&\mathcal C\ar[d]\\
\mathcal F \ar@{^{(}->}[r] &  \mathcal G \ar[r] & \mathcal C^+
}
\end{displaymath}
von Pr"agarben
mit kurzer exakter oberer Zeile und linksexakter unterer Zeile. Es zeigt
insbesondere, da"s die Einheit der Adjunktion $\mathcal C \rightarrow
\mathcal C^+$ ein Monomorphismus von Pr"agarben ist.  Behandeln wir dies
Diagramm mit $\check{{\mathrm{H}}}$ und mit der Beschreibung der
nullten \v{C}ech-Kohomologie einer Garbe als globale Schnitte aus \ref{COG2},
so erhalten wir die linke
H"alfte eines kommutativen Diagramms, bei dem wir der Einfachheit halber den
Grundraum $X$ aus der Notation weggelassen haben:
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\check{{\mathrm{H}}}^0  \mathcal F  \ar@{=}[d]\ar[r] &\check{{\mathrm{H}}}^0   \mathcal G \ar[r]\ar@{=}[d]&
\check{{\mathrm{H}}}^0  \mathcal C  \ar[d]\ar[r] & \check{{\mathrm{H}}}^1 \mathcal F  \ar[r]\ar@{-->}[dd] &0\\
\check{{\mathrm{H}}}^0 \mathcal F  \ar[r]\ar[d]^{\wr} &\check{{\mathrm{H}}}^0   \mathcal G  \ar[r]\ar[d]^\wr &
\check{{\mathrm{H}}}^0 \mathcal C^+  \ar[d]^\wr& & \\
{\op{H}}^0  \mathcal F  \ar[r] &{\op{H}}^0   \mathcal G  \ar[r] & {\op{H}}^0  \mathcal C^+  \ar[r]& {\op{H}}^1  \mathcal F  \ar[r]
&0
}
\end{displaymath}
Die Zeilen sind exakt, wie im folgenden begr"undet werden soll.
In der oberen Zeile, da eine kurze exakte Sequenz 
von Pr"agarben  uns 
eine lange exakte Sequenz in der \v{C}ech-Kohomologie 
liefert, zun"achst bez"uglich
jeder offenen "Uberdeckung und dann auch im Limes.  Wir haben weiter
$\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{G})=0$, nach \ref{CW} und \ref{PCW}
verschwinden ja f"ur ein Produkt von Wolkenkratzergarben sogar alle h"oheren
\v{C}ech-Kohomologiegruppen bez"uglich jeder offenen "Uberdeckung.  Das
liefert Exaktheit der oberen Zeile.  Die untere Zeile ist exakt als Teil einer
langen exakten Garbenkohomologie-Sequenz, es gilt n"amlich
$\op{H}^{1}(X; \cal{G})=0$ nach \ref{WeAZ}, da $ \cal{G}$ stets
welk ist.  Folglich k"onnen wir den gestrichelten Pfeil durch die
Kommutativit"at des Diagramms definieren.  Um zu zeigen, da"s er ein
Isomorphismus ist, brauchen wir nur zu pr"ufen, da"s der Monomorphismus von
Pr"agarben $\mathcal C \hookrightarrow \mathcal C^+$ Isomorphismen auf
$\check{{\mathrm{H}}}^0$ induziert.  Nun hat jedoch sein Pr"agarbenkokern
$\mathcal K$ aufgrund der Exaktheit der Garbifizierung die Eigenschaft
$\mathcal K^+ =0$, als da hei"st, alle Halme von $\mathcal K$ sind Null,
woraus wir leicht $\check{{\mathrm{H}}}^0 \mathcal K =0$ folgern.
Dann ergibt sich
$\check{{\mathrm{H}}}^0 \mathcal C \sira
\check{{\mathrm{H}}}^0 \mathcal C^+ $ aus der bereits
diskutierten langen exakten
Sequenz der \v{C}ech-Kohomologie zu einer kurzen exakten Sequenz
in der Kategorie der abelschen Pr"agarben.
\\[2mm]\noindent
Jetzt bleibt nur noch zu zeigen, da"s der so erhaltene Isomorphismus
mit dem in \ref{natCG} erkl"arten Homomorphismus "ubereinstimmt.
Dort hatten wir zun"achst in \ref{AGCKg} den vergarbten \v{C}ech-Komplex 
$\check{\mathcal{C}}^{\lhd} (\cal{U};\cal{F})=
\check{\mathcal{C}}^{\lhd}_{\cal{F}}$ zu einer abelschen
Garbe $\mathcal F$ und einer
offenen "Uberdeckung $\mathcal U$ von $X$ eingef"uhrt und gezeigt, da"s
er eine Aufl"osung von $\mathcal F$ ist. Diese Konstruktion bleibt f"ur abelsche
Pr"agarben sinnvoll und liefert mit denselben Argumenten eine
Aufl"osung in der abelschen Kategorie der abelschen Pr"agarben.
Nun betrachten wir mit denselben Notationen wie im ersten Teil des Beweises
die kommutativen Diagramme
$$\xymatrix{\mathcal C\ar@{^(->}[r]&\check{\mathcal C}^0_{\mathcal C}\ar[r]
  &\check{\mathcal C}^1_{\mathcal C}\ar[r]&\\
  \mathcal G\ar@{^(->}[r]\ar@{->>}[u]&\check{\mathcal C}^0_{\mathcal G}\ar[r]\ar@{->>}[u]
  &\check{\mathcal C}^1_{\mathcal G}\ar[r]\ar@{->>}[u]&\\      
  \mathcal F\ar@{^(->}[r]\ar@{^(->}[u]
  &\check{\mathcal C}^0_{\mathcal F}\ar[r]\ar@{^(->}[u]
  &\check{\mathcal C}^1_{\mathcal F}\ar[r]\ar@{^(->}[u]&}\quad\quad
\xymatrix{\mathcal C^+\ar@{^(->}[r]&\check{\mathcal C}^{0+}_{\mathcal C}\ar[r]
  &\check{\mathcal C}^{1+}_{\mathcal C}\ar[r]&\\
  \mathcal G\ar@{^(->}[r]\ar@{->>}[u]&\check{\mathcal C}^0_{\mathcal G}\ar[r]\ar@{->>}[u]
  &\check{\mathcal C}^1_{\mathcal G}\ar[r]\ar@{->>}[u]&\\      
  \mathcal F\ar@{^(->}[r]\ar@{^(->}[u]
  &\check{\mathcal C}^0_{\mathcal F}\ar[r]\ar@{^(->}[u]
  &\check{\mathcal C}^1_{\mathcal F}\ar[r]\ar@{^(->}[u]&}$$
Das linke Diagramm ist in der abelschen
Kategorie der abelschen Pr"agarben zu lesen, das rechte in
der abelschen Kategorie der abelschen Garben. Das linke Diagramm
besteht aus Unterpr"agarben
des rechten. Das rechte Diagramm entsteht aus dem linken durch Garbifizierung.
Die beiden unteren Zeilen und damit nach der halmweisen langen
Homologiesequenz auch die obere Zeile  sind exakte Sequenzen von Garben rechts,
aber nur die mittlere Zeile ist auch eine exakte Sequenz von Pr"agarben links.
Dennoch beginnen alle Zeilen links mit einer Injektion,
da $\mathcal F,\mathcal G$ Garben sind und $\mathcal C\ra \mathcal C^+$
ein Monomorphismus von Pr"agarben. 
Alle Spalten  sind links kurze exakte Sequenzen von Pr"agarben
und rechts kurze exakte Sequenzen von Garben.
Nun finden wir nach \ref{EDF} eine injektive Aufl"osung des
nichtnegativen Komplexes $\mathcal G\ra \mathcal C^+$ durch
Zweitermkomplexe bestehend aus einer spaltenden
Surjektion von injektiven Garben.
Die in unserem rechten Diagramm durch die beiden oberen Zeilen gegebene
Aufl"osung besitzt nach dem Hauptlemma der homologischen Algebra
\ref{IaU} wie in \ref{RaA} einen Lift dorthin.
Indem wir die Kerne erg"anzen, finden wir wie in \ref{RaA} eine
Einbettung des rechten Doppelkomplexes in einen Doppelkomplex
aus injektiven abelschen Garben 
$$\xymatrix{\mathcal C^+\ar@{^(->}[r]&\mathcal J^0\ar[r]
  &\mathcal J^1\ar[r]&\\
  \mathcal G\ar@{^(->}[r]\ar@{->>}[u]&\mathcal I^0\ar[r]\ar@{->>}[u]
  &{\mathcal I}^1\ar[r]\ar@{->>}[u]&\\      
  \mathcal F\ar@{^(->}[r]\ar@{^(->}[u]
  &{\mathcal K}^0\ar[r]\ar@{^(->}[u]
  &{\mathcal K}^1\ar[r]\ar@{^(->}[u]&}$$
Verkn"upfen wir diese beiden Einbettungen
und nehmen "uberall die globalen Schnitte, so erhalten wir einen
Morphismus von kurzen exakten Sequenzen abelscher Gruppen
$$\xymatrix{\check{\mathrm C}^\lhd(\mathcal U;\mathcal F)\ar@{^(->}[r]\ar[d]&
  \check{\mathrm C}^\lhd(\mathcal U;\mathcal G)\ar@{->>}[r]\ar[d]&  \check{\mathrm C}^\lhd(\mathcal U;\mathcal C)\ar[d]\\
  \Gamma\mathcal K^\lhd\ar@{^(->}[r]&\Gamma\mathcal I^\lhd\ar@{->>}[r]&\Gamma\mathcal J^\lhd}$$
Dieser Morphismus liefert hinwiederum einen Morphismus der zugeh"origen langen
exakten Sequenzen
$$\xymatrix{\check{\mathrm H}^0(\mathcal U;\mathcal F)\ar@{^(->}[r]\ar[d]&
  \check{\mathrm H}^0(\mathcal U;\mathcal G)\ar@{->>}[r]\ar[d]&  \check{\mathrm H}^0(\mathcal U;\mathcal C)\ar[d]\ar[r]&\check{\mathrm H}^1(\mathcal U;\mathcal F)\ar[d]\ar[r]&\ldots\\
  {\op{H}}^0(X;\mathcal F)\ar@{^(->}[r]& {\op{H}}^0(X;\mathcal G)\ar[r]& {\op{H}}^0(X;\mathcal C^+)\ar[r]& {\op{H}}^1(X;\mathcal F)\ar[r]&\ldots}$$
mit den in \ref{CuBD} erkl"arten Morphismen in den Vertikalen. Im Kolimes
folgt, da"s der im ersten Teil des Beweises konstruierte Isomorphismus
mit dem in \ref{natCG} angegebenen Morphismus "ubereinstimmt.
\end{proof}

\begin{Bemerkunge}
  Im allgemeinen liefert eine kurze exakte Sequenz
in der Kategorie der abelschen Garben keineswegs eine
lange exakte Sequenz der zugeh"origen
\v{C}ech-Kohomologiegruppen. Ich bin jedoch au"serstande, ein
konkretes Gegenbeispiel anzugeben.
\end{Bemerkunge}


\begin{Beispiel}\label{ExpS}
Sei $X$ ein topologischer Raum.
Die lange exakte Sequenz zur  kurzen exakten Garbensequenz
$2\pi{\op{i}}\DZ_X\hra\cal{C}_{\DC}\sra \cal{C}_{\DC^\times}$, die
von der
Exponentialabbildung induziert wird, 
liefert die obere Horizontale in einem Diagramm
\begin{displaymath}
\xymatrix{
{\op{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC^\times})\ar[r] 
&{\op{H}}^{2}(X;2\pi{\op{i}}\DZ_X)
\ar[dd]^{\wr} \\
\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC^\times})\ar[d]^-{\wr}\ar[u]_-{\wr}  & \\
{\left\{\begin{array}{c} \text{komplexe Geradenb"undel auf $X$,}\\
\text{bis auf Isomorphismus}\end{array} \right\}} &
{\op{H}}^{2}(X;\DZ_X)
}
\end{displaymath}
wo wir links die Identifikationen aus \ref{CGa} und \ref{KBd} benutzen
und rechts durch $2\pi{\op{i}}$ teilen.
Das Bild eines komplexen Geradenb"undels $\cal L$ unter
dieser Verkn"upfung hei"st die
\defnoind{erste Chern'sche Klasse von $\cal L$}\index{erste
Chern'sche Klasse}
und wird bezeichnet mit $$c_1({\cal L})\in {\op{H}}^{2}(X;\DZ_X)$$
Wir werden in \ref{cw} und  \ref{waz} sehen, da"s 
auf \glqq parakompakten\grqq\  R"aumen die
Gruppen ${\op{H}}^{q}(X;\cal{C}_{\DC})$ verschwinden f"ur $q>0$, so da"s
unser ganzes Diagramm aus Bijektionen besteht.
Auf parakompakten R"aumen werden demnach komplexe Geradenb"undel
\glqq klassifiziert durch ihre erste Chern'sche Klasse\grqq.
\end{Beispiel}
\begin{Satz*}[\textbf{Geradenb"undel mit konstanten "Ubergangsfunktionen}]
  Ein komplexes Geradenb"undel auf einem parakompakten Raum besitzt
genau dann eine B"undelkarte mit konstanten "Ubergangsfunktionen, wenn 
das Bild seiner ersten Chern'schen Klasse unter der nat"urlichen Abbildung
 ${\op{H}}^{2}(X;\DZ_X)\ra {\op{H}}^{2}(X;\DC_X)$ nach Null geht.
\end{Satz*}
\begin{Bemerkunge}
  Dasselbe gilt mit demselben Beweis f"ur glatte komplexe 
Geradenb"undel auf parakompakten
glatten Mannigfaltigkeiten. Es gilt jedoch  f"ur 
holomorphe B"undel auf einer komplexanalytischen Mannigfaltigkeit 
nur unter der zus"atzlichen Annahme der Surjektivit"at von
 $\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\DC_X)\ra\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{O}^{\op{an}})$,
die im Diagramm ganz unten horizontal anzubauen w"are. Diese Surjektivit"at
hinwiederum ergibt sich bei kompakten K"ahlermannigfaltigkeiten aus der
Hodgetheorie, unsere Abbildung identifiziert sich dann n"amlich
mit der Projektion von
${\mathrm{H}}^{1}(X;\DC_X)={\mathrm{H}}^{(1,0)}(X;\DC_X)\oplus
{\mathrm{H}}^{(0,1)}(X;\DC_X)$ auf
${\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{O}^{\op{an}})\cong{\mathrm{H}}^{(1,0)}(X;\DC_X)$. 
\end{Bemerkunge}
\begin{proof}
  Wir erhalten f"ur jeden beliebigen topologischen Raum $X$ 
Monomorphismen $2\pi{\op{i}}\DZ_X\hra\DC_X
\hra \cal{C}_{\DC}$ und ein kommutatives Diagramm mit
  kurzen exakten Garbensequenzen in den Zeilen und Spalten
\begin{displaymath}
\xymatrix{
  2\pi{\op{i}}\DZ_X\ar@{^{(}->}[r]\ar@{=}[d]&\DC_X\ar@{^{(}->}[d]\ar@{->>}[r]& \DC^\times_X\ar@{^{(}->}[d]\\
  2\pi{\op{i}}\DZ_X\ar@{^{(}->}[r]&\cal{C}_{\DC}\ar@{->>}[r]\ar@{->>}[d]& \cal{C}_{\DC^\times}\ar@{->>}[d]\\
&\op{cok}\ar@{=}[r]&\op{cok}
}
\end{displaymath}
Ein komplexes Geradenb"undel 
kann durch lokal konstante 
oder gleichbedeutend konstante "Ubergangsfunktionen  realisiert werden
genau dann, wenn  seine Klasse im Bild von 
$\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\DC^\times_X)\ra
\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC^\times})$ liegt. Das impliziert
sofort, da"s 
das Bild seiner ersten Chern'schen Klasse in ${\op{H}}^{2}(X;\DC_X)$
verschwinden mu"s. 
Umgekehrt kann man sich "uberlegen und 
der Beweis des Oktaederaxioms wird auch formal zeigen, da"s 
das Diagramm
$$\begin{array}{ccccc}
  && {\op{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC^\times})&\ra& {\op{H}}^{2}(X;2\pi{\op{i}}\DZ_X)\\
  &&\da&&\da\\
  {\op{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC})&\ra&{\op{H}}^{1}(X;\op{cok})&
\ra& {\op{H}}^{2}(X;\DC_X)
\end{array}$$
mit den von obigen Sequenzen und Morphismen 
induzierten Morphismen kommutiert.
F"ur parakompaktes $X$ folgt aus
$\check{\mathrm{H}}^{1}(X;\cal{C}_{\DC})=0$ dann umgekehrt auch,
da"s jedes komplexe Geradenb"undel mit 
in ${\op{H}}^{2}(X;\DC_X)$ verschwindender erster Chern'scher Klasse bereits
durch konstante "Ubergangsfunktionen realisiert werden kann.
\end{proof}
\subsection{Parakompakte R"aume}
\begin{Definition}\label{pako}
\begin{enumerate}
\item
Seien $X$ eine Menge und  $\cal{U} \subset \cal{P} (X)$
eine "Uberdeckung von $X$. Eine "Uberdeckung 
$\cal{V}$ von $X$ hei"st eine \defnoind{Verfeinerung
von $\cal{U}$}\index{Verfeinerung}, wenn jedes $V \in \cal{V}$ in
mindestens einem $U \in \cal{U}$ enthalten ist;
\item
Ein System von Teilmengen $\cal{U} \subset \cal{P} (X)$ eines
topologischen Raums $X$ hei"st 
\defnoind{lokal 
endlich}\index{lokal endlich!Mengensystem in topologischem Raum},
wenn jedes $x \in X$ eine Umgebung besitzt, die h"ochstens endlich
viele $U \in \cal{U}$ trifft;
\item
Ein topologischer Raum hei"st \defind{parakompakt},
wenn er Hausdorff ist und  sich jede offene "Uberdeckung unseres Raums zu
einer lokal endlichen offenen "Uberdeckung verfeinern l"a"st.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Jede abgeschlossene Teilmenge eines parakompakten Raums ist
offensichtlich wieder 
parakompakt. F"ur offene Teilmengen gilt das jedoch im allgemeinen
nicht. Topologische R"aume, in denen jede offene Teilmenge parakompakt ist,
hei"sen\label{epar}  
{\bf erblich parakompakt}.\index{erblich parakompakt}\index{parakompakt!erblich parakompakt} 
\end{Bemerkungl}



\begin{Proposition}[\textbf{Kriterium f"ur Parakompaktheit}]
  Besitzt ein Haus\-dorff\-raum  topologischer Raum
  eine abz"ahlbare
"Uberdeckung durch offene Teilmengen mit kompaktem
Abschlu"s, so ist er parakompakt.\label{KrPar} 
\end{Proposition}
\begin{proof}[Beweis]
Indem wir zu geeigneten Vereinigungen "ubergehen d"urfen wir ohne
Beschr"ankung der Allgemeinheit
sogar annehmen, unser Raum sei "uberdeckt durch eine aufsteigende Folge
$X_{0} \subset X_{1}\subset \ldots
$ von offenen Teilmengen mit kompaktem Abschlu"s. Indem wir zu 
einer geeigneten Teilfolge "ubergehen,
d"urfen wir zus"atzlich annehmen, da"s f"ur alle $n$ gilt
$\bar{X}_{n} \subset X_{n+1}$. 
Um
Sonderbetrachtungen zu vermeiden setzen wir $X_{n} = \emptyset$
f"ur $n < 0$.
Gegeben eine offene "Uberdeckung $\cal{U}$ 
unseres Raums werden die Kompakta $\bar{X}_{n+1}
\backslash  X_{n}$ jeweils schon "uberdeckt von den $U$ aus einem endlichen
Teilsystem $\cal{U}_{n} \subset \cal{U}$.
Die Schnitte $U \cap (X_{n+2} \backslash  \bar{X}_{n-1})$ f"ur $U \in
\cal{U}_{n}$ und $n \in \Bbb{Z}$ bilden dann die gesuchte lokal
endliche Verfeinerung der "Uberdeckung $\cal{U}$.
\end{proof}

\begin{Proposition}
Jeder parakompakte Raum ist normal.\label{PKN} 
\end{Proposition}
\begin{proof}[Beweis]
Das folgt mit zweimaligem Anwenden des anschlie"senden technischen
Lemmas, erst im Fall einer einpunktigen Menge $B$, dann im
Allgemeinen.
\end{proof}
\begin{Lemma}
Seien $A,B$ disjunkte abgeschlossene Mengen in einem parakompakten
Raum $X$. Zu jedem Punkt $x \in A$ gebe es 
disjunkte offene Teilmengen $U_{x},
V_{x} \co X$ mit $x \in U_{x}$ und $B\subset V_{x}$.
So gibt es auch disjunkte offene $U,V \co X$ mit $A \subset U$ und $B
\subset V$.
\end{Lemma}
\begin{proof}[Beweis]
Die $U_{x}$ mitsamt $X \backslash A$ bilden eine offene
"Uberdeckung von $X$.
Sei $\cal{W}$ eine offene lokal endliche Verfeinerung dieser offenen
"Uberdeckung.
Setzen wir $\cal{W}_{A} \pdef \{ W \in \cal{W} \mid W \cap A \neq
\emptyset\}$, so ist jedes $W \in \cal{W}_{A}$ in einem $U_{x}$
enthalten, die Vereinigung $U \pdef \bigcup_{W \in \cal{W}_{A}} W$ ist offen,  und
wir haben $ A\subset U$.
Andererseits besitzt jedes $y\in B$ eine offene Umgebung $C_{y}$, die nur
endlich viele Mengen $W_{1}, \ldots , W_{n}$ aus $\cal{W}_{A}$
trifft.
W"ahlen wir nun $x(i) \in A$ mit $W_{i}\subset U_{x(i)}$, so ist
$D_{y} = C_{y} \cap V_{x(1)} \cap \ldots \cap V_{x(n)}$ offen und
trifft "uberhaupt keine Menge aus $\cal{W}_{A}$.
Damit ist $V = \bigcup_{y\in B}D_{y}$ offen mit $V \cap U =
\emptyset$ und $B \subset V$.
\end{proof}
\begin{Proposition}[\textbf{Schrumpfen offener
"Uberdeckungen}]
Ist $X$ ein parakompakter Hausdorffraum\label{SOUu}
und $(U_{i})_{i \in I}$ 
eine offene "Uberdeckung von $X$,
so finden wir eine offene "Uberdeckung $(V_{i})_{i
\in I}$ von $X$ mit $\bar{V}_{i} \subset U_{i} \quad \forall i \in
I$.
\end{Proposition}
\begin{proof}
Aufgrund der Normalit"at von $X$ besitzt jedes $x \in X$ eine offene
Umgebung $C_{x}$, deren Abschlu"s in einem $U_{i}$ enthalten ist,
sagen wir $\bar{C}_{x} \subset U_{i(x)}$.
Sei $\cal{W}$ eine lokal endliche offene Verfeinerung der offenen
"Uberdeckung von $X$ durch die $C_{x}$.
So finden wir auch f"ur jedes $W \in \cal{W}$ ein $i \pdef i (W)$ mit
$\bar{W} \subset U_{i (W)}$.
Dann setzen wir $V_{j} \pdef \bigcup_{i(W) =j} W$ und erhalten
$\bar{V}_{j} \subset U_{j}$, da mit \ref{LAS} die Vereinigung einer lokal
endlichen Familie abgeschlossener Mengen wieder abgeschlossen ist.
\end{proof}


% \begin{comment}
%   \begin{Kommentar}
%     Bredon behauptet in I.6 Sheaf Theory, da"s diese Proposition auch f"ur
%     lokal endliche offene "Uberdeckungen normaler R"aume gilt. Da mag ein
%     besserer Beweis herausspringen!
% \end{Kommentar}
% \end{comment}

\begin{Lemma}[\textbf{Teilung der Eins}]
Ist $X$ eine glatte parakompakte Mannigfaltigkeit 
 und $\cal{U}\subset \cal{P}(X)$ eine offene "Uberdeckung von $X$,
so gibt es 
eine durch $U\in \cal{U}$ indizierte Familie
von glatten Funktionen $\al_{U} : X \ra [0,1]$  derart,  
da"s $\al_{U}$ jeweils Tr"ager  in $U$ hat,
da"s\index{Teilung der Eins}\label{TELn} 
jede Stelle $x\in X$ eine Umgebung besitzt, auf der nur endlich viele unserer
Funktionen nicht verschwinden, und da"s an jeder Stelle $x\in X$ gilt
$$\sum_{U\in \cal{U}} \al_{U} (x) =1$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}\label{Tieg}
Sind etwa $A,B\As X$ disjunkt und abgeschlossen, so gibt es eine
glatte Funktion $f:X\ra [0,1]$ mit $f=1$ auf einer offenen Umgebung von
$A$ und $f=0$ auf einer offenen Umgebung von $B$. In der Tat
folgt das sofort, wenn man das Lemma auf die "Uberdeckung von $X$ durch die 
Komplemente unserer beiden abgeschlossenen Mengen anwendet. 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
K"onnen wir unseren Satz f"ur eine lokal endliche Verfeinerung unserer
"Uberdeckung $\cal{U}$ zeigen, so folgt er m"uhelos f"ur $\cal{U}$ selber.
Wir d"urfen also ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit annehmen, da"s
unsere "Uberdeckung lokal endlich ist und da"s die "uberdeckenden Mengen $U_i$
jeweils kompakten Abschlu"s haben, der dar"uber hinaus noch ganz im
Bild einer Karte liegt. W"ahlen wir dann eine Schrumpfung $(V_i)$ unserer
"Uberdeckung, so finden wir etwa nach \eref{TEL}{AN2} angewandt auf den Fall
der  "Uberdeckung von $\bar{V}_i$ durch $U_i$ glatte Funktionen
$\beta_i:U_i\ra [0,1]$ mit kompaktem Tr"ager, die auf $\bar{V}_i$
konstant Eins sind.
Dehnen wir diese durch Null auf ganz $X$ aus und bilden ihre Summe,
so erhalten wir eine glatte "uberall positive Funktion $\beta$, 
und die Quotienten 
$\alpha_i=\beta_i/\beta$ bilden die gesuchte Teilung der Eins.
\end{proof}


\subsubsection{"Ubungen}
\begin{Ubung}\label{LAS}%\label{LAS2}
Die Vereinigung "uber ein  lokal endliches System
abgeschlossener Mengen ist abgeschlossen.
Ist eine Abbildung stetig auf jeder der Teilmengen einer
lokal endlichen "Uberdeckung eines Raums durch abgeschlossene
Teilmengen, so ist sie schon selbst stetig.
\end{Ubung}

\subsection{Garben auf parakompakten R"aumen}

\begin{Proposition}[\textbf{Fortsetzbarkeit von Schnitten}] 
Gegeben eine Garbe von Mengen auf einem   parakompakten Raum l"a"st 
sich jeder Schnitt "uber einer abgeschlossenen Teilmenge\label{AuW} 
auf eine offene Umgebung unserer abgeschlossenen Teilmenge fortsetzen.
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
In \ref{FSK} haben wir eine "ahnliche Fortsetzbarkeitaussage  f"ur kompakte
\glqq relativ Hausdorff'sche\grqq\  Teilmengen beliebiger
topologischer R"aume gezeigt. Der Beweis der Proposition zeigt, da"s sich auf
\hyperref[epar]{erblich parakompakten} R"aumen jeder Schnitt auf einer beliebigen Teilmenge
zu einem Schnitt auf eine sie umfassende offene Teilenge fortsetzen l"a"st.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
Seien $X$ unser Raum, $A \As X$ unsere abgeschlossene
Teilmenge und $\cal{F}$ unsere Garbe.
Gegeben $s \in \cal{F}(A)$ finden wir 
 eine  "Uberdeckung
$(U_{i})_{i\in I}$ von $A$ durch offene Teilmengen $U_i\co X$ und  Schnitte  $s_{i}
\in \cal{F} (U_{i})$ mit $s|{U_{i}\cap A} =
s_{i}|{U_{i}\cap A} \; \forall i$.
Wir k"onnen zum Beispiel f"ur jeden Punkt innerhalb von $A$ 
einen hinreichend kleinen Repr"asentanten des Halms von $s$ nehmen.
Wir erg"anzen durch $X\backslash A$ zu einer offenen "Uberdeckung von $X$. 
Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit
d"urfen wir diese zu einer lokal endlichen "Uberdeckung von $X$ 
verfeinern. Nach Proposition \ref{SOUu} zum Schrumpfen offener 
"Uberdeckungen von parakompakten R"aumen finden wir
auch $V_{i} \co X$ mit $\bar{V}_{i}\subset U_{i} \; \forall i$
und $A\subset \bigcup_{i\in I} V_{i}$.
Jetzt   setzen wir
$$W \pdef \{x \in X \mid \text{Alle $s_i$ zu Indizes $i$ mit $x\in \bar{V}_{i}$ 
haben denselben Halm bei $x$}\}$$
Per definitionem gilt $A\subset W$
und  $W$ ist eine offene Teilmenge von $X$.
Zus"atzlich gilt jedoch $s_{i} | W \cap V_{i} \cap V_{j} = s_{j} | W \cap
V_{i} \cap V_{j} \; \forall i , j$. Folglich verkleben die Schnitte
$s_{i} | W\cap V_{i}$ zu einem Schnitt $\tilde{s}$ auf $W$, der
$s$ fortsetzt.
\end{proof}

\begin{Definition}
Eine Garbe hei"st \defnoind{weich},\index{weich, Garbe}
 englisch \defind{soft}, franz"osisch 
\defind{mou}, wenn sich jeder
Schnitt "uber einer abgeschlossenen Teilmenge zu einem globalen
Schnitt fortsetzen l"a"st.
\end{Definition}
\begin{Beispiele}\label{DFw}
Jede welke Garbe auf einem parakompakten Raum ist weich
nach \ref{AuW}.
Die Garbe der glatten Funktionen auf einer
parakompakten Mannigfaltigkeit
ist weich: Um das zu sehen, dehnt man einen Schnitt 
"uber einer abgeschlossenen Teilmenge zun"achst mithilfe von 
\ref{AuW} auf
eine offene Menge aus und biegt ihn dann in dieser
offenen Menge mithilfe einer
glatten Partition der Eins \ref{Tieg} 
herunter nach Null, so da"s man ihn weiter
durch Null ausdehnen kann
zu einem globalen Schnitt. Man beachte hierbei, 
da"s ein Schnitt der Garbe der glatten Funktionen auf einer
abgeschlossenen Teilmenge einer glatten Mannigfaltigkeit keineswegs
eine Funktion auf dieser abgeschlossenen Teilmenge ist: An den Randpunkten
zeichnet ein Schnitt dieser Garbe  einen ganzen Funktionskeim
auf einer offenen Umgebung des besagten Punktes in der
urspr"unglichen Mannigfaltigkeit aus und keineswegs nur einen Funktionswert.
Analog sind auch die Garben der glatten $p$-Formen und allgemeiner
der glatten Schnitte in irgendeinem  glatten Vektorraumb"undel weich.
\end{Beispiele}


\begin{Satz}\label{waz} Auf parakompakten R"aumen sind 
weiche abelsche Garben azyklisch f"ur den Funktor der
globalen Schnitte.
\end{Satz}
\begin{proof}[Beweis]
Das folgt genau wie bei den  welken Garben 
\ref{WeAZ} oder mit dem abstrakten Kriterium \ref{KfAz} aus dem anschlie"senden Lemma \ref{wei}.
\end{proof}

\begin{Lemma}\label{wei}
Sei $\cal{F}^{\prime} \hookrightarrow \cal{F} \twoheadrightarrow
\cal{F}^{\prime\prime} $ eine kurze exakte Sequenz von abelschen Garben auf
einem parakompakten topologischen  Raum $X$.
\begin{enumerate}
\item
Ist $\cal{F}^{\prime}$ weich, so induziert der Epimorphismus
$\cal{F}\sra\cal{F}''$
eine Surjektion $\Gamma \cal{F} \twoheadrightarrow
\Gamma \cal{F}^{\prime\prime}$ auf den globalen Schnitten;
\item
Sind $\cal{F}^{\prime}$ und $\cal{F}$ weich, so ist auch
$\cal{F}^{\prime\prime}$ weich.
\end{enumerate}
\end{Lemma}

\begin{proof}[Beweis]
1.
Sei $s^{\prime\prime}\in \Gamma \cal{F}^{\prime\prime}$
gegeben.
Nach \ref{SOUu} gibt es eine lokal endliche abgeschlossene
"Uberdeckung $(A_{i})_{i \in I}$
unseres Raums und $s_{i} \in \cal{F} (A_{i})$ mit $s_{i} \mapsto
s^{\prime\prime}|{A_{i}} \; \forall i$.
F"ur $J \subset I$ setzen wir $A_{J} =
\bigcup_{i \in J} A_{i}$. Nun betrachten wir die Menge aller
Paare $(s_{J},J)$ mit $J\subset I$ und $s_{J}$ einem Schnitt von $\cal{F}$ "uber
$A_{J}$, der auf $s^{\prime\prime} |A_{J}$ geht.
Auf dieser Menge erkl"aren wir ein Teilordnung durch die
Vorschrift
$(s_{K},K) \leq (s_{J},J) \Leftrightarrow( K \subset J$ und
$s_{K}=s_{J}|A_{K})$.
Nach
\ref{LAS}  ist unsere Menge induktiv teilgeordnet und besitzt
folglich ein maximales Element.
Sei $(s_{J},J)$ solch ein maximales Element.
W"are $J\neq I$, so g"abe es $i \in I \backslash 
J$. Hier unterscheiden sich $s_{i}$ und $s_{J}$ auf
$A_{i}\cap
A_{J}$ nur um einen Schnitt $s^{\prime}_{i}$ in
$\cal{F}^{\prime}$, der sich nach Annahme auf ganz $A_{i}$
ausdehnen l"a"st.
Also verkleben $s_{i}-s_{i}^{\prime}$ und $s_{J}$ auf $A_{i} \cup A_{J}$
zu einem
Urbild von $s^{\prime\prime}$
im Widerspruch zur Maximalit"at von $(s_{J},J)$.
Damit ist in der Tat $\Gamma \cal{F} \ra \Gamma
\cal{F}^{\prime\prime}$ eine Surjektion.
 \\[2mm]\noindent
2.
Das folgt sofort aus Teil 1, da jede abgeschlossene Teilmenge eines
parakompakten Raums parakompakt ist und da die Einschr"ankung einer
weichen Garbe auf eine abgeschlossene Teilmenge stets
eine weiche Garbe bleibt.
\end{proof}


\begin{Bemerkunge}
Diejenigen Leser, die noch nicht mit der
Differentialformen auf abstrakten Mannigfaltigkeiten
\eref{diffF}{ML} folgende vertraut sind, m"ogen
sich im folgenden 
auf den Fall \eref{GHB}{AN2} beschr"anken,
da"s die Mannigfaltigkeit eine offene Teilmenge eines
endlichdimensionalen reellen Raums ist.
Nicht zul"assig ist es jedoch, mit eingebetteten Mannigfaltigkeiten
positiver Kodimension
und unseren relativen Differentialformen zu arbeiten, wie
wir sie in \eref{GHB}{AN2} betrachtet hatten.
\end{Bemerkunge}
\begin{Definition}
  Der \index{de-Rham-Komplex}{\bf de-Rham-Kom\-plex} einer
glatten Mannigfaltigkeit $X$
ist der Komplex $(\Omega^\lhd(X),d)$ der
glatten
Differentialformen auf $X$ mit der "au"seren Ableitung
als Differential, wie wir ihn in \eref{RAAbm}{ML} eingef"uhrt haben. Die 
{\bf de-Rham-Kohomologie}\index{de-Rham-Kohomologie} 
 von $X$ ist per definitionem seine
Kohomologie
$${\op{H}}^q(X)_{\op{dR}}\pdef\cal{H}^q\Omega^\lhd(X)$$
\end{Definition}
\begin{Korollar}[\textbf{de-Rham-Kohomologie
      als Garbenkohomologie}]
F"ur jede parakompakte glatte Mannigfaltigkeit $X$
stimmt die Garbenkohomologie der 
konstanten Garbe  $\DR_X$
 mit der de-Rham-Koho\-mo\-lo\-gie "uberein.\label{dRGK}
\end{Korollar}


\begin{Bemerkungw} Der Vergleichsisomorphismus ist ein
  Isomorphismus von $\DR$-Ringalgebren. \nichtfinal{Dabei sollte ich
    mich beziehen auf die Ringstruktur der Garbenkohomologie mit
    K"orperkoeffizienten.}  
\end{Bemerkungw}
% Der Komplex $\Omega^{\ast}X$
%   hei"st der \defind{de-Rham-Komplex} der Mannigfaltigkeit $X$. Seine
%   Kohomologie hei"st die {\bf de-Rham-Kohomologie}\index{de-Rham-Kohomologie}
%   von\index{Kohomologie!nach de-Rham} $X$ und wird notiert
%   als $$\op{H}^i(X)_{\op{dR}}=\cal{H}^i (\Omega^{\ast}X)$$
\begin{proof}[Beweis]
Wir konstruieren im folgenden genauer einen
{\bf Ver\-gleichs\-iso\-mor\-phis\-mus}\index{Vergleichsisomorphismus!der 
de-Rham-Kohomologie} zwischen den fraglichen Kohomologiegruppen.
Sicher k"onnen wir $p$-Formen auch auffassen als 
globale Schnitte
der Garbe der $p$-Formen, in Formeln $\Omega^p(X)=\Gamma\Omega^p_X$, 
und diese Garben bilden mit der "au"seren Ableitung
als Differential
nach dem Poincar\'e-Lemma \ref{LvpC} 
eine Aufl"osung der konstanten Garbe
$$\DR_X\hra \Omega_X^\lhd$$
Die Garben der Differentialformen
sind nun aber weich nach \ref{DFw} 
und damit
globale-Schnitte-azyklisch nach \ref{waz}. Also berechnet unser
Komplex nach \ref{DAZO} die
Garbenkohomologie der konstanten Garbe $\DR_X$,
als da hei"st, die nat"urlichen Abbildungen aus \ref{DefDe} sind Isomorphismen 
\begin{equation*}
{\op{H}}^q(X)_{\op{dR}}=\cal{H}^q\Gamma\Omega^\lhd_X\sira 
{\op{H}}^q(X;\DR_X)_{\op{garb}}
\qedhere\end{equation*}
\end{proof}

\begin{Beispiel}[\textbf{Zur"uckholen und de-Rham-Kohomologie}] 
Ist $f:X\ra Y$ eine glatte Abbildung von glatten Mannigfaltigkeiten,
so liefert das Zur"uckholen von Differentialformen eine Kettenabbildung
$f^\ast:\Omega^\lhd Y\ra\Omega^\lhd X$. Diese Kettenabbildung
hinwiederum ist der Effekt auf
den globalen Schnitten eines Komorphismus "uber $f$ von Aufl"osungen 
der konstanten Garben $\DR_X$ und $\DR_Y$, der den offensichtlichen Komorphismus
"uber $f$ zwischen besagten konstanten Garben liftet.
Folglich entsprechen  die von dieser
 Kettenabbildung auf der Kohomologie induzierten Abbildungen
$\op{H}^i(Y)_{\op{dR}}\ra \op{H}^i(X)_{\op{dR}}$\label{FuDr}  
 unter unseren  Isomorphismen 
aus dem Beweis von \ref{dRGK}
dem Zur"uckholen auf der Garbenkohomologie.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vor- und Nachteile der de-Rham-Kohomologie}]
  Die de-Rham-Ko\-ho\-mo\-lo\-gie ist Berechnungen besonders gut zug"anglich.
  Zum Beispiel sieht man in dieser Realisierung der
  Garbenkohomologie unmittelbar, da"s 
die Kohomologie mit reellen Koeffizienten einer 
parakompakten Mannigfaltigkeit $X$
oberhalb der Dimension unserer Mannigfaltigkeit verschwinden mu"s,
in Formeln 
$${\op{H}}^q(X;\DR_X)=0\quad\text{f"ur }q>\op{dim}X.$$
Die wesentlichen Nachteile dieser Kohomologietheorie sind, 
da"s sie nur f"ur glatte Mannigfaltigkeiten sinnvoll definiert ist,
 da"s sie nur reelle Koeffizienten
 zul"a"st und da"s man mit ihr nur R"uckz"uge unter glatten Abbildungen
 berechnen kann. 
Ich habe einmal gelesen,
da"s die de-Rham-Kohomo\-lo\-gie 
urspr"unglich von
Elie Cartan erfunden wurde, um die
Kohomologie kompakter Liegruppen 
zu bestimmen. 
\end{Bemerkungl}


% \begin{Bemerkungl}
%Die
%Exponentialsequenz aus
%\ref{ExpS} liefert 
%eine weiche und mithin  nach \ref{waz} azyklische Aufl"osung
%der konstanten Garbe $\DZ$ auf jedem reellen Intervall.
%Es folgt, da"s ein  reelles Intervall keine h"ohere
%Garbenkohomologie mit Koeffizienten in $\DZ$ besitzt.
%Allgemeinere Resultate in dieser Richtung haben wir
%mit elementareren Methoden bereits in \ref{KGIn} hergeleitet.
%\end{Bemerkungl}


\begin{Lemma}[\textbf{von Poincar\'e}] 
Ist~$U \co \mathbb R^n$\index{Poincar\'e-Lemma} 
eine offene Kreisscheibe, so\label{LvpC} 
    erhalten wir einen exakten Komplex
    \[ \mathbb R \hookrightarrow  \Omega^0(U)
    \stackrel{d}{\rightarrow} \Omega^1(U) \stackrel{d}{\rightarrow} \dots
    \dots \stackrel{d}{\sra} \Omega^n(U) \] 
mit der Identifikation von
    Zahlen und konstanten Funktionen $\DR\hra \Omega^0(U)$ 
als erster Abbildung und der "au"seren
    Ableitung als anderen Abbildungen.
\end{Lemma}


\begin{Bemerkunge}[\textbf{Poincar\'e-Lemma mit polynomialen Koeffizienten}] 
  Ist~$U = \mathbb R^n$ und betrachten wir nur polynomiale Koeffizienten, so
  ist die entsprechende  Aussage\label{PPKo}  
schnell gezeigt: In einer Ver"anderlichen liefert die
  Einbettung der Konstanten ja offensichtlich eine Homotopie"aquivalenz
  $$ \begin{array}{ccc}
    \vdots &   & \vdots \\[1mm]
    0 &   & 0 \\[1mm]
    \uparrow &   & \uparrow \\[1mm]
    0 & \longrightarrow & \mathbb R[x]\diff x \\[1mm]
    \uparrow &   & \;\;\;\uparrow d \\[1mm]
    \mathbb R & \longrightarrow & \mathbb R[x] \\[1mm]
    \uparrow &   & \uparrow \\[1mm]
    0 &   & 0 \\[1mm]
    \vdots & & \vdots
  \end{array} $$ 
Tensorieren wir~$n$ Kopien dieser Homotopie"aquivalenz
  miteinander, so ergibt sich das Poincar\'e-Lemma auf ganz
$\DR^n$ f"ur den Fall polynomialer
  Koeffizienten. Explizit ist die Komposition von Kettenabbildungen
zwischen vertikal geschriebenen  Komplexen mit jeweils 
h"ochstens zwei von Null
verschiedenen Eintr"agen
  \[ \begin{array}{ccccc}
    \mathbb R[x]\diff x & \longrightarrow & 0 
& \longrightarrow & \mathbb R[x]\diff x \\[1mm]
    d\uparrow &  & \uparrow &   & \uparrow d \\[1mm]
    \mathbb R[x] & \longrightarrow 
& \mathbb R & \longrightarrow & \mathbb
    R[x]
  \end{array} \] mit dem Auswerten bei Null in der Horizontale unten rechts
  homotop zur Identit"at vermittels der Homotopie, die gegeben wird 
 durch die Vorschrift 
  $\delta \colon \mathbb R[x] \diff x \rightarrow \mathbb R[x], $ $
   f(x) \diff x \mapsto \int_0^x f(t) \diff t. $ 
In der Tat gilt ja~$d\delta
= \op{id}$ und~$f - f(0) = \delta \diff f$. Unser gleich folgender
Beweis des Poincar\'e-Lemmas
  im glatten Fall verl"auft analog.
\end{Bemerkunge}


\begin{proof}
  Sei ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit der Ursprung das Zentrum unserer
  Kreisscheibe. Sei~$\pi \colon \mathbb R^n \to \mathbb R^{n-1}$ das Vergessen
  der ersten Koordinate. So ist~$V := \pi(U) \subset \mathbb R^{n-1}$ wieder
  eine offene Kreisscheibe und wir sind fertig mit Induktion, sobald wir
  zeigen k"onnen, da"s das Zur"uckholen von Differentialformen
  \[ \pi^* \colon \Omega^*(V) \rightarrow \Omega^*(U) \] Isomorphismen auf
  der Kohomologie induziert. Bezeichnet~$i \colon \mathbb R^{n-1} 
\hookrightarrow
  \mathbb R^n$ das Davorschreiben  einer Koordinate Null, so gilt sicher~$\pi
  \circ i = \op{id}$ und folglich~$i^* \circ \pi^* = \op{id}$. Wir sind also
  fertig, wenn wir zus"atzlich noch  zeigen k"onnen, da"s die Komposition
~$\pi^* \circ i^* \colon
  \Omega^*(U) \rightarrow \Omega^*(U)$ homotopie"aquivalent ist zur
  Identit"at. Dazu betrachten wir~$\delta \colon \Omega^*(U) \rightarrow
  \Omega^{*-1}(U)$ gegeben durch
  \[ \delta \colon \sum a_I 
\diff x_I \;\mapsto\; \sum_{I \ni 1}({\textstyle \int} a_I) \diff x_{I
    \backslash 1} \] 
Hierbei ist~$(\int a)$ zu verstehen  als die Funktion
  \[ ({\textstyle \int} a)(x_1,\dots,x_n) =
  \int_0^{x_1}a(t,x_2,\dots,x_n)\diff t \] So
  gilt~$\op{id} - \pi^* i^* = d\delta + \delta d$, wie man
 separat  f"ur  Formen der Gestalten $a_I \diff x_I$ 
 und $b_I \diff x_1 \wedge \diff x_I$,  jeweils mit $1\notin I$,  
  ohne gr"o"sere Schwierigkeiten pr"uft.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kompaktweiche Garben auf Mannigfaltigkeiten}] 
  Jede weiche Garbe auf einem Hausdorffraum ist kompaktweich, denn
  Kompakta in Hausdorffr"aumen sind abgeschlossen und relativ Hausdorff. 
Die Garbe der glatten Funktionen auf einer\label{DFwk} 
 Mannigfaltigkeit
 ist sogar dann noch kompaktweich,
 wenn unsere Mannigfaltigkeit nicht parakompakt
 ist und unsere Garbe mithin nicht notwendig weich.
 Um das zu sehen, dehnt man einen Schnitt 
"uber einer kompakten Teilmenge zu\-n"achst mithilfe von 
\ref{FSK} auf
eine parakompakte offene Menge aus und biegt ihn dann in dieser
offenen Menge mithilfe einer
glatten Partition der Eins \ref{Tieg} 
herunter nach Null, so da"s man ihn weiter
durch Null ausdehnen kann
zu einem globalen Schnitt. 
Analog sind auch die Garben der glatten $p$-Formen und allgemeiner
der glatten Schnitte in irgendeinem  glatten Vektorraumb"undel kompaktweich.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Die {\bf kompakte de-Rham-Kohomologie}\index{de-Rham-Kohomologie!kompakte} 
einer glatten Mannigfaltigkeit $X$ ist definiert als die Kohomologie
des Komplexes der Differentialformen mit kompaktem Tr"ager, in Formeln
$${\op{H}}^q_!(X)_{\op{dR}}\pdef \mathcal H^q\Gamma_! \Omega_X$$
Da $\DR_X\hra \Omega_X$ nach \ref{DFwk} eine Aufl"osung der
konstanten Garbe durch 
kompaktweiche Garben ist und da diese $\Gamma_!$-azyklisch sind,
sind unsere nat"urlichen Morphismen  aus \ref{DefDe} Isomorphismen
$${\op{H}}^q_!(X)_{\op{dR}}\sira {\op{H}}^q_!(X;\DR_X)
={\op{H}}^q_!(X;\DR)_{\op{garb}}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Die kompakte de-Rham-Kohomologie ist Berechnungen besonders gut zug"anglich.
Zum Beispiel sieht man in diesem Bild unmittelbar, da"s 
die Kohomologie mit kompaktem 
Tr"ager und reellen Koeffizienten einer 
Mannigfaltigkeit $X$
oberhalb der Dimension unserer Mannigfaltigkeit verschwinden mu"s,
in Formeln 
$${\op{H}}^q_!(X;\DR_X)=0\quad\text{f"ur }q>\op{dim}X.$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} F"ur die Kohomologie der Zahlengerade mit kompaktem Tr"ager 
und reellen Koeffizienten\label{HIhkp} 
gilt
$${\op{H}}_{!}^q (\DR;\DR_\DR)\cong \left\{\begin{array}{ll}
\Bbb{R} & q=1;\\
0 & \text{sonst}. \end{array}\right. $$
In der Tat erhalten wir mit dem Integrieren "uber die 
Zahlengerade als zweitem Pfeil eine kurze exakte Sequenz
$\Gamma_!\Omega^0_\DR\hra
\Gamma_!\Omega^1_\DR\sra\DR$.
Man beachte, da"s wir die kompakte Kohomologie der
Zahlengerade mit anderen Argumenten und sogar mit
beliebigen Koeffizienten bereits aus \ref{kkRn}
kennen.
\end{Beispiel}








\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
Die Garbe der stetigen Funktionen
auf einem parakompakten Raum mit Werten in einem endlichdimensionalen
reellen Vektorraum ist weich. Hinweis: Man erinnere Tietzes\label{cw}  
Erweiterungslemma \eref{TELe}{TM} und Normalit"at parakompakter R"aume 
\ref{PKN}.
Dasselbe gilt f"ur die Garbe der stetigen Schnitte in einem 
beliebigen Vektorraumb"undel mit endlichdimensionalen Fasern.
\end{Ubung}



\begin{Ubung}[\textbf{Funktorialit"at der kompakten Kohomologie und de-Rham}]
Das Ausdehnen durch Null in der kompakten Kohomologie 
 von glatten Mannigfaltigkeiten 
kann 
"uber das\label{FuKKd} 
Ausdehnen durch Null von Differentialformen mit kompaktem Tr"ager 
berechnet werden. Das eigentliche Zur"uckholen auf eine
weitere Mannigfaltigkeit unter einer eigentlichen glatten Abbildung kann durch Zur"uckholen  von 
Differentialformen mit kompaktem Tr"ager berechnet werden.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s unser ausgezeichneter Erzeuger von
  ${\op{H}}_!^n(\DR^n;\DZ)$ aus \ref{ausGe} oder vielmehr sein Bild in
   ${\op{H}}_!^n(\DR^n;\DR)$ in der
  de-Rham-Kohomologie durch eine und jede Differentialform der Gestalt
  $f(x_1,\ldots,x_n)dx_1\wedge \ldots\wedge dx_n$
  repr"asentiert wird, die kompakten Tr"ager hat und Integral Eins
  in Bezug auf die Standardorientierung.
\end{Ubung}
\subsection{Reelle singul"are Kohomologie als Garbenkohomologie}\label{sdR}


\begin{Bemerkungl}
F"ur jeden topologischen Raum $X$ erkl"aren wir den {\bf Komplex
der Grenzketten}\index{Grenzkette} als den Kolimes\label{GrKe} 
$${\op{G}}X\pdef\op{colf}({\op{S}}X\stackrel{{\op{U}}}{\ra}{\op{S}}X
\stackrel{{\op{U}}}{\ra}\ldots)$$
des Komplexes der singul"aren Ketten
in Bezug auf die \hyperref[UKA]{Unterteilungsoperatoren} ${\op{U}}$
aus \eref{DUO}{TS}.
Alle von der Definition herr"uhrenden
Abbildungen ${\op{S}}X\ra{\op{G}}X$ in diesen 
Kolimes 
induzieren nach \eref{UT}{TS} dieselbe Abbildung auf der Homologie. 
Wir arbeiten im folgenden mit der ersten dieser kanonischen 
Abbildungen. Sie kommt, wie auch alle anderen, sogar von einer
Transformation ${\op{S}}\RA{\op{G}}$ von Funktoren 
$\op{Top}\ra \op{Ket}$ her und induziert 
aufgrund der Exaktheit  filtrierender Kolimites
Isomorphismen auf der Homologie 
$${\op{H}}_q(X)_{\op{sing}}=\mathcal H_q{\op{S}}X\sira\mathcal H_q{\op{G}}X
\defp {\op{H}}_q(X)_{\op{grenz}}$$
Gegeben ein Raumpaar $(X,A)$ erhalten wir weiter
mit den offensichtlichen Abbildungen ein
kommutatives Diagramm von Kettenkomplexen
$$\begin{array}{ccccc}
  {\op{S}}A&\hra& {\op{S}}X &\sra&  {\op{S}}X/ {\op{S}}A\\
  \da&&\da&&\da\\
  {\op{G}}A&\hra& {\op{G}}X &\sra&  {\op{G}}X/ {\op{G}}A
\end{array}
$$
und die langen exakten Kohomologiesequenzen zusammen mit
dem F"unferlemma zeigen, da"s auch die rechte Vertikale
Isomorphismen auf der Homologie induziert, in hoffentlich offensichtlicher
Notation also Isomorphismen
$${\op{H}}_q(X,A)_{\op{sing}}\sira {\op{H}}_q(X,A)_{\op{grenz}}$$
zwischen der gew"ohnlichen relativen Homologie und der mit Grenzketten
berechneten relativen Homologie. Ebenso betrachten wir mit Koeffizienten in
$\DR$ oder einer beliebigen injektiven abelschen Gruppe
den {\bf Komplex der  Kogrenzketten} ${\op{G}}^*(X;\DR)\pdef
\op{Hom}_\DZ({\op{G}}(X),\DR)$ und seine Kohomologie
${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz}}$ und erhalten Isomorphismen mit der gew"ohnlichen
singul"aren Kohomologie 
$${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz}}\sira {\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing}}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vorteile und Nachteile von Grenzketten}]
Der Komplex der Grenzketten besteht im allgemeinen nicht aus freien
abelschen Gruppen.
Zum Beispiel ist im Fall des einpunktigen Raums $X$ der Unterteilungsoperator
${\op{S}}^1X\ra {\op{S}}^1X$ die Multiplikation $(2\cdot):\DZ\ra \DZ$
und der Kolimes isomorph zu $\DZ[2^{-1}]$. 
Der Komplex der Grenzketten  besteht jedoch aus flachen
abelschen Gruppen, da jeder filtrierende Kolimes
von torsionsfreien
abelschen Gruppen  aufgrund der Exaktheit filtrierender
Kolimites wieder torsionsfrei ist.\label{flaG} Sein eigentlicher Vorteil
liegt darin, da"s er als Komplex der globalen Schnitte eines Komplexes
\glqq welker abelscher Kogarben\grqq\ aufgefa"st werden kann, wie wir im
Anschlu"s sehen werden. 
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl} %[\textbf{Vergleich von Ketten und Grenzketten}] 
%Dieser Punkt dient der Vorbereitung des folgenden Beweises.
Seien  $X$ ein topologischer Raum\label{uztrP} 
 und $\mathcal V$ eine "Uberdeckung 
derart,  da"s selbst die offenen Kerne der Mengen aus $\cal{V}$
bereits $X$ "uberdecken, in Formeln $X = \bigcup_{V\in \cal{V}} V^{\circ}$.
So verschwindet f"ur alle $q\geq 0$ der 
Kolimes  "uber das System
 $${{\op{S}}_q}X / {\op{S}}_q^{\cal{V}}X\stackrel{{\op{U}}}{\lra}{{\op{S}_q}}X / {\op{S}}_q^{\cal V}X\stackrel{{\op{U}}}{\lra}{{\op{S}}_q}X / {\op{S}}_q^{\cal{V}}X\stackrel{{\op{U}}}{\lra}\ldots$$
mit den von den Unterteilungsoperatoren induzierten Morphismen. 
In der Tat wird  nach \eref{KlKl}{TS}
jedes Element dieses Quotienten von einer
hinreichend hohen Potenz des Unterteilungsoperators annulliert.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\defind{Grenzketten als welke \v{C}ech-azyklische Kogarben}]
Gegeben ein topologischer Raum   $X$ und  eine 
offene "Uberdeckung $\mathcal U$ von $X$\label{GkK} 
 erhalten wir f"ur alle $q\geq 0$ eine exakte Sequenz von Grenzkettengruppen 
$${{\op{G}}}_qX \twoheadleftarrow \bigoplus_{U\in\mathcal U}  {{\op{G}}}_q U\leftarrow\bigoplus_{(U,U')\in\mathcal U^2}  
{{\op{G}}}_q (U\cap U')\leftarrow\ldots$$
Des weiteren induziert jede stetige injektive Abbildung
$A\hra X$ eine  injektive Abbildung  ${{\op{G}}}_qA
\hra {{\op{G}}}_qX$ auf den Grenzketten.
\end{Satz}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{\v{C}ech-azyklische Garben}] 
  Eine Pr"agarbe  mit Werten in
  einer abelschen Kategorie
nennen wir {\bf \v{C}ech-azyklisch},\index{Cech-azyklisch@\v{C}ech-azyklisch}
wenn in Bezug auf jedes System von offenen Teilmengen der zugeh"orige
\v{C}ech-Komplex eine Aufl"osung der Schnitte auf der
Vereinigung bildet. Dabei setzen wir implizit voraus,
da"s alle beim Bilden der jeweiligen \v{C}ech-Komplexe ben"otigten
Produkte existieren. Insbesondere ist jede \v{C}ech-azyklische
Pr"agarbe bereits
eine Garbe.  Eine Garbe mit Werten in einer
abelschen Kategorie hei"st {\bf welk},\index{welk} 
wenn die globalen Schnitte epimorph auf die Schnitte "uber jeder
offenen Teilmenge gehen.\label{cac}
Eine Garbe mit Werten in $\op{Ab}^{\op{opp}}$ nennen wir eine {\bf abelsche
Kogarbe}.\index{Kogarbe!abelsche}  
F"ur jeden topologischen Raum $X$ sind die Vorschriften  $\mathcal S_q^X:U\mapsto {\op{S}}_qU$ und  $$\mathcal G_q^X: U\mapsto {\op{G}}_qU$$ f"ur $U\co X$ in offensichtlicher Weise
Pr"agarben auf $X$ mit Werten in $\op{Ab}^{\op{opp}}$. 
Unser Satz bedeutet, da"s $\mathcal G_q^X$ f"ur alle $q$ sogar
eine welke
\v{C}ech-azyklische Garbe auf $X$ mit Werten in $\op{Ab}^{\op{opp}}$ ist,
also eine  welke
\v{C}ech-azyklische abelsche Kogarbe. Wir nennen sie die {\bf $q$-te Grenzkettenkogarbe}.\index{Grenzkettenkogarbe}
\end{Bemerkungl}





\begin{proof}
Wenn wir statt Grenzketten gew"ohnliche Ketten betrachten und
ganz links den Komplex der $\mathcal U$-feinen Ketten
${{\op{S}}}^{\mathcal U}X$, so folgt die Exaktheit aus 
der Azyklizit"at von Simplizes \eref{HKHKn}{TS} mit Eckenmenge die Menge aller $U\in\mathcal U$, die einen 
vorgegebenen singul"aren Simplex enthalten. Wenn wir nun den Kolimes anwenden und die vorbereitende Bemerkung \ref{uztrP} beachten,
folgt die erste Aussage. 
Die zweite Aussage folgt unmittelbar aus der Injektivit"at
 ${{\op{S}}_q}A
\hra {{\op{S}_q}}X$ durch "Ubergang zum Kolimes.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl} Da $\DR$ eine injektive abelsche Gruppe ist,
  erhalten wir f"ur jeden topologischen Raum $X$ eine welke
  %\nichtfinal{ \v{C}ech-azyklische (n"otig?)}
  Garbe $\mathcal G^q_{X,\DR}$ von reellen Vektorr"aumen 
  durch die Vorschrift
  $$\mathcal G^q_{X,\DR}:U\mapsto {\op{G}}^q(U;\DR)$$
  f"ur $U\co X$. Wir nennen sie die
  {\bf $q$-te Kogrenzkettengarbe von $X$ mit reellen Koeffizienten}.\index{Kogrenzkettengarbe}  
  Zusammen bilden diese Garben einen Komplex $\mathcal G^\lhd_{X,\DR}$
  von Garben auf $X$ und die Augmentationen ${\op{G}}_0U \ra \DZ$ induzieren
  lineare Abbildungen
  $\DR\ra  G^0(U;\DR)$ und einen Homomorphismus von Garbenkomplexen
  $$\DR_X[0]\ra \mathcal G^\lhd_{X,\DR}$$
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
Ein topologischer Raum hei"se 
{\bf singul"ar-azyklisch},\index{singul"ar-azyklisch}  wenn 
seine singul"are Homologie isomorph ist zu $\DZ$ im Grad Null und zu Null in 
h"oheren Graden.  
  Nach dem universellen Koeffiziententheorem gilt dann dasselbe
  auch f"ur die Kohomologie. Nach unseren allgemeinen Konventionen \eref{lokal}{TM} 
  hei"st ein Raum 
 {\bf lokal singul"ar-azyklisch}, wenn 
sich jede Umgebung jedes Punktes zu einer 
singul"ar-azyklischen Umgebung
desselben Punktes verkleinern l"a"st.\label{lsaz}
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Reelle singul"are Kohomologie
      als Garbenkohomologie}] Gegeben ein lokal singul"ar-azyklischer Raum
  $X$ ist der Komplex der Kogrenzkettengarben mit reellen Koeffizienten
  eine welke Aufl"osung der konstanten Garbe $\DR_X\hra\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}$ und wir erhalten zusammen mit \ref{GrKe} Isomorphismen  
  $${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{garb}}\sila{\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz}}\sira{\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing}}$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungw} Der hier gegebene Beweis funktioniert f"ur eine
  beliebige injektive abelsche Koeffizientengruppe. Eine Beweisvariante
  im Fall von
  beliebigen Koeffizienten erkl"aren wir in \ref{SIKOGA}.
\end{Bemerkungw}
\begin{proof}
  Wir erinnern die reduzierte singul"are Homologie, die Homologie des
  augmentierten Komplexes der singul"aren Ketten $\tilde{\op{S}}X$,
  der in nichtnegtiven Graden mit ${\op{S}}X$ "ubereinstimmt und
  durch $\DZ$ im Grad $(-1)$ erg"anzt wird. Durch "Ubergang zum Kolimes
  unter den Unterteilungsoperatoren konstruieren wir den {\bf augmentierten
    Grenzkettenkomplex} $\tilde{\op{G}}X$. 
  Verschwindet f"ur einen 
  topologischen Raum $U$ die reduzierte singul"are Homologie, so ist
  auch der augmentierte Grenzkettenkomplex $\tilde{\op{G}}U$ exakt.
  Ist $X$ lokal singul"ar-zyklisch, so ist folglich der Komplex der
  Kogrenzkettengarben eine welke Aufl"osung der konstanten Garbe
  $\DR_X\hra\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}$. 
  Das liefert Isomorphismen
  $${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{garb}}\sila
  \mathcal H^q \Gamma\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}=
   {\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz}}\qedhere$$
\end{proof}




\begin{Bemerkungl}
Der $q$-te Standardsimplex 
$\Delta_q$ ist  eine halboffene Teilmenge der 
durch die Gleichung
$\sum x_i=1$ definierten affinen Hyperebene von $\DR^{q+1}$
und eine glatte Eckfaltigkeit 
im Sinne von \eref{MFEm}{AN2}. 
Gegeben eine 
glatte  
  Mannigfaltigkeit $X$ nennen wir  glatte Abbildungen
  $\Delta_{q} \ra X$ auch 
{\bf glatte $q$-Simplizes}.\index{glatt!$q$-Simplex}
Wir  bilden dann die Gruppe der 
{\bf glatten $q$-Ketten}\index{glatt!$q$-Kette}
  $\cal{C}^{\infty}{\op{S}}_{q}X$ als die freie abelsche Gruppe 
"uber der Menge aller  glatten 
$q$-Simplizes und erhalten auf diese Weise 
einen Unterkomplex
  $\cal{C}^{\infty}{\op{S}} X \subset {\op{S}}X$ im Komplex der 
singul"aren Ketten von $X$.
Offensichtlich spaltet diese Einbettung in jedem Grad.
Die Homologie des Komplexes der glatten Ketten notieren wir
$${\op{H}}_q(X)_{\op{sing-}\infty}\pdef \mathcal H_q\cal{C}^{\infty}{\op{S}} X $$
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
F"ur jede glatte Mannigaltigkeit $X$ erkl"aren wir den {\bf Komplex
  der glatten Grenzketten}\index{Grenzkette!glatte}
als den Kolimes\label{GrKeG} 
$$\mathcal C^\infty{\op{G}}X\pdef
\op{colf}(\mathcal C^\infty{\op{S}}X\stackrel{{\op{U}}}{\ra}
\mathcal C^\infty{\op{S}}X
\stackrel{{\op{U}}}{\ra}\ldots)$$
des Komplexes der singul"aren Ketten
in Bezug auf die \hyperref[UKA]{Unterteilungsoperatoren} ${\op{U}}$
aus \eref{DUO}{TS}, die offensichtlich glatte Ketten zu glatten Ketten machen.
Die Homologie dieses Komplexes notieren wir
$${\op{H}}_q(X)_{\op{grenz-}\infty}\pdef \mathcal H_q\mathcal C^\infty{\op{G}}X$$
Alle von der Definition herr"uhrenden
Abbildungen $\mathcal C^\infty{\op{S}}X\ra\mathcal C^\infty{\op{G}}X$ in diesen 
Kolimes 
induzieren analog wie in \eref{UT}{TS} dieselbe Abbildung auf der Homologie. 
Wir arbeiten im folgenden mit der ersten dieser kanonischen 
Abbildungen. Sie  induziert 
aufgrund der Exaktheit  filtrierender Kolimites
Isomorphismen auf der Homologie 
$${\op{H}}_q(X)_{\op{sing-}\infty}\sira{\op{H}}_q(X)_{\op{grenz-}\infty}$$
Genau wie in \ref{cac} konstruieren wir auch f"ur $q\geq 0$
eine welke \v{C}ech-azyklische
Kogarbe
$\mathcal C^\infty\mathcal G_q^X:U\mapsto \mathcal C^\infty{\op{G}}_q(U)$. 
Wir nennen sie die {\bf $q$-te glatte
  Grenzkettenkogarbe von $X$}.\index{Grenzkettenkogarbe!glatte}  
\end{Bemerkungl}


\begin{Proposition}[\textbf{Homologie mit glatten Ketten}]
Gegeben eine glatte  
  Mannigfaltigkeit $X$
ist die Einbettung $\cal{C}^{\infty}{\op{S}} X \subset {\op{S}}X$
des Komplexes der glatten Ketten 
in den Komplex aller singul"aren Ketten eine Homotopie"aquivalenz\label{HDKe}
 und induziert insbesondere Isomorphismen  
 $${\op{H}}_q(X)_{{\op{sing-}}\infty}\sira {\op{H}}_q(X)_{\op{sing}}$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Wir verwenden analoge Notationen f"ur relative Homologie oder Kohomologie 
 mit glatten Ketten, auch mit Koeffizienten.
Aus unserer Proposition folgen leicht analoge Aussagen 
in all diesen Situationen. Zum Beispiel 
liefern die offensichtlichen Abbildungen
Isomorphismen\label{GNGD}  
$${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing}}\sira {\op{H}}^q(X;\DR)_{{\op{sing-}}\infty}$$
Daf"ur geben wir in \ref{KgK}
auch noch einen unabh"angigen Beweis, der ohne die in diesem
 Beweis verwendeten Erkenntnisse zu Spektralsequenzen auskommt.
\end{Bemerkungl}


\begin{proof}
Da wir in Richtung der Pfeile beschr"ankte Komplexe freier abelscher Gruppen
vor uns haben, reicht es zu zeigen, da"s unsere Einbettung 
ein Quasiisomorphismus ist. 
Mit dem Komplex der glatten Grenzketten $\mathcal C^{\infty}{\op{G}} X$
aus \ref{GrKeG} erhalten wir ein kommutatives 
Diagramm  mit Quasiisomorphismen in den Vertikalen
$$\begin{array}{ccc}
\mathcal C^{\infty}{\op{S}} X&\hra& {\op{S}} X\\
\da&&\da\\
\cal{C}^{\infty}{\op{G}} X&\hra& {\op{G}} X
\end{array}$$ 
Es reicht also zu zeigen, da"s die untere Horizontale
ein Quasiisomorphismus ist. Gleichbedeutend reicht es zu zeigen, da"s ihr 
  Kokern $${\op{K}}(X)\pdef \op{cok}(\mathcal C^\infty{\op{G}}(X)
  \ra {\op{G}}(X))$$ ein exakter Komplex ist. Wir wissen aus \ref{GkK},
  da"s $\mathcal G_qX: U\mapsto {\op{G}}_q(U)$ f"ur alle $q$
  eine \v{C}ech-azyklische Kogarbe ist.
  F"ur die glatten Grenzketten zeigt man das genauso. F"ur die
 verkogarbten  Kokerne $\mathcal K_q^X: U\mapsto {\op{K}}_q(U)$
  folgt aus der langen exakten Homologiesequenz, da"s auch sie
  f"ur alle $q$ eine \v{C}ech-azyklische Kogarbe auf $X$ bilden.
 Wir zeigen  das Verschwinden von 
  $$\mathcal H_q({\op{K}}(X))$$ gleichzeitig f"ur alle
  glatten Mannigfaltigkeiten $X$ mit vollst"andiger
  Induktion "uber $q$. Die Induktionsbasis besteht darin, da"s wir es
  f"ur alle $q<0$ bereits wissen. Nun betrachten wir eine
  "Uberdeckung $\mathcal U$
  von $X$ durch offene Teilmengen, die diffeomorph sind
  zu offenen Kreisscheiben, und betrachten  den Doppelkomplex im
  dritten Quadraten mit den zugeh"origen \v{C}ech-Komplexen der
  Kogarben ${\mathcal{K}}_q^X$ in den Zeilen. Die Zeilen sind also
  exakt au"ser bei $p=0$ und das zeigt mit \ref{SqDr},
  da"s die Abbildung des Totalkomplexes
  auf den senkrechten Kokernkomplex, in unserem Fall den Komplex
  der ${\op{K}}_q(X)$, 
  ein Quasisomorphismus ist.
  Andererseits ist die Spalte mit Index $p=0$ exakt, da nach Annahme
  f"ur $U\in \mathcal U$ die Einbettung $\mathcal C^\infty{\op{G}}(U)
  \hra {\op{G}}(U)$ eine Homotopie"aquivalenz ist.
  Die Induktionsannahme, angewandt auf alle endlichen
  Schnitte unserer offenen Teilmengen, die ja auch wieder glatte
  Mannigfaltigkeiten sind,
  impliziert zus"atzlich, da"s alle Spalten
  unseres Doppelkomplexes exakt sind f"ur untere
  Indizes $<q$ alias obere Indizes $>-q$. Dann aber zeigt die
  Spektralsequenz, da"s der Totalkomplex auch im Grad $-q$ keine Homologie hat,
  in Formeln  $\mathcal H_q({\op{K}}(X))=0$. Genauer folgt das mit
  einer Variante von "Ubung
  \ref{kSs}.  
\end{proof}


\begin{Bemerkungl} Wir erkl"aren f"ur jede glatte Mannigfaltigkeit
  $X$ die {\bf $q$-ten glatten Kogrenzketten mit reellen Koeffizienten} als
  den reellen Vektorraum 
  $$ \mathcal C^\infty G^q(X;\DR)\pdef
  \op{Hom}_\DZ(\mathcal C^\infty{\op{G}}_q(X),\DR)$$
  Die glatten Grenzkoketten bilden einen Komplex. Wir notieren
  seine Kohomologie
  $${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz-}\infty}\pdef \mathcal H^q\mathcal C^\infty G^*(X;\DR)$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Sei $X$ eine glatte Mannigfaltigkeit. 
Wir vergarben  die glatten Kogrenzketten  zur 
 {\bf $q$-ten glatten Kogrenzkettengarbe mit reellen Koeffizienten}
gegeben   durch $$\mathcal C^\infty\mathcal G^q_{X,\DR}(U)\pdef \mathcal C^\infty G^*(U;\DR)$$
  f"ur $U\co X$. Die Garbeneigenschaft folgt
  aus der Injektivit"at der abelschen Gruppe $\DR$ und
  der Kogarbeneigenschaft der glatten Grenzkettenkogarben
 \ref{GrKeG}.
  Aus \ref{GrKeG} folgt zus"atzlich, da"s die Kogrenzkettengarben welk sind. 
  Zusammen mit den von den Augmentationen
  $\mathcal C^\infty{\op{G}}_0(U)\ra \DZ$ 
  herr"uhrenden Garbenhomomorphismen  $\DR_X\ra
  \mathcal C^\infty\mathcal G^0_{X,\DR}$ erhalten wir einen Morphismus
  $\DR_X[0]\ra\mathcal C^\infty\mathcal G^\lhd_{X,\DR}$
  von Garbenkomplexen auf $X$.\label{gkoj} 
  Da"s  f"ur jede glatte Mannigfaltigkeit  der Komplex der
  glatten Kogrenzkettengarben sogar  eine welke Aufl"osung der konstanten Garbe
  $$\DR_X\hra\mathcal C^\infty\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}$$ ist, folgt 
  wie im nicht-glatten Fall, sobald gezeigt ist, da"s
  der augmentierte Komplex der glatten Grenzketten
  $\mathcal C^\infty\tilde{\op{G}}(U)$ exakt ist f"ur $U\co \DR^n$ nichtleer
  konvex.
  Das folgert man wie f"ur die singul"are Homologie
in \eref{Kon}{TS} durch die Konstruktion eines  Prismenoperators
und wir haben bereits in \eref{HgS}{TS} erkl"art, wie man 
einen Prismenoperator konstruiert, 
der  glatte Ketten zu glatten Ketten macht. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl} 
  Mit denselben Argumenten wie im nichtglatten Fall
  liefert f"ur jede glatte Mannigfaltigkeit $X$ 
  die Abbildung in die erste Gruppe des Kolimes einen Quasiisomorphismus
  $$\mathcal C^\infty{\op{S}}(X)\qri \mathcal C^\infty{\op{G}}(X)$$
  Durch Dualisieren erhalten wir daraus einen Quasiisomorphismus 
  $\mathcal C^\infty{\op{G}}^*(X)\qri \mathcal C^\infty{\op{S}}^*(X)$
  und damit Isomorphismen\label{isGK} 
  $${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz-}\infty}\sira {\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing-}\infty}$$
\end{Bemerkungl}




\begin{Korollar}[\textbf{Reelle Kohomologie mit glatten Ketten}]
  Auf einer glatten Mannigfaltigkeit $X$ induziert
  die Einbettung der glatten singul"aren Ketten in alle singul"aren Ketten
  Isomorphismen\label{KgK} $${\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing}}
  \sira {\op{H}}^q(X;\DR)_{{\op{sing-}}\infty}$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir k"onnen unsere Abbildung erg"anzen zu einem kommutativen Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}{\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz}}&
    \sira& {\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{grenz-}\infty}\\
    {\scriptstyle \wr}\da&&\da{\scriptstyle \wr}\\
{\op{H}}^q(X;\DR)_{\op{sing}}&
    \ra& {\op{H}}^q(X;\DR)_{{\op{sing-}}\infty}
  \end{array}$$
  Die Einbettung
  liefert einen  Homomorphismus
  $\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}\ra
  \mathcal C^\infty\mathcal G^\triangleleft_{X,\DR}$ 
  von welken Aufl"osungen der konstanten Garbe $\DR_X$ und
  mithin einen Quasiisomorphismus auf den globalen Schnitten und das
  liefert den bereits mit einer Schlange notierten Isomorphismus
  in der oberen Horizontale. Die Isomorphismen in den Vertikalen kennen
  wir bereits aus \ref{GrKe} und \ref{isGK}. Der Satz folgt. 
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Wir kennen die Aussage f"ur die Homologie bereits aus \ref{HDKe}.
  Das Korollar folgt alternativ auch direkt durch Dualisieren,
  wie in \ref{GNGD} bereits erw"ahnt.
  Der hier gegeben Beweis hat jedoch den Vorzug, Spektralsequenzen
  zu vermeiden.
  In \ref{kDG} folgende diskutieren  wir  die
  Verallgemeinerung auf den Fall  beliebiger Koeffizienten. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
Der $q$-te Standardsimplex 
$\Delta_q$ ist in der 
affinen Hyperebene von $\DR^{q+1}$, die durch die Gleichung
$\sum x_i=1$ definiert wird, eine kompakte Eckfaltigkeit 
 \eref{MFEm}{AN2}. Wir versehen unsere Hyperebene mit der Orientierung,
die sie als Rand der berandeten Untermannigfaltigkeit, die durch die Gleichung 
$\sum x_i\leq 1$ definiert wird, 
von der Standardorientierung des $\DR^{q+1}$ erbt,
und bezeichnen die induzierte 
Orientierung auf dem regul"aren Teil von  $\Delta_q$ 
als die {\bf Standardorientierung 
des Standardsimplex}.\index{Standardorientierung!des Standardsimplex}
Ist dann $X$ eine glatte  
Mannigfaltigkeit und $\omega$
eine stetige $q$-Form auf $X$ und $\sigma :\Delta_q \rightarrow X$ ein
glatter $q$-Simplex, so setzen wir
\begin{eqnarray*}
\int_\sigma \omega &=& \int_{\vec{\Delta}_{q}} \sigma^\ast \omega
\end{eqnarray*}
Diese Abbildung setzt sich linear fort und liefert einen Homomorphismus von 
abelschen Gruppen
\begin{equation*}
\op{int} : \Omega^q X \rightarrow \op{Hom}_\DZ (\mathcal{C}^\infty {\op{S}}_q X, \Bbb{R})
\end{equation*}
Der Satz von Stokes mit Ecken \eref{StEck}{AN2} 
oder, vielleicht einfacher, eine explizite an unseren Spezialfall
angepa"ste Rechnung zeigt dann, da"s 
die Familie dieser Homomorphismen 
eine Kettenabbildung $\op{int} : \Omega^* X \rightarrow \mathcal{C}^\infty {\op{S}}^* (X;\DR)$ ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Isomorphismus von de Rham}]
Gegeben eine parakompakte glatte Mannigfaltigkeit $X$ 
liefert\label{sDRn} 
das Integrieren von glatten Formen "uber 
glatte Ketten  $\op{int}:\Omega^{\ast}X \ra 
\cal{C}^{\infty} {\op{S}}^\ast (X ; \Bbb{R})$
auf der Kohomologie
Isomorphismen
$$\op{H}^q(X)_{\op{dR}}\sira \op{H}^q(X;\DR)_{\op{sing-}\infty}$$
\end{Satz}

\begin{proof}[Beweis]
Das Integral einer Form "uber eine glatte Kette ist offensichtlich 
dasselbe wie das Integral unserer Form "uber jede Unterteilung unserer
Kette. 
Folglich faktorisiert unsere Kettenabbildung "uber
die globalen Schnitte der glatten Kogrenzkettengarben mit reellen Koeffizienten 
als  
$$\Omega^{\ast}X \ra 
\cal{C}^{\infty} {\op{G}}^*(X ; \Bbb{R}) \ra
\cal{C}^{\infty} {\op{S}}^*(X ; \Bbb{R})
$$
Die erste Abbildung  ist  der Effekt auf
den globalen Schnitten von einem Morphismus zwischen
den beiden  Aufl"osungen der konstanten Garbe
$\DR_X$ durch den de-Rham-Komplex
$\DR_X\hra \Omega_X^\lhd$ 
aus \ref{dRGK} 
und den Komplex der glatten Kogrenzkettengarben
$\DR_X\hra \cal{C}^{\infty} \cal{G}^\lhd_{X , \Bbb{R}}$ aus \ref{gkoj}. Die erste
Aufl"osung besteht aus weichen Garben, die  $\Gamma$-azyklisch sind, da wir
$X$ parakompakt angenommen haben. 
 Die zweite
 Aufl"osung besteht aus welken Garben, die eh $\Gamma$-azyklisch sind.
 Folglich induziert unser Morphismus
 $\Omega_X^\lhd \ra\cal{C}^{\infty} \cal{G}^\lhd_{X , \Bbb{R}}$
 einen Quasiisomorphismus auf den Komplexen der globalen Schnitte
 alias  Isomorphismen
 $$\op{H}^q(X)_{\op{dR}}\sira \op{H}^q(X;\DR)_{\op{grenz-}\infty}$$
Andererseits induziert die zus"atzlich angeh"angte Abbildung
ebenfalls Isomorphismen auf der Kohomologie nach \ref{isGK}. Der Satz folgt.
\end{proof}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vergleichsisomorphismen
      der relativen Kohomologie}]
  Gegeben ein Raum mit einer Teilmenge $A\subset X$  setzen wir
  ${\op{G}}_q(X,A)\pdef {\op{G}}_q(X)/{\op{G}}_q(A)$ und
  $${\op{G}}^q(X,A;\DR)\pdef \op{Hom}_\DZ({\op{G}}_q(X,A),\DR)$$
  Gegeben $Z\As X$ eine abgeschlossene Teilmenge
  eines topologischen Raums  induziert die Einbettung Injektionen
  ${\op{G}}_q(X\backslash Z)\hra {\op{G}}_q(X)$
  und dual Isomorphismen
  $$\Gamma_Z\mathcal G_{X,\DR}^q\sira {\op{G}}^q(X,X\backslash Z;\DR)$$
  zwischen Schnitten mit Tr"ager in $Z$ der reellen Kogrenzkettengarbe zu
  den angegebenen \glqq relativen Kogrenzkettengruppen\grqq.
  Da welke Aufl"osungen nach \ref{wazz} bereits die lokale Kohomologie
  berechnen, 
  zeigt die Funktorialit"at
  der langen exakten Kohomologiesequenz, da"s unsere
Vergleichsisomorphismen f"ur jeden lokal singul"ar-azyklischen Raum $X$ mit
einer abgeschlossenen Teilmenge 
$Z\As X$ Isomorphismen von langen exakten Sequenzen liefern in Gestalt
eines kommutativen Diagramms 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
 {\op{H}}^q (X,X\backslash Z;\DR)_{\op{sing}} \ar[r]  
&  {\op{H}}^q (X;\DR)\ar[r] 
&  {\op{H}}^q (X\backslash Z;\DR)\ar[r]
 & {\op{H}}^{q+1} (X,X\backslash Z;\DR) 
 \\
 {\op{H}}^q (X,X\backslash Z;\DR)_{\op{grenz}} \ar[r] \ar[d]^-\wr \ar[u]^-\wr
&  {\op{H}}^q (X;\DR)\ar[r]\ar[d]_-\wr \ar[u]^-\wr
&  {\op{H}}^q (X\backslash Z;\DR)\ar[r]
\ar[d]_-\wr\ar[u]^-\wr & {\op{H}}^{q+1} (X,X\backslash Z;\DR) 
\ar[d]_-\wr \ar[u]^-\wr\\
  {\op{H}}^q_Z (X;\DR)_{\op{garb}} \ar[r] 
&  {\op{H}}^q(X;\DR) \ar[r] 
& {\op{H}}^q (X\backslash Z;\DR)
\ar[r] &  {\op{H}}^{q+1}_Z (X;\DR) 
}
\end{displaymath}
mit singul"arer Kohomologie oben, Garbenkohomologie unten und
unseren Vergleichsisomorphismen in den Vertikalen, wie in der
ersten Spalte angedeutet.\label{lklsk}
Die Konstruktion zeigt zus"atzlich,
da"s unsere Vergleichsisomorphismen der relativen Kohomologie
auch Transformationen von Funktoren sind. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vergleichsisomorphismen der kompakten Kohomologie}]
  Gegeben ein  lokal singul"ar-azyklischer Hausdorffraum $X$
  k"on\-nen wir bei unseren Vergleichsisomorphismen
  ${\op{H}}^{q}_K (X;\DR)\sira {\op{H}}^{q} (X,X\backslash K;\DR)$ 
  zum filtrierenden Kolimes "uber alle Kompakta $K\subset X$
  "ubergehen und erhalten
  Isomorphismen
 $${{\op{H}}}^q_{!}(X;\DR)_{\op{garb}}\sira {{\op{H}}}^q_!(X;\DR)_{\op{sing}}$$ 
 und nennen sie die {\bf Vergleichsisomorphismen der kompakten Kohomologie}.
  Offensichtlich sind sie vertr"aglich
  mit dem Ausdehnen durch Null nach \eref{AdNs}{TS} 
  beziehungsweise \ref{AdNg} auf der singul"aren
  beziehungsweise garbigen kompakten Kohomologie.
  Nach \ref{aTH} sind sie auch vertr"aglich mit dem
  eigentlichen Zur"uckholen.\label{SKHx} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Man darf nicht erwarten, da"s das Integrieren
  kompakt getragener glatter Differentialformen "uber lokal endliche
  glatte Ketten obigen Isomorphismus induziert. Genauer ist 
  ${{\op{H}}}_q^!(X;\DR)_{\op{sing}}$ zwar f"ur abz"ahlbar basierte
  Mannigfaltigkeiten der Dualraum von
  ${{\op{H}}}^q_!(X;\DR)_{\op{sing}}$, aber nicht umgekehrt.
  Ein Student mag jedoch einmal pr"ufen,  da"s das Integrieren
  kompakt getragener glatter Differentialformen "uber lokal endliche
  glatte Ketten dieselbe Linearform auf der lokal endlichen Homologie
  induziert wie das Anwenden des Vergleichsisomorphismus zusammen mit der
  Paarung aus \eref{kpV}{TS}. 
\end{Bemerkungl}










\subsection{\v{C}ech-Kohomologie auf parakompakten R"aumen*}
\begin{Lemma}
F"ur welke Garben ist der in \ref{natCG} konstruierte Homomorphismus  
von der \v{C}ech-Kohomologie zur Garbenkohomologie stets ein 
Isomorphismus.\label{WKRh} 
\end{Lemma}
\begin{proof}
 In der Tat besteht  der vergarbte \v{C}ech-Komplex \ref{AGCKg}
 dann f"ur jede offene "Uberdeckung $\mathcal U$ 
 ebenfalls aus welken Garben. Er ist mithin   
eine welke Aufl"osung unserer urspr"unglichen Garbe und wir erhalten
$\check{{\mathrm{H}}}^{q}(\mathcal U;\mathcal F)\sira {\op{H}}^q(X;\mathcal F)$ 
f"ur jede offene "Uberdeckung $\mathcal U$ und dann auch im Limes.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{\v{C}echkohomologie als Kolimes "uber
      allgemeinere "Uberdeckungen}]
  Gegeben eine abelsche Garbe $\mathcal F$ auf einem topologischen Raum $X$
  sind Schnitte "uber beliebigen nicht notwendig offenen Teilmengen
  von $X$ sinnvoll definiert und k"onnen eingeschr"ankt werden. Betrachten wir
  \v{C}echkohomologie in diesem Sinne f"ur\label{CKAlg} 
  alle "Uberdeckungen derart, da"s auch die offenen Kerne noch "uberdecken,
  und bilden wie in \ref{CgKO} den Kolimes unter Verfeinerungen, so erhalten wir
  dasselbe Resultat, weil die offenen "Uberdeckungen in diesen
  allgemeineren "Uberdeckungen konfinal sind. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}
Auf parakompakten R"aumen ist der in \ref{natCG} konstruierte Homomorphismus  
von der \v{C}ech-Kohomologie zur Garbenkohomologie stets ein 
Isomorphismus.\label{PKRh} 
\end{Satz}
\begin{proof}
Es reicht nach Lemma \ref{WKRh}, wenn wir
auf parakompakten R"aumen zu jeder kurzen exakten Sequenz von
Garben eine lange exakte Sequenz f"ur die 
\v{C}ech-Kohomologie konstruieren derart, da"s die nat"urlichen
Morphismen aus \ref{natCG} einen Morphismus dieser langen exakten Sequenz in die
lange exakte Sequenz der
Garbenkohomologie bilden. Zun"achst beachten wir dazu, da"s der 
\v{C}ech-Komplex einer abelschen Garbe auch f"ur jede nicht notwendig
offene "Uberdeckung $\mathcal U$ sinnvoll definiert ist, und da"s 
f"ur zwei "Uberdeckungen $\mathcal V\subset\mathcal U$ derart,
da"s jede Menge aus $\mathcal U$ in einer Menge aus $\mathcal V$
enthalten ist,  unser Argument aus \ref{BcKo} immer noch Isomorphismen
$$\check{\mathrm{H}}^{q} (\mathcal U;\cal{F})\sira 
\check{\mathrm{H}}^{q} (\mathcal V;\cal{F})$$ liefert.
Nach dem Satz zum Schrumpfen offener "Uberdeckungen \ref{SOUu} 
sind lokal endliche abgeschlossene "Uberdeckungen $\mathcal A$ von $X$, 
deren offene Kerne auch "uberdecken, konfinal im System aller
"Uberdeckungen durch beliebige Teilmengen, bei denen die offenen Kerne
auch "uberdecken. Wir k"onnen nach \ref{CKAlg} die \v{C}echkohomologie
parakompakter R"aume also
auch als Kolimes "uber derartige lokal abgeschlossene "Uberdeckungen berechnen.
Jede kurze exakte Sequenz abelscher Garben $\mathcal F'\hra \mathcal F\sra\mathcal F''$  
 induziert nun, wie wir uns gleich "uberlegen,  kurze exakte
Sequenzen der wie in \ref{AGCKg} erkl"arten vergarbten \v{C}echkoketten
$$\check{\mathcal{C}}^q(\mathcal A;\mathcal F')\hra \check{\mathcal{C}}^q(\mathcal A;\mathcal F)\sra\check{\mathcal{C}}^q(\mathcal A;\mathcal F'')$$
Die Exaktheit ist ja nur auf den Halmen zu pr"ufen, und diese Halme
k"onnen leicht explizit angegeben werden, wenn
$\mathcal A$ eine lokal endliche
abgeschlossene "Uberdeckung ist.
Nehmen wir globale Schnitte und gehen zum Kolimes "uber alle $\mathcal A$ 
"uber, so erhalten wir, wie wir uns gleich  "uberlegen, eine kurze 
exakte Sequenz von Kettenkomplexen 
$${\check{\op{C}}}^q(X;\mathcal F')\hra {\check{\op{C}}}^q(X;\mathcal F)\sra{\check{\op{C}}}^q(X;\mathcal F'')$$
Der Punkt ist hierbei, sich zu "uberlegen, da"s jeder globale Schnitt ganz rechts nach geeigneter
Verfeinerung der lokal abgeschlossenen "Uberdeckung von der Mitte herkommt. 
Indem wir die  zugeh"orige lange exakte Homologiesequenz bilden, haben wir
jeder kurzen exakten Sequenz von abelschen Garben eine lange exakte Sequenz
ihrer \v{C}echkohomologiegruppen zugeordnet. Die Konstruktion zeigt,
da"s unsere nat"urlichen Morphismen \ref{AGCKg} in die gew"ohnlichen
Garbenkohomologiegruppen Morphismen
von langen exakte Kohomologiesequenzen liefern. 
\end{proof}


\begin{Definition}
Wir sagen, eine Pr"agarbe $\cal{F}$ auf
einem Raum $X$ {\bf erlaubt das 
Verkleben von Schnitten},\index{Pr"agarbe!erlaubt das 
Verkleben von Schnitten} 
wenn 
gegeben   ein
System $\cal{U} \subset \cal{P} (X)$ 
von offenen Teilmengen von $X$ mit 
Vereinigung $V = \bigcup_{U\in
\cal{U}}U$ und  gegeben  
f"ur alle $U \in \cal{U}$ Schnitte $s_{U} \in \cal{F}(U)$
mit $$s_{U}|_{ U \cap W} = s_{W}|_{U \cap W}
\quad \forall\; U,W \in \cal{U}$$ es stets  einen Schnitt auf der
Vereinigung $s \in
\cal{F}(V)$ gibt mit $s|_U = s_{U} $ f"ur alle $U \in \cal{U}$.
Der Unterschied zu einer Garbe besteht nur darin, da"s der Schnitt $s$ 
auf der Vereinigung durch
die $s_U$ nicht eindeutig bestimmt sein mu"s.
\end{Definition}

\begin{Proposition}
Erlaubt eine Pr"agarbe $\cal{F}$ auf einem parakompakten Raum das Verkleben
von Schnitten\label{KlS} 
und gilt $|\cal{F} (\emptyset)|=1$, so gehen die globalen
Schnitte unserer Pr"agarbe
surjektiv auf die globalen Schnitte ihrer Garbifizierung, in
Formeln
$$\Gamma \cal{F} \twoheadrightarrow \Gamma \cal{F}^{+}$$
\end{Proposition}

\begin{proof}[Beweis]
Sei $s \in \Gamma \cal{F}^{+}$ ein globaler Schnitt der Garbifizierung.
Sicher finden wir eine lokal endliche "Uberdeckung 
$X = \bigcup_{i \in I} U_{i}$
und $\tilde{s}_{i} \in \cal{F}(U_{i})$ mit $\tilde{s}_{i} \mapsto
s|U_{i}$ f"ur alle $i \in I$.
F"ur jedes $x \in X$ finden wir nun eine offene Umgebung $W(x)$ mit $x \in
U_{i} \Rightarrow W(x) \subset U_{i}$  so, da"s f"ur alle $i$ mit
$x \in U_{i}$ die $\tilde{s}_{i}$ zu demselben Schnitt
$\tilde{s}_{(x)} \in \cal{F} (W (x))$ einschr"anken.
Mit einem solchen $W(x)$ tut es nat"urlich auch jedes kleinere.
Wir wollen die $W(x)$ nun zus"atzlich so klein w"ahlen, da"s 
 $W(x) \cap W(y) \neq\emptyset$ nur m"oglich ist, wenn
es einen Index $i$ gibt mit $W(x),W(y) \subset U_{i}$. 
F"ur die so verkleinerten $W(x)$ stimmen dann n"amlich
$\tilde{s}_{(x)}$ und $\tilde{s}_{(y)}$ jeweils
auf $W(x)\cap W(y)$ "uberein, da sie je von demselben Schnitt 
"uber einem $U_i$ herkommen, und
 verkleben folglich zum 
gesuchten globalen Schnitt $\tilde{s} \in
\Gamma \cal{F}$ mit $\tilde{s} \mapsto s$.
Um unsere $W(x)$ hinreichend zu verkleinern,
w"ahlen wir zun"achst eine Schrumpfung  $V_{i}$ unserer 
"Uberdeckung nach \ref{SOUu}.
F"ur jedes $x \in X$ verkleinern wir als n"achstes unser $W(x)$  so weit,
da"s zus"atzlich gilt $x \not\in \bar{V}_{i}
\Rightarrow W(x) \cap V_{i} = \emptyset$.
Das impliziert insbesondere, da"s f"ur Punkte $x\not\in U_i$
gilt $W(x)\cap V_i=\emptyset$, f"ur  Punkte $x\not\in U_i$
 trifft also $W(x)$ das entsprechende $U_i$ 
salopp gesprochen h"ochstens im \glqq Randbereich\grqq\  $U_i\backslash V_i$.
Und dann folgt aus $W(x) \cap W(y) \neq\emptyset$ in der Tat bereits, da"s
es einen Index $i$ gibt mit $W(x), W(y) \subset U_{i}$, denn zum Beispiel
tut es jeder Index $i$ mit $W(x) \cap W(y)\cap V_{i}\neq\emptyset$,
weil f"ur solch einen Index
notwendig  gilt
$x,y \in \bar{V}_{i} \subset U_{i}$.
\end{proof}

\begin{Korollar}\label{PKs}
F"ur jeden parakompakten Raum
$X$ liefern die kanonischen Abbildungen Surjektionen
${\op{S}}^{q} X \twoheadrightarrow \Gamma \cal{S}_{X}^{q}$.
\end{Korollar}

\begin{proof}[Beweis]
Offensichtlich erlaubt f"ur jedes $q\geq 0$ 
die Pr"agarbe $U\mapsto {\op{S}}^q(U)$ das Verkleben von Schnitten. 
Das Korollar folgt damit aus \ref{KlS}.
\end{proof}
\begin{Lemma}\label{hs}
F"ur jeden parakompakten Raum
$X$ liefern die kanonischen Abbildungen Isomorphismen
$$\op{H}^{q}_{\op{sing}}X \sira \cal{H}^{q} \Gamma
\cal{S}_{X}^{\ast}$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
  Aus \ref{PKs} folgt, da"s  $\cal{S}_{X}^{\ast}$ f"ur $X$ parakompakt
  ein Komplex aus welken
  Garben ist. Nehmen wir zus"atzlich $X$ lokal singul"ar-azyklisch an,
  so ist leicht zu sehen, da"s $\DZ_X\hra \cal{S}_{X}^{\ast}$ eine welke
  und somit\label{hss}  
  Aufl"osung der konstanten Garbe durch $\Gamma$-azyklische Garben
  ist. Unseren Erkenntnisse
  \ref{DAZO} zur Berechnung derivierten Funktoren durch Aufl"osungen aus azyklischen Objekten  
  liefert dann nat"urliche Isomorphismen  $\cal{H}^{q} \Gamma
  \cal{S}_{X}^{\ast}\sira {\op{H}}^q(X;\DZ_X)$ und so zusammen mit \ref{hs}
    einen alternativen
    Beweis des Vergleichssatzes \ref{SKG} f"ur parakompakte R"aume.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}[Beweis]
Wir vervollst"andigen unsere Surjektionen
aus \ref{KlS} zu einer kurzen
exakten Sequenz von Kettenkomplexen
$$K^{\ast} \hookrightarrow \op{S}\!^{\ast} X \twoheadrightarrow \Gamma
\cal{S}^{\ast}_{X}$$
Mit der langen exakten Homologiesequenz reicht es zu zeigen,
da"s $K^{\ast}$ exakt ist.
Aber liegt ein Kozykel $s \in \op{S}\!^{\ast} X$ im Kern der Surjektion,
so gibt es eine offene "Uberdeckung $\cal{U}$ von $X$ derart,
da"s $s$ verschwindet auf den $\cal{U}$-feinen Ketten, so da"s 
$s$ schon im Kern $K^{\ast}_{\cal{U}}$ der Surjektion $\op{S}\!^{\ast}X
\twoheadrightarrow \op{S}^{\ast}_{\cal{U}} X$ liegt.
Diese Surjektion induziert aber Isomorphismen auf der Kohomologie
nach dem Satz "uber feine Ketten 
\eref{FKHh}{TS}, folglich ist ihr Kernkomplex exakt, folglich gibt es
sogar $r \in K^{\ast}_{\cal{U}}$ mit $\partial r = s$, und folglich
ist unser Kozykel $s$ ein Korand.
\end{proof}

\subsection{Singul"are Kohomologie als  Garbenkohomologie*}
\begin{Bemerkungl} Gegeben ein topologischer Raum $X$  erinnern
  wir aus \ref{GrKe} den Komplex ${\op{G}}X$ der Grenzketten
  und den Quasiisomorphismus ${\op{S}}X\qri {\op{G}}X$ vom
  Komplex  der singul"aren Ketten  zum Komplex der Grenzketten.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologie durch dualisierten Grenzkettenkomplex}]
Jede abelsche Gruppe $M$ besitzt  eine injektive Aufl"osung
$M\hra I^0\sra I^1$ der L"ange Zwei. Wir notieren solch einen 
Zweitermkomplex\label{kDG} 
$I=I_M$. F"ur jeden topologischen Raum $X$
erhalten wir Quasiisomorphismen wie in der oberen Horizontale des
Diagramms 
$$\begin{array}{ccccccc}{\op{S}}^*(X;M)&=&
  ({\op{S}}(X){\Rrightarrow}M)&\qri& ({\op{S}}(X){\Rrightarrow}I)
  &\qli& ({\op{G}}(X){\Rrightarrow}I)\\
  \ua&&\ua&&\ua&&\ua\\
     {\op{S}}^*(Y;M)&=& ({\op{S}}(Y){\Rrightarrow}M)&
     \qri& ({\op{S}}(Y){\Rrightarrow}I)
  &\qli& ({\op{G}}(Y){\Rrightarrow}I)
\end{array}
$$
Gegeben eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ erg"anzen wir es in offensichtlicher Weise zu obigem kommutativen Diagramm. F"ur
${\op{H}}^q(X;I)_{\op{grenz}} \pdef \mathcal H^q ({\op{S}}(Y){\Rrightarrow}I)$
erhalten wir Isomorphismen
$${\op{H}}^q(X;M)_{\op{sing}}\sira {\op{H}}^q(X;I_M)_{\op{grenz}}$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vergarbter dualisierter Grenzkettenkomplex}]
  Wir betrachten f"ur jeden topologischen
  Raum $X$ und jeden Zweitermkomplex $I= [I^0\ra I^1]$ von injektiven
  abelschen Gruppen den Komplex von abelschen Garben auf $X$
  mit den zugeh"origen Komplexen von Schnitten auf $U\co X$ gegeben
  als die Homkomplexe 
  $\mathcal G^\triangleleft_{X,I}(U)\pdef ({\op{G}}(U){\Rrightarrow}I)$. 
  Ausgeschrieben haben wir also $$\mathcal G^q_{X,I}(U)=
  \op{Hom}_\DZ({\op{G}}_q(U),I^0)\oplus \op{Hom}_\DZ({\op{G}}_{q-1}(U),I^1)$$
  Die Garbeneigenschaft folgt
  aus der Injektivit"at von $I^0,I^1$ und
  der Kogarbeneigenschaft der Grenzketten \ref{GkK}.
  Aus \ref{GkK} folgt zus"atzlich, da"s die Garben
  $\mathcal G^q_{X,I}$ welk sind. 
  Zusammen mit den 
  von den Augmentationen ${\op{G}}_0(U)\ra \DZ$ herr"uhrenden
  Garbenhomomorphismen $M_X\hra 
 \mathcal G^0_{X,I}$ erhalten wir so einen Morphismus 
 $M_X[0]\ra\mathcal G^\lhd_{X,I}$ von Garbenkomplexen  auf $X$.
 Per definitionem haben wir
 auf den globalen Schnitten\label{bGs}  
 $$\Gamma\mathcal G^\lhd_{X,I}=  ({\op{G}}(X){\Rrightarrow}I)$$
 Gegeben eine stetige Abbildung $f:X\ra Y$ erhalten wir in offensichtlicher
 Weise kommutative Diagramme von Komorphismen beziehungsweise
 abelschen Gruppen
 \begin{displaymath}
   \xymatrix{M_X[0]\ar[r]&\mathcal G^\lhd_{X,I}&\Gamma\mathcal G^\lhd_{X,I}\ar@{=}[r]&  ({\op{G}}(X){\Rrightarrow}I)\\
 M_Y[0]\ar[r]\ar[u]&\mathcal G^\lhd_{Y,I}\ar[u]&\Gamma\mathcal G^\lhd_{Y,I}\ar[u]\ar@{=}[r]&  ({\op{G}}(Y){\Rrightarrow}I) \ar[u] }
 \end{displaymath}
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Singul"are Kohomologie
      als Garbenkohomologie}] Gegeben ein lokal singul"ar-azyklischer Raum
  $X$ und eine kurze exakte Sequenz von abelschen Gruppen
  $M\hra I^0\sra I^1$ mit $I^0, I^1$ injektiv ist
  $M_X\hra\mathcal G^\triangleleft_{X,I}$
  eine welke Aufl"osung der konstanten Garbe $M_X$ und
  induziert zusammen mit \ref{kDG}  Isomorphismen\label{SIKOGA}
  $${\op{H}}^q(X;M)_{\op{garb}}\sila {\op{H}}^q(X;I_M)_{\op{grenz}}
  \sira{\op{H}}^q(X;M)_{\op{sing}}$$
  zwischen der Garbenkohomologie und der singul"aren Kohomologie 
  mit  Koeffizienten in $M$, die von der Wahl der
  injektiven Aufl"osung $I$ von $M$ nicht abh"angen. 
\end{Satz}

\begin{proof}
  Verschwindet f"ur einen 
  topologischen Raum $U$ die reduzierte singul"are Homologie, so ist
  der augmentierte Grenzkettenkomplex $\tilde{\op{G}}(U)$ exakt
  und damit ist auch $\tilde{\op{G}}(U){\Rrightarrow} I$ exakt und dann
  auch $0\ra M \ra ({\op{G}}(U){\Rrightarrow} I)$. 
  Ist $X$ lokal singul"ar-zyklisch, so ist folglich
  $M_X\ra\mathcal G^\triangleleft_{X,I}$ eine Aufl"osung der konstanten Garbe
  $M_X$ durch welke Garben.  
  Das liefert mit der Beschreibung der globalen Schnitte aus \ref{bGs}
  Isomorphismen
  $${\op{H}}^q(X;M)_{\op{garb}}\sira
  \mathcal H^q \Gamma\mathcal G^\triangleleft_{X,I}=
  \mathcal H^q({\op{G}}(X){\Rrightarrow} I)$$
 Da"s Verkn"upfung der im  Satz behaupteten Isomorphismen unabh"angig ist
  von der Wahl der injektiven Aufl"osung, folgt aus den Definitionen.  
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Glatt-singul"are Kohomologie
      als Garbenkohomologie}] Dieselben Argumente
  angewandt auf glatte Grenzketten liefern f"ur jede
  glatte Mannigfaltigkeit und jede abelsche Gruppe $M$
  Isomorphismen\label{hsgAA}
  $${\op{H}}^q(X;M)_{\op{garb}}\sira{\op{H}}^q(X;M)_{{{\op{sing-}}\infty}}$$
  zwischen der Garbenkohomologie und der glatt-singul"aren Kohomologie 
  mit beliebigen Koeffizienten.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Relative singul"are Kohomologie als Garbenkohomologie}] Ist $Y\co X$ eine offene Teilmenge
  eines lokal singul"ar-azyklischen Raums und $Z\As X$ ihr Komplement,
  so induziert die Einbettung eine Injektion
  ${\op{G}}(Y)\hra {\op{G}}(X)$ von Kettenkomplexen und wir erhalten ein
  kommutatives Diagramm
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{\Gamma(Y;\mathcal G^\lhd_{X,I})\ar@{=}[r]&  ({\op{G}}(Y){\Rrightarrow}I)\\
   \Gamma\mathcal G^\lhd_{X,I}\ar@{->>}[u]\ar@{=}[r]&  ({\op{G}}(X){\Rrightarrow}I) \ar@{->>}[u] \\
 \Gamma_Z\mathcal G^\lhd_{X,I}\ar@{^{(}->}[u]\ar[r]^-\sim&  (({\op{G}}(X)/{\op{G}}(Y)){\Rrightarrow}I) \ar@{^{(}->}[u]   }
 \end{displaymath}
  mit kurzen exakten Sequenzen von Kettenkomplexen in den Vertikalen.
  Da welke Aufl"osungen nach \ref{wazz} bereits die lokale Kohomologie
  berechnen, 
  zeigt die Funktorialit"at
  der langen exakten Kohomologiesequenz, da"s unsere
Vergleichsisomorphismen f"ur jeden lokal singul"ar-azyklischen Raum $X$ mit
einer offenen Teilmenge $Y\co X$ und deren abgeschlossenem Komplement
$Z\As X$ einen Morphismus von langen exakten Sequenzen liefern in Gestalt
eines kommutativen Diagramms 
\begin{displaymath}
 \xymatrix{
 {\op{H}}^q (X,Y;M) \ar[r] \ar[d]^-\wr 
&  {\op{H}}^q (X;M)\ar[r]\ar[d]_-\wr 
&  {\op{H}}^q (Y;M)\ar[r]
\ar[d]_-\wr & {\op{H}}^{q+1} (X,Y;M) 
\ar[d]_-\wr \\
  {\op{H}}^q_Z (X;M_X) \ar[r] 
&  {\op{H}}^q(X;M_X)  \ar[r] 
& {\op{H}}^q (X;M_X)
\ar[r] &  {\op{H}}^{q+1}_Z (X;M_X) 
}
\end{displaymath}
mit singul"arer Kohomologie oben, Garbenkohomologie unten und
unseren Vergleichsisomorphismen in den Vertikalen.\label{lklsk} Die Konstruktion zeigt zus"atzlich,
da"s unsere Vergleichsisomorphismen der relativen Kohomologie
auch Transformationen von Funktoren sind. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl} 
  Ist unser lokal singul"ar-azyklischer Raum $X$ zus"atzlich Hausdorff,
  so k"on\-nen wir
  zum filtrierenden Kolimes "uber alle Kompakta $K\subset X$
  "ubergehen und erhalten  Isomorphismen
 $${{\op{H}}}^q_!(X;M)_{\op{sing}}\sira {{\op{H}}}^q_!(X;M)_{\op{garb}}$$ 
 Es ist leicht zu sehen, da"s sie von den zu
 ihrer Konstruktion getroffenen Wahlen nicht abh"angen.
 Wir nennen sie die {\bf Vergleichsisomorphismen der kompakten Kohomologie}.
 Offensichtlich sind sie vertr"aglich mit dem Ausdehnen durch Null nach \eref{AdNs}{TS} 
 beziehungsweise \ref{AdNg} auf der singul"aren beziehungsweise garbigen kompakten Kohomologie. Nach \ref{aTH} sind sie auch vertr"aglich mit dem eigentlichen Zur"uckholen.\label{SKHx} 
\end{Bemerkungl}



\begin{Satz}%[\defind{Alexander-Dualit"at}]
Ist $A \As \Bbb{R}^{n}$ eine abgeschlossene Teilmenge
und $G$ eine abelsche Gruppe, so induzieren der Randoperator 
der Lokalisierungssequenz \ref{LokSS}
zusammen\label{ADu} mit dem Vergleichssatz \ref{SKHx} und der Poincar\'{e}-Dualit"at \eref{APD}{TS}
Isomorphismen, die Isomorphismen der 
\emph{\bf Alexander-Dualit"at}\index{Alexander-Dualit"at}   
$${\op{H}}^{q}_{!} (A;G_{A})\sira \tilde{{\op{H}}}_{n-q-1}
(\Bbb{R}^{n}\backslash A;G)$$ 
\end{Satz}
\begin{Beispiel}
 Ersetzen wir im Satz
auf der linken Seite  Garbenkohomologie durch
singul"are Kohomologie, so gilt er im allgemeinen nicht mehr,
zum Beispiel im Fall $n=2$, $q=1$, $G=\DZ$ und $A$  dem Schmitt der
Sinuskurve des Topologen \eref{skt}{TM} mit dem Kompaktum $[-2,2]^2$.
\end{Beispiel}


\begin{Beispiele}
Schneiden wir etwa  aus der Ebene $\DR^2$
zwei disjunkte kompakte abgeschlossene zusammenh"angende
Teilmengen heraus, so ist die erste Homologie des Komplements frei
vom Rang zwei. Anschaulich wird eine Basis eben gegeben durch 
die Klassen
zweier Zykel, die jeweils um eines der beiden 
beim Herausschneiden  entstandenen L"ocher laufen.
Man kann sich auch den Fall denken, da"s 
eine der besagten kompakten abgeschlossenen zusammenh"angenden
Teilmengen als Ring um die andere liegt: Unser Satz 
wird dann auch f"ur $q=1$ gehaltvoll.
Schneiden wir dahingegen eine nichtkompakte zusammenh"angende
abgeschlossene Teilmenge heraus, so verschwindet  
die erste Homologie des Komplements, da anschaulich gesprochen 
\glqq unsere nichtkompakte Teilmenge in irgendeiner Richtung 
nach Unendlich l"auft und
nicht von einem Zykel umrundet werden kann\grqq.
Im Fall $q=0$ liefert der Isomorphismus der Alexanderdualit"at
nocheinmal Korollar \eref{Adu}{TS}, nach dem $\tilde{{\op{H}}}_{n-1}
(\Bbb{R}^{n}\backslash A;\DZ)$ f"ur $A\As \DR^n$ mit nur genau $k\in\DN$ kompakten
Zusammenhangskomponenten frei ist "uber $\DZ$ vom Rang $k$, und im Fall
$q=0$, $n=2$ ist er im wesentlichen der in \eref{HoE}{TS}
durch Umlaufzahlen beschriebene Isomorphismus ${\op{H}}_1 (U;\DZ) \sira  
\mathcal C_! (\mathbb C \backslash U, \mathbb Z)$
 f"ur $U\co\DC$.
\end{Beispiele}

\begin{proof}[Beweis] 
  Wir gehen aus vom nach  \ref{SKHx} und Bemerkung
  \eref{COr}{TS} kommutativen
Diagramm
  $$\begin{array}{ccccc}
  {\op{H}}^{q}_{!} (\DR^n;G)_{\op{garb}}&\sira&
  {\op{H}}^{q}_{!} (\DR^n;G)_{\op{sing}}&\sira&
  {{\op{H}}}_{n-q}
  (\Bbb{R}^{n};G)\\
  \ua&&\ua&&\ua\\
   {\op{H}}^{q}_{!} (\DR^n\backslash A;G)_{\op{garb}}&\sira&
  {\op{H}}^{q}_{!} (\DR^n\backslash A;G)_{\op{sing}}&\sira&
  {{\op{H}}}_{n-q}
  (\Bbb{R}^{n}\backslash A;G)
\end{array}
$$
Als Isomorphismus zwischen den Kernen f"ur $q<n$ und zwischen den
Kokernen f"ur $q\geq n$ der Vertikalen erhalten wir daraus nach
 \ref{KT} 
f"ur alle $q$ den ersten Isomorphismus der Sequenz 
$${\op{H}}^{q}_{!} (A;G)_{\op{garb}}\sira  {{\op{H}}}_{n-q}
  (\Bbb{R}^{n},\Bbb{R}^{n}\backslash A;G)\sira  \tilde {{\op{H}}}_{n-q-1}
  (\Bbb{R}^{n}\backslash A;G)$$
Der zweite Isomorphismus kommt von der
langen exakten Sequenz der reduzierten Kohomologie her
zusammen mit der Erkenntnis, da"s f"ur die relativen Homologiegruppen
zwischen reduzierter und nichtreduzierter Homologie kein Unterschied
besteht.
\end{proof}




\subsubsection*{"Ubungen} 



\begin{Ubung}
Gegeben  abgeschlossene
Teilmengen $B\As A\As \DR^n$ kommutieren die Diagramme
$$
\begin{array}{ccc}
{\op{H}}^{q}_{!} (A;G_{A}) 
&\sira 
& \tilde{{\op{H}}}_{n-q-1}
(\Bbb{R}^{n}\backslash A;G)\\
\da&&\da\\ 
{\op{H}}^{q}_{!} (B;G_{B}) &\sira & \tilde{{\op{H}}}_{n-q-1}
(\Bbb{R}^{n}\backslash B;G)
\end{array}
$$
mit den Isomorphismen der Alexanderdualit"at \ref{ADu}
in den Horizontalen und
dem abgeschlossenen Zur"uckholen der kompakten Kohomologie sowie
 dem  Bild in der
reduzierten Homologie in den Vertikalen.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s unter der Verkn"upfung von ausgezeichneten Isomorphismen
  ${\op{H}}^n(\DR^n,\DR^n\backslash 0)_{\op{sing}}
  \sira {\op{H}}^n_{\{0\}}(\DR^n)\sira {\op{H}}^n_!(\DR^n)$
  der Duale unseres ausgezeichneten Erzeugers
  von ${\op{H}}_n(\DR^n,\DR^n\backslash 0)$ aus \eref{OEH}{TS} alias
  \eref{TOS}{TSK}  unserem ausgezeichneten Erzeuger aus \ref{ausGe}
  entspricht.
\end{Ubung}

 



  




%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXTG"
%%% End: 
