


\documentclass[12pt,a4paper]{article}

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\newtheorem{Ubung}{\"{U}bung}[section]
\newtheorem{Ubunge}[Ubung]{Erg\"{a}nzende \"{U}bung}
\newtheorem{Ubungb}[Ubung]{Bonus-\"{U}bung}
\newtheorem{Ubunga}{Aufgabe}
\newtheorem{Bemerkung}{Bemerkung}
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\theoremstyle{theorem}
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\newcommand{\changefont}[3]{
\fontfamily{#1} \fontseries{#2} \fontshape{#3} \selectfont}
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\begin{document}


\begin{center}
  {\Large "Ubungbl"atter zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
    bei Soergel im SS 2025}
\end{center}

\noindent Allgemeine Hinweise:
\begin{itemize}\item
Bei der Bearbeitung der "Uungen %und sp"ater der Klausuraufgaben
ist keine "ubertriebene Ausf"uhrlichkeit gefordert. Einfach zu schreiben,
es sei klar, reicht nicht, aber eine schl"ussige Kette von richtigen Argumenten in  der n"achsten Stufe der Ausf"uhrlichkeit
reicht aus. Allerdings soll die Argumentationskette auch f"ur Sie selbst
schl"ussig sein. Sie m"ussen sie im Tutorat erkl"aren k"onnen
und in der Lage sein, auf Nachfragen Schritte Ihrer Argumentation genauer auszuf"uhren. In der Vorlesung bewiesene Aussagen m"ussen dabei aber
keinesfalls nochmals bewiesen werden, da reicht ein Zitat.
\item
Es gibt jede Woche vier Aufgaben und f"ur jede Aufgabe gibt es vier Punkte, obwohl der Schwierigkeitsgrad
der Aufgaben durchaus sehr unterschiedlich sein wird. %Erg"anzende "Ubungen
%sind meist schwieriger, sind f"ur die Klausur nicht relevant und geben
%bis zu vier Bonuspunkte.  
\item
  Die "Ubungen werden Dienstags ausgegeben und m"ussen
  die Woche danach am Dienstag vor der Vorlesung
   abgegeben werden. Sie seien ermutigt, die Aufgaben
  mit Ihren Kommilitonen zu besprechen und zu zweit abzugeben. Mehr als zwei
  Namen
  auf einem Zettel gilt aber nicht.
\item
  Die  "Ubungen werden auf den folgenden Seiten
  dieses Textes ins Netz
gestellt, der jede Woche um das
"Ubungsblatt der jeweiligen Woche erg"anzt werden wird.
\end{itemize}

\newpage



\begin{center} {\Large Anwesenheitsaufgaben zweite Vorlesungswoche}
\end{center}
Diese "Ubungen m"ussen nicht abgegeben werden, sondern sollen im Laufe der zweiten Vorlesungswoche  in
den Tutoraten bearbeitet werden. Zu diesem Zeitpunkt liegen ja noch keine korrigierten
Hausaufgaben vor, die zu besprechen w"aren.
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
 Eine Teilmenge eines topologischen Raums hei"st 
{\bf dicht},\index{dicht!Teilmenge}  
  wenn ihr Abschlu"s der ganze Raum ist. 
Sei $k$ ein kommutativer Integrit"atsbereich. Man zeige: 
Jede unendliche Teilmenge von $k$ ist Zariski-dicht.
Sind $A\subset k^m$ und \label{ZD}$B\subset k^n$
Zariski-dicht, so gilt dasselbe f"ur $A\times B\subset k^{m+n}$. 
(Korrektur: Ab hier mu"s $k$ unendlich angenommen werden.) Jede offene nichtleere Teilmenge von $k^n$ ist Zariski-dicht.
Je zwei offene nichtleere Teilmengen von $k^n$ haben nichtleeren Schnitt.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man zeige: Verschwindet ein Polynom $P\in\DR[x,y]$ auf der Kreislinie
$\{(x,y)\in \DR^2\mid x^2+y^2=1\}$, so wird es von
$x^2+y^2-1$ geteilt.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
    Gegeben eine endlichdimensionale Ringalgebra "uber einem K"orper
    bilden die Einheiten stets eine Zariski-offene Teilmenge.
    Korrektur: Diese "Ubung war mi"sverst"andlich. Ich h"atte schreiben sollen:
    Gegeben eine $k$-bilineare Multiplikation auf $A\pdef k^n$, die $A$
    zu einem Ring macht, bilden die Einheiten eine Zariski-offene Teilmenge
    $A^\times\co A$. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
   Ist $k$ ein K"orper, ja ein beliebiger 
Kring, und $x \in k^{n}$ ein Punkt, so ist das Verschwindungsideal dieser 
einelementigen Menge das Ideal 
  ${\mathcal I}(x)= \langle T_{1}-x_{1}, \ldots , T_{n}-x_{n}\rangle \subset k
  [T_{1}, \ldots , T_{n}]$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
   Sei $k$ ein K"orper. Man zeige, da"s die von ganz $k$
verschiedenen algebraischen Teilmengen von $k$
genau die endlichen Teilmengen sind. 
Man zeige, da"s die algebraischen Teilmengen von $k^2$
genau die endlichen Teilmengen, die Vereinigungen der Nullstellenmengen
einzelner Polynome mit endlichen Teilmengen, sowie ganz $k^2$ sind. 
Hinweis: 
Zwei teilerfremde Polynome in zwei Ver"anderlichen haben
h"ochstens endlich
viele
gemeinsame Nullstellen.
 \end{Ubung}
 
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 29.4 um 8:15
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}


\begin{Ubunge}
Man zeige, da"s in einem endlich erzeugten Modul  jedes
Erzeugendensystem ein endliches  Erzeugendensystem umfa"st.
\end{Ubunge}

\begin{Ubung}\label{ETUG}
 Sei $k$ ein K"orper. Man zeige
f"ur jedes Ideal $\mathfrak a\subset k[T_1,\ldots, T_n]$ die Absch"atzung
$|\mathcal Z(\mathfrak a)|\leq \op{dim}_kk[T_1,\ldots, T_n]/\mathfrak a$. Insbesondere kann 
ein Ideal endlicher Kodimension nur h"ochstens endlich viele
simultane Nullstellen besitzen. Hinweis: Interpolation in mehreren Variablen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige:  Jeder surjektive Endomorphismus eines noetherschen Moduls
  ist ein Isomorphismus.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s $\DC[x,y]/\langle y^2-x^3\rangle$ ein Integrit"atsbereich
  ist, und da"s die "uber diesem Ring ganzen Elemente seines
  Quotientenk"orpers selbst einen Ring bilden, der isomorph ist zum
  Polynomring in einer Ver"anderlichen.
\end{Ubung}


\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 6.5 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}$(k=\bar k)$.
  Man zeige: Gegeben  nilpotentfreie $k$-Kringe $A,B$ ist
auch ihr Tensorprodukt $A\otimes_k B$ nilpotentfrei. 
Hinweis: Identifizieren mit regul"aren Funktionen.
Man beachte das Beispiel
$K(T)\otimes_{K(T^p)}K(T)$ f"ur einen K"orper $K$ positiver Charakteristik $p>0$,
in dem das Tensorprodukt zweier K"orpererweiterungen desselben Grundk"orpers
$K(T^p)$ nilpotente Elemente hat. Aber $k\pdef K(T^p)$ ist auch nicht
algebraisch abgeschlossen. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Disjunktes Verkleben polynomialer Funktionen}]
$(k=\bar k)$.
Seien disjunkte und Zariski-abgeschlossene Teilmengen $X,Y\As k^n$ 
gegeben sowie polynomiale Funktionen $f:X\ra k$ und $g:Y\ra k$. 
Man zeige, da"s die Abbildung\label{ABF}  $$h:X\sqcup Y\ra k$$
mit $h|_X=f$ und $h|_Y=g$ dann auch polynomial ist.   Hinweis:
Nach dem Nullstellensatz ist die Summe der Verschwindungsideale der 
ganze Polynomring. Nun verwende man den abstrakten chinesischen Restsatz.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Kein abgeschlossenes Verkleben polynomialer Funktionen}] 
Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k=\bar k$ und
algebraische Teilmengen $X,Y\As k^n$ 
sowie polynomiale Funktionen $f:X\ra k$ und $g:Y\ra k$
mit $f|_{X\cap Y}=g|_{X\cap Y}$ mu"s die Abbildung
$$h: X\cup Y\ra k$$
 mit
$h|_X=f$ und $h|_Y=g$ keineswegs polynomial sein.
Als Beispiel untersuche man den $k^2$ mit $X$ dem Achsenkreuz und $Y$ einer
weiteren Ursprungsgeraden. Mutige zeigen, da"s das Verkleben im allgemeinen
genau dann gelingt, wenn $\mathcal I(X)+\mathcal I(Y)$ ein Radikalideal ist. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Stetigkeit polynomialer Abbildungen}]
  Ich erinnere daran, da"s  
eine Abbildung zwischen topologischen
R"aumen stetig hei"st, wenn das Urbild jeder
offenen Menge wieder offen ist. Man zeige: 
Gegeben ein K"orper $k$  sind polynomiale Abbildungen
$X\ra Y$ mit $X\As k^n$ und $Y\As k^m$ stetig f"ur die von der Zariskitopologie 
auf unseren Teilmengen
induzierte Topologie.
\end{Ubung}



\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 13.5 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}\label{dOO} 
Seien $X$ und $Y$ affine Variet"aten.
  Man zeige, da"s ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$
dichtes Bild hat genau dann, wenn der zugeh"orige Komorphismus
eine 
Injektion\index{dominant!Morphismus von affinen Variet"aten}
 $\varphi^\sharp:\mathcal O(Y)
\ra \mathcal O(X)$ induziert. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}\label{IDBX} 
Sei
$\varphi:X\ra Y$ ein Morphismus von affinen Variet"aten.
  Gegeben eine Teilmenge $J \subset \cal{O}(Y)$  ist  
das Urbild 
ihrer Nullstellenmenge 
die Nullstellenmenge ihres Bildes,
 in Formeln
$${\varphi^{-1} (\cal Z(J))}=\cal Z(\varphi^{\sharp}(J))$$
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Produkt mit $k^n$}]
 % $(k=\bar k)$.
  Gegeben eine affine Variet"at $X$ zeige man,
da"s  wir einen Isomorphismus
$\mathcal O(X)[T_1,\ldots, T_n]\sira \mathcal O(X\times k^n)$
erhalten, wenn wir den Kringhomomorphismus betrachten,
der auf $\mathcal O(X)$ durch das Zur"uckholen gegeben ist und unter dem
der Variablen $T_i$ die Projektion auf $k^n$ gefolgt von der
Projektion  auf den $i$-ten Eintrag zugeordnet wird.\label{WADn}   
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Ein {\bf Block}\index{Block!von Kring} eines Krings
  kann charakterisiert werden als ein unzerlegbarer direkter Summand unseres
  Krings, betrachtet als Modul "uber sich selber.
  Man konstruiere eine Bijektion zwischen der
Menge der Zusammenhangskomponenten einer affinen Variet"at $X$ und der Menge 
der Bl"ocke ihres Rings von strukturierenden Funktionen $\mathcal O(X)$.\label{blo} 
\end{Ubung}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 20.5 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}\label{BIr}
Man zeige: Das Bild eines irreduziblen Raums unter einer stetigen Abbildung
ist stets irreduzibel.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
 Sei $k$ ein algebraisch abgeschlossener 
K"orper. 
Man zeige, da"s die irreduziblen algebraischen Teilmengen von $k^2$
genau die einpunktigen  Teilmengen, die Nullstellenmengen
einzelner irreduzibler 
Polynome sowie ganz $k^2$ sind. Hinweis: Man erinnere aus der
Algebra, da"s zwei teilerfremde
Polynome in zwei Variablen
nur endliche viele gemeinsame Nullstellen haben k"onnen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s  f"ur jede 
 affine Variet"at $X$ mit einem faktoriellen 
 Ring $\mathcal O(X)$ von regul"aren Funktionen
 das Bilden der Nullstellenmenge eine Bijektion
 $$\begin{array}{ccc}
\left\{\begin{array}{c}
\text{Quadratfreie Elemente von}\\
\mathcal O(X),\text{ bis auf Einheiten}
 \end{array}\right\}& \sira&
\left\{ \begin{array}{c} \text{Abgeschlossene}\\
\text{Hyperfl"achen in }X
\end{array}\right\}
\\[4mm]
[f]&\mapsto&\mathcal Z(f)
\end{array}$$
 zwischen quadratfreien Elementen
 von $\mathcal O(X)$, bis auf Einheiten, und Hyperfl"achen in $X$ liefert.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{PiAA}
Man zeige: Gegeben Ideale $\frak a_1, 
\ldots, \frak a_r$ und Primideale  
$\frak p_1, \ldots, \frak p_s$ eines Krings $R$
mit $\frak a_i \not\subset \frak p_j$ 
f"ur alle $i,j$ gibt es stets $f \in R$ mit $f \in
\frak a_i \;\forall i$ aber $f \not\in \frak p_j \; \forall j$.
%Hinweis: Man verwende \ref{PiAAn} und \ref{UFSS}. 
\end{Ubung}
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 27.5 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}


\begin{Ubung}
 Sei $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener 
K"orper. Man zeige, da"s die Variet"at 
$k$ die Krulldimension Eins hat und die Variet"at $k^2$ die Krulldimension Zwei. 
Hinweis: Die irreduziblen algebraischen Teilmengen 
wurden in diesen F"allen  im letzten Blatt bestimmt. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Irreduzibilit"at der Gruppe $\op{SL}_n$}]$(k=\bar k)$. 
  Man zeige, da"s die spezielle lineare Gruppe
  $\op{SL}(n;k)$ stets irreduzibel ist.
 Hinweis: "Ahnlich wie in \eref{PEMm}{LA1} erkennt man, 
da"s es f"ur jedes $n$ ein $N$ gibt derart, 
da"s sich jede
$(n\times n)$-Matrix der Determinante Eins darstellen l"a"st als Produkt
von $N$ Faktoren, die jeweils 
Diagonalmatrizen der Determinante Eins oder Elementarmatrizen 
der Determinante Eins sind. 
Man folgere, da"s auch $1-\det$ f"ur $n\geq 1$ ein irreduzibles Polynom ist.
 Hinweis: Man argumentiere wie in \ref{IrDE}.\label{IrSL}
\end{Ubung}

\begin{Ubung}\label{PUNm} 
  Ein Primideal eines Krings mu"s alle nilpotenten Elemente 
des besagten Krings enthalten. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Irreduzibilit"at von Produkten}]
  Seien $k$ ein K"orper und $X\subset k^n$ und $Y\subset k^m$ irreduzibel
f"ur die Zariskitopologie. Man zeige, da"s dann auch\label{PZT}
$X\times Y\subset k^{n+m}$ irreduzibel ist
f"ur die Zariskitopologie. Man zeige, da"s 
    das Tensorprodukt von zwei Integrit"atskringen "uber einem
    algebraisch abgeschlossenen K"orper $k=\bar k$ 
stets wieder ein Integrit"atskring ist.
\end{Ubung}
\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 3.6 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}\label{LokSS} 
 Seien $R$ ein Kring und $S\subset R$ eine Teilmenge.
 Gegeben ein $R$-Modul $M$ mit Untermoduln $K,L\subset M$ zeige man
 die Identit"at  $$S^{-1}(K\cap L)=(S^{-1}K)\cap (S^{-1}L)$$
 von Untermoduln von $S^{-1}M$. Hinweis: Exaktheit der
 Lokalisierung. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{SMLO} 
  Gegeben ein Integrit"atsbereich $A$ zeige man in ${\op{Quot}}A$ die
Identit"at $$A=\bigcap_{\frak m\in\op{Max}A}A_{\frak m}$$
Hinweis: Gegeben $f\in ({\op{Quot}}A)\backslash A$ kann das Ideal
$I=\{ g\in A\mid gf\in A\}$ nie ganz $A$ sein.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Ist speziell $f$ die Variable $f=t$ in einem Polynomring $R[t]$
"uber einem Kring $R$, so
schreibt man kurz $R[t]_t=R[t][t^{-1}] = R[t,t^{-1}]$ und nennt diesen Ring den
{\bf Ring der Laurentpolynome\index{Laurentpolynom} "uber} $R$.
Man zeige, da"s sich jedes Element von $R[t,t^{-1}]$
eindeutig darstellen l"a"st als eine endliche 
 Linearkombination $\sum_{i\in \DZ} a_{i}
t^{i}$
mit Koeffizienten $a_{i}\in R$, da"s also die $t^i$ eine Basis des
$R$-Moduls $R[t,t^{-1}]$ bilden.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Lokalisierung vertauscht 
      mit Restklassenbildung}]
  Gegeben ein Kring $R$ und ein Ideal $I\subset R$ und eine Teilmenge
  $S\subset R$ ist die offensichtliche Abbildung ein Isomorphismus
  $$S^{-1}R/S^{-1}I\sira \bar S^{-1}(R/I)$$
  f"ur $\bar S\subset R/I$ das Bild von $S$ unter der\label{LQ}
  Quotientenabbildung. Hinweis: Exaktheit der Lokalisierung und Vertr"aglichkeit mit der Restriktion der Skalare.
\end{Ubung}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 17.6 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
  Seien 
$ X$  eine affine Variet"at und $x\in X$ ein Punkt. Man zeige, da"s die lokale
Krulldimension
von $X$ bei $x$ "ubereinstimmt mit der Krulldimension des lokalen Ringes,
in Formeln $\op{kdim}_xX=\op{kdim}\mathcal O_{X,x}$. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Man zeige:  Gegeben ein endlich erzeugter freier Modul $M$ "uber einem
  lokalen Kring $(A,\mathfrak m)$ bilden Elemente
  $v_1,\ldots,v_r\in M$ eine $A$-Basis von $M$ genau dann,
  wenn ihre Bilder $\bar v_1,\ldots,\bar v_r\in M/\mathfrak m M$
  eine Basis des Quotienten "uber $A/\mathfrak m$ bilden.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s der ganze Abschlu"s von $\DC[X,Y]/\langle X^3-Y^2\rangle$ 
in seinem Quotientenk"orper isomorph ist zum Polynomring $\DC[T]$.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}[\textbf{Eigenschaften von Morphismen mit ganzen
      Komorphismen}]
  Sei $\varphi:X\ra Y$ ein Morphismus\label{UHZp} von affinen Variet"aten.
  Ist der Komorphismus ganz, so ist $\varphi$ abgeschlossen mit endlichen Fasern
  und f"ur jede irreduzible abgeschlossene Teilmenge $Z\As X$ gilt
  $$\op{kdim}Z=\op{kdim}\varphi(Z)$$
\end{Ubung}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 24.6 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}[\textbf{"Uberdeckung einer Variet"at
      durch Untervariet"aten}]
  Eine irreduzible affine Variet"at "uber einem
  "uberabz"ahlbaren algebraisch abgeschlossenen K"orper $k$ kann
  nicht durch abz"ahlbar viele echte abgeschlossene Teilmengen
  "uberdeckt werden. Hinweis: Mit dem Normalisierungssatz ziehe man
  sich auf den Fall zur"uck, da"s unsere Variet"at der $k^n$ ist.
  Dann findet man eine Hyperebene, die in keiner unserer
 Teilmengen enthalten ist, und argumentiert mit Induktion.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
 Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k=\bar k$ und
zwei nichtleere algebraische Teilmengen $X\As k^n$ und $Y\As k^m$ zeige
man die Formel ${\op{kdim}}(X\times Y)={\op{kdim}}X+ {\op{kdim}} Y$. 
Hinweis: Noether-Normalisierung \ref{NoeNo}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Seien $A\subset B\subset C$ kommutative Integrit"atsringe und sei
  $C$ ein freier $A$-Modul von endlichem  Rang $r$.
  Ist auch $\op{Quot}C$ eine K"orpererweiterung von\label{LKAp} 
   $\op{Quot}B$ vom Grad $r$, so gilt $A=B$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s die Quotientenvariet"at 
$\DC^2/\{\pm\op{id}\}$ isomorph ist zum
Kegel $\{(x,y,z)\in\DC^3\mid x^2+y^2=z^2\}$.
Idem, wenn man $\DC$ durch einen beliebigen algebraisch abgeschlossenen
K"orper einer von Zwei verschiedenen Charakteristik ersetzt.
\end{Ubung}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 1.7 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
  Man zeige:
  Operiert eine endliche Gruppe auf einem ganz abgeschlossenen kommutativen
Integrit"atsring, so ist auch der Invariantenring ganz abgeschlossen.  
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Gegeben ein noetherscher faktorieller Ring $R$ induziert das Bilden des
  Hauptideals irreduzibler Elemente eine Bijektion\label{gllo} 
  $$\op{irk}R\sira\{\mathfrak p\in\op{Spec}R\mid \op{ht}(\mathfrak p)=1\}$$
  zwischen der Menge der Irreduziblenklassen von $R$ 
  und der Menge aller Primideale der H"ohe Eins.
  %Hinweis: Man kopiere den Beweis von \ref{KKHSss}.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  $(k=\bar k)$.   Man zeige, da"s
f"ur jede offene Teilmenge $U\co k^n$ der Ring $\mathcal O_{k^n}(U)$
der  regul"aren Funktionen auf $U$  
ringendlich ist "uber $k$. Hinweis: Man erinnere, da"s der Polynomring faktoriell ist, und "uberlege sich, da"s
eine regul"are Funktion global durch ihre maximal gek"urzte Darstellung
gegeben sein mu"s.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Seien $X$ eine affine Variet"at mit einem faktoriellen Ring von
  regul"aren Funktionen, $Y\As X$ eine Hyperfl"ache und $Z\As X$ eine
  irreduzible Teilmenge. Man zeige: Ist $Z$ nicht in $Y$ enthalten, so ist
  $Y\cap Z$ eine \hyperref[codim]{Hyperfl\"ache} in $Z$.\label{skf}
 % Hinweis: \ref{KKHS}, \ref{KKHSss}. 
\end{Ubung}

\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 8.7 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
 Die Verkn"upfung von zwei finalen
Morphismen\label{QQHc} 
ist stets final. Ist die Verkn\"{u}pfung $\varphi\circ \psi$ von zwei Morphismen
final, so ist  $\varphi$ final.  
     Insbesondere ist jeder Morphismus final, der ein 
    Rechtsinverses alias einen  {\bf Schnitt}
    besitzt, f"ur den es also einen Morphismus $s$ gibt mit
    $fs=\op{id}$. Gegeben $k=\bar k$ sind die Koordinatenfunktionen
    $k^m\sra k$ final.  
\end{Ubung}



\begin{Ubung}[\textbf{Finalit"at ist lokal in der Basis}]
 Ist ein Morphismus
von $k$-ge\-ring\-ten R"aumen $f:Y\ra  X$   final, so ist auch\label{SubmcA}  
  f"ur jede offene Teilmenge $U\co X$  die induzierte Abbildung
  $f^{-1}(U)\ra U$ final f"ur die induzierten Strukturen.
 Ist umgekehrt
$f: Y\ra X$ ein Morphismus von $k$-geringten R"aumen und besitzt $X$
  eine offene "Uberdeckung $\mathcal U$ derart, da"s $f:f^{-1}(U)\ra U$ f"ur
  alle $U\in \mathcal U$ final ist, so ist unser Morphismus bereits\label{lsSnA}
  selbst  final.
\end{Ubung}

\begin{Ubung} Man zeige, da"s die finale Struktur zu irgendwelchen
Abbildungen von ges"attigten Strukturen in eine vorgegebene 
Menge  auch selbst
ges"attigt ist. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}\label{FsF}
Gegeben eine  Variet"at oder Pr"avariet"at $X$ 
 und $f \in \mathcal{O}_X (X)$ regul"ar
setzen wir\index{)8ba@$X_f$ Nichtnullstellen von $f$}  
$$X_f \pdef \{ x \in X \mid f(x) \neq 0\}$$
Man zeige, da"s es f"ur alle $h \in \mathcal{O}_X
(X_f)$ ein $n \gg 0$ gibt derart, da"s 
die Fortsetzung durch Null von $f^nh$ 
eine regul"are Funktion
auf ganz $X$ ist.
Man folgere, da"s die Restriktion 
 $\mathcal{O}_X(X) \ra \mathcal{O}_X(X_f)$ einen Isomorphismus
 $\mathcal{O}_X(X)_f \sira \mathcal{O}_X(X_f)$ 
zwischen der Lokalisierung von $\mathcal{O}_X(X)$ an $f$ und dem Ring der
regul"aren Funktionen auf $X_f$ 
induziert.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Affine offene Teilmengen affiner Variet"aten}]
Gegeben eine Variet"at $X$, offene affine Teilmengen
$U,V\co X$  und ein Punkt $x\in U\cap V$ zeige man:\label{kgA} 
Es gibt  stets  $s\in \mathcal O(U)$ und $t\in \mathcal O(V)$
 mit $ x\in U_s$ und  $ U_s=V_t$.  
In dieser Situation ist nat"urlich auch
$ U_s=V_t$ affin.
Hinweis: \ref{FsF}. 
\end{Ubung}


\newpage

\addtocounter{section}{1}
\begin{center} {\Large "Ubungen zur 
    Kommutativen Algebra und Einf"uhrung in die Algebraische Geometrie
   }
\end{center}
\begin{center} Abgabe bis Dienstag, den 15.7 in der Vorlesung
\end{center}
\setcounter{Ubung}{0}


\begin{Ubung}[\textbf{Automorphismen der projektiven Gerade}]$(k=\bar k)$. 
Man zeige, da"s jeder Isomorphismus
 $\DP^1 k\sira \DP^1 k$
von der Restriktion eines Vektor\-raum\-automorphismus von $k^2$ auf
$k^2\backslash 0$ induziert wird und da"s wir so einen
Grup\-pen\-isomorphismus\label{AutP} 
$$\op{GL}(2;k)/k^\times\sira\op{Var}^\times (\DP^1 k)$$
des besagten Quotienten mit der Automorphismengruppe der
projektiven Gerade 
erhalten. Hinweis: Man erinnere die Automorphismen der
Gerade $k$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung} 
Gegeben   eine nichtleere abgeschlossene
Teilmenge $W\As \DP^n k$ zeige man\label{irst}  f"ur die Dimension ihres Kegels
die Formel 
$\op{kdim}{\op{C}}(W)=\op{kdim}W+1$. Hinweis: Lokale
Trivialit"at der Projektion.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
 Das Komplement einer nichtleeren Hyperfl"ache im projektiven
 Raum ist stets eine affine Variet"at. Erg"anzung vom 22.7: Ich denke, das war
 hier zu schwer. Ich habe die "Ubung zu 10.4 verlegt, in diesem Abschnitt
 ist sie nicht mehr schwer.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man bestimme die Schnittpunkte der Abschl"usse in der projektiven
  Vervollst"andigung $\mathbb V\DC^2$ der Ebene $\DC^2$ der beiden
  konzentrischen Kreise $x^2+y^2=1$ und $x^2+y^2=2$.
  Man bestimme jeweils die Schnittmultiplizit"at. 
\end{Ubung}


\begin{Definition}
  Gegeben eine bepunktete $k$-Variet"at  $(X,x)$
  mit $\op{dim}_k(\mathfrak m_x/\mathfrak m_x^2)=\op{kdim}_xX$ und
abgeschlossene Teilmengen $C,D\As X$
  erkl"aren wir
  die {\bf Vielfachheit von $x$ als Schnittpunkt von $C$ und $D$} oder kurz 
  {\bf Schnittmultiplizit"at}\index{Schnittmultiplizit"at}  als 
\index{Vielfachheit!von Schnittpunkt}\label{SchM} 
\begin{equation*}
 {\op{s}}_x (C, D) := \dim_k \big(\mathcal O_{X,x} / (\mathcal I_x(C)+ \mathcal I_x(D))\big)\in\DN\sqcup\{\infty\}
\end{equation*}
\end{Definition}
\end{document}


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