


\documentclass[12pt,a4paper]{article}


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\theoremstyle{remark}
\newtheorem{Ubung}{\"{U}bung}[section]
\newtheorem{Definition}{Definition}
\newtheorem{Bemerkung}{Bemerkung}
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\newcommand{\changefont}[3]{
\fontfamily{#1} \fontseries{#2} \fontshape{#3} \selectfont}
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\begin{document}


\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
\addtocounter{section}{1}
\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}$(k=\bar k)$. 
Man zeige,
da"s die Lie-Algebra $\frak{sl} (2;\Bbb{C})$ einfach ist.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Gegeben  eine nicht notwendig assoziative $k$-Algebra $(A,\cdot )$ hei"st 
eine lineare Abbildung $\delta : A\ra A$
 eine \defind{Derivation} genau dann, wenn sie die 
{\bf Leibniz-Regel}\index{Leibniz-Regel!bei Definition einer Derivation}
$\delta (a\cdot b)= (\delta a)\cdot b+ a\cdot (\delta b) \quad \forall
a,b\in A$
erf"ullt. Man zeige, da"s die Derivationen einer Algebra $A$ eine
Unteralgebra der Lie-Algebra $\frak{gl} ( A)$ der Endomorphismen des
$k$-Vektorraums $A$ bilden.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige, da"s es bis auf Isomorphismus genau zwei
zweidimensionale komplexe Lie-Algebren gibt.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man gebe einen Isomorphismus $\frak{sl}(2;\DC)\sira \frak{so}(3;\DC)$ an.
\end{Ubung}

\newpage
\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
\addtocounter{section}{1}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
Gegeben ein K"orper $k$ und eine Darstellung $\rho:
\frak{sl}(2;k)\ra\frak{gl}(V)$ der Lie-Algebra
$\frak{sl}(2;k)$ mit 
ihrer Standardbasis $e,h,f$  
mit Kommutatoren $[h,e]=2e$, $[h,f] = -2f$, $[e,f]=h$ 
liefert der in der assoziativen Algebra
$\op{End}_k(V)$ zu interpretierende 
Ausdruck $$4\rho(f)\rho(e) + \rho(h)(\rho(h)+2)$$ 
einen mit der Operation unserer Liealgebra vertr"aglichen 
Endomorphismus von $V$. 
Im Fall der einfachen $(m+1)$-dimensionalen
Darstellung $L(m)$ der Liealgebra $\frak{sl}(2;\DC)$ ist dieser
Endomorphismus die Multiplikation mit dem  Skalar $m(m+2)$.
Hinweis: Tapfer rechnen.
Dieser Operator ist im "ubrigen das einfachste Beispiel eines 
sogenannten 
{\bf Casimir-Operators}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{EDLS}
Man zeige, 
da"s jede endlichdimensionale Darstellung $V$ der 
Lie-Algebra $\frak{sl}(2;\DC)$ eine direkte Summe von
einfachen Unterdarstellungen
ist. Hinweis: Man zerlege besagte Darstellung 
zun"achst in die Hauptr"aume
des  Casimir-Operators und ziehe sich so auf den
Fall zur"uck, da"s die einfachen Subquotienten 
unserer Darstellung $V$ paarweise isomorph sind,
sagen wir zu $L(m)$. Dann zeige man, da"s $f^m$ einen Isomorphismus
 $\op{Hau}(h;m)\sira \op{Hau}(h;-m)$ zwischen den Hauptr"aumen von $h$
zu den entsprechenden Eigenwerten liefert.
Schlie"slich folgere man aus 
$f^{m+1}v=0$,
da"s $h$ auf $\op{Hau}(h;m)$ diagonal operiert, und 
argumentiere von da ausgehend. \end{Ubung}
\begin{Ubung}
(1)
Gegeben ein Homomorphismus $\varphi:\frak{g}\ra \frak{g}'$ von Lie-Algebren
ist $\frak{g}$ aufl"osbar genau dann,
wenn  $\op{ker} \varphi$ und $\op{im} \varphi$  aufl"osbar sind.
(2)
Sind $I,J$ zwei aufl"osbare Ideale in einer Lie-Algebra $\frak{g}$, so ist auch
ihre Summe $I+J \subset \frak{g}$ ein aufl"osbares Ideal.
Man betrachte dazu zum Beispiel die Surjektion $ I + J 
\twoheadrightarrow (I + J)/J$.
(3)
Ist $\frak{g}$ eine endlichdimensionale 
Lie-Algebra, so gibt es in $\frak{g}$ ein gr"o"stes
aufl"osbares Ideal, das {\bf Radikal}\index{Radikal!einer Liealgebra} 
$\op{rad} \frak{g}$ von $\frak{g}$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}$(\op{char}k=0)$. 
Man zeige, da"s die Lie-Algebra $\frak{sl} (n;k)$ einfach ist.
Hinweis: Besteht ein Ideal von $\frak{gl} (n;k)$ nicht  aus 
Diagonalmatrizen, so umfa"st es $\frak{sl} (n;k )$. In der Tat mu"s
es sicher
ein $E_{ij}$ mit $i\neq j$ enthalten, wie man erkennt durch 
Anwenden der $\op{ad}(E_{kk})$.
Dann enth"alt es auch $ [E_{ij}, E_{ji}]=E_{ii}-E_{jj} $
und dann alle $E_{ik} =[E_{ii}-E_{jj}, E_{ik}]$ f"ur $k\neq i,j$
sowie alle $E_{kj}$ f"ur $k \neq i,j$. Dann  enth"alt es
aber in derselben 
Weise auch alle $E_{kl}$  f"ur $k\neq l$ und alle
$E_{kk} - E_{ll}$. Man zeige, da"s die Lie-Algebra $\frak{sl} (2;k)$ 
in Charakteristik $2$ dahingegen nicht einfach ist.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Die Killingform einer endlichdimensionalen nilpotenten Liealgebra
ist Null.
\end{Ubung}
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\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
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\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung} 
Eine endlichdimensionale komplexe 
Lie-Algebra ist halbeinfach genau dann, wenn
sie kein von Null 
verschiedenes aufl"osbares Ideal besitzt.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{QEH}
Jedes Ideal einer komplexen halbeinfachen 
Lie-Algebra ist eine Summe von einfachen Idealen.
Jeder Quotient einer komplexen halbeinfachen 
Lie-Algebra ist eine halbeinfache Lie-Algebra.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{hed}
Jede halbeinfache Lie-Algebra $\frak{g}$ ist ihre eigene derivierte 
Lie-Algebra, in Formeln $\frak{g}=[\frak{g},\frak{g}]. $ 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Jede reduktive Lie-Algebra 
l"a"st sich auf genau eine Weise
zerlegen in das Produkt einer halbeinfachen Lie-Algebra und einer
abelschen Lie-Algebra, n"amlich als 
$\frak{g}=[\frak{g},\frak{g}]\times \frak{z}$
mit $\frak{z}$ dem Zentrum von $\frak{g}$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Der Casimir-Operator einer halbeinfachen Lie-Algebra 
operiert als die Identit"at auf der
adjungierten Darstellung.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}\label{Cred}
Eine endlichdimensionale 
Lie-Algebra ist reduktiv genau dann, wenn
jedes aufl"osbare Ideal bereits in ihrem Zentrum liegt.
\end{Ubung}
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  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
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im Sommersemester 2013}
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\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung} 
Diejenigen Vektoren einer Darstellung einer Lie-Algebra $\frak{a}$,
die in einem endlichdimensionalen $\frak{a}$-stabilen Teilraum
liegen, hei"sen auch die $\frak{a}$-{\bf endlichen
Vektoren} von $V$. Man zeige: Ist $V$ eine Darstellung einer
endlichdimensionalen Lie-Algebra $\frak{g}$ und $\frak{a} \subset
\frak{g}$ eine Unteralgebra, so bilden die $\frak{a}$-endlichen Vektoren
von $V$ einen $\frak{g}$-stabilen Teilraum.
Statt $\frak{g}$ endlichdimensional brauchen wir sogar
schw"acher nur annehmen, da"s $\frak{g}$ aus $\frak{a}$-endlichen
Vektoren besteht f"ur die adjungierte Darstellung.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Clebsch-Gordan}]
Man zeige, da"s die Darstellungen $V(m)\otimes V(n)$ und\index{Clebsch-Gordan}
$\op{Hom}  (V(m),V(n))$
 von $\frak{sl} (2;\Bbb{C})$
isomorph sind zu
$$V(m+n) \oplus V(m+n-2) \oplus \ldots \oplus
V(|m-n|)$$
Hinweis: Man betrachte die Dimensionen der $h$-Eigenr"aume.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}%\label{PD}
Bezeichne $\frak{h}_{\DQ}$ den von allen
Kowurzeln "uber $\DQ$ aufgespannten Teilraum von
$\frak{h}$. F"ur $h,t \in \frak{h}_{\DQ}$ gilt 
$\kappa (h,t) \in \DQ$. Weiter ist $\kappa$
positiv definit auf $\frak{h}_{\DQ}$, also 
$\kappa (h,h) \leq 0 \Rightarrow h =0$.
Analoges gilt auch, wenn wir hier $\DQ$ durch $\Bbb{R}$ ersetzen.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Die Lie-Algebra $\frak{sp} (2n ;\Bbb{C})$ 
besteht aus allen Blockmatrizen
$$\begin{pmatrix}
A & B \\ C & D \end{pmatrix}$$
mit $A^{\top} =-D$,  $B^{\top} =  B$ und $C^{\top} =C$.
Darin bilden die Diagonalmatrixen
$\op{diag} (h_{1}, \ldots , h_{n}, -h_{1}, \ldots,
-h_{n})$ eine Cartan'sche $\frak{h}$.
Bezeichnet $\varepsilon_{i} : \frak{h} \ra \Bbb{C}$ die Abbildung, die
einer Matrix ihren $i$-ten Diagonaleintrag zuordnet, 
so bilden die $\varepsilon_{i}$ f"ur $1\leq i\leq n$ eine Basis
von $\frak{h}^\ast$ und wir
 erhalten  als Wurzelsystem 
$$R =\{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i , j \leq n\}$$ 
Erzeuger der Wurzelr"aume sind
die Matrizen mit $A = -D^{\top} = E_{ij}$
f"ur $i\neq j$ und $B =C =0$,  mit $B = E_{ij} +E_{ji}$ 
und $C=A =D=0$ sowie analog
mit $C$ statt $B$.
\end{Ubung}
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  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
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im Sommersemester 2013}
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\setcounter{Ubung}{0}
\begin{Ubung}
Sei $R={\op{R}}(\mathfrak g,\mathfrak h)$ das Wurzelsystem einer komplexen halbeinfachen Liealgebra.
F"ur Wurzeln $\al,\beta\in R$ mit $\al\neq \pm\beta$ ist $\{ i\in\DZ\mid
\beta+i\al\in R\}$ ein Intervall in $\DZ$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}%\label{PD}
Sei $R={\op{R}}(\mathfrak g,\mathfrak h)$ 
 das Wurzelsystem einer komplexen halbeinfachen Liealgebra.
Bezeichne $\frak{h}_{\DQ}$ den von allen
Kowurzeln "uber $\DQ$ aufgespannten Teilraum von
$\frak{h}$. F"ur $h,t \in \frak{h}_{\DQ}$ gilt 
$\kappa (h,t) \in \DQ$. Weiter ist $\kappa$
positiv definit auf $\frak{h}_{\DQ}$, also 
$\kappa (h,h) \leq 0 \Rightarrow h =0$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Die Lie-Algebra $\frak{so} (2n;\Bbb{C})$ 
 besteht aus allen Blockmatrizen
derselben Gestalt wie in der vorhergehenden "Ubung
mit $A^{\top} =-D$,  $B^{\top} = - B$ und $C^{\top} = -C$.
Darin bilden die Diagonalmatrixen 
$\op{diag} (h_{1}, \ldots , h_{n}, -h_{1}, \ldots,
-h_{n})$ eine Cartan'sche $\frak{h}$.
Bezeichnet $\varepsilon_{i} : \frak{h} \ra \Bbb{C}$ die Abbildung, die
einer Matrix ihren $i$-ten Diagonaleintrag zuordnet, 
so bilden die $\varepsilon_{i}$ f"ur $1\leq i\leq n$ eine Basis
von $\frak{h}^\ast$ und wir
 erhalten  als Wurzelsystem 
$$R =\{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i < j \leq n\}$$ 
Erzeuger der Wurzelr"aume sind
die Matrizen mit $A = -D^{\top} = E_{ij}$
f"ur $i\neq j$ und $B =C =0$,  mit $B = E_{ij} -E_{ji}$ 
und $C=A =D=0$ sowie analog
mit $C$ statt $B$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Die Lie-Algebra $\frak{so} (2n + 1;\Bbb{C})$  besteht aus allen Blockmatrizen
$$\begin{pmatrix}
a & u &v\\
w & A & B\\
s &C & D
\end{pmatrix}$$
mit $a =0$, $u^{\top} =-s$, $v^{\top} =-w$, $A^{\top} = -D$, $B^{\top} =- B$ und
$C^{\top}=-C$.
Eine Cartan'sche $\frak{h}$ bilden die 
Diagonalmatrizen $\op{diag}(0,h_{1}, \ldots,
h_{n}, -h_{1}, \ldots, -h_{n})$ und erkl"aren 
wir Linearformen $\varepsilon_{i} :\frak{h} \ra \Bbb{C}$
durch die Vorschrift, da"s sie einer Matrix 
ihren $(i+1)$-ten Diagonaleintrag zuordnen, so
so bilden die $\varepsilon_{i}$ f"ur $1\leq i\leq n$ eine Basis
von $\frak{h}^\ast$ und wir erhalten  als Wurzelsystem
$$R =\{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i < j \leq n\}\cup\{\pm \varepsilon_{i} \mid
1 \leq i\leq n\}$$ 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Seien $V$ ein Vektorraum einer von Zwei verschiedenen Charakteristik, 
$\alpha\in V$ und $\alpha^\vee\in V^\ast$ mit $\langle
\alpha,\alpha^\vee\rangle=2$.
Man zeige, da"s die transponierte Abbildung zur Spiegelung
$s=s_{\alpha,\alpha^\vee}:V\ra V$, $v\mapsto v- \langle
v,\alpha^\vee\rangle\alpha$ die Spiegelung
$s^\top=s_{\alpha^\vee,\alpha}:V^\ast\ra V^\ast$ ist, wobei
wir in der zweiten Identit"at unter  $\alpha$  das durch 
Auswerten an $\alpha$ definierte Element des Bidualraums $V^{\ast\ast}$ 
verstehen.
\end{Ubung} 

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  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
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im Sommersemester 2013}
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\setcounter{Ubung}{0}


\begin{Ubung}
 Sei $Q \cong \mathbb Z^n$ ein freier $\mathbb Z$-Modul von endlichem Rang
und $(\;, \;) : Q \times Q \rightarrow \mathbb Z$ eine positive definite Bilinearform.
Man zeige, dass die  orthogonalen Spiegelungen an den orthogonalen Komponenten aller
Vektoren $v \in Q$ mit $(v,v)=2$ die Spiegelungen einer endlichen Spiegelungsgruppe sind.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
Sei $W$ eine endliche Spiegelungsgruppe, $A$ ein fester Alkoven
und $l = l_{A}$ die zugeh"orige L"ange. So gibt es in $W$ genau ein
Element $w_{A}$ maximaler L"ange, und diese
L"ange  ist die Zahl der Spiegelungen in $W$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Diejenigen Elemente einer affinen Spiegelungsgruppe, die eine
vorgegebene Teilmenge des zugrundeliegenden affinen Raums 
punktweise festhalten, bilden selber eine Spiegelungsgruppe.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man erkl"are, inwiefern die Gruppe der nicht notwendig
orientierungserhaltenden Symmetrien eines Ikosaeders
die Spiegelungsgruppe vom Typ $H_3$ ist.
\end{Ubung}



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\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
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\setcounter{Ubung}{0}



\begin{Ubung}[\textbf{Das Wurzelsystem $E_8$}]
Die Menge $R$ aller Vektoren aus $\Bbb{Z}^8$ mit euklidischer
L"ange $a^2_1 + a^2_2 + \ldots + a^2_8 = 8$, 
durch vier teilbarer Summe $a_1 + a_2 + \ldots + a_8 \in 4\DZ$ 
und allen Eintr"agen von derselben Parit"at $a_i-a_j\in 2\DZ \;\forall i,j$ 
ist ein Wurzelsystem in
$\DQ^8$ mit $240$ Wurzeln. Dieses Wurzelsystem tr"agt  den Namen
$E_8$.\index{E@$E_8$} Betrachtet man darin nur diejenigen Elemente,
bei denen alle Eintr"age gerade Parit"at haben, so erh"alt man 
auch ein Wurzelsystem, das den Namen $D_8$ tr"agt und zur kompakten
Liegruppe $\op{SO}(16)$ geh"ort.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Sei  $V$ 
 ein endlichdimensionaler $\DQ$-Vektorraum 
und $Q \subset V$ ein Gitter alias der
$\DZ$-Spann einer Basis und $(\;, \;)$ ein Skalarprodukt auf $V$ mit
und $(\;, \;) : Q \times Q \rightarrow \mathbb Z$.
So erzeugen die Spiegelungen an den orthogonalen Komplementen 
der Vektoren $v \in Q$ mit $(v,v)=2$ eine endliche Spiegelungsgruppe. 
 Man zeige weiter, da"s 
die Vektoren $v \in Q$ mit $(v,v)=2$ ein Wurzelsystem in dem von ihnen
aufgespannten Untervektorraum von
$V$ bilden.  
\end{Ubung}



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\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
\addtocounter{section}{1}
\setcounter{Ubung}{0}




\begin{Ubung}
Ist $R^+$ ein System positiver Wurzeln eines Wurzelsystems
und $l:W\ra\DN$ die zu den
zugeh"origen einfachen Spiegelungen gebildete L"ange, so 
stimmt die L"ange eines Elements $w\in W$ "uberein mit der
Zahl der positiven Wurzeln, die es zu negativen Wurzeln macht. 
In Formeln
gilt also
$l(w)=|w(R^+)\backslash R^+|$. %Hinweis: \ref{THG}.\ref{LWE}.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Sei $\Pi\subset R \subset V$ ein basiertes Wurzelsystem.
Bezeichne $\rho\in V$ die Halbsumme der positiven Wurzeln, in Formeln
$$\rho=\frac{1}{2}\sum_{\al\in R^+} \al$$
Man zeige %mit \ref{VZ} 
f"ur alle einfachen Wurzeln $\al$ die Formel
$s_\al\rho=\rho-\al$ und folgere $\langle\rho,\al^\vee\rangle=1$
f"ur alle einfachen Wurzeln $\al$.
Man zeige weiter, da"s  $x\rho - \rho$ f"ur alle $x$ aus der Weylgruppe 
im Wurzelgitter liegt,
in Formeln  gilt also $x\rho - \rho \in \langle R \rangle\quad \forall x \in
W$.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}[\textbf{Wurzelsysteme der Typen $B_n, C_n, D_n$}] 
Bezeichne $\varepsilon_1,\ldots, \varepsilon_n$ die Vektoren der
Standardbasis von $\DQ^n$, die 
in anderen Zusammenh"angen meist $\op{e}_i$ notiert werden. Man zeige: 
\begin{description}
\item[\textbf{Typ $C_n$:}] 
Die Menge
$R \pdef \{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i , j \leq n\}$ ist ein Wurzelsystem in $\DQ^n$. Man
 bestimme eine Basis sowie die Weylgruppe.
\item[\textbf{Typ $D_n$:}]
Die Menge $R \pdef\{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i < j \leq n\}$ ist ein Wurzelsystem in $\DQ^n$. Man bestimme eine Basis sowie die Weylgruppe.
\item[\textbf{Typ $B_n$:}]
Die Menge
$R \pdef\{\pm \varepsilon_{i} \pm \varepsilon_{j} \mid
1 \leq i < j \leq n\}\cup\{\pm \varepsilon_{i} \mid 1 \leq i\leq n\}$ ist ein
Wurzelsystem in $\DQ^n$. Man bestimme  eine Basis sowie die
Weylgruppe.
\item[Duale Systeme:] 
Man zeige, da"s die Wurzelsysteme $B_n$ und $D_n$ zueinander dual sind,
wohingegen die Wurzelsysteme $A_n$ und $C_n$ jeweils zu ihren dualen
Systemen isomorph sind. 
\end{description}
\end{Ubung}





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\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
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\begin{Ubung}
  Im Fall $\frak{g} = \frak{sl} (n+1; \Bbb{C})$ zeige man, da"s die Darstellung
  $\bigwedge^{i} \Bbb{C}^{n+1}$ ein fundamentales Gewicht als
 h"ochstes Gewicht hat, genauer das fundamentale Gewicht
$\varpi_{i} =
  \varepsilon_{1} + \ldots + \varepsilon_{i}$.
Hier verstehen wir implizit die "ubliche Cartan'sche und
die  "ubliche Basis des Wurzelsystems gegeben durch die 
$\alpha_i\pdef\varepsilon_{i}-
\varepsilon_{i+1}$.  
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
Sei $e,f,h$ die "ubliche Basis von $\frak{sl}(2;\DC)$ 
mit $[h,e]=2e$, $[h,f] = -2f$, $[e,f]=h$.
  Man schreibe $f^2he$ in der Einh"ullenden von $\frak{sl}(2;\DC)$ als
  Linearkombination geordneter Monome f"ur die Ordnung $e,h,f$.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
Die {\bf opponierte Algebra}\index{opponiert!Algebra}
$A^{{\op{opp}}}$ zu einer $k$-Algebra $A$ wird
erkl"art dadurch, da"s man auf dem Vektorraum $A$ die opponierte
 Verkn"upfung 
betrachtet, die gegeben wird durch $a^\circ \ast b^\circ = (b\cdot a)^\circ$.
Man zeige: Ist $\frak{g}$ eine Lie-Algebra, so ist auch 
$\frak{g}^{{\op{opp}}}$ eine Lie-Algebra und
die Multiplikation mit $(-1)$ ist ein
Algebrenhomomorphismus $\frak{g} \overset{\sim}{\ra} \frak{g}^{{\op{opp}}}$
Man zeige weiter: 
Ist $ \frak{g} \ra U$ eine 
Einh"ullende, so auch
dieselbe Abbildung 
$ \frak{g}^{{\op{opp}}}
\ra U^{{\op{opp}}}$.
Insbesondere setzt sich  die 
Multiplikation mit $(-1) : \frak{g} \overset{\sim}{\ra} \frak{g}^{{\op{opp}}}$
fort zu einem Isomorphismus assoziativer 
Algebren $U \overset{\sim}{\ra} U^{{\op{opp}}}$, den wir den
{\bf prinzipalen Antiautomorphismus} von $U$ 
nennen.\end{Ubung}






\begin{Ubung}[\textbf{Casimir-Operator in der Einh"ullenden}] 
Sei  $\frak{g}$ eine endlichdimensionale 
Lie-Algebra und $b : \frak{g} \times \frak{g} \ra
k$ eine nichtausgeartete invariante Bilinearform.
Wir w"ahlen eine Basis $x_{1}, \ldots , x_{\op{n}}$ von $\frak{g}$,
bezeichnen mit $x^{1}, \ldots , x^{n}$ die bez"uglich $b$ duale Basis,
charakterisiert durch
$b (x_{i},x^{j}) = \delta_{ij}$, und setzen
$$C=C_{b} \pdef \sum_{i=1}^{n} x_{i}x^{i} $$  
So h"angt $C_{b}\in{\op{U}}(\frak g)$ 
nicht von der Wahl der Basis unserer
Lie-Algebra $\frak{g}$ ab und liegt im Zentrum der Einh"ullenden,
in Formeln $uC=Cu\;\forall u\in {\op{U}}(\frak g)$. 
\end{Ubung}





\newpage
\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
\addtocounter{section}{1}
\setcounter{Ubung}{0}






\begin{Ubung}
Gegeben eine bilineare Verkn"upfung $b$ auf einem Vektorraum $\frak{g}$
 "uber einem K"orper $k$ kann man stets in der Tensoralgebra $ {\op{T}}(\frak{g})$
das von 
 allen
$x\otimes y - y \otimes x - b(x,y)$ mit 
$x,y\in \frak{g}$ erzeugte Ideal 
 $I=I(\frak{g})\subset {\op{T}}(\frak{g})$ 
betrachten und den Quotientenring $U \pdef {\op{T}} (\frak{g}) / I$
bilden. 
Man zeige, da"s die Verkn"upfung $\frak{g} \hookrightarrow {\op{T}}(\frak{g})
\twoheadrightarrow U$ genau dann injektiv ist, wenn 
$b$ antisymmetrisch ist und die Jacobi-Identit"at erf"ullt.
\end{Ubung}



\begin{Ubung}
Jeder Homomorphismus von Lie-Algebren l"a"st sich auf genau eine Weise
ausdehnen zu einem Homomorphismus zwischen ihren Einh"ul\-lenden.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}\label{ZPBWn} 
Ist eine Lie-Algebra $\frak{a}$ "uber einem K"orper $k$ 
 als $k$-Vektorraum
die Summe von zwei Unteralgebren $\frak{a}=\frak{b}+\frak{c}$, 
so induziert die
Multiplikation eine Surjektion
$${\op{U}}(\frak{c})\otimes_k {\op{U}}(\frak{b})\sra {\op{U}}(\frak{a})$$
Man leite aus dieser Erkenntnis einen neuen Beweis des
Lemmas ab, nach dem das $\mathfrak c$-Erzeugnis eines
$\mathfrak b$-stabilen Teilraums einer $\mathfrak a$-Darstellung bereits
 $\mathfrak a$-stabil ist. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s im Fall $\mathfrak g=\mathfrak{sl}(2;\DC)$  ein
Vermamodul $\Delta(\lambda)$ genau dann einfach ist, 
wenn er keinen endlichdimensionalen
Quotienten hat, 
wenn also sein h"ochstes Gewicht auf der positiven Wurzel 
als Wert keine nat"urliche Zahl annimmt,
in Formeln $\langle \lambda,\alpha^\vee\rangle\not\in\DN$
f"ur $\alpha$ die positive Wurzel.
\end{Ubung}



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\begin{center}
  {\Large "Ubungen zur Vorlesung
Lie-Algebren\\
im Sommersemester 2013}
\end{center}
\addtocounter{section}{1}
\setcounter{Ubung}{0}

\begin{Ubung}
Die
Darstellung $\bigwedge^{i} \Bbb{C}^{n+1}$ 
von $\frak{sl}(n+1;\DC)$ ist  einfach f"ur $1\leq i\leq n+1$. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Welche Dimensionen haben die irreduziblen Darstellungen der Lie-Algebra
vom Typ $E_6$ zu fundamentalen h"ochsten Gewichten?  
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man folgere aus der Dimensionsformel, da"s die symmetrischen Potenzen
${\op{S}}^r\DC^{n+1}$ stets irreduzible Darstellungen von
$\frak{sl}(n+1;\DC)$ sind. Sie haben im "ubrigen das h"ochste Gewicht 
$r\varpi_1$. Wer Rechenzeit sparen will, sollte sich zumindest den
Fall $n=2$ "uberlegen. Alternativ und vielleicht einfacher kann man die
Irreduzibilit"at auch  begr"unden, indem man unsere symmetrischen Potenzen
als R"aume von Polynomen versteht und die Operation durch
Differentialoperatoren
realisiert.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
Man zeige mithilfe einer Streckung
der Nennerformel
f"ur eine beliebige halbeinfache Lie-Algebra
die Formel $$\op{ch} L (n\rho) = \op{e}^{n\rho} \prod_{\al \in R^{+}} ( 1
+\op{e}^{-\al}+\ldots +\op{e}^{-n\al})$$
\end{Ubung}

\end{document}



% scp UbgLieA.pdf soergel@tux00:/webserver/home/soergel/Skripten/UbgLieA.pdf

