


\section{Schemata, noch recht unfertig}

\subsection{Kategorie der Schemata}
\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden werden neben grundlegenden
  Kenntnissen der kommutativen Algebra insbesondere zu Primidealen und 
  Lokalisierung im Umfang von
  Abschnitt \ref{PLOK} auch Grundkenntnisse der Garbentheorie im Umfang von
  Abschnitt \eref{DeGa}{TG}  vorausgesetzt.
  Insbesondere ben"otigen wir die Begriffe
  einer Garbe von Mengen, von Gruppen und
  von Ringen; des Halms einer Garbe;
  der Garbifizierung einer Pr"agarbe, ja sogar der Garbifizierung einer
  Pr"agarbe auf einer Basis der Topologie;  eines Komorphismus
  von Garben "uber einer stetigen Abbildung.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Einordnung der Schemata}]
  Im folgenden definieren wir eine neue Kategorie,
  die Kategorie der \glqq Schemata\grqq,
und definieren darauf aufbauend  f"ur jeden Kring $k$ die Kategorie der \glqq $k$-Schemata\grqq.\label{EESc} 
Schemata verallgemeinern Kringe und
$k$-Schemata verallgemeinern $k$-Kringe und im Fall eines algebraisch abgeschlossenen K"orpers $k$  zus"atzlich $k$-Variet"aten.
Das folgende Diagramm gibt eine erste grobe Einordnung
unserer Kategorien von Schemata. Die Symbole $\subset$ meinen darin volltreue
Funktoren. In  jeder Doppelkiste steht "uber dem Trennstrich
 eine \glqq geometrische\grqq\  Kategorie 
und unter dem Trennstrich die zugeh"orige 
opponiert "aquivalente \glqq algebraische\grqq\ 
Kategorie. Die oberste Horizontale ist nur f"ur einen einen
algebraisch abgeschlossenen K"orper $k$ definiert, der Rest unseres
Diagramms dahingegen f"ur einen beliebigen Kring $k$.
Die Komposition in den beiden unteren Horizontalen ist jeweils die Yoneda-Einbettung.  
\begin{displaymath}
 \begin{array}{ccccc}
\begin{tabular}{|c|} 
  \hline
affine $k$-Variet"aten\\
\hline
affine $k$-Kringe\\
\hline
\end{tabular}
& \subset & \begin{tabular}{|c|}
  \hline $k$-Variet"aten\\ \hline
\\ \hline
\end{tabular}\\
\cap & & \cap\\
\begin{tabular}{|c|}
  \hline affine $k$-Schemata\\ \hline
$k$-Kringe \\ \hline \end{tabular} & \subset & 
\begin{tabular}{|c|}
  \hline $k$-Schemata\\ \hline  \\ \hline \end{tabular}
&\subset&\begin{tabular}{|c|}
  \hline $\op{Cat}(k\op{-Kring}, \op{Ens})$ \\ \hline
\\ \hline \end{tabular}\\
&&\\
\begin{tabular}{|c|}
  \hline affine Schemata\\ \hline
Kringe \\ \hline \end{tabular} & \subset & 
\begin{tabular}{|c|}
  \hline Schemata\\ \hline  \\ \hline \end{tabular}
&\subset&\begin{tabular}{|c|}
  \hline $\op{Cat}(\op{Kring}, \op{Ens})$ \\ \hline
\\ \hline \end{tabular}
 \end{array}
\end{displaymath}
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}\label{DGRk}
Ein {\bf geringter Raum}\index{geringter Raum} ist ein Paar $$(X,\cal{A})$$ 
bestehend aus einem topologischen
Raum $X$ mit einer Garbe  von  Ringen $\cal{A}$,
seiner {\bf Strukturgarbe}.\index{Strukturgarbe}
Die Schnitte der Strukturgarbe "uber $U\co X$ nennen wir oft
{\bf regul"are Funktionen},\index{regul"ar!Funktionen} obwohl sie
keineswegs Funktionen auf $U$ zu sein brauchen. 
 Ein {\bf Morphismus}\index{Morphismus!von geringten R"aumen} 
von einem geringten Raum $(X,\cal{A})$  in
einen weiteren geringten Raum $(Y,\cal{B})$ ist ein Paar $\varphi =
(\varphi,\varphi^{\sharp})$ bestehend aus einer stetigen Abbildung
$\varphi : X \ra Y$ und dar"uber einem Komorphismus von
Ringgarben im Sinne von \eref{Komoox}{TG} alias einer
Vorschrift, die f"ur beliebige $U\co X$ und $V\co Y$ mit
$\varphi(U)\subset V$ einen Ringhomomorphismus
$\varphi^{\sharp}_{UV}:\cal{B} (V) \ra \cal{A} (U)$ so auszeichnet, da"s diese
Ringhomomorphismen vertr"aglich sind mit den Restriktionen auf kleinere
offene Teilmengen.
Es ist  klar, wie man
Morphismen von geringten R"aumen zu ver\-kn"up\-fen hat und da"s wir
auf diese Weise eine Kategorie erhalten, die {\bf Kategorie der geringten
  R"aume} $\op{Ger}$.\label{GerKa}
Besteht die Strukturgarbe aus kommutativen Ringen, so sprechen wir
von einem {\bf gekringten
  Raum}.\index{gekringter Raum} Die Kategorie der gekringten R"aume notieren wir\index{Gek@$\op{Gek}$ gekringte R"aume}  $$\op{Gek}$$
\end{Definition}



\begin{Bemerkungl}
F"ur jeden Kring $k$ haben wir 
einen offensichtlichen Funktor von der Kategorie der
durch Funktionen $k$-geringten R"aume $\op{Gerf}_k$ aus \ref{kGer}
in die Kategorie
der gekringten R"aume $\op{Gek}$, wie sie hier definiert wird.
Er ist treu, aber
nicht volltreu. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ich erinnere daran, da"s ein Ring \hyperref[LoRi]{\bf lokal} hei"st, wenn
  seine Nichteinheiten ein echtes Ideal bilden. Im Fall kommutativer Ringe
  ist gleichbedeutend, da"s unser Ring genau ein maximales Ideal besitzt.
  Jeder K"orper ist also ein lokaler Ring, aber der Nullring ist nicht lokal.
  Ich erinnere daran, da"s ein Homomorphismus von
  lokalen Ringen \hyperref[lokH]{\bf lokal} hei"st, wenn
  das Urbild des Ideals der Nichteinheiten das Ideal der Nichteinheiten ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Ein {\bf lokal geringter Raum}\index{lokal geringter Raum}
ist ein geringter Raum, bei dem alle Halme der Strukturgarbe 
\hyperref[LoRi]{lokale Ringe} sind.  
Ein {\bf lokaler Morphismus von lokal geringten R"aumen}\index{Morphismus!lokaler, von lokal geringten R"aumen} 
von einem lokal geringten Raum $(X,\cal{A})$  in\label{lokMO} 
einen weiteren lokal geringten Raum $(Y,\cal{B})$ ist ein 
Morphismus von geringten R"aumen $\varphi =
(\varphi,\varphi^{\sharp})$ derart, da"s die vom Komorphismus $\varphi^{\sharp}$
auf den Halmen induzierten Ringhomomorphismen alle \hyperref[lokH]{lokal} sind.
 Wir notieren diese Kategorie $\op{lokGer}$ und ihre volle Unterkategorie
 mit kommutativen Strukturgarben $\op{lokGek}$. 
\end{Definition}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verallgemeinerte Garbifizierung}]
 Gegeben ein topologischer Raum $X$ mit
 einer Basis  $\mathcal B$ der Topologie
  liefert das Vorschalten von
  $\mathcal B\hra \op{Off}(X)$ einen volltreuen
  Funktor\index{Garbifizierung!verallgemeinerte} 
 $$\op{Ens}_{/X}\vra \op{Cat}(\mathcal B^{\op{opp}},\op{Ens})$$
  Auch dieser Funktor besitzt
  einen Linksadjungierten.\label{MGTk}   
  Man kann ihn analog konstruieren
  wie im Fall $\mathcal B=\op{Off}(X)$ der gew"ohnlichen Pr"agarben, wie
  der  Leser selbst ausf"uhren mag.
  Wir notieren unseren Funktor 
  der Einschr"ankung auf $\mathcal B$ als $\mathcal G\mapsto \mathcal G|\mathcal B$ und seinen Linksadjungierten $\mathcal F\mapsto \mathcal F^+$ 
  und nennen ihn auch in dieser Allgemeinheit die {\bf Garbifizierung}.\index{Garbifizierung!verallgemeinerte} F"ur jede Garbe ist dann die Koeinheit der
  Adjunktion ein Isomorphismus $(\mathcal G|\mathcal B)^+\sira \mathcal G$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  F"ur eine beliebige Kategorie $\mathcal B$
  hatten wir in \eref{DFTo}{LA2} die Notation
  $\mathcal B^\wedge\pdef \op{Cat}(\mathcal B^{\op{opp}},\op{Ens})$
  eingef"uhrt. Objekte dieser Kategorie hei"sen
  {\bf mengenwertige Pr"agarben auf $\mathcal B$}. 
   Ist wieder $X$ ein topologischer Raum und $\mathcal B$ eine
   Basis der Topologie,
   so schreibt sich unser Einschr"ankungsfunktor\label{mwPG} 
  $\op{Ens}_{/X}\vra \mathcal B^\wedge$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
  Jedem Kring $R$ ordnen  wir nun  einen lokal gekringten Raum 
\index{Spec@$\op{Spec}R$ Spektrum von $R$}
$$\op{Spec}R=(\op{Spec}R,\mathcal O)$$
zu, das {\bf Spektrum von $R$}\index{Spektrum!eines Krings}.
Als zugrundeliegenden topologischen Raum\label{SPKR} 
nehmen wir die Menge $\op{Spec}R$ aller Primideale von $R$ mit
ihrer \hyperref[ZTSp]{Zariskitopologie}.
 Die Strukturgarbe $\mathcal O$ erkl"aren wir als die Garbifizierung
 einer Pr"agarbe auf einer Basis der Topologie im Sinne von \ref{MGTk},
genauer  als die Garbifizierung der
durch die Lokalisierungen von $R$
nach einzelnen Elementen gegebenen Pr"agarbe
${\op{pr\ddot a}}\mathcal O:{\op{U}}(f)\mapsto R_f$ auf unserer
Standardbasis der
Zariskitopologie aus "Ubung \ref{UBT} bestehend aus den offenen Teilmengen ${\op{U}}(f)\pdef \{\mathfrak p\in\op{Spec}R\mid f\not\in\mathfrak p\}$
f"ur beliebige Elemente $f\in R$.\index{U@${\op{U}}(f)$ Nichtnullstellen von $f$} 
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Halme der Strukturgarbe eines Spektrums}] 
Gegeben ein Kring $R$ sind die Halme unserer Strukturgarbe $\mathcal O$ bei 
$\frak{p}\in \op{Spec}R$
isomorph zur  Lokalisierung von $R$ bei $\mathfrak p$ vermittels des
von der Konstruktion der Garbifizierung herkommenden 
Isomorphismus und des von der universellen Eigenschaft von Lokalisierungen
herr"uhrenden Isomorphismus 
$$\mathcal O_\mathfrak p\sira \op{colf}_{f\not\in\mathfrak p}R_f\sira R_{\frak{p}}$$
Damit sind
die Halme $\mathcal O_\mathfrak p$ unserer Strukturgarbe $\mathcal O$ in der Tat lokale Ringe.
Wir werden obigen Isomorphismus in unserer Notation
hinfort als Gleichheit $\mathcal O_\mathfrak p= R_{\frak{p}}$ behandeln. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Basisgarben}]
  Seien $X$ ein topologischer Raum und $\mathcal B$ eine
  zweischnittstabile  Basis der Topologie,
  die also mit je zwei Mengen auch ihren Schnitt enth"alt.
  Eine Mengenpr"agarbe $\mathcal F\in \mathcal B^\wedge$
   hei"st  eine
   {\bf Garbe auf $\mathcal B$}\index{Garbe!auf schnittstabiler
     Basis einer Topologie} oder {\bf Basisgarbe},\index{Basisgarbe} 
  wenn f"ur jedes
   Teilsystem $\mathcal U\subset\mathcal B$, dessen\label{BasG} 
   Vereinigung $U\pdef \bigcup_{V\in \mathcal U}V$ auch zu $\mathcal B$ geh"ort,
   die "ubliche Verklebungsbedingung erf"ullt ist, da"s 
  in der Sequenz
  $$\mathcal F(U)\ra \prod_{V\in \mathcal U}\mathcal F(V)
  \rightrightarrows\prod_{(V,W)\in \mathcal U^2}\mathcal F(V\cap W)$$
  der linke Pfeil der Egalisator der beiden rechten Pfeile ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Strukturpr"agarbe auf Spektrum als Basisgarbe}]
  Gegeben ein Kring $R$ ist die Standardbasis
  der Topologie von $\op{Spec}R$ aus den ${\op{U}}(f)$ zweischnittstabil.
  Nach dem lokal-global-Prinzip aus "Ubung \ref{LGVV} ist
  f"ur jede Teilmenge $E\subset R$ die Sequenz\label{SGS}  
  $$0\ra R\ra  \prod_{f\in E}R_f\ra  \prod_{(f,g)\in E\times E}R_{fg}$$ exakt.
  Wenden wir diese Erkenntnis auch auf Lokalisierungen von $R$ an,
  so folgt, da"s die Pr"agarbe
  ${\op{pr\ddot a}}\mathcal O:{\op{U}}(f)\mapsto R_f$
  auf der Standardbasis der Topologie bereits eine Garbe ist.
\end{Beispiel}


\begin{Proposition}[\textbf{Garbifizierung von Basisgarben}]
  Gegeben ein topologischer Raum $X$ und
 eine zweischnittstabile Basis  $\mathcal B$  seiner Topologie und
  eine Mengengarbe  $\mathcal F$ auf dieser Basis ist die Einheit der
  Adjunktion ein Isomorphismus\label{GGB} 
  $$\mathcal F\sira \mathcal F^+|\mathcal B$$
\end{Proposition}


\begin{proof}
  Es gilt, f"ur alle $U\in \mathcal B$ die Bijektivit"at
  $\mathcal F(U)\sira \mathcal F^+(U)$ zu zeigen.
  Die Injektivit"at $\mathcal F(U)\hra \mathcal F^+(U)$ folgt aus der
  Erkenntnis, da"s unter unseren Annahmen zwei Schnitte aus $\mathcal F(U)$,
  die an allen Punkten von $U$ denselben Halm haben, bereits "ubereinstimmen
  m"ussen. Um die Surjektivit"at $\mathcal F(U)\sra \mathcal F^+(U)$
  zu zeigen betrachten wir f"ur jede "Uberdeckung $\mathcal U$
  von $U$ durch Teilmengen unserer Basis 
  das kommutative Diagramm  
  \begin{displaymath}
 \xymatrix{
   \mathcal F(U)\ar[d] \ar[r]& \prod_{V\in\mathcal U}\mathcal F(V)\ar[d]
   \ar@<0.5ex>[r] \ar@<-0.5ex>[r]& \prod_{(V,W)\in \mathcal U^2}\mathcal F(V\cap W) \ar[d]\\
 \mathcal F^+(U) \ar[r]& \prod_{V\in\mathcal U}\mathcal F^+(V)
   \ar@<0.5ex>[r] \ar@<-0.5ex>[r]& \prod_{(V,W)\in \mathcal U^2}\mathcal F^+(V\cap W) 
}
  \end{displaymath}
  mit der Eigenschaft, da"s in den Horizontalen der linke Pfeil jeweils der
  Egalisator der beiden rechten Pfeile ist. Um ein Urbild
  von $s^+\in \mathcal F^+(U)$ zu finden, w"ahlen wir
  $\mathcal U$ so fein, da"s f"ur alle $V\in \mathcal U$
  die Einschr"ankung  $s^+|V$ ein Urbild $s_V\in\mathcal F(V)$ hat.
  Da die rechte Vertikale wie bereits gezeigt injektiv ist, erf"ullen diese
  $s_V$ die Verklebebedingung
  und kommen folglich von einem Schnitt $s\in\mathcal F(U)$ her, 
  der ein Urbild von $s^+$ sein mu"s. 
\end{proof}
\begin{Korollar}[\textbf{Schnitte der Strukturgarbe eines Spektrums}] 
F"ur jeden Kring $R$  induziert die offensichtliche Abbildung 
  einen Kringisomorphismus\label{glSD} 
  $$\eta:R\sira \mathcal O(\op{Spec}R)$$
  unseres Krings mit den globalen Schnitten der Strukturgarbe seines
  Spektrums.
\end{Korollar}
\begin{proof} Nach \ref{SGS} ist die Strukturpr"agarbe
  ${\op{pr\ddot a}}\mathcal O$ eine Garbe auf der
  Standardbasis der Zariskitopologie.  
  Nach Proposition \ref{GGB} "andern sich ihre Schnitte auf Teilmengen
  der Standardbasis folglich nicht unter Garbifizierung.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Dasselbe Argument oder auch die Anwendung des Korollars auf $R_f$
  zeigen, da"s\label{glSDf} 
  f"ur  jedes Element $f\in R$   die offensichtliche Abbildung 
  einen Kring\-iso\-mor\-phis\-mus
  $R_f\sira \mathcal O({\op{U}}(f))$ liefert.  Wir
   k"onnen damit unsere Notation ${\op{pr\ddot a}}\mathcal O$
    wieder aufgeben. 
\end{Bemerkungl}


%\begin{proof}
%  Die
%  Injektivit"at  $\varepsilon:R_f\hra \mathcal O({\op{U}}(f))$
% folgt unmittelbar aus dem lokal-global-Prinzip \ref{lgP}.
%Wir zeigen nun die
%Surjektivit"at  $\varepsilon:R\sra \mathcal O(\op{Spec}R)$.
%Eine Teilmenge  $E\subset R$ erzeugt $R$ als Ideal genau dann, wenn gilt
%$\op{Spec}R=\bigcup_{f\in E} \op{U}(f)$. 
%Nun erinnern wir das lokal-global-Prinzip aus "Ubung \ref{LGVV}
% und erhalten  f"ur jede derartige Teilmenge $E\subset R$ 
% ein kommutatives Diagramm mit exakten Horizontalen
%  \begin{displaymath}
% \xymatrix{
%0\ar[d] \ar[r]& R\ar[d] \ar[r]& \prod_{f\in E}R_f\ar[d] \ar[r]& \prod_{(f,g)\in E\times E}R_{fg}\ar[d] \\
%0 \ar[r]& \mathcal O(\op{Spec}R)\ar[r]& \prod_{f\in E}\mathcal O(\op{U}(f)) \ar[r]& \prod_{(f,g)\in E\times E}\mathcal O(\op{U}(fg))
%}
%\end{displaymath}
%  Wir haben bereits bewiesen, da"s in diesem Diagramm
%  die Vertikalen injektiv sind.
%  Gegeben $s\in  \mathcal O(\op{Spec}R)$ gibt es nach Konstruktion der
 % Garbifizierung eine Teilmenge, ja sogar eine endliche Teilmenge
 % $E\subset R$ mit $\op{Spec}R=\bigcup_{f\in E} \op{U}(f)$ und
 % Elemente $r_f\in R_f$ mit $r_f\mapsto s|\op{U}(f)$.
 % Da die Vertikale ganz rechts injektiv ist,
 % haben f"ur alle $f,g\in E$ die Elemente
 % $r_f$ und $r_g$ dasselbe Bild in $R_{fg}$ und aus der Exaktheit der
 % oberen Horizontale folgt, da"s sie alle von einem
%  Element $r\in R$ herkommen.
 % Mit der Exaktheit der unteren Horizontale folgt $r\mapsto s$ und das zeigt
%  die Surjektivit"at der linken Vertikale.
%  Die Surjektivit"at $\varepsilon:R_f\sra \mathcal O({\op{U}}(f))$ zeigt
%  man genauso.
%\end{proof}
  

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Das Spektrum als Funktor}] 
  Wir machen $\op{Spec}$ zu einem Funktor
  $$\op{Spec}:\op{Kring}\ra \op{lokGek}^{\op{opp}}$$
   Zun"achst ist das  Urbild jedes Primideals\label{SpFu} 
  unter einem Kringhomomorphismus wieder ein Primideal.
  So liefert jeder Kringhomomorphismus $\varphi:R\ra S$
  eine Abbildung $\bar\varphi:\op{Spec}(S)\ra \op{Spec}(R)$
  gegeben durch $\mathfrak q\mapsto \varphi^{-1}(\mathfrak q)$, deren Stetigkeit leicht einzusehen ist.
  Weiter liefert
  $\varphi$
  lokale Kringhomomorphismen
  $\mathcal R_{\frak{p}}\ra S_{\mathfrak q}$ wenn gilt
  $\mathfrak p=\varphi^{-1}(\mathfrak q)$.
  Gegeben $V\co \op{Spec}(S)$ und $U\co \op{Spec}(R)$
  mit $\bar\varphi(V)\subset U$ liefern diese Abbildungen
  auf den lokalen Ringen in ihrer Gesamtheit aber einen
  Homomorphismus auf den stetigen Schnitten in die \'etalen R"aume unserer
  Strukturgarben,
  denn ist ein Schnitt lokal durch einen Bruch darstellbar, so auch
  sein Bild. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Das Spektrum als volltreuer Funktor}] 
  Das Bilden des Spektrums\label{SpVT}  ist ein
  volltreuer Funktor $\op{Spec}:\op{Kring}\vra \op{lokGek}^{\op{opp}}$
  von der Kategorie der Kringe in die Kategorie der lokal gekringten R"aume.
\end{Satz}
\begin{proof}
  Unser Funktor ist sicher injektiv auf Morphismen, denn
  seine Ver\-kn"upf\-ung mit dem Funktor der globalen Schnitte ist
 nach \ref{glSD} isomorph zum Identit"atsfunktor auf $\op{Kring}$.
 Es gilt zu zeigen, da"s er auch surjektiv ist auf Morphismen.
 Es reicht dazu zu zeigen, da"s jeder Morphismus
 $\op{Spec}(S)\ra \op{Spec}(R)$ durch seinen Effekt auf den
 globalen Funktionen bereits eindeutig festgelegt ist.
 Sei n"amlich $\varphi:R\ra S$ dieser Effekt. Wird $\mathfrak q$ auf
 $\mathfrak p$ abgebildet, so erhalten wir nach Annahme ein kommutatives
 Diagramm
 \begin{displaymath}
 \xymatrix{
R\ar[d] \ar[r] 
& S \ar[d]\\
R_{\mathfrak p} \ar[r]
& S_{\mathfrak q} 
}
\end{displaymath}
 mit einem lokalen Kringhomomorphismus in der unteren Horizontalen.
 Es folgt sofort, da"s $\mathfrak p$ das Bild von $\mathfrak q$ ist unter
 der von $R\ra S$ induzierten Abbildung auf den Spektra in der
 Gegenrichtung, und da"s unser lokaler Morphismus 
 von lokal gekringten R"aumen durch seinen Effekt auf den globalen
 Schnitten bereits eindeutig festgelegt ist.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Kring $R$ und ein Element $f\in R$ induziert
  der Ringhomomorphismus $\op{loc}:R\ra R_f$ unter unserem Funktor
  $\op{Spec}$ 
  eine offene Einbettung $\op{Spec}(R_f)\hra  \op{Spec}(R)$
  mit Bild ${\op{U}}(f)$ alias einen Isomorphismus
  $$\op{Spec}(R_f)\sira ({\op{U}}(f),\mathcal O|_{{\op{U}}(f)})$$ Das
  folgt unmittelbar aus den Definitionen.\label{otgh}
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
  Ein {\bf Schema}\index{Schema} ist ein lokal gekringter Raum
  $(X,\mathcal O_X)$,
  der eine "Uberdeckung durch offene Teilmengen besitzt, die
  mit der eingeschr"ankten Strukturgarbe
  jeweils isomorph sind zum Spektrum eines Krings.
  Ein {\bf Morphismus von Schemata} ist ein
  \hyperref[lokMO]{lokaler Morphismus}
  der zugrundeliegenden lokal gekringten R"aume. Die Kategorie
  der Schemata notieren wir\index{Sch@$\op{Sch}$ Kategorie
  der Schemata}$$\op{Sch}$$
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
  Nach \ref{SpVT} ist das Bilden des Spektrums eines Krings ein
  volltreuer Funktor $\op{Spec}:\op{Kring}\vra \op{Sch}^{\op{opp}}$
  von der Kategorie der Kringe in die opponierte Kategorie der
  Kategorie der
  Schemata. Diejenigen Schemata, die isomorph sind zum Spektrum eines Krings,
  hei"sen {\bf affine Schemata}\index{affin!Schema}\index{Schema!affines}
  und bilden eine volle
  Unterkategorie\index{Schaff@$\op{Sch}^{\op{aff}}$ affine Schemata}  
  $\op{Sch}^{\op{aff}}\subset\op{Sch}$ 
  und wir haben $$\op{Spec}^{\op{opp}}:\op{Kring}^{\op{opp}}\sirra \op{Sch}^{\op{aff}}$$
  Ein finales Objekt in der Kategorie der\label{AdGO} 
  Schemata ist das Schema $\op{Spec}\DZ$. Die Definitionen liefern sogar eine
  Adjunktion  $(\op{Spec},\Gamma^{\op{opp}})$ f"ur $\Gamma: \op{Sch}\ra\op{Kring}^{\op{opp}}$ den Funktor $X\mapsto\Gamma(X;\mathcal O_X)$ der
  globalen regul"aren Funktionen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Offene Teilmengen von
      Schemata sind Schemata}] 
  Jede offene Teilmenge eines affinen Schemas ist
  mit der restringierten Strukturgarbe ein Schema nach \ref{otgh}.
  Damit ist "uberhaupt jede offene Teilmenge eines  Schemas
  mit der restringierten Strukturgarbe wieder ein Schema.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}[\textbf{Die projektive Gerade als Schema}] 
  Einen Kowinkel
  $$\xymatrix{%\kokart
X \ar[r]\ar[d]
& Y \\
Z  &}$$
  in der Kategorie der geringten R"aume,
  dessen Pfeile offene Einbettungen sind,
  vervollst"andigt man unschwer zu einem kokartesischen
  Diagramm
  $$\xymatrix{\kokart
X \ar[r]\ar[d]
& Y \ar[d]\\
Z \ar[r] &W}$$
  Die Grundmenge $W$ erh"alt man aus der
  disjunkten Vereinigung $Y\sqcup Z$
  durch das Identifizieren der Bilder von Elementen $x\in X$
  in beiden Mengen, als Topologie nimmt man die Finaltopologie,
  und Schnitte der Strukturgarbe $\mathcal O_W(U)$ erkl"art
  man als Paare von Schnitten aus $\mathcal O_Y(Y\cap U)$
  und $\mathcal O_Z(Z\cap U)$, deren Bilder in
  $\mathcal O_X(X\cap U)$ "ubereinstimmen.
  Insbesondere sind die beiden Morphismen nach $W$ damit auch
  offene Einbettungen. Das zeigt, da"s in
  dieser Situation mit $Y$ und $Z$ auch $W$ ein Schema ist.
  Wir erkl"aren nun ein Schema $\mathbb P^1$ durch das kokartesische
  Diagramm
   $$\xymatrix{\kokart
\op{Spec}\DZ[T,T^{-1}] \ar[r]\ar[d]
& \op{Spec}\DZ[T^{-1}] \ar[d]\\
\op{Spec}\DZ[T] \ar[r] &\mathbb P^1}$$
  und nennen es die {\bf projektive Gerade}.\index{P@$\mathbb P^1$ projektive Gerade} Man "uberzeugt sich, da"s das Bild von
  $\op{Spec}\DZ[T]\ra\mathbb P^1$ das Komplement eines einzigen Punktes
  ist, den man den {\bf
    unendlich fernen Punkt} nennt und mit
  $\infty\in \mathbb P^1$ bezeichnet.
  Der eindeutige Morphismus
  $\mathbb P^1\ra\op{Spec}\DZ$ 
  induziert einen Isomorphismus auf den globalen Schnitten der
  Strukturgarben, obwohl er offensichtlich selbst kein Isomorphismus
  ist. Das zeigt insbesondere,
  da"s unsere projektive Gerade kein affines Schema ist.
\end{Beispiel}




\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Schema $X$ und ein Kring $R$ bezeichnen wir
  die Menge aller Morphismen von Schemata vom Spektrum von $R$ nach $X$ mit 
  $$X(R)\pdef \op{Sch}(\op{Spec}R,X)$$
  und nennen diese Menge die {\bf Menge der $R$-wertigen Punkte des Schemas $X$}.\index{Punkte!$R$-wertige Punkte eines Schemas}
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
  F"ur das Schema $\mathbb A^n\pdef \op{Spec}\DZ[T_1,\ldots,T_n]$ und einen beliebigen  Kring $R$ 
  erhalten wir eine nat"urliche Bijektion $\mathbb A^n(R)\sira R^n$
  als Verkn"upfung der
  Identifikationen
  $$\mathbb A^n(R)=\op{Sch}(\op{Spec}R,\op{Spec}\DZ[T_1,\ldots,T_n])
  \sira \op{Kring}(\DZ[T_1,\ldots,T_n],R)\sira R^n$$
  mit dem Auswerten eines Ringhomomorphismus auf den
  Variablen als letzter Abbildung. 
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  F"ur das Schema $X\pdef \op{Spec}(\DZ[T_1,\ldots,T_n]/\langle P\rangle)$
  mit einem Polynom $P$ und einen beliebigen  Kring $R$ 
  erhalten wir "ahnlich
  eine nat"urliche Bijektion $X(R)\sira \{x\in R^n\mid P(x)=0\}$.
  Analoges gilt f"ur eine beliebige Menge von Polynomen.
 \end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Kringwertige Punkte der projektiven Geraden}]
  F"ur die projektive Gerade und einen beliebigen  Kring $R$ 
 will ich nun eine Bijektion von $\mathbb P^1(R)$ mit der Menge aller
  derjenigen  direkten Summanden $P\subset R^2$
  des $R$-Moduls $R^2$ konstruieren, die lokal frei sind von Rang Eins,
  in Formeln $P_{\mathfrak p}\cong R_{\mathfrak p}$ f"ur alle $\mathfrak p\in\op{Spec}R$.  Ist $R$ bereits selbst lokal und $\mathfrak m$
  sein maximales Ideal, so mu"s $\mathfrak m$ in einer der beiden
  offenen Teilmengen $\op{Spec}\DZ[T]$ oder $\op{Spec}\DZ[T^{-1}]$
  landen, und in derselben offenen Teilmenge mu"s dann auch ganz
  $\op{Spec}R$ landen und wir erhalten ein kokartesisches Diagramm
  von Mengen $$\xymatrix{\kokart
\op{Ring}(\DZ[T,T^{-1}],R) \ar[r]\ar[d]
& \op{Ring}(\DZ[T^{-1}],R) \ar[d]\\
\op{Ring}(\DZ[T],R) \ar[r] &\mathbb P^1(R)}
  \qquad\text{alias}\qquad
  \xymatrix{\kokart
R^\times \ar[r]^{\text{inv}}\ar[d]
& R \ar[d]\\
R \ar[r] &\mathbb P^1(R)}$$
  Nun wird, immer im Fall eines lokalen Krings $R$,
  jeder Summand $P$ der behaupteten
  Gestalt erzeugt von einem Element der Gestalt $(1,r)$ oder
  einem Element der Gestalt $(r,1)$ oder sowohl als auch, und letzteres
  genau dann,
  wenn $r$ eine Einheit ist. Damit ist die Behauptung im Fall lokaler Kringe
  klar. Das Verkleben zum allgemeinen Fall sei dem Leser "uberlassen. 
 \end{Beispiel}

\begin{Proposition}[\textbf{Schemata als Funktoren}]  
  Das Bilden der $R$-wertigen Punkte
$X\mapsto (R\mapsto X(R))$\label{DFS} 
f"ur alle Kringe $R$ ist in seiner Gesamtheit ein volltreuer Funktor
  $$\op{Sch}\vra\op{Cat}(\op{Kring},\op{Ens})$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
  Diese Proposition erlaubt es, manche Schemata sehr direkt anzugeben.
  Als Beispiel m"ogen die {\bf Gra"smann-Schemata} $\op{Gr}(n,k)$
  dienen, die man f"ur beliebige $n,k\in\DN$ definieren kann als  diejenigen  Funktoren
  $\op{Kring}\ra \op{Ens}$, die gegeben werden durch die Vorschrift 
  $$R\mapsto \{P\subset R^n\mid P\text{ ist direkter Summand mit }
  P_{\mathfrak p}\cong R_{\mathfrak p}^k\;\forall \mathfrak p\in\op{Spec}R\}$$
 Bei diesem Zugang bleibt offen, ob besagte Funktoren
 in der Tat Schemata sind. Sobald man aber bereit ist, das ohne Beweis
 hinzunehmen, kann
  man unmittelbar mit wohldefinierten Objekten  weiterarbeiten.
  Im "ubrigen ist
  $\op{Gr}(2,1)$ schlicht unsere projektive Gerade $\mathbb P^1$.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Das Yoneda-Lemma
  liefert schon einmal einen volltreuen Funktor
  $$\op{Sch}\vra\op{Cat}(\op{Sch}^{\op{opp}},\op{Ens})$$
  durch $X\mapsto (Y\mapsto \op{Sch}(Y,X))$. 
  Nun ist es aber offensichtlich so, da"s gegeben lokal gekringte R"aume $X,Y$
  die Zuordnung $U\mapsto \op{lokGek}(U,X))$ 
  f"ur $U\co Y$ eine Garbe von Mengen auf $Y$ bildet. Unser Funktor ordnet jedem
  Schema $X$ also einen Funktor $\op{Sch}^{\op{opp}}\ra \op{Ens}$ zu, dessen
  Einschr"ankungen auf alle offenen Teilmengen eines beliebigen
  weiteren Schemas $Y$
  eine Garbe bilden. Nun bilden die affinen Unterschemata
  eines jeden Schemas $Y$
  per definitionem eine Basis seiner Topologie.
    Nach
    \ref{MGTk} k"onnen wir
    also $X(Y)$ beschreiben als die globalen Schnitte der
  Garbifizierung der auf der Basis der affinen offenen
  Unterschemata $U\co Y$ durch $U\mapsto X(U)$  erkl"arten Pr"agarbe.
  Ebenso  k"onnen wir f"ur ein weiteres Schema $Z$ aber auch
  $Z(Y)$ beschreiben.
  Mit  \ref{MGTk} folgt so, da"s auch die Verkn"upfung $$\op{Sch}\vra\op{Cat}(\op{Sch}^{\op{opp}},\op{Ens})\ra \op{Cat}((\op{Sch}^{\op{aff}})^{\op{opp}},\op{Ens})$$ mit
  der Restriktion auf die volle Unterkategorie der affinen Schemata
  als zweitem Pfeil volltreu ist. Die "Aquivalenz
  $\op{Spec}: \op{Kring}\sirra (\op{Sch}^{\op{aff}})^{\op{opp}}$ zeigt dann die Behauptung. 
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}  Gegeben ein Kring $k$
  bezeichne $\op{Sch}_k$ die Kategorie der
  {\bf Schemata "uber $k$}, als da hei"st, der Schemata mit einem
  ausgezeichneten Morphismus nach $\op{Spec}k$. Morphismen in dieser Kategorie
  sind per definitionem Morphismen von Schemata, die mit den jeweiligen
  ausgezeichneten Morphismen
  vertr"aglich sind. Gegeben ein algebraisch abgeschlossener
  K"orper $k=\bar k$ betrachten wir nun darin die volle Unterkategorie
$$\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}}\subset \op{Sch}_k$$ aller $k$-Schemata $X$, die eine endliche "Uberdeckung
durch offene Teilmengen besitzen, die jeweils isomorph sind
zu ${\op{Spec}}A$ f"ur einen affinen $k$-Kring $A$,\label{schVA}
und nennen sie {\bf $k$-Pr"avariet"atenschemata}.\index{Pr"avariet"atenschema} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Pr"avariet"aten als Pr"avariet"atenschemata}]
  Gegeben $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener
  K"orper  konstruieren wir einen Funktor\label{Max} 
  $$\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}} \ra \op{Gerf}_k$$
  von der Kategorie aller $k$-Pr"avariet"atenschemata aus \ref{schVA} 
  in die Kategorie der durch Funktionen $k$-gekringten R"aume.
  Die Notation r"uhrt daher, da"s unser Funktor der maximalen Ideale 
  $\op{Max}:\op{Kralg}_k^{\op{renf}}\sirra \op{Varaff}_k^{\op{opp}}$
  aus \ref{Maxs} oder vielmehr der davon auf den opponierten Kategorien
  induzierte Funktor 
  in nat"urlicher Weise isomorph sein wird zur Verkn"upfung
  $\op{Max}\circ\op{Spec}$, so da"s $\op{Max}$ als Analogon des
  Maximalspektrums f"ur gewisse nicht notwendig affine
  $k$-Schemata angesehen werden kann.
  Als topologischen Raum ordne $\op{Max}$ jedem
  unserer speziellen Schemata $X$ die Menge $\op{Max}(X)$ seiner
  abgeschlossenen Punkte  zu, versehen mit der induzierten Topologie.
  Als n"achstes "uberlegen wir uns, da"s das Herunterschneiden
  eine Bijektion
  $$\op{Off}(X)\sira \op{Off}(\op{Max}X)$$
  induziert. Die Surjektivit"at dieser Abbildung ist f"ur
  jede Teilmenge mit ihrer induzierten Topologie klar.
  Die Injektivit"at ist klar f"ur topologische R"aume $X$, bei
  denen f"ur jede offene Teilmenge $U\co X$ gilt $p\in U\IFF \bar p\cap\op{Max}U\neq\emptyset$, und unsere
  speziellen Schemata haben diese Eigenschaft.
  Jetzt definieren wir f"ur $U\co X$ eine Abbildung
  $$\mathcal O_X(U)\ra \op{Ens}(\op{Max}U,k)$$
  durch die Vorschrift $f\mapsto \bar f$ mit
  $\bar f(x)\mapsto f+\mathfrak m_x$ unter dem nat"urlichen
  Isomorphismus $k\sira \mathcal O_{X,x}/\mathfrak m_x$
  f"ur $x\in \op{Max}U$. Man pr"uft leicht, da"s sie injektiv ist, und
  da"s die Bilder dieser Injektionen eine $k$-Ringalgebrenuntergarbe
  der Garbe aller $k$-wertigen Funktionen auf offenen Teilmengen von
  $\op{Max}X$ bilden. Damit haben wir unseren Funktor konstruiert.
  Wir zeigen nun, da"s er eine "Aquivalenz von Kategorien\label{aqSV} 
   $$\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}} \sirra \op{p\!Var}_k$$
  zwischen der Kategorie der Pr"avariet"atenschemata
  und der Kategorie der Pr"avariet"aten induziert.
  Zun"achst landet unser Funktor
  in $\op{p\!Var}_k$, weil er offene
  Einbettungen zu offenen Einbettungen macht und
  f"ur jede affine $k$-Kringalgebra $A$ das Schema $\op{Spec}A$
  auf den $k$-geringten Raum $\op{Max}A$ abbildet. Jetzt konstruieren
  wir noch einen Funktor in die Gegenrichtung und zeigen dann, da"s
  er quasiinvers ist.
Wir gehen aus vom Funktor 
  $\op{irr}:\op{Top}\ra\op{Ens}$,
  der jedem
   topologischen Raum $X$  die Menge
  $\op{irr}(X)$ seiner irreduziblen abgeschlossenen Teilmengen zuordnet und
  jeder stetigen Abbildung $\varphi:X\ra Y$ die Abbildung 
  $A\mapsto \op{Cl}({\varphi(A)})$.
   Auf $\op{irr}(X)$ erkl"aren wir eine Topologie durch die
  Vorschrift, da"s die abeschlossenen Mengen von $\op{irr}(X)$
  genau die Bilder von $\op{irr}(Z)\ra\op{irr}(X)$ sein sollen f"ur
  $Z\As X$. Damit erhalten wir sogar einen Funktor\label{irrS}\index{irr@$\op{irr}(Z)$ zu Variet"at $Z$} 
  $$\op{irr}:\op{Top}\ra\op{Top}$$
  F"ur  topologische R"aume $X$,
  in denen alle Punkte abgeschlossen sind, erhalten wir eine
  nat"urliche Einbettung $X\hra \op{irr}(X)$, indem wir jedem Punkt
  die aus eben diesem einen
  Punkt bestehende irreduzible abgeschlossene Teilmenge
  zuordnen, und diese Einbettung induziert sogar einen Isomorphismus
  $\op{Off}(\op{irr}(X)) \sira \op{Off}(X)$
  zwischen den jeweiligen Kategorien offener Teilmengen.
  Ist nun $(X,\mathcal O_X)$ eine $k$-Pr"avariet"at im Sinne von \ref{DeVah},
  so liefert folglich $\mathcal O_X$ auch eine Garbe von Kringen auf
  $\op{irr}(X)$, die wir $\op{irr}(\mathcal O_X)$
  notieren, und wir erhalten durch
  $(X,\mathcal O_X)\mapsto (\op{irr}(X),\op{irr}(\mathcal O_X))$
  einen treuen Funktor
  $$\op{irr}:\op{p\!Var}_k\ra\op{Gek}$$
  Salopp gesprochen f"ugt er f"ur jede mehrpunktige irreduzible
  Teilmenge noch ein Element hinzu und dehnt die Topologie und die Garbe der
  regul"aren Funktionen in der naheliegenden
  Weise auf diese gr"o"sere Menge aus.
  Wir  zeigen nun, da"s er ein volltreuer Funktor in
  die Kategorie der  $k$-Schemata ist. Es ist klar, da"s unser
  Funktor offene Einbettungen zu offenen Einbettungen macht.
  Andererseits liefert \ref{PuI} 
  f"ur jede affine $k$-Variet"at $X$
einen Hom"oomorphismus
$\tau:\op{irr}(X)\sira\op{Spec}\mathcal O(X)$ und die in \ref{LoGOO}
konstruierten Isomorphismen von $k$-Kringalgebren
$\mathcal O(X)_f\sira \mathcal O(X_f)$ f"ur $f\in\mathcal O(X)$
induzieren erst einen Isomorphismus
$${\op{pr\ddot a}}\mathcal O_{\op{Spec}\mathcal O(X)}\sira \tau_\ast\op{irr}(\mathcal O_X)$$
von Pr"agarben auf der Standardbasis der Topologie und dann auch
einen Isomorphismus 
$$\mathcal O_{\op{Spec}\mathcal O(X)}\sira \tau_\ast\op{irr}(\mathcal O_X)$$
auf den Garbifizierungen. So folgt, da"s unser Funktor
$\op{irr}$ affine Variet"aten zu affinen Schemata macht. Mithin
haben wir 
in der Tat einen Funktor in die Gegenrichtung\label{irrSC}  $$\op{irr}:\op{p\!Var}_k\ra\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}}$$ konstruiert.  
Da"s f"ur $X\in\op{p\!Var}_k$ die offensichtliche Abbildung
$X\ra \op{Max}(\op{irr}X)$ ein Isomorphismus von
durch Funktionen $k$-geringten R"aumen ist, scheint mir einigerma"sen
offensichtlich.
Da"s f"ur  $X\in\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}}$ die offensichtliche Abbildung
$X\ra \op{irr}(\op{Max}X)$ ein
Hom"oomorphismus ist, scheint mir auch recht klar.
Gegeben $U\co X$ k"onnen wir auch leicht eine
nat"urliche Abbildung $\mathcal O_X(U)\ra \op{irr}(\mathcal O_{\op{Max}X}(U))$
angeben und sehen, da"s sie ein Isomorphismus ist.
Dann erkennen wir, da"s wir mit diesen Isomorphismen sogar einen
Isomorphismus $X\sira \op{irr}(\op{Max}X)$ von geringen R"aumen erhalten,
und das beendet den Beweis.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Wir geben noch eine Umformulierung unseres Lemmas \ref{glSD} an.
  Gegeben ein affines Schema $X$ 
  und $f \in \mathcal{O} (X)$ eine regul"are Funktion 
  ist\index{)8ba@$X_f$ Nichtnullstellen von $f$!Schema}
  das offene Unterschema $X_f\pdef  \{ x \in X \mid f_x\not\in  \mathfrak m_x\}$ der {\bf Nichtnullstellen von $f$}\index{Nichtnullstellenschema}  auch affin und  die Restriktion 
  $\mathcal{O}(X) \ra \mathcal{O}(X_f)$ induziert einen\label{ScBB}
  Isomorphismus
 $$\mathcal{O}(X)_f \sira \mathcal{O}(X_f)$$ 
zwischen der Lokalisierung von $\mathcal{O}(X)$ an $f$ und dem Ring der
regul"aren Funktionen auf $X_f$.
Hier meint $f_x\in\mathcal O_{X,x}$ den Halm von $f$ und
  $\mathfrak m_x\subset\mathcal O_{X,x}$ das maximale Ideal dieses
  lokalen Rings.
  Das alles ist nur eine Umformulierung von Lemma \ref{glSD}, in dem 
  dieselben Aussagen f"ur $X=\op{Spec}R$ gezeigt werden. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Lemma} 
Gegeben ein Schema $X$, offene affine Teilmengen
$U,V\co X$  und ein Punkt $x\in U\cap V$  gibt
es stets  $f\in \mathcal O(U)$ und $g\in \mathcal O(V)$
 mit $ U_f=V_g$ und $x\in U_f$.  
In dieser Situation ist auch
$ U_f=V_g$ affin.\label{kgAS}
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Sicher finden wir $s\in \mathcal O(U)$ mit
  $x\in U_s\subset V$. Sicher finden wir  auch
  $t\in \mathcal O(V)$ mit $x\in V_t\subset U$.
  Das Element $s\in\mathcal O(V_t)$ l"a"st sich nach \ref{ScBB} als
  Bruch $s=a/t^n$ mit $a\in\mathcal O(V)$ schreiben.
  Das Element $t\in\mathcal O(U_s)$ l"a"st sich als
  Bruch $t=b/s^m$
  mit $b\in\mathcal O(U)$ schreiben.
Folglich gilt $V_{at}=U_{bs}$ und $x$ liegt in beiden Mengen.
\end{proof}
\subsubsection*{"Ubungen}


\begin{Ubung}
  Das Spektrum eines Krings ist stets kompakt. Man beachte,
  da"s es nur sehr selten Hausdorff ist.
\end{Ubung}



\begin{Ubung}[\textbf{Affinit"atskriterium}]
Ein Schema $X$ ist\label{AfKrx}
 genau dann affin,\index{Affinit"atskriterium!f"ur Schemata} 
wenn es Elemente $f_1, \dots, f_r \in \mathcal{O}(X)$
gibt, die als Ideal ganz $\mathcal{O} (X)$ erzeugen 
und so, da"s $X_{f_i}$
jeweils  affin ist. Hinweis: Man orientiere sich an
\ref{AfKr} und verwende \ref{ScBB}. 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  In der Kategorie aller Schemata gibt es beliebige Koprodukte.
  Ein unendliches Koprodukt von affinen Schemata mu"s jedoch keineswegs
  wieder ein affines Schema sein, und unendliche Koprodukte in der Kategorie
  der affinen Schemata existieren durchaus auch, stimmen aber nicht
  mit unendlichen Koprodukte in der Kategorie
  der Schemata "uberein.
\end{Ubung}


\begin{Ubung}\label{AfmmS} 
 Sei $\varphi: X\ra Y$ ein Morphismus von Schemata.
Man zeige: Ist $Y$ affin und 
   gibt es eine "Uberdeckung von $Y$ durch
  offene affine Teilmengen $V_i$ mit affinen Urbildern $\varphi^{-1}(V_i)$,
so ist auch $X$ affin. Hinweis: \ref{AfKrx}. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}\label{afMMS} 
 Ein Morphismus von Schemata hei"st {\bf
    affin},\index{affin!Morphismus} wenn das Urbild jeder
 affinen offenen Teilmenge wieder affin ist.
 Sei $\varphi:X\ra Y$ ein 
Morphismus von Schemata. Besitzt $Y$ eine "Uberdeckung durch
offene affine Teilmengen mit affinen Urbildern, so ist 
$\varphi$ ein affiner Morphismus. Hinweis: In \ref{AfmmS} haben Sie das f"ur
$Y$ affin bereits gezeigt. F"ur den allgemeinen Fall nehme man
\ref{kgAS} zu Hilfe.  
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von Schemata hei"st {\bf endlich}\index{endlich!Morphismus von Variet"aten} oder bei uns auch {\bf modulendlich},\index{modulendlich!Morphismus von Variet"aten}
  wenn er affin ist und wenn f"ur alle affinen $V\co Y$ der Ring
  $\mathcal O(\varphi^{-1}(V))$ modulendlich ist "uber $\mathcal O(V)$.
  Man zeige, da"s das bereits f"ur alle affinen $V\co Y$ folgt, wenn wir es
  nur f"ur die Teilmengen einer "Uberdeckung von $Y$ durch offene\label{endliS} 
  affine Teilmengen fordern. Hinweis: \ref{afMMS}.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  F"ur jedes Schema $X$ erhalten wir  durch
  $\varphi\mapsto \varphi^\sharp(T)$ eine Bijektion
  $\op{Sch}(X,\op{Spec}\DZ[T])\sira \Gamma( \mathcal O_X)$.
\end{Ubung}
\subsection{Faserprodukte von Schemata}
 \begin{Bemerkungl}
   Gegeben eine Menge $I$ und $n\geq 1$
   betrachten wir  die Kategorie
   $\mathcal K_n(I)$\index{K@$\mathcal K_n(I)$}   mit allen nichtleeren 
  Teilmengen von $I$ aus h"ochstens $n$ Elementen
  als Objekten und von jeder\label{KnE} 
  Teilmenge genau einem Morphismus zu jeder ihrer nichtleeren Teilmengen.
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Zusammenkleben einer Menge aus "uberdeckenden Teilmengen}] 
  Seien $X$ eine Menge und $X=\bigcup_{i\in I}X_i$ eine
  "Uberdeckung durch eine Familie von Teilmengen.
  Wir erhalten dann
  einen Funktor $\tilde X\in \op{Cat}(\mathcal K_2(I),\op{Ens})$
  gegeben durch $\{i\}\mapsto X_i$ und $\{i,j\}\mapsto X_i\cap X_j$
  und die offensichtliche Abbildung ist eine Bijektion
  $$\op{col}\tilde X\sira X$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verkleben einer Familie von Mengen}]
  Gegeben  eine Menge $I$ erinnern wir nun an unsere Kategorie $\mathcal K_3(I)$ aus \ref{KnE} und gehen nun von einem  Funktor\index{Verkleben} 
  $F: \mathcal K_3(I)\ra\op{Ens}$ aus
  und verwenden die Abk"urzung $F_{i\ldots k}\pdef F(\{i,\ldots,k\})$.
  Unser Funktor hei"se
  ein {\bf Verklebedatum},\index{Verklebedatum!von Mengen} 
  wenn jeder Morphismus auf eine Injektion abgebildet wird und 
  wenn f"ur beliebige $i,j,k\in I$\label{VkMb} 
  das Bild von $F_{ijk}$ in $F_j$ mit dem Schnitt der
  Bilder von  $F_{ij}$ und $F_{jk}$ zusammenf"allt.
 Gegeben solch ein Verklebedatum sind f"ur alle $i\in I$ die nat"urlichen Abbildungen
  Injektionen $$F_i\hra \op{col}F$$
 und dabei ist es unerheblich, ob wir den Kolimes "uber
 $\mathcal K_3(I)$ oder $\mathcal K_2(I)$ bilden.
 Um die behauptete Injektivit"at zu zeigen, geht man von der Beschreibung  
  des Kolimes als
  der Quotient $$\op{col}F=\left.\bigsqcup_{i\in I}F_i\right\slash\sim$$
  f"ur die von $F_{i\subset ij}(x)\sim F_{j\subset ij}(x)$ f"ur alle $i,j\in I$ und $x\in F_{ij}$ erzeugte
  "Aquivalenzrelation aus, mit der Notation
  $F_{i\subset ij}:F_{ij}\ra F_i$ f"ur das Bild der Inklusion $\{i\}\hra \{i,j\}$
  unter unserem Funktor $F$. Unter unseren Annahmen folgt,
  da"s besagte Erzeuger f"ur unsere "Aquivalenzrelation bereits selbst eine  "Aquivalenzrelation und
  damit 
  die ganze "Aquivalenzrelation bilden. Aus $x\sim y$ f"ur $x,y\in F_i$ folgt damit sofort $x=y$.
 \end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verkleben einer Familie von topologischen R"aumen}]
Wir gehen wie beim Verkleben von Mengen in \ref{VkMb} 
von einer Menge $I$ und\label{VVTzn} 
der  Kategorie $\mathcal K_3(I)$ aller nichtleeren Teilmengen
von $I$ mit bis zu drei Elementen 
   aus. Ein
   Funktor $F: \mathcal K_3(I)\ra\op{Top}$
    hei"se ein {\bf topologisches Verklebedatum},\index{Verklebedatum!topologisches} wenn er  alle Morphismen zu offenen Einbettungen macht und
   f"ur beliebige $i,j,k\in I$
  das Bild von $F_{ijk}$ in $F_j$ mit dem Schnitt der
  Bilder von  $F_{ij}$ und $F_{jk}$ zusammenf"allt.
  Gegeben ein topologisches Verklebedatum 
 sind f"ur alle $i$ die nat"urlichen Abbildungen
  offene Einbettungen $$F_i\hra \op{col}F$$
   Das folgt aus unseren Erkenntnissen  in \ref{VkMb}
   zum Verkleben von Mengen. In der Tat ist f"ur $U\co F_i$
   das Urbild in  $F_j$ seines Bildes im Kolimes stets
   offen, da es auch als das Bild seines Urbildes in  $F_{ij}$
   beschrieben werden kann. 
   Es reicht hier sogar vorauszusetzen, da"s alle Morphismen
   aus $\mathcal K_2(I)$ unter unserem Funktor zu offenen Einbettungen werden.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verkleben einer Familie von begarbten  topologischen R"aumen}]
Gegeben zwei topologische Verklebedaten   $F,G:\mathcal K_3(I)\ra\op{Top}$
 zu derselben Indexmenge $I$ und\label{VKgtr} 
 eine Transformation  $p:G\RA F$ derart, da"s alle $p:G_i\ra F_i$
  \'etale sind,  ist offensichtlich auch die induzierte Abbildung
  $$\op{col}G\ra \op{col}F$$
  \'etale. Damit k"onnen wir  auch begarbte R"aume verkleben.
  Die ben"otigten Eigenschaften f"ur $G$ folgen im "ubrigen sofort
  aus den entsprechenden Annahmen an $F$, wenn wir nur f"ur jeden Morphismus
  $a\ra b$ in $\mathcal K_3(I)$ fordern, da"s das Diagramm
   $$\xymatrix{
G(a) \ar[r]\ar[d]
& G(b) \ar[d]\\
F(a) \ar[r] &F(b)}$$
  kartesisch sein m"oge.  
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Ich will das in einem Spezialfall noch expliziter machen,
  ohne dabei bis ins letzte Detail zu gehen.
  Sei $X$ ein topologischer Raum mit einer
  "Uberdeckung $X=\bigcup_{i\in I}X_i$ durch
  eine Familie offener Teilmengen. Seien Garben $\mathcal F_i\in\op{Ens}_{/X_i}$
  gegeben und Morphismen $\varphi_{ij}: \mathcal F_j|_{X_i\cap X_j}\ra \mathcal F_i|_{X_i\cap X_j}$ derart, da"s gilt $\varphi_{ii}=\op{id}$ f"ur alle $i$ und
  da"s f"ur alle $i,j,k$ gilt
  $$\varphi_{ij}\circ\varphi_{jk} =\varphi_{ik}: \mathcal F_k|_{X_i\cap X_j\cap X_k}
  \ra \mathcal F_i|_{X_i\cap X_j\cap X_k}$$ f"ur die entsprechend
  auf $X_i\cap X_j\cap X_k$ eingeschr"ankten
  Morphismen. So gibt es ein Garbe $\mathcal F\in\op{Ens}_{/X}$ mitsamt
  Isomorphismen $\varphi_i:\mathcal F_i\sira \mathcal F|_{X_i}$ derart, da"s gilt $\varphi_{ij}=\varphi_i^{-1} \varphi_j$ f"ur die entsprechend
  auf $X_i\cap X_j$ eingeschr"ankten
  Morphismen und das Datum  $(\mathcal F,(\varphi_i)_{i\in I})$ ist eindeutig bestimmt bis auf eindeutigen Isomorphismus. Um zu sehen, wie das aus dem
  vorhergehenden folgt, bemerke man zun"achst, da"s unsere Bedingungen
  $\varphi_{ij}\varphi_{ji}=\op{id}$ implizieren und wir so 
  $\mathcal F_j|_{X_i\cap X_j}$ und $ \mathcal F_i|_{X_i\cap X_j}$ zu einer Garbe
  $\mathcal F_{ij}$ auf $X_i\cap X_j$ identifizieren k"onnen mit
  ausgezeichneten kartesischen
  Morphismen nach $\mathcal F_i$ und $\mathcal F_j$.
  Ebenso k"onnen wir die Einschr"ankungen auf $X_i\cap X_j\cap X_k$ zu einer
  Garbe $\mathcal F_{ijk}$ identifizieren mit  ausgezeichneten kartesischen
  Morphismen nach $\mathcal F_{ij}$, $\mathcal F_{ik}$ und $\mathcal F_{jk}$,
  so da"s alle diese Daten zusammen auf den \'etalen R"aumen
  einen Funktor $\mathcal K_3(I)\ra\op{Top}$ liefern. Von diesem Funktor sieht
  man dann ein, da"s er ein Verklebedatum sein mu"s, und  erh"alt man
  den \'etalen Raum von $\mathcal F$ als seinen Kilomes. Mir selber gef"allt
  die Darstellung des Sachverhalts in \ref{VKgtr} besser. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}[\textbf{Produkte von Schemata}]
  In der Kategorie der Schemata existieren alle endlichen
  Produkte und Faserprodukte und kartesische Diagramme in der Kategorie
  der affinen Schemata sind bereits kartesisch in der Kategorie
  aller Schemata.
\end{Satz}
\begin{proof}
  Seien $X,Y,S$ Schemata und $X\ra S$ sowie $Y\ra S$ Morphismen.
  Existiert das Faserprodukt $X\times_SY$ und ist 
   $U\co X$ offen, so ist
  $\op{pr}_X^{-1}(U)\co X\times_SY$ ein Faserprodukt
  $U\times_S Y$. Ist weiter $X=\bigcup X_i$ eine offene
  "Uberdeckung und existieren die Faserprodukte
  $X_i\times_S Y$ f"ur alle $i$, so
existieren nach dem Vorhergehenden f"ur $X_{i\ldots k}\pdef X_i\cap\ldots\cap X_k$
auch die Faserprodukte  $X_{ij}\times_S Y$ und $X_{ijk}\times_S Y$
  und bilden mit den $X_i\times_S Y$ und den
  offensichtlichen Morphismen ein Verklebedatum von gegarbten R"aumen,
  das also zu
  einem Schema verklebt.  Wir zeigen nun, da"s dies Schema
  ein Faserprodukt $X\times_S Y$ ist.
In der Tat, gegeben Morphismen $\varphi:Z\ra X$ und $\psi:Z\ra Y$, die 
zu demselben Morphismus nach $S$ verl"angern,
mag man $Z$ als die Verklebung  $Z_i\pdef \varphi^{-1}(X_i)$
beschreiben und so die Existenz eines Morphismus $Z\ra X\times_S Y$
zeigen, der mit $\varphi$ und $\psi$ vertr"aglich ist.
Dessen Eindeutigkeit ist eh unproblematisch. Nun beginnt man
mit der Erkenntnis, da"s $\op{Spec}(A\otimes_BC)$ wegen der
Adjunktion $(\op{Spec},\Gamma^{\op{opp}})$ aus \ref{AdGO} in der Kategorie der Schemata ein Faserprodukt
  $(\op{Spec}A)\times_{\op{Spec}B}(\op{Spec}C)$ ist. So
  folgt die Existenz der Faserprodukte  $X\times_SY$ zun"achst
  f"ur $X,Y,S$ alle affin, und dann mit unseren Vorbemerkungen
  f"ur nur $X,S$ affin, und dann sogar f"ur nur
  $S$ affin.
  Schlie"slich w"ahlt man eine offene affine "Uberdeckung $S=\bigcup S_i$
  und bezeichnet mit $X_i,Y_i$ die Urbilder der $S_i$ und
  erh"alt aus dem Verklebedatum zu den
  $X_i\times_{S_i} Y_i$ und den $X_{ij}\times_{S_{ij}} Y_{ij}$ und den $X_{ijk}\times_{S_{ijk}} Y_{ijk}$ wieder ein Schema, wobei letztere Faserprodukte
  existieren, da sie gleichbedeutend "uber den affinen $S_i$ gebildet werden k"onnen. Dasselbe Argument wie zuvor zeigt nun, da"s dies
  Schema ein Faserprodukt $X\times_S Y$  ist.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Schema $X$ und Kringe $A,B$ sowie Morphismen
  von Schemata $X\ra \op{Spec}A\leftarrow \op{Spec}B$ verwenden
  wir gerne die Abk"urzung
  $$X\otimes_A B\pdef X\times_{\op{Spec}A} \op{Spec}B$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} Gegeben $k$ ein algebraisch abgeschlossener
  K"orper ist $k^\times$ in offensichtlicher Weise ein Gruppenobjekt
  in der Kategorie der $k$-Variet"aten. Als zugeh"origes Gruppenobjekt
  in der Opponierten der  Kategorie der affinen
  $k$-Kring\-al\-ge\-bren erhalten wir $\mathcal O(k^\times)=k[T,T^{-1}]$
  mit der Komultiplikation
  $$\Delta: k[T,T^{-1}]\ra k[T,T^{-1}]\otimes_k  k[T,T^{-1}]$$ gegeben durch
  $\Delta(T)=T\otimes T$, der Koeinheit $\varepsilon: k[T,T^{-1}]\ra k$
  gegeben durch $T\mapsto 1$ und dem Komorphismus des Invertierens
  gegeben durch $\iota: k[T,T^{-1}]\ra k[T,T^{-1}]$ mit $\iota(T)=T^{-1}$. 
  Diese Regeln k"onnen wir genauso f"ur jeden Kring $k$ und insbesondere
  f"ur $k=\DZ$ hinschreiben. So erhalten wir ein
  Gruppenobjekt
  $\DZ[T,T^{-1}]$ in $\op{Kringo}$ und damit ein
  Gruppenobjekt $$\mathbb G_{\op{m}}\pdef \op{Spec}\DZ[T,T^{-1}]$$
  in der Kategorie der affinen
  Schemata, das\label{mgS} {\bf multiplikative
    Gruppenschema}.\index{Gruppenschema!multiplikatives}
  F"ur den zugeh"origen  Funktor $\op{Kring}\ra \op{Ens}$ finden
  wir  Bijektionen $\mathbb G_{\op{m}}(k)\sira k^\times$ 
  durch das Auswerten eines Kringhomomorphismus $\DZ[T,T^{-1}]\ra k$
  bei $T$. 
\end{Beispiel}

\begin{Beispiel}[\textbf{Affine Schemata mit $\mathbb G_{\op{m}}$-Operation}]
  Sei $A$ ein Kring.  Ein Morphismus von Schemata
  $\op{act}: \mathbb G_{\op{m}}\times \op{Spec}(A)\ra \op{Spec}(A)$ ist
  dasselbe wie ein Kringhomomorphismus\label{moG} 
  $\op{act}^\sharp :A\ra A\otimes_\DZ\DZ[T,T^{-1}]$. Man pr"uft unschwer, da"s
  f"ur $\op{act}^\sharp :a\mapsto \sum a_n\otimes T^n$ im Fall einer Operation von $\mathbb G_{\op{m}}$ gilt $\op{act}^\sharp :a_n\mapsto a_n\otimes T^n$ unter derselben Abbildung, so da"s wir
  haben
  $$\textstyle A=\bigoplus_{n\in \DZ}A^n$$
  f"ur $A^n\pdef \{a\in A\mid \op{act}^\sharp(a)=a\otimes T^n\}$. Man pr"uft weiter, da"s diese Zerlegung eine $\DZ$-Graduierung des Krings $A$ sein
  mu"s und da"s wir so eine Bijektion erhalten
  zwischen $\mathbb G_{\op{m}}$-Operationen
  auf $\op{Spec}(A)$ und $\DZ$-Graduierungen auf $A$.  
\end{Beispiel}

 \subsection{Vergleich von Schemata und Variet"aten} 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Unterschied der Produkte von Pr"avariet"aten und von Schemata}]
  Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k=\bar k$ ist unser 
  volltreuer Funktor $\op{p\!Var}_k\vra \op{Sch}_k$ vertr"aglich mit
  Produkten, aber nicht mit Faserprodukten.\label{vtPR} Das liegt daran, da"s
  $\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}}$ stabil ist unter Produkten in
  $\op{Sch}_k$, was darauf zur"uckgeht,
  da"s nach \ref{TPNF} das Tensorprodukt nilpotentfreier $k$-Kringalgebren
  in diesem Fall wieder nilpotentfrei ist.
  Das entsprechende Tensorprodukt "uber einer nilpotenfreien
  $k$-Kringalgebra mu"s jedoch keineswegs nilpotentfrei sein,
  wie etwa $$(k[X]/\langle X\rangle)\otimes_{k[X]}(k[X,Y]/\langle X^2-Y^2\rangle)\cong k[Y]/\langle Y^2\rangle$$ zeigt.
  Anschaulich bedeutet dieser letzte
  Isomorphismus, da"s f"ur die Projektion der
  Vereinigung der Diagonale $X-Y=0$ und der Gerade $X+Y=0$ auf
  die $x$-Achse die Faser am Ursprung ein \glqq doppelter Punkt\grqq\ ist. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Sei $k=\bar k$. Gegeben ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von $k$-Variet"aten 
  liefert jeder Punkt $y\in Y$ einen Morphismus   
  $\op{sch}_k\ra Y$ des finalen  $k$-Schemas nach $X$. Das Faserprodukt
  $X_y\pdef \op{sch}_k\times_Y X$
  von Schemata hei"st die\label{stfa} 
  {\bf schementheoretische Faser
    von $\varphi$ bei $y$}.\index{Faser!schementheoretische}
  Im Fall affiner Variet"aten finden wir etwa
  $$X_y=\op{Spec}\mathcal O(X)/\langle \varphi^\sharp\mathfrak m_y \rangle$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ein gekringter Raum
  $(X,\mathcal O)$ hei"st {\bf reduziert},\index{reduziert!gekringter Raum}
  wenn f"ur alle $U\co X$ der Ring $\mathcal O(U)$
   nilpotentfrei ist.
  Die volltreue Einbettung der Kategorie der reduzierten gekringten R"aume
  in die Kategorie aller gekringten R"aume besitzt einen Rechtsadjungierten
  $X\mapsto X_{\op{red}}$.
  Explizit kann man $X_{\op{red}}$  
  konstruieren, indem man
  die Idealgarbe $\mathcal N\subset \mathcal O$ betrachtet
  mit $\mathcal N(U)\subset \mathcal O(U)$  das Ideal
   aller Elemente, die \glqq lokal nilpotent\grqq\ sind in dem
  Sinne, da"s es f"ur jeden Punkt $x\in U$ eine Umgebung gibt derart, da"s
  ihre Restriktion auf diese Umgebung nilpotent ist. Dann setzt man
  $\mathcal O_{\op{red}}\pdef \mathcal O/\mathcal N$ und
  pr"uft, da"s f"ur alle $U\co X$ der Ring $\mathcal O_{\op{red}}(U)$
   nilpotentfrei ist.
  Schlie"slich setzt man 
  $$X_{\op{red}}\pdef (X,\mathcal O_{\op{red}})$$
  und erkl"art $\eta=\eta_X: X_{\op{red}}\ra X$ als die Identit"at auf dem
  Raum und der Quotientenmorphismus auf den Kringgarben als Komorphismus.
  Es ist leicht zu sehen, da"s f"ur jeden reduzierten gekringten Raum $W$
  jeder Morphismus $W\ra X$ eindeutig "uber $X_{\op{red}}\ra X$ faktorisiert.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Gegeben ein Kring $R$ bezeichne $R_{\op{red}}\pdef R/\sqrt{0}$
  seinen
  Quotienten nach dem Nilradikal. Dann ist $R_{\op{red}}$ nilpotentfrei
  und man pr"uft leicht, da"s $\op{Spec}(R_{\op{red}})$ ein reduzierter
  gekringter Raum ist. Der durch $R\sra R_{\op{red}}$ gegebene Morphismus
  $\op{Spec}(R_{\op{red}})\ra \op{Spec}R$ faktorisiert also "uber einen
  eindeutig bestimmten Morphismus
  $$\op{Spec}(R_{\op{red}})\ra(\op{Spec}R)_{\op{red}}$$
  Wir zeigen, da"s er ein Isomorphismus ist. Zun"achst pr"uft man,
  da"s er eine Bijektion auf den zugrundeliegenden R"aumen ist
  und f"ur alle $f\in R$ eine 
  Bijektion der standardoffenen Mengen ${\op{U}}(\bar f)\sira {\op{U}}(f)$
  induziert. Folglich ist er ein Hom"oomorphismus.
  Nun ist per
  definitionem $\mathcal O_{\op{red}}$ die Garbifizierung der
  Pr"agarbe ${\op{p}}\mathcal O_{\op{red}}:U\mapsto \mathcal O(U)/\mathcal N(U)$.
  Da die ${\op{U}}(f)$ kompakt sind, sind lokal nilpotente
  Schnitte von $\mathcal O$  bereits nilpotent.
   Die Isomorphismen
  $R_f\sira  \mathcal O({\op{U}}(f))$  induzieren folglich Isomorphismen
  $R_f/\sqrt{0}\sira  {\op{p}}\mathcal O_{\op{red}}({\op{U}}(f))$.
  Andererseits zeigt etwas kommutative Algebra, da"s der offensichtliche
  Morphisms ein Isomorphismus
  $(R/\sqrt{0})_{\bar f}\sira R_f/\sqrt{0}$ ist. Das zeigt  nun,
  da"s unser Morpismus von geringten R"aumen  oben
  einen Isomorphismus induziert zwischen den Einschr"ankungen auf
  standardoffene Teilmengen der
  Pr"agarbe  ${\op{p}}\mathcal O_{\op{red}}$ 
  und der Strukturgarbe von $\op{Spec}(R_{\op{red}})$. Das hinwiederum
  zeigt, da"s er ein Isomorphismus von gekringten R"aumen ist. 
  \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  $k=\bar k$ erinnern wir aus \ref{irrS} unseren volltreuen
  Funktor $\op{irr}$ von $k$-Pr"avariet"aten zu $k$-Schemata.
  Gegeben  $k$-Pr"avariet"aten $X,Y,Z$
  und Morphismen $X\ra Z$ und $Y\ra Z$ liefern die universellen
  Eigenschaften einen Isomorphismus von $k$-Schemata\label{irrPR}  
  $$\op{irr}(X\times_Z Y)\sira (\op{irr}X\times_{\op{irr}Z}\op{irr}Y)_{\op{red}}$$
  Salopp gesprochen unterscheiden sich Faserprodukte von Pr"avariet"aten
  von den Faserprodukten der zugeh"origen Schemata also h"ochstens
  um nilpotente Elemente.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
  Ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von Schemata hei"st eine
  {\bf abgeschlossene Immersion},\index{Immersion!abgeschlossene!von Schemata}
  wenn die zugrundeliegende Abbildung topologischer R"aume eine
  abgeschlossene Einbettung ist und der
  Komorphismus einen Epimorphismus von abelschen
  Garben $\mathcal O_Y\sra \varphi_\ast \mathcal O_X$
  induziert.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}[\textbf{Abgeschlossene Immersionen affiner Schemata}]
  Ein Morphismus $\op{Spec}A\ra \op{Spec}B$ von affinen Schemata
  ist genau dann eine abgeschlossene Immersion, wenn der
  zugeh"orige Ringhomomorphismus eine Surjektion $B\sra A$ ist.
  Das folgt unmittelbar aus dem lokal-global-Prinzip \ref{Slp}.
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}
  Gegeben eine abgeschlossene Teilmenge $Z\As X$ eines Schemas
  gibt es in der Kategorie aller abgeschlossenen Immersionen $Y\ra X$  mit
   Bild $Z$ ein initiales  Objekt.
  Es kann auch charakterisiert werden als die
  im wesentlichen eindeutig bestimmte abgeschlossene
  Immersion eines reduzierten Schemas nach $X$ mit Bild $Z$.
  Um das zu sehen, zieht man sich auf den Fall
  $X=\op{Spec}A$ eines affinen Schemas zur"uck und\label{reisT} 
  erkennt, da"s man f"ur $Z=\mathcal Z(I)$
  auf $Z$
  die Struktur $\op{Spec}(A/\sqrt{\langle I\rangle})$ nehmen kann und
  mu"s. Wir nennen diese Struktur die {\bf reduzierte induzierte Struktur} auf der abgeschlossenen Teilmenge $Z\As X$.\index{reduzierte induzierte Struktur} 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Unter einem
  {\bf abgeschlossenen Unterschema}\index{Unterschema!abgeschlossenes}
  eines Schemas $Y$ verstehen wir eine Isomorphieklasse in $\op{Sch}_Y$ von
  abgeschlossenen Immersionen nach $Y$ oder gleichbedeutend, im Vorgriff
  auf \ref{MqkG}, eine quasikoh"arente Idealgarbe der
  Strukturgarbe $\mathcal O_Y$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Ein Morphismus $\varphi:X\ra S$ von Schemata hei"st
  {\bf separiert},\index{separiert!Morphismus von Schemata}
  wenn die Diagonale $\Delta:X\ra X\times_S X$ eine
  abgeschlossene Immersion ist.
  Ein Schema $X$ hei"st {\bf separiert},\index{separiert!Schema}
  wenn der Morphismus $X\ra \op{Spec}\DZ$ von $X$ zum finalen Schema
  separiert ist, wenn also in anderen Worten  die Diagonale $\Delta:X\ra X\times X$ eine
  abgeschlossene Immersion ist.
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
 Jeder Morphismus $\varphi:X\ra S$ von affinen Schemata ist
 separiert, da f"ur jeden Kringhomomorphismus $B\ra A$
 die Multiplikation eine Surjektion $A\otimes_B A\sra A$ induziert. 
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl}
  Seien  $\varphi:X\ra T$ und $\psi:T\ra S$ Morphismen von Schemata.
  Ist $\psi$ separiert, so ist $\varphi$ genau dann separiert,
  wenn $\psi\circ \varphi$ separiert ist.\label{sepsep} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  $k=\bar k$  erkl"aren wir 
  die volle Unterkategorie $\op{Sch}_k^{\op{Var}}\subset \op{Sch}_k^{\op{p\!Var}}$
  aller {\bf Variet"atenschemata}\index{Variet"atenschema} als die
  Kategorie aller separierten Pr"avariet"atenschemata.
\end{Bemerkungl}
  
\begin{Proposition}[\textbf{Variet"aten als Variet"atenschemata}]
  Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  $k=\bar k$ induziert unser Funktor 
   $\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}} \sirra \op{p\!Var}_k$
  aus \ref{aqSV} eine "Aquivalenz 
$$\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{Var}} \sirra \op{Var}_k$$
  zwischen der Kategorie der Variet"atenschemata "uber $k$ 
  und der Kategorie der $k$-Variet"aten.
\end{Proposition}

\begin{proof}
  Wir erinnern aus \ref{irrSC} unsere Konstruktion
  eines quasiinversen Funktors $\op{irr}:\op{p\!Var}_k\vra \op{Sch}_k$
 zu $\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{p\!Var}} \sirra \op{p\!Var}_k$. 
 Wie in
  \ref{vtPR}  diskutiert ist $\op{irr}$ vertr"aglich mit endlichen 
  Produkten. Gegeben eine $k$-Pr"avariet"at $X$ macht $\op{irr}$
  also die Diagonale  $\Delta:X\ra X\times X$ in der Kategorie der
  $k$-Pr"avariet"aten zur Diagonale
  $$\op{irr}(\Delta)=
  \Delta:\op{irr}X\ra \op{irr}X\times_k \op{irr}X$$ von $k$-Schemata.
  Nach \ref{sepsep} ist ein $k$-Schema $Y$ genau dann separiert,
 ist  also genau dann $\Delta:Y\ra Y\times Y$ eine abgeschlossene Immersion,
  wenn sein strukturierender Morphismus separiert ist, wenn also
  $\Delta:Y\ra Y\times_k Y$ eine abgeschlossene Immersion ist.
  Nach "Ubung \ref{smAQ} ist das auch gleichbedeutend dazu, da"s
  $\Delta:Y\ra Y\times_k Y$ abgeschlossenes Bild hat. 
  Per definitionem macht nun $\op{irr}$ abgeschlossene Einbettungen
  von topologischen R"aumen zu abeschlossenen Einbettungen.
  Folglich macht der Funktor $\op{irr}$ auch  
  $k$-Variet"aten zu separierten Schemata.
  Andererseits macht  $\op{Max}$
  abgeschlossene Einbettungen von topologischen R"aumen zu
  abgeschlossenen Einbettungen. Macht also $\op{irr}$ eine
  $k$-Pr"avariet"at $X$ zu einem separierten Schema, so mu"s
  $X$ bereits eine $k$-Variet"at alias separierte $k$-Pr"avariet"at
  gewesen sein.
\end{proof}



\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}\label{AIA}  
Jede abgeschlossene Immersion von Schemata ist affin. Hinweis:
\ref{afMMS}. 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Man zeige: Gegeben Morphismen $X\ra S$ und $Y\ra S$ von
  Schemata und eine abgeschlossene Immersion $Z\hra X$ ist auch
  der induzierte Morphismus eine abgeschlossene
  Immersion $Z\times_SY\hra X\times_SY$. Hinweis: \eref{UA}{TM} und
  die Konstruktion des Faserprodukts.\label{FPAI}
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
Man zeige "ahnlich zu \ref{afM},
da"s jeder Morphismus von einem
affinen Schema zu einem separierten Schema affin ist.
Hinweis: Gegeben ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von Schemata und $V\co Y$
erhalten wir mit den offensichtlichen Morphismen und falls n"otig
der Hilfe von \eref{MKP}{TF}
  in der Kategorie der Schemata ein  Diagramm\label{MASc}  
  $$\xymatrix{
\varphi^{-1}(V) \ar[r]\ar[d]
& V \ar[d]\ar[r]& Y \ar[d]^\Delta\\
V\times X \ar[r] &V\times Y\ar[r]&Y\times Y}$$
  aus zwei kartesischen Quadraten. Jetzt verwende man
  die vorhergehenden "Ubungen \ref{FPAI} und \ref{AIA}. 
\end{Ubung}


\begin{Ubung}
  Man zeige, da"s ein Morphismus von Schemata $X\ra S$
  genau dann separiert ist, wenn die Diagonale
  $\Delta: X\ra  X\times_SX$ abgeschlossenes Bild hat.\label{smAQ} 
  Hinweis: Man ziehe sich auf den Fall affiner Schemata zur"uck.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
 Jeder affine Morphismus von Schemata ist separiert.
\end{Ubung}


\begin{Ubung} Wir nennen ein Schema {\bf noethersch},\index{noethersch!Schema}
  \nichtfinal{(Richtige Terminologie? Nochmal Literatur pr"ufen!)}
  wenn darin jede aufsteigende Folge von quasikoh"arenten Idealgarben
  station"ar wird. Man zeige:\label{NoSC} 
  \begin{enumerate}
  \item
    Jedes noethersche Schema ist ein noetherscher topologischer Raum; 
  \item
    Ein affines Schema ist noethersch genau dann, wenn
    sein Ring von globalen Funktionen noethersch ist;
  \item
    Jedes Schema, das eine endliche "Uberdeckung durch
    noethersche offene Unterschemata besitzt, ist noethersch;
    \item 
      Jedes offene Unterschema eines noetherschen Schemas ist
      noethersch. Hinweis: \ref{EQVo}.
  \end{enumerate}
\end{Ubung}

\subsection{Frobenius-Morphismen f"ur Schemata*}
 \begin{Bemerkungl}
    Jedes  Schema $Z$ "uber $\Bbb{F}_{p}$ besitzt einen ausgezeichneten
    Endomorphismus, seinen
    \defnoind{absoluten Frobenius}\index{Frobenius!absoluter}\index{absoluter
      Frobenius} $$\op{Fr} : Z \ra Z$$
    Er wird dadurch erkl"art,
da"s er auf dem  topologischen Raum $Z$ 
die Identit"at ist und da"s sein
Komorphismus auf der Garbe der regul"aren Funktionen 
das Bilden der $p$-ten Potenzen aller Schnitte ist.
Im Spezialfall $Z =\op{Spec} (A)$ entspricht dieser 
absolute Frobenius dem Ringhomomorphismus
    $a \mapsto a^{p}$.   Der absolute Frobenius  ist vertr"aglich
    mit allen Morphismen von Schemata "uber $\Bbb{F}_{p}$, als da hei"st,
er liefert einen Endomorphismus
$\op{Fr}:\op{Id}\RA\op{Id}$
des Identit"atsfunktors 
$\op{Id}:\op{Sch}_{\Bbb{F}_p}\ra \op{Sch}_{\Bbb{F}_p}$.
Insbesondere
 gilt f"ur je zwei Schemata $Z,W$ "uber $\Bbb{F}_{p}$ die
Gleichheit 
$\op{Fr}\times  \op{Fr}=\op{Fr}$ von
Endomorphismen ihres Produkts $Z\times W$. 
  \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
    F"ur ein Schema $Z$ "uber einem K"orper
$k$ positiver Charakteristik $p>0$ hat man insbesondere ein
kommutatives Diagramm mit dem absoluten Frobenius in beiden
Horizontalen und der $k$-Struktur in beiden Vertikalen 
$$\xymatrix{
    Z
 \ar[rr]^-{\op{Fr}}\ar[d]
&& Z \ar[d]\\
 \op{Spec}k \ar[rr]^-{\op{Fr}} &&\op{Spec}k  }$$
Ist der K"orper $k$ vollkommen, so ist die untere 
Horizontale dieses Diagramms ein Isomorphismus und wir k"onnen das
\defnoind{Frobenius-vertwistete Schema}\index{Frobenius-Twist}
 $Z^{[1]}$ "uber $k$ erkl"aren als 
das Schema "uber $k$, das als Schema mit $Z$ "ubereinstimmt, 
bei dem jedoch die $k$-Struktur vertwistet wird durch das
Inverse der unteren Horizontale in unserem Diagramm. 
Mit dieser Definition wird
der absolute Frobenius  dann ein Morphismus\label{FrobTS}
$$Z\ra Z^{[1]}$$ von
Schemata "uber $k$. Er hei"st der {\bf Frobenius-Morphismus} und entspricht im Fall von Variet"aten "uber
einem algebraisch abgeschlossenen K"orper
unter unserer "Aquivalenz $\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{Var}} \sirra \op{Var}_k$
von Kategorien aus \ref{aqSV} 
  unserem
Frobenius-Morphismus
aus \ref{FroTV}.
Ist $k$ nicht vollkommen, so erkl"aren wir allgemeiner den {\bf Frobenius-Twist} $Z^{[1]}$ als den pull-back des Winkels  in 
obigem Diagramm und erhalten wieder einen Endofunktor $Z\mapsto Z^{[1]}$
von $\op{Sch}_k$ nebst einem nat"urlichen
{\bf Frobenius-Morphismus}\index{Frobenius-Morphismus!f"ur Schemata}
$Z\ra Z^{[1]}$, im Diagramm 
$$\xymatrix{
    Z
 \ar[rr]^-{\op{Fr}}\ar[d]
&&  Z^{[1]}
 \ar[rr]\ar[d]
&& Z \ar[d]\\
 \op{Spec}k \ar@{=}[rr] &&\op{Spec}k \ar[rr]^-{\op{Fr}} &&\op{Spec}k  }$$
mit kartesischem rechten Quadrat, in dem die obere Horizontale
ein Isomorphismus von Schemata
ist, wenn die untere Horizontale ein Isomorphismus von Schemata ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Sei weiter $k$ ein K"orper positiver Charakteristik $\op{char}(k)=p>0$.
  Gegeben ein Schema $X_\circ $ "uber $\Bbb{F}_{p}$
  betrachten wir  das kommutative Diagramm
  $$\xymatrix{
    X_\circ \times_{\Bbb{F}_{p}} k
 \ar[rr]^-{\op{Fr}\times\op{id}}\ar[d]
&& X_\circ \times_{\Bbb{F}_{p}} k \ar[d]\ar[rr]^-{\op{id}\times\op{Fr}}&& X_\circ \times_{\Bbb{F}_{p}} k \ar[d]\\
\op{Spec}k \ar@{=}[rr] &&\op{Spec}k \ar[rr]^-{\op{Fr}} &&\op{Spec}k }$$
  Darin ist das rechte Rechteck offensichtlich kartesisch und
  liefert so f"ur das $k$-Schema $X\pdef X_\circ \times_{\Bbb{F}_{p}} k$
  mit der in \ref{FrobTS} eingef"uhrten Notation   einen  Isomorphismus
  von $k$-Schemata $$\alpha: X\sira X^{[1]}$$
  Die linke obere Horizontale hei"st der
   {\bf geometrische Frobenius}\index{Frobenius!geometrischer}\index{geometrischer Frobenius}
   und wir notieren ihn $\op{F}_{\op{g}}$. Er ist ein Morphismus von $k$-Schemata
   $\op{F}_{\op{g}}:X\ra X$ und $\alpha\circ \op{F}_{\op{g}}:X\ra X^{[1]}$ ist
   gerade unser Frobenius-Morphismus in den Frobenius-Twist aus \ref{FrobTS}.
   Die rechte obere Horizontale hei"st der
{\bf arithmetische Frobenius}\index{Frobenius!arithmetischer}\index{arithmetischer
    Frobenius}  und wir notieren ihn 
  $\op{F}_{\op{a}}\pdef\op{id}
  \times\op{Fr} $.  Er ist ein Isomorphismus von Schemata, wenn $k$ vollkommen ist, ist aber im allgemeinen kein Morphismus von $k$-Schemata. 
Die Verkn"upfung von geometrischem und arithmetischem Frobenius
schlie"slich ist  der\label{gaF} 
absolute Frobenius von $X$.
   \end{Bemerkungl}



  \begin{Bemerkungl}
    Ist etwas allgemeiner 
$k/\Bbb{F}_{q}$ ein algebraischer Abschlu"s des endlichen
    K"or\-pers mit $q=p^r$ Elementen und $X_\circ $  ein Schema "uber
    $\Bbb{F}_{q}$, so  erkl"aren wir f"ur $X=X_\circ
    \times_{\Bbb{F}_{q}} k$ 
  den  geometrischen beziehungsweise den 
    arithmetischen Frobenius durch die Vorschrift $\op{F}_g=\op{Fr}^r
  \times \op{id}$ und $\op{F}_a=\op{id} \times\op{Fr}^r $.
Die Verkn"upfung von geometrischem und arithmetischem Frobenius
 ist dann  die $r$-te Potenz des 
 absoluten Frobenius von $X$ und $\op{F}_a$ ist stets ein Isomorphismus,
 $\op{F}_g$ im allgemeinen jedoch nicht.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}
  In der analogen Situation, da"s $X_\circ$ ein Schema "uber $\DR$ ist,
haben wir auf $X=X_\circ\times_{\DR} \DC$ zwar ein Analogon des
arithmetischen Frobenius, die komplexe Konjugation $\op{id}\times \gamma$, 
aber ich kenne kein Analogon des geometrischen Frobenius.
\end{Bemerkunge}

\subsection{Allgemeine Modulgarben}

\begin{Bemerkungl} In \eref{TFmg}{TSF} haben wir die
  \glqq Opmodulgarbentrennfaserung\grqq\ eingef"uhrt,
  den Trennfunktor $$\op{Ab}_{\sslash{\op{Gek}}}\ra \curlywedge{\op{Gek}}$$
  des \glqq Vergessens der Modulgarbe\grqq\
  von der Trennkategorie der Modulgarben auf gekringten R"aumen
  zur banalen Trennkategorie der gekringten R"aume. Wir haben gezeigt,
  da"s er sogar einer Trennfaserung
  ist. Das beinhaltet die Definition von R"uckz"ugen und Vorsch"uben,
  Tensorgarben und Homgarben und eine Vielzahl von
  Vertr"aglichkeiten zwischen diesen Konstruktionen,
  insbesondere die Vertr"aglichkeit von R"uckzug und
Tensorprodukt. Im folgenden
  werden wir meist im Rahmen dieser Trennfaserung arbeiten. In diesem Abschnitt
  will ich versuchen, diese Struktur soweit zu erkl"aren, da"s
  wir damit arbeiten k"onnen, ohne die Theorie vollst"andig zu entwickeln.
\end{Bemerkungl}


\begin{Definition}
Gegeben ein geringter Raum $(X,\cal{A})$ verstehen wir unter einer
\defnoind{Garbe von ${\cal{A}}$-Moduln} oder  einem
\defnoind{${\cal{A}}$-Modul} oder einer \defind{Modulgarbe} 
eine abelsche Garbe $\cal{M}$ auf $X$
mitsamt der Vorgabe f"ur alle $U \co X$ von einer $\cal{A}
(U)$-Modulstruktur auf $\cal{M}(U)$ derart, da"s f"ur alle $V \co
U \co X$ das Diagramm\label{ModGj}  
$$\begin{array}{ccccc}
\cal{A} (U) & \times & \cal{M}(U) &\ra & \cal{M}(U)\\
            &\downarrow &        &  & \downarrow \\
\cal{A} (V) &\times & \cal{M}(V) &\ra & \cal{M}(V)
\end{array}$$
mit den Restriktionsabbildungen in den Vertikalen kommutiert. Es sollte
offensichtlich sein, was unter einem Homomorphismus von
$\cal{A}$-Moduln zu verstehen ist. Die Kategorie 
aller $\cal{A}$-Moduln notieren wir  $\cal{A}\op{-Mod}$ oder
$\op{Mod}_\cal{A}$ oder $\op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}$.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein 
  Universum  $\mathfrak U$ im Sinne von \eref{defU}{LA2} 
  und 
  ein topologischer Raum $X\in \mathfrak U$ 
  bezeichne $\mathfrak U\!\op{Ab}_{/X}$ die Kategorie der
  abelschen Garben $\mathcal F$ auf $X$ mit
  $\mathcal F(V)\in \mathfrak U\;\forall V\co X$.
  Das ist eine abelsche Kategorie, die Kolimiten und Limiten "uber
  alle $\mathfrak U_\in$-$\mathfrak U_\in\uvec$-K"ocher besitzt,
  also alle K"ocher, deren Punktmenge und 
  Morphismenmenge
  Elemente von $\mathfrak U$ sind.\label{Mokj}
  Ist zus"atzlich $\mathcal A$ eine Kringgarbe auf $X$, deren zugrundeliegende abelsche
  Garbe zu  $\mathfrak U\!\op{Ab}_{/X}$ geh"ort, so gilt dasselbe
  f"ur die Kategorie $\mathfrak U\!\op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}$ aller Modulgarben auf $X$,
  deren zugrundeliegende abelsche Garbe zu  $\mathfrak U\!\op{Ab}_{/X}$ geh"ort, 
  und alle diese Limites und Kolimites kommutieren mit dem Vergessen der
  $\cal{A}$-Modulstruktur. Wir werden es aber meist nicht so genau nehmen und das
  zugrundeliegende Universum in der Notation unterschlagen.
 %\nichtfinal{$\mathfrak U\!\op{Mod}_{\mathcal O}$ genauso, aber  $\DN\in\mathfrak U$ und $\mathcal O\in \mathfrak U$? N"o, $X\in \mathfrak U$ scheint zu reichen.} 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkunge}
  In der in \eref{StrS}{TSK} eingef"uhrten Terminologie ist
  eine Ring\-gar\-be auf einem topologischen Raum $X$
  ein Monoidobjekt der Schmelzkategorie \eref{AbGSm}{TSF}
  der abelschen Garben auf $X$ und eine Kringgarbe  ein
  Abmonoidobjekt.
  In dieser Terminologie ist eine Modulgarbe\label{SchMG} 
 ein Objekt mit Operation im Sinne
  von \eref{modO}{TSK}. 
\end{Bemerkunge}
  
\begin{Beispiel} Gegeben ein Ring $A$ ist eine Modulgarbe auf dem
  einpunktigen geringten Raum $({\op{top}},A)$ schlicht ein $A$-Modul.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verschmelzungen}]
  Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$
  erkl"aren wir f"ur $r\geq 0$ eine
  \glqq $r$-Verschmelzung\grqq\ von $\mathcal A$-Moduln
  $$\varphi:\mathcal F_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal F_r\ra\mathcal G$$
  als eine Vorschrift, die jedem $U\co X$ eine $\mathcal A(U)$-multilineare
  Abbildung $$\varphi_U:\mathcal F_1(U)\times\ldots\times \mathcal F_r(U)\ra
  \mathcal G(U)$$ so zuordnet, da"s diese Zuordnung
  vertr"aglich ist mit der Restriktion auf kleinere offene Teilmengen $V\co U$.
  Im Fall $r=0$ verstehen wir das leere Produkt als die einpunktige Menge und
  eine $0$-lineare Abbildung als eine beliebige Abbildung. 
  Eine $0$-Verschmelzung alias \glqq Leerverschmelzung\grqq\
  $\varphi:\curlyvee\ra \mathcal G$  identifizieren wir so 
  mit einem globalen Schnitt von $\mathcal G$ und erhalten in Formeln
  eine Bijektion\label{VSmo} 
  $$\beta:\op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}(\curlyvee,\mathcal G)\sira
  \mathcal G(X)=\Gamma \mathcal G$$
  Unsere Verschmelzungen k"onnen wir \glqq multiverkn"upfen\grqq\ in der
  offensichtlichen Weise und diese Multiverkn"upfung
  ist dann auch in der offensichtlichen Weise  strikt assoziativ. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Universelle Verschmelzungen und Tensorprodukt}]
  Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$
  nennen wir eine Multiverkn"upfung 
  $\varphi:\mathcal F_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal F_r\ra\mathcal G$
  von $\mathcal A$-Moduln \glqq universell\grqq, wenn
  sie die von den Tensorprodukten der linearen Algebra vertraute
  universelle Eigenschaft hat. Man zeigt, da"s es  universelle
  Multiverkn"upfungen gibt und da"s sie eindeutig sind bis auf eindeutigen
  Isomorphismus. Wir notieren sie
  $$u: \mathcal F_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal F_r\ra
  \mathcal F_1\otimes\ldots\otimes \mathcal F_r$$
  und schreiben statt $\otimes$ manchmal ausf"uhrlicher $\otimes_{\mathcal A}$.
  Die Tensorproduktgarbe kann explizit konstruiert werden als die
  \glqq Garbifizierung des Pr"agarbentensorprodukts\grqq. 
  Im Fall $r=0$ ist
  diejenige Leerverschmelzung $\curlyvee\ra \mathcal A$ universell,
  die dem globalen Schnitt $1\in \mathcal A(X)$ entspricht.
  Die "ublichen Eigenschaften des Tensorprodukts fassen wir zusammen
  als die Aussage, da"s im Fall von Modulgarben jede Multiverkn"upfung
  universeller Verschmelzungen wieder universell ist.
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{Bilder f"ur Multiverkn"upfungen!}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Internes Hom}]
  Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$ und ein $\mathcal A$-Modul
  $\mathcal F$ zeigt man weiter, da"s der Funktor
  $\mathcal F\otimes$ einen
  Rechtsadjungierten $\mathcal F{\Rrightarrow}$ hat. Explizit kann man
  $\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G$ beschreiben als die Garbe von
  $\mathcal A$-Moduln, die jedem $U\co X$ den $\mathcal A(U)$-Modul
  $$(\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)(U)\pdef 
  \op{Ab}_{/(U, \mathcal A|U)}(\mathcal F|U,\mathcal G|U)$$
  der Homomorphismen zwischen den
  jeweiligen auf $U$ eingeschr"ankten Modulgarben zuordnet.
  Zu den Daten, durch die der Rechtsadjungierte eindeutig wird bis auf
  eindeutigen Isomorphismus, geh"oren au"serdem noch die offensichtlichen
  Bijektionen $\op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}(\mathcal E\curlyvee \mathcal F,\mathcal G)\sira
  \op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}(\mathcal E, \mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)$. 
  Ausf"uhrlicher schreiben wir das interne Hom auch $\Rrightarrow_{\mathcal A}$.
  In der Literatur ist die Notation ${\mathcal H}{\op{om}}_{\mathcal A}$ "ublich. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Opkomorphismen}]
  Gegeben ein Morphismus $f:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von geringten
  R"aumen und $\mathcal F$ ein $\mathcal A$-Modul und
  $\mathcal G$ ein $\mathcal B$-Modul\label{OKOM} 
  erkl"are ich einen \glqq Opkomorphismus\grqq\
  $$\varphi:\mathcal F\ra \mathcal G$$ von Modulgarben
  "uber $f$ als eine Vorschrift, die beliebigen $U\co X$ und
  $V\co Y$ mit $f(U)\subset V$ einen Modulhomomorphismus
  $\varphi_{U,V}:\mathcal G(V)\ra \mathcal F(U)$ "uber dem Ringhomomorphismus 
  $\mathcal B(V)\ra \mathcal A(U)$ so zuordnet,
  da"s diese Zuordnung vertr"aglich
  ist mit dem "Ubergang zu kleineren offenen Teilmengen
  in der offensichtlichen Weise. Die Menge dieser Opkomorphismen
  notiere ich
  $$\op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal F,\mathcal G)$$
  und im Fall $f=\op{id}_X$ auch $\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal F,\mathcal G)$, so
  da"s wir also in diesem Spezialfall 
  $\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal F,\mathcal G)=
  \op{Ab}_{/{X}}(\mathcal G,\mathcal F)$ und
  $\op{Ab}_{\sslash{X}}=\op{Ab}_{/{X}}^{\op{opp}}$ erhalten. Diese Pfeilumkehr ist
  gew"ohnungsbed"urftig, aber stattdessen die Pfeile bei Abbildungen
  geringter R"aume umzudrehen schien mir ein gr"o"seres "Ubel. Ich halte f"ur 
  offensichtlich, wie Opkomorphismen zu verkn"upfen sind. 
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vorschub von Modulgarben}]
Gegeben ein Morphismus $f:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$ von geringten
  R"aumen nennen wir einen  Opkomorphismus
  $$\kappa:\mathcal F\ra \mathcal G$$ von Modulgarben
  {\bf kokartesisch},
  wenn das Vorschalten von $\kappa$ f"ur alle
  $\mathcal H\in \op{Ab}_{\sslash{Y}}$ 
  eine Bijektion 
  $(\circ\kappa):\op{Ab}_{\sslash{Y}}(\mathcal G,\mathcal H)\sira
  \op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal F,\mathcal H)$
  induziert. Man zeigt unschwer, da"s ein von
  $\mathcal F$ ausgehender kokartesischer Opkomorphismus "uber $f$
  eindeutig bestimmt ist bis auf eindeutigen Isomorphismus. Wir  
  notieren ihn meist $\kappa:\mathcal F\ra f_\dagger \mathcal F$.
  Damit haben wir also  $$(\circ\kappa):
  \op{Ab}_{\sslash{Y}}(f_\dagger\mathcal F,\mathcal H)\sira
  \op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal F,\mathcal H)$$
  Man sieht auch leicht,
  da"s wir so einen  von
  $\mathcal F$ ausgehenden kokartesischen Opkomorphismus
  erhalten k"onnen, indem wir seine Zielgarbe erkl"aren  durch die
  Vorschrift $ (f_\dagger \mathcal F)(V)\pdef \mathcal F(f^{-1}V)$
  f"ur alle $V\co Y$ und die offensichtlichen weiteren Daten erg"anzen.
  Es ist auch klar, da"s wir so einen Funktor
  $f_\dagger: \op{Ab}_{\sslash{X}}\ra \op{Ab}_{\sslash{Y}}$ erhalten. Der auf den
  opponierten Kategorien induzierte Funktor hei"st das \glqq direkte Bild\grqq\
  und wir notieren ihn wie "ublich\label{VMo}
  $$f_*: \op{Ab}_{/{X}}\ra \op{Ab}_{/{Y}}$$
  Man erkennt schlie"slich unschwer, da"s die Verkn"upfung kokartesischer
  Opkomorphismen wieder kokartesisch ist und
  da"s alle Identit"aten kokartesisch sind. Diese Erkenntnis
  folgt leicht aus den offensichtlichen Identit"aten
  $g_\dagger f_\dagger=(gf)_\dagger$ und $\op{id}_\dagger=\op{id}$ alias
  $g_* f_*=(gf)_*$ und $\op{id}_*=\op{id}$. F"ur den Vorschub auf den
  Einpunktraum erhalten wir $\Gamma\op{fin}_*\mathcal F=\Gamma\mathcal F$. 
  \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{R"uckzug von Modulgarben}]
  Gegeben $f:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$  ein Morphismus von geringten
  R"aumen nennen wir einen  Opkomorphismus
  $$\kappa:\mathcal F\ra \mathcal G$$ von Modulgarben
  {\bf kartesisch}, wenn das Nachschalten von $\kappa$ f"ur alle
  $\mathcal E\in \op{Ab}_{\sslash{X}}$ 
  eine Bijektion 
  $(\kappa\circ):\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal E,\mathcal F)\sira
  \op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal E,\mathcal G)$ 
  induziert. Man zeigt unschwer, da"s ein bei 
  $\mathcal G$ ankommender kartesischer Opkomorphismus "uber $f$
  eindeutig bestimmt ist bis auf eindeutigen Isomorphismus. Wir  
  notieren ihn $\kappa: f^\dagger\mathcal G\ra \mathcal G$.
  Damit haben wir also  $$(\kappa\circ):
  \op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal E,f^\dagger\mathcal G)\sira
  \op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal E,\mathcal G)$$
  Im Fall von durch die konstanten Ringarben $\DZ$  gekringten R"aumen
  sieht man noch einigerma"sen leicht, da"s
  wir einen kartesischen Opkomorphismus erhalten k"onnen,
 indem wir von der abelschen Pr"agarbe
 $U\mapsto \op{col}_{V\supset f(U)}\mathcal G(V)$ ausgehen und  diese
 garbifizieren zu einer abelschen Garbe
 $f^\dagger \mathcal G=f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal G$.  
 Im allgemeinen erhalten wir so einen R"uckzug unter Vorgriff
 auf die im n"achsten Punkt \ref{TvMg}
 besprochenen Konstruktionen als\label{RMo} 
 $$ f^\dagger\mathcal G\pdef
 \mathcal A\otimes_{f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal B} f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal G$$
 Zusammen ergibt sich unmittelbar die Adjunktion $(f_\dagger, f^\dagger)$ und
 damit folgt aus dem vorhergehenden \ref{VMo}, da"s auch die Verkn"upfung kartesischer
 Opkomorphismen wieder kartesisch ist. Daraus oder auch direkt aus allgemeinen
 Aussagen "uber Adjungierte einer Verkn"upfung erhalten wir dann
 Isotransformationen $\op{id}^\dagger\siRa \op{id}$ und
 $(g f)^\dagger\siRa f^\dagger  g^\dagger$.  Der auf den
  opponierten Kategorien induzierte Funktor hei"st das \glqq inverse Bild\grqq.
  Wir notieren ihn wie "ublich $$f^*: \op{Ab}_{/{Y}}\ra \op{Ab}_{/{X}}$$
  und erhalten eine Adjunktion $(f^*, f_*)$ sowie
  Isotransformationen $\op{id}^*\siRa \op{id}$ und
  $(g f)^*\siRa f^*  g^*$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
Im Fall von durch die konstante Kringgarbe $\DZ$ 
  gekringten R"aumen und der Einbettungsabbildung $i_x$ eines Punktes $x\in X$ 
  ist $\Gamma i_x^{*,{\op{Ab}}}\mathcal F=\mathcal F_x$ der Halm von $\mathcal F$
  an der Stelle $x$. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl} Wir haben zusammenfassend  einen Funktor 
  $\op{Ab}_{\sslash{\op{Gek}}}\ra {\op{Gek}}$ konstruiert und den Beweis
  skizziert, da"s er sowohl ein \glqq Faserfunktor\grqq\ als auch ein
  \glqq Koaserfunktor\grqq\ ist. In dieser Situation erkl"art man f"ur ein
  beliebiges kommutatives Quadrat $fq=pg$ der Basis, hier der Kategorie
  $\op{Gek}$ der gekringten R"aume,  den sogenannten \glqq Basiswechsel\grqq,
  eine Transformation 
  $\op{bw}:g_\dagger q^\dagger \RA p^\dagger f_\dagger $.
  In unserer Allgemeinheit ist offensichtlich, da"s er im Fall eines Diagramms
  der Gestalt
  $$\xymatrix{(U, \mathcal A|U)\ar[r]^q\ar[d]^g& (X,\mathcal A)\ar[d]^f\\
    (V, \mathcal B|V)\ar[r]^p& (Y,\mathcal B)}$$
  mit $V\co Y$ und $U\pdef f^{-1}(V)\co X$ und den offensichtlichen Morphismen
  zu einer Isotransformation
  $\op{bw}:g_\dagger q^\dagger \siRa p^\dagger f_\dagger $
  alias in opponierter Notation
  $\op{bw}: p^* f_* \siRa g_* q^* $  spezialisiert, vergleiche \eref{BaWW}{TG}.
  Diese Erkenntnis hei"st der {\bf offene Basiswechsel}.\label{OBW} 
  Dasselbe gilt dann nat"urlich f"ur Basiswechsel
  in kartesischen Diagrammen gekringter R"aume mit offenen Einbettungen
  in den Horizontalen, diese sind n"amlich bis
  auf Isomorphismus nur eine
  abstrakte Charakterisierung obiger Situation.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben Morphismen 
  von gekringten R"aumen  $f_i:(X,\mathcal A)\ra (Y_i,\mathcal B_i)$
  f"ur $1\leq i\leq r$ und $r\geq 0$
  sowie Modulgarben $\mathcal F$ und $\mathcal G_i$ auf den jeweiligen R"aumen
  erkl"aren wir eine {\bf Trennung $\varphi$ von Modulgarben\label{TvMg} 
  "uber dem Tupel
  $f=(f_1,\ldots,f_r)$} als eine Vorschrift, die jedem Tupel
  offener Teilmengen $U\co X, V_i\co Y_i$ mit $f_i(U)\subset V_i$
  eine multiadditive Abbildung
  $$\varphi: \mathcal G_1(V_1)\times\ldots\times \mathcal G_r(V_r)\ra
  \mathcal F(U)$$
  so zuordnet, da"s sie  in Bezug auf die Ringhomomorphismen
  $\mathcal B_i(V_i)\ra\mathcal A(U)$ multilinear
  ist in der hoffentlich offensichtlichen Weise
  und vertr"aglich mit  Einschr"ankungen auf kleinere offene Teilmengen.
  Haben wir $(Y_i,\mathcal B_i)=(X,\mathcal A)$ und $f_i=\op{id}$
  f"ur alle $i$, so ist solch eine Trennung dasselbe wie eine
  Verschmelzung $\mathcal G_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal G_r\ra
  \mathcal F$ im Sinne von \ref{VSmo}. Haben wir speziell $r=1$,
  so ist so eine Trennung dasselbe wie ein Opkomorphismus
  "uber $f_1$ im Sinne von  \ref{OKOM}. 
  Es ist offensichtlich, wie man solche Trennungen multiverkn"upft.
  Wir notieren unsere Mengen von Trennungen
  $$\op{Ab}_{\sslash{(f_1,\ldots,f_r)}}(\mathcal F, \mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge \mathcal G_r)$$ oder $\op{Ab}_{\sslash{f}}(\mathcal F, \mathcal G)$
  unter Abk"urzung von Tupeln zu einfachen Buchstaben oder
  $\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal F, \mathcal G)$ im Fall, da"s alle $f_i$
  Identit"aten sind. Wir haben dann also
  $$\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal F, \mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge \mathcal G_r)=\op{Ab}_{/{X}}(\mathcal G_1\curlyvee\ldots\curlyvee \mathcal G_r,\mathcal F)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Universelle Trennungen und Trennr"uckzug}]
    Gegeben Morphismen 
  von gekringten R"aumen  $f_i:(X,\mathcal A)\ra (Y_i,\mathcal B_i)$
  f"ur $1\leq i\leq r$ und $r\geq 0$ nennen wir eine Trennung 
  von  Modulgarben
  $$\kappa \in \op{Ab}_{\sslash{(f_1,\ldots,f_r)}}(\mathcal F, \mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge \mathcal G_r)=\op{Ab}_{\sslash{(f)}}(\mathcal F, \mathcal G)$$
  {\bf kartesisch}, wenn f"ur jede weitere Modulgarbe
  $\mathcal E\in \op{Ab}_{\sslash{X}}$ das Nachschalten von  $\kappa$
  eine Bijektion 
  $(\kappa\circ):\op{Ab}_{\sslash{X}}(\mathcal E,\mathcal F)\sira
  \op{Ab}_{\sslash{(f)}}(\mathcal E,\mathcal G)$ 
  induziert. Man zeigt unschwer, da"s ein bei 
  $\mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge \mathcal G_r$
  ankommender kartesischer Opkomorphismus "uber $(f_1,\ldots,f_r)$
  eindeutig bestimmt ist bis auf eindeutigen Isomorphismus. 
  Im Fall von durch die konstanten Ringarben $\DZ$  gekringten R"aumen
  kann man einigerma"sen leicht
  einen kartesischen Opkomorphismus angeben, der vom Tensorprodukt der
  R"uckz"uge 
  $f_1^{\dagger,{\op{Ab}}}\mathcal G_1\otimes\ldots\otimes
  f_r^{\dagger,{\op{Ab}}}\mathcal G_r$ "uber $\DZ$ ausgeht. 
  Dann "uberlegt man sich durch Betrachtung der Halme,
  da"s jede Multiverkn"upfung kartesischer Trennungen abelscher Garben
  wieder kartesisch ist, und folgert die Vertr"aglichkeit von
  R"uckzug und Tensorprodukt im Fall abelscher Garben. In Formeln besagt
  sie, da"s gegeben $f:X\ra Y$ stetig die
  Gleichheit $(f\curlywedge f)\Delta_X=(f,f)=\Delta_Y f$ von Trennungen 
  $X\ra Y\curlywedge Y$ vermittels der universellen Eigenschaften
  Isomorphismen 
  $$f^{\dagger,{\op{Ab}}}\mathcal F\otimes f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal G\sira
  f^{\dagger,{\op{Ab}}}(\mathcal F\otimes  \mathcal G)$$ induziert.
 Im allgemeinen ist eine
  Ringgarbe $\mathcal B$ auf $Y$
  ist nun dasselbe wie eine abelsche Garbe mit einer
  Zweiverschmelzung $\mathcal B\curlyvee \mathcal B\ra \mathcal B$ und
  einer Leerverschmelzung $\curlyvee\ra \mathcal B$ f"ur die Eins und gewissen
  offensichtlichen Identit"aten, die die Assoziativit"at und die Eigenschaften
  der Eins kodieren. In der opponierten Sprache bedeutet das eine
  Zweitrennung  $\mathcal B\ra \mathcal B\curlywedge \mathcal B$ "uber
  $\Delta_Y: Y\ra Y\curlywedge Y$ und eine Leertrennung
  $\mathcal B\ra\curlywedge$. Gegeben $f:X\ra Y$ stetig sehen wir so, da"s
  $f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal B$ die Struktur einer Ringgarbe
  erbt und wie f"ur
  jeden $\mathcal B$-Modul $\mathcal N$ der abelsche
  R"uckzug $f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal N$
  ein $f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal B$-Modul wird. 
  Das erkl"art zumindest schon einmal die beim
  gew"ohnlichen R"uckzug von Modulgarben \ref{RMo} verwendete Konstruktion
   $$ f^\dagger\mathcal G\pdef
 \mathcal A\otimes_{f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal B} f^{\dagger,{\op{Ab}}} \mathcal G$$
 Betrachten wir andererseits gekringte einpunktige R"aume,
  so erhalten wir einen kartesischen Trennr"uckzug als den $A$-Modul 
  $\bigotimes_A(A\otimes_{B_i}G_i)$ mit den hoffentlich offensichtlichen weiteren
  Daten. Ich habe dabei eine  weniger verschn"orkelte Notation gew"ahlt,
  da in diesem Fall $A,B_i$ ganz gew"ohnliche Kringe sind und
  $B_i\ra A$ Ringhomomorphismen und $G_i$ Moduln "uber $B_i$. 
  Auch in diesem Fall ist es klar, da"s die Multiverkn"upfung kartesische
  Trennungen zu kartesischen Trennungen macht. 
  Im allgemeinen schlie"slich erhalten wir einen Trennr"uckzug als
  den $\mathcal A$-Modul 
  $$(f_1, \ldots,f_r)^{\dagger}(\mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge\mathcal
  G_r)=
 f_1^{\dagger}\mathcal G_1\otimes_{\mathcal A}\ldots\otimes_{\mathcal A}
  f_r^{\dagger}\mathcal G_r$$
  mit den hoffentlich offensichtlichen weiteren Daten und pr"ufen,
  wieder auf den
  Halmen aber nun in voller Allgemeinheit,
  da"s die Multiverkn"upfung kartesischer Trennungen von Modulgarben
  wieder kartesisch ist. Meist schreiben wir $f^*$ statt $f^\dagger$.
  Die Notation $f^\dagger=(f^*)^{\op{opp}}$
  ist insbesondere hilfreich im kategorischen Kontexten. 
\end{Bemerkungl}






\subsection{Geometrische Lokalisierung auf Spektra}


\begin{Bemerkungl} Gegeben ein geringter Raum $(X,\mathcal A)$
  k"onnen wir den Morphismus auf den mit $\Gamma(\mathcal A)$ geringten
  Einpunktraum\label{LaGa} 
  $c:(X,\mathcal A)\ra ({\op{top}},\Gamma(\mathcal A))$ betrachten.
  Vorschub und R"uckzug von Modulgarben nach \ref{VMo}, \ref{RMo}
  bilden wie immer ein adjungiertes Paar $(c^*, c_*)$, das wir in diesem Fall 
  $(\mathcal L,\Gamma)$ notieren und im folgenden nocheinmal 
  explizit beschreiben. 
\end{Bemerkungl}
  

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine Garbe von Ringen $\mathcal A$ auf einem topologischen Raum $X$
  hat nach \ref{LaGa}  
  der Funktor der globalen Schnitte\label{AJH} 
  \begin{equation*}
    \Gamma : \mathcal A \op{-Mod} \rightarrow \Gamma (\mathcal A)\op{-Mod}
  \end{equation*}
  einen Linksadjungierten $\mathcal L=\mathcal L_X$, die {\bf Lokalisierung} oder
  ausf"uhrlicher {\bf geometrische Lokalisierung},\index{Lokalisierung!geometrische}  die jedem
  $\Gamma (\mathcal A)$-Modul $M$ die Garbifizierung der Pr"agarbe $U \mapsto
  \mathcal A (U) \otimes_{\Gamma (\mathcal A) } M$ zuordnet.  
 Als linksadjungierter Funktor vertauscht $\mathcal L$ mit beliebigen
Koprodukten, ja mit  Kolimites.  F"ur die Halme der  Lokalisierung erhalten wir aus der Vertauschbarkeit des Tensorprodukts mit Kolimites  Isomorphismen
  \begin{equation*}
    (\mathcal L M)_x \sira \mathcal A_x \otimes_{\Gamma (\mathcal A)} M
  \end{equation*}
 F"ur den $\Gamma (\mathcal A)$-Modul 
$\Gamma (\mathcal A)$ selbst liefert die Adjunktion insbesondere einen
Isomorphismus $\mathcal L\Gamma (\mathcal A)\sira \mathcal A$.
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Halme der geometrischen Lokalisierung auf einem Spektrum}]
  Im Fall des Spektrums $X\pdef \op{Spec}R$ eines
  Krings erhalten wir  mithilfe des  Isomorphismus
  $\eta:R\sira \Gamma (\mathcal O_X)$
  aus \ref{glSD} und in abgek"urzter Notation nach \ref{AJH}
  speziell ein adjungiertes Paar
  $(\mathcal L,\Gamma)$ aus 
  einen Funktor $\mathcal L:R\op{-Mod}\ra \mathcal O_X\op{-Mod}$
  mit Rechtsadjungiertem dem Funktor der globalen Schnitte $\Gamma$.
  F"ur den Halm der Lokalisierung bei $\mathfrak p\in \op{Spec}(R)$
  liefert \ref{AJH} einen Isomorphismus
  $$(\mathcal L M)_{\mathfrak p}\sira R_{\mathfrak p}\otimes_R M$$
  Zusammen mit dem Inversen des
  Isomorphismus $M_{\mathfrak p}\sira R_{\mathfrak p}\otimes_R M$ aus
  \ref{LaSK} erhalten wir daraus weiter einen Isomorphismus\label{exLL} 
  $$(\mathcal L M)_{\mathfrak p}\sira M_{\mathfrak p}$$
  Insbesondere ist die geometrische Lokalisierung $\mathcal L$
  zu Modulgarben auf dem Spektrum ein exakter Funktor, da
  die algebraischen Lokalisierungen $M\mapsto M_{\mathfrak p}$  exakt ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Volltreuheit der geometrischen Lokalisierung auf Spektra}] 
  Gegeben ein  Kring $R$ ist die Lokalisierung ein volltreuer Funktor
  von der Kategorie der $R$-Moduln zur Kategorie der Modulgarben auf
  $\op{Spec}(R)$. In anderen Worten liefert die Einheit der Adjunktion f"ur
  jeden $R$-Modul $M$ einen \label{glSDM}
 Isomorphismus 
  $$\eta: M\sira \Gamma(\mathcal L M)$$
  zwischen unserem Modul und den globalen Schnitten seiner geometrischen
  Lokalisierung zu einer Modulgarbe $\mathcal LM$ auf $\op{Spec}(R)$.
\end{Satz}
 

\begin{proof} Wir erinnern die  offenen Mengen 
  ${\op{U}}(f)\pdef \{\mathfrak p\in\op{Spec}R\mid f\not\in\mathfrak p\}$
  der Nichtnullstellen von $f\in R$. Per definitionem  ist $\mathcal L M$
  auch die Garbifizierung
  der Basispr"agarbe mit Schnitten
  $\mathcal O({\op{U}}(f))\otimes_{R}M$ auf der Basis der
  Topologie aus den ${\op{U}}(f)$, unserer Standardbasis der Topologie des Spektrums.
  Mit dem Isomorphismus $R_f\sira \mathcal O({\op{U}}(f))$ aus 
  \ref{glSDf} und der Beschreibung der
  Lokalisierung von Moduln als Skalarerweiterung
  \ref{LaSK} erhalten wir  Isomorphismen
   $$\mathcal O({\op{U}}(f))\otimes_{R}M\sila R_f\otimes_RM\sila M_f$$
  Diese bilden in ihrer Gesamtheit
  Isomorphismen von Basispr"agarben f"ur die Standardbasis.
  Nach \ref{LGVV} ist nun die Basispr"agarbe ganz rechts sogar eine Basisgarbe.
  Damit zeigt Proposition \ref{GGB} "uber die Garbifizierung von
  Basisgarben, da"s sich die Schnitte unserer  Basisgarben
  auf offenen Teilmengen
  der Standardbasis unter Garbifizierung nicht "andern.
  Der Satz folgt unmittelbar.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Allgemeinere Schnitte der Lokalisierung auf einem Spektrum}]  Beim Beweis des Satzes haben wir Isomorphismen 
  $M_f\sira (\mathcal LM)({\op{U}}(f))$ gleich mitbewiesen.
  Sie folgen aber auch direkt, indem wir das kommutative Diagramm
  $$\xymatrix{\op{Spec}(R_f)\ar[r]^q\ar[d]^\psi&(\op{top}, R_f)\ar[d]^\phi\\
   \op{Spec}(R) \ar[r]^p&(\op{top}, R)}$$
  betrachten. In der Tat liefert der Vergleich der R"uckz"uge
  einen Isomorphismus
  $q^*\phi^* M\sira \psi^* p^* M$ und durch Anwenden von $q_*$ 
  den zweiten Isomorphismus in der Kette  
  $$\phi^* M\sira q_* q^*\phi^* M\sira q_*\psi^* p^* M$$
  Der erste Isomorphismus folgt aus der Volltreuheit der Lokalisierung
  auf affinen Schemata \ref{glSDM}, angewandt auf $\op{Spec}(R_f)$. 
  Zusammen bedeutet das den behaupteten Isomorphismus
  $M_f\sira (\mathcal LM)({\op{U}}(f))$. 
\end{Bemerkungl}
%\begin{Satz}[\textbf{Spezieller Basiswechsel der Lokalisierung auf Spektra}]
%  Gegeben ein Kring $R$ und ein Element
%  $f\in R$  ist der Basiswechsel im Diagramm
%  $$\xymatrix{\op{Spec}(R_f)\ar[r]^q\ar[d]^\psi&(\op{top}, R_f)\ar[d]^\phi\\
%   \op{Spec}(R) \ar[r]^p&(\op{top}, R)}$$
%  stets eine Isotransformation $p^* \phi_* \siRa \psi_* q^* $. 
%\end{Satz}
%\begin{proof} 
%Gegeben
%  $N\in R_f{\op{-Mod}}$ gilt es zu zeigen, da"s  der Basiswechsel
%  einen Isomorphismus 
%  $$p^* \phi_* N\sira \psi_* q^* N$$
%  von Modulgarben auf dem Spektrum von $R$ liefert. 
%  Schreiben wir $\mathcal L_f\pdef q^*$ und $\mathcal L\pdef p^*$
%  f"ur die geometrischen Lokalisierungen in Bezug auf $R_f$ beziehungsweise $R$,
%  so bedeutet das einen Isomorphismus $\mathcal L N\sira \psi_*\mathcal L_f N$
%  unter Unterschlagung der Notation $\phi_* N$ f"ur $N$ aufgefa"st als $R$-Modul.
%  Um das zu sehen, reicht es zu zeigen, da"s unser Basiswechsel Isomorphismen
%auf den Schnitten "uber den offenen Mengen der Standardbasis
%$(p^* \phi_* N)(\op{U}(g))\sira (\psi_* q^* N)(\op{U}(g))$ induziert
%f"ur alle $g\in R$ alias Isomorphismen
%$$( \mathcal L_f N)({\op{U}}(f)\cap {\op{U}}(g))\sira ( \mathcal L N)({\op{U}}(g))$$
%Beide Seiten sind jedoch in nat"urlicher Weise
%isomorph zur Lokalisierung $N_g$ und die zuvor beschriebenen Abbildungen entsprechen
%darunter der Identit"at auf $N_g$ und das beendet den Beweis. 
%\end{proof}
%\begin{Bemerkunge}
%  Ich schreibe denselben Beweis auch nocheinmal anders aus. 
% Wir erg"anzen   unser Diagramm zum Diagramm  
%$$\xymatrix{(\op{top}, R_{fg})\ar[ddd]^n\ar[rrr]^k&&&(\op{top}, R_f)\ar[ddd]^\phi\\
% &\op{Spec}(R_{fg})\ar[r]^t\ar[lu]_l\ar[d]^\pi&\op{Spec}(R_f)\ar[ru]^q\ar[d]^\psi
%  &\\
%  & \op{Spec}(R_g) \ar[ld]_c\ar[r]^s& \op{Spec}(R) \ar[rd]^p&\\
%  (\op{top}, R_{g})\ar[rrr]^m& & &(\op{top}, R)}$$
%Wir verwenden  daf"ur die nichtopponierte Notation
%und m"ussen zeigen, da"s der Basiswechsel im linken Trapez
%eine Isotransformation $\psi_\dagger q^\dagger \siRa p^\dagger \phi_\dagger $ ist.
%Mit den speziellen Eigenschaften unserer Situation haben wir uns darauf zur"uckgezogen,
%zu zeigen, da"s er eine Isotransformation
%$c_\dagger s^\dagger \psi_\dagger q^\dagger \siRa c_\dagger s^\dagger p^\dagger \phi_\dagger $
%induziert. Dazu bilden wir ein weiteres Diagramm auf den Fasern 
%$$\xymatrix{k^\dagger N\ar@{..>}[dddd]^6\ar@{-->}[rrr]^4&&&N\ar@{..>}[dddd]^1\\
%  &t^\dagger q^\dagger N\ar@{-->}[r]^3\ar@{-->}[lu]_5\ar@{.>}[lu]\ar@{..>}[d]^3
%  &q^\dagger N\ar@{-->}[ru]^1\ar@{..>}[d]^1
%  &\\
%  &s^\dagger\psi_\dagger q^\dagger N\ar@{-->}[r]^1\ar[d]^1\ar[ddl]_{7?}&\psi_\dagger q^\dagger N\ar[d]^1
 % &\\
%  & s^\dagger p^\dagger \phi_\dagger N\ar@{-->}[ld]\ar@{..>}[ld]_2\ar@{-->}[r]^1&  p^\dagger \phi_\dagger N\ar@{-->}[rd]^1&\\
% m^\dagger \phi_\dagger N \ar@{-->}[rrr]^{1}& & &\phi_\dagger N}$$
%Wir beginnen mit den mit $1$ markierten Pfeilen. Die gestrichelten Pfeile
%sind kartesisch, die gepunktelten kokartesisch, die durchgezogenen
%entstehen daraus durch Kommutativit"at. Der durch Kommutativit"at entstehende
%Pfeil $2$ mu"s auch kartesisch sein aufgrund der Eigenschaften einer Faserung
%und dann sogar kartesisch und kokartesisch  nach der
%Volltreuheit der geometrischen Lokalisierung f"ur Spektra \ref{glSDM}.
%Wir m"ussen zeigen, da"s der durch Kommutativit"at entstehende Pfeil $7?$ auch
%kokartesisch ist. 
%Zun"achst erg"anzen wir dazu die mit $3$ markierten Pfeile.
%Offener Basiswechsel zeigt, da"s sie kartesisch beziehungsweise kokartesisch sind
%wie eingezeichnet.
%Dann erg"anzen wir Pfeil $4$ und
%durch Kommutativit"at den Pfeil $5$ und
%wissen aus den Eigenschaften einer Faserung, da"s er  kartesisch sein mu"s
%und damit auch kokartesisch nach der
%Volltreuheit der geometrischen Lokalisierung f"ur Spektra \ref{glSDM}. 
%Schlie"slich k"onnen wir den Pfeil $6$ erg"anzen durch die Bedingung der
%Kommutativit"at des einh"ullenden Quadrats. Es ist dann explizit klar, da"s
%er in unserer speziellen Situation kokartesisch sein mu"s. Die Kommutativit"at
%des linken Trapezes folgt dann daraus, da"s die untere Horizontale kartesisch ist
%und alle anderen Fl"achen dieses \glqq von vorne betrachteten W"urfels\grqq\
%kommutieren. Damit folgt schlie"slich aus Eigenschaften vvon Kofaserungen, da"s auch
%der Pfeil $7?$ kokartesisch sein mu"s.
%\end{Bemerkunge}





\begin{Satz}[\textbf{Basiswechsel der Lokalisierung auf Spektra}]
  Gegeben ein Kringhomomorphismus $\phi^\circ: B\ra A$
  ist der Basiswechsel im Diagramm\label{BlSS} 
  $$\xymatrix{\op{Spec}(A)\ar[r]^q\ar[d]^\psi&(\op{top}, A)\ar[d]^\phi\\
   \op{Spec}(B) \ar[r]^p&(\op{top}, B)}$$
  stets eine Isotransformation $p^* \phi_* \siRa \psi_* q^* $. 
\end{Satz}
\begin{proof} 
Gegeben
  $N\in A{\op{-Mod}}$ gilt es zu zeigen, da"s  der Basiswechsel
  einen Isomorphismus 
  $$p^* \phi_* N\sira \psi_* q^* N$$
  von Modulgarben auf dem Spektrum von $B$ liefert. 
  Schreiben wir $\mathcal L_A\pdef q^*$ und $\mathcal L_B\pdef p^*$
  f"ur die geometrischen Lokalisierungen in Bezug auf $A$ beziehungsweise $B$,
  so bedeutet das einen Isomorphismus $\mathcal L_B N\sira \psi_*\mathcal L_A N$
  unter Unterschlagung der Notation $\phi_* N$ f"ur $N$ aufgefa"st als $B$-Modul.
  Um das zu sehen, reicht es zu zeigen, da"s unser Basiswechsel Isomorphismen
auf den Schnitten "uber den offenen Mengen der Standardbasis
$(p^* \phi_* N)(\op{U}(\phi^\circ(g)))\sira (\psi_* q^* N)(\op{U}(g))$ induziert
f"ur alle $g\in B$ alias Isomorphismen
$$( \mathcal L_A N)({\op{U}}(\phi^\circ(g)))\sira ( \mathcal L_B N)({\op{U}}(g))$$
Beide Seiten sind jedoch in nat"urlicher Weise
isomorph zur Lokalisierung $N_{\phi^\circ(g)}$ und die
zuvor beschriebenen Abbildungen entsprechen
darunter der Identit"at auf diesem Raum und das beendet den Beweis. 
\end{proof}
\begin{Bemerkunge}
  Ich schreibe denselben Beweis auch noch ausf"uhrlicher in der Sprache der
  Faserungen und Kofaserungen aus. 
 Wir erg"anzen   unser Diagramm zum Diagramm  
$$\xymatrix{(\op{top}, A_{\phi^\circ(g)})\ar[ddd]^n\ar[rrr]^k&&&(\op{top}, A)\ar[ddd]^\phi\\
 &\op{Spec}(A_{\phi^\circ(g))}\ar[r]^t\ar[lu]_l\ar[d]^\pi&\op{Spec}(A)\ar[ru]^q\ar[d]^\psi
  &\\
  & \op{Spec}(B_{g}) \ar[ld]_c\ar[r]^s& \op{Spec}(B) \ar[rd]^p&\\
  (\op{top}, B_{g})\ar[rrr]^m& & &(\op{top}, B)}$$
Wir verwenden  daf"ur die nichtopponierte Notation
und m"ussen zeigen, da"s der Basiswechsel im linken Trapez
eine Isotransformation $\psi_\dagger q^\dagger \siRa p^\dagger \phi_\dagger $ ist.
Mit den speziellen Eigenschaften unserer Situation haben wir uns darauf zur"uckgezogen,
zu zeigen, da"s er eine Isotransformation
$c_\dagger s^\dagger \psi_\dagger q^\dagger \siRa c_\dagger s^\dagger p^\dagger \phi_\dagger $
induziert. Um das hinwiederum  zu zeigen
bilden wir ein weiteres Diagramm auf den Fasern 
$$\xymatrix{k^\dagger N\ar@{->>}[dddd]^6\ar@{_{(}->}[rrr]^4&&&N\ar@{->>}[dddd]^1\\
  &t^\dagger q^\dagger N\ar@{_{(}->}[r]^3\ar@{_{(}->>}[lu]_5\ar@{->>}[d]^3
  &q^\dagger N\ar@{_{(}->}[ru]^1\ar@{->>}[d]^1
  &\\
  &s^\dagger\psi_\dagger q^\dagger N\ar@{_{(}->}[r]^1\ar[d]^1\ar@{->>}[ddl]_{7}&\psi_\dagger q^\dagger N\ar[d]^1
  &\\
  & s^\dagger p^\dagger \phi_\dagger N\ar@{_{(}->>}[ld]_2\ar@{_{(}->}[r]^1&  p^\dagger \phi_\dagger N\ar@{_{(}->}[rd]^1&\\
 m^\dagger \phi_\dagger N \ar@{_{(}->}[rrr]^{1}& & &\phi_\dagger N}$$
Die mit Haken notierten Pfeile
sind kartesisch, die mit Doppelspitze versehenen
kokartesisch, die einfachen Pfeile 
entstehen durch Kommutativit"at. Aus den Eigenschaften einer Faserung
\eref{stkk}{TG} wissen wir, da"s alle kartesischen Morphismen
stark kartesisch sind und da"s aus $\beta\alpha$ kartesisch
und $\beta$ kartesisch folgt $\alpha$ kartesisch. Duales gilt f"ur
kokartesische Morphismen. Da Injektionen beziehungsweise Surjektionen
von Mengen dieselbe Eigenschaft haben, schien mir die Notation suggestiv.
Jedoch mu"s ein kartesischer und kokartesischer Morphismus keineswegs ein
Isomorphismus sein.
Wir beginnen nun mit den mit $1$ markierten Pfeilen. 
Der durch Kommutativit"at entstehende
Pfeil $2$ mu"s auch kartesisch sein aufgrund der Eigenschaften einer Faserung
und dann sogar zus"atzlich kokartesisch  nach der
Volltreuheit der geometrischen Lokalisierung f"ur Spektra \ref{glSDM}.
Wir m"ussen zeigen, da"s der durch Kommutativit"at entstehende Pfeil $7$, 
wie im Diagramm bereits angedeutet, kokartesisch ist. 
Zun"achst erg"anzen wir dazu die mit $3$ markierten Pfeile.
Offener Basiswechsel zeigt, da"s sie kartesisch beziehungsweise kokartesisch sind
wie eingezeichnet.
Dann erg"anzen wir Pfeil $4$ und
durch Kommutativit"at den Pfeil $5$ und
wissen wieder aus dem Diagramm, da"s er  kartesisch sein mu"s
und damit auch kokartesisch nach der
Volltreuheit der geometrischen Lokalisierung f"ur Spektra \ref{glSDM}. 
Schlie"slich k"onnen wir den Pfeil $6$ erg"anzen durch die Bedingung der
Kommutativit"at des einh"ullenden Quadrats. Es ist explizit klar, da"s
er in unserer speziellen Situation kokartesisch sein mu"s. Die Kommutativit"at
des linken Trapezes folgt dann daraus, da"s die untere Horizontale kartesisch ist
und alle anderen Fl"achen dieses \glqq von vorne betrachteten W"urfels\grqq\
kommutieren. Damit folgt schlie"slich aus Eigenschaften von Kofaserungen
opponiert zu \eref{stkk}{TG}, da"s auch
der Pfeil $7$ kokartesisch sein mu"s.
\end{Bemerkunge}












%  \begin{Bemerkungl} Gegeben ein Kring $R$ und ein Element
%   $f\in R$ und ein $R$-Modul $M$  und $j:{\op{U}}(f)\hra \op{Spec}R$ die Einbettung
%   liefert die Adjunktion einen Isomorphismus
%   $$\mathcal L(M_f)\sira j_*j^*(\mathcal L M)$$
%   Das folgt unmittelbar aus dem
%   Satz, indem man den Halm der Bildgarbe bei $\mathfrak p$ als Limes
%   der $(\mathcal L M)({\op{U}}(fg))$ f"ur $g\not\in\mathfrak p$
%   beschreibt.\label{glSDm}
% \end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Algebraischer und geometrischer Tr"ager}] 
  Gegeben ein Kring $R$ und ein $R$-Modul $M$ und ein Element $m\in M$
  f"allt nach \ref{TrLo} der Tr"ager $\op{supp}(\eta(m))$ 
  des Schnittes
  $\eta(m)\in \Gamma(\mathcal L M)$ der Garbe $\mathcal L M$
  zusammen mit dem Tr"ager, wie wir ihn in \ref{suppMM} als $\op{supp}(m)=\mathcal A(\op{Ann}_R(m))\subset
  \op{Spec}(R)$ erkl"art hatten. Insbesondere liefert f"ur jedes Ideal $\mathfrak a\subset R$ unser $\eta$ eine Bijektion
  $$\Gamma_{\mathcal A(\mathfrak a)}\mathcal L M\sira \{m\in M\mid \forall x\in \mathfrak a\;\exists n\in\DN \text{ mit }x^nm=0\} $$
  Ist $\mathfrak a$ endlich erzeugt, so kann dieser Untermodul auch einfacher
  beschrieben werden als $\{m\in M\mid \exists n\in\DN \text{ mit }\mathfrak a^nm=0\} $.\label{agT} 
\end{Bemerkungl}

\subsection{Quasikoh"arente Modulgarben auf Schemata}

\begin{Definition}
  Eine Modulgarbe $\mathcal F$ auf einem Schema $X$ hei"st
  {\bf quasikoh"arent},\index{quasikoh"arent} wenn unser Schema eine
  "Uberdeckung durch affine offene Unterschemata $U\co X$ besitzt
  derart, da"s die Restriktion $\mathcal F|_U$ jeweils isomorph ist zur geometrischen Lokalisierung eines $\mathcal O_X(U)$-Moduls.  Wir notieren\index{Modqk@$\mathcal O_X\op{-Modqk}$} die Kategorie der quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Moduln auf einem Schema $X$ als 
  $$\mathcal O_X\op{-Modqk}=\op{Modqk}_{/X}$$ 
 \end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Die Einschr"ankung einer quasikoh"arenten Modulgarbe
  auf ein offenes Unterschema ist wieder quasikoh"arent.
  Das folgt unmittelbar aus der Transitivit"at von R"uckz"ugen und der Erkenntnis,
  das geometrische Lokalisierung auch als ein R"uckzug verstanden werden kann
  sowie der Erkenntnis \ref{otgh}, da"s jedes affine Schema eine Basis der
  Topologie aus affinen offenen Unterschemata besitzt.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Eine nicht quasikoh"arente Modulgarbe}]
Auf der Geraden $X =\op{Spec}\DC[T]$ 
ist die Wolkenkratzergarbe an 
irgendeinem abgeschlossenen Punkt mit
Faser $\Bbb{C} (T)$ und der offensichtlichen Struktur 
als $\cal{O}_{X}$-Modul nicht
quasikoh"arent, wie etwa der anschlie"sende Satz \ref{MqkG} zeigt.
\end{Beispiel}

\begin{Satz}[\textbf{Moduln und quasikoh"arente Modulgarben}] 
  Gegeben ein Kring $A$ mit Spektrum $({\op{Spec}}(A),\mathcal O)$
  ist der Lokalisierungsfunktor\label{MqkG} 
  eine "Aquivalenz von Kategorien
  $$\mathcal L: A\op{-Mod}\sirra \op{Modqk}_{/{\op{Spec}}(A)}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Sei $\mathcal F$ ein quasikoh"arenter $\mathcal O$-Modul.
  Nach \ref{kgAS} gibt es dann Elemente $f_1,\ldots, f_r\in A$
  derart, da"s die offenen
  affinen Unterschemata ${\op{U}}(f_\rho)$ unser Spektrum "uberdecken
  und da"s $\mathcal F|{\op{U}}(f_\rho)$ jeweils die Lokalisierung eines
  $\mathcal O({\op{U}}(f_\rho))$-Moduls ist. Dann ist aber nach \ref{BlSS}
 auch der Vorschub dieser Restriktion unter $j_\rho: {\op{U}}(f_\rho)\hra \op{Spec}(A)$
  die Lokalisierung eines $A$-Moduls und mithin
   liefern die Einheiten der Adjunktion 
  die Einbettung jeweils einen Isomorphismus
  $$\varepsilon: \mathcal L\Gamma j_{\rho*}j_\rho^*\mathcal F\sira j_{\rho*}j_\rho^*\mathcal F$$ 
  Nun betrachten wir zus"atzlich die Einbettungen $j_{\rho\sigma}$
  der ${\op{U}}(f_\rho)\cap {\op{U}}(f_\sigma)={\op{U}}(f_\rho f_\sigma)$ und bilden das
  kommutative Diagramm
    $$\xymatrix{
\mathcal L\Gamma \mathcal F \ar@{^(->}[r]\ar[d]
& \prod_{\rho} \mathcal L\Gamma j_{\rho*}j_\rho^*\cal{F}\ar[r]\ar[d]^\wr&\prod_{\rho,\sigma} \mathcal L\Gamma j_{\rho\sigma*}j_{\rho\sigma}^*\cal{F}\ar[d]^\wr \\
\mathcal F \ar@{^(->}[r]
& \prod_{\rho} j_{\rho*}j_\rho^*\cal{F}\ar[r]&\prod_{\rho,\sigma} j_{\rho\sigma*}j_{\rho\sigma}^*\cal{F}
}
  $$
  Wir gehen dabei von der unteren Horizontale aus, die
  linksexakt ist nach \eref{lESS}{TG},
  und folgern mit der Linksexaktheit von $\Gamma$ und der Exaktheit
  der geometrischen Lokalisierung  $\mathcal L$ im Fall von Spektra
  nach \ref{exLL} die Linksexaktheit der oberen Horizontale.
  Das F"unferlemma zeigt dann, da"s f"ur quasikoh"arentes $\mathcal F$ die
  Koeinheit der Adjunktion einen
  Isomorphismus $\mathcal L\Gamma \mathcal F \sira \mathcal F$ induziert.
  Die Behauptung folgt nun aus allgemeinen Resultaten \eref{AduA}{TF}:
  Gegeben ein adjungiertes Paar $(L,R)$ mit einer Isotransformation
  $\op{Id}\siRa RL$ als Einheit der Adjunktion 
   ist  $L$ stets volltreu
  und sein wesentliches Bild besteht aus  allen Objekten $\mathcal F$ mit
  der Eigenschaft, da"s  Koeinheit der Adjunktion einen Isomorphismus
  $LR\mathcal F\sira\mathcal F$ induziert.
\end{proof}
\begin{Korollar}\begin{enumerate}
    \item
  Gegeben ein Morphismus von quasikoh"arenten Mo\-dul\-gar\-ben
  auf einem Schema sind auch 
  sein Kern und Kokern quasikoh"arent;
\item
  Beliebige direkte Summen, ja 
  Kolimites "uber beliebige Systeme
  quasikoh"arenter Mo\-dulgarben auf einem Schema sind quasikoh"arent;
\item
  Gegeben eine kurze exakte Sequenz
  $\mathcal F'\hra \mathcal F\sra \mathcal F''$ von  Mo\-dulgarben
  auf einem Schema mit $\mathcal F'$ und $ \mathcal F''$
  quasikoh"arent ist auch $ \mathcal F$
  quasikoh"arent;
\item
  Eine Garbe von Idealen der Strukturgarbe eines Schemas ist genau dann
  quasikoh"arent, wenn sie lokal von globalen Schnitten erzeugt wird,
  wenn es also eine offene "Uberdeckung gibt derart, da"s die Restriktion
  unserer Idealgarbe auf jede der besagten offenen Mengen von globalen
  Schnitten erzeugt wird.
  \end{enumerate}
  \label{EKOH} 
  \end{Korollar}
  \begin{proof}
 1.   Da die Restriktion von Modulgarben
    auf offene Unterschemata exakt ist,
 reicht es, das f"ur affine Schemata zu zeigen.
Die  Aussage folgt dann aus  Satz \ref{MqkG} und der
    Exaktheit der Lokalisierung im Fall affiner Schemata. 
 \\[2mm]\noindent 2.
  Da die Restriktion von  Modulgarben
    auf offene Unterschemata
    einen Rechtsadjungierten hat, vertauscht sie mit beliebigen
    Kolimiten. Wieder reicht es also, die Behauptung
    f"ur affine Schemata zu zeigen. Da folgt sie, da auch die
    Lokalisierung einen Rechtsadjungierten hat und folglich mit beliebigen
    Kolimiten vertauscht. 
     \\[2mm]\noindent 3. 
     Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit ist unser Schema affin.
  Wir   bilden das
  kommutative Diagramm
    $$\xymatrix{
\mathcal L\Gamma \mathcal F' \ar@{^(->}[r]\ar[d]^\wr
& \mathcal L\Gamma \mathcal F\ar[r]\ar[d]& \mathcal L\Gamma \mathcal F''\ar[d]^\wr \\
 \mathcal F' \ar@{^(->}[r]
&  \mathcal F\ar@{->>}[r]&  \mathcal F''}
  $$  Sobald wir die Surjektivit"at $\Gamma \mathcal F\sra \Gamma \mathcal F''$ zeigen k"onnen, erledigen die Exaktheit von $\mathcal L$ und das F"unferlemma den Rest. Gegeben $s''\in\Gamma \mathcal F''$
  ist auch der davon erzeugte $\mathcal O$-Untermodul $\mathcal E''$ 
  quasikoh"arent als Bild eines Morphismus $\mathcal O\ra \mathcal F''$.
  Bilden wir  den Pullback  $\mathcal E\subset \mathcal F$ von $\mathcal E''$,
  so erhalten wir eine kurze exakte Sequenz
   $$
 \mathcal F' \hra
  \mathcal E\sra  \mathcal E''
  $$ 
 Jeder Punkt besitzt nun eine offene affine Umgebung $U$,
  auf der die Restriktion $s''|U$ ein  Urbild in $\mathcal E(U)$ hat.
  Damit zeigt unser Argument von oben, da"s $\mathcal E|_U$ quasikoh"arent ist.
  Dann aber mu"s  bereits $\mathcal E$ selbst
  quasikoh"arent sein und unsere "Aquivalenz von Kategorien \ref{MqkG}
  zeigt die Surjektivit"at $\Gamma\mathcal E\sra \Gamma\mathcal E''$
  und damit die Surjektivit"at $\Gamma\mathcal F\sra \Gamma\mathcal F''$.
  \\[2mm]\noindent 4. Das Bild eines Morphismus quasikoh"arenter Garben ist
 nach dem bereits Bewiesenen wieder quasikoh"arent. Die Behauptung folgt.
  \end{proof}



























  
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Vertr"aglichkeit von Lokalisierung und Trennr"uckzug}]
    Gegeben Kringe $A,B_1,\ldots,B_r$ f"ur $r\geq 0$ und Kringhomomorphismen
    $f_\rho^\circ :B_\rho\ra A$ erhalten wir in der Familienkategorie der
    banalen Trennkategorie der gekringten R"aume\label{VTLO} 
    ein kommutatives Diagramm
    $$\xymatrix{\op{Spec}A\ar[d]\ar[r]&\op{Spec}B_1\curlywedge\ldots\curlywedge
      \op{Spec}B_r\ar[d]\\
      (\op{top},A)\ar[r]&(\op{top},B_1)\curlywedge\ldots\curlywedge(\op{top},B_r)}$$
    In der oberen Zeile ist die Kringgarbe die "ubliche, in der unteren Zeile stehen
    nur Einpunktr"aume. Nach den allgemeinen Eigenschaften einer Trennfaserung
    macht der R"uckzug in den Vertikalen aus einer kartesischen Trennung in der
    unteren Horizontalen eine kartesische Trennung in der oberen Horizontalen.
    Das gilt sogar f"ur beliebige kommutative Diagramme gekringter R"aume der
    obigen Gestalt und noch allgemeiner in einer beliebigen Trennfaserung "uber
    einer banalen Trennkategorie in der Basis. In unserer speziellen
    Situation besagt es insbesondere, da"s f"ur Trennungen affiner Schemata der
    Trennr"uckzug quasikoh"arenter Modulgarben wieder quasikoh"arent ist.
  \end{Bemerkungl}

    
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Erhaltung von Quasikoh"arenz bei Trennr"uckzug}]
    Gegeben  Morphismen von Schemata $f_\rho:X\ra Y_\rho$ f"ur $1\leq \rho\leq r$
    mit $r\geq 0$ und quasikoh"arente Modulgarben $\mathcal G_\rho$ auf $Y_\rho$
    ist auch ihr Trennr"uckzug
    $(f_1,\ldots,f_r)^*(\mathcal G_1\curlywedge \ldots\curlywedge \mathcal G_r)$
    quasikoh"arent. In der Tat reicht es sicher, das f"ur den Fall zu zeigen,
    da"s alle unsere Schemata affin sind, und diesen Fall haben wir bereits in
    \ref{VTLO} behandelt.\label{EQT}  
  \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokalisierung zu affinem Schema als volltreuer Schmelzfunktor}]
  Gegeben ein Kring $R$ mit
  seinem Spektrum $(\op{Spec}R,\mathcal O)$
  ist die geometrische Lokalisierung insbesondere
  ein volltreuer Schmelzfunktor
  $$\mathcal L:\op{Mod}_R\ra \mathcal O\op{-Mod}$$
  von $R$-Moduln zu $\mathcal O$-Modulgarben auf $\op{Spec}R$.
  Dieser Schmelzfunktor macht universelle Verschmelzungen
  zu universellen Verschmelzungen. Etwas allgemeiner ist
  auf einem beliebigen Schema $X$ das Tensorprodukt
  quasikoh"arenter Garben wieder quasikoh"arent und wir erhalten so
  die Schmelzkategorie mit stabil universellen Verschmelzungen
  $\op{Modqk}_{/X}$
  der quasikoh"arenten Modulgarben auf dem Schema $X$ und
  f"ur jeden Kring $R$ eine "Aquivalenz von
  Schmelzkategorien $$\mathcal L:\op{Mod}_R\sirra \op{Modqk}_{/{\op{Spec}R}}$$
  F"ur $R$-Moduln $M,N$ sind die durch unseren Schmelzfunktor der Lokalisierung
  gegebenen nat"urlichen  Morphismen $\mathcal L\op{Hom}_R(M,N)\ra
  (\mathcal LM \Rrightarrow\mathcal LN)$ 
  aus \eref{fIH}{TSK} nach \ref{KEPP} Isomorphismen, wenn 
  $M$ endlich pr"asentiert ist. Das interne Hom von quasikoh"arenten Garben
  auf Schemata  braucht im allgemeinen jedoch nicht
  quasikoh"arent zu sein.\label{iHqg} Diese Schwierigkeit
  tritt bereits im Fall von
  Modulgarben "uber $\mathbb A^1_k=\op{Spec}k[X]$ im Fall
  eines beliebigen K"orpers $k$ auf, vergleiche \ref{lokMO}.
  In Standardsituationen hilft hier
  der \glqq Quasikoh"arentor\grqq. Genaueres dazu  besprechen wir
  in \ref{Qkoh}. 
  \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schwierigkeiten mit quasikoh"arenten Garben}] 
  Die Trennfaserung der Opmodulgarben auf gekringten R"aumen schr"ankt nach
  \ref{EQT} ein
  zu einer Trennfaserung
  $$\op{Modqk}_{\sslash{\op{Sch}}}\ra \curlywedge{\op{Sch}}$$ 
  Allerdings sind quasikoh"arente Modulgarben auf Schemata 
  im allgemeinen weder  stabil unter internem Hom, vergleiche \ref{iHqg},
  noch unter Produkten, vergleiche
  \ref{pqkM}, noch unter Vorschub  unter Morphismen von Schemata, vergleiche
  \ref{nsV}. 
  Wir diskutieren im folgenden,
  unter welchen Zusatzannahmen manche  dieser im Kontext allgemeiner
  Modulgarben betrachteten Konstruktionen doch 
  Quasikoh"arenz erhalten. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}[\textbf{Affiner Basiswechsel}]
  Gegeben ein kartesisches Diagramm in der Kategorie der Schemata\label{abVV}  
   $$\xymatrix{W\ar[r]^-q\ar[d]^g& X\ar[d]^f\\
       Z\ar[r]^-{p}& Y}$$ mit affinen Vertikalen $f,g$ 
  ist f"ur jede quasikoh"arente Modulgarbe $\mathcal F$ auf
  $X$ der Basiswechsel
     ein Isomorphismus
     $$p^* f_*\mathcal F\sira g_*q^*\mathcal F$$
\end{Proposition}
\begin{proof} Mit offenem Basiswechsel k"onnen wir uns auf den Fall
  zur"uckziehen, da"s alle vier beteiligten Schemata affin sind. Von dort
  k"onnen uns weiter auf den Fall von Moduln "uber Ringen zur"uckziehen
  und in diesem Fall ist die Aussage klar. Genauer ist unser
  Diagramm im Fall affiner Schemata 
  isomorph zum mittleren Quadrat eines kommutativen Diagramms
  gekringter R"aume
 % @{_{(}->} @{->>} 
  $$\xymatrix{(\op{top}, C\otimes_B A )\ar[ddd]^{\bar g}\ar[rrr]^{\bar q}&&&(\op{top}, A)\ar[ddd]^{\bar f}\\
 &\op{Spec}(C\otimes_B A)\ar[r]^-q\ar[lu]_n\ar[d]^g&\op{Spec}(A)\ar[ru]^k\ar[d]^f
  &\\
  & \op{Spec}(C) \ar[ld]_m\ar[r]^p& \op{Spec}(B) \ar[rd]^l&\\
    (\op{top}, C)\ar[rrr]^{\bar p}& & &(\op{top}, B)}$$
  und $\mathcal F$ ist isomorph zur Lokalisierung
  $\mathcal F\cong \mathcal L M$ eines $A$-Moduls $M$.
Wir konstruieren in der opponierten Notation auf den Fasern das 
kommutative Diagramm 
 $$\xymatrix{ \bar q^\dagger M\ar@{->>}[ddd]^3\ar@{_{(}->}[rrr]^1&&&M\ar@{->>}[ddd]^1\\
 &n^\dagger \bar q^\dagger M\ar@{_{(}->}[r]^2\ar@{_{(}->}[lu]_1\ar@{->>}[d]^4&k^\dagger M\ar@{_{(}->}[ru]^1\ar@{->>}[d]^4
  &\\
  & m^\dagger \bar p^\dagger  \bar f_\dagger M \ar@{_{(}->}[ld]_1\ar@{_{(}->}[r]^2&l^\dagger \bar f_\dagger M \ar@{_{(}->}[rd]^1&\\
  \bar p^\dagger  \bar f_\dagger M\ar@{_{(}->}[rrr]^1& & &\bar f_\dagger M}$$
In einem ersten Schritt bilden wir die mit $1$ markierten Pfeile
so, da"s sie alle kartesisch sind mit Ausnahme der Vertikale
ganz rechts, die kokartesisch ist. Die "ubrigen Pfeile erkl"aren
wir durch die Kommutativit"at des Diagramms, ohne von ihnen
bereits zus"atzliche Eigenschaften zu behaupten. Im zweiten Schritt
folgern wir aus dem Diagramm,
da"s die mit $2$ markierten Pfeile kartesisch sind. Dann pr"ufen wir explizit,
da"s die linke Vertikale $3$ kokartesisch ist, weil eben salopp gesprochen
$(C\otimes_B A)\otimes_AM$ mit $C\otimes_B M$
zusammenf"allt. Schlie"slich folgern wir aus dem Basiswechsel der Lokalisierung
\ref{BlSS}, da"s die mit $4$ markierten Pfeile beide kokartesisch sein m"ussen.
Das  zeigt dann die Behauptung.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Erhaltung von Quasikoh"arenz bei  affinem Vorschub}] 
  Der Lokalisierungsfunktor
  $$(\mathcal L,\op{Spec}):\op{Ab}_{\sslash{\op{Kringo}}} 
  \ra \op{Ab}_{\sslash{\op{Sch}}}$$ von
  Opmoduln "uber Kringen zu Opmodulgarben "uber Schemata
  macht kartesische Morphismen zu kartesischen Morphismen, da er auch ein R"uckzug
  ist. Er macht auch 
  kokartesische Morphismen zu kokartesischen Morphismen, wie wir in
  \ref{BlSS} als eine Art Basiswechsel gezeigt hatten.
 Insbesondere machen f"ur jeden Morphismus
  $\varphi:X\ra Y$ von affinen Schemata sowohl $\varphi_*$
  als auch $\varphi^*$
  quasikoh"arente Modulgarben zu
  quasikoh"arenten Modulgarben. Es folgt, da"s f"ur
  jeden Morphismus von Schemata der R"uckzug einer quasikoh"arenten Modulgarbe
  wieder quasikoh"arent ist. Weiter sehen wir so, da"s der Vorschub
  einer quasikoh"arenten Modulgarbe unter jedem 
  \hyperref[afMMS]{affinen Morphismus} von
  Schemata wieder quasikoh"arent ist.\label{EQR} 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Nichterhaltung von Quasikoh"arenz unter Vorschub}]
  Ein Produkt quasikoh"arenter Garben ist im allgemeinen nicht
  quasikoh"arent.\label{pqkM}  Betrachten wir
  etwa den lokalen Ring $\DC[T]_{\langle T\rangle}$
  aller rationalen Funktionen auf $\DC$, die am Ursprung keinen Pol haben.
  Das Schema $\op{Spec}\DC[T]_{\langle T\rangle}$ besteht  aus
  zwei Punkten, einem offenen Punkt und einem abgeschlossenen Punkt.
  Das Produkt der Modulgarben $\mathcal L( \DC[T]/\langle T^n\rangle)$
  ist darauf
  nicht quasikoh"arent, da sein Halm am offenen Punkt Null ist, obwohl
  unser Produkt globale Schnitte besitzt,
  die von keiner $T$-Potenz annulliert werden.
  Das zeigt, da"s auch der Vorschub einer quasikoh"arenten Garbe unter
  einem Morphismus von Schemata im allgemeinen keineswegs wieder
  eine quasikoh"arente Garbe sein wird, denn jedes Produkt von Modulgarben
  auf einem
  gekringten Raum
  kann als Vorschub einer Modulgarbe auf einer disjunkten Vereinigung
  von Kopien des besagten Raums beschrieben werden.\label{nsV} 
\end{Beispiel}
  \begin{Bemerkungl}  Ein Morphismus von Schemata hei"st
    {\bf quasikompakt},\index{quasikompakt!Morphismus von Schemata} wenn
    das Urbild jeder offenen affinen Teilmenge kompakt ist.
    Es reicht daf"ur zu pr"ufen, da"s die Zielvariet"at eine "Uberdeckung
    durch offene affine Teilmengen hat, deren Urbilder jeweils kompakt sind.
    Man folgert, da"s mit $X\ra Y$ auch $X\times T\ra Y\times T$ quasikompakt
    ist f"ur jedes weitere Schema $T$.\label{qko} 
  \end{Bemerkungl}
     \begin{Bemerkungl} 
  Ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von Schemata hei"st
  {\bf quasisepariert},\index{quasisepariert!Morphismus von Schemata}
  wenn die Diagonale $\Delta:X\ra X\times_Y X$ quasikompakt ist.
  Aus $\varphi:X\ra Y$ quasisepariert
  folgt, da"s auch $\varphi:X\times T\ra Y\times T$ quasisepariert 
    ist f"ur jedes weitere Schema $T$.\label{qse} 
\end{Bemerkungl}

     \begin{Bemerkungl} Jede offene Einbettung von Schemata ist
       quasikompakt und quasisepariert, ja sogar separiert.
\end{Bemerkungl}
     
  \begin{Proposition}[\textbf{Erhaltung von Quasikoh"arenz unter Vorschub}]
    Der Vorschub einer quasikoh"arenten Modulgarbe
    unter einem quasikompakten und quasiseparierten Morphismus
    von Schemata ist stets  wieder quasikoh"arent.\label{EQVo} 
  \end{Proposition}
  \begin{Bemerkungl} Speziell ist der Vorschub einer quasikoh"arenten Garbe
    unter einer offenen Einbettung von Schemata stets wieder quasikoh"arent.
  \end{Bemerkungl}
  \begin{proof}
    Sei $f:X\ra Y$ unser Morphismus. Ohne Beschr"ankung
    der Allgemeinheit sei $Y$ affin. Dann ist nach
    Annahme $X$ kompakt, also eine endliche Vereinigung
    $X=\bigcup_{i\in E}U_i$ von offenen affinen Teilmengen.
    Weiter sind nach Annahme auch alle Schnitte $U_i\cap U_j$
    kompakt, also ihrerseits
    endliche Vereinigungen offener affiner Teilmengen $U_{ij,k}$.
    Jede Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ pa"st dann in eine
    linksexakte Sequenz
    $$\mathcal F\hra\bigoplus_{i} \op{in}_{i*}\op{in}_i^*\mathcal F
    \ra\bigoplus_{i,j,k} \op{in}_{ij,k*}\op{in}_{ij,k}^*\mathcal F$$
    in hoffentlich offensichtlicher Notation. Diese Sequenz bleibt
    linksexakt unter dem linksexakten Funktor
    $f_*$. Der mittlere und der rechte Term bleiben
    unter $f_*$ quasikoh"arent nach \ref{EQR}, da sie ja Vorsch"ube unter den affinen
    Morphismen $f\circ \op{in}_{i}$ beziehungsweise $f\circ \op{in}_{ij}$
    sind. Dann bleibt auch der linke Term 
    $\mathcal F$ unter $f_*$ quasikoh"arent als Kern eines
    Morphismus quasikoh"arenter Modulgarben nach \ref{EKOH}.
  \end{proof}


  
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Offener R"uckzug quasikoh"arenter Garben
       als Quotient}]
 F"ur die Einbettung eines offenen Unterschemas $j:U\hra X$  ist 
    der Restriktionsfunktor $j^*: \op{Modqk}_{/X}\ra \op{Modqk}_{/U}$
    auf quasikoh"arenten
    Modulgarben\label{qkPR} 
    stets ein exakter Quotientenfunktor
    im Sinne abelscher Kategorien \eref{QuotF}{TD},
    da er einen volltreuen Rechtsadjungierten $j_*$
    besitzt, die Koeinheit der Adjunktion ist ja sogar f"ur beliebige offene Einbettungen gekringter R"aume $j$ eine Isotransformation $j^*j_*\siRa \op{id}$,
    und da genau diejenigen 
    Morphismen unter $j^*$ zu Isomorphismen werden, deren Kern und Kokern
    von $j^*$ zu Null gemacht werden, vergleiche \eref{RZQQ}{TD}.
    In Formeln induziert $j^*$ also eine "Aquivalenz  
    $$ \big(\op{Modqk}_{/X}\big)/ (\op{ker} j^*)\;
    \sirra \;\op{Modqk}_{/U}$$
 \end{Bemerkungl}
  \begin{Lemma}[\textbf{Ein flacher Basiswechsel}] Sei $f:X\ra Y$ ein
   quasikompakter  quasiseparierter  Morphismus von Schemata.
   Sei $A$ ein Kring, der flach ist "uber $\DZ$, und sei $Z\pdef \op{Spec}(A)$.
   So ist im kartesischen Diagramm von Schemata\label{flBW}  
   $$\xymatrix{Z\times X\ar[rr]^-{\op{pr}_X}\ar[d]^{\op{id}\times f}&& X\ar[d]^f\\
       Z\times Y\ar[rr]^-{\op{pr}_Y}&& Y}$$
     f"ur jede quasikoh"arente Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ der Basiswechsel
     ein Isomorphismus
     $$\op{pr}_Y^* f_*\mathcal F\sira (\op{id}\times f)_*\op{pr}_X^*\mathcal F$$
  \end{Lemma}
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Weitere flache Basiswechsel}] Dasselbe gilt mit demselben Beweis auch, wenn
    unser Morphismus ein Morphismus von Schemata "uber einem festen Kring $k$
    ist und $A$ ein flacher $k$-Kring und die Produkte links in $\op{Sch}_k$
    gebildet werden. Es gilt 
    auch noch allgemeiner, wenn $Z$ ein beliebiges $k$-Schema ist,
    dessen lokale Kringe alle flach sind "uber $k$.  Der Beweis bleibt
    mutatis mutandis derselbe, man mu"s nur $Z$ affin
    "uberdecken und zus"atzlich
    mit offenem Basiswechsel argumentieren.\label{flaBW}
  \end{Bemerkungl}
\begin{proof} Unter unseren Annahmen an $Z$ sind ${\op{pr}_X}^*$ und 
  ${\op{pr}_Y}^*$ exakte Funktoren. Wir d"urfen $Y$ affin annehmen
  und betrachten dann die linksexakte Sequenz aus
  dem Beweis von \ref{EQVo}. So ziehen wir uns darauf zu"uck, die Aussage f"ur
  $\mathcal F= u_*\mathcal G$ zu zeigen f"ur $u:U\hra X$
  die Einbettung eines offenen affinen Unterschemas und schlie"slich
  f"ur $X$ selbst affin. In diesem Fall folgt es jedoch aus  
   affinem Basiswechsel \ref{abVV}. 
\end{proof}
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}[\textbf{Affine Morphismen und Kringmodulgarben}] Ein Monoid $\mathcal A$
  in der Schmelzkategorie $\op{Modqk}_{/Y}$
  der quasikoh"arenten Modulgarben auf einem Schema $Y$ hei"se
  eine {\bf quasikoh"arente
    Ringmodulgarbe}.\index{Ringmodulgarbe!quasikoh"arente} Ein Abmonoid $\mathcal A$
  dieser Schmelzkategorie  hei"se analog 
  eine {\bf quasikoh"arente
    Kringmodulgarbe}.\index{Kringmodulgarbe!quasikoh"arente}
  Gegeben ein affiner Morphismus \ref{afMMS} $\pi: X\ra Y$ von Schemata
  ist $\pi_*\mathcal O_X$ eine quasikoh"arente\label{qKMG} 
  Kringmodulgarbe auf $Y$ in nat"urlicher Weise. Man zeige, da"s wir
  so eine "Aquivalenz von der Kategorie der affinen Morphismen nach $Y$ zur
  opponierten der Kategorie der quasikoh"arenten Kringmodulgarben auf $Y$
  erhalten. Den quasiinversen Funktor notiert Grothendieck\index{Spec@${\mathbf{Spec}}$ relatives Spektrum} fett als 
  $${\mathbf{Spec}}:\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{Quasikoh"arente}\\
\text{Kringmodulgarben auf $Y$}
\end{array}\!\!\right\}^{\op{opp}} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{Affine Morphismen}\\
\text{von Schemata nach $Y$}
\end{array}\!\!\right\}
  \end{array}$$
  Ich nenne diesen Funktor das {\bf relative Spektrum}.\index{Spektrum!relatives} 
\end{Ubung}

\subsection{Quasikoh"arente Modulgarben auf Pr"avariet"aten}
\begin{Bemerkungl} Sei in diesem Abschnitt
  $k=\bar k$ ein fester algebraisch abgeschlossener K"orper.
  Wir verstehen in diesem Abschnitt
  alle Pr"avariet"aten  "uber $k$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Quasikoh"arente Modulgarben auf Pr"avariet"aten}]
 Eine $\mathcal O_X$-Mo\-dul\-gar\-be $\mathcal M$
   auf einer Pr"avariet"at $X$ hei"se
   {\bf quasikoh"arent},\index{quasikoh"arent!Modulgarbe auf Pr"avariet"at}
    wenn es eine "Uberdeckung von $X$ durch offene Teilmengen
   $U\co X$ gibt derart, da"s $\mathcal M|_U$ jeweils
   als Kokern eines Morphismus von freien
   Modulgarben geschrieben werden kann, da"s es also in Formeln jeweils eine
   rechtsexakte Sequenz
   $$\mathcal O_U^{\oplus I}\ra \mathcal O_U^{\oplus J}\sra \mathcal M|_U$$
   von $\mathcal O_U$-Moduln gibt mit nicht notwendig endlichen Mengen $I,J$.
   Die Kategorie der  quasikoh"arenten Modulgarben auf einer Pr"avariet"at $X$
   notiere ich $\op{Modqk}_{/X}$. Die dazu opponierte Kategorie der
   quasikoh"arenten Opmodulgarben auf $X$ notiere ich
   $$\op{Modqk}_{\sslash X}$$
   Sie ist eine volle Unterkategorie der Kategorie $\op{Ab}_{\sslash X}$ aller
   Opmodulgarben auf dem gekringten Raum $X=(X,\mathcal O)$ und offensichtlich
   stabil unter Trennr"uckzug. Folglich bilden die quasikoh"arenten
   Opmodulgarben eine banale Trennfaserung
   $$\op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge {\op{pVar}}$$
   "uber der Kategorie der $k$-Pr"avariet"aten ${\op{pVar}}={\op{pVar}}_k$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Quasikoh"arente Garben
      auf Pr"avariet"aten}]
  \begin{enumerate}
\item 
  Gegeben eine affine $k$-Kringalgebra $A$ ist der
  R"uckzug 
  unter dem offensichtlichen Morphismus  $\gamma:( \op{Max}A,\mathcal O) \ra (\op{top},A)$ von gekringten R"aumen wie in \ref{MqkG}
  eine "Aquivalenz von Kategorien
  $$\gamma^*: A\op{-Mod}\sirra \op{Modqk}_{/{\op{Max}}(A)}$$
\item 
  Gegeben ein Homomorphismus $\phi^\circ: B\ra A$ von affinen $k$-Kring\-al\-ge\-bren
  ist der Basiswechsel im Diagramm 
  $$\xymatrix{\op{Max}(A)\ar[r]^q\ar[d]^\psi&(\op{top}, A)\ar[d]^\phi\\
   \op{Max}(B) \ar[r]^p&(\op{top}, B)}$$
  wie in \ref{BlSS} stets eine Isotransformation
  $p^* \phi_* \siRa \psi_* q^* $; 
\item 
  Gegeben eine kurze exakte Sequenz von Modulgarben auf einer Pr"avariet"at
  ist wie in \ref{EKOH} ihre Mitte quasikoh"arent genau dann, wenn ihre beiden Enden
  quasikoh"arent sind;
\item Jeder Kolimes von quasikoh"arenten Modulgarben auf
  einer Pr"avariet"at in der
  Kategorie aller Modulgarben ist wie in \ref{EKOH} wieder quasikoh"arent;
\item  Der Vorschub einer quasikoh"arenten Modulgarbe
    unter einem Morphismus
    von Pr"avariet"aten ist wie in \ref{EQVo} stets  wieder quasikoh"arent;
    \item Gegeben ein
      Morphismus von  Pr"avariet"aten  $f:X\ra Y$ und eine weitere
      Pr"avariet"at $Z$
     ist im  Diagramm von Pr"avariet"aten 
   $$\xymatrix{Z\times X\ar[rr]^-{\op{pr}_X}\ar[d]^{\op{id}\times f}&& X\ar[d]^f\\
       Z\times Y\ar[rr]^-{\op{pr}_Y}&& Y}$$
     f"ur jede quasikoh"arente Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ der Basiswechsel
     wie in \ref{flaBW} ein Isomorphismus
     $$\op{pr}_Y^* f_*\mathcal F\sira (\op{id}\times f)_*\op{pr}_X^*\mathcal F$$
  \end{enumerate}\label{MqVA} 
\end{Satz}
 \begin{proof}
   Wir erinnern \ref{Max}
   unsere "Aquivalenz  
   $$\op{Max}:\op{Sch}_k^{\op{pVar}} \sirra \op{pVar}_k$$
   zwischen der  Kategorie der  Pr"avariet"atenschemata "uber $k$
   und der  
   Kategorie der $k$-Pr"avariet"aten. Wir erinnern weiter daran, da"s
   wir f"ur jedes Pr"avariet"atenschema $X$ eine nat"urliche
   Einbettung von gekringten R"aumen 
   $\tau=\tau_X:\op{Max}X\hra X$ haben, 
   die Isomorphismen
   $\op{Off}( X)\sira \op{Off}(\op{Max} X)$ zwischen
   den jeweiligen Kategorien offener Teilmengen induziert und
   unter denen die Strukturgarbe des Schemas zur Strukturgarbe
   der Pr"avariet"at zur"uckzieht.
   Damit ist klar, da"s f"ur jedes Pr"avariet"atenschema $X$
   der R"uckzug unter $\tau=\tau_X:\op{Max}X\hra X$
   eine "Aquivalenz auf den Modulgarben 
   $\op{Ab}_{/X}\sirra \op{Ab}_{/\op{Max}X}$ induziert.
   Nach \ref{EKOH} ist weiter klar, da"s f"ur jedes Pr"avariet"atenschema $X$
   der R"uckzug unter $\tau=\tau_X:\op{Max}X\hra X$
   eine "Aquivalenz von Kategorien 
   $$\op{Modqk}_{/X}\sirra \op{Modqk}_{/\op{Max}X}$$
    zwischen den jeweiligen Kategorie quasikoh"arenter Modulgarben
  induziert.
   Allgemeiner liefert offensichtlich der R"uckzug
   von Modulgarben
   zusammen mit dem Funktor $\op{Max}$ der abgeschlossenen Punkte in
   der Basis
   eine "Aquivalenz von Trennkategorien 
   $$\op{Modqk}_{\sslash{\op{Sch}_k^{\op{pVar}}}}\sirra \op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}_k}}$$
   Der Satz erweist sich damit als eine blo"se "Ubersetzung
   der entsprechenden im Satz bereits zitierten
   Aussagen f"ur Schemata, spezialisiert auf 
    Variet"atenpr"aschemata.
 \end{proof}

 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Schwierigkeiten mit affinem Basiswechsel}]
   In obigem Satz fehlt der affine Basiswechsel \ref{abVV}. Er l"a"st sich
   genauso folgern, aber nur dann, 
   wenn wir ein kommutatives Quadrat von Variet"aten
   mit affinen Vertikalen vor uns haben derart, da"s das zugeh"orige
   kommutative Quadrat von Variet"atenpr"aschemata bereits in der
   Kategorie der Schemata kartesisch ist. Das ist in der Situation
   der obigen Proposition gew"ahrleistet, weil wir darin nur Produkte und
   keine Faserprodukte betrachten.
 \end{Bemerkungl}

 \subsubsection*{"Ubungen}
 \begin{Ubung} Man zeige: Gegeben Morphismen $f_i:X_i\ra Y_i\;(i=1,2)$
  von Pr"avariet"aten  und quasikoh"arente
   Modulgarben $\mathcal F_i\in \op{Modqk}_{/X_i}$ 
   spezialisiert der entsprechende Basiswechsel der Opmodulgarbentrennfaserung 
   \eref{fuiBP}{TSF} zu einem Isomorphismus
   $$\op{adf}:
   f_{1*} \mathcal F_1\boxtimes f_{2*}\mathcal F_2
   \sira (f_1\times f_2)_* (\mathcal F_1\boxtimes \mathcal F_2)$$
   Ich bemerke erg"anzend, da"s man f"ur Analoga dieser Aussage "uber
   allgemeinen Schemata
   starke Voraussetzungen braucht.
 \end{Ubung}

 
 \subsection{"Aquivariante Modulgarben auf Pr"avariet"aten}

 
 \begin{Bemerkungl} In diesem Abschnitt
   sei $k=\bar k$ ein fester algebraisch abgeschlossener K"orper
   und alle Variet"aten oder 
   Pr"avariet"aten seien zu verstehen "uber $k$. 
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl} In \eref{tsf}{TSF} wird f"ur eine beliebige banale
   Trennfaserung $\mathscr G\ra \curlywedge \mathscr T$ zu einer Kategorie
   $\mathscr T$ mit endlichen Produkten und ein beliebiges Objekt mit
   Monoidoperation $G\acts X$ in der Basis $\mathscr T$ die Kategorie
   $$\mathscr G_{G\acts X}$$
   der \glqq "aquivarianten Objekte der Faser "uber $X$\grqq\ eingef"uhrt.
   Im folgenden spezialisieren  wir das zum Fall der
   Trennfaserung $$\op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge {\op{pVar}}$$
   quasikoh"arenter Opmodulgarben auf Pr"avariet"aten.
   Hierbei deutet das Op nur an, da"s die Fasern unserer Trennfaserung
   "uber $X$ die opponierten Kategorien
  der "ublichen Kategorien quasikoh"arenter Garben auf $X$ sind. 
     Manchmal arbeiten wir aber
     auch mit der Trennfaserung
     $\op{Ab}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge {\op{pVar}}$
     beliebiger Opmodulgarben auf Pr"avariet"aten,
     die dieselben R"uckz"uge hat.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}
   Gegeben quasikoh"arente
   Modulgarben $\mathcal F,\mathcal G$ auf Pr"avariet"aten
   $X,Y$ erkl"aren wir
     ihr Boxprodukt auf $X\times Y$ durch
     $$\mathcal F\boxtimes \mathcal G\pdef
     \op{pr}^*_X\mathcal F\otimes \op{pr}^*_Y\mathcal G$$
     Kategorisch ist das im Rahmen einer  banalen Trennfaserung der
     Trennr"uckzug $\mathcal F\boxtimes \mathcal G\pdef(\op{pr}_X, \op{pr}_Y)^\dagger(\mathcal F\curlywedge \mathcal G)$ unter der Zweitrennung
     $(\op{pr}_X, \op{pr}_Y): X\times Y\ra X\curlywedge Y$. Den Trennr"uckzug unter
     der Leertrennung $l_X: X\ra\curlywedge$ bezeichnen wir 
     mit $\underline{X}\pdef l_X^\dagger (\curlywedge)$. In unserem Spezialfall
    erhalten wir so die Strukturgarbe mit dem ausgezeichneten globalen Schnitt $1\in
     \Gamma(\mathcal O_X)$ und schreiben salopp 
     $$\underline{X}\pdef \mathcal O_X$$
     Die Identifikationen zwischen iteriertem R"uckzug und
     R"uckzug auf einen Rutsch liefern dann Isomorphismen
     $$\underline{X}\boxtimes \mathcal G\sira \op{pr}_Y^\dagger \mathcal G
     \qquad\text{und}\qquad \underline{X}\boxtimes \underline{Y}\sira
     \underline{X\times Y}$$
     sowie Isomorphismen
     $\mathcal F\boxtimes (\mathcal G\boxtimes \mathcal H)\sira (\mathcal F\boxtimes (\mathcal G)\boxtimes \mathcal H$ und dergleichen mehr und Vertr"aglichkeiten zwischen
     allen diesen Isomorphismen. 
    Im Fall der Modulgarben k"onnen diese Isomorphismen und ihre Vertr"aglichkeiten 
    auch leicht direkt erraten und bewiesen werden.
    \end{Bemerkungl}




 \begin{Bemerkungl}  Sei $G$ eine \hyperref[MoVa]{Monoidpr\"avariet\"at}.
   Eine  {\bf $G$-Pr"avariet"at}\index{Pr"avariet"at!$G$-Pr"avariet"at} ist
   eine Pr"avariet"at $X$ mit einer Operation von $G$
   derart, da"s die zugeh"orige Abbildung $G\times X\ra X$
   ein Morphismus  ist. Wir notieren Objekte
   mit Monoidoperation in einer Kategorie und im
   hier diskutierten Zusammenhang speziell 
   $G$-Pr"avariet"aten
    $G\acts X$.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Allgemeine Theorie "aquivarianter Objekte}]
   In der Allgemeinheit einer banalen Trennfaserung
   $\mathscr G\ra \curlywedge \mathscr T$ "uber einer Kategorie mit endlichen
   Produkten erkl"aren wir auf $\mathscr G$ die Struktur
   einer \glqq Schmelzkategorie\grqq\ mit Verschmelzungen
   $$\mathcal F\curlyvee \mathcal G\ra \mathcal H$$
   von Objekten "uber $X,Y,Z$ allen Morphismen
   $\mathcal F\boxtimes\mathcal G\ra \mathcal H$ "uber Morphismen
   $X\times Y\ra Z$ in der Basis. Jeder Morphismus
   $v:X\times Y\ra Z$ in der Basis
   besitzt dann nach \eref{tsf}{TSF}
   einen kanonischen Lift zu einer Verschmelzung
   $\underline{v}:\underline{X}\curlyvee
   \underline{Y}\ra \underline{Z}$ auf den Fasern alias einem
   Morphismus $\underline{v}:\underline{X}\boxtimes
   \underline{Y}\ra \underline{Z}$ "uber $v$. 
   Ein Monoidobjekt der Basis ist ein Tripel $(G,m,e)$ aus einem Objekt $G$
   und einem Morphismus $m:G\times G\ra G$ und einem
   Morphismus $e:\op{pt}\ra G$ des finalen Objekts nach $G$ mit den
   bekannten Eigenschaften. Es besitzt einen kanonischen Lift
   $(\underline {G}, \underline{m},\underline{e})$
   zu einem \glqq Monoidobjekt der
   Schmelzkategorie $\mathscr G$\grqq\ mit
   $$\underline{m}:\underline {G}\boxtimes
   \underline {G}\ra \underline {G}$$
   als Verkn"upfung und $\underline{e}:\underline{\op{pt}}\ra
   \underline {G}$ als neutralem Element. Nach \eref{defaq}{TSF}
   nennt man \glqq $G$-"aquivariante Objekte\grqq\
    dann
   Objekte $\mathcal F$ der Schmelzkategorie $\mathscr G$  mit
   einer Operation $\alpha:\underline G\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$
   dieses Monoidobjekts der Schmelzkategorie $\underline G$. 
   So ein $\alpha$ liegt per definitionem stets 
   "uber einer
   Operation $a:G\times X\ra X$ in der Basis.
  Wir schreiben
   das nun f"ur die banale Trennfaserung
   $\op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge {\op{pVar}}$
     aus.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Definition} Sei
   $G\acts X$ eine Pr"avariet"at mit Operation.
   Eine {\bf $G$-"aquivariante Modulgarbe auf $X$}
   ist eine Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ zusammen mit einem Opkomorphismus
  von Modulgarben $$\alpha:\underline G\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$$
  "uber der Operation $a:G\times X\ra X$ mit
  $\alpha\circ (\underline{m}\boxtimes\op{id}_\mathcal F)=
  \alpha\circ (\op{id}_{\underline{G}}\boxtimes \alpha)$ 
  in der Menge der Morphismen $\underline G\boxtimes
  \underline G\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$ und
  $\alpha\circ (\underline{e}\boxtimes\op{id}_{\mathcal F})=
  \tau$ als Morphismen $\underline{\op{pt}}\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$
  f"ur den offensichtlichen Morphismus
  $\tau:\underline{\op{pt}}\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$,
  f"ur dessen abstrakte Bedeutung 
  ich auf \eref{tsf}{TSF} verweise. Die "aquivarianten
  quasikoh"arenten Opmodulgarben bilden dann, wie in \eref{QaeO}{TSF}
  erkl"art, eine Trennfaserung
   $$\op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge\acts {\op{pVar}}$
  "uber der banalen Trennkategorie der
  Objekte mit Operation in der Basis.\label{aeqMG}  
 \end{Definition}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}]
   In anderen Kontexten betrachten wir auch
   "aquivariante Objekte in der Opmodulgarbentrennfaserung 
   $\op{Ab}_{\sslash{\op{Gek}}}\ra \curlywedge\acts {\op{Gek}}$ der Opmodulgarben
   "uber allgemeinen gekringten R"aumen.
   Obwohl bei der hier betrachteten
   Trennfaserung der Opmodulgarben auf Pr"avariet"aten
   $\op{Modqk}_{\sslash{\op{pVar}}}\ra \curlywedge\acts {\op{pVar}}$
   die Fasern volle Unterkategorien sind und die Basis
   zumindest eine Unterkategorie und die Trennr"uckz"uge
   dieselben sind, erweisen sich die Kategorien "aquivarianter Objekte
   als sehr verschieden.
   Das liegt daran, da"s Produkte in ${\op{pVar}}$ im allgemeinen
   sehr verschieden sind von Produkten in $\op{Gek}$ und da"s damit auch
   das Boxprodukt in diesen beiden Kontexten
   sehr verschieden ist. Wenn ich diesen Unterschied betonen will,
   unterscheide ich auf Pr"avariet"aten und allgemeiner auf Schemata
   zwischen {\bf topologisch "aquivarianten} und
   {\bf schematisch "aquivarianten Modulgarben}.
   Um diesen Unterschied hervorzuheben, notiere ich die Einpunktvariet"at
   im folgenden $$\op{var}$$ statt $\op{pt}=\op{pt}(\op{Var})
   =\op{pt}(\op{pVar})$
   f"ur das finale Objekt alias leere Produkt
   in der Kategorie der Pr"avariet"aten.
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante Modulgarben auf der Einpunktvariet"at}]
   Gegeben eine Monoidvariet"at $G$ erhalten wir
   eine "Aquivalenz von Kategorien
    $$\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{Algebraische}\\
\text{$G$-Darstellungen}
\end{array}\!\!\right\} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$G$-"aquivariante quasikoh"arente}\\
\text{Modulgarben auf $G\acts{\op{var}}$}
\end{array}\!\!\right\}
   \end{array}$$ durch die Vorschrift, die jeder Darstellung $(V,\rho)$
   den durch ihren Komorphismus $\Delta_\rho:V\ra \mathcal O(G)\otimes V$
   nach \ref{BDKM} gegebenen Opkomorphismus
   $\alpha:\underline{G}\boxtimes V\ra V$ zuordnet.
   Wir erhalten auf diese Weise sogar eine "Aquivalenz von Schmelzkategorien,
   ja f"ur variables $G$ nach "Ubergang zu den opponierten Kategien
   einen Isomorphismus von
   Trennfaserungen "uber der banalen Trennkategorie
   der  Monoidvariet"aten.  Die Schmelzkategorie der
   algebraischen $G$-Darstellungen notieren wir f"ur unseren Kontext hier
   $\op{Mod}_G$ und k"onnen unsere Aussage damit auch schreiben als eine
   Schmelz"aquivalenz\label{AEQS}
   $$\op{Mod}_G\sirra \op{Ab}_{/G\sacts{\op{var}}}$$ 
 \end{Beispiel}
\begin{Bemerkungl} Die Forderung der Quasikoh"arenz auf der
  rechten Seite ist im vorherigen Beispiel irrelevant, denn auf der
  Einpunktvariet"at ist jede Modulgarbe quasikoh"arent. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}[\textbf{Vorschub "aquivarianter Modulgraben}]
  Gegeben ein "aquivarianter 
  Morphismus von $G$-Pr"avariet"aten $f:G\acts X\ra G\acts Y$
  und eine quasikoh"arente $G$-"aquivariante Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$
  mit Operation $\alpha:\underline{G}\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$
  gibt es genau einen Morphismus $\beta$ "uber der Operation $b:G\times Y\ra Y$,
  der das Diagramm\label{vsAEQ} 
  $$\xymatrix{\underline{G}\boxtimes {\mathcal F}\ar[rr]^-{\alpha}\ar@{->>}[d]^{\op{id}\times \tau}&& \mathcal F\ar@{->>}[d]^\tau&&G\times X\ar[rr]^-{a}\ar[d]^{\op{id}\times f}&& X\ar[d]^f\\
    \underline{G}\boxtimes f_\dagger\mathcal F\ar[rr]^-{\beta}&&  f_\dagger\mathcal F    &&G\times Y\ar[rr]^-{b}&& Y}$$
  zum Kommutieren bringt, und dies $\beta$ macht $f_\dagger \mathcal F$ zu einer
  $G$-"aquivarianten Modulgarbe auf $Y$.
\end{Lemma}
\begin{proof} Die Existenz und Eindeutigkeit von $\beta$ folgt sofort daraus,
  da"s die linke Vertikale wie bereits durch den Doppelpfeil angedeutet
  kokartesisch ist. Das hinwiederum folgt aus dem Basiswechsel in \ref{MqVA}.
  Da"s $\beta$ eine Operation ist, folgt leicht in derselben Weise.
\end{proof}


\begin{Bemerkungl} Wir erinnern Ringmodulgarben und  Kringmodulgarben,
  wie wir sie in "Ubung
   \ref{qKMG}
   im Zusammenhang mit affinen Morphismen von Schemata eingef"uhrt hatten.
   Ein Datum $(X,\mathcal A)$ aus einer Pr"avariet"at mit ausgezeichneter
  quasikoh"arenter Kringmodulgarbe nennen wir eine
   {\bf bekringte Pr"avariet"at}.\index{bekringt!Pr"avariet"at}
   Wir erkl"aren weiter die Kategorie der Modulgarben auf einer
  bekringten Pr"avariet"at
   als die Schmelzkategorie
  $$\op{Ab}_{/( X,\mathcal A)}\pdef
  (\op{Ab}_{/(X,\mathcal O_X)})_{\mathcal A\curlyvee}$$ der
   $\mathcal A$-Modulobjekte in der Schmelzkategorie $\op{Ab}_{/(X,\mathcal O_X)}$,
   in der
    $\mathcal A$ selbst bereits ein Abmonoidobjekt ist.
   Ihre Objekte nennen wir {\bf
     $\mathcal A$-Mo\-dul\-gar\-ben  auf $X$} oder
   {\bf Modulgarben auf $(X,\mathcal A)$}.
   \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} 
  Wir erkl"aren weiter einen {\bf Morphismus $(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$
    von bekringten Pr"avariet"aten} als ein Paar $(f, \varphi)$ aus einem
  Morphismus $f$ der zugrundeliegenden Pr"avariet"aten und dar"uber einem
  Opkomorphismus $\varphi:\mathcal A\ra \mathcal B$ quasikoh"arenter
  Modulgarben derart, da"s $(f,\varphi)$ auch ein Morphismus gekringter R"aume
  ist oder "aquivalent,\label{mbPV}  
 die beiden Diagramme von Trennungen
  quasikoh"arenter Modulgarben 
  $$\xymatrix{\mathcal A\ar[d]\ar[r]&\mathcal A{\curlywedge} \mathcal A
    \ar[d]^{\varphi{\curlywedge}\varphi}&&\mathcal A\ar[d]\ar[r]&\curlywedge\ar[d]\\
    \mathcal B\ar[r]&\mathcal B{\curlywedge} \mathcal B&&\mathcal B\ar[r]
    &\curlywedge}$$
  mit der jeweiligen opponierten Multiplikation und Einheit in den Horizontalen
  kommutieren. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Erhaltung von Quasikoh"arenz, Variante}]
  Bekringte Pr"avariet"aten bilden eine Unterkategorie in der
  Kategorie aller gekringten R"aume und wir k"onnen die Opmodulgarbentrennfaserung
  auf die banale Trennkategorie der bekringten Pr"avariet"aten einschr"anken.
  Ich zeige nun, da"s in dieser Trennfaserung der Trennr"uckzug wie der
  Vorschub quasikoh"arenter Kringmodulgarben wieder quasikoh"arent ist.
  Hier beziehen wir Quasikoh"arenz nur auf die zugrundeliegende
  Struktur als Modulgarbe "uber den Strukturgarben der jeweiligen
  Pr"avariet"aten. Gegeben
  eine bekringte Pr"avariet"at $(X,\mathcal A)$ notieren wir
  $$\op{Modqk}_{/(X,\mathcal A)}$$
  die Kategorie der quasikoh"arenten $\mathcal A$-Modulgarben.
  Die Aussage f"ur den Vorschub folgt aus dem
  Fall \ref{MqVA} der allein mit der Strukturgarbe bekringten Pr"avariet"aten.
  Die Erhaltung von Quasikoh"arenz unter Trennr"uckzug f"uhrt man leicht auf die
  Aussage zur"uck, da"s gegeben
  eine bekringte Pr"avariet"at $(X,\mathcal A)$ und
  quasikoh"arente Modulgarben $\mathcal F,\mathcal G\in \op{Ab}_{/(X,\mathcal A)}$
  auch  $$\mathcal F\otimes_{\mathcal A}\mathcal G$$ quasikoh"arent ist.
  Nun gibt es ja nach Annahme lokal einen Epimorphismus von $\mathcal O_X$-Moduln
  $\mathcal O_X^{\oplus I}\sra \mathcal F$ und damit auch einen
   Epimorphismus von $\mathcal A$-Moduln
   $\mathcal A^{\oplus I}\sra \mathcal F$. Da wir $\mathcal A$ quasikoh"arent
   angenommen hatten, ist  nach den allgemeinen Aussagen zur
   Quasikoh"arenz \ref{MqVA} auch der Kern quasikoh"arent
   und wir finden lokal eine rechtsexakte Sequanz von
    $\mathcal A$-Moduln
   $$\mathcal A^{\oplus J}\ra \mathcal A^{\oplus I}\sra \mathcal F$$
   Wenden wir darauf $\otimes_{\mathcal A}\mathcal G$ an, so entsteht eine weitere
   rechtsexakte Sequenz, die wieder mit \ref{MqVA} unsere Behauptung zeigt. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungw} Im folgenden erkl"aren wir "aquivariante Varianten
  der eben besprochenen Begriffsbildungen.
  Hier liegt meine eigentliche Motivation.
\end{Bemerkungw}

 \begin{Bemerkungl} Sei
   $G\acts X$ Pr"avariet"at mit Operation.
   Eine {\bf $G$-"aquivariante Ring\-mo\-dul\-gar\-be $\mathcal A$ auf $X$}
   ist ein Monoidobjekt
   in der Schmelzkategorie $\op{Ab}_{/G\sacts X}$ der
   "aquivarianten Modulgarben auf $G\acts X$. 
   Ein Abmonoidobjekt in
   $\op{Ab}_{/G\sacts X}$ nennen wir
   eine {\bf $G$-"aquivariante Kringmodulgarbe}. 
 \end{Definition}

 \begin{Beispiel}[\textbf{Strukturgarbe als "aquivariante Kring\-mo\-dul\-gar\-be}]
   In jeder Schmelzkategorie ist das Eins\-ob\-jekt ein Abmonoidobjekt
   in offensichtlicher Weise \eref{kmI}{TSK}. Insbesondere ist f"ur jede
   Pr"avariet"at mit Operation $G\acts X$ die Strukturgarbe $\mathcal O_X$
   eine  $G$-"aquivariante Kringmodulgarbe.
 \end{Beispiel}

 
\begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante Ringmodulgarben auf der Einpunktvariet"at}]
   Gegeben eine Monoidpr"avariet"at $G$ erhalten wir
   eine "Aquivalenz von Kategorien
    $$\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$k$-Ringalgebren mit linearer}\\
\text{algebraischer $G$-Operation}\\
\text{durch Ringhomomorphismen}
\end{array}\!\!\right\} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$G$-"aquivariante quasikoh"arente}\\
\text{Ringmodulgarben auf $G\acts{\op{pt}}$}
\end{array}\!\!\right\}
   \end{array}$$
   In der Tat mu"s unsere "Aquivalenz von Schmelzkategorien
   $\op{Mod}_G\sirra \op{Ab}_{/G\sacts{\op{var}}}$ aus \ref{AEQS}
   eine "Aquivalenz zwischen den Kategorien ihrer Monoidobjekte
   induzieren. Analoges gilt f"ur Kringmodulgarben alias Abmonoidobjekte. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl} Ein Datum bestehend aus einer
  Pr"avariet"at mit Operation $G\acts X$ und einer
  quasikoh"arenten $G$-"aquivarianten Kringmodulgarbe $\mathcal A$
 nennen wir eine {\bf bekringte Pr"avariet"at mit Operation}
  und 
  notieren so ein Datum 
  $G\acts (X,\mathcal A)$. 
  Wir erkl"aren die Kategorie der Modulgarben auf einer
  bekringten Pr"avariet"at mit Operation
   als die Schmelzkategorie
  $$\op{Ab}_{/G\sacts( X,\mathcal A)}\pdef
  (\op{Ab}_{/G\sacts X})_{\mathcal A\curlyvee}$$ der
  $\mathcal A$-Modulobjekte in der Schmelzkategorie $\op{Ab}_{/G\sacts X}$, in der
    $\mathcal A$ selbst bereits ein Abmonoidobjekt ist.
   Ihre Objekte nennen wir {\bf $G$-"aquivariante
  $\mathcal A$-Mo\-dul\-gar\-ben}  auf $X$ oder eben {\bf Modulgarben auf $G\acts(X,\mathcal A)$}. 
\end{Bemerkungl}
  

\begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante $\mathcal A$-Modulgarben auf
      Einpunktvariet"aten}] Sei $G$ eine Monoidpr"avariet"at
  und $\mathcal A$ eine
  $G$-"aquivariante Kringmodulgarbe auf $G\acts {\op{var}}$ alias 
  eine $k$-Kringalgebra $A$ mit einer algebraischen $G$-Operation
  durch Ringalgebrenendomorphismen.
Eine  $G$-"aquivariante
$\mathcal A$-Modulgarbe $\mathcal M$ ist dann ein $A$-Modul $M$ mit
einer linearen algebraischen $G$-Operation derart, da"s die Multiplikation
$A\times M\ra M$ eine $G$-"aquivariante Abbildung ist.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Bekringte Pr"avariet"aten mit Operation als Kategorie}] 
  Einen Morphismus von
  bekringten Pr"avariet"aten mit Operation
  $$G\acts(X,\mathcal A)\ra H\acts(Y,\mathcal B)$$
  erkl"aren wir als ein Datum aus einem 
  Morphismus von Pr"avariet"aten
  mit Operation $\phi\acts f: G\acts X \ra H\acts Y$
  zusammen mit einem Opkomorphismus $\mathcal A\ra \mathcal B$ von
  quasikoh"arenten "aquivarianten Modulgarben \ref{aeqMG},
  der auch ein Opkomorphismus von
  Ringgarben  ist alias einen Morphismus bekringter Pr"avariet"aten
  \ref{mbPV} liefert.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Gegeben ein  Morphismus von
   Pr"avariet"aten mit Operation
  $$\phi\acts f: G\acts X\ra H\acts Y$$
   und $\mathcal F\in \op{Ab}_{\sslash G\sacts X}$ sowie 
  $\mathcal G\in \op{Ab}_{\sslash  H\sacts Y}$
      erkl"aren wir einen
    {\bf Opkomorphismus "aquivarianter Modulgarben $\lambda:\mathcal F\ra \mathcal G$} 
      "uber diesem Morphismus als einen Morphismus von Modulgarben
       "uber dem zugrundeliegenden
    Morphismus von Pr"avariet"aten,
    der mit den jeweiligen
    Operationen vertr"aglich ist in dem Sinne, da"s das linke Diagramm
      $$\xymatrix{\underline{G}\boxtimes {\mathcal F}\ar[rr]^-{\alpha}\ar[d]^{\kappa\boxtimes \lambda}&& \mathcal F\ar[d]^\lambda&&G\times X\ar[rr]^-{a}\ar[d]^{\phi\times f}&& X\ar[d]^f\\
      \underline{H}\boxtimes \mathcal G\ar[rr]^-{\beta}&&  \mathcal G    &&H\times Y\ar[rr]^-{b}&& Y}$$ kommutiert mit $\kappa$ dem Morphismus des kartesischen Trennschnitts "uber $\phi$. Das rechte Diagramm in der Basis habe ich nur zur besseren Lesbarkeit
    erg"anzt. Das Boxprodukt von Opkomorphismen ist wie in \eref{Mbmj}{TSF}. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Gegeben eine Trennung in der banalen Trennkategorie der
   Pr"avariet"aten mit Operation
  $$\phi_\rho\acts f_\rho: G\acts X\ra H_\rho\acts Y_\rho \;\;\; 1\leq\rho\leq r, r\geq 0$$
   und $\mathcal F\in \op{Ab}_{\sslash G\sacts X}$ sowie 
  $\mathcal G_\rho\in \op{Ab}_{\sslash  H_\rho\sacts Y_\rho}$
      erkl"aren wir eine
      {\bf Trennung "aquivarianter Modulgarben $\lambda:\mathcal F\ra
        (\mathcal G_\rho)$} 
      "uber dieser Trennung in der Basis  als eine Trennung von Modulgarben
       "uber der zugrundeliegenden
    Trennung von Pr"avariet"aten,
    der mit den jeweiligen
    Operationen vertr"aglich ist in dem Sinne,

    da"s das linke Diagramm
      $$\xymatrix{\underline{G}\boxtimes {\mathcal F}\ar[rr]^-{\alpha}\ar[d]^{\kappa\times \lambda}&& \mathcal F\ar[d]^\lambda&&G\times X\ar[rr]^-{a}\ar[d]^{\phi\times f}&& X\ar[d]^f\\
      \underline{H}\boxtimes \mathcal G\ar[rr]^-{\beta}&&  \mathcal G    &&H\times Y\ar[rr]^-{b}&& Y}$$ kommutiert mit $\kappa$ dem Morphismus des kartesischen Trennschnitts "uber $\phi$. Das rechte Diagramm in der Basis habe ich nur zur besseren Lesbarkeit
    erg"anzt. 
\end{Bemerkungl}




\begin{Bemerkungl} Gegeben ein  Morphismus von
  bekringten Pr"avariet"aten mit Operation
  $$\phi\acts (f,\varphi): G\acts(X,\mathcal A)\ra H\acts(Y,\mathcal B)$$
   und $\mathcal F\in \op{Ab}_{\sslash G\sacts(X,\mathcal A)}$ und
  $\mathcal G\in \op{Ab}_{\sslash  H\sacts(Y,\mathcal B)}$
      erkl"aren wir einen
    {\bf Opkomorphismus "aquivarianter Modulgarben $\lambda:\mathcal F\ra \mathcal G$} 
      "uber diesem Morphismus als einen Morphismus von Modulgarben
       "uber dem zugrundeliegenden
    Morphismus bekringter Pr"avariet"aten,
    der mit den jeweiligen
    Operationen vertr"aglich ist in dem Sinne, da"s das linke Diagramm
      $$\xymatrix{\underline{G}\boxtimes {\mathcal F}\ar[rr]^-{\alpha}\ar[d]^{\kappa\times \lambda}&& \mathcal F\ar[d]^\lambda&&G\times X\ar[rr]^-{a}\ar[d]^{\phi\times f}&& X\ar[d]^f\\
      \underline{H}\boxtimes \mathcal G\ar[rr]^-{\beta}&&  \mathcal G    &&H\times Y\ar[rr]^-{b}&& Y}$$ kommutiert mit $\kappa$ dem Morphismus des kartesischen Trennschnitts "uber $\phi$. Das rechte Diagramm in der Basis habe ich nur zur besseren Lesbarkeit
    erg"anzt. 
\end{Bemerkungl}




Jetzt \ref{vsAEQ} zu Vorschub und R"uckzug ausbauen. 


\begin{Bemerkungl} Wir erinnern die banale Schmelzkofaserung
  $\op{Ab}_{/{\op{Kring}}}\ra \curlyvee{\op{Kring}}$
  der Moduln "uber Kringen aus \eref{MoSKF}{TSF}.
  Analog k"onnen wir  f"ur jede Schmelzkategorie
  $\mathcal M$ die Kategorie $\op{ek}}(\mathcal M)$
    ihrer Abmonoide \eref{Kmon}{TSK} 
    betrachten und "uber einem solchen Abmonoid $R$
    die  Modulkategorie $\mathcal M_{R\curlyvee}$ 
     aus \eref{modOk}{TSK} und diese sind die Fasern eines Schmelzfunktors  
    $$\mathcal M_{/{\op{ek}}(\mathcal M)}\ra \curlyvee{\op{ek}}(\mathcal M)$$
    zur  banalen Schmelzkategorie
    $\curlyvee{\op{ek}}(\mathcal M)$.
\end{Bemerkungl}
  
 
\begin{Bemerkungw} 

 
   Die Lokalisierung l"a"st sich in dieser Situation
   erweitern zu einer  "Aquivalenz von Kategorien 
    $$\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$G$-"aquivariante}\\
\text{$\mathcal O(X)$-Moduln}
\end{array}\!\!\right\} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$G$-"aquivariante quasikoh"arente}\\
\text{Modulgarben auf $X$}
\end{array}\!\!\right\}
   \end{array}$$
   Das vorhergehende Lemma spezialisiert diese Erkenntnis auf den  Fall
   $G=k^\times$ und verbindet sie gleich noch mit der Identifikation
   zwischen $\DZ$-Graduierungen und $k^\times$-Operationen nach \eref{DDG}{AAG}
   oder \ref{HTee}. 
 \end{Bemerkungw}
 \begin{Lemma}[\textbf{"Aquivariante Lokalisierung graduierter Moduln}]
   Sei $k^\times\acts X$ eine affine $k^\times$-Variet"at
   und $\mathcal O(X)=\oplus_i \mathcal O(X)_i$ die zugeh"orige
   $\DZ$-Gra\-du\-ie\-rung auf dem Ring der regul"aren Funktionen
   nach \ref{GrOp}. So erhalten wir
   eine\index{"aquivariant!Lokalisierung} "Aquivalenz von Kategorien 
    $$\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$\DZ$-graduierte}\\
\text{$\mathcal O(X)$-Moduln}
\end{array}\!\!\right\} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$k^\times$-"aquivariante quasikoh"arente}\\
\text{ Modulgarben auf $X$}
\end{array}\!\!\right\}
\end{array}$$
   durch die Vorschrift, die jedem graduierten Modul $M=\oplus_i M_i$
   seine Lokalisierung mit dem durch $\alpha^\circ: M\ra k[T,T^{-1}]\otimes_k M,
   m\mapsto\sum_i m_i\otimes T^i$  gegebenen Opkomorphismus zuordnet, f"ur $m=\sum m_i$ die Zerlegung in
   homogene Anteile.
    \end{Lemma}
 \begin{proof} F"ur $\mathcal F$ die
   Lokalisierung des $\mathcal O(X)$-Moduls $M$
   entspricht ein Opkomorphismus $\alpha$ wie oben einem
   Homomorphismus $$\alpha^\circ :M\ra k[T,T^{-1}]\otimes_k M$$
   von abelschen Gruppen mit $\alpha^\circ(r m)=a^\circ(r)\alpha^\circ(m)$.
   Erkl"aren wir also $m_i$ durch  wir also $\alpha^\circ(m)=\sum T^i\otimes m_i$,
   so gilt $(rm)_k=\sum_{i+j=k}r_i m_j$. Andererseits "ubersetzt sich die
   Bedingung $\alpha\circ (\underline{e}\boxtimes\op{id}_{\mathcal F})=
   \tau$ in $m=\sum m_i$ und die Assoziativit"at der Operation liefert
   $\alpha^\circ(m_i)=T^i\otimes m_i$. Der Rest des Beweises mag dem Leser
   "uberlassen bleiben. 
 \end{proof}

 \nichtfinal{Bis hier gekommen am 4.2.2026} 
 \begin{Bemerkungl} 
   Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k$ und eine
   $k$-Pr"avariet"at $X$ erkl"aren wir einen Funktor
   $$(1\acts {\op{id}})^*: \op{Modqk}_{/X}\ra
   \op{Modqk}_{/k^\times\sacts (k^\times \times X)}$$
   als den gew"ohnlichen R"uckzug mit der durch
   
 \end{Bemerkungl}
   
\subsubsection*{"Ubungen} 
\begin{Ubung}
  Gegeben ein affiner Morphismus $f:X\ra Y$ von Pr"avariet"aten
  zeige man: Der R"uckzug unter dem offensichtlichen Morphismus
  bekringter Pr"avariet"aten $(X,\mathcal O_X)\ra (Y,f_*\mathcal O_X)$
  liefert eine "Aquivalenz von Schmelzkategorien
  $$\op{Modqk}_{(Y, f_*\mathcal O_X)}\sirra \op{Modqk}_{/X}$$ 
\end{Ubung}
  



  \subsection{Hier kommt wohl was Neues!}

\nichtfinal{Koh"arente Garben noch nicht erkl"art!} 
  
  \begin{Beispiel} Wir betrachten einen Kring $k$ und den hoffentlich
    offensichtlichen Morphismus mit abgeschlossenem Bild $\mathbb A^0_k\ra \mathbb A^n_k$. Gegeben
    eine quasikoh"arente Garbe $\mathcal F$ auf $\mathbb A^n_k\backslash \mathbb A^n_0$ ist nach
    \ref{EQVo}  ihr Vorschub unter der Einbettung
    $j: \mathbb A^n_k\backslash 0\hra \mathbb A^n_k$ auch
    wieder quasikoh"arent und
    die globalen Schnitte von $j_*\mathcal F$ k"onnen nach dem Beweis von
    \ref{EQVo} beschrieben werden als der Beginn einer linksexakten Sequenz
    $$\Gamma j_*\mathcal F\hra
    \bigoplus_{1\leq i\leq n}\Gamma (X_i\neq 0;\mathcal F)\ra
    \bigoplus_{1\leq i,j\leq n}\Gamma (X_iX_j\neq 0;\mathcal F)$$
    in hoffentlich selbsterkl"arender Notation mit
    Moduln "uber $k[X_1,\ldots, X_n, X_i^{-1}]$ in der Mitte und
    Moduln "uber $k[X_1,\ldots, X_n, X_i^{-1}, X_j^{-1}]$ rechts.
    Wir sehen so, da"s auch auf der Kategorie der $k^\times$-"aquivarianten
    quasikoh"arenten Garben \nichtfinal{(Die gibt es erst sp"ater!)}
    der R"uckzug $j^*$ einen Rechtsadjungierten
    $j_*$ hat, der in diesem Fall identifiziert werden kann
    mit dem gew"ohnlichen Vorschub zusammen mit
    der $\DZ$-Graduierung, die aus der Konstruktion hervorgeht.
    In gr"o"serer Abstraktion und Allgemeinheit diskutieren wir das in
    \ref{aeqVo}. 
  \end{Beispiel}
    

  \nichtfinal{Gegeben ein torsionsloses kartesisches\label{aeqVo} 
    Diagramm mit exakten R"uckz"ugen gilt Basiswechsel f"ur quasikoh"arente
    Garben. Folgt: Quasikoh"arente Garben besitzen "aquivarianten Vorschub.}
 

   
  \begin{Bemerkunge}[\textbf{Quasikoh"arente Garben auf projektiven R"aumen}] 
 
    Dasselbe gilt aus denselben Gr"unden f"ur den
    R"uckzug $k^\times$-"aquivarianter Garben unter
    $j:\mathbb A^n_k\backslash 0\ra \mathbb A^n_k$ und auch in gr"o"serer
    Allgemeinheit, vergleiche \ref{??}. 
   Insbesondere ist der Funktor, der jedem graduierten Modul "uber
    einem Polynomring die zugeh"orige quasikoh"arente Garbe auf dem projektiven
    Raum zuordnet, ein Quotientenfunktor mit Kern der Kategorie $\mathcal N$
    aller
    graduierten Moduln, deren zugeh"orige Garbe  Tr"ager im Ursprung hat,
    auf denen also wie in \ref{agT} diskutiert alle Variablen $X_i$ durch lokal
    nilpotente Endomorphismen  operieren, in Formeln\label{qkPR} 
    $$ \op{Mod}_{k[X_0,\ldots,X_n]}^\DZ/\mathcal N\;\sirra\;
    \op{Modqk}_{/\mathbb P_k^n}$$
    Koordinatenfrei gilt f"ur jeden $k$-Vektorraum $V$ positiver endlicher
    Dimension
    $$ \op{Mod}_{\mathcal O(V)}^\DZ/\mathcal N\;\sirra\;
    \op{Modqk}_{/\mathbb P V}$$
  \end{Bemerkunge}
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Offener R"uckzug koh"arenter Garben
      als Quotient}] 
Der  R"uckzug von koh"arenten $\cal{O}_X$-Moduln unter einer
offenen Einbettung  $j:U\hra X$ in ein affines noethersches Schema
 $j^*: \op{Modk}_{/X}\ra \op{Modk}_{/U}$ 
ist stets ein Quotientenfunktor.
Das kann man etwa  aus dem in \ref{qkPR} behandelten
Fall quasikoh"arenter\label{rzQQ} 
$\cal{O}_X$-Moduln folgern, indem man Proposition \eref{LUK}{TD}  
"uber die Lokalisierung voller Unterkategorien anwendet, und zwar in der
opponierten Fassung f"ur Linksoresysteme.
Gegeben ein Morphismus von einer quasikoh"arenten zu einer
  koh"arenten Garbe, bei der Kern und Kokern unter Einschr"ankung auf
  eine offene Teilmenge verschwinden, k"onnen wir in der
  Tat einen injektiven Morphismus aus einer koh"arenten Garbe vorschalten
  derart, da"s die Komposition dasselbe Bild hat und folglich
  auch bei dieser Komposition  Kern und Kokern unter Einschr"ankung auf
  unsere offene Teilmenge verschwinden.
  In Formeln induziert $j^*$ also eine "Aquivalenz
   $$ \op{Modk}_{/X}/ (\op{ker} j^*)\;
    \sirra \;\op{Modk}_{/U}$$
Man beachte, da"s der R"uckzug in diesem Fall 
im allgemeinen keinen Adjungierten mehr besitzt, denn
der Vorschub eines koh"arenten  $\cal{O}_U$-Moduls unter einer
offenen Einbettung $U\co X$ ist meist nicht mehr koh"arent,
sondern nur noch quasikoh"arent.
  \end{Bemerkungl}

  
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Koh"arente Garben auf projektiven R"aumen}]
    Mit \ref{rzQQ} erhalten wir analog wie im quasikoh"arenten Fall
     f"ur jeden $k$-Vektorraum $V$ positiver endlicher
    Dimension eine "Aquivalenz 
    $$ \op{Modf}_{\mathcal O(V)}^\DZ/\mathcal N\;\sirra\;
    \op{Modk}_{/\mathbb P V}$$
    f"ur $\mathcal N$ die Menge aller endlichdimensionalen
    graduierten $\mathcal O(V)$-Moduln. 
  \end{Bemerkungl}
   \begin{Bemerkunge}  sollte
    "Ahnliches f"ur koh"arente Garben folgen, vergleiche \ref{AeqVO}.
    \nichtfinal{Das "aquivariante mu"s noch gemacht werden und ist besonders
      wichtig wegen der Beziehung zu Modulgarben auf projektiven R"aumen.} 
  \end{Bemerkunge}
  \begin{Bemerkunge} Aus unseren Erkenntnissen \ref{qkPR} zu
    quasikoh"arenten Garben auf projektiven R"aumen folgt, da"s
    jede quasikoh"arente Garbe dort Quotient einer direkten Summe
    von Geradenb"undeln ist. Ebenso sollte folgen, da"s
    jede koh"arente Garbe dort Quotient einer endlichen direkten Summe
    von Geradenb"undeln ist.
    Schlie"slich k"onnen wir auch eine quasikoh"arente
    mit  direkten Summen\label{AuPR} 
    von Geradenb"undeln aufl"osen bis der Kern hinten, der
    homogener Untermodul ist, ungraduiert projektiv ist.
    Dann mu"s aber von einer ungraduierten Spaltung der Einbettung
    auch der homogene Anteil vom Grad Null eine Spaltung sein
    und folglich ist unser Kern nach \eref{GNLs}{O} sogar selbst eine
    direkte Summe von Geradenb"undeln. \nichtfinal{Noch arg frisch!} 
  \end{Bemerkunge}
 




\begin{Bemerkungl}
   Seien $k=\bar k$  ein algebraisch abgeschlossener K"orper
   und $X$ eine $k$-Variet"at.  Ein $\mathcal O_X$-Modul  $\mathcal M$  hei"st
   {\bf koh"arent},\index{koh"arenter $\mathcal O_X$-Modul} wenn
   er quasikoh"arent ist und lokal endlich erzeugt in dem Sinne,
   da"s es eine offene "Uberdeckung durch affine Untervariet"aten $U\co X$ gibt
   derart, da"s $\mathcal M(U)$ jeweils mo\-dul\-end\-lich ist "uber $\mathcal O(U)$. Die Kategorie der koh"arenten Modulgarben
   auf $X$ notieren wir
   $$\op{Modk}_{/X}$$
   Allgemeiner erkl"aren wir koh"arente Modulgarben auf jedem
   {\bf lokal noetherschen Schema},\index{Schema!lokal noethersches} als da hei"st jedem Schema, das eine offene
   "Uberdeckung durch Spektren noetherscher Kringe besitzt.
   Gegeben eine affine $k$-Variet"at $X$ beziehungsweise ein noetherscher Kring $R$ induziert der Funktor der globalen Schnitte offensichtlich jeweils eine
    "Aquivalenz
   $$\begin{array}{ccc}
     \op{Modk}_{/X}&\sirra& \mathcal O(X)\op{-Modf}\\[1mm]
     \op{Modk}_{/{\op{Spec}}R}&\sirra&  R\op{-Modf}
   \end{array}$$
   Es scheint mir wenig sinnvoll, koh"arente Modulgarben f"ur
   nicht lokal noethersche Schemata zu betrachten, weil diese
   dann keine abelsche Kategorie mehr bilden.
  \end{Bemerkungl}


 
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Auf jedem gekringten Raum $(X,\mathcal A)$ ist das Bilden des Halms
  an einer Stelle $x\in X$
  ein mit  universellen Verschmelzungen vertr"aglicher Schmelzfunktor
  $\mathcal A\op{-Mod}\ra \mathcal A_x\op{-Mod}$.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Gegeben Idealgarben $\mathcal I,\mathcal J$ einer
  Garbe von Kringen $\mathcal A$ bezeichne $\mathcal I\mathcal J$
  die von allen Produkten von Schnitten erzeugte Idealgarbe von $\mathcal A$.
  Man zeige, da"s das Idealprodukt quasikoh"arenter Idealgarben in der Strukturgarbe eines Schemas wieder quasikoh"arent ist.\label{PqkI} 
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$ und ein
  $\mathcal A$-Modul $\mathcal V$ und $r\in \DN$
  erkl"art man den  $\mathcal A$-Modul $$\textstyle \bigwedge^r\mathcal V$$
  als den Quotienten von $\mathcal V^{\otimes r}$ nach dem Erzeugnis
  der Kerne aller $\tau-{\op{id}}\in \op{End}(\mathcal V^{\otimes r})$
  f"ur $\tau \in \mathcal S_r$ eine Transposition. 
\end{Ubung}  



\subsection{Funktorialit"aten von Modulgarben}
\nichtfinal{Steht doch alles vorne in \ref{ModGj}
  auch schon? Ausdrucken und sortieren!} 

Starr sind in dieser Situation zumindest diejenigen Modulgarben,
die lokal frei sind von endlichem Rang "uber der Strukturgarbe.
F"ur starre $\mathcal F$ 
erhalten wir  in Verallgemeinerung von 
\eref{PrFFO}{TSF} den Isomorphismus der
     {\bf Projektionsformel}\index{Projektionsformel}
     $$f_\ast(f^*\mathcal F\otimes \mathcal G)\;\sira\; \mathcal F\otimes (f_\ast\mathcal G)$$


 \nichtfinal{\begin{Bemerkungl}(Wohin?)
   Gegeben eine glatte eindimensionale irreduzible Variet"at
   $X$ ist die Garbe $\mathcal M_X$ der rationalen Funktionen welk.
   In der Tat stimmen ihre Schnitte "uber jeder nichtleeren offenen Teilmenge
   mit ihren globalen Schnitten "uberein. Wir erhalten eine kurze
   exakte Sequenz von Garben
   $$\mathcal O_X\hra\mathcal M_X\sra \bigoplus_{x\in X}i_{x\ast}(\mathcal M_{X,x}/\mathcal O_{X,x})$$
   mit der Summe von Wolkenkratzergarben als Kokern. Ist $z$ ein lokaler
   Parameter bei $x\in X$, so induziert die 
   Abbildung $k[z,z^{-1}]\ra \mathcal M_{X,x}$ einen Isomorphismus
   $k[z,z^{-1}]/k[z]\sira \mathcal M_{X,x}/\mathcal O_{X,x}$.
   Unsere Summe ist auch welk, folglich k"onnen wir mit dieser Sequenz die
   Garbenkohomologie von $\mathcal O_X$ berechnen und finden insbesondere
   ${\op{H}}^q(X;\mathcal O_X)=0$ f"ur $q>1$. Ist $X$ affin, so   gilt sogar ${\op{H}}^q(X;\mathcal O_X)=0$ f"ur $q>0$ nach \ref{??}.
 \end{Bemerkungl}}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Halme und geometrische Halme}] \nichtfinal{Wohin?} 
   Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k=\bar k$
   und ein $\mathcal O_X$-Modul $\mathcal M$ auf einer
   $k$-Pr"avariet"at $X$ und ein Punkt $x\in X$ erkl"are ich seinen
   {\bf geometrischen Halm}\index{Halm!geometrischer}  als den  $k$-Vektorram
   $$\mathcal M_{/x}\pdef \mathcal M_x/\mathfrak m_x\mathcal M_x$$
   f"ur $\mathfrak m_x\subset \mathcal O_{X,x}$ das maximale Ideal.
 \end{Bemerkungl}     


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Opmodultrennfaserung als
      verflochtene Trennaustauschsituation}] 
  Die Opmodultrennfaserung $\op{Ab}_{\sslash{\op{Kringo}}}\ra \curlywedge{\op{Kringo}}$ hat die Besonderheit, da"s alle Vorsch"ube existieren
  und da"s die Tupel kokartesischer Morphismen l"angs Tupeln von
  opponierten Kringhomomorphismen ein fasertrennr"uckzugstabiles System bilden,
  wie in \eref{KRISF}{TSF} ausgef"uhrt wird.\label{Moop}  
   Insbesondere wird also  unsere Trennfaserung der Moduln "uber
  opponierten
  Kringen eine kartesisch verflochtene Trennaustauschsituation im Sinne von \eref{SwnT}{TSF}, wenn wir als Schreimorphismen und Eigmorphismen
   alle Morphismen nehmen und als R"uckholquadrate alle
   kommutativen Quadrate "uber kartesischen Trennquadraten der Basis
   mit kartesischen Horizontalen. Salopp gesagt haben wir in dieser
  Situation sozusagen $f_*=f_!$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verflochtene Trennaustauschsituation
      f"ur affine Schemata}] 
  Aus unserer Erkenntnis\ref{Moop}, da"s die
  Opmodultrennfaserung $\op{Ab}_{\sslash{\op{Kringo}}}\ra
  \curlywedge{\op{Kringo}}$ eine verflochtene Trennaustauschsituation
  ist, folgt dasselbe f"ur die\label{Mops}  
  Trennfaserung $$\op{Modqk}_{{\sslash}{\op{Sch}^{\op{aff}}}}\ra
  \curlywedge {\op{Sch}}^{\op{aff}}$$
    der quasikoh"arenten Opmodulgarben auf affinen Schemata. 
    Wir  wissen bereits, da"s der Trennr"uckzug und der Vorschub
    f"ur allgemeine Modulgarben im Fall einer Trennung beziehungsweise
    eines Morphismus affiner
    Schemata Quasikoh"arenz erh"alt, so da"s der Trennr"uckzug und Vorschub
    in $\op{Modqk}_{{\sslash}{\op{Sch}^{\op{aff}}}}\ra \curlywedge {\op{Sch}}^{\op{aff}}$
    dieselben sind wie f"ur allgemeine Modulgarben.
    Auch diese Trennfaserung
    wird mithin eine kartesisch verflochtene Trennaustauschsituation,
    wenn wir schlicht $f_*=f_!$ nehmen. Allerdings
    bezieht sich \glqq kartesisch\grqq\ dabei auf die
    Unterkategorie der affinen Schemata in der Kategorie aller
    gekringten R"aume, und diese Unterkategorie ist keineswegs voll und
    ihre kartesischen Quadrate, f"ur die wir hier die Basiswechsel
    zeigen, sind keineswegs kartesisch in der Kategorie
    aller gekringten R"aume. 
\end{Bemerkungl}






\subsubsection*{"Ubungen} 

\begin{Ubung}[\textbf{Kerngarbe eines Morphismus geringter R"aume}]
Gegeben 
  ein Morphismus von
  geringten R"aumen $(\varphi,\varphi^\sharp):(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$
  ist ${\op{ker}}(\varphi^\sharp)$ mit den Schnitten
  $$({\op{ker}}(\varphi^\sharp))(V)\pdef {\op{ker}}(\varphi^\sharp: \mathcal B(V)\ra \mathcal A(\varphi^{-1}V))$$ eine Garbe von Idealen alias Unterbimoduln von $\mathcal B$. Die Notation ist mi"sbr"auchlich, aber
  es ist der echte Kern des induzierten\label{KeGa} 
  Morphismus $\mathcal B\ra \varphi_*\mathcal A$
  in der abelschen Kategorie der abelschen Garben auf $Y$.
  Im Fall eines Morphismus von Schemata $\varphi: X\ra Y$
  ist ${\op{ker}}(\varphi^\sharp)\subset \mathcal O_Y$ 
  quasikoh"arent. Gegeben ein weiterer  Morphismus von
  geringten R"aumen $(\psi,\psi^\sharp): (Y,\mathcal B)\ra (Z,\mathcal C)$
  haben wir ${\op{ker}}((\psi\varphi)^\sharp)\subset {\op{ker}}(\psi^\sharp)$
  und der Komorphismus $\psi^\sharp$ induziert einen Komorphismus
  ${\op{ker}}((\psi\varphi)^\sharp)\ra {\op{ker}}(\varphi^\sharp)$.
\end{Ubung}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Schema $X$ mit einer abgeschlossenen Teilmenge $Z\As X$
  versehen wir $Z$ mit der reduzierten induzierten Struktur \ref{reisT}
  und betrachten den zugeh"origen Morphismus $i:Z\ra X$ von Schemata.
   Dessen Kerngarbe $\mathcal I_Z=\mathcal I_{Z\subset X}\pdef \op{ker}(i^\sharp)$
  hei"st die {\bf Idealgarbe von $Z$}.\index{Idealgarbe!von abgeschlossener Teilmenge eines Schemas}\label{IGZa}
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Morphismus von Schemata $X\ra S$ betrachtet man
  die Diagonale $\Delta:X\ra X\times_S X$ und
  die Idealgarbe $\mathcal I=\op{Ker}\Delta^\sharp$. Sie ist quasikoh"arent nach
  \ref{KeGa}. 
 Dann erinnert man aus \ref{PqkI}, da"s das Produkt quasikoh"arenter Idealgarben wieder quasikoh"arent ist, und erkl"art die {\bf Garbe der relativen K"ahlerdifferentiale}
  als den quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Modul
  $$\Omega_{X/S}\pdef \Delta^*(\mathcal I/\mathcal I^2)$$
  Gegeben $U\co X$ und $f\in \mathcal O_X(U)$
  liegt
  $\op{pr}_1^\sharp(f)-\op{pr}_2^\sharp(f)\in \mathcal O_{X\times_S X}(U\times_S U)$
  in der Idealgarbe $\mathcal I$
  und liefert so einen Schnitt von $\Omega_{X/S}(U)$, den wir $\diff f$
  notieren und das {\bf Differential von $f$} nennen. Auf diese Weise erhalten wir
  einen Morphismus von abelschen Garben $$\diff:\mathcal O_X\ra \Omega_{X/S}$$
  Er erf"ullt die Leibnizregel $\op{d} (fg)=f\diff g + g\diff f$. 
  Gegeben ein kommutatives Diagramm
  von Schemata
  $$\begin{array}{ccc}
    X&\stackrel{\varphi}{\ra} &Y\\
    \da&&\da\\
    S&\stackrel{\bar\varphi}{\ra} &T
  \end{array}$$
 erhalten wir weiter mit \ref{KeGa}  
  unter R"uckzug auf die Diagonalen Komorphismen
  $\varphi^\sharp: \Omega_{Y/T}\ra \Omega_{X/S}$
  auf den Moduln der relativen K"ahlerdifferentiale,
  die in der offensichtlichen Weise funktoriell und mit dem Bilden
  der Differentiale in der Weise vertr"aglich sind, da"s gilt
  $\op{d}(\varphi^\sharp f)=\varphi^\sharp(\diff f)$.
  Wir nennen sie die {\bf R"uckz"uge von K"ahlerdifferentialen}.
  Insbesondere in der Differentialgeometrie ist daf"ur die Notation
  $\varphi^* \omega$ statt $\varphi^\sharp \omega$ "ublich.
  Sind $\varphi$ und $\bar\varphi$ offene Einbettungen, so ist der induzierte
  Opkomorphismus $ \Omega_{X/S}\ra \Omega_{Y/T}$ kartesisch "uber $X\ra Y$,
  als da hei"st, der induzierte Morphismus ist ein Isomorphismus
  $\varphi^*\Omega_{Y/T}\sira \Omega_{X/S}$ von $\mathcal O_X$-Moduln. 
Wir erhalten 
eine Isotransformation $\tau$ im 
 Diagramm
 \begin{displaymath}
    \xymatrix{
    \op{Car}(\ua,\op{Kring})^{\op{opp}}  \ar[r]^-{\Omega} 
      \ar[d]_-{\op{Spec}} &
      (\op{Mod}_{/{\op{Kring}}})^{\op{opp}} \ar[d]^{\op{\mathcal L}}\ar@{=>}^-\sim_-{\tau}[dl]\\
      \op{Car}(\da,\op{Sch})  \ar[r]^-{\Omega} & \op{Modqk}_{\sslash{\op{Sch}}}
    }
 \end{displaymath}
 mit dem in \eref{FuDii}{AAG} erkl"arten Funktor der K"ahlerdifferentiale
 in der oberen Horizontale in der offensichtlichen Weise, und
 f"ur diese Isomorphismen
 $$\tau: \mathcal L\Omega_{A/B} \sira \Omega_{{\op{Spec}}A/{\op{Spec}}B}$$ 
 gilt $(\Gamma\tau) :\varepsilon(\diff a) \mapsto \diff \varepsilon(a)$
 f"ur alle $a\in A$ und unseren Isomorphismen $\varepsilon$
 zwischen Moduln "uber einem Kring\label{KdifS}
 und globalen Schnitten von Modulgarben auf seinem Spektrum.   
\end{Bemerkungl}

\begin{Ubung}
  Gegeben ein Kring $A$ und ein $A$-Modul $M$ bilden wir
  die $A$-Moduln
  ${\op{T}}^rM={\op{T}}^r_AM=M^{\otimes r}$ und die $\DN$-graduierte $A$-Ringalgebra 
  ${\op{T}}M={\op{T}}_AM\pdef \bigoplus_{r\geq 0}M^{\otimes r}$ und ihre $\DN$-graduierten Quotienten
  und ${\op{S}}M ={\op{S}}_AM\pdef {\op{T}}_AM/\langle m\otimes n-n\otimes m\rangle$ sowie $\bigwedge M= \bigwedge_AM\pdef {\op{T}}_AM/\langle m\otimes m \rangle$ und
  deren homogene
  Anteile ${\op{S}}^rM={\op{S}}^r_AM$  und $\bigwedge^rM= \bigwedge_A^rM$. Alle diese Konstruktionen sind in nat"urlicher Weise
  Funktoren $\op{Mod}_{/\op{Kring}}\ra \op{Mod}_{/\op{Kring}}$
  "uber $\op{Kring}$.
  Man zeige, da"s sie kokartesische Morphismen von Moduln "uber
  durch Lokalisierungen gegebenen Kringhomomorphismen zu 
  kokartesischen Morphismen machen, also
  $$S^{-1}({\op{T}}^r_AM )\sira {\op{T}}^r_{(S^{-1}A)}(S^{-1}M)$$ etcetera f"ur
  jede Teilmenge $S\subset A$.  
\end{Ubung}
\subsection{"Aquivariante Modulgarben} 






  
  \begin{Bemerkungl}
    Seien $G{\ssearrow}X$ eine  algebraische Variet"at
    mit der Operation eines algebraischen Monoids. Nach
    unserer allgemeinen Definition \eref{goff}{TSF} "aquivarianter Objekte ist
    eine $G$-"aquivariante quasikoh"arente Garbe auf $X$ ein
    Paar $(\mathcal F,\alpha)$ bestehend aus einer 
    quasikoh"arenten Garbe $\mathcal F \in \op{Modqk}_{/X}$
    und einem Morphismus
    $\alpha: \mathcal{O}_G\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$
    "uber der Operation $a:G\times X\ra X$ derart, da"s 
    die offensichtlichen Diagramme kommutieren,
    etwas expliziter
    $\alpha\circ (\mu\boxtimes \op{id})=\alpha\circ (\op{id}\boxtimes \alpha)$
    f"ur $\mu:\mathcal{O}_G\boxtimes \mathcal{O}_G\ra \mathcal{O}_G$ der
    Opkomorphismus zur Multiplikation in $G$ und
    $\alpha\circ (\varepsilon\boxtimes \op{id})= \op{id}$.  Unser Morphismus $\alpha$ ist
    dabei als
  Opkomorphismus zu verstehen, in Formeln
  $\alpha\in\op{Modqk}_{\sslash a}
  (\mathcal{O}_G\boxtimes \mathcal F,\mathcal F)$.
 Wir verwenden f"ur die Kategorie der $G$-"aquivarianten
  quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Moduln die Notation $$
  \op{Modqk}_{/ G{\ssearrow}X}$$  Die opponierte Kategorie, die
  man als Faser der entsprechenden Trennfaserung  antrifft, notieren wir
  $%\mathcal O_X\op{-Modqk}^G=\op{Modqk}^G_{\mathcal O_X}=
  \op{Modqk}_{\sslash G{\ssearrow}X}$.  \end{Bemerkungl}
  \begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper
  $k$ und ein algebraisches Monoid $G$ "uber $k$ und
  eine $k$-Ringalgebra $A$ mit einer algebraischen $G$-Operation
erkl"aren wir die Kategorie
$$\op{Mod}^{G}_A=A\op{-Mod}^{G}$$
der {\bf $G$-"aquivarianten $A$-Moduln}\index{Modul!"aquivarianter!f"ur Monoidoperation} 
als die Kategorie 
aller  $A$-Moduln $M$
mit einer algebraischen $G$-Operation derart,
da"s die Multiplikation mit Skalaren eine
$G$-"aquivariante Abbildung
$A\times M\ra M$
ist.
Dieselbe Notation hatten wir bereits in  \eref{GqeA}{NAS} 
im Fall diskreter Gruppen $G$ vereinbart. Was im Einzelfall gemeint ist, gilt es aus dem Kontext zu erschlie"sen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}[\textbf{Lokalisierung f"ur "aquivariante Garben}]
  Gegeben ein affines algebraische Monoid $G$ "uber einem algebraisch abgeschlossenen K"orper $k=\bar k$ 
  und eine affine $G$-Variet"at $X$ liefert der Funktor der
  globalen Schnitte eine "Aquivalenz von Kategorien\label{qeGa}
$$
\Gamma:\op{Modqk}_{/G{\ssearrow}X}\sirra \mathcal O(X)\op{-Mod}^G
$$
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Sind $G$ und $X$ affine Variet"aten und setzen wir $A\pdef\mathcal O(X)$,
  so entspricht die Operation $a:G\times X\ra X$ einem
  Ringalgebrenhomomorphismus
  $$a^\sharp:A\ra\mathcal O(G)\otimes A$$ 
  Unsere quasikoh"arente Garbe $\mathcal F\in \op{Modqk}_{/X}$
  entspricht dem $A$-Modul $M\pdef\Gamma\mathcal F$ und unser Opkomorphismus
  $\alpha:\mathcal O_G\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$ "uber $a$ entspricht
  einem Modulhomomorphismus $\alpha^\sharp: M\ra\mathcal O(G)\otimes M$
  "uber dem Ringhomomorphismus $a^\sharp$.
  Bezeichnet nun
  $\mu^\sharp:\mathcal O(G)\ra \mathcal O(G)\otimes\mathcal O(G)$ den Komorphismus
  zur Verkn"upfung $\mu:G\times G\ra G$, so bedeutet das
  erste Diagramm die Identit"at
  $(\mu^\sharp\otimes\op{id})\circ \alpha^\sharp=(\op{id}\otimes\alpha^\sharp)\circ \alpha^\sharp$
  von Abbildungen $M\ra \mathcal O(G)\otimes\mathcal O(G)\otimes M$.
  Bezeichnet weiter $\delta_1:\mathcal O(G) \ra k$ das Auswerten am
  neutralen Element, so bedeutet  das
  zweite Diagramm die Identit"at $\op{mult}\circ (\delta_1\otimes\op{id})\circ \alpha^\sharp=
  \op{id}$ von Abbildungen $M\ra M$ f"ur $\op{mult}:k\otimes M\sira M$ die
  Multiplikation.
  Nun bedeutet die Vorgabe von $a^\sharp$ genau, da"s wir
den Vektorraum   $A$ zu einer algebraischen Darstellung von $G$ im Sinne von \eref{RatD}{AAG}
  machen, bei der die Elemente $g\in G$ zus"atzlich durch
  Endomorphismen von Ringalgebren operieren.
  Die Vorgabe eines $k$-linearen $\alpha^\sharp$
  mit den beiden angegebenen Vertr"aglichkeitsbedingungen
  entspricht der Vorgabe einer Struktur auf dem Vektorraum $M$ als
  algebraische Darstellung von $G$ im Sinne von \eref{RatD}{AAG}
  mittels der Beziehung, da"s
  $\alpha^\sharp(v)=\sum_i f_i\otimes v_i$ f"ur $v\in M$
  gleichbedeutend ist zu
  $gv=\sum_i f_i(g)v_i$. Die Bedingung, da"s $\alpha^\sharp$ ein
  Modulhomomorphismus "uber dem Ringhomomorphismus $a^\sharp$ sein soll,
  bedeutet schlie"slich, da"s die Multiplikation mit Skalaren $A\times M\ra M$
  "aquivariant ist f"ur die Operation von $G$. 
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}
  Nach  \eref{Qeag}{TSF} liefert f"ur jede Variet"at $X$ und
  jede algebraische Gruppe $G$ der R"uckzug alias die Konstruktion
  $\underline{G}\boxtimes$ eine "Aquivalenz\label{allAEQ} 
  $$\op{Modqk}_{/X}\sirra \op{Modqk}_{/G{\ssearrow}(G\times X)}$$
  Sogar f"ur jedes algebraische Monoid $G$ erhalten wir nach \eref{Qeag}{TSF}  eine
  Adjunktion $((1\times \op{id})^*, \underline{G}\boxtimes)$, wenn wir beachten, da"s wir dort mit den Fasern einer Trennfaserung gearbeitet haben,
als die wir hier die zu den angegebenen 
  opponierten Kategorien nehmen m"ussen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Lemma}[\textbf{"Aquivariante Garben auf affinen Gruppen}]
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$ "uber einem algebraisch abgeschlossenen K"orper $k=\bar k$  liefert der Funktor der
  invarianten globalen Schnitte eine "Aquivalenz von Kategorien\label{qead} 
$$
\Gamma^G:\op{Modqk}_{/G{\ssearrow}G}
\sirra  
k\op{-Mod}
$$
\end{Lemma}
\begin{proof}
Nach \ref{allAEQ} reicht es, eine Adjunktion 
$(\underline{G}\boxtimes, \Gamma^G)$ zu konstruieren, und das
geschieht ziemlich zu Anfang des folgenden  Beweises, der
seinerseits mit etwas weniger allgemeiner Theorie auskommt.
\end{proof}

\begin{proof}[Elementarer Beweis]
  Nach dem vorhergehenden Lemma \ref{qeGa} reicht es zu zeigen, da"s
  das Bilden der $G$-Invarianten eine "Aquivalenz von Kategorien
  $$
\mathcal O(G)\op{-Mod}^G
\sirra  
k\op{-Mod}
$$
liefert. Hier ist die Operation von $G$ auf $\mathcal O(G)$ durch
Linkstranslation gemeint. 
Zun"achst einmal haben wir f"ur jeden $k$-Vektorraum $V$
und jedes $M\in {\mathcal O(G)}\op{-Mod}^G$ eine offensichtliche Bijektion
$$\op{Hom}_k(V,M^G)\sira \op{Mod}^G_{{\mathcal O(G)}}(\mathcal O(G)\otimes V,M)$$
In anderen Worten haben wir mit $V\mapsto \mathcal O(G)\otimes V$
schon einmal den Linksadjungierten unseres Funktors der $G$-Invarianten gefunden.  Offensichtlich gilt dann
$V\sira (\mathcal O(G)\otimes V)^G$ vermittels der Einheit der Adjunktion.
Ist nun $W$ eine algebraische  Darstellung von $G$, so k"onnen
wir $\mathcal O(G)\otimes W$  als $G$-"aquivarianten $\mathcal O(G)$-Modul
auffassen, indem wir die $G$-Operation als die Tensordarstellung
verstehen. Ist der Einfachkeit halber $W$ endlichdimensional,
so erhalten wir eine Bijektion
$$\mathcal O(G)\otimes W\sira \op{Var}(G,W)$$
in der offensichtlichen Weise. Die Operation von $g\in G$
entspricht darunter der Operation durch Konjugation
$(g\ast \varphi)(x)=g(\varphi(g^{-1}x))$ f"ur $\varphi\in \op{Var}(G,W)$
alias $\varphi:G\ra W$ ein Morphismus von Variet"aten.
Bezeichnet $\bar W$ den Vektorraum $W$ mit der trivialen $G$-Operation,
so erhalten wir eine Bijektion
$\op{Var}(G, W)\sira \op{Var}(G, \bar W)$ durch die Vorschrift
$\varphi\mapsto \bar\varphi$ mit
$\bar\varphi(x)\pdef x^{-1}\varphi(x)$. Man pr"uft leicht, da"s
diese Bijektion hinwiederum einen Isomorphismus
$$\mathcal O(G)\otimes W\sira \mathcal O(G)\otimes \bar W$$
von $G$-"aquivarianten $\mathcal O(G)$-Moduln induziert.
Wir sehen so, da"s jeder $G$-"aqui\-va\-ri\-an\-te $\mathcal O(G)$-Modul
$M$ als
$\mathcal O(G)$-Modul von $M^G$ erzeugt wird, denn
gegeben ein endlichdimensionaler $G$-stabiler Teilraum
$W\subset M$ liegt $W$ im Bild des durch Multiplikation gegebenen
Homomorphismus $\mathcal O(G)\otimes W\ra M$ und die linke Seite wird 
nach dem Vorhergehenden durch ihre $G$-invarianten Vektoren erzeugt.
Folglich mu"s die Multiplikation einen Isomorphismus
$$\mathcal O(G)\otimes M^G\sira M$$
induzieren, denn ihr Bild enth"alt alle $G$-Invarianten und
ihr Kern besitzt au"ser der Null keine $G$-Invarianten.
\end{proof}
\begin{Lemma}[\textbf{"Aquivariante Garben auf Produkten}]
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$ "uber einem algebraisch abgeschlossenen K"orper $k=\bar k$  und eine affine $k$-Variet"at $Z$ liefert der Funktor der\label{Aeqfr} 
  invarianten globalen Schnitte eine "Aquivalenz von Kategorien
$$
\Gamma^G: \op{Modqk}_{/G{\ssearrow}G\times Z}
\sirra  
\mathcal O(Z)\op{-Mod}
$$
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Analog zum Beweis des vorhergehenden Lemmas \ref{qead}.
\end{proof}
\begin{Lemma}[\textbf{"Aquivariante Garben auf Hauptfaserb"undeln}]
  Gegeben eine affine algebraische Gruppe $G$ "uber einem algebraisch abgeschlossenen K"orper $k=\bar k$ und ein Zariski-lokal
  triviales $G$-Hauptfaserb"undel $\pi:X\ra Y$ auf einer $k$-Variet"at
  $Y$ induziert der R"uckzug eine
  "Aquivalenz von Kategorien
  $$\pi^*:\op{Modqk}_{\sslash Y}\sirra \op{Modqk}_{\sslash G{\ssearrow}X}$$
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
  Der R"uckzug ist hier im Sinne von \eref{goff}{TSF} unter
  $\pi:G{\ssearrow}X\ra 1{\ssearrow}Y$ zu verstehen.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}
  Derselbe Beweis zeigt dieselbe Aussage allgemeiner f"ur
   \'etale-lokal
   triviale Hauptfaserb"undel, wenn man Grothendieck's Satz "uber
    \'etalen Abstieg f"ur quasikoh"arente Modulgarben verwendet.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Es ist klar, da"s sich "aquivariante Garben genauso verkleben lassen
  wie das f"ur gew"ohnliche Garben in \ref{VKgtr} ausgef"uhrt wurde.
  Mit dieser Erkenntnis k"onnen wir uns beim Beweis auf den Fall
  einer affinen Variet"at $Y$ mit dem trivialen Hauptfaserb"undel
  $\pi:G\times Y\ra Y$ zur"uckziehen. In diesem Fall aber
   folgt die Behauptung unmittelbar
   aus \ref{allAEQ} oder, etwas weniger nat"urlich, aus
   Lemma \ref{Aeqfr}.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl} \nichtfinal{Noch ausarbeiten!}
  Versuch zum Vorschub "aquivarianter Modulgarben.
  Man wird sich "uberlegen k"onnen, da"s in hinreichender Allgemeinheit
  der in \eref{fuiBP}{TSF} erkl"arte Morphismus\label{AeqVO}
  $\op{adf}:(f_1\times f_2)_\dagger \mathcal F_1\boxtimes \mathcal F_2\ra
  f_{1\dagger} \mathcal F_1\boxtimes f_{2\dagger}\mathcal F_2$
  im Fall von Variet"aten und quasikoh"arenten Opmodulgarben ein
  Isomorphismus ist. Daraus sollte folgen, da"s
  gegeben $\underline{G}\boxtimes\mathcal F\ra \mathcal F$
  eine "aquivariante quasikoh"arente Garbe auch
  $\underline{G}\boxtimes f_\dagger\mathcal F\ra f_\dagger\mathcal F$
  eine "aquivariante quasikoh"arente Garbe ist. Ich will das insbesondere
  anwenden beim Studium multiplikativ "aquivarianter Garben auf
  $k^{n}\backslash 0$ und deren Vorschub zu $k^n$ und das Studium
  quasikoh"arenter Garben auf projektiven R"aumen, vergleiche \ref{qkPR}.
\end{Bemerkungl}

 
\subsection{Symmetrische Algebren "uber Kringen*}
\nichtfinal{Wohin?}
\begin{Bemerkungl}
  Im folgenden wird vorausgesetzt, da"s Sie mit Tensorprodukten "uber
  Kringen vertraut sind, wie sie etwa in \eref{TPro}{KAG} und
 f"ur iterierte Tensorprodukte in \eref{itKR}{TSK} besprochen werden.  
 Weiter wird der Formalismus der adjungierten
 Funktoren verwendet, wie er etwa in \eref{AdFu}{TF} diskutiert wird. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Unter einem {\bf geometrischen Modul}\index{Modul!geometrischer}
  "uber einer affinen Variet"at $X$ verstehen wir ein
  abelsches Gruppenobjekt $E\ra X$ in der Kategorie $\op{Varaff}_X$ der
  affinen Variet"aten "uber $X$ zusammen mit einem Morphismus
  $k\times E\ra E$ "uber $X$ derart, da"s jede Faser $E_x$ mit der induzierten
  Addition und  Operation $k\times E_x\ra E_x$ isomorph ist zu einer
  Variet"at mit Addition und $k$-Operation, die von einem endlichdimensionalen
  $k$-Vektorraum herkommt. Die geometrischen Moduln "uber $X$
  bilden in offensichtlicher
  Weise eine Kategorie $$\op{Gmod}_X$$ 
\end{Bemerkungl}





  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Symmetrische Algebra eines Moduls}]
  Gegeben ein Kring $A$ hat der verge"sliche
Funktor $\op{Ralg}_A\ra \op{Mod}_A$ einen Linksadjungierten, den Funktor 
$ {\op{Ten}}_A$,\index{T@${\op{Ten}}_AM$ Tensoralgebra} 
der\index{Ten@${\op{Ten}}_AM$ Tensoralgebra} jedem $A$-Modul
seine {\bf freie Tensoralgebra}\index{Tensoralgebra}
  wie in
\eref{TeAl}{LA2} zuordnet. Gegeben ein Kring $A$  hat weiter  der verge"sliche
Funktor
  $\op{Kralg}_A\ra \op{Mod}_A$ einen Linksadjungierten, den Funktor ${\op{Sym}}_A$,
der\index{S@${\op{S}}_AM$ symmetrische Algebra}\label{SymA}
jedem $A$-Modul\index{Sym@${\op{Sym}}_AM$ symmetrische Algebra} seine {\bf symmetrische Algebra}\index{symmetrisch!Algebra}
$${\op{S}}_AM={\op{Sym}}_AM$$ wie in
\ref{SyAl} zuordnet.
Man konstruiert auch unschwer einen Linksadjungierten
$\op{Komm}:\op{Kralg}_A\ra \op{Ralg}_A$  zum verge"slichen
 Funktor und
 die universellen Eigenschaften liefern
 eine  Isotransformation $\op{Komm}\circ \op{Ten}\siRa\op{Sym}$.
 Gegeben ein Kringhomomorphismus $A\ra B$ liefern
 die Identit"aten $\op{verg}_A\circ\op{res}_B^A=\op{res}_B^A\circ\op{verg}_B$
 f"ur die entsprechenden Vergi"sfunktoren
 Isotransformationen
 $$\op{prod}_A^B\circ\op{Sym}_A\siRa\op{Sym}_B\circ\op{prod}_A^B$$
 alias  Isomorphismen
 $B\otimes_A(\op{Sym}_AM)\sira \op{Sym}_B(B\otimes_AM)$
 von $B$-Kringalgebren und "ahnlich f"ur Tensoralgebren.
  \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Moduln und Vektorb"undel}] 
  Gegeben eine affine $k$-Variet"at $X$ und ein
  endlich erzeugter  $\mathcal O(X)$-Modul $M$ 
  versehen wir die affine $k$-Variet"at  $$\op{V}(M)\pdef \op{Max}(\op{Sym}_{\mathcal O(X)}(M))$$
  mit der Struktur eines geometrischen Moduls "uber $X$.
  F"ur $\op{V}(M)\ra X$ nehmen wir die von\label{vbMO} 
  $\mathcal O(X)\ra \op{Sym}_{\mathcal O(X)}(M)$ unter $\op{Max}$ induzierte
  Abbildung.
  F"ur die restlichen Zutaten holen wir weiter aus.
\end{Bemerkungl}

  \begin{Bemerkungl}
  Nach \eref{adAGR}{TG} ist in einer additiven Kategorie jedes
  Objekt auf nat"urliche Weise sowohl ein abelsches Gruppenobjekt
  als auch  ein  abelsches Kogruppenobjekt.
  Insbesondere hat f"ur einen Ring $R$ jeder $R$-Modul $M$
  eine nat"urliche Struktur als abelsches Kogruppenobjekt.
  Dessen Verkn"upfung  erweist sich als
  die
  diagonale Einbettung $\Delta:M\hra M\times M$.\label{akgf}  
  Nach  \eref{KoKaR}{TF} vertauschen Linksadjungierte mit Koprodukten. 
  Im Fall eines Krings $A$ macht folglich unser
  mit Koprodukten vertr"aglicher  Funktor $\op{Sym}=\op{Sym}_A$ 
  aus $M\in\op{Mod}_A$
  ein abelsches Kogruppenobjekt $\op{Sym}_A(M)$ in 
  $\op{Kralg}_A$.
  \end{Bemerkungl}
  \begin{Beispiel}
    Ist $A=k$ ein algebraisch abgeschlossener
  K"orper und $M$ ein endlichdimensionaler $k$-Vektorraum, so
  entspricht dies Kogruppenobjekt von $\op{Kralg}_k$ vermittels
  $\op{Sym}_k(M)\sira \mathcal O(M^*)$ dem Kogruppenobjekt der
  regul"aren Funktionen auf der
  algebraischen Gruppe $M^*$ mit der Addition als Verkn"upfung.
  \end{Beispiel}




  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Additive Struktur auf $\op{V}(M)$}]
    Gegeben eine affine Variet"at $X$ und ein endlich erzeugter
    $\mathcal O(X)$-Modul $M$ erhalten wir mit \ref{akgf} auf 
    $\op{Sym}_{\mathcal O(X)}(M)$ eine Struktur als
    Kogruppenobjekt von $\op{Kralg}_{\mathcal O(X)}^{\op{re}}$.
    Da $\op{Max}:\op{Kralg}_{\mathcal O(X)}^{\op{re}}\ra \op{Varaff}^{\op{opp}}_X$ als Rechtsadjungierter mit
  Push\-out vertauscht, erbt
  $\op{V}(M)$
  die Struktur eines abelschen Gruppenobjekts in der
  Kategorie der affinen Variet"aten "uber $X$.
  \end{Bemerkungl}
    \begin{Bemerkungl}
Gegeben ein Kring $A$ und ein $A$-Modul $M$
tr"agt die symmetrische Algebra nach Konstruktion eine
nat"urlich $\DN$-Graduierung
$$\op{Sym}_A(M)=\bigoplus_{r\in \DN}\op{Sym}^r_A(M)$$
Sie liefert einen Kringhomomorphismus
$\op{Sym}_A(M)\ra A[T]\otimes_A\op{Sym}_A(M)$ durch
$s\mapsto T^r\otimes s$ f"ur $s$ homogen vom Grad $r$. Nun macht
die Komultiplikation $A[T]\ra A[T]\otimes_AA[T]$ gegeben durch
$T\mapsto T\otimes T$ den Polynomring $A[T]$ zu einem
Komonoid in 
$\op{Kralg}_A$.  Unser Homomorphismus ist dann offensichtlich eine
Kooperation dieses Komonoids.\label{amgf}
  \end{Bemerkungl}
 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Operation von $(k,\cdot)$ auf $\op{V}(M)$}]
    Gegeben eine affine Variet"at $X$ und ein endlich erzeugter
    $\mathcal O(X)$-Modul $M$ erhalten wir mit \ref{amgf} auf 
    $\op{Sym}_{\mathcal O(X)}(M)$ eine Kooperation
    des Komoidobjekts $\mathcal O(X)[T]$.
    Da $\op{Max}:\op{Kralg}_{\mathcal O(X)}^{\op{re}}\ra \op{Varaff}^{\op{opp}}_X$ als Rechtsadjungierter mit
  Push\-out vertauscht, erbt
  $\op{V}(M)$
  die Operation des \glqq multiplikativen\grqq\ Monoidobjekts  $\op{Max}(\mathcal O(X)[T])=X\times k$
  in der
  Kategorie der affinen Variet"aten "uber $X$.
  \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}
   Sei $X$ eine affine Variet"at.
   Der Leser mag zur "Ubung pr"ufen, da"s wir, indem wir f"ur jeden
   endlich erzeugten $\mathcal O(X)$-Modul $M$ unser $\op{V}(M)$ mit den
   in \ref{akgf} und \ref{amgf} erkl"arten Strukturen versehen, einen
   Funktor
   $${\op{V}}:\mathcal O(X)\op{-Modf}\ra \op{Gmod}_X^{\op{opp}}$$
   erhalten, da"s dieser Funktor mit endlichen Koprodukten vertr"aglich ist,  
   und da"s wir in der offensichtlichen Weise  einen Isomorphismus
   von geometrischen Moduln
   $\op{V}(\mathcal O(X))\sira X\times k$ erhalten. Wir nennen $\op{V}$ den
   {\bf B"undelfunktor}.\index{B"undelfunktor}
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Bemerkungl}
   Ich erkl"are nun f"ur jeden geometrischen Modul $E$
   "uber einer affinen Variet"at $X$ den  $\mathcal O(X)$-Modul
    $\mathcal D(E)$ seiner {\bf dualen Schnitte} als die  Menge der faserweise $k$-linearen
   regul"aren Funktionen auf $E$, in Formeln 
   $$\mathcal D(E)\pdef \{f\in\mathcal O(E)\mid f|E_x
   \text{ ist $k$-linear }\forall x\in X\}$$
   mit der von $\mathcal O(E)$ induzierten Struktur als $\mathcal O(X)$-Modul.
   Das f"allt nach unseren Annahmen zusammen mit dem
   homogenen Anteil $\mathcal D(E)=\mathcal O(E)^1$ vom Grad Eins f"ur die auf
   $\mathcal O(E)$ durch die Wirkung des multiplikativen  Monoids
   $k$ nach \ref{opMK} gegebenen $\DN$-Graduierung. Da $\mathcal O(E)$ ringendlich ist
   "uber seinem homogenen Anteil $\mathcal O(X)=\mathcal O(E)^0$  vom Grad Null,
   mu"s der homogene Anteil vom Grad Eins endlich erzeugt sein als Modul. Wir erhalten so einen Funktor
   $$\mathcal D: \op{Gmod}_X^{\op{opp}}\ra \mathcal O(X)\op{-Modf}$$
   Die Bezeichnung als \glqq duale Schnitte\grqq\ kommt her von der
   nat"urlichen Bijektion $\mathcal D(E) \sira \op{Gmod}_X(E,X\times k)$,
   die im folgenden keine Rolle mehr spielen wird.
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Adjunktion von B"undelfunktor und dualen Schnitten}] Wir erhalten  eine Adjunktion $(V,\mathcal D)$
 zwischen dem B"undelfunktor 
  und dem Funktor der dualen Schnitte, indem wir bemerken,
  da"s die nat"urlichen 
   Abbildungen
   $$\op{Gmod}_X^{\op{opp}}(\op{Max}{\op{S}}_kM,E)
   \hra \op{Kralg}_{\mathcal O(X)}({\op{S}}_kM,\mathcal O(E))\sira \op{Mod}_{\mathcal O(X)}(M,\mathcal O(E))$$
   eine Bijektion der linken Seite mit $\op{Mod}_{\mathcal O(X)}(M,\mathcal D(E))$ induzieren. 
   Zur "Ubung pr"ufe man, da"s f"ur $M$ mit nilpotentfreier symmetrischer
   Algebra die Einheit der Adjunktion ein Isomorphismus $M\sira \mathcal D{\op{V}}M$
   von $\mathcal O(X)$-Moduln ist. Wir diskutieren nicht weiter,
   f"ur welche geometrischen Moduln $E$ die Koeinheit der Adjunktion
   oder genauer deren opponierter Morphismus
   ein Isomorphismus $E\sira {\op{V}}\mathcal DE$
   von geometrischen Moduln ist. Mehr dazu findet man in
   \cite{EGA2}, wo man auch nachlesen kann, warum das alles
   f"ur Schemata  noch viel besser geht als f"ur Variet"aten.
 \end{Bemerkungl}




 
\begin{Bemerkungl}
 Im Fall eines endlich erzeugten \glqq projektiven\grqq\
  $\mathcal O(X)$-Moduls $M$ 
 k"onnen wir uns   ${\op{V}}M$ 
als Vektorb"undel vorstellen, wie im folgenden ausgef"uhrt werden soll.  
  Ein Modul $P$ "uber einem Ring $R$ hei"st {\bf projektiv},\index{projektiv!Modul}\label{proM} 
  wenn jeder surjektive Homomorphismus $M\sra P$ von einem weiteren $R$-Modul
  nach $P$ spaltet. Mehr dazu wird in \eref{proMo}{TS}
  folgende besprochen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}\label{plFF} 
  Gegeben ein endlich erzeugter projektiver Modul $P$ "uber einem Kring $R$
  und ein maximales Ideal $\mathfrak m\subset R$ gibt es $f\in R\backslash \mathfrak m$ derart, da"s die Lokalisierung $P_f$ frei ist "uber $R_f$.
\end{Lemma}
\begin{Bemerkungl}
  Ist $P$ ein endlich erzeugter projektiver Modul
  "uber einem Intergrit"atsbereich $R$, so hat die
  Lokalisierung $P_f$ offensichtlich f"ur jedes
  von Null verschiedene $f\in R$, f"ur das $P_f$ frei ist,
  denselben Rang. Wir nennen ihn dann den {\bf Rang}\index{Rang!von projektivem Modul} unseres projektiven Moduls
  und notieren ihn $\op{rang}(P)$.\label{raPM}  
  Allgemeiner zeigt man dasselbe unschwer f"ur jeden Kring $R$ mit
  zusammenh"angendem Spektrum, wenn dieser Begriff einmal zur Verf"ugung steht.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Per definitionem finden wir einen weiteren $R$-Modul $Q$ und
  einen Isomorphismus $P\oplus Q\sira R^n$. 
  Seien $p_1,\ldots,p_r\in P$ Elemente, deren Nebenklassen eine Basis
  von $P/\mathfrak m P$ bilden, und $q_1,\ldots,q_s\in Q$ Elemente, deren Nebenklassen eine Basis
  von $Q/\mathfrak m Q$ bilden. Indem wir diese Elemente als Bilder der Vektoren der Standardbasis nehmen, k"onnen wir unseren Isomorphismus  
 verl"angern zu einer Sequenz
  $$R^{r+s}\ra P\oplus Q\sira R^n$$ mit $R^r\times 0\ra P$  sowie 
  $0\times R^s \ra Q$.
 Nach Konstruktion wird die Komposition ein Isomorphismus, wenn wir
 "uberall die von allen $\mathfrak m$-fachen erzeugten Untermoduln wegteilen.
 Es folgt $r+s=n$ und wird unsere Abbildung beschrieben durch die Matrix
  $M\in \op{Mat}(n\times n;R)$, so ist  
  das Bild $\bar M$ unserer Matrix in $\op{Mat}(n\times(r+s);R/\mathfrak m)$
  invertierbar. Folglich geh"ort  die Determinante $f\pdef \op{det}M$ unserer
  Matrix nicht zu $\mathfrak m$, und wenn wir nach $f$ lokalisieren,
  wird unsere Matrix invertierbar.
  Dann aber mu"s unser Morphismus $R^r\times 0\ra P$
  unter der Lokalisierung nach $f$ auch
  zu einem Isomorphismus werden.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vektorb"undel eines endlichen erzeugten 
      projektiven Moduls}]
  Sei $X$ eine affine Variet"at. Ein
  {\bf Vektorb"undel auf $X$}\index{Vektorb"undel!algebraisches} ist
  ein geometrischer Modul $p:E\ra X$ "uber $X$ mit der Eigenschaft,
  da"s jeder Punkt von $X$ eine
  offene affine Umgebung $U$ hat, auf der $p^{-1}(U)$
  mit seiner induzierten Struktur als geometrischer Modul isomorph
  ist zu $U\times k^n$ f"ur ein $n=n(U)$.
  Wie aus dem Vorhergehenden folgt, induziert der B"undelfunktor eine
  "Aquivalenz von Kategorien\label{VeBue}  
  $$\op{V}:\{\text{endlich erzeugte projektive $\mathcal O(X)$-Moduln}\}\sirra \{\text{Vektorb"undel auf $X$}\}^{\op{opp}}$$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Schnitte von Vektorb"undeln auf affinen Variet"aten}]
  Gegeben ein geometrischer Modul $E\ra X$ "uber einer affinen Variet"at
  ist die Menge seiner algebraischen Schnitte $\sigma:X\ra E$ in offensichtlicher Weise ein\label{SiBue}  
  $\mathcal O(X)$-Modul $\mathcal S(E)=\mathcal S_X(E)$. Im allgemeinen
  wei"s ich nicht, ob er endlich erzeugt sein mu"s. Im Fall eines Vektorb"undels
  bilden die algebraischen Schnitte jedoch offensichtlich einen endlich
  erzeugten projektiven $\mathcal O(X)$-Modul, der in nat"urlicher Weise
  dual ist zum $\mathcal O(X)$-Modul der dualen Schnitte. Insbesondere
  liefert der Funktor der algebraischen Schnitte eine "Aquivalenz von Kategorien
    $$\mathcal S:\{\text{Vektorb"undel auf $X$}\}\sirra \{\text{endlich erzeugte projektive $\mathcal O(X)$-Moduln}\}$$
 \end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Man kann zu jedem Vektorb"undel das duale Vektorb"undel
  konstruieren. Ebenso kann man zu jedem endlich erzeugten projektiven Modul
  den dualen Modul bilden. 
\end{Bemerkungl}

\subsection{Eigenschaften von Schemata und deren Morphismen}
\begin{Definition}
  Ein Schema hei"st {\bf lokal noethersch},\index{noethersch!lokal!Schema}
  wenn es eine offene "Uberdeckung durch Spektra noetherscher 
  Kringe besitzt.
  Ein Schema hei"st {\bf noethersch},\index{noethersch!Schema}
  wenn es eine endliche offene "Uberdeckung durch Spektra noetherscher 
  Kringe besitzt.
\end{Definition}

\begin{Bemerkungl}
  Ganz allgemein hei"st ein Modul "uber einem Ring 
{\bf flach}\index{flach!Modul}\label{flach}, wenn das Tensorieren mit besagtem
Modul "uber besagtem Ring ein exakter Funktor ist. Eine Kringerweiterung hei"st {\bf flach}\index{flach!Kringerweiterung}, wenn der eine Ring ein
flacher Modul "uber dem anderen Ring ist. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Definition}
  Ein Morphismus von Schemata $\varphi:X\ra Y$ hei"st
  {\bf flach},\index{flach!Morphismus von Schemata}
  wenn alle  von ihm auf den lokalen Ringen induzierten Ringerweiterungen
 $\mathcal O_{Y,\varphi(x)}\ra\mathcal O_{X,x}$  flach sind.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  Ein Morphismus von affinen Schemata ist genau dann flach, wenn
  der zugeh"origen Kringhomomorphismus flach ist. Das folgt
  aus den Exaktheitseigenschaften der Lokalisierung \ref{Slp}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Es ist leicht zu sehen, da"s die Komposition flacher Morphismen flach ist.
  Es ist leicht zu sehen, da"s die Identit"at auf jedem Schema flach ist.
  Es ist leicht zu sehen, da"s jedes Produkt flacher Morphismen 
  flach ist, ja ist $S$ ein festes Schema und sind $X\ra Y$ und
  $X'\ra Y'$ flache Morphismen von Schemata "uber $S$, so ist auch
  $X\times_S X'\ra Y\times_SY'$ flach.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungw}
  Grothendieck hat gezeigt, da"s der Mengenfunktor auf der
  Kategorie der lokal noetherschen Schemata, der jedem lokal noetherschen
  Schema $T$ die Menge $\op{Hilb}^n(T)$ aller derjenigen abgeschlossenen Unterschemata
  $Y\As \mathbb P^n\times T$ 
  zuordnet, die flach sind "uber $T$, darstellbar ist durch ein lokal noethersches
  Schema $\op{Hilb}^n$, das {\bf Hilbert-Schema der
    abgeschlossenen
    Unterschemata von $\mathbb P^n$}.\index{Hilbert-Schema}
  \index{Hilb@$\op{Hilb}^n$ Hilbert-Schema}
\end{Bemerkungw}

\newpage

\section{Kohomologie auf Schemata}

\subsection{Picardgruppe}
 \begin{Bemerkungl}
   Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$ ist ein
   {\bf Geradenb"undel auf $(X,\mathcal A)$}\index{Geradenb"undel} eine
   $\mathcal A$-Modulgarbe $\mathcal L$,
   die lokal isomorph ist zu $\mathcal A$ in dem Sinne, da"s es eine
   "Uberdeckung von $X$ durch offene Teilmengen $U\co X$ gibt derart,
   da"s jeweils gilt $\mathcal L|_U\cong\mathcal A|_U $ in der
   Kategorie der Modulgarben "uber $\mathcal A|_U$. Man zeigt leicht, da"s
   die Geradenb"undel genau die Einheiten der Schmelzkategorie
   $\mathcal A\op{-Mod}$  sind im Sinne von \eref{EIIp}{TSK}.
   Analog zu  \eref{ECK}{TG} konstruiert man eine Bijektion
$$\begin{array}{ccc}
\left\{ \begin{array}{c}
\text{Geradenb"undel auf $(X,\mathcal A)$}\\
\text{bis auf Isomorphismus} \end{array}\right\}
& \sira & \check{\mathrm{H}}^{1}(X;\mathcal A^\times)\end{array}
   \qquad\qquad\qquad$$
   f"ur $\mathcal A^\times\in \op{Ab}_{/X}$ die Garbe der multiplikativen Einheiten von $\mathcal A$, also $\mathcal A^\times(U)=\mathcal A(U)^\times$ f"ur
   alle $U\co X$. Diese Bijektion ist sogar ein Gruppenisomorphismus
   f"ur die durch das Tensorieren gegebene Verkn"upfung auf der
   linken Seite. Die Gruppe der Geradenb"undel hei"st die
   {\bf Picard-Gruppe  $\op{Pic}(X,\mathcal A)$ von $(X,\mathcal A)$}\index{Picardgruppe}\index{Pic@$\op{Pic}$ Picardgruppe} und unsere Konstruktion liefert
   mithin einen Gruppenisomorphismus\label{PiCe} 
    $$\op{Pic}(X,\mathcal A)\sira \check{\op{H}}^1(X;\mathcal A^\times)$$
   Damit keine Vorzeichenfragen offen bleiben, schreibe ich die Konstruktion
   noch explizit  aus.
   Gegeben $\mathcal L$ w"ahlen wir eine offene "Uberdeckung $\mathcal U$
   von $X$ derart, da"s es eine Trivialisierung von $\mathcal L$ auf jeder
   offenen Menge $U\in \mathcal U$ gibt, und w"ahlen jeweils eine solche
   Trivialisierung $i_U:\mathcal L|_U\sira \mathcal A|_U$.
   Gegeben $U,V\in \mathcal U$ betrachten wir dann in
   etwas vereinfachter Schreibweise $i_U\circ i_V^{-1}: \mathcal A|_{U\cap V}\sira 
   \mathcal A|_{U\cap V}$ und das Bild $\varphi_{U,V}\pdef (i_U\circ i_V^{-1})(1)\in
   \mathcal A(U\cap V)^\times$ und dieser \v{C}echkozykel $\varphi_{U,V}$
   repr"asentiere das
   Bild von $\mathcal L$. 
 \end{Bemerkungl}

 
 \begin{Bemerkungw}
   Indem wir den Isomorphismus $\check{\mathrm{H}}^{1}\sira \op{H}^1$
   aus \eref{CGa}{TG} von der \v{C}echkohomologie zur gew"ohnlichen
   Garbenkohomologie im Grad Eins nachschalten, erhalten wir auch einen
   Isomorphismus von abelschen Gruppen\label{iPIC} 
   $$\op{Pic}(X,\mathcal A)\sira {\op{H}}^1(X;\mathcal A^\times)$$
   Ich will  mich in diesem Abschnitt
   jedoch auf die \v{C}echkohomologie beschr"anken. 
 \end{Bemerkungw}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Herkunft der Bezeichnung als Geradenb"undel}]
   In \ref{SiBue} erkl"aren wir Geradenb"undel auf affinen
   Variet"aten $X$ und zeigen, da"s das Bilden der algebraischen Schnitte
   eine "Aquivalenz von der Kategorie der Geradenb"undel zur Kategorie der
   projektiven $\mathcal O(X)$-Moduln vom Rang Eins liefert. Analog erkl"art
   man Geradenb"undel auf beliebigen 
   Pr"avariet"aten $X$ und zeigt, da"s das Bilden der Garbe der
   lokalen algebraischen Schnitte
   eine "Aquivalenz von der Kategorie der Geradenb"undel zur Kategorie der
   vom Rang Eins lokal freien  $\mathcal O_X$-Moduln liefert. Das motiviert
   im vorhergehenden die Bezeichnung als \glqq Geradenb"undel\grqq. 
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Bemerkungl}
   In gewissen Kontexten wirkt eine andere Identifikation von Ge\-ra\-den\-b"un\-deln
   mit lokal freien $\mathcal O_X$-Moduln von Rang Eins nat"urlicher, bei der
   man statt dem $\mathcal O_X$-Modul der
   algebraischen Schnitte den dazu dualen $\mathcal O_X$-Modul 
   betrachtet. Das f"uhrt leicht zu Verwirrung.
 \end{Bemerkungl}
   

 \begin{Bemerkungl} Gegeben ein Schema $X$ oder eine algebraische
   Variet"at $X$
   verwenden wir die Abk"urzung
   $$\op{Pic}(X)=\op{Pic}(X;\mathcal O_X)$$
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Beispiel}[\textbf{Picardgruppe der affinen Gerade}]
   Gegeben ein K"orper $k$ betrachten wir das Schema
   $\mathbb A^1_k$. Geradenb"undel darauf entsprechen eineindeutig
   $k[T]$-Moduln, die lokal frei sind vom Rang Eins. Nach der Klassifikation
   endlich erzeugter $k[T]$-Moduln \ref{NFF} oder einfacher 
   \eref{SmZe}{LA2} ist $k[T]$ bis auf Isomorphismus der einzige derartige
   Modul und wir folgern $$\op{Pic}(\mathbb A^1_k)=1$$
 \end{Beispiel}
 \begin{Beispiel}[\textbf{Picardgruppe der projektiven Gerade}] Sei $k$ ein K"orper.
   Die projektive Gerade $\mathbb P^1_k$ besitzt eine offene "Uberdeckung
   durch zwei Kopien von $\mathbb A^1_k$ mit Schnitt $\op{Spec}k[T,T^{-1}]$.
   Ein Geradenb"undel auf der projektiven Gerade entsteht mithin durch
   das Verkleben zweier trivialer B"undel auf unseren beiden
   Kopien von $\mathbb A^1_k$ vermittels eines Automorphismus
   des trivialen B"undels auf ihrem Schnitt und wir erhalten so
   ganz "ahnlich wie in \eref{VkoM}{TG} einen
   Isomorphismus $\op{Pic}(\mathbb P^1_k)\sira k^\times\backslash k[T,T^{-1}]^\times/k^\times$ von abelschen Gruppen. Genauer ist die rechte Seite die Menge
   $\check{\mathrm{H}}^{1}_<(\mathcal U;\mathcal O_{\mathbb P^1k}^\times)$ f"ur eine
   angeordnete "Uberdeckung von $\mathbb P^1k$ durch zwei offene Teilmengen,
   auf denen jeweils jedes Geradenb"undel trivial ist. 
   Die Abbildung $n\mapsto T^n$ induziert nun einen
   Isomorphismus von $\DZ$ mit der rechten Seite und wir erhalten so
   insgesamt f"ur jeden K"orper $k$ einen Isomorphismus von abelschen Gruppen
   $$\op{Pic}(\mathbb P^1_k)\sira \DZ$$
 \end{Beispiel}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Picardgruppe eines Krings}]
   Gegeben ein Kring $R$ schreiben wir kurz
   $$\op{Pic}( R)\pdef \op{Pic}(\op{Spec} R)$$ und nennen diese Gruppe die
   {\bf Picardgruppe von $R$}.\index{Picardgruppe!von Kring}
  Wir k"onnen
  sie unabh"angig von der Theorie der Schemata beschreiben
   als die Gruppe aller Isomorphieklassen von $R$-Moduln $L$,
   bei denen f"ur jedes Primideal $\mathfrak p\subset R$ die Lokalisierung
   $L_{\mathfrak p}$ ein freier $R_{\mathfrak p}$-Modul vom Rang Eins ist, mit der vom Tensorieren von $R$-Moduln induzierten Verkn"upfung.
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Proposition}[\textbf{Picardgruppe faktorieller Ringe}]
   Gegeben ein faktorieller Ring $R$ ist seine Picardgruppe
    $\op{Pic}( R)$ trivial.\label{PIFA}
 \end{Proposition}
 \begin{proof}
   Sei $\mathcal L$ eine Modulgarbe, die
   lokal frei ist vom Rang eins.
   Es gibt dann eine "Uberdeckung von $\op{Spec} R$ durch $\op{U}(f_i)$
   mit $1\leq i\leq n$ derart, da"s die Einschr"ankung von $\mathcal L$ auf
   $\op{U}(f_i)$ jeweils frei ist vom Rang Eins. Zur"uck"ubersetzt in die
   Sprache der Moduln bedeutet das, da"s f"ur den $R$-Modul
   $L\pdef \Gamma\mathcal L$ seine Lokalisierungen $L[f_i^{-1}]$ jeweils frei sind
   vom Rang Eins als $R[f_i^{-1}]$-Moduln. 
  Liefert $l_i\in L$ jeweils einen Erzeuger von 
   $L[f_i^{-1}]$, so gibt es Einheiten $r_{ji}\in R[(f_if_j)^{-1}]^\times$ mit $l_j=r_{ji}l_i$ in $L[(f_if_j)^{-1}]$.
   In $ R[(f_if_jf_k)^{-1}]^\times$ gilt dann sicher $r_{kj}r_{ji}=r_{ki}\;\forall i,j,k$. Soweit gilt das alles f"ur jeden Kring $R$.  
   Nun nehmen wir an, da"s $R$ faktoriell ist.  Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit d"urfen wir auch annehmen $f_i\neq 0\;\forall i$.
 Gegeben ein irreduzibles Element $p\in R$ und $i,j$  betrachten wir dann  die $p$-Bewertung $$ v_p(r_{ji})\in\DZ$$
 von $r_{ji}$ nach \eref{pBew}{AL}. Salopp gesprochen  ist das die Zahl der $p$-Faktoren im Z"ahler minus die Zahl der $p$-Faktoren im Nenner bei einer Primfaktorzerlegung von Z"ahler und Nenner.
 Gegeben $i,j,k$ gilt dann  $$v_p(r_{kj})+v_p(r_{ji})=v_p(r_{ki})$$
 Teilt $p$ weder $f_i$ noch $f_j$, so gilt des weiteren  $v_p(r_{ji})=0$.
 Das zeigt, da"s wir f"ur alle $k$ mit $p|f_k$ eine
 $p$-Potenz $p^{s(k)}$ so finden k"onnen, da"s nach Ersetzen von
 $l_k$ durch $p^{s(k)}l_k$ f"ur diese $k$ und alle $i$ gilt $v_p(r_{ki})=0$.
 Indem wir dies Verfahren wiederholt anwenden, k"onnen wir erreichen,
 da"s gilt  $v_p(r_{ki})=0$ f"ur alle $k,i$ und alle Irreduziblen $p\in R$.
 Das bedeutet aber $r_{ki}\in R^\times$ f"ur alle $k,i$ und dann sind
 alle $l_i$ bereits Erzeuger von $L$, als da hei"st, $L$ ist frei vom Rang Eins.
 \end{proof}
 \begin{proof}[Beweis in einem anschaulichen Fall]
   F"ur jeden Modul $L$ "uber einem Integrit"atskring $R$, der lokal frei ist vom Rang Eins, gibt es einen Isomorphismus $L\otimes_R\op{Quot}R\sira \op{Quot}R$ von $\op{Quot}R$-Vektorr"aumen. Mithin ist $L$ isomorph zu 
   einem $R$-Untermodul $L\subset \op{Quot}R$. Weiter gibt es nach Annahme
   endlich viele von Null verschiedene Elemente $f_1,\ldots, f_m\in R$
   mit $L[f_i^{-1}]$ frei vom Rang Eins "uber $R[f_i^{-1}]$ f"ur alle $i$.
   Sei $l_i\in L$ ein Erzeuger von $L[f_i^{-1}]$ "uber $R[f_i^{-1}]$.
   Im Fall $R=k[T_1,\ldots, T_n]$ f"ur $k=\bar k$
   denken wir uns $l_i\in L\subset \op{Quot}(R)$ als rationale Funktionen
   auf $k^n$. Gegeben $l=u p_1^{r_1}\cdots p_t^{r_t}$ mit
   $u$ einer Einheit und $p_\tau$ irreduziblen Polynomen hat $l$
   anschaulich gesprochen
   eine $r_\tau$-fache Nullstelle l"angs $\mathcal Z(p_\tau)$ 
   f"ur $r_\tau>0$
   und eine $r_\tau$-fache Polstelle l"angs $\mathcal Z(p_\tau)$ f"ur $r_\tau<0$.
   Weiter ist $Rl\subset \op{Quot}(R)$ anschaulich gesprochen die Menge
   aller rationalen Funktionen auf $k^n$, die mindestens eine
   $r_\tau$-fache Nullstelle l"angs $\mathcal Z(p_\tau)$  haben f"ur $r_\tau>0$
   und h"ochstens
   eine $r_\tau$-fache Polstelle l"angs $\mathcal Z(p_\tau)$ f"ur $r_\tau<0$.
   Gegeben $f\in R\backslash 0$  ist schlie"slich
   $R[f^{-1}]l\subset \op{Quot}(R)$ anschaulich gesprochen die Menge
   aller rationalen Funktionen auf $\op{U}(f)\pdef k^n\backslash \mathcal Z(f)$,
   die besagte Nullstellen- und Polstellenbedingungen erf"ullen
   f"ur alle $\tau$ mit $\mathcal Z(p_\tau)\cap \op{U}(f)\neq\emptyset$.
   So finden wir einen Isomorphismus von $L$ mit einer Menge
   von rationalen Funktionen auf $k^n$, die auf jedem der $\op{U}(f_i)$ gewisse
   Nullstellen- und Polstellenbedingungen erf"ullen. Die $\op{U}(f_i)$ bilden
   eine offene "Uberdeckung von $k^n$ und die Bedingungen
   an die  Nullstellen beziehungsweise Polstellen l"angs $\mathcal Z(p)$
   f"ur ein irreduzibles Polynom $p$ stimmen auf den
   Schnitten $\op{U}(f_i)\cap \op{U}(f_j)$ "uberein wann immer
   gilt $\mathcal Z(p)\cap \op{U}(f_i)\cap \op{U}(f_j)\neq\emptyset$.
   Indem  wir von jedem $p$ die entsprechende Potenz nehmen und diese Potenzen
   aufmultiplizieren, finden wir dann $l\in L\subset \op{Quot}(R)$
   mit $L=Rl$. 
 \end{proof}
 \begin{proof}[Beweis in der Sprache der Schemata]
   Gegeben ein faktorieller Ring $R$ betrachten wir die Menge $\op{irk}(R)$
   seiner Irreduziblenklassen und dar"uber die freie abelsche Gruppe
   $\DZ\op{irk}(R)$ und erhalten eine kurze exakte Sequenz
   $$R^\times\hra (\op{Quot}R)^\times \sra\DZ\op{irk}(R)$$
   mit der zweiten Abbildung in die freie abelsche Gruppe "uber der Menge der
   Irreduziblenklassen gegeben durch
   $f\mapsto \sum_{p\in \op{irk}(R)}v_p(f) p$.
   Alle drei Terme dieser Sequenz sind die globalen Schnitte
   von abelschen  Basisgarben auf der zweischnittstabilen Standardbasis
   der Topologie des Spektrums $\op{Spec}R$ aus \ref{BasG}. Garbifizierung
   liefert eine kurze exakte Sequenz von abelschen Garben
   $$\mathcal O_{\op{Spec}R}^\times \hra \mathcal M_{\op{Spec}R}^\times\sra
   \op{irk}_R$$
   mit der urspr"unglichen kurzen exakten Sequenz als Sequenz ihrer globalen
   Schnitte, vergleiche \ref{GGB}. Weiter sind alle Restriktionen auf
   nichtleere offene Teilmengen der Garbe
   $\mathcal M_{\op{Spec}R}^\times$ Isomorphismen. Aus der
   anschlie"senden Bemerkung \ref{exKOO} folgt
   $$\check{\mathrm{H}}^1(\op{Spec}R;\mathcal M_{\op{Spec}R}^\times)=1$$
   Mit der nicht ganz so langen  exakten
   Kohomologiesequenz \eref{ESC}{TG} 
    der \v{C}echkohomologie erhalten wir dann wie gew"unscht 
   $$\check{\mathrm{H}}^1(\op{Spec}R;\mathcal O_{\op{Spec}R}^\times)=1\qedhere$$ 
 \end{proof}

 \begin{Bemerkungl}
   Gegeben eine nichtleere Menge $E$ und eine abelsche Gruppe $M$ ist
   der Komplex mit der Gruppe $\op{Ens}(E^q,M)$ im Grad $q$ und dem
   Differential $f\mapsto \sum_{i} (-1)^i f\circ\op{pr}_{\neq i}$ f"ur
   $\op{pr}_{\neq i}:E^{q+1}\ra E^q$ das Weglassen des $i$-ten Terms exakt
   f"ur alle $q\in \DZ$. 
   Das folgt aus den allgemeinen\label{exKOO} 
   Erkenntnissen \eref{AMBM}{TG} und \eref{AlKo}{TG}. Man kann es aber
   auch direkt sehen, indem man eine Kettenhomotopie zwischen der
   Identit"at und dem Nullendomorphismus angibt oder einen
   Isomorphismus unseres Komplexes $C(E;M)$
   mit $[\DZ\sira \DZ]\otimes C(E\backslash v;M)$ f"ur ein festes
   Element $v\in E$.
 \end{Bemerkungl}
 
\begin{Beispiel}[\textbf{Picardgruppe  affiner R"aume}]
   Gegeben ein K"orper $k$ betrachten wir das Schema
   $\mathbb A^n_k$. Wir wissen, da"s
   das ein affines Schema ist und da"s sein Ring von regul"aren
   Funktionen $\mathcal O(\mathbb A^n_k)=k[T_1,\ldots,T_n]$ faktoriell
   ist. Nach \ref{PIFA} verschwinden die Picardgruppen faktorieller
   Ringe und wir folgern $$\op{Pic}(\mathbb A^n_k)=1\;\;\forall n\in \DN$$
 \end{Beispiel}




 


\subsection{Picardgruppen glatter Variet"aten}

 
 \begin{Satz}[\textbf{Glatte affine Variet"aten mit trivialer Picardgruppe}]
   Gegeben eine irreduzible glatte 
   affine Variet"at $X$ ist\label{GaVp} 
   $\mathcal O(X)$ faktoriell genau dann, wenn $\op{Pic}(X)$ trivial ist.
 \end{Satz}
 \begin{proof} Da"s aus $\mathcal O(X)$ faktoriell $\op{Pic}(X)$ trivial
   folgt,  wissen wir bereits aus \ref{PIFA}.
   Sei umgekehrt  $\op{Pic}(X)$ trivial.
   Da $X$ glatt und folglich
   normal ist, ist f"ur jede irreduzible Untervariet"at $Z\As X$ der
   Kodimension Eins der 
   lokale Ring $\mathcal O_{X,Z}$ ein
   ganz abgeschlossener noetherscher lokaler  Integrit"atsring.
   Da er zus"atzlich
   die Krulldimension Eins hat, mu"s er nach \ref{dBr}.\ref{dBr4}
   ein diskreter Bewertungsring sein. 
   Bezeichne $v_Z:\mathcal M(X)\ra\DZ$ die zugeh"orige Bewertung
   auf $\mathcal M(X)=\op{Quot}(\mathcal O_{X,Z})$.
   Man mag sich $v_Z(f)$ als eine Art
    Nullstellenordnung beziehungsweise negativierte
   Polstellenordnung  von $f$ l"angs $Z$ denken.
   Nun ist f"ur jeden Punkt $x\in Z$ der lokale
   Ring $\mathcal O_{X,x}$ faktoriell nach \ref{lrvf}, folglich ist
   das lokale Verschwindungideal 
   $\mathcal I(Z)_x\subset \mathcal O_{X,x}$ ein Hauptideal. Nach Nakayama
   mu"s dann auch auf einer ganzen affinen offenen Umgebung $U$ von $x$ das
   Verschwindungsideal $\mathcal I_U(Z)\subset \mathcal O_{X}(U)$
   ein Hauptideal sein. Da $\mathcal O_{X}(U)$ nullteilerfrei ist,
    erkennen wir so, da"s die
   Garbe $\mathcal O_X(-Z)$ gegeben durch
   $$\mathcal O_X(-Z)(U)\pdef \{f\in \mathcal O(U)\mid
   v_Z(f)\geq 1 \text{ falls } Z\cap U\neq\emptyset\}$$
   lokal frei ist vom Rang Eins. Sie mu"s also, wenn die Picardgruppe von $X$ trivial ist,   von einem globalen
   Schnitt $g_Z$ erzeugt werden. Es gibt mithin
   $g_Z\in \mathcal O(X)$
   mit $v_Z(g_Z)=1$ und $\mathcal Z_X(g_Z)=Z$. Dann ist klar,
   da"s $g_Z$ irreduzibel ist. Weiter sehen wir, da"s
   jede Funktion $f\in \mathcal O(X)\backslash 0$ als Produkt
   $$f=u \prod_Z g_Z^{v_Z(f)}$$
   dargestellt werden kann mit $u\in \mathcal O(X)^\times$
   und $Z$ irreduzibel von der Kodimension Eins. Dies Produkt
   wirkt zwar unendlich, aber da gegeben $f$
   f"ur fast  alle $Z$ gelten mu"s  $v_Z(f)=0$, k"onnen nur endlich viele
   Faktoren von Eins verschieden sein. 
   Um $u\in \mathcal O(X)^\times$ zu zeigen, erinnern wir, da"s nach  \ref{Schnitv}  in
   $\mathcal M(X)$ die Identit"at 
   $$\mathcal O(X)=\bigcap_Z \mathcal O_{X,Z}$$
   gilt mit dem Schnitt "uber alle irreduziblen abgeschlossenen Teilmengen der
   Kodimension Eins. Folglich liegt das durch obige Gleichung gegebene
   $u$ schon mal
   in  $\mathcal O(X)$. Andererseits kann die Funktion
   $u$ keine Nullstelle haben,
   weil gelten mu"s $v_Z(u)=0\;\forall Z$ und weil jede Komponente von
   $\mathcal Z_X(u)$ nach dem Hauptidealsatz Kodimension Eins hat.
   Damit folgt $u\in \mathcal O(X)^\times$ und $\mathcal O(X)$
   ist in der Tat faktoriell.
 \end{proof}
 \begin{Bemerkungl}
   Gegeben eine normale Pr"avariet"at $X$ und eine
 Einheit des Rings der rationalen Funktionen 
 $f\in \mathcal M(X)^\times$  auf $X$
 erkl"aren wir ihren {\bf Divisor}\index{Divisor}
   als die formale Summe
   $$\textstyle\op{div}(f)\pdef \sum_{Z} v_Z(f) Z\in
   \op{Ab}\frei \{Z\As X\mid Z\text{ irreduzibel, }\op{kdim}(Z\subset X)=1\}$$
   in der freien abelschen Gruppe $\op{Div}(X)$  "uber der Menge
   aller irreduziblen abgeschlossenen Teilmengen der Kodimension Eins.
   Die Bewertung $v_Z$ ist wohldefiniert,
   da es affine irreduzible
   offene Teilmengen $U\co X$ gibt mit $Z\cap U\neq\emptyset$
   und da dann die Restriktion einen Isomorphismus auf Funktionskeimen
   $\mathcal O_{X,Z}\sira \mathcal O_{U,U\cap Z}$ induziert und da wie
   im vorhergehenden Beweis $\mathcal O_{U,U\cap Z}$ ein
   diskreter Bewertungsring ist nach \ref{dBr}.\ref{dBr4}.
   Offensichtlich erhalten wir so einen Gruppenhomomorphismus
   $$\op{div}:\mathcal M(X)^\times \ra \op{Div}(X)$$
   Indem wir die Argumente vom Schlu"s des vorhergehenden Beweises kopieren,
   folgern wir leicht, da"s der Kern unseres Gruppenhomomorphismus genau
   aus allen regul"aren Funktionen ohne Nullstelle besteht, in Formeln
   $$\op{ker}(\op{div})= \mathcal O(X)^\times$$
   Wir erhalten so einen injektiven Gruppenhomomorphismus
   $$\op{div}:\mathcal M(X)^\times/\mathcal O(X)^\times\hra \op{Div}(X)$$
   Diese Konstruktion k"onnen wir auf
   jede offene Teilmenge
   $U\co X$ anwenden. Damit werden
   $U\mapsto \mathcal M(U)^\times,\mathcal O_X(U)^\times, \op{Div}(U)$
   in offensichtlicher Weise
   abelsche Garben auf $X$. Wir notieren sie $\mathcal M_X^\times,
   \mathcal O_X^\times, \op{Div}_X$ und erhalten 
   einen injektiven Homomorphismus von
   abelschen Garben
   $$\op{div}:\mathcal M_X^\times/\mathcal O_X^\times \hra \op{Div}_X$$
   Sicher erhielten wir auch  einen
   Homomorphismus von Pr"agarben, der vom Pr"agarbenquotienten
   ausgeht. Es wird sich jedoch als wichtig erweisen, da"s er "uber seine
   Garbifizierung faktorisiert, da eben $\op{Div}_X$ bereits  eine
   Garbe ist. 
   \end{Bemerkungl}

\begin{Satz} Gegeben eine 
  glatte Pr"avariet"at $X$ ist der eben konstruierte Garbenhomomorphismus
  ein Isomorphismus\label{diq} 
  $$\op{div}:\mathcal M_X^\times/\mathcal O_X^\times \sira \op{Div}_X$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Es gilt, die Surjektivit"at 
  auf den Halmen zu zeigen. Wir argumentieren
  wie im vorigen Beweis von \ref{GaVp}. Der Halm $\op{Div}_{X,x}$
  wird als abelsche Gruppe frei erzeugt von den Keimen $Z_x$
  der irreduziblen abgeschlossenen
  Teilmengen $Z\As X$ der Kodimension Eins mit $x\in Z$.
  Wir finden eine offene affine Umgebung $U\co X$ von $x$
  und $g_Z\in \mathcal O_X(U)$ mit $\mathcal I_U(g_Z)=Z\cap U$ und
  $v_Z(g_Z)=1$. Der zugeh"orige Funktionskeim
  $g_{Z,x}\in \mathcal M_{X,x}^\times$ 
  geht dann per definitionem auf den durch $Z$ gegebenen Divisorkeim
  $Z_x\in \op{Div}_{X,x}$.
\end{proof}

\begin{Lemma} Gegeben eine irreduzible Pr"avariet"at $X$
  gilt $\check{\op{H}}^1(X;\mathcal M_X^\times)=0$.\label{H1Me} 
\end{Lemma}
\begin{proof} 
  Alle Restriktionsabbildungen unserer Garbe auf nichtleere offene
  Teilmengen sind Isomorphismen. Alle \v{C}ech-Komplexe zu
  "Uberdeckungen durch Mengensysteme, in denen die leere Teilmenge
  nicht vorkommt, sind nach \eref{AMBM}{TG}
  also exakt in allen h"oheren Graden. 
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Picardgruppensequenz}]
  Gegeben eine glatte Pr"avariet"at $X$, die ja notwendig
  die disjunkte Vereinigung ihrer irreduziblen Komponenten sein mu"s,
  erhalten wir  
  aus der nicht ganz so langen  exakten
   Kohomologiesequenz \eref{ESC}{TG} 
    der \v{C}echkohomologie zur 
  kurzen exakten
  Garbensequenz $\mathcal O_X^\times \hra \mathcal M_X^\times \sra \op{Div}_X$
  aus Satz \ref{diq} 
  mit Lemma \ref{H1Me} eine  exakte Sequenz\label{exKI} von abelschen Gruppen 
  $$\mathcal O_X(X)^\times\hra \mathcal M(X)^\times\ra
  \op{Div}(X)\sra\check{\op{H}}^1(X;\mathcal O_X^\times)$$
Mit dem Isomorphismus $\op{Pic}(X)\sira \check{\op{H}}^1(X;\mathcal O_X^\times)$
  aus \ref{iPIC} wird daraus eine  exakte Sequenz von abelschen Gruppen 
  $$\mathcal O_X(X)^\times\hra \mathcal M(X)^\times\ra
  \op{Div}(X)\sra{\op{Pic}}(X)$$
  F"ur die letzte Abbildung dieser Sequenz geben wir im folgenden
  noch eine konkretere Beschreibung. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Geradenb"undel eines Divisors}]
  Gegeben eine irreduzible glatte Pr"avariet"at $X$ und
  $Z\As X$ irreduzibel von der Kodimension $\op{kdim}(Z\subset X)=1$
  erkl"aren wir wie im affinen Fall beim Beweis von
  \ref{GaVp} die zugeh"orige diskrete Bewertung
  $v_Z:\mathcal M(X)\ra \DZ\sqcup\{\infty\}$ und das Geradenb"undel
  $\mathcal O_X(-Z)$ gegeben durch
   $$\mathcal O_X(-Z)(U)\pdef \{f\in \mathcal O_X(U)\mid
   v_Z(f)\geq 1 \text{ falls } Z\cap U\neq\emptyset\}$$
   Gegeben ein Divisor $D=\sum n_Z Z$ erkl"aren wir allgemeiner 
    das Geradenb"undel
  $\mathcal O_X(D)$ gegeben durch
   $$\mathcal O_X(D)(U)\pdef \{f\in \mathcal M_X(U)\mid
    v_Z(f)\geq -n_Z \text{ falls } Z\cap U\neq\emptyset\}$$
   f"ur $U\co X$. Formal ist $$\mathcal O_X(D)\subset \mathcal M_X$$ ein
    $\mathcal O_X$-Untermodul und der Leser mu"s sich "uberlegen, da"s
    dieser $\mathcal O_X$-Modul in der Tat ein Geradenb"undel ist alias
    lokal frei vom Rang Eins. 
    Informell ist  $\mathcal O_X(D)$ das Geradenb"undel
    aller rationalen Funktionen, 
    denen wir Pole der Vielfachheit h"ochstens
    $n_Z$ erlauben l"angs $Z$ 
    f"ur $n_Z> 0$, die regul"ar sein m"ussen au"serhalb der
    Vereinigung der erlaubten Polstellen und von denen wir
    Nullstellen der Vielfachheit mindestens
    $-n_Z$ fordern l"angs $Z$ f"ur $n_Z< 0$.
    Besteht $X$ aus mehreren Komponenten, so erkl"aren wir $\mathcal O_X(D)$
    entsprechend, indem wir jede Komponente f"ur sich betrachten.
    Insbesondere geh"ort zum  Nulldivisor das triviale Geradenb"undel 
    $\mathcal O_X(0)=\mathcal O_X$
    und das Produkt rationaler Funktionen induziert
    Isomorphismen
    $$\mathcal O_X(D)\otimes \mathcal O_X(L)\sira \mathcal O_X(D+L)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Notation}]
  Es ist etwas ungl"ucklich, da"s $\mathcal O_X(U)$
  f"ur $U\co X$ den Ring der Schnitte von $\mathcal O_X$ "uber $U$
  bezeichnet und $\mathcal O_X(D)$ f"ur $D$ einen Divisor das zu
  unserem Divisor geh"orige
  Geradenb"undel. Der Leser mu"s aus dem Kontext erschlie"sen,
  was jeweils gemeint ist.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl} Gegeben  eine glatte Pr"avariet"at $X$ 
     erkl"aren wir das Untermonoid
  $$\op{Div}^{\geq 0}(X)\subset \op{Div}(X)$$ der
  {\bf effektiven Divisoren}\index{Divisor!effektiver} 
  als die Menge aller formalen Linearkombinationen von irreduziblen
  abgeschlossenen Teilmengen der
  Kodimension Eins mit nichtnegativen Koeffizienten und finden per definitionem 
  $\mathcal O_X\subset \mathcal O_X(D)$ f"ur jeden effektiven Divisor $D$ und
  allgemeiner $\mathcal O_X(L)\subset \mathcal O_X(D)$ genau dann, wenn
  gilt $D-L\in \op{Div}^{\geq 0}(X)$. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Gegeben  eine glatte Pr"avariet"at $X$ sind
  die $\mathcal O_X(D)\subset \mathcal M_X$ paarweise
  verschiedene $\mathcal O_X$-Untermoduln.
  F"ur $L\neq D$  kann es jedoch durchaus Isomorphismen 
  $\mathcal O_X(L)\sira \mathcal O_X(D)$ von $\mathcal O_X$-Moduln geben, wie
  im folgenden diskutiert wird. Wenn es einen derartigen Isomorphismus
  gibt, schreiben wir $$\mathcal O_X(L)\cong \mathcal O_X(D)$$ 
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition} Sei $X$ eine glatte Pr"avariet"at. 
  Der Randoperator der nicht ganz so langen exakten Sequenz der
  \v{C}echkohomologie l"a"st sich schreiben als die Komposition
  $$\op{Div}(X)\sra{\op{Pic}}(X)\sira \check{\op{H}}^1(X;\mathcal O_X^\times)$$
  der Abbildung $D\mapsto [\mathcal O_X(D)]$ mit
  der Notation $[\mathcal L]$ f"ur die Isomorphieklasse von $\mathcal L$
  gefolgt von der Abbildung aus \ref{PiCe}.
  Insbesondere induziert $D\mapsto [\mathcal O_X(D)]$ eine Surjektion
  $\op{Div}(X)\sra{\op{Pic}}(X)$ mit Kern ${\op{div}}(\mathcal M(X)^\times)$.
\end{Proposition}

\begin{proof}
  Wir m"ussen nur pr"ufen, da"s unsere Komposition und
  der Randoperator auf den Divisoren "ubereinstimmen, die
  durch eine einzige irreduzible abgeschlossene Teilmenge $Z$ der
  Kodimension $\op{kdim}(Z\subset X)=1$ gegeben werden. Um den Randoperator
  zu beschreiben, w"ahlen wir eine  "Uberdeckung durch endlich viele
  offene affine irreduzible 
  Teilmengen $U\co X$ und Funktionen $i_U\in \mathcal O_X(U)$
  mit $v_Z(i_U)=1$ falls $Z\cap U\neq\emptyset$
  und $i_U(x)\neq 0$ f"ur $x\in U\backslash Z$.
  Die Familie $(i_U)_{U\in \mathcal U}$ ist dann eine Nullkette in
  $\check{\mathrm C}^0(\mathcal U;\mathcal M_X^\times)$ und ihr Rand
  ist der Einskozykel $(\varphi_{U,V})_{(U,V)\in \mathcal U^2}\in
  \check{\mathrm C}^1(\mathcal U;
  \mathcal O_X^\times)$ gegeben durch $\varphi_{U,V}\pdef (i_Ui_V^{-1})$.
  Das ist jedoch genau der Einskozykel von $\mathcal O_X(Z)$ in Bezug auf
  seine durch die $i_U$ gegebene Trivialisierung
  $i_U: \mathcal O_X(Z)|_U\sira \mathcal O_X|_U$ auf der "Uberdeckung
  $\mathcal U$.
\end{proof}

\begin{Lemma}[\textbf{Rationale Funktionen mit effektivem Divisor}]
  Gegeben eine glatte Pr"avariet"at $X$ 
gilt\label{RfeD} 
  $$\mathcal O(X)\backslash 0=\{f\in \mathcal M^\times(X)\mid
  \op{div}(f)\in \op{Div}^{\geq 0}(X)\}$$ 
\end{Lemma}
\begin{proof}
Die Inklusion $\subset$ ist  offensichtlich.
  Die andere Inklusion folgt aus $$\mathcal O(X)=\bigcap_{x\in X}\mathcal O_{X,x}=
  \bigcap_{\op{kdim}(Z\subset X)=1}\mathcal O_{X,Z}$$
  mit der zweiten Gleichung wegen der Normalit"at von $X$.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl} Sei $X$ eine glatte Pr"avariet"at.
  Die Divisoren auf $X$ im Bild von
  $\op{div}:\mathcal M_X(X)^\times\ra \op{Div}(X)$
  hei"sen {\bf Hauptdivisoren}.\index{Hauptdivisor} Per definitionem
  ist im Fall von affinem $X$ ein effektiver Divisor $D$ ein Hauptdivisor
  genau dann, wenn die Menge der Schnitte
  $\Gamma(X;\mathcal O_X(-D))\subset \Gamma(X;\mathcal O_X)$
  der zugeh"origen Untermodulgarbe von $\mathcal O_X$ ein Hauptideal ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition} Gegeben eine glatte irreduzible affine Variet"at
  $X$ sind gleichbedeutend:
  \begin{enumerate}
  \item Der Ring der regul"aren Funktionen $\mathcal O(X)$ ist faktoriell;
  \item Jeder Divisor auf $X$ ist ein Hauptdivisor alias
    $\op{div}: \mathcal M(X)^\times \ra \op{Div}(X)$ ist surjektiv;
    \item Die Picardgruppe $\op{Pic}(X)$ ist trivial.
  \end{enumerate}
\end{Proposition}
\begin{proof}
 1$\RA$2. Ist $\mathcal O(X)$ faktoriell, so ist f"ur jede irredzuible
  abgeschlossene Teilmenge $Z\As X$ der Kodimension $\op{kdim}(Z\subset X)=1$
  ihr Verschwindungsideal $\mathcal I_X(Z)$ ein Hauptideal erzeugt von
  einem irreduziblen Element $g_Z$,
  denn es mu"s ein irreduzibles Element enthalten und das Hauptideal zu jedem
  irreduziblen Element ist bereits prim. Es folgt $\op{div}(g_Z)=Z$ und die
  Surjektivit"at. 
  \\[2mm]\noindent
  2$\RA$1.  
  Ist $\op{div}$ eine Surjektion
  $\op{div} : \mathcal M(X)^\times \sra \op{Div}(X)$, so induziert es
  nach \ref{RfeD} einen Isomorphismus von Monoiden
  $$\op{div} : \mathcal O(X)^{\neq 0}/\mathcal O(X)^\times \sira \op{Div}^{\geq 0}(X)$$
  Das zeigt, da"s das multiplikative Monoid $\mathcal O(X)^{\neq 0}/\mathcal O(X)^\times$ ein freies abelsches Monoid ist. Das hinwiederum ist eine
  "aquivalente Umformulierung der Definition eines faktoriellen Rings.
  \\[2mm]\noindent
  2$\IFF$3. Das folgt unmittelbar aus der Picardgruppensequenz \ref{exKI}.
\end{proof}

 


 
 \begin{Beispiel}[\textbf{Standardb"undel auf projektiven R"aumen}]
   Gegeben ein algebraisch abgeschlossener K"orper $k=\bar k$
   und ein endlichdimensionaler $k$-Vek\-tor\-raum $V$ positiver Dimension
   erinnern wir die Variet"at $\mathbb P V\pdef (V\backslash 0)/k^\times$
   und die Projektion $\pi: (V\backslash 0)\sra \mathbb P V$.
   F"ur jedes $n\in \DZ$ erkl"aren wir eine Modulgarbe
   $\mathcal O(n)$ auf $\mathbb P V$ durch die Vorschrift
   $$\mathcal O(n)(U)\pdef \{f\in \mathcal O(\pi^{-1}U)\mid f(\lambda v)=\lambda^n f(v) \;\forall \lambda\in k^\times, v\in V\backslash 0\}$$
   Der Leser wird leicht pr"ufen, da"s diese Modulgarben Geradenb"undel sind.
   Aus \ref{FoRF} folgern wir im Fall $\dim V\geq 2$ unmittelbar 
   $$\Gamma \mathcal O(n)=\{f \in \mathcal O(V)\mid  f(\lambda v)=\lambda^n f(v) \;\forall \lambda\in k^\times, v\in V\}$$
   Insbesondere gilt $\Gamma \mathcal O(n)=0$ f"ur $n<0$. Weiter induziert
   das Produkt von Funktionen Multimorphismen, die Isomorphismen $\mathcal O(1)^{\otimes n}
   \sira \mathcal O(n)$ f"ur $n\geq 0$ sowie
   $\mathcal O(1)^{\otimes n}\otimes \mathcal O(-n)\sira \mathcal O$
     alias $\mathcal O(1)^{\otimes (-n)}\sira \mathcal O(-n)$
   f"ur $n> 0$ induzieren. 
 \end{Beispiel}

 \begin{Bemerkungw}[\textbf{Tautologisches B"undel auf projektiven R"aumen}]
   Gegeben ein $k$-Vektorraum $V$ positiver Dimension 
   sind die Punkte von $\mathbb P V$ in Bijektion zu Ursprungsgeraden in
   $V$. Man kann ein \glqq geometrisches Geradenb"undel\grqq\
   $p:T\ra \mathbb P V$ konstruieren, dessen Faser "uber dem Punkt
   $\langle v\rangle \in \mathbb P V$ in nat"urlicher Bijektion zur
   Gerade $\langle v\rangle$ ist. Es hei"st das {\bf tautologische
     Geradenb"undel}.\index{tautologisch!Geradenb"undel}\index{Geradenb"undel!tautologisches}
   Es erweist sich, da"s es keine von Null verschiedenen globalen
   Schnitte zul"a"st und da"s die Modulgarbe seiner
   lokalen Schnitte isomorph ist zu $\mathcal O(-1)$.
\end{Bemerkungw}
 
 \begin{Satz}[\textbf{Geradenb"undel auf projektiven R"aumen}]
   Gegeben ein endlichdimensionaler $k$-Vektorraum $V$ einer
   Dimension $\op{dim}_kV\geq 2$ 
   liefert die Vorschrift  $n\mapsto \mathcal O(n)$ einen
   Isomorphismus\label{GpR} 
   $$\DZ\sira \op{Pic}(\mathbb P V)$$
   Insbesondere ist jedes Geradenb"undel auf $\mathbb P V$ isomorph
   zu genau einem $\mathcal O(n)$.
 \end{Satz}
 \begin{proof} Ohne Beschr"ankung der
   Allgemeinheit sei $V=k^{n+1}$ mit $n\geq 1$.
   Wie bereits in \ref{pgrad} besprochen liefert das Bilden
   der projektiven Nullstellenmenge eine Bijektion
   $$\mathcal Z^\ast:\;\;\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{Homogene irreduzible}\\
\text{Polynome }f\in k[T_0,\ldots, T_n]\end{array}\!\!\right\}_{/k^\times}
 & \sira &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{Irreduzible}\\
\text{Hyperfl"achen }Y\As \DP^nk
\end{array} \!\! \right\} 
 \end{array}
$$
   Ist nun $f$ ein homogenes irreduzibles Polynom vom Grad $\op{grad}(f)=d$ und
   $l$ irgendein homogenes irreduzibles Polynom vom Grad Eins, zum Beispiel
   $l=T_0$, so ist $f/l^d$ nach "Ubung \ref{RFPR} der R"uckzug einer
   rationalen Funktion auf $\mathbb P^{n}k$, die wir weiter $f/l^d$ notieren.
   Deren Divisor ist dann $\op{div}(f/l^d)=\mathcal Z^*(f)-d\mathcal Z^*(l)$
   und wir sehen mit der Picardgruppensequenz \ref{exKI},
   da"s das Bild des Divisors $\mathcal Z^*(l)$ die Picardgruppe erzeugt
   und da"s dieses Bild nicht von  $l$ abh"angt. Geometrisch nennt man
   $\mathcal Z^*(l)$ eine {\bf projektive Hyperebene} und verwendet daf"ur
   die Notation  $$H=H_l=\mathbb P(\op{ker}l)=\mathcal Z^*(l)$$
   In dieser Notation haben wir also gezeigt, da"s $\mathcal O(H)$ unsere
   Picardgruppe erzeugt.
   Offensichtlich gilt weiter $\mathcal O(H)\cong \mathcal O(1)$ und auch
   $\mathcal O(1)$ erzeugt unsere Picardgruppe.
   Es bleibt damit nur noch zu zeigen, da"s die Geradenb"undel $\mathcal O(n)$
   paarweise nicht isomorph sind. F"ur $n\geq 0$ folgt das daraus, da"s
   ihre R"aume von globalen Schnitten $\Gamma\mathcal O(n)$ paarweise
   verschiedene Dimension haben. Das aber zeigt bereits,
   da"s $n\mapsto \mathcal O(n)$ ein injektiver Gruppenhomomorphismus ist.
 \end{proof}

 
 \begin{Satz}[\textbf{Hauptdivisoren auf glatten projektiven Kurven}]
   Gegeben $X$ eine projektive
   glatte irreduzible Kurve und darauf eine von Null verschiedene
   rationale Funktion\label{RFK} 
   $f\in \mathcal M(X)^\times$ gilt
   $$\sum_{x\in X} v_x(f)=0$$
 \end{Satz}
 \begin{proof} Wir betrachten $T\pdef T_1/T_0\in \mathcal M^\times(\mathbb P^1k)$
   und "uberlegen uns, da"s das Bilden des R"uckzugs von $T$ eine Bijektion
   \begin{displaymath}
\begin{array}{ccc}
 \left\{ 
          \text{nichtkonstante Morphismen }
X\ra \mathbb P^1 k  
         \right\} & \overset{\sim}{\rightarrow} &
\mathcal M^\times(X)\\
\varphi & \mapsto &\varphi^\sharp( T )
\end{array}
   \end{displaymath}
   von der Menge der nichtkonstanten Morphismen nach $\mathbb P^1 k$
   zur Menge der von Null verschiedenen rationalen Funktionen induziert.
   Nur f"ur diesen Beweis notieren wir $[f]:X\ra \mathbb P^1 k$
   den nichtkonstanten Morphismus
   links zu einer rationalen Funktion $f\in \mathcal M^\times(X)$ rechts.
     Wie wir in \ref{MgTR} bereits in gr"o"serer Allgemeinheit
     diskutiert haben, besitzt nun $\mathbb P^1k$ eine "Uberdeckung durch offene
     affine Teilmengen $U$ mit $[f]^{-1}(U)\co X$ affin und
     $[f]^\sharp:\mathcal O(U) \hra \mathcal O([f]^{-1}U)$ einer ganzen
     Erweiterung von Dedekindringen. Die Gradformel \ref{GrFr} zeigt dann
     f"ur alle $a\in \mathbb P^1k$ die Identit"at 
     $$[\mathcal M(X):\mathcal M(\mathbb P^1 k)]=\sum_{[f](x)=a} d(x/a;[f])$$
     mit der Notation $d(x/a;[f])$ f"ur den Verzweigungsgrad
     im Sinne von \ref{VZFG}. Nun folgt aus den Definitionen
     $d(x/0;[f])=v_x(f)$ und $d(x/\infty;[f])=-v_x(f)$, die Verzweigungsgrade
     von $[f]$ an den Nullstellen beziehungsweise Polstellen von $f$
     sind also in Worten gerade
     die Bewertung von $f$ beziehungsweise ihr Negatives.
     Der Satz folgt.
 \end{proof}
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Kurven mit vielen rationalen Funktionen}]
   Gibt es auf einer irreduziblen glatten projektiven
   Kurve $X$ eine rationale Funktion $f\in \mathcal M(X)^\times$
   mit nur einer einfachen Nullstelle und einer einfachen Polstelle,
   so ist unsere Kurve bereits die projektive Gerade $\mathbb P^1 k$.
   In der Tat geh"ort nach dem vorhergehenden Beweis dann
   der Morphismus $[f]:X\ra \mathbb P^1k$ zu einer K"orpererweiterung
   vom Grad Eins und ist nach dem Satz "uber K"orper und ihre Kurven
   \ref{FKKn} bereits ein Isomorphismus.\label{EPEN} 
 \end{Bemerkungl}



 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Grad eines Divisors auf einer glatten Kurve}]
   Gegeben eine glatte projektive Kurve $X$ erkl"aren wir den
   {\bf Grad}\index{Grad!eines Divisors} $$\op{grad}:\op{Div}(X)\ra \DZ$$
   als den Gruppenhomomorphismus, der jeder formalen endlichen
   Linearkombination von Punkten die Summe ihrer Koeffizienten zuordnet.
   Nach Satz \ref{RFK} hat hier jeder Hauptdivisor Grad Null. Mit der
   Picardgruppensequenz folgt, da"s der Grad "uber die Picardgruppe
   faktorisiert als ein
   Gruppenhomomorphismus\label{Pic0} 
   $$\op{grad}:\op{Pic}(X)\ra \DZ$$ Den Kern dieses Gruppenhomomorphismus
   notiert man $\op{Pic}^0(X)$.\index{Pic@$\op{Pic}^0(X)$} 
 \end{Bemerkungl}

\subsection{Homologische Eigenschaften von Polynomringen}


 \begin{Ubung} Gegeben ein noetherscher Kring $R$ und endlich
   erzeugte $R$-Moduln $M,N$ sind  alle Erweiterungsgruppen
   $\op{Ext}^i_R(M,N)$ endlich erzeugte $R$-Moduln.\label{Eext} 
 \end{Ubung}
 \begin{Ubung} Gegeben ein noetherscher Kring $R$ und ein endlich erzeugter
   $R$-Modul $P$ mit $\op{Ext}^1_R(P,N)$ f"ur alle endlich erzeugten $R$-Moduln
   $N$ ist $P$ bereits projektiv. Hinweis: Wir m"ussen nur zeigen, da"s
   jede Surjektion $E\sra P$ spaltet.\label{Pext} 
 \end{Ubung}
 
\begin{Satz}[\textbf{Hohe Ext "uber Polynomringen haben kleinen Tr"ager}] 
  Gegeben $k$ ein K"orper und $R\pdef k[T_1,\ldots, T_n]$ der Polynomring 
  und $M, N$
 endlich erzeugte $R$-Moduln\label{HuDn}  
sind alle $\op{Ext}^j_R (M, N)$   endlich erzeugt als $R$-Moduln
 mit  einem Tr"ager der Krulldimension
   h"ochstens $n-j$ und sind insbesondere Null f"ur $j>n$.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} F"ur nicht endlich erzeugte Moduln kann das
  offensichtlich nicht gelten, aber das Verschwinden von
  $\op{Ext}^j_R (M, N)$ f"ur $j>n$ gilt ganz allgemein, wie wir als Korollar
  \ref{HDP} folgern.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Da"s alle Erweiterungsmoduln endlich erzeugt sind, gilt allgemein
  f"ur noethersche Kringe nach "Ubung \ref{Eext}. 
  Wir argumentieren mit Induktion "uber die Krulldimension des Tr"agers
  von $M$ und formulieren die Behauptung
  $\op{A}(d)$, da"s unser Satz f"ur alle $M$ mit $\op{kdim}({\op{supp}}M)\leq d$
  richtig sei. 
   Jeder endlich erzeugte
  $R$-Modul $M$ besitzt nach \eref{FiSP}{KAG} eine endliche Filtrierung, deren
  Subquotienten von der Gestalt $R/\mathfrak p$ sind f"ur ein
  Primideal $\mathfrak p$ und wir formulieren weiter die Behauptung
  $\op{B}(d)$, da"s unser Satz
  f"ur alle $M=R/\mathfrak p$ mit $\op{kdim}({\op{supp}}M)\leq d$
  richtig sei.  Offensichtlich gilt $\op{A}(d)\RA \op{B}(d)$
  und aufgrund  der langen exakten Erweiterungssequenz gilt auch die umgekehrte
  Implikation 
  $\op{B}(d)\RA \op{A}(d)$.
  In \eref{KoPo}{TG} haben wir mit Hilfe des Koszulkomplexes
  gezeigt, da"s gilt $\op{Ext}^j_R(k,N)=0$ f"ur $j>n$.
  Das zeigt $\op{B}(0)$ und ist unsere Induktionsbasis.
  Nun zeigen wir $\op{A}(d)\RA \op{B}(d+1)$. 
   Ich finde die geometrische Sprache anschaulicher
  und nehme $k=\bar k$ an und
  betrachte $\mathcal O(Y)$ f"ur $Y\As k^n$ irreduzibel
  statt $R/\mathfrak p$.
  F"ur alle $f\in\mathcal O(Y)\backslash 0$
 haben wir eine
 kurze exakte Sequenz $$\mathcal O(Y)\stackrel{f}{\hra}\mathcal O(Y)\sra
 \mathcal O(Y)/\langle f\rangle$$
 und f"ur $M=\mathcal O(Y)/\langle f\rangle$
 kennen wir die Behauptung schon nach Induktionsannahme.
  Wir halten nun ein $j$ fest und setzen
  $E\pdef \op{Ext}^j_R (\mathcal O(Y), N)$ und betrachten die exakte Sequenz
 $$\xymatrix{\op{Ext}^{j}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, N)
 \ar[r]&E\ar[r]^-{(f\cdot)}&E\ar[r]&
 \op{Ext}^{j+1}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, N)}$$
 Auch $E$ besitzt eine endliche
 Filtrierung mit  Subquotienten $\mathcal O(Z)$ 
 f"ur gewisse $Z\As Y$ irreduzibel. Wir finden sicher
 $g\in \mathcal O(Y)\backslash 0$
 mit $g|Z=0$ f"ur alle hier auftauchenden $Z\subsetneq Y$.
 Hat $E$ nicht ganz $Y$ als Tr"ager,
 so finden wir ein $f\in \mathcal O(Y)\backslash 0$, das $E$ annulliert,
 etwa eine ausreichend hohe Potenz von $g$. Es folgt 
$\op{Ext}^{j}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, N)\sra E$ 
 und damit folgt $\op{kdim}(\op{supp}E)\leq n-j$ in diesem Fall
 aus der Induktionsannahme.
 Hat $E$ ganz $Y$ als Tr"ager, so konstruieren wir im  Anschlu"s
 $f\in \mathcal O(Y)\backslash 0$ derart, da"s der Tr"ager von
 $\op{cok}((f\cdot):E\ra E)$
 eine genau um Eins kleinere Dimension hat als $\op{supp}(E)=Y$.  
 Wegen $\op{cok}((f\cdot):E\ra E)\hra
 \op{Ext}^{j+1}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, N)$
   folgt dann
   auch in diesem Fall $\op{kdim}(\op{supp}E)\leq n-j$
   aus der Induktionsannahme und
   wir haben $\op{A}(d)\RA \op{B}(d+1)$ gezeigt.
   Es gilt nur noch, so ein $f$ zu finden. Hierbei erweist sich
   die Bedingung $\op{kdim}Y\geq 1$
   und damit die Induktionsbasis als wesentlich.
Hat also $E$ als Tr"ager ganz $Y$, so kommt unter den Subquotienten einer
Filtrierung von $E$ wie oben mindestens ein $\mathcal O(Y)$ vor.
F"ur $g$ wie oben, das auf allen $Z\subsetneq Y$ verschwindet, f"ur die
$\mathcal O(Z)$ in unserer festen Filtrierung auftritt, 
ist die 
 Lokalisierung $E_g$ dann eine nichtleere endliche
 direkte Summe von Kopien von $\mathcal O(Y)_g$.
 Jetzt w"ahlen wir
 ein $f\in \mathcal O(Y)\backslash 0$, dessen  Nullstellenmenge
 nicht in der Vereinigung unserer
 $Z\subsetneq Y$ enthalten ist, 
 und das tut es. Die "Ubertragung in algebraische Sprache alias der Fall eines
 beliebigen K"orpers $k$ sei dem Leser zur "Ubung "uberlassen. 
\end{proof}

\begin{Korollar}[\textbf{Homologische Dimension von Polynomringen}]
  Gegeben ein K"orper $k$ und $R=k[T_1,\ldots, T_n]$ und
  $R$-Moduln $M,N$ gilt\label{HDP} 
  $$\op{Ext}^j_R(M,N)=0\quad\text{ f"ur }j>n.$$
\end{Korollar}
\begin{proof} F"ur $M,N$ endlich erzeugte $R$-Moduln wissen wir das
  bereits aus \ref{HuDn}. Jeder endlich erzeugte $R$-Modul $M$
  besitzt nun eine Aufl"osung
  $$\ldots \ra P_q\ra P_{q-1}\ra \ldots \ra P_0 \sra M$$
  durch endlich erzeugte freie $R$-Moduln. Bezeichnet
  $K_q\subset P_q$ den Kern des Differentials, so finden wir induktiv
  $$\op{Ext}^1_R(K_q, N) \sira \op{Ext}^2_R(K_{q-1}, N)\sira \ldots \sira 
  \op{Ext}^{q+2}_R(M, N)$$ f"ur jeden
  $R$-Modul $N$ und mit \ref{HuDn} insbesondere $\op{Ext}^1_R(K_{n-1}, N)=0$
  f"ur $N$ endlich erzeugt. Das zeigt mit "Ubung \ref{Pext}, da"s $K_{n-1}$
  bereits ein projektiver $R$-Modul ist und da"s wir f"ur unseren endlich
  erzeugten Modul $M$ eine projektive Aufl"osung finden k"onnen mit
  $P_q=0$ f"ur $q>n$. Es folgt $\op{Ext}^q_R(M,N)=0$
  f"ur $q>n$ und $M$ endlich erzeugt und $N$ beliebig. 
  Nun besitzt jeder $R$-Modul $N$ nach \eref{EIM}{TG} 
  eine injektive Aufl"osung $$N\hra I^0\ra I^1 \ra \ldots$$
  Notieren wir deren
  Kokerne $C^q=\op{im}(I^q\ra I^{q+1})$, so finden wir wie zuvor
  $\op{Ext}^1_R(M, C_{n-1})=0$ f"ur alle endlich erzeugten $R$-Moduln $M$.
  Ein $R$-Modul $C$ ist aber nach "Ubung \eref{MoIN}{TG} injektiv genau dann,
  wenn f"ur jedes Ideal $\mathfrak a\subset R$ gilt
  $\op{Ext}^1_R(R/\mathfrak a, C)=0$.
  Also ist $C_{n-1}$ injektiv, jeder Modul besitzt  eine injektive Aufl"osung
  mit
  $I^q=0$ f"ur $q>n$  und das Korollar ist bewiesen. 
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Verschwinden von niedrigem Ext durch Polynomringe}]
  Gegeben $k$ ein K"orper und
  $R\pdef k[T_1,\ldots, T_n]$ der Polynomring 
  und $M$ ein endlich erzeugter $R$-Modul gilt\label{VEX}  
  $$\op{Ext}^j_R (M, R)=0\quad\text{ f"ur }\op{kdim}({\op{supp}}M)+j<n.$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Wir argumentieren mit Induktion "uber die Krulldimension des Tr"agers
  von $M$ und formulieren dazu die Behauptung
  $\op{A}(d)$, da"s unser Satz f"ur alle $M$ mit $\op{kdim}({\op{supp}}M)\leq d$
  richtig sei. 
   Jeder endlich erzeugte
  $R$-Modul $M$ besitzt nach \eref{FiSP}{KAG} eine endliche Filtrierung, deren
  Subquotienten von der Gestalt $R/\mathfrak p$ sind f"ur ein
  Primideal $\mathfrak p$ und wir formulieren weiter die Behauptung
  $\op{B}(d)$, da"s unser Satz
  f"ur alle $M=R/\mathfrak p$ mit $\op{kdim}({\op{supp}}M)\leq d$
  richtig sei. Offensichtlich gilt $\op{A}(d)\RA \op{B}(d)$
  und aufgrund  der langen exakten Erweiterungssequenz gilt auch die umgekehrte
  Implikation 
  $\op{B}(d)\RA \op{A}(d)$.
 In \eref{KoPo}{TG} haben wir mit Hilfe des Koszulkomplexes
  gezeigt, da"s gilt $\op{Ext}^j_R(k,R)\cong k$ f"ur $j=n$ und Null
  sonst. Das erledigt den Fall $d=0$ und ist unsere Induktionsbasis. 
  Nun zeigen wir $\op{B}(d)\RA \op{A}(d+1)$.
   Ich finde die geometrische Sprache anschaulicher
  und nehme $k=\bar k$ an und
  betrachte $\mathcal O(Y)$ f"ur $Y\As k^n$ irreduzibel
  statt $R/\mathfrak p$.
  F"ur alle $f\in\mathcal O(Y)\backslash 0$
 haben wir eine
 kurze exakte Sequenz $$\mathcal O(Y)\stackrel{f}{\hra}\mathcal O(Y)\sra
 \mathcal O(Y)/\langle f\rangle$$
 und f"ur $M=\mathcal O(Y)/\langle f\rangle$
 kennen wir die Behauptungen schon nach Induktionsannahme.
W"are f"ur ein $j$ mit 
  ${\op{kdim}}Y +j<n$ 
  $E\pdef \op{Ext}^j_R (\mathcal O(Y), R)$ nicht Null,
  so h"atte $E$ entweder als Tr"ager ganz $Y$ oder als Tr"ager eine
  echte Teilmenge von $Y$. Um zweiten Fall finden wir wie beim vorhergehenden
    Beweis ein $f\in \mathcal O(Y)\backslash 0$ mit $(f\cdot)=0:E\ra E$ und 
     dann f"uhrt die exakte Sequenz 
 $$\xymatrix{\op{Ext}^{j+1}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, R)\ar[r]&E\ar[r]^-{(f\cdot)}&E\ar[r]&\op{Ext}^{j+1}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, R)}$$
      zur Existenz einer Surjektion 
     $\op{Ext}^{j}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, R)\sra E$
der Null auf $E$ und damit zum Widerspruch.
Im ersten Fall des Tr"agers $Y$ dahingegen finden wir wie zuvor
$f$ derart, da"s
der Kokern von $(f\cdot):E\ra E$ nicht Null ist, und dann f"uhrt die
Inklusion $\op{cok}((f\cdot):E\ra E)\hra \op{Ext}^{j+1}_R (\mathcal O(Y)/\langle f\rangle, R)$ zum Widerspruch. 
\end{proof}
 
 \subsection{Homologische Eigenschaften regul"arer Ringe}


 \begin{Proposition}[\textbf{Extreme Ext-Gruppen in regul"aren lokalen Ringen}]
   Gegeben ein regul"arer
  lokaler Kring $(R,\mathfrak m)$ der Krulldimension $n$
  im Sinne von
  \ref{lrl} haben wir   $\op{Ext}^q_R(R/\mathfrak m, R)=0$ f"ur $q\neq n$
  und $\op{Ext}^n_R(R/\mathfrak m, R)\cong R/\mathfrak m$ als Modul
  "uber $R/\mathfrak m$.\label{Extlok} 
\end{Proposition}
\begin{proof} 
  Gegeben allgemein ein  Kring $R$
  und darin Elemente $x_1,\ldots, x_n$ bilden wir  den Komplex
  freier Moduln 
  $$K_q\pdef \bigoplus_{i} R\cdot X_{i(1)}\ldots X_{i(q)}$$
  mit formaler Basis indiziert "uber alle streng monoton wachsenden
  Abbildungen $i:[1,q]\ra [1,n]$ im Grad mit unterem Index $q$ und dem
  formal durch $$r\cdot  X_{i(1)}\ldots X_{i(q)} \mapsto \sum_{\nu=1}^q (-1)^{\nu+1}rx_{i(\nu)}\cdot  X_{i(1)}\ldots \widehat{X_{i(\nu)}}\ldots X_{i(q)}$$
  gegebenen Differential. Anders gesagt ist unser Komplex
  das Tensorprodukt der Zwei-Term-Komplexe $(x_i\cdot):R\ra R$ konzentiert
  in den homologischen Graden Eins und Null, also mit absteigendem Differential.
  Wir k"onnen ihn in den Grad $q=-1$ verl"angern durch
  die Surjektion $R\sra R/\langle x_1,\ldots,x_n\rangle$ als $K_0\sra K_{-1}$.
  Ist nun speziell $(R,\mathfrak m)$ ein
  regul"arer lokaler Kring 
  wie in \eref{lrl}{KAG}
  und  $x_1,\ldots, x_n$ darin ein Parametersystem, so findet 
  man $\mathfrak m$-stabile Filtrierungen im Sinne von \eref{astab}{KAG}
  auf allen $K_q$ und auf $R/\mathfrak m$ derart,
  da"s die Differentiale unseres Komplexes strikt
  filtrierungsvertr"aglich sind und
  der zugeh"orige assoziierte graduierte Komplex mit dem Koszulkomplex
  eines Polynomrings zusammenf"allt und insbesondere exakt ist.
  Zum Beispiel erh"alt man derartige
  Filtrierungen durch
  $K_q^{\geq i}\pdef \mathfrak m^{i-q}K_q$ mit der Konvention
  $\mathfrak m^j=R$ f"ur $j\leq 0$.
  Strikt filtrierungsvertr"aglich bedeutet, da"s auf den Bildern
  der Differentiale die finale und die initiale Filtrierung
  zusammenfallen
  und f"ur diese Filtrierung das Bild von $\op{gr}\mathcal B_qK_*$ in
  $\op{gr}\mathcal K_q$ mit dem Bild des assoziierten graduierten
  Differentials $\op{gr}\mathcal K_{q+1}\ra \op{gr}\mathcal K_q$
  "ubereinstimmt.  Dasselbe folgt f"ur die Zykel und so finden wir
  mit \eref{gr}{KAG} schlie"slich $\op{gr}(\mathcal H_qK_*)=0$ f"ur
  die  finale Filtrierung auf der Homologie 
  zur initialen Filtrierung au den Zykeln. Nun ist aber
  $\mathcal H_qK_*$ ein endlich erzeugter $R$-Modul und unsere
  Filtrierung darauf ist notwendig
  eine $\mathfrak m$-gute Filtrierung. Mit dem Lemma von
  Nakayama folgt so aus $\op{gr}(\mathcal H_qK_*)=0$ bereits   
  $\mathcal H_qK_*=0$ f"ur alle $q$ f"ur den augmentierten Komplex.
  Damit ist unser Komplex eine freie Aufl"osung des $R$-Moduls $R/\mathfrak m$.
  Berechnen wir $\op{Ext}^q_R(R/\mathfrak m, R)$ mit dieser Aufl"osung, so
  ergibt sich derselbe Komplex in der Gegenrichtung und die Behauptung folgt.
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Homologische Eigenschaften regul"arer lokaler Kringe}]
  F"ur regul"are lokale Kringe $R$ der Krulldimension $n$
  gilt:\label{HuD}
  \begin{enumerate}
  \item
   Gegeben  $M, N$
 endlich erzeugte $R$-Moduln  
hat $\op{Ext}^j_R (M, N)$  einen Tr"ager der Krullkodimension
$\leq j$ und ist insbesondere Null f"ur $j>n$;
\item
   Gegeben  $M$ ein
 endlich erzeugter $R$-Modul  
 gilt  $$\op{Ext}^j_R (M, R)=0\quad\text{ f"ur } 
 \op{kdim}({\op{supp}}M)+j<n;$$
  \item
   F"ur  $M, N$
 beliebige  $R$-Moduln  
 gilt $\op{Ext}^j_R (M, N)=0$   f"ur $j>n$;
\item
  Jeder endlich erzeugte $R$-Modul hat eine Aufl"osung
  durch endlich erzeugte Projektive einer L"ange $\leq n$;
  \item
  Jeder  $R$-Modul hat eine projektive Aufl"osung
  einer L"ange $\leq n$ und eine injektive Aufl"osung
  einer L"ange $\leq n$. 
  \end{enumerate}
\end{Satz}
\begin{proof} Um das zu zeigen mu"s man nur, auf \ref{Extlok} und seinem  Beweis durch die
  explizite Konstruktion einer freien Aufl"osung von $R/\mathfrak m$
  durch eine Variante des Koszulkomplexes aufbauend, die in \ref{HuDn},
  \ref{VEX} und  \ref{HDP} 
  gegebene Argumentation in ihrer algebraischen "Ubersetzung wortw"ortlich
  wiederholen.
\end{proof}
\begin{Bemerkunge} Ein Satz von Buchsbaum-Auslander-Serre besagt, 
  da"s sogar umgekehrt ein lokaler noetherscher Kring
  endlicher homologischer Dimension regul"ar sein mu"s.
  Das zeige ich hier nicht.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}  Ein beliebiger Kring $R$ hei"st
   {\bf regul"ar},\index{regul"ar!Kring}
   wenn seine Lokalisierungen an allen maximalen
   Idealen regul"are lokale Kringe sind.
   %"Aquivalent an allen Primidealen, aber das zeige ich hier nicht. 
 \end{Bemerkungl}
\begin{Korollar}[\textbf{Homologische Eigenschaften regul"arer Kringe}]
  Gegeben ein noetherscher
  Kring $R$, dessen Lokalisierungen an allen maximalen Idealen
  regul"ar sind von einer Krulldimension $\leq n$, besitzt jeder\label{EPAf} 
  endlich erzeugte $R$-Modul $M$ eine projektive Aufl"osung
  $$P_n\hra P_{n-1}\ra \ldots\ra P_0\sra M$$
  der L"ange $n$ durch endlich erzeugte projektive Moduln $P_q$.
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir finden eine Aufl"osung duch endlich erzeugte freie Moduln.
  Der Kern $K_{n-1}\subset P_{n-1}$ hat nach \ref{HuD} die Eigenschaft,
  da"s alle seine Lokalisierungen nach maximalen Idealen projektiv sind.
  Nach "Ubung \ref{lkfp} ist aber "uber einem noetherschen Kring ein endlich
  erzeugter Modul projektiv genau dann, wenn seine Lokalisierung
  an jedem maximalen Ideal projektiv ist. Die Lokalisierung von $K_{n-1}$
  an einem beliebigen maximalen Ideal ist jedoch projektiv nach Satz
  \ref{HuD} "uber die homologischen Eigenschaften  regul"arer lokaler Kringe.  
\end{proof}


\subsection{Verschwindungssatz von Grothendieck} 
\begin{Proposition}[\textbf{Filtrierende Kolimites und globale Schnitte}]
  Gegeben ein filtrierendes System von Mengengarben auf einem
  noetherschen
  topologischen Raum  ist der
  offensichtliche Morphismus eine\label{VTDLb} 
  Bijektion $$\op{colf}_{i\in I}(\Gamma\mathcal F_i)\sira
  \Gamma(\op{colf}_{i\in I}\mathcal F_i)$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
  Wir haben ein Analogon f"ur kompakte Schnitte und lokal kompakte
  Hausdorffr"aume in
  \eref{VTDLa}{TG} gezeigt. 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof} In einem noetherschen topologischen Raum ist nach \ref{noeOK} jede offene Teilmenge kompakt.
  Um  die Injektivit"at zu zeigen, beginnen wir mit Schnitten 
$s,t\in \Gamma(X; \mathcal{F}_i)$ f"ur ein vorgegebenes $i\in I$. 
Gehen sie auf denselben Schnitt des Kolimes, 
so gibt es f"ur jeden Punkt $x\in X$ nach
der Transitivit"at von Kolimites \eref{coco}{TS} eine offene Umgebung
$U(x)$ und einen Index $i(x)$
 mit $\op{Bild}(s)=\op{Bild}(t)$ in $\mathcal{F}_{i(x)}
(U(x))$. 
Endlich viele $U(x)$ "uberdecken $X$, ein $i$ wird erreicht von allen
beteiligten
$i(x)$ und dann gilt offensichtlich $\op{Bild}(s)=\op{Bild}(t)$ in
$ \mathcal{F}_{i}
(X)$. Das zeigt die Injektivit"at. 
Nun zeigen wir die Surjektivit"at.
Nach \eref{KGP}{TG}
ist $\op{colf}\mathcal F_i$ die Garbifizierung des Pr"agarbenkolimes,
  folglich gibt es f"ur jeden globalen Schnitt $s$
  und jeden Punkt $x\in X$ eine offene Umgebung 
   $U_x\co X$ und $i\in I$ und $s_x\in \mathcal F_{i}(U_x)$
  mit $s_x\mapsto s|U_x$. Da $X$ kompakt ist, "uberdecken endlich viele
  dieser $U_x$ bereits $X$, sagen wir $X=U_1\cup\ldots\cup U_n$.
  Dann finden wir auch ein
  gemeinsames $i\in I$ und $s_\nu\in \mathcal F_{i}(U_\nu)$
  mit $s_\nu\mapsto s|U_\nu$ f"ur $1\leq\nu\leq n$. 
  Die bereits bekannte Injektivit"at angewandt auf den Raum $U_\nu\cap U_\mu$
  zeigt dann, da"s es f"ur je zwei Indizes
  $\nu,\mu$ ein $i\ra j$ gibt derart, da"s $s_\nu,\s_\mu$ dasselbe Bild haben in
  $\mathcal F_{j}(U_\nu\cap U_\mu)$. Ein $i\ra j$ tut es  sogar f"ur alle
  Paare und es folgt, da"s die Bilder der $s_\nu$ in
  $\mathcal F_{j}(U_\nu)$ zu einem globalen Schnitt
  von  $\mathcal F_{j}$ verkleben, der dann auf $s$ abgebildet wird. 
  Das zeigt die Surjektivit"at. 
\end{proof}
\begin{Korollar} Auf einem noetherschen topologischen Raum $X$ ist jeder
 filtrierende  Kolimes von welken  Mengengarben welk.\label{fiMW} 
\end{Korollar}
\begin{proof} Gegeben $V\co U\co X$ und Surjektionen
  $\mathcal F_i(U)\sra \mathcal F_i(V)$ erhalten wir auch im filtrierenden
  Kolimes eine Surjektion wegen der Exaktheit filtrierender
  Kolimites \eref{EDL}{TS}.
\end{proof}
\begin{Satz} Auf einem noetherschen topologischen Raum $X$ vertauschen
  filtrierende Kolimites abelscher Garben mit Kohomologie\label{VKDL}  
  $$\op{colf}_{i\in I}\op{H}^q(X;\mathcal F_i)\sira
  \op{H}^q(X;\op{colf}_{i\in I}\mathcal F_i)$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Die Godementaufl"osungen $\mathcal F_i\ra {\op{G}}^\lhd\mathcal F_i$ aus
  \eref{Gode}{TG} geschehen durch welke Garben und die kanonischen Morphismen
  aus \eref{DefDe}{TG} sind nach Proposition \eref{DAZO}{TG} zum Derivieren mit
  azyklischen Objekten folglich 
  Isomorphismen $$ {\op{H}}^q(X;\mathcal F_i)\sira
  \mathcal H^q\Gamma(X; {\op{G}}^\lhd\mathcal F_i)$$
  Filtrierende Kolimites abelscher Gruppen sind exakt und
  filtrierende Kolimites abelscher Garben auf noetherschen R"aumen
  vertauschen mit $\Gamma$ nach
  \ref{VTDLb}. Da schlie"slich die Godementaufl"osung funktoriell ist,
  induzieren unsere Isomorphismen ihrerseits Isomorphismen
  $$\op{colf}_{i\in I} {\op{H}}^q(X;\mathcal F_i)\sira
  \mathcal H^q\Gamma(X;\op{colf}_{i\in I} {\op{G}}^\lhd\mathcal F_i)$$
  Da nun nach \ref{exFK} filtrierende Kolomites in
  abelschen Garben exakt sind, ist auch
  $\op{colf}_{i\in I}\mathcal F_i\ra \op{colf}_{i\in I} {\op{G}}^\lhd\mathcal F_i$
  ein exakter Garbenkomplex. Nach 
  nach Lemma \ref{fiMW} ist auch ihr filtrierender Kolimes
  $\op{colf}_{i\in I} {\op{G}}^q\mathcal F_i$ welk.
  Die kanonischen Morphismen
  aus \eref{DefDe}{TG} sind nach Proposition \eref{DAZO}{TG} zum Derivieren mit
  azyklischen Objekten folglich 
  Isomorphismen $$ {\op{H}}^q(X;\op{colf}_{i\in I}\mathcal F_i)\sira
  \mathcal H^q\Gamma(X;\op{colf}_{i\in I} {\op{G}}^\lhd\mathcal F_i)$$
  Der Satz folgt unmittelbar.
\end{proof}
\begin{Satz}[\textbf{Verschwindungssatz von Grothendieck}]
  Gegeben ein noetherscher topologischer Raum $X$ endlicher Krulldimension
 und 
  $\mathcal F\in\op{Ab}_{/X}$  eine abelsche Garbe auf $X$  gilt\label{VvGG}  
  $$\op{H}^q(X;\mathcal F)=0\quad\text{f"ur }q> \op{kdim}(X).$$
\end{Satz}
\begin{proof} Gegeben eine Zerlegung $X=U\sqcup Z$ in eine offene und
  eine abgeschlossene Teilmenge erinnern wir aus \eref{exSEQ}{TG}
  f"ur $i:Z\hra X$  die kurze exakte Garbensequenz
  $$\mathcal F_{U\subset X}\hra \mathcal F \sra i_*i^*\mathcal F$$
  "Ubung \eref{VoSS}{TG} liefert Isomorphismen
  $\op{H}^q(X;i_*i^*\mathcal F)\sira \op{H}^q(Z;i^*\mathcal F)$.
  Andererseits k"onnen wir die Einbettung $j:U\hra X$ faktorisieren als
  $U\hra \bar U\hra X$ notiert $j=\bar\jmath\circ c$ und das liefert
  einen Isomorphismus $$\mathcal F_{U\subset X}=j_!j^*\mathcal F\sira 
  \bar \jmath_!c_!j^*\mathcal F\sira \bar \jmath_*c_!j^*\mathcal F$$
  wegen $\bar \jmath$ eigentlich nach der allgemeinen
  Theorie des Schreivorschubs in \eref{ADDN}{TG} folgende oder
  durch direktes Pr"ufen in diesem
  recht einfach gelagerten Fall. Zusammen erhalten wir exakte Sequenzen
  $$\op{H}^q(\bar U;c_!j^*\mathcal F) \ra \op{H}^q(X;\mathcal F) \ra
  \op{H}^q(Z;i^*\mathcal F)$$
  Sie zeigen, da"s der Verschwindungssatz f"ur $X$ folgt, sobald wir ihn f"ur
  alle irreduziblen Komponenten von $X$ zeigen k"onnen.
  Nun argumentieren wir mit Induktion "uber die Krulldimension von $X$.
  Im Fall $\op{kdim}X=0$ und $X$ irreduzibel ist $X$ ein nichtleere Raum
  mit der die Klumpentopologie und der Funktor der globalen Schnitte
  auf abelschen Garben ist exakt und seine h"oheren Derivierten 
  sind folglich Null. Das liefert die Induktionsbasis.
  F"ur den Induktionsschritt
  d"urfen wir $X$ irreduzibel von der Krulldimension $\op{kdim}X=n$
  annehmen. Nun ist jede abelsche Garbe der filtrierende Kolimes
  ihrer von endlich vielen Schnitten auf  offenen Teilmengen
  erzeugten Untergarben. Da in unserer Situation nach \ref{VKDL}
  Kohomologie mit filtrierenden Kolimites vertauscht, m"ussen wir
  nur f"ur alle in diesem Sinne endlich erzeugten abelschen Garben $\mathcal F$
  zeigen $\op{H}^q(X;\mathcal F)=0$ f"ur $q>\op{kdim}X$.
  Durch Induktion "uber die Zahl der Erzeuger k"onnen wir uns sogar auch den
  Fall beschr"anken, da"s $\mathcal F$ von einem einzigen Schnitt auf einer
  offenen Teilmenge $U\co X$ erzeugt wird, so da"s es in eine
  kurze exakte Sequenz $$\mathcal R\hra \DZ_{U\subset X}\sra \mathcal F$$ pa"st
  mit $\mathcal R$ dem Kern. Im Fall $\mathcal R\neq 0$ sei
  $d\in \DZ_{>0}$ kleinstm"oglich  mit $\mathcal R_x=d (\DZ_{U\subset X})_x$
  f"ur ein $x\in U$. Die Menge $V$ aller solchen $x$ ist dann nichtleer und
  offen
  in $U$ und wir finden eine kurze exakte Sequenz
  $$\DZ_{V\subset X}\hra \mathcal R \sra \mathcal G$$ f"ur
  $\mathcal G$ mit Tr"ager
  in einer echten abgeschlossenen Teilmenge von $X$.
  Nun ist $\DZ_X$ welk, da $X$ irreduzibel ist, und die
  kurze exakte Sequenz  $$\DZ_{V\subset X}\hra \DZ_X\sra \mathcal{H}$$
  zeigt  $\op{H}^q(X;\DZ_{V\subset X})=0$ f"ur $q>\op{kdim}X$, da der Tr"ager
  von $\mathcal{H}$ eine echte abgeschlossene Teilmenge von $X$ ist
  und damit echt kleinere Krulldimension hat.
  Mit demselben Argument gilt $\op{H}^q(X;\DZ_{U\subset X})=0$
  f"ur $q>\op{kdim}X$. Aus der Sequenz eins dr"uber folgt wieder mit der
  Induktionsannahme 
  $\op{H}^q(X;\mathcal R)=0$
  f"ur $q>\op{kdim}X$ falls $\mathcal R$ nicht Null ist, und sonst gilt das eh.
 Aus der Sequenz noch eins dr"uber folgt dann schlie"slich
  Induktionsannahme 
  $\op{H}^q(X;\mathcal F)=0$
  f"ur $q>\op{kdim}X$. 
\end{proof}
\subsection{Derivierte Modulgarben  auf glatten Variet"aten}
\nichtfinal{Wohin? Gibt ja noch keine derivierten Modulgarben einfach so!} 
\begin{Korollar}[\textbf{Starrheit koh"arenter Garben auf glatten Variet"aten}]
Gegeben $k=\bar k$ und eine glatte $k$-Variet"at $X$ 
ist die volle Unterschmelzkategorie 
  der Komplexe mit koh"arenten und beschr"ankten Homologieobjekten
  $$\op{Der}^{\op{b}}_{\mathcal O_X\op{-kMod}}(\mathcal O_X\op{-Mod})\subset
  \op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$$
  stabil unter Tensor und Multihom und besteht
  aus starren Objekten. 
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Ein Komplex $\mathcal F\in \op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$
  geh"ort zu
  $\op{Der}^{\op{b}}_{\mathcal O_X\op{-kMod}}(\mathcal O_X\op{-Mod})$ genau dann,
  wenn es eine endliche offene "Uberdeckung $\mathcal U$
  von $X$ gibt mit
  $$\mathcal F|_U\in \op{Der}^{\op{b}}_{\mathcal O_U\op{-kMod}}(\mathcal O_U\op{-Mod})
  \quad\forall U\in \mathcal U$$
 In $\op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$
  ist eine Verschmelzung universell genau dann,
   wenn es eine
   offene "Uberdeckung $\mathcal U$ von $X$ gibt derart, da"s
   die Verschmelzung universell wird nach
   Einschr"ankung auf alle offenen Teilmengen unserer offenen "Uberdeckung.
 Nach \eref{sIh}{TSK} ist in unserer Situation weiter 
  ein Objekt $\mathcal F\in \op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$ starr  genau dann,
  wenn f"ur alle weiteren Objekte $\mathcal G$ der in \eref{sIh}{TSK}
   angegebene Morphismus ein Isomorphismus  
 $$(\mathcal F{\Rrightarrow}{\mathcal O}_X)\otimes \mathcal G\;\sira\; (\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)$$
   ist. Es folgt, da"s $\mathcal F$ starr ist genau dann, wenn es eine
   offene "Uberdeckung $\mathcal U$ von $X$ gibt derart, da"s
   $\mathcal F|_U$ starr ist f"ur alle $U\in \mathcal U$.
    Es reicht also, das Korollar f"ur glatte
    affine Variet"aten zu zeigen. Ist nun $X$ glatt und affin,
    so besitzt jeder koh"arente
    $\mathcal O(X)$-Modul  nach \ref{EPAf}
    eine endliche Aufl"osung durch endlich erzeugte
  projektive Moduln. Sie werden unter Lokalisierung zu
  lokal freien $\mathcal O_X$-Moduln. Gegeben eine koh"arente Modulgarbe
  $\mathcal F$ besitzt also jeder Punkt $x\in X$ eine offene Umgebung $U$
  derart, da"s $[0]\mathcal F|_U$ zum von $\mathcal O_U$ erzeugten
  triangulierten System geh"ort. Das zeigt die Stabilit"at unter
  Tensor und Multihom.
   Das Einsobjekt $\mathcal O_U$ ist weiter starr in jeder 
  Schmelzkategorie. Nach "Ubung \eref{Vsta}{TSF}
  bilden die starren Objekte in unserer Situation ein Verdiersystem,
  mithin ist auch $[0]\mathcal F|_U$ starr und das Korollar folgt. 
\end{proof}


\begin{Proposition}[\textbf{Vertr"aglichkeiten der derivierten Garbifizierung}] Gegeben $k=\bar k$ und $X$ eine glatte affine
  $k$-Variet"at 
  ist der derivierte
  R"uckzug unter $a:(X,\mathcal O_X)\ra (\op{top},\mathcal O(X))$
  ein volltreuer Funktor\label{VdGa}  
  $$a^*:\op{Der}^{\op{b}}(\mathcal O(X)\op{-kMod})\vra
  \op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$$
  und vertr"aglich mit universellen
    Verschmelzungen sowie Multihom. 
 \end{Proposition}
\begin{proof}
  Als triangulierte Kategorie wird $\mathcal O(X)\op{-kMod}$
  wegen der Endlichkeit der homologischen Dimension
  regul"arer Kringe \ref{EPAf}
  erzeugt von $\mathcal O(X)$. Es reicht also zu zeigen, da"s unser
  R"uckzug f"ur alle $n\in \DZ$ einen Isomorphismus
  $$\op{Der}_{/(\op{top},\mathcal O(X))}(\mathcal O(X),\mathcal O(X)[n])\sira
  \op{Der}_{/(X,\mathcal O_X)}(\mathcal O_X,\mathcal O_X[n])$$
  induziert. F"ur $n\neq 0$ sind beide Seiten Null. Auf der
  linken Seite gilt das, da $\mathcal O(X)$
  projektiv ist. Auf der rechten Seite gilt es, da
  wir allgemein
  f"ur jeden Komplex $\mathcal F$ von $\mathcal O_X$-Moduln
  einen Isomorphismus 
  $\op{Der}_{/(X,\mathcal O_X)}(\mathcal O_X,\mathcal F)\sira
  \mathbb H^0(X;\mathcal F)$ angegeben hatten
  und da quasikoh"arente Garben auf affinen Schemata
  und insbesondere $\mathcal O_X$ auf einer affinen Variet"at $X$ 
  nach \ref{VvG} keine h"ohere Kohomologie haben.
  F"ur $n=0$ schlie"slich ist der behauptete Isomorphismus offensichtlich.
  Die Vertr"aglichkeit mit universellen Verschmelzungen und Multihom
  zeigt man genauso. 
\end{proof}

\nichtfinal{Jetzt $i_*\mathcal O_X{\Rrightarrow}\mathcal O_Y$ f"ur glatte
abgeschlossene Untervariet"at berechnen!} 

\begin{Korollar} Gegeben $k=\bar k$ und eine glatte affine $k$-Variet"at $X$
  liefert die Einbettung auf den Homotopiekategorien
  einen volltreuen mit stabil universellen Verschmelzungen und internem
  Hom vertr"aglichen
  Schmelzfunktor  
  $$\op{Der}^{\op{b}}(\mathcal O(X)\op{-Modf})\vra
  \op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})$$
  \nichtfinal{Schreibe als R"uckzug!} 
  Sein wesentliches Bild ist die volle Unterschmelzkategorie 
  der Komplexe mit koh"arenten und beschr"ankten Homologieobjekten
  $\op{Der}^{\op{b}}_{\mathcal O_X\op{-kMod}}(\mathcal O_X\op{-Mod})$.
\end{Korollar}
\nichtfinal{Mit $i^*$ und $i_*$ vertr"aglich?}
\begin{proof} Ist $X$ affin, so besitzt jeder koh"arente
  $\mathcal O(X)$-Modul eine endliche Aufl"osung durch endlich erzeugte
  projektive Moduln nach \ref{EPAf}. Sie werden unter Lokalisierung zu
  lokal freien und insbesondere flachen $\mathcal O_X$-Moduln.
  Die Schmelzkategorie dieser
  Modulgarben notieren wir $\mathcal O_X\op{-pkMod}$.
  Mit den zugeh"origen Homotopiekategorien erhalten wir ein kommutatives
  Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}\op{Hot}^{\op{b}}(\mathcal O_X\op{-pkMod})
    &\vra&{\op{Hfl}}_{/X}\\
    \da&&\da\\
    \op{Der}^{\op{b}}(\mathcal O_X\op{-kMod})&\ra&\op{Der}(\mathcal O_X\op{-Mod})
    \end{array}$$
  Rechts oben steht dabei die volle Unterkategorie von
  $\op{Hot}(\mathcal O_X\op{-Mod})$ aller homotopieflachen Komplexe.
  Die obere Horizontale ist offensichtlich volltreu und vertr"aglich mit
  stabil universellen Verschmelzungen und Multihom.
  Die rechte Vertikale ist eine Schmelz"aquivalenz nach \eref{gVRT}{TSF},
  die linke Vertikale ist eine Schmelz"aquivalenz
  mit derselben Argumentation. \nichtfinal{NEE, das ist Quatsch. Mu"s jeweils nach Quasiisomorphismen lokalisieren, dann ist es ok!} 
  Folglich ist auch die untere Horizontale volltreu und vertr"aglich mit
  stabil universellen Verschmelzungen und Multihom.
  Da"s ihr wesentliches Bild in der angegebenen Weise beschrieben werden kann,
  ist klar. 
\end{proof}

\nichtfinal{Im allgemeinen etwas komplizierter, mit Hartshorne.} 

\begin{Lemma} \nichtfinal{WOHIN? War f"ur irgendwas gut, aber nicht hier.} 
  Gegeben ein filtrierter Ring $A$ mit $A^{<0}=0$ und ein filtrierter
  $A$-Modul $M$,
  dessen Filtrierung bei Null beginnt und den Modul aussch"opft, 
  existiert eine freie filtrierungsvertr"agliche
  Aufl"osung $P^\ast \rightarrow M$ unseres Moduls, f"ur
die $\op{grP}^\ast \rightarrow \op{grM}$ eine freie Aufl"osung ist.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Man w"ahle homogene Erzeuger 
$(\bar m_{\lambda})_{\lambda \in \Lambda}$ von $\op{gr M}$.
Seien $i (\lambda)$ ihre Grade 
und $m_\lambda \in M^{\leq i (\lambda)} $ Repr"asentanten.
So erhalten  wir durch die Multiplikation mit unseren Erzeugern eine 
filtrierungsvertr"agliche Surjektion
$$\bigoplus_{\lambda \in \Lambda} A [-i (\lambda)] 
\twoheadrightarrow M$$
Nach Konstruktion ist auch $\bigoplus_{\lambda \in \Lambda} 
\op{gr A} [-i (\lambda)] \rightarrow
\op{gr M}$ eine Surjektion. Das zeigt, da"s $M$ die 
Quotientenfiltrierung tr"agt.
Jetzt versehen wir den Kern $N$ unserer
Surjektion mit seiner induzierten Filtrierung und
erhalten eine kurze exakte Sequenz
\begin{equation*}
 \op{gr N} \hookrightarrow \bigoplus_{\lambda \in \Lambda} 
\op{gr A} [-i (\lambda)] \twoheadrightarrow
\op{gr M}
\end{equation*}
Indem wir dieselbe Konstruktion auf $N$ anwenden, ergibt 
sich induktiv die gesuchte Aufl"osung.
\end{proof}
 
\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}
  Sei $R\pdef k[T_1,\ldots, T_n]$ ein Polynomring "uber einem K"orper $k$
und $M\in\op{Der}^{\op{b}}(R\op{-Modf})$. Genau dann sind alle 
Homologiegruppen des derivierten Dualen
 $\op{RHom}_R(M,R)$ endlichdimensional "uber $k$,
wenn alle Homologiegruppen von $M$ endlichdimensional sind "uber $k$,
und auf der Unterkategorie $\op{Der}^{\op{b}}_{\op{fd}}(R\op{-Modf})$ 
dieser Komplexe sind 
$M\mapsto \op{RHom}_R(M,R)$ und $M\mapsto \op{RHom}_k(M,k)[-n]$ 
isomorphe Funktoren
$$\op{Der}^{\op{b}}_{\op{fd}}(R\op{-Modf})\ra 
\op{Der}^{\op{b}}(k\op{-Modf})^{\op{opp}}$$
\end{Ubung}


 
 \begin{Satz} Gegeben $k=\bar k$ und $R=k[T_1,\ldots, T_n]$ und 
  $Y\As k^n$ irreduzibel  $\op{kdim}(Y)+j=n$ die Gleichheit
 $$\op{supp}(\op{Ext}_R^{j}(\mathcal O(Y),R))=Y$$
 \end{Satz}
 \begin{proof}
   Geht hier noch nicht. Warte die Diskussion f"ur
   regul"are lokale Kringe ab.
 \end{proof}




\subsection{Kohomologie auf Schemata}

\begin{Lemma}
  Gegeben ein Kring $A$ und ein $A$-Modul $M$ und
  eine "Uberdeckung $\mathcal U$ 
  von ${\op{Spec}}A$ durch endlich viele Nichtnullstellenmengen $\op{U}(f_i)$ verschwindet die\label{vscC} 
 h"ohere \v{C}ech-Kohomologie der Lokalisierung von $M$ in Bezug auf\, $\mathcal U$, in Formeln 
$$\check{\mathrm{H}}^{q}(\mathcal U;\mathcal L M)=0 \quad\text{ f"ur }q>0.$$
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Der \v{C}ech-Komplex ist ein Komplex von
  $A$-Moduln. Nach \ref{Slp} ist ein Komplex von $A$-Moduln exakt genau dann,
  wenn er unter Lokalisierung nach jedem der $f_i$ 
  exakt wird. Unter so einer Lokalisierung wird der um $M$ im
  homologischen Grad $-1$ erg"anzte Komplex jedoch exakt nach
  unseren allgemeinen "Uberlegungen in \eref{AMBM}{TG} zur Exaktheit
  von Standardkomplexen zu Koeffizientensystemen mit einem station"aren Index.
\end{proof}

 \begin{Satz}[\textbf{Kohomologie auf affinen Schemata}]
   Jede quasikoh"arente Garbe auf dem Spektrum eines
   Krings ist
   azyklisch f"ur den Funktor der globalen Schnitte. Gegeben
   ein Kring $A$ und ein $A$-Modul $M$ gilt also in Formeln\label{VvG}
  $$\mathrm{H}^{n}({\op{Spec}}A;\mathcal L M)=0 \quad\text{ f"ur }n>0.$$
 \end{Satz}
 \begin{proof}
   Wir zeigen das  f"ur alle Kringe $A$ gleichzeitig durch Induktion "uber $n$.
   Unser Beweis \eref{BKCe}{TG} f"ur die Berechnung der Kohomologie durch azyklische "Uberdeckungen liefert dem mit Spektralsequenzen vertrauten Leser,
    eine  elementare Argumentation folgt im Anschlu"s, 
   f"ur eine beliebige "Uberdeckung $\mathcal U$ eines topologischen Raums
   $X$ und eine beliebige abelsche Garbe $\mathcal F\in\op{Ab}_{/X}$ auf $X$
   eine Spektralsequenz mit $E_1$-Term
   $$\prod_{\mathcal U^{q+1}}\op{H}^p(U_0\cap\ldots\cap U_q;\mathcal F)$$ und \v{C}ech-artigem vertikalen 
   Differential, die gegen $\op{H}^n(X;\mathcal F)$ konvergiert.
   Das wenden wir auf endliche "Uberdeckungen unseres affinen Schemas durch
   Nichtnullstellenmengen an.
   Indem wir von der
    Induktionsvoraussetzung f"ur alle endlichen Schnitte von Nichtnullstellenmengen ausgehen, die ja auch ihrerseits wieder
   affine Schemata sind, folgern wir das Verschwinden aller $E_1^{p,q}$ f"ur
   $0<p<n$. Aus dem vorhergehenden Lemma \ref{vscC} folgt andererseits
   das Verschwinden aller
   $E_2^{0,q}$ f"ur $q>0$. Zusammen zeigt das, da"s die Einschr"ankung
   f"ur jede endliche offene "Uberdeckung $\mathcal U$ von ${\op{Spec}}A$ 
   durch Nichtnullstellenmengen eine Injektion
   $$\mathrm{H}^{n}({\op{Spec}}A;\mathcal L M)\hra \prod_{U\in\mathcal U} \mathrm{H}^{n}(U;\mathcal L M)$$
   induziert. Gegeben ein Element links besitzt aber nach \eref{LimH}{TG}
   jeder Punkt des Spektrums eine offene Umgebung derart,
   da"s seine Restriktion auf diese Umgebung Null ist. Diese
   Umgebungen k"onnen wir sogar als Nichtnullstellenmengen w"ahlen
   und endlich viele
   von ihnen "uberdecken unser Spektrum. Das zeigt, da"s unser Element
   links bereits selbst Null gewesen sein mu"s. 
 \end{proof}
 \begin{Bemerkunge}
   Will man im vorhergehenden Beweis die allgemeine Theorie der Spektralsequenzen vermeiden,
   mag man  den Doppelkomplex
   $\cal{C}^{q} (\cal{U}; {\cal W}^p)$ aus dem Beweis von \eref{BKCe}{TG}
   erweitern durch den senkrechten Kernkomplex.
  Letzterer ist exakt nach \ref{vscC}, mithin hat auch der so entstehende
  erweiterte
  Doppelkomplex exakte Spalten in h"oheren Graden und die Einbettung des
  waagerechten Kernkomplexes in seinen Totalkomplex induziert nach \eref{EAS}{TG} Isomorphismen auf der Kohomologie. 
  Andererseits sind in unserem erweiterten Doppelkomplex alle Zeilen exakt bis zur $n$-ten Stelle, an der und ab der wir das nicht wissen.
  Der Unterdoppelkomplex, der aus allen Spalten zu einem Index $<n$ besteht und
  in der $n$-ten Spalte aus den Bildern der horizontalen Differentiale
  hat also einen exakten Totalkomplex. Wenn wir ihn herausteilen,
  "andert sich die
  Kohomologie des Totalkomplexes also nicht. So erhalten wir
  einen Isomorphismus zwischen der  $n$-ten
  Kohomologie des Totalkomplexes und dem Kern der Abbildung
  von der $n$-ten Kohomologie der
  untersten Zeile  in die  $n$-te Kohomologie der
  zweituntersten Zeile und das liefert die im vorhergehenden Beweis
  behauptete Injektion, ohne da"s man daf"ur den Formalismus der Spektralsequenzen
  vollst"andig entwickeln m"u"ste.
 \end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl} 
   Unter einem  {\bf noetherschen Schema}\index{noethersch!Schema}\index{Schema!noethersches}
   versteht man ein lokal noethersches Schema, da"s au"serdem noethersch ist
   als topologischer Raum.
 \end{Bemerkungl}

\begin{Satz} F"ur jede
   quasikoh"arente Garbe $\mathcal F$ auf einem noetherschen Schema $X$
   liefert der nat"urliche  Morphismus nach \eref{exF}{TG} einen Isomorphismus
   $$\op{Ext}^q_{\op{Modqk}_{/X}}(\mathcal O_X,\mathcal F)\sira {\op{H}}^q(X;\mathcal F)$$
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} Wenn wir Erweiterungen nicht in der Kategorie der
  quasikoh"arenten sondern in der Kategorie
  aller $\mathcal O_X$-Moduln betrachten, gilt das f"ur jeden gekringten Raum
  und jede Modulgarbe nach \eref{GKtf}{TSF}.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Wir brechen den Beweis in eine Folge von
  Lemmata auf. Der Satz folgt dann leicht aus Lemma \ref{LEQ},
  nach dem sich auf einem noetherschen Schema $X$ jede quasikoh"arente Garbe $\mathcal F$ in eine weitere quasikoh"arente  Modulgarbe einbetten l"a"st,
  die sowohl injektiv ist in der Kategorie der quasikoh"arenten Modulgarben
  als auch eine welke abelsche Garbe.
\end{proof}



  \begin{Lemma}
    Gegeben ein injektiver Modul $I$ "uber einem noetherschen Kring $A$ und
    $f\in A$ ist der nat"urliche Morphismus in die Lokalisierung
eine spaltende  Surjektion $I\sra I_f$.\label{Surjl} 
  \end{Lemma}
  \begin{proof}
    Nach \eref{LzuI}{TG} ist der Kern von $I\ra I_f$ injektiv und folglich ein direkter Summand. Folglich ist auch das
    Bild $\op{im}\subset I_f$ injektiv und seinerseits ein direkter Summand
    der Lokalisierung $I_f$. Diese Erkenntnis  vertr"agt sich
    aber nur dann mit der
    universellen Eigenschaft der Lokalisierung, wenn  gilt
$\op{im}=I_f$. 
  \end{proof}





  
 \begin{Lemma}
   Gegeben ein injektiver Modul $I$ "uber einem noetherschen Kring $A$
   ist die zugeh"orige Garbe $\mathcal L I$ auf ${\op{Spec}}A$ welk.\label{inww} 
  \end{Lemma}
 \begin{proof}
   Wir zeigen  durch Induktion "uber $n$,
   da"s sich jeder Schnitt von $\mathcal L I$ auf einer Vereinigung
   von h"ochstens $n$ offenen Mengen der Gestalt $\op{U}(f)$  zu einem globalen
   Schnitt fortsetzen l"a"st. Als  Induktionsbasis nehmen wir den
   offensichtlichen Fall $n=0$.
   F"ur den Induktionsschritt sei $V$ eine Vereinigung von
   $n-1$ offenen Mengen der gegebenen Gestalt und sei ein Schnitt $s$ auf
   $V\cup \op{U}(f)$ gegeben. Nach Induktionsannahme finden wir eine
   Fortsetzung $\tilde s$ von $s|V$ auf ganz $\op{Spec}A$. Diese
   Fortsetzung mu"s auf $\op{U}(f)\backslash V$ nicht mit $s$ "ubereinstimmen.
   F"ur jedes Ideal $\mathfrak b\subset A$ mit $\mathcal A(\mathfrak b)= (\op{Spec}A)\backslash V$
   kommt  die Differenz $t\pdef \tilde s|\op{U}(f) -s|\op{U}(f)$
   jedoch nach \ref{agT}  von $t\in \Gamma_{\mathfrak b} (I_f)$ her. Nach \ref{Surjl} ist dies
   $t$ hinwiederum das Bild eines $\tilde t\in \Gamma_{\mathfrak b} I$ und
   dann dehnt $\tilde s -\tilde t$ unseren Schnitt  $s$ auf $V\cup {\op{U}}(f)$ zu einem globalen Schnitt aus.
\end{proof}

 \begin{Bemerkunge}
   Lemma \ref{inww} liefert einen weiteren Beweis des Verschwindens
   der h"oheren Kohomologie  quasikoh"arenter Garben f"ur den Spezialfall des Spektrums eines
   noetherschen Krings. 
   Sei dazu $A$ unser Kring und $M$ ein $A$-Modul und $\mathcal L M$ unsere
   quasikoh"arente Garbe. Gegeben eine injektive Aufl"osung
   $M\hra I^\lhd$  ist nach \ref{inww} die Lokalisierung
   $ \mathcal L M\hra \mathcal L I^\lhd$ eine welke Aufl"osung.
   Der Komplex der globalen Schnitte dieses Garbenkomplexes ist
   nun isomorph zu unserem Ausgangskomplex $M\hra I^\lhd$, also exakt,
   und die Behauptung folgt.
 \end{Bemerkunge}



\begin{Lemma}[\textbf{Einbettung in welke injektive quasikoh"arente  $\mathcal O_X$-Moduln}] Gegeben ein noethersches Schema $X$ l"a"st
   sich jeder quasikoh"arente $\mathcal O_X$-Modul $\mathcal F$
   einbetten in einen
   quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Modul, der sowohl injektiv ist in
   $\op{Modqk}_{/X}$ als auch welk als abelsche Garbe.\label{LEQ} 
\end{Lemma}
\begin{proof}
Wir finden wir eine endliche offene "Uberdeckung von $X=U_1\cup\ldots\cup U_n$ durch Spektren noetherscher Kringe $U_\nu\cong \op{Spec}A_\nu$.
   Bezeichne $i_\nu:\op{Spec}A_\nu\hra X$ die entsprechenden Einbettungen.
   Wir finden Einbettungen $\Gamma(U_\nu;\mathcal F)\hra I_\nu$ in injektive
   $A_\nu$-Moduln und wissen aus \ref{inww}, da"s  $\mathcal L I_\nu$ eine welke Garben auf $U_\nu$ ist. Damit sind auch $i_{\nu*}\mathcal L I_\nu$ welke Garben auf $X$ und der offensichtliche Homomorphismus $\mathcal F\hra \prod_\nu i_{\nu*}\mathcal L I_\nu$ ist die gesuchte Einbettung.
\end{proof}

 
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologie auf Variet"atenschemata und Variet"aten}]
  Seien $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper und $X$
  eine $k$-Variet"at. Nach
\ref{QMV} 
liefert   der R"uckzug unter der Einbettung  $X\hra{\op{irr}} X$
unserer Variet"at $X$ in das zugeh"orige Variet"atenschema 
   eine "Aquivalenz von Kategorien
   $$\op{Modqk}_{/{\op{irr}}X}\sirra \op{Modqk}_{/X}$$
  zwischen der Kategorie der quasikoh"arenten Modulgarben
   auf dem Schema  ${\op{irr}}X$ und der Kategorie der quasikoh"arenten Modulgarben
   auf der Variet"at $X$. Nach \ref{aqSV} induziert das Herunterschneiden sogar eine "Aquivalenz zwischen den jeweiligen  Kategorien offener Mengen.
   Folglich liefert unser R"uckzug  auch
   eine "Aquivalenz von Kategorien
   $\op{Ab}_{/{\op{irr}}X}\sirra \op{Ab}_{/X}$ und Isomorphismen auf allen
   Kohomologiegruppen abelscher Garben.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie punktierter affiner R"aume}]
  Gegeben ein Kring $k$ berechnen wir die Kohomologie
  ${\op{H}}^q(\mathbb A^n_k\backslash \mathbb A^0_k;\mathcal O)$ des
  Komplements des Schnitts der Nullstellenmengen aller $T_\nu$ in
  $\mathbb A^n_k=\op{Spec}k[T_1,\ldots,T_n]$.
  Dazu betrachten wir die offene "Uberdeckung durch die
  Nichtnullstellenmengen der Variablen ${\op{U}}(T_\nu)$ und bilden den
  angeordneten \v{C}echkomplex. Wir finden
  $$\begin{array}{lll}
    \mathcal O({\op{U}}(T_\nu))&=&k[T_1,\ldots,T_n,T_\nu^{-1}]\\
    \mathcal O({\op{U}}(T_\nu)\cap {\op{U}}(T_\mu))&=&k[T_1,\ldots,T_n,T_\nu^{-1},T_\mu^{-1}]
  \end{array}$$
  und so weiter. Um unseren \v{C}echkomplex zu verstehen betrachten wir den Quasiisomorphismus 
  $$\big(k[T]\hra k[T,T^{-1}]\big)\qri [-1] T^{-1}k[T^{-1}]$$ mit der Ma"sgabe, da"s der
  erste Komplex im homologischen Grad Null beginnen soll.
  Als Komplex von $k$-Moduln betrachtet ist unser Quasiisomorphismus
  sogar eine Homotopie"aquivalenz.
  Tensorieren wir $n$  Kopien dieser Quasiisomorphismen "uber $k$
  zusammen,
  so erhalten wir einen Quasiisomorphismus
  $$\big(k[T_1,\ldots, T_n]\hra \ldots\big)\qri [-n] T_1^{-1}\ldots
  T_n^{-1}k[T_1^{-1},\ldots, T_n^{-1}]$$
  Unser \v{C}echkomplex ergibt sich nun ziemlich offensichtlich
  aus dem Komplex auf der linken Seite, indem wir seinen ersten Term
  $k[T_1,\ldots, T_n]$ weglassen und den verbleibenden Komplex
  mit $[1]$ verschieben,
  so da"s er im homologischen Grad Null beginnt.
  Damit erhalten wir unter der Annahme $n\geq 2$ Isomorphismen
  $$
  \begin{array}{rcl}
    {\op{H}}^{n-1}(\mathbb A^n_k\backslash \mathbb A^0_k;\mathcal O)&\sira&
    T_1^{-1}\ldots T_n^{-1}k[T_1^{-1},\ldots, T_n^{-1}]\\[2mm]
    {\op{H}}^{0}(\mathbb A^n_k\backslash \mathbb A^0_k;\mathcal O)&\sira&
   k[T_1,\ldots, T_n]
  \end{array}
  $$  und das Verschwinden ${\op{H}}^{q}(\mathbb A^n_k\backslash
  \mathbb A^0_k;\mathcal O)=0$ 
  f"ur  $q\neq 0,n-1$. Im Fall der nullten Kohomologie verallgemeinert es
  unseren Isomorphismus $\mathcal O(k^n)\sira \mathcal O(k^n\backslash 0)$
  f"ur algebraisch abgeschlossene K"orper $k$ und $n\geq 2$ aus \ref{FoRF}.
  Die Struktur auf der rechten Seite
  als $k[T_1,\ldots, T_n]$-Modul ist dadurch gegeben,
  da"s wir sie als Quotient von $k[T_i, T_i^{-1}\mid 1\leq i\leq n]$ nach dem
  von allen den Monomen erzeugten Untermodul auffassen, in denen eine der
  Variablen nicht vorkommt.  
Das Vorhergehende  gilt wie gesagt nur  im Fall $n\geq 2$. 
  Im Fall $n=1$ ist $\mathbb A^1_k\backslash \mathbb A^0_k=
  \op{Spec}k[T,T^{-1}]$ affin, folglich verschwindet die h"ohere
  Kohomologie und im Grad Null erhalten wir einen Isomorphismus 
 $$
    {\op{H}}^{0}(\mathbb A^1_k\backslash \mathbb A^0_k;\mathcal O)\sira
    k[T, T^{-1}]
    $$
    und eine kurze exakte aber nicht spaltende Sequenz von $k[T]$-Moduln
    $$ k[T]\hra k[T,T^{-1}]\sra  T^{-1}k[T^{-1}]$$
\end{Beispiel}
\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie
      von Geradenb"undeln auf $\mathbb P^nk$}] 
 Erg"anzen wir eine Variable $T_0$ und  nehmen  in unserem \v{C}echkomplex
 zur Berechnung der Kohomologiegruppen
 ${\op{H}}^{q}(\mathbb A^{n+1}_k\backslash
  \mathbb A^0_k;\mathcal O)$
  nur die homogenen Anteile
  vom Grad $d$, so erhalten wir den \v{C}echkomplex zur 
  Bestimmung  der Kohomologien ${\op{H}}^{q}(\mathbb P^{n}_k;\mathcal O(d))$
  vermittels einer offenen "Uberdeckung des projektiven Raums durch affine
  Teilmengen. So erhalten wir, wegen der neuen Bedeutung von $n$
  nun f"ur $n\geq 1$,  Isomorphismen\label{Rzui}   
  $$\begin{array}{rcl}
   {\op{H}}^{0}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))&\sira&(k[T_0\ldots T_n])^{(d)}\\[2mm]
  {\op{H}}^{n}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))&\sira&
    (T_0^{-1}\ldots T_n^{-1}k[T_0^{-1}\ldots T_n^{-1}])^{(d)} \end{array}
  $$
  und $ {\op{H}}^{q}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))=0$ f"ur
  $q\neq 0,n$ und beliebiges $d\in \DZ$.
Die einzigen
  nichtverschwindenden ${\op{H}}^{q}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))$
  f"ur beliebige $n\in \DN, q\in \DN, d\in \DZ$
  sind mithin\label{VkG} 
  $$\begin{array}{ll}
    {\op{H}}^{0}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))&\text{ f"ur $d\geq 0$;}\\[1mm]
    {\op{H}}^{n}(\mathbb P^n_k;\mathcal O(d))&\text{ f"ur $d\leq -n-1$.}
  \end{array}$$
  Das folgt f"ur $n\geq 1$ aus dem vorhergehenden und f"ur $n=0$ ist es eh klar.
   Zum Beispiel haben auf $\mathbb P^1k$  die B"undel
   $\mathcal O=\mathcal O(0), \mathcal O(1), \ldots$ nur
    nullte Kohomologie, die
   B"undel $\mathcal O(-2), \mathcal O(-3), \ldots$
  nur erste Kohomologie und
  f"ur $\mathcal O(-1)$ verschwinden alle Kohomologiegruppen. 
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl} Man folgert insbesondere, da"s alle Kohomologien aller
  Geradenb"undel endlichdimensional sind und so, da"s
  der Vorschub auf den Einpunktraum unsere tolle spezielle
  derivierte Kategorie \ref{vVSc} erh"alt. "Ahnlich folgert man
  f"ur einen noetherschen Kring $A$, da"s der Vorschub unter
  $\mathbb P^n_A\ra \op{Spec}A$ sie erh"alt.
  Andererseits wird unter abgeschlossenen Einbettungen noetherscher
  Schemata sogar die beschr"ankte
  derivierte Kategorie mit koh"arenten Homologieobjekten erhalten. 
\end{Bemerkungl}




\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie projektiver R"aume koordinatenfrei}]
 Arbeiten wir koordinatenfrei mit $k=\bar k$ und
 einem endlichdimensionalen $k$-Vektorraum $V$
 einer Dimension $n+1$ f"ur $n\geq 0$,
  so k"onnen wir den Koszulkomplex in der in \eref{KKKF}{TG} gegebenen Gestalt
  f"ur den Dualraum $V^\ast$ bilden und erhalten eine exakte Sequenz
   $$\textstyle  {\op{S}}(V^*)\otimes\bigwedge^{n+1}V^*\hra \ldots \ra {\op{S}}(V^*)\otimes \bigwedge^{2}V^*\ra
  {\op{S}}(V^*)\otimes V^*\ra {\op{S}}(V^*)\sra k$$
  mit den in \eref{KKKF}{TG} gegebenen Differentialen.
  Wir fassen sie vermittels des "ublichen Isomorphismus
  ${\op{S}}(V^*)\sira\mathcal O(V)$ auf als eine exakte Sequenz von
  $k^\times$-"aquivarianten $\mathcal O(V)$-Moduln.
  Durch Restriktion auf $V\backslash 0$ wird daraus eine um
  eins k"urzere exakte Sequenz von
  $k^\times$-"aquivarianten $\mathcal O(V)$-Modulgarben auf
  $V\backslash 0$ alias von gew"ohnlichen
  $\mathcal O$-Modulgarben auf $\mathbb P V$, da das aufgel"oste
  $k$ bei dieser Restriktion zu Null wird, und wir
  erhalten eine exakte Sequenz   
  $$\textstyle \mathcal O(-n-1)\otimes \bigwedge^{n+1}V^*
  \hra \mathcal O(-n)\otimes\bigwedge^{n}V^*\ra
  \ldots \ra \mathcal O(-1)\otimes V^*\sra \mathcal O$$
  Hier meint $\mathcal O(d)$ die zur  Garbe $\mathcal O$ auf $V\backslash 0$
  mit der entsprechenden $k^\times$-"aquivarianten Struktur geh"orige
  Garbe auf $\mathbb P V$ und das Tensorprodukt einer
  quasikoh"arenten Garbe mit einem Vektorraum
  ist ganz genau genommen so zu verstehen, da"s man den Vektorraum als
  quasikoh"arente Garbe auf dem Einpunktraum auffa"st, zur"uckzieht und
  im Sinne quasikoh"arenter Garben tensoriert.
  Nach \ref{VkG} verschwinden in dieser Sequenz  alle Kohomologien aller
  beteiligten Garben mit Ausnahme der ersten und letzten.
  Bezeichnet also $\mathcal K_1, \ldots,
  \mathcal K_n\cong \mathcal O(-n-1)\otimes \bigwedge^{n+1}V^*$ die jeweiligen
  Kerne, so liefern
  die langen exakten Sequenzen der Garbenkohomologie
  mithin Isomorphismen 
  $$\textstyle {\op{H}}^0(\mathbb P V;\mathcal O)\sira
  {\op{H}}^1(\mathbb P V;\mathcal K_1)\sira\ldots
  \sira {\op{H}}^n\big(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1)\otimes
  \bigwedge^{n+1}V^*\big)$$
  Wir notieren die Komposition dieser Isomorphismen $i_V$. 
  Jeder  Isomorphismus $f:V\sira W$ von Vektorr"aumen liefert
  nun Isomorphismen $\bigwedge f^\ttop  :\bigwedge W^*\sira \bigwedge V^*$
  sowie einen Isomorphismus $\mathbb P f:\mathbb P V\sira \mathbb P W$
  von Variet"aten
  und dar"uber Opkomorphismen von Garben
  $\mathcal O(f): \mathcal O(d)\sira \mathcal O(d)$
   und so die vertikalen
  Isomorphismen $(\mathbb P f,\mathcal O(f)\otimes\bigwedge f^\ttop)^*$
  eines Diagramms\label{KprK} 
  $$\xymatrix{
    {\op{H}}^0(\mathbb P V;\mathcal O)\ar[r]^-{i_V}_-\sim& {\op{H}}^n\big(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1)\otimes \bigwedge^{n+1}V^*\big)\\
      {\op{H}}^0(\mathbb P W;\mathcal O)\ar[r]^-{i_W}_-\sim\ar[u]_-{(\mathbb P f,\mathcal O(f))^*}^-\wr& {\op{H}}^n\big(\mathbb P W;\mathcal O(-n-1)\otimes \bigwedge^{n+1}W^*\big) \ar[u]_-{(\mathbb P f,\mathcal O(f)\otimes\bigwedge f^\ttop)^*}^-\wr
  }
$$
  Dieses Diagramm schlie"slich kommutiert, da unser Isomorphismus $f$
  auch einen Isomorphismus von Koszulkomplexen induziert. 
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl} Ich schreibe zum besseren Verst"andnis
  nocheinmal in Koordinaten aus, was wir eben koordinatenfrei besprochen hatten.
  Wir dazu "ahnlich wie zuvor
  f"ur $n\geq 0$ den Quasiisomorphismus 
  $$\big(Tk[T]\hra k[T]\big)\qri k$$ mit der Ma"sgabe, da"s der
  erste Komplex im homologischen Grad Null enden soll.
  Tensorieren wir diese Komplexe f"ur Variablen $T_0, \ldots, T_n$ zusammen,
  so erhalten wir eine Aufl"osung von $k$
  durch graduiert freie $k[T_0,\ldots,T_n]$-Moduln,
  genannt {\bf Koszul-Komplex},
  bei denen im homologischen Grad $q$ jeweils alle Erzeuger im
  Graduierungsgrad $q$ sitzen. Fassen wir sie als $k^\times$-"aquivariante
  quasikoh"arente Garben auf $\mathbb A^{n+1}_k$
  auf und schr"anken auf $\mathbb A^{n+1}_k\backslash \mathbb A^{0}_k$ ein,
  so verschwindet das aufgel"oste $k$ und wir
  erhalten eine exakte Sequenz\label{KoKoKo} 
  $$\mathcal O(-n-1)\hra \mathcal O(-n)^{\oplus (n+1)}\ra
  \ldots \ra \mathcal O(-1)^{\oplus (n+1)}\sra \mathcal O$$ von
  koh"arenten Garben auf
  $\mathbb P^{n}_k$ mit Eintr"agen $\mathcal O(-d)^{\oplus i(d)}$ f"ur
  $i(d)={n+1\choose d}$.
  F"ur alle Garben au"ser der ersten und der letzten verschwinden nach
  \ref{VkG} alle
  Kohomologiegruppen. 
  Bezeichnet also $\mathcal K_1, \ldots,
  \mathcal K_n\cong \mathcal O(-n-1)$ die jeweiligen
  Kerne, so liefern
  die langen exakten Sequenzen der Garbenkohomologie
  Isomorphismen 
  $${\op{H}}^0(\mathbb P^{n}_k;\mathcal O)\sira
  {\op{H}}^1(\mathbb P^{n}_k;\mathcal K_1)\sira\ldots
  \sira {\op{H}}^n(\mathbb P^{n}_k;\mathcal O(-n-1))$$
\end{Bemerkungl}





\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie von getwistetem B"undel}]
\nichtfinal{Eher als Randbemerkung?}  Sei $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper und $V$
  ein $k$-Vektorraum der Dimension $n+1$ f"ur $n\geq 0$.
  Die konstante Funktion Eins ist eine Basis von
  ${\op{H}}^0(\mathbb P V;\mathcal O)$ und mit dieser Wahl und dem Vertauschen
  von "au"serer Potenz und Dualisieren 
  liefert unser Isomorphismus $i_V$ aus \ref{kpk} einen Isomorphismus
  $$i_V: \textstyle \bigwedge^{n+1}V\sira {\op{H}}^n(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1))$$
  Wir w"ahlen daf"ur dieselbe Bezeichnung. Was jeweils genau gemeint ist,
  mu"s der Leser aus dem Kontext erschlie"sen. 
  F"ur jeden
  Vektorraumisomorphismus $f:V\sira W$ kommutiert dann das Diagramm
  $$\xymatrix{\textstyle
   \bigwedge^{n+1}V \ar[d]_\wr^{\bigwedge f}\ar[r]^-{i_V}_-\sim& {\op{H}}^n(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1))\\
    \textstyle
               \bigwedge^{n+1}W \ar[r]^-{i_W}_-\sim&
               {\op{H}}^n(\mathbb P W;\mathcal O(-n-1))\ar[u]^\wr_-{(\mathbb P f, \mathcal O(f))^*}}$$
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Kohomologie des kanonischen B"undels}] 
  Gegeben $k=\bar k$ und ein $k$-Vektorraum $V$
  der Dimension  $n+1$ f"ur $n\geq 0$
  liefert jede $n$-Form auf $\mathbb P V$ durch R"uckzug eine
  unter Streckungen invariante $n$-Form auf $V\backslash 0$.
  Andererseits ist $v\mapsto v$ ein unter Streckungen invariantes
  Vektorfeld auf $V\backslash 0$ und das partielle Einsetzen an erster Stelle 
  dieses Vektorfelds macht aus einer unter Streckungen invarianten
  $(n+1)$-Form auf $V\backslash 0$ eine unter Streckungen invariante
  $n$-Form auf $V\backslash 0$.
  Diese beiden Abbildungen sind Isomorphismen auf denselben
  Raum von $n$-Formen und liefern  einen Isomorphismus
  $$\textstyle \mathcal O(-n-1)\otimes \bigwedge^{n+1}V^*\sira
   \omega_{\mathbb P V}$$
   zum B"undel der Volumenformen alias $n$-Formen auf  $\mathbb P V$.
   Mit seiner Hilfe 
   verl"angern wir die in \ref{KprK}
  konstruierten Isomorphismen $i_V$ 
  zu 
   Isomorphismen 
   $$\beta_V: {\op{H}}^0(\mathbb P V;\mathcal O)\sira
   {\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$$
   Das Bild der konstanten Funktion $1$ ist eine
   Kohomologieklasse\label{KokaBu} und wir notieren auch sie 
   $\beta_V\pdef \beta_V(1)\in {\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$.
    Das B"undel der Volumenformen  $\omega_X$
   ist f"ur jede glatte Variet"at $X$  definiert und hei"st das
   {\bf kanonische B"undel von} $X$.\index{kanonisch!B"undel}
  F"ur jeden Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von "aquidimensionalen
  glatten Variet"aten derselben Dimension induziert
  das Zur"uckholen von Volumenformen einen
  Opkomorphismus $\omega_\varphi:\omega_X\ra\omega_Y$ "uber $\varphi$.
  Gegeben ein Vektorraumisomorphismus
  $f:V\sira W$ gilt dann f"ur den R"uckzug 
  $(\mathbb P f,\omega_{\mathbb P f})^*:
  {\op{H}}^n(\mathbb P W;\omega_{\mathbb P W})\ra
  {\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$ 
    nach Konstruktion 
   $$(\mathbb P f,\omega_{\mathbb P f})^*:\beta_W\mapsto \beta_V$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Gegeben eine $k$-Variet"at $X=(X;\mathcal O_X)$  notieren
  wir im folgenden $$\op{Der}^{\op{bkoh}}_{/X}\subset
    \op{Der}_{/X}$$
    die volle triangulierte Unterkategorie aller Komplexe $\mathcal F$
    mit beschr"ankter
    koh"arenter Kohomologie, in Formeln mit $\mathcal H^q\mathcal F$
    ein koh"arenter $\mathcal O_X$-Modul 
    f"ur alle $q$ und Null f"ur fast alle $q$. Wenn wir
   eine Variet"at  $X$  nur
    als topologischen Raum betrachten wollen,
    schreiben wir $\op{Der}_{/(X;\DZ)}$ f"ur die derivierte
    Kategorie der abelschen Garben auf $X$.
\end{Bemerkungl}



\begin{Satz}[\textbf{Grothendieck-Serre-Dualit"at f"ur projektive R"aume}]
    Gegeben $k=\bar k$ und $V$ ein $k$-Vektorraum der Dimension
    $\op{dim}V=n+1$ mit $n\geq 0$ besitzt der derivierte Vorschub
    $c_*: \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/\mathbb P V}\ra
    \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/{\op{var}}}$ einen Rechtsadjungierten
    $$c^!:
    \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/{\op{var}}}\ra
    \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/\mathbb P V}$$
    und der Schreir"uckzug der Einheitsgarbe auf der Einpunktvariet"at 
    ist bis auf eine kohomologische Gradverschiebung isomorph zur
    kanonischen Garbe, genauer und in Formeln 
    $$c^!\underline{\op{var}}\cong
    \omega_{\mathbb P V}[n]$$ 
  \end{Satz}
  \begin{Bemerkungl}
    Der R"uckzug der Eins unter einem Morphismus gekringter R"aume
    ist stets die Eins und die Adjunktion liefert einen
    wohlbestimmten Morphismus
    $\eta_V:\underline{\op{var}}\ra c_*c^*\underline{\op{var}}$.
    In unserem Fall ist er ein Isomorphismus und sein Inverses ist 
    der Isomorphismus
    $\eta_V^{-1}:c_*\mathcal O_{\mathbb P V}\sira \underline{\op{var}}$,
    der dem konstanten Schnitt Eins den konstanten Schnitt Eins zuordnet.
    Unter der Adjunktion entspricht er einem Morphismus
    $\op{adj}(\eta_V^{-1}):\mathcal O_{\mathbb P V}\ra c^!\underline{\op{var}}$. 
    Andererseits haben wir in \ref{KokaBu} bereits einen
    Morphismus $\beta_V:\mathcal O_{\mathbb P V}\ra\omega_{/\mathbb P V}[n]$
    angegeben und gezeigt, da"s er eine Basis des fraglichen
    Morphismenraums ist. Wir erkl"aren den Isomorphismus
    $$\alpha_V: \omega_{/\mathbb P V}[n] \sira c^!\underline{\op{var}}$$
    durch die Bedingung $\op{adj}(\eta_V^{-1})=\alpha_V\circ \beta_V$.
  \end{Bemerkungl}
  \nichtfinal{Sollte auf $\op{Der}^{+{\op{qkoh}}}$ erweitern, und zwar erst
    in der zweiten Variablen nur einem Grad,
    das geht wegen Kompaktheit links, und dann
      in der ersten Variablen, da brauchen wir Erweiterung zu direkten Summen
      oder filtrierenden Kolimites oder sowas links.} 
\begin{proof} 
  Alle Objekte von $\op{Der}^{\op{bkoh}}_{/{\op{var}}}$ sind isomorph zu
  endlichen direkten Summen von im Grad verschobenen Kopien
  der Einheitsgarbe $\underline{\op{var}}$. Es reicht also, die Existenz eines
  partiellen Rechtsadjungierten auf diesem einen Objekt
  $\underline{\op{var}}$ zu zeigen.
  Gegeben ein beliebiges Objekt $\mathcal F\in \op{Der}_{/\mathbb P V}$
  liefert  nun die Verkn"upfung eine $k$-bilineare Abbildung
  $$\op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O,\mathcal F) \times
  \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal F, \omega_{/\mathbb P V}[n]) \ra
  \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O, \omega_{/\mathbb P V}[n])$$
  Der Raum auf der rechten Seite ist nach \eref{GKtf}{TSF} isomorph zu 
  ${\op{H}}^{n}(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$ und nach \ref{KokaBu}
  folglich eindimensional. F"ur jede Wahl eines  Erzeugers $\eta_V\in{\op{H}}^{n}(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$ liefert uns 
   unsere Verkn"upfung 
mithin in $\mathcal F$ nat"urliche lineare Abbildungen
  $$ A_{\mathcal F}: \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal F, \omega_{/\mathbb P V}[n])
  \ra
  \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O, \mathcal F)^*$$
  Wir behaupten, da"s diese Abbildungen f"ur
  $\mathcal F\in \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/\mathbb P V}$ stets Isomorphismen sind.
   F"ur $\mathcal F=\mathcal O(-i)[q]$ mit $1\leq i\leq n$
 und beliebiges $q$ ist das klar, denn
 beide Seiten sind Null.
 Genauer haben wir $\op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O, \mathcal F)\sira
 {\op{H}}^{q}(\mathbb P V;\mathcal O(-i))$ nach \eref{GKtf}{TSF}
 und das ist Null 
 nach \ref{Rzui}  
 und wir haben $\omega_{\mathbb P V}\cong \mathcal O(-n-1)$
 und durch Darantensorieren von Einheiten  und \eref{GKtf}{TSF}
 $$\op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O(-i)[-q], \omega_{\mathbb P V})
 \sira \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O, \mathcal O(i-n-1)[q])\sira
 \op{H}^{q}(\mathbb P V;\mathcal O(i-n-1))$$
 und auch diese Kohomologien sind  Null f"ur $1\leq i\leq n$
 und beliebiges $q$ nach \ref{Rzui}.
 F"ur $\mathcal F=\mathcal O[q]$ und beliebiges sind
 weiter beide Seiten nur f"ur $q=0$
  von Null verschieden und unsere Abbildung $A_{\mathcal O}$
  ist in diesem Fall offensichtlich ein
  Isomorphismus. Also ist $A_{\mathcal F}$ sogar ein Isomorphismus
  f"ur $\mathcal F=\mathcal O(-i)[q]$ mit $0\leq i\leq n$ 
  und beliebiges $q$.  Die Objekte $\mathcal O(-i)$ mit $0\leq i\leq n$
  erzeugen jedoch bereits die ganze triangulierte Kategorie  
$\op{Der}^{\op{bkoh}}_{/\mathbb P V}$. In der Tat 
folgt  mit der
 exakten Sequenz aus dem Koszulkomplex \ref{KoKoKo} oder \ref{KprK} und 
 den daraus durch Tensorieren mit irgendwelchen $\mathcal O(d)$
 entstehenden exakten Sequenzen induktiv, da"s alle $\mathcal O(d)$
 in diesem triangulierten Erzeugnis liegen. Schlie"slich wissen wir nach
 \ref{AuPR} \nichtfinal{(noch arg frisch)}, da"s jede koh"arente Garbe $\mathcal F$ eine endliche Linksaufl"osung
 durch endliche direkte Summen gewisser $\mathcal O(d)$ besitzt.
 So folgt dann, da"s alle $A_{\mathcal F}$ Isomorphismen sind.
 Nun schalten wir ihnen die offensichtlichen Isomorphismen
 $\op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal O, \mathcal F)^*\sira \mathbb {H}^{0}(\mathbb P V;\mathcal F)^*\sira \op{Der}_{/{\op{var}}}(
 c_*\mathcal F,\underline{\op{var}})$ nach und verwenden f"ur die so
 entstehenden Isomorphismen dieselbe Notation
 $$A_{\mathcal F}:\op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal F,\omega_{/\mathbb P V}[n])
 \sira \op{Der}_{/{\op{var}}}(
 c_*\mathcal F,\underline{\op{var}})$$
 Gehen wir die Konstruktion unserer Isomorphismen nocheinmal durch,
 so erweist sich, da"s sie von der Wahl eines Erzeugers
 $\eta_V^\ttop\in \op{Der}_{/{\op{var}}}(c_*\omega_{/\mathbb P V}[n],
 \underline{\op{var}})$ abh"angen und durch
 die Abbildungsvorschrift $f\mapsto \eta_V^\ttop\circ c_*f$
 beschrieben werden k"onnen. Letzteres
 zeigt, da"s sie in ihrer Gesamtheit in der Tat
 einen partiellen Rechtsadjungierten zu $c_*$ auf dem Einheitsobjekt liefern. 
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Grothendieck-Serre-Dualit"at
      f"ur abgeschlossene Einbettungen}]
  Gegeben $k=\bar k$ und $i:X\ra Y$ ein Morphismus von glatten
  "aquidimenionalen Variet"aten, der einen Isomorphismus auf eine
  abgeschlossene Untervariet"at induziert, besitzt der derivierte Vorschub
    $i_*: \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/X}\ra
    \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/Y}$ einen Rechtsadjungierten
    $i^!:
    \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/Y}\ra \op{Der}^{\op{bkoh}}_{/X}$ 
    und  f"ur diesen Schreir"uckzug  gilt
    $$i^!\omega_Y[\op{dim}Y]\cong \omega_X[\op{dim}X]$$ 
  \end{Satz}

\begin{proof} Weiter hinten in diesem Abschnitt
  steht eigentlich  schon alles.
\end{proof}

\begin{Beispiel}[\textbf{Kohomologie projektiver R"aume koordinatenfrei}]
\nichtfinal{Das vielleicht wieder woanders!}  Wir arbeiten weiter
  koordinatenfrei mit 
einem endlichdimensionalen $k$-Vektorraum $V$ einer Dimension $n+1$ f"ur
$n\geq 0$ und $k=\bar k$.\label{kpr} 
Die Rechnung in Koordinaten \ref{Rzui} zeigt, da"s der R"uckzug
${\op{H}}^q(\DP^n_k;\mathcal O(d))\ra {\op{H}}^q(k^{n+1}\backslash 0;\mathcal O)$ f"ur alle $q$
in Bezug auf den offensichtlichen Komorphismus einen Isomorphismus
auf den Raum  ${\op{H}}^q(k^{n+1}\backslash 0;\mathcal O)^{(d)}$
derjenigen Kohomologieklassen $\kappa$ induziert, f"ur die gilt
$(\lambda\cdot)^*\kappa=\lambda^d\kappa$ f"ur alle Skalare $\lambda$.
Ebenso liefern a forteriori  die R"uckz"uge Isomorphismen 
${\op{H}}^q(\DP V;\mathcal O(d))\ra {\op{H}}^q(V\backslash 0;\mathcal O)^{(d)}$
und zusammen mit unseren Isomorphismen  
 $\bigwedge^{n+1}V\sira {\op{H}}^n(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1))$
aus \ref{KprK} erhalten wir nat"urliche Isomorphismen
$$\textstyle \bigwedge^{n+1}V\sira
{\op{H}}^n( V\backslash 0;\mathcal O)^{(-n-1)}$$
Die Rechnung in Koordinaten \ref{Rzui} zeigt schlie"slich, da"s gilt 
${\op{H}}^n( V\backslash 0;\mathcal O)=
\bigoplus_d {\op{H}}^n( V\backslash 0;\mathcal O)^{(d)}$
und da"s das im Fall $n\geq 1$
als graduierter $\mathcal O(V)$-Modul isomorph ist
zu einer verschobenen Kopie des  graduierten Duals
$\mathcal O(V)^\circledast$ von $\mathcal O(V)$
alias der direkten
Summe der Dualr"aume der homogenen Komponenten $\mathcal O(V)^{(d)}$ von $\mathcal O(V)$.
Dieses graduierte Dual
hat au"ser Skalaren keine homogenen Endomorphismen und es folgt,
da"s es im Fall $n\geq 1$ genau einen Isomorphismus 
$$\textstyle {\op{H}}^n( V\backslash 0;\mathcal O)\sira
\bigwedge^{n+1}V \otimes \mathcal O(V)^\circledast$$
von graduierten $\mathcal O(V)$-Moduln gibt, der im Grad $-n-1$ zu dem
zuvor erkl"arten Isomorphismus einschr"ankt. Ebenso liefert
im Fall $n\geq 1$ die Restriktion  einen Ringisomorphismus
$$ \mathcal O(V)\sira \textstyle {\op{H}}^0( V\backslash 0;\mathcal O)
$$
und alle  $ {\op{H}}^q( V\backslash 0;\mathcal O)$ f"ur $q\neq 0,n$
verschwinden.
  Im Fall $n=0$ erhalten wir dahingegen einen Ringisomorphismus  
  $ \mathcal O(V\backslash 0)\sira  {\op{H}}^0( V\backslash 0;\mathcal O)$
  und eine kurze exakte Sequenz von graduierten $\mathcal O(V)$-Moduln
  $$ \mathcal O(V)\hra {\op{H}}^0( V\backslash 0;\mathcal O)
  \sra V\otimes \mathcal O(V)^\circledast$$
  und alle h"oheren Kohomologiegruppen verschwinden,
  da ja $V\backslash 0$ affin ist.
 Unsere Isomorphismen 
${\op{H}}^q(\DP V;\mathcal O(d))\ra {\op{H}}^q(V\backslash 0;\mathcal O)^{(d)}$
 liefern, nun wieder mit $n\geq 1$ beliebig,
 f"ur $d\geq 0$ Isomorphismen  $$
  \begin{array}{lcl}
    {\op{H}}^{0}(\mathbb PV;\mathcal O(d))&\sira&
   \mathcal O(V)^{(d)}\\[2mm]
    {\op{H}}^{n}(\mathbb PV;\mathcal O(-n-1-d))&\sira&
    \bigwedge^{\op{max}}V\otimes (\mathcal O(V)^{(d)})^*
  \end{array}
  $$
  und das Verschwinden aller anderen ${\op{H}}^{q}(\mathbb PV;\mathcal O(d))$.
\end{Beispiel}
\begin{Satz}[\textbf{Serre-Dualit"at}] \nichtfinal{Vielleicht woanders!} Gegeben $n\geq 0$ und ein Vektorraum $V$
  der Dimension $\op{dim} V=n+1$ ist
  $\op{Ext}^{n}(\mathcal O,\omega_{\mathbb P V})$ eindimensional
  und f"ur jede koh"arente Modulgarbe $\mathcal F$
  auf $\mathbb P V$ und alle $q\in\DZ$ ist das Yonedaprodukt
  eine nichtausgeartete Paarung
  $$\op{Ext}^q(\mathcal O,\mathcal F)\times \op{Ext}^{n-q}(\mathcal F, \omega_{\mathbb P V})\ra
  \op{Ext}^{n}(\mathcal O,\omega_{\mathbb P V})$$
  Hier sind alle $\op{Ext}$ in der Kategorie der $\mathcal O$-Modulgarben
  auf $\mathbb P V$ zu verstehen. 
\end{Satz}
\begin{proof} Zun"achst liefert \ref{??} f"ur jede
  Modulgarbe $\mathcal G$ auf einem geringten Raum $(X,\mathcal A)$
  und alle $q$ einen Isomorphismus $\op{Ext}^q(\mathcal A,\mathcal G)
  \sira {\op{H}}^q(X;\mathcal G)$. Damit folgt die erste Aussage aus
  unserer Beschreibung von ${\op{H}}^{n}(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$
  in \ref{KokaBu}. 
 Wir wissen weiter nach \nichtfinal{gibt's noch nicht}, da"s
 alle beteiligten R"aume endlichdimensional sind. Damit ist es gleichbedeutend
  zu zeigen,
 da"s die von unserer Paarung induzierten Abbildungen  stets Isomorphismen 
 $$A(\mathcal F,q):\op{H}^q(\mathbb P V;\mathcal F)\sira
 \op{Hom}_k\big(\op{Ext}^{n-q}(\mathcal F,
 \omega_{\mathbb P V}),{\op{H}}^{n}(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})\big)$$
sind. Gegeben eine kurze exakte Sequenz
 $\mathcal F'\hra \mathcal F\sra \mathcal F''$
 koh"arenter Garben auf $\mathbb P V$ folgt
 nun aus dem F"unferlemma und den zugeh"origen
 langen exakten Sequenzen, da"s wenn unsere Abbildungen f"ur zwei der Objekte
 unserer kurzen exakten
 Sequenz und alle $q$ Isomorphismen sind, dann auch f"ur das dritte.
 F"ur $\mathcal F=\mathcal O(-1), \ldots, \mathcal O(-n)$
 sind alle $A(\mathcal F,q)$ Isomorphismen, denn
 beide Seiten sind Null. Genauer
 sind alle Kohomologien links Null nach \ref{Rzui}  
 und wir haben $\omega_{\mathbb P V}\cong \mathcal O(-n-1)$ und
 $$\op{Ext}^{n-q}(\mathcal O(d), \omega_{\mathbb P V})\cong
 \op{Ext}^{n-q}(\mathcal O, \mathcal O(-n-1-d))\cong
 \op{H}^{n-q}(\mathbb P V;\mathcal O(-n-1-d))$$
 und auch diese Kohomologien sind  Null f"ur $d=-1,\ldots,-n$
 und beliebiges $q$. 
 F"ur $\mathcal F=\mathcal O$ schlie"slich sind beide Seiten nur f"ur $q=0$
 von Null verschieden und $A(\mathcal O,0)$ ist offensichtlich ein
 Isomorphismus. Nun folgt mit der
 exakten Sequenz aus dem Koszulkomplex \ref{KoKoKo}
 und den daraus durch Tensorieren mit irgendwelchen $\mathcal O(a)$
 entstehenden exakten Sequenzen induktiv, da"s unsere Aussage
 f"ur alle $\mathcal F=\mathcal O(d)$ und alle $q$ gilt. Dann wissen wir nach
 \ref{??}, da"s jede koh"arente Garbe $\mathcal F$ eine endliche Linksaufl"osung
 durch endliche direkte Summen gewisser $\mathcal O(d)$ besitzt
 und so folgt die Behauptung im allgemeinen.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Wir erinnern einige Resultate aus \cite{Ha}.
  Der Verschwindungssatz von Grothendieck \cite{??} \ref{VvGG} besagt,
  da"s auf einem noetherschen topologischen Raum $X$ einer
  Krulldimension $\leq n$ die Kohomologiegruppen
  ${\op{H}}^q(X;\mathcal F)$ beliebiger
  abelscher Garben $\mathcal F\in\op{Ab}_{/X}$ verschwinden f"ur $q>n$.
   Gegeben $k=\bar k$
   ein algebraisch abgeschlossener K"orper und $f:X\ra Y$ ein
   Morphismus von $k$-Variet"aten folgt, da"s
   $f_{(*)}:\op{Ab}_{/(X,\mathcal O_X)}\ra \op{Ab}_{/(Y,\mathcal O_Y)}$ endliche homologische Dimension hat.
   Wie in \cite{Hart} erkl"art wird, sind in dieser Situation
   zus"atzlich die h"oheren direkten
   Bilder quasikoh"arenter Garben quasikoh"arent. Es folgt,
   da"s die volle Unterkategorie
   $\op{Der}^{\op{qkoh}}_{/(X,\mathcal O_X)}\subset \op{Der}_{/(X,\mathcal O_X)}$
   aller Komplexe mit
   quasikoh"arenten Homologieobjekten unter $f_*$ nach
   $\op{Der}^{\op{qkoh}}_{/(Y,\mathcal O_Y)}$ abgebildet wird. In entsprechend abgek"urzter Notation erhalten wir so einen triangulierten Funktor
   $$f_*:\op{Der}^{\op{qkoh}}_{/X}\ra \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/Y}$$
\end{Bemerkungl}


\begin{Satz}[\textbf{Serre-Dualit"at, Variante}] Gegeben $k=\bar k$
  ein algebraisch abgeschlossener K"orper und $n\geq 0$
  und ein $k$-Vektorraum $V$
  von der Dimension
  $\op{dim} V=n+1$ und $c:\mathbb P V\ra \op{var}$ der finale Morphismus 
  hat
  der derivierte Vorschub
  $  c_*: \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/\mathbb P V}\ra
    \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/{\op{var}}}$ bei der Einheitsgarbe $\underline{\op{var}}$
    als lokalen Rechtsadjungierten  das Paar
    $$
      (\omega_{\mathbb P V}[n],\varepsilon)$$
    mit $\varepsilon: c_*\omega_{\mathbb P V}[n] \ra \underline{\op{var}}[0]$
   alias $\varepsilon:{\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})\ra k$
 gegeben durch
    $\varepsilon(\eta_V)=1$ f"ur
    $\eta_V\in  {\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$
    der in \ref{KokaBu} konstruierte Erzeuger.
\end{Satz}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Serre-Dualit"at als Beschreibung eines
      Schreir"uckzugs}]
  Wie im Fall lokal kompakter Hausdorffr"aume ist auch im Kontext des
  vorhergehenden Satzes der Vorschub $f_*$ l"angs eigentlicher separierter
  Morphismen von Variet"aten der Schreivorschub einer
  verflochtenen Trennaustauschsituation, die aus der allgemeinen
  pr"averflochtenen Trennaustauschsituation einer Trennfaserung mit Vorschub
  \eref{PTV}{TSF} durch geeignete Einschr"ankung und Regulierung der
  Basis entsteht. Man beachte jedoch, da"s die Worte \glqq eigentlich\grqq\ und
  \glqq separiert\grqq\ im Kontext algebraischer Variet"aten a priori eine
  sehr andere Bedeutung haben als im Kontext lokal kompakter Hausdorffr"aume. 
  Dennoch ist es in Analogie zu diesem Fall sinnvoll,
  f"ur eigentliche separierte
  Morphismen $f:X\ra Y$ von Variet"aten den Schreivorschub
   $$  f_!: \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/X}\ra
    \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/Y}$$
    zu erkl"aren als den gew"ohnlichen Vorschub $f_!\pdef f_*$
    und seinen Rechtsadjungierten, wo immer er definiert ist,
    entsprechend $f^!$ zu notieren. 
In dieser Notation besagt der Satz, da"s es einen Isomorphismus 
  $$i: c^! \underline{\op{var}}
\sira  \omega_{\mathbb P V}[n]$$
gibt derart, da"s  $c_!(i):c_!c^! \underline{\op{var}}
\sira  c_!\omega_{\mathbb P V}[n]$ gefolgt von
$\varepsilon: c_!\omega_{\mathbb P V}[n] \ra \underline{\op{var}}$
die Koeinheit der
Adjunktion $(c_!,c^!)$ ist. 
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Wir wissen bereits aus \ref{??}, da"s f"ur $q\neq n$ 
  gilt ${\op{H}}^q(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})=0$. Mithin ist
  $c_!\omega_{\mathbb P V}[n]$ ein Komplex von Vektorr"aumen, der
  exakt ist au"serhalb vom Grad Null. Darum
  ist $\varepsilon$ sogar ein Isomorphismus
  $\varepsilon:c_!\omega_{\mathbb P V}[n]\sira
  \underline{\op{var}}[0]$ in der derivierten Kategorie der Vektorr"aume
  alias in $\op{Der}^{\op{qkoh}}_{/{\op{var}}}$. Nun gilt es, f"ur alle
  $\mathcal F\in \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/{\mathbb P V}}$ zu zeigen, 
  zu zeigen, da"s wir eine Bijektion
  $$\op{Der}_{/{\mathbb P V}}(\mathcal F,\omega_{\mathbb P V}[n])\sira
  \op{Der}_{/{\op{var}}}(c_!\mathcal F,\underline{\op{var}})$$
  erhalten durch $g\mapsto \varepsilon\circ c_!(g)$.
  F"ur $\mathcal F=\mathcal O(q)$ mit $-n<q<0$ sind beide Seiten der
  Nullraum.  F"ur $\mathcal F=\mathcal O(0)$ ist es unsere Rechnung.
  Da diese Garben die beschr"ankte derivierte Kategorie mit
  koh"arenten Kohomologieobjekten $\op{Der}^{\op{b-koh}}_{/{{\mathbb P V}}}$
  trianguliert erzeugen, ist unsere Abbildung eine Bijektion
  f"ur koh"arente Garben. Damit gilt dasselbe auch f"ur unendliche
  Koprodukte von
  koh"arenten Garben nach \eref{PderK}{TSF}. Nun besitzt auf $\mathbb P V$
  \nichtfinal{(hoffentlich, Endlichkeit der projektiven Dimension)}
  jede quasikoh"arente Modulgarbe eine endliche Linksaufl"osung
  durch lokal freie Modulgarben und ... dann weiß ich nicht weiter.
  \nichtfinal{Sollte alles für beschr"ankte koh"arente derivierte Kategorie machen.}  
\end{proof}
  

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Serredualit"at als Trennaustausch}]
  Sei $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener
  K"orper. Gegeben eine Variet"at $X\in \op{Var}_k=\op{Var}$ bezeichne
  $$\op{Der}_{/X}\supset \op{Der}^{\op{qkoh}}_{/X}\supset \op{Der}^{\op{b-koh}}_{/X}$$
  die derivierte Kategorie aller  $\mathcal O_X$-Modulgarben,
  ihre volle Unterkategorie aller Objekte mit quasikoh"arenter Kohomologie
  und deren
volle Unterkategorie aller Objekte mit beschr"ankter 
   koh"arenter Kohomologie.
  Nach einem Satz von Serre stimmt f"ur regul"are lokale Kringe
  die Krulldimension mit der projektiven Dimension "uberein, jeder
  Modul besitzt mithin eine projektive Aufl"osung, die h"ochstens so
  lang ist wie dir Krulldimension. Da glatte Variet"aten regul"are lokale
  Ringe haben, besteht folglich $\op{Der}^{\op{b-koh}}_{/X}$
  f"ur  glatte Variet"aten $X$ aus starren Objekten. 
   Bezeichne weiter 
  $$\op{Der}_{{\sslash}X}\supset\op{Der}^{\op{qkoh}}_{{\sslash}X}\supset \op{Der}^{\op{b-koh}}_{{\sslash}X}$$ 
   die dazu opponierten Kategorien.
   
   Die mittleren Garbenkomplexe
   auf glatten Variet"aten sind, wieder wegen der Beschr"anktheit der
   projektiven Dimension der lokalen Ringe, stabil unter Trennr"uckzug 
   und bilden mithin eine Untertrennfaserung
   $$\op{Der}^{\op{b-koh}}_{{\sslash}\op{Varg}}\ra \curlywedge {\op{Varg}}$$
   unserer Trennfaserung von derivierten Modulgarben auf gekringten R"aumen.
    Wir erweitern dies Datum zu einer Trennaustauschsituation
   $$\big(\op{Der}^{\op{b-koh}}_{{\sslash}\op{Varg}}
   \ra \curlywedge{\op{Varg}}\supset \op{Varg}^{\op{e}}\leftarrow
   \op{Der}^{\op{b-koh}}_{{\sslash}\op{Varg}^{\op{e}}}, \op{Varg}^{\op{e}}\big)$$
   mit $\op{Varg}^{\op{e}}$ dem multiplikativen System der
   projektiven Morphismen. Da"s der Vorschub unter projektiven
   Morphismen die beschr"ankte koh"arente derivierte Kategorie erh"alt,
   steht etwa in \cite{HaAG}.III.8.8.

   und behaupten,
   da"s der eigentliche Basiswechsel und die eigentliche Projektionsformel
   eine Verflechtung liefern.

   Starre Projektionsformel \eref{fui}{TSF}.

   \nichtfinal{Pr"ufe das!} 
   Insbesondere haben wir eine Adjunktion $(f_\shriek, f^\dagger)$ alias
   $(f^*, f_!)$ f"ur alle Eigmorphismen $f$.   
\end{Bemerkungl}



Nach \cite{BoeNee} 5.5 ist f"ur jedes separiertes kompakte Schema $X$
der offensichtliche Funktor eine "Aquivalenz $\op{Der}(\mathcal O_X\op{-Modqk})\sirra \op{Der}^{\op{qk}}_{/X}$ von der derivierten Kategorie der
quasikoh"arenten $\mathcal O_X$-Moduln zur vollen Unterkategorie
der derivierten Kategorie
aller $\mathcal O_X$-Moduln mit Objekten allen Komplexen
mit quasikoh"arenten Homologieobjekten.

Nach Stacks 36.3.8 und 36.3.9 und ist $\op{Der}^{\op{qk}}_{/X}$
stabil unter Trennr"uckzug unter beliebigen Trennungen von Schemata.
Nach Stacks 36.4.1 ist es auch stabil unter Vorschub l"angs quasikompakten
quasiseparierten Morphismen von Schemata.
Nach Stacks 48.3.1 hat dieser
Vorschub f"ur Morphismen zwischen kompakten quasiseparierten
Schemata einen Rechtsadjungierten $f^\times$. 






\begin{Bemerkungl}[\textbf{Adjungierte beim Trennaustausch f"ur koh"arente Garben}]
  In der Trennaustauschsituation der koh"arenten Modulgarben
  besitzt der R"uckzug  $p^*$ 
   im allgemeinen keinen Rechtsadjungierten. Der naive Ansatz
   zur Konstruktion eines Rechtsadjungierten scheitert hier
   bereits daran, da"s  $p_*$ im allgemeinen koh"arente Garben
   nur  zu quasikoh"arenten Garben macht. 
   Dahingegen sind alle Objekte starr und es gibt internes Hom
   und alle Schreir"uckz"uge $f^!$ unter
   Schreimorphismen. \nichtfinal{Pr"ufen!}
   F"ur $c:\mathbb P V\ra \op{var}$ und $\mathcal F$ eine koh"arente Garbe
   auf $\mathbb P V$ etwa liefert Serre-Dualit"at zusammen mit unserem
   ausgezeichneten Erzeuger $\eta_V\in
   {\op{H}}^n(\mathbb P V;\omega_{\mathbb P V})$ im Fall $n+1=\op{dim}V\geq 1$
   Bijektionen
   $$\op{Der}_{/{\op{var}}}(c_!\mathcal F[q],\underline{\op{var}})\sira
   \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal F[q],\omega_{\mathbb P V}[n])$$
   und das wird sich sicher zu der Aussage verfeinern lassen, da"s
   der partielle Linksadjungierte von $c_!$ beim Einheitsobjekt
   $\underline{\op{var}}$ definiert ist und da"s gilt
   $c^!\underline{\op{var}}\cong \omega_{\mathbb P V}[n]$.
   \nichtfinal{Allgemein w"urde ich dann mit Hilfe der Starrheit
     $c^!\mathcal G\cong \omega_{\mathbb P V}[n]\otimes c^*\mathcal G$ erwarten,
     vergleiche \eref{fMru}{TSF}, 
     und Bijektionen
   $$\op{Der}_{/{\op{var}}}(c_!\mathcal F,\mathcal G)\sira
     \op{Der}_{/\mathbb P V}(\mathcal F,c^!\mathcal G)$$
     f"ur beliebige Komplexe $\mathcal F,\mathcal G$ der
     jeweiligen koh"arenten beschr"ankten derivierten
     Kategorien.}
   Und wie isses mit abgeschlossenen Einbettungen $i:Z\hra X$?
   Im affinen Fall haben wir $i^*= \mathcal O(Z)\otimes$
   und sollten analog haben $i^!=\mathcal O(Z){\Rrightarrow}$
   so im wesentlichen. Wegen Starrheit k"onnen wir das umschreiben zu
   $(\mathcal O_Z{\Rrightarrow}\mathcal O_X)\otimes$ und ist
   $Z\As X$ eine glatte Untervariet"at der Kodimension Eins
   einer glatten Variet"at,
   so k"onnen wir lokal eine kurze exakte Sequenz
   $\mathcal O_X\hra \mathcal O_X\sra \mathcal O_Z$
   annehmen mit der ersten Abbildung der Multiplikation mit einem
   Nichtnullteiler, genauer einer lokalen irreduziblen Gleichung von $Z$.
   etc. \nichtfinal{Das habe ich doch nun in \ref{RZAI} erledigt, pa"st!}
   \label{TAMG} 
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Struktur der Garbe der Vektorfelder}] 
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ gibt es an jeder
  Stelle $p\in X$ nach \eref{lrl}{KAG} ein regul"ares Parametersystem und
  nach dem Lemma von Nakayama dann auch auf einer
  offenen Umgebung $U \co X$ unseres Punktes $p$ 
eine Familie  von regul"aren Funktionen $x_1, \ldots, x_n \in \mathcal O_X
  (U)$ derart, da"s die Differentiale $\diff x_1, \ldots, \diff x_n$ eine $\mathcal O_U$-Basis der Modulgarbe
  $\Omega^1_U$ der Kovektorfelder auf $U$ bilden. 
Wir nennen so eine Familie ein
{\bf System von Pseudokoordinaten}.\index{Pseudokoordinaten}\label{PsKo} Die durch die
  Identit"at
  \begin{equation*}
    \diff f = (\partial_1 f) \diff x_1 + \ldots + (\partial_n f) \diff x_n
  \end{equation*}
  erkl"arten {\bf partiellen Ableitungen} $\partial_1, \ldots, \partial_n$
  bilden dann offensichtlich eine
  $\mathcal O_U$-Basis der Modulgarbe $\mathcal T_U$ der Vektorfelder auf $U$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Lokale Fortsetzung von Vektorfeldern}]
  Gegeben eine Kringerweiterung  $A/k$ und ein
  $A$-Modul $M$ erhalten wir mit der universellen Eigenschaft
  des Moduls der K"ahlerdifferentiale
  \eref{UMD}{AAG} ein kommutatives Diagramm
  $$\begin{array}{ccc}
   \op{Der}_{k}(A,A)\otimes_AM&\ra &\op{Der}_{k}(A,M)\\
     \da\wr&&\da\wr\\
     \op{Hom}_A(\Omega_{A/k},A)\otimes_AM&\ra &\op{Hom}_A(\Omega_{A/k},M)
  \end{array}$$
Ist  der $A$-Modul der K"ahlerdifferentiale
$\Omega_{A/k}$ endlich erzeugt und projektiv, so ist die untere
Horizontale ein Isomorphismus und dasselbe folgt f"ur die obere Horizontale.
Unter dieser Annahme liefert also insbesondere f"ur jedes Ideal $J\subset A$
die offensichtliche Abbildung einen Isomorphismus\label{LfV} 
$$\op{Der}_{k}(A,A)\otimes_AA/J\;\sira\; \op{Der}_{k}(A,A/J)$$
Andererseits haben wir stets eine Einbettung
$\op{Der}_{k}(A/J,A/J)\hra  \op{Der}_{k}(A,A/J)$
und erhalten im geometrischen Fall,
da"s sich jedes algebraische Vektorfeld auf einer glatten abgeschlossenen
Untervariet"at
einer glatten affinen Variet"at zu einem algebraischen Vektorfeld auf der
ganzen Variet"at fortsetzen l"a"st. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Vorbereitung zum Konormalenb"undel}]  
  Gegeben eine glatte Variet"at $X$ der Dimension $n$
  und eine glatte abgeschlossene
  Untervariet"at\label{KNBB} 
  $Z\As X$ der Dimension $d$ mit Verschwindungsidealgarbe
  $\mathcal J\pdef \mathcal I_X(Z)\subset \mathcal O_X$ ist
  $\mathcal J/\mathcal J^2$ ein lokal freier  $\mathcal O_Z$-Modul
  vom Rang $n-d$.
\end{Satz}
\begin{Bemerkungl} Der Quotient $\mathcal J/\mathcal J^2$ hei"st das
  {\bf Konormalenb"undel von $Z$ in $X$} aus Gr"unden, die in \ref{KONO} 
  noch ausf"uhrlich diskutiert werden.
  Im Spezialfall der Diagonale $\Delta\As X\times X$ erhalten wir
  das B"undel der K"ahlerdifferentiale \eref{GMD}{AAG}. 
\end{Bemerkungl}

\begin{proof} 
 An jeder
  Stelle $p\in Z$ finden wir nach \eref{RLRH}{KAG} ein an $Z$
  angepa"stes regul"ares Parametersystem. 
 Nach dem Lemma von Nakayama gibt es dann auch auf einer
  offenen affinen Umgebung $U \co X$ von $p$ ein System von
  Pseudokoordinaten
   $x_1, \ldots, x_n \in A\pdef \mathcal O_X
  (U)$ derart, da"s $x_1, \ldots, x_d$ zu einem System von
  Pseudokoordinaten auf $Z\cap U$ einschr"anken und $x_{d+1}, \ldots, x_n$
  das Verschwindungsideal $J$ von $Z\cap U$ erzeugen.
  Wir behaupten, da"s $J/J^2$ ein freier Modul "uber $A/J$ ist vom
  Rang $n-d$. Nach Konstruktion erzeugen $x_{d+1}, \ldots, x_n$ den
  $A$-Modul $J$ und a forteriori erzeugen ihre Bilder
  $\bar x_{d+1}, \ldots, \bar x_n$
  den $A/J$-Modul $J/J^2$. Ist andererseits $\mathfrak m\supset J$
  das Verschwindungsideal eines Punktes aus $Z\cap U$, ohne Beschr"ankung
  der Allgemeinheit das von $x_1,\ldots,  x_n$ in $A$
  erzeugte Ideal,
  so werden unter $J/J^2\otimes_{A}A/\mathfrak m\ra
  \mathfrak m/\mathfrak m^2\otimes_{A}A/\mathfrak m$  
  unsere Erzeuger auf "uber $k$ linear unabh"angige Elemente
  abgebildet. Folglich bilden $\bar x_{d+1}, \ldots, \bar x_n$ eine
  Basis des $A/J$-Moduls $J/J^2$. Der Satz folgt.
\end{proof}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] 
  Gegeben $Z\As X$ eine abgeschlossene
  glatte affine Untervariet"at einer glatten affinen Variet"at
  mit Verschwindungsideal  $J\pdef \mathcal I_X(Z)$
  spezialisiert unsere rechtsexakte Sequenz aus \eref{DsK2}{AAG}
   durch  Dimensionsvergleich mit \ref{KNBB} zu einer
  kurzen exakten Sequenz\label{KONO} 
  $$J/J^2\hra \mathcal O(Z)\otimes_{\mathcal O(X)}\Omega_{X/k}\sra \Omega_{Z/k}$$
  Im Fall nichtaffiner Variet"aten vergarbt diese Konstruktion und liefert
  eine kurze exakte Sequenz  
  $\mathcal J/\mathcal J^2\hra i^*\Omega_{X/k}\sra \Omega_{Z/k}$
  von lokal freien $\mathcal O_Z$-Moduln f"ur
  $\mathcal J\pdef\mathcal I_X(Z) $
  die Verschwindungsidealgarbe und $i:Z\hra X$ die Einbettung.
  Wir setzen
  $$\mathcal N^*_{Z\subset X}\pdef \mathcal J/\mathcal J^2$$ und nennen
  diesen lokal freien $\mathcal O_Z$-Modul das
  {\bf Konormalenb"undel von $Z$ in $X$}.\index{Konormalenb"undel} 
  Auf dem geometrischen Halm bei $z\in Z$ induziert unsere Sequenz
  eine kurze exakte Sequenz
  $$(\mathcal N^*_{Z\subset X})_{/z}\hra {\op{T}}^*_z X\sra {\op{T}}^*_z Z$$
  Sie mag eine gewisse Anschauung liefern und rechtfertigt die Terminologie.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Derivierte Induktion unter Kringhomomorphismen}]
  Gegeben ein
  Morphismus $f:A\ra B$ in $\op{Kringo}$ alias ein 
  Kringhomomorphismus
  $f^\circ:B\ra A$ ist die Restriktion der Skalare  $f_{(*)}=\op{res}_A^B$
  ein exakter Funktor und hat folglich
  auf gekringten einpunktigen R"aumen den offensichtlichen
  derivierten Funktor
  $f_*:{\op{Der}}_{/ A}\ra {\op{Der}}_{/ B}$.
  Nach allgemeiner Theorie \eref{AddF}{TD}  existiert der
  Rechtsadjungierte $f^+$ von $f_*$  und ist der Rechtsderivierte
  $f^+={\op{R}} f^{(+)}$ des Rechtsadjungierten $f^{(+)}=\op{ind}_B^A$
  von $f_{(*)}=\op{res}_A^B$, gegeben durch
  $$\op{ind}_B^A(N)=\op{Hom}_B(A,N)$$
  Wir haben also $f^+=\op{Rind}_B^A$.
  Nach \eref{CVB}{TSF} sind f"ur die Trennfaserung 
  $$\op{Der}_{{\sslash}{\op{Kringo}}}\ra \curlywedge {\op{Kringo}}$$
  die Basiswechsel in Projektionsformelquadraten und in
  torsionslosen kartesischen Quadraten stets Isomorphismen, so
  da"s wir mit $f_!\pdef f_*$ einen entsprechend regulierten
  Sechs-Funktor-Formalismus erhalten
  mit $f^!\pdef f^+$. 
  Damit  erhalten wir
  nach \eref{rVDe}{TSF}  Isomorphismen
  $$ f^!(N {\Rrightarrow} L)\sira  f^*N{\Rrightarrow} f^!L\quad
  \text{ und }\quad 
   f_\ast  (M{\Rrightarrow} f^! N) 
 \sira  f_! M{\Rrightarrow} N$$
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}[\textbf{Derivierte Induktion in einem Spezialfall}]
  Gegeben $A\supset J$ ein Integrit"atskring mit einem Hauptideal
  $J\neq 0$ und $f:A/J\ra A$ die opponierte Projektion
  konstruieren wir im folgenden einen
  Isomorphismus\label{dIsp} $$f^!(A)=\op{Rind}_{A}^{A/J}(A)\sira
  [-1]\op{Hom}_{A/J}(J/J^2, A/J)$$
  Sicher 
  ist $J\hra A\sra A/J$ eine freie Aufl"osung des $A$-Moduls $A/J$
  und die zugeh"orige lange exakte Sequenz von Erweiterungen liefert
  eine exakte Sequenz 
  $$\op{Hom}_A(A/J,A)\hra \op{Hom}_A(A,A)\ra \op{Hom}_A(J,A)\sra
  \op{Ext}^1_A(A/J,A)$$
  sowie das Verschwinden aller $\op{Ext}^i_A(A/J,A)$ f"ur $i>1$.
  Mit unserer Annahme $J\neq 0$  erhalten wir daraus eine
  kurze exakte Sequenz
  $$A \hra \op{Hom}_A(J,A)\sra
  \op{Ext}^1_A(A/J,A)$$
  und  das Verschwinden aller $\op{Ext}^i_A(A/J,A)$ f"ur $i\neq 1$.
  Den Hom-Raum in dieser Sequenz k"onnen wir
  identifizieren mit $J^{-1}\pdef \{q\in \op{Quot}(A)\mid qJ\subset A\}$ und
  erhalten so einen Isomorphismus
  $J^{-1}/A\sira \op{Ext}^1_A(A/J,A)$.
  Nach Annahme ist auch $J^{-1}$ ein freier $A$-Modul vom Rang Eins,
 folglich induziert die Multiplikation eine nichtausgeartete Paarung
  $(J^{-1}/A)\times (J/J^2)\ra A/J$ von freien $(A/J)$-Moduln vom
  Rang Eins und wir erhalten Isomorphismen 
  $$\op{Ext}^1_A(A/J,A) \sila (J^{-1}/A)\sira \op{Hom}_{A/J}(J/J^2, A/J)$$
\label{vgP}
  In der zuvor erkl"arten Notation erhalten wir so den
  behaupteten Isomorphismus
  $$f^!(A)=\op{Rind}_{A}^{A/J}(A)\sira [-1]\op{Hom}_{A/J}(J/J^2, A/J)$$
  Man beachte, da"s wir eigentlich im zweiten Eintrag
  injektiv aufl"osen m"ussen, um $\op{Rind}_{A}^{A/J}$ zu berechnen.
  Wenn wir stattdessen im ersten Eintrag durch projektive
  $A$-Moduln aufl"osen, erhalten wir im allgemeinen nur
  einen Komplex von $A$-Moduln mit derselben Homologie.
  Da unser Komplex aber in
  diesem Spezialfall nur ein nichtverschwindendes Homologieobjekt hat,
  f"uhrt unsere a priori falsche Vorgehensweise in diesem speziellen
  Fall doch zum richtigen Objekt von $\op{Der}_{/(A/J)}$. 
  Unsere Isomorphismen sind vertr"aglich mit
  dem "Ubergang zu beliebigen von Null verschiedenen
  Lokalisierungen von $A$, wie der Leser unschwer wird  pr"ufen k"onnen. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein  Morphismus von gekringten R"aumen 
  $b:(X,\mathcal A)\ra (Y,\mathcal B)$, dessen
  zugrundeliegende stetige Abbildung eine lokal abgeschlossene Einbettung ist, 
   haben wir in \eref{ExRZ}{TSF}
   f"ur den Schreir"uckzug von underivierten Modulgarben Isomorphismen
   von abelschen Garben 
  $$\op{res}_{\mathcal A}^\DZ b^{(!)}\mathcal E\sira  b^{*,\op{Ab}}\op{res}_{\mathcal B}^\DZ (b_{(!)}\mathcal A\Rrightarrow_{\mathcal B} \mathcal E)$$
   konstruiert. Da in unserem Fall $b_{(!)}$ exakt ist,
   liefert \eref{??}{TD} eine Isotransformation $b^!\siRa {\op{R}}b^{(!)}$
   zwischen dem Rechtsadjungierten des derivierten Funktors und dem 
   Rechtsderivierten des Rechtsadjungierten. Da auch $b^{*,\op{Ab}}$ ein
   exakter Funktor ist, erhalten wir so
    Isomorphismen
   von derivierten abelschen Garben 
   $$\op{res}_{\mathcal A}^\DZ b^{!}\mathcal E\sira  b^{*,\op{Ab}}\op{res}_{\mathcal B}^\DZ (b_{!}\mathcal A\Rrightarrow_{\mathcal B}^{\op{Der}} \mathcal E)$$
   Ist noch spezieller $b:X\hra Y$ die Einbettung einer
   abgeschlossenen Untervariet"at
   in eine glatte Variet"at und betrachten wir $\mathcal E\pdef \mathcal O_Y$,
   so finden wir $b_!=b_*$ und ist $Y$ affin, so ist 
   $(b_*\mathcal O_X{\Rrightarrow}\mathcal O_Y)$ 
   nach \ref{VdGa} der R"uckzug unter
   $a:(Y,\mathcal O(Y))\ra (\op{top}, \mathcal O(Y)$
   des internen Homobjekts $\mathcal O(X){\Rrightarrow}\mathcal O(Y)$
   in der derivierten Kategorie der $\mathcal O(Y)$-Moduln. Ist $Y$ zus"atzlich
   irreduzibel und das Verschwindungsideal $J\pdef \mathcal I_Y(X)$ ein
   vom Nullideal verschiedenes Hauptideal, so ist
   $[1](\mathcal O(X){\Rrightarrow}\mathcal O(Y))$ nach \ref{dIsp}
   isomorph zu $\mathcal O(X)$ als $\mathcal O(Y))$-Modul 
   und genauer haben wir dort einen Isomorphismus
   $$[1]\big(\mathcal O(X){\Rrightarrow}\mathcal O(Y)\big) \sira \op{Hom}_{\mathcal O(X)}(J/J^2, \mathcal O(X))$$ konstruiert, der vertr"aglich ist mit dem
   "Ubergang zu standardoffenen affinen Teilmengen von $Y$.
   Aus Ersterem folgt, da"s $[1]b^!\mathcal O_Y$
   ein lokal freier $\mathcal O_X$-Modul vom Rang Eins ist, wenn
   $b:X\hra Y$ die Einbettung einer glatten Untervariet"at $X$ der Kodimension
   Eins in eine glatte Variet"at $Y$ ist. Letztere Isomorphismen verkleben
    zu einem Isomorphismus mit dem Normalenb"undel,
   dem Dualen des Konormalenb"undels aus \ref{KNBB}, also zu einem
   Isomorphismus  $$[1](X{\subset} Y)^!\mathcal O_Y
   \sira \mathcal N_{X\subset Y}$$
   Nach Konstruktion ist auch
   er vertr"aglich mit der Einschr"ankung auf offene Teilmengen.
   Der allgemeine Morphismus \eref{fter}{TSF} spezialisiert f"ur jedes
   Geradenb"undel $\mathcal G$ auf $Y$, ja jedes starre Objekt der
   derivierten Kategorie nach "Ubung \eref{fMru}{TSF} zu einem Isomorphismus
   $$[-1]\mathcal N_{X\subset Y}\otimes b^*\mathcal G\;\sira\; b^! \mathcal G$$
   Die kurze exakte Sequenz $\mathcal T_X\hra b^*\mathcal T_Y\sra
   \mathcal N_{X\subset Y}$ liefert nun auf den maximalen
   "au"seren Potenzen einen Isomorphismus 
   $ \mathcal N_{X\subset Y}\otimes \bigwedge^{\op{max}}\mathcal T_X
   \sira \bigwedge^{\op{max}}b^*\mathcal T_Y$ alias
   $\mathcal N_{X\subset Y}\otimes \omega_X^*\sira b^*\omega_Y^*$
   und so f"ur $Y$ glatt "aquidimensional und $X\subset Y$ eine
   glatte abgeschlossene "aquidimensionale Untervariet"at der Kodimension Eins
   einen Isomorphismus\label{RZAI} 
   $$(X{\subset} Y)^!\omega_Y[\op{dim}Y]\;\sira\; \omega_X[\op{dim}X]$$
   Auch diese Isomorphismen sind vertr"aglich mit
   der Einschr"ankung auf offene Teilmengen.
\end{Bemerkungl}

\nichtfinal{Jetzt sollte klar sein, wie es in  \ref{TAMG} weitergehen mu"s!}

\begin{Bemerkungl} \nichtfinal{Noch relevant?}
  Gegeben $X\As Z$ eine glatte irreduzible Variet"at
  mit einer abgeschlossenen Untervariet"at der Kodimension Eins
  besitzt jeder Punkt $p\in X$ eine offene affine Umgebung $U$
  derart, da"s $(A,J)\pdef (\mathcal O_X(U), \mathcal I_U(Z\cap U))$
  die Bedingungen aus \ref{vgP} erf"ullen. 
  Bezeichne $i:Z\hra X$ die Einbettung. Zusammen mit unseren Erkenntnissen
  \ref{VdGa} "uber Vertr"aglichkeiten der Garbifizierung erhalten wir
  Isomorphismen
  $$(i_*\mathcal O_Z{\Rrightarrow}\mathcal O_X[1])|_U\sira
  i_*(\mathcal N^*_{Z\subset X}{\Rrightarrow}\mathcal O_Z)|_U$$
  und die rechte und folglich auch die linke Seite sind gew"ohnliche
  Garben. Mit "Ubung \ref{kgA} "uber affine offene Teilmengen erkennen wir
  zus"atzlich, da"s diese Isomorphismen auf dem Schnitt je zweier derartiger
  offener Teilmengen "ubereinstimmen und folglich verkleben zu
  einem Isomorphismus $$(i_*\mathcal O_Z{\Rrightarrow}\mathcal O_X[1])\sira
  i_*(\mathcal N^*_{Z\subset X}{\Rrightarrow}\mathcal O_Z)$$
  Wir setzen $\mathcal N_{Z\subset X}\pdef
  (\mathcal N^*_{Z\subset X}{\Rrightarrow}\mathcal O_Z)$
  und nennen diesen $\mathcal O_Z$-Modul das
  {\bf Normalenb"undel von $Z$ in $X$}.\index{Normalenb"undel}
  Damit k"onnen wir unseren Isomorphismus umschreiben zu einem
  Isomorphismus
  $$(i_*\mathcal O_Z{\Rrightarrow}\mathcal O_X[1])\sira
  i_*\mathcal N_{Z\subset X}$$
  \nichtfinal{und erhalten schlie"slich einen Isomorphismus 
    $$i^+\mathcal O_X\sira
 [-1] \mathcal N_{Z\subset X}$$}
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{Der Linksadjungierte zu $i_*$ ist
  $i_*\mathcal O_Z{\Rrightarrow}$, aber das Resultat als
  Modulgarbenkomplex auf $Z$ betrachtet. Das pr"ufe affin-lokal.} 



\ref{VdGa} "uber Vertr"aglichkeiten der Garbifizierung.
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben $Z\As X$ eine glatte abgeschlossene Untervariet"at
  einer glatten Variet"at mit Einbettungsmorphismus $i$
  wird das {\bf Normalenb"undel}\index{Normalenb"undel} 
  erkl"art als der Kokern
  $$\mathcal N_{Z\subset X}\pdef \op{cok}(\mathcal T_Z\ra i^*\mathcal T_X)$$
  des durch die Tangentiale der Einbettungen gegebenen
  Morphismus $\mathcal T_Z\ra i^*\mathcal T_X$ aus \eref{RGNm}{DM}.
  F"ur seinen  geometrischen Halm bei $z\in Z$ erhalten wir mithin
  einen Isomorphismus
  $(\mathcal N_{Z\subset X})_{/z}\sira {\op{T}}_zX/{\op{T}}_zZ$. 
  Sind unsere Variet"aten irreduzibel und hat $Z$ die Kodimension Eins,
  so konstruieren wir nun einen Isomorphismus
  $$i^*(i_*\mathcal O_Z{\Rrightarrow}\mathcal O_X)\sira
  \mathcal N_{Z\subset X}[-1]$$
  Es reicht dazu, in allen affinen F"allen derartige
  Isomorphismen so anzugeben, da"s sie mit dem "Ubergang zu
  offenen affinen Teilmengen vertr"aglich sind. \nichtfinal{Zu vage?}
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Reste}]
  %"Ahnliches gilt f"ur einen beliebigen Kring $k$ und
  %jeden freien $k$-Modul $V$ von endlichem Rang $\geq 2$,
  %aber das will ich hier
  %nicht ausschreiben.
\nichtfinal{
  und f"ur alle $d\geq 0$ ist diejenige Abbildung
  $${\op{H}}^{0}(\mathbb PV;\mathcal O(d))\times {\op{H}}^{n-1}(\mathbb PV;\mathcal O(-n-d))\ra {\op{H}}^{n-1}(\mathbb PV;\mathcal O(-n))$$
  eine nichtausgeartete Paarung, die ein Tupel $(f,\eta)$ abbildet
  auf $({\op{H}}^{n-1}(f\cdot))(\eta)$ f"ur $(f\cdot): \mathcal O(-n-d)\ra \mathcal O(-n)$ der durch Multiplikation mit dem globalen Schnitt
  $f\in \Gamma\mathcal O(d)$ gegebene Garbenhomomorphismus. All das folgt
  unmittelbar aus den vorhergehenden Rechnungen und mutatis mutandis auch f"ur
  einen beliebigen Kring $k$.}


\nichtfinal{"Uber K"orper: $${\op{H}}^{n-1}(\mathbb PV;\mathcal O(d){\Rrightarrow}\mathcal O(-n))\sira {\op{H}}^{0}(\mathbb PV;\mathcal O(d)){\Rrightarrow}  {\op{H}}^{n-1}(\mathbb PV;\mathcal O(-n))$$}
\end{Bemerkungl}
 \subsubsection*{"Ubungen}
 \begin{Ubung}
 \end{Ubung}

 \subsection{Derivierte Modulgarben auf Schemata}
 \begin{Bemerkungl} Gegeben ein Kring $A$ liefert 
   die konstante Abbildung $\pi:(\op{Spec}A;\mathcal O)
   \ra (\op{top};A)$ einen R"uckzug $\pi^*:\op{Der}_{/(\op{top};A)}\ra
   \op{Der}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}$. Wir konzentrieren und im folgenden
   auf noethersche Schemata $X=(X;\mathcal O)$ endlicher Krulldimension
   und betrachten in der derivierten Kategorie aller Modulgarben auf $X$ die
   volle triangulierte Unterkategorie
   $$\op{Der}^{\op{lqk}}(X)=\op{Der}_{/X}^{\op{lqk}}\subset \op{Der}_{/X}$$
   aller Komplexe $\mathcal F$, f"ur die $X$ eine "Uberdeckung durch
   offene affine Unterschemata $U\co X$ 
   besitzt derart,  da"s die Einheit der Adjunktion in der derivierten Kategorie
   einen Isomorphismus
   $\pi^*\pi_*j^*\mathcal F\qri j^*\mathcal F$ induziert f"ur $j:U\hra X$
   die Einbettung und 
   $\pi:(U;\mathcal O)\ra (\op{top};\mathcal O(U))$.
   Das ist offensichtlich eine volle triangulierte Unterkategorie.
   Wir nennen die Objekte von
   $\op{Der}^{\op{lqk}}(X)$
   {\bf lokal quasikoh"arente
     Komplexe}.\index{quasikoh"arent!lokal quasikoh"arenter Komplex}
 \end{Bemerkungl}

 \begin{Satz}[\textbf{Lokal quasikoh"arent impliziert global quasikoh"arent}] 
   Jeder lokal quasikoh"arente Komplex $\mathcal F$ auf einem 
   noetherschen separierten
   Schema $X$ endlicher Krulldimension ist in der derivierten
   Kategorie isomorph\label{loGL} 
   zu einem Komplex quasikoh"arenter Modulgarben. 
 \end{Satz}

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Literatur}] Aus
   \cite{BoeNee} folgt, da"s unsere Kategorie bereits "aquivalent ist
   zur derivierten Kategorie der Kategorie der quasikoh"arenten Garben auf $X$
   und das sogar noch allgemeiner f"ur $X$ kompakt separiert.
   Die Argumentation wird dort jedoch sehr weitgehend dem Leser "uberlassen.
   Im Stacks project in 36.7.5 wird sorgf"altiger argumentiert.
  All das ist jedoch ein gr"o"serer Aufwand und mein Ziel ist nur,
   einen bequemen Rahmen f"ur die algebraische Geometrie
   bereitzustellen. Dazu zeige ich, da"s
   lokal quasikoh"arente Komplexe 
   einerseits weitgehend 
   stabil sind unter Trennr"uckzug, Vorschub,  internem Hom
   und abgeschlossenem Schreir"uckzug und
   wie andererseits in der affinen Situation alle diese Konstruktionen sehr
   explizit beschrieben werden k"onnen. 
 \end{Bemerkungl}
 \begin{proof}    Wir d"urfen nach \eref{reff}{TSF} annehmen, da"s
   $\mathcal F$ als ein quisrechtsentfalteter Komplex der
   Homotopiekategorie der Modulgarben gegeben ist. 
   Dann ist auch  $j^{(*)}\mathcal F$ f"ur jede offene Einbettung
   $j:U\hra X$ quisrechtsentfaltet,
   da  in diesem Fall $j^{(*)}=j^{(!)}$ einen exakten
   Linksadjungierten $j_{(!)}$ auf der Kategorie aller Modulgarben hat, so da"s
   f"ur jeden exakten Komplex $\mathcal E$ von Modulgarben auf $U$ gilt
   $$\op{Hot}_{/U}(\mathcal E, j^{(!)}\mathcal F)\cong
   \op{Hot}_{/X}(j_{(!)}\mathcal E, \mathcal F)=0$$
   Ist nun $j:U\hra X$ die Einbettung eines offenen affinen Unterschemas
   mit $\pi^*\pi_*j^*\mathcal F\sira j^*\mathcal F$ unter der Koeinheit der
   Adjunktion in der derivierten Kategorie
   f"ur $\pi:U\ra (\op{top};\mathcal O(U))$, so folgt unter der Koeinheit der
   Adjunktion auch 
   $$\pi^{(*)}\pi_{(*)}j^{(*)}\mathcal F\qri j^{(*)}\mathcal F$$
   In der Tat ist $j^{(*)}$ exakt und $j^{(*)}\mathcal F$ quisrechtsentfaltet
   und $\pi^{(*)}$ exakt, da n"amlich Lokalisierung exakt ist, also
   wird dieser Morphismus   in der derivierten Kategorie zu dem
   Morphismus, von dem wir ja bereits angenommen haben,
   da"s er ein Isomorphismus ist.
     Links steht dabei ein
   Komplex quasikoh"arenter Garben, und da $j_{(*)}$
   endliche homologische Dimension hat nach \ref{??}
   und quasikoh"arente Garben  $j_{(*)}$-quisrechtsentfaltet sind,
   ist auch der Komplex rechts $j_{(*)}$-quisrechtsentfaltet und
   unser Morphismus induziert einen Quasiisomorphismus
    $$j_{(*)}\pi^{(*)}\pi_{(*)}j^{(*)}\mathcal F\qri j_{(*)}j^{(*)}\mathcal F$$
   Im Rest des Beweises verwenden wir der "Ubersichtlichkeit halber
   unsere alte Notation und schreiben abk"urzend 
   $$
    \text{$f^*, f_*$ statt $f^{(*)},f_{(*)}$}
   $$
    Nun betrachten wir einen quisrechtsentfalteten 
    Komplex von Modulgarben
      $\mathcal F$ auf $X$
    und  eine "Uberdeckung $X=U\cup V$  durch zwei affine offene Teilmengen.
    Da $X$ separiert ist, mu"s ihr Schnitt $W\pdef U\cap V$ nach \ref{??}
    affin sein.
   F"ur $u,v,w$ die Einbettungen von $U,V,W$ nach $X$ erhalten wir dann die
   kurze exakte Sequenz von Garbenkomplexen
   in der oberen Horizontale eines kommutativen Diagramms 
   $$\begin{array}{ccccc}
     \mathcal F&\hra& u_*u^*\mathcal F\oplus  v_*v^*\mathcal F
     &\sra&
     w_*w^*\mathcal F\\
     &&\ua&&\ua\\
    && u_{*}\pi^{*}\pi_{*}u^{*}\mathcal F\oplus  v_{*}\pi^{*}\pi_{*}v^{*}\mathcal F
     &\ra&
     w_{*}\pi^{*}\pi_{*}w^{*}\mathcal F
   \end{array}
$$
   und einen Quasiisomorphismus
$\mathcal F\qri \op{tot}( u_*u^*\mathcal F\oplus  v_*v^*\mathcal F
     \ra
     w_*w^*\mathcal F)$ als Konsequenz dieser gliedweisen
     Aufl"osung von $\mathcal F$
     durch
     einen vergarbten \v{C}echkomplex im Sinne von \ref{??}. 
   In der unteren Horizontale meint $\pi$ den jeweiligen
   Morphismus auf den entsprechend gekringten Einpunktraum. Die
   linke Vertikale ist ein Quasiisomorphismus, wenn wir  annehmen,
    $\mathcal F$ sei lokal quasikoh"arent \glqq f"ur unsere "Uberdeckung\grqq.
   Wir zeigen im Anschlu"s, da"s dann auch die rechte
   Vertikale ein Quasiisomorphismus ist. Daraus folgt,
   da"s die Vertikalen einen Quasiisomorphismus auf den jeweiligen
   Totalkomplexe induzieren.  
   Der Totalkomplex der unteren Horizontale
   ist jedoch in der Tat ein Komplex quasikoh"arenter Modulgarben auf $X$. 
   Danach diskutieren wir noch, wie sich das Argument auf den Fall
   endlicher "Uberdeckungen verallgemeinern l"a"st. 
\\[2mm]\noindent
Wir zeigen nun, da"s in obigem Diagramm auch die rechte Vertikale ein
Quasiisomorphismus ist. Gegeben $W\co U$ das
   Spektrum eines noetherschen Krings endlicher Krulldimension
   mit einer offenen affinen
   Teilmenge betrachten wir dazu das kommutative Diagramm
   $$\begin{array}{ccc} W&\stackrel{j}{\ra}&U\\
     \;\; \da q &&\;\; \da p\\
     (\op{top};\mathcal O(W))&\stackrel{r}{\ra}& (\op{top};\mathcal O(U))
   \end{array}$$
   Hier bezeichnen $p,q$ die Morphismen, die wir oben unterschiedslos
   $\pi$ notiert
   haben. Gegeben $\mathcal F$ ein  Komplex von Modulgarben
   auf $U$  erhalten 
   wir wie in jeder opponiert notierten Bifaserung  ein kommutatives Diagramm
$$\begin{array}{ccc}j^{*}\mathcal F&=& j^{*}\mathcal F \\
     \ua  && \ua \\
   j^{*}p^{*}p_{*}\mathcal F&\ra& q^{*}q_{*}j^{*}\mathcal F
   \end{array}$$
   mit den Koeinheiten der Adjunktionen in den Vertikalen und der
   unteren Horizontale gegeben durch $pj=rq$ und Basiswechsel
   $r^{*}p_{*}\RA q_{*}j^{*}$.
   Ist nun  $\mathcal F$ ein quisrechtsentfalteter Komplex von Modulgarben
   auf $U$ mit 
   $p^{*}p_{*}\mathcal F\qri \mathcal F$, so 
   ist zus"atzlich auch die rechte Vertikale ein Quasiisomorphismus durch offene Einschr"ankung.
   Wegen $rq=pj$ liefert er einen
    Quasiisomorphismus $q^{*}r^{*}p_{*}\mathcal F\qri j^{*}\mathcal F$.
   Beide Seiten sind hier quisrechtsentfaltet
   f"ur $q_{*}$ und $q^{*}$ ist exakt,
   folglich bleibt unser Quasiisomorphismus ein
   Quasiisomorphismus unter $q^{*}q_{*}$ und wir
   erhalten ein kommutatives Diagramm
   $$\begin{array}{ccc}q^{*}r^{*}p_{*}\mathcal F&\qri& j^{*}\mathcal F \\
     \ua  && \ua \\
   q^{*}q_{*} q^{*}r^{*}p_{*}\mathcal F&\qri& q^{*}q_{*}j^{*}\mathcal F
   \end{array}$$
   mir den Koeinheiten der Adjunktion in den Vertikalen. 
   Die Koeinheit der Adjunktion in der linken Vertikale
   ist jedoch ein Isomorphismus, folglich ist die Koeinheit der
   Adjunktion in der rechten Vertikale ein
   Quasiisomorphismus.
\\[2mm]
  Nun diskutieren wir noch den Fall einer
  beliebigen endlichen offenen affinen "Uberdeckung, die entsprechend
  an den Komplex von Modulgarben $\mathcal F$ angepa"st ist.
  In der oberen Horizontale unseres Diagramms vom Anfang des Beweises
  steht dann der vergarbte
  \v{C}echkomplex und wir m"ussen uns
  nur noch "uberlegen, da"s auch  in der unteren Horizontale
  in der Tat die Verkn"upfung
     von je zwei horizontalen Morphismen verschwindet.
     Das folgt jedoch daraus, da"s  $u_{*}\pi^{*}\pi_{*}u^{*}\mathcal F\ra 
     w_{*}\pi^{*}\pi_{*}w^{*}\mathcal F$ stets "uber
     $j_{*}j^{*}u_{*}\pi^{*}\pi_{*}u^{*}\mathcal F$ faktorisiert f"ur
     $j:W\hra U$ die Einbettung wie zuvor. 
 \end{proof}






 
 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Verschwindungssatz von Grothendieck}]
   \nichtfinal{Auf nachher verlegen!} 
   Grothendieck hat gezeigt, siehe Hartshorne, da"s
   auf einem noetherschen topologischen Raum $X$ einer Krulldimension $\leq n$
   alle ${\op{H}}^q(X;\mathcal F)$
    f"ur $q>n$ und abelsche Garben $\mathcal F$ verschwinden.\label{GrEL} 
 \end{Bemerkungl}
 \begin{Lemma}[\textbf{Verschwindungssatz von Grothendieck}]  
   Gegeben $X$ ein noetherscher topologischer Raum
   endlicher Krulldimension $n$ und $f:X\ra Y$ stetig 
   ist der
   Vorschub abelscher Garben\label{hDv}  
   $f_{(*)}: \op{Ab}_{/X}\ra\op{Ab}_{/Y} $
  von  homologischer Dimension $\leq n$.
 \end{Lemma}
 \begin{proof}
   F"ur jede offene Teilmenge $V\co Y$ ist
   $U\pdef f^{-1}(V)$ offen in $X$ 
   und folglich ein noetherscher topologischer
   Raum  endlicher Krulldimension $\leq n$.
   F"ur jede welke Aufl"osung $\mathcal F\hra \mathcal W^\lhd$
   einer abelschen Garbe auf $X$ und
   jede standardoffene Teilmenge  ist nach \ref{GrEL}
   \nichtfinal{(Referenz ausschreiben!)} mithin
   $\Gamma(V;f_{(*)}\mathcal W^\lhd)$ exakt in Graden $>n$.
   Dann aber ist $f_{(*)}\mathcal W^\lhd$ auch halmweise exakt  in Graden $>n$
   und folglich als Garbenkomplex 
   exakt in Graden $>n$.
 \end{proof}
 \begin{Satz}[\textbf{Derivierte Moduln und Modulgarben}]
   Seien $A,B$ noe\-ther\-sche Kringe endlicher Krulldimension und
   $\pi:(\op{Spec}A;\mathcal O)\ra (\op{top};A)$ der offensichtlich Morphismus.
   So gilt:
   \begin{enumerate}
   \item
     Der
     R"uckzug liefert
     eine "Aquivalenz von Kategorien\label{vtLL} $$\pi^*:\op{Der}_{/(\op{top};A)}\sirra
   \op{Der}^{\op{lkq}}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}$$
 \item
   Die lokal quasikoh"arenten Komplexe von Modulgarben auf
   noetherschen separierten Schemata endlicher Krulldimension sind stabil
   unter Trennr"uckzug und Vorschub von derivierten Modulgarben
   alias $f^*, f_*, \otimes$;
   \item Gegeben $X$ noethersch separiert und 
     $\mathcal F,\mathcal G\in \op{Der}^{\op{lkq}}(X)$ mit
     $\mathcal G\in \op{Der}^{+}$ und $\mathcal F\in \op{Der}^{-}$ mit
     $\mathcal H^q\mathcal F$ koh"arent f"ur alle $q$ gilt
     $$(\mathcal F{\Rrightarrow}\mathcal G)\in \op{Der}^{\op{lkq}}(X)$$
     Dasselbe gilt f"ur  $\mathcal F$ eine lokal freie halmweise endlich erzeugte
     Modulgarbe 
     und $\mathcal G$ beliebig;
 \item
   Der R"uckzug von einpunktigen mit noetherscher Kringen endlicher Krulldimension
   gekringten R"aumen zu den entsprechenden affinen Schemata macht stabil universelle
   Trennungen zu stabil universellen Trennungen alias ist vertr"aglich mit deriviertem
   $f^*$ und $\otimes$;
 \item Gegeben ein Kringhomomorphismus $f^\circ: B\ra A$
   erhalten wir eine Isotransformation 
   $p^*f_*\siRa g_* q^*$ durch
   Basiswechsel im zugeh"origen kommutativen Diagramm gekringter R"aume
   $$\begin{array}{ccc}
    (\op{Spec}A;\mathcal O)&\stackrel{q}{\ra} & (\op{top};A)\\
    {\scriptstyle g}\da&&\da {\scriptstyle f}\\
    (\op{Spec}B;\mathcal O) &\stackrel{p}{\ra}&(\op{top};B)
   \end{array}$$
   mit der alternativen Notation $q=\pi$;
 \item
   Gegeben ein  Komplex endlich erzeugter $A$-Moduln $M\in \op{Ket}^-$
   sowie ein beliebiger Komplex von $A$-Moduln  $N\in \op{Ket}^+$
   ist der vom Schmelzfunktor $\pi^*$ induzierte Morphismus ein Isomorphismus
   $$\pi^*(M{\Rrightarrow}N)\sira (\pi^*M\Rrightarrow\pi^*N)$$ von derivierten
   Modulgarben auf $\op{Spec}A$. Dasselbe gilt f"ur $M$ ein endlich erzeugter
   projektiver Modul und $N\in \op{Ket}$ beliebig;
 \item
   Gegeben ein surjektiver Kringhomomorphismus $f^\circ: B\ra A$
   liefert die  aus dem Isomorphismus
   $p^*f_*\siRa g_* q^*$ alias $p^*f_!\siRa g_! q^*$ von oben
   als Verkn"upfung $ q^*f^!\RA g^!g_!q^*f^!\siRa  g^!p^*f_!f^! \RA g^!p^*$
   entstehende
   Transformation f"ur alle $N\in \op{Der}^+(\op{Mod}_A)$ 
    einen Isomorphismus
    $$q^*f^!N\sira g^!p^*N$$
    Dasselbe gilt f"ur beliebiges $N$, wenn der $B$-Modul $A$ ein endliche Aufl"osung
    durch endlich erzeugte projektive $B$-Moduln besitzt.
   \end{enumerate}
 \end{Satz}
   
 \begin{proof}
  1.
   Wir haben in \ref{glSDM} in anderer
   Notation und sogar f"ur einen beliebigen Kring gezeigt, da"s $\pi^{(*)}$ ein exakter
     Funktor ist und die Einheit der Adjunktion eine
     Isotransformation $\eta:\op{id}\siRa \pi_{(*)}\pi^{(*)}$.
     Wir wissen nach \ref{VvG} weiter,
     da"s quasikoh"arente Modulgarben keine h"ohere Kohomologie
     haben. Folglich gilt auch auf den derivierten Kategorien
     $\eta:M\sira \pi_{*}\pi^{*}M$ f"ur jeden $A$-Modul $M$.
     Die Menge aller Komplexe in $\op{Der}_{/(\op{top};A)}$, f"ur die $\eta$
     ein Isomorphismus ist, mu"s nun zus"atzlich  stabil
     sein unter dem Bilden ausgezeichneter Dreiecke. Folglich
     ist der R"uckzug alias die Lokalisierung ein volltreuer Funktor
     $$\pi^*:\op{Der}_{/(\op{top};A)}^{\op{b}}\vra \op{Der}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}$$
       Das wesentliche Bild besteht offensichtlich genau aus allen
       Komplexen von Modulgarben
       mit beschr"ankten quasikoh"arenten Homologieobjekten.  
    Ist nun $A$ wie angenommen 
     ein noetherscher Kring $A$ endlicher
    Krulldimension, so hat der Vorschub 
    $\pi_{(*)}:\op{Ab}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}\ra \op{Ab}_{/(\op{top};A)}$
    nach \ref{GrEL}  endliche homologische Dimension.
    In diesem Fall zeigen unsere allgemeinen
    Erkenntnisse zum Derivieren homologisch
      endlicher Funktoren \eref{UbDe}{TD}, da"s 
   beliebige Komplexe quasikoh"arenter Modulgarben
   bereits $\pi_{(*)}$-quis\-rechts\-ent\-fal\-tet sind.
   So folgt $\eta: M\sira \pi_*\pi^* M$ f"ur alle $M\in \op{Der}_{/(\op{top};A)}$.
   Andererseits zeigt Satz \ref{loGL}, da"s in diesem Fall
   auch jeder lokal quasikoh"arente Komplex in der derivierten Kategorie
   isomorph ist zu einem Komplex  quasikoh"arenter Modulgarben.  
   \\[2mm]\noindent Beweis von 2$(f^*,\otimes)$ und 4.
    Gegeben Morphismen $f_i:X\ra Y_i$ noetherscher
  Schemata endlicher Krulldimension f"ur $1\leq i\leq r$ mit $r\geq 0$
  und lokal quasikoh"arente Komplexe
  $\mathcal F_i\in \op{Der}^{\op{lqk}}(Y_i)$ ist auch
  $(f_1,\ldots, f_r)^\dagger (\mathcal F_1\curlywedge\ldots\curlywedge
  \mathcal F_r)$ lokal quasikoh"arent. In der Tat reicht es, wenn
  wir das zeigen unter der zus"atzlichen Annahme, da"s alle unsere Schemata
  affin sind, $X=\op{Spec}A, Y_i=\op{Spec}B_i,$ und da"s gilt
  $\mathcal F_i=\pi_i^* F_i$ f"ur $F_i\in \op{Der}(B_i\op{-Mod})$. Dann folgt
  die Behauptung aus dem Vergleich von 
 deriviertem
  Trennr"uckzug auf beiden Wegen im kommutativen Diagramm
  von Trennungen gekringter R"aume
  $$\begin{array}{ccc}
    X\;\;\;&\ra&Y_1\curlywedge\ldots\curlywedge Y_r\;\;\;\\
    \da\pi&&\;\;\;\;\;\;\;\;\;\;\;\da\pi_1\curlywedge\ldots\curlywedge\pi_r\\
    (\op{top};A)&\ra
    &(\op{top};B_1)\curlywedge\ldots\curlywedge (\op{top};B_r)
  \end{array}$$
  \\[2mm]\noindent  5.
  Gegeben ein Kringhomomorphismus $f^\circ:B\ra A$
  mit $A$ noethersch sind ganz allgemein
  quasikoh"arente Modulgarben rechtsazyklisch f"ur den
   Vorschub %\label{azyVm}  
   $$f_{(*)}: \op{Ab}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}\ra\op{Ab}_{/(\op{Spec}B;\mathcal O)} $$ 
  In der Tat ist  nach \ref{inww} die Lokalisierung jedes
   injektiven $A$-Moduls eine welke Modulgarbe.
   Gegeben eine injektive Aufl"osung $M\hra I^\lhd$ eines
   $A$-Moduls ist folglich $\mathcal L M\hra \mathcal L I^\lhd$
   eine $f_{(*)}$-azyklische Aufl"osung von $\mathcal L M$ und  f"ur $q>0$
   finden wir
   $$({\op{R}}^qf_{(*)})(\mathcal L M)=\mathcal H^q (f_{(*)}\mathcal L I^\lhd)
   =\mathcal H^q\mathcal L (\op{res}_A^B I^\lhd)=
   \mathcal L\mathcal H^q (\op{res}_A^B I^\lhd)=0$$
   Ist weiter 
   $f:\op{Spec}A\ra\op{Spec}B$ ein Morphismus von affinen Schemata
   mit $A$ noethersch von endlicher Krulldimension $\op{kdim}A=n<\infty$, so  
   ist der
   Vorschub abelscher Garben %\label{hDv}  
   $f_{(*)}: \op{Ab}_{/\op{Spec}A}\ra\op{Ab}_{/\op{Spec}B} $ 
   von  homologischer Dimension $\leq n$ nach dem Verschwindungssatz von Grothendieck
   \ref{hDv}.  Nach unseren Erkenntnissen zum Derivieren homologisch endlicher
   Funktoren \eref{UbDe}{TD}  sind folglich Komplexe quasikoh"arenter Garben
   $f_{(*)}$-quisrechtsentfaltet und das zeigt Teil 5. 
   \\[2mm]\noindent 2$(f_*)$. \nichtfinal{Sollte einfach nur
     als Komplex quasikoh"arenter Garben schreiben und
     affine "Uberdeckung nehmen und \c{C}echkomplex dazu und dann ist es entfaltet etc.}
   Als n"achstes zeigen wir die Behauptung f"ur
   $f:\op{Spec}A\hra X$ einen Morphismus vom Spektrum eines
   noetherschen Krings zu einem separierten Schema.
   Dazu "uberlegen wir uns zun"achst, da"s jede
   quasikoh"arente Modulgarbe $\mathcal F$ auf\, $\op{Spec}A$
  rechtsazyklisch ist f"ur den Vorschub $f_{(*)}$. 
  Nach "Ubung \ref{MASc} ist jeder Morphismus von einem affinen Schema zu einem
  separierten Schema affin. 
  Ist $i:\op{Spec}B\hra X$ die offene Einbettung eines
  affinen Schemas, so  finden
  wir mithin ein kartesisches Diagramm gekringter R"aume
  $$\begin{array}{ccc}\op{Spec}C&\ra&\op{Spec}A\\
    \da&&\da\\
    \op{Spec}B&\ra &X
  \end{array}$$
  mit offenen Einbettungen in den Horizontalen. Nach "Ubung \ref{NoSC}
  ist auch $C$ noethersch. 
  Nach offenem Basiswechsel \eref{??}{??} reicht es zu zeigen,
  da"s quasikoh"arente Modulgarben auf $\op{Spec}C$ rechtsazyklisch sind
  f"ur den Vorschub unter der linken Vertikale.
  Das jedoch wissen wir bereits aus dem Beweis von Teil 5.
  Ist nun 
 \end{proof}
 


\begin{Bemerkungl} \nichtfinal{Nach hinten!} 
 Jeder Komplex von Moduln "uber einem Ring $A$ hat eine
       Cartan-Eilenberg-Untenaufl"osung durch freie Moduln nach
       \eref{ECaR}{TG}
       und deren Summentotal ist nach \eref{hprl}{TD} eine Quislinksentfaltung.
       So sehen wir, da"s das wesentliche Bild unseres volltreuen
       Funktors $\pi^*$ aus allen Komplexen besteht,
       die quasiisomorph sind zu Komplexen aus direkten Summen von Kopien der
       Strukturgarbe. 
 \end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Vorschub lokal quasikoh"arenter Komplexe}]
  Gegeben ein Morphismus $f:X\ra Y$ von separierten
   noetherschen Schemata endlicher Krulldimension
   induziert der derivierte Vorschub
   von Modulgarben $f_*:\op{Der}_{/X}\ra \op{Der}_{/Y}$ einen
   Funktor
   $$f_*:\op{Der}_{/X}^{\op{lqk}}\ra \op{Der}_{/Y}^{\op{lqk}}$$
 \end{Satz}



\begin{proof} \nichtfinal{Noch etwas neu am 9.12.2025. Vielleicht besser Induktion "uber
  Zahl der "uberdeckenden Teilmengen?}
   Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit sei $Y$ affin.
   Gegeben $\mathcal F\in \op{Der}^{\op{lqk}}(X)$
   w"ahlen wir eine offene affine "Uberdeckung von $X$ durch gewisse
   offene affine $U_\nu\co X$ mit Einbettung $i_\nu$ und
   $i_\nu^*\mathcal F\sira \pi_\nu^*\pi_{\nu *}i_\nu^*\mathcal F$
   unter der Einheit der Adjunktion f"ur $\pi_\nu$ der konstanten Abbildung
   auf den Einpunktraum geringt mit $\mathcal O(U_\nu)$.
   Wir d"urfen unsere Familie endlich annehmen, sagen wir $1\leq \nu\leq n$.
   Da wir $X$ separiert angenommen haben, sind auch alle endlichen Schnitte
   affiner offener Teilmengen affin und f"ur sie gilt a forteriori
   in vereinfachter Notation
   $i^*\mathcal F\sira \pi^*\pi_*i^*\mathcal F$.
   Wir d"urfen nach \eref{reff}{TSF} annehmen, da"s
   $\mathcal F$ als ein quisrechtsentfalteter Komplex der
   Homotopiekategorie der Modulgarben gegeben ist. 
   Dann ist auch  $j^{(*)}\mathcal F$ f"ur jede offene Einbettung
   $j:U\hra X$ quisrechtsentfaltet,
   da  in diesem Fall $j^{(*)}=j^{(!)}$ einen exakten
   Linksadjungierten $j_{(!)}$ auf der Kategorie aller Modulgarben hat, so da"s
   f"ur jeden exakten Komplex $\mathcal E$ von Modulgarben auf $U$ gilt
   $$\op{Hot}_{/U}(\mathcal E, j^{(!)}\mathcal F)\cong
   \op{Hot}_{/X}(j_{(!)}\mathcal E, \mathcal F)=0$$
   Jetzt betrachten wir f"ur alle Garben $\mathcal F^p$ des
   Komplexes $\mathcal F$ den vergarbten angeordneten \v{C}ech-Komplex
   $$\mathcal F^p \hra \prod_\nu i_{\nu(*)}i_\nu^{(*)}\mathcal F^p \ra\ldots$$ 
   nach \eref{AGCKg}{TG}. Er ist eine endliche Aufl"osung von
   $\mathcal F^p$ und in ihrer Gesamtheit liefern diese
   Aufl"osungen einen Doppelkomplex $\check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p$
   mit nur endlich vielen $p$-Zeilen und einer Einbettung von
   $\mathcal F$ als horizontalem  Kernkomplex,
   die einen Quasiisomorphismus
   $\mathcal F\qri \op{tot}\check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p$ induziert.
   Auch dieser Totalkomplex ist quisrechtsentfaltet, denn
   f"ur einen exakten Modulgarbenkomplex $\mathcal E$ auf $X$ 
   ist $$\op{tot}^\pi(\op{Ab}_{/X}(\mathcal E^r,
   \op{tot}\check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p))$$ das Produkttotal eines
   Tripelkomplexes abelscher Gruppen mit exakten Produkttotalen f"ur jedes
   feste $q$, diese Produkttotale sind ja endliche Summen von gewissen 
   $\op{tot}^\pi(\op{Ab}_{/X}(\mathcal E^r,
   i_{(*)}i^{(*)}\mathcal F^p))\cong
   \op{tot}^\pi(\op{Ab}_{/X}(i_{(!)}i^{(*)}\mathcal E^r,
   \mathcal F^p))$
   mit geeigneten offenen Einbettungen $i$.
   Das  Produkttotal unseres Tripelkomplexes ist mithin das
   eines Doppelkomplexes abelscher Gruppen
   mit nur endlich vielen und exakten Zeilen und folglich exakt,
   was schlie"slich zeigt, da"s er in der Tat exakt ist und da"s folglich
   der vergarbte angeordnete \v{C}ech-Komplex zu einer endlichen
   offenen "Uberdeckung eines gekringten Raums aus
   quisrechtsentfalteten Komplexen von Modulgarben quisrechtsentfaltete
   Komplexe macht. \nichtfinal{(Sollte ich als Lemma ausgliedern!)} 
    Andererseits liefert die Koeinheit der Adjunktion nach Annahme
   Isomorphismen in der derivierten Kategorie 
   $\pi^*\pi_{*}i^*\mathcal F\sira i^*\mathcal F$ f"ur $i:U\hra X$
   die offene Einbettung eines Schnitts von einigen unserer $U_\nu$
   und $\pi:U\ra(\op{top};\mathcal O(U))$.
   Aufgrund der Exaktheit von Lokalisierungen ist $\pi^{(*)}$ exakt.
   Weiter ist $i^{(*)}$ exakt und $i^{(*)}\mathcal F$ quisrechtsentfaltet
   und so folgt, da"s die Einheit der Adjunktion in der Homotopiekategorie 
   Quasiisomorphismen
   $$\pi^{(*)}\pi_{(*)}i^{(*)}\mathcal F\qri i^{(*)}\mathcal F$$
   induziert.
   Dabei  ist auch die linke Seite $i_{(*)}$-quisrechtsentfaltet,
   da sie ein Komplex quasikoh"arenter Modulgarben ist und $i$
   ein affiner Morphismus  ist
   und $i_{(*)}$ endliche homologische Dimension hat.
  Folglich induziert unser Quasiisomorphismus einen Quasiisomorphismus
   $$i_{(*)}\pi^{(*)}\pi_{(*)}i^{(*)}\mathcal F\qri
   i_{(*)}i^{(*)}\mathcal F$$
   Jetzt setzen wir beide Seiten zu Doppelkomplexen
   zusammen, bei denen rechts in den Spalten die vergarbten \v{C}ech-Komplexe
   der $\mathcal F^p$ stehen und links etwas Analoges.
  So erhalten wir einen
   Homomorphismus
   $\tilde{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p\ra \check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p$
   von Doppelkomplexen,
   der f"ur jedes feste $q$ Quasiisomorphismen auf den $p$-Zeilen induziert,
   also Isomorphismen auf den ${\op{E}}_1$-Termen
   der jeweiligen Spektralsequenzen. Dann aber mu"s er aber,
   da es unsere Doppelkomplexe nur endlich viele von Null verschiedene
   Zeilen haben, auch einen Quasiisomorphismus
   $$\op{tot}\tilde{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p\qri
   \op{tot}\check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p$$
   auf den zugeh"origen Totalkomplexen induzieren.
   \nichtfinal{(Das scheint bereits zu zeigen, da"s auf separierten noetherschen
     Schemata jeder
     lokal quasikoh"arente Komplex auch global quasiisomorph ist zu einem
     Komplex aus quasikoh"arenten Modulgarben. Das k"onnte als Zwischenergebnis
   den Beweis gut vereinfachen.)} 
   Der Komplex $\op{tot}\tilde{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p$
   besteht nun aus endlichen Produkten von Modulgarben der Gestalt 
   $i_{(*)}\pi^{(*)}\pi_{(*)}i^{(*)}\mathcal F^p$ alias
   Modulgarben der Gestalt $i_{(*)}\mathcal G$ f"ur $\mathcal G$ quasikoh"arent
   und $i:U\hra X$ die Einbettung einer offenen affinen Teilmenge.
   Diese aber sind $f_{(*)}$-azyklisch und da $f_{(*)}$ endliche homologische
   Dimension hat, ist
   der Totalkomplex auf der linken Seite $f_{(*)}$-quisrechtsentfaltet.
   Vom Totalkomplex auf der rechten Seite wissen wir schon, da"s er sogar
   quisrechtsentfaltet ist. Zusammen folgen Quasiisomorphismen 
   $$f_{(*)}\op{tot}\tilde{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p\qri
   f_{(*)}\op{tot}\check{\mathcal{C}}^{q}\mathcal F^p\qli  f_{(*)}\mathcal F$$
   Sie zeigen, da"s $f_*\mathcal F$ in der derivierten Kategorie
   isomorph ist zu einem Komplex quasikoh"arenter Modulgarben
   auf $Y$. 
 \end{proof}

 \begin{Bemerkunge}
   Nach \cite{BoeNee} Cor. 5.5 ist f"ur $X$ ein kompaktes separiertes Schema
   der offensichtliche Funktor
   eine "Aquivalenz 
   $\op{Der}(\mathcal O\op{-Modqkoh})\sirra
   \op{Der}_{\op{qkoh}}(\mathcal O\op{-Mod})$ von der
   derivierten Kategorie der quasikoh"arenten Modulgarben auf $X$
   zur vollen Unterkategorie der derivierten Kategorie
   aller Komplexe
   von Modulgarben  mit der quasikoh"arenten  Homologieobjekten.
   Ich wei"s noch nicht, ob mir das irgendwo weiterhilft. 
 \end{Bemerkunge}

 \begin{Proposition}[\textbf{Berechnung von internem Hom f"ur Modulgarben}]
   Gegeben ein gekringter Raum $X=(X;\mathcal A)$ und
   $\mathcal F\in \op{Ket}^-(\op{Ab}_{/X})$ ein Komplex von Modulgarben,
   die lokal frei sind von endlichem Rang,
   sowie $\mathcal G\in \op{Ket}^+(\op{Ab}_{/X})$ ist der nat"urliche
   Morphismus ein Isomorphismus\label{BihM} 
   $$(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Der}}\mathcal G)\sira
   Q(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}\mathcal G)$$
 \end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
  Dasselbe gilt, wenn wir st"arker  $\mathcal F\in \op{Ket}^{\op{b}}(\op{Ab}_{/X})$
  fordern, sogar f"ur alle
  $\mathcal G\in \op{Ket}(\op{Ab}_{/X})$. In diesem Fall folgt die
  Aussage jedoch durch Einschr"ankung auf offene Teilmengen unmittelbar aus
  dem Fall $\mathcal F=\mathcal A[0]$ der Strukturgarbe.\label{BihM2}   
\end{Bemerkungl}
 
 \begin{proof}
   Gegeben eine Schmelzkategorie $\mathscr M$
   mit stabil universellen Verschmelzungen
   kann das interne Hom, soweit es existiert, beschrieben werden als
   der Rechtsadjungierte $\mathcal F{\Rrightarrow}$ zu $\mathcal F\otimes$.
   Weiter bilden nach \eref{AdJD}{TD} in gro"ser Allgemeinheit 
   f"ur ein adjungiertes Paar $(T,H)$
   auch die derivierten Funktoren $({\op{L}}T, {\op{R}}H)$ ein adjungiertes
   Paar. 
   Gegeben ein gekringter Raum $(X,\mathcal A)$ liefert uns
   das  einen Isomorphismus
   $$\big({\op{R}}(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}})\big)(\mathcal G)\sira
   (\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Der}}\mathcal G)$$
   Jede Quisrechtsentfaltung
   $\mathcal G\qri \mathcal I$ von $\mathcal G$ induziert insbesondere
   einen Isomorphismus
   $(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Der}}\mathcal G)\sira
   Q(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}\mathcal I)$.
   Gibt es nun sogar eine Quisrechtsentfaltung
   $\mathcal G\qri \mathcal I$ derart, da"s
   $\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}(\op{Keg}( \mathcal G\qri \mathcal I))$
   ein exakter Garbenkomplex ist alias
   $(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}} \mathcal G)\ra
   (\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}
   \mathcal I)$ ein Quasiisomorphismus, so folgt
   in der derivierten Kategorie
   der obere horizontale Isomorphismus 
   $$\begin{array}{ccc}
     (\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Der}}\mathcal G)&\sira&
     Q(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}\mathcal G)\\
     \da\wr&&\da\wr\\
    (\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Der}}\mathcal I)&\sira& 
   Q(\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Hot}}\mathcal I)
   \end{array}$$
   aus dem Rest des Diagramms.
   Da die Kategorie der Modulgarben genug Injektive besitzt,
   gibt es f"ur jeden Komplex $\mathcal G\in \op{Ket}^+(\op{Ab}_{/X})$
   einen Quasiisomorphismus zu einem Komplex
   $\mathcal I\in \op{Ket}^+(\op{Ab}_{/X})$ aus injektiven Modulgarben,
   und so ein Komplex ist nach \eref{DEIAa}{TD} stets quisrechtsentfaltet. 
   Die Proposition folgt also, sobald wir zeigen,
   da"s f"ur jeden exakten Komplex $\mathcal E\in \op{Ket}^+(\op{Ab}_{/X})$
   unter unseren Annahmen an $\mathcal F$ auch
   $\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Ket}}\mathcal E$ exakt ist.
   Per definitionem ist dieser Komplex das Produkttotal des
   Doppelkomplexes der $\mathcal F^{-q}{\Rrightarrow}_{\op{Ket}}\mathcal E^p$.
   Unter unseren Annahmen hat er exakte Zeilen und lebt bis auf eine
   Indexverschiebung im ersten Quadraten.
   Folglich f"allt das Produkttotal mit dem Summentotal zusammen und
   der Komplex der Halme an einer Stelle $x\in X$ des Totalkomplexes ist 
   isomorph zum Totalkomplex der Halme, in Formeln
   $$\big(\op{tot}(\mathcal F^{-q}{\Rrightarrow}_{\op{Ket}}\mathcal E^p)\big)_x
   \cong
   \op{tot}\big((\mathcal F^{-q}{\Rrightarrow}_{\op{Ket}}\mathcal E^p)_x\big)$$
   Die rechte Seite ist jedoch f"ur alle $x\in X$
   ein Doppelkomplex abelscher Gruppen
   mit exakten Zeilen im ersten Quadraten und folglich exakt.
   Also ist $\mathcal F{\Rrightarrow}_{\op{Ket}}\mathcal E$ in der Tat
   ein exakter
   Komplex von Modulgarben. 
 \end{proof}

 \begin{Proposition}[\textbf{Internes Hom f"ur derivierte Moduln und Modulgarben}]
   Gegeben ein noetherscher Kring $A$ endlicher Krulldimension
   ist der  durch den Schmelzfunktor
   $\pi^*:\op{Der}_{/(\op{top};A)}\vra\op{Der}_{/(\op{Spec}A;\mathcal O)}$
      gegebene Vergleichsmorphismus \eref{fIH}{TSK} von internem Hom 
      f"ur alle Komplexe $M\in \op{Ket}^-(\op{Modfg}_A)$ und
      $N\in \op{Ket}^+(\op{Mod}_A)$
       ein Isomorphismus
       $$\pi^*(M{\Rrightarrow}N)\sira (\pi^*M{\Rrightarrow}\pi^*N)$$
 \end{Proposition}

 \begin{Bemerkungl} Dasselbe gilt, wenn $M$ ein endlich erzeugter
   projektiver Modul ist und dann auch ein beschr"ankter Komplex endlich erzeugter
   projektiver Moduln sogar f"ur beliebige Modulkomplexe $N$. In diesem Fall
   folgt es mit \ref{BihM} und seiner Erg"anzung \ref{BihM2}
   leicht daraus, da"s $\pi^*M$ f"ur  $M$  endlich erzeugt
   projektiv eine lokal freie Modulgarbe von endlichem
   Rang ist.
 \end{Bemerkungl}

 \begin{proof}
   Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit d"urfen wir annehmen, da"s
   $M$ ein Komplex aus endlich erzeugten freien Moduln ist. Dann aber
   ist die fragliche
   Abbildung auf den Homotopiekategorien offensichtlich ein Isomorphismus
   und da nach \ref{BihM} beide Seiten bereits das interne Hom in den jeweiligen
   Kategorien beschreiben, folgt die Proposition. 
\end{proof}

 
 \nichtfinal{Scheint teils alt und "uberholt.} 
\begin{Bemerkungl}
  In \eref{bRehd}{TSF} haben wir  f"ur einen Kring $A$
  endlicher homologischer Dimension \nichtfinal{(Nee, in voller Allgemeinheit!)} die derivierte Kategorie
  $\op{Der}(\op{Mod}_A)$ mit der Struktur einer Schmelzkategorie
  mit universellen Verschmelzungen und Multihom versehen, f"ur die die
  "ubliche triangulierte Struktur intern ist.
  Gleichbedeutend gilt eine entsprechende Aussage f"ur $\op{Der}(\op{Mod}_A^{\op{opp}})$. Wir behaupten nun, da"s
  $$\op{Der}\left(\op{Mod}_{\sslash{\op{Kringo}^{\op{ehd}}}}\right)\ra \curlywedge{\op{Kringo}^{\op{ehd}}}$$
  "uber den Kringen endlicher homologischer Dimension
  eine verflochtene Trennfaserung ist.

  \nichtfinal{Beweis ausschreiben! Kann aber doch wohl f"ur $f_!$ nur
  Restriktionen l"angs flacher Kringerweiterungen zulassen! }
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Skalarerweiterung und Tensorprodukt deriviert}]
Das folgende ist eine Variante von \eref{RueckT}{TSF}. 
  Wir erinnern  die  Opmodultrennfaserung  
  $\op{Mod}_{\sslash \op{Kringo}}\ra \op{Kringo}$.
  Indem wir erst zu Komplexen und dann zu Homotopiekomplexen "ubergehen,
  erhalten wir in offensichtlicher Weise  weitere Trennfaserungen, f"ur die ich
  die Notationen $\op{Ket}(\op{Mod}_{\sslash \op{Kringo}})\ra \op{Kringo}$ und 
  $\op{Hot}(\op{Mod}_{\sslash \op{Kringo}})\ra \op{Kringo}$ verwende.
Die Lokalisierung letzterer Trennkategorie
  nach allen Einstrennungen "uber Identit"aten, die  Quasiisomorphismen sind, notiere ich\label{DERM} 
  $\op{Der}_{\sslash \op{Kringo}}\pdef \op{Hot}(\op{Mod}_{\sslash \op{Kringo}})_{\shortparallel\op{qis}}$.
  Wir erhalten so einen
  Trennfunktor\index{Der@$\op{Der}_{\sslash \op{Kringo}}$|main}
  $$\op{Der}_{\sslash \op{Kringo}}\ra \op{Kringo}$$
  %Seine
  %Faser  "uber einem topologischen Raum $X$ notiere ich
 % $\op{Der}_{\sslash X}$.\index{Der@$\op{Der}_{\sslash X}$|main}
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}[\textbf{Vertr"aglichkeiten von R"uckzug und Tensorprodukt}] 
  \nichtfinal{Ab hier anpassen von Top auf Kringo und
    erst beschr"ankte nehmen, dann ehd erg"anzen.
    Spaltenstein liefert zwar allgemeines, aber was soll mir das hier.}
  \begin{enumerate}
    \item Unser Trennfunktor
      $\op{Der}_{\sslash \op{Kringo}}\ra \op{Kringo}$ aus \ref{DERM} ist eine Trennfaserung;
    \item
      Jede  f"ur  $\op{Hot}(\op{Mod}_{\sslash \op{Kringo}})\ra \op{Kringo}$ kartesische Trennung zwischen Komplexen flacher
      Moduln liefert eine  f"ur $\op{Der}_{\sslash \op{Kringo}}\ra \op{Kringo}$ kartesische Trennung;
    \item
      F"ur jeden topologischen Raum $X$ sind die offensichtlichen Funktoren
      Isomorphismen von Trennkategorien 
      $$
\op{Hot}(\op{Ab}_{\sslash X})_{\shortparallel \op{qis}}
      \sira(\op{Der}_{\sslash \op{Top}})_X$$ zwischen der
      Lokalisierung der Faser "uber $X$ als Trennkategorie und der Faser
      "uber $X$
      der globalen Lokalisierung
      mit ihrer offensichtlichen Struktur als Trennkategorie.
  \end{enumerate}
   \label{VRT}   
\end{Satz}

\begin{Bemerkungl} Die Trennkategorien $\op{Der}(\op{Ab}_{\sslash X})$
  aus dem vorhergehenden Satz sind per definitionem opponiert zu unseren Schmelzkategorien
  $\op{Der}(\op{Ab}_{/ X})$.
  Unser Satz  liefert unter anderem, was man in einer anderen Terminologie die
  \glqq Struktur eines symmetrischen monoidalen Funktors\grqq\ 
  f"ur den R"uckholfunktor $f^*:\op{Der}(\op{Ab}_{/Y})\ra \op{Der}(\op{Ab}_{/X})$
  zu einer stetigen Abbildung  $f:X\ra Y$ nennen w"urde. Er gilt analog
  f"ur Garben von Moduln "uber einem beliebigen Kring endlicher Torsionsdimension.   Analoges gilt mit demselben Beweis f"ur die einseitig
  oder beidseitig beschr"ankten Komplexe und die zugeh"origen
  derivierten Kategorien.\label{VRTm}
\end{Bemerkungl}

  \begin{proof}
    Wir wenden unseren Satz \ref{LRAn} zur Lokalisierung von Kofaserfunktoren
    durch Linksanpassung
  oder genauer den daraus durch "Ubergang zu den opponierten Kategorien entstehenden Satz zur Lokalisierung von Faserfunktoren durch Rechtsanpassung an auf den auf den Wortkategorien induzierten Funktor $$\op{Hot}(\op{Ab}_{\sslash \op{Top}})^\curlywedge\ra \op{Top}^\curlywedge$$
  Er ist ein Faserfunktor. Genauer ist f"ur stetige Abbildungen $f_i:X\ra Y_i$ und $\mathcal G_i\in\op{Hot}(\op{Ab}_{\sslash Y_i})$ 
 die tautologische Trennung
$$ f_1^*\mathcal G_1\otimes\ldots\otimes f_n^*\mathcal G_n\ra \mathcal G_1\curlywedge\ldots\curlywedge\mathcal G_n$$
"uber $(f_1, \ldots, f_n)$ 
 kartesisch.
 Wie beim Beweis des Spezialfalls \ref{DeKaM}, nur jetzt in der
 opponierten Situation, bilden die Tupel von Quasiisomorphismen "uber Identit"aten
  nach \eref{KTQu}{TD} ein \hyperref[fORE]{faserweises Linksoresystem}, ja sogar ein faserweises
  Oresystem.
  F"ur dieses faserweise Linksoresystem der Quasiisomorphismen ist nun
  wie beim Beweis des Spezialfalls \ref{DeKaM} die Unterkategorie
 $\op{Hot}(\op{flAb}_{\sslash \op{Top}})^\curlywedge$ der
  Worte in Homotopiekomplexen flacher abelscher Garben "uber topologischen R"aumen eine
  \hyperref[LAP]{Rechtsanpassung},
  denn  Tensorprodukt
  wie R"uckzug machen aus flachen Garben flache Garben,  Tensorprodukt wie R"uckzug von Quasiisomorphismen
  zwischen Komplexen flacher abelscher
  Garben sind wieder Quasiisomorphismen, und nach \eref{UGTR}{TD} finden wir f"ur jeden Komplex abelscher Garben
  einen Quasiisomorphismus von einem Komplex flacher abelscher Garben
  dorthin, der dann in der opponierten Kategorie entsprechend von
  dort ausgeht.
  \end{proof}



\begin{Bemerkunge}[\textbf{Garbenkohomologie als Schmelzfunktor}]
   Die graduierte Kommutativit"at und Funktorialit"at des Kohomologierings
  ist "aquivalent zur Aussage, da"s die Vorschrift
  $X\mapsto {\op{H}}^*(X;\DZ_X)$
   von einem  Trennfunktor\label{GKSF} 
$${\op{H}}^*={\op{H}}^*_{\op{garb}}:\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{gsAb}^{\op{opp}}$$
   herkommt, dessen Effekt auf Trennungen durch das
   \glqq Produkt der R"uckz"uge\grqq\ gegeben wird. Einen
   derartigen Trennfunktor hatten
   wir in der singul"aren Kohomologietheorie bereits in \eref{Koho}{TS}
   kennengelernt und zur Konstruktion des Kohomologierings genutzt.
   Im Fall der Garbenkohomologie
   man man besagten Trennfunktor erhalten als die
   Komposition
   $$\curlywedge{\op{Top}}\ra \op{Der}_{\sslash \op{Top}}\ra \op{gsAb}^{\op{opp}}$$
   des bis auf eindeutige Isotransformation
   wohlbestimmten kartesischen Lifts nach \ref{koLI} unserer
   Trennfaserung $\op{Der}_{\sslash \op{Top}}
   \ra \curlywedge{\op{Top}}$  mit dem Trennfunktor der
   graduierten Leertrennungen aus \eref{NuVE}{TS}. 
\end{Bemerkunge}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Versuch vern"unftige derivierte Kategorie
      auf Schemata}] Ich w"urde versuchen wollen,
  auf Schemata solche Komplexe von
  Modulgarben zu betrachten, die lokal quasiisomorph\label{vVSc} 
  sind zu beschr"ankten
  Komplexen endlich erzeugter freier Modulgarben. Die sind jedenfalls stabil
  unter Trennr"uckzug und sind vollte trianglierte
  Unterkategorien der derivierten Kategorien aller Modulgarben.
  Auf affinen Variet"aten $\op{Spec}A$ 
  ist der Lokalisierungsfunktor volltreu auf Morphismen
  $A\ra A[n]$ und folglich volltreu auf der von allen endlich erzeugten
  projektiven Moduln erzeugten triangulierten Unterkategorie von
  $\op{Der}(\op{Mod}_A)$, die damit in unserer Spezialkategorie landet.
  Weiter ist er sogar vertr"aglich mit internem Hom. Mithin sind unsere
  Spezialkategorien stabil unter internem Hom. 
  Ist speziell $A$ noethersch von endlicher projektiver Dimension,
  so enth"alt unsere Spezialkategorie alle koh"arenten Modulgarben.
  Insbesondere gilt das f"ur alle glatten affinen Variet"aten und dann auch
  f"ur alle glatten Variet"aten. 
\end{Bemerkungl}
  

\newpage

\subsection{Pr"aschrott}
 AB HIER NOCH UNGEPUTZT!

 \begin{Bemerkungl}[\textbf{Modulgarben  als Trennfaserung}]
 \end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Sei $\cal{A}$ eine Garbe von  nicht notwendig kommutativen
Ringen auf einem topologischen Raum $X$.
\begin{enumerate}
\item
Ein $\cal{A}$-Modul $\cal{F}$ hei"st 
{\bf lokal modulendlich},\index{modulendlich!lokal} 
%oder auf 
%franz"osisch {\bf de type fini}\index{de type fini!"uber Garbe von Ringen}
%genau dann, 
wenn jeder Punkt $x \in X$ eine
offene Umgebung $U$ besitzt derart, da"s $\cal{F}|_U$ ein Quotient ist von
$\cal{A}^{p}|_U$ f"ur geeignetes $p \in \Bbb{N}$.
\item
Ein  $\cal{A}$-Modul $\cal{F}$ hei"st 
{\bf koh"arent},\index{koh"arent!Garbe von Moduln}
 wenn er lokal
endlich erzeugt ist und wenn au"serdem f"ur alle $V \co X$ und $k\in\DN$ 
und jeden Morphismus
$\cal{A}^{k}|_{V} \ra \cal{F}|_{V}$ der Kern lokal modulendlich ist.
\item
Die Garbe von Ringen $\cal{A}$ hei"st \defnoind{koh"arent}\index{koh"arent!Garbe von Ringen} oder genauer
\defnoind{linkskoh"arent},\index{linkskoh"arent!Garbe von Ringen} wenn sie
koh"arent ist als Linksmodul "uber sich selber.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Beispiele}
Die Strukturgarbe einer algebraischen Variet"at oder eines lokal noetherschen
Schemas ist koh"arent. 
Die Strukturgarbe einer analytischen Variet"at ist koh"arent
(Satz von Oka).
\end{Beispiele}
\begin{Beispiel}
Ein Ring hei"st {\bf koh"arent},\index{koh"arent!Ring}
wenn er als Garbe von Ringen "uber dem einpunktigen Raum koh"arent ist.
Zum Beispiel ist jeder noethersche Ring koh"arent.
\end{Beispiel}
\begin{Definition}
Sei $\cal{A}$ eine Garbe von Ringen auf einem 
topologischen Raum $X$. Ein $\cal{A}$-Modul
$\cal{M}$ hei"st \defind{quasikoh"arent}, 
 wenn jeder Punkt $x \in X$
eine offene Umgebung $U \co X$ besitzt derart, 
da"s $\cal{M}|_{U}$ isomorph ist zum Kokern
eines Morphismus freier Modulgarben, da"s es also 
eine rechtsexakte Sequenz von $(\cal{A}|_U)$-Moduln gibt der Gestalt
$$\bigoplus_{j\in J}\left( \cal{A}|_{U}\right) \ra 
\bigoplus_{i\in I}\left( \cal{A}|_{U}\right) \twoheadrightarrow \cal{M}|_{U}$$
Die direkten Summen sind hierbei im Sinne von \ref{DLIG} 
in der Kategorie der abelschen Garben zu verstehen.
\end{Definition}


\begin{Ubung}
Sei $\cal{M}$ eine abelsche Garbe auf einem geringten Raum
$(X,\cal{A})$. Eine $\cal{A}$-Modulstruktur auf $\cal{M}$
anzugeben ist dasselbe, wie einen Homomorphismus $\cal{A} \ra
\op{End} \cal{M}$ von Garben von Ringen anzugeben.
\end{Ubung}



\begin{Definition}
Sei  $X$ ein topologischer Raum und $\cal{A}$ eine Garbe von
Ringen auf $X$.\label{Teaa}  
Gegeben eine Garbe von $\cal{A}$-Rechtsmoduln
$\mathcal{F}$
und eine Garbe von $\cal{A}$-Linksmoduln
$\mathcal{G}$ auf $X$ definieren wir
ihr \defnoind{Tensorprodukt}\index{Tensorprodukt!von Garben "uber Garben}
$$\mathcal{F} \otimes_{\cal{A}} \mathcal{G} $$ 
als die zur abelschen Pr"agarbe
$
U \mapsto \mathcal{F} (U) \otimes_{\cal{A}(U)} \mathcal{G} (U)
$ assoziierte abelsche
Garbe. 
\end{Definition}
\begin{Ubung}[\textbf{Halme von Tensorprodukten}] 
Sei  $X$ ein topologischer Raum und $\cal{A}$ eine Garbe von
Ringen auf $X$.\label{HaLTG}  
Sei $\mathcal{F}$ eine Garbe von $\cal{A}$-Rechtsmoduln
und $\mathcal{G}$ eine Garbe von $\cal{A}$-Linksmoduln
auf $X$. So liefert f"ur jeden Punkt $x\in X$ 
die offensichtliche Abbildung einen Isomorphismus
$$(\mathcal{F} \otimes_{\cal{A}} \mathcal{G})_x \;\sira 
\; \mathcal{F}_x \otimes_{\cal{A}_x} \mathcal{G}_x$$
vom Halm des Tensorprodukts in das Tensorprodukt der Halme.
Hinweis: \ref{dLt} und \ref{KLT}.
\end{Ubung}


\begin{Definition}
Sei $\varphi :(X,\cal{A})  \ra (Y,\cal{B})$ 
ein Morphismus von geringten R"aumen.
Wir erkl"aren einen Funktor 
$$\varphi_{(\ast)} : \cal{A} \op{-Mod} \ra \cal{B} \op{-Mod}$$
das sogenannte {\bf direkte Bild}\index{direktes Bild!von $\cal{A}$-Modul} 
unter $\varphi$,
indem wir als zugrundeliegende Garbe von
abelschen Gruppen die "ubliche direkte
Bildgarbe $\varphi_{(\ast)} \cal{M}=\varphi_{\circ} \cal{M}$ 
mit
$(\varphi_{\circ} \cal{M})(U)=\cal{M} (\varphi^{-1}(U))$ nehmen
und als Multiplikation  die
Verkn"upfung
$$\cal{B} (U) \times \cal{M} (\varphi^{-1}(U))\ra
\cal{A}(\varphi^{-1}(U)) \times \cal{M}(\varphi^{-1}(U)) \ra
\cal{M}(\varphi^{-1}(U))$$
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
Die in der Literatur f"ur direkte Bilder 
"ubliche Notation $\varphi_{\ast}$ 
wollen wir uns f"ur das derivierte direkte Bild 
vorbehalten.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Offensichtlich gilt $\psi_{(\ast)}\circ \varphi_{(\ast)} = (\psi \circ
\varphi)_{(\ast)}$ und $\op{id}_{(\ast)} = \op{id}$.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}\label{ZhgM}
Zum eben definierten Funktor $\varphi_{(\ast)}$ k"onnen wir einen
Linksadjungierten
$\varphi^{(\ast)} : \cal{B} \op{-Mod} \ra \cal{A}\op{-Mod}$, genannt das 
{\bf\em Zur"uckholen}\index{Zur"uckholen!von Garben von Moduln} 
von Garben von Moduln,
konstruieren vermittels der Vorschrift
$$\varphi^{(\ast)}\cal{N} \pdef \cal{A} \otimes_{\varphi^{\circ}\cal{B}}
\varphi^{\circ}\cal{N}$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Hier meint $\varphi^{\circ}$ das Urbild von Garben, d.h.\ den
Linksadjungierten zu $\varphi_{\circ}$ in der Kategorie der
Garben von Mengen oder auch der
abelschen Garben. Im Spezialfall, da"s $Y$ ein Punkt ist und 
$\cal{B}=\Gamma(\cal{A})$ der Ring der globalen Schnitte von
$\cal{A}$, wird dieses Zur"uckholen auch 
als {\bf Lokalisierung}\index{Lokalisierung!eines Moduls zu einer Garbe} 
bezeichnet.
\end{Bemerkungl}





\begin{Bemerkungl}\label{HoAA}
Gegeben eine Garbe von Ringen $\mathcal A$ auf einem topologischen Raum
$X$ liefert das Auswerten auf dem konstanten Schnitt $1$ f"ur alle $\mathcal M
\in \mathcal A\op{-Mod}$ eine Bijektion
\begin{equation*}
\op{Mod}_{\mathcal A} (\mathcal A, \mathcal M) \overset{\sim}{\rightarrow}
\Gamma (\mathcal M)
\end{equation*}
zwischen den $\mathcal A$-Modulhomomorphismen von $\mathcal A$ 
nach $\mathcal M$
und den globalen Schnitten von $\mathcal M$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine Garbe von Ringen $\mathcal A$  auf einem  topologischen Raum
$X$ mit gobalen Schnitten
$\Gamma (\mathcal A)= A$ 
und $\mathcal N \in \mathcal A\op{-Mod}$ liefert der Funktor der globalen
Schnitte gefolgt vom Vorschalten der 
kanonischen Abbildung
$
\bigoplus_{i \in I} A \;\rightarrow\; 
\Gamma \left(\bigoplus_{i \in I} \mathcal A\right)
$ die in der oberen Zeile des folgenden Diagramms behaupteten Bijektion
\begin{displaymath}
\xymatrix{
\op{Mod}_{\mathcal A} (\bigoplus_{i\in I} \mathcal A, \mathcal N) 
\ar[rr]^-{\sim}\ar[d]_\wr
&& \op{Mod}_A (\bigoplus_{i \in I} A, \Gamma (\mathcal N))\ar[d]^\wr\\
\prod_{i \in I} \op{Mod}_{\mathcal A} (\mathcal A, \mathcal N)\ar[dr]^\sim &&
\prod_{i \in I} \op{Mod}_A (A, \Gamma (\mathcal N))\ar[dl]_\sim\\
&\prod_{i \in I} \Gamma (\mathcal N) & \\
}
\end{displaymath}
In der Tat sind die vertikalen Pfeile dieses kommutativen 
Diagramms Bijektionen nach der universellen
Eigenschaft direkter Summen und der vorhergehenden Bemerkung \ref{HoAA}.
%Man beachte, da"s diese Abbildung nach \ref{VTDLa}
%f"ur kompaktes $X$ auch selbst  eine Bijektion
%ist.
\end{Bemerkungl}

\begin{Satz}\label{GloQy}
Ist $k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper,
$X$ eine affine $k$-Variet"at und $\cal{O}(X)$ der
Ring der regul"aren Funktionen auf $X$,
so definiert der Funktor der globalen Schnitte eine 
"Aquivalenz von Kategorien
$$\{ \text{quasikoh"arente $\cal{O}_{X}$-Moduln}\} 
\overset{\sim}{\ra} \cal{O}(X)\op{-Mod}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
[Beweis][Hartshorne, Algebraische Geometry]
\end{proof}

\begin{Satz}\label{GloQy}
Gegeben ein affines Schema $X$ 
liefert der Funktor der globalen Schnitte eine 
"Aquivalenz von Kategorien
$$\{ \text{quasikoh"arente $\cal{O}_{X}$-Moduln}\} 
\sirra \cal{O}_X(X)\op{-Mod}$$
\end{Satz}
\begin{proof}
  Jedes affine Schema ist kompakt  als topologischer Raum und besitzt
  sogar eine Basis der Topologie aus kompakten offenen Teilmengen,
weshalb nach \eref{VTDLb}{GARB} das Bilden beliebiger direkter Summen,
ja beliebiger filtrierender Kolimites
von abelschen Garben  mit dem Bilden globaler Schnitte vertauscht.

\end{proof}

\begin{Beispiel}
Auf einem lokal zusammenh"angenden Raum $X$ ist jede 
quasikoh"arente Garbe von
$\DZ_{X}$-Moduln lokal konstant. In der Tat ist nach \ref{SBbb} die
direkte Summe einer beliebigen Familie konstanter Garben konstant,
und ein Morphismus konstanter Garben auf einem zusammenh"angenden Raum ist
stets konstant in dem Sinne, da"s er von einem Morphismus auf den
globalen Schnitten herkommt.
\end{Beispiel}


\begin{Bemerkungl}
Ist $k$ ein kommutativer Ring, so versteht man unter einem
{\bf $k$-geringten Raum}\index{geringter Raum!$k$-geringter Raum}  
ein Paar $(X,\cal A)$ bestehend aus einem topologischen Raum
$X$ und einer Garbe von $k$-Ringen $\cal A$ auf $X$.
Morphismen sind analog zu \ref{DGRk} erkl"art.
Man zeigt unschwer, da"s eine glatte Mannigfaltigkeit im Sinne von
\ref{BspM} dasselbe ist wie ein $\DR$-geringter Hausdorffraum,
der \glqq lokal isomorph\grqq\  ist zu $(\DR^n,\cal C^\infty)$. Den Wert 
einer glatten Funktion $f\in \cal C^\infty(U)$ an einer Stelle
$x\in U$ kann man n"amlich beschreiben als das $b\in\DR$, f"ur das
die Differenz $f-b$ nicht invertierbar ist im Halm an der Stelle $x$.
Eine {\bf Supermannigfaltigkeit}\index{Supermannigfaltigkeit} 
{\bf vom Typ $(p,q)$} ist ein 
durch $\DZ/2\DZ$-graduierte $\DR$-Ringalgebren
geringter Hausdorffraum,
der \glqq lokal isomorph\grqq\  ist zu $(\DR^p,\cal C^\infty\otimes \bigwedge \DR^q)$.
Eine {\bf cs-Mannigfaltigkeit}\index{cs-Mannigfaltigkeit} 
{\bf vom Typ $(p,q)$} ist ein 
durch $\DZ/2\DZ$-graduierte $\DC$-Ringalgebren
geringter Hausdorffraum,
der \glqq lokal isomorph\grqq\  ist zu $(\DR^p,\cal C^\infty\otimes \bigwedge \DC^q)$.
Das K"urzel \glqq cs\grqq\  steht f"ur \glqq complex super\grqq. Diese Begriffsbildung
scheint auf Bernstein zur"uckzugehen.
\end{Bemerkungl}




  
\newpage
\section{Versuch zum Faserprodukt}

\begin{Lemma}[\textbf{Lokale \'etale Schnitte von Quotienten}]
  Seien $G\supset H$ eine affine algebraische Gruppe
   mit einer abgeschlossenen Untergruppe "uber $k=\bar k$.
  So finden wir eine nichtleere offene affine Teilmenge
  $U\co G/H$ und einen Morphismus $V\ra U$ von einer affinen Variet"at nach $U$, der ein Quotient
  nach einer freien Operation einer endlichen Gruppe auf $V$ ist
  und "uber $G$ faktorisiert.\label{etsc}
\end{Lemma}




\begin{proof}
  F"ur jeden Punkt $g\in G$ finden wir
  eine offene affine Umgebung $U\co G$ und
  Funktionen $x_1,\ldots, x_n\in\mathcal O(U)$,
  die bei $g$ ein
  regul"ares lokales Parametersystem bilden.
  Die Nullstellen jeder Teilmenge von $\{x_1,\ldots, x_n\}$ 
  bilden dann eine bei $g$ glatte abgeschlossene
  Untervariet"at $V\As U$ und wir k"onnen durch eine
  geeignete Wahl einer Teilmenge der Menge der Parameter erreichen, da"s
  die Komposition $V\hra G\sra G/H$  bei $g$ bijektives Tangential hat.
  Durch $g$ geht nach \ref{lIrr} nur eine irreduzible Komponente $W$ von $V$,
  und diese landet in einer Zusammenhangskomponente $Z$ von $G/H$, die
   auch ihrerseits irreduzibel sein mu"s. 
  Nach \eref{mght}{AAG} ist dann $W\ra Z$ dominant
  und $\mathcal M(W)/\mathcal M(Z)$ k"orperendlich und 
  separabel. Die normale H"ulle $L/\mathcal M(Z)$ von
  $\mathcal M(W)/\mathcal M(Z)$ ist also
  eine endliche Galoiserweiterung.
  Nun betrachten wir in $Z$ eine affine Umgebung $Q$ des Bildes von $g$
  und in $W$ eine offene glatte affine Umgebung $P$ von
  $g$ im Urbild von $Q$ und betrachten die ganzen Abschl"usse
  $B\subset C\subset L$
  von $\mathcal O(Q)\subset\mathcal O(P)$.
  Dann operiert $\Gamma\pdef
  \op{Gal}(L/\mathcal M(Z))$ auf $B$ und $\op{Max}B\ra Q$
  ist nach \ref{KQ} ein Quotientenmorphismus.
  Ebenso operiert $\Phi\pdef
  \op{Gal}(L/\mathcal M(W))$ auf $C$ und $\op{Max}C\ra P$
  ist nach \ref{KQ} ein Quotientenmorphismus.
  Nat"urlich gibt es auch $f\in B\backslash 0$ derart, da"s unsere Einbettung 
  auf den Lokalisierungen einen Isomorphismus $B_f\sira C_f$ induziert.
  Indem wir $f$ durch das Produkt aller $\Gamma$-Konjugierten von $f$
  ersetzen, d"urfen wir annehmen, da"s $A\pdef B_f$ stabil ist unter $\Gamma$.
  Indem wir $P$ und $Q$ durch die Bilder von $\op{Max}A$ ersetzen,
  d"urfen wir annehmen, da"s wir $Q\ra P$ verl"angern k"onnen zu
  $$\op{Max}A\ra Q\ra P$$
  in einer Weise, bei der der erste Morphismus ein Quotient nach $\Phi$ ist und
  die Komposition ein Quotient nach $\Gamma$. 

  
  Die Vereinigung dieses Teilrings von $L$ mit allen seinen
  Konjugierten unter $\Gamma\pdef
  \op{Gal}(L/\mathcal M(Z))$ notieren wir $A\subset L$. 
  Nach Konstruktion haben wir einen offenen Morphismus $\op{Max}A\ra P$
  und jede Faser ist entweder leer oder eine Bahn von $\Phi\pdef
  \op{Gal}(L/\mathcal M(W))$.  Ebenso haben wir einen offenen Morphismus $\op{Max}A\ra Q$
  und jede Faser ist entweder leer oder eine Bahn von $\Gamma$.
  
  
  F"ur den dominanten Morphismus $\op{Max}C\ra \op{Max}B$
  gibt es nach \eref{BiOn}{AAG} eine nichtleere offene affine Teilmenge
  $D\co \op{Max}C$ derart, da"s die Restriktion darauf offen ist. 
  Nach \eref{FaMo}{AAG} d"urfen wir zus"atzlich annehmen, da"s sie
  endliche Fasern hat. 
  
  F"ur $R\pdef \op{Max}C$ und $\Gamma\pdef \op{Gal}(L/\mathcal M(W))$
  induziert dann $R\ra P$ etwa nach \ref{KQ}
  einen Isomorphismus $R/\Gamma\sira P$. 
\end{proof}

\begin{Satz}
  Seien $G\supset H$ eine affine algebraische Gruppe
mit einer abgeschlossenen Untergruppe "uber $k=\bar k$  und sei
$Z$ eine $H$-Variet"at. So ist 
  der $k$-geringte Raum $G\times_{/H} Z$ eine $G$-Variet"at.
\end{Satz}
\begin{proof}
  Nach Lemma \ref{etsc} besitzt jeder Punkt von $G/H$ eine offene affine Umgebung $U$ nebst einem Morphismus $V\ra U$ von einer affinen Variet"at $V$
  dorthin, der ein Quotient nach der Rechtsoperation
  einer endlichen Gruppe $\Gamma$ ist
  und "uber $G$ faktorisiert verm"oge eines Morphismus $\varphi:V\ra G$.
  Die Rechtsoperation von $\gamma\in\Gamma$ auf $V$ notieren wir
  $v\mapsto v^\gamma$.
  Wir k"onnen dann einen Morphismus $c:V\times\Gamma\ra H$ erkl"aren durch
  die Vorschrift $\varphi(v^\gamma)=\varphi(v)c(v,\gamma)$. Nun betrachten wir $\pi:G\ra G/H$ und zeigen zun"achst, da"s
  die Multiplikation einen finalen Morphismus
  $$V\times H\ra \pi^{-1}(U)$$
  liefert. Hier sind jedoch beide Variet"aten affin und $\pi^{-1}(U)$
  ist normal und durch $(v,h)^\gamma\pdef (v^\gamma, c(v,\gamma)^{-1}h)$ erhalten
  wir eine freie Rechtsoperation von $\Gamma$ auf der affinen Variet"at
  $V\times H$, deren Bahnen
  genau die Fasern unseres finalen Morphismus in spe sind.
  Unser Differentialkriterium \ref{erkF} zeigt dann, da"s dieser Morphismus in der
  Tat ein Quotient nach $\Gamma$ ist.
\end{proof}
\nichtfinal{  \begin{Satz} NOCH WENIG DURCHDACHT!
    Ist $\varphi: X\ra Y$ ein flacher Morpismus von affinen Variet"aten
    und sind $x\in X$ und $Z\As Y$ gegeben mit $\varphi(x)\in Z$,
    so gilt
    $$\op{kdim}_x\varphi^{-1}(\varphi(x))=\op{kdim}_x\varphi^{-1}(Z) -\op{kdim}_{\varphi(x)}Z$$
    Oder gilt das sogar f"ur jede irreduzible Komponente der fraglichen Mengen,
    die $x$ enth"alt? Die Idee war, Harthshorne abzuschreiben und so wie
    in \eref{Obi}{KAG} zu argumentieren.
\end{Satz}}


\nichtfinal{\begin{Ubung}
  Gegeben $k=\bar k$ und ein normaler affiner $k$-Kring $A$, der ein
  Integrit"atsring ist, und \label{ghkl} ein Element
  $q\in \op{Quot}(A)$ ist $\op{Max}(A[q])\ra \op{Max}A$ eine offene
  Einbettung. Nun, einerseits gibt es Punkte $\mathfrak m\in \op{Max}A$ derart,
  da"s $q$ ganz ist "uber dem lokalen Ring $A_{\mathfrak m}$ alias $q\in A_{\mathfrak m}$. Die bilden sicher eine offene Teilmenge.
  Sei nun andererseits ein Punkt $\mathfrak m\in \op{Max}A$ gegeben
  mit $q\not\in A_{\mathfrak m}$.
  Dann gibt es $\mathfrak p\in \op{Spec}A$ der H"ohe Eins mit
  $q\not\in A_{\mathfrak p}$ und $\mathfrak p\subset \mathfrak m$.
  Nun ist $A_{\mathfrak p}$ ein diskreter Bewertungsring und wir haben folglich
  $v_{\mathfrak p}(q)<0$. Nun ok, $q$ hat mindestens eine und h"ochstens
  endlich viele negative Bewertungen bei $\mathfrak m$.
  IDEE: Gibt es "uber $A_{\mathfrak m}$ vielleicht gar nichts weiteres
  $k$-ringendliches der richtigen Krulldimension?
\end{Ubung}}


\nichtfinal{Ich verstehe nicht. Wir haben den Definitionsbereich von $q$.
  Der sollte es doch genau sein. Nee, eben nicht: Kurve zusammengezwickt mit zwei
verschiedenen Punkten.}
\section{Schrotthalde}


\subsection{Nochmal affine Morphismen}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Morphismus $\varphi:X\ra Y$ von Schemata liefert
  sein Komorphismus einen Homomorphismus
  $\mathcal O_Y\ra \varphi_\ast \mathcal O_X$ 
von Garben von Kringen auf $Y$. 
\end{Bemerkungl}


\subsection{Erste Konstruktionen f"ur Schemata}
\begin{Satz}[\textbf{Produkte und Koprodukte von Schemata}]
  In der Kategorie der Schemata existieren alle endlichen
  Produkte und Faserprodukte. Des weiteren existieren alle Koprodukte.
\end{Satz}
\begin{proof}
  In der Kategorie der Kringe existieren alle 
  Koprodukte und kogefaserten Koprodukte
  und auch alle
  Produkte und gefaserten Produkte.
  Jetzt geht es ans Verkleben!
\end{proof}
  


\begin{Lemma} 
Gegeben ein Schema $X$, offene affine Teilmengen
$U,V\co X$  und ein Punkt $x\in U\cap V$  gibt
es stets  $f\in \mathcal O(U)$ und $g\in \mathcal O(V)$
 mit $ U_f=V_g$ und $x\in U_f$.  
In dieser Situation ist auch
$ U_f=V_g$ affin.
\end{Lemma}
\begin{proof}
  Sicher finden wir $s\in \mathcal O(U)$ mit
  $x\in U_s\subset V$. Sicher finden wir  auch
  $t\in \mathcal O(V)$ mit $x\in V_t\subset U$.
  Das Element $s\in\mathcal O(V_t)$ l"a"st sich nach \ref{ScBB} als
  Bruch $s=a/t^n$ mit $a\in\mathcal O(V)$ schreiben.
  Das Element $t\in\mathcal O(U_s)$ l"a"st sich als
  Bruch $t=b/s^m$
  mit $b\in\mathcal O(U)$ schreiben.
Folglich gilt $V_{at}=U_{bs}$ und $x$ liegt in beiden Mengen.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Wir nennen ein Schema {\bf koproduktaffin},\index{koproduktaffin}
  wenn es ein Koprodukt affiner Schemata ist.
  Wir nennen einen Morphismus koproduktaffiner Schemata
  {\bf lokalisierend}, wenn er auf jeder Zusammenhangskomponente
  einen Isomorphismus auf das Komplement der Nullstellenmenge einer
  Funktion in der Bildkomponente induziert.
 Jedes Schema $X$ besitzt es eine offene "Uberdeckung durch affine Unterschemata
 $X_i$,  und f"ur die $X_i\cap X_j$ ihrerseits
 gibt es fastaffine Schemata $X_{ij}$ mit surjektiven
 offenen Morphismen $X_{ij}\sra X_i\cap  X_j$ von Schemata, die
 lokalisierende Morphismen nach $X_i$ und $X_j$ induzieren.
 \end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Hartshorne macht es besser! Der Punkt ist, da"s
  f"ur $U\hra X$ eine offene Einbettung unter der Annahme,
  da"s das Faserprodukt $X\times_SY$ existiert, auch
  $\op{pr}_X^{-1}(U)\co X\times_SY$ ein Faserprodukt
  $U\times_S Y$ ist.
\end{Bemerkungl}


\subsection{Variet"aten und Schemata, noch unfertig} 


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Erkennen von Garben durch "Uberdeckungen}]
 Gegeben $X$ ein topologischer Raum und $(X_i)_{i\in I}$
  eine "uberdeckende Familie von Teilmengen
  erhalten wir offensichtlich einen konservativen und treuen Funktor
  $$\op{Ens}_{/X}\hra \prod_{i\in I}\op{Ens}_{/X_i}$$
  durch die Vorschrift, da"s wir jeder Garbe die Familie ihrer Restriktionen
  zuordnen.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Verkleben von Schemata}]
  Aus dem Vorhergehenden folgt, da"s jedes
  Schema  in\label{VKSl} 
  jeder der Kategorien $\op{Ger}$, $\op{lokGer}$ und $\op{Sch}$
  der Kolimes des Sytems seiner offenen affinen Unterschemata ist.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Weiter folgt f"ur 
  ein System von 
  Schemata mit offenen Einbettungen als Morphismen und der Eigenschaft,
  da"s wir beim Vergessen zu einem System von topologischen
  R"aumen offene Einbettungen der R"aume unseres Systems in den
  $\op{Top}$-Kolimes erhalten, da"s der Kolimes
  unseres Systems
  in $\op{Ger}$ und in $\op{lokGer}$ zusammenf"allt und auch wieder ein Schema
   ist. 
\end{Bemerkungl}

\eref{MGTk}{TG}
   Den nun folgenden Argumenten stelle ich eine allgemeine
  "Uberlegung  voran.   Den nun folgenden Argumenten stelle ich eine allgemeine
  "Uberlegung zu Komorphismen voran. Gegeben seien eine stetige Abbildung
  $\varphi:X\ra Y$ und Garben $\mathcal F$ auf $X$ sowie
  $\mathcal G$ auf $Y$ und eine Basis der Topologie $\mathcal B$
  von $Y$. So liefert die Einschr"ankung eine Bijektion
  $$\op{Ens}_{\sslash \varphi}(\mathcal G,\mathcal F)\sira$$
  


  ist ein Komorphismus "uber $\varphi$

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Variet"aten als Schemata}] 
  Sei $k=\bar k$ ein algebraisch abgeschlossener K"orper.
  Wir konstruieren einen volltreuen Funktor
  $$\op{Var}_k\vra\op{Sch}_k$$
  von der Kategorie der $k$-Variet"aten
  nach \ref{DeVah} in die Kategorie der
  Schemata wie folgt: 
\end{Bemerkungl}

\subsection{Reste zu symmetrischen Algebren} 

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Die symmetrische Algebra als Trennfunktor}] 
  Sei $k$ ein Kring. Wir erinnern aus \eref{SmVR}{TS} 
  die Schmelzkategorie $\op{Mod}_k$ der $k$-Moduln mit ihren stabil universellen
  Verschmelzungen und bilden dazu die duale Trennkategorie $\op{Mod}_k^{\op{dual}}$.
  Per definitionem ist darin eine Trennung
  $M\ra N_1\curlywedge \ldots\curlywedge N_r$ ein $k$-lineare
  Abbildung $M\ra N_1\otimes \ldots\otimes N_r$.
  Wir betrachten weiter die banale Schmelzkategorie
  der $k$-Kringalgebren $\curlyvee{\op{Kralg}}_k$. Auch sie hat
  stabil universelle Verschmelzungen und wir k"onnen zur dualen
  Trennkategorie $(\curlyvee{\op{Kralg}}_k)^{\op{dual}}$ "ubergehen.
     Eine Trennung
  $A\ra B_1\curlywedge \ldots\curlywedge B_r$ ist darin per definitionem ein Kringalgebrenhomomorphismus 
     $A\ra B_1\otimes \ldots\otimes B_r$. Schlie"slich k"onnen wir
     dann unsere Konstruktion der symmetrischen Algebren zu einem Trennfunktor
     $$\op{Sym}_k^\otimes=\op{S}_k^\otimes:\op{Mod}_k^{\op{dual}}\ra (\curlyvee{\op{Kralg}}_k)^{\op{dual}}$$
     erweitern, indem wir jeder Trennung links die eindeutig bestimmte
     Trennung rechts zuordnen, f"ur die das Diagramm\label{Stf}
     $$\begin{array}{ccc}
       M&\ra& N_1\otimes \ldots\otimes N_r\\
       \da&&\da\\
       {\op{S}}_kM&\ra& {\op{S}}_kN_1\otimes \ldots\otimes {\op{S}}_kN_r
     \end{array}$$
     mit den hoffentlich offensichtlichen Vertikalen kommutiert.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl} Seien $k$ ein Kring und $M$ ein $k$-Modul.
     Die durch den offensichtlichen Isomorphismus
     $M\sira k\otimes M$ gegebene Kooperation des Einsobjekts auf $M$ 
     induziert unter unserem Trennfunktor \ref{Stf} eine Kooperation ${\op{S}}_kM\ra {\op{S}}_kk\otimes {\op{S}}_kM$
     des Komonoids ${\op{S}}_kk$ auf  ${\op{S}}_kM$ in der
     Trennkategorie $(\curlyvee{\op{Kralg}}_k)^{\op{dual}}$.
     Explizit erhalten wir durch $T\mapsto 1$ einen Isomorphismus
     $k[T]\sira {\op{S}}_kk$ und die Koverkn"upfung auf $ {\op{S}}_kk$
     entspricht darunter dem Homomorphismus $k[T]\ra k[T]\otimes k[T]$
     mit  $T\mapsto T\otimes T$ und die
     Kooperation ${\op{S}}_kM\ra  {\op{S}}_kk\otimes {\op{S}}_kM$
     der Kooperation ${\op{S}}_kM\ra  k[T]\otimes {\op{S}}_kM$ mit
     $a\mapsto T^r\otimes a$ f"ur $a\in{\op{S}}^rM$ homogen vom Grad $r$.
     Salopp gesprochen ist diese Kooperation also nur eine andere Art, die
     nat"urliche $\DN$-Graduierung auf unseren symmetrischen Algebren
     zu kodieren.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Im geometrischen Fall einer affinen Variet"at $X$ "uber einem
  K"orper $k=\bar k$ und eines endlich erzeugten $\mathcal O(X)$-Moduls
  $M$ induziert unsere Kooperation eine
  Operation des multiplikativen Monoids $X\times k=\op{Max}(\mathcal O(X)[T])$
  in $\op{Var}_X$ auf $\op{V}(M)$ alias einer Operation
  des multiplikativen Monoids $k\in \op{Varaff}_k$ auf $\op{V}(M)$,
  die die Fasern  der nat"urlichen Projektion auf $X$ stabilisiert.
\end{Bemerkungl}
     \begin{Bemerkunge} Aus  unserem
     koproduktvertr"aglichen Funktor $\op{Sym}_k$  erhalten wir
     durch Dualisieren wie in  \eref{opSS}{TS} auch einen Trennfunktor
     $$\op{Sym}_k^{\op{dual}}=\op{S}_k^{\op{dual}}:
     (\curlyvee{\op{Mod}}_k)^{\op{dual}}\ra (\curlyvee{\op{Kralg}}_k)^{\op{dual}}$$
     Per definitionem macht er eine lineare Abbildung in der oberen Horizontale
     des Diagramms
     $$\begin{array}{ccc}
       M&\ra& N_1\oplus \ldots\oplus N_r\\
       \da&&\da\\
       {\op{S}}_kM&\ra& {\op{S}}_kN_1\otimes \ldots\otimes {\op{S}}_kN_r
     \end{array}$$
     zu dem eindeutig bestimmten Kringalgebrenhomomorphismus in der unteren Horizontale,
     der es zum Kommutieren bringt. Diesmal wird die rechte Vertikale
     gegeben durch die Vorschrift $(n,0,\ldots,0)\mapsto n\otimes 1\otimes \ldots\otimes 1$ und analog in den anderen Eintr"agen.
\end{Bemerkunge}


\begin{Bemerkungl}
  Gegeben eine affine Variet"at $X$ liefert unser Trennfunktor aus \ref{Stf}
  unter Nachschalten unseres Funktors $\op{Max}:\op{Kralg}_{\mathcal O(X)}^{\op{re}}\ra \op{Varaff}_X^{\op{opp}}$
  von den ringendlichen Kringalgebren
  in die opponierten affinen Variet"aten "uber $X$,  der ja 
  mit Koprodukten vertr"aglich ist, einen Schmelzfunktor
  $$\op{V}^{\op{opp}}:\op{Mod}_k^{\op{do}}\ra \op{kart}(\op{Varaff}_X)$$
\end{Bemerkungl}

\subsection{Versuch zu Verschwindungsidealen, gelingt nicht!}



\begin{Proposition}[\textbf{Erzeuger von Verschwindungsidealen}] 
$(k=\bar k).$ Gegeben   
  Polynome  $f_1,\ldots, f_r\in k[T_1,\ldots, T_n]$ mit simultaner
  Nullstellenmenge
  $X\pdef \mathcal Z(f_1,\ldots, f_r)$ und ein Punkt $p\in X$ mit 
$$\op{dim}_k\langle (\op{grad}f_\rho)(p)\mid 1\leq\rho\leq r \rangle_k+
\op{kdim} X\geq n$$  %\label{KIU}
ist $p$ ein glatter Punkt von $X$. \nichtfinal{Nicht gelungen! Stimmt es "uberhaupt?} Ist zus"atzlich $X$ irreduzibel,
so erzeugen die $f_\rho$  das Verschwindungsideal von $X$,
in Formeln $$\langle f_1,\ldots, f_r\rangle=\cal I(X)$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Seien $A=\mathcal O_{k^n,p}$ der lokale Ring von $k^n$ bei $p$
und $\mathfrak m\subset A$ sein maximales Ideal und $I\pdef \op{ker}(A\sra \mathcal O_{X,p})$ und $\bar{\mathfrak m}\pdef \mathfrak m/I$.
Aus dem Beweis von \ref{RLRH} erinnern wir die exakte Sequenz 
$$I/(I\cap \mathfrak m^2) \hra
 \mathfrak m/\mathfrak m^2\sra  {\bar{\mathfrak m}}/
 {\bar{\mathfrak m}}^2$$
 Aus \ref{abcd} kennen wir die Absch"atzung
 $\op{dim}_k(\bar{\mathfrak m}/\bar{\mathfrak m}^2)\geq  \op{kdim}\mathcal O_{X,p}$. Per definitionem gilt $\op{dim}_kI/(I\cap \mathfrak m^2)\geq \op{dim}_k\langle (\op{grad}f_\rho)(p)\mid 1\leq\rho\leq r \rangle_k$.
 Die Summe der jeweils gr"o"seren Terme ist nach unserer kurzen exakten Sequenz
 genau $n$. Die Summe der jeweils kleineren Terme kann also nur $\geq n$ sein,
 wenn sie genau $n$ ist und wenn beide Absch"atzungen Gleichheiten sind, also 
 $\op{dim}_k(\bar{\mathfrak m}/\bar{\mathfrak m}^2)=  \op{kdim}\mathcal O_{X,p}$ und $I/(I\cap \mathfrak m^2)= \langle (\op{grad}f_\rho)(p)\mid 1\leq\rho\leq r \rangle_k$. Die erste Gleichheit bedeutet nach \ref{IBGl},
 da"s $p$ ein glatter Punkt von $X$ sein mu"s. F"ur das Verschwindungsideal
 von $X$ liefert die allgemeine Theorie
 $$\mathcal I(X)=\sqrt{\langle f_1,\ldots, f_r\rangle}$$
 H"atten wir $\mathcal I(X)\neq \langle f_1,\ldots, f_r\rangle$, so f"anden
 wir eine Funktion $g$ im Komplement 
\end{proof}
\subsection{Quasikoh"arentor}
\begin{Bemerkungl}
  Ein Schema hei"st {\bf quaquasikompakt},\index{quaquasikompakt!Schema}
  wenn es eine endliche offene "Uberdeckung durch affine Schemata besitzt
  derart, da"s deren Schnitte jeweils auch
  eine endliche offene "Uberdeckung durch affine Schemata besitzen. Gleichbedeutend ist die Forderung, da"s unser Schema kompakt ist und die
  Identit"at auf unserem Schema quasisepariert.  
\end{Bemerkungl}
\begin{Proposition}
  Auf jedem quaquasikompakten Schema besitzt die Einbettung
  der quasikoh"arenten
  Modulgarben in alle Modulgarben einen Rechtsadjungierten, den
  \emph{\bf Quasikoh"arentor}\index{Quasikoh"arentor}\label{Qkoh}
  $$\op{qk}=\op{qk}_X:\mathcal O_X\op{-Mod}\ra \mathcal O_X\op{-Modqk}$$
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
  Anders gesagt gibt es also auf jedem quaquasikompakten Schema $X$
  f"ur alle $\mathcal M\in \mathcal O_X\op{-Mod}$ ein $\op{qk}(\mathcal M)\in \mathcal O_X\op{-Modqk}$ und einen $\mathcal O_X$-Modulmorphismus
  $\varepsilon: \op{qk}(\mathcal M) \ra \mathcal M$ derart, da"s jeder
  Morphismus $\mathcal N\ra  \mathcal M$ von einem quasikoh"arenten
  $\mathcal O_X$-Modul  $\mathcal N$  nach $\mathcal M$ auf genau eine
  Weise "uber $\varepsilon$ faktorisiert. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Ich habe viel von dem, was hier zum Quasikoh"arentor steht, in den \glqq Lectures on Algebraic Theory of D-Modules\grqq\ von Dragan Mili\v{c}i\'c
  gefunden. Er nennt diese Konstruktion den \glqq Coherentor\grqq.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Auf jedem affinen Schema ist offensichtlich
  $\mathcal L\Gamma$ ein Quasikoh"arentor. Sei nun
  $X$ unser quaquasikompaktes Schema.
Nach Annahme besitzt $X$ eine endliche "Uberdeckung
$X=\bigcup_{i\in I}U_i$ durch offene affine Teilmengen derart, da"s
die Schnitte $U_i\cap U_j$ ihrerseits 
    endliche Vereinigungen offener affiner Teilmengen $U_{ijk}$ sind.
    Jede Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ pa"st dann nach \eref{lESS}{TG} in eine
    linksexakte Sequenz
    $$\mathcal F\hra\bigoplus_{i} \op{in}_{i*}\op{in}_i^*\mathcal F\ra\bigoplus_{i,j,k} \op{in}_{ij,k*}\op{in}_{ij,k}^*\mathcal F$$
    in hoffentlich offensichtlicher Notation und man erkennt ohne weitere
    Schwierigkeiten, da"s der Kern von
      $$\bigoplus_{i} \op{in}_{i*}\mathcal L\Gamma \op{in}_i^*\mathcal F\ra\bigoplus_{i,j,k} \op{in}_{ij,k*}\mathcal L\Gamma \op{in}_{ij,k}^*\mathcal F$$
    mit seinem offensichtlichen Morphismus
    nach $\mathcal F$ die vom Quasikoh"arentor angewandt auf
    $\mathcal F$ geforderte universelle Eigenschaft hat. Hierbei verwenden wir unsere Erkenntnis \ref{EQR}, da"s das direkte Bild unter einem affinen Morphismus von Schemata Quasikoh"arenz erh"alt.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Bezeichnet $\op{in}_X:\op{Modqk}_{/X}\vra \op{Mod}_{/X}$ f"ur ein
  vorgegebenes Schema $X$ den Einbettungsfunktor und ist
  $f:X\ra Y$ ein Morphismus von Schemata, so haben wir
  $f^*\circ \op{in}_Y=\op{in}_X\circ f^*_{\op{qk}}$ mit
  der  Notation $f^*_{\op{qk}}$ f"ur den auf quasikoh"arente
  Modulgarben eingeschr"ankten R"uckzug.
  Durch "Ubergang zu den Rechtsadjungierten erhalten wir
  f"ur jeden Morphismus $f:X\ra Y$
  von quaquasikompakten Schemata eine  
  Isotransformation  $ \op{qk}_Y \circ f_*\siRa f_*^{\op{qk}}\circ\op{qk}_X $
  mit $f_*^{\op{qk}}$ dem Rechtsadjungierten von $f^*_{\op{qk}}$, f"ur den wir
  ja bereits die Beschreibung $f_*^{\op{qk}}=\op{qk}_Y\circ f_*$
  hergeleitet hatten. Erh"alt hier $f_*$ bereits
  Quasikoh"arenz, so erhalten wir eine
   Isotransformation\label{Verqk}  
$$ \op{qk}_Y \circ f_*\siRa f_*\circ\op{qk}_X $$
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Morphismus $f:X\ra Y$ von quaquasikompakten Schemata
  und $\mathcal F\in \op{Mod}_{/X}$ liefert die Koeinheit der Adjunktion
  $\op{qk}_Y\mathcal F\ra \mathcal F$ erst $f^*\op{qk}_Y\mathcal F\ra f^*\mathcal F$ und dann wegen der Erhaltung von Quasikoh"arenz unter R"uckzug
  $f^*\op{qk}_Y\mathcal F\ra \op{qk}_Xf^*\mathcal F$. Ich will zeigen,
  da"s dieser Morphismus f"ur jede offene Einbettung $f$ in ein separiertes
  Schema $Y$ ein Isomorphisms\label{rzqk} 
  $$f^*\op{qk}_Y\mathcal F\sira \op{qk}_Xf^*\mathcal F$$ ist. Ich beginne mit dem Fall, da"s $X\co Y$ selbst affin ist. Da Schnitte
  offener affiner Teilmengen von separierten Schemata wieder affin sind,
  k"onnen wir unsere Beschreibung des Quasikoh"arentors in diesem Fall
  vereinfachen zu einer linksexakten Sequenz
  $$\op{qk}_Y\mathcal F\hra \bigoplus_{i} \op{in}^Y_{i*}\mathcal L\Gamma \op{in}^{Y\!*}_i\mathcal F\ra\bigoplus_{i,j} \op{in}^Y_{ij*}\mathcal L\Gamma \op{in}^{Y\!*}_{ij}\mathcal F$$ f"ur $(U_i)$ eine endliche offene "Uberdeckung von $X$ durch affine Teilmengen und $\op{in}^Y_i:U_i\hra Y$ sowie
  $\op{in}^{Y}_{ij}:U_i\cap U_j\hra Y$ die Einbettungen. 
  Bezeichne nun   $\op{in}^{X}_{i}:X\cap U_i\hra X$
  und $\op{in}^{X}_{ij}:X\cap U_i\cap U_j\hra X$
  sowie $f_i:X\cap U_i\hra U_i$ und $f_{ij}:X\cap U_{ij}\hra U_{ij}$ die entsprechenden Einbettungen. Darauf wenden wir den exakten Funktor $f^*$ an
  und verwenden die offenen Basiswechsel $f^* \op{in}^Y_{i*}=\op{in}^X_{i*} f_i^*$
  und das Kommutieren des R"uckzugs unter der offenen Einbettung von affinen Variet"aten $f_i$ mit
  $\mathcal L\Gamma$, in Formeln $f_i^*\mathcal L\Gamma= \mathcal L\Gamma f_i^*$,  und $\op{in}_i^Yf_i=f\op{in}_i^X$ alias $f_i^*\op{in}_i^{Y\!*}=\op{in}_i^{X\!*}f^*$ und dasselbe mit Doppelindizes
und  erhalten  eine linksexakte Sequenz 
$$f^*\op{qk}_Y\mathcal F\hra \bigoplus_{i} \op{in}^X_{i*}\mathcal L\Gamma \op{in}^{X\!*}_if^*\mathcal F\ra\bigoplus_{i,j} \op{in}^X_{ij*}\mathcal L\Gamma \op{in}^{X\!*}_{ij}f^*\mathcal F$$
Diese Sequenz zeigt den gesuchten Isomorphismus $f^*\op{qk}_Y\mathcal F\sira \op{qk}_Xf^*\mathcal F$  f"ur $f$ die Einbettung einer affinen
offenen Teilmenge. Im allgemeinen Fall betrachten wir eine endliche "Uberdeckung $X=\bigcup_{\alpha\in A}V_\alpha$ durch offene affine Teilmengen
und bezeichnen mit $\op{in}_\alpha:V_\alpha\hra X$ und
$\op{in}_{\alpha\beta}:V_\alpha\cap V_\beta\hra X$
die Einbettungen, so da"s wir f"ur jeden Funktionenmodul $\mathcal G$ auf $X$
eine linksexakte Sequenz   $$\mathcal G\hra\bigoplus_{\alpha} \op{in}_{\alpha*}\op{in}_\alpha^*\mathcal G\ra\bigoplus_{\alpha,\beta} \op{in}_{\alpha\beta*}\op{in}_{\alpha\beta}^*\mathcal G$$
haben und insbesondere auch f"ur $\mathcal G\pdef f^*\op{qk}_Y\mathcal F$.
Nach dem bereits behandelten Fall angewandt auf  $f\circ\op{in}_\alpha$ haben wir $\op{in}_\alpha^*f^*\op{qk}_Y\mathcal F =\op{qk}_{V_\alpha}\op{in}_\alpha^*f^*\mathcal F$. Andererseits wissen wir 
$\op{in}_{\alpha*}\op{qk}_{V_\alpha}=\op{qk}_{X}\op{in}_{\alpha*}$ bereits aus \ref{Verqk}, und indem wir dasselbe auf die Doppelindizes anwenden
erhalten wir eine linksexakte Sequenz
$$f^*\op{qk}_Y\mathcal F\hra\bigoplus_{\alpha} \op{qk}_X\op{in}_{\alpha*}\op{in}_\alpha^*f^*\mathcal F\ra\bigoplus_{\alpha,\beta} \op{qk}_X\op{in}_{\alpha\beta*}\op{in}_{\alpha\beta}^*f^*\mathcal F$$
Andererseits liefert Anwenden des linksexakten da Rechtsadjungierten Funktors
$\op{qk}_X$ auf unsere Sequenz zu $\mathcal G\pdef f^*\mathcal F$ eine  
 linksexakte Sequenz
 $$\op{qk}_Xf^*\mathcal F\hra\bigoplus_{\alpha} \op{qk}_X\op{in}_{\alpha*}\op{in}_\alpha^*f^*\mathcal F\ra\bigoplus_{\alpha,\beta} \op{qk}_X\op{in}_{\alpha\beta*}\op{in}_{\alpha\beta}^*f^*\mathcal F$$
 Ein Vergleich dieser beiden Sequenzen zeigt dann die Behauptung.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkunge}
  Ich w"u"ste gerne, ob die Annahme der Separiertheit in obigem Argument
  f"ur das Vertauschen von Quasikoh"arentor mit offenem R"uckzug n"otig ist.
  Wenn mir ein Student hier
  weiterhelfen k"onnte, w"urde ich das sehr begr"u"sen. 
  \end{Bemerkunge}

\begin{Korollar}[\textbf{Adjungierte durch Quasikoh"arentor}] 
  Die Trennfaserung der quasikoh"arenten Opmodulgarben
  "uber der banalen Trennkategorie der qua\-qua\-si\-kom\-pak\-ten Schemata ist  im Sinne von \eref{TfAd}{TSF} eine
  Trennfaserung mit Adjungierten
  $$\op{Modqk}_{{\sslash}\op{Sch}^{\op{qqk}}}\ra \curlywedge{\op{Sch}^{\op{qqk}}}$$
\end{Korollar}
\begin{proof}
  Wir erhalten quasikoh"arente direkte Bilder und quasikoh"arentes internes
  Hom, indem wir auf die entsprechenden Konstruktionen f"ur beliebige
  Opmodulgarben
  noch den Quasikoh"arentor \ref{Qkoh} anwenden. Man verwende \eref{Muhor}{TSK} f"ur die Aussage, da"s in unserer Situation ein Rechtsadjungierter von
  $\otimes\mathcal F$ bereits ein internes  Hom
  sein mu"s.
\end{proof}

\nichtfinal{\begin{Lemma}
    Die quasikoh"arenten Modulgarben
     bilden eine Trennfaserung "uber der banalen Trennkategorie der
     Variet"aten "uber einem festen algebraisch abgeschlossenen K"orper. 
  \end{Lemma}
  \begin{proof} Noch ausschreiben. Wir notieren sie $\op{Modqk}_{\sslash{\op{Var}}}$.
  \end{proof}}

\subsection{Verschwindungssatz von Grothendieck (noethersch, alt)}
\begin{Bemerkungl}
  Das folgende ist Schrott, da ich f"ur den Verschwindungssatz von
  Grothendieck einen besseren Beweis in voller Allgemeinheit gefunden habe.
\end{Bemerkungl}



  







\begin{Lemma*}
  Seien $A$ ein noetherscher Kring  und
  $X\pdef \op{Spec}A$ und $i: Z\hra X$ die Einbettung einer abgeschlossenen Teilmenge.
  Ist $I$ ein injektiver $A$-Modul, so ist $i_*i^!\mathcal L I$
  quasikoh"arent.
\end{Lemma*}
\begin{Bemerkungl}
  Wir verwenden hier den Funktor der Schnitte mit Tr"ager $i^!$ aus
  \ref{AdIna}. Dies Lemma kommt von einer "alteren Beweisvariante
  und hat derzeit keine Anwendung.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Sei $\mathfrak b\subset A$ das Verschwindungsideal von $Z$ oder auch allgemeiner ein beliebiges Ideal mit $\mathcal A(\mathfrak b)=Z$.
  Nach \ref{agT} induziert die Einheit der Adjunktion
  eine Bijektion
  $\Gamma_{\mathfrak b} I \sira \Gamma_Z(\mathcal L I)$.
  Sei nun $f\in A$ gegeben.
  Wenden wir auf die spaltende kurze exakte Sequenz
  $\Gamma_{\langle f\rangle}I\hra I\sra I_f$ aus \ref{LzuI} unseren Funktor
  $\Gamma_{\mathfrak b}$ an, so erhalten wir eine kurze exakte Sequenz
 $\Gamma_{\langle f\rangle}(\Gamma_{\mathfrak b}I)\hra \Gamma_{\mathfrak b}I\sra \Gamma_{\mathfrak b}(I_f)$.
  Aus   \ref{LzuI} folgt so, da"s $\Gamma_{\mathfrak b}I\ra \Gamma_{\mathfrak b}(I_f)$ und $\Gamma_{\mathfrak b}I\ra (\Gamma_{\mathfrak b}I)_f$ Surjektionen
  mit demselben Kern sind und da"s folglich $I\ra I_f$   einen
  Isomorphismus $$(\Gamma_{\mathfrak b}I)_f\sira \Gamma_{\mathfrak b}(I_f)$$
  induziert.
  Das bedeutet geometrisch, da"s unsere Einbettung
  $\Gamma_{\mathfrak b}I\subset I$ Isomorphismen 
$\Gamma(\op{U}(f);\mathcal L(\Gamma_{\mathfrak b}I))\sira 
  \Gamma(\op{U}(f);i_*i^!\mathcal L I)$ induziert, und zeigt das Lemma.
\end{proof}

\subsection{Garbenschrott} 
\begin{Ubung}
  Seien $X$ ein topologischer Raum und $I$ eine Menge.
  Bezeichne $\mathcal K(I)$ die Kategorie aller
  endlichen Teilmengen von $I$
  mit den Inklusionsabbildungen als Morphismen.
  In dieser Kategorie besitzt jedes endliche Diagramm einen
  Kolimes, n"amlich die Vereinigung "uber alle darin auftretenden
  Teilmengen.
  Jede Familie von  offenen Teilmengen $(U_i)_{i\in I}$ besitzt genau eine
  Fortsetzung zu einem mit allen Limites "uber endliche Diagramme
  vertr"aglichen Funktor $\mathcal K(I)^{\op{opp}}\ra \op{Off}(X)$,
  der $\{i,j,\ldots,k\}$ auf $U_i\cap U_j\cap\ldots\cap U_k$ abbildet.
  Eine mengenwertige Garbe auf $X$ ist ein Funktor
  $\mathcal F:\op{Off}(X)^{\op{opp}}\ra\op{Ens}$ derart, da"s
  die Verkn"upfung $\mathcal K(I)\ra \op{Ens}$ BlahBlah taugt noch nix.
\end{Ubung} 
\subsection{"Aquivarianz}
   
\begin{Proposition}[\textbf{Graduierungen und $k^\times$-Operationen}]
Wir erhalten  f"ur jede affine  
  $k$-Variet"at $X$ eine Bijektion 
$$\{\text{algebraische $k^\times$-Operationen auf $X$}\}\;\sira\;
\{\text{$\DZ$-Graduierungen auf $\cal{O}(X)$}\}$$
dadurch, da"s wir der Ringalgebra $\cal{O}(X)$ die
Graduierung $\cal{O}(X)=\bigoplus_{i\in\DZ}\cal{O}(X)_i$
durch die simultanen Eigenr"aume der
$k^{\times}$-Operation geben, in Formeln durch die Teilr"aume
$\cal{O}(X)_{i} \pdef \{f\in \cal{O}(X)
  \mid f(\mu x)=\mu^{i} f(x) \; \forall x \in X, \mu \in
  k^{\times}\}$.
\end{Proposition}



\begin{proof}
Gegeben eine affine $k$-Variet"at $X$ und ein Morphismus
$k^\times\times X\ra X$, $(\lambda,x)\mapsto \lambda x$ liefert
das Zur"uckholen globaler regul"arer Funktionen zusammen
mit \ref{PAf} einen Homomorphismus
$$\mathcal O(X)\ra \mathcal O(k^\times\times X)
\sira \mathcal O(k^\times)\otimes \mathcal O(X)\sira
k[T,T^{-1}]\otimes \mathcal O(X)$$
Haben wir $f\mapsto \sum T^i\otimes f_i$, 
so gilt per definitionem 
$f(\lambda x)=\sum \lambda^i f_i(x)$.
Ist unser Morphismus eine Gruppenwirkung, so zeigt
die von der Mitte aus zu entwickelnde Gleichungskette
$$\sum \lambda^i\mu^i f_i(x)=f((\lambda\mu) x)
=f(\lambda (\mu x))=\sum \lambda^i f_i(\mu x)$$
uns,
da"s 
bei festem $x$ und $\mu$ 
das Laurentpolynom $\sum (\mu^i f_i(x)-f_i(\mu x))T^i$ 
unendlich viele Nullstellen hat und folglich alle seine
Koeffizienten verschwinden m"ussen. Mithin gilt
 $f_i(\mu x)=\mu^i f_i(x)$
f"ur alle $\mu$ und $x$ alias $f_i\in \cal{O}(X)^i$.
Nach Konstruktion  gilt andererseits
$f=\sum f_i$ und 
 wir sehen, da"s unsere $\cal{O}(X)^i$ ganz $\cal{O}(X)$ 
als Vektorraum erzeugen. Das Argument, da"s die Summe der $\cal{O}(X)^i$ 
direkt ist,
kann dem Leser zur "Ubung "uberlassen bleiben. Das Argument, da"s wir so die
behauptete Bijektion erhalten, desgleichen. 
\end{proof}

\begin{proof}
  Es scheint mir offensichtlich, da"s wir jede $\DZ$-Graduierung
  auf diese Weise aus einer eindeutig bestimmten algebraischen Darstellung erhalten.
  Es gilt nur noch zu zeigen, da"s auch jede Darstellung auf diese Weise
  in der Tat eine $\DZ$-Graduierung liefert, da"s also die Summe der $V_i$ direkt
  ist und ganz $V$ liefert. Gegeben $v_i\in V_i$ f"ur $|i|\leq N$ mit $$\sum_{i=-N}^N v_i=0$$ finden wir aber $x\in k^\times$ mit $x^i$ paarweise verschieden f"ur
  $|i|\leq N$. Die von Null verschiedenen $v_i$ w"aren dann Eigenvektoren
  von $\rho(x)$ zu den paarweise verschiedenen Eigenwerten $x^i$ und m"u"sten
  folglich linear unabh"angig sein im Widerspruch zu unsere Annahme.
  Also sind alle $v_i$ Null und die Summe der $V_i$ ist direkt.
  Um schlie"slich zu zeigen,  da"s die Summe der $V_i$ ganz $V$ ist, d"urfen wir
  ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit $\op{dim}_kV< \infty$ annehmen.
  Da die $\rho(x)$ f"ur $x\in k^\times$ eine Familie von paarweise kommutierenden
  Endomorphismen von $V$ bilden, besitzt $V$ eine simultane Hauptraumzerlegung
  in Bezug auf diese Familie und wir k"onnen uns auf den Fall beschr"anken,
  da"s ganz $V$ solch ein simultaner Hauptraum ist.
  Weiter k"onnen wir dann in $V$ eine Basis w"ahlen, bez"uglich der
  alle $\rho(x)$ obere Dreiecksgestalt haben mit konstanten Eintr"agen
  $\chi(x)\in k$ auf der Diagonalen. Nach unseren Annahmen ist weiter
  $\chi:k^\times \ra (k,\cdot)$ algebraisch und ein Monoidhomomorphismus
  und man pr"uft leicht, da"s es dann ein $i$
  geben mu"s mit $\chi(x)=x^i\;\forall x\in k^\times$. Dann
  ist $x\mapsto \chi(x)^{-1}\rho(x)$ ein Gruppenhomomorphismus von $k^\times$ 
  in die oberen Dreiecksmatrizen mit Einsen auf der Diagonale. So ein
  Gruppenhomomorphismus mu"s jedoch konstant sein, denn in Charakteristik Null
  gibt es keine nichtdiagonalen derartigen Matrizen endlicher Ordnung und
  in Charakteristik $p>0$ ist ihre Ordnung stets eine $p$-Potenz und die
  Ordnung aller nichttrivialen Einheitswurzeln ist teilerfremd zu $p$.
  Unser Gruppenhomomorphismus ist aber auch ein Morphismus von Variet"aten
  und da die Einheitswurzeln in $k^\times$ eine Zariski-dichte Teilmenge bilden, ist er
  folglich konstant und $\rho(x)=\chi(x)\op{id}_V= x^i \op{id}_V$. 
\end{proof}

\begin{Lemma}[\textbf{$\DZ$-Graduierungen und $k^\times$-Operationen}] 
 Gegeben ein $\mathbb Z$-gra\-du\-ierter Vektorraum 
$V = \bigoplus_i V^i$ "uber einem K"orper
$k$ erkl"are man f"ur jedes $\lambda \in k^\times$ einen 
Automorphismus $\lambda^\ast$ von 
$V$ durch die Vorschrift
$\lambda^\ast (v) \pdef \lambda^i v $ f"ur alle $ v \in V^i$.
Ist $k$ unendlich, so sind die unter allen 
$\lambda^\ast$ stabilen Teilr"aume von $V$ genau die
homogenen Teilr"aume.
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Da"s alle homogenen Teilr"aume unter allen 
$\lambda^\ast$ stabil sind, ist klar.
Sei umgekehrt $U \subset V$ ein unter allen 
$\lambda^\ast$ stabiler Teilraum und $v \in U$
ein Vektor.
Sicher gibt es ein $r \in \mathbb N$ mit $v 
\in \bigoplus_{|i|\leq r} V^i$.
Da $k$ unendlich angenommen war,
finden wir $\lambda \in k^\times$ mit $\lambda^r, 
\lambda^{r-1}, \ldots , \lambda^{-r}$
paarweise verschieden.
Da $U \subset V$ unter $\lambda^\ast$ stabil ist, 
mu"s $\lambda^\ast$ nach \eref{diage}{LA1}
auch auf $U$ diagonalisierbar sein.
Nach \eref{ZERR}{LA2} zerf"allt mithin $U$ in die direkte 
Summe der Eigenr"aume von $\lambda^\ast$.
Insbesondere zerf"allt auch $v$ auf genau eine 
Weise in eine Summe $v = \sum u_i$ mit $u_i \in U$
und $\lambda^\ast u_i = \lambda^i u_i$. Das mu"s 
aber bereits die Zerlegung von $v$ nach homogenen
Komponenten in $V$ sein. Da folglich f"ur jedes 
$u \in U$ auch seine homogenen Komponenten zu $U$
geh"oren, mu"s  $U$ ein homogener Teilraum sein.
\end{proof}
  \begin{Bemerkungl}
    Sei $G\acts X$ ein Schema mit der Operation eines Gruppenschemas
    $$\op{act}:G\times X\ra X$$
   Eine {\bf $G$-"aquivariante 
      Modulgarbe} ist, wie f"ur allgemeine banale Trennfaserungen in
    \eref{QaeO}{TSF} diskutiert, eine 
    Modulgarbe $\mathcal F$ auf $X$ zusammen mit einem
    Opkomorphismus 
    $$\underline{G}\boxtimes \mathcal F\ra \mathcal F$$
    "uber $\op{act}$ derart, da"s die offensichtlichen Vertr"aglichkeiten
    erf"ullt sind. Wie "ublich meint dabei $\boxtimes$ den Trennr"uckzug
    in Bezug auf die Projektionen. Das Produkt $G\times X$ ist hier
    in der Kategorie der Schemata zu verstehen und ist im
    allgemeinen sehr verschieden vom 
    Produkt in der Kategorie der gekringten R"aume. Wenn wir besonders
    betonen wollen, da"s wir "uber der banalen Trennkategorie der Schemata
    und nicht der banalen Trennkategorie aller gekringten R"aume arbeiten,
    reden wir von einer {\bf schematisch $G$-"aquivarianten 
      Modulgarbe}.\index{Modulgarbe!schematisch "aquivariante}  
  \end{Bemerkungl}
  \begin{Beispiel}[\textbf{"Aquivariante
        quasikoh"arente Modulgarben auf Spektra}]
    Nehmen wir $G\pdef\mathbb G_{\op{m}}$ und
    $X\pdef \op{Spec}(A)$ und $\mathcal M=\mathcal L(M)$ f"ur einen
    $A$-Modul $M$, so wird ein Opkomorphismus
    $$\underline{\mathbb G_{\op{m}}}\times \mathcal M\ra \mathcal M$$ 
    unter "Anderung der Schreibreihenfolge f"ur bessere Lesbarkeit ein 
    Modulhomomorphismus $\op{aeq}:M\ra M\otimes_\DZ \DZ[T,T^{-1}]$ "uber dem
    Ringhomomorphismus $A\ra A\otimes_\DZ \DZ[T,T^{-1}]$, der zur
    Operation auf $X$ geh"ort und der, wie wir nach \ref{moG} wissen,
    die Gestalt $a\mapsto \sum a_n\otimes T^n$ hat f"ur $a_n$ die
    homogenen Komponenten von $a\in A$ in Bezug auf eine Graduierung $A=\bigoplus_nA^n$ des
    Krings $A$. Tapferes Rechnen liefert dann, da"s in derselben Weise
    die $$M^n\pdef \{m\in M\mid \op{aeq}(m)=m\otimes T^n\}$$
    eine $\DZ$-Graduierung von $M$ bilden und da"s diese
    $M$ zu einem graduierten $A$-Modul machen und
    wir so eine Bijektion zwischen Graduierungen auf $M$ und
    "aquivarianten Operationen von $\mathbb G_{\op{m}}$ auf der Modulgarbe
    $\mathcal L(M)$ erhalten. Insgesamt liefert die so erkl"arte
    {\bf "aquivariante Lokalisierung}\index{Lokalisierung!"aquivariante}
    f"ur jeden $\DZ$-graduierten
    Kring $A$ mit zugeh"origer $\mathbb G_{\op{m}}$-Operation 
    eine\index{"aquivariant!Lokalisierung} "Aquivalenz von Kategorien 
    $$\begin{array}{ccc}
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$\DZ$-graduierte}\\
\text{$A$-Moduln}
\end{array}\!\!\right\} & \sirra &
\left\{ \!\!\begin{array}{c}
\text{$\mathbb G_{\op{m}}$-"aquivariante quasikoh"arente}\\
\text{ Modulgarben auf $\op{Spec}(A)$}
\end{array}\!\!\right\}
\end{array}$$
  \end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vorschub "aquivarianter
      quasikoh"arenter Modulgarben}]
  Gegeben ein affines Gruppenschema $G$ mit $\mathcal O(G)$ flach "uber $\DZ$
  und ein $G$-"aquivarianter quasikompakter
  quasiseparierter 
  Morphismus $f:X\ra Y$ von $ G$-Schemata 
  und eine $ G$-"aquivariante quasikoh"arente Garbe $\mathcal F$
  auf $X$ ist $f_*\mathcal F$ eine $ G$-"aquivariante
  quasikoh"arente Garbe auf $Y$ f"ur denjenigen Morphismus
  $\underline{G}\boxtimes f_*\mathcal F\ra f_*\mathcal F$,
  der das linke  Diagramm "uber dem rechten Basisdiagramm  
  $$\xymatrix{\underline{G}\boxtimes \mathcal F\ar[d]\ar[r]&
    \mathcal F\ar[d]&&G\times X\ar[d]\ar[r]& X\ar[d]\\
    \;\;\; \underline{G}\boxtimes f_*\mathcal F\ar[r]& f_*\mathcal F&
    &G\times Y\ar[r]& Y}$$
  zum Kommutieren bringt. So einen Morphismus gibt es und er ist eindeutig,
  da die Vertikale ganz links
  kokartesisch ist nach flachem Basiswechsel \ref{flBW}.
  Die Quasikoh"arenz von $f_*\mathcal F$ folgt aus \ref{EQVo}.\label{VaeQ}
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} Wir wissen bereits, da"s das Bilden des "aquivarianten
  Spektrums eine "Aquivalenz induziert zwischen der opponierten der
  Kategorie der $\DZ$-gra\-du\-ier\-ten Kringe und der Kategorie der affinen
  $\mathbb G_{\op{m}}$-Schemata
  $$\op{Kringo}^\DZ \;\;\sirra\;\; \mathbb G_{\op{m}}\acts{\op{Sch}}^{\op{aff}}$$
  In derselben Weise induziert die "aquivariante Lokalisierung
  eine  "Aquivalenz
  $$\op{Ab}^{\DZ}_{\sslash{\op{Kringo}^\DZ}} \;\;\sirra\;\;
  \op{Modqk}_{\sslash{\mathbb G_{\op{m}}\sacts{\op{Sch}}^{\op{aff}}}}$$
  zwischen $\DZ$-graduierten Opmoduln auf $\DZ$-graduierten Kringen und
  "aquivarianten quasikoh"arenten Garben auf affinen Spektra.
  Beide Funktoren sind Bifaserungen. Der Vorschub links ist die Restriktion der
  Modulstruktur unter Erhaltung der Graduierung, der Vorschub rechts der "aquivariante Vorschub aus \ref{VaeQ}.
  Der R"uckzug links ist die Erweiterung der Skalare unter Beachtung der
  $\DZ$-Graduierungen, der R"uckzug rechts der offensichtliche R"uckzug
  aus \eref{QaeO}{TSF}. 
\end{Beispiel}
\newpage

\section{Ordnungsminimale Strukturen}
\subsection{Grundlagen}
\begin{Definition}
  Sei $(R,\geq)$ ein angeordneter K"orper.
  Eine {\bf De\-fi\-nier\-bar\-keits\-struk\-tur}\index{Definierbarkeitsstruktur} oder kurz {\bf Struktur\index{Struktur} $\mathcal S$ "uber
  $(R,\geq)$} ist eine Familie $\mathcal S=(\mathcal S_n)_{n\in\DN}$ von \hyperref[MeAlg]{Mengenalgebren}
  $\mathcal S_n\subset \op{Pot}(R^n)$  derart, da"s gilt:
  \begin{enumerate}
  \item
    Alle Zariski-abgeschlossenen Teilmengen geh"oren zu $\mathcal S_n$;
  \item
    Gegeben  $A\in\mathcal S_p$ und $B\in\mathcal S_q$ gilt
    $A\times B\in \mathcal S_{p+q}$;
  \item
    F"ur 
    $\op{pr}:R^{n+1}\ra R^n$ die Projektion auf die ersten $n$ Koordinaten
    und $A\in \mathcal S_{n+1}$ gilt $\op{pr}(A)\in \mathcal S_{n}$.
  \end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben eine Struktur $\mathcal S=(\mathcal S_n)_{n\in\DN}$ "uber einem
  angeordneten K"orper 
  $(R,\geq)$ hei"sen die  Mengen $A\in \mathcal S_n$ die
  {\bf definierbaren Teilmengen von $R^n$}.\index{definierbar} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
  Eine Struktur $\mathcal S=(\mathcal S_n)_{n\in\DN}$ "uber einem
  angeordneten K"orper 
  $(R,\geq)$ hei"st {\bf ordnungsminimal}\index{ordnungsminimale Struktur}
  oder kurz {\bf o-minimal}\index{o-minimale Struktur}, 
  wenn $\mathcal S_1$ genau
  aus allen endlichen Vereinigungen von einpunktigen Teilmengen
  und von  Intervallen der Gestalt $]a,b[$ oder
    $]-\infty,b[$ oder $]a,\infty[$ besteht.
\end{Definition}

\begin{Definition}\nichtfinal{(geraten!)}
  Sei $(R,\geq,\mathcal S)$ ein angeordneter K"orper mit Struktur.
  Gegeben  $A\in\mathcal S_p$ und $B\in\mathcal S_q$ hei"st eine
  Abbildung $f:A\ra B$ definierbar, wenn ihr Graph eine
  definierbare Teilmenge von $R^{p+q}$ ist.
\end{Definition}


\begin{Satz}[\textbf{Definierbare Schnitte}]
Sei $(R,\geq,\mathcal S)$ ein angeordneter K"orper 
mit o-minimaler Struktur. Gegeben $Y\subset R^{m+n}$ definierbar
gibt es eine definierbare Abbildung $f:R^{n}\ra R^{m}$ mit
$( f(b),b)\in Y$ wann immer es "uberhaupt einen Punkt der Gestalt
$( a,b)\in Y$ gibt.
\end{Satz}
\subsection{Noch unklar wohin, Schnittmultiplizit"aten} 












 
\begin{Definition}[\textbf{Tangenten an ebene Kurven}] 
$(k=\bar k)$. Wir erinnern aus \ref{loMU} den Begriff der Multiplizit"at einer Variet"at in einem Punkt.  Seien nun $C\As k^2$ eine ebene Kurve und $x\in C$ ein Punkt.
  Eine Gerade $L$ durch $x$ hei"st eine {\bf Tangente an $C$ in $x$},\index{Tangente!an ebene Kurve} wenn gilt
  $$\op{s}_x(C,L)>\op{mult}_xC$$
\end{Definition}



\begin{Bemerkungl}[\textbf{Tangentiale Richtungen an Kurven in Fl"achen}] 
  Sei $(X,x)$ eine punktierte Variet"at mit
  $\op{kdim}_xX=2$.
  Gegeben $C\As X$ eine Kurve durch $x$ betrachten wir 
  Gegeben $g\in \mathfrak m_x$ mit 
  $$i_x(C,\mathcal Z(g))>\op{mult}_xC$$
  Eine Gerade $L$ durch $x$ hei"st eine {\bf Tangente an $C$ in $x$},\index{Tangente!an ebene Kurve} wenn gilt
  $$i_x(C,L)>\op{mult}_xC$$
\end{Bemerkungl}

\nichtfinal{Wohin?}
Im Fall
  $i_0(f,g)>\op{mult}_0 (f)$ sagen wir, die Gerade $L$ sei
  eine {\bf Tangente an $\mathcal Z(f)$}. Das ist erlaubt, da
  das in der Tat nur von $\mathcal Z(f)$ abh"angt.
  Im vorherigen Unterpunkt sind damit $\bar f$ und $\bar g$
  teilerfremd genau dann, wenn $\mathcal Z(f)$ und $\mathcal Z(g)$
  im Ursprung keine gemeinsamen Tangenten haben. 










%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXKAG"
%%% End: 
