\section{Vollst"andigkeit bei Ringen}

\subsection{Vervollst"andigung von Ringen*}
\begin{Definition}
  Seien $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal.
Die {\bf Vervollst"andigung $A_I^\wedge$ von $A$ am Ideal $I$}\index{Vervollst"andigung!eines
  Rings}\index{)8ba@$A_I^\wedge$ Vervollst"andigung} 
ist der  Teilring\index{V@${\op{V}}$ Vervollst"andigung} $${\op{V}}_I(A)=A_I^\wedge\subset \prod_{n\in \DN}A/I^n$$
des Produkts von Quotienten 
 bestehend 
aus allen Tupeln $(a_n)$ mit $a_{n+1}\mapsto a_n$ f"ur alle $n\geq 0$
unter den offensichtlichen Morphismen. Die Abbildung $A\ra A_I^\wedge$,
die jedem $a\in A$ das Tupel der $(a+I^n)$ zuordnet, ist stets ein
Ringhomomorphismus, der {\bf kanonische Homomorphismus in die
  Vervollst"andigung}. Er mu"s nicht injektiv sein. 
\end{Definition}
\begin{Definition}
  Seien $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal und $M$ ein $A$-Modul.   
Wir erkl"aren wir {\bf Vervollst"andigung $M_I^\wedge$ von $M$ am Ideal $I$}\index{Vervollst"andigung!eines
  Moduls} 
als die Untergruppe  $${\op{V}}_I(M)=M_I^\wedge\subset \prod_{n\in \DN}M/I^nM$$
des Produkts von Quotienten\index{V@${\op{V}}$ Vervollst"andigung} 
 bestehend 
aus allen Tupeln $(v_n)$ mit $v_{n+1}\mapsto v_n$ f"ur alle $n\geq 0$
unter den offensichtlichen Morphismen und erhalten eine offensichtliche
Struktur auf $M_I^\wedge$ als $A_I^\wedge$-Modul. 
\end{Definition}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Vervollst"andigung als Limes}] 
In der Sprache der Kategorientheorie 
kann unsere Vervollst"andigung verstanden werden als der 
Limes im Sinne von \eref{Limes}{TS} 
des Kosystems der Quotientenringe $A/I^n$ beziehungsweise der Limes
des Kosystems der Quotientengruppen $M/I^nM$ und wir haben in Formeln $$M_I^\wedge= \op{lim}_{n\in \DN}M/I^nM$$
\end{Bemerkunge}
\begin{Beispiel}
  Wir erhalten einen Isomorphismus
$k\llbracket X\rrbracket\sira k[X]^\wedge_{\langle X\rangle}$
zwischen dem  Ring der formalen Potenzreihen und der Vervollst"andigung des
Polynomrings an dem von der Variablen erzeugten Ideal, indem wir 
jeder formalen Potenzreihe die Folge der Nebenklassen ihrer 
Anfangsst"ucke zuordnen.   
\end{Beispiel}




\begin{Bemerkungl}[\textbf{Herkunft der Terminologie}] 
  Die Terminologie r"uhrt von einer alternativen Konstruktion her. Gegeben ein
  Ring $A$ mit einem Ideal $I$ kann man 
  auf dem Quotienten $A$ eine Pseudometrik $d$ im Sinne von \eref{SeMe}{AN3}
erkl"aren durch die
  Vorschrift
 $$d(a, b)\pdef \op{inf}\{2^{-n}\mid (a-b)\in I^n\}$$ 
Dann  identifiziert $A^\wedge_I$ unschwer  mit der
 Vervollst"andigung dieses pseudometrischen Raums im Sinne von \eref{SeMe}{AN3}.
 Insbesondere besitzt $A^\wedge_I$ eine nat"urliche Topologie. Analoges gilt f"ur
 die Vervollst"andigung von Moduln. 
\end{Bemerkungl}






  \begin{Definition}\label{DTGgx}
    Eine {\bf topologisches Monoid} ist, wie auch in \eref{DTGmo}{TM}
 erkl"art, ein
    Monoid $G$ mit einer Topologie derart, da"s die Verkn"upfung $G\times G\ra
    G$  stetig ist.
  \end{Definition}
\begin{Definition}\label{DTGgx}
    Eine {\bf topologische Gruppe} ist, wie auch in \eref{DTG}{TM}
 erkl"art, eine
    Gruppe $G$ mit einer Topologie derart, da"s die Verkn"upfung $G\times G\ra
    G$ und die Inversenabbildung $G\ra G$ stetig sind.
  \end{Definition}
\begin{Definition}
  Ein 
{\bf topologischer Ring}\index{topologisch!Ring}\index{Ring!topologischer}  
ist ein 
Ring $k$ mit einer Topologie\label{DTRx}
  derart, da"s die Addition und die Multiplikation 
als Abbildungen
  $k \times k \ra k$ stetig sind. 
\end{Definition}
\begin{Definition}
Ein 
{\bf topologischer Modul}\index{topologisch!Modul}\index{Modul!topologischer} 
"uber einem
topologischen Ring $k$ ist ein 
$k$-Modul $M$  mit einer Topologie\label{DTMx}
derart, da"s 
die Addition $M\times M\ra M$ und die Multiplikation
$k \times M \ra M$ stetig sind.
Die Kategorie aller topologischen $k$-Moduln
notieren wir $\op{Modto}_k$.
\end{Definition}

\begin{Beispiel}\label{padZ} 
Gegeben eine Primzahl $p$ schreibt man $\DZ_p\pdef \DZ^\wedge_{\langle
  p\rangle}$ und nennt diesen Ring den Ring der 
{\bf ganzen $p$-adischen Zahlen}.
Seine\index{adisch@$p$-adische Zahl}\index{Zahl!$p$-adische}\index{Z@$\DZ_p$ $p$-adische Zahlen} 
  Elemente lassen sich eindeutig darstellen als formale 
Potenzreihen $\sum_{n\geq 0}a_n p^n$ mit Koeffizienten 
$a_n\in\{0,1,\ldots,p-1\}$ und der
Ma"sgabe, da"s solch eine formale Potenzreihe \glqq die Folge der Nebenklassen
ihrer bei
$p=p$ ausgewerteten Anfangsst"ucke\grqq\  darstellt. Nach \ref{TEV}
ist der Ring $\DZ_p$ der ganzen $p$-adischen Zahlen kompakt.
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Funktorialit"at der Vervollst"andigung}] 
Gegeben ein Ringhomomorphismus $\varphi:A\ra B$
sowie Ideale $I\subset A$ und $J\subset B$ mit $  \varphi(I)\subset J$
erhalten wir in offensichtlicher Weise einen stetigen Ringhomomorphismus
$\hat\varphi: A^\wedge_I\ra B^\wedge_J$. Sind speziell
$I\subset J\subset A$ Ideale ein- und desselben Rings 
und gibt es $n$ mit $J^n\subset I$, so ist besagter Homomorphismus ein
Isomorphismus von topologischen Ringen $A^\wedge_I\sira A^\wedge_J$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Proposition}[\textbf{Invertierbare Elemente einer Vervollst"andigung}] 
  Gegeben $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal und
  $\pi:A^\wedge_I\sra A/I$ die offensichtliche Projektion
 ist ein Element der Vervollst"andigung genau dann eine Einheit,
  wenn sein Bild in $A/I$ eine Einheit ist, in Formeln\label{IEVl}  
  $$(A^\wedge_I)^\times =\pi^{-1}((A/I)^\times)$$
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Das Bild einer Einheit unter einem Ringhomomorphismus ist stets
  einen Einheit, also $\subset$. Ist andererseits ein Tupel
  $(a_n)$ der Vervollst"andigung gegeben mit $a_1\in (A/I)^\times$,
  sagen wir $c_1a_1=a_1c_1=1$ f"ur $c_1\in A/I$, und ist $\tilde c_1\in A$ ein  Repr"asentant von $c_1$ und $\tilde a_2\in A$ ein Repr"asentant von $a_2$,
  so haben wir
  $\tilde a_2\tilde c_1=1+b$ und  $\tilde c_1 \tilde a_2=1+d$ mit $b, d\in I$.
  Es folgt 
  $\tilde a_2\tilde c_1(1-b)=1-b^2$ und $(1-d)\tilde c_1 \tilde a_2=1-d^2$ 
  Da nun $a_2\in A/I^2$  ein Rechtsinverses und ein Linksinverses
  besitzt, m"ussen diese "ubereinstimmen und wir finden $a_2\in (A/I^2)^\times$.
  Notieren wir $c_2\in (A/I^2)$ das Inverse von $a_2$, so gilt offensichtlich
  $c_2\mapsto c_1$. Indem wir in derselben Weise fortfahren, finden wir
  ein Inverses zu unserem Element der Vervollst"andigung. 
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vervollst"andigung und Lokalisierung}] 
  Seien $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal.\label{VvLo} 
Gegeben ein Element 
$f\in A$ ist sein Bild in $A/I$ nach \ref{IEVl}
invertierbar genau dann, wenn sein
Bild in der Vervollst"andigung $A^\wedge_I$ invertierbar ist.
%$A/I^2$ invertierbar ist. %In der Tat folgt aus 
%$fg=1+b$ bereits $fg(1-b)=1-b^2$. Induktiv folgt, da"s f"ur $f\in A$ sein Bild
%in $A/I$ invertierbar ist genau dann, wenn sein Bild  in der Vervollst"andigung $A^\wedge_I$ invertierbar ist. 
 Ist speziell
$A$ kommutativ und $S\subset A$ eine Teilmenge, die in den Einheiten
von $A/I$ landet, so induziert die nat"urliche Abbildung 
sogar einen Isomorphismus
von topologischen Ringen
$$A^\wedge_I\sira (S^{-1}A)^\wedge_{S^{-1}I}$$
In der Tat sagt uns "Ubung \ref{ULMM} zum
"uberfl"ussigen Lokalisieren zusammen mit der Exaktheit des 
Lokalisierens in diesem Fall, da"s die 
offensichtlichen Abbildungen Isomorphismen
$$A/I^n\sira S^{-1}(A/I^n)\sira (S^{-1}A)/(S^{-1}I^n)=(S^{-1}A)/(S^{-1}I)^n$$
liefern. 
Insbesondere faktorisiert die kanonische Abbildung in die Vervollst"andigung 
unter
besagten Voraussetzungen "uber die Lokalisierung als Sequenz von
Ringhomomorphismen $A\ra S^{-1}A\ra
A^\wedge_I$.  
Analoges gilt f"ur Moduln.
\end{Bemerkungl}


  
    \begin{Proposition}[\textbf{Exaktheit von Vervollst"andigungen}] 
      Ist $A$ ein noetherscher Kring und $\mathfrak a\subset A$ ein Ideal und
      $L\hra M\sra N$ eine kurze exakte Sequenz von noetherschen $A$-Moduln,
      so ist auch die induzierte Sequenz eine kurze exakte Sequenz\label{Evv} 
      $$L^\wedge_{\mathfrak a}\hra M^\wedge_{\mathfrak a}\sra
      N^\wedge_{\mathfrak a}$$
Des weiteren ist in dieser Sequenz
 die erste Abbildung topologisch initial und die zweite 
topologisch final. 
    \end{Proposition}
    \begin{proof}
      Um die Notation zu vereinfachen, nehmen wir $L\subset M$ als Untermodul
      an.
Nach  \ref{VSTF2} und \ref{VSTF1} bilden die $L\cap \mathfrak a^n M$ eine
$\mathfrak a$-stabile Filtrierung auf $L$ und mit
\eref{KFinl}{TS} oder auch etwas Nachdenken folgt, 
da"s die Einbettungen einen Isomorphismus 
$$\varprojlim L/\mathfrak a^n L\sira \varprojlim L/(L\cap \mathfrak a^n M)$$
induzieren. Dann folgt die Proposition unmittelbar aus
der Exaktheit des Bildens von Limites im Fall surjektiver durch $\DN$ indizierter Kosysteme
abelscher Gruppen \eref{MiLe}{TS}. 
    \end{proof}
    \begin{Proposition}[\textbf{Vervollst"andigung als Skalarerweiterung}]
      Gegeben  ein noetherscher Kring  mit Ideal
       $A\supset\mathfrak a$ und  ein  noetherscher $A$-Modul $M$  liefert die
      Multiplikation einen Isomorphismus\label{vVaS}
      $$A^\wedge_{\mathfrak a}\otimes _A M\sira M^\wedge_{\mathfrak a}$$
    \end{Proposition}
    \begin{proof}
      F"ur $M\cong A^n$ frei von endlichem Rang ist die Behauptung offensichtlich. Jeder noethersche Modul $M$ pa"st nun aber
      in eine rechtsexakte Sequenz $A^n\ra A^m\sra M$ und diese Sequenz
      bleibt rechtsexakt unter dem Vervollst"andigen nach \ref{Evv}  und unter der Erweiterung
      der Skalare aufgrund der Rechtsexaktheit des Tensorprodukts. Die Proposition folgt damit aus dem F"unferlemma.  
    \end{proof}
    \begin{Korollar}
      Gegeben $A\supset\mathfrak a$ ein noetherscher Kring  mit Ideal
      ist die Vervollst"andigung $A^\wedge _{\mathfrak a}$ flach "uber $A$.
\end{Korollar}
    \begin{proof}
      Es reicht nach \ref{flnoe} zu pr"ufen, da"s das Darantensorieren
      $A^\wedge _{\mathfrak a}\otimes _A$ injektive Homomorphismen endlich
      erzeugter $A$-Moduln zu injektiven Homomorphismen macht. Das
      folgt jedoch aus der Exaktheit des Vervollst"andigens \ref{Evv}
      zusammen mit der Identifikation zwischen Skalarerweiterung und
      Vervollst"andigung unter den gegebenen Voraussetzungen aus \ref{vVaS}.
\end{proof}
    
  \begin{Bemerkungl}[\textbf{Vervollst"andigung im geometrischen Fall}] 
Im geometrischen Fall einer Variet"at $X$ mit einem Punkt $x\in X$
verwendet man auch die Abk"urzung $$\mathcal O^\wedge_{X,x}\pdef 
(\mathcal O_{X,x})^\wedge_{\mathfrak m}$$ f"ur die Vervollst"andigung eines
lokalen Rings an seinem maximalen Ideal. 
Unsere Erkenntnisse \ref{VvLo} "uber 
die Vertr"aglichkeit von Vervollst"andigung und Lokalisierung 
liefern uns dann f"ur affine Variet"aten $X$
einen nat"urlichen Isomorphismus von
topologischen Ringen 
$\mathcal O(X)^\wedge_{\mathcal I(x)}\sira \mathcal O^\wedge_{X,x}
$. 
Ich denke mir die Elemente des vervollst"andigten
lokalen Rings     $\mathcal O^\wedge_{X,x}$ als
\glqq formale Taylorreihen um den Entwicklungspunkt $x$\grqq. 
Nach \ref{VvQQ} sind diese Ringe Quotienten von Potenzreihenringen in mehreren
Variablen und nach \ref{HiBaaR} sind sie damit auch noethersch. 
Offensichtlich sind sie genau dann isomorph als $k$-Kring zu einem
formalen Potenzreihenring in $r$ Variablen, wenn $x$ ein regul"arer
Punkt von $X$ der lokalen Krulldimension 
$r=\op{kdim}_xX$ ist.\label{VgFF}  
  \end{Bemerkungl}



\begin{Lemma}[\textbf{Liften von Idempotenten}]\index{Liften!von Idempotenten}
Gegeben  $A\supset I$ ein Ring mit  einem  Ideal\index{Idempotente!Liften von}  
l"a"st sich jedes Idempotente des Quotienten $A/I$ zu einem\label{LII}
Idempotenten  des Quotienten $A/\langle I^2\rangle $ liften.
\end{Lemma}
\begin{figure}[p]\centering
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildLIP}\\[4mm]
\noindent 
Der Graph des Interpolationspolynoms mit einer doppelten
Nullstelle bei Null und einer \glqq doppelten Einsstelle\grqq\  bei
Eins aus dem Beweis von \ref{LII}.
\end{figure}
\begin{proof}
Es repr"asentiere $a \in A$ unser Idempotentes von $A/I$, so da"s also
gilt $a^2 -a=a(a-1) \in I$.
Wir setzen den gesuchten Lift an als $P(a)$ mit $P \in \Bbb{Z} [X]$.
Ist $P$ von der Gestalt $X+ X(X-1)Q$ f"ur ein $Q\in \Bbb{Z} [X],$
gilt also gleichbedeutend $P(0)=0$ und
$P (1) =1$, so haben schon mal $a$ und $P(a)$ dasselbe Bild in $A/I$.
Gilt zus"atzlich 
$P(P-1) \in \langle X^2(X-1)^2\rangle$, so ist $P(a)$ auch
idempotent in $A/\langle I^2\rangle $.
Es sollte also $P(P-1)$ sowohl bei $X =0$ als auch bei $X=1$ eine doppelte
Nullstelle haben, was wir etwa sicherstellen k"onnen, indem wir zus"atzlich
zu $P(1) = 1$ und $P(0)=0$ noch $P^\prime (1) =0= P^\prime (0)$ fordern.
Die L"osung kleinsten Grades 
dieser Interpola\-tions\-aufgabe lautet $P(X) = 3X^2 - 2X^3$ und
hat erfreulicherweise ganzzahlige Koeffizienten. Ein m"oglicher idempotenter  
Lift des Bildes von $a$ in $A/I$ ist damit das Bild in 
$A/\langle I^2\rangle $ von $3a^2 - 2a^3$.
Will man das explizit pr"ufen und alle Vor"uberlegungen vermeiden, 
so beachte man kurzerhand die Identit"at
$(3a^2 -2a^3)(3a^2 -2a^3 -1) = (2a-3)(2a+1) (a^2-a)^2
$.
\end{proof}
 
\begin{Proposition}[\textbf{Idempotente Elemente einer Vervollst"andigung}] 
  Gegeben $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal induziert 
  die offensichtliche Projektion $\pi:A^\wedge_I\sra A/I$ eine Surjektion
  zwischen den Teilmengen der idempotenten Elemente der beiden Ringe. 
\end{Proposition}
\begin{proof}
  Das folgt direkt aus  Lemma \ref{LII} zum Liften von
  Idempotenten.
\end{proof}

\subsubsection*{"Ubungen}
\begin{Ubung}\label{TEV} 
 Man zeige: 
 Die Multiplikation und Addition auf einem vervollst"andigten Ring sind
  stetig
f"ur die von der Metrik induzierte Topologie. 
Die invertierbaren Elemente bilden eine offene Teilmenge, und das Invertieren
ist darauf eine stetige Abbildung. Hinweis: \eref{IvO}{AN3}.  
Sind alle Quotientenringe
$A/I^n$ endlich, so ist die Vervollst"andigung $A^\wedge_I$ kompakt. 
Hinweis: Satz von Tychonoff \eref{ST}{TM} oder seine abz"ahlbare Variante
 \eref{pkmR}{TM}. 
\end{Ubung}
 
\begin{Ubung}[\textbf{Vervollst"andigungen von Quotienten}]
  Seien $A\supset I$ ein Ring mit einem Ideal und
$M\sra N$ ein surjektiver Homomorphismus von $A$-Moduln.
Man zeige, da"s dann die induzierte Abbildung 
$M^\wedge_{I}\ra N^\wedge_{I}$ surjektiv und final ist. 
Ist weiter $A\sra B$ ein surjektiver Homomorphismus von Ringen
und $J\subset B$ das Bild von $I$, so zeige man, da"s die nat"urliche
Abbildung\label{VvQQ} 
ein Isomorphismus von topologischen $A$-Moduln $B^\wedge_I\sira B^\wedge_J$ ist.
\end{Ubung}

\begin{Ubung}
  Man zeige: Die Vervollst"andigung eines lokalen Rings im Sinne von
\ref{LoRi} nach seinem maximalen Ideal ist wieder ein lokaler Ring. 
\end{Ubung}



 
    \begin{Ubung}\label{EBV} 
      Ist $A\subset B$ eine modulendliche Kringerweiterung von
noetherschen Kringen und $\mathfrak a\subset A$ ein Ideal, 
so ist die induzierte Abbildung auf den Vervollst"andigungen eine
topologisch initiale 
Injektion $A^\wedge_{\mathfrak a}\hra B^\wedge_{\langle B\mathfrak
  a\rangle}$. 
    \end{Ubung}




    \begin{Ubung}[\textbf{Chinesischer Restsatz f"ur Vervollst"andigungen}] 
      Gegeben Ide\-ale $\frak{a}_{1},\ldots, \frak{a}_{s} $ eines Krings $R$ mit
      $\frak{a}_{i} + \frak{a}_{j} =R$ f"ur $i \neq j$ wie
beim chinesischen Restsatz \eref{ACR}{AL}\label{crsV}    
ist die
      offensichtliche Abbildung ein Isomorphismus von topologischen Ringen
$$  R_{\langle\frak{a}_{1} \ldots
  \frak{a}_{s}\rangle}^\wedge \;\;\sira\;\; R^\wedge_{\frak{a}_{1}} \times
\ldots \times R^\wedge_{\frak{a}_{s}}$$
\end{Ubung}





\begin{Ubung}[\textbf{Vervollst"andigung und Invarianten}] 
Seien $k$ ein noetherscher Kring und $B$ eine ringendliche Kringerweiterung von
$k$.  Es operiere eine endliche Gruppe $W$ auf dem $k$-Kring $B$.
Nach \ref{Noe} ist dann $B^W$ ringendlich "uber $k$ und $B$ modulendlich "uber
$B^W$.\label{VvIvy}  
Man zeige: Ist die Gruppenordnung $|W|$ invertierbar in $B$ und ist
$\mathfrak a\subset B^W$ ein Ideal des Invariantenrings, so induziert die
Einbettung aus \ref{EBV} einen Isomorphismus von topologischen Ringen 
  $$(B^W)^\wedge_{\mathfrak a}\sira 
\left(B^\wedge_{\langle B\mathfrak a\rangle}\right)^W$$
zwischen der Vervollst"andigung des Invariantenrings und den 
Invarianten der Vervollst"andigung. Ich w"u"ste gerne, ob das auch ohne
unsere Bedingung an die Gruppenordnung gilt. 
  \end{Ubung}
 \begin{Ubung}[\textbf{Vervollst"andigung und Invarianten, geometrischer Fall}] Im geometrischen Fall einer affinen Variet"at $X$ mit 
der Operation einer endlichen Gruppe $W$\label{VvIv} 
von einer im Grundk"orper  invertierbaren Ordnung und 
Quotient $\bar X\pdef X/W$ und einem Punkt $x\in X$ mit
Bild $\bar x\in \bar X$ spezialisiert \ref{VvIvy} zu einem
Isomorphismus von topologischen Ringen 
$$\mathcal O_{\bar X,\bar x}^\wedge\sira 
\left(\mathcal O_{X,x}^\wedge\right)^{W_x}$$
zwischen dem vervollst"andigten lokalen Ring der Quotientenvariet"at und
den Invarianten der Standgruppe $W_x$ von $x$ 
im vervollst"andigten lokalen Ring der
urspr"unglichen Variet"at an einem Urbildpunkt.
In der Tat gelangen wir
mit \ref{crsV} erst zu $\left(\prod_{z\in Wx}\mathcal
  O_{X,z}^\wedge\right)^{W}$
und dann ohne Schwierigkeiten weiter zum behaupteten Ausdruck. 
 \end{Ubung}
 \begin{Ubung}[\textbf{Iterierte Vervollst"andigung}]
   Gegeben  Ideale $\mathfrak a,\mathfrak b$ eines noetherschen Krings
   $R$ und ein noetherscher $R$-Modul $M$ 
 konstruiere man einen nat"urlichen Isomorphismus
   $${\op{V}}_{\mathfrak a +\mathfrak b} (M)\sira {\op{V}}_{\mathfrak a}({\op{V}}_{\mathfrak b} (M))$$
 \end{Ubung}

 \subsection{Vollst"andige diskrete Bewertungsringe}

\begin{Ubung}
Gegeben eine diskrete Bewertung $v:K\ra\DZ\amalg\{\infty\}$ 
auf einem K"orper $K$ und $q\in (1,\infty)$ beliebig ist 
$d(x,y)\pdef q^{-v(x-y)}$ eine Metrik auf $K$ und
$\|x\|\pdef d(x,0)$ eine Norm auf $K$ im Sinne von \eref{NabG}{AN2}.
Die  auf $K$ induzierte Topologie ebenso wie die 
Vervollst"andigung $K_v$ von $K$ in Bezug auf unsere 
Metrik sind unabh"angig von $q$ und $K_v$
wird mit der eindeutig bestimmten stetigen
Fortsetzung der Addition und Multiplikation  ein
K"orper, ja mit der metrischen Topologie 
sogar ein topologischer K"orper im Sinne von \ref{DTKn}. 
Die stetige Fortsetzung der Bewertung ist ihrerseits 
eine diskrete Bewertung $v:K_v\ra\DZ\amalg\{\infty\}$ 
auf der Vervollst"andigung, und 
die Einbettung der zugeh"origen diskreten Bewertungsringe
$\mathfrak o\hra \mathfrak o_v$ induziert einen
Isomorphismus $\mathfrak o^{\wedge}_{\mathfrak m}\sira \mathfrak o_v$
 der Vervollst"andigung des urspr"unglichen diskreten Bewertungsrings
mit dem  diskreten Bewertungsring der Vervollst"andigung.\label{EdD} 
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Unter einer {\bf Norm}\index{Norm!auf abelscher Gruppe} auf einer abelschen Gruppe $X$ verstehen wir wie in \eref{NabG}{AN2} eine Abbildung
 von unserer Gruppe in die nichtnegativen reellen Zahlen
 mit $\|v+w\|\leq \|v\|+\|w\|$ und $\|v\|=0\RA v=0$ und 
 $\|- v\|=\|v\|$ f"ur alle $v,w\in X$.
 \end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Gegeben ein diskret bewerteter K"orper $K$ mit Bewertungsring $\mathfrak o_K$ und Uniformisierender $\pi$ und ein Radius $R>0$ gilt
  f"ur die in \ref{EdD} eingef"uhrte Metrik
  $$\op{B}(0;R)=\pi^i\mathfrak o_K$$
  f"ur das $i$ mit $2^{-i}<R\leq 2^{-i+1}$.
\end{Ubung}



\subsection{Absolutbetr"age und Vollst"andigkeit}
\nichtfinal{Mit dem folgenden Abschnitt verschmelzen!}


\begin{Lemma}[\textbf{Scharfe Dreiecksungleichung im nichtarchimedischen Fall}]
  F"ur jeden nichtarchimedischen Absolutbetrag auf einem K"orper
$K$ gilt sogar 
$$|x+y|\leq \op{max}(|x|,|y|) \quad\forall x,y\in K$$
\end{Lemma}

 \begin{proof}
Ist $| \; |$ ein nichtarchimedischer Absolutbetrag, 
so folgt aus der Beschr"anktheit
von $|a^n_K | = |a_K|^n$ f"ur $a \in \mathbb N$ sofort $|a_K| \leq 1$ f"ur alle
$a \in \mathbb N$.
Gegeben $x, y \in K$ mit $|x| = \max(|x|, |y|)$ finden wir dann weiter
$$\begin{array}{lll}
(x + y)^n & =& \sum \binom{n}{k} x^k y^{n-k}\\[2mm]
|x +y|^n &\leq & |x|^n + |x|^{n-1} |y| + \ldots + |x| |y|^{n-1} +|y|^n\\[2mm]
|x +y| &\leq&  |x|\sqrt[n]{n+1}
\end{array}$$
und im Grenzwert $n\ra\infty$ 
ergibt sich die Behauptung mit \eref{lWU}{AN1}.
\end{proof}
\begin{Beispiele}
 Der "ubliche Betrag
reeller Zahlen
ist ein Absolutbetrag auf $\DR$.  
Die Norm  komplexer Zahlen im Sinne von \eref{DNcc}{LA1} alias der
Abstand vom Ursprung 
ist ein Absolutbetrag auf $\DC$. 
Gegeben ein K"orper $K$ zusammen mit einer diskreten Bewertung 
$v:K\ra\DZ\amalg\{\infty\}$ im Sinne von \ref{diBe} 
liefert f"ur jedes reelle $\alpha\in (0,1)$ die Vorschrift 
$ |x|=\alpha^{v(x)}$ einen Absolutbetrag auf $K$ unter der Konvention 
 $\alpha^\infty=0$.
Ein Absolutbetrag auf einem K"orper 
induziert einen 
Absolutbetrag auf jedem  Teilk"orper.
\end{Beispiele}
\begin{Bemerkungw}
  Auf jedem lokalen K"orper, der nicht zu $\DC$ isomorph ist,
ist der Haarfaktor aus \ref{kaB} ein Absolutbetrag.
\end{Bemerkungw}


\begin{Bemerkungl}
  Jeder Absolutbetrag auf einem K"orper $K$ definiert eine Metrik 
auf $K$ vermittels der Vorschrift $d(x,y)\pdef |x-y|$. Ein K"orper mit
Absolutbetrag hei"st {\bf vollst"andig}\index{vollst"andig!K"orper mit
Absolutbetrag}, wenn er bez"uglich dieser Metrik 
 ein vollst"andiger
metrischer Raum ist, wenn also darin jede Cauchyfolge konvergiert. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vollst"andige K"orper f"ur archimedischen Absolutbetrag}] 
Es kann  nur auf K"orpern der Charakteristik Null archimedische 
Absolutbetr"age geben.
Des weiteren gibt es zu jedem vollst"andigen
K"orper $K$ mit archimedischem Absolutbetrag entweder 
genau einen stetigen K"orperisomorphismus
$$\sigma:K\sira \mathbb R$$
oder genau
zwei stetige K"orperisomorphismen
$$\sigma,\tau:K\sira \mathbb C$$
In beiden F"allen gibt es genau ein
$s \in (0,1]$ mit
$|a| = |\sigma a|^s \quad \forall a \in K$.
Die Details findet man etwa bei [Neukirch: Zahlentheorie].
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Vervollst"andigung eines K"orpers mit Absolutbetrag}]
  Gegeben ein K"orper mit Absolutbetrag lassen sich Addition und Multiplikation
  auf genau eine Weise stetig auf die Vervollst"andigung fortsetzen und
  wir erhalten so wieder einen K"orper. 
\end{Satz}
\begin{proof}
  In jedem K"orper mit Absolutbetrag gelten analog zu \eref{unGG}{AN1}
die Absch"atzungen
\begin{enumerate}
\item
Aus $|x-a|\leq \eta$ und $|y-b|\leq\eta$ folgt
$|(x+y)-(a+b)|\leq 2\eta$;
\item
Aus $|x-a|\leq\eta\leq 1$ und $|y-b|\leq\eta\leq 1$ folgt
$|xy - ab| \leq \eta (|b|+1+|a|)$;
\item
Aus  $|y-b|\leq \eta \leq |b|/2$ und $b\neq 0$ folgt $y\neq 0$ und
$\left| {1}/{y} - {1}/{b}\right| \leq {2\eta}/{|b|^{2}}.$
\end{enumerate}
Das ist leicht zu sehen und der Beweis bleibe dem Leser "uberlassen.
Ist $K$ ein K"orper mit Absolutbetrag $|\;|$ und 
$\hat{K}$ seine Vervollst"andigung im Sinne von \eref{VVoll}{AN3},
so ist die Addition $K\times K\ra K$ gleichm"a"sig stetig
und l"a"st sich 
nach \eref{VVP}{AN3}  und  \eref{ADM}{AN3}
auf genau eine Weise stetig zu einer Verkn"upfung 
$\hat{K}\times \hat{K}\ra \hat{K}$
fortsetzen. Die Multiplikation $K\times K\ra K$ 
ist zwar nicht 
gleichm"a"sig stetig, aber 
f"ur alle $M$ ist 
ihre Restriktion auf die Teilmenge
$\{x\in K\mid |x|\leq M\}$ gleichm"a"sig stetig.
Damit folgt, da"s sich auch die Multiplikation auf genau eine
Weise  stetig zu einer Verkn"upfung 
auf $\hat{K}$
fortsetzen l"a"st. Da"s die Ringaxiome f"ur diese beiden Verkn"upfungen
auf $\hat{K}$ erf"ullt sind, folgt unschwer aus der Eindeutigkeit 
der stetigen Fortsetzungen, und da"s wir damit sogar einen K"orper
erhalten, wird der Leser leicht aus der letzten der obigen Absch"atzungen
folgern k"onnen.
\end{proof}
\begin{Definition}
  Seien $K$ ein K"orper mit Absolutbetrag $\lambda\mapsto |\lambda|$
  und $V$ ein $K$-Vek\-tor\-raum.
Eine {\bf Norm}\index{Norm!auf Vektorraum!"uber 
K"orper mit Absolutbetrag}
auf $V$ ist eine Abbildlung
$
\|\;\;\| :V \ra \Bbb{R}_{\geq 0},$ $
v  \mapsto  \| v \|
$
derart, da"s gilt:
\begin{enumerate}
\item $\| \lambda v\| = |\lambda | \cdot \| v \|
\quad \forall v \in V, \lambda \in K ;$
\item $ \| v \| =0 \Leftrightarrow v=0;$
\item $ \| v + w\| \leq \| v \| + \|
w \| \quad \forall v,w \in V.$
\end{enumerate}
\end{Definition}


\begin{Definition}
  Sei $K$ ein K"orper mit Absolutbetrag. Zwei Normen $\|\;\|_1, \|\;\|_2$ auf einem  $K$-Vektorraum $V$ hei"sen
{\bf "aquivalent}\index{"aquivalent!Normen}, wenn es  positive reelle 
Konstanten
$c,C > 0$ gibt derart, da"s gilt
$$\|v\|_1 \leq C \|v\|_2 \quad \text{ und }\quad  \|v\|_2 \leq c\|v\|_1 \quad \forall v \in V.$$
\end{Definition}


\begin{Satz}[\textbf{"Aquivalenz von Normen}]
Auf einem  endlichdimensionalen
 Vektorraum "uber einem vollst"andigen
K"orper mit Absolutbetrag\label{AQNn}
sind je zwei Normen "aquivalent.
\end{Satz}



\begin{proof}[Beweis]
Ist unser K"orper lokal kompakt, so k"onnen wir 
den Beweis f"ur den Fall $K=\DR$ aus \eref{SSAQN}{AN2} unver"andert "ubernehmen.
Im allgemeinen fangen wir den Beweis genauso an.
Wir d"urfen ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit annehmen,
da"s $V$ der $K^n$ ist mit $n\geq 1$ und da"s eine unserer Normen
die Maximumsnorm $\|v\|_\infty$ ist. Sei  $\|\;\|$ eine zweite Norm.
Bezeichnet ${\op{e}}_{1}, \ldots, {\op{e}}_{n}$
die Standardbasis des $K^{n}$
und ist 
$v = v_{1}{\op{e}}_{1} + \ldots + v_{n}{\op{e}}_{n}$,  so
haben wir
$$\begin{array}{lll}
\|v\| &=& \|v_{1}{\op{e}}_{1}+ \ldots
+v_{n}{\op{e}}_{n}\| \\&\leq& |v_{1}| \cdot \|{\op{e}}_{1}\| + \ldots +|v_{n}|\cdot
\|{\op{e}}_{n}\| \\&\leq& \|v\|_\infty\cdot C\end{array}$$ mit $C = \|{\op{e}}_{1}\| + \ldots + \|{\op{e}}_{n}\|$. 
Insbesondere folgern wir, da"s $\| \;\| : K^{n}\ra \Bbb{R}$
eine $\|\;\|_\infty$-stetige Abbildung ist, also stetig
 f"ur die durch die Maximumsnorm $\|\;\|_\infty$ gegebene Metrik  auf
$K^{n}$. 
 F"ur die R"uckrichtung argumentieren wir im allgemeinen mit
 vollst"andiger Induktion "uber $n$. Im Fall $n=1$ ist die Aussage klar. 
Wir betrachten nun die affinen
Hyperebenen $ H_i=\{x\mid x_i=1\}$.  
Aus der Induktionsannahme k"onnen wir durch Widerspruch 
folgern, da"s es  positive Konstanten $a_i>0$ 
gibt mit $$a_i \leq \|w\|\quad\forall w \in H_i$$
In der Tat g"abe es sonst in $H_i$ eine Folge
$w_\nu$ mit $\|w_\nu\|\ra 0$ f"ur $\nu\ra\infty$.  Diese Folge w"are 
 eine
Cauchyfolge f"ur die von $\|\;\|$ auf $H_i$ induzierte
Metrik. Dann w"are sie aber wegen der "Aquivalenz der Normen nach
der Induktionsannahme auch eine
Cauchyfolge f"ur die von der Maximumsnorm 
$\|\;\|_\infty$ auf $H_i$ induzierte
Metrik und m"u"ste  konvergieren gegen einen
Punkt $w\in H_i$ mit $\|w\|=0$.  Widerspruch!
Nun gibt es f"ur $v\in K^{n}\backslash 0$ stets $\lambda\in\DR$ 
mit $|\lambda|=\|v\|_\infty$ derart, da"s $\lambda^{-1} v$ in einer der affinen
Hyperebenen  $H_i$ liegt. Mit $a=\op{inf}(a_i)$ folgt
$a \leq \|\lambda^{-1} v\|$ alias $a \|v\|_\infty\leq \| v\|$
alias $ \|v\|_\infty \leq a^{-1}\| v\|$. 
\end{proof}

\begin{Satz}[\textbf{Erweiterung von Absolutbetr"agen}]
Gegeben eine algebraische K"orpererweiterung 
eines  vollst"andigen
K"orpers mit Absolutbetrag
existiert h"ochstens eine Erweiterung des Absolutbetrages
auf den Erweiterungsk"orper. Ist unsere Erweiterung endlich,
so ist auch der Erweiterungsk"orper vollst"andig f"ur den
erweiterten Absolutbetrag. 
\end{Satz}

\begin{Bemerkungl}
  Ist unser K"orper mit Absolutbetrag nicht vollst"andig, so gilt das
im allgemeinen nicht mehr. Ist etwa $X\sra Y$ 
ein nichtkonstanter Morphismus von
kompakten zusammenh"angenden Riemann'schen Fl"achen mit zugeh"origer 
K"orpererweiterung 
$\cal{M}^{\op{an}}(Y)\hra \cal{M}^{\op{an}}(X)$, 
so liefert jeder Punkt $y\in Y$ eine diskrete Bewertung und damit einen
Absolutbetrag auf $\cal{M}^{\op{an}}(Y)$. Die Urbilder $x\in X$ von $y$ 
liefern dann paarweise verschiedene Erweiterungen dieses 
Absolutbetrags zu Absolutbetr"agen auf $\cal{M}^{\op{an}}(X).$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ich w"u"ste gerne, ob  auch in dieser Allgemeinheit 
die Existenz einer Erweiterung des Absolutbetrags stets sichergestellt ist.
Das scheint aus Bourbaki Alg. Comm. Chap. VI zu folgen.
\end{Bemerkungl}

\begin{proof}
Sei $K/k$ unsere K"orpererweiterung.
Wir d"urfen sie ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit 
endlich annehmen. 
 Jede Erweiterung unseres  Absolutbetrags liefert eine Norm
auf dem $k$-Vektorraum $K$.  Je zwei Erweiterungen sind 
dann nach \ref{AQNn}  "aquivalent als Normen auf $K$.  
Ist nun $\|\;\|$ eine dieser Erweiterungen, so stimmt offensichtlich
$\|x\|$ "uberein mit der zugeh"origen Operatornorm von $(x\cdot)$ 
als Endomorphismus von $(K,\|\;\|)$
und auch mit dem Grenzwert der konstanten Folge 
$\sqrt[n]{\|(x^n)\cdot\|}$ f"ur $n\ra\infty.$
Dieser Grenzwert liefert jedoch dasselbe Resultat, wenn er 
f"ur die Operatornormen bez"uglich  "aquivalenter Normen  
berechnet wird, und das zeigt die Eindeutigkeit der 
Fortsetzung. Die Vollst"andigkeit des Erweiterungsk"orpers ist
offensichtlich.
\end{proof}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Dedekindring $A$ und eine endliche separable
  K"orpererweiterung $L/{\op{Quot}}A$ ist der ganze Abschlu"s $B$
  von $A$ in $L$ nach \ref{EGAv} modulendlich "uber $A$ und damit
  auch wieder noethersch. Dieser ganze Abschlu"s $B$ 
  hat nach \ref{KDRE} auch die Krulldimension Eins
  und ist offensichtlich normal, ist also wieder ein Dedekindring.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Ein diskreter Bewertungsring $A$ kann nach \ref{dBr}
  charakterisiert werden als ein normaler
  noetherscher lokaler Kring der Krulldimension Eins. 
  Ist $K={\op{Quot}}A$ sein Quotientenk"orper und $L/K$ eine
  endliche separable K"orpererweiterung und $B\subset L$ der
  ganze Abschlu"s von $A$ in $L$, so ist $B$ offensichtlich normal
  und nach \ref{EGAv} modulendlich "uber $A$, also auch noethersch, und
  hat nach \ref{KDRE} auch die Krulldimension Eins, ist also ein 


\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Ein {\bf Hensel'scher  Ring}\index{Hensel'scher Ring}
ist ein lokaler Kring $A$ mit der Eigenschaft, da"s jeder
modulendliche $A$-Kring $R$  als $A$-Kring in ein endliches Produkt lokaler 
$A$-Kringe zerf"allt. Zum Beispiel ist jeder K"orper ein henselscher
Ring. 
\end{Bemerkungl}
\nichtfinal{Warum dasselbe? Brauche $A$ noethersch?}
\begin{Definition}
  Ein {\bf henselscher Ring}
ist ein lokaler Kring $A$ mit der Eigenschaft, da"s sich f"ur jedes 
normierte Polynom $P\in A[T]$ jede einfache Nullstelle von
$\bar{P}\in k[T]$ im Polynomring "uber dem Restklassenk"orper
$k=A/\frak{m}$ nach dem maximalen Ideal 
zu einer Nullstelle von $P$ in $A$ 
hochheben l"a"st. Ist dar"uber hinaus $k$ separabel abgeschlossen, so hei"st
$A$ ein {\bf strikt henselscher Ring}.\index{henselscher Ring!strikter}
\end{Definition}
\begin{Beispiel}
Jeder K"orper ist trivialerweise henselsch.
  Jeder vollst"andige lokale Kring, in dem der Schnitt aller Potenzen des
maximalen Ideals das Nullideal ist, ist henselsch:
In der Tat, betrachten wir $B= A[T]/\langle P\rangle$ und ist $r$ der Grad des
normierten Polynoms $P$, so bilden die Nebenklassen von $1,T,T^2,\ldots, T^{r-1}$ eine $A$-Basis
von $B$ und 
f"ur das von $\mathfrak m$ in $B$ erzeugte Ideal
$I\pdef \langle B\mathfrak m\rangle$
gilt $B\sira B^\wedge_I$.
Andererseits ist die
offensichtliche Abbildung ein Isomorphismus 
$$B/I\sira k[T]/\langle \bar P\rangle$$
Jede einfache Nullstelle von $\bar P$ in $k$ liefert ein
idempotentes Element $\bar e\in B/I$ mit $k\sira \bar e(B/I)$
unter der nat"urlichen Abbildung. Idempotentes Liften \ref{LII}
liefert einen Lift zu einem idempotenten Element $e\in B$ 
und die Zerlegung $B=eB\oplus (1-e)B$ zeigt, da"s $eB$ frei ist vom Rang Eins 
 "uber dem lokalen Ring $A$ und da"s 
gilt $A\sira eB$ unter der nat"urlichen Abbildung. Das Urbild
von $eT$ unter diesem Isomorphismus ist dann der gesuchte Lift unserer
Nullstelle von $\bar P$.
\end{Beispiel}



\begin{Proposition}
  Seien $k$ ein K"orper und $P\in k\llbracket X\rrbracket[T]$ ein
Polynom mit Koeffizienten im Potenzreihenring "uber $k$ und 
$\lambda\in k$ eine einfache Nullstelle von seinem Bild $\bar P\in k[T]$.
So l"a"st sich $\lambda$ auf genau eine Weise zu einer Nullstelle
$\tilde\lambda\in 
k\llbracket X\rrbracket$ hochheben, als da hei"st, 
$P$ besitzt genau eine Nullstelle $\tilde\lambda\in 
\lambda+ Xk\llbracket X\rrbracket$.
\end{Proposition}
\begin{Bemerkungl}
Ist $\bar P$ das Nullpolynom, so lasse ich  keine seiner 
Nullstellen als einfache Nullstelle gelten. Ich bin verbl"ufft, da"s
mir der Beweis auch f"ur nicht notwendig normiertes $P$ zu gelingen
scheint.
\end{Bemerkungl}
\begin{proof}
  Wir machen  den offensichtlichen Ansatz $$\tilde\lambda= 
\lambda+\mu=\lambda+\mu_1 X+ \mu_2 X^2+\ldots$$
mit $\mu_i\in k$. Nat"urlich gilt dann $P(\tilde \lambda)=P(\lambda+\mu)=
P(\lambda)+P'(\lambda)\mu+ Q(\mu)\mu^2$ f"ur
ein geeignetes Polynom $Q\in k\llbracket X\rrbracket[T]$.
Nach Annahme haben wir $P(\lambda)\in Xk\llbracket X\rrbracket$
und $P'(\lambda)\in k^\times+X k\llbracket X\rrbracket$.
Es ist dann klar, da"s die Gleichung $P(\tilde \lambda)=0$
"aquivalent ist 
zu einem Gleichungssystem 
der Gestalt $\mu_i=A_i(\mu_1,\ldots,\mu_{i-1})$ f"ur geeignete
Polynome $A_i$ mit Koeffizienten in $k$ in $(i-1)$ Variablen.
Das zeigt die Behauptung. 
\end{proof}




\subsection{Lokale K"orper}\label{LoKo}
\nichtfinal{Den vorhergehenden Abschnitt eingliedern!}
\begin{Bemerkungl}\label{DTKn}
  Ein {\bf topologischer K"orper}\index{topologisch!K"orper}
  ist %wie in \ref{DTK}
  ein 
K"orper $k$ mit einer Topologie
  derart, da"s die Addition und die Multiplikation 
stetig sind als Abbildungen
  $k \times k \ra k$ und da"s f"ur die auf $k^{\times}$ 
induzierte Topologie auch
  das Bilden des Inversen $k^{\times} \ra k^{\times}$ stetig ist.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Ein \defind{lokaler K"orper}\label{loKO}
 ist ein Hausdorff'scher lokal
kompakter topologischer K"orper, der nicht diskret ist.
\end{Definition}
\begin{Theorem}[\textbf{Klassifikation lokaler K"orper}]\label{KlLoko}
Jeder lokale K"orper ist als topologischer K"orper isomorph zu
genau einem K"orper der folgenden Liste:
\begin{enumerate}
\item $\Bbb{R}$ oder $\Bbb{C};$ 
\item Einer endlichen Erweiterung von $\Bbb{Q}_{p}$ f"ur $p\in\DN$
eine   Primzahl;
\item
 Dem Quotientenk"orper $\Bbb{F}(\!(T)\!)$ 
des Rings $\Bbb{F}\llbracket T\rrbracket$ der
  formalen Potenzreihen "uber einem endlichen K"orper $\Bbb{F}$.
\end{enumerate}
Auf allen K"orpern dieser Liste mit Ausnahme des K"orpers
$\Bbb{C}$ gibt es nur eine einzige Topologie, die sie zu lokalen K"orpern
macht.
\end{Theorem}

\begin{proof} Das steht in 
\cite{BNT}, insbesondere auch die Zusammenfassung zu Beginn von
Kapitel III, sowie in \cite{LaA}, "Ubung XII.3.
\end{proof}

  \begin{Definition}
    Die zu $\DR$ oder $\DC$ isomorphen lokalen K"orper hei"sen
    \defnoind{archimedisch},\index{archimedisch!lokaler K"orper} 
die anderen 
\defnoind{nichtarchimedisch}.\index{nichtarchimedisch!lokaler K"orper} 
  \end{Definition}

\begin{Bemerkungl}\label{kaB}
F"ur jeden lokalen K"orper $k$ gibt es nach  Satz 
\eref{EEHa}{TM} oder vielleicht besser \eref{HMBO}{TM} 
"uber die Existenz und Eindeutigkeit Haar'scher Radonma"se
beziehungsweise Haar'scher Borelma"se
genau eine Abbildung\index{)5@${\mid}\;{\mid}={\mid}\;{\mid}_k$ Haarfaktor von $k$}
$$|\;\;|=|\;\;|_k:k  \ra  \Bbb{R}_{\geq 0}$$ 
derart, da"s f"ur jede kompakte Teilmenge $\Omega \subset k$ und jedes
Haar-Ma"s $\mu$ auf $(k,+)$ gilt $\mu (a\Omega) = |a| \mu (\Omega)$.
Wir nennen diese Abbildung den 
{\bf Haarfaktor}\index{Haarfaktor!auf lokalem K"orper}
auf unserem lokalen K"orper. Offensichtlich gilt f"ur den Haarfaktor stets $|ab|=|a||b|$. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}
F"ur $k=\DR$ ist der Haarfaktor der "ubliche Absolutbetrag einer
reellen Zahl. Im Fall $k=\DC$ ist der 
Haarfaktor dahingegen das Quadrat des
"ublichen Betrags, als da hei"st, das Quadrat des
\glqq euklidischen Abstands unserer komplexen Zahl vom Ursprung\grqq, in Formeln
$$|z|_\DC=|z|^2$$
In diesem Fall erf"ullt der Haarfaktor 
nicht die Dreiecksungleichung und ist kein Absolutbetrag im
Sinne von \ref{AbB} und wir d"urfen nicht $|z|_\DC$ zu $|z|$ abk"urzen.
Im Fall $k=\DQ_p$ ist $\DZ_p$ eine offene kompakte Untergruppe,
also von positivem endlichen Ma"s, und
f"ur den Haarfaktor folgt $|u|_k=1\;\forall u\in \DZ_p^\times$. Weiter
erhalten wir $|p|_k=1/p$
wegen $\DZ_p=\bigsqcup_{a\in \DN,\;0\leq a<p} a+p\DZ_p$. So folgern wir die
Beschreibung 
$|u|_k=p^{-v_p(u)}$
des Haarfaktors durch die Bewertung im Fall $u\in \DQ_p^\times$,
und im Fall $u=0$
mit $v_p(u)=\infty$ kann man unsere Formel immer noch als
sinnvoll und richtig verstehen.  In derselben Weise
findet man f"ur jeden nichtarchimendischen lokalen K"orper $k$
f"ur den Haarfaktor die Beziehung
$$|u|_k=|\mathfrak o_k/\mathfrak m_k|^{-v(u)}$$
zur Bewertung $v$ mit $|\mathfrak o_k/\mathfrak m_k|$ der
Zahl der Elemente des Restklassenk"orpers. 
\end{Beispiele}
\begin{Definition}\label{AbB}
  Ein {\bf Absolutbetrag}\index{Absolutbetrag!auf einem K"orper} 
auf einem K"orper $K$ ist ein
Homomorphismus von multiplikativen Monoiden
$$|\;|:K\ra \DR_{\geq 0}$$
mit $|0|=0$ und derart, da"s f"ur alle $x,y\in K$ wie
beim "ublichen Betrag die Dreiecksungleichung  $|x+y|\leq |x|+|y|$ gilt.
Per definitionem  gilt auch $|1|=1$.
\end{Definition}
\begin{Beispiel} Wir haben durch Betrachtung aller  Beispiele
  bereits gesehen, da"s auf jedem nicht zu $\DC$
  isomorphen lokalen K"orper der Haarfaktor ein Absolutbetrag ist.
\end{Beispiel}
\begin{Definition} Ein Absolutbetrag\index{Absolutbetrag!auf einem K"orper} 
auf einem K"orper $K$ hei"st {\bf archimedisch},
wenn er auf dem Bild des eindeutigen Ringhomomorphismus
$\DZ\ra K$ unbeschr"ankt ist.
Andernfalls hei"st er 
{\bf nichtarchimedisch}.\index{archimedisch!Absolutbetrag}\index{nichtarchimedisch!Absolutbetrag}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
Der Begriff \glqq archimedisch\grqq\  erinnert an \eref{aa}{AN1}.
Auf jedem K"orper ist diejenige Abbildung ein Absolutbetrag, die Null zu Null
macht und jedes andere K"orperelement zu Eins. Dieser sogenannte
{\bf triviale Absolutbetrag} wird von den meisten Autoren
gleich wieder ausgeschlossen, aber nicht von mir.
Der triviale Absolutbetrag ist nichtarchimedisch. 
\end{Bemerkungl}



  
\begin{Bemerkungl} \nichtfinal{Woanders, da wird
    keine Vollst"andigkeit ben"otigt.} 
In einem nichtarchimedischen lokalen K"orper $k$ bilden 
die Elemente vom Betrag $\leq 1$ einen Teilring $\frak{o}_k,$ 
den sogenannten \defind{Bewertungsring}, und darin bilden 
die Elemente vom Betrag $< 1$ ein maximales Ideal $\frak{m}_k$.
Die nichtarchimedischen lokalen K"orper unter Punkt 2 unserer
Liste \ref{KlLoko} hei"sen 
\defnoind{von gemischter 
Charakteristik},\index{gemischte Charakteristik!lokaler K"orper}\index{lokaler K"orper!gemischter Charakteristik}
da f"ur sie gilt $\op{char}k\neq \op{char}(\frak{o}_k/\frak{m}_k)$.
Die nichtarchimedischen lokalen K"orper unter Punkt 3 
hei"sen aus demselben Grund 
\defnoind{von gleicher 
Charakteristik}.\index{gleiche Charakteristik!lokaler 
K"orper}\index{lokaler K"orper!gleicher Charakteristik}
\end{Bemerkungl}

 \begin{Lemma}
Der Haarfaktor eines lokalen K"orpers $k$ ist ein stetiger
Homomorphismus multiplikativer Monoide $k\ra \DR_{\geq 0}$.
 \end{Lemma}
 \begin{proof} Man pr"uft das leicht in allen Beispielen. 
 \end{proof}
\begin{proof}[Konzeptioneller Beweis]
  Ist $X$ ein beliebiger topologischer Raum und $Y$ kompakt, so macht
  das Exponentialgesetz $\op{Ens} (X \times Y, \Bbb{R})
    \sira \op{Ens} (X, \op{Ens} (Y,\Bbb{R}))$ jede stetige
    Abbildung $h: X \times Y \ra \Bbb{R}$ zu einer stetigen Abbildung $X \ra 
\cal{C}
    (Y,\Bbb{R})$ f"ur die $\op{sup}$-Norm auf $\cal{C} (Y,\Bbb{R}),$ vergleiche
    \eref{TKL}{TM}. Ist also $\nu$ ein Radon-Ma"s auf $Y$ und $f:X\times Y\ra\DR$
stetig, so ist auch $x\mapsto \int f(x,y)\nu\langle y\rangle$ stetig,
vergleiche \eref{stSN}{TM}.
F"ur $A\subset k$ ein Kompaktum und $f\in \mathcal C_!(k,\DR)$
wenden wir das auf die Abbildung $A\times k\ra\DR$ mit $(a,y)\mapsto f(ay)$ 
an und folgern, da"s  
$a\mapsto \int f(ay)\mu\langle y\rangle$ stetig ist. Da das f"ur alle 
Kompakta $A\subset k$
gilt, folgt die Behauptung. 
\end{proof}





\begin{Definition}
Ein {\bf globaler K"orper}\index{globaler K"orper}\index{K"orper!globaler}\label{glKO}  
ist ein K"orper,
der entweder eine endliche Erweiterung von $\Bbb{Q}$ ist,
also ein {\bf Zahlk"orper},\index{Zahlk"orper} oder eine
endliche Erweiterung des K"orpers $\Bbb{F} (T)$ der gebrochen
rationalen Funktionen "uber einem endlichen K"orper $\Bbb{F}$,
also ein {\bf Funktionenk"orper}.\index{Funktionenk"orper}
\end{Definition}




\begin{Definition}
Eine {\bf Stelle}\index{Stelle!eines globalen K"orpers} 
eines \hyperref[glKO]{globalen K\"orpers} $K$ ist eine 
Topologie auf besagtem globalen K"orper, die man erhalten kann
als induzierte Topologie bez"uglich einer Einbettung mit dichtem Bild
in einen \hyperref[loKO]{lokalen K\"orper}.
Die Menge der  Stellen eines globalen K"orpers $K$ notiert man ${\op{S}}_K$. 
Zu jeder Stelle $v\in {\op{S}}_K$ eines globalen K"orpers $K$ erkl"art man 
einen  lokalen K"orper $$K_v$$ erkl"aren als die
Vervollst"andigung von $K$  bez"uglich der entsprechenden Topologie.
Zu jeder Stelle $v$ eines globalen K"orpers $K$  erkl"art man weiter
den {\bf Betrag} $|\;|_v:K\ra \DR_{\geq 0}$   als 
die Einschr"ankung auf $K$ des  Haarfaktors von $K_v$.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
  In der Literatur erkl"art man eine Stelle eines globalen K"orpers
  meist als eine "Aquivalenzklasse von Absolutbetr"agen.
  Das ist "aquivalent.   
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Man k"onnte f"urchten, da"s gegeben ein globaler K"orper $K$
  jede Einbettung mit dichtem Bild
$K\hra\DC$ unendlich viele Stellen liefert, da
$\DC$ unendlich viele verschiedene Topologien zul"a"st, die es zu
einem lokalen K"orper machen. Es stellt sich jedoch heraus, da"s
man auf diese Weise  auf jedem globalen K"orper doch 
nur endlich viele Stellen erh"alt. Ein typisches Beispiel ist $K\pdef\DQ[\op{i}]$,
in dem alle fraglichen Topologien auf $\DC$
dieselbe Topologie auf $\DQ[\op{i}]$
induzieren. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Eine Stelle eines globalen K"orpers hei"st 
{\bf archimedisch},\index{archimedisch!Stelle eines Zahlk"orpers}
 wenn die zugeh"orige Vervollst"andigung als topologischer
K"orper isomorph ist zu $\DR$ oder $\DC$.  Je nachdem sprechen wir dann von
einer {\bf reellen} oder einer\index{reell!Stelle eines Zahlk"orpers} 
{\bf komplexen Stelle}.\index{komplex!Stelle eines Zahlk"orpers}
Die einzigen globalen K"orper mit archimedischen Stellen sind die Zahlk"orper.
 Die Stellen eines globalen K"orpers, die nicht archimedisch sind, hei"sen 
seine {\bf nichtarchimedischen 
Stellen}.\index{nichtarchimedisch!Stelle eines K"orpers}
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}[\textbf{Produkt der Haarfaktoren}]
F"ur jedes von Null verschiedene 
Element $x\neq 0$ eines globalen K"orpers $K$ 
nimmt der Haarfaktor $|x|_{v}$ an fast allen 
Stellen $v\in {\op{S}}_K$ den Wert Eins an  und das Produkt der kanonischen Betr"age
"uber alle  Stellen ist  Eins, in Formeln
$$\prod_{v} |x|_{v} =1$$
\end{Satz}
\begin{Beispiel}[\textbf{Produkt der Haarfaktoren einer rationalen Zahl}]
  Im Fall $K=\DQ$
  finden wir eine Bijektion
  $${\op{S}}_\DQ\sila (\text{Menge aller Primzahlen})\sqcup\{\infty\}$$
  Gegeben $x=\pm p_1^{n_1}\ldots p_r^{n_r}$ f"ur
  paarweise verschiedene Primzahlen $p_\rho$ erhalten wir
  $|x|_p=1$ f"ur $p$ prim, $p\neq p_\rho$ f"ur $1\leq \rho\leq r$ und
  $|x|_{p_\rho}=p^{-{n_\rho}}$. Weiter erhalten wir
  $|x|_\infty=|x|$, das  ist schlicht  der "ubliche Betrag.
  Damit ist die Aussage offensichtlich.
\end{Beispiel}
\begin{proof}[Erster Beweis]
Explizites Pr"ufen in allen Beispielen.
\end{proof}
\begin{proof}[Zweiter Beweis]
 Herleiten aus der
 Kompaktheit des Quotienten  $\Bbb{A}_K/K$ des \glqq Adelrings\grqq, der im
 folgenden besprochen wird.
\end{proof}

\begin{Definition}
  Der Ring der {\bf Adele}\index{Adele} eines globalen K"orpers $K$
ist der Teilring
$$\mathbb A_K\subset \prod_v K_v$$
des Produkts seiner Komplettierungen "uber  alle Stellen,
der aus allen Tupeln besteht,
die an fast allen Stellen einen Eintrag mit Haarfaktor $\leq 1$
haben. Man versieht $\mathbb A_K$ mit der Topologie als topologische Gruppe,
f"ur die  das Produkt der $K_v$ an den archimedischen Stellen mit
den Untergruppen der Elemente mit kanonischem Betrag $\leq 1$ an
den nichtarchimedischen Stellen mit seiner Produkttopologie eine
offene Untergruppe ist, 
und erh"alt so einen lokal kompakten topologischen Ring.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
Unsere eben erkl"arte Topologie  auf dem Ring $\mathbb A_K$ der Adele ist nicht 
die  von der Produkttopologie
  induzierte Topologie. In dieser induzierten Topologie m"u"ste n"amlich jede 
Umgebung der Null f"ur eine Stelle $v$ alle Tupel mit Nullen an 
allen Stellen bis auf $v$ und einem beliebigen Eintrag an dieser 
einen Stelle $v$ umfassen. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Alternative Beschreibung der Topologie der Adelgruppe}] 
  Man mag $\mathbb A_K$ auch erkl"aren als direkten Limes "uber
alle Produkte, in denen an fast allen 
nichtarchimendischen Stellen der Ganzheitsring $\frak o_v$ steht
und nur an endlich vielen Stellen $K_v$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel} \nichtfinal{Wohin?} 
  Wir erhalten etwa als
$$\mathbb A_\DQ\subset \DR\times \prod_p \DQ_p$$
den Teilring aller Tupel, deren Eintr"age bis auf h"ochstens endlich viele
Ausnahmen
jeweils in $\DZ_p$ liegen.
Die Abbildung $\DQ\ra S^1$ gegeben durch $t\mapsto \op{exp}(2\pi{\op{i}}t)$
ist stetig f"ur jede Stelle und liefert so stetige 
Gruppenhomomorphismen $\DR\ra S^1$ und $\DQ_p\ra S^1$,
die wir genauso notieren. Sie hat eine gewisse Kanonizit"at dadurch, da"s
ihr Kern $\DZ$ ist. 
 Gegeben ein Adel $(a_v)$ erhalten wir so einen Gruppenhomomorphismus
$\DQ\ra S^1$ durch die Vorschrift $$r\mapsto \op{exp}(-2\pi{\op{i}}ra_\infty)
\prod \op{exp}(2\pi{\op{i}}ra_v)$$
von der ohne alle Topologie betrachteten additiven Gruppe der rationalen
Zahlen in den Einheitskreis, wobei das gro"se Produkt nur noch "uber die
endlichen
Primstellen l"auft. \nichtfinal{Bei dem extra Vorzeichen sehe ich die Kanonizit"at nicht.}  
Sie ist der zweite Pfeil einer kurzen exakten Sequenz\label{KeSA} 
$$\DQ\hra \mathbb A_\DQ \sra \op{Ab}(\DQ, S^1)$$
mit der diagonalen Einbettung
$r\mapsto (r)_v$ als erstem Pfeil. 
Insbesondere ist unsere kurze exakte Sequenz selbstdual unter der
Pontrjagin-Dualit"at. Mehr dazu findet man in
\cite{GGP}. %Gelfand-Graev-Piatetski-Shapiro
Es scheint zu folgen, da"s es h"ochstens einen
  Isomorphismus von topologischen Gruppen
  $\psi:\mathbb A_\DQ\sira \mathfrak X(\mathbb A_\DQ)$ gibt,\label{kpdA} 
  der mit dem Auswertungsisomorphismus vorne
  ein kommutatives Diagramm
  $$\begin{array}{ccccc}
    \DQ&\hra& \mathbb A_\DQ &\sra& \mathfrak X(\DQ)\\
    \da&&\da&&\|\\
    \mathfrak X(\mathfrak X(\DQ))&\hra&
    \mathfrak X(\mathbb A_\DQ) &\sra&\mathfrak X(\DQ)
  \end{array}$$
  liefert, in dem die untere Zeile durch Pontrjagindualit"at
  aus der  oberen Zeile entsteht. In der Tat, gegeben zwei derartige
  Homomorphismen $\psi,\varphi$ kommt  ihre Differenz  $\psi-\varphi$ von einem
  stetigen Homomorphismus $\mathfrak X(\DQ)\ra \DQ$ her und die
  erste Gruppe ist hier kompakt und die zweite diskret ohne nichttriviale
  endliche Untergruppen und so folgt $\psi-\varphi=0$. 
\end{Beispiel}



\begin{Bemerkungl}
  Der Teilring $\mathbb A_{\DQ,\op{f}}\subset \mathbb A_{\DQ}$ aller
  Tupel, die an der archimedischem Stelle den Eintrag Eins haben,
  hei"st der Ring der {\bf endlichen Adele}.\index{Adele!endliche}
  Es erweist sich
  im R"uckblick als richtiger,
  diesen Ring als Quotienten von $\mathbb A_{\DQ}$ aufzufassen.
  Der Teilring $\prod_p \DZ_p$ des Rings der endlichen Adele hei"st
  der {\bf Pr"ufer-Ring}.\index{Pr"ufer-Ring} Er kann auch
  als der Limes $\op{lim}_{n\geq 1}\DZ/n\DZ$ alias die
  \glqq proendliche Komplettierung von $\DZ$\grqq\ beschrieben werden
  und wird $\hat\DZ$ notiert.\index{Z@$\hat\DZ$ Pr"ufer-Ring} 
Die offensichtliche Einbettung $\hat\DZ\hra \mathbb A_{\DQ,\op{f}}$ des 
Pr"ufer-Rings in den Ring der endlichen Adele 
$\mathbb A_{\DQ,\op{f}}$ induziert sogar einen Isomorphismus  
$\hat\DZ\otimes_\DZ\DQ\sira \mathbb A_{\DQ,\op{f}}$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Satz}
  \begin{enumerate}
  \item
    Die diagonale Einbettung $\DQ\hra\mathbb A_{\DQ,\op{f}}$ hat dichtes Bild. Diese Aussage hei"st der \emph{\bf starke Approximationssatz};
  \item
    Die diagonale Einbettung $\DQ\hra\mathbb A_{\DQ}$ hat diskretes
    kokompaktes  Bild;
  \item
    Es gilt $\mathbb A_{\DQ}=\DQ+(\DR\times\hat\DZ)$.
  \end{enumerate}
\end{Satz}
\nichtfinal{Ich habe gelesen, da"s allgemeiner das Bild dicht ist,
  sobald man nur eine Stelle aus dem restringierten
  Produkt wegl"a"st, das den Adelring
  definiert.} 
\begin{proof}
  1. Wegen $\mathbb A_{\DQ,\op{f}}=\DQ\hat\DZ$ reicht es zu zeigen,
  da"s $\DZ$ dicht ist in $\hat \DZ$. Das ist aber klar.
  \\[2mm]\noindent
  3. Gegeben $x=(x_v)\in \mathbb A_\DQ$ bezeichne
  $S(x)$ die Menge aller endlichen Stellen $p$ mit
  $x_p\not\in\DZ_p$. Wir finden $n\geq 1$ und $L_p\in p^{-n}\DZ$
  mit $x_p-L_p\in \DZ_p$ und folglich $S(x-L_p)=S(x)\backslash p$.
\\[2mm]\noindent
2.
F"ur $W\pdef (-1/2,1/2)\times \hat\DZ$ gilt $W\co\mathbb A_\DQ$ und
$W\cap\DQ=\{0\}$ und $\bar W$ kompakt.
\end{proof}

\begin{Bemerkungl}
  Wir erhalten ein Haarma"s auf dem Pr"uferring $\hat\DZ$ als
  das Produkt im Sinne des Existenzsatzes von Kolmogoroff \ref{EvKo}
  der normierten Haarma"se auf den Faktoren $\DZ_p$.
\end{Bemerkungl}


\begin{Beispiel}
  Die offensichtliche Abbildung liefert einen Isomorphismus
$$\DR_{>0}\times\prod_p\DZ_p^\times\sira \mathbb A^\times/\DQ^\times$$
Etwas allgemeiner erh"alt man f"ur $G=\op{GL}_n$ oder sogar
 $G$ eine
beliebige zusammenh"angende reduktive algebraische Gruppe "uber $\DZ$,
da"s $G(\DR)\times\prod_p G(\DZ_p)$ transitiv auf 
$G(\mathbb A)/G(\mathbb Q)$ operiert und da"s die Standgruppe 
der Nebenklasse des neutralen Elements gerade das diagonal
eingebettete $G(\DZ)$ ist. 
Wir erhalten so
$$G(\mathbb A)/G(\mathbb Q)
\stackrel{\sim}{\leftarrow}
\left(G(\DR)\times\prod_p G(\DZ_p)\right)/G(\mathbb Z)
\sra
G(\DR)/G(\mathbb Z)$$
wo die zweite Abbildung f"ur die Linksoperation von
$\prod_p G(\DZ_p)$
ein Hauptfaserb"undel ist.
Betrachten wir nun ein Haarma"s auf 
$G(\mathbb A)$ und die 
Darstellung $${\op{L}}^2(G(\mathbb A)/G(\mathbb Q))$$
der Adelegruppe $G(\mathbb A)$. 
Die unter allen $G(\DZ_p)$ invarianten Vektoren bilden darin
eine Unterdarstellung in Bezug auf die Operation von
$G(\DR)$, auf dem die Hecke-Algebren
der unter $G(\DZ_p)$ beidseitig invarianten kompakt getragenen Ma"se
auf $G(\DQ_p)$ operieren und der durch unsere obigen Konstruktionen
mit ${\op{L}}^2(G(\mathbb R)/G(\mathbb Z))$
identifiziert wird. 
Ist $G=\op{SL}_2$, so ist das Auftreten einer Darstellung
einer \glqq holomorphen\grqq\  diskreten Serie als 
direkter Summand dieser Darstellung 
${\op{L}}^2(G(\mathbb R)/G(\mathbb Z))$
"aquivalent zum Auftreten eines eindimensionalen
unter $K=\op{SO}(2)$ stabilen Teilraums, der von
einem geeigneten Element der Lie-Algebra annulliert wird.
Mehr dazu findet man in
\cite{GGP}.%Gelfand-Graev-Piatetski-Shapiro
\end{Beispiel}



\begin{Ubunge}
Die offensichtliche Abbildung liefert eine Bijektion
$\DQ/\DZ\sira \bigoplus \DQ_p/\DZ_p$.
Die offensichtliche Abbildung liefert Bijektionen
 $\DZ[p^{-1}]/\DZ\sira \DQ_p/\DZ_p$. Jeder Automorphismus der Gruppe
$\DZ[p^{-1}]/\DZ$ fixiert die zyklischen Untergruppen 
$\DZ p^{-n}/\DZ$ f"ur $n\geq 0$. 
Mithin liefert die offensichtliche Abbildung
Isomorphismen $\DZ_p^\times\sira \op{Ab}^\times(\DQ_p/\DZ_p)$ und
zusammen erhalten wir einen Isomorphismus
$$\prod_p\DZ_p^\times\sira \op{Ab}^\times(\DQ/\DZ)$$
Die rechte Seite kann als die Galoisgruppe der 
Erweiterung von $\DQ$ durch alle Einheitswurzeln interpretiert werden,
die nach dem Satz von Kronecker-Weber gerade die maximale abelsche 
Erweiterung von $\DQ$ ist. Die linke Seite kann interpretiert werden als
die Komponentengruppe von $\mathbb A^\times/\DQ^\times$.
\end{Ubunge}

\begin{Bemerkungl}
  {\bf Abelsche Klassenk"orpertheorie}\index{abelsch!Klassenk"orpertheorie}
 liefert f"ur jeden Zahlk"orper
$K$ einen Isomorphismus zwischen
der  Galoisgruppe seiner maximalen abelschen Erweiterung
$\op{Gal}(K^{\op{ab}}/K)$ und der Komponentengruppe des
Quotienten $\mathbb A^\times_K/K^\times$ der Gruppe der Idele
nach der Untergruppe der Hauptidele.
\end{Bemerkungl}




\begin{Satz}[\textbf{Dirichlet'scher Einheitensatz}]
Seien $k$ ein Zahlk"orper\label{DESa}  
und\index{Dirichlet!Einheitensatz}\index{Einheitensatz!von Dirichlet}  
$\frak{o}_k$ der ganze Abschlu"s von $\mathbb Z$
in $k$.
Bezeichne $S_\infty$ die Menge der nichtarchimedischen Stellen von $k$.
So wirft die diagonale Einbettung $k^\times  \hookrightarrow 
\prod_{v \in S_\infty} k^\times _v$ die 
Einheitengruppe $\frak{o}^\times _k$ von $\frak{o}_k$
auf eine diskrete Untergruppe vom  Rang $|S_\infty| -1$
in der topologischen Gruppe
\begin{equation*}
\left\{ (x_v) \in \prod_{v \in S_\infty} k^\times _v \left|
\prod_{v \in S_\infty} |x_v|_v =1\right\}\right.
\end{equation*}
\end{Satz}

\begin{Bemerkung}
Ich wette, da"s die korrekte Definition des Regulators das Volumen des
Kokerns dieser Einbettung von $\frak{o}^\times _k$ ist. Aber in Bezug auf welches Haarma"s? 
Mehr dazu findet man etwa bei [Neukirch: Algebraische Zahlentheorie].
\end{Bemerkung}
\begin{Bemerkungl}
Betrachten wir gleichbedeutend aber expliziter die Abbildung
\begin{displaymath}
\begin{array}{cccl}
\lambda :& \prod_{v \in S_\infty} k^\times _v &\rightarrow & 
\prod_{v \in S_\infty} \mathbb R\\[2mm]
&(x_v) &\mapsto & (\log |x_v|_v)
\end{array}
\end{displaymath}
Dann landet $\frak{o}^\times _k$ nach unserem Satz 
unter der Verkn"upfung unserer 
offensichtlichen Einbettung mit $\lambda$
in der Hyperebene aller Tupel mit Summe Null und sein Bild ist ein 
Gitter $\Gamma$
in dieser Hyperebene. "Ublicherweise bezeichnet $r$ die Zahl der reellen
Stellen von $k$ und $s$ die Zahl der komplexen Stellen, so
wird das Produkt auf der rechten Seite ein reeller Vektorraum der 
Dimension $|S_\infty|=r+s$ und $\Gamma$ ist eine freie abelsche Gruppe
vom Rang $|S_\infty|-1=r+s-1$.
Man kann weiter zeigen, da"s der Kern von 
$\lambda : \frak{o}^\times _k \twoheadrightarrow \Gamma$
genau aus allen Einheitswurzeln von $k$ besteht. 
Wir erhalten zusammen also eine
kurze exakte Sequenz
\begin{equation*}
\mu (k) \hookrightarrow \frak{o}^\times _k \twoheadrightarrow \Gamma
\end{equation*}
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkunge}\label{gaAA}
Nach \ref{gAW3}
ist der ganze Abschlu"s von $\DZ$ in $\DQ[\sqrt{3}]$ schlicht
$\DZ[\sqrt{3}]$. Die Einheitengruppe $\DZ[\sqrt{3}]^\times$ besteht 
gerade aus
allen $(a+b\sqrt{3})$ mit $a,b\in\DZ$ und $(a+b\sqrt{3})(a-b\sqrt{3})=1$ alias
den L"osungen der diophantischen Gleichung $a^2-3b^2=1$. 
Nach dem Dirichlet'schen Einheitensatz \ref{DESa} ist der Quotient dieser
Einheitengruppe nach $\pm 1$ zyklisch. Man kann zeigen, da"s $2+\sqrt{3}$
einen Erzeuger dieser zyklischen Gruppe repr"asentiert. So kann man dann alle
L"osungen unserer diophantischen Gleichung recht explizit angeben.
\end{Bemerkunge}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Versuch ins Blaue hinein}] Nach [B. Conrad,
    WEIL AND GROTHENDIECK APPROACHES TO ADELIC POINTS] 4.3 und sonst rumgeraten
  scheint $\mathbb P^n(\mathbb A_\DQ)$ ein kompakter Hausdorffraum zu sein und
  hom"oomorph zum Produkt $$\mathbb P^n(\mathbb A_\DQ)\cong \mathbb P^n(\DR)\times \prod_p\mathbb P^n(\DQ_p)$$
  mit der Produkttopologie. Darauf operiert $\op{GL}(n+1,\mathbb A)$
  hoffentlich stetig und wohl auch transitiv.
  Geeignete Halbdichten auf $\mathbb P^n(\mathbb A_\DQ)$ sollten eine
  unit"are Darstellung der Adelgruppe bilden.
  Vielleicht bilden auch so eine Art Produkte von Differentialformen eine
  unit"are Darstellung? 
  Eine $\DQ$-Untervariet"at $X$ von
  $\mathbb P^n(\DQ)$ liefert unter $\op{GL}(n+1,\DQ)$ ganz viele
  Untervariet"aten. Liefern die aber vielleicht alle dasselbe Integral
  "uber so eine Art adelische Untermannigfaltigkeit $X(\mathbb A)$
  von so einer Art von
  \glqq geschlossenen\grqq\ oder sogar \glqq harmonischen\grqq\
  adelischen Differentialformen,
  so wie jede Kreislinie um den Ursprung
  dasselbe Integral f"ur geschlossene Einsformen liefert? Dann
  k"onnte man hoffen, da"s wir einen $\op{GL}(n+1;\DQ)$-invarianten Kovektor
  zu unserer unit"aren Darstellung erhalten. Na irgendwie so. Jetzt mal Pause.
  WEITER: Stetige Induktion
  hat die universelle Eigenschaft, da"s Homomorphismen einer stetigen 
  $\op{GL}(n+1;\mathbb A)$-Darstellung $W$ nach 
  $$\mathcal C(\op{GL}(n+1;\mathbb A)/\op{GL}(n+1;\DQ))
  =\op{ind}_{\op{GL}(n+1;\DQ)}^{\op{GL}(n+1;\mathbb A)}\DC$$ in Bijektion sind zu
  $\op{GL}(n+1;\DQ)$-invarianten Kovektoren unserer
  $\op{GL}(n+1;\mathbb A)$-Darstellung $W$.
  Unterdarstellungen
  $\bar W\subset {\op{L}}^2(\op{GL}(n+1;\mathbb A)/\op{GL}(n+1;\DQ))$
  m"ogen manchmal von Null verschiedenen Schnitt $W$ 
  mit dem Raum der
  stetigen Funktionen haben, f"ur direkte Summanden sieht das noch besser aus, 
  und  ist dieser Schnitt $W$ eine stetige Darstellung, so  kommt sie
  mit einer ausgezeichneten
  $\op{GL}(n+1;\DQ)$-invarianten stetigen Linearform daher.
  NEU AM 5.11.24. So ganz grob sollte also jede $\DQ$-Variet"at
   $X\As \DP^n\DQ$ Homomorphismen von $\op{GL}(n+1;\mathbb A)$-Darstellungen
  \glqq Geeignete Art Differentialformen auf $\DP^n\mathbb A$\grqq\ nach
  $\mathcal C(\op{GL}(n+1;\mathbb A)/\op{GL}(n+1;\DQ))$ liefern. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Als Variante mag man hoffen, da"s wir etwa im Fall
  von einpunktigen Variet"aten 
  Funktionen auf so einer Art \glqq $\mathbb A^{n+1}$ ohne Null\grqq\
  haben, die sich unter Streckung
  mit einem Charakter
  $\omega$ von $\mathbb A^\times/\mathbb Q^\times$ transformieren
  mit $\omega_\infty$ trivial auf $\DR_{>0}\subset \DR^\times$. Das ist motiviert
  von der Definition in [Kudla, From modular forms to automorphic representations, direkt vor  Definition 2.1, in BERNSTEIN-GELBART (editors), Introduction to
    the Langlands program].
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Untersuchen wir doch mal die Gleichung $x^2+y^2=1$ oder
  homogenisiert $x^2+y^2=z^2$. Ihre reellen
  projektiven L"osungen bilden eine Kreislinie in
  der reellprojektiven Ebene $\mathbb P^2\DR$.
  Wir haben ${\op{H}}^1(\mathbb P^2\DR;\DR)=0$, folglich
  sind geschlossene Einsformen gerade die Differentiale von Funktionen
  und integrieren zu Null unabh"angig von der Wahl der Orientierung.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Eigendistributionen f"ur die Multiplikation}]
   Ich versuche Weil zu verstehen, seinen Bourbaki-Artikel
  "uber die Dissertation von Tate. Er interessiert sich zun"achst f"ur
   Distributionen auf lokalen K"orpern $K$,  die Eigendistributionen
   sind f"ur die Operation der multiplikativen Gruppe des K"orpers
   in Bezug auf einen stetigen  Gruppenhomomorphismus
   $\omega:K^\times\ra\DC^\times$.
   Er versteht darunter die Bedingung $g_*\mu=\omega(g)^{-1}\mu$,
   die ich f"ur verfehlt halte. Ich werde das also irgendwann
   sp"ater zu der auch im Fall
   der Operation eines Monoids sinnvollen Bedingung
   $g_*\mu=\omega(g)\mu$ umschreiben, aber noch nicht hier,
   weil ich noch am Lernen bin.
  Er betrachtet
  im Fall diskreter Bewertungen alle
  $$(K^\times{\subset} K)_*\omega(x)\diff^\times x$$ 
  mit $\diff^\times x$ einem  Haarma"s von $K^\times$ und
  $(K^\times{\subset} K)_*$ einer Notation f"ur das
  Bildma"s unter der Einbettung, sowie das
  Diracma"s $\delta_0$ am Ursprung, das eine Eigendistribution zum trivialen
  Charakter $\omega_0$ ist. Er zeigt dann, da"s die R"aume der
  $\omega$-Eigendistributionen eindimensional sind erzeugt von
  $(K^\times{\subset} K)_*\omega(x)\diff^\times x$ im Fall $\omega\neq\omega _0$
  und zweidimensional erzeugt von den
  $(K^\times{\subset} K)_*\diff^\times x$ und $\delta_0$
  im Fall $\omega=\omega _0$. 
  Im Fall $\DR$ oder $\DC$ gibt es
  mehr Eigendistributionen, etwa alle Ableitungen von
  Dirac $\partial^i\delta_0$ im reellen Fall und alle
  $\partial^i\bar\partial^j\delta_0$ im komplexen Fall,
  die Eigendistributionen sind zu
  $\omega$ gegeben durch 
  $\omega(x)\pdef x^{-i}$ im reellen Fall beziehungsweise
  $\omega(z)\pdef z^{-i}\bar z^{-j}$ im komplexen Fall. 
  Wieder sind  die R"aume der
  Eigendistributionen eindimensional f"ur die Charaktere,
  f"ur die es keine Eigendistribution mit Tr"ager im Ursprung gibt,
  und zweidimensional sonst. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Temperierte
      Eigendistributionen f"ur die Multiplikation}]
  Nun diskutiert Weil, welche dieser Eigendistributionen temperiert sind.
  Bezeichne $\omega_+(x)\in \DR_{>0}$ den Haarfaktor von $x\in K^\times$
  alias  $\omega_+$ den Charakter,
  in Bezug auf den die additiven Haarma"se $\diff x$ Eigendistributionen
  sind. Im Fall $K=\DR$ ist das einfach der Absolutbetrag $\omega_+(x)=|x|$,
  im Fall $K=\DC$ finden wir $\omega_+(z)=z\bar z$. 
  F"ur jeden Charakter $\omega$ erkl"aren wir nun
  $\sigma(\omega)\in \DR$ durch $$|\omega(x)|=(\omega_+(x))^{\sigma(\omega)}\quad\forall x\in K^\times$$
  Das gelingt, da es keine anderen stetigen Gruppenhomomorphismen
  $K^\times\ra\DR_{>0}$ gibt als $x\mapsto \omega_+(x)^s$ f"ur $s\in \DR$.
  Im Fall $\sigma(\omega)> 0$ sind offensichtlich
  alle $\omega$-Eigendistributionen
  temperiert und Vielfache von $(K^\times{\subset} K)_*\omega(x)\diff^\times x$.
  Im Fall $\sigma(\omega)\leq 0$ ist es komplizierter und wird im n"achsten
  Unterpunkt besprochen. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Jeder nichttriviale unit"are Charakter $\chi:K^\times\ra S^1$
  liefert eine Charakterpaarung von Fouriergruppen
  $s_\chi: K\times K\ra S^1$
  vermittels der Vorschrift $s_\chi(x,y)\pdef \chi(xy)$.
  W"ahlen wir zus"atzlich ein Paar $(\alpha,\beta)$ von
  dualen Haarma"sen zu $s_\chi$ und setzen
  $\mathcal F_{\chi,\beta}(\eta)\pdef (\mathcal F_{s_\chi}\eta)\beta$,
  so ist f"ur jede
  temperierte Eigendistribution $\eta$ mit Charakter $\omega$ ihre
  Fouriertransformierte $\mathcal F_{\chi,\beta}(\eta)$
  eine temperierte Eigendistribution  mit Charakter $\omega^{-1}\omega_+$.
  Wir bemerken $\sigma(\omega^{-1}\omega_+)=1-\sigma(\omega)$ und
  finden mithin durch Fouriertransformation auch alle Eigendistributionen
  zu einem Charakter $\omega$ mit $\sigma(\omega)<1$ und sehen insbesondere,
  da"s die Eigendistributionen zu jedem Charakter $\omega$ einen
  eindimensionalen komplexen Vektorraum bilden. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
Slogan: Die temperierten Eigendistributionen
  auf einem lokalen K"orper $k$  bilden f"ur jeden Quasicharakter $\omega$
  alias stetigen Gruppenhomomorphismus $\omega:k^\times\ra\DC^\times$
  einen eindimensionalen komplexen Vektorraum.
  
Slogan: Die temperierten Eigendistributionen
  auf dem Raum der Adele  $\mathbb A_K$ eines globalen K"orpers $K$
  bilden f"ur jeden $K^\times$-trivialen Quasicharakter $\omega$ alias stetigen
  Gruppenhomomorphismus $\omega:\mathbb A_K^\times/K^\times\ra\DC^\times$
  einen eindimensionalen komplexen Vektorraum.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl} 
   Wir konstruieren in \ref{kpdA} einen weitgehend kanonischen
   Isomorphismus $\mathbb A_\DQ\sira \mathfrak X(\mathbb A_\DQ)$.
   Es ist recht klar, da"s die
   $(\mathbb A_\DQ,+)$-Fouriertransformation im Verein mit
   diesem Isomorphismus $\omega$-Eigendistributionen
   (vielleicht am besten im Sinne von Halbdichten? Hyperfunktionen? beides
   gleichzeitig?)
   zu $\hat\omega$-Eigendistributionen macht,
   f"ur eine
   (anti-?)holomorphe Abbildung $\Omega\ra\Omega$ notiert $\omega\mapsto
   \hat\omega$. (oder bei Halbdichten einfach dasselbe $\omega$ oder das
   mit Invertieren vorgeschaltet oder????)
   Der wesentliche Punkt ist nun der Vergleich von
   $\mathcal F (Z(\omega))$ und $Z(\hat \omega)$, diese
   beiden meromorphen distributionswertigen Funktionen k"onnen
   sich nur um einen meromorphen Faktor unterscheiden.
   Sie sollten aber schlicht gleich sein, wenn ich recht verstehe. Das verbl"ufft mich noch, denn so voll kanonisch war das ja alles garnicht.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Alternative}] Gegeben ein Charakter $\omega$ ist
  die Funktion
  $$Z(\omega_+^s\omega)=\eta(\omega,s): s\mapsto (K^\times{\subset}K)_*(\omega_+(x))^s\omega(x) \diff^\times x$$ f"ur
  $\op{Re}(s)+\sigma(\omega)>0$ nach Weil
  eine holomorphe distributionswertige Funk\-tion
   und l"a"st sich meromorph auf die ganze komplexe Zahlenebene fortsetzen
   und  diese Fortsetzung ist an allen Stellen, an denen sie keinen
  Pol hat, auch eine temperierte Eigendistribution zum jeweiligen
  Charakter. Au"serdem sind ihre Pole genau die Stellen, an denen
  es Eigendistributionen zu $\omega_+^s\omega$ mit Tr"ager im Nullpunkt
  gibt. Damit ergibt sich die Frage, was die Funktion $c_{\chi,\beta}(\omega,s)$
  ist mit
  $$\mathcal F_{\chi,\beta}(\eta(\omega,s))
  =c_{\chi,\beta}(\omega,s)\cdot\eta(\omega^{-1},1-s)$$
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Jetzt wird das alles tapfer in allen Beispielen ausgerechnet.
  Insbesondere  ergibt sich im Fall $K=\DQ_p$ sowas wie
  $$\mathcal F\Delta'(s)=p^{s-1/2}\Delta'(1-s)$$
  und im Fall $K=\DR$ sowas wie
  $$\mathcal F\Delta'(\omega)=(\pi{\op{i}})^a\pi^{(1/2)-s}\Delta'(\omega_+\omega^{-1})$$ mit $\Delta'(\omega)=\Gamma(s/2)^{-1}\Delta(\omega)$ und
  $\omega(x)=|x|^{-a}|x|^s$ und $a\in \{0,1\}$ und $s\in\DC$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Im globalen Fall hat man $\omega=\prod \omega_v$ und
  $\Delta=\prod \Delta_v$ und fast "uberall $\omega_v(x)=|x|_v^s$.
  Fouriertransformierte ist auch Produkt der Fouriertransformierten.
  Der Knackpunkt ist nun, da"s das Integral
  $$\int_{\mathbb A_k^\times}f(x)\omega(x)\diff^\times x$$
  auf zwei Weisen berechnet werden kann. Einmal l"angs der Fasern nach
  $\mathbb A_k^\times/k^\times$ und dann als Integral "uber $\mathbb A_k^\times/k^\times$. Andererseits als Produkt der lokalen Integrale. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}  Nun
   betrachten wir die beiden zueinander  Pontrjagin-dualen Zeilen
\begin{displaymath}
  \begin{array}{ccccc}
      \mathbb A_\DQ  &\stackrel{p}{\sra} & \mathbb A_\DQ/\DQ&\stackrel{i}{\hookleftarrow}&0\\



\mathbb A_\DQ&\stackrel{\hat p}{\hookleftarrow}&
        \DQ^\wedge &\stackrel{\hat i}{\sra}
&0
   \end{array}
 \end{displaymath}
von additiv notierten  Gruppen nach \ref{KeSA}.
Der Beweis besteht im wesentlichen darin, links mit
 einem Ma"s und seiner Fouriertransformierten zu beginnen,
mit Nat"urlichkeit in der Mitte ein Ma"s und seine Fouriertransformierte
 als das Bildma"s und die zur"uckgeholte Funktion zu konstruieren,
dort die Inversionsformel anzuwenden,  und
mit Nat"urlichkeit weiter nach ganz rechts weiterzugehen, wo  dann
die von der Poisson'schen Summationsformel 
behauptete Gleichheit von komplexen Zahlen entsteht.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Sei $R$ ein lokal kompakter Hausdorffring.
  Sei $\omega:R^\times\ra \DC^\times$ ein stetiger Gruppenhomomorphismus.
  Ich denke an $R=\DR$ und $\omega(x)=|x|^s$.
  Dann gilt f"ur $a>0$ ja wohl $(a\cdot)^*(\omega(x)\diff^{\scriptscriptstyle\times}x)=
  a^s(\omega(x)\diff^{\scriptscriptstyle\times}x)$.
  Jetzt nehme  ein multiplikatives Haarma"s, ich denke an $\diff^{\scriptscriptstyle\times} x=x^{-1}\diff x$.
  Fouriertransformiere zu
  $$f(y)\pdef\int \op{e}^{-2\pi{\op{i}}xy}|x|^{s-1}\diff x$$
  F"ur $a>0$ gilt dann $$f(ay)=\int \op{e}^{-2\pi{\op{i}}xay}|x|^{s-1}\diff x
  =\int \op{e}^{-2\pi{\op{i}}xy}|a^{-1}x|^{s-1}a^{-1}\diff x= a^{-s}f(y)
  $$ alias $(a\cdot)^*f= a^{-s}f$. 
  Jetzt betrachte ich die translationsinvariante Halbdichte $\sqrt{\diff x}$.
  Dann transformiert doch wohl
  $f(x)\sqrt{\diff x}$ zu
  $(\int f(x)\op{e}^{-2\pi{\op{i}}xy}\diff x)\sqrt{\diff y}$.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl} Sollte Eigenhyperfunktionen untersuchen!
 Versuch: Wann kann $f(z)-f(\alpha z)
\end{Bemerkungl}
\newpage
\subsection{Tate's Thesis}
\begin{Bemerkungl} Ich halte mich insbesondere an die Darstellung von Andr\'e Weil in \cite{BNT}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben eine topologische Gruppe $A$ nennen wir einen 
  stetigen Gruppenhomomorphismen $A\ra \DC^\times$ einen
  {\bf Quasicharakter von $A$} und einen
  stetigen Gruppenhomomorphismen $A\ra S^1$ einen {\bf Charaker von $A$}.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Einsmannigfaltigkeit der
      Quasicharaktere auf Idelklassen}]
  Gegeben ein globaler K"orper $K$ betrachten wir die Menge
  $\Omega=\Omega_K$ derjenigen  Quasicharaktere $\omega$ auf der Idelgruppe
  $\mathbb A_K^\times$, die auf $K^\times$ trivial sind,
  in Formeln 
$$\Omega=\Omega_K\pdef \op{AbTop}(\mathbb A_K^\times/K^\times,\DC^\times)$$
   Wir haben insbesondere den Haarfaktor
  $c=c_K\in \Omega_K$, der nur positive reelle Werte annimmt.  
  Die Menge $\Omega_K$ besitzt genau eine Struktur als
  komplexanalytische $1$-Mannigfaltigkeit
   derart, da"s f"ur alle $\omega\in \Omega_K$
   die Abbildung $\DC\ra \Omega_K$ gegeben durch
   $s\mapsto \omega c^s$ final ist. Unsere
   Mannigfaltigkeit ist nicht zusammenh"angend.
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein globaler K"orper $K$ 
   erkl"aren wir wie in \cite{BNT}
  den Raum $$\mathcal G(\mathbb A_K)$$
  der 
  {\bf Standardfunktionen auf $(\mathbb A_K,+)$}.
  Auf den nichtarchimedischen Faktoren sind das lokal
  konstante Funktionen mit kompaktem Tr"ager nach
  \cite{BNT} VII.§2 Definition 1.
  Auf den archimedischen Faktoren, also auf
  endlichdimensionalen reellen Vektorr"aumen, sind es Funktionen der Gestalt
  $p(e)\exp(-q(e))$ mit $p$ einem komplexwertigen Polynom in
  den Koordinaten und $q$ einer positiv definiten quadratischen Form
  nach \cite{BNT} VII.§2 Definition 2.
  Im globalen Fall sind es externe Produkte mit der Ma"sgabe,
  da"s bei fast allen
  nichtarchimedischen Faktoren die charakteristische Funktion des
  Teilrings der ganzen Zahlen zu nehmen ist, vergleiche
  \cite{BNT} VII.§2 Definition 3.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkunge} Man sollte den gr"o"seren Raum aller
  \glqq Bruhat-Schwartz-Funk\-tio\-nen\grqq\ betrachten, f"ur den es eine
  leidlich brauchbare Beschreibung durch Osborne gibt, aber nicht jetzt.
\end{Bemerkunge}
\begin{Bemerkungl}
  Sei $K$ ein globaler K"orper.
  Gegeben $I\subset \DR$ bezeichne $\Omega_K^{I}\subset \Omega_K$
  die Menge
  aller Quasicharaktere der Gestalt
  $\omega=u c^s$ mit $u\in \Omega_K$ unit"ar alias $S^1$-wertig
  und $s\in I$. Wir betrachten
  f"ur jedes Haarma"s $\mu$ auf $\mathbb A_K^\times$
  und  jeden Quasicharakter $\omega\in \Omega_K^{>1}$
  und jede Standardfunktion $\Phi$  die komplexe Zahl
   $$ Z_\mu(\omega,\Phi)\pdef 
   \int_{\mathbb A_K^\times}\Phi(x)\omega(x)\mu\langle x\rangle$$
  Integriert wird die Einschr"ankung von $\Phi$ auf die Gruppe der Idele.
  Sie tr"agt zwar nicht die induzierte Topologie, aber die Einbettung
  $\mathbb A_K^\times\hra \mathbb A_K$ ist stetig. Die Annahme
  $\omega\in \Omega_K^{>1}$ sorgt f"ur die Konvergenz des Integrals.
  Man betrachtet es dazu als Produkt lokaler Integrale.
  An den
  reellen Stellen verwendet man im wesentlichen,
  da"s  $|x|^{-1}\diff x$ ein Haarma"s auf $\DR^\times$ ist 
  und  $|x|^{s-1}{\op{e}}^{-x^2}$ integrierbar auf $\DR$. An den anderen
  Stellen geht es so "ahnlich. Man erkennt, da"s unsere Funktionen
 f"ur feste $\mu$ und $\Phi$  komplexanalytisch sind auf $\Omega^{>1}$.  
\end{Bemerkungl}


\begin{Lemma}[\textbf{Pontrjagin-Selbstdualit"at der Adelgruppen}]
  Gegeben ein globaler K"orper $K$ gilt:\label{psdA} 
  \begin{enumerate}
  \item
  Es gibt f"ur jede Stelle $v\in{\op{S}}_K$ einen  nichttrivialen
  Charakter $\psi_v:K_v\ra S^1$;
\item
  Das Produkt nichttrivialer lokaler Charaktere $\psi_v$ ist stets ein 
  Charakter $\psi:\mathbb A_K\ra S^1$ und liefert eine Charakterpaarung
  $\psi: \mathbb A_K\times \mathbb A_K\ra S^1$
  durch $\langle a,b\rangle_\psi\pdef \psi(ab)$;
\item
  Die Fouriertransformation zu so einer Charakterpaarung und
  einem beliebigen Haarma"s macht
    Standardfunktionen zu Standardfunktionen;
  \item  Wir k"onnen nichttriviale lokale Charaktere $\psi_v$
    zus"atzlich so w"ahlen, da"s gegeben ein Adel $a\in \mathbb A_K$
    f"ur fast alle Stellen $v$ gilt $\psi_v(a_v)=1$ und
    da"s f"ur das Produkt $\psi$ der $\psi_v$  gilt $\psi(K)=1$.
  \end{enumerate}
  \end{Lemma}




\begin{Bemerkungl}
  Sei $K$ ein globaler K"orper. Unsere Funktionen $Z_\mu(\omega,\Phi)$ lassen
  sich meromorph auf $\Omega_K$ fortsetzen,
  das ist in dieser "Ubersicht die erste nichttriviale Aussage. Sei weiter  
  $\psi:\mathbb A_K/K\ra S^1$  ein 
  Charakter auf der Adelklassengruppe
  derart, da"s $$ \mathbb A_K\times \mathbb A_K\ra S^1$$
  gegeben durch $(x,y)\pdef \psi(xy)$ eine Charakterpaarung ist.
  Nach \ref{psdA} gibt es solche $\psi$. Ich meine auch zu verstehen,
  da"s sie alle als Produkte wie in \ref{psdA} dargestellt werden k"onnen.
  Zu $\psi$ gibt es genau ein
  selbstduales Haarma"s $$\nu=\nu_\psi$$ auf der Adelgruppe
  und f"ur die zugeh"orige Fouriertransformation  gilt
  nach \cite{BNT} die
  {\bf Funktionalgleichung} 
  $$Z_\mu(\omega,\Phi) = Z_\mu(\omega^{-1}c,\hat \Phi)$$
  meromorpher Funktionen auf $\Omega_K$
  mit $\hat \Phi$ der Fouriertransformierten der Standardfunktion $\Phi$.
  Das wirkt erst mal verd"achtig, weil 
  zweimal Fouriertransformieren in der hier verwendeten Normalisierung
  nicht die Identit"at ist sondern vielmehr das Vorschalten des Negativierens,
  aber wegen $\omega(-x)=\omega(x)$ aufgrund von  $(-1)\in K^\times$ 
  pa"st es dann doch. Es ist ungef"ahr
  \cite{BNT} VII §5 Theorem 2.
  Dar"uber hinaus haben die $Z_\mu(\omega,\Phi)$ keine Pole au"ser eventuell
  beim trivialen Quasicharakter $\omega_{\op{triv}}$ und dem Haarfaktor
  $\omega=c$ und die dortigen Residuen werden auch angegeben. 
  Der Beweis beruht auf
  einer Verallgemeinerung der Poisson'schen
  Summationsformel. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
  Die Formel sollte allgemeiner f"ur alle Bruhat-Schwartz-Funk\-tio\-nen $\Phi$ gelten und die Gleichheit von Distributionen
  $$Z_\mu(\omega) = \hat Z_\mu(\omega^{-1}c)$$ bedeuten. Beide Seiten sollten
  temperierte Eigendistributionen sein, die sich unter der
  Streckung mit $x$ auf der Adelgruppe mit dem Faktor  $\omega(x)$ "andern,
  und der Raum dieser temperierten Eigendistributionen sollte eindimensional
  sein, so da"s die einzige wirkliche Erkenntnis besagt, da"s beide Seiten
  sich nicht nur um einen von $\omega$ abh"angenden Skalar unterscheiden,
  sondern in der Tat gleich sind. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{${\op{L}}$-Funktionen}] Nimmt man f"ur $\Phi$ besonders einfache Funktionen, so
  spezialisieren die $Z_\mu(\omega,\Phi)$ zu sogenannten ${\op{L}}$-Funktionen.
  Auf diese Weise kann man etwa die Funktionalgleichung der Riemann'schen
  $\zeta$-Funktion erhalten, \nichtfinal{(Vorsicht mit Konvergenz!)} 
  indem man $\omega=c^s$ betrachtet f"ur $\op{Re}(s)\in (0,1)$. 
\end{Bemerkungl}



\begin{Bemerkungl} Eigentlich sch"oner modulo der
  fehlenden Definitionen sollte es so gehen.
  Sei $K$ ein Zahlk"orper und $\mu$ ein Haarma"s auf der Idelgruppe. 
  Die  Quasicharaktere  $\omega:\mathbb A_K^\times/K^\times\ra \DC^\times$
  der Idelklassengruppe 
  derart,
  da"s das Bildma"s
  $(\mathbb A_K^\times{\subset}\mathbb A_K)_*\omega(x) \mu\langle x\rangle$
  temperiert ist auf der Adelgruppe,  
  bilden eine offene Teilmenge $U\co \Omega$
  in der komplexanalytischen $1$-Mannigfaltigkeit
  $\Omega$ aller 
  Quasicharaktere der Adelklassengruppe. Die Menge $U$  trifft
  jede Komponente von $\Omega$ und wir erhalten so eine
  schwach holomorphe Funktion $$Z: U\ra \mathcal G(\mathbb A_K)'$$
  von besagter offener Teilmenge in den Raum der
  temperierten Distributionen der Adelgruppe, die jedem
  Quasicharakter $\omega\in U$ eine von
  Null verschiedene $\omega$-Ei\-gen\-dis\-tri\-bu\-tion zuordnet
  und die sich zu einer schwach meromorphen Abbildung [Gibt diskrete Teilmenge
    so da"s Auswerten an Schwartzfunktion jeweils meromorph mit Polen nur da] 
  $$Z: \Omega\dashrightarrow \mathcal G(\mathbb A_K)'$$
  fortsetzen l"a"st, die weiter jedem $\omega$ in ihrem Definitionsbereich
  eine $\omega$-Ei\-gen\-dis\-tri\-bu\-tion zuordnet. [Letzteres folgt ja dann
    wohl aus der Meromorphie.] 
\end{Bemerkungl}
\newpage
\subsection{Analytifizierung}\label{Anay} 
\begin{Definition}
Ein $\DC$-geringter Raum $(X, \mathcal O)$ hei"se 
{\bf analytisch ges"attigt},\index{analytisch ges"attigt}
wenn f"ur alle $U \co X$ und $f_1, \ldots, f_r 
\in \mathcal O (U)$ die Abbildung
\begin{equation*}
  (f_1, \ldots, f_r) : U \rightarrow \mathbb C^r
\end{equation*}
ein Morphismus von $\mathbb C$-geringten R"aumen 
nach $(\mathbb C^r, \mathcal O^{\op{an}})$ ist.
Hierbei meine ich mit
 $(\mathbb C^r, \mathcal O^{\op{an}})$ den $\mathbb C^r$ mit seiner
metrischen Topologie und den 
komplexanalytischen Funktionen als regul"aren Funktionen.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben eine Menge $X$ mit einer Struktur $(X, \mathcal O)$ als $\mathbb C$-geringter 
Raum gibt es stets eine kleinste analytisch ges"attigte Struktur, 
die sie umfa"st, n"amlich den Schnitt
aller analytisch ges"attigten Strukturen, die sie 
umfassen. Wir nennen diese Struktur die 
\defind{Analytifizierung} unserer Ausgangsstruktur und notieren sie
$(X^{\op{an}},\mathcal O^{\op{an}})$.
Als Menge haben wir nat"urlich $X = X^{\op{an}}$, 
aber die Topologien sind nicht dieselben.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
 Gegeben eine offene Einbettung $U \hookrightarrow X$ von $\DC$-geringten R"aumen ist auch die induzierte
Abbildung $U^{\op{an}} \hookrightarrow X^{\op{an}}$ eine offene Einbettung von
$\mathbb C$-geringten R"aumen.
\end{Bemerkungl}
\begin{Lemma}$(k=\bar k)$.
 Jede Einbettung $Y \hookrightarrow X$  
mit dichtem Bild von $k$-Variet"aten
ist bereits
eine offene Einbettung.\label{EdiB}
\end{Lemma}
\begin{proof}
 Ohne Beschr"ankung der Allgemeinheit 
d"urfen wir erst $X$ und dann auch $Y$ affin annehmen.
Wegen der Dichtigkeit des Bildes ist der 
Komorphismus eine Inklusion $\mathcal O (X) \hookrightarrow
\mathcal O (Y)$. Sicher finden wir dann auch 
$f_1, \ldots, f_r \in \mathcal O (Y)$ mit
$\mathcal O (Y) = \mathcal O (X) [f_1, \ldots, f_r]$.
Da unser Morphismus eine Einbettung ist, 
gibt es f"ur jedes $y \in Y$ eine offene Umgebung
$U \co X$ und $g_i, h_i \in \mathcal O (X)$ mit $h_i$ 
ohne Nullstelle auf $U$ und
\begin{equation*}
 f_i (y) = g_i (y)/h_i (y) \quad \forall y \in U \cap Y, \;\forall i
\end{equation*}
Da $X$ hier affin ist,
d"urfen wir 
sogar annehmen, da"s gilt $h_i = \ldots = h_r =h$ und da"s $U = X_h$
das Komplement der Nullstellenmenge von $h$ ist.
Es folgt unmittelbar 
$(U \cap Y) = Y_h$ und der Komorphismus zu $Y_h \hookrightarrow X_h$ mu"s nun
ein Isomorphismus 
$\mathcal O (X_h) \sira \mathcal O (Y_h)$ sein.
Das aber zeigt, da"s die Einbettung ein
Isomorphismus $Y_h \sira X_h$ ist, so da"s
unser $y$ eine offene Umgebung in $X$ hat, die bereits ganz 
in $Y$ liegt. Das Lemma folgt.
\end{proof}
\begin{Ubung}
 Jede offene dichte Teilmenge einer $\DC$-Variet"at ist auch f"ur ihre
Analytifizierung eine offene dichte Teilmenge.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
 Eine Einbettung von komplexen Variet"aten $Y \hookrightarrow X$ ist genau dann
abgeschlossen, wenn ihre Analytifizierung $Y^{\op{an}} \hookrightarrow X^{\op{an}}$
abgeschlossen ist. Hinweis: Man zerlege die Einbettung 
als $Y\hra \bar Y\hra X$ und wende \ref{EdiB} an.
\end{Ubung}
\begin{Ubung}
  Eine komplexe Variet"at ist genau dann separiert,
  wenn ihre Analytifizierung Hausdorff ist.
\end{Ubung}
\section{Modulgarben auf Variet"aten, ohne Schemata}
\subsection{Von Moduln zu Modulgarben}
\begin{Bemerkungl}
  Moduln Trennfaserung auf $\curlywedge\op{Kringo}$.
  Verallgemeinerung zu Modulgarben
  Trennfaserung auf $\curlywedge{\op{pVar}}$.
  Lokal freie Modulgarben vom Rang Eins als Einheiten der
  Schmelzkategorie. 
\end{Bemerkungl}

\begin{Beispiel}
  Modulgarbe $\mathcal O(1)=\mathcal O(1)_{\mathbb PV}$ auf
  $\mathbb PV$ mit Isomorphismus
  $$s_V:V^*\sira \Gamma (\mathbb PV;\mathcal O(1))$$
  f"ur endlichdimensionalen $k$-Vektorraum $V$
  positiver Dimension. Einheit der Schmelzkategorie.
  $\DZ$-graduiertes Monoidobjekt der
  $\mathcal O(n)\pdef \mathcal O(1)^{\otimes n}$. Induzierte Isomorphismen
  $s_V:{\op{S}}^n(V^*)\sira \Gamma(\mathbb PV;\mathcal O(n))$.
  Insbesondere $\Gamma(\mathbb PV;\mathcal O(n))=0$ f"ur $n<0$. 
\end{Beispiel}

\begin{Bemerkungl}
  Sei $\op{dim}_kV=3$ und sei $C\As \mathbb PV$ eine  irreduzible
  Kurve vom Grad $d\geq 1$. Gegeben eine projektive Gerade $L\As \mathbb PV$
  alias eine Kurve vom Grad Eins
  kennen wir nach dem Satz \ref{Bezout} von B\'ezout die Identit"at 
  $$\sum_{p\in C\cap L}s_p(C,L)=d$$
  Sie folgt auch einfacher, indem wir eine projektive Gerade $F\As \mathbb PV$
  w"ahlen, auf der kein Punkt des  Schnitts $C\cap L$ liegt, und Koordinaten
  $x,y,z:V\ra k$ w"ahlen mit $\mathbb P(z{=}0)=F$ und $\mathbb P(y{=}0)=L$.
  In der quadratfreien
  homogenen Gleichung $H=H(x,y,z)$ von $C$ dargestellt als Summe von Monomen
  in $x,y,z$ 
  mu"s das Monom $x^d$ mit von Null verschiedenem Koeffizienten
  auftauchen, das sonst $C$  den Schnittpunkt
  von $F$ und $L$ enthalten w"urde.
  Nun liefern unsere drei Koordinaten eine Bijektion $V\sira k^3$
  mit Umkehrabbildung $k^3\sira V$ und eine Bijektion $k^2\sira \mathbb PV\backslash F$ durch $(x,y)\mapsto \langle x,y,1\rangle$. 
   Durch Einsetzen von $z=1$
  erhalten wir eine Gleichung $H(x,y,1)=0$
  des Schnitts von $C$ mit dem Komplement von $F$,
  die folglich auch den Grad $d$ hat. Durch Einsetzen von $y=0$
  erhalten wir schlie"slich eine Gleichung $H(x,0,1)=0$ vom Grad $d$ f"ur
  die $x$-Koordinaten der Schnittpunkte $C\cap L$ und nach \ref{BScM} sind die
  Vielfachheiten der Nullstellen dieses Polynoms in $x$ genau die jeweiligen
  Schnittmultiplizit"aten, so da"s wir einen weiteren
  Beweis f"ur den Satz von B\'ezout im Fall des Schnitts mit einer projektiven
  Gerade erhalten.  
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
 
\end{Bemerkungl}


  
%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "XXKAG"
%%% End: 
