
%\section{Wegintegrale und Potentiale}
\subsection{Gradienten in krummlinigen Koordinaten*}\label{GKK}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Motivation und erstes Beispiel}] 
Gegeben eine offene Teilmenge $U\co \DR^n$ und
eine hinreichend differenzierbare Funktion
$f : U \rightarrow \Bbb{R}$ definiert man 
wie in \ref{GrAd} ihren  {\bf Gradienten}\index{Gradient} 
als das  Vektorfeld
\begin{equation*}
\op{grad} f \;= \;\frac{\partial f}{\partial x_1} \partial_1 + \ldots
+ \frac{\partial f}{\partial x_n} \partial_n
\end{equation*}
auf $U.$ Ich will  im Folgenden diskutieren, welche Form dieses Konstrukt in 
krummlinigen Koordinaten annimmt.
Formal ist damit folgendes gemeint: Man betrachte zus"atzlich 
$V \co \Bbb{R}^n$ und
einen Diffeomorphismus $\phi : V \overset{\sim}{\rightarrow} U$ und berechne
aus $(f \circ \phi ) $ das unter $\phi $ zu $(\op{grad} f)$ 
verwandte Vektorfeld auf $V$.
In der Notation wird vielfach  $\phi $ einfach 
weggelassen und nur die Bezeichnungen
der Koordinaten deuten das Gemeinte an.
Ist etwa
$
\phi =P:\DR_{>0}\times \DR\ra \DR^2\backslash 0$ wie in \ref{BsPK}
die Polarkoordinatenabbildung, so erhalten wir
mit den Formeln aus \ref{BsPK}
sofort $f_x = \cos \vartheta\; f_r - r^{-1}\sin \vartheta\;
f_{\vartheta}$
und $f_y = \sin \vartheta\; f_r + r^{-1}\cos \vartheta\;
f_\vartheta$ und nach
kurzer Rechnung die Verwandtschaft von Vektorfeldern
\begin{equation*}
\op{grad} f \;=\;f_x\partial_x +f_y\partial_y\;=\;
f_r \partial_r + \frac{1}{r^2} f_\vartheta \partial_\vartheta
\end{equation*}
Man nennt sie die {\bf Darstellung des Gradienten in 
Polarkoordinaten}.\index{Polarkoordinaten!Gradient in}
Hier  haben wir  die Notation $f_x=\frac{\partial f}{\partial x}$
f"ur die entsprechende partielle Ableitung 
aus \ref{dpA} und die Abk"urzung $\partial_x=\frac{\partial }{\partial x}$
aus \ref{pavf} f"ur den besagten Differentialoperator alias 
besagtes Vektorfeld verwendet.
Bereits bei der Transformation des Gradienten in Kugelkoordinaten wird 
die Rechnung jedoch recht aufwendig. Ich will im
folgenden  erkl"aren,
mit welchen Kunstgriffen man  sie
strukturieren und "ubersichtlicher gestalten kann.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Tensor-Notation f"ur Bilinearformen}]
Gegeben ein Vektorraum $V$ "uber einem K"orper $k$ 
notieren wir \index{Bil@$\op{Bil}$ Bilinearformen}
$$\op{Bil}(V)=\op{Bil}_k(V)$$ 
den Vektorraum aller bilinearen Abbildungen $V\times V\ra k.$
Gegeben Linearformen $\lambda, \eta:V\ra k$ notieren wir
$(\lambda\otimes\eta)
\in \op{Bil}(V)$\index{$\otimes$!Notation f"ur Bilinearform} 
die\index{o@$\otimes$!Notation f"ur Bilinearform} 
 bilineare Abbildung $(v,w)\mapsto \lambda(v)\eta(w).$
Sicher ist $(\lambda,\eta)\mapsto \lambda\otimes\eta$ selbst eine bilineare 
Abbildung $V^\ast\times V^\ast\ra \op{Bil}(V).$ 
Statt $\eta\otimes\eta$ schreibt man meist k"urzer $\eta^{\otimes 2}.$
Das Symbol $\otimes$ wird in \eref{DefT}{LA2}
 noch mit mehr Bedeutung aufgeladen.
Hier darf und 
soll es  ausschlie"slich als bequeme Notation verstanden werden.
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}
Sei $X$ ein endlichdimensionaler reeller Raum und $U \co X$ eine
offene Teilmenge. Ein \defnoind{$2$-Tensor}\index{Tensor!$2$-Tensor} 
{\bf auf}  $U$ ist eine Abbildung
$$g :U \rightarrow \op{Bil}(\vec{X})$$ von $U$ in den Raum $\op{Bil}(\vec{X})$
aller
bilinearen Abbildungen $\vec{X} \times \vec{X} \rightarrow \Bbb{R}$.
Eine {\bf Riemann'sche Metrik}\index{Riemann!Riemann'sche Metrik} 
{\bf auf} $U$ ist ein $2$-Tensor $g$,
der jedem Punkt $p \in U$ ein Skalarprodukt $g_p$ auf $\vec{X}$
zuordnet.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Beispiele f"ur $2$-Tensoren und Riemann'sche Metriken}]
    Das Standard\-skalarprodukt auf $\Bbb{R}^n$ liefert eine Riemann'sche Metrik
    auf $\Bbb{R}^n$ und auf jeder offenen Teilmenge $U \co \Bbb{R}^n$.
    Gegeben Kovektorfelder $\omega$ und $\eta$ auf einer offenen Teilmenge $U$
    eines endlichdimensionalen reellen Raums $X$ k"onnen wir den $2$-Tensor
$$\begin{array}{cccc}
  \omega \otimes \eta :&U &\rightarrow &\op{Bil} (\vec{X})\\
  & p& \mapsto &\omega_p
  \otimes \eta_p
\end{array}$$
betrachten.
Weiter k"onnen wir $2$-Tensoren punktweise addieren und mit Funktionen
multiplizieren.
Die "ubliche Riemann'sche Metrik auf $\Bbb{R}^n$ kann in diesen
Konventionen geschrieben werden als
$s = \diff x_1^{ \otimes 2} + \ldots +
\diff x_n^{ \otimes 2}.$ Eine beliebige Riemann'sche Metrik $g$ auf
einer offenen Teilmenge $U\co \Bbb{R}^n$ hat in diesen 
Notationen die Gestalt
\begin{equation*}
  \sum^n_{i,j=1} g_{ij} \diff x_i \otimes \diff x_j
\end{equation*}
f"ur Funktionen $g_{ij} : U \rightarrow \Bbb{R}$, die an jedem Punkt $p \in U$
eine positiv definite symmetrische Matrix bilden.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}[\textbf{Partielles Auswerten von Bilinearformen}] 
Gegeben ein Vektorraum $V$ "uber einem K"orper $k$ 
liefert jede  Bilinearform 
$g\in \op{Bil}(V)$ 
eine Abbildung 
$$
\begin{array}{lccc}
\op{can}_g:&V&\ra&V^\ast\\
&v&\mapsto &(w\mapsto g(v,w))
\end{array}
$$
von unserem Vektorraum in seinen Dualraum, die jedem Vektor $v$ die 
Linearform 
\glqq Paare mit $v$\grqq\  zuordnet. 
Zum Beispiel h"atten wir $\op{can}_{\lambda\otimes\eta}(v)=\lambda(v)\eta.$
Gleichberechtigt k"onnten wir auch die
Abbildung $\op{can}^2_g:v\mapsto (w\mapsto g(w,v))$ betrachten und
m"u"sten dann, um dieser Gleichberechtigung Ausdruck zu verleihen, 
eigentlich genauer $\op{can}_g=\op{can}^1_g$ schreiben. Das w"urde 
jedoch die Notation   schwerf"alliger machen, und ich denke, diese
zus"atzliche Schwere wiegt den Gewinn an Klarheit nicht auf.
An dieser Stelle m"ochte ich auch allen Leserinnen versichern, da"s
sie ganz genauso gemeint sind, wenn einmal von \glqq dem Leser\grqq\  die Rede ist.
Ich  denke  auch in diesem Zusammenhang, da"s  die
zus"atzliche Schwere der geschlechtsneutralen Formulierungen
 den Gewinn an Klarheit nicht aufwiegt.
Ist speziell $g$ nichtausgeartet und $V$ endlichdimensional, so 
ist $\op{can}_g$ ein Isomorphismus $\op{can}_g:V\sira V^\ast$ 
und wir k"onnen auch sein Inverses $\op{can}_g^{-1}:V^\ast\sira V$
betrachten.
\end{Bemerkungl}


\begin{Bemerkungl}[\textbf{Partielles Auswerten von $2$-Tensoren}]
Gegeben ein Vektorfeld $A$ und ein $2$-Tensor $g$ k"onnen wir\label{Grgg}  
ein  Kovektorfeld
$\op{can}_g (A)$
%und $\op{can}^2_g (A)$
bilden durch das Einsetzen von $A$ in die erste  Stelle von $g$.
% Im Fall eines symmetrischen $2$-Tensors $g$ fallen diese beiden Kovektorfelder
% zusammen, in jedem Fall vereinbaren wir
% die Abk"urzung $\op{can}^1_g (A)=\op{can}_g (A)$.
Ist unser $2$-Tensor $g$ an keiner Stelle ausgeartet, insbesondere
also im Fall einer Riemann'schen Metrik, so ist diese Abbildung eine Bijektion
\begin{equation*}
\op{can}_g : \{ \text{Vektorfelder} \} \overset{\sim}{\rightarrow}
\{ \text{Kovektorfelder} \}
\end{equation*}
Bezeichnet speziell $s$ das Standardskalarprodukt auf dem $\Bbb{R}^n$,
so haben wir etwa $\op{can}_s (a \partial_i) = a \diff x_i$ f"ur jede
Funktion $a$. F"ur unseren Gradienten aus \ref{GrAd} gilt folglich
$
\op{grad} f = \op{can}^{-1}_s (\diff f)
$. 
Im allgemeinen verwendet man die Notation 
$$\op{grad}_g f\pdef \op{can}^{-1}_g (\diff f)$$ und nennt dies Vektorfeld 
den {\bf Gradienten von $f$ in Bezug auf die 
Riemann'sche Metrik $g$}\index{grad@$\op{grad}_g$ Gradient zu Metrik $g$} 
oder allgemeiner in
Bezug auf den nichtausgearteten $2$-Tensor $g.$ 
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition}[\textbf{Verwandtschaft von $2$-Tensoren}] 
Seien $U \co X$, $V\co Y$ offene\label{VW2T} 
Teilmengen  endlichdimensionaler reeller R"aume 
 und $\phi :U \rightarrow V$ stetig differenzierbar.
Vorgegebene $2$-Tensoren $s$ auf $U$ und $g$ auf $V$ hei"sen 
\defnoind{$\phi$-verwandt}\index{verwandt!$2$-Tensoren} und wir schreiben
$\phi:s\leadsto g$\index{)4@$\leadsto$ verwandt!$2$-Tensoren} 
genau dann, wenn 
f"ur alle $x \in U$ und $v,w \in \vec{X}$ gilt
\begin{equation*}
s_x (v,w) = g_{\phi(x)} \left( ( \diff_x \phi)(v), (\diff_x \phi) (w)\right)
\end{equation*}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Vertr"aglichkeiten unserer Verwandtschaften}]
Wieder ist Verwandschaft vertr"aglich mit allen nat"urlichen Operationen, 
etwa
mit dem Einsetzen von Vektorfeldern, dem Multiplizieren mit Funktionen,
unserer Konstruktion $\otimes$
etc. Insbesondere haben verwandte Funktionen unter verwandten Riemann'schen
Metriken verwandte Gradienten, in Formeln impliziert
$\phi:s\leadsto g$ also 
die Verwandtschaft von Vektorfeldern 
$$\phi:\op{grad}_s(f\circ \phi)\leadsto \op{grad}_gf$$
Offensichtlich hat jeder $2$-Tensor $g$ auf $V$ genau einen 
Verwandten auf $U,$ den wir mit $\phi^\ast g$ bezeichnen und den
{\bf zur"uckgeholten $2$-Tensor} nennen.
Gegeben eine parametrisierte Fl"ache im Raum oder allgemeiner
eine differenzierbare Abbildung  $\phi:U\ra\DR^3$
mit $U\co\DR^2$ 
bezeichnet man den symmetrischen $2$-Tensor auf $\DR^2,$ 
der durch das Zur"uckholen der Standardmetrik entsteht, auch als die
{\bf erste Fundamentalform}\index{Fundamentalform, erste} 
unserer  parametrisierten Fl"ache.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bild} 
\includegraphics[width=\textwidth]{SkriptenBilder/BildDPo}\\[4mm]
\noindent 
Dies Bild soll die Verwandtschaft 
von Riemann'schen Metriken $f: \diff r^{\otimes 2} + r^2
\diff\vartheta^{\otimes 2}\leadsto  \diff x^{\otimes 2} + \diff y^{\otimes 2}$
verdeutlichen, mit $f=P$ der Polarkoordinatenabbildung.
Das Differential an der Stelle $(r,\vartheta)=(1\frac{1}{2},\frac{\pi}{2})$
ist dargestellt durch seinen Effekt auf der Standardbasis,
die wir auch $(\partial_r,\partial_\vartheta)$ notieren k"onnten.
Die Standardbasis geht an jeder Stelle "uber in eine 
Orthogonalbasis und das Bild des ersten Basisvektors hat auch 
wieder die L"ange Eins, das Bild des zweiten Basisvektors  
jedoch im allgemeinen die L"ange $r$ und in unserem Fall 
die L"ange $1\frac{1}{2}.$
Die Standardmetrik auf der $xy$-Ebene entspricht folglich einer
Metrik auf der $r\vartheta$-Ebene, bei der $\partial_r$
und $\partial_\vartheta$ aufeinander senkrecht stehen und
$\partial_r$ die L"ange Eins hat, wohingegen   $\partial_\vartheta$
die L"ange $r$ hat. Diese Eigenschaften aber 
charakterisieren genau unsere Metrik $\diff r^{\otimes 2} + r^2
\diff\vartheta^{\otimes 2}.$
\end{Bild}

\begin{Beispiel}[\textbf{Gradienten in Polarkoordinaten}]
Unter der Polarkoordinatenabbildung $P$ aus \ref{BsPK} 
ist die Standardmetrik
$s =\diff x^{\otimes 2} + \diff y^{\otimes 2}$ auf\label{PKMm} 
der $xy$-Ebene verwandt zum $2$-Tensor
\begin{eqnarray*}
g &=& (\cos \vartheta \diff r  - r \sin \vartheta\diff\vartheta  )\otimes (\cos
\vartheta \diff r -r\sin \vartheta \diff\vartheta) \\
&&+ (\sin \vartheta \diff r
+ r \cos \vartheta \diff \vartheta) \otimes (\sin \vartheta \diff r + 
r \cos \vartheta
\diff \vartheta )\\[2mm]
&=& \diff r^{\otimes 2} + r^2 \diff\vartheta^{\otimes 2}
\end{eqnarray*}
auf der $r\vartheta$-Ebene, der auf dem Komplement 
der Nullstellenmenge von $r$ auch wieder
eine Riemann'sche Metrik ist. Da"s hier keine gemischten Tensoren $\diff r
\otimes \diff\vartheta$  auftreten,
hat den Grund, da"s die Vektorfelder $\partial_r$ und $\partial_\vartheta$
auch in der $xy$-Ebene an jedem Punkt 
aufeinander senkrecht stehen. Die Koeffizienten $1$ und $r^2$
bedeuten gerade die quadrierten L"angen $s(\partial_r, \partial_r)$ und 
$s (\partial_\vartheta, \partial_\vartheta)$ der Vektoren dieser Vektorfelder.
F"ur eine Funktion $f = f(x,y)$ mu"s schlie"slich $\diff f$ unter $P$ verwandt
sein zu $\op{d} (f\circ P),$ und dann mu"s auch 
$\op{grad} f =\op{grad}_s f = \op{can}_s^{-1} (\diff f)$
verwandt sein zu $$\op{grad}_g (f\circ P)=
\op{can}^{-1}_g \diff\;(f\circ P) = \op{can}^{-1}_g 
(f_r \diff r + f_\vartheta \diff \vartheta)
= f_r \partial_r + \frac{1}{r^2} f_\vartheta
\partial_\vartheta$$
Damit haben wir die Darstellung des Gradienten
in Polarkoordinaten ein weiteres Mal hergeleitet.
\end{Beispiel}
\begin{Bemerkunge}[\textbf{Im Ingenieurwesen gebr"auchliche alternative Notation}] 
Ingenieure arbeiten gerne mit einer  anderen
Darstellung von Vektorfeldern und betrachten etwa auf dem $\DR^2$ 
die auf
euklidische L"ange Eins normierten Vektorfelder
${\mathbf e}_r=\partial_r$ und ${\mathbf e}_\vartheta=
r^{-1}\partial_\vartheta.$
Nat"urlich kann jedes Vektorfeld $v$ auf dem Komplement des Ursprungs
auch als $v=a{\mathbf e}_r+b{\mathbf e}_\vartheta$ geschrieben 
werden mit geeigneten reellwertigen
Funktionen $a,b.$ In Formelsammlungen findet man  h"aufig 
Formeln f"ur Gradienten und dergleichen in dieser Darstellung,
zum Beispiel h"atten wir $\op{grad}f=(\partial_rf){\mathbf e}_r
+r^{-1}(\partial_\vartheta f){\mathbf e}_\vartheta.$
Meist hei"sen die Koeffizienten eines Vektorfelds 
$v=a{\mathbf e}_r+b{\mathbf e}_\vartheta$ dann auch noch 
$a=v_r,$ $b=v_\vartheta.$ Das  verbietet sich f"ur uns jedoch, da wir
die Indexnotation  bereits als K"urzel f"ur partielle Ableitungen verwenden.
\end{Bemerkunge}

\begin{Beispiel}\label{KuKo}
  Die \defind{Kugelkoordinaten} im Raum werden beschrieben durch 
eine geeignete Einschr"ankung der Abbildung
  $$\begin{array}{cccl}
    K :& \Bbb{R}^{3} & \ra &\;\;\;\Bbb{R}^{3}\\
   & (r,\vartheta,\varphi ) &\mapsto & (r\cos \varphi \sin\vartheta, r
    \sin\varphi \sin\vartheta, r \cos \vartheta)
\end{array}$$
Deren anschauliche Bedeutung wird in nebenstehendem Bild erl"autert.
\end{Beispiel}
\begin{figure}[p]
  \centering
  \includegraphics[height=0.5\textheight]{SkriptenBilder/BildKK}
\\[4mm] \noindent 
Die Kugelkoordinatenabbildung hat die folgende anschauliche Bedeutung: 
Stellen wir uns ein
Teleskop vor, das im Ursprung eines kartesischen
Koordinatensystems auf einem waagerechten, d.h.\ in der $xy$-Ebene
liegenden Drehteller  steht und 
senkrecht nach oben zeigt. 
Um einen Stern zu betrachten,
schwenken wir zun"achst das Teleskop nach
unten in Richtung der positiven $x$-Achse um einen  Winkel
 $\vartheta \in[0,\pi]$ 
und drehen dann den Drehteller um einen
geeigneten Winkel, sagen wir um den Winkel 
$\varphi \in \left[ 0,2\pi \right)$ 
gegen den Uhrzeigersinn.
Ist schlie"slich $r$ die Entfernung unseres Sterns, so gibt
$K(r,\vartheta,\varphi)$ seine kartesischen Koordinaten an.
Nat"urlich ist im Fall eines senkrecht "uber oder unter 
dem Teleskop befindlichen 
Sterns $\varphi$ nicht eindeutig, und befindet sich das Teleskop bereits im
  Stern, so sind beide Winkel nicht eindeutig.
Die Einschr"ankung unserer Abbildung auf $r>0,$ $\vartheta \in(0,\pi)$
und $\varphi \in \left[ 0,2\pi \right)$ hinwiederum ist zwar injektiv, aber
  nicht surjektiv. 
Oft findet man auch eine Variante, bei der 
wir uns das Teleskop zu Beginn horizontal in Richtung der 
positiven $x$-Achse ausgerichtet denken und wo 
die zweite
Koordinate  $\theta \in[-\pi/2,\pi/2]$ 
 den
Winkel bezeichnet, um den das Teleskop nach oben bzw.\ bei negativem Winkel
nach unten geschwenkt werden mu"s. Die Formeln lauten dann abweichend 
$(r,\theta,\varphi ) \mapsto  (r\cos \varphi \cos\theta, r
    \sin\varphi \cos\theta, r \sin \theta).$
\end{figure}

\begin{Bemerkunge}
  Ein $2$-Tensor hei"st {\bf symmetrisch}\index{symmetrisch!$2$-Tensor} 
bzw.\ {\bf antisymmetrisch}\index{antisymmetrisch!$2$-Tensor} 
  genau dann, wenn er an jedem Punkt als Wert eine symmetrische bzw.\
  antisymmetrische Bilinearfom auf $\vec{X}$ annimmt.\label{syasy}
  Antisymmetrische $2$-Tensoren werden wir sp"ater als sogenannte $2$-Formen
  wiedertreffen.  Eine Riemann'sche Metrik ist per definitionem ein
  symmetrischer $2$-Tensor mit der zus"atzlichen Eigenschaft, positiv definit zu
  sein.
\end{Bemerkunge}

\subsubsection*{"Ubungen} 
\begin{Ubung}[\textbf{Riemann'sche Metrik in Kugelkoordinaten}]
Man zeige, da"s die Standardmetrik im $xyz$-Raum  unter\label{SMKu} 
 Kugelkoordinaten, wie sie  \ref{KuKo} 
eingef"uhrt werden,
verwandt ist zur Metrik
\begin{equation*}
g = \diff r^{\otimes 2} + r^{2} \diff \vartheta^{\otimes 2} +
(r \sin \vartheta)^{2} \diff\varphi^{\otimes 2} 
\end{equation*}
\end{Ubung}

\begin{Ubung}[\textbf{Gradient  in Kugelkoordinaten}]
Man zeige, da"s der Gradient  in Kugelkoordinaten, wie sie  \ref{KuKo} 
eingef"uhrt werden,\label{graKu} 
ausgedr"uckt wird durch
die Formel
\begin{equation*}
\op{grad} f = f_r \partial_r + r^{-2} f_\vartheta \partial_\vartheta +
(r \sin \vartheta)^{-2} f_\varphi \partial_\varphi
\end{equation*}
\end{Ubung}







\

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "AAANA2"
%%% End: 
















