
\section{Weiteres zur Darstellungstheorie}





\begin{Korollar}
Ist $G$ eine endliche Gruppe und $R$ ein vollst"andiger 
diskreter Bewertungsring mit Restklassenk"orper $k\pdef R/\mathfrak m$,
so besitzt jedes Idempotente $\bar e\in kG$ einen Lift zu
einem Idempotenten $e\in RG$.
\end{Korollar}
\begin{proof}
Man wende Lemma \eref{LII}{KAG} zum Liften von Idempotenten an
auf den Ring $A\pdef RG$ mit seinem Ideal $I\pdef \mathfrak m G$. 
\end{proof}

\begin{Satz}
Gegeben eine endliche Gruppe $G$ liefern je zwei Spaltungsk"orper,
in denen die Gruppenordnung jeweils invertierbar ist, dieselbe Multimenge 
von Dimensionen von Isomorphieklassen irreduzibler Darstellungen.
\end{Satz}



\subsection{Wohin? Azumaya}
\begin{Definition}\emph{Richtig so?}
 Sei $k$ ein Kring. Eine $k$-Ringalgebra $A$ hei"st eine
\defind{Azumaya-Algebra} genau dann, wenn $A$ ein projektiver
$A\otimes_k A^{\op{opp}}$-Modul von endlichem Rang ist und
die offensichtliche Abbildung $k \rightarrow A$ einen Isomorphismus
mit ihrem Zentrum $k\overset{\sim}{\rightarrow} Z (A)$ liefert.
\end{Definition}
\begin{Definition}\emph{Richtig so?}
Besser mit Grothendieck:
 Sei $k$ ein Kring. Eine $k$-Ringalgebra $A$ hei"st eine
\defind{Azumaya-Algebra} {\bf vom Rang $r$} 
genau dann, wenn $A$ \'etale-lokal isomorph ist
zur Matrixalgebra $\op{Mat}(r\times r;k).$
Eine gute Quelle scheint mir [Knus-Ojanguren].
\end{Definition}
\subsection{Versuche zu Hilbert-Mumford}
\begin{Theorem}[\textbf{Hilbert-Mumford-Kriterium}]
$(k=\bar k)$. Eine\index{Hilbert-Mumford-Kriterium} 
linear reduktive algebraische Gruppe $G$ operiere auf
einer affinen Variet"at $X$. Sei 
$z\in X$ gegeben und sei $Gy$ die 
eindeutig bestimmte abgeschlossene Bahn
im Abschlu"s  $\overline{Gz}$ der Bahn von $z$. 
So gibt es eine multiplikative Ein-Parameter-Untergruppe
$\varphi:k^\times \ra G$ mit 
$$\lim_{t\ra 0}\varphi(t)z\in Gy$$
\end{Theorem}
\begin{proof}
Ian Gordon hat das im Komplexen
behauptet. Ich habe es noch nicht gepr"uft.
\end{proof}
\subsection{Versuche zu Vertex-Algebren}
\begin{Definition}
Eine {\bf Vertex-Algebra}\index{Vertex-Algebra} 
ist ein Vektorraum $V$, dessen Elemente in diesem Zusammenhang
{\bf Zust"ande}\index{Zustand} hei"sen, mit einem Endomorphismus $T$,
der {\bf Translation}, und
einer durch $n\in\DZ$ indizierten 
Familie von bilinearen Verkn"upfungen $(a,b)\mapsto a_{(n)}b$ derart,
da"s gewisse Axiome erf"ullt sind.

\begin{enumerate}
\item
F"ur alle $a,b\in V$ existiert ein  
$N=N(a,b)\in\DN$ mit $a_{(n)}b=0$ f"ur $n> N$;
\item
Es gibt ein  Element $1\in V$
mit $1_{(-1)}b=b$  und $1_{(n)}b=0$ f"ur  $n\neq-1$ sowie 
$a_{(-1)}1=a$  und $a_{(n)}1=0$ f"ur $n\geq 0$.
Dieses Element ist offensichtlich eindeutig bestimmt, wenn es existiert,
und hei"st der {\bf Vakuum-Vektor}.\index{Vakuum-Vektor}
\item
  
  
\end{enumerate}
\end{Definition}

%F"ur alle $a,b,c\in V$ und $m,n,k\in \DZ$ gilt die 
%sogenannte {\bf Borcherds-Identit"at},\index{Borcherds-Identit"at}
%als da hei"st die Gleichheit 
%$$\begin{array}{l}
%\sum_{i=0}^\infty(-1)^i{ n \choose i} \left(a_{(m+n-i)}\left(b_{(k+i)}c\right)-
%(-1)^n b_{(k+n-i)}\left(a_{(m+i)}c\right)\right)=\\[6mm]
%\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^\infty{ m \choose j}\left( a_{(n+j)}b\right)_{(m+k-j)}c
%\end{array}$$


\begin{Bemerkungl}
 Sei $V$ ein Vektorraum. Ein {\bf $(\op{End} V)$-wertiges Feld}
\index{Feld!von Vertexalgebra} ist eine durch $n \in \mathbb Z$
indizierte Familie $a_{(n)} \in \op{End}
(V)$  derart, da"s es f"ur alle $v \in V$ ein $N=N(v)$ gibt mit
$a_{(n)} v = 0$ f"ur $n\geq N$.
Es ist "ublich, dies Datum zu schreiben als
\begin{equation*}
 a(z) \pdef \sum_{n \in \mathbb Z}  a_{(n)}z^{-1-n}
\end{equation*}
Wir notieren den Raum aller Felder $(\op{End} V)(\!(\!(z)\!)$. 
Gegeben ein Vektorraum $W$ bezeichne $W (\!(z)\!)$ die Menge aller 
formalen Ausdr"ucke $\sum_{n \in \mathbb Z} z^{n} w_{(n)}$ mit $w_{(n)}\in W$
f"ur alle $n\in \DZ$ und $w_{(n)}=0$ f"ur $n\ll 0$.
Sicher gilt
$(\op{End} V)(\!(z)\!) \subset (\op{End} V)(\!(\!(z)\!)$, 
aber die rechte Seite ist 
etwas gr"o"ser.
F"ur jedes Feld $a(z)$ 
und jeden Vektor $ v \in V$ ist der  Ausdruck $a (z)  v $
dennoch ein wohldefiniertes
Element von $V (\!(z)\!)$.
Es ist "ublich, Vektoren in diesem Zusammenhang
$| v \rangle \in V$ zu scheiben. Weiter ist es "ublich,
den Vakuumvektor $| 0 \rangle$ zu notieren, obwohl er eigentlich
$| 1 \rangle$ hei"sen m"u"ste.
\end{Bemerkungl}

\begin{Bemerkungl}
Gegeben eine Vertexalgebra $V$ liefert jedes Element $a\in V$ ein 
$(\op{End}V)$-wertiges Feld,
n"amlich das Feld
$$Y(a,z)\pdef  \sum_{n \in \mathbb Z}  a_{(n)}z^{-1-n}$$  
Hier meint $a_{(n)}\in\op{End}V$ die lineare Abbildung $b\mapsto a_{(n)}b$.
Diese Abbildung $Y:V\ra (\op{End} V)(\!(\!(z)\!)$ hei"st die
{\bf Zustand-Feld-Korrespondenz}\index{Zustand-Feld-Korrespondenz} 
unserer Ver\-tex\-algebra. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiel}
Gegeben eine Kringalgebra $A$ "uber einem K"orper $K$ der
Charakteristik Null mit einer
$K$-linearen Derivation
$\partial$ erhalten wir eine Vertexalgebra 
durch die Vorschrift $Y(a,z)\pdef \op{exp}(z\partial)a$. 
In der Tat meint das 
$$ \sum_{n \in \mathbb Z}  a_{(n)}z^{-1-n}=\sum_{n=0}^\infty \frac{z^n}{n!}(\partial^n a)$$
und bedeutet ausgeschrieben
 $a_{(n)}b= (\partial^{-1-n} a)b$ f"ur $n<0$ und
$a_{(n)}b=0$ f"ur $n\geq 0$. 
Als Vakuumvektor k"onnen wir die Einheit $1$ nehmen.
In der Tat ist die Bedingung $1_{(n)}b=\delta_{-1,n}b$
 offensichtlich erf"ullt und
die Bedingung $a_{(n)}1=\delta_{-1,n}a$ f"ur $n\geq -1$ desgleichen.
Es bleibt, die Borcherds-Identit"at zu pr"ufen.
Ich verwende die Notation $n\mapsto \bar n$ f"ur die 
Involution $n\mapsto -n-1$, so da"s gilt 
$a_{(\bar n)}b= (\partial^{n} a)b$ mit der Konvention
$\partial^{n} a=0$ f"ur $n<0$.
Unsere Identit"at verwandelt sich so in die Behauptung
$$\begin{array}{l}
\sum_{i=0}^\infty(-1)^i{ n \choose i} \left((\partial^{- m- n+ i} a)(\partial^{- k- i-1}b)c-
(-1)^n(\partial^{- m- i-1}a) (\partial^{- k- n+ i}b)
 c\right)=\\[6mm]
\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^\infty{ m \choose j}
(\partial^{j-m-k}((\partial^{ -n-j-1} a)b))c
\end{array}$$
F"ur die weiteren Rechnungen vereinbaren wir, da"s 
die a priori nicht definierten 
Binomialkoeffizienten "uber einer negativen Zahl  
als Null verstanden werden sollen.
Sicher reicht es, diese Behauptung f"ur $c=1$ zu zeigen.
Ist weiter $j-m-k<0$ oder  $-n-j-1<0$, 
so steht in der rechten Summe
eh nur Null. Es reicht also, sie "uber
$j$ mit  $ m+k\leq j\leq -n-1$ laufen zu lassen.
Damit da nicht eh die leere Summe steht, brauchen wir
$ m+k\leq 0< -n$. In der Hoffnung, dadurch mehr Klarheit zu 
erreichen, ersetze ich nun $m,n,k$ durch ihre Negativen. So ergibt sich
als neue Behauptung
$$\begin{array}{l}
\sum_{i=0}^\infty(-1)^i{ -n \choose i} 
(\partial^{ m+ n+ i} a)(\partial^{ k- i-1}b)-
\sum_{i=0}^\infty(-1)^{i+n}{ -n \choose i} 
(\partial^{ m- i-1}a) (\partial^{ k+ n+ i}b)
 =\\[6mm]
\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^\infty{ -m \choose j}
\partial^{j+m+k}((\partial^{ n-j-1} a)b)
\end{array}$$
Die rechte Seite ist dabei h"ochstens f"ur $n>0$ und $m+k\geq 0$ 
von Null verschieden.
Jetzt k"onnen  in der ersten Summe nur Terme mit $k>i\geq -m-n$
von Null verschieden sein und in der Zweiten nur
Terme  mit $m>i\geq -k-n$. 
Ersetzen  wir vorne $i$ durch $i-m$ und hinten durch 
$i-k$, so ergibt sich 
$$\begin{array}{l}
\sum_{i=-n}^{k+m-1}(-1)^{i-m}{ -n \choose i-m} 
(\partial^{ n+ i} a)(\partial^{ k+m-1- i}b)-
\sum_{i=-n}^{k+m-1}(-1)^{i-k+n}{ -n \choose i-k} 
(\partial^{ m+k-1- i}a) (\partial^{  n+ i}b)
 =\\[6mm]
\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^\infty{ -m \choose j}
\partial^{j+m+k}((\partial^{ n-j-1} a)b)
\end{array}$$
Jetzt ersetzen wir vorne noch $i$ durch $i-n$ und 
vereinbaren $s\pdef n+k+m-1$ und 
ersetzen in der rechten Seite der Gleichung 
$n-j-1$ durch $j$ und erhalten
$$\begin{array}{l}
\sum_{i=0}^{s}(-1)^{i-m}{ -n \choose i-n-m} 
(\partial^{  i} a)(\partial^{s- i}b)-
\sum_{i=0}^{s}(-1)^{i-k}{ -n \choose i-n-k} 
(\partial^{s- i}a) (\partial^{   i}b)
 =\\[6mm]
\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^s{ -m \choose n-j-1}
\partial^{s-j}((\partial^{ j} a)b)
\end{array}$$
Das schreiben wir durch Ersetzen von $i$ durch $s-i$ 
in der ersten Summe und von $j$ durch $s-j$ in der Dritten 
um zu
$$\begin{array}{l}
\sum_{i=0}^{s}(-1)^{k+n-1-i}{ -n \choose k-1-i} 
(\partial^{s-  i} a)(\partial^{ i}b)-
\sum_{i=0}^{s}(-1)^{i-k}{ -n \choose i-n-k} 
(\partial^{s- i}a) (\partial^{   i}b)
 =\\[6mm]
\hspace{6cm}=\sum_{j=0}^s{ -m \choose  j-m-k}
\partial^{j}((\partial^{s- j} a)b) 
\end{array}$$
\end{Beispiel}
\begin{Definition}
 Eine Vertexalgebra ist ein Datum $(V, | 0 \rangle, T, Y)$ bestehend aus 
\begin{enumerate}
 \item[0.)]
Ein Vektorraum $V$ der {\bf Zust"ande};\index{Zustand!von Vertexalgebra}
\item[1.)] Einem Vektor $| 0 \rangle \in V$, dem Vakuumvektor;
\item[2.)] Einem Endomorphismus $T$ von $V$;
\item[3.)] Einer linearen Abbildung 
\begin{equation*}
 Y ; V \rightarrow (\op{End} V) \widetilde{((z))}
\end{equation*}
die jedem Zustand ein Feld zuordnet, die Zustand-Feld-Korrespondenz.
Von diesem Datum fordern wir die folgenden Eigenschaften:
\begin{enumerate}
 \item[a.)] $Y ( | 0 \rangle, z) = \op{id}_V$
\item[b.)] $Y (A, z) | 0\rangle \in A$
\end{enumerate}
\end{enumerate}
\end{Definition}



\subsection{Alter Quatsch} 
 \begin{Definition}$(k=\bar k)$. 
   Gegeben $G{\ssearrow} X$ eine separierte $k$-Variet"at  
mit einer Operation einer Gruppe hei"st ein Morphismus 
von Variet"aten $X\ra Y$ ein\label{GAQbb}  
{\bf guter Quotient von $X$ nach $G$}\index{guter
      Quotient}\index{Quotient!guter} 
oder auch ein 
{\bf guter Quotientenmorphismus},\index{Quotientenmorphismus!guter} 
 wenn er die folgenden Eigenschaften hat:
\begin{enumerate}
\item
Unser Morphismus ist konstant auf $G$-Bahnen;
\item
In jeder Faser unseres Morphismus ist von allen 
$G$-Bahnen genau Eine abgeschlossen;
\item
$Y$ ist eine separierte Variet"at;
\item
Der induzierte Morphismus  ist ein Isomorphismus 
$X{\sslash}G\sira Y$ in der Kategorie der $k$-geringten R"aume von unserem \hyperref[BsR]{Bahnschlu\ss raum} 
nach $Y$.
\end{enumerate}
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}\label{EgQ} KANN WEG!
Ein guter Quotient mu"s im allgemeinen nicht existieren.
Wenn er existiert,
ist er nach aufgrund der letzten Eigenschaft nat"urlich
eindeutig bis auf eindeutigen Isomorphismus. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Diskussion der Terminologie}] KANN WEG!
  Insbesondere ist jeder \hyperref[Qz2g]{geometrische Quotient} 
auch ein \hyperref[GAQbb]{guter Quotient}.  In manchen Quellen wird
  von einem guten Quotienten zus"atzlich gefordert, da"s der
fragliche  Morphismus $X\sra Y$ affin sein soll. Ich will mich
  dieser Terminologie nicht anschlie"sen, weil in ihr nicht so klar
  w"are, inwieweit geometrische Quotienten auch gute Quotienten zu
  sein h"atten. Stattdessen mache ich diese
Bedingung stets explizit und spreche dann von 
einem {\bf affinen guten 
Quotientenmorphismus}.\index{Quotientenmorphismus!affiner guter} 
\end{Bemerkungl}
\begin{Beispiele}\label{lgQ} KANN WEG!
Gegeben $G{\ssearrow} X$ eine separierte $k$-Variet"at  
mit einer Operation einer Gruppe
und ein guter Quotient $\pi: X\ra Y$ ist f"ur jede offene Teilmenge $U\co Y$ offensichtlich auch
$\pi: \pi^{-1}(U)\ra U$ ein guter Quotient.  
Der vorhergehende Satz \ref{GAQ} besagt unter anderem,  
da"s der  algebraische Quotient einer affinen Variet"at nach einer linear
  reduktiven Gruppe ein affiner guter Quotient ist.\label{gQQ} 
\end{Beispiele}





\begin{Definition}$(k=\bar k)$. 
   Gegeben $G{\ssearrow} X$ eine separierte $k$-Variet"at  
mit einer Operation einer Gruppe hei"se ein Morphismus 
von Variet"aten $X\ra Y$ ein 
{\bf geometrischer Quotient von $X$ nach $G$},\index{geometrischer
      Quotient}\index{Quotient!geometrischer}\label{Qz2g}  
 wenn er die folgenden Eigenschaften hat:
\begin{enumerate}
\item
Unser Morphismus ist konstant auf $G$-Bahnen;
\item
$Y$ ist eine separierte Variet"at;
\item
Der induzierte Morphismus  ist ein Isomorpismus 
$X/G\sira Y$ in der Kategorie der $k$-geringten R"aume  von unserem Bahnenraum 
nach $Y$.
\end{enumerate}
Wenn ich besonders betonen will, da"s der Morphismus $X\ra Y$ und nicht
etwa nur die Variet"at $Y$ gemeint ist, spreche ich von einem 
{\bf geometrischen 
Quotientenmorphismus}.\index{Quotientenmorphismus!geometrischer}
\end{Definition}






\subsection{Formale Gruppen}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Kring $k$ betrachten wir die Kategorie $\op{Kring}_k^k$
 aller augmentierten $k$-Kringalgebren.  Objekte sind Paare $(B,\varepsilon_B)$
  aus einem $k$-Kring $B$ und einem Homomorphismus von
  $k$-Kringen $\varepsilon_B:B\ra k$.
  Morphismen sind mit der Augmentation vertr"agliche Homomorphismen von
  $k$-Kringalgebren.
  Darin betrachten wir die volle Unterkategorie
 $$  \op{Nil}_k\subset \op{Kring}_k^k$$ 
  aller
augmentierten $k$-Kringalgebren $(B,\varepsilon_B)$ 
  mit nilpotentem
  Augmentationsideal $\op{ker}\varepsilon_B$.
\end{Bemerkungl}
\begin{Bemerkungl}
  Gegeben ein Kring $k$ erkl"aren wir die Kategorie der
  {\bf formalen $k$-Kringe}\index{formal!$k$-Kring} als die Funktorkategorie
  $$\op{Nil}_k^\vee\pdef\op{Cat}(\op{Nil}_k,\op{Ens})^{\op{opp}}$$
  und bezeichnen deren opponierte Kategorie
  als die {\bf Kategorie der dicken $k$-Punkte} $\op{Dip}_k\pdef\op{Cat}(\op{Nil}_k,\op{Ens})$.
  In beiden  Kategorien existieren
  alle Limites und Kolimites. Jeder augmentierte
  $k$-Kring $A\in \op{Kring}_k^k$ liefert einen
  formalen $k$-Kring in Gestalt des
  Funktors $$\op{Kring}_k^k(A,\;):\op{Nil}_k\ra \op{Ens}$$
  Die nat"urliche Abbildung in die Komplettierung $\hat A$ von $A$ am Augmentationsideal $\hat A\pdef \op{lim}A/(\op{ker}\varepsilon)^n$ liefert in diesem Fall eine Isotransformation von Funtoren
  $\op{Kring}_k^k(\hat A,\;)\siRa\op{Kring}_k^k(A,\;)$.
  Zum Beispiel liefern der Polynomring $k[T]$ und
  der formale Potenzreihenring $k\llbracket T\rrbracket$ denselben
  Funktor und  das Auswerten
  bei $T$ liefert weiter
  eine Isotransformation
  mit dem Funktor $\op{Aug}: B\mapsto\op{ker}(\varepsilon_B)$.
  Wir k"onnen diesen Funktor in derselben Weise auch mit dem  Pro-Objekt
  $\limcu_n k[T]/\langle T^n\rangle$ von $\op{Nil}_k$ identifizieren.
  Den zugeh"origen dicken Punkt notieren wir 
  $$\hat{\mathbb A}^1_k\in\op{Dip}_k$$
  Nach unseren allgemeinen Erkenntnissen \ref{MPOkk} "uber
  Morphismen von Pro-Objekten oder auch elementareren "Uberlegungen
  liefert das Auswerten auf $T$ f"ur jedes feste $n$ eine Bijektion
  $$\col_m \op{Nil}_k(k[T]/\langle T^m\rangle,k[X]/\langle X^n\rangle)\sira
  Xk[X]/\langle X^n\rangle$$ und im Limes  
  eine Bijektion $\op{Nil}_k^\vee(\op{Aug},\op{Aug})
  \sira Xk\llbracket X\rrbracket$ oder gleichbedeutend  
  $$\op{Dip}_k(\hat{\mathbb A}^1_k,\hat{\mathbb A}^1_k)
  \sira Xk\llbracket X\rrbracket$$
  Die Komposition von Morphismen geschieht durch
  formales Einsetzen eines Elements  $g=g(Y)\in Yk\llbracket Y\rrbracket$
  in ein Element $f=f(X)\in Xk\llbracket X\rrbracket$, was ein neues
  Element $f(g(Y))\in  Yk\llbracket Y\rrbracket$ produziert.
  Ebenso konstruieren wir eine Bijektion 
 $$\op{Dip}_k(\hat{\mathbb A}^1_k\times \hat{\mathbb A}^1_k,\hat{\mathbb A}^1_k)
  \sira Xk\llbracket X,Y\rrbracket+Yk\llbracket X,Y\rrbracket$$
  mit der Menge der formalen Potenzreihen in zwei Ver"anderlichen
  ohne konstanten Term. 
\end{Bemerkungl}
\begin{Definition} 
  Unter einem {\bf formalen Gruppengesetz}\index{Gruppengesetz!formales}
"uber einem Kring $k$   versteht man eine Potenzreihe $F(X,Y)$ in zwei Ver"anderlichen ohne
  konstanten Term, die als Morphismus $$\hat{\mathbb A}^1_k\times \hat{\mathbb A}^1_k  \ra \hat{\mathbb A}^1_k$$
  aufgefa"st das Objekt $\hat{\mathbb A}^1_k\in \op{Dip}_k$ zu einem
  Gruppenobjekt macht.
\end{Definition}
\begin{Bemerkungl}[\textbf{Explizite Charakterisierung formaler Gruppengesetze}]  
  Die Kategorie der dicken Punkte hat genau ein finales Objekt und
   dieses ist auch initial.
   Da"s der eindeutige Morphismus von dort zu
   unserem dicken Punkt $\hat{\mathbb A}^1_k$ das neutrale Element
   f"ur ein formales Gruppengesetz ist, bedeutet die
  Bedingungen
  $F(X,0)=X$ und $F(0,Y)=Y$ alias $F(X,Y)=X+Y+\ldots$ mit P"unktchen f"ur Terme h"oherer Ordnung.
  Die Assoziativit"at bedeutet die Identit"at
  $$F(X,F(Y,Z))=F(F(X,Y),Z)$$
  Die Existenz eines Rechtsinversen bedeutet die Existenz von
  $G\in Xk\llbracket X\rrbracket$ mit $F(X,G(X))=0$ und folgt leicht.
  Genauso leicht folgt die Existenz eines Linksinversen. "Ubung
  \eref{LiRei}{LAG} besagt,  da"s
  diese beiden Inversen dann "ubereinstimmen m"ussen. 
\end{Bemerkungl}


%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "AAUNF"
%%% End: 
